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Pressespiegel Bunter Hund 2010-2011 - Theater und Schule

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Bunter HundPresse-Spiegel2010 & 2011 Blatt 2Als Großmütter noch böse warenOffenbachpost vom 27.01.10Münster - Bunter Hund mit grüner Soße ist das Synonym für ein bis dato einzigartigesKulturerlebnis: Am Montag startete das erste Kinder- und Jugendtheater-Festival Münster inder Kulturhalle. Von Ursula FriedrichTheaterspaß für junge Leute steht in den kommenden zwei Wochen auf dem Programm:Grundschulkinder feierten begeistert den Auftakt des Theaterfestivals in der Kulturhalle. Witzig,turbulent und professionell: Die Theatergruppe „Gruene Soße“ begeisterte mit ihrem Stück vomkleinen und großen Klaus.Rund 800 Gäste zwischen fünf und 17 Jahren erwarten die Veranstalter zu den Theatertagen mit demTitel „Bunter Hund“. Bereits zum Auftakt lockte Schüler der Regenbogenschule Altheim und derGutenbergschule Dieburg ein kultureller Hochgenuss: „,Gruene Soße‘ ist nix zum Essen“, stimmteMax Petermann, Initiator der Veranstaltung, das Publikum ein. Die gleichnamige Theatertruppebegeisterte mit ihrem turbulenten Stück „Kleiner Klaus, großer Klaus“.Mit viel Humor, Esprit und einem Minimum an Requisiten entfachte das vierköpfige Ensemble einspritziges Erlebnis aus einer märchenhaften Zeit, da „Großmütter und Wölfe noch böse sind“. Beimturbulenten Bühnenerlebnis, bei dem die Zuschauer nur Zentimeter von den Darstellern trennte, sprangder Funke sofort über: Klatschend und lachend erlebten die jungen Leute das spannungsreicheMärchen mit.Vom Ministerium gibt es Zuschüsse für fünf AufführungenTheater auf hohem künstlerischen Niveau werden die Gäste aus Schulen und Kindergärten in denkommenden zwei Wochen nun erleben. Ermöglicht wurde das Projekt durch die hessenweiteGastspielreihe „flux“, einer Kooperation des Kinder- und Jugendtheaterverbands ASSITEJ und demHessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Und: Durch das Engagement Max Petermanns,Grundschullehrer an der Regenbogenschule Altheim sowie Kulturberater im Landkreis. Durch dasLand Hessen wird eine langfristige und kontinuierliche Zusammenarbeit von Theater und Schule – vorallem im ländlichen Raum – gefördert. Rund 50 Prozent der Kosten werden teilnehmenden Schulenam Landesprogramm „flux“ für die Veranstaltungen erstattet – zur Auswahl stehen Stücke aus einemPool von 30 hessischen Theatergruppen. Neben dem reinen Theatererlebnis gehört Theaterpädagogikmitsamt Materialpaket zum Programm für junge Gäste.Für den ehemaligen Schauspieler und Theaterpädagogen Max Petermann war „flux“ sofortigerAuslöser, sich um die Teilnahme am Projekt zu bewerben. Mit Erfolg: Vom Ministerium gibt esZuschüsse für fünf Aufführungen, die Jugendförderung Münster beteiligt sich ebenfalls an demFestival.Mit dem Stück „Schwarz wie Tinte“ vom Theaterhaus Frankfurt geht es am kommenden Donnerstag,28. Januar, in der Kulturhalle weiter. Am Freitag, 29. Januar, wird den Jüngsten mit „Erbs und BohnDuell“ vom Aktionstheater Kassel ein humorvoller Vormittag geboten.Bürgermeister Walter Blank konnte wegen der knappen Haushaltslage zwar keine Finanzmittelzuschießen, stellte jedoch die Münsterer Kulturhalle zur Verfügung: „Eine tolle Sache“, so dasGemeindeoberhaupt, „ohne solche Initiativen wird es solche Dinge in Zukunft nicht geben“, meinte er© Max Petermann, Kulturberater, Regenbogenschule


