Finanzbericht 2011 (PDF, 1.9 MB) - Schweizer Paraplegiker-Gruppe

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Finanzbericht 2011 (PDF, 1.9 MB) - Schweizer Paraplegiker-Gruppe

Finanzbericht 2011Schweizer Paraplegiker-Gruppe


ImpressumFinanzbericht 2011 der Schweizer Paraplegiker-GruppeErscheint in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.Verbindlich ist die deutschsprachige Fassung.HerausgeberinSchweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS), NottwilRedaktion/RealisationPius Bernet, Leiter Finanzen und Controlling, SPGKarin Thürig, Controller, SPGMartin Walthert, Leiter Finanzbuchhaltung, SPGFranziska Bigler, Assistentin Finanzen, SPGÜbersetzung/LektoratSyntax Übersetzungen AG, ZürichGestaltung/LayoutRegina Lips, Unternehmenskommunikation, SPSVorstufe/DruckNeidhart + Schön AG, ZürichAuflageGesamtauflage 3000 ExemplarePapierGedruckt auf Papier aus zertifizierter Herstellunggemäss Mix Standards FSC (Forest Stewardship Council).HinweisZugunsten der Lesbarkeit verwenden wir in den Textendie männliche Form. Angesprochen sind immerPersonen beiderlei Geschlechts.© Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS), NottwilHäufige AbkürzungenSPG Schweizer Paraplegiker-GruppeSPS Schweizer Paraplegiker-StiftungGöV Gönner-Vereinigung der SchweizerParaplegiker-StiftungSPZ Schweizer Paraplegiker-ZentrumSPV Schweizer Paraplegiker-VereinigungSPF Schweizer Paraplegiker-ForschungSHS Hotel Sempachersee AG2Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


InhaltFinanzbericht 2011der Schweizer Paraplegiker-GruppeLeistungskennzahlen 4Finanzbericht 7Konsolidierte Jahresrechnung und AnhangKonsolidierte Bilanz 8Konsolidierte Betriebsrechnung 9Konsolidierte Geldflussrechnung 10Rechnung über die konsolidierte Veränderung des Kapitals 11Konsolidierte Betriebsrechnung nach Tätigkeitsgebieten 12Konsolidierungsgrundsätze 13Konsolidierungskreis 14Bewertungsgrundsätze 15Erläuterungen zu Bilanzpositionen 22Erläuterungen zu Betriebsrechnungspositionen 35Bericht der Revisionsstelle 42Finanzbericht 2011der Schweizer Paraplegiker-StiftungFinanzbericht 43Jahresrechnung und AnhangBilanz 44Betriebsrechnung 45Geldflussrechnung 46Rechnung über die Veränderung des Kapitals 47Erläuterungen zu Bilanzpositionen 48Erläuterungen zu Betriebsrechnungspositionen 60Bericht der Revisionsstelle 67Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 3


KENNZAHLENLeistungskennzahlen2011 2010 2009 2008 2007Bereich SolidaritätGönner (1.1. bis 31.12.) Anzahl 850 812 834 641 861 132 788 815 705 901Ertrag aus Jahresmitgliedschaften 1 000 CHF 64 150 63 197 n/a n/a n/aErtrag aus Dauermitgliedschaften 1 000 CHF 791 403 n/a n/a n/aTotal Ertrag aus Mitgliedschaften 1 000 CHF 64 940 63 600 62 425 63 241 n/aSpenden 1 000 CHF 2 209 2 125 1 814 1 912 3 781Direkte Unterstützungen durch Gönner-Vereinigung 1 000 CHF 2 754 4 774 2 944 4 173 3 062Unterstützungen der Stiftung andirekt betroffene Querschnittgelähmte 1 000 CHF 5 964 6 296 4 935 4 850 7 396ungedeckte Spitalkosten SPZ z.G. Querschnittgelähmter 1 000 CHF 2 630 3 921 2 867 2 593 1 890gemeinnützige Institutionen 1 000 CHF 441 472 794 1 632 3 804Bereich Medizin 1 000 CHF 15 160 13 620 13 680 14 860 12 133Bereich Integration und lebenslange Begleitung 1 000 CHF 7 160 5 494 7 150 7 782 6 980Bereich Forschung * 1 000 CHF 8 239 7 311 9 690 8 450 7 185Bereich Solidarität (GöV) netto 1 000 CHF 2 754 3 000 0 0 0Abschreibungen ** 1 000 CHF 18 645 16 898 16 619 16 376 21 948Bereich MedizinBetriebene Betten Anzahl 140 140 140 140 140Bettenbelegung in % 96 % 93 % 91 % 91 % 92 %Abgeschlossene Hospitalisationen Para-/Tetraplegiker Anzahl 837 883 834 811 777Pflegetage Tage 48 855 47 660 46 330 46 781 46 910Durchschnittlicher PflegeaufwandStd/Patient/Tag 6.4 5.8 5.1 4.8 4.8Pflegetage beatmeter Patienten Tage 7 843 7 668 7 104 6 554 2 869Teilnehmer Ausbildungskurse SIRMED Anzahl 5 254 4 387 3 536 4 038 3 262Durchgeführte Kurse SIRMED Anzahl 473 381 345 336 253Betreute Patienten durch ParaHelp Anzahl 495 517 467 444 439Betreuungsleistung ParaHelp Stunden 6 875 6 924 6 698 5 766 5 204* 2010 und 2011 inkl. Spinal Cord Injury Research** 2010 und 2011 ohne Abschreibungen Spinal Cord Injury Research4Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


KENNZAHLEN2011 2010 2009 2008 2007Bereich Integration und lebenslange BegleitungRollstuhlclubs Anzahl 26 27 27 27 27Mitglieder aller Rollstuhlclubs Anzahl 10 600 11 200 10 800 10 000 9 900Anlässe/Veranstaltungen SPV Anzahl 351 316 320 310 340Stunden für Leistungen zur Unterstützung und Förderung vonbehinderten Menschen Stunden 23 619 23 961 24 369 21 147 20 221Beratungsstunden Stunden 17 616 17 068 16 360 15 911 15 743Anzahl Kurzberatungen Anzahl 26 559 26 961 27 653 28 095 27 467Teilnehmer-Tage (Kurse für behinderte Menschen undAngehörige) Tage 11 832 11 037 12 071 10 499 10 559Anzahl Medaillen an Paralympics, Weltmeisterschaften undEuropameisterschaften Anzahl 63 46 36 53 29Umgebaute Fahrzeugeinheiten Anzahl 204 194 300 261 253Angepasste, verkaufte Rollstühle elektrisch/mechanisch Anzahl 540 522 491 450 487Paketlieferungen Inkontinenzartikel Anzahl 11 683 11 500 11 102 10 324 9 559Bereich ForschungPublikationen Anzahl 114 86 54 35 14Dissertationen laufend/abgeschlossen Anzahl 18 16 14 6 5Master-Thesis laufend/abgeschlossen Anzahl 8 8 12 6 3Kongress-Beiträge Anzahl 112 108 86 38 6MitarbeiterGruppe und Nahestehende Vollzeitstellen 1 030.3 1 002.8 929.6 862.6 863.2Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 5


FINANZENFinanzbericht derSchweizer Paraplegiker-GruppeGerüstet für die Zukunft – Massnahmen gegen die KostenschereAbgeflachtes WachstumDie Gesamterträge stiegen konsolidiert um CHF 1.9 Mio. resp. 1%.Die Gönnerbeiträge und Fundraising-Erträge stiegen um 2,8 %, diemedizinischen und übrigen Dienstleistungen um 2,1%. Die tieferenSpitaltarife konnten mit einer Mengenausweitung neutralisiert werden.Die sonstigen Erträge sanken um 19,1% (CHF 2.4 Mio.)gegenüberVorjahr. Die Einmaleffekte im Vorjahr beliefen sich ebenfallsauf CHF 2.4 Mio.Kostenschere durch Verkauf Liegenschaften neutralisiertDie Waren- und Dienstleistungskosten entwickelten sich bei einerZunahme von 0,7%-Punkten überproportional zum Ertrag. Die Ausweitungder Leistungen führten zu einem Stellenwachstum von 2,8%.Die Personalkosten stiegen dadurch sowie aufgrund der Lohnanpassungenüberproportional um 1,8%-Punkte, resp. um CHF 4.5 Mio.Die Anbahnung der Strategieumsetzung führte zu einmaligen Aufwendungenin Verwaltung (CHF 0.5 Mio.) und sonstigen betrieblichenAufwendungen (CHF +1.1 Mio.). Zusätzlich fielen Sonderabschreibungenvon CHF 1.8 Mio. auf Restwerten von Innenausbautensowie Betriebssoftware aufgrund Ersatzinvestitionen an. Insgesamtstieg der Betriebsaufwand um CHF 4.3 Mio. Mit dem Verkaufsgewinnvon Anlageliegenschaften erreichte das Jahresergebnis ohneFondsergebnis das Vorjahresniveau.Aufbau von zweckgebundenen FondsDamit die Gruppe sich weiterentwickeln kann, müssen die benötigtenMittel vorschüssig thesauriert werden. Zu diesem Zweck wurdenzusätzliche zweckgebundene Fonds bei den einzelnen Gesellschaftengeschaffen. Der Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation» derStiftung konnte mit zusätzlichen CHF 12.9 Mio. geäufnet werden.Erstmals wurden aus diesem Fonds CHF 2.2 Mio. für das Projekt«Rehabilitation der Zukunft» entnommen.Optimierung des AnlagevermögensDer Aufbau der notwendigen Fondsvermögen konnte durch Verkaufder Beteiligung Hotel Herisau AG, Verkauf von peripheren Anlageliegenschaftensowie Abbau von Darlehen an Dritte um CHF 49.2 Mio.gesteigert werden. Damit sind nun fast alle zweckgebundenenFondsverpflichtungen mit entsprechenden Finanzanlagen, welchevorsichtig und breit gestreut angelegt wurden, hinterlegt.Ausblick: Rollout-Strategien und KostenoptimierungDem weiter steigenden Kostendruck wird einerseits mit medizinischerLeistungsausweitung gemäss dem neuen Leistungsauftragdes Kantons Luzern und andererseits mit Optimierungsprojektenbegegnet werden. Ferner sind durch das Umsetzen der Teilstrategienvermehrt Projektkosten zu erwarten, welche teilweise durchdie zweckgebundenen Fonds finanziert werden.Pius BernetLeiter Finanzen & ControllingSchweizer Paraplegiker-GruppeBetriebsertragGönnerbeiträge/Fundraising-ErträgeLeistungsabgeltung durch Garanten/KundenPersonalentwicklungVollzeitäquivalentNichtmedizinisches PersonalMedizinisches PersonalAufteilung BetriebsaufwandSwiss GAAP FER 21Aufwand Fundraising/AdministrationProjektaufwand250Angaben in Mio. CHF1200200Angaben in Mio. CHF20015010050100080060040020015010050020092010201102009201020110200920102011Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 7


FINANZENKonsolidierte Bilanz1 000 CHF Erläuterung 31.12.11 % 31.12.10 %AktivenFlüssige Mittel 1 12 661 3.1 6 566 1.7Kurzfristige Finanzanlagen 2 1 687 0.4 533 0.1Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3 18 383 4.5 17 450 4.5Sonstige Forderungen 4 2 456 0.6 982 0.3Warenvorräte und angefangene Arbeiten 5 4 187 1.0 3 836 1.0Aktive Rechnungsabgrenzungen 6 6 438 1.6 3 449 0.9Total Umlaufvermögen 45 813 11.3 32 814 8.5Finanzanlagen und Beteiligungen 7 11 023 2.7 14 700 3.8Anlageimmobilien 8 27 995 6.9 58 676 15.1Sachanlagen 9 235 254 57.9 244 601 63.0Immaterielle Anlagen 10 1 424 0.4 2 000 0.5Zweckgebundene Anlagen (Fondsvermögen) 11 84 520 20.8 35 258 9.1Total Anlagevermögen 360 216 88.7 355 235 91.5Total Aktiven 406 029 100.0 388 050 100.0PassivenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 6 076 1.5 5 683 1.5Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 13 55 415 13.6 51 801 13.3Passive Rechnungsabgrenzungen 14 8 382 2.1 7 057 1.8Kurzfristige Rückstellungen 15 5 633 1.4 3 907 1.0Ertragssteuern 16 227 0.1 10 0.0Total kurzfristiges Fremdkapital 75 734 18.7 68 458 17.6Langfristige Finanzverbindlichkeiten 17 0 0.0 3 400 0.9Langfristige Rückstellungen 19 19 260 4.7 19 614 5.1Latente Steuerverbindlichkeiten 20 1 130 0.3 2 647 0.7Total langfristiges Fremdkapital 20 390 5.0 25 661 6.6Total Fremdkapital 96 124 23.7 94 119 24.3Fonds mit Zweckbindung 21, Seite 11 36 690 9.0 31 885 8.2Vereinskapital Nahestehende Seite 11 3 773 0.9 2 059 0.5Jahresergebnis Nahestehende Seite 11 74 0.0 1 714 0.4Zweckgebundenes Fonds- und Vereinskapital 40 536 10.0 35 658 9.2Einbezahltes Stiftungskapital Seite 11 10 0.0 10 0.0Neubewertungsreserven Seite 11 14 782 3.6 18 223 4.7Erarbeitetes, freies Kapital Seite 11 201 829 49.7 202 954 52.3Erarbeitetes, gebundenes Kapital der Fonds * Seite 11 52 423 12.9 36 150 9.3Jahresergebnis Seite 11 324 0.1 934 0.2Total Organisationskapital 269 369 66.3 258 272 66.6Total Passiven 406 029 100.0 388 050 100.0* 2011 sind folgende Fonds enthalten: Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation», Fonds «Rettung» und Fonds «Mobilität» (Vorjahr nur Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation»)Die Darstellung 2010 wurde an den neuen Gruppenkontenplan 2011 angepasst.Die Zahlen wurden auf Rappen genau erfasst, aber nicht gezeigt. Deshalb können Additionsdifferenzen entstehen.8Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


FINANZENKonsolidierte Betriebsrechnung1 000 CHF Erläuterung 2011 % 2010 %ErtragGönnerbeiträge, Spenden, Erbschaften und Legate 22 75 964 37.5 73 878 36.8Erträge Dienstleistungen und Handel 23 112 133 55.3 109 832 54.7Erträge aus Geldern der öffentlichen Hand 24 4 572 2.3 4 703 2.3Sonstige Erträge 25 10 026 4.9 12 402 6.2Erlösminderungen 26 – 63 – 0.0 – 102 – 0.1Total Ertrag 202 632 100.0 200 712 100.0BetriebsaufwandUnterstützungsleistungen und Gönnerzuwendungen 27 – 12 221 – 6.0 – 11 885 – 5.9Waren- und Dienstleistungsaufwand 28 – 22 287 – 11.0 – 20 629 – 10.3Personalaufwand 29 – 104 943 – 51.8 – 100 420 – 50.0Betriebs- und Unterhaltsaufwand 30 – 7 369 – 3.6 – 7 622 – 3.8Raumaufwand 31 – 2 068 – 1.0 – 2 415 – 1.2Verwaltungs- und IT-Aufwand 32 – 7 700 – 3.8 – 10 987 – 5.5Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Fundraising 33 – 10 041 – 5.0 – 9 679 – 4.8Sonstige betriebliche Aufwendungen 34 – 2 413 – 1.2 – 1 371 – 0.7Sonstige betriebliche Erträge 35 2 750 1.4 1 443 0.7Abschreibungen 36 – 22 319 – 11.0 – 20 802 – 10.4Total Betriebsaufwand – 188 611 – 93.1 – 184 367 – 91.9Betriebsergebnis 14 021 6.9 16 345 8.1Finanzerfolg 37 56 0.0 10 0.0Erfolg Anlageimmobilien 38 1 123 0.6 – 1 029 – 0.5Steueraufwand 39 192 0.1 230 0.1Jahresergebnis ohne Fondsergebnis 15 391 7.6 15 556 7.8Fondsergebnis 40 – 4 477 – 2.2 – 908 – 0.5Jahresergebnis vor Zuweisung/Entnahme an Organisationskapital 10 914 5.4 14 648 7.3Zuweisung/Entnahme an Organisationskapital Stiftung 41 – 10 517 – 5.2 – 12 000 – 6.0Jahresergebnis Gruppe und Nahestehende 398 0.2 2 648 1.3./. Jahresergebnis Nahestehende – 74 – 0.0 – 1 714 – 0.9Jahresergebnis Gruppe 324 0.2 934 0.5Die Darstellung 2010 wurde an den neuen Gruppenkontenplan 2011 angepasst.Die Zahlen wurden auf Rappen genau erfasst, aber nicht gezeigt. Deshalb können Additionsdifferenzen entstehen.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 9


FINANZENKonsolidierte Geldflussrechnung1 000 CHF Erläuterung 2011 2010(Indirekte Methode mit Fonds flüssige Mittel)Geldfluss aus BetriebstätigkeitJahresergebnis vor Fondsergebnis 15 391 15 556Verlust aus Entkonsolidierung 230 0Gewinn/Verlust aus Anlageabgängen – 10 – 21Zunahme/Abnahme Wertberichtigungen auf Finanzanlagen und Beteiligungen 7 261 924Zunahme/Abnahme Wertberichtigung auf Anlageimmobilien 8 873 2 841Abschreibungen auf Sachanlagen 9, 36 20 873 20 197Abschreibungen auf immateriellen Anlagen 10, 36 1 446 605Zunahme/Abnahme von Rückstellungen 15, 19 2 873 – 9 646Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3 – 967 – 643Veränderung Warenvorräte und angefangene Arbeiten 5 – 416 – 430Veränderung sonstiges Umlaufvermögen 2, 4, 6 – 5 710 – 2 547Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 503 – 972Veränderung sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, Steuern, passive Rechnungsabgrenz. 13, 14 5 307 – 1 619Veränderung latente Steuern 20 – 1 137 – 264Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow) 39 517 23 981Geldfluss aus InvestitionstätigkeitGewinn/Verlust aus Anlageabgängen 10 21Investitionen von Finanzanlagen und Beteiligungen 7 – 7 019 – 11 152Verkauf Tochtergesellschaft 5 835 0Devestitionen von Finanzanlagen und Beteiligungen 7 10 351 2 433Investitionen in Anlageimmobilien 8 1 669 – 415Devestitionen von Anlageimmobilien 8 17 898 450Investitionen in Sachanlagen 9 – 11 985 – 8 094Devestitionen in Sachanlagen 9 6 926Investitionen in immaterielle Anlagen 10 – 870 – 1 505Devestitionen in immaterielle Anlagen 10 0 42Investitionen in zweckgebundene Anlagen 11 – 48 741 – 9 069Geldfluss aus Investitionstätigkeit – 32 847 – 26 362Free Cashflow 6 670 – 2 382Geldfluss aus FinanzierungstätigkeitZunahme/Abnahme Finanzverbindlichkeiten kurzfristig 7 0 – 10 046Zunahme/Abnahme Finanzverbindlichkeiten langfristig 17 0 – 1 998Zunahme/Abnahme Fonds mit Zweckbindung 21, Seite 11 – 575 928Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit – 575 – 11 116Veränderung flüssige Mittel 6 096 – 13 498Bestand flüssige Mittel am 01.01. 6 566 20 064Bestand flüssige Mittel am 31.12. 12 661 6 566Veränderung flüssige Mittel 6 096 – 13 498Die Darstellung 2010 wurde an den neuen Gruppenkontenplan 2011 angepasst.Die Zahlen wurden auf Rappen genau erfasst, aber nicht gezeigt. Deshalb können Additionsdifferenzen entstehen.10Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


FINANZENRechnung über die konsolidierte Veränderung des KapitalsBerichtsjahr1 000 CHFAnfangsbestand01.01.11 Zuweisung VerwendungInterne FondstransfersEndbestand31.12.11Zweckgebundenes Fonds- und VereinskapitalFonds mit Zweckbindung Dritte 6 279 1 817 – 2 577 0 5 520Fonds mit Zweckbindung Nahestehende 25 605 4 089 – 2 754 0 26 940Fonds mit Zweckbindung Gruppe 0 4 230 0 0 4 230Vereinskapital Nahestehende 2 059 1 714 0 0 3 773Jahresergebnis Nahestehende 1 714 – 1 640 0 0 74Total zweckgebundenes Fonds- und Vereinskapital35 658 10 209 – 5 331 0 40 536Mittel aus EigenfinanzierungEinbezahltes Stiftungskapital 10 0 0 0 10Neubewertungsreserven 18 223 – 3 441 0 0 14 782Erarbeitetes, freies Kapital 202 954 4 375 0 – 5 500 201 829Erarbeitetes, gebundenes Kapital der Fonds * 36 150 12 950 – 2 177 5 500 52 423Jahresergebnis 934 – 610 0 0 324Total Organisationskapital 258 272 13 274 – 2 177 0 269 369* 2011 sind folgende Fonds enthalten: Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation», Fonds «Rettung» und Fonds «Mobilität»Die Zahlen wurden auf Rappen genau erfasst, aber nicht gezeigt. Deshalb können Additionsdifferenzen entstehen.Vorjahr1 000 CHFAnfangsbestand01.01.10 Zuweisung VerwendungInterne FondstransfersEndbestand31.12.10Zweckgebundenes Fonds- und VereinskapitalFonds mit Zweckbindung Dritte 5 111 3 126 – 1 958 0 6 279Fonds mit Zweckbindung Nahestehende 17 234 1 871 0 6 500 25 605Fonds mit Zweckbindung Gruppe 0 0 0 0 0Vereinskapital Nahestehende 8 533 26 0 – 6 500 2 059Jahresergebnis Nahestehende 26 1 687 0 0 1 714Total zweckgebundenes Fonds- und Vereinskapital30 905 6 711 – 1 958 0 35 658Mittel aus EigenfinanzierungEinbezahltes Stiftungskapital 10 0 0 0 10Neubewertungsreserven 18 223 0 0 0 18 223Erarbeitetes, freies Kapital 201 923 1 031 0 0 202 954Erarbeitetes, gebundenes Kapital Fonds«Ganzheitliche Rehabilitation» 24 150 12 000 0 0 36 150Jahresergebnis 1 965 – 1 031 0 0 934Total Organisationskapital 246 272 12 000 0 0 258 272Die Darstellung 2010 wurde an den neuen Gruppenkontenplan 2011 angepasst.Die Zahlen wurden auf Rappen genau erfasst, aber nicht gezeigt. Deshalb können Additionsdifferenzen entstehen.Die Erläuterungen zu den Kapitalpositionen, insbesondere Neubewertungsreserven sind auf Seiten 20 und 21 beschrieben.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 11


