Vollständige Rede von Herrn Altministerpräsident Erwin Teufel

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Vollständige Rede von Herrn Altministerpräsident Erwin Teufel

EINWEIHUNG DER STIFTERPYRAMIDERede von Herrn Ministerpräsident a. D. Erwin Teufel, 14.September2007Lieber Herr Weihbischof Dr. Kreidler, sehr geehrter Msgr. Tripp, sehr geehrte HerrenReuther und Dannenbaum, lieber Alfons Bippus, verehrte Spenderinnen undSpender, liebe Mitbürgerinnen und Mitbüger,ich möchte Sie herzlich grüßen und freue mich, dass wir uns bei diesem schönenAnlass heute Mittag begegnen.Meine Damen und Herren, der Staat des Bonner Grundgesetzes ist Rechtsstaat under ist Sozialstaat. Das heißt, er hat die Aufgabe der Hilfe für bedürftige Mitmenschen.Unser marktwirtschaftliches System ist die soziale Marktwirtschaft, das heißt, wirmüssen all denen helfen, die im Leistungswettbewerb nicht mithalten können odernoch nicht mithalten können, weil sie Kinder sind, weil sie ältere Menschen sind, weilsie Behinderte sind, weil sie aus irgendeinem Grund zu Hilfsbedürftigen am Randeder Gesellschaft geworden sind. Da der Sozialstaat nicht alles leisten kann und weiler den Bürgern Freiheit lässt, gibt es Raum für freie Initiativen, für ehrenamtlicheTätigkeit. Das ist die Sicht des Staates.Auf der anderen Seite ist die Nächstenliebe das Grundgebot des Christentums. Allessteht und fällt mit dieser Zuwendung zum Nächsten. Und der Weg zu Gott geht überden Mitmenschen. Gottesliebe und Nächstenliebe, Gottesliebe durch Nächstenliebe:das ist das Hauptgebot für Christen. Im Grunde ist es ein einziges Gebot und esfindet seine Grundlage darin, dass Gott uns zuerst geliebt hat. Gott ist die Liebe. Einbedeutender Theologe sagte: es sei die Höchstaussage des ganzen NeuenTestaments und es ist ja auch das Thema der ersten Enzyklika von Papst BenediktXVI. Der Schlüsselsatz von Deus Caritas est lautet: Gott ist die Liebe. Weil uns Gottzuerst geliebt hat, gibt er ein Beispiel für uns alle. Jesus wurde nach Lukas 19,10 vonGott gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen und zu heilen die betrübtenHerzens sind.Die Einladung und Pflicht zur Nächstenliebe gilt zunächst und zuerst für jedeneinzelnen Christen. Fremde Not sehen und nicht übersehen. Barmherzigkeit alsGrundhaltung und als tätige Haltung dem Nächsten zu erweisen. Wer ist derNächste? Wir alle kennen eine der bekanntesten Stellen des Neuen Testamentesvom Mann, der nach Jericho unterwegs war. Der Nächste ist also nicht der, auf denman sich planvoll einstellen kann, wenigstens in der Regel nicht, sondern der querzum täglichen Kalender auf einmal bei uns auftaucht, zu einem Zeitpunkt, wo esganz außerordentlich unangenehm ist, weil man es ohnehin eilig hat, weil mandringenderes vorhat. Da gibt diese Stelle aus dem Neuen Testament das Beispiel.Man kann vorübergehen, einer nach dem anderen oder man kann den Menschen inNot sehen, unbeschadet des eigenen Ziels und des eigenen Terminkalenders sichdes Nächsten annehmen und auch Sorge über die Soforthilfe hinaus für ihn treffen.Wer ist der Nächste? Also der, der uns ins Auge fällt und der uns in die Querekommt.


