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2 | 2008 IT KundenmagazinISB aktuellCONTINENTAL AG:Neues Preisbildungssystemfür das Segment Aftermarket | 03SOA IN DER PRAXIS –WETTBEWERBSVORTEILE DURCH SERVICEORIENTIERTESPRODUKTDESIGN SICHERN! | 07INTELLIGENTES PRODUKT-BENCHMARKING MIT„JUSTBENCH“ | 08


02 | EDITORIALLIEBE LESERINNEN UND LESER,nach einem für die ISB AG erfolgreichen Geschäftsjahr halten Sie nun die letzte Ausgabeder ISB aktuell im Jahr 2008 in der Hand. Eine ISB aktuell, in der wir Sie überThemen informieren möchten, die dieses Jahr einen hohen Stellenwert in unseremKundensegment Industrie eingenommen haben. Themen, die aufgrund der aktuellenMarktlage immer stärker in den Vordergrund rücken, da sie den Unterschied zwischenerfolgreichen und weniger erfolgreichen Unternehmen ausmachen können. Es handeltsich um die beiden Themen „Preisbildung“ und „Produktbenchmarking“, welche beiprofessioneller Anwendung dazu beitragen, Umsatz und Gewinn eines Unternehmensnachhaltig zu steigern.Stefan KröllerBereichsleiter VertriebIndustrieNachdem wir bereits in der vergangenen Ausgabe der ISB aktuell ausführlich das ThemaPreisbildung an sich sowie das systematische Herangehen an ein professionellesPreismanagement im Rahmen unserer „Market Value Pricing Suite“ dargestellt haben,möchten wir in der jetzigen Ausgabe mehr aus der Praxis berichten und, was vielwichtiger ist, unsere Kunden zu Wort kommen lassen. Hierzu stellen wir Ihnen zweiKundenprojekte näher vor, die sich genau mit diesen neuen Themen befassen. Siesollen verdeutlichen, dass sich die ISB in den zurückliegenden Jahren genau in diesenThemen Know-how und Vorgehensweisen angeeignet hat, welche die hohen Anforderungenund Erwartungen unserer Kunden an solche Projekte mehr als erfüllen. Unterstreichenmöchten wir das mit Interviews der jeweiligen Projektverantwortlichen seitensdes Kunden, die in diesen Gesprächen ihre Erfahrungen mit dem Projekt sowie mitder ISB darstellen und beurteilen.In einem weiteren Projektbericht gehen wir auf das Thema SOA ein. Ein Thema, daszurzeit kontrovers diskutiert wird. Die ISB AG befasst sich bereits seit drei Jahrenmit der Beratung und dem Aufbau von serviceorientierten Architekturen und ist sichsicher, dass sich derartige Strukturen in der heutigen, immer komplexer werdendenIT-Landschaft durchsetzen werden. Der Bericht zeigt auf, welche Vorteile einer unsererKunden durch die Einführung einer serviceorientierten Architektur für seine Softwaresieht und wie die ISB ihn bei deren Umsetzung unterstützt hat.Der in der letzten ISB aktuell angekündigte Umzug ist zwischenzeitlich erfolgt. Am1. November bezog die ISB AG ihre neuen Geschäftsräume in Karlsruhe-Durlach, ZurGießerei 24. Bereits nach kurzer Eingewöhnungs- und Orientierungszeit können wirvermelden, dass wir uns sehr wohl fühlen. Wir laden Sie herzlich ein, sich ein eigenesBild von der „neuen“ ISB zu machen. In diesem Zuge können wir auch gerne Ihre Anforderungen,Wünsche und Anregungen im Hinblick auf neue IT-Systeme aufnehmen undgemeinsam mit Ihnen in neue interessante und erfolgreiche Projekte „gießen“.Wir hoffen, dass die Artikel der laufenden Ausgabe Ihr Interesse wecken, und ladenSie gerne ein, mit uns diese Themen zu vertiefen sowie Ansatzpunkte für eventuellegemeinsame Projekte zu eruieren.Profitieren auch Sie von unserer mehr als 25-jährigen Erfahrung in der Konzeption undRealisierung von Informationssystemen. Wir stehen Ihnen gerne als Beratungs- undProjektpartner zur Seite.WIR BEDANKEN UNS FÜR DIE GUTE ZUSAMMENARBEIT IM AUSKLINGENDEN JAHR UNDWÜNSCHEN IHNEN UND IHREN FAMILIEN EIN FROHES WEIHNACHTSFEST UND EINEN GUTENRUTSCH INS JAHR 2009.Stefan KröllerBereichsleiter Vertrieb Industrie


