Aktuelle Informationen der LGT Bank (Schweiz) AG Ausgabe April 2010

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Aktuelle Informationen der LGT Bank (Schweiz) AG Ausgabe April 2010

Ausgabe April 2010

FORUM

Aktuelle Informationen der

LGT Bank (Schweiz) AG

Investieren in die Welt von morgen

Nachhaltige Anlagen – getrieben von den

Lösungen für die Herausforderungen des

21. Jahrhunderts

Die Macht der Gerüchte

Ein Experiment im Behavioral-Finance-Labor

der Universität Zürich macht die Wirkung von

Gerüchten auf Marktentscheidungen erlebbar.

Renditeschwankungen minimieren,

Ertragspotenzial erhalten

Multi-Manager-Fonds überzeugen

durch Diversifizierung.

Eingangstor im Süden

Die Niederlassung Lugano der

LGT Bank (Schweiz) im Porträt


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Editorial

Unsere aktuellen Auszeichnungen

spornen uns dazu an,

unsere Dienstleistungen

stetig zu verbessern.

© LGT

Liebe Kundinnen und Kunden

Die Stabilisierung der Finanzmärkte ist gelungen, das Misstrauen

der Anleger bleibt! Denn nach wie vor ist unklar, ob der derzeitige

Aufschwung selbsttragend ist. Die Folgen des enormen Anstiegs

der Staatsverschuldungen sind nicht wirklich abzuschätzen.

Die Kursschwankungen der letzten Zeit spiegeln dieses angekratzte

Vertrauensverhältnis wider und werden wohl auch die kommenden

Monate prägen. Der Sturm vor Piräus um die Schuldenproblematik

Griechenlands hat sich durch die Zusage von Unterstützung durch

die EU-Mitgliedsstaaten etwas gelegt. Somit dürfte der Fokus zumindest

vorübergehend wieder vermehrt auf die Gesamtwirtschaft

und unternehmensspezifische Faktoren gerichtet werden. Denn im

Nebel der Schuldenproblematik einiger Länder aus dem Euroraum

wurden positive Faktoren übersehen, wie etwa die überraschend

gute Umsatz- und Gewinnentwicklung der US-Firmen für das Abschlussquartal

2009.

Zudem hat nun auch Europa dank den Konjunkturprogrammen

und des sich stabilisierenden Absatzmarktes wieder auf den Wachstumspfad

zurückgefunden. Doch noch immer bestehen Zweifel, ob

dieser Aufschwung selbsttragend ist.

Diese Bedenken sind durchaus berechtigt, denn trotz des positiven

Ausblicks kommen einige Bewährungsproben auf uns zu. Der

Druck auf den Euro ist nur eine davon. Weiters muss in den kommenden

Monaten stark auf die Notenbanken geachtet werden.

Wann und wie deren Ausstieg aus der aktuell lockeren Zinspolitik

ausgeführt wird, dürfte die Märkte beeinflussen.

Die Anforderungen an die künftige Energieversorgung und die Klimadebatte

zwischen China und den westlichen Industrieländern

werden genauso Themen sein, die es zu beachten gilt, wie die

durch Rettungsaktionen verursachten Staatsschulden.

Der langfristige Trend bleibt positiv, und wir werden uns mit aller

Kraft dafür einsetzen, die Chancen, die sich im derzeitigen äusserst

volatilen Umfeld ergeben, für die nachhaltige Entwicklung Ihres

Vermögens risikobewusst zu nutzen. Dass uns das immer wieder

gelingt, bestätigen die Auszeichnungen, welche die LGT Group für

ihre Dienstleistungen und Produkte laufend erhält. So konnten sich

bei den Lipper Fund Awards Switzerland 2010 gleich neun Fonds

von LGT Capital Management, der Investment-Boutique der LGT

Group, durchsetzen. Die Fonds erreichten aufgrund ihrer hervorragenden

risikoadjustierten Rendite über verschiedene Zeiträume

den ersten Platz.

Für uns sind diese Auszeichnungen nicht nur eine Bestätigung unseres

nachhaltigen Investmentansatzes: Sie spornen uns dazu an,

unsere Dienstleistungen für Sie stetig zu verbessern.

Hans Roth

Vorsitzender der Geschäftsleitung der LGT Bank (Schweiz) AG


Ökologisch und ökonomisch sinnvoll: Solaranlage auf dem Dach des LGT Service Centers Bendern

Eine kleine Zeitreise der nachhaltigen Anlagen

Investieren in die Welt von morgen

Immer mehr Menschen, denen eine lebenswerte Zukunft auf unserem Planeten am

Herzen liegt und die ihr Vermögen für die nächste Generation erhalten wollen,

setzen auf nachhaltige Anlagen. Der einstige Nischenmarkt wächst kontinuierlich

und eröffnet immer neue Anlagemöglichkeiten, getrieben von den Lösungen für

die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Der Klimawandel, die Zerstörung der Artenvielfalt,

die Übernutzung erneuerbarer Ressourcen, der Verbrauch

nicht erneuerbarer Energien sowie Armut

und die Gefährdung der menschlichen Gesundheit

sind die zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Ignorieren wir sie, droht unserer Umwelt

und damit unserer Zivilisation unweigerlich der

Bankrott. Der viel beachtete Bericht des ehemaligen

Weltbank-Ökonomen Nicolas Stern, der die wirtschaftlichen

Folgen des Klimawandels untersuchte,

schätzte 2006, dass die globale Erwärmung die

Weltwirtschaft um 20 Prozent schrumpfen lassen

könnte, wenn nicht jährlich ein Prozent des globalen

Bruttosozialprodukts für die Lösung der Umweltprobleme

eingesetzt würde. Dass wir uns ein

«Weiter so» nicht mehr leisten können, lässt sich

auch an unserem «ökologischen Fussabdruck» ablesen.

Gemäss diesem Buchungssystem für natürliche

Ressourcen verbrauchen wir bereits heute mehr

ökologisches Kapital, als uns zur Verfügung steht.

Konkret nutzt die Menschheit heute Ressourcen

von 1,4 Planeten, obschon uns nur ein Planet zur

Verfügung steht.

Hintergrund

Immer mehr Menschen erkennen angesichts dieses Ungleichgewichts, dass sie als

Politiker, Unternehmer oder Konsumenten handeln müssen, um den Wohlstand der

globalisierten Gesellschaft zu sichern – und das nachhaltig. Sie alle sind gefordert,

eine lebenswerte Zukunft für unseren Planeten mitzugestalten. Oder wie es die

damalige norwegische Premierministerin Gro Harlem Brundlandt in den 1980er-

Jahren formulierte: «Nachhaltigkeit heisst, die Bedürfnisse der Gegenwart erfüllen,

ohne dabei zukünftigen Generationen die Möglichkeit zu nehmen, ihre eigenen

Bedürfnisse zu befriedigen.» Damit nimmt sie auf die Herkunft des Begriffs der

Nachhaltigkeit Bezug, der ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammt: Einen Wald

nachhaltig zu bewirtschaften, heisst, ihm immer nur so viel Holz zu entnehmen,

wie nachwachsen kann.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise hat der Gedanke

der Nachhaltigkeit neue Aktualität erlangt. Denn die Krise hätte nicht klarer zeigen

können, dass den gewohnten Denkmustern und einem eindimensionalen Streben

nach Wachstum Grenzen gesetzt sind. Oder wie es der frühere US-Präsident

Henri Ford ausdrückte: «Das höchste Ziel des Kapitals ist nicht, Geld zu verdienen,

sondern der Einsatz von Geld zur Verbesserung des Lebens». Die ausschliessliche

Orientierung an maximalen Renditen wird als eine der Hauptursachen für die

gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise genannt.

