Martin Spangenberg Klarinette Angelika Merkle Klavier

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Martin Spangenberg Klarinette Angelika Merkle Klavier

2, 4 und 8-Taktigkeit befreit hat. Schließlich ist derTaktstrich ja keine Angelegenheit der Form bzw.Architektur mehr, sondern bei Musik mit mehr als einemInstrument ein unerläßliches Verständigungsmittel.“Alban Berg hat selber nie auf den Gebrauch vonTaktstrichen verzichtet. Er wollte sie „aus praktischenGründen beim Zusammenspiel in der Kammermusik odergar bei dirigierten Werken!!“ nicht missen.Nach dem kräftezehrenden Jahrzehnt 1892-1902, in demClaude Debussy (1862 - 1918) an dem lyrischen DramaPelléas et Mélisande nach Maurice Maeterlinck arbeiteteund es zur Uraufführung brachte, soll seine schöpferischeKraft nachgelassen haben. Aber bereits 1903 begann ermit der Komposition von La Mer. Auch war es wohl nichtnur eine schöpferische Pause, sondern privateTurbulenzen haben ihn sehr in Anspruch genommen.Seit 1901 unterrichtete er Raoul Bardac und lernte dessenMutter, Emma Bardac, kennen. Schon Gabriel Fauré warfür sie entbrannt, widmete ihr La Bonne Chanson undwollte sie angeblich sogar heiraten. Emma Bardac, verheiratetmit einem Bankier, war reich und finanziell vonihrem Mann unabhängig. Sie war schön, gebildet undsoll in Gesellschaft öfters als Sängerin aufgetreten sein.Als Debussy seine Frau Lily wegen Madame Bardac verlassenwollte, versuchte Lily, sich mit einer Pistole dasLeben zu nehmen. Debussy brachte sie ins Krankenhaus,aber als er erfuhr, daß sie überleben werde, kehrte er zuMadame Bardac zurück. Die Öffentlichkeit und vieleFreunde verurteilten sein Verhalten. Debussy flüchtete indie Arbeit. Er schrieb weiter an La Mer, an L`Isle joyeuse,korrigierte die Probedrucke von Fêtes galantes undClaude Debussyschloss eine vierhändige Klavierbearbeitung seinesStreichquartetts ab.1903 nahm er den Kompositionsauftrag der kapriziösenAmerikanerin Mrs. Eliza Hall an, die Saxophon spielte.Debussy war an dem „wässrigen Instrument“ nicht sonderlichinteressiert, begann aber eine Rhapsodie zuschreiben, die zunächst unvollendet blieb. Roger Ducasseschloss die Arbeit 1919 nach einer unvollendeten Skizzeab und so konnte die Amerikanerin das Werk acht Jahrespäter in Empfang nehmen. Im Werkverzeichnis erscheintdie Komposition als Rhapsodie pour saxophone et piano.81

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