tive und Teilrevision RPG - Gewerbeverband des Kantons Luzern

gewerbeverband.lu.ch

tive und Teilrevision RPG - Gewerbeverband des Kantons Luzern

Gewerbeverband des Kantons Luzern, Mitteilungsmagazin 06 / 10

DV Gewerbeverband:

Übereinstimmend

kämpferische Töne

6

Teilrevision RPG:

Interview mit Charles

Buser, bauenschweiz

8

Lehrabschlussfeier:

Erstmals gemeinsam.

Wichtige Informationen

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Gewerbeverband des

Kantons Luzern

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Editorial

Gewerbekongress 2010

in Lugano

Am Freitag, 28. Mai 2010, trafen sich Gewerbevertreter aus der ganzen

Schweiz im Tessin. Die ca. 400 Delegierten und Gäste boten mit

dem abtretenden SGV-Präsidenten Edi Engelberger eine eindrückliche

Kulisse und Manifestation für die schweizerische KMU-Wirtschaft. Im

Mittelpunkt stand die einstimmig erfolgte Wahl von Nationalrat Bruno

Zuppiger, SVP, zum neuen Präsidenten des Schweizerischen Gewerbeverbandes.

Mit dem Duo Bruno Zuppiger und Hans-Ulrich Bigler, Direktor,

sind wir überzeugt ein schlagkräftiges Führungsteam im SGV zu haben, um der

gerechten Anerkennung der KMU in der Schweizerischen Volkswirtschaft Nachdruck zu

verleihen. Ein Höhepunkt war die «Resolution des Schweizerischen Gewerbekongresses».

Präsident Bruno Zuppiger will die Regulierungskosten für die KMU senken und

kündigte den bedingungslosen Kampf gegen die Überregulierung an.

Ausgangslage in Kurzform

Wir KMU leisten mit hoher Wertschöpfung einen sehr wesentlichen Beitrag zum Wohlstand

unseres Landes. Diese Leistungen werden von unserer Politik vielfach gerühmt

und anerkannt. Doch im politischen Alltag ist davon kaum mehr etwas zu spüren. Im

Gegenteil, eine fortschreitende Regulierungsdichte auf allen Ebenen ist feststellbar. Dies

kostet uns KMU Zeit, Nerven und Geld. Der SGV akzeptiert nicht, dass den KMU immer

mehr Auflagen, Vorschriften und Sonderaufgaben aufgebürdet werden. Die hohe Regulierungsdichte

verhindert ein nachhaltiges Wachstum, gefährdet Arbeitsplätze und miss -

achtet den gesellschaftspolitischen Beitrag unserer Unternehmungen.

Resolution

Der Schweizerische Gewerbekongress fordert den Abbau drückender Regulierungskos -

ten in den KMU, um dadurch die Schweizerische Volkswirtschaft nachhaltig auf Wachs -

tumskurs zu bringen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Gefordert werden:

1. Senkung der Regulierungskosten um 20 Prozent bis 2018

2. Die Gesetzgebung einer Regulierungskosten-Messung zu unterziehen

3. Erfassung neuer Regulierungskosten bei neuen Regelungen (Gesetz, Verordnung)

4. Führen einer verwaltungsunabhängigen KMU-Regulierungskontrollinstanz

5. Gesetze und Verordnungen sind zeitlich zu limitieren, um auf Grund von Erfahrungswerten

deren Wirkung und Effizienz periodisch evaluieren und notwendige Regulierungen

vornehmen zu können.

6. Kantone und Gemeinden sind aufgerufen, die Forderungen in ihrem Verantwortungsbereich

ebenso umzusetzen.

Das Erreichen dieser Forderungen zum Wohle unserer Unternehmungen und der

Schweizerischen Volkswirtschaft verlangt unsere ganze Solidarität auf allen Stufen der

gewerblichen Verbände.

Julius Salzmann

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Impressum Inhalt

Edition 18. Juni 2010

95. Jahrgang

Herausgeber

Gewerbeverband des Kantons Luzern

Redaktion

Ursula Schürmann-Häberli

Korrespondenzadresse

Gewerbe Luzern, Eichwaldstrasse 15, Postfach 3069, 6002 Luzern

Telefon 041 318 03 18, Telefax 041 318 03 19, www.gewerbeverband-lu.ch,

info@gewerbeverband-lu.ch

Abonnemente

Einzelexemplare CHF 5.–, Jahresabonnement Kt. Luzern CHF 25.–,

Jahresabonnement Schweiz CHF 35.–, Jahresabonnement Ausland CHF 55.–

Für Verbandsmitglieder obligatorisch und im Jahresbeitrag inbegriffen.

Auflage

8500 Exemplare

Inserateverwaltung

Wallimann Druck und Verlag AG, 6215 Beromünster

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Gestaltung

Hilfikergrafik, 6002 Luzern

Layout und Druck

Wallimann Druck und Verlag AG, 6215 Beromünster

Inserate- und Redaktionsschluss, Erscheinungsdatum

Juli/Aug.-Ausgabe: 2. Juli 2010 (Ins.-/Red.-Schluss), erscheint am 23. Juli 2010

September-Ausgabe: 27. Aug. 2010 (Ins.-/Red.-Schluss), erscheint am 17. Sept. 2010

Oktober-Ausgabe: 17. Sept. 2010 (Ins.-/Red.-Schluss), erscheint am 15. Oktober 2010

Erscheint 10-mal jährlich

Der Inhalt der Artikel widerspiegelt die Auffassung der Autoren und deckt sich nicht

notwendigerweise mit der Meinung der Redaktion. Nachdruck unter Quellenangabe

gestattet, Belegexemplare erwünscht. Für ungebeten eingesandte Artikel und Fotos

übernimmt die Redaktion keine Haftung.

Die Tochter- und Partnergesellschaften des Gewerbeverbands des Kantons Luzern:

Gewerbe-Treuhand, Dacor-Informatik, Lufida-Revision.

Gewerbeverband des Kantons Luzern, Mitteilungsmagazin 06 / 10

DV Gewerbeverband: Teilrevision RPG: Lehrabschlussfeier:

Übereinstimmend Interview mit Charles Erstmals gemeinsam.

kämpferische Töne Buser, bauenschweiz Wichtige Informationen

6

8

19

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Die Natur bedarf des Schutzes, das ist unbestritten.

Verhinderungspolitik kann aber nicht der richtige

Weg sein! Die weltweite Erfahrung zeigt, dass nur

dort wirkungsvoller Naturschutz betrieben werden

kann und wird, wo die Wirtschaft floriert und der

Naturschutz mit ihr einhergeht. Charles Buser,

Direktor bauenschweiz, sagt klar, weshalb weder

Landschaftsinitiative noch der Gegenvorschlag des

Bundesrates taugliche Mittel sind (Seiten 8 – 9).

Im Bild: Aufeinandertreffen von industrieller Nutzung

und Landwirtschaft. Kehrrichtverbrennungsanlage

des Tessins in Giubiasco, Magadinoebene.

(Foto: Curt Mayer)

5

Editorial

Gewerbekongress 2010 in Lugano 3

Organe

Delegiertenversammlung Gewerbeverband

Luzern: Steuern sollen erneut sinken 6

Wirtschaftspolitik

Teilrevision RPG – Interview mit Charles

Buser, Direktor bauenschweiz 8

Raumplanungsgesetz: Da sieht

bauenschweiz den Handlungsbedarf 11

Bundespolitik: Sture und inkohärente

Klimapolitik 13

Steuereinheiten 2010 Kanton Luzern 14

Bildungspolitik

Projekt «startklar»: Zentral erfassen,

individuell betreuen 16

Berufliches Vorbereitungsjahr an Freis’s

Schulen Luzern – ein Interview mit Leiter

Donat Eltschinger 17

Luzerner Berufsbildungsgespräche: «Unser

Berufsbildungssystem ist Weltspitze» 18

Veranstaltungen

Kantonale Lehrabschlussfeier 2010:

Erstmals gemeinsam 19

KMU-Sprechstunde

Arbeitsrecht: Das Konkurrenzverbot 23

Auszeichnungen und Jubiläen 25

Sektionen

Gewerbeverein Rickenbach 26

Luzerner Schreiner 26

luzernermaler 27

Luzerner Kaminfegermeister-Verband 27

Carrosserie-Verband Zentralschwiz 28

Region Luzern West 28

gewerbe rontal kmu root-dierikon-gisikonhonau

29

AGVS Sektion Zentralschweiz 29

Einzelmitglieder 30

Gewerbekalender 31

Bildungsteil, blaue Seiten 20 – 21


GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Organe

Delegiertenversammlung 2010 Gewerbeverband Luzern

Steuern sollen

erneut sinken

Das Luzerner Gewerbe formulierte anlässlich seiner Delegiertenversammlung

2010 in Wolhusen seine Forderungen an die Politik

und erhielt dabei prominente Unterstützung vom Schweizerischen

Mutterverband. Regierungsrat und Finanzdirektor

Marcel Schwerzmann lobte das Gewerbe für seine trotz wirtschaftlich

schwieriger Zeiten sozialpolitisch vorbildliche Haltung.

Aufmerksame Zuhörerschaft,

im Vordergrund

(von links): Peter Schilliger,

Kantonsrat, Zentralpräsident

suissetec und Präsident

Prüfungskommission

Prüfungs verfahren Kanton

Luzern, Hans-Ulrich Bigler,

Direktor Schweizerischer

Gewerbeverband sowie

Ehren mitglied und vormaliger

Zentralpräsident Hans-

Urs Hengartner.

«2015 sollen die Steuern im Kanton Luzern

erneut sinken», sagte Werner Bründler, Direktor

des Kantonalen Gewerbeverbandes, an der Delegiertenversammlung

in Wolhusen. Es sei zwar

nur ein «Arbeitstitel», aber nach dem erfolgreichen

Abstimmungsresultat zur Steuergesetzrevision

2011 sei eine Gruppe von Fachleuten

bereits daran, die Eckpfeiler einer weiteren Steuersenkungsrunde

auszuformulieren. Steuersenkungen

seien aber nur ein Faktor für langfristigen

wirtschaftlichen Erfolg, ergänzte Gastredner

Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen

Gewerbeverbandes. Ebenso wichtig sei es,

«die KMU administrativ zu entlasten und die

Abgaben und Gebühren auf keinen Fall weiter

zu erhöhen». Als unrühmliches Beispiel nannte

er die Konzessionsgebühren für KMU, welche

die Billag künftig erheben will. «Haben Sie

schon mal einen KMU gesehen, der fern sieht?»,

warf Bigler in die Menge. Überhaupt bräuchten

KMU keine weiteren Regulierungen. Die sollten

sich wenn schon an jene Grossunternehmen

richten, die mit der Zahlung von haltlosen Boni

die Hauptschuld an der Finanzkrise tragen. Bigler:

«Die KMU haben nichts zur Krise beigetragen

und dürfen deshalb auch nicht belangt werden.»

6

Ruedy Scheidegger, Zentralpräsident Gewerbeverband

des Kantons Luzern, schreibt das gute Überstehen der

Wirtschaftskrise der vergleichsweise besseren Struktur

der Schweizer Wirtschaft zu. (Fotos: apimedia)

Regierungsrätliches Lob

Ein dickes Lob ernteten die anwesenden Gewerbevertreter

vom Luzerner Finanzdirektor Marcel

Schwerzmann. Sie hätten auch in dieser wirtschaftlich

schwierigen Zeit ihre sozialpolitische

Verantwortung wahrgenommen und nicht aufgehört,

Arbeitsplätze bereitzustellen und Lehrlinge

auszubilden. Damit das auch in Zukunft so

bleibe, sei die Luzerner Regierung weiterhin

bestrebt, «die erwirtschafteten Gewinne so weit

als möglich in den Unternehmen zu belassen».

Keine hohen Wellen warfen die traktandierten

Geschäfte. Als wichtige Ziele für das laufende

Geschäftsjahr nannte Zentralpräsident Ruedy

Rechenschaftsablage über die Tätigkeiten des vergangenen

Geschäftsjahres: Gewerbeverbandsdirektor Werner

Bründler.


Werner Bieri, Präsident

Gewerbeverein Wolhusen-

Werthenstein, sorgte zu -

sammen mit seinem Team

für ein ansprechendes

Rahmenprogramm für die

Delegiertenversammlung.

Sympathische Vorstellung

der Gemeinden Wolhusen

und Werthenstein, auch im

Namen ihres Werthensteiner

Amtskollegen Beat

Bucheli, durch Gemeindepräsidentin

Brigitte Imbach.

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Organe

Scheidegger diverse verkehrspolitische Massnahmen

wie den Bypass via A2 und den Tiefbahnhof

Luzern, die Revision des Raumplanungsgesetzes

und die Imageförderung der

gewerblichen Berufe. Der anschliessende Apéro

wurde von der gastgebenden Sektion Wolhusen-

Werthenstein offeriert, das Nachtessen im

«Rössli ess-kultur» vom Kantonalen Gewerbeverband.

18 neu zertifizierte Geschäftsfrauen

Vor dem Nachtisch wurden die 18 KMU-Frauen

geehrt, welche den diesjährigen Kurs der «Schule

für die Geschäftsfrau» erfolgreich absolvierten.

Der Lehrgang, der vom Kantonalen Gewerbeverband

bereits seit 16 Jahren angeboten wird, vermittelt

erwerbstätigen Frauen das Rüstzeug, um

einen Betrieb selbstständig zu führen und ermöglicht

ihnen, gegenüber Mitarbeitenden, Kunden

Finanzdirektor Marcel Schwerzmann sprach sich für die

Stärkung der KMU-Wirtschaft aus.

7

Die erfolgreichen Absolventinnen

des Lehrgangs

2009/2010 der Schule für

die Geschäftsfrau: Karin

Meier, Buttisholz; Susanne

Haas, Schwarzenberg;

Sonja Schick, Littau; Ivanka

Beljan, Meggen; Sandra

Hecht, Zell; Luzia Häller-

Huber, Oberkirch; Claudia

Tanner, Flühli; Regula

Blum, Obernau; Ursula

Amrein, Neudorf; Erika

Imfeld Küchler, Luzern;

Petra Scheuber-Meier,

Beromünster; Sabine

Widmer-Schärli, Sarnen;

Esther Gabriel, Luzern; Rita

Steiger-Arnold, Bero -

münster; Daniela Häberli

Gander, Luthern (fehlt auf

dem Bild); Margrit Jurt-

Schmidlin, Rickenbach;

Isabelle Elmiger, Hochdorf;

Martha Christen, Hergiswil,

und Schulleiterin

Ursula Schürmann-Häberli.

und Lieferanten sicher aufzutreten. Der nächste

Lehrgang startet übrigens am 3. September

2010. Die nächste Delegiertenversammlung

des Kantonalen Gewerbeverbandes findet am

11. Mai 2011 in Sempach statt.

Daniel Schwab

Daten für die Agenda

– Am 11. Mai 2011 findet in Sempach die nächste

Delegiertenversammlung des Gewerbeverbandes

des Kantons Luzern statt.