Bunter HundPresse-Spiegel2010 & 2011 Blatt 3mit Blick auf die leeren kommunalen Kassen.Max Petermann denkt derweil bereits an weitere „bunte Hunde“, sprich eine Neuauflage des Festivalsim kommenden Jahr, in der Kindergärten und Familieninszenierungen noch stärker akzentuiert werdensollen. Seine Maxime: „Kinder sind die kritischsten Zuschauer, ihnen muss man höchste Qualitätbieten, sie sind das Theaterpublikum von morgen.“2011Darmstädter Echo vom 22.1.2011Vorhang hebt sich für „Bunter Hund“Projekt: In Münsters Kulturhalle ist das zweite Kinder- und Jugendtheater-Festival angelaufen - Drei AufführungenMÜNSTER/ALTHEIM.Theater hautnah erleben könnenGrundschüler in der MünstererKulturhalle. Dort hat gestern mitdem Gastspiel des Darmstädter„Theater Lakritz“ mit dem Stück„Die Schatzinsel“ das 2. KinderundJugendtheater-Festival Münsterunter dem Motto „Bunter Hund“begonnen.Die Geschichte erzählt von einemJungen, der sich nach der Welt der„Großen“ sehnt, Seefahrer undSchatzsucher sein möchte. Vonseinen Abenteuern erfuhren amFreitagvormittag mehr als hundertgespannte Grundschüler - vierKlassen waren aus Altheim, zweiaus Eppertshausen gekommen - in der Münsterer Kulturhalle. Dort führte das „Theater Lakritz“(Darmstadt) das Stück „Die Schatzinsel“ nach der Stevenson-Romanvorlage auf.Bei der gestrigen Premiere handelte es sich nach dem Erfolg im vergangenen Jahr um den Auftakt zueiner neuen Runde des Kinder- und Jugendtheater-Festivals Münster mit dem Titel „Bunter Hund“.Das zweite Mal erleben Kinder zwischen vier und 14 Jahren zeitgenössische und teilweisepreisgekrönte Inszenierungen in der Kulturhalle Münster. „Bunter Hund“ präsentiert ausgewählte,anspruchsvolle Theaterproduktionen aus ganz Hessen für Kindergärten und Schulen in Münster undUmgebung. Dieses Mal wurden für „Bunter Hund“ drei Inszenierungen ausgewählt.Die Idee zu dem Angebot hat Max Petermann entwickelt, Lehrer an der Regenbogenschule Altheimund Kulturberater im Bezirk Darmstadt-Dieburg. Unter seiner Leitung wurde „Bunter Hund“ schnellzum Kulturprojekt einer „großen Koalition“ aus Schulen, Kindergärten, der Gemeinde Münster undder Projektleitung von „flux“. Bei „flux“ handelt es sich um die Gastspielreihe „Schulen-Theater in© Max Petermann, Kulturberater, Regenbogenschule


Bunter HundPresse-Spiegel2010 & 2011 Blatt 4Hessen unterwegs“, ein Modellprojekt zur Vernetzung von Theater und Schule in Hessen, das bereits2009 startete. Hessische Kinder- und Jugendtheater, Freie Theater, Landes-, Stadt- und Staatstheatersind unterwegs und kommen ins Klassenzimmer, in den Theatersaal, in die Aula oder auch insGemeindehaus.Das Programm wird vom Land unterstützt. „Bunter Hund“ ist Teil der hessenweiten Gastspielreihe,einem Kooperationsprojekt des Verbands der professionellen Kinder- und Jugendtheater inDeutschland („Assitej“) und dem hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst(www.theaterundschule.net).Nach dem erfolgreichen ersten Kinder- und Jugendtheater-Festival Münster im Januar 2010 mit einemgroßen Echo bei Schulen und Kindergärten sicherte Bürgermeister Walter Blank auch für dieses JahrUnterstützung zu. Die Gemeinde stellt die Kulturhalle bereit und beteiligt sich auch personell an derOrganisation des Festivals.Neu in diesem Jahr ist die Zusammenarbeit mit dem Theater „Lakritz“ aus Darmstadt. Dasprofessionelle, freie Kindertheater hat im Rahmen von „flux“ mit der Regenbogenschule in Altheimeinen Kooperationsvertrag geschlossen. Er sieht verschiedene Theaterprojekte im laufenden Schuljahrvor, die alle 150 Kinder an der Grundschule in den Genuss theaterpädagogischer Kulturpraxiskommen lässt. Dazu gehört auch eine Projektwoche mit den dritten Klassen vom 24. bis 28. Januar, inder 40 Kinder in vier verschiedenen Theaterwerkstätten zum Theaterstück „Die Schatzinsel“improvisieren.vom 24.01.11Reise mit einbeinigem SchiffskochMünster„Schon von weitem hörte man das falsche Bein aus Holz über die Planken kratzen. Das war dasallererste Mal, dass ich John Silver sah.“ Von Ellen JöckelAchtung, Piraten! Mit der „Schatzinsel“ feierte das Münsterer Kinder- und Jugendtheaterfestival einegelungene Premiere. Die agilen Jungschauspieler der Gruppe „Lakritz“ zogen die kleinen Zuschauerschnell in ihren Bann.Der Piratenroman „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson war die Grundlage für eineaktionsreiche, kindgerechte Inszenierung, die beim Kinder- und Jugend-Theaterfestival „Bunter Hund“in der Münsterer Kulturhalle aufgeführt wurde.Das Stück der freien Theatergruppe „Lakritz“ aus Darmstadt war die erste von drei ausgewähltenTheaterproduktionen aus Hessen für Schulen und Kindergärten aus Münster und Umgebung. „DasBesondere ist: Das Theater kommt zu Euch“, begrüßte Initiator Max Petermann, Grundschullehrer undKulturberater des Landkreises, rund 100 Zweit- und Drittklässler der Altheimer Regenbogenschuleund der Eppertshäuser Stephan-Gruber-Schule. „Hier ist es anders als beim Fernsehen. Ihr könnt nichtauf die Stopptaste drücken. Also: Riesige Ohren und Mund zu“, forderte Petermann von den Kindern.„Theater ist nie gleich, sondern immer etwas Besonderes“© Max Petermann, Kulturberater, Regenbogenschule


Bunter HundPresse-Spiegel2010 & 2011 Blatt 5Doch diese Ansage stellte sich bald als überflüssig heraus: Die vier agilen Jung-Schauspieler von„Lakritz“ verstanden es mit viel Aktion und Witz, die sieben- bis neunjährigen Theaterbesucher vonder ersten Spielminute an in ihren Bann zu ziehen. Direkt auf der Bühne sitzend, Aug` in Aug` mit denDarstellern, erlebten die Schüler, wie vier grundverschiedene Freunde die Abenteuergeschichte desSchiffsjungen Jim Hawkins nachspielten.Achtung, Piraten! Mit der „Schatzinsel“ feierte das Münsterer Kinder- und Jugendtheaterfestival eine gelungene Premiere.Die agilen Jungschauspieler der Gruppe „Lakritz“ zogen die kleinen Zuschauer schnell in ihren Bann.Mit schlichten Veränderungen wie einer schiefgesetzten Kappe oder einem linkisch-krummen Gangwurde aus „Jonas“ der einbeinige, hinterlistige Schiffskoch Long John Silver. Ein paarzusammengesteckte Bambusstäbe bildeten das mächtige Segelschiff – den Rest übernahm dieFantasie. Kein Problem für die Darsteller und noch weniger für das junge Publikum, welches dazuimmer wieder Spielgeschehen aktiv mitgestalten konnte.„Theater ist nie gleich, sondern immer etwas Besonderes“, hatte Petermann zu den Schülern vor derAufführung gesagt. „Kinder brauchen Theater, aber nicht irgendwelches, sondern künstlerischanspruchvolles, bedachtes, professionelles Theater.“ So ist auch „Lakritz“, dem Schauspieler mittheaterpädagogischem Hintergrund angehören, mit Bedacht von ihm ausgewählt worden.Theaterpädagogische Nachbereitung ist Teil des KonzeptsDas freie Kindertheater hat mit der Regenbogenschule einen Kooperationsvertrag geschlossen. Gleichim Anschluss an die Aufführung „Die Schatzinsel“ widmeten sich die vier Darsteller den beidenKlassen der dritten Jahrgangsstufe der Regenbogenschule. Ganz im Stile der Inszenierung, die vonmusikalischen und rhythmischen Einlagen geprägt war, wurden Klatsch- und Rhythmusspiele mit den© Max Petermann, Kulturberater, Regenbogenschule


