Anlegermagazin 7/2013 - Pfeffer-Finanzen

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Anlegermagazin 7/2013 - Pfeffer-Finanzen

Private Equity at Work – RWB Inhouse7sichern“– was heißt das eigentlich?SPOMMES


8Bewusste Ernährung – JA!Bewusst leben die Deutschen, vor allem, wenn es um ihre Ernährunggeht. Und das mit Erfolg. So schreibt das Robert KochInstitut in seinem Gesundheitsbericht, dass sich die Ernährungsgewohnheitender Deutschen verbessert haben. „Es werden mehrObst und Gemüse, mehr ballaststoff- und kohlenhydratreicheKost und mehr nichtalkoholische Getränke konsumiert als Endeder 1980er Jahre. Frauen ernähren sich dabei im Schnitt etwasgesünder als Männer“, so das Institut. Vor allem bei den Kleinenwird bewusst gehandelt: Zwei Drittel der Babynahrung sindBioprodukte – weil Babys nur das Beste bekommen sollen!Die Menschen haben nicht nur immer mehr Sehnsucht nachNatürlichkeit und unverfälschtem Essen, sondern informierensich intensiver über das Thema gesunde Ernährung. Ratgeberliteraturboomt! Titel wie „Die Brigitte-Diät“ oder „Schlank imSchlaf“ werden massenweise verkauft. Beobachten Sie einmalMenschen im Supermarkt und Sie werden feststellen, dass Verbraucherlange vor dem Joghurtregal stehen, um durch Studiumder Nährwerttabellen die perfekte Formel zwischen natriumarmund ballaststoffreich zu analysieren.Der Zusammenhang zwischen Lebensqualität undgesunder Ernährung ist offensichtlich immer mehrMenschen klar!Das Wissen über die Zusammenhänge und Erfahrungen mitLebensmitteln führen zur Erkenntnis. Eine Rückkehr zu natürlichenProdukten und ursprünglichen Formen der Erzeugung istder Grundbaustein für unsere Ernährung! Es geht um den ökologischenAnbau natürlicher Produkte. Jedem ist klar, dass diefrische Kartoffel vom Biobauernhof gesünder ist als tiefgefrorenePommes Frites aus dem Supermarktregal. Und wissen Sie was?Sie schmeckt auch besser!Bewusste Altersvorsorge – NEIN!?Finanzielle Altersvorsorge ist für die langfristige Lebensqualitätein ebenso essenzielles Thema wie die gesunde Ernährung!Der Zusammenhang ist den meisten Menschen allerdings nichtklar. Altersvorsorge ist für „irgendwann später“. Lebensmittelkann man schmecken, riechen, anfassen – Zinsen und Renditennicht. Die Bereitschaft und Motivation, sich mit der Altersvorsorgegenauso intensiv zu beschäftigen und zu informieren wiemit der eigenen Ernährung, ist sehr gering.Auch in der Finanzindustrie gibt es ursprünglicheErzeuger und industriell gefertigtes Fastfood.Was beim Lebensmittel die Nahrung mit ihren Vitaminen, Mineralstoffenund ihrem Nährstoffgehalt ist, ist in der Finanzindustriedie Rendite, verbunden mit der Sicherheit des angelegten Kapitalsvor Verlustrisiken. Wie bei der Lebensmittelproduktion sollte einAnleger der Frage nachgehen, wer ist eigentlich der ursprünglicheErzeuger der Rendite und wo entsteht diese im Kern?Echte Rendite muss mit Wertschöpfung verbunden sein und nichtwie bei der Spekulation nur auf die Bewertungsschwankungenvon vorhandenen Werten setzen. Wertschöpfung muss entgeltlichsein, denn nur dann kann sie ausgezahlt und verteilt werden.Entgeltliche Wertschöpfung gibt es in einer Marktwirtschaft nurin Unternehmen: Der Preis für Produkte und Dienstleistungenist größer als die Summe der Werte für Arbeit, Kapital und Rohstoffe,die man für deren Erzeugung eingesetzt hat. Unternehmensind die ursächlichen Erzeuger aller entgeltlichen Wertschöpfungund die Quelle aller entgeltlichen Einkunftsströme (vgl. Tabelle).Machen Sie einmal den folgenden Test: Stellen Sie sich vor,dass alle Unternehmen aufhören zu existieren, was würde dannmit den nebenstehend genannten Einkunftsströmen passieren?Richtig, alle würden enden. Die Steuereinnahmen des Bundes


Private Equity at Work – RWB Inhouse 9basieren zum größten Teil auf der Einnahme durch die Umsatzsteuerund damit letztendlich wieder auf der Wertschöpfung inUnternehmen. Analog verhält sich die Stabilität von Löhnenund Gewinnen. Löhne sind auch nicht sicherer als Gewinne.Kein Unternehmen, das langfristig keine angemessenen Gewinneerzielt, wird langfristig Löhne zahlen.Warum geben wir vor allem unseren Babys natürliche Bionahrung?Weil wir sichergehen wollen, dass sie gut versorgt werden.Wir wollen Sicherheit.Sicherheit ist auch bei der Altersvorsorge das oberste Gebot,um Lebensqualität zu gewährleisten. Welche Sicherheit bietetein Unternehmen? Unternehmen besitzen Sachwerte, wie z.B.Büro- und Industriegebäude, Maschinen, Rohstoffe und anderetechnische Infrastrukturen. Durch Eigentumsrechte an einemUnternehmen besitzt man Eigentum an diesen Sachwerten.Man hat Sicherheit. Zinsen vom Staat oder einer Bank dagegenersetzen den Besitzanspruch durch ein indirektes, immateriellesGarantieversprechen des Staates oder der Bank.Unternehmen sind also der ursprüngliche, materielleErzeuger aller Renditen und bieten eine originäre Sicherheit,weil sie sich aus Sachwerten zusammensetzen.Sicher ist allerdings auch, dass nicht alle Innovationen und Produktevon Unternehmen beim Kunden ankommen; einige Unternehmenscheitern. Umso bedeutender ist eine breite Streuungbei der Anlage in Unternehmen, damit man von erfolgreichenFirmen profitiert und gleichzeitig sicherstellen kann, dass einzelneunternehmerische Misserfolge keine Auswirkung auf dieGesamtrendite der Kapitalanlage haben.Lebensqualität im Alter bedeutet neben Gesundheit v.a. eineausreichende finanzielle Versorgung, wenn der Arbeitslohn einemnicht mehr zur Verfügung steht. Um die Versorgung sicherzustellen,muss über einen langfristigen Anlagehorizont eineausreichende Rendite erwirtschaftet werden, die die Inflationsrateübertrifft und die Kaufkraft des Ersparten in der Zukunftsicherstellt. Laut dem Deutschen Institut für Altersvorsorge beträgtdie Inflationsrate der vergangenen 50 Jahre in Deutschlanddurchschnittlich ca. drei Prozent. Eine höhere Rendite ermöglichenaber nur illiquide, langfristige Anlageformen, die an derQuelle der Wertschöpfung, also den Unternehmen, partizipieren.Langfristigkeit ist allerdings in diesem Fall kein Hindernis,denn der Altersvorsorgehorizont ermöglicht genau diesen langfristigenAnlagehorizont der notwendig ist, um die Lebensqualitätzu sichern.Wer es also mit der Lebensqualität ernst meint, muss sich gleichzeitigmit der Altersvorsorge und verantwortungsvoller Geldanlagebeschäftigen. Nur so kann sichergestellt werden, dass auchin der Zukunft ausreichend Geld für die Biokartoffeln im Portemonnaiezu finden ist!EinkunftsstromSteuernKapitalvergütung (Zinsen)LöhneGewinneAnlageformStaatanleihen, Bundesschatzbriefe etc.Sparbriefe, Sparbücher, Anleihen etc.Gesetzliche RentePrivate Equity, Aktien (Public Equity)Unternehmen sind die ursächlichen Erzeuger aller entgeltlichen Wertschöpfung und die Quelle aller entgeltlichen Einkunftsströme.