– Am 26. August 2010 startet der Lehrgang

2010/2011 der Schule für die Geschäftsfrau.

Anmeldeschluss: 16. Juli 2010.

Informationen und Anmeldung:

www.gewerbeverband-ch > Weiterbildung

– Weitere wichtige Daten finden Sie im Gewerbe -

kalender Seite 31 oder auf der Website

www.gewerbeverband-lu.ch

Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes,

kündete den ständig zunehmenden Nebensteuern

und Abgaben den kompromisslosen Kampf an.


GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Wirtschaftspolitik

Interview mit Charles Buser, Direktor bauenschweiz

Nein zu Landschaftsinitiative

und Teilrevision RPG

Charles Buser, Direktor von bauenschweiz, der Dachorganisation

der Schweizer Bauwirtschaft, äussert sich in einem Interview zu

Zusammenhängen und Hintergründen und legt Argumente auf

den Tisch, weshalb die Landschaftsinitiative nicht der richtige

Weg zur Korrektur der Raumplanungsgesetzgebung ist und

warum auch der Gegenvorschlag des Bundesrates nicht genügt.

* In seinem Referat anlässlich

der Plenarversammlung

der Luzerner Bauwirtschaftskonferenz

sprach

der Direktor von bauenschweiz,

Charles Buser, zu

folgenden Punkten: Bauhandwerkerpfandrecht,

Beschaffungsrecht, Raumplanungsgesetz,

Revision

Mehrwertsteuergesetz,

KBOB-Werkverträge und

Zahlungsfristen.

Charles Buser*. (Foto: z.V.g.)

Aufgrund der Ergebnisse der im Frühjahr 2009

abgeschlossenen Vernehmlassung zu einem

neuen Raumentwicklungsgesetz REG verzichtete

der Bundesrat auf eine Totalrevision und

legt dem Parlament nun eine Teilrevision des

RPG vor, als indirekten Gegenvorschlag zur

Landschaftsinitiative. Wir haben die Gelegenheit

des Auftritts von Charles Buser, Direktor

von bauenschweiz, als Referent anlässlich der

Plenarversammlung der Luzerner Bauwirtschaftskonferenz

von Ende April im Zentrum

Gersag, Emmenbrücke, genutzt, um ihm ein

paar Fragen zur Landschaftsinitiative und zum

Gegenvorschalg des Bundesrates zu stellen.

Charles Buser, können Sie kurz aufzeigen,

worum es bei der Landschaftsinitiative

im Wesentlichen geht?

Während bis anhin grundsätzlich die Kantone

für die Raumplanung zuständig sind, sollen neu

Kantone und Bund gemeinsam auf den haushäl-

8

terischen Umgang mit dem Boden verpflichtet

werden. Die Trennung des Baugebiets vom

Nichtbaugebiet und der Schutz des Kulturlandes

sollen explizit als Verfassungsziele erwähnt werden.

Der Bund hätte namentlich Bestimmungen

für eine hochwertige Siedlungsentwicklung

nach innen und zur Begrenzung des Bauens im

Nichtbaugebiet zu erlassen. Und in die Übergangsbestimmungen

der Bundesverfassung soll

eine 20 Jahre ab Annahme der Initiative dauernde

Begrenzung der Gesamtfläche der Bau -

zonen aufgenommen werden. Bauzonenerweiterungen

wären dann nur noch möglich, wenn

sie mit Rückzonungen an anderen Orten kompensiert

würden. Ausgenommen von dieser

Restriktion wären lediglich vom Bundesrat anerkannte

Härtefälle.

Weshalb erachten Sie diesen Weg als

untauglich?

Die Initiative ist gar nicht umsetzbar. Insbesondere

in den dynamischen Agglomerationen der

Grosszentren vermögen nämlich in vielen

Gemeinden die aktuell vorhandenen Bauzonen

die zu erwartende Nachfrage nicht zu decken.

Notwendige Zonenerweiterungen müssten

unter dem Regime der Initiative durch Rückzonungen

an anderen Orten kompensiert werden.

Sollen also – ein willkürliches Beispiel – notwendige

Bauzonenerweiterungen im Metropolitanraum

Zürich nur noch vorgenommen werden

dürfen, wenn dafür kleine ländliche Gemeinden

im Alpenraum die Bauzonen verkleinern? Abgesehen

davon, dass dies schon vom gesunden

Menschenverstand her reine Theorie ist, gibt es

auch keine tauglichen Instrumente für einen

derartigen Abtausch. Die Initiative behindert so

neue Einzonungen an raumplanerisch sinnvollen

Orten: konkret in Städten oder Agglomerationen

mit guter Anbindung an den öffentlichen

Verkehr. Dann wird eben an peripheren

Lagen gebaut, wo noch Baulandreserven verfügbar

sind. Dies wiederum untergräbt die guten

Absichten der Initianten, weil dadurch die Zersiedelung

weiter fortschreitet. Auch ist die Kompetenzverschiebung

von den Kantonen hin zum

Bund ein Misstrauensvotum gegenüber den

Kantonen. Kantone und Gemeinden sind nämlich

mit ihren eigenen, von Kanton zu Kanton

hinsichtlich Topographie, Besiedlungsformen

und Baustilen verschiedenen Räumen viel besser

vertraut als «Bundesbern» und müssen deshalb

die Hauptverantwortlichen der Raumplanung


Mit einer nach innen

gerichteten Siedlungs entwicklung

können offene,

übrigens auch ökonomisch

wertvolle, Landschaften

vermehrt geschont

werden.

(Foto: Amt für Raum -

planung Kanton Zug)

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Wirtschaftspolitik

bleiben. Mit dem Einfrieren der Bauzonen während

20 Jahren werden übrigens ausgerechnet

Gemeinden und Kantone bestraft, die bisher

eine restriktive Siedlungspolitik verfolgt haben.

Und die künstliche Verknappung des Baulands

in den Zentren, dessen muss man sich in der

«Hochpreisinsel» Schweiz bewusst sein, würde

einen weiteren Preisschub, unter dem Bevölkerung

und Wirtschaft zu leiden hätten, bewirken.

Sie haben eine Siedlungsentwicklung

nach innen und vermehrte Zusammen -

arbeit über politische Grenzen hinaus als

Königsweg bezeichnet. Was erfordert

dies im Wesentlichen an kurz- und längerfristigen

Massnahmen?

Im Kern geht es darum, die gesellschaftliche und

wirtschaftliche Dynamik nicht abzuwürgen,

sondern auf eine Siedlungsentwicklung nach

innen umzulenken. Damit können offene Landschaften

– übrigens auch ökonomisch ein wertvolles

Kapital der Schweiz, denken Sie nur an

den Tourismus – vermehrt geschont werden.

Kompaktere Siedlungen ermöglichen zudem

effizientere Infrastrukturen, beispielsweise im

Bereich Strasse oder Schiene, und erlauben es,

die nur beschränkt zur Verfügung stehenden

finanziellen Mittel optimal einzusetzen. Siedlungsentwicklung

nach innen heisst etwa: Auffüllung

von Baulücken, Nutzung von Industriebrachen,

Erweiterung bestehender Bauten und

bessere Nutzung der vorhandenen Bausubstanz.

Da sich die Lebens- und Wirtschaftsräume und

damit auch die raumplanerischen Aufgaben,

beispielsweise in den Bereichen Siedlungs- und

Verkehrsentwicklung, mehr und mehr über die

politischen Grenzen hinaus erstrecken, kommen

die Gemeinwesen um eine intensivere planerische

Zusammenarbeit nicht herum. Dabei

9

geht es auch darum, für die Siedlungsentwicklung

regional abgestimmte Entwicklungsschwerpunkte

festzusetzen. Allerdings sollen

Kantone und Gemeinden ohne Zwang durch

Bundesbern entscheiden, wann eine gebietsübergreifende

Planung geboten ist.

Wo sehen Sie die Grenzen der Entwicklung

von Wirtschaft und Gesellschaft

bezüglich des Baulandbedarfs? Welche

Möglichkeiten sind bei den knappen Bau -

landreserven überhaupt noch gegeben?

Die Raumplanung soll die gesellschaftliche und

wirtschaftliche Entwicklung in räumlicher Hinsicht

in geordnete Bahnen lenken und Sicherheit

schaffen. Indem die Planung die Behörden

und Grundeigentümer bindet, kann die Wirtschaft

abschätzen, was auf sie zukommt und wo

Bund, Kantone und Gemeinden investieren,

entwickeln oder schützen wollen. Anders

gesagt: Aufgabe der Raumplanung ist es meiner

Auffassung nach, die Entwicklung zu fördern,

nicht sie zu behindern. Das heisst unter anderem,

dass genügend Bauzonen zur Verfügung

gestellt werden müssen. Aber eben am richtigen

Ort und nachdem man das Verdichtungspotenzial

in den bestehenden Bauzonen angemessen

ausgeschöpft hat. Verdichtung nach innen

erfordert allerdings in vielen Fällen eine spürbare

Lockerung von Bauvorschriften (Abstände,

Geschosszahl, Höchstausnützungsvorschriften,

Heimatschutz und Denkmalpflege usw.). Der

Gedanke der Liberalisierung und Deregulierung

innerhalb der Bauzonen hat leider im Gesetzentwurf

keinen Niederschlag gefunden. Wenn

wir diesbezüglich aber nicht grosszügiger werden,

ist eine effiziente Siedlungsverdichtung

grösstenteils Illusion.

Bereits erste Diskussionen zum Gegen -

vorschlag des Bundes zeigen, dass auch

er bei der Bauwirtschaft auf Ablehnung

stösst. Warum?

Diese Feststellung trifft so nicht zu. Wir haben

uns bei bauenschweiz innerhalb einer breit

abgestützten Arbeitsgruppe einlässlich mit dem

indirekten Gegenvorschlag befasst und empfehlen

dem Parlament, darauf einzutreten. Dabei

haben wir auch berücksichtigt, dass offenbar die

kantonalen Baudirektoren hinter der Vorlage

stehen, was bei der REG-Vorlage begreiflicherweise

nicht der Fall war. Allerdings gibt es

verschiedene Paragrafen, mit denen wir nicht

einverstanden sind und zu denen wir Änderungsanträge

formuliert haben. Nach der parlamentarischen

Beratung der Vorlage, die soeben

begonnen hat, werden wir dann im Lichte der

Beratungsergebnisse entscheiden müssen, ob

wir dem indirekten Gegenvorschlag zustimmen

können oder nicht.

Die Fragen stellte Ursula Schürmann-Häberli


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Wirtschaftspolitik

Raumplanungsgesetz

Da sieht bauenschweiz

den Handlungsbedarf

Seit rund 30 Jahren ist das Raumplanungsgesetz in Kraft. Zeit für

eine Bestandesaufnahme über das Erreichte und den weiteren

Handlungsbedarf. Eine Bilanz von bauenschweiz.

Charles Buser,

Direktor bauenschweiz

Aufgaben

der Raumplanung

Die Entwicklung des Lebensraumes

Schweiz ist zu einem

grossen Teil von gesellschaftlichen

und ökonomischen

Entwicklungen geprägt. Unser

Land ermöglicht seinen

Bürgerinnen und Bürgern als weitgehend urbaner,

moderner und international höchst wettbewerbsfähiger

Wirtschaftsstandort eine optimale

Entfaltung. Der weitherum beklagte Flächenverbrauch

hängt denn auch damit zusammen, dass

die Wohnfläche als Folge der demografischen

und sozialen Entwicklung sowie des steigenden

Wohlstandes kontinuierlich zunimmt. Auch die

Auf der Negativseite ist offensichtlich, dass eine gewisse

Zersiedelung nicht verhindert werden konnte, und dass

der Flächenkonsum relativ gross ist. Hier könnte einiges

bewirkt werden, wenn die seit Jahrzehnten geforderte

Siedlungsentwicklung nach innen endlich stärker praktiziert

würde.

(Foto: Curt Mayer)

11

Freizeitgesellschaft «konsumiert» Raum (Sportanlagen,

Zweit- bzw. Ferienwohnungen usw.;

fast die Hälfte aller Autofahrten in der Schweiz

dienen dem Freizeitverkehr). Die Raumplanung

soll dies nicht behindern; im Gegenteil: Mit

ihrem Instrumentarium soll sie Plan- und

Rechtssicherheit für Investitionen schaffen und

die Attraktivität der Schweiz steigern. Gleichzeitig

kann sie aber mit geeigneten Freihalte -

flächen das Siedlungsgebiet strukturieren und

wertvolle Landschaften schützen.

Einiges wurde erreicht, anderes nicht

Es ist der Raumplanung gelungen, den Grundsatz

der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet

durchzusetzen. Auch tragen saubere Zonen -

planungen in praktisch allen Gemeinden der

Schweiz dazu bei, dass die Siedlungsentwicklung

in geordneten Bahnen abläuft. Die Terminologie

des geltenden Raumplanungsgesetzes ist gefes -

tigt, und das Bundesgericht hat Unklarheiten

beseitigt. Auf der Negativseite ist offensichtlich,

dass eine gewisse Zersiedelung, namentlich in

Teilen des Mittellandes, nicht verhindert werden

konnte, und dass der Flächenkonsum relativ

gross ist. Hier könnte einiges bewirkt werden,

wenn die seit Jahrzehnten geforderte Siedlungsentwicklung

nach innen endlich stärker praktiziert

würde. Zudem muss die Planung vermehrt

in den jeweiligen funktionalen Räumen stattfinden;

das Denken im eigenen «Gärtli» hat keinen

Sinn, wo die Entwicklung auf den Gartenhag

keine Rücksicht nimmt.

Die Krux mit den komplizierten

und langen Verfahren

Langwierige, komplizierte Verfahren und tendenziell

zu umfassende Einsprache- und

Beschwerderechte verzögern oder verhindern

immer wieder sinnvolle Bauvorhaben und führen

damit zu erheblichen Kosten sowohl für private

Investoren als auch für die Volkswirtschaft.

Vor allem stehen sie auch einer effektiven Verdichtung

nach innen im Wege, weil diese die

Verfahren noch zusätzlich verkompliziert. Die

Verfahren sind zu vereinfachen, der Rechtschutz

zu verwesentlichen, zu straffen und zu beschleunigen.

Entsprechende Vorschläge sind in der

Vorlage zur RPG-Revision leider nicht enthalten.

Auch ohne Gesetzesänderung könnten übrigens

die Gerichte durch ihre Gerichtspraxis und

Handhabung des Verfahrens das Ihre zur Verbesserung

der Situation beitragen.