Jede Herausforderung bietet immer auch Chancen: eine Chance des Wandels, des

Entwickelns neuer Konzepte und der Verhaltensweisen als Quelle von Innovation

© LGT

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Hintergrund

Spuren hinterlassen

Der Begriff «Nachhaltigkeit» stammt ursprünglich

aus der Forstwirtschaft: Einen Wald nachhaltig zu

bewirtschaften, heisst, ihm immer nur so viel Holz

zu entnehmen, wie nachwachsen kann.

Bereits heute nutzt die Menschheit Ressourcen

von 1,4 Planeten, obschon uns nur ein Planet zur

Verfügung steht.

© Michel Angelo/Fotolia.com


und Wettbewerbsvorteilen. Zahlreiche Regierungen

planen in den nächsten Jahren umfangreiche Ausgabenpakete

für die Entwicklung erneuerbarer

Energien und lancieren damit das bedeutendste

volkswirtschaftliche Expansionsprogramm seit Jahrzehnten.

Unternehmen sind gefordert, allumfassend

Verantwortung zu tragen: für Kunden, Mitarbeitende,

Produkte, Marketing, für die Mit- und

Umwelt. Oder wie es Nobelpreisträger Muhammad

Yunus in seinem Buch «Die Armut besiegen» ausdrückt:

«Wir brauchen andersartige Unternehmen,

die Ziele verfolgen, die über die Gewinnmaximierung

hinausgehen – Unternehmen, die sich auch

der Aufgabe widmen, soziale und Umweltprobleme

zu lösen.» Aus dieser Entwicklung auf politi scher

und unternehmerischer Ebene ergeben sich auch

Anlagechancen. Umgekehrt sind schon in der Vergangenheit

und werden auch in Zukunft von nachhaltigen

Anlagen wichtige Impulse für die Förderung

einer nachhaltigen Wirtschaftsweise ausgehen.

Denn alle jene, die sich für eine lebenswerte Welt

von morgen einsetzen, wollen dies auch mit ihren

Anlagen zum Ausdruck bringen.

Nachhaltige Anlagen im Wandel der Zeit

Die ethische oder nachhaltige Anlage hat sich im

Laufe der Geschichte immer wieder gewandelt und

auf die jeweiligen Herausforderungen des politischen

und wirtschaftlichen Umfelds reagiert. In den

Anfängen nachhaltigen Investierens, zu Beginn des

20. Jahrhunderts, stand im Vordergrund, ethisch

un verantwortliche Produkte und Praktiken zu vermeiden.

Treiber waren hier vor allem kirchliche Institutionen,

gegen deren religiöse Überzeugung es

sprach, in so genannte «Sin stocks», also beispielsweise

in Aktien von Alkohol- oder Tabakfirmen

oder Anbieter von Glücksspielen zu investieren.

Ausschlusskriterien erschweren die ausreichende

Streuung der Risiken

In den 1960er- und 1970er-Jahren flossen politische

Komponenten in das Investieren mit ein. Gegen die

Apartheid und den Vietnamkrieg wurde der Katalog

an Ausschlusskriterien um Aktien von Waffen-

und Rüstungsherstellern sowie von Unternehmen

der militärischen Nukleartechnologie erweitert. Später

wurden auch Unternehmen ausgeschlossen, die

Tierversuche einsetzen, in der Gen technologie tätig

sind oder gegen Menschenrechte verstossen und

Kinderarbeit tolerieren. Zu den Ausschlusskriterien

kam später eine Reihe von wirtschaftspolitischen

Negativ-Kriterien hinzu, die sich auf Eigenschaften

wie hohe Fremdkapitalquote, hohe Nachhaltigkeits-

Reputa tionsrisiken, hoher Energieverbrauch oder

kurz lebige, nicht rezyklierbare Produkte erstreckten.

Hintergrund

Je mehr Ausschlusskriterien allerdings in einem Portfolio definiert werden, desto

stärker wird das Anlageuniversum eingeschränkt, und desto schwieriger wird eine

ausreichende Streuung der Titelrisiken.

In den 1990er-Jahren wurden als nachhaltige Anlagen vor allem Aktien von Unternehmen

angesehen, die umweltfreundliche Technologien anboten. Der Ansatz,

Anlagen auf Unternehmen zu konzentrieren, die einen positiven Einfluss auf die

Nachhaltigkeit haben und in zukunftsträchtigen Branchen tätig sind, findet heute

als Positiv-Screening nach wie vor Anwendung. Davon abzugrenzen sind Themen-

Investments, die heute insbesondere in der Schweiz und Deutschland immer häufiger

angeboten werden. Dabei stehen zwar nachhaltige Themen wie Mikrofinanz,

Umwelttechnologie, erneuerbare Energien und Klimawandel im Vordergrund. Die

Art und Weise der Produktion wird dabei allerdings im Gegensatz zum positiven

Screening häufig nicht berücksichtigt.

Nachhaltiges Anlegen: erfolgreich mit kombinierten Ansätzen

Die Best-in-Class-Methode schliesst kein Unternehmen oder keine Branche von

vornherein aus. Investiert wird in die jeweils am nachhaltigsten agierenden Unternehmen

einer Branche. Das bedeutet jedoch, dass sich in einem Investment auch

Aktien von Atomstromkonzernen befinden können, nur weil diese weniger

schmutzig sind als andere Energieproduzenten.

Vermehrt Anwendung findet das Engagement-Prinzip, wo aktiv der Dialog mit

Unternehmen aller Branchen zu spezifischen, relevanten Nachhaltigkeitsthemen

gesucht wird, um auf Defizite in der ökologischen oder sozialen Performance hinzuweisen

und zu Veränderungen im wirtschaftlichen Handeln zu motivieren. Das

Engagement wird überdies durch das Wahrnehmen der Stimmrechte beim jeweiligen

Unternehmen zum Ausdruck gebracht.

In der Praxis werden heute oft verschiedene Ansätze, zum Beispiel Negativ- und

Positiv-Screening, kombiniert. Die Nachfrage nach Anlageprodukten und Anlagestrategien,

die das magische Dreieck der Geldanlage aus Rendite, Risiko und Liquidität

berücksichtigen und Rücksicht auf Umwelt und Gesellschaft nehmen, steigt

kontinuierlich.

53 Prozent der nachhaltigen Anlagen halten private Investoren

Das European Sustainable Investment Forum (Eurosif) veröffentlicht alle zwei Jahre

Daten zum europäischen Nachhaltigkeitsmarkt. Im letzten Bericht von 2008 wird

gegenüber 2005 ein signifikanter Anstieg von 102 Prozent innerhalb von zwei

Jahren auf 2 665 Milliarden Euro (rund 4 025 Milliarden Franken) per Ende 2007

ausgewiesen. Dies entspricht einem Anteil von knapp 18 Prozent am gesamten

Anlagevermögen in Europa. In der Schweiz hat sich das Marktvolumen zwischen

2005 und 2007 nahezu verdreifacht und machte Ende 2007 rund 21,1 Milliarden

Euro (cirka 32,5 Milliarden Franken) aus.

