MÄRZ 2011 - Bouygues

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MÄRZ 2011 - Bouygues

KONZERNPROFILDer Bouygues-Konzernwurde im Jahr 1952gegründet. Dermittlerweile in über80 Ländern tätigeKonzern besitzt einestarke, innovativeUnternehmenskulturund ist für seinweiteres Wachstumbestens aufgestellt.HAUPTAKTIONÄREKapitalanteileStand 31. Dezember 201040,3 %StimmrechtsanteileStand 31. Dezember 201030,5 %19,6 %18,1 %22,6 %19,0 %Gesamtzahl der Aktien:365 862 52327,3 %22,6 %Gesamtzahl derStimmrechte: 482 996 796SCDM* MitarbeiterSonstige französische AktionäreAusländische Aktionäre(*) SCDM ist eine von Martin und Olivier Bouygueskontrollierte Gesellschaft.siehe gegenüberliegende Seite: „Stabile Aktionäre“Bouygues ist im Bausektor (HochundTiefbau, Immobilienbereich,Straßenbau), im Telekommunikationssektorund im Mediensektortätig und ist Hauptaktionär von Alstom.Der Bouygues-Konzern ist an derPariser Börse notiert (CAC-40-Index,Euronext Paris Compartiment A). Am31. Dezember 2010 betrug seineBörsenkapitalisierung 11,8 MilliardenEuro.UNTERNEHMENS-GESCHICHTEBouygues wurde 1952 von FrancisBouygues gegründet. Nach der anfänglichenAusrichtung auf den Bausektordiversifiziert sich das Unternehmen1956 mit ersten Projekten in derImmobilienentwicklung.In den 60er Jahren ist der Konzernmit seinen Aktivitäten im Hoch- undTiefbau nach und nach in ganzFrankreich tätig.1970 geht Bouygues an die PariserBörse und startet erste Projekte außerhalbFrankreichs. 1974 gründetder Konzern die ÖlplattformsparteBouygues Offshore, die er 2002 verkauft.1984 übernimmt der Konzern Saur,den drittgrößten WasserversorgerFrankreichs, und die auf Energie undDienstleistungen spezialisierte ETDE.Saur wird 2005 verkauft.Mit dem Erwerb des Screg-Konzerns,Nummer 1 im Bereich Straßenbau, wirdBouygues 1986 weltweit Marktführerim Hoch- und Tiefbau. Ende der 80erJahre startet der französische Konzerndie Diversifizierungsoffensive in neueGeschäftsfelder.1987 wird Bouygues Hauptaktionär desersten französischen TV-Senders TF1(Kapitalanteil am 31. Dezember 2010:43 Prozent).1994 erhält Bouygues TelecomFrankreichs dritte Mobilfunklizenz.2006 übernimmt Bouygues denAnteil des französischen Staates amKapital von Alstom und wird somitHauptaktionär eines der weltweit führendenUnternehmen in den BereichenInfrastruktur für Stromerzeugung und-übertragung sowie Ausrüstungen fürden Schienenverkehr (Kapitalanteil am1. März 2011: 30,77 Prozent).STRATEGIEBouygues ist ein diversifizierterIndustriekonzern. Er verfolgt eineauf rentables Wachstum ausgerichteteStrategie und positioniertsich auf Märkten mit langfristigemBouygues • Kurzbericht 2010 • 2


Die MITARBEITER des KonzernsBELEGSCHAFTStand 31. Dezember 2010:133 456 MitarbeiterUNSERE WERTEMitarbeiter sind unserwertvollstes Gut.BerufsstatusFrankreich42 % 29 % 29 %Gewerbliche in der Kader(Handwerker, AdministrationBaustellenmitarbeiter tätigeusw.)International65 % 35 %Gewerbliche Management75 652Mitarbeiter in Frankreich*(57 % der Belegschaft)94 % mit unbefristetemArbeitsvertrag(*) Kernland und ÜberseeDurchschnittsalter(Frankreich): 39 Jahre39 39 40 39BouyguesConstructionBouyguesImmobilierColasTF1Bouygues34TelecomNEUEINSTELLUNGEN:39Konzern6 559 Neueinstellungenin Frankreich in 201067 % 33 %< 30 Jahre ≥ 30 Jahre29 % 43 % 28 %Gewerbliche in der Kader(Handwerker, AdministrationBaustellenmitarbeiter tätigeusw.)Bouygues • Kurzbericht 2010 • 4Mitarbeiterinnen nachUnternehmensbereichen(Frankreich)(in %)16BouyguesConstructionBouyguesImmobilierColasTF1DurchschnittlicheBetriebszugehörigkeit(Frankreich): 11 Jahre10TF18 %4888BouyguesTelecom21 %12BouyguesConstructionBouyguesImmobilierColasColas32 %48 4711TF1BouyguesTelecomBouyguesTelecom718Konzern11KonzernBouyguesConstruction36 %BouyguesImmobilier3 %Kunden sind unsereExistenzgrundlage.Kundenzufriedenheit ist unserbedeutendstes Ziel.Qualität ist der Schlüssel zurWettbewerbsfähigkeit.Kreativität ermöglicht esuns, den Kunden innovativeund effiziente Lösungen zuangemessenen Preisen zu bieten.Innovation in der Technik,mit der wir unsere Produkteverbessern und Kostenoptimieren, ist Voraussetzungunseres Erfolgs.Selbstachtung undRespekt anderen undder Umwelt gegenüber sindGrundlage unseres täglichenHandelns.Beförderung ist durchindividuelle Leistunggerechtfertigt.Weiterbildung erweitertunsere Kompetenzen undbereichert unseren Arbeitsalltag.Nachwuchs ist mit seinemPotenzial die Zukunft unseresUnternehmens.Herausforderungen sinddie Grundlage des Fortschritts.Um Marktführer zu bleiben,müssen wir uns ständigweiterentwickeln.Motivation undLeistungsbereitschaftunserer Mitarbeiter sind wichtigerals Technik und Wirtschaftlichkeit.