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GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Wirtschaftspolitik

Bundespolitik

Sture und inkohärente

Klimapolitik

Obwohl sie um die negativen Konsequenzen ihres Entscheids

wissen, wollen die Mitglieder der UREK-N daran festhalten, dass

das CO 2-Reduktionsziel ausschliesslich im Inland erreicht werden

muss. Daneben scheinen sie allerdings bereit zu sein, auf eine

CO 2-Abgabe auf Treibstoffen zu verzichten. Das Centre Patronal*

spricht Klartext über die chaotische Klimapolitik der UREK-N.

* Das Centre Patronal

ist ein parteipolitisch und

verbandsunabhängiges

Dienstleistungsunternehmen.

Es vertritt die

Anliegen und Interessen

von Arbeitgeberorganisationen,

Berufsverbänden

und anderen Institutionen

und stellt ihnen nebst

Praxiskursen vor allem

auch Informationen und

Entscheidungshilfen zur

Verfügung.

Centre Patronal

Monbijoustrasse 14

Postfach 5236, 3001 Bern

Telefon 031 390 99 09

www.centrepatronal.ch

Zwischentitel von der

Redaktion gesetzt.

Zu Beginn des laufenden Jahres irritierte das Parlament

die Wirtschaftsverbände mit seinen

ersten Entscheiden zur Revision des CO 2-Gesetzes.

Bei der Behandlung des bundesrätlichen

Entwurfs hat die Kommission für Umwelt,

Raumplanung und Energie des Nationalrats

UREK-N tatsächlich beschlossen, dass das neue

Reduktionsziel bis 2020 – 20 Prozent weniger

CO 2 als 1990 – allein durch Massnahmen in der

Schweiz erreicht werden soll und hat damit die

bisher unbestrittene Möglichkeit der Finanzierung

ausländischer Reduktionsmassnahmen

über Bord geworfen.

Tragweite der Details nicht erfasst

Die Wirtschaftsorganisationen befürchteten,

dass einige Kommissionsmitglieder die volle

Tragweite dieses «Details» nicht erfasst hatten

und wiesen nicht nur auf den Nutzen im Ausland

getroffener Massnahmen hin, sondern

auch auf die Risiken, die mit der unverhältnismässigen

Zielsetzung an die Schweizer Wirtschaft

verbundenen wären: Massive Verteuerung

der Treib- und Brennstoffe und dadurch

der Produktion; Reduktion der Treibstoffeinnahmen

des Bundes und damit einhergehend Redimensionierung

und Verzögerung von wichtigen

Infrastrukturprojekten; Bindung von industriellen

Investitionen und von Arbeitskräften durch

die Energiepolitik; Verlust an Wettbewerbsfähigkeit

usw.

Kommission beharrt auf

20-prozentiger Reduktion

In ihrem Antrag ans Plenum – das das Dossier

Anfang Juni behandeln wird – beharrt die Kommission,

diesmal in voller Sachkenntnis, auf

ihrem Standpunkt: Sie beantragt eine allein in

der Schweiz verwirklichte 20-prozentige Reduktion

des CO 2-Ausstosses.

Verzicht auf Alleingang

Allerdings sind auch zwei «positive» Punkte zu

erwähnen: Erstens hat die Kommission auf die

ursprüngliche Idee verzichtet, den CO 2-Ausstoss

13

von Neuwagen auf 130 Gramm pro Kilometer zu

beschränken – eine Limite, die kein vergleich -

bares Land kennt. Der Kompromiss von 150

Gramm pro Kilometer erscheint einigermassen

akzeptabel. Und zweitens hat die Kommission,

grundsätzlich lobenswert, wenn auch ambivalent

auf die Möglichkeit verzichtet, dass der

Bund auch auf Treibstoffen eine CO 2-Abgabe

erheben kann, wie er es aktuell nur auf Brennstoffen

macht. Eine solche, vom Bundesrat

bereits mehrfach angedrohte, Abgabe konnte

bisher dank des «Klimarappens» der Privatwirtschaft

verhindert werden und scheint nun vom

Tisch zu sein. Für wie lange?

Neues CO 2-Gesetz als Grundlage

für neue Abgaben?

Die Anträge der Kommission erscheinen inkohärent:

Einerseits verankert der Revisions -

entwurf ein extremistisches Ziel, das von der

Schweizer Wirtschaft und Bevölkerung enorme

Anstrengung erfordert; andererseits schliesst er

das zwar nicht optimale, aber anerkanntermassen

effizienteste Instrument der CO 2-Reduktion

aus. Muss daraus geschlossen werden, dass die

Erklärung, den CO 2-Ausstoss reduzieren zu wollen,

nur deklaratorisch ist, und jeder zufrieden

wäre, wenn das Ziel gar nicht erreicht würde?

Oder – wahrscheinlicher – dass kurz nach

Inkrafttreten des neuen CO 2-Gesetzes geschickt

Projekte für neue Abgaben präsentiert werden?

Nationalrat gefordert, den gesunden

Menschenverstand walten zu lassen

Das nationalrätliche Plenum ist nun gefordert,

Ordnung und gesunden Menschenverstand in

die chaotische Vorlage seiner Kommission einzubringen.

Als Erstes muss der Grundsatz wieder

aufgenommen werden, dass die Hälfte der CO 2-

Reduktion durch effiziente Massnahmen im

Ausland verwirklicht werden darf.

Centre Patronal, PGB/SME


GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Wirtschaftspolitik

Steuern

Steuereinheiten 2010

Kanton Luzern

Für das Jahr 2010 gilt für die Staatssteuer weiterhin ein einheitlicher

Steuerfuss von 1,5 Einheiten. Die einzelnen politischen

Gemeinden sowie die staatlich anerkannten Kirchgemeinden

setzen individuell ihre Steuerfüsse in Einheiten fest. Hier die

aktuellen Steuereinheiten der Luzerner Gemeinden.

Anita Agner, Buchhalterin

mit eidg. Fachausweis,

Gewerbe-Treuhand Luzern.

Die Staats- und Gemeindesteuer

besteht aus einem

Steuertarif und den Steuereinheiten.

Im kantonalen

Steuergesetz wird mit dem

Steuertarif die Steuer je Einheit

für Einkommen und Vermögen

der natürlichen Personen

sowie für Gewinn und Kapital der juristischen

Personen festgehalten. Die Steuereinheiten

sind periodisch festgelegte Multiplikatoren,

mit denen die Steuer je Einheit zum effektiven

Steuerbetrag berechnet wird. Sie werden alljährlich

überprüft und, falls erforderlich, den finanziellen

Bedürfnissen der Gemeinwesen angepasst.

Kirchensteuern werden bei Konfessionsangehörigen

und juristischen Personen erhoben.

14

Beispiel

Die geschuldete Gewinn- und Kapitalsteuer berechnet

sich für eine juristische Person in Weggis mit einem

steuerbaren Gewinn von Fr. 12 500.– und einem

steuerbaren Kapital von Fr. 250 000.– wie folgt:

Steuer je Einheit für Gewinn 3% Fr. 375.–

Steuer je Einheit für Kapital 0.05% Fr. 125.–

Total Steuer je Einheit Fr. 500.–

Staatssteuer 1.50 Einheiten Fr. 750.–

Einwohnergemeindesteuer

1.45 Einheiten Fr. 725.–

Röm.-kath.

Kirchensteuer 0.24 Einheiten (79.3%) Fr. 95.15

Christ-kath.

Kirchensteuer 0.31 Einheiten (0.26%) Fr. 0.40

Ev.-ref.

Kirchensteuer 0.25 Einheiten (20.44%) Fr. 25.55

Total Steuer Fr. 1596.10

(Total Steuereinheiten gemäss Tabelle 3.19 Einheiten)

Gemeinde Rang ohne Natürliche Personen Juristische

Kirchensteuer Personen

ohne Römisch Evangelisch

Kirchensteuer katholisch reformiert

Adligenswil 8) 30 3.45 3.6775 3.70 3.68

Aesch 58 3.70 4.05 3.92 4.03

Alberswil 54 3.65 4.02 4.00 4.02

Altbüron 75 3.80 4.23 4.03 4.20

Altishofen 11 3.20 3.515 3.43 3.51

Altwis 30 3.45 3.73 3.67 3.73

Ballwil 5 3.00 3.25 3.22 3.25

Beromünster 44 3.55 3.87 3.77 3.86

Buchrain 37 3.50 3.7565 3.75 3.76

Büron 30 3.45 3.75 3.67 3.74

Buttisholz 58 3.70 4.05 3.92 4.04

Dagmersellen 11 3.20 3.42 3.43 3.42

Dierikon 9 3.15 3.39 3.40 3.39

Doppleschwand 84 3.85 4.25 4.15 4.25

Ebersecken 54 3.65 3.965 3.88 3.96

Ebikon 9) 30 3.45 3.6875 3.70 3.69

Egolzwil 4) 24 3.40 3.70 3.62 3.69

Eich 5 3.00 3.18 3.22 3.19

Emmen 9) 44 3.55 3.82 3.80 3.82

Entlebuch 4) 58 3.70 4.15 4.00 4.14

Ermensee 37 3.50 3.78 3.72 3.77

Eschenbach 2) 3 2.85 3.15 3.07 3.14

Escholzmatt 58 3.70 4.05 4.10 4.06

Ettiswil 54 3.65 4.02 4.00 4.02

Fischbach 58 3.70 4.13 4.05 4.11


Folgende Rabatte

sind berücksichtigt

1) 5% Rabatt auf

Einwohnergemeinde

2) 10% Rabatt auf

Einwohnergemeinde

3) 20% Rabatt auf

Einwohnergemeinde

4) 0.1 Einheiten Rabatt

auf Einwohner -

gemeinde

5) 0.15 Einheiten

Rabatt auf

Einwohnergemeinde

6) 0.2 Einheiten Rabatt

auf Einwohner -

gemeinde

7) 5% Rabatt auf

römisch-katholische

Kirchgemeinde

8) 9% Rabatt auf

römisch-katholische

Kirchgemeinde

9) 10% Rabatt auf

römisch-katholische

Kirchgemeinde

10) 15% Rabatt auf

römisch-katholische

Kirchgemeinde

11) 0.01 Einheiten

Rabatt auf römischkatholische

Kirchgemeinde

12) 0.02 Einheiten

Rabatt auf römischkatholische

Kirchgemeinde

13) 0.05 Einheiten

Rabatt auf römischkatholische

Kirchgemeinde

14) für den Gemeindeteil

St. Urban wird keine

römisch-katholische

Kirchensteuer

erhoben

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Wirtschaftspolitik

Gemeinde Rang ohne Natürliche Personen Juristische

Kirchensteuer Personen

ohne Römisch Evangelisch

Kirchensteuer katholisch reformiert

Flühli 6) 58 3.70 4.10 4.10 4.10

Gettnau 13) 75 3.80 4.20 4.15 4.19

Geuensee 30 3.45 3.78 3.67 3.77

Gisikon 20 3.30 3.54 3.55 3.54

Greppen 22 3.35 3.70 3.60 3.68

Grossdietwil 75 3.80 4.23 4.03 4.21

Grosswangen 75 3.80 4.125 4.02 4.12

Hasle 85 3.90 4.35 4.30 4.35

Hergiswil 58 3.70 4.13 4.05 4.12

Hildisrieden 15 3.25 3.53 3.47 3.52

Hitzkirch 12) 37 3.50 3.78 3.72 3.77

Hochdorf 24 3.40 3.66 3.62 3.66

Hohenrain 13) 44 3.55 3.95 3.77 3.94

Honau 11 3.20 3.44 3.45 3.44

Horw 7 3.10 3.35 3.35 3.35

Inwil 24 3.40 3.64 3.62 3.64

Knutwil 30 3.45 3.80 3.67 3.78

Kriens 24 3.40 3.67 3.65 3.67

Luthern 85 3.90 4.35 4.25 4.34

Luzern 15 3.25 3.50 3.50 3.50

Malters 48 3.60 3.96 3.85 3.95

Marbach 58 3.70 4.10 4.10 4.10

Mauensee 58 3.70 3.95 3.92 3.95

Meggen 3) 10) 1 2.42 2.6155 2.67 2.63

Meierskappel 71 3.75 4.10 4.00 4.08

Menznau 75 3.80 4.15 4.10 4.15

Nebikon 20 3.30 3.615 3.53 3.61

Neudorf 48 3.60 3.90 3.82 3.89

Neuenkirch 48 3.60 3.93 3.82 3.92

Nottwil 44 3.55 3.835 3.77 3.83

Oberkirch 11) 11 3.20 3.41 3.42 3.41

Ohmstal 1) 74 3.78 4.1315 4.13 4.13

Pfaffnau 14) 75 3.80 4.22 4.05 4.19

Pfaffnau-St.Urban 75 3.80 3.80 4.05 3.84

Pfeffikon 71 3.75 4.20 3.97 4.12

Rain 24 3.40 3.74 3.62 3.73

Reiden 37 3.50 3.80 3.75 3.79

Rickenbach 71 3.75 4.05 3.97 4.04

Roggliswil 4) 75 3.80 4.22 4.05 4.20

Römerswil 37 3.50 3.90 3.72 3.89

Romoos 58 3.70 4.15 4.00 4.14

Root 30 3.45 3.69 3.70 3.69

Rothenburg 9) 15 3.25 3.475 3.50 3.48

Ruswil 58 3.70 4.04 4.00 4.04

Schenkon 2 2.80 3.05 3.02 3.05

Schlierbach 15 3.25 3.55 3.47 3.54

Schongau 37 3.50 3.92 3.72 3.90

Schötz 7) 37 3.50 3.8515 3.73 3.84

Schüpfheim 6) 58 3.70 4.10 4.10 4.10

Schwarzenberg 85 3.90 4.35 4.15 4.33

Sempach 4) 7 3.10 3.32 3.32 3.32

Sursee 22 3.35 3.60 3.57 3.60

Triengen 5) 10) 9 3.15 3.405 3.37 3.40

Udligenswil 24 3.40 3.70 3.65 3.69

Ufhusen 6) 13) 58 3.70 4.10 4.05 4.09

Vitznau 15 3.25 3.65 3.50 3.63

Wauwil 54 3.65 3.95 3.87 3.94

Weggis 4 2.95 3.19 3.20 3.19

Werthenstein 85 3.90 4.25 4.20 4.25

Wikon 48 3.60 3.90 3.85 3.88

Willisau 48 3.60 3.93 3.95 3.93

Wolhusen 75 3.80 4.15 4.10 4.15

Zell 48 3.60 3.97 3.95 3.97

15


GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Bildungspolitik

Projekt «startklar»

Zentral erfassen,

individuell betreuen

Der Einstieg in die Berufswelt gelingt nicht allen Jugendlichen

auf Anhieb. Mit einer neuen zentralen Erfassung will der Kanton

Luzern verhindern, dass Jugendliche zwischen Stuhl und Bank

fallen.