Bunter HundPresse-Spiegel2010 & 2011 Blatt 640 Schülern ausprobiert. In einer anschließenden Projektwoche werden die Drittklässler vom„Lakritz“-Team in vier Theaterwerkstätten betreut.Die theaterpädagogische Nachbereitung durch die Theatergruppen ist Teil des Konzeptes derhessenweiten Gastspielreihe „flux“, der „Bunter Hund“ auch angehört. „Flux“ ist einKooperationsprojekt der Internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche (ASSITEJ ) und dem hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Eine professionelle Jurywählt die Stücke aus und das Ministerium übernimmt die Hälfte der Gage, sodass die Kinder nur nochden halben Eintritt zahlen müssen. Zudem entfallen die Fahrtkosten, weil das Theater in dieGemeinden kommt. Nach einem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr hatte MünstersBürgermeister Walter Blank auch für die Neuauflage Unterstützung in Form von der Bereitstellungdes Aufführungsortes und personelle Beteiligung bei der Durchführung zugesagt.Nach dem breiten Zuspruch durch die Schulen sieht Max Petermann die Zukunft für den „BuntenHund“ positiv: „Mein Ziel ist es, das Kindertheaterfestival weiter auszudehnen. Das heißt, ich möchtemehr Schulen interessieren und für die ganz Kleinen auch etwas anbieten. Aber das braucht Zeit.“ Inder zweiten Auflage des Bunten Hundes stehen zwei weitere Inszenierungen an: Für Kinder ab neunJahren führt heute das Theater Grüne Soße aus Frankfurt „Heinrich der Fünfte“ in der Kulturhalle auf.Und Knirpsen ab fünf Jahren wird am Dienstag, 8. Februar, um 10 Uhr vom selben Ensemble „KleinerKlaus, großer Klaus“ geboten.vom 27.01.11Kleine Forscher auf SchatzinselAltheimAls Filmemacher, Schatzforscher, Maler und Entdecker sind derzeit Schüler aus den beidendritten Klassen der Altheimer Regenbogenschule unterwegs.Von Ellen JöckelIn vier verschiedenen Werkstätten dreht sich in dieser Woche für die rund 40 Acht- bis Neunjährigenalles rund um „Die Schatzinsel“, einem Theaterstück, welches sich die Kinder zuvor in der Kulturhalleangesehen haben (wir berichteten).Angeleitet werden sie dabei von den vier Schauspielern der „Schatzinsel“ Andreas Konrad, BjörnLehn, Benjamin Lutz und Konrad Büttner vom Kinder- und Erzähltheater Lakritz aus Darmstadt. Dievier Theaterpädagogen unterstützen die Schüler beim Schreiben eines Drehbuchs für einen Trickfilmoder beim Entwerfen von Skizzen für ein „begehbares Bilderbuch“.Gemeinsam mit den Nachwuchsforschern begeben sie sich auf die Suche nach den großen Schätzender Welt oder entdecken mit ihnen Naturschätze im nahgelegenen Wald. Während sich die Filmgruppewilde Szenen mit Piraten-Playmobilmännchen für einen „Stop-Trickfilm“ ausdenkt, erzählt dieachtjährige Charlotte in der Forscherwerkstatt der Schule, was ihr als Pharaonengrabforscherin beieiner Expedition widerfahren ist: „Plötzlich befand sich die Mumie in einem anderen Grab und überalllag der Verband herum!“© Max Petermann, Kulturberater, Regenbogenschule