Der Nachhaltigkeitsmarkt wird traditionell von institutionellen Investoren dominiert.

Im Vordergrund stehen hier kirchliche Institutionen und wohltätige Stiftungen sowie

Vorsorgeeinrichtungen. Sie halten 94 Prozent aller nachhaltigen Anlagen in

Europa. Die Schweiz blickt auf eine langjährige Tradition im nachhaltigen Investieren

zurück. Schweizer Banken gehörten zu den ersten in Europa, die nachhaltige

Anlagen anboten, breite Expertise auf diesem Gebiet und den ersten Nachhaltigkeitsindex

entwickelten. Der starke Verankerung zeigt sich auch an der Zusammensetzung

der Marktteilnehmer, weist doch die Schweiz einen stark wachsenden

Anteil privater Investoren auf. Sie halten inzwischen 53 Prozent aller nachhaltigen

Anlagen.

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Hintergrund

Steigendes Interesse am Prinzip der Nachhaltigkeit bei High Net Worth Individuals

Das Wachstum stammt insbesondere von High Net Worth Individuals (HNWI). Das

vermehrte Engagement von HNWI deutet auf einen generationenbedingten Wandel

in der Haltung gegenüber Kapitalwachstum und -bewahrung unter dem Prinzip

der Nachhaltigkeit hin. In Zukunft dürfte der Anteil von HNWI an diesem Markt

auch auf europäischer Ebene weiter wachsen. So gaben 87 Prozent der Befragten

einer Eurosif-Studie an, trotz der Finanzkrise Interesse an nachhaltigen Anlagen zu

haben. 75 Prozent der befragten Family Offices glauben, dass nachhaltige Anlagen

den Generationentransfer von Familienvermögen erhöhen werden. Eurosif rechnet

damit, dass der Anteil nachhaltiger Anlagen in den Portfolios von HNWI bis 2012

von acht Prozent auf zwölf Prozent steigen wird.

Nachhaltig anlegen – mit marktkonformer Rendite

Über die Jahre haben sich nachhaltige Anlagen von einem Nischenmarkt zu einem

wachsenden Spezialistenmarkt entwickelt, der sich durch eine zunehmende Professionalisierung

auszeichnet. Begleitend sind spezialisierte Research- und Rating-

Agenturen entstanden, die Unternehmen nicht nur nach den klassischen Finanzkriterien

beurteilen, sondern auch nicht-finanzielle Kriterien in die Bewertungen

einfliessen lassen und den Beitrag der Unternehmen zur ökologischen und gesellschaftlichen

Entwicklung messen. Mit der immer breiter werdenden Datenbasis

entstehen spezialisierte Vermögensverwalter. Gestiegen ist auch die Zahl der Banken,

die über professionelle Nachhaltigkeitsteams verfügen. Wer heute in nachhaltige

Anlagen investiert, braucht nicht auf eine marktkonforme Rendite zu verzichten.

Die Zielharmonie zwischen erfolgreichem Geschäft und Nachhaltigkeit manifestiert

sich in Renditen der nachhaltigen Anlagen, die mit denen klassischer Benchmarks

weitgehend identisch sind. Das wachsende Bewusstsein rund um die zentralen

Herausforderungen unserer Umwelt dürfte die Bedeutung nachhaltiger Anlagen in

Zukunft weiter stärken und ihren Anteil am Gesamtmarkt erhöhen.

Corin Ballhaus

Energiepolitik

Zahlreiche Regierungen planen in den nächsten

Jahren umfangreiche Ausgabenpakete für die

Entwicklung erneuerbarer Energien und lancieren

damit das bedeutendste volkswirtschaftliche

Expansionsprogramm seit Jahrzehnten.


© sprisi/Pixelio

Unter dem Begriff «Sustainable Impact Investing» fasst LGT Capital Management

ihre Initiative im Bereich nachhaltiges Anlegen zusammen. Im Interview erläutert

Frank­Oliver Jüdt, Head of Investment Management Equities, wie sich dabei langfristige

finanzielle Wertschöpfung mit nachhaltiger Erhöhung des menschlichen

Wohlbefindens verbinden lässt.

Gegenüber dem gesamten Anlagevermögen sieht

der Anteil nachhaltiger Anlagen derzeit noch bescheiden

aus. Was spricht dafür, dass sich der Anteil

vergrössern wird?

Nachhaltigkeit ist ein langfristiges Thema, das seinen

Weg in die Gesellschaft gefunden hat und

damit auch verstärkt den Weg ins Investment

Management findet. Der Trend deutet darauf hin,

dass in Zukunft nicht mehr zwischen nachhaltig

und nicht nachhaltig unterschieden wird, sondern

dass beide Segmente miteinander verschmelzen

werden. Die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit

zeigt sich auch daran, dass noch 1997

viele Länder dem UN­Weltklimagipfel in Kyoto fernblieben

und vor allem Politiker aus den Entwicklungsländern

den Ton angaben. Vergangenes Jahr

in Kopenhagen war die ganze Welt mit den ranghöchsten

Politikern vertreten. So nahmen an diesem

Gipfel auch die USA teil, die zusammen mit den

anderen Industriestaaten für fast 90 Prozent der

Treibhausgase, die sich in der Atmosphäre befinden,

verantwortlich sind. Auch wenn die Politiker

in Kopenhagen keinen Konsens erzielen konnten,

stimmen die Förderprogramme der verschiedenen

Staaten zuversichtlich, die das Thema stärken und

neue Investmentopportunitäten schaffen. Eine vergleichbare

Entwicklung werden auch nachhaltige

Anlagen erleben.

Wieso engagiert sich die LGT im Bereich Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit passt zu uns, spiegeln sich doch im

Prinzip der Nachhaltigkeit unsere Kernwerte: die

langfristige Perspektive, die Übereinstimmung der

Hintergrund

Nachhaltiges Anlegen auf dem Weg von der Nische zum integrierten Ansatz

«Wo ‹nachhaltig› draufsteht,

muss ‹nachhaltig› drin sein.»

Interessen, die Individualität und die Kompetenz.

Grundsätzlich verstehen wir Nachhaltigkeit als Evolution

und nicht als Revolution. Auch hier ziehen

Eigentümer und Mitarbeitende der LGT am selben

Strang. Die Fürstliche Familie unterstützt die

Initiative von LGT Capital Management mit einem

substanziellen strategischen Investment, was die

Übereinstimmung mit den Anlegerinteressen unterstreicht.

Dabei bauen wir auf unseren Stärken auf,

konkret auf die Strukturierung von Portfolios, die

Manager­ und die Titelselektion unter Einbezug der

nachhaltigen Analyse.

LGT verwendet den Begriff des «Sustainable Impact

Investing». Was ist darunter zu verstehen?

Wir investieren in Anlagen, die einerseits langfristig

die finanzielle Wertschöpfung sichern und anderseits

nachhaltig zur Verbesserung der Lebensbedingungen

beitragen.

Wie sichern Sie die langfristige Wertschöpfung

konkret?

In der Titelauswahl integrieren wir nachhaltige

Themen und richten den Fokus auf Titel mit vielversprechenden

Aussichten. Konkret müssen die Unternehmen

ihre Kapitalkosten langfristig verdienen.

Dabei streben wir eine attraktive risikoadjustierte

Rendite an und investieren mit einer langfristigen

Perspektive.

Und wie lassen sich mit nachhaltigen Anlagen die

Lebensbedingungen verbessern?