Wir leben in einem verhältnismäßig reichen Land. Wenn wir es mit allen Ländern derWelt vergleichen und wenn man es mit unserer Geschichte vergleicht, hat noch nieeine Generation auf diesem Boden unseres Landes so gut gelebt wie wir heuteleben. Sozialhilfe, ein perfektes System, Rechtsanspruch, ohne dass man danachfragen darf, aus welchem Grund man in Not geraten ist. Und dennoch gibt es auchbei uns Arme und Einsame. Es ist eine ziemlich einmalige Sache, dass der DeutscheCaritasverband jährlich einen Armutsbericht für Deutschland erstellt. Ich hab michimmer gefragt, berücksichtigt der eigentlich, ob es sich um Armut handelt vor derSozialhilfe oder um Armut nach der Sozialhilfe. Aber ich glaube, es ist richtig, dasswir durch einen solchen Armutsbericht auf die tatsächliche Situation in unserem Landgestoßen werden.Es gibt Menschen in Armut, weil sie plötzlich arbeitslos geworden sind, es gibt ausder Bahn geworfene, Sucht gefährdete, es gibt Menschen, die in Armut geraten, weilsie geschieden sind. Das sind nicht wenige. Es gibt Armut in kinderreichen Familien.Das ist vielleicht sogar der größte Skandal bei uns. Es gibt alte Menschen, die nichtso viele Beitragsjahre haben, dass sie eine ordentliche Rente bekommen. Es gibtVereinsamte. Die beste Definition von Armut habe ich vor Jahren bei demfranzösischen Arbeiterpriester Jaques Loew gelesen, einem Pfarrer, derRechtsanwalt war und dann als Dockarbeiter in Marseilles gearbeitet hat. Er sagt:„Arm ist der, dem niemand zuhört“.Ich war vor zwei Jahren beim Neujahrsempfang des Stuttgarter Oberbürgermeisters.Da war ich außerordentlich überrascht, als er sagte, dass in Stuttgart mehr als 50%der Familien Einpersonenhaushalte sind. Ich hab darüber nachgedacht, ich bin auchden Daten nachgegangen. In den meisten deutschen Großstädten sind mehr als50% der Familien Einpersonenhaushalte. Dabei sind natürlich junge Leute, die sichin dieser Situation wohlfühlen, dabei sind aber unglaublich viele Menschen, dievereinsamen. Menschen, die niemanden haben, der ihnen zuhört. Einoberschwäbischer Pfarrer hat einmal formuliert: zuhören sei die Hochform derZärtlichkeit. In unserem Land sind Menschen, die vereinsamen. Und wenn wir ehrlichsind, müssen wir sagen, leichter gehen uns 50 Euro aus dem Geldbeutel für einensozialen Zweck der uns einleuchtet, als dass wir eine Stunde Zeit haben für einenMitmenschen.Zeit ist bei uns wertvoller als Geld. Vielen Menschen ist aber nicht mit 50 Eurogeholfen – dabei möchte ich niemanden vom Spenden abhalten – aber vielenMenschen ist sicher nicht mit Geld geholfen, sondern mit persönlicher Zuwendungund die ist sehr viel schwieriger. Auch so gesehen gibt es viele Arme in unseremLand.Und was ist nun die richtige Haltung? Sie alle kennen eine der bekanntesten Stellenbei dem Schriftsteller Antoine St. Exupéry: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. DasEntscheidende ist für die Augen unsichtbar“. Und es gibt einen sehr guteParallelstelle in der Bibel, wo es heißt: „Herr gib mir ein hörendes Herz“. Man kannalso mit dem Herzen sehen und mit dem Herzen hören und ich glaube, man mussauch eine offene Hand haben. Das scheinen mir die drei Eigenschaften zu sein, die


