Pfarrbrief Weihnachten 2009 - Katholische Pfarrgemeinde ...

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Pfarrbrief Weihnachten 2009 - Katholische Pfarrgemeinde ...

Pfarrbrief

Weihnachten 2009

Katholische Gemeinde Ss. Eucharistia

Kleinmachnow – Teltow

Puer natus est nobis…

Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns geschenkt.

Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter

und man nennt ihn »Künder des großen Ratschlusses«.


Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

A

n Weihnachten dürfen wir wieder dankbar staunend das Fest der Menschwerdung

Gottes feiern: Ein kleines, hilfloses Kind in einem armseligen Stall liegt

auf Heu und Stroh in einer Futterkrippe. Gott hätte auch anders zu uns kommen

können: mit Macht, Glanz und Größe, mit einer Königsherrschaft, die sich die

ganze Welt unterwirft – aber wir wären wohl vor Angst vergangen. Gott wählt eine

Weise seines Kommens, die für uns leichter annehmbar ist: Er zeigt sich uns in

Krippe und Kreuz, in der Sanftmut eines Lammes. Er spricht: Kommt alle zu mir,

die ihr euch plagt und schwere Lasten tragt; ich will euch Ruhe verschaffen, denn

ich bin gütig und sanftmütig von Herzen. Christus will der Emanuel, der „Gott mit

uns“ sein; er nimmt unsere Schwachheit, Armseligkeit, Niedrigkeit, Ohnmacht an –

das ist der Ort, wo er wohnen will, der Ort seiner Gegenwart. Das kleine Kind in

der Krippe will uns sagen: Hab doch keine Angst in deiner Schwachheit und Armseligkeit.

Du brauchst sie nicht zu verdrängen, beiseite zu schieben, dich schämen –

diese deine Schwachheit und Armseligkeit ist die Stelle deines Lebens, die ich mir

ausgesucht habe, um dort zu wohnen.

Der armselige Stall von Betlehem, die Armseligkeit des Kreuzes auf Golgotha und

die Armseligkeit unseres Herzens haben alle etwas gemeinsam: Es sind die von Gott

ganz bewusst ausgesuchten Orte, um uns seine Liebe zu zeigen und uns seine Gegenwart

zu schenken – es sind Tabernakel Gottes. Gott wählt nicht das Rathaus von

Betlehem oder den berühmten Tempel von Jerusalem oder unsere großen Erfolge,

um darin seine Gegenwart zu offenbaren, sondern Ort seiner Gegenwart ist

der armselige Stall von Betlehem,

das armselige Kreuz von Golgotha,

unser armseliges Herz.

Gott sei Dank!

Eine gnadenreiche Weihnacht

wünscht Ihnen und Ihren Lieben

im Gebet verbunden

Ihr

Michael Theuerl, Pfr.

- 2 -


Aktuelles

Die Sternsinger kommen!

Auch zu beginn des Jahres 2010 sind wieder die Sternsinger in unserer Gemeinde

unterwegs – bitte die Informationen auf Seite 7 beachten.

Krippenausstellung

Erstmalig in diesem Jahr wollen wir allen Gemeindemitgliedern anbieten, ihre heimatlichen

Krippen in der Gemeinde auszustellen – mehr Informationen auf Seite 20!

Echter Nikolaus – schmeckt einfach besser…

Als Verkaufsschlager entpuppt hat sich in diesem Jahr der Nikolaus aus zarter Vollmilchschokolade,

der direkt beim Bonifatiuswerk bestellt werden kann. Der

"Schokoniko" möchte Mut machen, den wahren Bischof Nikolaus und dessen Tugenden

wiederzuentdecken. Mehr als 2.000 Exemplare sind bereits verschickt worden.

Der Erlös kommt dem Kinderhospizdienst in Halle an der Saale zugute. Der Schokoladenbischof

mit Mitra und Bischofsstab ist 18 cm hoch und besteht aus 60 g Vollmilchschokolade.

Zum Preis von 7,60 Euro lässt sich er sich beim Bonifatiuswerk im

4er Pack erwerben, jeweils einzeln verpackt im hochwertigen Präsentkarton.

Bonifatiuswerk, Tel. (0 52 51) 2996- 54 / 53 (Frau Diße), Email:

bestellungen@bonifatiuswerk.de

Marx: Kruzifix-Urteil sendet falsches Signal

Der Münchner katholische Erzbischof Reinhard Marx hält das Straßburger

Kruzifixurteil für ein "falsches Signal". Am Rande der Freisinger Bischofskonferenz

kritisierte er die darin enthaltene Interpretation von Religionsfreiheit. Seiner Ansicht

nach hält sie rechtlichen Argumenten nicht stand. Die Richter betonten eine

rein negative Religionsfreiheit, "die unserer Tradition nicht entspricht".

____________________________________________________________

Inhalt

Geistliches Wort 2

Aktuelles 3

Inhaltsverzeichnis 3

Wallfahrt Kevelaer 4

Die Sternsinger kommen! 7

Kita-Förderverein 8

„Kirche in der DDR“ - Hinweis 9

Orgelkonzert Teltow 10

Gottesdienste 12

Martinszug 14

„Fotos der Grenze“ - Hinweis 14

Helfer gesucht! 15

Geburten, Hochzeiten, Todesfälle 15

Profess Rafael Statt OCist 16

Einkehrtag PGR und KV 18

Krippenausstellungen 20

Infos aus dem PGR 20

Willkommen an die Zugezogenen 21

Gruppen und Verbände 22

Impressum 23

Papst Johannes Paul II.

zur Weihnacht 24


Unterwegs zur

Gottesmutter

Gemeindewallfahrt nach Kevelaer

W

enn der Heilige Vater in Kevelaer

war, dann muss unsere

Kirchengemeinde auch dorthin!“,

sagte unser Wallfahrtsleiter

Olaf Jankowski zu Pfarrer Theuerl, als

ein Ziel für die Gemeindewallfahrt

2009 gesucht wurde. Diesem Gedankenblitz

hatten es 50 Gemeindemitglieder

also zu verdanken, dass sie –

nun schon als zweite Gruppe aus unserer

Gemeinde – vom 1. bis zum 4. Oktober

eine Wallfahrt nach Kevelaer

unternehmen konnten. In aller Frühe

brachen wir am Donnerstagmorgen

auf. Eine kurze Verschnaufpause nach

der Ankunft am frühen Nachmittag –

und schon ging es zur Stadtführung

durch Kevelaer. Man erfuhr allerlei

Wissenswertes und kam dem Grund

der Wallfahrtsaktivitäten in dem niederrheinischen

Städtchen auf die

Spur: Die Gottesmutter selbst hatte

Hendrick Busman 1642 den Auftrag

gegeben, eine Kapelle für sie zu errichten.