MEILENSTEINE 2010HervorragendeGeschäftsdynamik imBereich Hoch- und TiefbauDank seiner internationalen Wachstumsstrategieerreichte BouyguesConstruction Ende Dezember 2010bei der Auftragslage das Rekordniveauvon 14,2 Milliarden Euro. 55 Prozentdieses Volumens werden außerhalbFrankreichs realisiert. Dazu zählenGroßaufträge wie der Singapore SportsHub, ein Business-Center in Katarsowie ein Eisenbahntunnel und einHafen-Terminal für große Kreuzfahrtschiffein Hongkong (Foto).Bouygues Telecom: Starkesorganisches WachstumDie Geschäftsdynamik von BouyguesTelecom war 2010 ausgezeichnet.Der Telekomanbieter gewann842 000 Flatrate-Neukunden imBereich Mobilfunk (23 Prozent desJahresnettowachstums des Gesamtmarktes*)und 494 000 Neukunden imBereich Festnetz-Breitbandanschluss.Darüber hinaus lanciert Bouygues TelecomHochgeschwindigkeitsbreitband-Angebote und kann bereits heute sechs(*) Quelle: Arcep (französische Telekommunikations-Regulierungsbehörde)ZAHLEN & FAKTEN 2010Baubeginn des Kai Tak CruiseTerminal Building, HongkongMillionen Haushalten die Bbox fibre(Glasfasernetz) anbieten.Bouygues Immobilier:Rekordjahr beiden WohnimmobilienMit einem Rekord-Reservationsvolumenvon insgesamt 13 734 neuenWohnimmobilien 2010 in Frankreich(+ 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr)behauptete Bouygues Immobilier seineführende Stellung auf dem französischenMarkt.Ein Anpassungsjahrfür ColasSchwierige Marktbedingungen, insbesonderein Mitteleuropa, belastetenim vergangenen Jahr das Ergebnisvon Colas. Nach Umsetzung seinesAktionsplans startet das Unternehmenmit einem hohen Auftragsbestand von6,1 Milliarden Euro ins neue Jahr, indem es seine Rentabilität schrittweisesteigern wird.Hohe Einschaltquoten für TF1Mit durchschnittlich 6,3 Millionen Zuschauern(+ 2 Prozent gegenüber demVorjahr) ist TF1 der einzige nationaleTV-Sender, der seine Einschaltquotein der Primetime verbessern konnte.TF1 ist zudem führender TV-Konzernim Internet mit durchschnittlich17,5 Millionen Unique Visitors jedenMonat auf den verschiedenen Web-Sitesdes Konzerns (Quelle: Médiamétrie).Weitere Informationen unter:www.bouygues.comu11 Millionen Mobilfunkkunden. Diesesymbolische Hürde nahm Bouygues Telecom EndeDezember 2010.6 000 BBC-effinergie ®* -zertifizierte Wohnungenwurden 2010 von Bouygues Immobilier vermarktet.Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbsvorteil.97 der 100 höchsten Einschaltquoten konnte TF1 in 2010für sich verbuchen (Quelle: Médiamétrie).19 Prozent des Kapitals werden von denMitarbeitern gehalten. Damit ist Bouygues das Unternehmenmit der höchsten Mitarbeiterbeteiligung des CAC-40-Index.2,7 Milliarden Tonnen Granulat bilden den Lagerbestandvon Colas. Dies entspricht 24 Produktionsjahren.(*) BBC: Bâtiment Basse Consommation: Niedrigenergie-Gebäude (siehe auch Kapitel„Nachhaltige Entwicklung“ und „Bouygues Immobilier“)Bouygues • Kurzbericht 2010 • DER BOUYGUES-KONZERN • 5