Sozialberaterin Karin

Wüest aus Willisau gehört

zu den 18 Fachleuten, die

in diesen Tagen knapp

1000 Dossiers von Schulabgängern

ohne Lehrstelle

begutachten.

(Foto: apimedia)

Nicht alle Jugendlichen finden nach der obligatorischen

Schulzeit direkt eine Lehrstelle. Mit

dem Projekt «startklar» hilft der Kanton Luzern

mit, den Jugendlichen einen nahtlosen Übergang

von der Volksschule in die Berufsbildung

zu gewährleisten. «Alle Neuntklässler, die im

Frühling noch ohne Anschlusslösung dastehen,

werden bei der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung

zentral erfasst», erklärte Bildungsdirektor

Anton Schwingruber gegenüber den Medien.

Die Anmeldung für «startklar» erfolge durch die

Klassenlehrperson. Bisher mussten sich die

Jugendlichen noch selber beim gewünschten

Brückenangebot anmelden. Diese neue Art der

lückenlosen Erfassung, die eine Kooperation

über mehrere Stellen hinweg erfordert, ist

laut Schwingruber «ein Meilenstein in der

Geschichte der Luzerner Berufsbildung». Und

sie ist schweizweit einzigartig – zumindest unter

den Kantonen mit einer vergleichbaren Grösse.

Bildungslücken schliessen

Bereits im letztjährigen Pilotjahr wurden bei der

Dienststelle Berufs- und Weiterbildung über

1000 Jugendliche angemeldet, sagte Projektleiterin

Veronika Baumgartner. Und so funktionierts:

Eine 18-köpfige interdisziplinäre Gruppe

von Fachleuten prüft die eingegangenen Dossiers

und teilt die Jugendlichen dem sinnvolls -

16

ten Unterstützungsangebot zu. Im persönlichen

Gespräch mit den Jugendlichen versuchen die

Beratenden dann, den passenden nächsten

Schritt festzulegen. Oberstes Ziel ist der Direkteinstieg

in eine 2- oder 3-jährige Berufslehre.

Das gelingt laut Baumgartner aber längst nicht

in allen Fällen: «Oft benötigen die Jugendlichen

Unterstützung und Zeit, um Bildungslücken zu

schliessen oder Sozialkompetenzen aufzuarbeiten.»

Der Kanton greift ihnen hierbei unter die

Arme, bietet Hilfe zur Selbsthilfe. Dabei sind die

Bedürfnisse ganz unterschiedlich. Baumgartner:

«Es gibt Jugendliche, die bereits mit geringer

Unterstützung vermittelbar sind, während

andere intensiver begleitet werden müssen.»

Case Manager für Härtefälle

Wer schlechte Noten hat, kann sich in einem

schulischen Brückenangebot das fehlende Rüstzeug

holen. Wenn die Reife für den Arbeitsmarkt

noch nicht ausreicht, hilft oft ein kombiniertes

Brückenangebot, zum Beispiel vier Tage Praktikum

in einem Betrieb, ein Tag Schule. Schwieriger

ist die Situation bei Jugendlichen mit einer

«Mehrfachproblematik». Hier ist laut Baumgartner

der Case Manager gefragt: «Er prüft, welche

Schwierigkeiten vorliegen und was bereits

unternommen wurde. Dann wird mit den

Betroffenen ein zweckmässiges Massnahmen -

paket geschnürt.» Die möglichen Förder- und

Begleitmassnahmen reichen von der Abklärung

der gesundheitlichen Situation über das gezielte

Aufarbeiten von Schulstoff bis hin zur Begleitung

durch einen Coach.

«Geduld zahlt sich aus»

Auch in diesem Sommer dürften wieder gegen

600 Brückenangebotsplätze zur Verfügung stehen,

beruhigend für die betroffenen Jugendlichen.

Aber noch sollen sie sich nicht mit

einem Brückenangebot abfinden, erklärt Josef

Widmer, Leiter Dienststelle Berufs- und Weiterbildung:

«Bis heute ist erst ein Teil der Lehrverträge

mit Lehrbeginn Sommer 2010 unter Dach

und Fach.» 2009 seien zwischen April und

August noch rund 750 Lehrverträge abgeschlossen

worden. Deshalb rät Widmer, Ruhe zu

bewahren und die Bewerbungsbemühungen

aufrecht zu erhalten: «Motivierte junge Leute

haben weiterhin gute Chancen, den Einstieg in

die Berufswelt auf direktem Weg zu schaffen.»

Alex Piazza


GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Bildungspolitik

Berufliches Vorbereitungsjahr an Frei’s Schulen Luzern. Ein Interview

«Lehrstelle noch vor

Weihnachten»

Noch nicht fit für eine Lehre? Im Beruflichen Vorbereitungsjahr

von Frei’s Schulen, Luzern, können Jugendliche schulische Defizite

aufarbeiten und erste berufspraktische Erfahrungen sammeln.

Leiter Donat Eltschinger nennt die Vorzüge des Angebots.

Donat Eltschinger, zurzeit stehen im

Kanton Luzern fast 1000 Neuntklässler

ohne Anschlusslösung da. Gibt es zu

wenig Lehrstellen?

Nein, es gibt genügend Lehrstellen. Die Anzahl

Lehrbetriebe im Kanton Luzern ist auf einem

Rekordwert. Das Problem ist, dass Angebot und

Nachfrage oft nicht übereinstimmen. Einige

Ausbildungsplätze werden nicht besetzt, weil

die Jugendlichen die Anforderungen der Be -

triebe nicht erfüllen.

Wie lässt sich diese Situation verbessern?

Die Jungen müssen gezielter auf ihre berufliche

Zukunft vorbereitet werden. Zu diesem Zweck

empfiehlt sich oft ein Zwischenjahr. Mit dem

«Beruflichen Vorbereitungsjahr» unterstützt

Frei’s junge Leute, die eine Ausbildung im KV,

im Detailhandel oder in einem medizinischen

Assistenzberuf suchen, aber noch keine Lehr-

Marina Erne (17) hat dank dem Beruflichen Vorbereitungsjahr von Frei’s Schulen ihre

Lehrstelle bei Dr. Christoph Plattner in Meggen gefunden. (Bild apimedia)

17

stelle gefunden haben. Wir helfen ihnen, ihre

schulischen Defizite aufzuarbeiten, wir vermitteln

aber auch soziale Kompetenzen wie Team -

fähigkeit, Umgangsformen und sicheres Auftreten.

Und parallel zur schulischen Ausbildung

können die Lernenden das Bürofachdiplom

VSH, den europäischen Computer-Führerschein

ECDL sowie ein Sprachzertifikat erwerben.

Und wenn auch das nichts nützt?

Dann bieten wir ihnen aktive Unterstützung bei

der Lehrstellensuche, bei Bedarf mittels eines

persönlichen Coaches. Ziel ist es, dass alle bis zu

den Weihnachtsferien ihre Lehrstelle gefunden

haben. Auf dem Weg dahin arbeiten wir mit

rund 150 Verbundfirmen zusammen, in denen

die Jugendlichen praktische Erfahrungen sammeln

können.

Worin liegt der Unterschied zu den

staatlichen Brückenangeboten?

Wer zu uns kommt, hat seine Berufswahl bereits

getroffen: Er oder sie will im kaufmännischen

Bereich, im Detailhandel oder in einem medizinischen

Assistenzberuf arbeiten. Darauf können

wir unsere Lernenden gezielt vorbereiten.

Ausserdem ist der Unterricht an den Frei’s Schulen

lebendig und praxisnah. Ein Beispiel: Im

ersten Semester führen die Lernenden im Rahmen

ihrer Projektarbeit ein eigenes Hotel. Im

Team gilt es, den reibungslosen Betrieb sicherzustellen

– vom Empfang über die Küche und den

Zimmerservice bis zum Marketing.

Und was machen sie im zweiten

Semester?

Da stehen ihnen drei Optionen offen. Im Vollzeitlehrgang

bereiten sie sich auf die Erlangung

der international anerkannten Sprachzertifikate

KET oder PET vor. Wer sich für das Berufspraktikum

entscheidet, arbeitet während dreier Tage

in einem Betrieb, der durch unsere Schule vermittelt

wird. Besonders attraktiv ist die dritte

Variante: Während eines 16-wöchigen Sprach -

aufenthalts in Bournemouth oder Montpellier

wohnen die Lernenden bei Gastfamilien und

gehen tagsüber zur Schule. In der Freizeit erwartet

sie ein breites Kultur- und Sportprogramm.

Ziel des Aufenthalts ist der erfolgreiche

Abschluss eines international anerkannten

Sprachzertifikats.

Daniel Schwab


GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Bildungspolitik

Luzerner Berufsbildungsgespräche

«Unser Berufsbildungs -

system ist Weltspitze»

Nicht nur im Sport gehören Luzerner zu den Besten der Welt.

Auch in der Berufsbildung. Drei Spitzenleute lüfteten kürzlich in

Sursee ihr Erfolgsgeheimnis.

Was braucht es für Spitzenleistungen im Beruf?

Drei Menschen, die es wissen müssen, berichteten

an den ersten Luzerner Berufsbildungs -

gesprächen im Campus Sursee über ihren Weg

zum Erfolg. Für Karin Thürig, vierfache Weltmeisterin

im Duathlon und Zeitfahren, ist entscheidend,

seinen Weg in Etappen einzuteilen

und sich für jedes Teilstück ein realistisches Ziel

zu setzen. «Erfolg ist nur möglich, wenn man

etwas gerne macht. Dann ist man auch bereit,

sich zu quälen.» Weltmeister ist auch Andreas

Marbacher. An der Berufs-WM in Calgary vom

letzten Herbst durfte sich der Krienser die Goldmedaille

bei den Dekorationsmalern umhängen

lassen. «Das regelmässige Mentaltraining hat

mir geholfen, mich auf meine Aufgabe zu fokussieren

und mich auch durch ein zwischenzeitliches

Tief nicht aus dem Tritt bringen zu lassen.»

Die Lacher auf seiner Seite hatte der 22-Jährige,

als er an die anwesenden Behördenvertreter –

darunter auch der Vizepräsident des Kantonalen

Gewerbeverbandes, Guido Müller – appellierte,

doch bitte ein paar tausend Franken für künftige

Berufs-WM-Teilnehmer ins nächste Kantonsbudget

aufzunehmen. Ohne kulanten Chef und

Weltmeisterliches Treffen im Campus Sursee: (v.l.) Damian Henzi, Mirjam Breu (Moderation),

Andreas Marbacher und Karin Thürig.

18

Im angeregten Gespräch: Nationalrat Felix Müri, Kantonsrat

Guido Müller und Gabi Egli von der Kantonalen

Dienststelle Berufs- und Weiterbildung. (Fotos: apimedia)

Unterstützung durch Familie und Sponsoren sei

dies sonst nicht zu leisten. «Freizeit habe ich in

diesem Jahr nicht gekannt, und mehr als einmal

hätte er am liebsten den Pinsel in die Ecke

geworfen.»

Bonus für Lehrbetriebe

Ebenfalls einen steilen Aufstieg – wenn auch

nicht zum Weltmeister – hat Damian Henzi hinter

sich. Der CEO der Hochdorf-Gruppe startete

seine berufliche Laufbahn mit einer KV-Lehre,

erwarb auf dem zweiten Bildungsweg den

Master in Philosophie und Management. «Im

Leben muss man immer wieder Hürden überwinden»,

sagte Henzi. Aufgabe der Politik sei

dafür zu sorgen, dass diese Hürden nicht zu

hoch werden. So komme es heute oft vor, dass

Unternehmen aus Renditegründen keine Lehrstellen

anbieten. Deshalb fordert er ein Bonus-

Malus-System, das Ausbildungsbetrieben beispielsweise

Steuererleichterungen gewährt. In

einem waren sich die drei Podiumsteilnehmer

einig: «Das Schweizer Berufsbildungssystem mit

der dualen Lehre ist Weltspitze», sagte Andreas

Marbacher. Sehr zur Freude von Josef Widmer,

Leiter Dienststelle Berufs- und Weiterbildung

und Organisator der ersten Luzerner Berufsbildungsgespräche.

Das «Treffen der Weltmeister»,

dem rund 80 Vertreter aus Wirtschaft, Politik

und Sport beiwohnten, wurde abgerundet durch

einen Apéro.

Daniel Schwab


GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Veranstaltungen

Kantonale Lehrabschlussfeier 2010

Erstmals gemeinsam

Die erfolgreiche Lehrabschlussprüfung ist für die Lernenden ein

Meilenstein in ihrer beruflichen Karriere. Sie verdienen es, entsprechend

gefeiert zu werden. In diesem Jahr erstmals mit einer

gemeinsamen Lehrabschlussfeier in der Stadt Luzern.

3500 Jugendliche aus dem Kanton Luzern

schliessen in den nächsten Wochen ihre Berufslehre

ab. Erstmals werden sie an einer gemeinsamen

Abschlussfeier in den neuen Hallen der

Messe Luzern geehrt. Aufgrund des zu erwartenden

Grossaufmarschs der Lernenden und ihrer

Angehörigen ist die Feier in vier Etappen auf

zwei Tage verteilt. Am Donnerstag, 8. Juli, und

Freitag, 9. Juli, werden jeweils um 13 und 16 Uhr

die erfolgreichen Absolventen geehrt. Wer für

welche Feier aufgeboten ist, entnimmt man aus

der offiziellen Einladung, die Anfang Juni an alle

Kandidaten verschickt wird. Die genauen Daten

können zusätzlich unter www.lapfeier2010.ch

nachgeschaut werden. Unter dieser Internetadresse

findet sich ab dem 8. Juli auch eine

reichhaltige Fotogalerie zur Feier.

Schliesst im Sommer seine 4-jährige Lehre als Poly machaniker bei B. Braun Medical ab:

Roland Preka aus Escholzmatt während seiner praktischen Prüfungsarbeit.

(Foto: apimedia)

19

Spezielle Ehrung für die Besten

Und wie läuft das Ganze ab? Nach dem Grusswort

des Luzerner Bildungsdirektors Anton

Schwingruber und eines prominenten Festredners

werden die Ergebnisse der Lehrabschluss -

prüfung gewürdigt. Anschliessend ehrt Peter

Schilliger, Präsident der Kantonalen Kommission

Qualifikationsverfahren, die Besten jedes

Berufs. Zum Schluss verteilen die jeweiligen

Klassenlehrpersonen allen Lernenden die Noten -

ausweise und die eidgenössischen Fähigkeitszeugnisse.

An den einzelnen Feiern werden

ausserdem spezielle Anerkennungspreise überreicht.