Der folgende Tag war ausgefüllt

von Aktivitäten außerhalb Kevelaers:

Zunächst ging es mit dem Bus

nach Steyl, wo Arnold Janssen die erste

Zentrale der nach diesem Ort benannten

Steyler Missionare gegründet

hatte. In unmittelbarer Nähe von

Janssens Grab feierten wir die Heilige

Messe. Am Nachmittag führte uns der

Weg in den Dom von Xanten. Hier gab

es eine Fülle von wunderschönen

kunsthistorischen Kleinoden zu betrachten,

hervorgehoben sei jedoch

die Krypta: In besonderer Weise wird

hier an Märtyrer aus der Zeit des Nationalsozialismus

erinnert. Auch das

Grab von Karl Leisner befindet sich

hier; er hatte sich als katholischer

Jugendführer dem nationalsozialistischem

Regime widersetzt und war im

Konzentrationslager Dachau am 17.

Dezember 1944 heimlich von einem

französischen Bischof zum Priester

geweiht worden. Im August 1945 starb

er an den Folgen seiner Gefangenschaft.

Schlicht und eindringlich – so

wird diese modern gestaltete Krypta

allen in Erinnerung bleiben.

Der Samstag – Tag der Deutschen Einheit

– begann mit einem festlichen

Pontifikalamt mit dem Limburger Bischof

Tebartz-van Elst. Die Zeit danach

stand zur freien Verfügung, die

jeder auf seine Weise nutzte: Mitbringsel

für die Lieben daheim wurden

erstanden und von den Mitreisenden

bewundert; die Cafés wurden getestet

und manch einer nahm die Gelegenheit

wahr, um sich die wunderschön

gestaltete Basilika von 1642 genauer

anzuschauen. Andere wiederum gingen

zur Anbetung oder in die Beichtkapelle.

Das fröhliche Geschnatter

unter den Wallfahrern verstummte


erst, als alle sich am Nachmittag zur

gemeinsamen Kreuzwegandacht versammelten.

Der Kreuzweg in Kevelaer

besteht aus beeindruckenden, lebensgroßen

Steinfiguren. Mit dem Kreuz

voran gingen wir von Station zu Station.

Still lauschten wir den von Teilnehmern

der Gruppe vorgetragenen

Meditationstexten. Die am Abend

stattgefundene Lichterprozession bildete

den stimmungsvollen und gelungenen

Abschluss einer Wallfahrt, die

wir alle so schnell nicht vergessen

werden! Katrin Baus


Das Grab Karl Leisners

Pilger unterwegs


Menschen, die uns auf unserer

Wallfahrt beeindruckt haben…

Die Kevelaer Reiseführerin

Unsere Reiseführerin Marianne, eine

geborene Kevelaerin und mit ihrem

Heimatort zutiefst verbundene Dame,

begleitete uns mit Enthusiasmus und

Engagement durch Kevelaer und Umgebung.

Der Bischof

Wir hatten das große Glück, dass wir

in der Marienbasilika mit dem Bischof

von Limburg, Dr. Franz-Peter Tebartzvan

Elst, das Pilgeramt feiern durften.

Wir erlebten einen jugendlich-frischen,

lebendigen und charismatischen Bischof.

Die Domführerinnen

Im Dom von Xanten erwarteten uns für

eine einstündige Führung zwei Kunsthistorikerinnen,

die uns, aufgeteilt in

zwei Gruppen, die Schönheiten des

beeindruckenden Domes nahe brachten.

Wir waren beeindruckt von ihrer

frischen und kompetenten Art, uns die

Kunstschätze dieses Domes in spannenden

Geschichten zu erschließen.

Diese Stunde war viel zu schnell vorbei.

Der Reiseleiter

Last but not least – Olaf Jankowski,

dem es gelungen ist, uns seine Liebe

zu Kevelaer zu vermitteln. Die Reise

war ausgezeichnet vorbereitet und bis

ins Detail perfekt organisiert. Er kümmerte

sich fürsorglich um die Belange

seiner Pilgergruppe.

Ein großes Dankeschön geht an dieser

Stelle noch einmal an Dich, lieber Olaf,

und an deine Frau Angelika, die dich in

der ganzen Zeit verständnisvoll unterstützte!

Katrin Baus, Barbara Marin,

Martina Pilsl, Bettina Thierfeldt

- 6 -


Die Pilgergruppe aus Sanctissima Eucharistia in Xanten.

Die Sternsinger kommen !

AKTION DREIKÖNIGSINGEN 2010

Am 2. und 3. Januar 2010 sind die Sternsinger unserer Gemeinde in den Straßen von

Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf unterwegs.

Mit dem Kreidezeichen

20*C+M+B+10

bringen sie als die Heiligen Drei Könige den Segen zum neuen Jahr.

Bei ihren Besuchen bitten unsere Sternsinger Sie auch um eine Unterstützung für

das Kindermissionswerk, welches fast 3000 Kinderhilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika,

Ozeanien und Osteuropa fördert.

Wer den Besuch der Sternsinger bei sich zu Hause wünscht, kann sich ab dem 1.

Advent in die Listen eintragen, die in unseren Kirchen ausliegen.

Es grüßen Sie alle herzlich,

Sabine Rettig und Andreas Chlebowski für Teltow

Barbara Marin und Martina Pilsl für Kleinmachnow und Stahnsdorf

- 7 –


Gemeinsam

für

unsere

Kita

Der Förderverein unserer

katholischen Kindertagesstätte

St. Thomas Morus feierte

einjähriges Bestehen

Am 2. November 2008 wurde von acht Eltern an unserer Katholischen Kindertagesstätte

St. Thomas Morus ein Förderverein gegründet. Zweck des Vereins ist die finanzielle

Förderung der Kindertagesstätte durch die Beschaffung von Mitteln, Beiträgen

und Spenden sowie durch Veranstaltungen, die der Werbung für den geförderten

Zweck dienen.

Sicher haben sich die Eltern und Freunde des Fördervereins schon gefragt, was der

Verein in der Zwischenzeit für unseren Kindergarten bewirken konnte. Die erste

Zeit nach der Gründung waren wir vorrangig damit beschäftigt, über Werbung unsere

Mitgliederzahl von acht Gründungsmitgliedern auf derzeit 26 Mitglieder zu erhöhen.

Mit den damit verbundenen Mitgliedsbeiträgen von 20 Euro/Jahr sowie durch

Spenden konnten wir unsere ersten Einnahmen verbuchen und uns damit erst einen

finanziellen Handlungsspielraum schaffen. U.a. durch den tollen Einsatz der Mitglieder

beim diesjährigen Sommerfest des Kindergartens am 20. Juni, bei dem wir

Kaffee, Waffeln und Grillwürstchen anboten, konnten wir unseren Etat auf derzeit

ca. 750,00 Euro (Stand Sept. 2009) weiter steigern.