notwendig sind: ein hörendes Herz, ein sehendes Herz und auch eine offene Hand.Und hier ist wirklich jede und jeder persönlich gefordert.Auch die christliche Gemeinde vor Ort und die Kirche insgesamt sind gefordert. Siesind gefordert, die Stimme derjenigen zu sein, die selbst keine Stimme haben. Esgibt in unserer Gesellschaft in einem demokratischen Gemeinwesen, wie wir es Gottsei Dank haben, unglaublich viele Gruppen, die haben ein so starkes Gewicht undeine so starke Stimme, wenn sie sich öffentlich melden, dass man sie gar nichtübersehen kann in der Politik. Es gibt aber unglaublich viele in unserem Land, diekeine mächtigen Repräsentanten hinter sich haben. Und ich glaube, das ist Aufgabeder Kirche und der christlichen Gemeinde, die Stimmen derjenigen zu sein, Anwalt zusein, für diejenigen, die, wenn sie keinen Anwalt haben, zu kurz kommen in deröffentlichen Diskussion einer pluralistischen Gesellschaft, die Randgruppen.Jesus hat sich all dieser Menschen angenommen. Die vier Evangelien sind voll vonBerichten über einzelne Beispiele, wie Jesus sich aller damaligen Randgruppenangenommen hat. Und damit steht fest: die Glaubwürdigkeit der christlichenGemeinde steht und fällt mit dem Bruderdienst. Mit der Solidarität, mit denSchwachen. Die Kirche hat drei Aufgaben und die christliche Gemeinde hat dreiAufgaben: 1. die Verkündigung der frohen Botschaft, 2. die Liturgie, die Feier derBarmherzigkeit und der Liebe Gottes und 3. die Diakonie, Solidarität mit einemmodernerem Wort.Hier ist der Caritasverband gefordert. Hilfe muss heute zeitgemäß sein. Die erstenchristlichen Gemeinden haben nach dem Bericht der Apostelgeschichte allesmiteinander geteilt. Das war damals zwar außergewöhnlich aber zeitgemäß. IhrErkennungsmerkmal war, wie wir wissen: „Seht wie sie einander lieben“. ImMittelalter waren es die Orden, waren es die Bruderschaften, die Armenhäuser undSpitäler gegründet hatten. In der Zeit der Industrialisierung haben sich Kolping undKetteler, Windthorst und Wiechern der prolitarisierten Menschen am Rande derGroßstädte angenommen. Heute muss Caritasarbeit die Antwort auf unsereProbleme sein.Professionalität und Menschlichkeit sind gefordert, beides. Kindergärten undKleinkindbetreuung, Jugendhilfe, Eheberatung, Schwangerenhilfe, Familienhilfe,Altenhilfe, Erhaltung der Selbständigkeit und Menschenwürde in jedem Lebensalter,Obdachlose, Flüchtlinge, Behinderte, Ausbildung von Fachkräften, die Not und dieBedürfnisse kennen, könnten vielfältiger nicht sein. Professionalität ist gefordert undes imponiert mir immer wieder, wenn ich sehe, wie die Kirche in diesem Feld nichthinterhergeht sondern die Caritas wirklich professionell arbeitet und von niemandemüberboten wird. Ich sehe auch nicht, wie das häufig gemacht wird, einen Gegensatzzwischen den Hauptamtlichen und den Ehrenamtlichen. Wir brauchen beide in einerengen Zusammenarbeit.Zu den heutigen Herausforderungen gehört ganz sicher auch, dass wir über unserenKirchturm hinaussehen, über unsere Gemarkungsgrenze hinaussehen, über unsereLandesgrenze hinaussehen. Elend, Armut, Hunger, Unterentwicklung in der DrittenWelt sind beispiellos.


Die Weltbank, nicht ein Sozialinstitut, die Weltbank bringt jedes Jahr eine Statistiküber die absolut Armen. Zu den absolut Armen zählt die Weltbank Menschen, dieunter einem Dollar pro Tag zur Verfügung haben für alle ihre Lebensbedürfnisse.Also für Lebensmittel, für Gesundheitsmaßnahmen, für Bildung, für Wohnung, füralles einen Dollar pro Tag. Und es sind über 1,3 Milliarden Menschen auf der Welt,die Einkommen unter diesem Dollar haben, die also nach der Statistik der Weltbankzu den absolut Armen gehören. Deswegen ist es, glaub ich, vorbildlich für diegesamte Kirche – die europäische Kirche kann auch von den anderen Kirchen lernen– vorbildlich, dass sich die lateinamerikanische Bischofskonferenz vor 25 und 30Jahren zu einer vorrangigen Option für die Armen entschlossen hat. VorrangigeOption für die Armen, nicht Gleichheit, sondern Vorrang für die Armen.Der Staat kann alle Menschen nur gleich behandeln. Die