Indem wir in der Auswahl von Anlageklassen und

Titeln konsequent dauerhafte soziale, ökologische

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Hintergrund

und Governance­Aspekte berücksichtigen. Überdies erfassen wir –

wo dies möglich ist – den «Impact», also die konkreten Auswirkungen,

die von diesen Titeln ausgehen.

Was ist das Spezielle am Ansatz der LGT?

Wir haben im Rahmen unserer Initiative mit einer Gesamtlösung

begonnen, bei der uns LGT Venture Philanthropy stark unterstützt

hat. Diese hat schliesslich zur Auflegung einer Sustainable­Investing­

Produktfamilie geführt. Die Initiative mit nachhaltigen Anlagemöglichkeiten

ist somit innerhalb der LGT Gruppe durch die Mitarbeit

verschiedenster Bereiche sehr breit abgestützt.

Ferner wurde die Initiative von der Fürstlichen Familie mit der Investition

von strategischem Kapital gefördert.

Was uns ebenfalls speziell macht, ist die Berücksichtigung der

attraktivsten Nachhaltigkeitsthemen in unseren Produkten für verschiedene

Anlageklassen. So bieten wir unter anderem ein Multi­

Asset­Class­Produkt an, das mit seinem Rendite­/Risiko­Profil und

dem nachhaltigen Investitionsprozess eine spezielle Lösung bietet.

Etwas Vergleichbares ist bisher am Markt kaum zu finden.

Wie sieht der Anlageprozess auf der Aktienseite aus?

Wir schauen uns nicht nur an, was eine Firma macht, sondern auch,

wie sie es macht. Die Erweiterung auf nicht­finanzielle Aspekte, also

die breitere Betrachtung der Welt, macht Sinn. Zuvor reduzieren

wir das Titeluniversum auf liquide Titel. Ausserdem schliessen wir

von vornherein Aktien und Anleihen von Tabakproduzenten, Glücksspielbetreibern,

Herstellern von Waffen und pornografischem Material,

die einen signifikanten Umsatz von mindestens fünf Prozent

in diesen Segmenten erwirtschaften, aus. Die Reduktion erfolgt auf

Ebene einzelner Sektoren und Regionen. Der Kern der Analyse

befasst sich mit der nachhaltigen Einzeltitelselektion, welche Hand

in Hand geht mit der Analyse der nachhaltigen Zukunftsthemen.

Wo «nachhaltig» draufsteht, muss auch «nachhaltig» drin sein.

«Unserer Ansicht nach

werden die Themen

Ressourcenknappheit

und Energieeffizienz

in den nächsten Jahren

den Markt am stärksten

treiben.»

Können Sie ein Beispiel nennen?

Wir investieren beispielsweise nicht ungesehen in Firmen der Solarindustrie,

nur weil Sonnenenergie als erneuerbare Energie nachhaltig

ist. An erster Stelle stehen die nachhaltige Analyse der Wertschöpfungskette

und deren Ertragspotenzial. Die Solarindustrie

steht unserer Meinung nach an der Stelle, wo die Halbleiterindustrie

vor einigen Jahrzehnten stand. Auch dort haben die meisten

Endprodukthersteller, wie beispielsweise die DRAM­Firmen – das

sind Hersteller von dynamischen Speichern – ihre Kapitalkosten

nicht nachhaltig verdienen können, während die Maschinenbauer

für die Halbleiterindustrie durchaus in der Lage waren, ihre Kapitalkosten

zu verdienen. Ähnlich verhält es sich mit den Solarfirmen.

Auch hier wählen wir unter Berücksichtigung der Wertschöpfungskette

sorgfältig aus und engagieren uns dort, wo die Unternehmen

ihre Kapitalkosten verdienen.

Welche Anlagethemen sehen Sie als Markttreiber?

Insgesamt haben wir 19 entscheidende langfristige Themen identifiziert,

die wir unterschiedlich gewichten. Unserer Ansicht nach

werden die Themen Ressourcenknappheit und Energieeffizienz in

den nächsten Jahren den Markt am stärksten treiben. Bei diesen

Themen geht es zum einen um den nachhaltigen Einsatz der zur

Verfügung stehenden Ressourcen, wie zum Beispiel Rohstoffe, aber

auch um den effizienten Einsatz von Ressourcen bei der Produktion

von Gütern und Dienstleistungen. So konsumiert beispielsweise ein

LED­Fernseher aktuell 36 Prozent weniger Strom als ein herkömmlicher

LCD­Fernseher.

Was die soziale Entwicklung anbelangt, so steht das Thema alternde

Gesellschaft als zukünftiger Markttreiber im Vordergrund, da die

Menschen älter werden und eine stärkere Nachfrage bezüglich

ihrer Altervorsorge und ihrer Gesundheit haben. So rechnen Institute

damit, dass es bis zum Jahr 2025 in China bis zu 80 Millionen

diabeteskranke Menschen geben wird.

Wohin geht die Reise in Sachen Nachhaltigkeit?

Nachdem sich nachhaltige Anlagen bereits vom Nischenprodukt

zur Spezialität gemausert haben, bin ich überzeugt, dass die nachhaltige

Analyse immer stärker mit der Finanzanalyse zusammen

wachsen wird. Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung,

frühzeitig diesem Nachhaltigkeitstrend Rechnung zu tragen.

Darauf arbeitet auch LGT Capital Management hin.

Frank-Oliver Jüdt, Head of Investment Management Equities,

LGT Capital Management

© LGT


Energieoptimierte Dreifachverglasung, Wärmerückgewinnungsanlage und nach ökologischen Kriterien gewählte

Baustoffe sorgen für niedrige Energiekosten und ein angenehmes Raumklima.

In den Gebäuden der LGT ergänzen sich Ökologie und Ökonomie

Ressourcenschonendes

Wirtschaften

Modernste Technik sorgt in den Niederlassungen der LGT für einen niedrigen Energieverbrauch,

und die nach ökologischen Kriterien gewählte Inneneinrichtung garantiert

ein angenehmes Raumklima. Mit dem kürzlich eingeführten Mobilitätskonzept geht

die LGT noch einen Schritt weiter.

Die LGT Group möchte sich nicht nur an ihren wirtschaftlichen

Erfolgen messen lassen, sondern auch

an ihrem Handeln. Deshalb bewirtschaftet sie ihre

Gebäude nach ökonomischen und ökologischen

Grundsätzen gleichermassen – ob energieoptimierte

Dreifachverglasung wie am Standort Pfäffikon oder

ökologisch verträgliche Materialien.

«Mit dem 2009 in Bendern bezogenen Neubau

unseres Service Centers erfüllen wir den Minergie-

Standard», erklärt Manfred Senti, Teamleiter Fa cility

Management Technik. Das Regenwasser wird auf

dem Dach des Gebäudes gezielt auf gefangen und

in einen nahe gelegenen Fluss zurückgeführt. Mit

Rücksicht auf eine möglichst umweltschonende

Bauweise wurde dem kontrollierten Abfluss des

Regenwassers durch genügend Auffang flächen in

der umgebenden Grünanlage Rechnung getragen.

Auch die Heizungs- und Klimaanlage wurde nach

den neuesten technischen Möglich keiten konzipiert.