10DA WEISS MAN,Nachhaltige Investitionen in produktive Sachwerte1907 1959 1965 1986 2013Seit mehr als 100 Jahren waschen die Menschen ihre Kleidung mit Persil. Die Produkte der Marke haben heute wie früher ihren Nutzen und Wert. EinenWert, der in Unternehmen geschaffen wird.Heute vor 40 Jahren machte ein TV-Spot Furore, der auchim Jahr 2013 noch den meisten Menschen bekannt ist:„Persil, da weiß man, was man hat!“. Jan-Gert Hagemeyer wurdeals „Persil-Mann“ nicht nur der beliebteste SchwiegersohnDeutschlands der 70er Jahre, er hat mit dieser Aussage auch exaktden Wunsch der Kunden getroffen – das Verlangen nachSicherheit, Verlässlichkeit und Vertrauen.Dieser Wunsch der Kunden ist aktueller wie nie zuvor und istbei weitem nicht auf ein schonendes und pflegendes Waschmittelbeschränkt. Gerade bei der Geldanlage sind diese Werte vonbesonderer Bedeutung. Man möchte sich mit seiner Anlageformsicherfühlen und der Bank oder seinem Finanzberater vertrauen.Schließlich vertraut man ihm das hart erarbeitete Ersparte an.Von Verlässlichkeit und Sicherheit ist allerdings in der heutigenFinanzwelt wenig zu spüren. Selten wurde mehr über Finanzen,Steuern und Haushalte gesprochen, wie aktuell im Zugeder Euro-Krise. Man liest Schlagzeilen wie „Griechenlandkrisegefährdet deutschen Haushalt – Steuerzahler wären betroffen“(Fokus) oder „Spanische Krisenflüchtlinge in Deutschland“(Süddeutsche). Die Bildzeitung ergänzt plakativ „Euro-Kriseschmilzt Altersvorsorge!“.Es herrscht Ungewissheit über die Zukunft des Euro und dieStabilität einzelner Staaten. Die Zinsen sind auf einem Allzeittief.Da ist einerseits die Durchschnittsrendite von Bundesanleihen,die mit einem Zins von aktuell 1,52 Prozent auf einemhistorischen Tief ist. Und da ist andererseits die Höhe der Inflationsrate,die in Deutschland derzeit auf einem Stand von 1,8Prozent notiert. Subtrahiert man nun die Teuerungsrate von derDurchschnittsrendite wird offensichtlich: Sparer verlieren mitBundesanleihen Geld. Doch was nun?Wohin mit dem Ersparten bei all der Unsicherheit und Verwir-


Private Equity at Work – RWB Inhouse11WAS MAN HAT!statt inflationsgefährdete Geldanlagen1909 1923 1942Wertstabilität und Sicherheit haben Banknoten im Verlauf der deutschen Geschichte nicht geboten. Sie waren Ausdruck unterschiedlicher Währungspolitikin verschiedensten Wirtschaftsepochen.rung? Es ist verständlich, dass Sparer sich nicht mehr auf diewechselnden Aussagen von Politikern verlassen möchten, dieletztendlich auch nur Krisen-Aufräumarbeit betreiben – freinach dem Motto Adenauers: „Was interessiert mich mein Geschwätzvon gestern“. Das Geschwätz von gestern sollte Sie alsSparer nicht interessieren, wohl aber die fundamentalen Wahrheitenvon früher, die auch heute und vor allem zukünftig nochrelevant und vor allem richtig sind.Welche Wahrheiten sind das aber nun, unabhängig vom Namendes Kanzlers, der aktuellen Währung oder möglichenKrisen und Crashs? Seit mehr als 100 Jahren waschen dieMenschen ihre Kleidung mit Persil, cremen sich mit Nivea-Produkten ein und fahren Volkswagen. Menschen strebennach Verbesserungen und hoher Lebensqualität. Das wird sichauch in Zukunft nicht ändern. Durch Innovation, Erfindungund Unternehmergeist werden Verbesserungen der Lebensqualitätmöglich und Werte geschaffen. Werte die schlussendlichin Unternehmen entstehen.Die wechselvolle deutsche Geschichte ist Beleg für die Tragfähigkeitvon Unternehmen. Sie trotzen den finanzwirtschaftlichenRahmenbedingungen solange sie einen echten Mehrwert stiftenund wirkliche Probleme lösen.Wer hätte allerdings 1907 gewusst, dass Persil einmal das meistverkaufteWaschmittel in Deutschland wird? Solche Prognosensind schwer zu treffen, doch durch ein breitgestreutes Portfolioan Unternehmensbeteiligungen kann man auch heute sicherstellen,von den zukünftigen Innovationen zu profitieren undErträge zu erwirtschaften.


12InvestitionsqualitätsicherstellenWie genau stellt man eigentlich die Investitionsqualitätvon Investments sicher? MPEPGründer und Vorstand Horst Güdel sowieTeamleiterin Nathalie Dolatschko erklären,wie das funktioniert.Munich Private Equity Partners (kurz: MPEP) ist der Investitionsarmder RWB Group. Mit Sitz in Oberhachingbei München und Shanghai unterstützt das zwanzigköpfigeinternationale Team die RWB Group in ihren globalenInvestitionsentscheidungen. Horst Güdel, Gründer undVorstand der RWB Group sowie der MPEP, und NathalieDolatschko, Leiterin des europäischen Investitionsteamsbei MPEP, stellen sich einem Interview zur Investitionsqualitätder MPEP.Redaktion: Herr Güdel, wie beurteilenSie die Investitionsqualität derMPEP?Güdel: Seit Beginn des Jahres 2012 investiertedie RWB in 20 Primärbeteiligungen.Über 80 Prozent der Beteiligungenwaren zum Zeichnungsschluss überzeichnet.Mit anderen Worten, die Investitionsnachfragewar größer als das Investitionsangebot.Das ist u.a. ein Zeichen dafür, dass dieMitarbeiter des MPEP Teams in der Lagesind, durch ihr proaktives und gezieltesVorgehen die jeweiligen Manager rechtzeitigzu identifizieren und somit denAnlegern der RWB Zugang zu diesen hervorragendenInvestitionsmöglichkeitenzu verschaffen.Die Kunst liegt in der Identifikationder besten ManagerDie Nachwirkungen der Krise führendazu, dass die Qualitätsdifferenzen zwischenManagern deutlicher wahrgenommenwerden. Das liegt daran, dass es inder Regel einfacher ist, in HochkonjunkturenGewinne auf breiter Ebene zu realisierenals in einem schwächeren konjunkturellenUmfeld.Es gibt verschiedenste Beispiele, aber konkretmöchte ich in diesem Zusammenhangeinen europäischen Fondsmanager erwähnen,der von 23 Neuinvestoren lediglichneun Investoren zu seinem bestehendenInvestorenpool hinzugefügt hat. MPEPbzw. RWB war einer dieser Namen.Redaktion: Frau Dolatschko, Sie leitendas europäische Team bei der MPEP.Wie gewährleisten Sie die Qualitätder europäischen Investitionen?Dolatschko: Die Grundlage bildet zunächsteinmal ein systematischer, dreistufigerInvestitionsprozess, der über unseredrei Kernregionen Asien, Europa undNordamerika identisch aufgebaut ist. DerAnsatz basiert grundsätzlich auf der Idee,kontinuierlich einen möglichst vollständigenMarktüberblick zu haben, um darausdie besten Manager in den jeweiligenMärkten auszuwählen.Sie müssen sich vorstellen, dass wir ausschließlichmit sehr erfolgreichen undintelligenten Personen in Kontakt treten,die alle auf brillante Karrieren zurückblickenkönnen. Hier geht es um die Unterscheidungzwischen guten und exzellentenManagern und das gelingt lediglichüber den Vergleich der jeweiligen Teilnehmerim entsprechenden Markt.Nehmen wir bspw. den deutschsprachigenBuyout-Markt. Hier gibt es unsererEinschätzung nach ca. 50 relevante Buyout-Manager.Durch einen analytischenVergleich, der auf qualitativen und quantitativenFaktoren beruht, ist es im erstenSchritt relativ einfach die fünf besten Managerauszuwählen.Unsere Fondsauswahl-Systematikist erfolgversprechendIm zweiten Schritt erfolgt die sog. DueDiligence, die sorgfältige und detailliertePrüfung des jeweiligen Investitionsangebotes.Im Zentrum unserer Analyse stehenhier vor allem drei Aspekte:1) Wie schafft es der Fondsmanager Zugangzu qualitativ hochwertigen Unternehmenzu erhalten („Entry“)?2) Wie gelingt es dem Fondsmanagementden Wert des jeweiligen Unternehmenszu steigern („Enhancement“)?3) Wie erfahren ist der Manager im Unternehmensverkaufbzw. wie ausgereiftist die Verkaufsstrategie und diedamit verbundene Leistungsbilanz deseinzelnen Managers („Exit“)?In einem dritten Schritt werden schließlichumfangreiche rechtliche und steuerrechtlicheSachverhalte verhandelt.Güdel: Frau Dolatschko fasst den Prozesshier natürlich sehr einfach zusammen.In der Realität handelt es sich umeinen äußerst komplexen und dynamischenProzess mit vielen Variablen undder Aufgabe, eine hohe Zielrendite mitangemessener Diversifizierung zu erhalten.So besteht z.B. die Datenbank der Fondsmanagerüber alle Kernregionen derMPEP aus mehr als 2.500 Managern.