04 | TITELTHEMAAbbildung 2: Bearbeitungsmaske der MassenbearbeitungMASSENBEARBEITUNGDie Massenbearbeitung ist darauf ausgelegt,übergreifende Preisrunden zu unterstützen.Das bedeutet, es werden Prozesseunterstützt, bei denen eine großeAnzahl von Preisen zu einem definiertenZeitpunkt anzupassen ist. Im Gegensatzzur Einzelbearbeitung wird hier davonausgegangen, dass die aktuell bekanntenRahmenbedingungen nicht als Grundlageder Preisbildung verwendet werden können,da Lieferanten und Wettbewerberebenfalls Preisanpassungen vornehmen.Deshalb lassen sich Preisprämissen nachProduktgruppen (zu erwartende KostenundMarktpreisänderungen) in verschiedenenVarianten (Planversionen) definierenund über Simulationsläufe verifizieren.Im Simulationslauf werden nebenden Preisvorschlägen noch Kennzahlenwie zum Beispiel erwartete Umsatz- undErgebnisveränderungen berechnet. DerPreisbildungsprozess erfolgt wie beider Einzelbearbeitung in den drei StufenSimulieren, Prüfen und Freigeben.Mit der Freigabe wird das gesamte in derPlanversion zusammengefasste Sortimentin die Echtwelt übernommen.01 Materialstammverwaltung SAP aus Sicht der Aftermarket-PreisbildungErstellungeinerMaterialnummerDatenaktualisierungeinerMaterialnummerAbsatzmengenaktualisieren02 Original Equipment Supplier (OEB)-Preise / Wettbewerb (WB)-Preise pflegenMassenpflege03 StammdatenpflegePreislistenverwaltenReferenzpreiseeinzeln prüfenRelevante Wettbewerberpro Preisliste undProduktgruppe verwalten04 Kernprozess Preisbildung DeutschlandEinzelbearbeitungMassenbearbeitungReferenzpreisplausibilisierungRelevante OES-Herstellerpro Preisliste undProduktgruppe verwaltenAbbildung 3: Prozesslandkarte des PreisbildungsprozessesRabattstruktur/Mindestmargenpro Preisliste undProduktgruppe verwaltenDatenlieferanten(Referenzpreise) verwaltenNeuen OES-Hersteller/Wettbewerber anlegen


INTERVIEW | 05PROJEKTVORGEHENDie Umsetzung des Projekts erfolgtenach dem bereits vielfach bewährtenISB-Vorgehensmodell (V-Modell) in denStufen:• Anforderungsanalyse• Funktionale Spezifikation• Systemrealisierung• Test und• RolloutIm Rahmen der Anforderungsanalyseerfolgte eine vollständige Modellierungder dem Preisbildungsprozess zugrundeliegenden Sollgeschäftsprozesse. Ebensowurde der Preisbildungsalgorithmusfachlich spezifiziert und ein Anforderungskatalogaller funktionalen Anforderungenerstellt.Im Rahmen der funktionalen Spezifikationerfolgen dann der Oberflächenentwurf,die Spezifikation aller Systemschnittstellenund die Erstellung deslogischen Datenmodells. Zudem wurdeein vollständiger Oberflächenprototypmit dem auch für die Realisierung eingesetztenEntwicklungswerkzeug erstellt,der sich für die Abstimmung mit demKunden und für die spätere Realisierungals sehr hilfreich erwiesen hat.AUSBAUSTUFEN, ROLLOUTSIn der ersten Ausbaustufe wurde dasPreisbildungssystem für den gesamtendeutschen Markt ausgerollt. In derzweiten Ausbaustufe Ende des Jahresfolgt dann die Erweiterung um die Anforderungenvon weiteren europäischenExportmärkten. Die Anpassungen desPreisbildungssystems beschränken sichauf die Einbindung marktspezifischerAnpassungen des Preisbildungsalgorithmus,da die grundsätzliche Erweiterbarkeitauf mehrere