So wird das Wasser des Binnenkanals für die

Hauskühlung genutzt. Geheizt wird das Gebäude

hauptsächlich über eine Kältema schine, die als

Wärmepumpe genutzt wird. Sonnen kollektoren

auf dem Dach des Neubaus speisen zusätzlich

© LGT

Hintergrund

Wärme ins System ein. Seit der Inbetriebnahme Ende März 2009 konnten dadurch

rund 52 000 kWh Wärmeenergie gewonnen werden.

Energiebedarf halbiert

Ein wichtiger Aspekt des Heiz- und Lüftungssystems ist das so genannte Wärmerückgewinnungsrad

(WRG-Rad). Über dieses Rad, seit Jahren wird es auch an den

Standorten Vaduz und Pfäffikon eingesetzt, findet ein ständiger Luftaustausch zwischen

Abluft und Frischluft statt. Dabei geht nur sehr wenig Wärme verloren, und

die Gebäudezuluft muss nur um wenige Grad Celsius aufgeheizt beziehungsweise

gekühlt werden. Das spart bis zu 80 Prozent der benötigten Energie. «Durch die

Neubauten in Bendern, aber auch durch die Umrüstung der bestehenden Gebäude

in Vaduz konnten wir in den vergangenen Jahren den Energiebedarf pro Mitarbeitendem

und Arbeitsplatz um die Hälfte reduzieren», erklärt Manfred Senti.

«Ebenso selbstverständlich wie die energiesparende Bauweise ist die nachhaltige

Gestaltung der Inneneinrichtung an allen unseren Standorten», erklärt Ivo Marty,

Teamleiter Facility Management Betrieb. «Wir setzen beispielsweise ausschliesslich

biologische Farben und Teppiche ein, und das Holz für Möblierung und Verkleidungen

stammt wenn immer möglich aus zertifizierter Produktion.»

Auch die Einführung des Mobilitätskonzepts in Liechtenstein trägt zur Entlastung

der Umwelt bei. Mit einem Anreizsystem, das Mitarbeitende belohnt, wenn sie für

den Arbeitsweg öffentliche Verkehrsmittel benutzen, wurden fast 40 Prozent zum

Umsteigen bewogen. Nach diesem Erfolg wird die Umsetzung des Mobilitätskonzepts

auch an anderen LGT Standorten erwogen.

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Naturpark Sparbach: natürliche Erholung im ältesten Naturpark Österreichs

Das Fürstenhaus von Liechtenstein als Förster, Landwirt und Naturschützer

Nachhaltige Nutzung der

natürlichen Ressourcen

Der in vielen Liedern besungene Wienerwald ist eines der attraktiven Naherholungsgebiete in der Umgebung der österreichischen Hauptstadt.

In seinem südlichen Teil kann man Geschichte und Natur – und ihren gesellschaftlichen Stellenwert, der sich im Lauf der Jahrhunderte

gewandelt hat – gleichermassen erleben: im Naturpark Sparbach, dem ältesten Naturpark Österreichs.

Umgeben von dichtem Wald ragt die Ruine der Burg Johannstein auf einem Felsen

in den Himmel. Ihre Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Seit dieser

Zeit, so die historischen Aufzeichnungen, bewirtschaftet die Fürstenfamilie von

Liechtenstein auch land- und forstwirtschaft liche Flächen. Heute liefern die innovativen

Guts- und Forstbetriebe in Österreich und Liechtenstein edle Weine, Getreide

für Kindernahrungsmittel, aber auch qualitativ hochwertige Forst-Ballenpflanzen

für die Verjüngung des Waldes.

Im Vergleich zur Tradition der Fürstlichen Guts- und Forstbetriebe nimmt sich die

zweihundertjährige Geschichte des Naturparks Sparbach kurz aus. Sie zeugt gleichwohl

von Weitblick und Verantwortung. Fürst Johann I. Josef von Liechtenstein liess

den Naturpark Sparbach dem Naturverständnis der Romantik entsprechend als weiträumige

Parkanlage um die Burg Johannstein anlegen. Damals wie heute wurden

im dichten Waldbestand Muffelwild, Damwild und Wildschweine gehegt. Auf der

Dianawiese steht die mehrere hundert Jahre alte Fürstenföhre. Im gesamten Naturpark

gibt es weitere Baumriesen, da das Areal nur in geringem Ausmass forstlich

genutzt wurde. Heute sind sogar Mandarinenten heimisch, deren Bestände in ihrem

ursprünglichen Verbreitungsgebiet teils als gefährdet gelten.

Ausgezeichnet ökologisch

Die land- und forstwirtschaftlichen Flächen der Stiftung

Fürst Liechtenstein werden seit Jahrhunderten

vom selben Eigen tümer bewirtschaftet. Nachhaltigkeit

und Verantwortungsbe wusstsein für die nächsten

Generationen haben immer einen besonderen

Stellenwert bei der Nutzung eingenommen.

Die Prinzipien der standortangepassten, naturnahen

Waldwirt schaft, als Vorreiter an Ökologieprogrammen

teilzunehmen und die betrieblichen Abläufe

zur langfristigen ökonomischen und ökologischen

Absicherung des Betriebs regelmässig zu aktualisieren,

sind in den Betriebszielen fest verankert.

Die nachhaltigen und innovativen Ansätze wurden

immer wieder ausgezeichnet, zum Beispiel 2006 mit

dem Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft.

2008 hat der Guts- und Forstbetrieb Wilfersdorf

als erster österreichischer Betrieb das Zertifikat

«Nachhaltige Landwirtschaft – zukunftsfähig» von

der Prüfinstitution DLG, Frankfurt, erhalten.

Jedes Jahr gehen bis zu 50 000 Besucher «auf Tuchfühlung

mit den Wildschweinen», wie der Slogan

des beliebten Naturparks lautet. Das Besucherangebot

wurde dabei immer wieder an die Bedürfnisse

der Zeit angepasst. Neben Wildtieren und romantischen

Ruinen bietet der Naturpark Sparbach auch

einen Kleintierzoo, einen einzigartigen Abenteuerspielplatz

mit Baumhaus und Laubtunnel, spezielle

Erlebniswanderungen und sogar ein interaktives

Naturparkhaus. So wird – heute wie damals – das

Naturerlebnis gefördert und das Verständnis für die

Bedeutung der Natur und ihre Erhaltung auf vielfältige

Weise geweckt.

Weitere Informationen:

www.naturpark­sparbach.at

© Naturpark Sparbach/Eder


Testlabor Behavioral Finance

Die Macht der Gerüchte

Wenn «die Geschichte» hinter einer Aktie stimmt, wird sie zum Kauf empfohlen. Doch die Marktteilnehmer

verbreiten viele «Geschichten» – wahre und weniger wahre. Sie alle bestimmen unser Handeln und entscheiden

über Erfolg und Miss erfolg an der Börse. Die LGT Kommunikationsfachfrau Franziska Raff war der

Auswirkung von Gerüchten im Behavioral­Finance­Labor des Instituts für Schwei zerisches Bankwesen (ISB)

der Universität Zürich auf der Spur.

Mit Gerüchten kenne ich mich aus, schliesslich arbeite ich in der Kommunikation;

Trading dagegen gehört nicht zu meinen Kernkompetenzen. Durchaus gespannt

erwarte ich daher, was das Behavioral-Finance-Experiment der Universität Zürich

zu den Auswirkungen von Gerüchten auf Marktteilnehmer zu Tage fördern wird.

Die Experten für Behavioral Finance (Verhaltensökonomie) des ISB zeigen Medienvertretern

im Labor-Experiment die Wirkung von Gerüchten auf Marktentscheidungen.