FINANZENKonsolidierte Betriebsrechnung nach TätigkeitsgebietenDie Segmentierung der Gruppe mit ihren nahestehenden Organisationenin vier Tätigkeitsbereiche basiert auf der gemeinsam erarbeitetenStrategie für die Weiterentwicklung des Leistungsnetzesim Sinne des Stifterwillens für eine ganzheitliche Rehabilitation.DieSegmentierung erlaubt es, die Zuweisung der Gönnermittel auf dieentsprechenden Bereiche des Leistungsnetzes aufzuzeigen. Leistungenzwischen den Sparten erfolgen zu Marktkonditionen unter Dritten(arm’s length principle).Die Zuweisung der Gesellschaften an die jeweiligen Segmente ist aufSeite 14 (Konsolidierungskreis) ausgewiesen. Die Spinal Cord InjuryReserach wurde von der Sparte Solidarität in die Sparte Forschungtransferiert. Die 2011 neu erschaffene Clinical Trial Unit wurde ausder Sparte Medizin der Sparte Forschung zugewiesen.Mio. CHF Solidarität MedizinIntegration undlebenslangeBegleitung ForschungKonsolidierungzwischen SpartenTotal Gruppe undNahestehende2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010ErtragGönnerbeiträge, Spenden, Erbschaftenund Legate 75.4 73.7 0.0 0.0 0.5 0.2 0.1 0.0 0.0 0.0 76.0 73.9Erträge aus Dienstleistungen undHandel 0.3 0.2 103.4 96.3 19.1 18.3 0.0 0.0 – 10.7 – 5.0 112.1 109.8Erträge aus Geldern der öffentlichenHand 0.0 0.0 0.0 0.0 2.6 2.6 1.9 2.1 0.0 0.0 4.6 4.7Betriebsbeiträge, Kostengutsprachenund sonstige Erträge 13.4 18.8 23.5 27.6 8.6 7.9 7.4 6.2 – 42.8 – 48.2 10.0 12.4Erlösminderungen 0.0 0.0 0.0 – 0.1 – 0.5 – 0.1 0.0 0.0 0.4 0.2 – 0.1 – 0.1Total Ertrag 89.1 92.6 127.0 123.9 30.3 28.9 9.4 8.3 – 53.1 – 53.0 202.6 200.7BetriebsaufwandUnterstützungsleistungen,Gönnerzuwendungen, Betriebsbeiträgeund Kostengutsprachen – 41.4 – 39.0 – 0.0 0.0 – 3.7 – 3.5 – 0.7 – 1.5 33.7 32.1 – 12.2 – 11.9Waren- und Dienstleistungsaufwand– 0.1 – 0.1 – 13.1 – 11.9 – 9.9 – 9.2 – 0.1 – 0.0 0.9 0.5 – 22.3 – 20.6Personalaufwand – 4.7 – 5.3 – 83.9 – 80.0 – 10.3 – 9.1 – 6.5 – 5.7 0.5 – 0.3 – 104.9 – 100.4Betriebs- und Unterhaltsaufwand – 0.5 – 0.1 – 7.3 – 7.1 – 1.0 – 1.0 – 0.3 – 0.5 1.6 1.0 – 7.4 – 7.6Raumaufwand – 0.1 – 0.1 – 10.1 – 10.4 – 0.8 – 0.9 – 0.5 – 0.6 9.4 9.6 – 2.1 – 2.4Verwaltungs- und IT-Aufwand – 2.8 – 2.3 – 4.8 – 9.2 – 2.7 – 2.5 – 1.3 – 1.3 4.0 4.2 – 7.7 – 11.0Öffentlichkeitsarbeit, Marketingund Fundraising – 8.8 – 8.0 – 0.9 – 1.4 – 0.4 – 0.4 – 0.2 – 0.2 0.2 0.4 – 10.0 – 9.7Sonstige betriebliche Aufwendungen– 0.1 – 0.2 – 2.2 – 0.9 – 0.2 – 0.8 – 0.0 – 0.1 0.0 0.7 – 2.4 – 1.4Sonstige betriebliche Erträge 1.0 0.8 1.4 0.6 0.2 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 2.7 1.4Abschreibungen – 18.6 – 16.9 – 2.9 – 3.2 – 0.5 – 0.5 – 0.2 – 0.2 0.0 0.0 – 22.3 – 20.8Total Betriebsaufwand – 76.1 – 71.1 – 123.8 – 123.5 – 29.2 – 27.8 – 9.9 – 10.2 50.4 48.3 – 188.6 – 184.4Betriebsergebnis 13.0 21.5 3.2 0.4 1.1 1.1 – 0.5 – 1.8 – 2.8 – 4.8 14.0 16.3Mitarbeitende (Vollzeitpensen) 33.9 31.3 852.7 824.3 90.8 96.6 52.9 50.6 0.0 0.0 1 030.3 1 002.8Ø Personalkosten* (1 000 CHF) 138.5 169.3 98.4 97.1 113.0 94.5 123.7 113.1 0.0 0.0 101.9 100.2* inkl. VR-Honorare, Auszubildende und KursleiterDie Darstellung 2010 wurde an den neuen Gruppenkontenplan 2011 angepasst.12Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


FINANZENKonsolidierungsgrundsätzeAllgemeinesUnter dem Namen Schweizer Paraplegiker-Stiftung besteht eine Stiftungim Sinne von Artikel 80 ff. (personifiziertes Zweckvermögen)des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, mit Sitz in 6207 Nottwil/LU.Die Stiftung hat zur Zielerreichung des Stifterzwecks verschiedeneOrganisationen unterschiedlichster Rechtsnatur gegründet respektivedie Gründungen mitgetragen, davon drei Vereine (Gönner-Verei nigungder Schweizer Paraplegiker-Stiftung, ParaHelp und SchweizerParaplegiker-Vereinigung, Letztere als Dachverband von 27 Rollstuhlclubsin der Schweiz). Die Vereine sind rechtlich unabhängigund autonom in deren Leitung. Aufgrund der engen wirtschaftlichenVerflechtung (Zuweisung von Gönner-Unterstützungen zurDeckung der Betriebsdefizite) und im Sinne der Darstellung derUmsetzung der ganzheitlichen Rehabilitation von querschnittgelähmtenMenschen wurde mit den Vorständen dieser Vereine vereinbart,diese im Konsolidierungskreis als nahestehende Organisationeneinzubeziehen, ohne dass daraus eine Beherrschungdurch die Stiftung abzuleiten ist.Grundlage für die RechnungslegungDie Rechnungslegung der Schweizer Paraplegiker-Gruppe erfolgteper 31. Dezember 2011 gemäss Swiss GAAP FER 21, grundsätzlichzu historischer Wertbasis, sofern in den nachstehenden Bewertungsgrundsätzennichts anderes erwähnt ist, sowie gemäss SchweizerischemObligationenrecht. Die Offenlegung ist identisch mit derinternen Berichterstattung (Management approach). Die Jahresrechnungwird in Schweizer Franken (CHF) dargestellt.WährungsumrechnungDer Gruppenabschluss wird in Schweizer Franken (CHF) erstellt, daalle Gesellschaften in der Schweiz tätig sind (funktionale Währung).Die Umrechnungen von liquiden Mitteln und Wertschriften in Fremdwährungerfolgten per Bilanzstichtag wie folgt:2011 2010CHF / EUR 1.2174 1.2522CHF / USD 0.9428 n/aCHF / GBP 1.4595 n/anach gruppeneinheitlichen Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzenerstellt respektive umgeformt und zum Gruppenabschlusszusammengefasst. Sämtliche Gesellschaften schliessen ihre Jahresrechnungper 31. Dezember ab.KonsolidierungsgrundsätzeDie konsolidierte Jahresrechnung der Schweizer Paraplegiker-Gruppeund nahestehenden Organisationen umfasst alle Gesellschaften, andenen die Gruppe mittelbar oder unmittelbar stimmenmässig mitmehr als 50% beteiligt ist oder aufgrund vertraglicher Regelungenrespektive gegenseitiger Abhängigkeiten zur Beurteilung der gesamtheitlichenLeistungserbringung für die Gönner. Neu erworbeneGesellschaften werden ab Erwerbsdatum konsolidiert. DieErgebnisse veräusserter Gesellschaften werden bis zum Verkaufszeitpunktberücksichtigt. Gesellschaften, an denen die Gruppestimmenmäs sig mit 20% bis 50% beteiligt ist, werden nach derEquity-Methode (Kapitalzurechnungsmethode) erfasst, sofern nichtauf eine andere Weise ein entscheidender Einfluss ausgeübt wird.Sie werden zum anteiligen Eigenkapitalwert und mit dem anteiligenPeriodenergebnis erfasst, auch wenn der anteilige Eigenkapitalwertüber den Anschaffungswert hinausgeht.Für Kapitalanteile über 50% wird die Kapitalkonsolidierung nachder angelsächsischen Purchase-Methode durchgeführt. Die Aktivenund Passiven neu erworbener Gesellschaften werden auf den Zeitpunktder Akquisition zum «Fair Value» bewertet. Die Minderheitsanteilezeigen den Anteil der Minderheiten an den gesamten Aktivenminus Passiven.Beteiligungen unter 20% des Kapitals werden als langfristige Finanzanlagenund zu Anschaffungskosten und allfälligen Wertberichtigungengeführt.Bei der Konsolidierung werden sämtliche Transaktionen und Saldizwischen den konsolidierten Gesellschaften eliminiert. Die auf gruppeninternenTransaktionen erzielten Zwischengewinne werdeneliminiert.KonsolidierungsbasisDie konsolidierte Jahresrechnung, bestehend aus Bilanz, Betriebsrechnung,Geldflussrechnung, Rechnung über die Veränderung desKapitals, Betriebsrechnung nach Tätigkeitsgebiet und Anhang,basiert auf den geprüften Jahresabschlüssen der gemäss Konsolidierungskreiseinbezogenen Gesellschaften (Gruppengesellschaftenund nahestehende Organisationen). Die Jahresrechnungen werdenFinanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 13


KONSOLIDIERUNGSKREISKonsolidierungskreisGesellschaftenZweck*ErläuterungAktienkapital31.12.11Aktienkapital31.12.10CHF CHF %Quote31.12.11 GründungsjahrSchweizer Paraplegiker-GruppengesellschaftenSchweizer Paraplegiker-Stiftung S n/a n/a n/a 1975Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil AG, Nottwil M 1 25 000 000 25 000 000 100 % 1989Radiologie Luzern Land AG, Sursee M 500 000 500 000 50 % 2008Schweizer Paraplegiker-Forschung AG, Nottwil F 1 000 000 1 000 000 100 % 2002Orthotec AG, Nottwil IB 200 000 200 000 100 % 1994SIRMED Schweizer Institut für Rettungsmedizin AG,Nottwil M 2 100 000 100 000 100 % 2002Hotel Herisau AG, Herisau IB 3 n/a 5 000 000 100 % 1932Schifffahrt Sempachersee AG, Nottwil S, I 4 n/a 250 000 20 % 2005Schweizer Paraplegiker-Management Services AG, Nottwil S 1 n/a 100 000 100 % 1997Amor AG Immobiliengesellschaft, Bern S, I 2 n/a 200 000 100 % 1902Vollkonsolidierte, nahestehende Organisationen zur SPGGönner-Vereinigung der SPS, Nottwil (Verein) S n/a n/a n/a 1978ParaHelp, Nottwil ( Verein) M n/a n/a n/a 2004Schweizer Paraplegiker-Vereinigung, Nottwil (Verband) IB n/a n/a n/a 1980* S = Solidarität (Direkthilfen, Gönner-Unterstützung, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit usw.)M = Medizin (Akut-Versorgung, stationäre Rehabilitation, ambulante Nachsorge, Pflegeschulung und -beratung, Rettungsmedizin usw.)IB = Integration und lebenslange Begleitung (Lebens-, Sozial- und Rechtsberatung, Rollstuhlsport, hindernisfreies Bauen, Hilfsmittel, Fahrzeugumbau usw.)F = Forschung (soziale und klinische Rehabilitationsforschung)I = Investition zu Anlagezwecken im Bereich SolidaritätFolgende Veränderungen des Konsolidierungskreises waren 2011zu verzeichnen:■■Fusion der Schweizer Paraplegiker-Management Services AG mitder Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil AG■■Fusion der Amor AG Immobiliengesellschaft mit der SIRMEDSchweizer Institut für Rettungsmedizin AG■■Verkauf der Hotel Herisau AG per 01.12.2011■■Liquidation der Schifffahrt Sempachersee AGDie oben aufgeführten nahestehenden Organisationen wurdenaufgrund vertraglicher Vereinbarungen respektive gegenseitigerAbhängigkeiten voll konsolidiert, um die vollständige Leistungsketteder gesamtheitlichen lebenslangen Rehabilitation und gesellschaftlichenWiedereingliederung von Querschnittgelähmten imSinne des Gründers zu dokumentieren. Das jeweilige Vereinskapitaldieser Organisationen wird zum Konsolidierungskreis hinzuaddiertund separat ausgewiesen.Aufgrund fehlender direkter gemeinsamer Geschäftstätigkeit undnur teilweiser personeller Verflechtung wurden folgende Stiftungennicht in den Konsolidierungskreis aufgenommen:■■■■■■Swiss Paralympic, BernStiftung Guido A. Zäch, ZofingenStiftung St. Margrethenkapelle Nottwil, Nottwil14Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEBewertungsgrundsätzeWichtige Annahmen und Quellen von Unsicherheiten bei denEinschätzungenDie Rechnungslegung erfordert vom Management Schätzungen undAnnahmen, welche die Höhe der ausgewiesenen Aktiven und Passivensowie Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum Zeitpunktder Bilanzierung, aber auch Aufwendungen und Erträge derBerichtsperiode beeinflussen. Die Annahmen und Einschätzungenberuhen auf Erkenntnissen aus der Vergangenheit und verschiedenensonstigen Faktoren, die unter den gegebenen Umständen alszutreffend erachtet werden. Die effektiv später eintreffendenErgebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.Die Annahmen und Einschätzungen werden laufend überprüft undgegebenenfalls angepasst, falls neue Informationen oder Erkenntnissevorliegen. Solche Änderungen werden in jeder Berichtsperiode,in der die Einschätzung angepasst wurde, erfolgswirksamerfasst. Die wichtigsten Annahmen sind nachfolgend dargestellt undwerden auch bei den entsprechenden Erläuterungen erwähnt.Erträge werden nur erfasst, sofern gemäss Beurteilung des Managementsdie massgeblichen Risiken und Nutzen auf den Kunden übergegangensind. Für bestimmte Transaktionen bedeutet dies, dass dieerhaltenen Zahlungen in der Bilanz abgegrenzt und erst bei Erfüllungder Vertragsbedingungen den Erträgen der Betriebsrechnung zugeschriebenwerden. Aufgrund der zum jetzigen Zeitpunkt vorliegendenInformationen erachtet das Management die gebildeten Abgrenzungenund Rückstellungen als angemessen.Übriges immaterielles Anlagevermögen wird jährlich, Sacheinlagenwerden bei entsprechenden Anzeichen auf Wertverminderung überprüft.Zur Beurteilung, ob eine Wertverminderung vorliegt, werdenEinschätzungen und Beurteilungen des Managements bezüglich derzu erwartenden zukünftigen Geldflüsse aus der Nutzung und eventuellenVeräusserung dieser Vermögenswerte vorgenommen. Für dieBestimmung der Guthaben und Verbindlichkeiten aus laufendenund latenten Ertragssteuern müssen weitreichende Einschätzungenvorgenommen werden. Einige dieser Einschätzungen basieren aufder Auslegung der bestehenden Steuergesetze und Verordnungen.Das Management ist der Ansicht, dass die Einschätzungen angemessenund Unsicherheiten bei den Ertragssteuern in den bilanziertenGuthaben und Verbindlichkeiten ausreichend berücksichtigt wordensind.Alle Mitarbeiter der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, deren Tochtergesellschaftensowie nahestehenden Organisationen (mit Aus-nahme der Mitarbeitenden der Hotel Herisau AG sowie eines Teilsder Ärzteschaft, welche sich für die Vorsorgestiftung VSAO (VerbandSchweizer Assistenz- und Oberärzte) entschieden haben, sindbei der «Pensionskasse der Schweizer Paraplegiker-Gruppe» versichert.Allfällige Verpflichtungen des Arbeitgebers sind entsprechendbilanziert.Einzelne Gruppengesellschaften sind möglichen Rechtsstreitigkeitenausgesetzt. Das Management hat aufgrund des aktuellen Erkenntnisstandeseine Beurteilung der möglichen Folgen dieser Rechtsfällevorgenommen und entsprechend bilanziert.NettoumsatzErträge aus Verkäufen oder Serviceleistungen werden zum Zeitpunkterfasst, in dem die Produkte geliefert oder die Dienstleistungenerbracht wurden, nach Abzug von Erlösminderungen undMehrwertsteuern.Flüssige Mittel und kurzfristige FinanzanlagenDie flüssigen Mittel enthalten Kassenbestände, Postkonto- und Bankguthabensowie Geldmarktforderungen mit einer Laufzeit bis zudrei Monaten zu Nominalwerten.Kurzfristige Finanzanlagen enthalten leicht liquidierbare, in derRegel börsengängige Wertschriften. Diese werden zu Marktwertenbewertet. Nicht kotierte Wertschriften werden höchstens zuAnschaffungskosten bewertet, da keine aktuellen Werte vorliegen.Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Bilanzierung erfolgt zum Nominalwert. Für Forderungen werdenWertberichtigungen einheitlich nach Altersstruktur der Debitorensowie auf der Basis von Einzelbewertungen vorgenommen.Vorräte und angefangene ArbeitenGekaufte Waren werden zu durchschnittlichen Einstandskosten,selbst erstellte Erzeugnisse zu Herstellkosten ausgewiesen. EineWert berichtigung wird gebildet, falls der realisierbare Nettoverkaufswerteines Artikels tiefer ist als der nach den oben beschriebenenMethoden errechnete Inventarwert. Angefangene Arbeitenwerden zum Verkaufspreis abzüglich der jeweiligen durchschnittlichenBruttomarge bewertet. Für unkurante Teile an Lager wirdaufgrund der Umschlagshäufigkeit eine zusätzliche Wertberichtigunggebildet. Erhaltene Skonti und Rückvergütungen werden alsAnschaffungspreisminderung erfasst. Zwischengewinne aus dengruppeninternen Lieferungen werden ergebniswirksam eliminiert.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 15


BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEFinanzanlagen und BeteiligungenDie Finanzanlagen enthalten nicht konsolidierte Beteiligungen, diegemäss den Konsolidierungsgrundsätzen bewertet werden, sowiezu Anschaffungskosten bilanzierte, langfristig gehaltene Wertschriftenund Darlehen an Dritte, welche in der Regel hypothekarischgesichert sind. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskostenabzüglich be-triebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungenrespektive bei zinslosen Darlehen entsprechende Diskontierung.Bewertung von AnlageimmobilienDiese Liegenschaften werden im Sinne von FER 18, Ziff.14, als Renditeliegenschaftenklassifiziert. Dabei handelt es sich um Objekte(erworbene oder selbst erstellte), welche über einen längeren Zeitraumgehalten und bewirtschaftet werden. Baulandreserven, derenkünftige Nutzung noch nicht feststeht, sowie Liegenschaften, dieumgebaut, saniert oder entwickelt werden, sind ebenfalls als Renditeliegenschaftenklassiert.Die Bewertung zum Zeitpunkt der Ersterfassung erfolgt zu Anschaffungskosteninkl. direkt zurechenbarer Transaktionskosten. Nach derErsterfassung werden die Liegenschaften zu Verkehrswerten bewertet.Dafür erfolgte auf den Bilanzstichtag eine Bewertung durchdie Immobilienexperten der BDO AG, Zürich und Rösti & Partner AG,Aarau. Die Verkehrswerte werden auf der Basis des Ertragswertesberechnet und mit einer Barwertmethode nach Kaspar Fierz plausibilisiert.Bei der Ermittlung des Verkehrswertes wurde wie folgt vorgegangen:Effektiver Mietzins pro Jahr kapitalisiert mit einem je nach Liegenschaftgewichteten Kapitalisierungszinsfuss. Komponenten des Kapitalisierungszinssatzessind:Mieteinnahmen, Betriebs- und Unterhaltskosten, Instandsetzungskostensowie Komponenten des vorerwähnten gewichteten Diskontierungssatzesbasieren auf folgenden Grundlagen und Annahmen:Mieteinnahmena) zu aktuellen Mietzinsen resp. Verträgenb) aus heutiger Sicht nachhaltig erzielbare potenzielle Mieterträgefür zukünftig auslaufende oder aufgekündigte Mietverträgec) zukünftig erzielbare Mieterträge abzüglich Vermarktungs -kosten für leer stehende MietobjekteBetriebs- und Unterhaltskostena) Erfahrungswerteb) Budgets und BenchmarksDiskontierunga) nach Massgabe von standort- und liegenschaftsbezogenenKriterien, Makro- und Mikrolageb) aktuelle Bewirtschaftungssituationc) Diskontierungsfaktoren gemäss bekannten Handänderungenund Transaktionen, gemessen und verifiziertSachanlagenDie Bewertung der Sachanlagen (Grundstücke, Gebäude, Maschinenund Einrichtungen) erfolgt höchstens zu den Anschaffungs- oderHerstellkosten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen.Abschreibungen werden über folgende voraussichtliche Nutzungsdauern(Abschreibungsmethode in Klammer) berechnet:■■Basiszins 3,9 %■■Betrieb und Unterhalt 0,6 %■■Amortisation 0,6 %■■Verwaltung 0,3 %■■Risiko 0,5 %Die Festlegung der vorgenannten Zinssätze basiert auf Einschätzungenund Annahmen des Bewerters. Die Verkehrswerte berücksichtigensomit keine Handänderungs-, Grundstückgewinn- und Mehrwertsteuernoder weitere, bei einer allfälligen Veräusserung derLiegenschaften anfallende Kosten und Provisionen. Zukünftigewertvermehrende Investitionen und damit verbundene Mehrerträgewerden nicht eingerechnet.■■Gebäude (linear) 5 Jahre■■Innenausbau/Installationen (linear) 10 bis 25 Jahre■■Medizintechnische Anlagen (linear) 8 Jahre■■Technische Anlagen (linear) 8 Jahre■■Mobiliar, Maschinen, Kunstwerke (linear) 5 bis 10 Jahre■■IT-Hardware/Bürogeräte (linear) 4 Jahre■■Fahrzeuge (linear) 5 JahreLand wird nicht wertberichtigt. Investitionen und Renovationen werdennur dann aktiviert, wenn diese die Nutzungsdauer verlängernoder den Wert der Immobilie steigern.16Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


BEWERTUNGSGRUNDSÄTZELeasingAnlagen, deren Leasingverträge der Gruppe sowohl das Risiko alsauch das Besitzrecht übertragen (Financial Leasing), werden zum Barkaufpreisaktiviert und über die geschätzte, vorerwähnte Nutzungsdauerabgeschrieben. Die entsprechenden Verpflichtungen sind – jenachdem, ob sie innerhalb oder nach Ablauf von zwölf Monaten fälligwerden – in «Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten» oder «LangfristigeFinanzverbindlichkeiten» enthalten. Nicht wertvermehrendeAufwendungen für Unterhalt und Reparaturen des Sachanlagevermögenswerden der Betriebsrechnung belastet.Zahlungen aus «Operating Leasing» werden direkt der Betriebsrechnungbelastet.Immaterielle AnlagenIm Prinzip werden Forschungs- und Entwicklungskosten direkt derBetriebsrechnung belastet. Umfangreiche Entwicklungsleistungenfür Neuprodukte in den Bereichen Orthopädie, welche die Voraussetzungenfür eine Aktivierung erfüllen (insbesondere muss die Aussichtauf einen Nettoertrag bestehen), werden zu Anschaffungsbzw.Herstellkosten (ohne Berücksichtigung von Finanzierungskosten)aktiviert und abgeschrieben.■■Lizenzen, Marken, Patente (linear) 3 bis 10 Jahre■■Software (linear) 4 Jahre■■Produktentwicklung (linear) 2 bis 5 JahreGoodwill aus Akquisitionen entspricht der Differenz zwischen denAnschaffungskosten und dem Verkehrswert der übernommenenNettoaktiven. Ein Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglichallfälliger Impairment-Verluste bilanziert. Der Goodwill wird den zahlungsmittelgenerierendenEinheiten zugewiesen und über fünf Jahreamortisiert.Wertminderung von Vermögenswerten (Impairment)Mindestens zu jedem Bilanzdatum wird beurteilt, ob Anzeichen einerWertbeeinträchtigung der Buchwerte der Aktiven der Gruppe vorliegen.Liegen Indikatoren einer nachhaltigen Werteinbusse vor, wirdeine Berechnung des realisierbaren Wertes durchgeführt (Impairment).Ein Verlust aus Wertbeeinträchtigung wird erfolgswirksamerfasst, falls der aktuelle Buchwert höher ist als der erzielbare Wert.Der erzielbare Wert ist der höhere zwischen dem geschätzten Nettoveräusserungspreisund dem Nutzungswert. Für die Bestimmung desNutzungswertes wird der Barwert der geschätzten zukünftigen Mittelflüsseberechnet. Der dafür verwendete Abzinsungssatz entsprichtdem durchschnittlichen Kapitalzinssatz in der Schweiz unter Berücksichtigungder spezifischen Risiken des Vermögenswertes.FremdkapitalAufgenommene Fremdmittel werden zum Nominalwert bilanziert.Finanzverbindlichkeiten setzen sich aus Kontokorrentkrediten vonBanken, Finanzleasingverbindlichkeiten sowie aus allen anderenFinanzschulden zusammen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen undLeistungen werden zum Nominalwert bewertet.VorauszahlungenDie Dauer der Mitgliedschaft ist auf das Kalenderjahr festgelegt. DerGönner erhält demgemäss einen Ausweis mit dem entsprechendenMitgliedschaftsjahr. Die Einzahlung erfolgt wie üblich vorschüssig,d.h. vor Beginn des neuen Kalenderjahres. Darum sind die Vorauszahlungender Gönnerbeiträge per 31. Dezember als Verpflichtungfür das Folgejahr auszuweisen. Für die Dauermitglieder, welcheCHF 1000 einmalig bezahlen und dann auf Lebzeiten Gönnermitgliedsind, werden die Vorauszahlungen jährlich neu berechnet(Bestand Vorjahr minus Verbrauch pro rata plus Zugang neue Dauermitgliedergleich Bestand Ende Jahr). Die Vorauszahlungen vonDauermitgliedern werden unter langfristigen Rückstellungen ausgewiesen.RückstellungenDie kurzfristigen Rückstellungen (für Reorganisationen, Direktunterstützungen,Rechtsstreitigkeiten) sind Periodenabgrenzungen, diebezüglich Fälligkeit und Höhe noch ungewiss sind, jedoch im folgendenGeschäftsjahr anfallen sollten.Die langfristigen Rückstellungen beinhalten vorab Vorauszahlungenvon Dauermitgliedern und Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitenden.ErtragssteuernSteuern, welche sich aufgrund der Geschäftsergebnisse ergeben,werden zurückgestellt, unabhängig davon, wann solche Verpflichtungenzur Zahlung fällig werden, und unter Berücksichtigung allfälligersteuerlich absetzbarer Verlustvorträge.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 17