Private Equity at Work – RWB Inhouse13Horst Güdel · VorstandNatalie Dolatschko · TeamleiterinAus dieser Anzahl wird eine Zielgruppevon Kernmanagern abgeleitet, die sich aufca. 40 Manager je Region bezieht. DieseGruppe wird je Region quartalsweise imInvestitionsausschuss mit den jeweiligenleitenden Angestellten diskutiert. Trotzeiner gewissen Dynamik, besteht somitdie Möglichkeit, eine relativ genaue Vorstellungüber die aufkommenden Investitionsopportunitätender nächsten Jahrezu erhalten.Dies wiederum ermöglicht ein proaktivesVorgehen, wodurch die besten Managerrechtzeitig identifiziert und kontaktiertwerden können. Es ist nicht selten, dassfür einen Qualitätsmanager zum Beginnder Kapitalbeschaffung überhaupt nichtdie Notwendigkeit besteht, seinen Investorenkreisauszuweiten. In der Folge wirddie Investitionsmöglichkeit dann meistnur bestehenden Kontakten angeboten.Die Selektion steht natürlich nach wievor im Vordergrund. Um das Ganzemit Zahlen zu unterlegen: Im Jahr 2012konvertierten lediglich 4 Prozent der Investitionsmöglichkeitenin tatsächlicheInvestitionen. Über 70 Prozent der finalenInvestitionen wurden direkt angesprochenund nicht durch Intermediärevermittelt.Redaktion: Was sind neben dem proaktivenund systematischen Investitionsprozessweitere Investitionskriterienfür MPEP?Dolatschko: Systematische und quantitativeAnalysen stellen in der Tat nur dienotwendige Basis der Investitionsentscheidungdar. Es geht darum, die einzelnenManager, deren Arbeitsweisen und Teamdynamikenwirklich zu verstehen. IndividuelleWerte und persönliche Motivationkönnen entscheidender sein als die spezifischeErfahrung der einzelnen Manager.Letztlich sind wir alle Menschen und daherist es sehr wichtig für uns, vor Ort zu seinund mit den Verantwortlichen ausreichendZeit zu verbringen – im formellen sowieim informellen Umgang.Redaktion: Herr Güdel, was sind IhrerMeinung nach die Erfolgskriterien derMPEP.Güdel: Proaktivität, gezielte Kommunikation,positive und verlässliche Interaktionsowie Markt-Know-how und Erfahrungsind für den Umgang mit Fondsmanagernessenziell. Wir sind davon überzeugt,dass unser komplementäres Team bestehendaus jungen, gut ausgebildeten undmotivierten Teammitgliedern gepaart mitder Erfahrung des MPEP Management-Teams eine ideale Kombination darstellt.Das Feedback, das wir von unseren Fondsmanagernzu unseren Teammitgliedernerhalten haben, spricht für sich selbst. Darüberhinaus werden Mitglieder des MPEPTeams in Fachzeitschriften zitiert und alsDiskussionsteilnehmer zu Konferenzeneingeladen. Regelmäßige Reisetätigkeit undPräsenz bei Investorentreffen sind ein absolutesMuss. Das vereinfacht den Zugang.Wir überzeugen unsere Partnerdurch verlässliche InteraktionAuch ist es gut, als deutscher Investorwahr genommen zu werden. Die MarkeDeutschland und deren Attribute wieNachhaltigkeit und Zuverlässigkeit sindin Zeiten der Krise international sehrpositiv besetzt. Im Vergleich zu anderenLändern wird allerdings noch wenig Kapitalaus Deutschland für Private EquityInvestitionen verwendet – das hilft unsererMarktposition natürlich sehr stark.Dolatschko: Unser Ziel ist es, die Arbeitsweisevon unseren Fondsmanagern auchbei uns im Team anzuwenden. Einer unsererLeitsätze ist die ständige Bereitschaftzur kontinuierlichen Verbesserung. In einemdynamischen Umfeld ist das essenziell– schließlich hat jede gute Idee lediglicheine Halbwertszeit von drei Jahren.Redaktion: Herr Güdel, Frau Dolatschko,vielen Dank für das informativeGespräch.www.mpep.com


14WAS DARF’S SEIN?AMERIKANISCH ODER DNicht nur bei der Restaurant-Wahl stellt sich diese Frage. Selbst wenn es um die Auswahl der aussichtsreichsten und erfolgdeutig aus. Damit der Anleger, der vor der entscheidenden Frage steht „Wo soll mein Geld denn arbeiten“, eine mögliche HDie Vereinigten Staaten ...... sind die größte Volkswirtschaft der Welt. Obwohl nur 4,5Prozent der globalen Bevölkerung in den USA leben, zeichnensie sich für 20 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktsverantwortlich und sind damiteine der produktivsten Nationen der Welt.Immer noch ist die US-Wirtschaft beinahedoppelt so groß wie die Chinas.Darüber hinaus gehören die USA zueinem kleinen, exklusiven Zirkel vonLändern, in denen das reale Bruttoinlandsprodukt(BIP) höher ist als vorder schweren Wirtschafts- und Finanzkrise2007/2008.Als einen der wichtigstenGründe nennen Expertenden Wohnimmobiliensektor.Der habe sich erholtund dürfte in der zweitenJahreshälfte noch stärkerzulegen. Ein Arbeitsplatz inder Bauindustrie zieht achtArbeitsplätze bei Zulieferernund Ausrüstern nach sich –ein gewaltiger Multiplikator.Durch steigende Immobilienpreisefühlen sich die Amerikanerreicher. Das schlägt sichin den Konsumdaten undvor allem im Verbrauchervertrauennieder: Die Stimmungder US-Konsumentenstieg zuletzt auf den höchstenStand seit mehr als fünf Jahren.Das lässt positive Impulsefür die Gesamtwirtschaft erwarten.Die USA gehören zu den größten Exporteuren der Welt –nach China, Deutschland und Japan. Denken Sie an Apple,Ralph Lauren oder Procter & Gamble. Diese Unternehmenbeliefern die ganze Welt – insbesondere die Schwellenländer.Ausländische Direktinvestitionen (FDI) beliefen sich 2012auf 736 Mrd. USD – 15 Prozent der weltweiten FDI. Apple,Google, IBM, McDonald´s, Coca-Cola, AT&T, Microsoft,Marlboro, Visa: Das sind die neun wertvollsten Marken derWelt. Die USA sind Technologieführer. Der Anteil der USAan den weltweiten Technologieinvestitionen ist seit 2008 sogarleicht gestiegen – Westeuropa, Japan und China verzeichneteneinen Rückgang.Die weltbesten Universitäten mit ihren angeschlossenen Forschungsinstitutensind im Land der unbegrenzten Möglichkeitenzu finden: Harvard, MIT oder Yale – US-Hochschulenstellen sechs der zehn besten rund um den Globus.Auch für deutsche Firmen floriert das Geschäft in den USA.Gut zwei Drittel der deutschen Unternehmen, die mit Tochtergesellschaftenin den USA vertreten sind, haben im vergangenenJahr mehr umgesetzt als in den Vorjahren. Für das kommendeJahr sind die Firmen sogar noch zuversichtlicher. 76Prozent planen deshalb Neueinstellungen. Deutsche Firmenbeschäftigen in den USA rund 570.000 Arbeitnehmer. VW,BMW und Daimler fertigen hier ihre Autos, Siemens bautu.a. Gasturbinen und die Deutsche Telekom betreibt das viertgrößteMobilfunknetz des Landes. Vor allem aber haben sichviele Mittelständler in den USA angesiedelt, denn der Marktverspricht Gewinne und zwar nicht nur für ausländische Unternehmen.Die 100 größten heimischen Produzenten undDienstleister generierten 2011 Einnahmen in Höhe von rund7,5 Bil. USD.FAZITDie Andersartigkeit der beiden Regionen USA und Asien istnicht nur wirtschaftlich betrachtet unverkennbar. Und dennochhaben sie zumindest eins gemeinsam. Sie zählen zu denbevorzugten Investitionsregionen der RWB. Der Private EquitySpezialist investierte bereits in seinen Anfängen vor mehr als 13Jahren in den USA und auch in Asien. Allein mit den aktuellenFonds wie bspw. dem sicherheitsorientiertem Global MarketFonds • International V, mit dem der Anleger auf die größtmöglicheStreuung setzt, wurden weltweit Investitionszusagen vonrund 20,5 Mio. USD getätigt; 8,6 Mio. USD davon in den USAund 3,4 Mio. USD in Asien.