Etwa 20 Personen haben die durch Blickschutzwände getrennten Computerarbeitsplätze

eingenommen. Jeder hat zehn Aktien des Unternehmens X und 2 500

Einheiten Spielgeld. Eine Aktie kann einen Wert zwischen 0 und 200 Einheiten haben,

den exakten Wert weiss niemand. Wer erfolgreich handeln will, muss schnell

sein. Links blinkt der aktuelle Kaufkurs, rechts der Wert für den Verkauf. Zwanzig

Kaufrunden gibt es, aber kein Durchatmen dazwischen. Es hagelt Gerüchte: «Unternehmen

X soll verkauft werden, die Zahlen sind schlecht und die Aktie nur noch

80 Einheiten wert.» Ist diese Information korrekt, der Informant seriös? Schon

kommt die nächste Meldung. «Unternehmen X wird fusionieren, die Aktie ist sicher

140 Einheiten wert.» Soll ich dieser Information mehr Glauben schenken? Ich kann

andere Teilnehmer nach Ihrer Einschätzung fragen. Denn das Experiment prüft

auch, ob Kommunikation die Eigendynamik von Gerüchten brechen kann. Bevor

ich ergründen kann, wie plausibel das Gerücht sein könnte, startet schon die nächste

Kaufrunde. Am Ende bin ich erleichtert, nicht mehr mit Aktienwerten und Gerüchten

bombardiert zu werden.

Forschung

Gespannt und ein wenig erschöpft warten wir auf

die Ergebnisse – wir haben nicht anders gehandelt

als viele Börsenprofis: Schlechte Nachrichten wurden

tendenziell nicht gern geglaubt; nur wenige

handelten sinnvoll und verkauften ihre Aktien. Waren

die Gerüchte positiv, gingen die Preise dagegen

sprunghaft in die Höhe. Menschen wollen einfach,

dass die Kurse steigen. Daher glauben sie bei steigenden

Kursen automatisch, dass die anderen

mehr wissen als sie selbst und folgen dem Trend.

«Wie die Lemminge geraten die Anleger dadurch

oft in den Verlustbereich», lautet die Erklärung von

ISB-Direktor Professor Dr. Thorsten Hens. Der Mensch

ist ein Herdentier, so könnte man die Erfahrungen

aus dem Behavioral Finance Labor also zusammenfassen

– und ich mittendrin. Solange das nur beim

Trading so ist, kann ich mit dieser Aussage leben.

Doch wer hat sein Vermögen am erfolgreichsten

vermehrt? Es waren die Probanden, die einen Teil

der Gerüchte ausgeblendet und sich rasch auf einen

relevanten Teil der Informationen konzentriert und

nur noch auf diese reagiert haben.

ISB-Direktor Prof. Dr. Thorsten Hens (mitte), und Teilnehmer am Behavioral-Finance-Experiment der Universität Zürich im Testlabor (links und rechts) Fotos: © LGT

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LGT in der Schweiz

Ein Team von 14 erfahrenen Mitarbeitenden bietet den Kunden in Lugano individuelle Lösungen an.

Von links nach rechts: Fernando Corti, Luca Conti, Giorgio Colautti, Reto Canal, Renzo Mascetti, Enrico Conti, Roberto Arnaboldi, Fabio Casati, Marco Sacchet,

Christian M. Portmann; abwesend: Bruno Chastonay, Deborah Croci, Alessandro Ottini, Luigi Pescia.

LGT Standort Lugano

Eingangstor im Süden

Die Schweizer Sonnenstube lockt viele Menschen mit ihrem milden Klima und einer

guten Mischung aus schweizerischer Perfektion und italienischer Lebensart in den

Süden des Landes. Ein erstklassiges Angebot an Bankdienstleitungen hat das Tessin

zu einem attraktiven Finanzplatz gemacht.

Die Tessiner Niederlassung der LGT Bank (Schweiz) wurde bereits vor zehn Jahren im

Finanzzentrum Lugano gegründet. Seit der Übernahme der Dresdner Bank (Schweiz)

im vergangenen Jahr, die ebenfalls eine Zweigstelle in Lugano unterhielt, arbeiten

hier knapp 30 Mitarbeitende, 14 davon in der Beratung.

Die Tessiner Niederlassung der LGT Bank (Schweiz) bietet ihren Kunden umfassende

Wealth-Management-Dienstleistungen an. «Für die optimale individuelle

Beratung ziehen wir zu jedem Fachgebiet die entsprechen den Fachleute aus der

Gruppe hinzu», erklärt Niederlassungsleiter Marco Sacchet. «So können wir unsere

Kunden langfristig über den ganzen Vermögenszyklus hinweg – vom Aufbau über

die Bewahrung bis zur Weitergabe – optimal betreuen.» Immobilien, ohnehin ein

wichtiger Bestandteil eines gut diversifizierten Vermögens, spielen dabei eine

zunehmend wichtige Rolle. Denn schon seit Jahrzehnten gehört es zum Lebenstraum

vieler Menschen, im Tessin zu wohnen oder wenigstens einen Zweitwohnsitz

dort zu haben. «Daher ist die Immobilienfinanzierung wie beispielsweise die

Entwicklung einer individuellen Finanzstrategie einer unserer Schwerpunkte»,

erklärt Marco Sacchet.

LGT Bank (Schweiz) AG

Via E. Bossi 9

Postfach 5861

CH-6901 Lugano

Tel. +41 91 912 69 69

Fax +41 91 912 69 70

lgt.ch@lgt.com

www.lgt.com

© LGT


«Ich schätze das Flair des Südens –

und den Umgangston der Tessiner»

Marco Sacchet ist Bündner mit italienischen Wurzeln. Im Tessin findet der Niederlassungsleiter der LGT

Bank (Schweiz), Lugano, die ideale Verbindung von Schweizer Perfektion und italienischer Lebensart –

und meist das ideale Wetter für seine liebsten Freizeitbetätigungen.

Forum: Herr Sacchet, Ihr Namen klingt italienisch, tatsächlich sind

Sie jedoch Deutschschweizer.

Marco Sacchet: Das stimmt, schon meine Urgrosseltern wanderten

aus Italien ein. Ich bin daher in der Schweiz aufgewachsen – und

ein waschechter Bündner.

Dann sind sie auch der Sonne wegen im Tessin?

Auch meine Beziehung zum Tessin reicht bis in die Kindheit zurück.

Meine Grossmutter hat mit mir immer italienisch gesprochen. So

habe ich die Sprache von klein auf gelernt. Schon mit meinen Eltern

habe ich oft die Ferien und auch viele Wochenenden im Tessin verbracht.

Meine Affinität zu «Land und Leuten» hat sich also schon

früh entwickelt.

© LGT

LGT in der Schweiz

Was gefällt Ihnen am Tessin?

Als Kind fand ich natürlich die Ferien­ und Wochenendstimmung

toll. Jetzt schätze ich das Flair des Südens, natürlich das Klima

und nicht zuletzt den angenehmen und offenen Umgangston der

Menschen.

Was kennzeichnet diesen?