Bunter HundPresse-Spiegel2010 & 2011 Blatt 7Vernetzung von Theater und SchuleWichtigstes Mittel für die Arbeit von Lakritz sei das Erzählen, berichtet Björn Lehn, der seit fünfJahren beim Darmstädter Kindertheater ist. „Über das Erzählen können sich die Kinder immer mehr indie Handlung hineinversetzen und in Charaktere verwandeln.“ So erstellten die Schüler zunächsteinmal Forschersteckbriefe, um ein Bild von ihrer Figur zu bekommen. „Die Aufmerksamkeit istsofort wieder da, wenn ich sie in ihrer Rolle als Wissenschaftler anspreche“, so der Theaterpädagoge.Die Drittklässler der Altheimer Regenbogenschulehaben sichtlich Spaß an der spielerischenProjektwoche.Die Projektwoche an der Regenbogenschuleist Teil von „flux“, einer Initiative für dieVernetzung von Theater und Schule inHessen, die es seit 2009 gibt. DieKooperation zwischen der Vereinigung derKinder- und Jugendtheater (ASSITEJ) unddem hessischen Ministerium fürWissenschaft und Kunst bringtprofessionelles Theater in die Kommunenund beteiligt sich an den Kosten(http://www.theater undschule.net). ImRahmen von „flux“ kooperiert das TheaterLakritz mit der Altheimer Grundschule. Angefangen hat die Zusammenarbeit über einen intensivenAustausch mit einer vierten Klasse und dem Kindertheater zum Stück „Die Schatzinsel“. „Viele Ideenaus der Inszenierung stammen von Regenbogenschülern“, meint Max Petermann, Lehrer an derRegenbogenschule.Schüler kommen gut mit Rhythmik zurechtPetermann, der selbst in vielen Theaterprojekten aktiv ist, hat den Kontakt zu Lakritz hergestellt.Geplant sind weitere gemeinsame Aktionen wie zum Beispiel eine szenische Lesung zum Stück„Pinocchio“ für die ersten und zweiten Klassen sowie eine Briefpatenschaft mit den vierten Klassenzum neuesten Projekt von Lakritz, einem Insektenkrimi mit dem Titel „Die Wanzen“.„Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit mit dem Theater Lakritz Kontinuität erfährt“, sagt Petermann,der auch das Münsterer Kinder-Theaterfestival „Bunter Hund“ ins Leben gerufen hat, bei dem indiesem Jahr drei Theaterproduktionen für Kindergärten und Schulen nach Münster geholt wurden.Wenn die Finanzierung über „flux“ weiter gewährleistet wird, dürfte von Seiten des Lakritz-Teamseiner weiteren Zusammenarbeit nichts im Wege stehen, so positiv äußerten sich die Theaterpädagogenüber die Regenbogenschüler: „Bei den vielseitigen Ideen, die die Kinder ins Projekt mit einbringen,merkt man die Vorarbeit, die an der Schule geleistet worden ist“, begeistert sich Benjamin Lutz, derseit vier Jahren bei Lakritz ist. Dieser Meinung schließt sich auch Lakritz-Gründungsmitglied AndreasKonrad an: „Bei meiner Arbeit mit den Kindern merke ich, dass an dieser Schule Musik und Kunst© Max Petermann, Kulturberater, Regenbogenschule


Bunter HundPresse-Spiegel2010 & 2011 Blatt 8groß geschrieben werden. Die Schüler kommen gut mit Rhythmik zurecht und malen in kurzer Zeitsehr klare Bilder.“vom 05.03.11Lebendiges Lesen mit LakritzAltheimVerdächtig still war es in dieser Woche in der Altheimer Regenbogenschule. Wer in dieGrundschule kam, hätte meinen können, die Schüler seien allesamt ausgeflogen. OffeneKlassensaaltüren, aber niemand zu hören. Von Ellen JöckelDie hinterhältigen Schurken: der Fuchs (Andreas Konrad) und die Katze (Julia Blancke) tun so, alswären sie Pinocchios Freunde, wollen aber nur an sein Geld.Der Blick ins Klassenzimmer offenbarte ein unerwartetesBild: Schüler in Decken und auf Kissen gekuschelt, unterden Tischen liegend, auf Sofas sitzend und jeder in einBuch