Länder bereits imSystementwurf der ersten Ausbaustufeberücksichtigt und somit bereits derGrundstein für ein weltweit einsetzbaresPreisbildungssystem gelegt wurde.Stefan Kröller,Bereichsleiter Vertrieb IndustrieJosef Gast, ConsultantDER LEITER DER ABTEILUNG PREISBILDUNGUND MARKTFORSCHUNG IN DER BUSINESSUNIT COMMERCIAL VEHICLE & AFTERMARKETIM INTERVIEWIn der letzten Ausgabe unserer ISB aktuell berichteten wir darüber, wie der Preis alsInstrument der Gewinnsteigerung verstärkt in den Vordergrund rückt, die meistenUnternehmen die Preisbildung jedoch immer noch eher intuitiv betreiben. Nur wenigehaben erkannt, dass durch systematisches Preismanagement zusätzliche Gewinnpotenzialeerschlossen werden können. Die Continental AG zählt zu diesen Unternehmen undhat gemeinsam mit der ISB AG ein neues Preisbildungssystem für das Segment Aftermarketentwickelt. Herr Jens Haala ist Leiter der Abteilung Preisbildung und Marktforschungin der Business Unit Commercial Vehicle & Aftermarket und berichtet imfolgenden Interview über seine Erfahrungen mit der ISB AG.ISB aktuell:Herr Haala, Sie haben sich vor ca. einem Jahr entschieden, ein neues Preisbildungstoolentwickeln zu lassen. Was waren die Hauptgründe für diese Entscheidung?Jens Haala:In der heutigen Zeit benötigen wir etwas mehr als nur die Möglichkeit, einzelneSachnummern bei Bedarf oder auf Zuruf hinsichtlich ihrer richtigen Preisstellungim Markt zu kontrollieren. Der Markt ändert sich inzwischen auf der preislichen Seitepermanent und diesen rasanten Änderungsfrequenzen müssen wir als weltweitagierendes Unternehmen unbedingt Rechnung tragen. Eine schnelle und sichereVerarbeitung von umfangreichen Preisinformationen aus dem Markt in Bezug aufeinen Vergleich zu dem eigenen Sachnummernspektrum bedingt jedoch einenenormen zeitlichen und planerischen Aufwand. Es stellte sich die Frage nach einemprofessionellen Management des kompletten Sachnummernumfangs, das sich flexibelden zukünftigen externen wie auch internen Anforderungen stellen kann.Dabei bestimmen die internen Anforderungen die Einbindung bestimmter Preisbildungsalgorithmen,um eine größtmögliche Sicherheit bei der Preisbildung jedereinzelnen Sachnummer aufweisen zu können. Somit sahen wir bei der Marke ATEden Bedarf, mithilfe eines professionellen Preisbildungswerkzeugs zuverlässig undnachvollziehbar auf preisliche Veränderungen im Markt reagieren zu können.ISB aktuell:Welche Probleme werden durch den Einsatz des Tools gelöst, wie erleichtert es IhrTagesgeschäft und wie zufrieden sind Sie damit?Jens Haala:Das neue Preisbildungswerkzeug ermöglicht uns, unterschiedlichste Preisinformationenund -quellen aus dem Markt in ein Tool zu überführen. Damit entfällt derAufwand, verschiedenste Listen zu führen und diese nach Erstellung miteinanderabzugleichen. Allein dieser Punkt gibt uns enorme Sicherheit darüber, dass die Datenkeinen internen Vergleichsfehlern unterliegen.Zudem können wir auf unterschiedlichste Weise unser Programm prüfen: von dereinzelnen Sachnummer über einen Produktgruppenvergleich bis hin zur komplettenPflege des gesamten Teilespektrums.Die klare Strukturierung des Userumfelds vergibt zudem nur einem klar definiertenBenutzerumfeld die Möglichkeit, Preisdaten zu pflegen und freizugeben. Jedochhaben alle befugten Mitarbeiter eine einfache Einsicht auf Sachnummernebene,um einen schnellen Überblick über Marktpreislage, Marginsituation sowie PreisundKostenhistorie zu erlangen.