BEWERTUNGSGRUNDSÄTZELatente SteuernLatente Steuern sind Steuern auf temporären Differenzen zwischenden durch die Steuerbehörden anerkannten Werten von Aktiven undPassiven und den Werten der Gruppenrechnung respektive des Einzelabschlussesnach Swiss GAAP FER. Die meisten Gesellschaftenim Konsolidierungskreis sind von Ertragssteuern (mit Ausnahmeder Grundstückgewinnsteuer) befreit. Latente Steuern werden nachder sogenannten Verbindlichkeiten-Methode (Liability Method)aufgrund des lokalen Steuersatzes zum Bilanzstichtag berücksichtigt.Latente Steueraktiven werden auf allen abzugsfähigen, temporärenDifferenzen berechnet, sofern es wahrscheinlich ist, dasszukünftig genügend steuerbare Erträge erwirtschaftet werden.Latente Steuerguthaben und -verpflichtungen sind insoweit saldiert,als eine Verrechnung rechtlich zulässig ist. Veränderungen in denBeständen der latenten Steuern werden im Steueraufwand erfasst.Latente Steueransprüche für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträgesind in den Erläuterungen ausgewiesen.Derivative FinanzinstrumenteZur Absicherung von Währungsrisiken werden bei der SPG unregelmässigderivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Instrumentewerden in den Erläuterungen zur Konzernrechnung offengelegt.Instrumente zur Absicherung von zukünftigen Cashflows werdennicht bilanziert. Sie sind im Anhang offengelegt.PersonalvorsorgeDie Mitarbeitenden sind bei einer der drei selbständigen Pensionskassen(Pensionskasse der Schweizer Paraplegiker-Gruppe, PensionskasseHotela, Vorsorgestiftung VSAO) angeschlossen. Die Bewertungder Vorsorgeverpflichtungen der autonomen Pensionskassenerfolgt jährlich von unabhängigen Experten.Da alle diese Pensionskassen insbesondere weder für den Sparprozessnoch für die Risiken Tod, Invalidität und Alter vollständig rückversichertsind, trägt der Arbeitgeber auch Risiken mit. Falls für dieBeseitigung von Unterdeckungen in den Pensionskassen zukünftigeSanierungsbeiträge des Arbeitgebers nötig wären, sind diese entsprechendzulasten der Betriebsrechnung zurückgestellt.Die rein patronale «Ergänzungskasse des Schweizer Paraplegiker-Zentrums» unterstützt Härtefälle. Gemäss FER 16 sind die entsprechendenAngaben in den Erläuterungen (Nr. 18) zu finden.Zweckgebundene Kapitalien (Fonds)Ein Fonds (im Sinne eines gesonderten Verrechnungskreises) ist eineZusammenfassung von (nicht ausgegebenen) Mitteln bzw. Vermögenswertenin Abgrenzung zu anderen Fonds aufgrund gemeinsamerZweckbindungen. Ziel des «Fund Accounting» ist es, überdie Einhaltung des Verwendungszweckes (Einschränkungen oderBedingungen) für erhaltene zweckgebundene Mittel, die ertragssicherndeVerwaltung der verfügbaren zweckgebundenen Mittelund die Sicherung der Liquidität für die Verwendung zweckgebundenerMittel zu informieren. Die zweckgebundenen Mittel sind denfrei verfügbaren Mitteln gegenüberzustellen. Die Entwicklung derFonds (Zuweisung, Verwendung, interne Erträge) wird mit entsprechendenErläuterungen im Detail offengelegt.Einschränkungen (restrictions) lenken die Nutzung gespendeter Vermögensgegenstände/Zuwendungenrespektive schränken sie ein.Bedingungen (conditions) begründen ein Recht auf Rückgabe desübertragenen Vermögens, welches vom Übertragenden ausgeübtwerden kann, falls ein festgelegtes unsicheres Ereignis eintritt, undsind deshalb zum Zeitpunkt des Erhalts auch als Verbindlichkeitauszuweisen.Die Schweizer Paraplegiker-Gruppe und nahestehende Organisationenkennen drei Fondskategorien:1. Erarbeitetes gebundenes Kapital als Bestandteil des Organisationskapitalsder Stiftung und deren Tochtergesellschaften(Erlösfonds);2. Erarbeitetes gebundenes Kapital als Bestandteil des Organisationskapitalsder Vereine (Erlösfonds);3. Zweckgebundene Fonds gestiftet von Dritten:■■■■■■Erlösfonds (restricted income funds)Verwendung gemäss spezifischer ZweckbindungStiftungsfonds (permanent endowment funds)Substantielle Mittel mit eigenem Reglement anstelle derErrichtung einer eigenen separaten StiftungKapital- oder Nutzniessungsfonds (restricted capital funds)Nur Verwendung der Erträge gemäss spezifischer Zweckbindungmit Regelung KapitalverwendungDie Fonds werden durch Zuweisung von Gönner- und Spendengeldernan die Stiftung und Gönner-Vereinigung sowie durch Betriebsüberschüsseund Kapitalerträge geäufnet. Ein Fondsreglementregelt die Verwendung des jeweiligen Fonds. Die Gelder werden inseparaten Wertschriftendepots gemäss dem entsprechenden Anlagereglementverwaltet.18Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE1. Erarbeitetes, gebundenes Kapital Stiftung und TochtergesellschaftenAls erarbeitetes, gebundenes Kapital bezweckt der Fonds «GanzheitlicheRehabilitation» der SPS Folgendes:■■■■■■■■die Aufrechterhaltung der qualitativ hochstehenden Leistungender durch die Stiftung beauftragten Unternehmungen, unabhängigdavon, in welchem Umfang diese zugunsten der Querschnittgelähmtendurch Versicherungen, Krankenkassen und öffentlicheHand abgegolten werden;den Ausbau des Leistungsnetzes zur Abdeckung von heutigen undzukünftigen Bedürfnissen der Querschnittgelähmten im Sinnedes Pioniers Guido A. Zäch mit dem Ziel der ganzheitlichen Rehabilitation;die weitere Ausdehnung des Leistungsnetzes auf die ganze Schweiz,damit alle Querschnittgelähmten, unabhängig vom Wohnort, zuden gleichen Leistungen Zugang haben;die Unterstützung der Existenzsicherung der Stiftung, von derenTochtergesellschaften sowie den durch die Stiftung finanziertennahestehenden Organisationen bei ausserordentlichen Ereignissen.Als erarbeitetes, gebundenes Kapital bezweckt der Fonds «Rehabilitationder Zukunft» des SPZ Folgendes:■■■■■■■■die konstante Weiterentwicklung und Innovationsförderung einerganzheitlichen und umfassenden Rehabilitation von rückenmarkgeschädigtenPatienten;die Förderung der klinischen Forschung über rückenmarkgeschädigtePatienten;die geografische Ausdehnung des Leistungsangebotes zugunstenaller Querschnittgelähmten in der Schweiz unter sorgfältigerBerücksichtigung aller Marktteilnehmer;die Unterstützung der Existenzsicherung der gemeinnützigenGesellschaft.Als erarbeitetes, gebundenes Kapital bezweckt der Fonds «Rehabilitations-& Funktionsfähigkeitsforschung» der SPF Folgendes:■■■■■■■■■■die konstante Aufrechterhaltung der umfassenden Erforschungaller Grundlagen, Bedingungen und Anwendungen, die der Verbesserungder Lebensqualität von Patienten mit Schädigungendes Nervensystems dienen, insbesondere von Para- und Tetraplegikern.die konstante Verfolgung des Ziels, dass in Zukunft der Anteilder folgenlos abheilenden Rückenmarkschädigungen steigt unddass die Auswirkungen der bleibenden Rückenmarkschädigungenauf die Funktionsfähigkeit des Körpers und auf die Persönlichkeitder Querschnittgelähmten geringer werden.die konstante Aufrechterhaltung der Forschungsinstitution zurganzheitlichen Funktionsfähigkeits- und Rehabilitationsforschung(inkl. klinische Forschung) mit einem klinischen und umfeldbezogenencommunity-orientierten Ansatz.die konstante Aufrechterhaltung der Förderung der interdisziplinärenZusammenarbeit zwischen Klinikteams und Forschungsteamsprimär in Europa sowie die Auswertung und Veröffentlichungdaraus gewonnener Erkenntnisse.die Unterstützung der Existenzsicherung der gemeinnützigenGesellschaft.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 19


BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEAls erarbeitetes, gebundenes Kapital bezweckt der Fonds «Mobilität»der Orthotec Folgendes:■■■■■■■■die konstante Aufrechterhaltung von Unterstützungsgesuchenfür orthopädische Hilfsmittel, für Rollstühle, Autoumbauten und-finanzierungen, Hauslifteinbauten und jegliche andere Art vonMobilitätsunterstützungen von Querschnittgelähmten;die konstante Forschung resp. Weiterentwicklung und Innovationsförderungvon orthopädischen Hilfsmitteln und Mobilitätsunterstützungenunter Einbezug der technologischen Fortschritte(z.B. Joy Steer), falls dies aufgrund von rechtlichen, tariflichenund unternehmerischen Aspekten möglich und erfolgsversprechendist;die geografische Ausdehnung des Leistungsangebotes zugunstenaller Querschnittgelähmten in der Schweiz unter sorgfältigerBerücksichtigung aller Marktteilnehmer (Verzicht auf Wettbewerbsverzerrung,keine direkte oder indirekte Konkurrenzierungvon querschnittgelähmten Marktteilnehmern);Unterstützung der Existenzsicherung der gemeinnützigenGesellschaft.Als erarbeitetes, gebundenes Kapital bezweckt der Fonds «Rettung»der SIRMED Folgendes:■■■■■■■■■■die konstante Aufrechterhaltung von Aus-, Fort- und Weiterbildungvon Berufsangehörigen aus allen Bereichen der Notfall- undRettungsmedizin sowie Ersthelfern in der Schweiz, insbesonderefür die präklinische Erstversorgung von Wirbelsäulen- undRückenmarksverletzungen;die konstante Aufrechterhaltung der Ausgestaltung der RettungsundNotfallmedizin sowie der rettungsdienstlichen Bildung inder Schweiz, insbesondere für die präklinische Erstversorgungvon Wirbelsäulen- und Rückenmarksverletzungen;die konstante wissenschaftliche Bearbeitung von rettungsmedizinischenThemen und die aktive Mitwirkung an Forschungsprojektenfür die Entwicklung des Rettungswesens in der Schweizund in Europa, insbesondere für neue Bergungstechniken vonWirbelsäulen- und Rückenmarksverletzten;die geografische Ausdehnung des Leistungsangebotes in derSchweiz unter sorgfältiger Berücksichtigung aller Marktteilnehmer(Verzicht auf Wettbewerbsverzerrung);Unterstützung der Existenzsicherung der gemeinnützigen Gesellschaft2. Erarbeitetes, gebundenes Kapital von Vereinen (nahestehendeOrganisationen)Als erarbeitetes, gebundenes Kapital bezweckt der Fonds «Integration»der SPV Folgendes:In diesem Fonds sind alle Fonds der SPV gemäss deren Rechnungslegungnach OR (Paraplegiker-Fonds, Sport-Fonds, Härtefall-Fondsu.a.) zusammengefasst und für die Konsolidierung nach SwissGAAP FER bewertet.Die diversen Zweckartikel der Fonds haben die zusammenfassendeZielsetzung der Aufrechterhaltung und des Ausbaus der Leistungender Vereinigung und deren angeschlossenen Rollstuhlclubs für dieganzheitliche Integration von Querschnittgelähmten.Als erarbeitetes, gebundenes Kapital bezweckt der Fonds«Gönner unterstützung» der GöV Folgendes:■■■■■■die Ausrichtung der Gönnerunterstützung von zurzeit maximalCHF 200 000 im Falle einer unfallbedingten Querschnittlähmung;weitere Gönnerunterstützungen an Einzelpersonen in Abgrenzungzum Leistungsnetz der Schweizer Paraplegiker-Stiftung;die Unterstützung von Projekten im In- und Ausland im Sinnevon Art. 2 Abs. 2 der Statuten der Gönner-Vereinigung vom20. April 2011.Fonds mit Zweckbindung von DrittenDie Erlös-, Stiftungs- & Kapitalfonds von Privatpersonen, Firmenund Stiftungen werden wie folgt gehandhabt:Die Fonds werden nach den Stiftern benannt und werden separatgeführt. Die Fondskapitalien mit speziellen Zweckbestimmungenentsprechen einem personifizierten Vermögen und sind analog zumGrundgedanken einer Stiftung (selbständiges Vermögen mit eigenerRechtspersönlichkeit) zu verstehen. Die Fonds kennen Einschränkungenund Bedingungen unterschiedlicher Natur, die nachfolgendoffengelegt sind. Der Stiftungsrat kann über einen anderen Einsatzdieser Mittel nicht entscheiden. Der Stiftungsrat muss der in derRegel ernannten Aufsichtsbehörde respektive -person jährlichBericht über die Verwendung gemäss Zweckbestimmung erstatten.Das Anlagevermögen dieser Fonds (ursprüngliches Kapital, je nachBedingung auch kumulierte Erträge, abzüglich teilverwendetesKapital) wird auf der Aktivseite separat ausgewiesen. Zur Errichtungeines solchen Fonds muss aufgrund der Wesentlichkeitsüberlegungein Fondskapital von rund CHF 0.5 Mio. zur Verfügungstehen.20Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDer «Dr. Albert Rinderknecht-Fonds» ist ein Kapitalfonds undlegt fest, dass die Erträge zugunsten des allgemeinen Stiftungszweckesbis 2029 verwendet werden können. Das Kapital kann ab2030 zugunsten des allgemeinen Stiftungszweckes verwendetwerden.Der «Heinrich Bührer-Fonds» ist ein Kapitalfonds und legt fest,dass die Erträge zugunsten des allgemeinen Stiftungszweckes verwendetwerden dürfen, das Kapital darf nur auf begründetenAntrag mit Einwilligung des Willensvollstreckers verwendet werden.Bis dato wurde darauf verzichtet, die Mittel aus diesen beidenFonds zu verwenden.Der «Heinz und Madeleine Oppenheimer-Fonds» ist ein Erlösfondsund legt fest, dass Kapital und Erträge in erster Linie fürQuerschnittgelähmte jüdischen Glaubens und in zweiter Linie fürQuerschnittgelähmte mit Bürgerrecht oder Wohnsitz in den KantonenBasel-Stadt und Basel-Land verwendet werden können. Sämtliche2011 gemäss Auflage resp. Unterstützungsreglement gewährtenDirektunterstützungen der Stiftung wurden per Ende 2011diesem Fonds belastet.Der «Hermann und Kornelia Winkler-Fonds» ist ein Erlösfondsund kann zugunsten des allgemeinen Stiftungszweckes in zehn jährlichgleichen Raten ausbezahlt werden. Die erste Rate wurde 2011bezogen.Das zweckgebundene Forschungskapital der öffentlichen Hand(Bund, Kanton, EU) präsentiert Folgendes:Die Schweizer Paraplegiker-Forschung AG hat zweckgebundenesForschungskapital vom Bund und Kanton gemäss FG 16 als Erlösfondserhalten. Das Forschungskapital wird in der Regel über zweibis drei Jahre für die Finanzierung von Forschungsprojeken verwendet.NeubewertungsreserveDie Neubewertungsreserven wurden anlässlich der Umstellung aufSwiss GAAP FER per 31. Dezember 2007 auf den Anlageimmobilien,Beteiligungen und Sachanlagen gebildet. Die Neubewertungsreservenauf den Beteiligungen und Sachanlagen von CHF 7.9 Mio.wurden rückwirkend per 1. Januar 2010 vollständig in das erarbeitete,freie Kapital umgegliedert (Restatement). Die Neubewertungsreservenauf Anlageimmobilien von CHF 3.4 Mio. von den im Geschäftsjahr2011 verkauften Liegenschaften wurden dem erarbeiteten,freien Kapital zugewiesen.Erarbeitetes, freies KapitalDas erarbeitete, freie Kapital repräsentiert die kumulierten Jahresüberschüsseseit der Gründung der Stiftung.Transaktionen mit nahestehenden PersonenAls nahestehende Person (natürliche oder juristische) wird betrachtet,wer direkt oder indirekt einen bedeutenden Einfluss auf finanzielleoder operative Entscheidungen der Gruppe und deren Nahestehendenausüben kann. Gesellschaften, die direkt oder indirektihrerseits von nahestehenden Personen beherrscht werden, geltenebenfalls als nahestehend.AusserbilanzgeschäfteDie Ausserbilanzgeschäfte beinhalten Eventualverpflichtungen undPfandrechte sowie weitere nicht zu bilanzierende Verpflichtungen,insbesondere Bürgschaften (in der Regel an kreditgebende Banken),Pfandbestellungen gemäss OR 663b.2 (in der Regel an kreditgebendeBanken) und operative Leasingverträge (ohne Zinskosten). DieBewertung erfolgt per Bilanzstichtag zum Jahresendkurs aufgrundder vorhandenen Verträge.Abweichung zur StetigkeitPer 2011 wurde ein neuer Gruppenkontenplan eingeführt, was zueiner Anpassung der Gliederung der Vorjahreswerte zur Folge hatte.Einbezahltes StiftungskapitalDas Stiftungskapital wurde am 12. März 1975 durch den Stifter (Gründer)und Pionier Dr. med. Dr. rer. nat. h. c. Guido A. Zäch einbezahlt.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 21


ANHANGAnhang zu denkonsolidierten JahresrechnungenBilanz1. Flüssige Mittel1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Kassenbestand 74 192Postkonten 4 467 2 392Bankkonten 10 535 4 373Flüssige Mittel im Umlauf – 2 415 – 391Total 12 661 6 566Bei den flüssigen Mitteln im Umlauf handelt es sich um den Transferin Anlagekonti der neuen zweckgebundenen Fonds am letztenArbeitstag des Jahres.2. Kurzfristige Finanzanlagen1 000 CHF 31.12.11 in % 31.12.10 in %Festgeldanlagen 1 001 59 % 0 0 %Aktien Inland 187 11 % 206 39 %Obligationen CHF Inland 171 10 % 0 0 %Alternative Anlagen 28 2 % 26 5 %Indirekte Immobilien 300 18 % 300 18 %Total 1 687 100 % 533 100 %4. Sonstige Forderungen1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Vorsteuern, Verrechnungssteuern undsonstige Abgaben 648 81Vorauszahlungen 1 492 772Nebenkostenabrechnungen 115 91Kurzfristige Darlehen 200 0Sonstige Forderungen gegenüber Dritten 0 38Total 2 456 9825. Warenvorräte und angefangene Arbeiten1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Medizinisches Material, Medikamente 674 541Mechanisches Material und Hilfsmittel 1 712 1 630Lebensmittel, Shop, Versandartikel 173 274Hilfs- und Betriebsmaterial, Energie 184 141Angefangene Arbeiten 1 710 1 378Total brutto 4 454 3 964Wertberichtigung – 267 – 128Total netto 4 187 3 8363. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Krankenkassen und Versicherungen 11 570 9 974SUVA 4 177 5 320Patienten 641 0Hotellerie/Gastronomie/Sportanlagen/Begegnungszentrum129 434Liegenschaftsverwaltungen und Mieter 65 0Diverses gegenüber Dritten 1 194 1 474Gemeinwesen 978 764Total brutto 18 756 17 966Delkredere – 373 – 516Total netto 18 383 17 4506. Aktive Rechnungsabgrenzungen1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Erbankündigungen 5 660 2 450Vorausbezahlte Aufwendungen 604 239Noch nicht fakturierte Leistungen 174 760Total 6 438 3 44922Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


ANHANG7. Finanzanlagen und Beteiligungen7.1 Berichtsjahr1 000 CHFLangfristigeFinanzanlagenLangfristigeDarlehen anDritteDarlehen angemeinnützigeOrganisationenDarlehen annahestehendePersonenVorauszahlungenfürzukünftigeBeteiligungen Beteiligungen TotalAnschaffungswerteStand 01.01.11 11 684 2 452 1 300 758 0 1 074 17 268Zugänge 606 259 0 0 6 154 0 7 019Abgänge – 10 542 – 93 – 400 – 58 0 – 45 – 11 139Erlasse 0 – 209 0 0 0 0 – 209Ertrag Minderheitsbeteiligungen 0 0 0 0 0 305 305Stand 31.12.11 1 749 2 409 900 700 6 154 1 334 13 245Kumulierte WertberichtigungStand 01.01.11 – 542 – 1 539 – 441 0 0 – 45 – 2 568Wertberichtigung – 554 – 44 32 0 0 0 – 566Abgänge 542 0 200 0 0 45 787Erlasse 0 125 0 0 0 0 125Stand 31.12.11 – 554 – 1 458 – 210 0 0 – 0 – 2 222Nettobuchwerte 31.12.11 1 194 950 690 700 6 154 1 334 11 023Nettobuchwerte 31.12.10 11 142 912 859 758 0 1 029 14 700davon verpfändet 0 0 0 0 0 0 0davon hypothekarisch gesichert 0 2 300 900 750 0 0 3 950Bei den langfristigen Finanzanlagen wurde das Darlehen des SchweizerParaplegiker-Zentrums an die Firma AMTS in Luzern im Mai 2011zurückbezahlt. Ein Darlehen der Schweizer Paraplegiker-Stiftung andie Swiss Alp Resort AG, Grindelwald, besteht weiterhin.Unter den Vorauszahlungen für zukünftige Beteiligung wurde dasDarlehen an die Hotel Sempachersee AG von CHF 2.5 Mio. sowie eineVorauszahlung für den Verkäufer der Immobilie von CHF 3.7 Mio.verbucht.Bei den langfristigen Darlehen an Dritte handelt es sich um zinslosgewährte Darlehen an Querschnittgelähmte, welche in der Regelgrundpfandgesichert sind. Aufgrund der Zinsfreiheit wurden dieDarlehen mit 3 % abdiskontiert. Dieser Abschlag wurde unter Wertberichtigungausgewiesen.Bei den Darlehen an gemeinnützige Organisationen besteht derAbgang von CHF 0.2 Mio. aus dem Darlehen an die Stiftung Wohnenim Alter, welches aufgrund der Fälligkeit im Jahr 2012 als kurzfristigesGuthaben ausgewiesen wurde.Bei der Beteiligung handelt es sich um das Joint Venture der SchweizerParaplegiker-Zentrum Nottwil AG mit dem Kantonsspital Luzern,der Radiologie Luzern Land AG. Die 50 % Beteiligung an der RadiologieLuzern Land AG, Sursee, wird nach der Equity-Methode konsolidiert.Die Erhöhung des Beteiligungswertes beinhaltet den Wertzuwachsder letzten Jahre. Der Abgang widerspiegelt eine Beteiligungder Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwill AG an der SchifffahrtSempachersee AG, welche im 2011 liquidiert wurde.Das Darlehen an nahestehende Personen wurde dem EhrenpräsidentenDr. med. Dr. rer. nat. h. c. Guido A. Zäch gewährt.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 23