Was passiert nun mit den Einnahmen? Die Mitgliederversammlung am 24.9.2009

stimmte mit der Kitaleitung ab, die Einnahmen wie folgt zu verwenden:

� Der Förderverein hat die Kosten für eine Aufführung des „Puppentheaters Berlin“

am 10.11.2009 im Kindergarten mit dem Titel „Der heilige St. Martin“

übernommen. Zu dieser Aufführung waren auch alle Geschwister der Kindergartenkinder

herzlich eingeladen!

� Der Förderverein übernimmt die Kosten für ein neues Trampolin mit Schutznetz

in der Außenanlage des Kindergartens.

� Wir möchten ferner ein Sicherheitstraining für die Kinder durch eine externe

Fachkraft durchführen lassen. Mit diesem Training sollen die Kinder lernen, dass

sie das Recht haben, nein zu sagen und sich zu wehren, wie sie Gefahren erkennen

und vermeiden und wie sie in Stress- und Notfallsituationen angemessen

handeln können („Starke Kinder wehren sich!“).

- 8 -


� Weiterhin möchten wir die Kitaleitung bei den Themen Verkehrserziehung und

Ernährungsberatung der Kinder angemessen unterstützen und haben hierzu

bereits Informationsmaterial externer Dienstleister zur Verfügung gestellt.

� Zum Fest St. Nikolaus überraschen wir die Kinder traditionell mit Weckmännern

mit Tonpfeifen und nach dem diesjährigen Krippenspiel der Kindergartenkinder

am 21. Dezember in der kath. Kirche Kleinmachnow werden wir im angrenzenden

Gemeindesaal Weihnachtsplätzchen, Kaffee und Glühwein anbieten.

Haben Sie auch eine Idee, wie Sie uns unterstützen können? Zögern Sie bitte nicht,

Ihre Ideen bei uns einzubringen, und werden Sie aktives oder passives Mitglied!

Falls Sie eine Mitgliedschaft derzeit nicht in Erwägung ziehen, besteht auch die

Möglichkeit, uns in Form einer einmaligen Spende auf unser Vereinskonto bei der

Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam (BLZ 160 500 00)

Konto-Nr.: 352 300 8858

finanziell zu unterstützen.

Da unser Förderverein vom Finanzamt Potsdam als gemeinnützig anerkannt ist,

können wir Ihnen auf Anforderung gerne eine Spendenbescheinigung ausstellen.

Alle Informationen und Kontaktdaten finden Sie auch auf unserer Webseite unter

http://foerderverein.kath-kita-kleinmachnow.de.

Wir wünschen den Kindern, ihren Eltern, den Erzieherinnen im Kindergarten sowie

allen Mitgliedern der Pfarrgemeinde ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

Josef Haeger, Vorsitzender; Martin Uhmann, stv. Vorsitzender; Mirna Richel,

Kassenwart

„Wie die Kraft der Kerzen zur

friedlichen Revolution 1989

führte“

Der Einfluss des ökumenischen konziliaren Prozesses

„Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der

Schöpfung“

Zu diesem Thema lädt der Pfarrgemeinderat die Gemeinde und Interessierte am

Donnerstag, 15. Dezember 2009, 19.30 Uhr

in den Gemeinderaum Kleinmachnow herzlich ein.

Als Teilnehmer dieses Prozesses referieren:

Herr Manfred Kruczek, Potsdam und

Herr Maximilian Tauscher, Kleinmachnow

- 9 –


Neue Meister spielten Altes

Zum 40. Geburtstag der Jehmlich-Orgel in Teltow

E

s war sicher ein kirchenmusikalischer

Höhepunkt in diesem

Jahr – der Nachmittag

des 18. Oktobers in der Teltower

Kirche Ss. Eucharistia. Die Kirche

war gut gefüllt mit Konzertbesuchern,

nicht nur aus der Teltower

Gemeinde. Anlass des Konzertes

war das 40-jährige Jubiläum der

Orgel, ein Meisterwerk der Firma

Jehmlich in Dresden, 1969 in die

Teltower Kirche eingebaut. Ich habe

sie ja schon in der Sommerausgabe

des Pfarrbriefes vorgestellt. *

Was die Orgel mit ihren 21 Registern

alles leisten kann, haben drei

Organisten bei diesem Konzert unter

Beweis gestellt. Veronika Breitenbach

zum Beispiel, die auf dieser

Orgel 1978 ihre C-Prüfung abgelegt

hatte. Sie spielte meisterhaft beim

Konzert Werke von Pachelbel, J.G.

Walther und eine Sonate von Georg

Friedrich Händel, begleitet von

Kerstin Heyer auf der Querflöte. Im

Schlussteil des Konzertes hat sie

dann gezeigt, dass man auf dieser

Orgel auch Modernes spielen kann,

z.B. „Penguins Playtime Nigel Ogden“,

ein Stück fast zum

„Mitschunkeln“.

Johannes Kaufhold, der noch im

vergangenen Jahr Organist und

Chorleiter in Teltow war und heute

die Kirchenmusik im benachbarten

Dekanat Berlin-Zehlendorf leitet,

entlockte der Teltower Orgel noch

viel mehr: eine Sonate von Felix

Mendelssohn-Bartholdy und zum

Schluss sogar, neben dem rhythmischen

„Blaze away“, eine gewaltige

Eigenkomposition, eine „Toccata“,

für die er lang anhaltenden Beifall

erhielt.

Schließlich Isabella Karpinski, die

seit einem Jahr als Nachfolgerin von

Johannes Kaufhold den Teltower

Kirchenchor leitet. Auch sie spielte

Klassisches (von Johann Sebastian

Bach z.B.) und Modernes – zu Beginn

schon eine Fanfare von Gordon

Young und im weiteren Verlauf zwei

Präludien der polnischen Komponisten

Kromolicki und Moniuszko. Dass

sie auch den Teltower Chor „im

Griff“ hat, konnte sie ebenfalls beweisen.

Die fast 30 Sängerinnen und

Sänger, die festlich gekleidet im

Altarraum Platz genommen hatten,

gaben dem Konzert eine besondere

Note. Sie sangen ebenfalls Klassisches

und Modernes, vom „Cantate

Domino“ (Pitoni) und dem „Veni

Sancte Spiritus“ (J. Michael Haydn)

über das bekannte „Ave verum corpus“

(Mozart) bis hin zu einem Russischen

Vesperchor, einem modernen

spanischen „Jubilate Deo“ (J.

Busto) und zum Schluss einem

Abendlied aus dem Odenwald mit

einem modernen Chorsatz. Auch

dafür gab es spontanen Beifall aus

dem Publikum. Die Publikums-

Gemeinde durfte an zwei Stellen

sogar selber mitsingen: beim Kanon

„In Gnaden uns behüte“ und zum

Schluss beim „Großer Gott, wir loben

Dich“. Der Chor sang zur Gemeinde

und Orgel dazu einen eigenen

Chorsatz, was besonders festlich

wirkte.