06 | INTERVIEWHierdurch lassen sich im Vorfeld bereits viele Fragen klären, ohne einen internenAnfrage- und Prüfprozess starten zu müssen.Auch sind kalkulatorische Fragen innerhalb des Tools abfragbar, sodass erwarteteMarktpreisveränderungen bereits vor deren Gültigkeit – also im Vorfeld – geprüft undauf Plausibilität hin abgebildet werden können.Zusammenfassend stellt das neue Preisbildungswerkzeug einen „Allrounder" dar, derin unserem Unternehmen zukünftig eine Art Bibel in Preisbildungsbelangen abbildet.ISB aktuell:Was waren die ausschlaggebenden Kriterien, warum Sie sich für die ISB AG als Entwicklungspartnerentschieden haben?Jens HaalaJens Haala:Die Continental AG hat mit der ISB AG bereits in verschiedenen Bereichen sehr guteErfahrungen gemacht. Sowohl in der Serienbelieferung als auch im Aftermarket wardie ISB AG bereits durch unterschiedliche Projekte und Entwicklungen bekannt. Bei derSuche nach externer Unterstützung zur Erstellung des Lastenhefts machte sie dadurchauf sich aufmerksam.Nicht nur die professionelle Betreuung über die komplette Vorbereitungszeit, sondernauch die fachgerechten Beiträge bei der Erstellung des Lastenhefts ließen die Wahl zurUmsetzung der spezifischen und komplexen Preisbildungsalgorithmen auf die ISB AGfallen.ISB aktuell:Wie empfanden Sie die Zusammenarbeit mit der ISB AG während der Entwicklungsphaseund danach?Jens Haala:Die Kollegen der ISB AG haben die Fähigkeit, sich schnell in die speziellen Belange desAftermarkets hineinzuversetzen sowie die umfangreichen Schnittstellen und Preisbildungswegekritisch zu durchleuchten. Diese externe Sichtweise konnte die ContinentalAG - internen Projektmitarbeiter sehr stark unterstützen und wir sind der Ansicht, dasswir gemeinsam ein effektives Tool geschaffen haben, um das Segment Aftermarket unddamit die Marke ATE zukünftig für die verschiedenen externen und internen Einflüssezu wappnen.Dabei verlief die generelle Zusammenarbeit stets auf einem hohen professionellenLevel und hat die Erstellung des Tools für uns sowohl während als auch nach der Projektlaufzeitzu mehr als einem rein sachlichen Projekt gemacht.ISB aktuell:Wie sieht Ihre Planung für die Zukunft aus, welche nächsten Schritte sehen Sie für denzukünftigen Einsatz des Tools?Jens Haala:Die Continental AG sieht sich mit der Einführung des neuen Preisbildungswerkzeugsauf der sicheren Seite und wir planen nun, das Tool kontinuierlich auszubauen. Damitwollen wir zukünftig sowohl den weltweit steigenden Anforderungen und der Komplexitätin der Preisbildung Rechnung tragen als auch die interne Sicherheit bei derHandhabung von Preisdaten, der Kalkulation, dem Preiscontrolling und dem Preismonitoringstetig erhöhen.ISB aktuell:Herr Haala, herzlichen Dank für das ausführliche Interview.Jens Haala, Leiter der Abteilung Preisbildung und Marktforschungin der Business Unit Commercial Vehicle & AftermarketRedaktion ISB aktuell


ISB-PROJEKT | 07SOA IN DER PRAXIS –WETTBEWERBSVORTEILE DURCH SERVICEORIEN-TIERTES PRODUKTDESIGN SICHERN!Aufgrund der Erfahrung und der Referenzender ISB AG in der Konzeption,dem Design und der Implementierungvon serviceorientierten Softwarearchitekturen(SOA) hat vor nunmehr zehnMonaten einer der führenden Anbietervon Produktdaten- und Dokumentenmanagement-Systemen(PDM/PLM-Komponenten)die Unterstützung durch die ISBAG beauftragt. Dieser Kunde, der sich amMarkt mit sehr erfolgreichen Softwareproduktenfür den Mittelstand platziert,wurde mit vielen neuen Anforderungenseiner Kunden konfrontiert, die mit derherkömmlichen Architektur seiner Produkte,welche sich in den vergangenenJahren bewährt hatte, mittelfristig nichtmehr optimal bedient werden konnten.Solchen Anforderungen, mit denen dieserHersteller konfrontiert wurde, stehtheute fast jeder Anbieter von Standardsoftwaregegenüber: Die Produkte müssenflexibler