ANHANG7.2 Vorjahr1 000 CHFLangfristigeFinanzanlagenLangfristigeDarlehenan DritteDarlehen annahestehendePersonenDarlehen angemeinnützigeOrganisationenVorauszahlungenfürzukünftigeBeteiligungen Beteiligungen TotalAnschaffungswerteStand 01.01.10 9 627 2 729 1 300 758 0 816 15 230Zugänge 11 684 468 0 0 0 0 12 152Abgänge – 9 627 – 105 0 0 0 0 – 9 732Erlasse 0 – 640 0 0 0 0 – 640Ertrag Minderheitsbeteiligungen 0 0 0 0 0 258 258Stand 31.12.10 11 684 2 452 1 300 758 0 1 074 17 268Kumulierte WertberichtigungStand 01.01.10 – 6 627 – 1 598 – 100 0 0 0 – 8 325Wertberichtigung – 542 – 252 – 341 0 0 – 45 – 1 181Abgänge 6 627 31 0 0 0 0 6 658Erlasse 0 280 0 0 0 0 280Stand 31.12.10 – 542 – 1 539 – 441 0 0 – 45 – 2 568Nettobuchwerte 31.12.10 11 142 912 859 758 0 1 029 14 700Nettobuchwerte 31.12.09 3 000 1 047 1 200 758 0 543 6 548davon verpfändet 0 0 0 0 0 0 0davon hypothekarisch gesichert 10 200 2 300 1 300 750 0 0 14 55024Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


ANHANG8. Anlageimmobilien1 000 CHF 2011 2010Verkehrswert am 01.01. 58 676 61 552Anlagekosten 01.01. 67 810 68 230Zugänge aus Käufen und Erbschaften 1 634 0Zugänge aus Investitionen 35 31Abgänge – 16 662 – 450Dekonsolidierung – 24 311 0Kumulierte Anlagekosten 31.12. 28 506 67 810Nettoveränderung Anlagekosten – 39 304 – 419Die Liegenschaften wurden durch BDO AG, Zürich, oder Rösti &Partner AG, Aarau, per 31. Dezember 2011 erneut bewertet. Bei denZugängen ist eine Erbschaft von CHF 0.87 Mio. sowie der Kauf vonder Liegenschaft Eybachstrasse 4 zu verzeichnen. Die Amor AGImmobiliengesellschaft fusionierte per 01.01.2011 mit der SIRMEDSchweizer Institut für Rettungsmedizin AG, welche zwei Liegenschaftenim Kanton Bern seitens Amor verkaufte. Die SchweizerParaplegiker-Siftung hat ihrerseits drei Anlageimmobilien in LichtensteigSG, Merlischachen LU und Langenthal BE verkauft. DieDekonsolidierung betrifft die Liegenschaften der Hotel Herisau AG.Kumulierter Impairment 01.01. – 9 135 – 6 678Aufwertungen 604 590Abwertungen – 1 476 – 3 046Abgänge – 1 236 0Dekonsolidierung 10 731 0Kumulierter Impairment 31.12. – 512 – 9 135Nettoveränderung Impairment 8 623 – 2 456Verkehrswert am 31.12. 27 995 58 676davon verpfändet 0 9 805Brandversicherungswert 39 568 86 844Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 25


ANHANG9. Sachanlagen9.1 Berichtsjahr1 000 CHF Grundstücke GebäudeAnlagen,EinrichtungenAnlagenim BauMobiliar,Maschinen,Kunstwerke IT-Hardware Fahrzeuge TotalAnschaffungswerteStand 01.01.11 20 692 143 747 259 489 657 12 916 2 834 2 559 442 894Zugänge 110 0 8 386 1 046 798 847 797 11 985Abgänge 0 0 – 331 0 – 310 – 14 – 95 – 750Umgliederungen 0 0 127 – 127 0 0 0 0Dekonsolidierung 0 0 0 – 397 – 1 200 0 – 55 – 1 652Stand 31.12.11 20 802 143 747 267 672 1 179 12 205 3 667 3 206 452 478Kumulierte AbschreibungenStand 01.01.11 0 – 24 598 – 161 106 0 – 9 005 – 1 572 – 2 012 – 198 293Abschreibungen 0 – 1 917 – 14 268 0 – 1 122 – 557 – 330 – 18 193Wertbeeinträchtigungen 0 – 500 – 2 180 0 0 0 0 – 2 680Abgänge 0 0 329 0 313 13 89 745Dekonsolidierung 0 0 0 0 1 149 0 49 1 198Stand 31.12.11 0 – 27 015 – 177 225 0 – 8 665 – 2 115 – 2 203 – 217 223Nettobuchwerte 31.12.11 20 802 116 732 90 446 1 179 3 540 1 552 1 003 235 254Nettobuchwerte 31.12.10 20 692 119 149 98 383 657 3 911 1 262 547 244 601davon Finanzleasing 0 0 0 0 0 0 0 0davon verpfändet 0 0 0 0 0 0 0 0Versicherungswerte 356 441Die unbebauten Grundstücke von CHF 4.56 Mio. befinden sich inNottwil. Bei den Gebäuden handelt es sich um den Rohbau der beidenBetriebsgebäude SPZ und GZI in Nottwil. Der Innenausbau unddie Installationen beider Betriebsgebäude sind unter Anlagen undEinrichtungen ausgewiesen.Bei den Gebäuden handelt es sich bei den Wertbeeinträchtigungenum die Dachsanierung des SPZ-Gebäudes. Die Wertbeeinträchtigungenbei den Anlagen und Einrichtungen betreffen Sonderabschreibungendes Blockheizkraftwerkes, den Umbau des GZI-Gebäudes sowieden Innenausbau beim SPZ-Gebäude (Patienten-Musterzimmer).26Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


ANHANG9.2 Vorjahr1 000 CHF Grundstücke GebäudeAnlagen,EinrichtungenAnlagenim BauMobiliar,Maschinen,Kunstwerke IT-Hardware Fahrzeuge TotalAnschaffungswerteStand 01.01.10 20 692 143 747 256 087 46 11 954 4 735 2 608 439 870Zugänge 0 0 5 723 636 843 739 153 8 094Abgänge/Inaktivierung 0 0 – 1 898 – 26 – 517 – 2 380 – 249 – 5 069Umgliederungen 0 0 – 423 0 636 – 260 47 0Stand 31.12.10 20 692 143 747 259 489 657 12 916 2 834 2 559 442 894Kumulierte AbschreibungenStand 01.01.10 0 – 23 047 – 145 991 0 – 7 650 – 3 697 – 1 854 – 182 238Abschreibungen 0 – 1 917 – 16 104 0 – 1 155 – 681 – 341 – 20 197Wertbeeinträchtigungen 0 0 0 0 0 0 0 0Abgänge 0 0 1 277 0 244 2 449 173 4 143Umgliederung/Erfassung 0 365 – 288 0 – 444 357 10 0Stand 31.12.10 0 – 24 598 – 161 106 0 – 9 005 – 1 572 – 2 012 – 198 293Nettobuchwerte 31.12.10 20 692 119 149 98 383 657 3 911 1 262 547 244 601Nettobuchwerte 31.12.09 20 692 120 700 110 096 46 4 235 1 108 753 257 630davon Finanzleasing 0 0 144 0 0 0 0 0davon verpfändet 0 0 0 0 0 0 0 0Versicherungswerte 359 209Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 27


ANHANG10. Immaterielle Anlagen10.1 Berichtsjahr10.2 Vorjahr1 000 CHFBetriebssoftwareMarken,Patente,DiversesTotal1 000 CHFBetriebssoftwareMarken,Patente,DiversesTotalAnschaffungswerteStand 01.01.11 4 954 18 4 972Zugänge 858 12 870Abgänge – 146 0 – 146Stand 31.12.11 5 666 31 5 696AnschaffungswerteStand 01.01.10 4 612 0 4 612Zugänge 1 488 18 1 506Abgänge – 1 146 0 – 1 146Stand 31.12.10 4 954 18 4 972Kumulierte AbschreibungenStand 01.01.11 – 2 972 – 0 – 2 972Abschreibungen – 910 – 3 – 913Wertbeeinträchtigungen – 533 0 – 533Abgänge 146 0 146Stand 31.12.11 – 4 268 – 3 – 4 272Kumulierte AbschreibungenStand 01.01.10 – 3 469 0 – 3 469Abschreibungen – 604 – 0 – 605Wertbeeinträchtigungen 0 0 0Abgänge 1 102 0 1 102Stand 31.12.10 – 2 972 – 0 – 2 972Nettobuchwerte 31.12.11 1 397 27 1 424Nettobuchwerte 31.12.10 1 982 18 2 000davon Finanzleasing 0 0 0davon verpfändet 0 0 0Versicherungswerte 5 670Die Betriebssoftware beinhaltet die spezifischen Branchen- undBetriebsapplikationen der ganzen Gruppe sowie der nahestehendenOrganisationen. Das Spezialprogramm zur Bewirtschaftung derAdressen und Zahlungen der rund 1,5 Mio. Gönner (inkl. Familienmitglieder)wurde mit der Sonderabschreibung im Hinblick auf eineNeuanschaffung fast vollständig abgeschrieben.Nettobuchwerte 31.12.10 1 982 18 2 000Nettobuchwerte 31.12.09 919 0 919davon Finanzleasing 0 0 0davon verpfändet 0 0 0Versicherungswerte 4 9252010 wurden sämtliche Marken der Schweizer Paraplegiker-Gruppe und der nahestehenden Organisationen im Register fürgeistiges Eigentum auf den Namen der jeweiligen Gesellschaftregis triert.28Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


ANHANG11. Zweckgebundene Anlagen (Fondsvermögen)11.1 Berichtsjahr1 000 CHFAnfangsbestand01.01.11 Zugang Verwendung ErfolgEndbestand31.12.11Fondsvermögen von Dritten«Dr. Albert Rinderknecht»-Fonds 4 777 0 0 235 5 013«Heinrich Bührer»-Fonds 2 045 0 0 100 2 145«Heinz und Madeleine Oppenheimer»-Fonds 1 471 0 – 345 62 1 187«Hermann und Kornelia Winkler»-Fonds 494 0 – 49 23 468Zweckgebundene Forschungsgelder Art. 16 FG 865 1 817 – 2 182 1 501Fondsvermögen von NahestehendenFonds «Integration» 18 605 1 369 0 – 34 19 940Fonds «Gönnerunterstützung» 7 000 2 754 – 2 754 96 7 096Fondsvermögen von GruppeFonds «Ganzheitliche Rehabilitation» 0 40 360 – 2 177 256 38 439Fonds «Rehabilitation der Zukunft» 0 3 000 0 0 3 000Fonds «Rehabilitations- und Funktionsfähigkeitsforschung»0 1 230 0 0 1 230Fonds «Rettung» 0 2 500 0 0 2 500Fonds «Mobilität» 0 3 000 0 0 3 000Total 35 258 56 030 – 7 508 740 84 520Die Fonds, welche keinen Erfolg ausweisen, wurden erst zum Jahresendeerrichtet. Die zweckgebundenen Anlagen resp. Fonds vonGruppengesellschaften, nahestehenden Organisationen und Drittensind auf Seiten 18 bis 20 beschrieben.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 29


ANHANG11.2 Vorjahr1 000 CHFAnfangsbestand01.01.10 Zugang Verwendung ErfolgEndbestand31.12.10Fondsvermögen von Dritten«Dr. Albert Rinderknecht»-Fonds 4 906 0 0 – 129 4 777«Heinrich Bührer»-Fonds 2 100 0 0 – 55 2 045«Heinz und Madeleine Oppenheimer»-Fonds 1 579 0 – 75 – 34 1 471«Hermann und Kornelia Winkler»-Fonds 0 494 0 0 494Zweckgebundene Forschungsgelder Art. 16 FG 0 865 0 0 865Fondsvermögen von NahestehendenFonds «Integration» 17 234 1 264 0 108 18 605Fonds «Gönnerunterstützung» 0 7 000 0 0 7 000Total 25 819 9 623 – 75 – 110 35 25811.3 Aufteilung zweckgebundene Anlagen1 000 CHF 31.12.11 in % 31.12.10 in % BandbreitenCash, Call-Gelder 44 969 53 % 14 946 42 % 15–50 %Aktien Inland 3 009 4 % 724 2 % 0–15 %Aktien Ausland 4 529 5 % 2 739 8 % 0–5 %Obligationen CHF Inland 17 490 21 % 6 687 19 % 15–75 %Obligationen CHF Ausland 7 012 8 % 3 756 11 % 0–20 %Obligationen Ausland in Fremdwährungen 2 337 3 % 2 144 6 % 0–10 %Alternative Anlagen 4 997 6 % 4 083 12 % 0–3 %Indirekte Immobilien 179 0 % 178 1 % 0–3 %Total 84 520 100 % 35 258 100 %Das Rebalancing erfolgt in der Regel jeweils nach Quartalsabschluss.Alle Gruppengesellschaften sowie die nahestehendenOrganisationen verfügen über ihre eigenen Anlagereglemente.Die Bandbreiten beziehen sich auf die Vorgaben der Stiftung. DieHarmonisierung der Reglemente wird 2012 erfolgen.12. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Lieferanten 5 475 5 592Versicherungen und Krankenkassen 25 0Liegenschaftenverwaltungen 0 91Gemeinwesen 576 0Total 6 076 5 68330Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


ANHANG13. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten1 000 CHF 31.12.11 31.12.1014. Passive Rechnungsabgrenzungen1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Vorauszahlung Gönnerbeiträge fürFolgejahr 51 864 49 261Kundenvorauszahlungen, Patientendepots 1 826 579Pensionskassen und Ergänzungskasse 29 238Sonstige Verbindlichkeiten für Sozialaufwendungen1 377 244Mehrwertsteuer 294 258Dritte 25 1 222Total 55 415 51 801Die Zahlungseingänge für die Jahresmitgliedschaften 2012 in derGönner-Vereinigung stiegen um rund 2,2 % an. Die Jahresmitgliedschaftist auf das Kalenderjahr festgelegt.Unterstützungsleistungen 761 110Finanz- und Geschäftsbericht 255 265Revisionskosten 170 229Ferien-, Gleitzeit- und Überzeitguthaben 3 342 3 716Noch nicht ausbezahlte Löhne 497 317Sozialleistungen 21 0Sonstige nicht fakturierte Lieferungenund Leistungen 1 900 847Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1 436 1 573Total 8 382 7 05715. Kurzfristige Rückstellungen1 000 CHFDirektunterstützungenReorganisationJubiläumsfeiernRechtskostenund Sonstiges 2011 2010Stand 01.01. 2 791 765 80 270 3 907 8 675Erfolgsneutrale Auflösung 0 – 687 – 28 – 10 – 725 – 4 000Erfolgswirksame Auflösung 0 – 51 – 52 – 137 – 240 – 1 823Erfolgswirksame Bildung 716 1 150 0 826 2 692 1 056Umgliederung 0 – 28 0 28 0 0Stand 31.12. 3 507 1 150 0 976 5 633 3 907Bei den Direktunterstützungen wurden die noch nicht eingereichten,jedoch auf Unfallereignissen von 2011 basierten Unterstützungsanträgeneu berechnet. Die pendenten Unterstützungsgesuchesind unter den Kreditoren erfasst.Unter Reorganisationskosten wurden neue Rückstellungen fürdiverse Kosten im Rahmen der Projekte «KligeZu», «RedeZu» und«IP-KIS» gemacht, welche 2012 zum Abschluss kommen werdensowie, für die Umsetzungskosten im Zusammenhang mit den beschlossenenStrukturveränderungen. Die Neubildung betrifft Baukostenüberschreitungenbei der Hotel Herisau AG, Steuerrulingsowie Forderungen und Rechtskosten im Zusammenhang mit demgestoppten Projekt IDS.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 31


ANHANG16. Ertragssteuern17. Langfristige Finanzverbindlichkeiten1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Ertragssteuern Berichtsjahr 0 10Ausstehende Grundstückgewinnsteuer 227 0Total 227 10Die meisten Gruppengesellschaften und alle nahestehenden Organisationensind steuerbefreit. Orthotec AG und die SIRMED SchweizerInsitut für Rettungsmedizin AG sind gemeinnützige Aktiengesellschaften,werden zur Zeit aber noch ordentlich besteuert.Im Vorjahr bestanden noch Hypotheken der Amor AG Immobiliengesellschaft,welche durch den Verkauf der Liegenschaften zurückgeführtwurden.Nettoliquidität inkl. Fonds1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Flüssige Mittel 12 661 6 566Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 0 0Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 – 3 400Betriebliche Nettoliquidität 12 661 3 166Zweckgebundene Fonds 84 520 35 258Total Nettoliquidität 97 182 38 42418. Vorsorgeverpflichtung und VorsorgeaufwandDer wirtschaftliche Nutzen und die wirtschaftlichen Verpflichtungensowie der Vorsorgeaufwand gemäss Swiss GAAP FER 16 präsentierensich wie folgt:18.1 Berichtsjahr1 000 CHFÜber- /UnterdeckungWirtschaftlicher Anteil der OrganisationenVeränderung31.12.11 31.12.11 31.12.10Vorsorgeaufwand imPersonalaufwandBeiträge2011 31.12.11 31.12.10Patronale «Ergänzungskasse SPZ» 2 694 0 0 0 0 0 0Pensionskasse SPG 0 0 0 0 7 725 7 725 5 604Pensionskasse VSAO 0 0 0 0 388 388 433Vorsorgepläne mit Überdeckungen *) 0 0 0 0 8 113 8 113 6 037Pensionskasse Hotela (anteilig) 0 0 0 0 0 0 33Vorsorgepläne mit Unterdeckungen (anteilig) 0 0 0 0 0 0 33Vorsorgeeinrichtungen ohne eigene Aktiven 0 0 0 0 0 0 0Total 2 694 0 0 0 8 113 8 113 6 070*) Überdeckung über der WertschwankungsreserveDie PK SPG weist einen Deckungsgrad von ca. 103,6 % per Ende 2011aus. Es besteht kein Anrecht der Gruppe auf die Überdeckung vonca. 3,6 %. Es bestehen keine Arbeitgeberbeitragsreserven bei derPK SPG. Das Kontokorrent bei der PK SPG für die Äufnung derRückstellung «vorzeitige Pensionierung» weist ein Guthaben vonCHF 1 234 968 aus. Der Vorsorgeaufwand ist in vorstehender Tabelleausgewiesen.32Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


ANHANG18.2 Vorjahr1 000 CHFÜber- /Unterdeckung31.12.10 31.12.10 31.12.09Wirtschaftlicher Anteil der OrganisationenVeränderungVorsorgeaufwand imPersonalaufwandBeiträge2010 31.12.10 31.12.09Patronale «Ergänzungskasse SPZ» 2 763 0 0 0 0 0 0Pensionskasse SPG 0 0 0 0 5 604 5 604 5 155Pensionskasse VSAO 0 0 0 0 433 433 437Vorsorgepläne mit Überdeckungen *) 0 0 0 0 6 037 6 037 5 592Pensionskasse Hotela (anteilig) – 59 – 0 0 0 33 33 32Vorsorgepläne mit Unterdeckungen (anteilig) – 59 – 0 0 0 33 33 32Vorsorgeeinrichtungen ohne eigene Aktiven 0 0 0 0 0 0 0Total 2 704 – 0 0 0 6 070 6 070 5 624*) Überdeckung über der Wertschwankungsreserve19. Langfristige Rückstellungen1 000 CHFGönnerbeiträgeDauermitgliederTreueprämieSonstige langfristigeRückstellungen 2011 2010Stand 01.01. 17 108 1 006 1 500 19 614 24 493Erfolgsneutrale Auflösung 0 0 0 0 – 6 769Erfolgswirksame Auflösung – 791 – 11 0 – 802 – 646Erfolgsneutrale Bildung 1 714 0 0 1 714 2 673Erfolgswirksame Bildung 0 84 150 234 – 138Dekonsolidierung 0 0 – 1 500 – 1 500 0Stand 31.12. 18 032 1 079 150 19 260 19 614Die Gönner-Vereinigung gewährt lebenslange Mitgliedschaften. Diesewerden periodengerecht in den Büchern der Gönner-Vereinigungabgegrenzt. Die entsprechenden liquiden Mittel hat die Stiftungschon erhalten, darf diese aber noch nicht als Ertrag verbuchen. Daes sich um Vorauszahlungen aus Dauermitgliedschaften handelt,wurde diese Vorauszahlung den langfristigen Rückstellungen zugewiesen.20. Latente Steuerverbindlichkeiten1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Latente Steuerverbindlichkeiten 1 130 2 647Total 1 130 2 647Die Stiftung und einige Tochtergesellschaften sowie nahestehendeOrganisationen sind steuerbefreit. Die in Erläuterung 16 erwähntenGesellschaften werden ordentlich besteuert. Die latenten Steuerverbindlichkeitenaus zeitlichen Differenzen bei diesen Gesellschaftenbasieren auf unterschiedlichen Steuerbilanzwerten bei den Wertberichtigungenund Abschreibungen. Im Zusammenhang mit denAnlageliegenschaften entstehen latente Grundstückgewinnsteuerverpflichtungen,je nach kantonaler Steuergesetzgebung des Standortkantonsder entsprechenden Liegenschaften.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 33


ANHANG21. Fonds mit Zweckbindung21.1 Berichtsjahr1 000 CHFAnfangsbestand01.01.11 Zugang VerwendungEndbestand31.12.11Fonds von Dritten«Dr. Albert Rinderknecht»-Fonds 1 800 0 0 1 800«Heinrich Bührer»-Fonds 2 009 0 0 2 009«Heinz und Madeleine Oppenheimer»-Fonds 1 111 0 – 345 766«Hermann und Kornelia Winkler»-Fonds 494 0 – 49 445Zweckgebundene Forschungsgelder Art. 16 FG 865 1 817 – 2 182 500Subtotal 6 279 1 817 – 2 577 5 520Fonds von NahestehendenFonds «Integration» 18 605 1 335 0 19 940Fonds «Gönnerunterstützung» 7 000 2 754 – 2 754 7 000Subtotal 25 605 4 089 – 2 754 26 940Fonds von GruppeFonds «Rehabilitation der Zukunft» 0 3 000 0 3 000Fonds «Rehabilitations- und Funktionsfähigkeitsforschung» 0 1 230 0 1 230Subtotal 0 4 230 0 4 230Total 31 885 10 136 – 5 331 36 69021.2 Vorjahr1 000 CHFAnfangsbestand01.01.10 Zugang VerwendungEndbestand31.12.10Fonds von Dritten«Dr. Albert Rinderknecht»-Fonds 1 800 0 0 1 800«Heinrich Bührer»-Fonds 2 009 0 0 2 009«Heinz und Madeleine Oppenheimer»-Fonds 1 301 0 – 190 1 111«Hermann und Kornelia Winkler»-Fonds 0 494 0 494Zweckgebundene Forschungsgelder Art. 16 FG 0 2 632 – 1 767 865Subtotal 5 110 3 126 – 1 957 6 279Fonds von NahestehendenFonds «Integration» 17 234 1 371 0 18 605Fonds «Gönnerunterstützung» 0 7 000 0 7 000Subtotal 17 234 8 371 0 25 605Total 22 344 11 498 – 1 957 31 88534Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