KENNZAHLEN Bouygues-Konzern 2010Alstom wird nach der Equity-Methode konsolidiert; Beitrag einzig zum Nettoergebnis(in Millionen Euro)31 353Umsatz:=31 225Laufendes operativesErgebnis: - 5 %1 8551 760Nettoergebnis,Konzernanteil: - 19 %1 3191 071200920102009201020092010Nettogewinn* pro Aktie:- 20 %3,783,03in EuroDividende pro Aktie:=1,60 1,60*in EuroNettoverschuldung:- 231 Mio. e2 7042 47320092010(*) Konzernanteil der weitergeführten Geschäftstätigkeiten20092010(*) Vorschlag bei der Hauptversammlung am 21. April 201120092010KURSENTWICKLUNG SEIT ENDE 2009Aktienkurs (in Euro)403831. Dezember 200936,43 €Bouygues DJ Euro Stoxx 50 ®201031. Dezember 2010201111. Februar 20113 024 Punkte+ 2,0 %*362 793 Punkte- 5,8 %*343233,66 €- 7,6 %*3032,26 €- 11,4 %*28Jan. 2010 Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Jan. 2011 Febr.Bouygues • Kurzbericht 2010 • 6(*) gegenüber dem 31. Dezember 2009


BEITRAG NACH UNTERNEHMENSBEREICHENAlstom wird nach der Equity-Methode konsolidiert; Beitrag einzig zum Nettoergebnis(in Millionen Euro)Umsatz12Laufendes operativesErgebnis*Nettoergebnis,Konzernanteil*2 5895 6219 00269231520423520110811 5922 40923036539798216Eigenfinanzierungskapazität1 327102297509814195(*) Das operative Ergebnis Holding/Sonstige beträgt (46) Mio. Euro.Nettobetriebsinvestitionen680143221 4474(*) Das Nettoergebnis Holding/Sonstige beträgt (184) Mio. Euro.Free Cashflow**178406122188167(**) Free Cashflow = Eigenfinanzierungskapazität - Kosten der Nettofinanzverschuldung - Steuern - NettobetriebsinvestitionenDer Free Cashflow berechnet sich vor Veränderung im Nettoumlaufvermögen. Der Free Cashflow Holding/Sonstige beträgt (52) Mio. Euro.n Bouygues Construction n Bouygues Immobilier n Colas n TF1 n Bouygues Telecom n Holding und Sonstige n AlstomUMSATZ NACH REGIONEN31 225 Mio. e(*) nicht signifikantNordamerika7 %2 301 Mio. eZentral- undSüdamerikan.s.*145 Mio. eEuropa (ohneFrankreich)14 %Frankreich69 % 4 279 Mio. e Asiatisch-pazifischer21 506 Mio. eRaum5 %1 516 Mio. eAfrika undMittlerer Osten5 %1 478 Mio. eUnsere Standorte unter:u www.bouygues.comBouygues • Kurzbericht 2010 • DER BOUYGUES-KONZERN • 7