in die Prozesse und SystemeMODELL EINER SERVICEORIENTIERTEN ARCHITEKTURPräsentationProgrammsteuerungPräsentationPräsentationProgrammsteuerung ProgrammsteuerungComposite Applicationder Kunden integrierbar sein und dürfensich nicht als monolithische Insellösungmit proprietären (Datei-) Schnittstellendarstellen. Kurz: An die Produkte werdenzunehmend Anforderungen gestellt, diesich durch serviceorientierte Architekturenund Lösungen abdecken lassen.SCHRITTE AUF DEM WEG ZU EINERSERVICEORIENTIERTEN SOFTWARE-ARCHITEKTURGemeinsam mit dem Kunden hat die ISBAG zunächst ein Proof of Concept (PoC)durchgeführt, indem sie die konzeptionelleund technologische Umsetzbarkeitder neuen serviceorientierten Produktarchitekturim Hinblick auf ihre Produkteuntersucht und prototypisch implementierthat. Das Ergebnis wurde, wie von derISB AG vorgeschlagen, nach Abschlusseiner Prüfung durch Microsoft unterzogenund abgenommen. Nach diesemerfolgreichen Abschluss des PoC habenPräsentationProgrammsteuerungProzessschritt I Prozessschritt II Prozessschritt III Prozessschritt IVProzessschritt IGeschäftsprozessServiceschnittstelleServiceschnittstelleServiceschnittstellewir dann gemeinsam mit dem Kundeneinen Stufenplan zur sukzessiven Migrationvon der heutigen Architektur in diezukünftige serviceorientierte Architekturdes Produkts erstellt.Für die einzelnen Phasen hat der SolutionArchitect der ISB AG in engerAbstimmung mit dem Kunden die Konzeptionund das Design des neuen Produktserstellt und den Weg von einerbestehenden Client/Server-Lösung, beider die Businesslogik im „Fat Client"1liegt, hin zu einer schrittweisen Implementierungder Businesslogik in eineSOA aufgezeigt.Im Anschluss daran haben dann erfahreneSoftwareentwickler der ISB AG beimKunden vor Ort die Lösungen termingerechtrealisiert und dem Kunden übergeben.Das durchweg positive Feedback desKunden nach der Übergabe der Softwarehat gezeigt, dass der eingeschlagene Wegrichtig war, und hilft dem Kunden, seinenWettbewerbsvorsprung in diesem Marktzu sichern und weiter auszubauen.Dieses Projekt zeigt, wie die Anwendungvon serviceorientierten Prinzipiendie Entwicklung von Softwareproduktenpositiv beeinflussen kann. Nicht immerist SOA im ersten Schritt mit der Reorganisationder gesamten IT-Strategie einesUnternehmens gleichzusetzen!GeschäftslogikGeschäftslogikGeschäftslogikDatenzugriffslogikDatenzugriffslogikDatenzugriffslogikServiceServiceServiceDatenhaltungDatenhaltungDBMSDBMS1 Bei einer Client-Server-Architektur wird die Bezeichnung Fat Client, Rich Client oder auch SmartClient für einen Client verwendet, bei dem die eigentliche Verarbeitung der Daten vor Ort auf demClient vollzogen wird, er stellt auch meistens die grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung.Sollten auch Sie darüber nachdenken,Ihre Produkte oder Lösungen serviceorientiertaufbauen zu wollen, stehenwir Ihnen mit unserem ganzen Knowhowund unserer Erfahrung jederzeit zurVerfügung.Stefan Kröller,Bereichsleiter Vertrieb IndustrieArndt Holste,Abteilungsleiter Industrie


08 | FACHTHEMAINTELLIGENTES PRODUKTBENCHMARKINGMIT „JUSTBENCH“Fast alle tun es, und diejenigen, die es nicht tun, sollten möglichst schnell damit beginnen. Gemeint ist derVergleich mit dem Wettbewerb im Allgemeinen sowie die Gegenüberstellung von dessen Produkten und deneigenen im Speziellen. Der inzwischen salonfähige Oberbegriff für die verschiedenen Arten solcher Gegenüberstellungenlautet „Benchmarking”. Diesbezüglich haben die meisten Industrieunternehmen mittlerweile mehroder weniger ausgefeilte Prozesse etabliert. Sie wissen ganz genau, dass sie auf Vergleiche mit der Konkurrenznicht mehr verzichten können, sofern sie die stetige Optimierung der eigenen Position im Wettbewerb auf ihreFahne geschrieben haben – und welches Unternehmen hat das nicht?BENCHMARKINGBenchmarking ist