ANHANGBetriebsrechnung22. Gönnerbeiträge, Spenden, Erbschaften und Legate1 000 CHF 2011 2010Gönner- und Vereinsbeiträge 64 993 63 667Spenden und Endowments 2 351 2 242Erbschaften und Legate 8 620 7 969Total 75 964 73 87824. Erträge aus Geldern der öffentlichen Hand1 000 CHF 2011 2010Ertrag für zweckgebundene Forschung 1 937 2 061Ertrag für sonstige Leistungen 2 635 2 642Total 4 572 4 703Die Erträge für sonstige Leistungen sind mehrheitlich Abgeltungendes Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) für die SchweizerParaplegiker-Vereinigung.23. Erträge aus Dienstleistungen und Handel1 000 CHF 2011 201025. Sonstige Erträge1 000 CHF 2011 2010Ertrag aus med., pfleg. und therap.Leistungen für Patienten 76 143 75 475Ärztliche Einzelleistungen 4 060 3 979Sonstige Spitaleinzelleistungen 11 724 9 958Sonstige Erträge aus Leistungen anPatienten 510 814Subtotal medizinische Leistungen 92 437 90 226Handelsumsätze mit Gönnerartikeln 54 168Dienstleistungen für orthopädischeProdukte 2 097 1 797Dienstleistungen für Reha-Technik 840 959Dienstleistungen für Inkontinenz-Handel 7 073 6 712Dienstleistung für Rollstuhlmechanik 4 129 4 494Subtotal Handelsumsätze 14 193 14 130Fahrzeugumbau 1 699 1 627Subtotal Fahrzeugumbau 1 699 1 627Ertrag Ausbildung und Seminare 2 174 1 888Ertrag Sozial, Rechts- und Lebensberatung 346 308Subtotal Ausbildung und Beratung 2 520 2 196Ertrag Rollstuhlsport Schweiz 49 29Ertrag für hindernisfreies Bauen 534 867Ertrag für Kultur und Freizeit 695 758Sonstiger Dienstleistungsertrag 6 0Subtotal Ertrag aus sonstigen Dienstleistungen1 285 1 653Total 112 133 109 832Ertrag aus Gastronomie 5 042 5 426Ertrag aus Hotellerie 1 536 1 800Ertrag aus Vermietungen 1 114 1 052Ertrag aus Parkhäusern 688 665Sonstige Erträge 1 646 3 458Total 10 026 12 402Im Vorjahr waren unter den sonstigen Erträgen diverse Konti zugewiesen,welche im neuen Gruppenkontenplan in eine andere Gruppefallen.26. Erlösminderungen1 000 CHF 2011 2010Skonti, Rabatte und Spesen aus demZahlungsverkehr 98 32Rundungs- und Zahlungsdifferenzen 1 – 30Debitorenverluste und Inkassospesen 95 55Bildung/Auflösung Delkredere – 131 46Total 63 102Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 35


ANHANG27. Unterstützungsleistungen und Gönnerzuwendungen1 000 CHF 2011 201029. Personalaufwand1 000 CHF 2011 2010Direktunterstützungen im BereichSolidarität an Querschnittgelähmte 3 444 6 459Direktunterstützungen InstitutionenSolidarität 441 0Subtotal Direktunterstützungen imBereich Solidarität 3 886 6 459Direktunterstützungen im Bereich Medizin – 32 – 102Subtotal Direktunterstützungen imBereich Medizin – 32 – 102Direktunterstützungen für Sport 1 793 1 554Direktunterstützungen für Mobilität 2 232 2 718Direktunterstützungen für Wohnen 850 1 937Direktunterstützungen für Ferien undFreizeit 763 946Direktuntersützungen für Ausbildungenund Soziales 1 094 20Sonst. Direktunterstützungen Integrationund lebenslange Begleitung 874 826Subtotal Direktunterstützungen imBereich Integration und lebenslangeBegleitung 7 607 8 001Direktunterstützungen im Bereich Forschung1 1 528Direktunterstützungen an InstitutionenForschung 759 0Subtotal Direktunterstützungen imBereich Forschung 760 1 528Auflösung Rückstellung 0 – 4 000Total 12 221 11 88528. Waren- und Dienstleistungsaufwand1 000 CHF 2011 2010Lohnaufwand 87 191 84 623Sozialversicherungsaufwand 7 571 7 105Beruflicher Vorsorgeaufwand 8 113 6 070Temporärpersonalaufwand 155 589Sonstiger Personalaufwand 1 914 2 032Total 104 943 100 420Durchschnittliche Anzahl Beschäftigter 1 015.0 966.2Durchschnittlicher Personalaufwand 103 104Beschäftigte nach Bereichen(Vollzeitäquivalente) 31.12.11 31.12.10Bereich Solidarität 33.9 31.3Bereich Medizin und Prävention 852.7 824.3Bereich Integration und lebenslangeBegleitung 90.8 96.6Bereich Forschung 52.9 50.6Total 1 030.3 1 002.8Beschäftigte nach Funktionen(Vollzeitäquivalente) 31.12.11 31.12.10Ärzte und Forschung 122.7 120.5Pflege 315.5 311.2Administration 245.7 245.2Hausdienst 135.0 131.3Technische Dienste 54.8 50.2Medizinisches technisches Personal 39.5 41.0Medizinisches therapeutisches Personal 97.9 90.4Sozialdienste 11.6 7.4Ausbildner 7.5 5.5Total 1 030.3 1 002.8davon Lernende, Praktikanten intern 106.7 109.2Warenaufwand Shops 23 132Warenaufwand medizinischer Bedarf 12 569 14 576Sonstiger Warenaufwand, Orthopädieund Fahrzeugtechnik 3 863 702Warenaufwand Hotellerie und Restaurant 2 971 2 944Subtotal Wareneinkauf 19 426 18 354Bestandesveränderung – 53 – 70Subtotal Warenaufwand 19 373 18 284Medizinische Dienstleistungen 2 230 1 852Sonstige Dienstleistungen 685 493Subtotal Dienstleistungsaufwand 2 914 2 345Total 22 287 20 629Mitarbeitende(Anzahl Personen) 31.12.11 31.12.10Ärzte und Forschung 147 143Pflege 413 432Administration 330 327Hausdienst 179 175Technische Dienste 62 58Medizinisches technisches Personal 52 57Medizinisches therapeutisches Personal 134 129Sozialdienste 18 14Ausbildner 9 7Total 1 344 1 342davon Lernende, Praktikanten intern 115.0 120.036Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


ANHANG30. Betriebs- und Unterhaltsaufwand1 000 CHF 2011 201033. Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Fundraising1 000 CHF 2011 2010Haushaltsaufwand 1 907 1 733Unterhalt und Reparaturen 1 786 1 770Aufwand für Kleinanschaffungen 1 374 1 810Fahrzeugaufwand inkl. Versicherungen 237 203Energie-, Wasser- und Entsorgungsaufwand2 065 2 106Total 7 369 7 62231. Raumaufwand1 000 CHF 2011 2010Publikation Paraplegie und Versandaufwand1 283 1 132Sonstige Publikationen und Versandaufwand17 32Messe-, Ausstellungs- und Standaktionen 30 37Sponsoring, Events, Veranstaltungen 555 535Werbemittelproduktionsaufwand 2 978 3 200Jubiläen, Ehrungen und Tag deroffenen Tür 190 0Reise- und Repräsentationsaufwand 740 920Marketing- und Kommunikationsaufwand 3 246 3 162Aufwand für Fundraising 1 003 660Total 10 041 9 679Mietaufwand Immobilien 412 604Reinigungsaufwand 835 787Technischer Unterhaltsaufwand 805 1 018Nebenkosten 16 5Total 2 068 2 41532. Verwaltungs- und IT-Aufwand1 000 CHF 2011 2010Büromaterial, Drucksachen, Fotokopien,Fachliteratur 1 193 1 385Kommunikationsaufwand (Telefon, Fax,Internet, Porti) 676 773Beratungsaufwand für IDS 0 4 444Beratungsaufwand 1 708 1 110Revisionsaufwand 223 380Informatikaufwand 2 599 1 953Versicherungsaufwand 539 514Beiträge, Spenden, Gebühren und Steuern 535 402Aufwand für Organe und öffentlicheRechnungslegung 226 26Total 7 700 10 98734. Sonstige betriebliche Aufwendungen1 000 CHF 2011 2010Sonstiger patientenbezogener Aufwand 634 867Sonstiger Aufwand für Spital 86 366Sonstiger und ausserordentlicher Betriebsaufwand1 096 138Periodenfremder Aufwand 597 0Total 2 413 1 371Der sonstige und ausserordentliche Betriebsaufwand beinhaltetReorganisationsrückstellungen von rund CHF 1 Mio. beim SchweizerParaplegiker-Zentrum AG und der Schweizer Paraplegiker-Stiftung.Unter dem periodenfremden Aufwand sind Rückstellungen bei derSchweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil AG für IDS und pendenteRechtsfälle verbucht.35. Sonstige betriebliche Erträge1 000 CHF 2011 2010Gewinn aus Verkauf Sachanlagen 10 21Sonstige betriebliche Erträge 312 1 422Sonstige periodenfremde Erträge 2 428 0Total 2 750 1 443Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 37


ANHANGUnter den sonstigen periodenfremden Erträgen sind die Rückvergütungder Pensionskassen-Abgrenzung für vorzeitige Pensionierungvon ca. CHF 1.7 Mio. und sonstige Auflösungen von nichtbenötigten Rückstellungen verbucht.Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich 2010 aus der Auflösungnicht benötigter Rückstellungen bei der Schweizer Paraplegiker-Stiftungim Umfang von rund CHF 0.81 Mio. (siehe ErläuterungNr. 33, Seite 63) und der Auflösung diverser Abgrenzungenvon CHF 0.61 Mio. bei der Schweizerischen Paraplegiker-ZentrumNottwil AG zusammen.36. Abschreibungen1 000 CHF 2011 2010Abschreibungen von Sachanlagen 20 874 20 197Abschreibungen von immateriellenAnlagen 1 446 605Total 22 319 20 80237. Finanzerfolg38. Erfolg Anlageimmobilien1 000 CHF 2011 2010Personalaufwand (Hauswarte) 8 40Verwaltungsaufwand 474 423Unterhaltsaufwand 684 702Finanzaufwand 31 22Versicherungen und Abgaben 96 138Debitorenverluste und Inkassospesen 0 3Steueraufwand 34 4Impairmentaufwand 1 524 2 841Total Aufwand 2 850 4 172Mietzinsertrag 664 3 143Gewinn aus Verkauf 1 538 0Impairmentertrag 1 769 0Finanzertrag 2 0Total Ertrag 3 973 3 143Total 1 123 – 1 029Bei einem Anlagewert von rund CHF 28 Mio. beträgt die Bruttorenditedes durchschnittlich investierten Kapitals per Ende 20118,8 % (Vorjahr 5,3 %).1 000 CHF 2011 2010Bank- und Darlehenszinsaufwand 15 234Kontospesen und Kommissionen 48 6Kursverluste und Wertberichtigungen 683 869Total Finanzaufwand 747 1 109Zinsertrag, Dividenden 308 790Kursgewinne und Wertberichtigungen 495 329Sonstiger Finanzertrag 0 0Total Finanzertrag 803 1 119Total 56 10Der Finanzerfolg der zweckgebundenen Fonds ist in der ErläuterungNr. 40 und Nr. 41 festgehalten.39. Steueraufwand1 000 CHF 2011 2010Ertragssteuern 409 38Bildung von latenten Steuern 69 88Auflösung von latenten Steuern – 670 – 356Total – 192 – 230Die Ertragssteuer beinhaltet die geschuldete Grundstückgewinnsteuerfür die verkauften Liegenschaften der Schweizer Paraplegiker-Stiftungvon CHF 0.32 Mio. Die latenten Steuern wurden dementsprechendangepasst.38Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


ANHANG40. Fondsergebnis40.1 Zweckgebundene Fonds Dritte1 000 CHF 2011 201040.3 Erarbeitetes, gebundenes Kapital Fonds Gruppe1 000 CHF 2011 2010«Dr. Albert Rinderknecht»-Fonds– Ertrag 393 43– Aufwand – 157 – 172«Heinrich Bührer»-Fonds– Ertrag 167 18– Aufwand – 67 – 73«Heinz und Madeleine Oppenheimer»-Fonds– Ertrag 109 13– Aufwand – 48 – 47– Entnahme 345 75«Hermann und Kornelia Winkler»-Fonds– Ertrag 39 0– Aufwand – 16 0– Entnahme 49 0Zweckgebundene ForschungsgelderArt. 16 FG– Ertrag 1 5– Entnahme 2 182 2 618– Zuweisung – 1 817 – 1 767Total 1 181 71440.2 Erarbeitetes, gebundenes Kapital FondsNahestehendeFonds «Rehabilitation der Zukunft»– Zuweisung – 3 000 0Fonds «Rehabilitations- und Funktionsfähigkeitsforschung»– Zuweisung – 1 230 0Total – 4 230 041. Zuweisung/Entnahme an OrganisationskapitalStiftung1 000 CHF 2011 2010Erarbeitetes, gebundenes KapitalFonds «Ganzheitliche Rehabilitation»– Ertrag 379 0– Aufwand – 123 0– Entnahme 2 177 0– Zuweisung – 12 950 – 12 000Total – 10 517 – 12 000Die Zuweisung wurde vom Stiftungsrat anlässlich seiner Sitzungvom 28. März 2012 genehmigt.1 000 CHF 2011 2010Fonds «Gönnerunterstützung»– Ertrag 194 0– Aufwand – 98 0– Entnahme 2 754 0– Zuweisung – 2 754 – 500Fonds «Integration»– Ertrag 0 110– Aufwand – 34 – 2– Zuweisung – 1 490 – 1 229Total – 1 429 – 1 621Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 39


ANHANG42. Aufwand gemäss Swiss GAAP FER 211 000 CHF 2011 201044. Eventualverpflichtungen1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Projektaufwand(Gruppengesellschaften und Nahestehende)Direkte Unterstützungsleistungen 12 221 11 885Waren- und Dienstleistungsaufwand 22 221 20 568Personalaufwand 100 260 95 188Betriebs- und Unterhaltsaufwand 6 880 7 352Raumaufwand 1 978 2 317Verwaltungs- und IT-Aufwand 4 884 8 925Öffentlichkeitsarbeit, Marketing undFundraising 1 251 1 700Sonstige betriebliche Aufwendungen undErträge – 337 – 72Abschreibungen 22 319 20 802Subtotal Projektaufwand 171 676 168 666Administrativer Aufwand *(Schweizer Paraplegiker-Stiftung)Waren- und Dienstleistungsaufwand 67 62Personalaufwand 4 683 5 232Betriebs- und Unterhaltsaufwand 489 270Raumaufwand inkl. Betriebsgebäude 89 98Verwaltungs- und IT-Aufwand 2 816 2 062Öffentlichkeitsarbeit, Marketing undFundraising 8 790 7 978Subtotal administrativer Aufwand 16 935 15 702Garantien und Bürgschaften 2 000 8 439Weitere Eventualverpflichtungen 41 293 42 519Mietverpflichtungen unter 1 Jahr 9 232 9 149Mietverpflichtungen über 1 Jahr 36 0Die Garantien und Bürgschaften betreffen eine Bürgschaft derSchweizer Paraplegiker-Stiftung gegenüber der acrevis Bank AG,St. Gallen.Unter den weiteren Eventualverpflichtungen ist der Leistungsvertragder Schweizer Paraplegiker-Stiftung gegenüber der SchweizerParaplegiker-Vereinigung im Umfang von CHF 38.1 Mio. (VorjahrCHF 38.8 Mio.) berücksichtigt. Dieser führt zu Beitragsverpflichtungenbis 31. Dezember 2015. Es besteht ferner eine IRS (InterestRate Swap) Übernahmevereinbarung mit der Aargauer Kantonalbanküber CHF 8.65 Mio. im Zusammenhang mit dem Kauf desHotels Sempachersee.Bei den Garantien und Bürgschaften 2010 handelt es sich umEventualverpflichtungen gegenüber der Firma AMTS in Luzern.45. Pfandrechte1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Total Betriebsaufwand 188 611 184 367*ohne Spinal Cord Injury Research (Labor)Die administrativen Kosten von rund CHF 17 Mio. im Vergleich zumgesamten Betriebsaufwand von CHF 188.6 Mio. betragen 9 % (Vorjahr8,5 %). Der Leistungsbericht nach Swiss GAAP FER 21 ist in denLeistungskennzahlen (Seite 4 und 5) sowie im separaten Geschäftsberichtfestgehalten.43. Offene KreditlimitenInsgesamt bestehen bei vier Banken offene, nicht beanspruchteKreditlimiten im Gesamtbetrag von CHF 91 Mio.Mit Pfandrecht belastete Bankguthaben 0 99Mit Pfandrecht belastete Liegenschaften 0 9 680Total 0 9 77946. Offene derivative FinanzinstrumenteZur Absicherung von Währungsrisiken werden bei der Orthotec AGderivative Finanzinstrumente eingesetzt. Für Kursabsicherungenvon zukünftigen Wareneinkäufen in EURO besteht ein Devisenterminkontraktbis 31.08.2012. Der positive/negative Wiederbeschaffungswertdieses Geschäfts beträgt per 31.12.2011 CHF 26 582.Dieses Devisengeschäft wird nicht in der Bilanz erfasst, weil es sichum eine Absicherung eines zukünftigen Cashflows handelt.40Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


ANHANG47. Operatives Leasing51. Risikobeurteilung1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Verpflichtungen– fällig bis zu einem Jahr 120 256– fällig über einem Jahr 120 611Total Leasingverpflichtungen 240 867Total Leasingaufwand des Jahres 265 249Beim operativen Leasing handelt es sich ausschliesslich um Fotokopiergeräteund Netzwerkdrucker für die ganze Gruppe.Der Stiftungsrat hat eine erneute Risikobeurteilung vorgenommen.Der Risikobeurteilungsprozess soll die frühzeitige Erkennung undBeurteilung von Risiken sowie die Ergreifung von entsprechendenMassnahmen ermöglichen. Die systematisch erfassten, analysiertenund bewerteten Risiken sowie die daraus resultierenden Massnahmenund Kontrollen werden in einer Risikobeurteilung zusammengefasstund jährlich vom Stiftungsrat beurteilt.Das IKS (Interne Kontrollsystem) bei der Schweizer Paraplegiker-Stiftungwurde überprüft. Der Stiftungsrat nahm vom Prüfbericht Kenntnis.Es mussten keine Korrekturmassnahmen eingeleitet werden.48. Stiftungsprofessur1 000 CHF 31.12.11 31.12.10Stiftungsprofessur Universität Luzern«Health Science and Health Policy» 5 400 5 850Total 5 400 5 850Hier handelt es sich um die Verpflichtung aus dem Vertrag zwischender Stiftung Uni Luzern, Uni Luzern sowie der Schweizer Paraplegiker-Stiftungvom 03.11.2008 mit einer jährlichen Pauschale vonCHF 0.45 Mio. bis 2023.Das IKS wird unterstützt durch das QM-System der Schweizer Paraplegiker-Gruppe,welches insbesondere die Prozesse der Mitteleingängeund -verwendungen reguliert und reglementiert.52. Ereignisse nach dem BilanzstichtagZwischen dem Bilanzstichtag und dem Datum der Veröffentlichungdieses Jahresabschlusses sind keine Ereignisse im Aussenverhältnisder Gruppe eingetreten, welche einen wesentlichen Einfluss auf dieJahresrechnung 2011 haben könnten. Strukturveränderungen sindauf Seite 14 festgehalten.49. Transaktionen mit nahestehenden PersonenUnter nahestehende Personen (juristischen wie auch natürlichen)sind alle dem Konsolidierungskreis zugehörenden Organisationeneingeschlossen. Die Vereine ParaHelp, Schweizer Paraplegiker-Vereinigungund die Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung sind im Konsolidierungskreis eingeschlossen, und die Transaktionensind entsprechend konsolidiert worden.Die Stiftung St. Margrethenkapelle Nottwil wurde mit der Direktübernahmedes laufenden Gehalts für den Sigrist sowie einem Unterhaltsbeitragvon CHF 2 500 unterstützt (Vorjahr CHF 2 200).Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung hat per 01.02.2012 die Liegenschaftsowie die Betriebsgesellschaft der Hotel Sempachersee AGin Nottwil gekauft.53. Genehmigung der konsolidierten JahresrechnungDer Stiftungsrat hat die vorliegende, vertrauliche konsolidierte Jahresrechnunganlässlich seiner Sitzung vom 25. April 2012 genehmigtund zur Abgabe an die Eidgenössische Stiftungsaufsicht, Bern,freigegeben. Der Stiftungsrat beantragt an die Eidgenössische Stiftungsaufsicht,die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zugenehmigen.50. Entschädigungen an Mitglieder der leitenden OrganeDie Entschädigungen an Stiftungsrat, Geschäftsleitung und nahestehendePersonen sind im separaten Nonprofit Governance Bericht2011 offengelegt.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe 41


REVISIONSSTELLEBericht der RevisionsstelleBericht der Revisionsstelle zur konsolidiertenJahresrechnung 2011 an den Stiftungsrat der SchweizerParaplegiker-Stiftung, NottwilAls Revisionsstelle haben wir die konsolidierte Jahresrechnung derSchweizer Paraplegiker-Stiftung und nahestehender Organisationen,bestehend aus konsolidierter Bilanz, konsolidierter Betriebsrechnung,konsolidierter Geldflussrechnung, Rechnung über die konsolidierteVeränderung des Kapitals und Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung(Seiten 8 bis 41) für das am 31. Dezember 2011 abgeschlosseneGeschäftsjahr geprüft. In Übereinstimmung mit den Swiss GAAP FER21 unterliegen die Angaben im Leistungsbericht (LeistungskennzahlenSeiten 4 und 5 sowie separater Jahresbericht) nicht der ordentlichenPrüfpflicht der Revisionsstelle.berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für dieAufstellung der konsolidierten Jahresrechnung von Bedeutung ist, umdie den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen,nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internenKontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilungder Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden,der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eineWürdigung der Gesamtdarstellung der konsolidierten Jahresrechnung.Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweiseeine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteilbilden.PrüfungsurteilNach unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnungfür das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr ein dentatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER 21und entspricht dem schweizerischen Gesetz und der Stiftungsurkunde.Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher VorschriftenVerantwortung des StiftungsratesDer Stiftungsrat ist für die Aufstellung der konsolidierten Jahresrechnungin Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER 21, den gesetzlichenVorschriften und der Stiftungsurkunde verantwortlich. Diese Verantwortungbeinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltungeines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellungeiner konsolidierten Jahresrechnung, die frei von wesentlichenfalschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüberhinaus ist der Stiftungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässerRechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessenerSchätzungen verantwortlich.Verantwortung der RevisionsstelleUnsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteilüber die konsolidierte Jahresrechnung abzugeben. Wir habenunsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetzund den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesenStandards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen,dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die konsolidierte Jahresrechnungfrei von wesentlichen falschen Angaben ist.Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassunggemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit(Art. 83b Abs. 3 ZGB in Verbindung mit Art. 728 OR) erfüllen und keinemit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.In Übereinstimmung mit Art. 83b Abs. 3 ZGB in Verbindung mit Art.728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Stiftungsrates ausgestaltetesinternes Kontrollsystem für die Aufstellung der konsolidiertenJahresrechnung existiert.Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zugenehmigen.Luzern, 25. April 2012PricewaterhouseCoopers AGEine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungenzur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der konsolidiertenJahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben.Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessendes Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicherfalscher Angaben in der konsolidierten Jahresrechnung als Folgevon Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser RisikenNorbert KühnisRevisionsexperteLeitender RevisorBarbara MeboldRevisionsexpertin42Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