Private Equity at Work – RWB Inhouse15OCH LIEBER ASIATISCH?versprechendsten Investitionsregion der Welt geht, fällt das Urteil der Investmentmanager nicht einilfestellungerfährt, ziehen wir Resümee über die zwei bedeutsamsten Wirtschaftsregionen der Welt.Asien... besticht hingegen durch seine eindrucksvolle Entwicklungim letzten Jahrzehnt. Schon lange prophezeien Experten, dassdas 21. Jahrhundert diesem Kontinent gehören wird. Nebender etablierten Wirtschaftsmacht Japan entwickeln sich vorallem China und Indien, die beiden bevölkerungsreichstenLänder der Welt, zu Motoren des Wirtschaftsbooms und zwarnicht nur in diesem Erdteil. Die aufstrebenden Wirtschaftsmächtegenerieren ebenfalls Wachstum in der ganzen Welt.Die Bevölkerung Asiens wächst jedes Jahr im Durchschnittum mehr als ein Prozent. Nach Angaben der Deutschen StiftungWeltbevölkerung von 2011 leben zurzeit 4,21 Mrd.Menschen in Asien. Das sind rund 60 Prozent der Weltbevölkerung.Zudem zieht es immer mehr Menschen in dieStädte. Prognosen zufolge wird die Bevölkerung Asiens vonderzeit rund 4 Mrd. Menschen auf etwa 5,2 Mrd. im Jahr2050 ansteigen. Dass die Infrastruktur modernisiert und invielen Regionen Asiens komplett neu errichtet werden muss,ist nur eine Folge dieser rasanten Entwicklung.So müssen laut Weltbank – um mittel- und langfristig dasWachstum in der Region aufrechtzuerhalten – bis 2020 jährlichüber 400 Mrd. USD in den Ausbau der Infrastruktur investiertwerden, allen voran in China. Schließlich will Pekingvon einem export- auf ein konsumorientiertes Wirtschaftsmodellumschwenken, um das Wachstum langfristig zu stabilisieren.Infrastrukturprojekte sind dafür eine wichtige Säule.Grund: Zum einen verleihen Infrastrukturmaßnahmen derBinnenwirtschaft einen Schub. Auf der anderen Seite wird eineVolkswirtschaft auf Dauer nur dann wachsen, wenn Güter sicherund zeitnah von A nach B transportiert werden können.Die Weltbank rechnet für China in diesem Jahr (nur) mit einemWachstum von 7,7 Prozent. Indien ist zwar weit von einemAbschwung entfernt, die Konjunktur läuft aber auch leichtschleppend. Die Wachstumserwartung revidierte die Weltbankfür dieses Jahr von 5,5 auf 5,1 Prozent. 2014 und 2015werde die BIP-Zunahme aber wieder 5,6 Prozent betragen.Die „Forbes Global 2000“ Liste weist jedes Jahr dieweltweit 2.000 größten Unternehmen aus. Trotz derTatsache, dass die USA mit 543 und Japan mit 251Unternehmen die Liste immer noch dominieren,liegt China mittlerweile auf Rang 3 mit 136 Unternehmen– Tendenz stark steigend.Das chinesische Handelsministerium gibtan, dass zwischen Januar und Oktober 201220.021 neue Direktinvestitionen aus dem Auslandin Höhe von 91,7 Mrd. USD gebilligtwurden. (Die Daten über ausländischen Kapitalzuflussund Kapitalabfluss berücksichtigennicht die Reinvestition des Gewinns,die in China verbleiben!) Investoren ausden Vereinigten Staaten investierten in1.128 neue Firmen. 1.418 Firmen wurdenvon Investoren aus der EuropäischenUnion gegründet. Nicht ohne Grundfließen Gelder in diese Region. Die Kapitalgebersind in der Regel erfahrene Investoren,die auf überdurchschnittlicheRenditen in einem nach wie vor sehr dynamischenUmfeld vertrauen. DeutscheUnternehmen sehen die Aussichten fürihre Geschäfte in China überraschendoptimistisch. Trotz schwächeren Wirtschaftswachstumsund steigender Kostensei der Trend durchaus positiv. Demnacherwarten deutsche Unternehmen in China,dass ihre Gewinne und Umsätze weitersteigen – wenn auch gemäßigter alsin den Vorjahren. Personalfragen sindunverändert die größte Herausforderung,während der mangelnde Schutz desgeistigen Eigentums wieder an Bedeutunggewinnt.Der ausschließlich auf die Investitionsregion Asien fokussierteRWB Special Market Fonds • Asia II nutzt dabei die Chancendieses dynamischen Marktes zu 100 Prozent. Der Vorgängerfondsdieses noch jungen Fonds (die Platzierungsphase des AsiaII begann erst am 1. Juli 2013) hat bis dato Investitionszusagenan Zielfonds in Höhe von 13 Mio. USD gegeben. Der Nachfolgefondsstrebt eine vergleichbare Größenordnung an.Die RWB sieht sich auch zukünftig auf beiden Märkten aktivund liefert damit den Beweis, dass beide Wirtschaftsräume inökonomischer Hinsicht sinnvolle und nachhaltige Investitionsräumedarstellen.Details zur Investitionstätigkeit der RWB Dachfonds finden Sieu.a. hier: www.rwb-ag.de


16RWB Leserbefragung:Sagen Sie unsIhre Meinungund gewinnen Sie ein iPad mini!Beantworten Sie uns nur 3 Fragen zu diesen 10leistungsorientierten Portfoliounternehmen derRWB und gewinnen Sie 1 von 5 iPads mini imRahmen einer Verlosung.Wie das funktioniert, lesen Sie unten rechts.• Entwickelt langlebige und belastbare Materialien für neueKniegelenke, die sich besser und schneller in den Körperintegrieren• Biomimetische Knochen-Reparatur-Technologie gilt alstechnologischer Durchbruch• Medizinbereich würdigt die Entwicklung durch Verleihungeiner Auszeichnung• Zulieferer für Deutschlands Wachstumsmotor Nr. 1:die Automobilbranche• Anerkannter Marktführer in der Produktion vonPräzisionsteilen und komplexen Baugruppen• Exzellente Ingenieurausbildung sichert InnovationsundWettbewerbsfähigkeit• Pharmaindustrie ist abgekoppelt von allgemeiner Wirtschaftslageund deswegen krisensicher• Lukrative Branche mit großer Gewinnspanne• Multinationales Pharmaunternehmen mit umfangreichemSortiment von Fieber- und Schmerztabletten sowieTrendprodukten wie Mineralien, Naturmedikamente undDiätprodukten• Markt für grüne Anlagen wächst rasant und versprichtgute Renditen• Anspruchsvolle Kompostieranlagen vermeiden effizientTreibhausgase• Erfolgreiche Spezialisierung auf die Kompostierungvon kommunalen Grünabfällen• Komponenten für die kommunale und industrielleWasser- und Abwasserreinigung• Erhalt der Gewässergüte durch leistungsstarke undzukunftsorientierte Technologien• Kontinuierliche Verbesserung der Produkte durch einSpezialisten-Team mit über 20-jähriger Erfahrung


18Was verbindet Ernest Hemingwaymit Private Equity?www.marlinequity.comZugegeben, es ist eine schwierige Frage. Daher wollen wir sie auch gleich auflösen: Es ist der „Blaue Marlin“.1951 verewigte der US-amerikanische Schriftsteller Hemingway den Speerfisch in seiner Novelle „Der alteMann und das Meer“. Der kalifornische Private Equity Manager David McGovern hat diesen Namen 2005für seinen Fonds Marlin Equity ausgewählt.Erstklassiger Private EquityManager mit anspruchsvollerStrategieMcGovern ist seit 1999 imPrivate Equity Bereich tätigund hat sich umfassendes Wissenzu Fusionen, Übernahmen undAbspaltungen angeeignet. Er war inmehreren erfolgreichen Firmen alsMitglied des Vorstands aktiv.Im Jahr 2005 gründete er seinenDavid McGovern eigenen Private Equity Fonds.McGovern und sein Team habenein einzigartiges Investitionsmodellausgearbeitet, mit dem siesich an Unternehmen beteiligen, die vor finanziellen und operativenHerausforderungen stehen. Dabei hat der Fonds eine sehranspruchsvolle Kernstrategie gewählt: Er unterstützt Unternehmensbereichebei Abspaltungen, sog. Carve-outs.Sich als Unternehmensbereich eigenständig zu positionieren,erfordert hohen Einsatz. Nicht nur von den Unternehmensmanagern,sondern auch vom Team selbst. Denn Carve-outs sindkomplexe Prozesse. Die Schwierigkeit: Es gibt viel zu verhandeln.Unzählige Details müssen geklärt werden, während dasTagesgeschäft weiterläuft.Energiegeladenes 43-köpfiges TeamMarlin hat ein umfangreiches Know-how aufgebaut, wenn esum den Erwerb von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Unternehmen,Geschäftsbereichen oder Produktlinien von größerenMuttergesellschaften geht. Ziel ist es, ein eigenständig funktionierendesUnternehmen aufzubauen und durch organischesWachstum und strategische Zukäufe zu wachsen. Diese Fähigkeithat der Manager in seinen vergangenen Beteiligungen unterBeweis gestellt: In den Vorgängerfonds gab es keine Abschreibungenund viele der Unternehmen wurden mit überdurchschnittlichenErgebnissen veräußert.In der Regel ist Marlin der einzige Investor. Das Team ist stark,