Die Tessiner haben für viele Dinge eine Gelassenheit entwickelt, die

ich bewundere und schätze. Sie lassen sich von Rahmenbedingungen

nicht so einengen und gehen zum Beispiel entspannter

mit Termindruck um. Diese Grundeinstellung mündet nicht – wie

das Vorurteil meint – in Nachlässigkeit. Die Arbeitsqualität ist ausserordentlich

hoch, sonst wäre das Tessin auch nicht ein derart

bekannter, erstklassiger Finanzplatz. Man erreicht das Ergebnis hier

einfach meist entkrampfter und stressfreier.

Und ich denke, dass auch für andere Unternehmen gilt, was ich in

unserem Team erlebe: Wir haben hier eine Herzlichkeit und eine

Offenheit, wie man sie selten sieht.

Dann hat man im Tessin keine Probleme mit der Work Life Balance.

Da kann ich nur für mich sprechen: Eine meiner Stärken ist sicherlich

meine Ausgeglichenheit. Sie werden mich nur äusserst selten

schlecht gelaunt im Büro antreffen.

Dazu braucht es aber sicher mehr als Italianità.

Für mich gehört Sport dazu – auch das begleitet mich seit meiner

Kindheit. Bewegung, bevorzugt an der frischen Luft, ist wahrscheinlich

das Wichtigste für meine Ausgeglichenheit.

Welche ist Ihre Lieblingssportart?

Ich war immer schon polysportiv. Skilaufen ist natürlich wichtig, als

Bündner kommt man ja mit Skiern auf die Welt. Früher habe ich

noch Hochsprung gemacht und bin sogar Bündner Vizemeister

geworden. Dazu habe ich noch 14 Jahre lang Unihockey gespielt,

zwischenzeitlich auf Nationalliga­A­Niveau. Heute spiele ich im

Sommer Tennis.

Und wenn es regnet und sie drin bleiben müssen?

Dann beschäftige ich mich mit Geschichte. Besonders die Militärgeschichte

hat es mir angetan. Und mit meinem Vater teile ich die

Leidenschaft für Autos.

13


14

Capital Management

Multi-Manager-Fonds

Renditeschwankungen minimieren,

Ertragspotenzial erhalten

Die Vielfalt eines Portfolios sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Ertrag.

Multi­Manager­Fonds haben diese Vielfalt in sich.

Als LGT Capital Management, die innovative Investment-Boutique

der LGT Group, vor rund drei Jahren ihre sieben Multi-Manager-

Fonds auf den Markt brachte, konnte sie bereits auf die mehrjährige

Erfahrung in diesem Bereich zurückgreifen. «Alle Bausteine des

von uns konzipierten Fürstlichen Portfolios, das ein wesentlicher

Vermögensbestandteil unseres Eigentümers, des Liechtensteiner

Fürstenhauses ist, basieren auf dem Multi-Manager-Konzept», sagt

Michael Simmeth, Head Multi Manager Products von LGT Capital

Management. Es war nahe liegend – und Kundenwunsch – diese

erfolgreichen Bausteine auch als öffentliche Produkte anzubieten.

Investition in Talente

Die Multi-Manager-Fonds überzeugen durch die Diversifizierung:

«Sie geht nicht nur über Anlageklassen und Titel, sondern auch über

Investmentexperten und Anlagestile», erläutert Michael Simmeth.

Erfolgsgrundlage ist die Auswahl der Manager, die bei LGT Capital

Management in einem fünfstufigen, standardisierten Prozess ausgewählt

und regelmässig überprüft werden. «Wir investieren nicht

in Anlagen, sondern in Talente», erklärt der Anlagespezialist. Das

ist auch ein markanter Unterschied zu Dachfonds, mit denen die

Multi-Manager-Fonds oft verwechselt werden. Wer sich in einen

Fonds einkauft, ist von den anderen Mitinvestoren abhängig, die

1. Ebene

2. Ebene

3. Ebene

4. Ebene

Anlageklassen

Sub-Anlageklassen

Vermögensverwalter

> 250

Einzeltitel

> 6000

er nicht kennt und deren Reaktion er nicht einschätzen kann. «Die

von uns ausgewählten Manager verwalten den Fonds im Rahmen

der von uns vorgegebenen Strategie», erläutert Simmeth.

Kosten im Rahmen

Ein oft geäusserter Kritikpunkt sind die Kosten: Je mehr Manager

involviert sind, desto höher sind in der Regel die Kosten. Doch

Michael Simmeth gibt Entwarnung: «Es geht uns nicht um einen

möglichst grossen Pool an Managern, sondern um den ausgewogenen

Mix.» So werden die Fonds in der Regel von nicht mehr als

drei bis fünf Managern geführt, mit denen man langfristig zusammenarbeitet.

Das hilft ebenso, die Kosten niedrig zu halten, wie das

grosse investierte Volumen, das entsprechend günstige Konditionen

ermöglicht. Nicht zuletzt sollten eventuelle Mehrkosten durch

eine entsprechende bessere Performance ausgeglichen werden.

Für Michael Simmeth überwiegen die Vorteile der Multi-Manager-

Fonds bei weitem: «Kein Fondsmanager kann in allen Bereichen

erfolgreich sein, Multi-Manager-Fonds kombinieren die unterschiedlichsten

Investmentexperten mit aktiven Anlagestrategien

in ihrem jeweiligen Spezialgebiet. Und diese Diversifizierung kann

die Renditeschwankungen reduzieren, ohne das Ertragspotenzial

zu mindern.»

- Aktien - Hedge Funds

- Anleihen - Private Equity

- Immobilien (REITs) - Gold

- Segmente, z.B. hochverzinsliche Anleihen

- Regionen, z.B. Nordamerika, Europa

- Währungen, z.B. USD, EUR, CHF, GBP

- Gross-/Kleinkapitalisierte Firmen

- Core-/Satellite-Ansatz

- Grosse Investmenthäuser vs. Boutiquen

- Anlagestile, z.B. «Value»/«Growth»

- Einzelpositionen im traditionellen Bereich

Quelle: LGT

Stabilität und Flexibilität

Die strategischen Ebenen der Anlagepyramide

(1 bis 3) sind langfristig

angelegt. Sie werden periodisch

über prüft und bei Bedarf neu justiert.

Die Einzeltitel werden von ausgewählten

Managern, deren Anlagestile

sich ergänzen, aktiv gemanagt.

So verbinden Multi-Manager-Produkte

ein langfristig ausgewogenes

Rendite-/Risiko-Verhältnis mit der

unmittelbaren Reaktionsmöglichkeit

auf Marktveränderungen.


LGT Capital Management bei Lipper

Fund Awards 2010 erneut mehrfach

ausgezeichnet

Das Fondsdaten- und Analysehaus Lipper hat auch

in diesem Jahr die besten Fondsgesellschaften und

Fonds in 21 Ländern gekürt. LGT Capital Management

erhielt insgesamt 31 Auszeichnungen, neun

davon in der Schweiz.

Bei den Lipper Fund Awards Switzerland 2010

konnten sich neun Fonds der LGT Capital Management,

der Investment-Boutique der LGT Group,

durchsetzen. Die Fonds erreichten aufgrund ihrer

hervorragenden risikoadjustierten Rendite über

verschiedene Zeiträume den ersten Platz. Die ausgezeichneten

LGT Strategy Funds (CHF/EUR) sind

gemischte Fonds, bei denen der Kunde aus verschiedenen

Rendite-/Risiko-Profilen und Anlagezeiträumen

zwischen einem und fünf Jahren wählen

kann.