FINANZENFinanzbericht derSchweizer Paraplegiker-StiftungStabile ErtragslageDie Gönnerbeiträge und Spenden von der Gönner-Vereinigungstiegen um CHF 1.4 Mio. (+ 2,1 %) an, direkt erhaltene Erbschaftenstiegen um CHF 0.3 Mio. (+ 3,6 %) an.Durch den Wegfall von Sondereffekten gegenüber 2010 sanken diegruppeninternen sonstigen Erträge um 9,5 %. Insgesamt stiegendie Gesamterträge um CHF 0.7 Mio. (+ 0,8 %) an.Erhöhte indirekte UnterstützungsleistungenDie Leistungsausweitung durch die Organisation der SchweizerParaplegiker-Gruppe führte 2011 zu einem markanten Anstieg derBetriebsbeiträge von rund CHF 4.1 Mio. Die direkten Unterstützungsleistungenfür verunfallte GöV-Mitglieder sanken im gleichenZeitraum um CHF 1.3 Mio., sodass die gesamten Unterstützungsleistungenum rund CHF 2.8 Mio. stiegen. Sie waren um rundCHF 1.1 Mio. höher als die Steigerung der Gönnerbeiträge, Spendenund Erbschaften.Einmalige Mehrkosten, erhöhte Fundraising- und MarketingaktivitätenDie einmaligen Mehrkosten in den Bereichen Verwaltung für diverseProjekte wie Führungsorganisation, Übernahme Hotel SempacherseeAG, Mehrwertsteuer, Steuerrulings sowie Masterplanung CampusNottwil führten zu einer Erhöhung der Verwaltungskosten vonrund CHF 0.7 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Diese Mehrkosten konntendurch Einsparungen im Bereich Personalaufwand (– CHF 0.6 Mio.)teilweise kompensiert werden.Aufgrund von Nutzungsänderungen und den dazu notwendigen Umbautenmussten Zusatzabschreibungen auf nicht voll abgeschriebeneInnenausbauten und Installationen von rund CHF 1 Mio. vorgenommenwerden. Zudem wurde die Betriebssoftware «Contacts»im Hinblick auf die Neubeschaffung vollständig mit CHF 0.6 Mio.abgeschrieben.Die Marketing- und Fundraisingaktivitäten wurden 2011 ausgeweitet,sodass die Kosten um CHF 0.8 Mio. gegenüber dem Vorjahrstiegen.Betriebsergebnis schwächerAufgrund des Kostendruckes, der nicht vollständig über Mehrerträgeaufgefangen werden konnte und der durch die Einmalkosten inden Betriebskosten verstärkt wurde, sank das Betriebsergebnis von15,8 % auf 10,8 %, ein Niveau, das in den nächsten Jahren schwerzu halten sein wird.Hohe Zunahme des UmlaufsvermögensHohe Erbschaftseröffnungen zugunsten der Stiftung im 4. Quartal2011 verdoppelten (+ CHF 3 Mio.) die aktiven Rechnungsabgrenzungen.Umschichtungen im AnlagevermögenDie Äufnung der zweckgebundenen Anlagen als Gegenpol zum erarbeiteten,gebundenen Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation» konntedurch den Verkauf von Anlageliegenschaften und der BeteiligungHotel Herisau AG sprunghaft verbessert werden.Hohe Zuweisung und erstmalige Entnahme Fonds «GanzheitlicheRehabilitation»Dem Fonds konnten CHF 12.9 Mio. zugewiesen werden. Für die laufendenstrategischen Projekte, insbesondere für «Rehabilitation derZukunft», wurden CHF 2.2 Mio. aus dem Fonds finanziert.Ausblick 2012Grösste Herausforderung in den nächsten Jahren wird die Steigerungder Erträge sein, damit die angestrebten Leistungsvereinbarungenund -verdichtungen zugunsten der Querschnittgelähmtennachhaltig finanziert werden können. Dies hindert uns nicht daran,Kostenstrukturen kritisch zu hinterfragen und das Kostenwachstumdurch Effizienzsteigerungen einzudämmen.Pius BernetLeiter Finanzen & ControllingSchweizer Paraplegiker-GruppeFinanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung 43


FINANZENBilanzCHF Erläuterung 31.12.11 % 31.12.10 %AktivenFlüssige Mittel 1 3 170 378 0.9 1 107 003 0.3Kurzfristige Finanzanlagen 2 686 028 0.2 326 605 0.1Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3 1 008 610 0.3 175 557 0.1Sonstige Forderungen 4 1 736 414 0.5 693 225 0.2Warenvorräte 5 56 500 0.0 100 000 0.0Aktive Rechnungsabgrenzungen 6 5 699 760 1.6 2 587 765 0.8Total Umlaufvermögen 12 357 689 3.4 4 990 155 1.4Finanzanlagen und Beteiligungen 7 50 934 528 14.1 55 352 169 16.1Anlageimmobilien 8 27 229 000 7.5 39 733 948 11.5Sachanlagen 9 224 562 278 62.0 234 559 655 68.2Immaterielle Anlagen 10 66 170 0.0 747 583 0.2Zweckgebundene Anlagen (Fondsvermögen) 11 47 252 662 13.0 8 787 385 2.6Total Anlagevermögen 350 044 637 96.6 339 180 741 98.6Total Aktiven 362 402 327 100.0 344 170 895 100.0PassivenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 1 752 366 0.5 4 331 864 1.3Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 13 53 344 786 14.7 52 137 050 15.1Passive Rechnungsabgrenzungen 14 2 324 503 0.6 747 166 0.2Kurzfristige Rückstellungen 15 3 997 000 1.1 2 963 250 0.9Rückstellungen für Grundstückgewinnsteuer 224 000 0.1 0 0.0Total kurzfristiges Fremdkapital 61 642 656 17.0 60 179 331 17.5Langfristige Finanzverbindlichkeiten 16 9 000 000 2.5 3 000 000 0.9Langfristige Rückstellungen 19 18 110 129 5.0 17 138 718 5.0Latente Steuerverbindlichkeiten 20 314 290 0.1 915 325 0.3Total langfristiges Fremdkapital 27 424 419 7.6 21 054 043 6.1Total Fremdkapital 89 067 075 24.6 81 233 374 23.6Total zweckgebundene Fonds 21 5 019 833 1.4 5 414 483 1.6Einbezahltes Stiftungskapital S. 47 10 000 0.0 10 000 0.0Neubewertungsreserven S. 47 14 782 367 4.1 18 223 367 5.3Erarbeitetes, freies Kapital S. 47 206 580 671 57.0 202 788 054 58.9Erarbeitetes, gebundenes Kapital Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation» S. 47 46 923 051 12.9 36 150 000 10.5Jahresergebnis 19 330 0.0 351 617 0.1Total Organisationskapital 268 315 418 74.0 257 523 038 74.8Total Passiven 362 402 327 100.0 344 170 895 100.0Die Darstellung 2010 wurde an den neuen Gruppenkontenplan 2011 angepasst.Die Zahlen wurden auf Rappen genau erfasst, aber nicht gezeigt. Deshalb können Additionsdifferenzen entstehen.44Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung


FINANZENBetriebsrechnungCHF Erläuterung 2011 % 2010 %ErtragGönnerbeiträge, Spenden, Erbschaften und Legate 22 75 377 293 87.3 73 665 975 86.0Ertrag aus Dienstleistungen und Handel 23 318 487 0.4 194 298 0.2Sonstige Erträge 24 10 658 632 12.3 11 778 725 13.8Erlösminderungen – 236 – 0.0 – 800 – 0.0Total Ertrag 86 354 177 100.0 85 638 199 100.0BetriebsaufwandUnterstützungsleistungen und Gönnerzuwendungen 25 – 41 441 169 – 48.0 – 39 020 168 – 45.6Waren- und Dienstleistungsaufwand 26 – 181 748 – 0.2 – 61 862 – 0.1Personalaufwand 27 – 5 235 041 – 6.1 – 5 827 693 – 6.8Betriebs- und Unterhaltsaufwand 28 – 517 913 – 0.6 – 304 470 – 0.4Raumaufwand 29 – 131 938 – 0.2 – 262 144 – 0.3Verwaltungs- und IT-Aufwand 30 – 2 822 416 – 3.3 – 2 066 808 – 2.4Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Fundraising 31 – 8 793 772 – 10.2 – 7 991 874 – 9.3Sonstige betriebliche Aufwendungen 32 – 132 816 – 0.2 – 298 503 – 0.3Sonstige betriebliche Erträge 33 1 053 582 1.2 818 933 1.0Abschreibungen 34 – 18 807 702 – 21.8 – 17 061 179 – 19.9Total Betriebsaufwand – 77 010 933 – 89.2 – 72 075 768 – 84.2Betriebsergebnis 9 343 244 10.8 13 562 430 15.8Finanzerfolg 35 – 521 694 – 0.6 – 836 166 – 1.0Erfolg aus Anlageimmobilien 36 616 363 0.7 – 435 077 – 0.5Steuererfolg 37 283 050 0.3 202 476 0.2Jahresergebnis vor Fondsergebnis 9 720 963 11.3 12 493 664 14.6Fondsergebnis 38 815 121 0.9 – 142 047 – 0.2Jahresergebnis vor Zuweisung/Entnahme an Organisationskapital 10 536 084 12.2 12 351 617 14.4Zuweisung/Entnahme an Organisationskapital 39 – 10 516 754 – 12.2 – 12 000 000 – 14.0Jahresergebnis 19 330 0.0 351 617 0.4Die Darstellung 2010 wurde an den neuen Gruppenkontenplan 2011 angepasst.Die Zahlen wurden auf Rappen genau erfasst, aber nicht gezeigt. Deshalb können Additionsdifferenzen entstehen.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung 45


FINANZENGeldflussrechnungCHF Erläuterung 2011 2010(Indirekte Methode mit Fonds flüssige Mittel)Geldfluss aus BetriebstätigkeitJahresergebnis vor Fondsergebnis 9 720 963 12 493 664Zunahme/Abnahme Wertberichtigungen auf Finanzanlagen und Beteiligungen 7 – 299 675 1 334 325Zunahme/Abnahme Wertberichtigung auf Anlageimmobilien 1 495 332 1 167 853Gewinn/Verlust aus Anlageabgängen – 370 – 7 136Abschreibungen auf Sachanlagen 9, 34 17 976 673 17 030 460Abschreibungen auf immateriellen Anlagen 10, 34 831 029 30 719Zunahme/Abnahme von Rückstellungen 15, 19 2 005 161 – 5 208 432Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 – 833 053 623 405Veränderung Warenvorräte 5 43 500 – 87 098Veränderung sonstiges Umlaufvermögen 2, 4, 6 – 4 514 606 – 2 129 214Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 – 2 579 498 – 13 449 288Veränderung sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, Grundstückgewinnsteuer und passiveRechnungsabgrenzungen 13, 14 3 009 073 431 591Veränderung latente Steuern 20 – 601 035 – 202 476Geldfluss aus Betriebstätigkeit (Operativer Cashflow) 26 253 492 12 028 373Geldfluss aus InvestitionstätigkeitGewinn/Verlust aus Anlageabgängen 370 7 136Investitionen von Finanzanlagen und Beteiligungen 7 – 6 465 095 – 3 410 383Devestitionen von Finanzanlagen und Beteiligungen 7 11 182 411 433 710Investitionen in Anlageimmobilien 8 – 905 384 0Devestitionen von Anlageimmobilien 8 11 915 000 450 000Investitionen in Sachanlagen 9 – 7 979 295 – 7 015 636Devestitionen in Sachanlagen 9 0 1 027 101Investitionen in immaterielle Anlagen 10 – 149 617 – 661 667Investitionen in zweckgebundene Anlagen 11 – 37 788 509 – 344 404Geldfluss aus Investitionstätigkeit – 30 190 117 – 9 514 143Free Cashflow – 3 936 625 2 514 230Geldfluss aus FinanzierungstätigkeitZunahme/Abnahme Finanzverbindlichkeiten kurzfristig 0 – 10 000 000Zunahme/Abnahme Finanzverbindlichkeiten langfristig 16 6 000 000 3 000 000Zunahme/Abnahme Fonds mit Zweckbindung 20 0 303 438Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 6 000 000 – 6 696 562Veränderung flüssige Mittel 2 063 375 – 4 182 332Bestand flüssige Mittel am 01.01. 1 107 003 5 289 335Bestand flüssige Mittel am 31.12. 3 170 378 1 107 003Veränderung flüssige Mittel 2 063 375 – 4 182 332Die Darstellung 2010 wurde an den neuen Gruppenkontenplan 2011 angepasst.Die Zahlen wurden auf Rappen genau erfasst, aber nicht gezeigt. Deshalb können Additionsdifferenzen entstehen.46Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung


FINANZENRechnung über die Veränderung des KapitalsBerichtsjahrCHFAnfangsbestand01.01.11 Zuweisung VerwendungEndbestand31.12.11Mittel aus EigenfinanzierungEinbezahltes Stiftungskapital 10 000 0 0 10 000Neubewertungsreserven 18 223 367 – 3 441 000 0 14 782 367Erarbeitetes, freies Kapital 202 788 054 3 792 617 0 206 580 671Erarbeitetes, gebundenes Kapital Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation» 36 150 000 12 950 000 – 2 176 949 46 923 051Jahresergebnis 351 617 – 332 287 0 19 330Total Organisationskapital 257 523 038 12 969 330 – 2 176 949 268 315 418Die Zahlen wurden auf Rappen genau erfasst, aber nicht gezeigt. Deshalb können Additionsdifferenzen entstehen.VorjahrCHFAnfangsbestand01.01.10 Zuweisung VerwendungEndbestand31.12.10Mittel aus EigenfinanzierungEinbezahltes Stiftungskapital 10 000 0 0 10 000Neubewertungsreserven 18 223 367 0 0 18 223 367Erarbeitetes, freies Kapital 201 871 406 916 648 0 202 788 054Erarbeitetes, gebundenes Kapital Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation» 24 150 000 12 000 000 0 36 150 000Jahresergebnis 916 648 – 565 031 0 351 617Total Organisationskapital 245 171 421 12 351 617 0 257 523 038Die Zahlen wurden auf Rappen genau erfasst, aber nicht gezeigt. Deshalb können Additionsdifferenzen entstehen.Das Stiftungskapital wurde am 12. März 1975 durch den Stifter(Gründer) und Pionier Dr. med. Dr. rer. nat. h. c. Guido A. Zächeinbezahlt.Die Neubewertungsreserven wurden anlässlich der Umstellung aufSwiss GAAP FER auf den Anlageimmobilien, Beteiligungen und Sachanlagengebildet. Die Neubewertungsreserven auf den Beteiligungenund Sachanlagen von CHF 7.9 Mio. wurden rückwirkend per01.01.2010 vollständig in das erarbeitete freie Kapital umgegliedert(Restatement). Die Neubewertungsreserven auf Anlageimmobilienvon CHF 3.4 Mio. von den im Geschäftsjahr 2011 verkauften Liegenschaftenwurden dem erarbeiteten freien Kapital zugewiesen.Das erarbeitete freie Kapital repräsentiert die kumulierten Jahresüberschüssenach Fondseinlagen seit der Gründung der Stiftung.Der zweckgebundene Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation» ist einFonds aus erarbeitetem Kapital zur mittel- und langfristigen Existenzsicherungdes Gesamtwerkes. Er wurde per 1. Januar 2008 durchden Stifungsrat ins Leben gerufen. Gemäss Fondsreglement wird derFonds durch Einlagen aus der laufenden Rechnung sowie aus spezifischenSpenden und Legaten geäufnet. Das Fondsvermögen istin Wertschriften gemäss Anlagereglement der Stiftung investiert.Die Verwendung resp. Entnahme aus dem Fonds liegt in der Kompetenzdes Stiftungsrats. Weitere Erläuterungen zu den Fonds sindauf den Seiten 18 bis 20 festgehalten. Der Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation»bezweckt die Sicherstellung■■■■■■■■der qualitativen und quantitativen Leistungen der Stiftung undderen Tochtergesellschaften zugunsten Querschnittgelähmterunabhängig davon, wie die Leistungen durch Versicherungen,Krankenkassen und öffentliche Hand abgegolten werden.des Ausbaues des Leistungsnetzes zur Abdeckung von aktuellenund zukünftigen Bedürfnissen Querschnittgelähmter im Sinne desStiftungszweckes mit dem Ziel der ganzheitlichen Rehabilitation.der geografischen Ausdehnung des Leistungsnetzes auf die ganzeSchweiz, damit alle Querschnittgelähmten, unabhängig vomWohnort, zu den gleichen Leistungen Zugang haben.der Existenzsicherung des Gesamtwerkes bei ausserordentlichenEreignissen.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung 47


ANHANGAnhang zur JahresrechnungBewertungsgrundsätzeDer nachfolgende Anhang zur Jahresrechnung basiert auf denBewertungsgrundsätzen der Gruppe, die auf den Seiten 15 bis 21offengelegt sind.Ergänzend dazu:Die Beteiligungen werden zu historischen Anschaffungskosten abzüglichallenfalls notwendigen Wertberichtigungen bewertet. Diehistorischen Anschaffungskosten beinhalten das Gründungskapitalresp. den Kaufpreis zuzüglich der kumulierten Unterstützungsbeiträge.Mit den Unterstützungsbeiträgen werden die Tochtergesellschaftenin der Erreichung ihres Gesellschaftszweckes unterstützt.Die Beteiligungen werden jährlich erfolgswirksam an das Eigenkapitalper 31.12. des laufenden Jahres angepasst und im Finanzaufwandresp. Finanzertrag ausgewiesen. Der Nettobuchwert der Beteiligungenist tiefer als die historischen Anschaffungskosten.Bilanz1. Flüssige MittelCHF 31.12.11 31.12.10Kassenbestand 1 668 2 392Postkonten 218 251 192 512Bankkonten 766 446 158 539Flüssige Mittel im Umlauf 2 184 013 753 560Total 3 170 378 1 107 003Die flüssigen Mittel im Umlauf repräsentieren eine Zahlung derGönner-Vereinigung per Jahresende, welche mit Valuta 03.01.2012gutgeschrieben wurde.2. Kurzfristige FinanzanlagenCHF 31.12.11 in % 31.12.10 in %Aktien Inland 187 167 27 % 200 0 %Obligationen CHF Inland 170 566 25 % 0 0 %Alternative Anlagen 28 295 4 % 26 405 8 %Indirekte Immobilien 300 000 44 % 300 000 92 %Total 686 028 100 % 326 605 100 %Bei den indirekten Immobilien handelt es sich um via Privatbankengewährte Darlehen an Dritte mit Grundpfandsicherheiten.48Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung


ANHANG3. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenCHF 31.12.11 31.12.105. WarenvorräteCHF 31.12.11 31.12.10Krankenkassen und Versicherungen 246 249 0Liegenschaftsverwaltungen und Mieter 65 108 14 640Diverses gegenüber Dritten 14 919 12 691Gemeinwesen 37 813 0Gruppengesellschaften 631 608 138 332Nahestehende 12 914 10 693Total brutto 1 008 610 176 357Delkredere 0 – 800Total netto 1 008 610 175 557Unter den Forderungen gegenüber Krankenkassen und Versicherungensind auch ausstehende Leistungsrückerstattungen der Invalidenversicherungenausgewiesen.4. Sonstige ForderungenCHF 31.12.11 31.12.10Vorsteuer, Verrechnungssteuern und sonstigeAbgaben 624 736 54 883Vorauszahlungen 316 788 275 688Nebenkostenabrechnungen 115 185 0Kurzfristige Darlehen 200 000 0Dritte 594 38 000Gruppengesellschaften 292 677 303 153Nahestehende 186 433 21 500Total 1 736 414 693 225Versandartikel Parashop 56 500 100 000Total brutto 56 500 100 000Wertberichtigung 0 0Total netto 56 500 100 0006. Aktive RechnungsabgrenzungenCHF 31.12.11 31.12.10Erbankündigungen 5 660 104 2 449 626Vorausbezahlte Aufwendungen 26 742 102 015Noch nicht fakturierte Leistungen 12 914 36 124Total 5 699 760 2 587 765Im 4. Quartal 2011 durfte die Schweizer Paraplegiker-Stiftungerfreulicherweise die Bekanntgabe von hohen Erbschaftseingängenentgegennehmen.Unter den Vorsteuer, Verrechnungssteuern und sonstigen Abgabenist die Verrechnungssteuer von CHF 0.6 Mio. aus der Dividendenausschüttungder Hotel Herisau AG zu verzeichnen. Bei den kurzfristigenDarlehen ist das per 31.12.2012 fällige Darlehen gegenüberder Stiftung Wohnen im Alter aufgeführt (Umgliederung ausden Finanzanlagen).Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung 49


ANHANG7. Finanzanlagen und Beteiligungen7.1 BerichtsjahrCHFLangfristigeDarlehengegenüberDrittenLangfristigeDarlehen anGruppengesellschaftenDarlehen annahestehendePersonenLangfristigeDarlehen angemeinnützigeOrganisationenVorauszahlungenfürzukünftigeBeteiligungen Beteiligungen TotalAnschaffungswerteStand 01.01.11 3 594 074 1 300 000 1 800 000 758 184 0 49 880 530 57 332 788Zugänge 311 118 0 0 0 6 153 977 0 6 465 095Abgänge – 93 257 – 400 000 – 1 800 000 – 58 184 0 – 8 947 148 – 11 298 589Erlasse – 208 800 0 0 0 0 0 – 208 800Nettoveränderung Anschaffungswert 0 0 0 0 0 311 850 311 850Stand 31.12.11 3 603 135 900 000 0 700 000 6 153 977 41 245 232 52 602 343Kumulierte WertberichtigungStand 01.01.11 – 1 539 125 – 441 493 0 0 0 0 – 1 980 619Wertberichtigung – 43 755 31 580 0 0 0 0 – 12 175Abgänge 0 200 000 0 0 0 0 200 000Erlasse 124 978 0 0 0 0 0 124 978Stand 31.12.11 – 1 457 902 – 209 913 0 0 0 0 – 1 667 815Nettobuchwerte 31.12.11 2 145 232 690 087 0 700 000 6 153 977 41 245 232 50 934 528Nettobuchwerte 31.12.10 2 054 949 858 507 1 800 000 758 184 0 49 880 530 55 352 169davon verpfändet 0 0 0 0 0 0 0davon hypothekarisch gesichert 6 103 135 1 300 000 0 750 000 0 0 8 153 135Bei den Darlehen an Dritte handelt es sich um zinslos gewährteDarlehen an Querschnittgelähmte und ein von der Gönner-Vereinigungan die Schweizer Paraplegiker-Stiftung zediertes Darlehen andie Swiss Alpine Resort von CHF 1 Mio. Aufgrund der Zinsfreiheitwurden die Darlehen an Querschnittgelähmte mit jährlich 3 % abdiskontiert.Dieser Abschlag ist als Wertberichtigung ausgewiesen. AufAntrag resp. aufgrund Bedürftigkeit erlässt der Stiftungsrat gewährteDarlehen gegenüber Querschnittgelähmten. Die Erlasse werdenals Direktunterstützungen in der Betriebsrechnung ausgewiesen.Beim langfristigen Darlehen an Gruppengesellschaften handelt essich um eine Ablösung einer Restanzhypothek der Amor AG Immobiliengesellschaft,welche mit allen vorhandenen Schuldbriefengesichert wurde. Das Darlehen an nahestehende Personen wurdedem Ehrenpräsidenten Dr. med. Dr. rer. nat. h. c. Guido A. Zächgewährt. Unter den Vorauszahlungen für zukünftige Beteiligungensind die Anzahlungen im Zusammenhang mit dem Kauf der Immobilieund der Betriebsgesellschaft vom Hotel Sempachersee per01.02.2012 von knapp CHF 3.7 Mio. und ein gewährtes Darlehen andie Hotel Sempachersee AG von CHF 2.5 Mio.Die Schweizer Paraplegiker-Management Services AG, Nottwil, hatper 01.01.2011 mit der Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil AGfusioniert.Die Amor AG Immobiliengesellschaft, Bern, hat per 01.01.2011 mitder SIRMED Schweizer Institut für Rettungsmedizin AG, Nottwil,fusioniert.Die Beteiligung Hotel Herisau AG, Herisau, wurde per 30.11.2011verkauft. Der Käufer verkaufte der Schweizer Paraplegiker-Stiftungim Gegenzug per 01.02.2012 die Immobilie und die Betriebsgesellschaftder Hotel Sempachersee AG, Nottwil.50Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung


ANHANG7.2 VorjahrCHFLangfristigeDarlehengegenüberDrittenLangfristigeDarlehen angemeinnützigeOrganisationenDarlehen annahestehendePersonenLangfristigeDarlehen anGruppengesellschaftenVorauszahlungenfürzukünftigeBeteiligungen Beteiligungen TotalAnschaffungswerteStand 01.01.10 2 728 778 1 300 000 0 758 184 0 50 621 327 55 408 289Zugänge 1 610 383 0 1 800 000 0 0 0 3 410 383Erlasse – 639 687 0 0 0 0 0 – 639 687Abgänge – 105 400 0 0 0 0 0 – 105 400Nettoveränderung Anschaffungswert 0 0 0 0 0 – 740 797 – 740 797Stand 31.12.10 3 594 074 1 300 000 1 800 000 758 184 0 49 880 530 57 332 788Kumulierte WertberichtigungStand 01.01.10 – 1 598 467 – 100 000 0 0 0 0 – 1 698 467Wertberichtigung – 252 035 – 341 493 0 0 0 0 – 593 528Abgänge 31 698 0 0 0 0 0 31 698Erlasse 279 679 0 0 0 0 0 279 679Stand 31.12.10 – 1 539 125 – 441 493 0 0 0 0 – 1 980 619Nettobuchwerte 31.12.10 2 054 949 858 507 1 800 000 758 184 0 49 880 530 55 352 169Nettobuchwerte 31.12.09 1 130 311 1 200 000 0 758 184 0 50 621 327 53 709 822davon verpfändet 0 0 0 0 0 0 0davon hypothekarisch gesichert 5 199 000 1 300 000 4 570 000 750 000 0 0 11 819 000Beteiligungen der Schweizer Paraplegiker-StiftungGesellschaften 31.12.11 31.12.10Anzahl/AktienartNominalwertAktieAktienkapitalnominalHöhe BeteiligungNettobuchwertNettobuchwertZweck* Stück CHF CHF % CHF CHFSchweizer Paraplegiker-ZentrumNottwil AG, Nottwil M 2 500 Namen 10 000 25 000 000 100 % 30 880 139 30 705 681Schweizer Paraplegiker-ForschungAG, Nottwil F 100 Namen 10 000 1 000 000 100 % 1 166 856 1 160 722Orthotec AG, Nottwil IB 200 Namen 1 000 200 000 100 % 5 521 803 5 509 996SIRMED Schweizer Institut für RettungsmedizinAG, Nottwil M 100 Namen 1 000 100 000 100 % 3 676 434 146 243Schweizer Paraplegiker-ManagementServices AG, Nottwil IB 100 Namen 1 000 100 000 100 % 0 158 335Amor AG Immobiliengesellschaft,Bern S,I 4 000 Namen 50 200 000 100 % 0 3 252 405Hotel Herisau AG, Herisau IB 5 000 Namen 1 000 5 000 000 100 % 0 8 947 148Total Nettobuchwert 41 245 232 49 880 530* S = Solidarität (Fundraising, Direkthilfen, Öffentlichkeitsarbeit)M = Medizin (stationäre und ambulante Versorgung)IB = Integration und lebenslange BegleitungF = ForschungI = Investion zu Anlagezwecken im Bereich SolidaritätFinanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung 51


ANHANG8. AnlageimmobilienCHF 2011 2010Verkehrswert 01.01. 39 733 948 41 351 801Anlagekosten 01.01. 38 750 385 39 200 385Zugänge aus Investitionen 35 384 0Zugänge aus Erbschaft 870 000 0Abgänge aus Verkauf – 11 915 000 – 450 000Kumulierte Anlagekosten 31.12. 27 740 769 38 750 385– 11 009Nettoveränderung Anlagekosten617 – 450 000Sämtliche Anlageimmobilien sind per 31.12.2011 neu bewertetworden. Die Bewertungsmethode ist auf Seite 16 beschrieben. DieEinnahmen aus dem Verkauf diverser Liegenschaften wurde alszweckgebundenes Anlagevermögen in Wertschriften (ErläuterungNr. 11 Seite 55) reinvestiert. Die Anlageimmobilien dienen zur langfristigenAnlage der Vorauszahlungen der Dauergönnermitgliedschaften,welche in der Regel eine Restlaufzeit von über 40 Jahrenhaben.Kumulierter Impairment 01.01. 983 563 2 151 416Aufwertungen 231 000 590 000Abwertungen – 1 476 332 – 1 757 853Abgänge – 250 000 0Kumulierter Impairment 31.12. – 511 769 983 563Nettoveränderung Impairment – 1 495 332 – 1 167 853Verkehrswert am 31.12. 27 229 000 39 733 948Brandversicherungswert 38 513 800 50 276 80052Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung


ANHANG9. Sachanlagen9.1 BerichtsjahrCHF Grundstücke GebäudeAnlagen undEinrichtungenAnlagen im BauMobiliar,Maschinen,Kunstwerke IT-Hardware TotalAnschaffungswerteStand 01.01.11 20 692 200 143 747 124 243 337 289 259 763 4 224 676 20 326 412 281 377Zugänge 109 913 0 6 835 287 919 106 114 989 0 7 979 295Abgänge 0 0 0 0 0 0 0Stand 31.12.11 20 802 113 143 747 124 250 172 576 1 178 869 4 339 664 20 326 420 260 671Kumulierte AbschreibungenStand 01.01.11 0 – 24 598 252 – 150 265 714 0 – 2 857 323 – 432 – 177 721 721Abschreibungen 0 – 1 916 631 – 12 916 082 0 – 458 758 – 5 086 – 15 296 557Wertbeeinträchtigungen 0 – 500 000 – 2 180 115 0 0 0 – 2 680 115Stand 31.12.11 0 – 27 014 883 – 165 361 912 0 – 3 316 081 – 5 518 – 195 698 394Nettobuchwerte31.12.11 20 802 113 116 732 241 84 810 665 1 178 869 1 023 583 14 808 224 562 278Nettobuchwerte31.12.10 20 692 200 119 148 872 93 071 575 259 763 1 367 352 19 893 234 559 655davon Finanzleasing 0 0 0 0 0 0 0davon verpfändet 0 0 0 0 0 0 0Versicherungswerte 324 400 655Unter Grundstücke sind unbebaute Grundstücke von rundCHF 4.6 Mio. enthalten, die sich alle in Nottwil befinden, vorwiegendin der Sonderzone SPZ, und einige Seeanstoss-Parzellen inder Landwirtschaftszone mit Nutzungseinschränkungen.Bei den Gebäuden handelt es sich um den Rohbau der beidenBetriebsgebäude SPZ und GZI.Bei den Gebäuden handelt es sich bei den Wertbeeinträchtigungenum die Dachsanierung des SPZ-Gebäudes. Die Wertbeeinträchtigungenbei den Anlagen und Einrichtungen betreffen Sonderabschreibungendes Blockheizkraftwerkes, den Umbau des GZI-Gebäudessowie den Innenausbau beim SPZ-Gebäude (Patienten-Musterzimmer).Der Innenausbau und die Installationen beider Betriebsgebäude sindunter Anlagen und Einrichtungen ausgewiesen.Die Bewertungs- und Abschreibungsmethoden der Sachanlagen sindauf Seite 16 erläutert.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung 53


ANHANG9.2 VorjahrCHF Grundstücke GebäudeAnlagen undEinrichtungenAnlagen im BauMobiliar,Maschinen,Kunstwerke IT-Hardware TotalAnschaffungswerteStand 01.01.10 20 692 200 143 747 126 236 349 567 46 463 2 337 060 103 682 403 276 098Zugänge 0 0 8 224 502 238 861 506 216 20 327 8 989 905Abgänge 0 0 – 1 012 783 – 25 561 1 381 400 – 327 681 15 375Umgliederung 0 – 2 – 223 996 0 0 223 998 – 0Stand 31.12.10 20 692 200 143 747 124 243 337 289 259 763 4 224 676 20 326 412 281 377Kumulierte AbschreibungenStand 01.01.10 0 – 22 681 654 – 133 799 033 0 – 1 131 642 – 62 188 – 157 674 517Abschreibungen 0 – 1 916 628 – 14 815 994 0 – 297 406 – 432 – 17 030 460Zugänge 0 0 – 1 974 269 0 0 0 – 1 974 269Abgänge 0 30 192 456 0 – 1 428 275 193 313 – 1 042 476Umgliederung 0 0 131 126 0 0 – 131 126 0Stand 31.12.10 0 – 24 598 252 – 150 265 714 0 – 2 857 323 – 433 – 177 721 722Nettobuchwerte31.12.10 20 692 200 119 148 872 93 071 575 259 763 1 367 352 19 893 234 559 655Nettobuchwerte31.12.09 20 692 200 121 065 472 102 550 534 46 463 1 205 418 41 494 245 601 581davon Finanzleasing 0 0 0 0 0 0 0davon verpfändet 0 0 0 0 0 0 0Versicherungswerte 326 382 65510. Immaterielle AnlagenCHF Betriebssoftware Marken, Patente 2011 2010AnschaffungswerteStand 01.01. 1 534 038 1 350 1 535 388 873 721Zugänge 145 745 3 872 149 617 661 667Stand 31.12. 1 679 782 5 222 1 685 004 1 535 388Kumulierte AbschreibungenStand 01.01. – 787 794 – 11 – 787 805 – 757 086Abschreibungen – 297 331 – 457 – 297 788 – 30 719Wertbeeinträchtigungen – 533 241 0 – 533 241 0Stand 31.12. – 1 618 366 – 468 – 1 618 834 – 787 805Nettobuchwerte 31.12. 61 416 4 754 66 170 747 583davon Finanzleasing 0 0Versicherungswerte 1 680 000 1 530 00054Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung


ANHANGBei der Betriebssoftware handelt es sich um ein Spezialprogrammzur Bewirtschaftung der Adressen und Zahlungen der rund 1,5 Mio.Gönner (inkl. Familienmitglieder) und ein Relaunch der Website.Das Spezialprogramm wurde mit der Sonderabschreibung im Hinblickauf eine Neuanschaffung fast vollständig abgeschrieben.Die Marke «Schweizer Paraplegiker-Stiftung» wurde registriert unddie entsprechenden Kosten aktiviert.Die Bewertungs- und Abschreibungsgrundsätze werden auf Seite17 offengelegt.11. Zweckgebundene Anlagen (Fondsvermögen)11.1 BerichtsjahrCHFAnfangsbestand01.01.11 Zugang Verwendung ErfolgEndbestand31.12.11Fonds von Dritten«Dr. Albert Rinderknecht»-Fonds 4 777 447 0 0 235 485 5 012 932«Heinrich Bührer»-Fonds 2 044 562 0 0 100 206 2 144 768«Heinz und Madeleine Oppenheimer»-Fonds 1 470 977 0 – 345 210 61 599 1 187 365«Hermann und Kornelia Winkler»-Fonds 494 400 0 – 49 440 23 181 468 141Fonds aus erarbeitetem, gebundenem KapitalFonds «Ganzheitliche Rehabilitation» 0 40 360 109 – 2 176 949 256 296 38 439 456Total 8 787 385 40 360 109 – 2 571 599 676 767 47 252 662Die langfristigen Zweckbestimmungen resp. langfristigen Verfügungseinschränkungensind auf den Seiten 18 bis 20 im Detailbeschrieben.11.2 VorjahrCHFAnfangsbestand01.01.10 Zugang Verwendung ErfolgEndbestand31.12.10Fonds von Dritten«Dr. Albert Rinderknecht»-Fonds 4 905 980 0 0 – 128 533 4 777 447«Heinrich Bührer»-Fonds 2 099 569 0 0 – 55 007 2 044 562«Heinz und Madeleine Oppenheimer»-Fonds 1 579 480 0 – 74 997 – 33 506 1 470 977«Hermann und Kornelia Winkler»-Fonds 0 494 400 0 0 494 400Total 8 585 028 494 400 – 74 997 – 217 046 8 787 385Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung 55


ANHANGAnlagekategorien der zweckgebundenen AnlagenCHF 31.12.11 in % 31.12.10 in % BandbreitenCash, Call-Gelder 22 885 171 48 % 494 350 6 % 15–50 %Aktien Inland 2 441 388 5 % 331 826 4 % 0–15 %Aktien Ausland 2 411 310 5 % 414 337 5 % 0–5 %Obligationen CHF Inland 14 417 529 31 % 5 691 213 65 % 15–75 %Obligationen CHF Ausland 4 577 019 10 % 1 677 232 19 % 0–20 %Alternative Anlagen 341 628 1 % 0 0 % 0–3 %Indirekte Immobilien 178 617 0 % 178 427 2 % 0–3 %Total 47 252 662 100 % 8 787 385 100 %Das Anlagereglement vom 24.03.2010 legt die vorerwähnten Anlagebandbreiten für den Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation» fest. DasRebalancing erfolgt jeweils nach Quartalsende.12. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenCHF 31.12.11 31.12.1014. Passive RechnungsabgrenzungenCHF 31.12.11 31.12.10Lieferanten 1 380 498 2 051 389Versicherungen und Krankenkassen 2 954 0Liegenschaftsverwaltungen 0 63 489Gemeinwesen 22 287 0Gruppengesellschaften 344 508 2 139 570Nahestehende 2 120 77 416Total 1 752 366 4 331 864Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gruppengesellschaften konntenaufgrund des Cash-Poolings stark reduziert werden.Unterstützungsleistungen 0 179 659Finanz- und Geschäftsbericht 250 000 260 000Revisionskosten 56 220 87 156Ferien-, Gleitzeit- und Überzeitguthaben 112 474 136 927noch nicht ausbezahlte Löhne 109 555 11 605Sonstige nicht fakturierte Lieferungenund Leistungen 1 413 778 71 819Sonstige Rechnungsabgrenzungen 382 476 0Total 2 324 503 747 16613. Sonstige kurzfristige VerbindlichkeitenCHF 31.12.11 31.12.10Vorauszahlung Gönnerbeiträge fürFolgejahre 51 863 738 49 260 522Kundenanzahlungen, Patientendepots 118 863 0Pensionskassen und Ergänzungskasse 64 304 0Sonstige Verbindlichkeiten für Sozialaufwendungen0 145 432Mehrwertsteuer 293 814 257 702Dritte 387 43Gruppengesellschaften 18 815 1 224 165Nahestehende 984 864 1 249 186Total 53 344 786 52 137 050Die Gönner-Vereinigung hat per 31.12.2011 vorausbezahlte Mitgliederbeiträgebereits an die Stiftung weitergeleitet, damit dieseihre Verpflichtungen vorschüssig finanzieren kann.56Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung


ANHANG15. Kurzfristige RückstellungenCHFDirektunterstützungenReorganisation Rechtskosten 2011 2010Stand 01.01. 2 791 000 45 000 127 250 2 963 250 3 235 734Erfolgsneutrale Auflösung 0 0 0 0 0Erfolgswirksame Auflösung 0 – 45 000 – 127 250 – 172 250 – 503 484Erfolgswirksame Bildung 716 000 190 000 300 000 1 206 000 231 000Stand 31.12. 3 507 000 190 000 300 000 3 997 000 2 963 250Bei den Rückstellungen für Direktunterstützungen wurde, basierendauf den mehrjährigen Erfahrungswerten, das Volumen von Unterstützungsanfragenaufgrund von Unfall- oder Krankheitsereignissenim Vorjahr geschätzt. Per Ende 2011 wurde aufgrund der steigendenAnzahl von Betroffenen der Betrag erhöht. Die 2009 beschlossenenReorganisationen wurden 2011 vollständig abgeschlossen. DieNeubildung betrifft die Umsetzungskosten für beschlossene Strukturveränderungen.Die Auflösung der Rückstellungen für Rechtskosten beinhaltet dieUmzonung in Nottwil. Die Neubildung betrifft Baukostenüberschreitungenbei der Hotel Herisau AG sowie Steuerruling.16. Langfristige FinanzverbindlichkeitenCHF 31.12.11 31.12.1017. Nettoliquidität inkl. FondsCHF 31.12.11 31.12.10Langfristige FinanzverbindlichkeitenGruppengesellschaften 9 000 000 3 000 000Total 9 000 000 3 000 000Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten repräsentieren Verbindlichkeitenaufgrund des Cash-Poolings gegenüber eigenen Tochtergesellschaften.Flüssige Mittel 3 170 378 1 107 003Kurzfristige Finanzanlagen 686 028 326 605./. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 0 0./. Langfristige Finanzverbindlichkeiten – 9 000 000 – 3 000 000Betriebliche Nettoverschuldung – 5 143 594 – 1 566 392Zweckgebundene Fonds 47 252 662 8 787 385Nettoliquidität 42 109 068 7 220 994Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung 57


ANHANG18. Vorsorgeverpflichtungen und -aufwandDer wirtschaftliche Nutzen sowie die wirtschaftlichen Verpflichtungenund der Vorsorgeaufwand gemäss Swiss GAAP FER 16 sind:18.1 BerichtsjahrCHFÜber-/Unterdeckung31.12.11 31.12.11 31.12.10Vorsorgeaufwand imPersonalaufwandWirtschaftlicher Anteil der OrganisationenVeränderungabgegrenzteBeiträge 31.12.11 31.12.10Patronale «Ergänzungskasse» 104 575 0 0 0 0 0 0Vorsorgepläne mit Überdeckungen *) 0 0 0 0 365 198 365 198 295 429Vorsorgepläne mit Unterdeckungen (anteilig) 0 0 0 0 0 0 0Vorsorgeeinrichtungen ohne eigene Aktiven 0 0 0 0 0 0 0Total 104 575 0 0 0 365 198 365 198 295 429*) Überdeckung über der WertschwankungsreserveDie Gesellschaft hat eine Anschlussvereinbarung mit der Pensionskasseder Schweizer Paraplegiker-Gruppe Nottwil (PK SPG). Die PK SPGweist einen Deckungsgrad von ca. 103,6 % per Ende 2011 aus. Esbesteht kein Anrecht der Gesellschaft auf die Überdeckung von ca.3,6 %. Es bestehen keine Arbeitgeberbeitragsreserven bei der PK SPG.Die Gesellschaft ist an die rein patronale «Ergänzungskasse desSchweizer Paraplegiker-Zentrums» in Nottwil (EK SPZ) angeschlossen:Ihre Mitarbeiter sind somit Destinatäre bei der EK SPZ. Die Ergänzungskasseweist per Ende 2011 freie Mittel von CHF 2 694 263 aus.Das Kontokorrent bei der PK SPG für die Äufnung der Rückstellung«vorzeitige Pensionierung» weist ein Guthaben von CHF 41 604 aus.Der Vorsorgeaufwand ist in vorstehender Tabelle ausgewiesen.18.2 VorjahrCHFÜber-/Unterdeckung31.12.10 31.12.10 31.12.09Vorsorgeaufwand imPersonalaufwandWirtschaftlicher Anteil der OrganisationenVeränderungabgegrenzteBeiträge 31.12.10 31.12.09Patronale «Ergänzungskasse» 107 732 0 0 0 0 0 0Vorsorgepläne mit Überdeckungen *) 0 0 0 0 295 429 295 429 357 150Vorsorgepläne mit Unterdeckungen (anteilig) 0 0 0 0 0 0 0Vorsorgeeinrichtungen ohne eigene Aktiven 0 0 0 0 0 0 0Total 107 732 0 0 0 295 429 295 429 357 150*) Überdeckung über der Wertschwankungsreserve58Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung


ANHANG19. Langfristige RückstellungenCHFGönnerbeiträgeDauermitgliederTreueprämieSonstige langfristigeRückstellungen 2011 2010Stand 01.01. 17 108 264 30 454 0 17 138 718 22 074 666Erfolgsneutrale Auflösung 0 0 0 0 – 6 768 846Erfolgswirksame Auflösung – 790 719 – 2 120 0 – 792 839 – 593 954Erfolgsneutrale Bildung 1 714 250 0 0 1 714 250 1 138 280Erfolgswirksame Bildung 0 0 50 000 50 000 1 288 572Stand 31.12. 18 031 795 28 334 50 000 18 110 129 17 138 71820. Latente SteuerverbindlichkeitenDie Stiftung ist steuerbefreit. Im Zusammenhang mit den Anlageliegenschaftenentstehen latente Grundstückgewinnsteuerverbindlichkeiten,je nach kantonaler Steuergesetzgebung des Standortkantonsder entsprechenden Liegenschaft.21. Verpflichtung aus zweckgebundenen Fonds21.1 BerichtsjahrCHFAnfangsbestand01.01.11 Zugang VerwendungEndbestand31.12.11Fonds von Dritten«Dr. Albert Rinderknecht»-Fonds 1 800 000 0 0 1 800 000«Heinrich Bührer»-Fonds 2 009 442 0 0 2 009 442«Heinz und Madeleine Oppenheimer»-Fonds 1 110 641 0 – 345 210 765 431«Hermann und Kornelia Winkler»-Fonds 494 400 0 – 49 440 444 960Total 5 414 483 0 – 394 650 5 019 833Die Vermögenswerte der zweckgebundenen Fonds sind auf Seite 55gezeigt und die Auflagen wurden in der Erläuterung auf Seite 20dargestellt.Die passivierten Verpflichtungen zeigen die Beträge, die aufgrundder erhaltenen Erbschaftsgelder und der bereits gemäss Auflagenverwendeten Beträge vor allfälligem zusätzlichen Wertzuwachs nochzu verteilen sind.21.2 VorjahrCHFAnfangsbestand01.01.10 ZugangVerwendung/KorrekturEndbestand31.12.10Fonds von Dritten«Dr. Albert Rinderknecht»-Fonds 1 800 000 0 0 1 800 000«Heinrich Bührer»-Fonds 2 009 442 0 0 2 009 442«Heinz und Madeleine Oppenheimer»-Fonds 1 301 603 0 – 190 962 1 110 641«Hermann und Kornelia Winkler»-Fonds 0 494 400 0 494 400Total 5 111 045 494 400 – 190 962 5 414 483Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung 59


ANHANGBetriebsrechnung22. Gönnerbeiträge, Spenden, Erbschaften und LegateDer IC Ertrag aus Dienstleistungen und Handel 2011 beinhaltetLeistungen der Unternehmenskommunikation, welche an die Gruppengesellschaftenund neu Nahestehende verrechnet wurden.CHF 2011 2010Spenden und Endowments 7 992 61 348Erbschaften und Legate 8 219 513 7 880 217Total Gönnerbeiträge, Spenden,Erbschaften und Legate 8 227 506 7 941 565IC Gönnerbeiträge und SpendenNahestehende (bar) 70 676 535 68 766 000Periodenabgrenzung – 3 526 747 – 3 041 589Total IC Gönnerbeiträge und SpendenNahestehende netto 67 149 787 65 724 411Total 75 377 293 73 665 975Die Gönner-Vereinigung überweist 100 % der Gönnerbeiträge an dieStiftung. Die Gönnerbeiträge sind gegenüber dem Vorjahr um rundCHF 2 Mio. gestiegen. Das ist auf die gesteigerten Fundraising-Aktivitäten zurückzuführen.Die Periodenabgrenzung berechnet sich aus der Veränderung der«Vorauszahlung Gönner-Vereinigung» (siehe Erläuterungen Nr. 13und Nr. 19) jeweils per 31.12.Erbschaften und Legate werden zum Zeitpunkt der Testamentseröffnungresp. nach der Bewertung des jeweiligen Nachlasses als Ertragerfasst. Die Abgrenzungen sind in Erläuterung Nr. 6 auf Seite 49ausgewiesen.23. Ertrag aus Dienstleistungen und HandelCHF 2011 201024. Sonstige ErträgeCHF 2011 2010Ertrag aus Parkhäusern 1 476 0Sonstige Erträge 1 030 804 1 483 093Total sonstige Erträge 1 032 280 1 483 093IC sonstige Erträge Gruppe 9 604 850 10 295 632IC sonstige Erträge Nahestehende 21 502 0Total IC sonstige Erträge 9 626 352 10 295 632Total 10 658 632 11 778 725Unter den sonstigen Erträgen ist der Inserateertrag der Zeitschrift«Paraplegie» sowie des Kalenders «Gesundheit und Lebensfreude»enthalten. Der Inserateertrag konnte von rund CHF 0.8 Mio. aufCHF 1 Mio. gesteigert werden. 2010 wurden zudem aufgelaufeneIT-Projektkosten für die neue Gönnersoftware aktiviert sowie eineRückstellung für Gebäudekosten GZI unter sonstige Erträge aufgelöst(CHF 0.7 Mio).Unter IC sonstige Erträge Gruppe ist der Ertrag aus Vermietungenan Gruppengesellschaften verbucht (2011: rund CHF 9.08 Mio. und2010: CHF 9.33 Mio.). Dabei kommen folgende Mietansätze zurAnwendung:■■Spitalbetrieb nach Empfehlung REKOLE■■■■Gastronomie, Anlässe und Hotellerie mit branchenüblichenUmsatzmietenübrige Nutzflächen nach regionalen marktüblichen AnsätzenHandelsumsätze mit Gönnerartikeln 53 747 168 459Ertrag Ausbildung und Seminare 25 173 25 838Total Ertrag aus sonstigen Dienstleistungen78 920 194 298IC Erträge Dienstleistungen und HandelGruppe 220 210 0IC Erträge Dienstleistungen und HandelNahestehende 19 357 0Subtotal IC Erträge aus Dienstleistungenund Handel 239 567 0Ebenfalls wurden 2011 CHF 0.53 Mio. Kostengutsprachen fürDirektunterstützungen von Querschnittgelähmten im Bereich Mobilitätan die Orthotec AG in Rechnung gestellt. Im 2010 wurde derOrthotec AG ein Entwicklungsbeitrag für die Fahrzeugsteuerung«Joysteer» über CHF 0.65 Mio. sowie eine Management Fee vonCHF 0.32 Mio. verrechnet.Total 318 487 194 29860Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung


ANHANG25. Unterstützungsleistungen, GönnerzuwendungenCHF 2011 2010Direktunterstützungen an QuerschnittgelähmtefürSolidarität 690 272 745 974Institutionen Solidarität 441 326 0Medizinische Leistungen 184 265 556 146Sport 539 812 671 862Mobilität 2 231 870 2 717 871Wohnen 850 349 1 538 111Ferien und Freizeit 19 519 45 933Ausbildungen und Soziales 830 987 19 681Sonstiges 0 472 250Subtotal Direktunterstützungen anQuerschnittgelähmte 5 788 400 6 767 828IC Kostengutsprachen Mobilität viaOrthotec 526 981 0IC Kostengutsprachen Medizin via SPZ 2 629 788 3 920 340IC Kostengutsprachen Ferien und Freizeitvia Hotel Herisau AG 90 000 0Total Direktunterstützungen 9 035 169 10 688 168Indirekte Unterstützungen mittelsBetriebsbeiträgen an Gruppengesellschaften,Nahestehende und DritteBereich Solidarität 2 754 000 3 000 000Bereich Medizin 15 160 000 13 620 000Bereich Integration undlebenslange Begleitung 7 160 000 5 494 000Bereich Forschung 7 332 000 6 218 000Total indirekte Unterstützungen 32 406 000 28 332 000Bei den IC Betriebsbeiträgen im Bereich Integration und lebenslangeBegleitung sind CHF 0.46 Mio. für den rollstuhlgängigen Umbaubeim Hotel Herisau AG enthalten.Die IC Kostengutsprachen Orthotec von CHF 0.53 Mio. wurden andie Orthotec weiterverrechnet und sind zudem im IC sonstige Erträgeausgewiesen.26. Waren- und DienstleistungsaufwandCHF 2011 2010Warenaufwand Parashop 18 507 131 761Warenaufwand medizinischer Bedarf 112 273 0Sonstiger Warenaufwand, Orthopädieund Fahrzeugtechnik 824 0Subtotal Wareneinkauf 131 604 131 761Bestandesveränderung 43 500 – 69 899Total Warenaufwand 175 104 61 862IC Waren- und DienstleistungsaufwandGruppe 6 644 0Total 181 748 61 862Der Warenaufwand medizinischer Bedarf und sonstiger Warenaufwandist der Abteilung Labors (transferiert von der Schweizer Paraplegiker-ForschungAG zur Schweizer Paraplegiker-Stiftung per01.01.2010) zuzuordnen. Im Vorjahr war der Warenaufwand unterdem sonstigen und ausserordentlichen Betriebsaufwand verbucht(Erläuterung 31 Seite 63).Total 41 441 169 39 020 168Die Zuordnung von Gruppengesellschaften und Nahestehendenzu den Bereichen ist in der Konsolidierungstabelle auf Seite 14ersichtlich.Aufgrund der Umstellung auf Globalbudgetverantwortung dürfendie Tochtergesellschaften und Nahestehende allfällige Unterschreitungender notwendigen Betriebsbeiträge neu bei sich thesaurieren.2011 haben die Tochtergesellschaften insgesamt CHF 4.23 Mio. indie eigens geschaffenen zweckgebundenen Fonds, d.h. die indirektenUnterstützungen thesauriert. Dies bedeutet, dass unter dieserBerücksichtigung die Betriebsbeiträge um CHF 0.16 Mio. gegenüberdem Vorjahr gesunken wären.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung 61


ANHANG27. PersonalaufwandCHF 2011 201029. RaumaufwandCHF 2011 2010Lohnaufwand 4 100 057 4 776 548Sozialversicherungsaufwand 356 660 409 741Beruflicher Vorsorgeaufwand 365 198 295 429Temporärpersonalaufwand 61 486 58 067Sonstiger Personalaufwand 93 305 186 614IC Personalaufwand Gruppe 72 654 0IC Personalaufwand Nahestehende 185 681 101 295Total 5 235 041 5 827 693Mitarbeiterzahl nach Funktionen(Vollzeitstellen) 31.12.11 31.12.10Stiftungsräte 0.9 0.9Generalsekretariat/Unterstützungen 2.3 2.8Geschäftsführung SPS 1.9 2.9Gönnerbetreuung/Fundraising 13.9 11.2Unternehmenskommunikation 13.4 13.2Immobilienverwaltung 1.0 1.4Finanzen 0.3 0.3Personaldienst 0.3 0.3Spinal Injury Research 5.5 6.2Total 39.4 39.1Die Personalkosten nahmen im Geschäftsjahr 2011 leicht ab. 2010wurde allen Mitarbeitern der Gruppe eine ausserordentliche Entschädigunganlässlich der Jubiläumsfeier «20 Jahre SPZ» von CHF 0.5 Mio.zulasten der Stiftung ausbezahlt.28. Betriebs- und UnterhaltsaufwandCHF 2011 2010Haushaltsaufwand 1 341 0Unterhalt und Reparaturen 44 646 93 391Aufwand für Kleinanschaffungen 20 246 18 107Energie-, Wasser und Entsorgungsaufwand394 0IC Betriebs- und UnterhaltsaufwandGruppe 451 286 192 973Total 517 913 304 470Mietaufwand Immobilien 300 206 090Reinigungsaufwand 85 847 49 965Technischer Unterhaltsaufwand 42 928 0IC Raumaufwand Gruppe 2 864 6 089Total 131 938 262 1442010 beinhaltete der Mietaufwand Immobilien die gruppeninternenDauermieten von den Labors der Spinal Cord Injury Research(ex Schweizer Paraplegiker-Forschung AG), die rückwirkend per01.01.2010 von der Stiftung übernommen wurde. Im Geschäftsjahr2011 befinden sich diese Labors in eigenen Räumlichkeiten derSchweizer Paraplegiker-Stiftung, sodass kein Mietaufwand mehranfällt.30. Verwaltungs- und IT-AufwandCHF 2011 2010Büromaterial, Drucksachen, Fotokopien,Fachliteratur 130 741 94 880Kommunikationsaufwand (Telefon, Fax,Internet, Porti) 14 141 9 361Beratungsaufwand 786 835 204 977Revisionsaufwand 72 591 142 712Informatikaufwand 200 532 21 224Versicherungsaufwand 221 545 189 242Beiträge, Spenden, Gebühren und Steuern 39 061 20 123Geschäftsberichtsaufwand 214 934 66 525IC Verwaltungs- und IT Aufwand Gruppe 1 142 037 1 317 764Total 2 822 416 2 066 808Der Beratungsaufwand setzt sich aus Rechtsberatung (CHF 0.1 Mio.),Unternehmensberatung (CHF 0.21 Mio.), Steuerberatung (CHF 0.21 Mio.),Planungshonorar Masterplanung Campus (CHF 0.05 Mio.), QMS-Beratungen (CHF 0.02 Mio.) und sonstigen Beratungsaufwendungen(CHF 0.2 Mio.) zusammen. Beim Geschäftsberichtsaufwand konnten2010 überschüssige Abgrenzungen aufgelöst werden.62Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung


ANHANG31. Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und FundraisingCHF 2011 2010Publikationen Paraplegie und Versandaufwand1 282 960 1 131 880Sonstige Publikationen und Versandaufwand5 524 32 052Messe-, Ausstellungs- und Standaktionen 1 964 28 298Sponsoring, Events und Veranstaltungen 386 873 199 830Werbemittelproduktionsaufwand 2 732 212 2 852 913Jubiläen, Ehrungen und Tag der offenen Tür 90 000 0Reise- und Repräsentationsaufwand 133 308 143 132Marketing- und Kommunikationsaufwand 3 113 813 2 943 725Aufwand für Fundraising 1 003 340 660 046IC Öffentlichkeitsarbeit, Marketing undFundraising Gruppe 43 778 0Total 8 793 772 7 991 874Bei den Sponsoring Fees handelt es sich um Beiträge an das SwissParalympic Committee sowie 2011 zusätzlich an das World Demographicand Aging Forum, diverse Events und Auszeichnungen Querschnittgelähmtedes Jahres.für die Umzonung in Nottwil sowie eine Wertanpassung des Parkplatzgeländesvon CHF 0.1 Mio., welche 2008 nicht berücksichtigtwurde. 2011 hat die SPS von der Pensionskasse eine in den Vorjahrenzu viel berechnete und bezahlte Prämie von CHF 0.73 Mio.zurückerhalten. Im Vorjahr handelte es sich bei den sonstigenbetrieblichen Erträgen um die Auflösung von nicht benötigtenRückstellungen für vorzeitige Pensionierung und Auflösung vonAbgrenzungen für mögliche Handwerkerforderungen.34. AbschreibungenCHF 2011 2010Abschreibungen von Sachanlagen 17 976 673 17 030 460Abschreibungen von immateriellenAnlagen 831 029 30 719Total 18 807 702 17 061 179Die Abschreibungen sind 2011 aufgrund von Wertbeeinträchtigungenvon etwas über CHF 3.2 Mio. gestiegen.32. Sonstige betriebliche AufwendungenCHF 2011 2010Sonstiger Aufwand für Spital 71 0Sonstiger und ausserordentlicher Betriebsaufwand2 825 298 503Periodenfremder Aufwand 129 920 0Total 132 816 298 503Die beiden Positionen repräsentieren einerseits Rückstellungen fürReorganisationskosten aufgrund des abgeschlossenen Strukturprozessessowie eine 2008 vereinbarte Abgangsentschädigung.33. Sonstiger betrieblicher ErtragCHF 2011 2010Gewinn aus Verkauf von Sachanlagen 370 7 136Sonstige periodenfremde Erträge 1 053 212 811 797Total 1 053 582 818 933Bei den periodenfremden Erträgen 2011 handelt es sich um dieAuflösung von nicht benötigten Rückstellungen von CHF 0.13 Mio.35. FinanzerfolgCHF 2011 2010Bank- und Darlehenszinsaufwand 15 005 147 516Kontospesen und Kommissionen 6 791 19 379Kursverluste und Wertberichtigungen 852 333 144 271Wertberichtigungen Beteiligungen 0 1 341 415IC Finanzaufwand Gruppe 222 521 55 000Total Finanzaufwand 1 096 650 1 707 581Zinsertrag, Dividenden 89 386 194 797Kursgewinne und Wertberichtigungen 75 157 75 999Wertberichtigungen Beteiligungen 311 850 600 618IC Finanzertrag Gruppe 98 563 0Total Finanzertrag 574 956 871 415Total – 521 694 – 836 166Unter den Kursverlusten und Wertberichtigungen sind der Verlustaus dem Verkauf CHF 0.23 Mio. und der BaukostenüberschreitungCHF 0.6 Mio. der Hotel Herisau AG verbucht. Unter dem IC FinanzaufwandGruppe ist der Zinsaufwand von CHF 0.22 Mio. für die diversenDarlehen verbucht, die aufgrund des Cash-Poolings entstandensind.Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung 63


ANHANG36. Erfolg aus AnlageimmobilienErfolg aus AnlageimmobilienCHF 2011 2010Personalaufwand (Hauswarte) 8 267 39 726Verwaltungsaufwand 422 750 344 384Unterhaltsaufwand 400 647 429 503Versicherungen und Abgaben 29 745 22 057Finanzaufwand 1 171 553Debitorenverluste und Inkassospesen 0 2 573Steueraufwand 30 524 3 975Impairmentaufwand 1 468 419 1 552 282IC Aufwand Gruppe 1 639 0IC Aufwand Nahestehende 25 576 0Total Aufwand 2 388 737 2 395 053Mietzinsertrag 1 358 023 1 722 819Impairmentertrag 231 000 0Gewinn aus Verkauf 1 165 000 0Finanzertrag 304 0IC Mietertrag Gruppe 105 400 108 442IC Mietertrag Nahestehende 145 374 128 715Total Ertrag 3 005 101 1 959 97638. FondsergebnisCHF 2011 2010«Dr. Albert Rinderknecht»-Fonds– Ertrag 392 542 43 107– Aufwand – 157 056 – 171 640«Heinrich Bührer»-Fonds– Ertrag 167 417 18 448– Aufwand – 67 211 – 73 455«Heinz und Madeleine Oppenheimer»-Fonds– Ertrag 109 197 13 005– Aufwand – 47 598 – 46 509– Entnahme 345 210 74 997«Hermann und Kornelia Winkler»-Fonds– Ertrag 39 428 0– Aufwand – 16 247 0– Entnahme 49 440 0Total 815 121 – 142 047Erklärungen zu diesen Fonds sind auf Seite 20 zu finden.Total 616 363 – 435 077Nach Neubewertung der Immobilien wurde im Berichtsjahr mit einemAnlagewert von CHF 27.2 Mio. ein Nettoergebnis von 2,4 % erreicht(Vorjahr – 1,5 %). Die Wertminderung resp. Aufwertung der Immobilienerfolgt gemäss neuer Verkehrswertberechnung durch zwei Liegenschaftsverwalterper 31. Dezember 2011. Aus den Liegenschaftsverkäufenresultierte ein Gewinn von rund CHF 1.2 Mio.37. SteuererfolgCHF 2011 2010Ertragssteuer – 317 985 0Bildung von latenten Steuern – 68 640 0Auflösung von latenten Steuern 669 675 202 476Total 283 050 202 476Die Ertragssteuer beinhaltet die geschuldete Grundstückgewinnsteuerfür die verkauften Liegenschaften.39. Zuweisung/Entnahme an OrganisationskapitalCHF 2011 2010Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation»– Ertrag 378 899 0– Aufwand – 122 603 0– Entnahme 2 176 949 0– Zuweisung – 12 950 000 – 12 000 000Total –10 516 754 –12 000 000Die Entnahme aus dem Fonds «Ganzheitliche Rehabilitation» ist zumgrossen Teil eine erste Tranche für die neuen Test-Patientenzimmerim Rahmen des Projekts «Rehabilitation der Zukunft».Die Zuweisung an den Fonds wurde vom Stiftungsrat am 29. Februar2012 beschlossen.Erklärungen zu diesem Fonds sind auf den Seiten 18 und 19 zufinden.64Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung


ANHANG40. Aufwand für die Leistungserbringung nach SwissGAAP FER 21CHF 2011 2010ProjektaufwandDirektunterstützungen im BereichSolidarität 1 131 598 745 974Direktunterstützungen im Bereich Medizin 184 265 556 146Direktunterstützungen im BereichIntegration und lebenslange Begleitung 4 472 537 5 465 708Direktunterstützungen im BereichForschung 0 0Kostengutsprachen im Bereich Medizin 2 629 788 3 920 340Kostengutsprachen im Bereich Mobilität 526 981 0Kostengutsprachen im BereichIntegration und lebenslange Begleitung 90 000 0Spinal Cord Injury Research 906 931 1 092 924Direkte Unterstützungsleistungen 9 942 100 11 781 092Betriebsbeiträge im Bereich Solidarität 2 754 000 3 000 000Betriebsbeiträge im Bereich Medizin 15 160 000 13 620 000Betriebsbeiträge im BereichIntegration und lebenslange Begleitung 7 160 000 5 494 000Betriebsbeiträge im Bereich Forschung 7 332 000 6 218 000Indirekte Unterstützungsleistungen 32 406 000 28 332 000Abschreibungen* 18 644 764 16 898 242Sonstige betriebliche Aufwendungen* 132 816 181 542Sonstige betriebliche Erträge * – 1 049 754 – 818 933Total Projektaufwand 60 075 925 56 373 943Administrativer AufwandWaren- und Dienstleistungsaufwand* 66 772 61 862Personalaufwand* 4 683 166 5 231 837Betriebs- und Unterhaltsaufwand* 489 481 270 179Raumaufwand inkl. Betriebsgebäude* 89 332 98 116Verwaltungs- und IT-Aufwand* 2 816 060 2 061 716Öffentlichkeitsarbeit, Marketing undFundraising* 8 790 196 7 978 115Total administrativer Aufwand 16 935 008 15 701 825Total Betriebsaufwand 77 010 933 72 075 768* ohne Spinal Core Injury Reserach (Labor)Für den vollständigen Vergleich des konsolidierten Projektaufwandsaller Gruppengesellschaften und Nahestehenden zum administrativenAufwand der Stiftung muss die konsolidierte Rechnung beigezogenwerden. Wir verweisen auf Erläuterung Nr. 42 der konsolidiertenRechnung. Der Leistungsbericht nach Swiss GAAP FER 21 ist inden Leistungskennzahlen auf den Seiten 4 und 5 dieses Finanzberichtssowie im separaten Jahresbericht festgehalten.41. Offene KreditlimitenInsgesamt bestehen bei vier Banken offene, nicht beanspruchteKreditlimiten im Gesamtbetrag von CHF 69 Mio.42. EventualverpflichtungenCHF 31.12.11 31.12.10Garantien und Bürgschaften 2 000 000 0Offene Kaufverpflichtungen 38 069 520 36 765 484Der Leistungsvertrag gegenüber der Schweizer Paraplegiker-Vereinigungführt zu Beitragsverpflichtungen bis 31. Dezember 2015. Esbesteht ferner eine IRS (Interest Rate Swap) Übernahmevereinbarungmit der Aargauer Kantonalbank über CHF 8.65 Mio. im Zusammenhangmit dem Kauf des Hotels Sempachersee per 01.02.2012.43. PfandrechteAufgrund der Rückzahlung der Bankkredite resp. Refinanzierung derselbenmit Blankolimiten bestehen per 31. Dezember 2011 wie imVorjahr keine Verpfändungen.44. Operatives LeasingEs bestehen keine operativen Leasingverträge im Namen der SchweizerParaplegiker-Stiftung.45. Transaktionen mit nahestehenden PersonenUnter nahestehenden Personen (juristischen wie auch natürlichen)sind alle dem Konsolidierungskreis zugehörenden Organisationen eingeschlossen.Die Vereine ParaHelp, Schweizer Paraplegiker-Vereinigungund die Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftungsind im Konsolidierungskreis eingeschlossen, und die Transaktionenin der Bilanz und Betriebsrechnung den Gruppengesellschaftengleichgestellt. Die Transaktionen zwischen den Gruppengesellschaftenund den Nahestehenden erfolgen zu marktüblichen Konditionen(arm’s length principle).Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung 65


ANHANG46. Entschädigungen an Mitglieder der leitenden Organe2011 wurden den neun Stiftungsräten Entschädigungen (inkl. Spesen)wie folgt entrichtet:a) in der Funktion als Stiftungsrat CHF 448 677 (VorjahrCHF 473 658).b) in der Funktion als Verwaltungsrat von Tochtergesellschaftenund nahestehenden Vereinen CHF 102 489 (Vorjahr 106 131).In den aufgeführten Entschädigungen (lit. a und lit. b) sind dieEntschädigungen (inkl. Spesen) an den Präsidenten des Stiftungsratesvon CHF 143 457 (Vorjahr CHF 123 606) enthalten.Zwei Stiftungsräte sind aufgrund ihrer Teilzeit-Anstellungsverhältnissemit einem kumulierten Pensum von einer Stelle zusätzlichfunktions- und marktüblich durch die jeweilige Gruppengesellschaftentlöhnt. Es sind keine sonstigen geldwerten Leistungengewährt worden.48. Ereignisse nach dem BilanzstichtagZwischen dem Bilanzstichtag und dem Datum der Veröffentlichungdieses Jahresabschlusses sind keine weiteren Ereignisse eingetreten,welche einen wesentlichen Einfluss auf die Jahresrechnung 2011haben könnten.Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung hat per 01.02.2012 die Liegenschaftsowie die Betriebsgesellschaft der Hotel Sempachersee AGin Nottwil gekauft.49. Genehmigung der JahresrechnungDer Stiftungsrat hat die vorliegende Jahresrechnung anlässlich seinerSitzung vom 25.04.2012 genehmigt.Weitere Details sind im separaten Nonprofit Governance Berichtoffengelegt. Der Bericht ist im Internet unter www.paraplegie.chabrufbar.47. Risikobeurteilung und interne Kontrolle IKSDer Stiftungsrat hat eine erneute Risikobeurteilung vorgenommen.Der Risikobeurteilungsprozess soll die frühzeitige Erkennung undBeurteilung von Risiken sowie die Ergreifung von entsprechendenMassnahmen ermöglichen. Die systematisch erfassten, analysiertenund bewerteten Risiken sowie die daraus resultierenden Massnahmenund Kontrollen werden in einer Risikobeurteilung zusammengefasstund jährlich vom Stiftungsrat beurteilt.Das IKS (Interne Kontrollsystem) bei der Schweizer Paraplegiker-Stiftungwurde überprüft. Der Stiftungsrat nahm vom Prüfbericht Kenntnis.Es mussten keine Korrekturmassnahmen eingeleitet werden.Das IKS wird unterstützt durch das QM-System der Schweizer Paraplegiker-Gruppe,welches insbesondere die Prozesse der Mitteleingängeund -verwendungen reguliert und reglementiert.66Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Stiftung


ImpressumFinanzbericht 2011 der Schweizer Paraplegiker-GruppeErscheint in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.Verbindlich ist die deutschsprachige Fassung.HerausgeberinSchweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS), NottwilRedaktion/RealisationPius Bernet, Leiter Finanzen und Controlling, SPGKarin Thürig, Controller, SPGMartin Walthert, Leiter Finanzbuchhaltung, SPGFranziska Bigler, Assistentin Finanzen, SPGÜbersetzung/LektoratSyntax Übersetzungen AG, ZürichGestaltung/LayoutRegina Lips, Unternehmenskommunikation, SPSVorstufe/DruckNeidhart + Schön AG, ZürichAuflageGesamtauflage 3000 ExemplarePapierGedruckt auf Papier aus zertifizierter Herstellunggemäss Mix Standards FSC (Forest Stewardship Council).HinweisZugunsten der Lesbarkeit verwenden wir in den Textendie männliche Form. Angesprochen sind immerPersonen beiderlei Geschlechts.© Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS), NottwilHäufige AbkürzungenSPG Schweizer Paraplegiker-GruppeSPS Schweizer Paraplegiker-StiftungGöV Gönner-Vereinigung der SchweizerParaplegiker-StiftungSPZ Schweizer Paraplegiker-ZentrumSPV Schweizer Paraplegiker-VereinigungSPF Schweizer Paraplegiker-ForschungSHS Hotel Sempachersee AG2Finanzbericht 2011 Schweizer Paraplegiker-Gruppe


Schweizer Paraplegiker-Stiftung | Guido A. Zäch Strasse 10 | CH-6207 Nottwil | T +41 41 939 63 63 | F +41 41 939 63 64sps.sec@paraplegie.ch | www.paraplegie.chSchweizer Paraplegiker-Stiftung 5/12

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