20RWB Innsbruck: die erste Adressefür Private Equity in ÖsterreichEin Fünfer-Team, das sich mit seiner Arbeit dem Erfolg der Anleger und der Vertriebspartner verschriebenhat: Eine anspruchsvolle Aufgabe für „Überzeugungstäter“, die sich der unternehmerischen Denkweise ebensoverbunden fühlen wie dem Dienstleistungsgedanken.Ein kleines aber feines Büro im SOHO am östlichen Rand von Innsbruck, kurze Wege, intensive Kommunikationuntereinander und ständige Verbindung mit der RWB Zentrale in Oberhaching bei München. Kompetenzund Einsatzbereitschaft. Ganz nah am Leben und selbst ein erfolgreiches Beispiel für „Realwirtschaft pur“.lles dafür tun, dass die Marke RWB auch in Österreich„A zum Inbegriff jener Assetklasse wird, mit der Anlegerund Vermögensberater seriöse Gewinnerwartungen und hoheSicherheit erwerben können – dafür sind wir seit 2006 in Österreichda. Mit schlanker Organisation und hoher Effizienz“,erklärt Geschäftsführer Armin Prokscha das ausdauernde undzukünftig noch verstärkte RWB Engagement in diesem Land.Und: „Österreich wird noch ein typisches Private Equity Landwerden, da bin ich mir sehr sicher. Derzeit denken viele Anlegernoch im gewohnten „Sparbuch- und Versicherungsmodus“.Aber wir sehen, dass sich das bereits zu ändern beginnt.“Die RWB ist Pionier bei Private Equity Dachfonds für den Privatanlegerund konnte schon in den Jahren 2006 bis 2009 mit demersten in Österreich platzierten RWB Dachfonds, dem GlobalMarket Fonds • International III, große Erfolge verbuchen. Undmit den seit Juli 2013 in der Platzierung befindlichen Fonds SecondaryV und Asia II sind es nun schon acht Dachfonds, die inÖsterreich angeboten wurden.Geld ist (immer) ein Thema.Ein Gespräch macht mehr daraus.Anleger und Berater sind bei der RWB Austria in Innsbruck jederzeitwillkommen. Hier können sie die Mitarbeiter/innen kennenlernen, bei einer guten Tasse Kaffee das Gefühl genießen, richtiginvestiert zu haben, oder sich einfach mit neuesten Informationenversorgen. Und auch die Vermögensadministration wird durchpersönlichen Kontakt erleichtert: Informationen zu den Beteiligungenund über die jeweilige Wertentwicklung, Antworten aufSteuerfragen, aktuelle Unterlagen und Informationen zu Veranstaltungensind ganz unbürokratisch per Telefon zu bekommen.Die RWB Austria hat sich einen guten Namen gemacht:Durch Seriosität, Sicherheit und Service. Durch die qualifiziertenVertriebspartner vor Ort. Und durch das Team,das dahintersteht:Gina Bacher, die ordnende Seele:Zuständig für alle Belange der Anleger, für die Auftragsbearbeitung,für die Betreuung der Vertriebspartner und den Versandder Unterlagen. Sie ist Mutter von zwei Töchtern.Seit 2012 bei der RWB.Gina.Bacher@rwb-austria.atHeidi Rangger, die Event-Stütze:Assistentin der Vertriebsleitung für alle Fragen im Zusammenhangmit Veranstaltungen und Unterlagen-Management.Sie ist Mutter von zwei Jungs.Seit 2009 bei der RWB.Heidi.Rangger@rwb-austria.atJulia Schwarzin, die Chefin mit Überblick:Leiterin der Administration für alle Fragen der Anleger bzw. Vertriebspartnersowie Marketing und Eventorganisation.Sie ist Mutter von Zwillings-Jungs.Seit 2009 bei der RWB.Julia.Schwarzin@rwb-austria.atBirgit Schmolmüller, die Front-Frau:Sie koordiniert und leitet den Außendienst über die vier österreichischenRWB Regionaldirektoren und ist zuständig für Veranstaltungsmanagementund Öffentlichkeitsarbeit.Seit 2008 bei der RWB.Birgit.Schmolmueller@rwb-austria.at


Private Equity at Work – Rubrik21Das Team, Gina Bacher, Heidi Rangger, Julia Schwarzin und Birgit Schmolmüller (v.l.n.r.)Persönlich oder online: Die Verbindung hält.Aktuelle Informationen zur Weiterentwicklung der RWB Dachfondssind jederzeit unter www.rwb-austria.at abrufbar. Wer Informationenüber einzelne Unternehmen der RWB Dachfondssucht, wird darüber hinaus auch unter www.portfolio-live.defündig.Und wer den vierzehntägig erscheinenden RWB Newsletter unterwww.rwb-austria.at und „News“ abonniert, kann sich seinerSache ganz besonders sicher sein: Er ist automatisch immer auf derHöhe der Zeit. Die Termine der regelmäßigen Informationsveranstaltungenin den Bundesländern kennen die Berater vor Ort.RWB PrivateCapital (Austria) GmbHGrabenweg 64 · 6020 InnsbruckTel.: 0043 (0)512 - 36 46 36 - 0Fax: 0043 (0)512 - 36 46 36 - 46info@rwb-austria.atwww.rwb-austria.atwww.rwb-medien.at


22Qualität ist das beste Rezept.Alles begann in der Hinterstube einer Bielefelder Apotheke im Jahr 1891: Bis spät in die Nacht arbeitetder junge Apotheker August Oetker mit Apothekerwaage, Mörser und verschiedenen Pulvern– und entwickelt das Backpulver Backin. Er verpackt seine Erfindung in kleinen Tütchen, in denendie für jeweils ein Pfund Mehl richtige Menge portioniert ist. Aufgrund des genauen Mischungsverhältnisseskann Oetker garantieren, dass jeder Kuchen gelingt.Zwar hatte Justus Liebig das Backpulver bereits erfunden, eswar jedoch weder lagerfähig noch geschmacksneutral. Zurdamaligen Zeit ist Backin daher eine sensationelle Neuerung,die schnell dazu beiträgt, dass in den heimischen Küchen häufigergebacken wird.Die Idee führt zum ErfolgDer Erfolg bestätigt die Ideeund schnell folgen weitereProdukte wie Puddingpulver,Aromen und Speisestärke. Am15. Mai 1900 gibt Oetker dieApotheke auf und zieht in einenFabrikneubau, um derwachsenden Nachfrage nachseinen Produkten nachkommen zu können. Was keiner andiesem Tag ahnt – bereits zwei Jahre später wird die Produktioneinen so unglaublichen Sprung erleben, dass zusätzlicheGebäude errichtet werden müssen. Aus der Apotheke ist einUnternehmen geworden, das auch bald die ersten Schritte inausländische Märkte wagt. Die erste Auslandsfertigung wird1908 bei Wien aufgenommen. Weitblick beweist Oetker ebenfalls,als er das Warenzeichen für seine Produkte schützen lässt.Der rot-weiße „Hellkopf“ ist bis heute auf allen Dr. OetkerProdukten zu finden und signalisiert dem Verbraucher höchsteQualität.Der erste Abschnitt der Unternehmensgeschichte findet mitdem ersten Weltkrieg ein abruptes Ende. 1916 fällt der einzigeSohn Oetkers. Zwei Jahre später stirbt auch der Firmengründer.Er hinterlässt jedoch ein Unternehmen, das trotz derFolgen des Krieges bereits zu den bedeutendsten seiner Art inEuropa zählt.Neue Sortimente für veränderteVerbraucher bedürfnisse1920 übernimmt Dr. Richard Kaselowsky, den die Witwe desGründersohnes in zweiter Ehe geheiratet hatte, die Führungdes Unternehmens, für das zu diesem Zeitpunkt bereits über600 Mitarbeiter tätig sind. Nach der Überwindung der großenHerausforderungen der Nachkriegszeit wird die Werbung weiterintensiviert. Er setzt damit den Erfolg des Firmengründersfort und steigert weiter den Bekanntheitsgrad der Marke Dr.Oetker.Nach dem Tod Kaselowskys und nach Ende des zweiten Weltkriegesbeginnt Rudolf-August Oetker mit dem Wiederaufbaudes Unternehmens. Der Krieg hat seine Spuren hinterlassen, dieLebensmittel sind knapp. Dennoch ist Dr. Oetker auch in derNot Ideenlieferant. Mit „zeitgemäßen“ Rezepten erhalten Hausfrauenpraktische Tipps, wie sie mit begrenzten Zutaten leckereKuchen und Gerichte zubereiten können.In den nachfolgenden Jahrzentensteht die konsequenteOrientierung an den Wünschender Verbraucher und anden Markterfordernissen imVordergrund. Mit kontinuierlichenProduktverbesserungenund einer ständig wachsendenProduktpalette setzt das Unternehmen neue Akzente und gibtImpulse für neue Trends. Als in den 70er Jahren immer mehrTiefkühltruhen Einzug in die deutschen Haushalte halten,entspricht Dr. Oetker auch hier den sich weiterentwickelndenKundenanforderungen und bringt die erste Tiefkühlpizza aufden deutschen Markt.


24DAS DUELL DER SOFBurger und Hotdogs sind in ihrer Form einzigartig und würden von vielen wahrscheinlichauch blind erkannt werden. Doch was macht sie so einzigartig? Das Haupterkennungszeichensind wohl die Softbrötchen –die sog. „Buns“.Im Duell stehen sich der Burger Bun und der Hotdog Bungegenüber. Wer wird gewinnen? Der runde, kross getoasteteund in Sesam gehüllte Burger Bun? Oder der schlanke, weiche,mit Mohn bestreute Hotdog Bun?BURGER 1:0 HOTDOGBurger sind in Deutschland weiter verbreitet als Hotdogs.Neben den großen Burger Marken entstehen auch immer mehrkleine und unabhängige Anbieter.BURGER 1:1 HOTDOGIn Amerika sind die Hotdogs der eigentliche Klassiker unddürfen bei einem waschechten BBQ nicht fehlen.Einen Bun-Produzenten kennt jederAm Ende spielt es keine Rolle, wer gewinnt. Denn beide Bunskommen von Wback.Wie, Sie kennen Wback nicht? Auch Sie haben die Softbrötchenvon Wback sicher schon gegessen. Und zwar jedes Mal, wennSie in ein Burger King Restaurant in Deutschland gehen. DennWback ist seit 2008 der landesweite Zulieferer für Burger Kingin Deutschland und in den Niederlanden.Das Unternehmen wurde 2004 von Peter Wendel in Bönen(NRW) gegründet. 2008 wurde die Kapazität durch den Baueiner weiteren hochmodernen Großbäckerei im bayrischenLeip heim verdoppelt.Die qualitativ hochwertige Produktionsstätte in Leipheim zähltzu den modernsten Linienproduktionen von Buns in Europa.Hier steht die neueste Maschinengeneration in einem optimiertenAblaufprozess mit höchster Effizienz: Die einzelnen Maschinensind über Schnittstellen miteinander verbunden und stellensich automatisch auf das Produkt ein. Neuartig ist auch daskontinuierliche Knetsystem, bei dem der Teig immer frisch undin der erforderlichen Menge aus dem Kneter mittels Transportbandsofort in den Teigteiler gelangt. 50.000 Buns teilt dieserTeigteiler pro Stunde.Ein Produktwechsel kann aufgrund des optimierten und automatisiertenProzessablaufs ohne Zeitverlust erfolgen. So könnenan den beiden Standorten in Bönen und Leipheim täglich mehrals zwei Millionen Buns hergestellt werden. Es gibt keine zweiteAnlage, die in solch einer Geschwindigkeit auf einer so kleinenFläche arbeitet.Röntgengerät für perfekte ProduktqualitätZukunftsweisend ist auch das Röntgengerät, durch das die Backwarenlaufen. Hiermit wird gewährleistet, dass Fremdkörper imTeig, die mittels herkömmlicher Methode nicht erkannt wur-