grundsätzlich einganzheitlicher Ansatz, bei dem durchLernen von der besten demonstriertenPraxis bestehende Lösungen und Produkteverbessert oder neue Lösungenund Produkte entwickelt werden können.Als eine Variante davon betrachten wirhier den Vergleich mit dem Wettbewerb:das sogenannte „externe“ Benchmarking.Auch davon existieren gleich mehrereFacetten, denn beispielsweise lassensich Unternehmensstrategien genausogegenüberstellen wie Organisation undFunktion von Geschäftseinheiten oderdie Prozesse im Unternehmen.Dieser Artikel widmet sich jedoch ausschließlichder Optimierung unternehmenseigenerProdukte und damit demEinsatzgebiet für Produktbenchmarking.SINN UND NUTZEN DES PRODUKT-BENCHMARKINGSPrimäres Ziel ist hier, durch Orientierungan Best-Practice-Methoden die optimaleKombination aus Kundenanforderungen,Qualität und Kosten für das Produktzu finden und damit die Wettbewerbsfähigkeitzu steigern. Im Rahmen desProduktbenchmarkings werden in derRegel die zu betrachtenden Produkte desWettbewerbs in ihre Einzelteile zerlegtund dann verglichen. Die resultierendenUnterschiede werden beispielsweisedurch die Darstellung in Kosten undNutzen dokumentiert und bewertetund bilden einen möglichen Ausgangs-


FACHTHEMA | 09punkt für technische Veränderungen ameigenen Produkt.Produktbenchmarking dient hauptsächlichzur Unterstützung des Produktentstehungsprozesses,das heißt in derForschung und Entwicklung, bei derKonstruktion und der zugehörigen technischenErprobung. Insbesondere zuroptimalen Bepreisung der Produkte stellendie Ergebnisse des Produktbenchmarkingseine wertvolle Informationsquelledar. Das Marketing und der Vertrieb nutzendiese Ergebnisse zur Positionierungihrer Produkte und zur Einschätzung desMarktes.Eingangs wurde die Aussage getroffen,dass fast alle Unternehmen Vergleichemit dem Wettbewerb anstellen. Aber sindsie informationstechnisch so aufgestellt,dass sie das auch effizient tun können?Setzen sie hierzu intelligente und komfortabelzu bedienende Software ein?Anhand dieser und der nachfolgendenFragestellungen möchten wir zu diesemThema gerne weitere Denkanstößegeben.Haben alle Unternehmen, die von Benchmarkingreden, Software im Einsatz,mit der• sich die individuellen Produkt- und Firmenstrukturenabbilden lassen?• eine einheitliche Vorgehensweise zumProduktbenchmarking über alle Produktlinienund -bereiche durchgesetzt wird?• die Ergebnisse und deren Dokumentationjederzeit reproduzierbar und aufKnopfdruck auswertbar im System hinterlegtsind?• komfortable Suchfunktionen nach Produktenund verantwortlichen Ansprechpartnernangeboten werden?• die Funktionalität allen Benutzernzentral zur Verfügung gestellt wird?• die Berechtigungen der unterschiedlichenAnwender über ein ausgereiftesRollenkonzept abgebildet werden?• alle Hierarchieebenen genau die für sierelevanten Informationen individualisierterhalten und sich zudem über aktuelleEntwicklungen informieren können?oder• benutzen sie etwa Excel?Nichts gegen Excel als eine Möglichkeitder Ergebnisdarstellung, aber bitte nichtals Werkzeug, das die eben genanntenKriterien erfüllen soll.PRODUKTBENCHMARKINGIN DER PRAXISWir können das beurteilen, denn wirbeschäftigen uns seit vielen Jahrensowohl mit der Durchführung als auchder IT-technischen Unterstützung vonWettbewerbsvergleichen. Wir haben zuletztin Kooperation mit der AutomotiveSystems Division der Continental AG daszentrale IT-Verfahren konzipiert und entwickelt,welches die Anforderungen desKunden an einen weltweit einheitlichenProzess zur Durchführung seines Benchmarkingsfür die unterschiedlichstenProdukte optimal erfüllt.Auf konzeptionellem Weg dorthin wurdenWorkshops zwischen einer Arbeitsgruppe,die sich aus den Stakeholdernder einzelnen Business Units des Kundenzusammensetzte, und Mitarbeiternder ISB AG zur Aufnahme der fachlichenInhalte durchgeführt. Zielsetzung