So zum Beispiel der Paul-Hürlimann-

Preis, der eine «herausragende persönliche Leis -

tung während der Lehrzeit» belohnt.

«Würdigen Rahmen bieten»

«Ziel der neuen Lösung ist es, allen Lehrabgängerinnen

und -abgängern im Kanton Luzern

eine gleichermassen würdige Abschlussfeier zu

bieten», erklärt Werner Bründler, Direktor des

Kantonalen Gewerbeverbandes und Verantwortlicher

für die Organisation. Freuen dürfen sich

insbesondere jene fast 1000 Lernenden, die

einen Lehrvertrag im Kanton Luzern hatten, die

Berufsfachschule aber in einem anderen Kanton

besuchten. Für sie fand bisher keine Abschlussfeier

statt, ihre Zeugnisse erhielten sie in den

Sommerferien per Post zugestellt.

Nicht für Berufsmaturanden

Wichtig zu wissen: Die zentrale Lehrabschlussfeier

richtet sich nicht an sämtliche Lehrabgänger

im Kanton. Lernende einer privaten Bildungsstätte

oder solche mit Berufsmatura-

Zusatz werden an der jeweiligen Schule geehrt.

Kommt hinzu, dass in verschiedenen Berufen –

ebenfalls am 8. und 9. Juli – zusätzlich eine

eigene Verbandsfeier im engen Kreis stattfindet,

bei welcher dann auch gleich die Notenausweise

und Fähigkeitszeugnisse verteilt werden.

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SEMINARE ARBEITSRECHT

Modul 1: Das Arbeitsrecht im Überblick

Ziel Sie erhalten einen vertieften Einblick in das Arbeitsrecht.

Sie sehen die Zusammenhänge der verschiedenen Rechtsquellen im Arbeitsrecht.

Sie erlangen die Fähigkeit, alltägliche Fälle einordnen zu können und Probleme zu lösen.

Inhalt Rechtsgrundlagen Geltungsbereich Formvorschriften Tages-, Abend- und Nachtarbeit

Arbeitszeit (Höchstarbeitszeit, Überzeit, Pikettdienst, Ruhezeit) Sonntagsarbeit

Sonderschutz für schwangere Frauen und stillende Mütter sowie jugendliche Arbeitnehmer

Teilnehmende Unternehmerinnen, Unternehmer, Personalverantwortliche usw.

Modul 2: Fragen um den Lohn

Ziel Sie erhalten einen vertieften Einblick in das gesamte Lohnwesen.

Sie lernen die verschiedenen Lohnmodelle und vertraglichen Regelungsmöglichkeiten kennen.

Sie erlangen die Fähigkeit, alltägliche Fragen um die Lohnzahlung oder Lohnfortzahlungspflicht zu beantworten

und Probleme selbstständig zu lösen.

Inhalt Lohnarten / Lohnformen Gratifikation und 13. Monatslohn Lohnabzüge Verrechnung

Lohnfortzahlungspflicht (Gesetz, Vertrag, Versicherung) Überstundenentschädigung Ferienlohn, Feiertage

Teilnehmende Unternehmerinnen, Unternehmer, Personalverantwortliche, Personen aus der Lohnadministration usw.

Modul 3: Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Ziel Sie erhalten einen vertieften Einblick in die ganze Thematik über die Auflösung des Arbeitsverhältnisses

Sie lernen die verschiedenen Varianten und deren Voraussetzungen der Auflösung kennen.

Sie erlangen die Fähigkeit, alltägliche Probleme erkennen und selbstständig lösen zu können.

Inhalt Kündigung während der Probezeit Kündigung nach der Probezeit

Kündigung zu Unzeit / Missbräuchliche Kündigung Massenentlassung Fristlose Kündigung

Änderungskündigung Freistellung Aufhebungsvertrag Arbeitszeugnis

Rückforderung zu viel bezahlter Ferien

Teilnehmende Unternehmerinnen, Unternehmer, Personalverantwortliche usw.

Daten, Dauer, Ort, Referent, Kosten und Anmeldung

Daten Modul 1: Donnerstag, 23. September 2010

Modul 2: Donnerstag, 28. Oktober 2010

Modul 3: Donnerstag, 25. November 2010

Dauer 1 Tag: 8.30 bis 16.15 Uhr

Ort Je nach Teilnehmerzahl im Campus Sursee (Ausbildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbandes),

Leidenbergstrasse, 6210 Sursee, oder Gewerbeverband des Kantons Luzern, Eichwaldstrasse 15, 6005 Luzern

Referent Oliver Kölliker, Gewerbe-Treuhand Luzern

Kosten Fr. 400.– für Gewerbeverbandsmitglieder, Fr. 480.– für Nichtmitglieder. Preise zuzüglich 7,6% MwSt.

Inbegriffen sind die Kursunterlagen, Mineralwasser im Plenum, Pausenkaffee.

Nicht inbegriffen ist die Verpflegung während der Mittagspause.

Durchführung Über die definitive Durchführung wird 10 Tage vor Kursbeginn entschieden.

Abmeldungen Bei Abmeldungen nach erfolgter Bestätigung müssen 50% des Seminarpreises bezahlt werden.

Wer dem Seminar fernbleibt und keinen Ersatzteilnehmer stellen kann, bezahlt die ganze Seminargebühr.

Modulnummer: Kursdatum:

Name/Vorname: Telefon:

Firma: Fax:

Strasse: E-Mail:

PLZ/Ort: Datum:

Mittagessen: � Ja � Nein

Der Unterzeichnete hat von den Bedingungen der Kursausschreibung Kenntnis genommen und ist mit deren Inhalt einverstanden.

Unterschrift:

Infos: www.gewerbeverband-lu.ch

oder Telefon 041 318 03 02

Einsenden an: Gewerbeverband des Kantons Luzern, KGL-Bildungskalender, Eichwaldstrasse 15, Postfach 3069, 6002 Luzern,

Telefon 041 318 03 18, Fax 041 318 03 19, E-Mail: info@gewerbeverband-lu.ch, Internet: www.gewerbeverband-lu.ch


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GEWERBE LUZERN, Juni 2010

KMU-Sprechstunde

Fachbereich Arbeitsrecht

Das Konkurrenzverbot

Kenntnisse über Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisse, über

die betriebliche Organisation und Kundenverzeichnisse, welche

von Mitarbeitenden während der Arbeit erworben werden, bergen

unter Umständen ein erhebliches Schadenpotenzial für den

Arbeitgeber. Aus diesem Grund sieht das Arbeitsrecht das Mittel

des Konkurrenzverbots vor. Olivia Wettstein erklärt anhand einer

konkreten Anfrage, was es dabei zu beachten gilt.

Olivia Wettstein,

Master of Law,

Gewerbe Treuhand Luzern.

KMU-Sprechstunde

Mit der KMU-Sprechstunde

fördert der

Gewerbeverband des

Kantons Luzerns offene

Diskussionen und Meinungsbildungen.

Er

bietet damit seinen Mitgliedern

kompetente

Beratung und Unterstützung

an. Fragen,

welche von allgemeinem

Interesse sind,

sowie die jeweiligen

Antworten darauf veröffentlichen

wir regelmässig

in dieser Rubrik.

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eigenen Berufsalltag.

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auf Ihre Fragen

Die KMU-Sprechstunde

hilft auch Ihnen weiter:

Tel. 041 318 03 33.

Für Gewerbeverbands-

Mitglieder ist die Erstberatung

kostenlos,

für Nichtmitglieder

kostet sie Fr. 100.–.

Anfrage

Die Firma XY AG möchte in

ihren Arbeitsverträgen ein

Konkurrenzverbot festhalten.

Sie weiss jedoch nicht genau,

auf was geachtet werden

muss und für wen ein solches

überhaupt vereinbart werden

darf. Sie hat sich deshalb an die KMU-Sprechstunde

gewandt.

Antwort

Ein Konkurrenzverbot kommt nur gültig

zustande, wenn folgende Voraussetzungen

erfüllt sind: Das Konkurrenzverbot muss schriftlich

vereinbart und vom Arbeitnehmer unterschrieben

werden. Ein Verweis auf ein Personalreglement

oder dergleichen genügt nicht. Der

Arbeitnehmer muss im Rahmen des Arbeitsverhältnisses

Einblick in den Kundenkreis oder in

Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisse des

Arbeitgebers erhalten haben. Dazu muss der

Arbeitnehmer eine persönliche Beziehung zu

den Kunden haben. Über diesen Kontakt ver -

fügen etwa Aussendienstmitarbeiter. Einsicht in

Geschäftsgeheimnisse haben Arbeitnehmer,

welche zum Beispiel Kenntnisse über die betriebliche

Organisation und Kundenverzeichnisse

erlangen. Die so erworbenen Kenntnisse müssen

den Arbeitgeber erheblich schädigen können.

Begrenzung des Konkurrenzverbots

Das Konkurrenzverbot muss weiter ausreichend

begrenzt sein, sowohl in zeitlicher wie auch in

sachlicher und örtlicher Hinsicht. Es darf deshalb

grundsätzlich nicht länger als drei Jahre

dauern. In der Regel wird ein Verbot von rund

sechs bis zwölf Monaten vereinbart. Der Arbeitgeber

kann aus diesem Grund auch nur Tätigkeiten

verbieten, welche in seinem Geschäfts -

bereich liegen (sachliche Begrenzung). Ausserdem

darf das Verbot nur so weit gehen, wie die

Geschäftsbeziehungen des Arbeitgebers reichen.

23

Wenn ein Arbeitgeber also nur Geschäftsbeziehungen

in der Zentralschweiz führt, darf das

Verbot nicht über diese Region hinausgehen.

Damit ist das Verbot örtlich beschränkt, weil das

wirtschaftliche Fortkommen des Arbeitnehmers

nicht unnötig erschwert werden darf. Wird eine

dieser drei Grenzen überschritten, ist das Verbot

nicht nichtig, sondern wird im Streitfall vom

angerufenen Gericht nach dessen Ermessen entsprechend

eingeschränkt.

Konventionalstrafe und Schadenersatz

Verstösst der Arbeitnehmer gegen das Konkurrenzverbot,

schuldet er dem Arbeitgeber Schadenersatz.

Damit der Arbeitgeber den Schaden

und dessen Höhe nicht beweisen muss, wird in

der Praxis in aller Regel eine Konventionalstrafe

vereinbart. Sie ist auch dann geschuldet, wenn

dem Arbeitgeber kein Schaden entstanden ist.

Für darüber hinausgehenden Schaden ist der

Arbeitnehmer zwar auch ersatzpflichtig, doch

muss der Arbeitgeber diesen beweisen, was teilweise

schwierig sein kann. Sofern eine sogenannte

Realerfüllungsabrede explizit vereinbart

wurde, kann der Arbeitgeber zusätzlich verlangen,

dass der Arbeitnehmer die konkurrenzierende

Tätigkeit aufgibt. Dies allerdings nur

dann, wenn die Interessen des Arbeitgebers und

das besonders treuwidrige Verhalten des Arbeitnehmers

dies rechtfertigen. Betreffend Höhe der

Konventionalstrafe erachten die Gerichte drei

bis sechs Monatslöhne für angemessen.

Wegfall des Konkurrenzverbots

Das Konkurrenzverbot kann in einigen Fällen

wegfallen, obwohl es gültig vereinbart worden

ist. Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis,

ohne dass ihm der Arbeitgeber dazu begründeten

Anlass gegeben hat, fällt das Konkurrenzverbot

dahin. Gleich verhält es sich, wenn der

Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis aus einem

vom Arbeitgeber zu verantwortenden Anlass

auflöst. Das Konkurrenzverbot fällt auch weg,

wenn der Arbeitgeber kein Interesse mehr an der

Aufrechterhaltung hat; beispielsweise weil er

den entsprechenden Geschäftszweig aufgibt.

Fazit

Um ein gültiges Konkurrenzverbot zu vereinbaren,

ist ein sorgfältig erstellter Arbeitsvertrag

unerlässlich. Bei Kündigungen ist Vorsicht geboten,

will man nicht den Wegfall des Konkurrenzverbotes

riskieren.


Inserenten informieren

WIR Bank erhöht Dividende um 6,3%

Die Generalversammlung der

WIR Bank hat am Mittwoch

in Basel der vom Verwaltungsrat

beantragten Ausschüttung

einer Brutto-Dividende

von 8.50 CHF pro

Stammanteil zugestimmt.

Bereinigt um den Jubiläumsbonus

vom letzten Jahr entspricht

dies einer Erhöhung

um 6,3%. Zudem wurde Rolf

Hächler aus Reinach AG in

den Verwaltungsrat gewählt.

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

An der Generalversammlung

vom 26. Mai blickte die WIR Bank

auf ein sehr gutes Jubiläumsjahr

zurück: Sie gewann weitere

Marktanteile dazu und die

Bilanzsumme wuchs um 9,7%

auf 3,72 Mrd. CHF/CHW. Die

Bank erzielte eines der besten

Ergebnisse ihrer Geschichte.

Die Genossenschafterinnen und

Genossenschafter der WIR Bankstimmten

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Sie erwarten

des Verwaltungsrates zu und

erteilten Verwaltungsrat und

Geschäftsleitung diskussionslos

Décharge. Unter anderem wurden

die beantragten Statuten -

änderungen sowie der Vorschlag

über die Verwendung des Reingewinns

von 11,6 Mio. CHF

(+11,0%) gutgeheissen. Damit

wird eine um 6,3% erhöhte

Brutto-Dividende von 8.50 CHF

pro Stammanteil zur Ausschüttung

gelangen.

Neu in den Verwaltungsrat ge -

wählt wurde Rolf Hächler aus

24

Reinach AG. Er ersetzt den

bisherigen Vizepräsidenten Peter

Roesler (Greifensee), der aufgrund

der Amtszeitbeschränkung

nach 10 Jahren aus dem-

Verwaltungsrat scheidet.

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Auszeichnungen und Jubiläen / News

Schweizerischer Marktverband

100 Jahre SMV

PD/ush. Am 17. Juni 1910, genau

vor 100 Jahren, ist in Zürich von

einigen weitsichtigen Markthändlern

der Schweizerische

Marktverband aus der Taufe

gehoben worden. Sie hatten

erkannt, dass ihr Gewerbe in

vielerlei Hinsicht existenziell

bedroht wurde und man gemeinsam

gegen diese Bedrohungen

einstehen musste. So waren es zu

jener Zeit vor allem die Tarife der

Bahn und der Spediteure, welche

als zu hoch empfunden wurden,

aber auch die Konkurrenz durch

die aufkommenden Warenhäuser,

die zur Abschaffung von

zahlreichen beliebten Messen

führten. 1910 existierte noch

kaum privater Autoverkehr. Die

NEWS 1

Hans Widmer neuer Präsident FFHS

Der ehemalige SP-Nationalrat Hans Widmer ist Anfang

Mai zum neuen Präsidenten des Vereins Fernfachhochschule

Schweiz FFHS gewählt worden. Er tritt die Nachfolge

von Ernst Mühlemann an, der den Vorsitz seit der

Gründung der Schule 1998 bis zu seinem Tod im September

2009 inne hatte. Hans Widmer ist seit 1998 Mitglied

des strategischen Beirats der Fernfachhochschule Schweiz.

