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Wohnbau barrierefrei Studie Teil 2 Bautechnische Analyse und ...

Wohnbau barrierefrei Studie Teil 2 Bautechnische Analyse und ...

383.

383. Analyse baurechtlicherVorschriften3.3.3 ZusammenfassungDie Verpflichtung zu barrierefreiem Bauen laut Bauvorschriften ist für öffentlicheGebäude in allen Bundesländern gegeben. Weiters enthalten dieBauvorschriften in allen Bundesländern - mit Ausnahme von Salzburg -Bestimmungen, welche Arten von Wohnbauten barrierefrei bzw. barrierefreianpassbar auszuführen sind. So ist überall ab einer gewissenGebäudegröße, die von Bundesland zu Bundesland variiert, barrierefreieAnpassbarkeit laut Bauvorschrift verpflichtend umzusetzen. Reihenhäuserund Häuser mit wenigen Wohneinheiten sind in vielen Bundesländern vonder Verpflichtung ausgenommen. Lediglich in Salzburg gibt es keine entsprechendenBestimmungen für Wohnbauten..Die Verpflichtung zur Ausstattung mit einem Personenaufzug bestehtim Burgenland, in Kärnten, in der Steiermark, in Tirol und in Wien beiWohnbauten mit drei und mehr oberirdischen Geschoßen. Ausgenommendavon sind Kleinhäuser (Ein- und Zweifamilienhäuser) sowie Reihenhäuser,wobei die genauen Bestimmungen variieren. Diese Regelung entsprichtweitgehend den Vorgaben der OIB Richtlinie 4 (siehe auch Kapitel 3.4.1).In den anderen vier Bundesländern ist erst ab einer höheren Geschoßanzahlein Personenaufzug vorzusehen.PKW-Stellplätze für Menschen mit Behinderungen sind in Abhängigkeitvon der Gesamtanzahl der PKW-Stellplätze in allen Bundeländern außerKärnten und Vorarlberg vorzusehen.In Niederösterreich und Vorarlberg ist die Mindestanzahl von vierHauptgeschoßen an die Verpflichtung sowohl zum Einbau einesPersonenaufzugs als auch zur barrierefrei anpassbaren Gestaltung geknüpft.Das ist in sich insofern schlüssig, als die stufenlose Erschließungbei barrierefrei anpassbaren Wohnungen gegeben sein muss. Allerdingsbesteht in der Folge bei Gebäuden mit weniger als vier Hauptgeschoßenkeinerlei Verpflichtung zu einer barrierefreien Bauweise. In den anderenBundesländern besteht eine solche Korrelation nicht. Sofern aber barrierefreieAnpassbarkeit vorgeschrieben ist, beinhaltet dies, dass zumindestVorkehrungen für einen nachträglichen Lifteinbau getroffen werden müssen.3.4 Vorgeschriebene Mindestkriterien der Barrierefreiheit im WohnbauDie zentrale Fragestellung des folgenden Kapitels lautet „Welche Kriteriender Barrierefreiheit sind für Wohnbauten in der OIB Richtlinie 4, den bautechnischenVerordnungen der einzelnen Bundesländer sowie für den gefördertenWohnbau in den Wohnbauförderungsvorschriften der einzelnenBundesländer vorgegeben?“

393. Analyse baurechtlicherVorschriftenKapitel 3.4.1 gibt einen Überblick, welche Punkte der ÖNORM B 1600„Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen“ aufgrund der Referenzierunginnerhalb der OIB Richtlinie 4 für (barrierefreie) Wohnbauten baurechtlichverpflichtend sind. Kapitel 3.4.2 dokumentiert die in den verschiedenenBundesländern geltenden Mindestkriterien für barrierefreieWohnbauten. Kapitel 3.4.3 gibt einen vergleichenden Überblick über dieösterreichweit geltenden Mindestkriterien für barrierefreie Wohnbautenunter Einbeziehung der Gültigkeit der OIB Richtlinie 4. Kapitel 3.4.4 fasstschließlich die wichtigsten Ergebnisse der Analyse zusammen.3.4.1 Mindestkriterien der harmonisierten BauvorschriftenDie Vorgabe, für welche Gebäude die Mindestkriterien der OIB Richtlinie 4umzusetzen sind, ist in den jeweiligen Bauvorschriften der Bundesländerfestgelegt (siehe Kapitel 3.3). Wie in Kapitel 3.2.1 erläutert, verweist dieOIB Richtlinie 4 auf bestimmte Punkte der ÖNORM B 1600 „BarrierefreiesBauen –Planungsgrundlagen“ (aktuelle Ausgabe 2012-02-05). Diese stelltin Österreich das zentrale Referenzschriftstück zur Umsetzung barrierefreienBauens dar.Spezifikationen für bestimmte Baulichkeiten finden sich in der ÖNORMB 1601 „Spezielle Baulichkeiten für behinderte oder alte Menschen –Planungsgrundsätze“ (2003-12-01), der ÖNORM B 1602 „BarrierefreieSchul- und Ausbildungsstätten und Begleiteinrichtungen“ (2001-06-01)und der ÖNORM B 1603 „Barrierefreie Tourismuseinrichtungen –Planungsgrundlagen“ (2005-02-01). Im Fall barrierefreier Wohnbautenkommt grundsätzlich nur die ÖNORM B 1600 zur Anwendung, wobeiim Zusammenhang mit Wohnheimen sowie für „behindertengerechte“Maßnahmen unter Umständen auch die ÖNORM B 1601 von Relevanz istund im Rahmen der Bauvorschriften teilweise erwähnt wird. SpezifischeMaßnahmen für Menschen mit Sinnesbehinderungen finden sich in weiterenNormen, die in der ÖNORM B 1600 teilweise referenziert sind. Dazu zählendie ÖNORM V 2102-1 „Technische Hilfen für sehbehinderte und blindeMenschen – Taktile Bodeninformationen“, die ÖNORM V 2105 „TechnischeHilfen für sehbehinderte und blinde Menschen – Tastbare Beschriftungenund Informationssysteme“ und die ÖVE/ÖNORM EN 60118-4„Akustik – Hörgeräte – Teil 4: Induktionsschleifen für Hörgeräte –Magnetische Feldstärke“. Da diese Normen aber nicht Teil der Bestimmungenmit baurechtlicher Verbindlichkeit sind, wird im Weiteren nichtnäher auf ihre Inhalte eingegangen.In der OIB Richtlinie 4 werden unter Punkt 8. „Zusätzliche Anforderungenan die barrierefreie Gestaltung von Bauwerken“ jene Kapitel derÖNORM B 1600 angeführt, die im Zusammenhang mit Wohnbauten umzusetzensind. Dabei wird unterschieden zwischen „Barrierefreien Wohngebäuden“

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Über die Studie (PDF, 59 KB)
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