Kirche muss vorrangig undChristen müssen vorrangig sich um die Armen kümmern, auch um strukturelleVerbesserungen. Da geht es nicht nur um Almosen und um Barmherzigkeit, sondernda geht es auch um Gerechtigkeit und gerechte Strukturen. Caritas sieht dieseAufgabe in der Katastrophenhilfe, heute ein wichtiger Bereich der Caritasarbeit undselbstverständlich sind viele kirchlichen Hilfswerke von Adveniat über Misereor undMemoralis, die große Hilfe für Osteuropa und wenn ich an die Sternsingeraktiondenke, Mission, in vorbildlicher Weise tätig. Worum geht es bei diesem allen? VorJahren hat der damalige Bundespräsident Walter Scheel gesagt: die seelischeTemperatur in unserem Land sei am sinken. Ich habe viel über diesen Satznachgedacht. Wenn er stimmen würde, dann glaub ich müsste jeder und jede sichanstrengen, dass die seelische Temperatur in unserem Land steigt. Denn wenn siesinkt, dann wird es kalt in einer Gesellschaft, dann friert man, dann fühlt sich keinMensch mehr wohl. Wenn aber die seelische Temperatur steigt, dann wird es warmund man fühlt sich wohl in einer Gemeinschaft.Nun glaub ich nicht, dass man durch Gemeinderatsbeschlüsse, durchKabinettsbeschlüsse, durch Parlamentsbeschlüsse die seelische Temperatur ineinem Land zum Steigen bringen kann sondern ausschließlich durch persönlicheZuwendung von Mensch zu Mensch. Durch mitmenschliches Verhalten. Indem mannicht fremde Not übersieht, indem man sich Zeit nimmt für Mitmenschen. Dadurchsteigt die seelische Temperatur in einem Land. Wir brauchen also Wärme undZuwendung.Caritas erledigt ihre Aufgaben hervorragend. Das sieht man daran, dass sich beiUmfragen ergibt, dass Caritas ein höheres Ansehen hat als die Kirche. Ein höheresAnsehen als die Kirche. Ich sag das nicht abwertend zur Kirche – die Kirche hat einviel höheres Ansehen als die Politik, aber Caritas ist ziemlich einsam an der Spitze.Das heißt, die Menschen sehen, ob jemand nur etwas sagt oder ob er handelt nachdem was er sagt. Und dadurch entsteht Glaubwürdigkeit und ich glaube,Glaubwürdigkeit ist heute das wichtigste Kapital überhaupt. Für die Kirchegleichermaßen wie für die Politik, für die Banken, für jeden anderen Bereich. DiesesAnsehen gilt es zu erhalten und zu diesem Ansehen tragen Sie liebe Spenderinnenund Spender entscheidend bei. Wer also die Caritas in ihren Anliegen unterstützt,der handelt vernünftig, denn das Geld kommt an die richtige Stelle. Er handeltmenschlich und mitmenschlich, denn Mensch sein heißt Mitmensch sein.


Er handelt christlich, denn er sieht vorrangig die Aufgabe bei den Armen.Caritas kann man vielfältig unterstützen durch Zeit, durch Besuchsdienst, durchehrenamtliche Tätigkeit, durch Lebenserfahrung und Berufserfahrung, ehrenamtlich.Caritas kann man unterstützen durch Geld. Vor allem der handelt dort richtig, dernicht soviel Zeit hat aber vielleicht etwas mehr Geld als andere. Durch die jährlicheSpendensammlung in der Kirche kann man Caritas unterstützen, durch Spenden inSondersituationen wie Katastrophenhilfe, durch die Förderung der CaritasStiftungoder der Caritas-Stiftungen.Die Stiftungen haben eine ganz neue Konjunktur in unserem Land in den letztenJahren. Das hat ganz unterschiedliche Ursachen: 1. hatten wir keine Stifterkultur wiebspw. in den Vereinigten Staaten von Amerika, 2. hatten wir zwei Inflationen imletzten Jahrhundert, wo alle Vermögen vernichtet worden sind. Es war also gar keinKapital vorhanden für Stiftungen. Jetzt ist zum ersten Mal auch Vermögen da inDeutschland, das vererbt werden kann, das auch teilweise für vernünftige Zweckeverwendet, gestiftet werden kann. Es gibt einen weiteren Grund. Die