Die FFHS wurde 1998 gegründet und ist als Verein organisiert.

Dem Vereinsvorstand stehen ein strategischer und

ein wissenschaftlicher Beirat zur Seite. «Wir freuen uns,

dass wir mit Hans Widmer einen äusserst fähigen und gut

vernetzten Vereinspräsidenten gefunden haben, der für

die nötige Kontinuität sorgt», sagt Kurt Grünwald, Direktor

der FFHS. Hans Widmer engagiert sich als Politiker

schon seit vielen Jahren für die Bildung und kennt die

FFHS als Gründungsmitglied des strategischen Beirats

bestens. Er sieht seine primäre Aufgabe als Präsident darin,

zum nachhaltigen weiteren Wachstum der Schule beizutragen,

die seit 1998 Jahr für Jahr mehr Studierende zählt.

Download ab: www.ffhs.ch.

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Markthänfler waren auf den

Transport ihrer Waren durch

Pferdefuhrwerke und die Eisenbahn

von Ort zu Ort angewiesen.

Der Schweizerische Marktverband

kann auf eine bewegte

Geschichte zurückblicken. Trotz

100 Jahre industrieller, materieller,

kultureller und soziologischer

Entwicklung unterscheiden sich

die Anliegen und Sorgen des Verbandes

von heute nicht so sehr

von jenen seiner Gründervärter.

Die Beliebtheit der Märkte in

der heutigen Gesellschaft spricht

dafür, dass der Marktverband

weiterhin wichtige Aufgaben zu

erfüllen hat.

www.marktverband.ch

Herzliche Gratulation

Der Gewerbeverband des Kantons Luzern gratuliert dem Schweizerischen

Marktverband zum 100-jährigen und der Gebäudeversicherung

Luzern zum 200-jährigen Bestehen. Wir danken beiden Organisationen

für ihr wertvolles Engagement und wünschen ihnen eine

erfolgreiche Zukunft.

Gebäudeversicherung Luzern

200 Jahre Gebäudeversicherung

Was im Jahr 1810, eine eigentliche

Pionierleistung im Kanton

Luzern, als Luzerner Brandversicherungsanstalt

seinen Anfang

nahm, hat sich zu einer aus

unserer Gesellschaft nicht mehr

wegzudenkenden Institution,

der bewährten und modernen

Gebäudeversicherung Luzern

entwickelt. Die Gebäudeversicherung

Luzern feierte Ende

April im KKL Luzern zusammen

mit Gästen aus Politik und Wirtschaft

ihr 200-Jahr-Jubiläum.

Der Luzerner Moderator Stephan

Klapproth führte engagiert und

geistreich witzig durch die Jubiläumsfeier.

Nach der Begrüssung

durch die Präsidentin der Ver-

NEWS 2

Bildungszentrum ZIGG

Die Schlüsselpositionen des Bildungszentrums der Zentralschweizer

Interessengemeinschaft Gesundheitsberufe

ZIGG sind besetzt. Ernst Schäfer übernimmt die Leitung

Bildung. Das neue Bildungszentrum ZIGG öffnet ab

1. August 2010 seine Türen für rund 900 lernende Fachfrauen/-männer

Gesundheit (FaGe) und 400 studierende

Pflegefachleute HF in Alpnach OW. Dort übernimmt Ernst

Schäfer, zurzeit Leiter Pflege und Betreuung im Alterszentrum

Staffelnhof, als Leiter Bildung eine Schlüsselposition.

Barbara Studer, heute Verantwortliche LTT Praxis, wird als

stv. Leiterin Bildung ab 1. August 2010 tätig sein. Mit

Es ther Zehnder und Beate Roelz stehen zwei weitere qualifizierte

und engagierte Persönlichkeiten als Projektleiterinnen

Bildung für die ZIGG im Einsatz. Im Gesundheits -

wesen hat die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften

einen besonders hohen Stellenwert, damit der Personal -

bedarf der Betriebe auch in Zukunft gedeckt werden kann.

Download ab: www.zigg.ch.

25

waltungskommission,Regierungsrätin Yvonne Schärli, wurden

die drei Kernaufgaben der

Gebäudeversicherung vorgestellt

und erklärt. Schnell wurde klar,

dass die Gebäudeversicherung

weit mehr ist als eine Versicherung.

Sie versichert nicht nur

alle 115 000 Gebäude im Kanton

Luzern im Wert von 93,7 Milliarden

Franken gegen Feuer- und

Elementarschäden. Dank ihrem

Engagement in den Bereichen

Prävention und Feuerwehr werden

viele Gebäudeschäden verhindert

oder zumindest das

Schadenmass reduziert.

www.gvl.ch

NEWS 3

LIV mit neuem Präsidenten

Die LIV hat einen neuen Präsidenten: Damian Henzi, CEO

der Hochdorf-Gruppe. Er löst Mark Bachmann, CEO der 4B

Fenster AG Hochdorf, ab. Dessen zwei erfolgreichen Amtsjahre

waren aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise

besonders intensiv. Vizepräsident wird Frank Ruepp, CEO

der Perlen Papier AG. Daneben befasste sich die Generalversammlung

des LIV schwergewichtig mit der Wirtschaftskrise,

welche der Kanton Luzern aus Sicht des LIV Vorstandes

gut gemeistert hat. Publizist Beat Kappeler analysierte in

seinem Gastreferat kritisch und provokativ die Lösungsansätze

verschiedener Länder und insbesondere der Schweiz.

Download ab: www.seco.admin.ch.


Sektionen

Gewerbeverein Rickenbach

Homepage und Gewerbeausstellung 2012

ph. Die Generalversammlung

2010 des Gewerbevereins Ricken -

bach fand im Gasthaus Löwen

statt. Neben den üblichen Traktanden

standen eine eigene

Homepage oder die Gewerbeausstellung

im Jahre 2012 auf dem

Programm. Nach einer kurzen

Begrüssung führte der Präsident

des Gewerbe vereins, Christoph

Ottiger, zügig durch die Traktandenliste.

Der Gewerbeverein

durfte sich auch dieses Jahr wieder

über Neu mitglieder freuen

und hiess diese recht herzlich

willkommen.

Gewerbler-Reportage

Der Gwärbler-Vorstand konnte

den Mitgliedern einige neue

Projekte vorstellen, darunter

die Idee von Koni Willimann,

Ricken bacher Unternehmen in

einer kurzen Reportage unter

dem Namen «Gwärbler stellen

sich der Kamera» zu präsentie-

Luzerner Schreiner – Lehrlingswettbewerb 2010

Stelldichein der neuen Macher-Generation

P.D. Welch eine Fülle an Kreationen,

Eindrücken, Ideen, Leistungen

und Stolz. Die 55 Schreiner-

Lernenden im vierten Lehrjahr,

welche ihre Kreationen nach

Knutwil Bad ins Forum Jugenddorf

gebracht hatten, kamen mit

Freunden, Eltern und Arbeitgebern,

um sich ihre Prämie abzuholen.

Mehr als 250 Personen

fanden sich in der Mehrzweckhalle

ein, die bis auf den letzten

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

ren. Dabei stellen sich die Unternehmen

mit einem kurzen Interview

vor. Dieses Experiment

wurde bereits in Basel durchgeführt

und fand dort grossen

Anklang bei der Bevölkerung.

Überzeugt, dass dies gerade in

Bezug auf die Gewerbeausstellung

2012 sinnvoll sei, stellte

der Vorstand eine Homepage zur

Diskussion. Das Projekt Homepage

wurde angenommen.

OK bestellt und

Ricobello verliehen

Für 2012 ist eine Gewerbeausstellung

in Rickenbach geplant.

Dazu wurde ein Organisationskomitee

bestellt, welches sich

um eine sorgfältige Planung

und umsichtige Realisierung der

Gewerbeausstellung kümmert.

Der OK-Präsident Alex Eigensatz

(Geschäftsführer des Baugeschäftes

Hüsler AG) gab dazu einige

Informationen ab und verwies

Platz ausgebucht war – knis -

ternde Spannung. Von einer 14köpfigen

Jury wurden die Siegerstücke

ermittelt und der Öffentlichkeit

präsentiert. Mit 77.6 von

maximal 80 möglichen Punkten

belegte Adrian Fleischlin, Sempach,

den ersten Platz, gefolgt

von Daniel Aeschlimann, Sursee

(75.5) und Matthias Aregger,

Egolzwil (74.4). Das gesamte

Teilnehmerfeld war sehr eng

auf eine Infoveranstaltung im

Frühling. Unter dem Traktandum

Verschiedenes wurden

diverse Themen aufgegriffen. So

die Besprechung des Gewerbeausfluges

sowie einige Informationen

zur 800-Jahr-Feier. Die

Versammlung nahm sich auch

die Zeit, um kurz auf das Projekt

beisammen. Viele Möbelbauer

trennten lediglich Zehntelspunkte.

In der zweiten Gruppe

waren die 25 Rangierten lediglich

innerhalb von 6,6 Punkten

Differenz platziert. Die Experten

prüften rund 2500 Details von

der Massgenauigkeit bis zur

Oberflächenverarbeitung. Jeder

Millimeter spielte eine Rolle.

Innovationspreis

Die spezielle Seite des Lehrlingswettbewerbs

stellen die Preise

«Gestalten und Erfinden» dar.

Hier sind andere Werte, wie

Impression der Kreativität der jungen Möbelbauer. (Fotos z.V.g.)

Übergabe des Riccobello durch Christoph Ottiger (links) an Franz Habermacher.

(Foto: Patrizia Häfeli)

26

Adventskalender zurückzu bli -

cken und in diesem Zusammenhang

den Riccobello 2010 zu

verleihen. Der Ricobello-Preis,

eine Wanduhr, ging an Franz

Habermacher und das «Löwen»-

Team, welche den Preis für ihr

wunderschönes «Adventskalendertüerli»

gewannen.

Idee, Ausdruck und Originalität,

Nutzung und materialgerechte

Umsetzung sowie Produktions -

fähigkeit der Kreationen gefragt.

Die Jury «Gestalten und Erfinden»,

bestehend aus Fachleuten

von Gestaltung, Architektur,

Marketing, Produktion und Verkauf,

vertreten durch den Jurypräsidenten

und Architekten Jörg

Grunder aus Luzern, wandte ein

fünfstufiges Ausscheidungsverfahren

an. Die Jury vergab wieder

einen Erfinderpreis, er ging an

Kuqi Valdrin aus Zell für seine

spezielle Idee einer Schubladenfunktion.

Den ersten Preis der

Gestalter holte sich Lars Bolliger,

Sursee, vor Silvan Bossard, Geiss,

und Adrian Fleischlin, Sempach.

Gewann den Erfinderpreis: Kuqi Valdrin

mit seiner speziellen Kreation.


Sektionen

luzernermaler

Aktion sprayfrei – Angebot und Bilanz

Die Aktion sprayfrei ermöglicht

Liegenschaftsbesitzer in der

Stadt Luzern und neu auch in

Emmen, unerwünschte Sprayereien

rasch und kostengünstig

entfernen zu lassen.

Aktion sprayfrei – die Bilanz

Die Aktion «sprayfrei» wurde in

der Stadt Luzern im Mai 2007

gestartet mit dem Ziel, Sprayereien

und Schmierereien an

Gebäuden und Einrichtungen zu

vermindern. Partner und Mit -

initianten sind die «luzerner -

maler», der Malerunternehmerverband

Luzern und Umgebung.

Seit April 2010 macht auch die

Gemeinde Emmen mit. Bisher

wurden über 100 Sanierungen

durchgeführt, 2400 Quadratmeter

versprayte Fläche gesäubert

und Schäden von rund 120 000

Franken behoben.

Die Hintergründe

Graffiti, Wandsprüche, Tags

(Szene-Signaturen) und Schmierereien

gehören seit über 20 Jahren

zum Alltag in Städten und

Agglomerationen. Die Sprayer -

szene entstand zusammen mit

der Hip-Hop-Bewegung in den

amerikanischen Grossstädten.

Luzerner Kaminfegermeister-Verband

Sorgenvoller Blick in die Branchenzukunft

LG. Im Mai 2010 hat der Luzerner

Kaminfegermeister-Verband

zu seiner 111. Generalversammlung

eingeladen. Diese fand dieses

Jahr in der Wirtschaft zur

Schlacht in Sempach statt. Der

Präsident Peter Duss blickte in

seinem Jahresbericht auf ein

eher ruhiges Verbandsjahr

zurück. Er drückte auch seine

Sorge um die Zukunft der

Kaminfeger aus. Die schwindende

Arbeit, die Veränderungen

der Technik und die ständig

ansteigenden Kosten im Allgemeinen

werden die grossen Herausforderungen

der Zukunft für

das Gewerbe der Kaminfeger

sein. Eine Arbeitsgruppe hatte

sich während dem Jahr ebenfalls

ausführlich mit diesem Thema

befasst. Man suchte intensiv

nach Möglichkeiten, die rückgängige

Arbeit durch neue Herausforderungen

aufzufangen.

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Heute sind sie Teil der Jugendsubkultur.

Die Ausdrucksform

des Sprayens kennt heute alle

Schattierungen vom kunstvollen

Wandgemälde bis zur banalen

und oft obszönen Schmiererei.

Die Gemeinsamkeit der Sprayereien

liegt darin, dass in der

Regel illegale Fächen benutzt

werden und die Graffiti, Tags

und Sprüche ohne Erlaubnis der

Eigentümer angebracht werden.

Es deutet derzeit nichts auf ein

Ende der Hip-Hop-Szene oder

Mutationen im Vorstand

Da die Verbandssekretärin Lisbeth

Gloggner auf diese Generalversammlung

ihre Demission

eingereicht hat, gab es eine Neuverteilung

der Aufgaben innerhalb

des Vorstandes. Neu wurde

Andreas Rüssli in den Vorstand

gewählt, er übernimmt die Aufgaben

des Technischen Obmannes.

Sein Vorgänger Peter Marbacher

übernimmt neu die Arbeiten

des Sekretariats und bleibt

als Beisitzer im Vorstand. Die

Sekretärin wurde gebührend verabschiedet

und verdankt. Während

des anschliessenden Mit -

tagessens ergab sich die Möglichkeit,

mit den Gästen, Dölf

Käppeli und Boris Camenzind,

Gebäudeversicherung Luzern

GVL sowie dem Feuerwehrkommandanten

von Sempach, Urs

Bachmann, interessante Gespräche

zu führen.

verwandter Szenen in der

Jugendkultur hin. Das Verschwinden

der Graffiti und Tags

ist somit auch nicht zu erwarten.