Pfarrer Michael Theuerl, der zu dem

Konzert geistliche Impulse setzte

und zum Schluss auch den Segen

spendete, konnte in der Kirche und

hinterher bei einem kleinen Empfang

im Pfarrsaal drei „Prominente“

begrüßen, die in der Geschichte der

Orgel und der Kirchenmusik in Teltow

eine wichtige Rolle spielten:

Frau Dr. Johanna Schell aus Potsdam,

früher die „Orgelsachverständige“

im Ostteil des Bistums Berlin,

die für die Anschaffung der

Jehmlich-Orgel maßgeblich Verantwortung

trug, Anita Köck aus Mainz,

damals als geborene von Malotki bis

1971 Kirchenmusikerin und Organistin

hier in Teltow, und Marianne

Reinisch, die als ihre Nachfolgerin

35 Jahre lang die Kirchenmusik in

Teltow maßgeblich prägte – bis zu

ihrem Ruhestand im Oktober 2006.

Man kann nur hoffen und

wünschen, dass die Kirchenmusik

in unserer Teltower

Gemeinde, auch unter

der jetzigen Leitung von

Isabella Karpinski, weiterhin

„gute Früchte trägt“

und dass sich noch viele

Sängerinnen und Sänger

finden, die am Mittwochabend

(19.15 Uhr) zur

Chorprobe kommen.

* Nachtrag:

Frau Dr. Schell hat mich

darauf aufmerksam gemacht,

dass in meinem Artikel

in der Pfarrbrief-Ausgabe vom

Sommer 2009 etwas nicht ganz stimmte:

Die kath. Gemeinde in Teltow hatte

nie eine „hauptamtliche A-Musiker-

Stelle“. Die Anstellungen von

v.Malotki/Köck und Reinisch waren

Sonderregelungen in Verbindung mit

der Situation im Ostteil des Bistums

Berlins nach 1961. Frau Malotki/Köck

wurde erst Anfang 1968 Organistin und

Chorleiterin in Teltow. Damit begann

auch dort der Unterricht, zunächst

allerdings nur am Klavier, da die neue

Orgel bekanntlich erst 1969 kam. Vorher

gab es hier nur ein Harmonium.

Die Unterrichtsdurchführung der C-

Organistenausbildung im Ostteil des

Bistums Berlin erfolgte an verschiedenen

Orten und Kirchen, nicht nur in

Teltow. Es war also hier nicht der einzige

Ausbildungsort. Die aus der Teltower

Gemeinde hervorgegangenen

Orgelspieler Veronika Breitenbach und

die Herren Schröder und Preuß waren

bereits Klavierschüler von Frau

v.Malotki/Köck.

Georg von Glowczewski

Die Organisten Teltows der letzten 40

Jahre: Veronika Breitenbach, Andreas

Schröder, Johannes Kaufhold, Dr. Johanna

Schell, Anita Köck,

Marianne Reinisch und

Isabella Karpinski (v.l.n.r.)

- 11 -


Gottesdienste

Sonntag

9 Uhr Teltow

10.30 Uhr Kleinmachnow

Montag

8.30 Uhr Teltow

Dienstag

8.45 Uhr Teltow

Mittwoch

8.30 Uhr Kleinmachnow

Donnerstag

18.30 Uhr Kleinmachnow

(ab 18 Uhr Rosenkranzgebet)

Freitag

18.30 Uhr Teltow

(ab 18 Uhr Rosenkranzgebet)

Samstag

18.00 Uhr Kleinmachnow

(Vorabendmesse)

******************************************************************************************************

8. Dezember

Hochfest der ohne Erbsünde

empfangenen Jungfrau und

Gottesmutter Maria

8.45h Hochamt Teltow

18.30h Hochamt KLM

Weihnachtsgottesdienste

24. Dezember

Heiligabend

15.00 Uhr Krippenspiel KLM

17.00Uhr Krippenspiel KLM

15.00 Uhr Krippenspiel Teltow

21.00 Uhr Adventliches Singen KLM

21.30 Uhr Christmette KLM

20.30 Uhr Adventl. Singen Teltow

21.00 Uhr Christmette Teltow

25. und 26. Dezember

Weihnachten, jeweils

9.00 Uhr Hochamt Teltow

10.30 Uhr Hochamt KLM

31. Dezember

17.00 Uhr Hochamt mit Jahresschlussandacht

Teltow

17.00 Uhr Hochamt mit Jahresschlussandacht

KLM

Roratemessen

Donnerstag 3., 10., 17. Dezember

5.00 h KLM, anschl. Frühstück

im Pfarrsaal

Freitag 11. und 18. Dezember

6.00 h Teltow (am 18. mit

Frühstück)

1. Januar 2010

Neujahr Hochfest der Gottesmutter

9.00 Uhr Hochamt in Teltow

10.30 Uhr Hochamt in Kleinmachnow

18.00 Uhr Hochamt in Teltow

6. Januar 2010

Epiphanie - Erscheinung des Herrn

9.00 Uhr Hochamt Teltow u. KLM

18.30 Uhr Hochamt Teltow u. KLM

2. Februar 2010

Darstellung des Herrn

8.45 Uhr Hochamt Teltow

18.30 Uhr Hochamt Kleinmachnow

17. Februar 2010

Aschermittwoch

9.00 Uhr Hl. Messe in KLM u. Teltow

18.30 Uhr Hl. Messe in KLM u. Teltow


Heilige Messen im Augustinum

Dienstag, 1. und 15. Dezember, 5. und 19. Januar 2010, 9. und 23. Februar 2010

jeweils um 18.15 Uhr.

Beichtgelegenheiten

Sonntag, 8.30 – 9 Uhr Teltow

Samstag, 17.30 – 18 Uhr Kleinmachnow

Besondere Beichtgelegenheiten:

Samstag, 19. Dezember 2009

16 bis 17 Uhr Teltow (Pfr. Paul)

17 Uhr bis 18 Uhr Kleinmachnow (Propst Müller)

Schülerbeichte

Dienstag, 22. Dezember, 11 bis 12 Uhr Teltow (Pfr. Theuerl)

Dienstag, 22. Dezember, 16 bis 17 Uhr Kleinmachnow (Pfr. Theuerl)

Dekanatsbeichttag in Herz Jesu Zehlendorf

Mittwoch, 16. Dezember, 16 bis 19 Uhr

Seniorenmessen

In Teltow jeden Dienstag 8.45 Uhr mit anschl. Kaffeetrinken

In Kleinmachnow: Mittwoch, 2. Dezember 2009, 13. Januar und 3. Februar jeweils

8.30 Uhr Hl. Messe mit anschl. Beisammensein und Vortrag.

Unseren Glauben mit Kindern feiern

Für Kinder sind regelmäßig folgende Angebote besonders ausgerichtet:


��Kindergottesdienste�

An jedem ersten Sonntag im Monat wird der Gemeindegottesdienst in Kleinmachnow

mit eigener Kinderkatechese gehalten.