«Die Zahl der Auszeichnungen – aber auch unser

konstant gutes Abschneiden bei den Lipper Fund

Awards in den vergangenen Jahren – ist eine erneute

Bestätigung für unseren nachhaltigen Investmentansatz»,

freut sich Torsten de Santos, CEO der

LGT Capital Management. Bereits 2009 sicherten

sich in der Schweiz vier LGT Fonds die begehrte

Trophäe. LGT Capital Management wurde zudem

als «Best Group over 3 Years» in der Kategorie

«Overall – Small» geehrt.

Lipper Fund Awards wurden auch für Europa,

Deutschland und Österreich vergeben – und in

allen Regionen war auch Capital Management

vorne mit dabei. Insgesamt erhielten die Investmentspezialisten

der LGT 31 Auszeichnungen.

Albert Anker, «Schreibunterricht», 1865

Leidenschaft für die Fotografie

Nur ein vergleichsweise kleiner Kreis der Kunstliebhaber

hat sich der Fotografie verschrieben. Trotzdem

war die von LGT Fine Art Services organisierte

Podiumsveranstaltung «aPassion4Photography» im

Züricher Theater Neumarkt innert kürzester Zeit

ausgebucht. Jeder Bereich war vertreten – vom

Fotografen über den Galeristen und Kurator bis

CREDO Dialog –

persönliche Begegnungen

Das LGT Kundenmagazin CREDO bringt in jeder

Ausgabe Interviews mit aussergewöhnlichen Persönlichkeiten

unserer Zeit – und seit diesem Jahr

auch als persönliches Erlebnis: in Form der Veranstaltungsreihe

CREDO Dialog. Die Anlässe ermöglichen

Begegnungen und Gespräche zwischen einem

ausgewählten kleinen Kundenkreis und einer

der in CREDO porträtierten Persönlichkeiten. In den

ersten Veranstaltungen – sie fanden Mitte März in

Zürich, Luzern und Bern statt – stellte sich Abt Martin

Werlen vom Kloster Einsiedeln im Anschluss an

sein Impulsreferat zu Wandel und gesellschaftlicher

Veränderung der angeregten Diskussion.

CREDO Dialog – Begegnung mit aussergewöhnlichen Persönlichkeiten:

Abt Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln

Ein Interview mit Abt Martin Werlen ist in «CREDO

VIII – Wandel» erschienen. Die nächsten Veranstaltungen

von CREDO Dialog finden voraussichtlich

im September 2010 statt.

hin zur Wissenschaft. Unterschiedliche Ansichten

führten zu einer lebendigen Diskussion. Während

der Galerist und Stifter eines Lehrstuhls für Fotografie

an der Universität Zürich, Kaspar M. Fleischmann,

nur die analoge Fotografie gelten lassen

möchte, achtet und schätzt Tobia Bezzola, Kurator

am Kunsthaus Zürich, die kunstfertigen Bildbearbeitungen

junger Fotografen. Eloquent und pointiert

formulierte Standpunkte regten das Publikum

zur intensiven Fragerunde an.

LGT Fine Art Services bietet mit einem Angebot

von zahlreichen Veranstaltungen erstklassige Gelegenheiten

für einen anregenden Kulturaustausch

unter Gleichgesinnten – Führungen durch Ausstellungen

(am 9. Juni durch die Ausstellung «Albert

Anker – Schöne Welt» im Kunstmuseum Bern) oder

über die Kunstmesse Basel (16. – 20. Juni) genauso

wie die nächste Ausgabe von «aPassion4Art», in

der Dr. Johann Kräftner, Direktor des Liechtenstein

Museum, über die «Fürstlichen Sammlungen» und

ihre Sammlungsschwerpunkte und Neuankäufe

referieren wird.

© LGT

Kurzmitteilungen

LGT Group mit CHF 106 Mio.

Konzerngewinn im Jahr 2009

Die LGT Group hat 2009 einige wichtige

unternehmerische Wegmarken

gesetzt – unter anderem mit der

Akquisition der Dresdner Bank

(Schweiz) per 1. Dezember 2009 und

dem Verkauf des Treuhandgeschäfts

per Anfang des vergangenen Jahres.

Mit ihrer starken Bilanz und einer

gesunden Ertragskraft sieht sich die

LGT für die Zukunft gut positioniert

und will weiterhin in ihre internationale

Wachstumsstrategie investieren.

Der Konzerngewinn der LGT Group

für das Geschäftsjahr 2009 betrug

CHF 106 Mio. (2008: CHF 163 Mio.).

Das Eigenkapital erhöhte sich um

16 Prozent auf CHF 2.9 Mrd. Mit einer

Kernkapitalquote von 18.5 Prozent

per 31. Dezember 2009 (Ende 2008:

16.5 Prozent) verfügt das Unternehmen

über eine überdurchschnittliche

Kapitalisierung und eine hohe

Liquidität.

Die verwalteten Kundenvermögen

erhöhten sich von CHF 78.0 Mrd.

per Ende 2008 um 14 Prozent auf

CHF 89.0 Mrd. Dabei schlugen die

von der Dresdner Bank (Schweiz) am

1. Dezember 2009 übernommenen

Vermögen mit CHF 8.2 Mrd. und Performance-Effekte

mit CHF 6.5 Mrd.

zu Buche.

In Bezug auf die Nettoneugeld-

Entwicklung führten der Verkauf des

Treuhandgeschäfts, die Steueramnestien,

die Umsetzung der neuen

US-Policy sowie die Steuerdebatte

erwartungsgemäss zu Abflüssen in

Liechtenstein. An den internationalen

LGT-Standorten in Deutschland,

Österreich und der Schweiz sowie in

Asien und im Asset Management

konnten überall Nettozuflüsse

verzeichnet werden.

S.D. Prinz Max von und zu

Liechtenstein, CEO der LGT Group:

«Die LGT Group hat sich auch im Jahr

2009 als proaktiv, resistent und

finanzstark erwiesen. Unsere

Prioritäten für das laufende Jahr sind

klar: Einerseits werden wir weiterhin

antizyklisch in den Ausbau des

internationalen Geschäfts in unseren

Onshore- und Wachstumsmärkten

sowie im Asset Management

investieren; anderseits wollen wir mit

unseren Ressourcen sorgfältig

umgehen und die Kosten im Griff

behalten. Das ist auch im Interesse

unserer Kunden und Mitarbeitenden

und positioniert uns als attraktiver

Partner für die Zukunft.»

Der Geschäftsbericht der LGT Group

erscheint im Mai 2010.

15


Impressum

Nr. 01/2010 | Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Lange Gasse 15, Postfach, CH-4002 Basel | Konzept,

Gestaltung und Redaktion: LGT Group, Marketing & Communications | Druck: BVD Druck und Verlag AG,

Schaan/FL

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zur Offertstellung, kein öffentliches Inserat und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von

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rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben

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kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance

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und vereinfachten Prospekte sowie die jeweiligen Geschäfts- und Halbjahresberichte der Fonds

können bei folgenden Stellen kostenlos bezogen werden: LGT Bank in Liechtenstein AG, Herrengasse 12,

FL-9490 Vaduz; LGT Capital Management AG, Herrengasse 12, FL-9490 Vaduz; Vertreterin und Zahlstelle

für die Schweiz: LGT Bank (Schweiz) AG, Lange Gasse 15, CH-4002 Basel.

LGT Bank (Schweiz) AG

Lange Gasse 15

CH-4002 Basel

Tel. +41 61 277 56 00

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