Jugendkultur und Ärgernis

Für eine breite Öffentlichkeit

sind Sprayereien ein Ärgernis.

Für Hausbesitzer sind sie darüber

hinaus mit teilweise grossen

Kosten für die Beseitigung verbunden.

Strafrechtlich sind

Sprayereien und Schmierereien

eine Sachbeschädigung. Werden

Sprayerinnen und Sprayer

erwischt, werden sie strafrechtlich

verfolgt und sie müssen für

die Gebäudeschäden aufkom-

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Malergeschäft Durrer AG, Luzern Telefon 041 310 13 44

Maler Kantor GmbH, Luzern-Littau Telefon 041 250 52 72

Albert Haas, Malergeschäft, Kriens Telefon 041 310 35 21

Hartmann Malerei GmbH, Kriens Telefon 041 320 20 01

Stiftung Brändi AWB Kriens, Kriens Telefon 041 349 03 35

Maler Kiener AG, Kriens-Obernau Telefon 041 320 63 61

Maler Michel AG, Ebikon Telefon 041 440 10 20

Heinz Birrer, dipl. Malermeister, Emmen Telefon 041 449 00 95

Kurt Erismann AG, Emmen Telefon 041 260 35 53

Peter Gräni, Emmen Telefon 041 280 44 22

MVM AG, Emmen Telefon 041 289 04 04

Maler Rindlisbacher GmbH, Emmen Telefon 041 260 43 44

Slanzi malen.gipsen, Rothenburg Telefon 041 280 19 94

Maler Mennel GmbH, Hochdorf Telefon 041 910 28 26

27

Vorgehen bei Sprayereien

oder Schmierereien

– Anzeige bei der Polizei

Luzern: Tel. 041 248 81 17

Emmen: Tel. 041 260 11 17

– Hotline Tel. 041 422 40 40

anrufen oder eine der 17

beteiligten Mitmachfirmen

der luzernermaler kontaktieren

Der Schaden wird innert 48

Stunden fachgerecht behoben.

Die an der Aktion beteiligten

Unternehmen gewähren auf

den Arbeiten einen Rabatt von

50 Prozent.

www.sprayfrei.ch.

men. Für Jugendliche haften die

Eltern. Als erfolgreichste Strategie

hat sich bisher die schnellst

mögliche Beseitigung der Graffitti,

Tags und Wandsprüche

erwiesen. Damit wird das

«Erfolgserlebnis» der Sprayenden,

die «Visitenkarte» seiner

Mutprobe, zunichte gemacht.

Weitere Auskünfte

– Stadt Luzern: Direktion Umwelt,

Verkehr u. Sicherheit, Tel. 041 208

88 67, maurice.illi@stadtluzern.ch

– Gemeinde Emmen: André

Gassmann, Tel. 041 268 02 48

andre.gassmann@emmen.ch

– luzernermaler: Guido Durrer,

Präsident, Tel. 079 354 78 13,

g.durrer@durrerag.ch

Peter Duss dankt Lisbeth Gloggner für ihr Engagement. (Foto: z.V.g.)


Sektionen

Carrosserie-Verband Zentralschweiz

Alarmierendes Ergebnis einer Umfrage

bei Lernenden

Vor der Generalversammlung

des Carrosserie-Verbandes Zentralschweiz

CVZ in Amsteg

besuchten 54 Mitglieder die

Neat-Baustelle in Erstfeld –

ein Jahrhundertbauwerk. Nicht

gerade ein Jahrhundertwerk aber

wertvolle Arbeit leistete der CVZ

im vergangenen Verbandsjahr.

Die Wirtschaftskrise bereitete

nicht wenigen Kleinunternehmen

Kopfzerbrechen. «Da wir

doch eher auf Werthaltung ausgerichtet

sind überstand oder

übersteht unsere Branche diese

Krise sehr gut», stellte der Verbandspräsident

Reto Zemp fest.

Dies sei nicht zuletzt dem grossen

Unwetter im letzten Sommer

zu verdanken, welches den

Handwerkern viel Arbeit ins

Haus «hagelte».

Interessante Führung durch die Firma Studer AG. (Foto: Claudia Reis)

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Alle unter ein Dach bringen

Die Verbandsrechnung schloss

mit einem kleinen Gewinn von

150 Franken, somit beträgt das

Vermögen 85 552 Franken. Der

Verband kann ein Polster gut

gebrauchen, denn das Ausbildungszentrum

in Ebikon muss

trotz erst erfolgter Erweiterung

bereits wieder vergrössert werden.

Ab 2013/2014 werden auch

die Fahrzeugschlosser aus dem

Tessin und der ganzen Deutschschweiz

in Ebikon untergebracht.

Die nötigen Räumlichkeiten

könnten von «Outdoor

Chief» gekauft werden. Die Verhandlungen

sind schon länger

im Gange und schwierig. «Eventuell

laden wir im Herbst zu

einer ausserordentlichen GV»,

informierte Zemp.

Die Zugpferde des Verbandes: Der Präsident Reto Zemp (rechts) und der

Geschäftsleiter Bruno Hübscher. (Foto: Nadia von Euw)

Pokale Lehrlingswettbewerb

Carrossier Lackiererei:

1. Infanger Dario; Soland AG, Reussbühl.

2. Peyer Marion; André Kiser GmbH, Kägiswil.

3. Hediger Anita; Josef Kaufmann AG, Ebikon.

Carrossier Spenglerei:

1. Eberli Elias; Kobe Roland Carrosserie, Gunzwil.

2. Mühlebach Patrick; Soland AG Carrosserie, Reussbühl.

3. Haas Matthias; Carrosserie Luzern AG, Luzern.

Fahrzeugschlosser:

1. Casserini Mischa; Walde AG, Uster.

2. Häfliger Fabian; Galliker Transport AG, Altishofen.

3. Heer Kevin, Notterkran AG, Boswil.

Alarmierende Ergebnisse

An diesen Lehrabschlussprüfungen

werden die Carrosseriespengler

und -lackierer erstmals

mit dem neuen Qualifikationsverfahren

gestestet. Der unter

den Lernenden grassierende

Unmut und die Angst, dass sie

als Erstgeprüfte in diesem

System benachteiligt sein könnten,

konnte mit einer Probeprüfung

beseitigt werden. Was dem

Verband mehr zu denken geben

sollte, sind die Rückmeldungen

der Lernenden zu ihrer Ausbildung.

Das Amt für Berufs- und

Weiterbildung des Kantons

Luzern befragte die Carrossieriespengler

und -lackierer im

4. Lehrjahr. «Die Ergebnisse sind

alarmierend. Es muss etwas

gehen», so Victor Jans, Ausbildungsberater

der Dienststelle

Berufs- und Weiterbildung des

Kantons Luzern. 40 Prozent der

Befragten würden ihre Lehre

nicht mehr im gleichen Betrieb

absolvieren. Der Ausbildner sei

im Umgang eine schwierige

Person, ist der meistgenannte

Grund dafür. 25 Prozent der

Auszubildenden wissen bereits

Region Luzern West

Besuch bei der Firma Studer in Zell

Die Unternehmertagung bei der

Firma Studer Maschinenbau AG

in Zell war mit über 120 Teilnehmenden

ein voller Erfolg. Die

Geschäftsführer Markus Studer

und Janez Zekar orientierten

über die Schichtentrennung und

das Projekt Biomasse. Unter

anderem befasst sich Mitinhaber

Markus Studer mit der Entwicklung

eines mobilen Biomassekraftwerks.

Die Besucher erhielten

einen Einblick in die Testanlage.

Die Firma arbeitet auch mit

Industrie-Designern zusammen.

28

heute, dass sie nicht auf dem

erlernten Beruf weiterarbeiten

wollen. «Das ist verrückt, uns

gehen die Fachleute aus», meint

Jans. Er wird mit der Schule und

dem Berufsverband Lösungen

erarbeiten.

Notenleistungen steigend

Mit den Prüfungsresultaten können

sich die Lehrmeister hingegen

zufrieden geben. Über die

letzten 15 Jahre hinweg sind

die Leistungen der Carrosseriespengler

und Fahrzeugschlosser

aus der Zentralschweiz im

Durchschnitt gestiegen. Die

Durchfallquote der Spengler lag

im letzten Jahr bei 18 Prozent,

die der Schlosser bei 6 Prozent.

Die Lackierer hatten im vergangenen

Sommer keine Prüfungen,

wegen des Wechsels der Ausbildungsdauer

von drei auf vier

Jahre. Im dritten Lehrjahr ab -

solvieren die Lehrlinge jeweils

einen Wettbewerb, um sich optimal

auf die Prüfung vorzubereiten.

Den Besten wurde anlässlich

der GV ein Pokal verliehen.

Nadia von Euw

Oscar Steffen, Swiss Design

Transfer, zeigte den Nutzen eines

durchdachten Designs am konkreten

Beispiel auf. NRP-Projektleiter

Guido Roos, Region Luzern

West, stellte anhand des Projektes

Biomasse die Wirkung der

NRP vor. Ziel bei jedem NRP-Projekt

sei es, aus einer Idee einen

Goldesel zu machen, neue

Arbeitsplätze zu schaffen und

Wertschöpfung für die Region zu

bringen.

Claudia Reis


Sektionen

gewerbe rontal kmu-root-dierikon-gisikon-honau

Wenn die GV vom Theater ins Konzert führt

Bei einem so abwechslungsreichen

Verlauf der Generalversammlung

konnte es sich nur

um die Einladung von gewerberontal

kmu-root-dierikon-gisi -

kon-honau handeln. Über 40

Teilnehmende trafen sich zur

81. GV des Vereins gewerberontal

im Theatersaal der Theatergesellschaft

in Root. Beim Abarbeiten

der üblichen GV-Traktanden gab

es einen ersten grossen Applaus

zur Wahl von zehn neuen Mitgliedern

im Verein. Damit ist die

100er-Marke geknackt worden.

Der Vorstand hat sich durch

AGVS Sektion Zentralschweiz

Vorfreude auf neues Ausbildungszentrum

apimedia. Lungern war kürzlich

Austragungsort der Generalversammlung

des AGVS Sektion

Zentralschweiz. Im Mittelpunkt

des Abends stand das Thema

Berufsbildung. Philippe Koch

von der gleichnamigen Garage

in Ebikon orientierte über den

Ausbau des Ausbildungszentrums

ABZ in Horw, der früher

als erwartet beendet werden

konnte. Die Kosten liegen er -

freulicherweise 144 000 Franken

unter dem Budget. Dies obwohl

für den Erdbebenschutz, für

Kanalisation, zusätzliche Glasfronten,

Liftrenovation, Dachsanierung

und Kühlanlage 650 000

Franken mehr ausgegeben werden

mussten als geplant. Am 19.

Juni wird das neue Ausbildungszentrum

feierlich eingeweiht.

Apropos Berufsbildung: Anfang

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Thomas Schnyder, Bitwork (IT-

Services & Network-Solutions),

verstärkt. Mit einem Sponsoring-

Beitrag wird sich gewerberontal

an der Erstellung der ersten

Landmark im «Future Valley

Lucerne» beteiligen. Das Kunstwerk

Tension-Energy des international

renommierten Künstlers

Costas Varatsos wird im

Zusammenhang mit der aktuellen

Erstellung des neuen Strassenkreisels

im Oberfeld erstellt.

gewerberontal setzt mit diesem

Kulturbeitrag ein Zeichen der

Identifikation.

Angeregte Diskussion unter den GV-Teilnehmenden. (Foto: Toni Gysi)

Jahr wurde in allen Lehrbetrieben

des Verbands das Webtool

«sephir» eingeführt. Es soll die

Kooperation zwischen Berufsfachschule

und Lehrbetrieb

zusätzlich verbessern. Keine

hohen Wellen warfen die übrigen

traktandierten Geschäfte.

Der Vorstand wurde ergänzt

durch Christoph Künzi, Mitinhaber

der Künzi + Hämmerli

Automobile in Schötz. Er wird

sich schwergewichtig in der

Berufsbildung engagieren. Eine

besondere Ehrung wurde Kurt

Kaelin vom Strassenverkehrsamt

des Kantons Luzern zuteil, der in

den Ruhestand tritt und für

seine geleisteten Dienste vom

Präsidenten Patrick Schwerzmann

aus Luzern beschenkt

wurde. «Es macht Freude zu

sehen, dass der Garagist heute

Gewerbe-Ausstellung

und Strassseneröffnung

Eine Umfrage bei den Mitgliedern

führte zum klaren Ergebnis,

dass eine Gewerbeausstellung im

unteren Rontal in nächster Zeit

kein Thema ist. Voraussichtlich

im Jahr 2013 wird die neue Kantonsstrasse

durch das Rooter

Dorf fertig gestellt sein. Baubeginn

ist nach der Eröffnung des

neuen Rontaler Autobahnzubringers

in Dierikon ab kommendem

Jahr. Verkehrs- und Einkaufseinschränkungen

werden im Dorf

während einiger Monate un -

umgänglich sein, sollen jedoch

auf die jeweiligen Bedürfnisse

aller Beteiligten abgestimmt werden.

gewerberontal bietet mit

einer Arbeitsgruppe Hand zur

Koordination. Zur Eröffnung der

neuen Kantonsstrasse bietet sich

wohl eine ideale Gelegenheit,

eine Art Gewerbeausstellung zu

organisieren. Vereinspräsident

Herbert Keller ist schon heute

aktiv am Sammeln von Ideen

dazu.

Apéro und fulminantes

Anschlussprogramm

Im Anschluss an den offiziellen

Teil lud gewerberontal zum

Apéro ein. Die Präsidentin der

Theatergesellschaft Root, Margrith

Rettig, nutzte die Gelegenheit,

den neuen Theatersaal kurz

vorzustellen und mit einigen Bil-

29

dern vom Abriss des alten «Bunkers»

im Dorf bis zur Neuerrichtung

des Saals an der Perlenstrasse

zu illustrieren. Gespannt

wartete die Gästeschar auf das

bis dahin geheim gehaltene

fakultative Abendprogramm.

Zwar hatten die 30 Teilnehmenden

dafür schon im Voraus

bezahlt, aber immer noch keine

Ahnung was auf sie zukommen

sollte. Die Fahrt führte nach

Luzern ins KKL. Ein Konzertabend

unter dem Titel von

«Deep Blue in Concert» stand

bevor. Im ersten Teil bot das 21st

Century Symphony Orchestra

unter der Leitung von Ludwig

Wicki einen Querschnitt aus

dem Werk von George Fenton,

einem der bedeutendsten Exponenten

der englischen Film- und

TV-Musik der vergangenen 30

Jahre. Im zweiten Teil wurden

Ausschnitte aus dem BBC-Film

über die atemberaubend schöne,

aber auch stark bedrohte Welt

von Korallenriffen und Fischschwärmen,

von Walen und verspielten

Delfinen zur eigens

dazu komponierten Filmmusik

von Georg Fenton gezeigt. Zum

Ausklang des Abends entführte

der Präsident Herbert Keller

seine «Kulturgrupp» noch zu

einem Abendbuffet in die Luzerner

Altstadt.