��"Kirchenmäuse" Teltow�

Am 3. Sonntag im Monat bieten die „Kirchenmäuse“ in Teltow einen eigenen Kindergottesdienst

im Pfarrsaal an. Anschließend feiern wir mit den Erwachsenen die Eucharistie

in der Kirche. Mehr Infos bei Frau Rettig, Tel. 03328/300981. Neue Helfer sind

herzlich willkommen!


�� „Kirchenmäuse“ Kleinmachnow

sind am 3. Sonntag jeden Monats unterwegs. Dann findet ein Kinderwortgottesdienst

im Pfarrsaal mit anschließender Mitfeier der Eucharistie in der Kirche statt. Ankunft

10:15 Uhr, Beginn 10:30 Uhr. Kindern ab drei Jahren soll der Inhalt des Wortgottesdienstes

kindgerecht vermittelt werden. Infos bei Eva Richter, Tel. 033203/82601.

- 13 -


Martinszug mit großem

Zuspruch

Am 11. November 2009 zogen Groß und Klein von der

Kirche über den Seeberg vorbei an der Kita, wo sich die

Kindergartenkinder dem Zug anschlossen, zur Förster-

Funke-Allee. Es war ein schöner Laternenzug und es waren

mit fast 400 Personen so viele Teilnehmer, dass wir

nächstes Jahr hoffentlich auf der Straße laufen dürfen und nicht mehr über die

Gehwege stolpern müssen. Voran ritt St. Martin auf seinem Schimmel.

Ein Zeichen der Würde: Martin war ein guter Mensch! Dazu kleine, große,

farbige oder einfach nur weiße Laternen. Sie erzählen die Geschichte:

Martin, der Gott folgt, den Mantel teilt und der anderen hilft. Die Laternen

erleuchteten den dunklen Weg und führten uns zum Feuer. Dort teilten

wir die Martinshörnchen und den Punsch. Uns hat es viel Spaß gemacht und deshalb

möchten wir uns an dieser Stelle nochmals bei allen großen und kleinen Helfern

bedanken. Mirna Richel und Tobias Schulz

„Kleinmachnow eingegrenzt“

Fotos von Georg Heinze

Donnerstag, 21. Januar

2010, 19.30 Uhr

im Pfarrsaal unserer Kirche St.

Thomas Morus, Kleinmachnow.

Aus Anlass des 20. Jahrestages der

friedlichen Revolution und des Falls der Berliner Mauer zeigt unser Gemeindemitglied

Georg Heinze seine historisch einzigartigen Bilder, die er im Herbst 1989 in

und um Kleinmachnow gemacht hat.

Dazu gehören insbesondere authentische und erschütternde Aufnahmen der Sperranlagen

und des Todesstreifens, aber auch die kreativen Farbbilder und Sprüche

der Kleinmachnower Mauerkünstler, die diese so genannten „Grenzsicherungsanlagen“

konterkariert haben. Besonders beeindruckend sind die Fotos der Warteschlangen

der Visa-Antragsteller vor der Volkspolizeimeldestelle Teltow und die der

Grenzöffnung in Düppel und in der damaligen Philipp–Müller-Allee.

Wir wollen die Bilder zum Anlass nehmen, uns über die Ereignisse auszutauschen.

Es wird sicherlich ein interessanter Abend. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Pfarrer Michael Theuerl Kirchenvorstand Richard Reinfeld

- 14 -


Achtung:

Helfer für die Kirchenreinigung

in Kleinmachnow gesucht!

Nach wie vor ist die Situation der Kirchenreinigung in St. Thomas Morus sehr angespannt!

Das krankheitsbedingte Ausscheiden einiger langjähriger Helfer und ein

Wegzug aus der Gemeinde haben in die Gruppe der ehrenamtlichen Helfer

schmerzhafte Lücken gerissen, die nicht länger tragbar sind. Die verbliebenen Damen

und Herren leisten Außerordentliches - aber sie sind an ihre Grenzen gelangt.

Jeder Kirchenbesucher möchte doch einen sauberen und intakten Kirchenraum vorfinden.

Deshalb der dringende Appell an alle Gemeindemitglieder: Helfen Sie bitte,

bitte mit, dass unsere Kirche ihr würdiges Erscheinungsbild behält! Gesucht werden

ganz dringend engagierte Frauen und Männer, die bereit sind, hin und wieder mit

anzupacken, um unsere Kirche auf Vordermann zu bringen. Niemand muss fürchten,

ständig gerufen zu werden, wenn er oder sie die Mithilfe anbietet; auch schon

eine oder zwei freiwillige Arbeitsstunden im Monat helfen deutlich! Anbieten können

wir die Mitarbeit in einem netten fröhlichen Team, den Dank der ganzen Gemeinde

– und ganz sicher das Gefühl, tatkräftig zu einer würdigen und angemessenen

Verehrung Gottes in der Kirche St. Thomas Morus beizutragen!

Informationen bei Conny Weckert, Tel. 033203/23107

Aus dem liturgisch-sakramentalen Leben

Taufen: Madeleine Noack, KLM

Greta Grygier, KLM

Joshua Owczarczak, Teltow

Emma Johanna Kirscht, Teltow

Lina Knöbber, Teltow

Verstorben: Frau Hildegard Ressel, Teltow

Trauung: Enrico Rüffreck und Nadine Erdmann, Teltow

Goldene Hochzeit: Eheleute Dr. Helmut und Brigitte Weiß, Kleinmachnow

Rubinenhochzeit: Eheleute Anton und Monika Senger, Ruhlsdorf

- 15 -


Beten und Arbeiten in Heiligenkreuz

P. Rafael Statt legte seine Ewige Profess als Zisterzienser ab

D

ie feierliche Profess

zweier Zisterziensermönche

im

Stift Heiligenkreuz war

für 30 Gläubige aus dem

Dekanat Potsdam-

Luckenwalde Anlass für

eine Reise nach Wien.

Am Fest Kreuzerhöhung

legte der aus dem Dekanat

stammende Pater

Raphael Statt die ewigen

Ordensgelübde ab.

In seiner Teltower Heimatpfarrei

und seiner

Familie wuchs er in einer

Atmosphäre lebendigen Glaubens

auf. Liturgie und Musik waren ihm

schon als Jugendlicher wichtig, seine

Lebensmitte wurde jedoch zunächst

die bildende Kunst. Wilfried Statt, so

sein bürgerlicher Name, studierte

Bildhauerei. Seit 1989 lebte und arbeitete

er freischaffend in Stahnsdorf.