dabeiwar, die jeweils individuellen Benchmarkingprozesseauf den kleinsten gemeinsamenNenner zu standardisieren, umdie teilweise sehr unterschiedlichenProdukte und daraus resultierenden Vorgehensweisengemeinsam abbilden zukönnen.Eine der technischen Herausforderungenwar hierbei, die Datenstruktur derartflexibel zu gestalten, dass nicht nur dieheute schon existierenden Produkte inihrer Vielfalt abgebildet, sondern auchzukünftige Produkte durch einfachesCustomizing integriert werden können.Eine weitere wesentliche Anforderungwar die zentrale Verwaltung aller zuerfassenden Parameter, um konzernweitauf Knopfdruck fundierte Auswertungensowohl über technische als auchwirtschaftliche Parameter im direktenVergleich zu Wettbewerbern zu ermöglichen.All dies und vieles mehr steckt indem so für Continental entstandenen„Product Benchmark Tool”, das denContinental-Mitarbeitern nicht nur alleerforderlichen Möglichkeiten zur Durchführungvon Wettbewerbsanalysen gemäßihrer Verantwortlichkeit bietet, sonderndarüber hinaus wertvolle Informationenzielgruppenorientiert und bedarfsgerechtzur Verfügung stellt.Die Anwender sind begeistert von ihremTool und zusammen mit uns felsenfestdavon überzeugt, dass es auch vielenanderen Industrieunternehmen einenechten Mehrwert bei der Durchführungihrer Wettbewerbsanalysen bietet. Konsequenterweisehaben wir, die ISB AG,zusammen mit unserem Kunden, derContinental AG, den strategischen Wegeingeschlagen, das Tool zu einem IT-Produktnamens „justBench“ reifen zu lassen,damit zukünftig auch andere Unternehmendavon profitieren können.Vielleicht arbeiten Sie ja in einem dieserUnternehmen. Es ist schon sehr gut,wenn Sie bereits Produktbenchmarkingbetreiben. Es ist allerdings noch besser,wenn Sie es möglichst effizient tun. AufIhrem Weg dorthin unterstützen wir Siegerne.Bernd Wichert,Senior Account Manager


10 | INTERVIEWINTERVIEW MIT DEM „PRODUCT BENCHMARKTOOL“-PROJEKTLEITER DER CONTINENTALAUTOMOTIVEDIVISIONENIn den drei Continental Automotivedivisionen werden in der Produktentstehung begleitendeBenchmarkprojekte durchgeführt. Hierbei werden die weltweit erfassten Informationenzu den Produkten zentral in einer Anwendung erfasst und allen Teilnehmern für eigeneBenchmarkprojekte zur Verfügung gestellt.Herr Joachim Scholer ist bei der Continental AG Leiter des Projekts „Product BenchmarkTool“ im Bereich Cost Management & Customer Communication innerhalb der DivisionChassis & Safety und stand der Redaktion der ISB aktuell freundlicherweise für ein Interviewzur Verfügung.Joachim ScholerISB aktuell:Guten Tag, Herr Scholer. Sie haben sich entschieden, ein Product Benchmark Toolkomplett neu entwickeln zu lassen. Was waren denn für Sie die Hauptgründe dieserEntscheidung und der Umsetzung der Anwendung innerhalb des Projekts ProductBenchmark Tool als Individualsoftwarelösung?Joachim Scholer:Wir möchten unsere Produkte in Zukunft hinsichtlich Funktionen, Kosten und Qualitätnoch effizienter und kundengerechter gestalten. Außerdem möchten wir die Positionunseres Unternehmens im Vergleich zum Wettbewerb frühzeitig erkennen, um diesegegebenenfalls zu verbessern.Da eine vorab durchgeführte Analyse zur Einführung eines Standardsoftwareproduktsleider keine für uns befriedigende Lösung erbrachte, entschieden wir uns für dieErstellung einer Individuallösung.Hierbei war es unser Ziel, ein Tool für alle drei Automotivedivisionen und deren BusinessUnits (BUs) zu generieren, um auch crossdivisional, das heißt über die eigeneDivision hinaus, Informationen auszutauschen.Dies erforderte eine hohe Flexibilität, um die unterschiedlichen Anforderungen derBUs zu berücksichtigen, und eine zentrale Datensicherung für die globale Nutzungdes Tools.ISB aktuell:Wie sind Sie im Rahmen der Auswahl zur Ermittlung eines Entwicklungspartners vorgegangenund welche Kriterien waren