vertieft: Lesewoche in der Regenbogenschule.Offenkundlich macht den Kindern das Lesen Spaß, abereine willkommene Abwechslung ist es für sie immer, etwasvorgelesen zu bekommen. Dafür waren Schauspieler vomFreien Kinder- und Erzähltheater „Lakritz“ aus Darmstadtin die Altheimer Schule gekommen. Sie lasen den Schülernaus den ersten und zweiten Klassen die Geschichte von„Pinocchio“ vor.Die hinterhältigen Schurken: der Fuchs (Andreas Konrad) und die Katze (Julia Blancke) tun so, als wären sie PinocchiosFreunde, wollen aber nur an sein Geld.Doch einfach nur vorlesen ist nicht im Sinne eines Erzähltheaters. Die fünf Schauspieler AndreasKonrad, Benjamin Lutz, Julia Blancke, Konrad Büttner und Björn Lehn ließen Pinocchio, Geppetto,Fuchs, Katz und Co. lebendig werden. So lebendig, dass den sechs- bis achtjährigen Zuschauernoftmals der Mund beim Betrachten des Spektakels offen stehen blieb. „Mir hat am meisten gefallen,wie Geppetto durch die enge Speiseröhre des Wals gekrochen und dabei an den Stimmbändern hängengeblieben ist“, äußerte sich ein Erstklässler nach der Vorstellung. „Ich fand‘s gut, wie sich Pinocchiound Geppetto ein Glas mit Wasser ins Gesicht geschüttet haben“, meinte ein anderer Schüler. Dieaktionsreichen Szenen sorgten dafür, dass die umfangreiche Abenteuergeschichte des kleinen Jungenaus Holz trotz anderthalbstündiger Spieldauer auch für die Jüngsten im Publikum kurzweilig blieb.Herausfinden, wie der Körper funktioniertFür das Lakritz-Team ist die Regenbogenschule kein unbekanntes Terrain: In einem Briefaustauschmit den Schülern der vierten Klassen holte sich das Theater Ideen für seine Inszenierung „Die© Max Petermann, Kulturberater, Regenbogenschule


Bunter HundPresse-Spiegel2010 & 2011 Blatt 9Schatzinsel“ und arbeitete nach der Aufführung des Stücks in der Münsterer Kulturhalle eine Wochelang in verschiedenen Projekten mit den Drittklässlern zu diesem Thema. Die Schauspieler des freienKindertheaters sind theaterpädagogisch ausgebildet. So gehört es zu ihrem Grundkonzept, die Stückemit den Kindern im Anschluss nachzubereiten. So ging es auch für alle Zweitklässler nach derszenischen Lesung in vier Gruppen weiter. Mit Bewegungsspielen wie „Hase und Jäger“ oder„Marionette und Puppenspieler“ lernten die Kinder ihren Körper kennen. „Die Kinder sollenherausfinden, wie der Körper funktioniert, wenn ich ihm vorgebe, was er tun soll. Oder wie erkenneich die Gefühle des anderen ohne zu wissen, was er erlebt hat“, erläuterte der Gründer von „Lakritz“,Andreas Konrad. Das Kindertheater hat im Rahmen von „Flux“ mit der Regenbogenschule einenKooperationsvertrag geschlossen. „Flux“ ist eine Initiative für die Vernetzung von Theater und Schulein Hessen. Der Kontakt zum Darmstädter Erzähltheater ist über Max Petermann, Lehrer an derRegenbogenschule und Kulturbeauftragter des Landkreises, zustande gekommen.Für die neueste Inszenierung, einem Insektenkrimi mit dem Titel „Die Wanze“, die am 15. MaiPremiere hat, ist wieder eine Briefpatenschaft mit den vierten Klassen geplant. „Ich hoffe sehr, dassdie Patenschaft mit dem Theater Lakritz auch im kommenden Schuljahr weitergeht“, so Petermann.„Für eine Fortsetzung des Münsterer Kinder- und Jugendfestivals Bunter Hund habe ich bereits eineZusage von der Projektleitung von Flux erhalten“, versicherte er.© Max Petermann, Kulturberater, Regenbogenschule

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