Das Lilienthal-Denkmal in Derwitz bei

Brandenburg, die Gestaltung des

Marktplatzes in Teltow und begehbare

Wasserspielskulpturen für zwei Kitas

in Kleinmachnow entstanden, aber

auch erste Arbeiten zu religiösen

Themen.

Eine Pietà war der Einstieg in die sakrale

Kunst, eine zweite Pietà wurde

zum Berufungsimpuls, als die Duisburger

Prämonstratenser sie in ihrer Kirche

ausstellen wollten. Das Chorgebet

der Ordensleute faszinierte ihn. Klosteraufenthalte

und Arbeiten für Kirchen

folgten in den Jahren vor dem

Ordenseintritt. Der Orgelprospekt in

Heilig Kreuz in Berlin-Hohenschönhausen

und der Tabernakel von St.

Martin im Märkischen Viertel zeugen

von dieser Phase. Im Jahr 2005 trat

der Künstler in das Zisterzienserkloster

Heiligenkreuz bei Wien ein, um

durch Gebet und Arbeit nach dem

benediktinischen Ideal

Gott zu dienen. Mit der

Kunst hatte er, nunmehr

als Frater Raphael, abgeschlossen.

Auf Wunsch

seines Abtes Gregor von

Henckel-Donnersmarck

nahm er jedoch bald

wieder seine künstlerische

Tätigkeit auf, im

Dienst des Klosters. Getragen

vom Chorgebet

hat er seither als Künstlermönch

sein Wirkungs-


feld erweitert. Er gestaltete den Altarraum

des Tochterklosters Bochum-

Stiepel und Messgewänder. Ein Glasfenster

als Gastgeschenk für den Papst

bei dessen Besuch im Stift vor zwei

Jahren und seine Beteiligung am CD-

Projekt "Chant", mit dem die Mönche

die Hitparaden stürmten, sorgten für

Aufmerksamkeit. Die vom Heiligen

Bernhard von Clairvaux Ende des 11.

Jahrhunderts gegründeten Zisterzienser

(„Ordo Cisterciensourm“, OCist)

sind in den letzten Jahren wieder in

den Mittelpunkt des Interesses gerade

junger Leute gelangt. So erfreut sich

das Kloster Heiligenkreuz zahlreicher

Berufungen.

Angehörige und Freunde aus der Teltower

Heimatgemeinde sowie Geistliche

aus allen katholischen Pfarreien

des Dekanats Potsdam-Luckenwalde

erlebten Pater Raphael in seiner neu-

en Umgebung. Der jung gebliebene

51-jährige identifiziert sich mit seinen

früheren Arbeiten. Seine neuen Aufgaben

- derzeit gestaltet er eine Kapelle

für den Kreuzweg des Klosters -

weiß er in das Chorgebet der Mönche

eingebettet. In die Heimat wird der

Mönch Raphael nur noch selten kommen.

Gäste sind in seinem Kloster

aber immer willkommen. Seine Freunde

und Verwandten wollen dies oft

nutzen. Mit der Feierlichen Profess,

bei der allein zwölf Priester aus der

brandenburgischen Heimat konzelebrierten,

hat sich P. Raphael Statt

OCist auf Lebenszeit an sein Kloster

gebunden, um seiner Berufung als

Mönch und Künstler zu folgen.

Thomas Marin

www.stift-heiligenkreuz.org

Aus dem Schweigen kommt alle Kraft.

- 17 –

Bernhard v. Clairvaux


Gott - Mitte unseres Lebens

Einkehrtag des Pfarrgemeinderats bei den Karmelitinnen

L

iturgischer Tanz? Mandalas nachzeichnen?? Den eigenen Lebensweg mit Naturmaterialien

legen???

So hatten wir uns den gemeinsamen Einkehrtag von Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand,

Küstern und Lektoren wirklich nicht vorgestellt! Aber genau das haben

wir getan – und es war nach übereinstimmender Meinung ganz großartig!

Doch der Reihe nach: Es ist Tradition, dass PGR und KV in unserer Gemeinde in jedem

zweiten Jahr einen gemeinsamen Einkehrtag verbringen. Angeregt durch vielfältige

positive Eindrücke einzelner Gemeindemitglieder und befeuert durch die

ausgesprochen einladende Reaktion der Karmelitinnen fiel unsere Wahl in diesem

Jahr auf den Karmel Maria Martyrum in Berlin-Plötzensee. Mit Schwester Maria-

Theresia wurde im Vorfeld zwar das Thema – Richtet eure Augen auf die Mitte –

und die Eckdaten des Tages abgesprochen, bis hin zu dem freundlichen Angebot,

für unsere Gruppe die Buchhandlung der Karmelitinnen auch am Samstagnachmittag

zu öffnen. Nur über die inhaltliche Gestaltung bewahrte sie Stillschweigen –

und das war ganz gut so, denn wer weiß, ob wir uns sonst auch so vertrauensvoll

unter ihre Führung begeben hätten …

So also trafen sich am 26. September zehn erwartungsfrohe KV- und PGRler, Lektoren

und Küster an der Klosterpforte. Wir wurden sehr herzlich willkommen geheißen

und erfuhren zunächst ein wenig über die Geschichte des Karmels Plötzensee.

Und dann kam auch schon die erste Überraschung: Sr. Maria-Theresia lud uns ebenso

freundlich wie resolut ein, uns zur Einstimmung unter Führung einer

Mitschwester auf einen kleinen liturgischen Tanz einzulassen. Erste unsichere Blicke

wurden unter uns Gästen gewechselt, schließlich sind wir alle aus dem experimentierfreudigen

Alter eher heraus, aber keiner wollte die Bitte der netten

Schwestern ausschlagen und so wagten wir denn den Versuch – und es tat überhaupt

nicht weh! Tatsächlich ging es eher um wenige rhythmische Schritte zu einer

Meditationsmelodie, durch die es uns gelang, den Alltag weitgehend auszuschalten

und uns ganz auf uns selbst und diesen besonderen Tag einzulassen. Zweimal, zur

Mittagspause und zum Abschied, haben wir noch „getanzt“ und es war dann überhaupt

kein Problem mehr.

Der Rest des Vormittags wurde von einem sehr anregenden geistlichen Vortrag von

Sr. Maria-Theresia ausgefüllt. Dabei stützte sie sich zunächst auf das mystische

Hauptwerk der Gründerin des Karmeliterordens, der heiligen Teresa von Avila: Die

Wohnungen der inneren Burg. Es sind kraftvolle Bilder, die uns in diesen Stunden

nahe gebracht wurden; so betrachtet Teresa „unsere Seele als eine gänzlich aus

einem … sehr klaren Kristall bestehende Burg, in der es viele Gemächer gibt. (...)