Kirche hat nichtmehr soviel Kirchensteuereinnahmen, der Staat hat nicht mehr soviel Geld undüberall, wo die Zuschüsse zurückgehen, kommt man jetzt auf den Gedanken, eineStiftung zu gründen. Sie sprießen nur so aus dem Boden. Es ist vernünftig, aber nichteinfach. Man braucht Stifter.Ich hatte ein nettes Erlebnis, das ich Ihnen sagen möchte. Ich war vor Jahren bei derGründung der Stiftung Weltethos von Prof. Küng an der Universität in Tübingen. DerStifter Graf von der Gröben aus Baden-Baden, den ich dort kennenlernte, hat seineLebensgeschichte erzählt. Er sagte, er ist mit dem Leiterwägelchen mit seiner Frauvon Ostpreußen geflüchtet, zu Fuß, unter erbärmlichen Umständen. Wir kennen allesolche Filme über Fluchtgeschichten. Und er hat sich damals geschworen, wenn erüberlebt und wenn er es noch zu etwas bringen sollte in seinem Leben, dann wird erauch andere daran teilhaben lassen. Und dann hat er einen bemerkenswerten Satzgesagt, den ich mir gemerkt habe. Er hat gesagt: Er hat es dann zu etwas gebracht,er wurde Chef von Coca-Cola Deutschland und hat es zu einem ordentlichenprivaten Vermögen gebracht. Das hat er erzählt und dann hat er gesagt: „es ist keineSchande im Leben Geld zu verdienen. Es ist keine Schande im Leben viel Geld zuverdienen. Aber es ist eine Schande mit viel Geld zu sterben“.Ich glaube darüber lohnt es sich auch mal nachzudenken. Manche wären heute inder Lage, eine ordentliche Summe zu spenden, aber es kommt bei Stiftungenwirklich auf die große Zahl und auf jeden Betrag an. Jedenfalls sind Stiftungen einevernünftige Sache. Sie, meine Damen und Herren, gehören alle zu den Spendernund Stiftern, sonst wären Sie heute nicht eingeladen worden. Ich möchte Ihnensagen, Sie haben richtig gehandelt. Ich sage Ihnen auch aus meiner Sicht Dank undAnerkennung für Ihre Haltung. Es gibt, sagt Erich Kästner, Sie kennen den Satz: „esgibt nichts Gutes, außer man tut es“.Heute stehen die Spender im Mittelpunkt, nicht die Spenden. Sie haben mit Ihrereinmaligen oder laufenden Spende Caritas ein großes Vertrauen entgegengebracht.Sie vertrauen darauf, dass Ihr Geld richtig eingesetzt und richtig verwendet wird.Heute anerkennt Caritas dieses Vertrauen durch Ihre Hilfe nicht nur mit Worten,sondern mit einem großartigem Symbol, nämlich der Stifterpyramide. Die


Stifterpyramide wurde gestaltet durch den Künstler und Kunsthandwerker AlfonsBippus. Er stammt aus Zimmern ob Rottweil, wo ich auch herkomme. Er ist meinJahrgänger und wir sind zusammen in die Grundschule gegangen. Wir sind uns auchbis zum heutigen Tag freundschaftlich verbunden. Ich schätze ihn und ich schätzesein künstlerisches Schaffen.Caritas zuliebe und Alfons Bippus zuliebe bin ich heute gerne hierher gekommen. Ichfinde, dass er mit der Stifterpyramide von der Idee her und von der Gestaltung herein wertvolles Werk zustande gebracht hat. Meine Damen und Herren, diePyramiden in Ägypten und in Mittelamerika sind architektonische Glanzleistungen.Sie gehören zu den Weltwundern und heute zum Weltkulturerbe. Sie sind Symboleder Dauer. Sie sind häufig Grabmäler großer Könige, erinnern durch dieGrabbeigaben aber auch an eine Hoffnung über dieses Leben hinaus. Stifter habensolche ideellen Ziele über unser Leben hinaus. Ihr Wirken zielt über die Hilfe inkonkreten Lebenslagen hinaus auf ganzheitliches Sein des Menschen. Bei Antoinede Saint-Exupéry, einem meiner Lieblingsschriftsteller habe ich den schönen Satzgefunden, mit dem ich all das zusammenfassen will, was ich zu sagen versuchthabe: „eine Pyramide ist ohne Sinn, wenn Gott nicht ihre Spitze bildet“.

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