Private Equity at Work – Private Equity in Deutschland25TBRÖTCHENRWBPORTFOLIOUNTERNEHMENden, nun zuverlässig ausfindig gemacht werden können. Nur gewichtsgenaue,formschöne und perfekt gebräunte und verpackteSoftbrötchen verlassen die Produktionsstätte und werden an Lebensmitteleinzelhändlerund Großabnehmer ausgeliefert.Diese herausragenden Fähigkeiten haben wohl auch BurgerKing überzeugt, Wback als bundesweiten Lieferanten für seineSoftbrötchen auszuwählen.Wback ist eines von vielen Beispielen die zeigen, wie weit PrivateEquity im täglichen Leben integriert ist: Wenn Sie in einBurger King Restaurant gehen, dann essen Sie die Produkte vonWback. Wenn Sie bei der RWB investiert sind, sind Sie gleichzeitigInvestor bei Wback.www.wback.de2012 machte das Unternehmen mit der Belieferung seinerKunden einen Umsatz von 30 Mio. EUR und beschäftigte 131Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2013 soll der Umsatz auf über 40Mio. EUR steigen. Zusätzlich sind für die kommenden Jahredie Erweiterung der Produktionskapazitäten im In- und Auslandsowie der Ausbau des Vertriebs geplant.Nachfolgeregelung durch Private Equity Investor gelöstDie Gründer von Wback, Peter Wendeln und Willi Weilerwollen sich im Alter von 60 Jahren aus der Geschäftstätigkeitzurückziehen. Vor diesem Hintergrund hat im Juli 2013 derMittelstandsinvestor Halder Wback durch einen Management-Buyout übernommen und so die Unternehmensnachfolge realisiert.Der Gründer Peter Wendeln begleitet die strategischeWeiterentwicklung, überlässt das operative Geschäft aber MatthiasGeißler und Dirk Hauer, die seit der Gründung 2004 imUnternehmen sind und zuletzt für Finanzen und Vertrieb bzw.Produktion und Technik verantwortlich waren.Fondsname:Fondsvolumen:RWB Commitment:Finanzierungsanlass:Investitionsraum:Halder GIMV Germany II GmbH& Co. KG325 Mio. EUR13 Mio. EURMidCap BuyoutWesteuropa


26Wasser geg– die Vliese von Norafin scDas Unternehmenschen vor Feuer zuwehrmännern, diegeht weit über die Standardvliese hinaus, wie sie etwas im Drogeriebereichfür Feuchttücher verwendet werden.Bei der Produktion setzt das Technologieunternehmen aufWasser: Mittels Hochdruckwasserstrahl werden die Vliesstoffeverfestigt, wodurch neuartige Materialstrukturen entstehen,die textilähnlich, leicht und zugleich brandsicher sind.Spezialist für spezielle ProdukteDie Schutzausrüstung ist aber nur ein Bereich, in dem der Herstelleraktiv ist. Die gesamte Palette an Standard- und Spezialvliesstoffeneignet sich für Anwendungen in der Bauindustrie,im Automobilbereich sowie in der Verpackungsindustrie undSeit kurzem entwickelt Norafin ein Vlies für die Schutzbekleidungvon Elektrikern, die an Hochspannungsleitungen oder Trafoanlagenarbeiten, um sie vor Störlichtbögen zu schützen. Das Spezialvliesmacht die Kleidung 30 bis 40 Prozent leichter als vergleichbareProdukte bei gleicher Schutzklasse. Noch befindet es sich inder Testphase, erfährt aber schon jetzt großen Zuspruch.Technologie Marke Eigenbau –die erste Wasserstrahllinie EuropasNorafin hat 1980 die erste Wasserstrahllinie Europas entwickelt,die noch heute als die innovativste in der Textilindustrie welt-Übersicht der AnwendungsfelderSchutzausrüstungen Filtration Medizin Spezialanwendungen CompositesHitzeschutzbekleidung fürFeuerwehrmänner oderRennfahrer im MotorsportLuftentstaubung bspw. inLackierereienOP-Sets in KrankenhäusernTransport-Schutz-Folie fürAutosNaturfasern zur Herstellungtechnischer Textilienbspw. im Bootsbau


28EINE EINZIGARTIGE LÖSUNG,MÜLL NICHT NUR UMWELTGERECHTZU ENTSORGENViele Städte stehen vor der Herausforderung,immer mehr Müll umweltgerechtentsorgen zu müssen. Alleinein Nordamerika werden täglich 99Millionen Müllsäcke in die Einfahrtenvon privaten Haushalten gestellt.sondernwiederverwertbarzu machen.In den meisten Ländern gibt es Systeme zur Mülltrennung, sodass Biomüll zu natürlichem Dünger abgebaut werden kannund Sondermüll in geeigneter Form verwertet wird. Dennochlanden Tonnen an Müll in Deponien unter der Erde oderwerden verbrannt. Mit der Folge, dass das Grundwasser verschmutztwird und schädliche Treibhausgase in die Atmosphäregelangen.Doch es gibt eine Lösung, mit der sich Kommunen nicht zwischenwachsenden Müllbergen in den Straßen und der Verschmutzungder Umwelt entscheiden müssen.Es wurde eine Technologie entwickelt, mit der Müll in Wasser,Strom, Bausubstanzen und Wärme umgewandelt und von denKommunen wieder genutzt werden kann.Weltweit einzigartiger Prozess zur Wiederverwertungvon MüllDie Plasco Energy Group macht genau dies: In einem weltweiteinmaligen Prozess wird Hausmüll in Elektrizität umgewandelt.Dabei entstehen als Nebenprodukte Schlacke, Wasserund Wärme, die im Prozess oder auf andere Art Verwendungfinden.Das Unternehmen ist also nicht nur ein Abfallentsorger, sondernein hochinnovatives Technologie-Unternehmen. DennPlasco betreibt derzeit die weltweit einzige großtechnischeAnlage, die Abfälle in synthetisches Gas umwandelt. Die Verarbeitungvon Abfällen über das sog. „Plasco Conversion System“hat dabei zwei Vorteile: Erstens vermeidet es das Methan,das sich bilden würde, wenn die Abfälle deponiert würden –das ist wichtig, da das Treibhauspotenzial von Methan 23malhöher ist als das von Kohlendioxid. Zweitens ersetzt diese Artder Energieerzeugung andere Quellen wie Kohle und schütztso natürliche Ressourcen.Aus Müll wird StromDer im Idealfall von den Haushalten vorsortierte Hausmüll wirdin der Anlage von Plasco in einem einzigartigen Prozess in Molekülezerlegt:1. Zunächst wird der Müll im Hexler in kleinste Teile zerlegt.2. Durch Erhitzen werden die im Müll befindlichen Molekülemit einem hohen Energiewert in Gas umgewandelt und steigennach oben.3. Gleichzeitig wird der verbliebene Müll nach der Schmelzungabgekühlt und so zu einer glasähnlichen Substanz, der sog.„Schlacke“, die im Bauwesen genutzt und bspw. in Zementoder Beton eingearbeitet wird.4. Die Moleküle mit hohem Energiewert steigen auf. Ein Plasmabricht diese in ihre Grundelemente auseinander. Einezeitgleich stattfindende Kontamination entfernt die Schwermetalle.Sollte sich also einmal Sondermüll, wie etwa Batterienoder Glühbirnen im Müll befinden, werden derenSchadstoffe in diesem Prozessschritt herausgefiltert.5. Was nach dem Plasmastrahl übrig bleibt, sind Kohlenstoffmonoxidund Wasserstoff. Dies sind die Grundbausteine fürBrenngas.6. Das synthetisch hergestellte Brenngas wird nach sorgfältigerReinigung in Maschinen geleitet, die Strom produzieren.Das Brenngas dient somit als Ersatz für Erdgas. Der produzierteStrom wird nun an örtliche Versorgungsunternehmenverkauft und die Wärme, die bei der Stromerzeugung durchdie Maschinen entsteht, wird für die Erhitzung des Müllswiederverwendet.Eine Anlage von Plasco, die auf 400 Tonnen pro Tag ausgelegtist, produziert jedes Jahr so viel Gas wie rund 47 Mio. LiterErdöl und spart 1,9 Mio. Tonnen Erde ein, die für Deponienausgegraben werden müssten. Zusätzlich werden 43 Mio. LiterWasser für die Wiederaufbereitung gewonnen.