Und in der innersten Mitte von all diesen Wohnungen liegt die vornehmste, in der

die höchst geheimnisvollen Dinge zwischen Gott und der Seele vor sich gehen.“ Daher

auch der Leitspruch des Tages: Richtet eure Augen auf die Mitte. In der weiteren

Entwicklung ihrer Gedanken betrachtete Schwester Maria-Theresia mit uns das

Phänomen des Labyrinths als Symbol eines Lebenswegs. Im Gegensatz zum Irrgarten

führt ein Labyrinth immer, wenn auch mit unzähligen Wendungen und Umwegen, in

eine Mitte. Gernot Candolini schreibt: „Wenn unser Leben ein Irrgarten ist, dann ist

die Grundstimmung des Lebens die Angst vor Irrtum und Verlorensein. Wenn unser


Leben ein Labyrinth ist, dann haben wir eine Mitte und unsere Grundstimmung ist

das Vertrauen in eine letzte Geborgenheit.“ An dieser Stelle kamen übrigens die

Mandalas zum Einsatz: Eigentlich waren es unendlich verschlungene Labyrinthe, die

wir mit Stiften nachfuhren, während wir über die Parallelen in unserem Leben

nachdachten und sprachen, wie viel Geduld es braucht, auf dem kurvenreichen

Weg zu bleiben und wie lohnend solche Ausdauer doch ist, weil wir ja wissen sollten,

dass jedes Labyrinth in einer Mitte mündet, in der Gott auf uns wartet. Am

Nachmittag haben wir diese vielschichtigen Überlegungen dann kreativ umgesetzt

und aus einer Fülle von bereit liegenden Materialien unseren ganz persönlichen Lebenswege

gelegt. Und wieder haben wir die Erfahrung gemacht: Die Aufgabe klang

zunächst eher befremdlich und manch einer sträubte sich ein wenig, aber dann

tauchten wir immer tiefer in die Aufgabe ein und gingen darin auf. Und die Ergebnisse

waren einfach faszinierend. Selbst Sr. Maria-Theresia bat darum, die Werke

liegen lassen zu dürfen, um sie ihren Mitschwestern am Abend zeigen zu können.

So ging ein Tag zu Ende, an den alle, die teilgenommen haben, sicher noch lange

denken. Ganz besonders beigetragen zu dieser Begeisterung hat zweifellos auch die

Teilnahme am Chorgebet der Karmelitinnen in der Krypta, mittags mit anschließendem

Friedensgebet und abends die Vesper, zu der einige noch blieben. Jedem

sei die Mitfeier dieser Gebetszeiten, die immer öffentlich sind, wärmstens empfohlen!

Alle Informationen finden sich auf der Homepage www.karmel-berlin.de.

Uns Teilnehmern bleibt, uns bei Schwester Maria-Theresia von Herzen zu bedanken

für einen außergewöhnlichen und überraschenden Tag, an dem wir für einige Stunden

den Alltag hinter uns ließen und uns ganz auf uns selbst und unsere Mitte eingelassen

haben, an dem aber auch viel gegenseitige Hochachtung und Wertschätzung

innerhalb der Gruppe der Ehrenamtlichen gewachsen ist.

Christiane Heinen

- 19 -


Erstmals: Krippenausstellungen

Angeregt durch den sehr erfolgreichen Versuch in der Gemeinde St. Bernhard in

Berlin-Dahlem 2008 möchte der Pfarrgemeinderat es in unseren beiden Kirchen in

diesem Jahr wagen, zwei Krippenausstellungen auf die Beine zu stellen. Gedacht

ist an eine unkomplizierte Schau privater Krippen von Gemeindemitgliedern in den

beiden Pfarrsälen. Und so stellen wir uns den Ablauf vor:

Am 3. Adventssonntag (12.12.) in Kleinmachnow und am 4. Adventssonntag

(19.12.) in Teltow sind alle Familien eingeladen, ihre private Krippe eine Stunde

vor Beginn der Hl. Messe im Pfarrsaal aufzubauen. In Kleinmachnow wird es auch

bereits im Umfeld des Vorabendgottesdienstes Gelegenheit für den Aufbau geben.

Tische für die Präsentation werden vorbereitet sein, ebenso auch Schilder für den

Namen der Besitzerfamilie (wer seine Krippe allerdings anonym zeigen möchte, ist

ebenso willkommen!) Nach dem Gottesdienst werden dann alle Gemeindemitglieder

eingeladen, sich die Ausstellung anzuschauen und sich über die Eindrücke auszutauschen.

Ist der letzte Interessierte gegangen, können alle Krippen wieder mit

nach Hause genommen werden.

Wir würden uns sehr freuen, wenn diese Anregung auf eine große Resonanz stößt!

Ganz sicher gibt es einen reichen und vielfältigen Schatz an Krippen in unsere Gemeinde,

der bei dieser Gelegenheit allen einmal zugänglich gemacht werden könnte.

Anmeldungen sind nicht erforderlich, bei Rückfragen steht Christiane Heinen

(Tel. 033203/80802) gerne zur Verfügung.

________________________________________________________________________

Aktuelles aus dem Pfarrgemeinderat

Am 6. November 2009 traf sich der Pfarrgemeinderat. Neben der Planung der Feste

und Veranstaltungen bis Jahresende beschäftigte sich der PGR mit Chor und Kirchenmusik.

Frau Isabella Karpinski berichtete über die Arbeit des Chores in Teltow. Durch Mitglieder

des PGR und des Kirchenvorstands wurde über die Arbeit des Kleinmachnower

Chores und der Organisten berichtet.

Über geplante Baumaßnahmen in Kleinmachnow berichtete Herr Maximilian Tauscher

vom Kirchenvorstand.

Die nächste Sitzung des Pfarrgemeinderats findet am 22. Januar 2010 im Pfarrsaal

Teltow statt. Themen werden u.a. die Organisation (mögliche Einrichtung von Arbeitskreisen

oder Ausschüssen), die Nachwahl eines zweiten stellvertretenden Vorsitzenden

und die Wallfahrt sein.

Ronny Bereczki

- 20 -


Ein herzliches Willkommen allen Gläubigen,

die neu zugezogen sind!

Liebe neue Gemeindemitglieder,

sehr herzlich heißt unsere Pfarrei Sie bei uns willkommen. In

den letzten Jahren ist unsere Pfarrei Sanctissima Eucharistia –

dazu gehören Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf, Großbeeren

– dank der vielen Zuzüge auf fast 5000 Katholiken angewachsen.

Aber nicht nur zahlenmäßig bedeuten Sie für uns eine

große Bereicherung, sondern mehr noch inhaltlich – so viele

gute, segensreiche Initiativen sind in unserer Pfarrei neu entstanden!