dabei für Sie ausschlaggebend?Joachim Scholer:Die ISB AG brachte neben der nachgewiesenen Erfahrung in den technischen Softwarethemenaußerdem ein dediziertes Fachwissen im Bereich der Produktentstehungund ein gutes Methodenwissen in der Anforderungsanalyse mit, welches bereitsin gemeinsam abgewickelten Projekten am Standort Frankfurt unter Beweis gestelltwurde. Darüber hinaus war die ISB AG eine Empfehlung unserer IT, die zusätzlicheErfahrung aus langjähriger Zusammenarbeit einbringen konnte.ISB aktuell:Das Fachkonzept wurde von Ihnen gemeinsam mit einem Kernteam, bestehend aus 13Mitarbeitern, maßgeblich erstellt. Wie beurteilen Sie hierbei die eingesetzte Methodikund das Vorgehen der ISB AG?Joachim Scholer:Das Ermitteln der teilweise unterschiedlichsten Anforderungen der zukünftigenAnwender erfolgte sehr strukturiert. Sie wurden in Workshops ermittelt, in einGeschäftsprozessmodell überführt und in Form von Use Cases dokumentiert. Hierbei


INTERVIEW | 11vermittelten die Mitarbeiter der ISB AG unseren Ingenieuren die notwendigen Grundlagenin der eingesetzten Methodik, sodass die Kernteammitglieder nach den erstengemeinsam erstellten Dokumenten auch „Hausaufgaben“ zu den Folgeterminen eigenständigumsetzen konnten.ISB aktuell:Das „Product Benchmark Tool“ befindet sich nun an allen im Rahmen der Konzeptiondefinierten Standorten im Einsatz. Welche Auswirkungen und Veränderungen im Hinblickauf die Arbeitsweise hat seitdem der Einsatz des Tools?Joachim Scholer:Die Benchmarkexperten können mithilfe des Product Benchmark Tools effizienterBenchmarks durchführen, sich über Produkte aus allen 3 Automotivedivisionen informierenund zielgruppenorientiert (Management und allen Mitarbeitern mit Intranetzugang)Informationen zur Verfügung stellen. Außerdem erleichtert die Suchfunktionalitätden Mitarbeitern das Ermitteln geeigneter Ansprechpartner in allen BUs, diein ihren Produkten ähnliche Baugruppen einsetzen, was die Nutzung vorhandenerSynergieeffekte ermöglicht.ISB aktuell:Das Projekt „Product Benchmark Tool“ war ein fachlich komplexes Vorhaben für alleProjektbeteiligten. Wurden die ursprünglichen Ziele mit der Einführung der Anwendungerreicht?Joachim Scholer:Ja, das Tool deckt aufgrund seiner hohen Flexibilität die Anforderungen aller BUs ab.Die ISB AG empfahl bereits in der Konzeptionsphase den Einsatz eines generischenDatenmodells, um den Anforderungen der unterschiedlichsten Produktlinien gerechtzu werden. Hierbei werden die zu erfassenden Daten durch unsere Experten definiert,strukturiert und als Vorlagen im System hinterlegt. Auf diesen Vorgaben können dannauch zum Beispiel neue Mitarbeiter mit geringem Einarbeitungsaufwand ein Benchmarkprojekterfolgreich durchführen.ISB aktuell:Mittlerweile befindet sich seit August dieses Jahres eine funktionserweiterte Version improduktiven Einsatz. Was planen Sie für die Zukunft des „Product Benchmark Tools“?Joachim Scholer:Wir werden weitere Anforderungen der neu hinzugekommenen BUs der DivisionenPowertrain und Interior ermitteln und umsetzen. Um diesen Prozess zu unterstützen,sind aus allen Organisationseinheiten Vertreter für das Kernteam benannt worden,welche die Interessen der Endanwender gezielt im Rahmen der regelmäßig stattfindendenMeetings einbringen und deren Umsetzung begleiten können.ISB aktuell:Herr Scholer, herzlichen Dank für das ausführliche Interview.Joachim Scholer, Leiter des Projekts „Product Benchmark Tool“Redaktion ISB aktuell


IMPRESSUMRedaktion | ISB AG | Zur Gießerei 24 | 76227 Karlsruhe | Tel. +49 (0) 721 82800-0 | Fax +49 (0) 721 82800-182marketing@isb-ag.de | www.isb-ag.deAutoren | Josef Gast | Arndt Holste | Stefan Kröller | Bernd WichertGestaltung | Phase Zwei Werbeagentur | Reinhäuser Landstr. 159 | 37083 Göttingen | www.phasezwei.de

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