30China –der am stärksten wachsendeGesundheitsmarkt der WeltGesundheitsbewusstsein muss finanzierbar seinIn allen Ländern der Erde ist die Veränderung der Bevölkerungsstrukturein fortdauerndes Thema, mit dem sich Wissenschaftlerund Regierungen beschäftigen müssen. Denn:Der demografische Wandel – die Tatsache, dass es immer mehrMenschen gibt und die Menschen immer älter werden – wirktsich in gewaltigem Maße auf den Gesundheitssektor aus. DieBevölkerung muss länger gesundheitlich versorgt werden. Umdiese Entwicklung stemmen zu können, sind Investitionen imGesundheitssektor unabdingbar.Für solche Investitionen gibt es auf der ganzen Welt keinenvielversprechenderen Markt als China. Denn im bevölkerungsreichstenLand der Erde existiert ein enormer Nachholbedarf.Laut einer Studie von McKinsey soll der Gesundheitsmarkt inChina bis 2020 ein Volumen von 1 Bil. USD erreicht habenund wird damit einer der am stärksten wachsenden Gesundheitsmärkteweltweit sein.Doch das eigene Bewusstsein für gesundheitliche Vorsorge istbei den Chinesen noch schwach ausgeprägt. Hinzu kommt dasProblem, dass sich bislang nur vermögende Chinesen und Ausländereinen ausreichenden Versicherungsschutz und damit eineangemessene Behandlung leisten können. Aus diesem Grundhaben Arztpraxen zum Teil getrennte Preise für Chinesen undAusländer, bei denen Ausländer bis zu dreimal so viel zahlen wieEinheimische. Die Branche muss also an zwei Stellen Arbeit leisten:Das Gesundheitsbewusstsein muss gesteigert werden unddie Kosten für gesundheitliche Vorsorge müssen sinken.Ein Unternehmen, das den Gesundheitsmarkt in China entscheidendvoran bringt, ist Bonovo Ortopedics.Bonovo – Pionier in der OrthopädieDas Unternehmen Bonovo ist Spezialist für orthopädische Implantateund ein Pionier in diesem Markt.Das Unternehmen verfügt über ein renommiertes ForschungsundEntwicklungs-Team an zwei Produktionsstätten in Beijingund Tianjin. Dort stellt Bonovo Wirbelsäulenimplantate undkünstliche Gelenke (bspw. für Hüfte oder Knie) her. Darüberhinaus entwickelt es minimalinvasive Operationsmethoden unddie dazu gehörigen Instrumente.Bonovo vertreibt auf dem chinesischen Markt jedoch nicht nureigene Produkte, sondern ist auch exklusiver Vertriebspartner einigerinternationaler Markenprodukte aus dem orthopädischenBereich.Westliche Operationstechniken für ChinaÜber 17 Jahre hinweg hat sich das Unternehmen eine einzigartigeExpertise und ein breites Netzwerk aufgebaut. Mit diesen Attributenschlägt es die Brücke zwischen westlicher Medizintechnik unddem enormen Potenzial des chinesischen Gesundheitsmarktes.Alleine der Markt für Medizintechnik wächst in China Jahr fürJahr um 20 Prozent. Bis 2015 soll die 50 Mrd. USD-Markeüberschritten werden. Daraus ergeben sich beträchtliche Investitionschancenfür westliche Unternehmen.Für Firmen aus den USA oder Europa, die in den chinesischenMarkt für Orthopädie eintreten wollen, ist Bonovo mit seinemumfangreichen Dienstleistungsangebot der ideale Vertriebspartner:Beginnend mit der Marktanalyse und der Ausarbeitung derProdukt-Positionierung, über die Fertigung, bis hin zum Marketingund Vertrieb der Produkte begleitet das Unternehmen westlicheSpezialisten beim Markteintritt. Darüber hinaus schulendie Produktexperten von Bonovo die Chirurgen in den neuenProdukten. Dieses Dienstleistungsangebot wird von 150 Mitarbeiternin Büros in den USA und China betreut.Das Unternehmen führte bspw. im vergangenen Jahr eine neueminimalinvasive Operationsmethode für Bandscheibenvorfälleim chinesischen Markt ein. Die in den USA und Europa geschätzteMethode steht dank Bonovo nun auch chinesischenChirurgen zur Verfügung.


Private Equity at Work – Private Equity im Ausland31www.bonovo-ortho.comRWBPORTFOLIOUNTERNEHMENBonovo gründet kontinentübergreifende Akademie fürChirurgenDurch seine sog. „Bonovo Academic Alliance“, einer eigensgegründeten Organisation zur Verbesserung der Verbindungzwischen östlichen und westlichen Chirurgen, bietet Bonovochinesischen Chirurgen Zugang zu westlicher Technologie undwichtigen Meinungsführern. Die Organisation bietet Stipendienprogramme,internationale Symposien und einzigartige Ausbildungsmöglichkeiten.Beflügeltes WachstumEine älter werdende Bevölkerung sowie hohe staatliche Gesundheitsausgabenhaben das Wachstum von Bonovo in den letztenJahren enorm beflügelt. 2010 investierte der RWB ZielfondsLegend im Rahmen einer 10 Mio. USD Finanzierungsrunde indas Unternehmen. Mit dem Kapital hat und wird Bonovo auchweiterhin seinen Vertrieb sowie die Forschung und Entwicklungausbauen.Fondsname:Fondsvolumen:RWB Commitment:Finanzierungsanlass:Investitionsraum:LC Fund IV, L.P.350 Mio. USD10 Mio. USDGrowth/Expansion BuyoutAsien


32TOP PRIVATE EQUITY14. Juni 2013Berlin – das deutsche Silicon ValleyBerlin ist die neue Hauptstadt für Existenzgründer. Im Schnitt startethier jede Woche ein neues Internet-Unternehmen – so viel wie nirgendwosonst in Deutschland. Insbesondere unternehmensnahe Dienstleistungen,u.a. Werbeagenturen, Ingenieurbüros oder Unternehmensberatungen,treiben die dynamische Entwicklung der Gründerszenevoran. Mehr als die Hälfte des Wagniskapitals (Venture Capital) fließtinnerhalb Deutschlands nach Berlin. Junge Berliner Unternehmen ausder IT- und Internetbranche haben 2012 Venture Capital in Höhevon 133,3 Mio. EUR erhalten. Im Ranking der 16 Bundesländer liegtBerlin mit deutlichem Abstand auf dem ersten Platz. In Berlin wurdendurch die Neugründungen mehr als 3.300 Arbeitsplätze geschaffen.Auch viele RWB Zielunternehmen sitzen in Berlin, wie z.B. derOnline-Shop für Designermöbel Fashion for Home und der Wissenschafts-und Technologiepark Caprotec Bioanalytics.Belgien, BrüsselDeutschland, BerlinChina, Peking22. Juni 2013RWB Zielfonds CVC bringtbelgische Post an die Börse 10. Juli 2013RWB Zielfonds FountainVestgewinnt AuszeichnungenEs war der größte Börsengang in Brüssel seit sechs Jahren.Am 19. Juni endete die Zeichnungsfrist für die Aktiender belgischen Post (bpost). Der RWB ZielfondsCVC platzierte 56 Mio. seiner Aktien zum Stückpreisvon 14,50 EUR und erlöste damit 812 Mio. EUR. ImJahr 2012 konnte das Unternehmen mit Hilfe von CVCseinen Umsatz um zwei Prozent auf 2,4 Mrd. EUR steigern.Nach dem Börsengang wird bpost mit 2,9 Mrd.EUR bewertet. Der RWB Zielfonds CVC hält weiterhin17,54 Prozent am Unternehmen. Die Mehrheit liegt mit50,01 Prozent beim belgischen Staat.Im dritten Jahr in Folge zeichnete das Asian Venture CapitalJournal (ACVJ) am 30. Mai 2013 in- und ausländischePrivate Equity und Venture Capital Gesellschaften mitdem China Award aus. Unternehmen und Einzelpersonenwerden für ihre Leistungen und Erfolge beim Fundraising,bei Investitionen sowie Exits geehrt. FountainVest wurdefür die Leistung seines Wachstums- und Buyout Fonds mitdem „USD Fundraising“ Award geehrt. Zusätzlich erhieltder Fonds die Auszeichnung „Firm of the Year“. Fountain-Vest gelang es, innerhalb von nur sieben Monaten seinenFonds mit 1,35 Mrd. USD zu schließen. Ausschlaggebendfür die Ehrung war außerdem die exzellente Arbeit, dieFountainVest in mehreren seiner Portfoliounternehmengeleistet hat. Der RWB gelang es im letzten Jahr in denmehrfach überzeichneten Fonds zu investieren.