Der Pfarrbrief, der zu Weihnachten und Ostern an alle

katholischen Haushalte, die uns gemeldet sind, verteilt

wird, berichtet davon. Vielleicht ist auch etwas dabei, zu dem

Sie mit Ihren Talenten und Fähigkeiten zum Aufbau einer lebendigen

Gemeinde beitragen könnten?

Die Mitte all unseres Tuns ist die Feier des Gottesdienstes an

Sonn- und Feiertagen, aus der unser Glaube lebt. So wünsche

ich Ihnen von Herzen, dass in all Ihrem Suchen nach einer

neuen Heimat und bei allen äußerlichen Veränderungen Christus

selbst immer und überall Ihre eigentliche Heimat bleibt,

von der die Heilige Schrift sagt: Unsere Heimat aber ist im

Himmel.

Mit herzlichen Segensgrüßen,

Ihr

Michael Theuerl, Pfarrer

- 21 -


Aus unseren Gruppen und Verbänden

Bibelkreis

1. Dezember, Kleinmachnow

Textstelle: Lk 3,1-6;

5. Januar 2010,Teltow

Textstelle: Mt 2,1-12;

2. Februar 2010,Kleinmachnow

Textstelle: Lk 2,22-40

Kirchenchor

Der Kirchenchor in Teltow trifft sich

immer mittwochs 19.45h bis 20.45h im

Pfarrsaal in Teltow, Ruhlsdorfer Str.

28 zur gemeinsamen Probe. Interessierte

Sängerinnen und Sänger sind

herzlich eingeladen! Bei Rückfragen:

Tel. 03328 336841, Chorleiterin Isabella

Karpinski.

* * *

Jugendgruppe Teltow

Die Treffen der Jugend in Teltow finden

- abgesehen von Sonderaktionen/veranstaltungen

- jeweils am 3. Samstag

im Monat von 18.00 – 20.00 Uhr im

Pfarrsaal Teltow statt.

* * *

Kolpingfamilie

Die Versammlungen sind wie gewohnt

jeden 2. Montag im Monat.

Anlässlich des Kolping-Gedenktages

(04.12.) werden wir am 06. Dezember

um 9.00 Uhr Gottesdienst feiern mit

anschließendem gemütlichen Beisammensein.

Adventsfeier am 14. Dezember,

19.15h

Am 11. Januar 2010, 19.15 Uhr, Lichtbildervortrag

von Frau Dr. Schilitz

"Unterwasserwelten".

Am 8. Februar 2010, 19.15 Uhr, Lichtbildervortrag

von Herrn Georg Heinze

"Kleinmachnow eingegrenzt" (s.a. S.

20)

Am Sonntag 17. Januar 2010 um 11.00

Uhr findet der Gottesdienst des Bezirksverband

Süd der KF zum Jahresanfang

in St. Matthias Schöneberg

statt.

* * *

Pfarrbibliothek

Derzeit bietet unsere Katholische Öffentliche

Bücherei viele neue Bücher

an. Die Bücherei in Kleinmachnow ist

jeden Sonntag nach der Heiligen Messe

geöffnet, sowie jeden Sonnabend

nach der Vorabendmesse.

Ministranten

* * *

Ministrantenausbildung findet jeweils

Dienstag in der Zeit von 15.30 Uhr bis

16.15 Uhr im Pfarrsaal in Kleinmachnow

statt. Alle anderen Gruppenstunden

bitte dem Ministrantenplan entnehmen

oder bei Conny Weckert im

Pfarrbüro – 033203/23107 oder

0176/24433893 erfragen.

In Teltow finden die

Ministrantenstunden jeweils am ersten

Samstag im Monat um 10.00 Uhr statt.

Ansprechpartner sind Fabian Völkel

und Ronny Bereczki.

- 22 –


Anschriften

Pfarrkirche Ss. Eucharistia

Ruhlsdorfer Str. 28

14513 Teltow

Telefon 03328/41467

Telefax 03328/353312

Bürozeiten:

Montag 8.30 – 14.00 Uhr

Mittwoch 13.30 – 18.30 Uhr

Kirche St. Thomas Morus

Hohe Kiefer 113

14532 Kleinmachnow

Telefon 033203/23107

Telefax 033203/80873

eMail: ThomasMorusKLM@aol.com

Bürozeiten:

Dienstag 8.30 – 13.30 Uhr

Donnerstag 14.00 – 18.00 Uhr

www.sanctissima-eucharistia.de

Kath. Kindergarten St. Thomas Morus

Adolf-Grimme-Ring 5

14532 Kleinmachnow

Telefon 033203/24842

www.kath-kita-kleinmachnow.de

Bankverbindung

Ss. Eucharistia

Konto Nr. 3522020978

Mittelbrandenburgische Sparkasse

Potsdam

BLZ 160 500 00

Der nächste Pfarrbrief erscheint

am 21. Februar 2010.

Redaktionsschluss: 8. Februar

- 23 -

Ansprechpartner

Pfarrer

Kirchenmusiker

Hausmeister

Michael Theuerl, Teltow

Irmgard Mann

Isabella Karpinski

(Tel. 03328/336841)

Daniel Preuß

Pfarrsekretärin

Cornelia Weckert, Kleinmachnow

Leiterin des Kindergartens

Danuta Kucharska

Pfarrgemeinderat

Ronny Bereczki, Vorsitzender

Christiane Heinen, stv. Vorsitzende

Impressum

Herausgeber:

Pfarrgemeinderat der Katholischen

Pfarrgemeinde Sanctissima Eucharistia

Redaktion:

G. u. Ch. Heinen

(V.i.S.d.P.; Tel. 033203/80802)

eMail: InfoEucharistia@aol.com

Fotos: Marin, Jankowski (S. 4-7); Haeger

(S. 8); Glowczewski (S. 11); Heinze

(S. 14); Gaschler (S. 16,17); Heinen

(S. 19)

Druck: Feller, Teltow


Gesegnete Weihnacht!

Sie ist Begegnung einfacher Herzen,

Mahnung zur inneren Reinigung,

zur Güte allen gegenüber,

weil die Güte und Liebe Gottes,

unseres Heilandes, erschienen ist.

Der Friede der guten und gerechten Menschen kommt von oben und hebt nach

oben. Er will nichts mit den oberflächlichen Neigungen und Wünschen der Liebhaber

dieser Welt gemein haben. Er überwindet alle Hindernisse und führt den Menschen

von den gefährlichen Vergnügungen weg zu den wahren Freuden. Wie wir uns

einem einzigen Willen und in einer einzigen Überzeugung des Glaubens, der Hoffnung

und der Liebe vereint fühlen, möge und der Geist des Friedens zum Frieden

führen.

Papst Johannes Paul II.

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