Toni Gysi

Vorfreude auf die Einweihung des neuen Ausbildungszentrums in Horw:

Kurt Kaelin (links) und Präsident Patrick Schwerzmann. (Foto: apimedia)

vom Strassenverkehrsamt als

Kunde und nicht als Bittsteller

behandelt wird», sagte Schwerzmann.

An die Stelle von Kaelin

tritt neu Peter Kiser aus Rain.

Last but not least: Der AGVS Sektion

Zentralschweiz engagiert

sich dafür, dass im Kanton

Luzern die Zahl der Ausstellungssonntage

pro Jahr von

maximal zwei auf vier erhöht

wird und zählt dabei auf die

Unterstützung des Kantonalen

Gewerbeverbandes.


Einzelmitglieder

Detaillistenverband Kanton Luzern DVL

Gute Chancen bei freundlichem Service

Vorstand und Aufsichtsrat des

DVL tagten kürzlich im Hotel

«Bellevue am See» in Sursee. Im

Mittelpunkt der gut besuchten

Versammlung stand das Referat

von Thomas Hochreutener,

Direktor Handel, GfK AG Switzerland,

Hergiswil/NW. Als ausgewiesener

Detailhandelsexperte

gab der Referent exklusiv Ein-

Creditreform

Firmenkonkurse auf neuem Rekordniveau

Die Umsetzung von Art. 731b

OR bescheren der Schweiz – bei

gleichzeitig hoher Anzahl Firmenkonkurse

– einen traurigen

Rekordwert. Im ersten Quartal

2010 wurden über 1685 Firmen

Konkursverfahren eröffnet. Die

Anzahl Neueintragungen steigt

im gleichen Zeitraum auf den

zweithöchsten Wert seit 2007.

Der Mut zum Schritt in die

Selbstständigkeit ist weiterhin

ungebrochen. Ob all diese neuen

Firmen überleben werden, wird

sich die nächsten Jahre zeigen.

Neueintragungen, Löschung

Mit 3503 Neueintragungen im

März 2010 wird im laufenden

Jahr der höchste Wert in einem

Monat erreicht. Gegenüber dem

gleichen Monat des Vorjahres ist

ein Plus von knapp 14% festzustellen.

Im ersten Quartal 2010

werden mit 9442 Handelsregi-

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

blick in die neusten Umsatzentwicklungen,

Hits und Trends

sowie Tops und Flops im Schweizer

Detailhandel. Der Heraus -

geber der jährlichen Dokumentation

«Detailhandel Schweiz»

sieht den Schweizer Detailhandel

gesättigt. «Der Konzentrationsprozess

im Handel wie bei

den Herstellern wird sich fortset-

sterneueinträgen deutlich mehr

Neugründungen getätigt als in

der gleichen Zeitspanne 2009.

Hinter 2007 kann der höchste

Wert an Neueintragungen eines

ersten Jahresquartals verzeichnet

werden. In verschiedenen Kantonen

werden weiterhin Korrekturlöschungen

durchgeführt.

Die Anzahl Löschungen im März

2010 beläuft sich auf 2372,

was einer Zunahme von 14.6%

gegenüber des Vergleichsmonats

im Vorjahr entspricht. Insgesamt

wurden in den ersten drei Monaten

des laufenden Jahres bereits

6526 Firmen gelöscht. Im Vergleich

zum Vorjahr zeigt sich

eine deutliche Zunahme um

18.1%. Trotz der hohen Anzahl

Neugründungen liegt – bedingt

durch die vielen Löschungen –

das Nettowachstum mit 2916

Firmen netto knapp 10% unter

dem Vorjahreswert.

Luzerner Kantonalbank

Neuer Leiter

Private Banking/Institutionelle/Handel

Leo Grüter wird neues Mitglied

der Geschäftsleitung und Leiter

Private Banking/Institutionelle/

Handel der Luzerner Kantonalbank.

Er folgt damit auf Christof

Strässle, der die Bank nach über

zehn Jahren in der Geschäfts -

leitung per Ende 2009 verlassen

hat. Der Eintritt von Leo Grüter

in die LUKB wird voraussichtlich

im Herbst 2010 erfolgen. Leo

Grüter (1962) ist in Willisau auf-

zen. Ebenfalls die Flächenexpansion».

Insbesondere seit dem

Eintritt ausländischer Anbieter

finde der Verdrängungswettbewerb

immer mehr auch unter

Grossverteilern und Discountern

statt. Dem KMU-Detailhandel

gibt er trotz zunehmender Preissensibilität

und Margendruck

nach wie vor gute Chancen im

hart umkämpften Handel. Qualität,

authentische Produkte,

individuelle und freundliche

Bedienung sowie gezielte Service -

Entwicklung in den Regionen

Von der Zunahme der Neugründungen

profitieren die Nordwest-

und Zentralschweiz sowie

der Kanton Bern: alle mit deutlich

über 10%. Die hohe Anzahl

Löschungen von «Firmenleichen»

lassen die %-Zunahmen

vor allem im Kanton Zürich und

in der Zentralschweiz drastisch

ansteigen. Als Einzige weisen die

Nordwestschweiz und der Kanton

Bern ein positives Nettowachstum

auf.

Firmen-Konkurse

Noch nie gab es in einem Monat

so viele Firmenpleiten! Mit 645

Konkurseröffnungen wurde ein

neuer Rekordwert im März 2010

erreicht. Die Zunahme fällt mit

gut 50% dramatisch aus. Auch

wenn die Konkurspublikation

gemäss Art. 731b OR nicht

gerechnet werden, liegt die

Zunahme immer noch mehr als

23% über den Werten des gleichen

Monats im Vorjahr. Vom

1. Januar bis 31. März 2010 wur-

30

gewachsen und wohnt in Meggen.

Er hat an der Universität

St. Gallen Wirtschaftswissenschaften

studiert, als lic. oec.

HSG abgeschlossen und war seither

bei einer Schweizer Grossbank

in verschiedenen Führungspositionen

in den Bereichen

Firmenkunden und Private

Banking tätig.

www.lukb.ch

leistungen seien nach wie vor

Pluspunkte, welche für den

kleinstrukturierten Detailhandel

sprechen. Die Versammlung liess

sich anschliessend von DVL-Präsident

Heinz Bossert über die

aktuelle Detailhandelsentwicklung

im Kanton Luzern informieren.

Der KMU-Detailhandel

brauche wieder mehr Optimismus,

mehr Leidenschaft,

Integrität und Selbstvertrauen.

Heinz Bossert

den 1685 Firmenkonkurse in der

Schweiz publiziert, davon 428

Eröffnungen nach Art. 731b OR.

Zur Erinnerung: Seit 1. Januar

2008 regelt Art. 731b OR die Auflösung

von Kapitalgesellschaften

bei Mängeln in der Organisation

neu. Der Richter kann nun eine

Gesellschaft auflösen und ihre

Liquidation nach den Vorschriften

über den Konkurs anordnen.

1257 Konkurse sind jedoch auf

Insolvenzen zurückzuführen. Die

Entwicklung der Insolvenzen

dürfte aus der Wirtschaftskrise

seit Herbst 2008 resultieren. Die

hohe Anzahl Firmenkonkurse

lässt die Anzahl Totalkonkurse

auf den traurigen Rekordwert

von 3073 steigen. Damit wird

zum ersten Mal in der Schweiz

die 3000er-Marke bereits im

März geknackt!

www.creditreform.ch


Was? Wann? Wo

GEWERBE LUZERN, Juni 2010

Bildungspolitik

GEWERBEKALENDER

LUZERN

Zentralvorstand Gewerbeverband

Donnerstag, 1. Juli, 14 Uhr, Luzern.

Mittwoch, 25. August, 14 Uhr, Wauwil.

Mittwoch, 22. September, 14 Uhr, Luzern.

Mittwoch, 20. Oktober, 14 Uhr, Udligenswil.

Mittwoch, 17. November, 14 Uhr, Luzern.

Mittwoch, 15. Dezember, 14 Uhr, Luzern.

Mittwoch, 5. Januar 2011, 14 Uhr, Luzern.

DV 2010 Gewerbeverband des Kantons Luzern

Mittwoch, 11. Mai 2011, 15 Uhr, Sempach.

Luzerner Gewerbekammer (LGK)

Mittwoch, 25. August, 17 Uhr, Wauwil.

Mittwoch, 20. Oktober, 17 Uhr, Udligenswil.

Präsidentenkonferenzen Gewerbevereine (GV)

Region 1 (Wahlkreise 1, 2, 3)

Dienstag, 31. August, 10 Uhr.

Region 2 (Region Sempach/Sursee, Wolhusen-

Werthenstein)

Donnerstag, 2. September, 10 Uhr.

Region 3 (Entlebuch)

Dienstag, 7. September, 10 Uhr.

Region 4 (Region Willisau, Unteres Wiggertal)

Donnerstag, 9. September, 10 Uhr.

Region 5 (Region Seetal)

Dienstag, 14. September, 10 Uhr.

Berufsverbände (BV)

Bereich 1 (Bauwirtschaft)

Donnerstag, 16. September, 10 Uhr, Luzern.

Bereich 2 (Gesundheit)

Dienstag, 21. September, 17 Uhr, Luzern.

Bereich 3 (Handel, Gewerbe, Dienstleistung)

Donnerstag, 23. September, 10 Uhr, Luzern.

Bereich 4 (Fahrzeugbranche)

Dienstag, 28. September, 17 Uhr, Luzern.

Bereich 5 (Finanzdienstleistungen)

Donnerstag, 30. September 2010, 10 Uhr, Luzern.

Neue Präsidenten GV und BV

Mittwoch, 17. November, 17 Uhr, Luzern, Begrüssung.

Gewerbegruppe Kantonsrat

Mittwoch, 25. August, 17 Uhr: LGK.

Mittwoch, 20. Oktober, 17 Uhr: LGK.

Büro

Montag, 6. September, 11.30 Uhr, AAL Luzern.

Freitag, 29. Oktober, 11.30 Uhr, AAL Luzern.

Ehrenmitgliedertreffen

Donnerstag, 1. Juli, 10 Uhr.

Gewerbevereine

Gewerbeverein Buchrain Perlen

Do, 16. September, KMU-Lunch.

Do, 18. November, Vorstellung Mitglied, Gwärbler-Höck.

Fr, 7. Januar 2011, Neujahrsapéro.

Gewerbeverein Erlosen

Fr – So, 15. – 17. Oktober, Gewerbeausstell. Römerswil.

Gewerbe Hinterland

Fr – So, 14. – 16. Okt. 2011, Gewerbeausstellung, Zell.

Gwärb Hochdorf

Jeden Donnerstag, 7 bis 8 Uhr, Restaurant Bajazzo,

Hochdorf, Gwärb-Frühstück.

Sonntag, 20. Juni, Gwärbler-Picknick.

Do, 6. Januar 2011, Neujahrs-Apéro mit Seetal-Award.

Do, 24. März 2011, Generalversammlung.

31

Gewerbeverband Kriens

Fr – So, 1. – 3. Oktober, Concept6010 Gewerbemesse.

Wirtschaftsverband Stadt Luzern

Do, 1. Juli, 7 Uhr, Gipfeltreffen, Hotel Schweizerhof.

Do,2.September, 7Uhr,Gipfeltreffen,HotelSchweizerhof.

Mo, 6. September, Abendveranstaltung.

Mo, 20. September, Behördenapéro.

Do, 7. Okt., 7 Uhr (jeweils 1. Donnerstag im Monat), Gipfeltreffen,

Hotel Schweizerhof.

Gewerbe- u. Tourismusver. Ob. Sempachersee

Fr – So, 9. – 11. September 2011, Gewerbeausstellung.

Gewerbeverein Ruswil

Fr – So, 29. – 31. Oktober, Gewerbeausstellung.

Gewerbeverein Sursee

Di, 7. September, Info-Veranstaltung, Eventnacht.

Willisauer Gewerbe

Do – So, 4. – 7. November, Gewerbeausstellung.

Wolhuser Gewerbe

Mi, 10. November, Generalversammlung.

13. – 16. Oktober 2011, Gewerbeausstellung.

Berufsverbände

luzernermaler

Donnerstag, 21. Oktober, Herbstversammlung.

Zentralschweizer Metzgermeisterverband

Sonntag, 15. Aug., Entlebuch, Sommer-Familienfest.

Mi, 3. November, Herbstversammlung.

KMU-Frauen

Schule für die Geschäftsfrau

Daten neuer Lehrgang, Kursjahr 2010/2011

Jeweils Donnerstag, 8.30 – 12 Uhr.

Erster Kurstag: 26. August.

Letzter Kurstag: 24. März.

Zusätzliche Kurstage:

Samstag – Sonntag, 25. – 26. September.

Montag, 24. Januar 2011, 13.30 – 17 Uhr.

Kein Unterricht während der Schulferien.

Zertifikatsübergabe: anlässlich der DV des

Gewerbeverbandes, Mittwoch, 11. Mai 2011.

KMU-Seminare Arbeitsrecht

Tagesseminare in drei Modulen

Modul 1: Das Arbeitsrecht im Überblick.

Do, 23. Sept., 8.30 Uhr, Campus Sursee.

Modul 2: Fragen um den Lohn.

Do, 28. Okt. 2010, 8.30 Uhr, Campus Sursee.

Modul 3: Beendigung des Arbeits verhältnisses.

Do, 25. Nov. 2010, 8.30 Uhr, Campus Sursee.

Gewerbe-Treuhand Luzern

Preisverleihung Neuunternehmerpreis

Di, 14. Sept. 2010, 18.30 Uhr, D4 Root Längenbold.

Messen/Veranstaltungen

Bauen+Wohnen – Messe für Bauen, Renovieren,

Wohnen und Lifestyle

Do, 30. September – So, 3. Oktober 2010, 10 – 18 Uhr,

Messe Luzern. www.bauen-wohnen.ch

NUFA Schweiz – Nationale Nutzfahrzeugmesse

Do – So, 4. – 7. November, www.nufa-schweiz.ch.

19. Internationales Europa-Forum Luzern

Zum Thema Bildung, Forschung, Innovation.

Mo – Di, 8. – 9. November, KKL, Luzern.

Forum Bau Zentralschweiz

31. März 2011, Veranstaltung mit Referat, KKL Luzern.


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