Private Equity at Work – RWB in Progress33NEWS AUS ALLER WELTDer Private Equity Investor Millennium Technology Value Partnershat den Wanddekorspezialisten Art.com übernommen. Der weltweitgrößte Online-Händler für Poster, Kunstdrucke und gerahmteBilder betreibt zwei Online-Shops unter den Kernmarken Art.comund AllPosters.com. Die Auswahl reicht von Postern aus der Unterhaltungsbrancheüber dekorative Drucke bis hin zu Reproduktionenberühmter Gemälde. Zusätzliche Serviceleistungen wie Rahmung oderVeredelung runden das Angebot ab. Millennium ist spezialisiert aufdie Übernahme von Zweitmarktanteilen. Obwohl die in New York ansässigeGesellschaft keine spezifischen Branchensektoren und Investitionsregionendefiniert hat, stammen die meisten Portfoliounternehmenaus den wachstumsstarken Bereichen Technologie, Internet,Medien und Kommunikation.5. Juni 2013Zukauf im Portfolio von Millennium26. Juni 2013Verkauf von Bausch & Lombfür rund 9 Mrd. USDUSA, RochesterUSA, Los AngelesUSA, New York18. Juni 2013RWB Zielfonds Platinum schließtVerkauf von Contego Healthcare abKanadas größter Pharmakonzern Valeant Pharmaceuticals übernimmtden amerikanischen Kontaktlinsenspezialisten Bausch &Lomb. Die Transaktion hat einen Gesamtwert von 8,7 Mrd. USD,von denen rund 4,5 Mrd. USD an die bisherigen Eigentümer WarburgPincus und den RWB Zielfonds Welsh, Carson, Anderson& Stowe (WCAS) gehen. Mit den restlichen 4,2 Mrd. USD sollenbestehende Schulden getilgt werden. Bausch & Lomb wurdebereits 1853 gegründet und produziert Kontaktlinsen und Linsenpflegeprodukteunter bekannten Namen wie PureVision, Optimaund ReNu. Darüber hinaus bietet das Unternehmen medizinischeAnalysegeräte sowie Laser an, die in der Augenchirurgie eingesetztwerden. Der Umsatz im Bereich Kontaktlinsen, Augenpflege undverschreibungspflichtige Medikamente lag 2012 bei 3 Mrd. USD.Der RWB Zielfonds WCAS hatte das Unternehmen zusammen mitWarburg Pincus im Oktober 2007 für 4,4 Mrd. USD übernommenund hielt elf Prozent der Anteile.Anfang Mai gab der RWB Zielfonds PlatinumEquity den Verkauf von Contego Healthcare Limitedan FIL International Limited für rund 160Mio. GBP bekannt. Der Verpackungsspezialist gehörtzu den führenden und technisch fortschrittlichstenHerstellern Europas. Contego Healthcarewurde 1991 gegründet und produziert Verpackungenfür die Pharma- und Gesundheitsindustrie.Die zehn operativen Standorte in ganz Europabieten Druck-, Verpackungs- und Support-Dienstleistungenfür ihre Kunden an. Im Laufe der letztenzwei Jahre wurden zwei neue Standorte gebautund umfangreiche Investitionen in hochmoderneDruck- und Falttechnikanlagen getätigt.


34SteuertippKapitalvermögen: Altverlustenoch bis Ende 2013 nutzbarRechtstippSind Bearbeitungsentgeltebei Kreditverträgenzulässig?Anleger, die noch steuerlich verrechenbare Verluste aus privaten Wertpapiergeschäftenaus der Zeit vor 2009 haben, sollten aufpassen: Diese Veräußerungsverlustekönnen nur noch mit bis Ende 2013 erzielten Wertpapierveräußerungsgewinnenverrechnet werden.Diese Altverluste kann ausschließlich das Finanzamt im Rahmen der Einkommensteuererklärungverrechnen, denn dort wurden Altverluste festgestelltund fortgeschrieben.Hierfür müssen Anleger dem Finanzamt eine Jahressteuerbescheinigung ihrerBank vorlegen, aus der die Veräußerungsgewinne ersichtlich sind. Dies giltletztmalig für die Steuererklärung 2013.Sind Altverluste bis zum Jahr 2013 nicht vollständig verrechnet, können sieab 2014 nur noch mit Spekulationsverlusten nach dem neuen § 23 EStG saldiertwerden. Darunter fallen z.B. Gewinne aus dem Verkauf einer Mietimmobilieinnerhalb von 10 Jahren nach der Anschaffung oder aus dem Verkaufanderer Wirtschaftsgüter innerhalb eines Jahres.Noch offene Verlustvorträge sind dann schwieriger zu nutzen, denn Gewinneaus dem Verkauf von Aktien gehören nicht mehr zu den privaten Veräußerungsgeschäften.Sie sind seit 2009 den Kapitaleinkünften zugeordnet. Ebenfallsnicht erlaubt ist eine Verrechnung mit Zinsen oder Dividenden.Kaum ein Bankentgelt steht derzeit sohäufig im Mittelpunkt juristischer Auseinandersetzungenwie die Bearbeitungsgebührbei Darlehensverträgen, die vonSparkassen, Banken und Baufinanzierernbeim Abschluss eines Darlehensvertragsverlangt wird. Sowohl einzelne Bankkundenals auch Verbraucherverbände gehenjuristisch gegen die Entgeltklausel vor.Auf der Ebene der Oberlandesgerichte habensich die Richter mit dem Kreditbearbeitungsentgeltmehrfach befasst und sindzu dem Schluss gekommen, dass die Gebührunzulässig ist. In den unteren Instanzenist das Bild noch uneinheitlich, auchwenn der überwiegende Teil der Gerichtewohl von Unzulässigkeit ausgeht. EineReihe von Instituten weisen zwar außergerichtlichForderungen zurück, zahlenjedoch nach Klageeinreichung oder erkennengerichtlich geltend gemachte Forderungenauf der Ebene der Amtsgerichte an.Zwischen zwei Arten von Verfahren istzu unterscheiden:Der Steuer- und Rechtstipp sind ausschließlich für Deutschland relevant.Zum einen haben Verbraucherverbändeim Wege der Verbandsklage gegen die Be-


Private Equity at Work – Tipps 35Buchtipp„Antifragilität“von Nassim Nicholas Talebarbeitungsentgelte geklagt und vor mittlerweileacht Oberlandesgerichten Rechtbekommen. Tenor der bislang gefälltenUrteile: Dass mit der BearbeitungsgebührTätigkeiten wie die Bonitätsprüfung oderder Verwaltungsaufwand beim Anlegendes Kreditkontos abgedeckt werden sollen,rechtfertigt keine Belastung desKunden. Denn diese Tätigkeiten dienenausschließlich dem Sicherheitsinteressedes Kreditinstituts. Daran ändert wederdie Einbeziehung der Gebühr in die Ermittlungdes effektiven Jahreszinses nochdie Umbenennung in „Kapitalüberlassungsgebühr“etwas.Zum anderen haben viele Kreditkundenvor Amts- und Landesgerichten ihre kreditgebendeBank auf die Rückzahlung desBearbeitungsentgelts verklagt. Hier ist dieGemengelage unübersichtlicher, zumaldabei auch die Frage der Verjährung insSpiel kommt. In jüngerer Vergangenheithaben einzelne Gerichte, die früher zuGunsten der Banken geurteilt haben, ihreAuffassung geändert. Man halte nichtmehr an der Auffassung fest, dass mit derBearbeitungsgebühr auch eine Dienstleistungam Kunden finanziert werde.Nassim Taleb weiß, dass er nichts weiß – das weiß er seiner Meinung nachallerdings deutlich besser als alle anderen. Außerdem hasst er viele Dinge undMenschen. Mit „Antifragilität“ liefert er nun ganz unbescheiden eine Theorievon allem. Ein größenwahnsinniges, aber auch irgendwie großartiges Buch.Sein erstes großes Werk stand 36 Wochen auf der Bestsellerliste der New YorkTimes, wurde in 32 Sprachen übersetzt und drei Millionen Mal verkauft.Seitdem lehrt er in Oxford und New York, schreibt Aphorismen, hält Vorträgeund erklärt, wen und was er alles hasst: den Wirtschaftsnobelpreis, Banker,Klimaanlagen, Nerds, Journalisten, Eliteuniversitäten, normale Schuhe,Google News, Krawatten, die Sozialwissenschaften u.v.m.Außerdem phantasiert er darüber, wie herrlich es wäre, berühmte Ökonomenöffentlich zu verprügeln. Die moderne Medizin, sagt er, hat überhaupt nichtszur Verlängerung des Lebens beigetragen. Danach gibt er dann noch ein paarFitnesstipps (tragen Sie sehr schwere Gewichte auf dem Kopf) und Diäthinweise(essen sie nur Früchte mit altgriechischen oder hebräischen Namen – essei denn, Sie haben Lust auf Tiramisu).Kein Wunder, dass der britische Premierminister ihn als Berater schätzt undder Verlag dem „heißesten Denker der Welt“ (The Sunday Times) für seinneues Buch gleich 4 Mio. USD vorgeschossen hat.


„Das Wasser ist ambesten an der Quelle.“Deutsches SprichwortAlle Einkommen – Gehälter, Gewinne, Zinsen –entstehen in Unternehmen. Der unternehmerischeErfolg ist der Ursprung allen Wohlstands.Private Equity ist die direkte Beteiligung ander Wertschöpfung im Unternehmen.Eine Investition an der Quelle.www.rwb-ag.dewww.rwb-austria.at

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