Die Politik desBouygues-Konzernsauf dem Gebiet dernachhaltigen Entwicklungstützt sich auf dieUnternehmenskultur unddie Unternehmenswerte undist fester Bestandteil derUnternehmensstrategie.NACHHALTIGEEntwicklungDer First-Turm, größtes Büro-Sanierungsprojekt,das unter Auflagen des Zertifikats für hoheUmweltstandards NF Bâtimentstertiaires - démarche HQE ® durchgeführtwurde (Planung und Projektierung)MEILENSTEINE 2010u Bouygues Construction:mit LogiRep Unterzeichnungdes ersten Vertrags überEnergieeffizienz im sozialenWohnungsbau Frankreichsu Bouygues Immobilier: ersterImmobilienentwickler weltweit,der das Breeam International„Outstanding“-Rating für seinGebäudeprojekt Spring inNanterre (Großraum Paris)erhieltu Colas: Start einerSensibilisierungskampagnezum Thema Energiesparen,mit dem Ziel, denKraftstoffverbrauch derFahrzeuge und Baufahrzeugeum 20 Prozent zu reduzierenu TF1: Erhalt des Diversity-Labels des französischenNormungsinstituts AFNOR,eine Premiere im französischenMediensektoru Bouygues Telecom: Einführungeines Recycling-Services fürsämtliche Mobiltelefonmodellealler Hersteller (betrifft alleNetzbetreiber)u Bouygues-Konzern:Übereinkommen mit demUnternehmen ATF Gaia überRecycling bzw. Wiederverkaufihrer IT- und Elektrogeräte(Jahresvolumen: zwischen10 000 und 20 000 Geräte)Bouygues • Kurzbericht 2010 • 10NEUE HERAUS-FORDERUNGEN,NEUE ANTWORTENIn 2010 erweiterte der Bouygues-Konzern die Roadmaps seiner Unternehmensbereicheauf dem Gebietder nachhaltigen Entwicklung unterBerücksichtigung der neuen spezifischenHerausforderungen.BausektorNachhaltiges Bauen, DifferenzierungsundEntwicklungsschwerpunkt derBouygues-Tochtergesellschaften imBausektor, ist eine bedeutende Komponenteder Angebotspalette sowohlbei Neubauten als auch bei der Renovierungbereits bestehender Gebäude.Die Tochtergesellschaften im Bausektorsetzen ihr umfassendes Know-how(*) hohe Umweltqualität (**) Corporate Social Responsibilityin den Bereichen umweltbewussteProjektierung und Gebäudebetriebein und stützen sich dabei auf dieanspruchsvollsten französischen undinternationalen Zertifizierungsmethodenund Labels (HQE ® *, Leed, Breeamusw.). So etwa hat Bouygues Immobilier2010 entschieden, sämtlicheneue Immobilienprojekte in Frankreichnach dem BBC-effinergie ® -Label(Niedrigenergie-Gebäude) zu bauen,womit die französischen Umweltauflagenbereits zwei Jahre früher alsgefordert erfüllt werden.Auch bei seinen eigenen Bürogebäudenerfüllt der Konzern hohe Umweltauflagen,wie die derzeitige Renovierungdes Bouygues Construction-Hauptsitzes Challenger, der Sequana-Turm von Bouygues Telecom oderGaleo, der Hauptsitz von Bouygues


Immobilier, zeigen. Zudem wird einbedeutender Teil der F&E-Programmevon Colas für die Entwicklung von immerumweltschonenderen Produkteneingesetzt (Produkte auf Pflanzenbasis,Niedrigtemperatur-Asphalte, usw.).Medien- und TelekommunikationssektorDie Bouygues-Tochtergesellschaftenim Medien- und Telekommunikationssektorengagieren sich je nach ihrenspezifischen Herausforderungen. Sohat Bouygues Telecom einen Servicefür das Recycling von Mobiltelefoneneingerichtet. TF1 hat das AFNORDiversity-Label erhalten, mit dem dasfranzösische Normungsinstitut demTV-Anbieter das Engagement zurVerhütung von Diskriminierung undzur Förderung von Gleichstellung undVielfalt in seinen Sendungen und imPersonalmanagement attestiert.OrganisationUnter der Leitung von Olivier Bouygues,stellvertretender Vorstandsvorsitzender,steuert und koordiniert die DirektionNachhaltige Entwicklung des Bouygues-Konzerns die wesentlichen Schwerpunkteder CSR**-Politik (CO 2-Strategie,Green IT, verantwortungsbewussterEinkauf, F&E, Qualität-Sicherheit-Umwelt, Nicht-Finanzreporting),die von allen Tochtergesellschaftenumgesetzt werden.Die Renovierung vonChallenger startete 2009.HAUPTSCHWER-PUNKTEÖkologische VerantwortungCO 2-StrategieBouygues verfolgt eine konsequenteStrategie zur CO 2-Reduzierung. ImRahmen dieser Strategie wird zunächstdie Menge der von den Unternehmensbereichendes Konzerns ausgestoßenenTreibhausgase ermittelt. Dafürkommt eine spezielle Software zumEinsatz, wie z.B. CarbonEco ® (BouyguesConstruction und Bouygues Immobilier),Seve ® (Colas) oder Carbon’Clap ®(TF1).Darüber hinaus hat sich der Konzernfür 2012 zum Ziel gesetzt, sämtlicheCO 2-Bilanzen der Treibhausgasemissionenaller Unternehmensbereichezu konsolidieren und Aktionsplänezur Reduzierung dieser Emissionenaufzustellen und umzusetzen.Der Konzern arbeitet zudem daran, diemit der CO 2-Reduzierung verbundenenKosteneinsparungen zu beziffern undseinen Kunden Niedrig-CO 2-Angebotezu unterbreiten.BiodiversitätDie im Bausektor tätigen Unternehmendes Konzerns führen Aktionen zugunstender Biodiversität durch. So hatbeispielsweise Bouygues Constructionfür seine Infrastrukturprojekte eine auffünf Jahre angelegte Partnerschaftmit dem Verein Noé Conservationgeschlossen, der dem Unternehmenoriginelle Lösungen zur Schonung derÖkosysteme und zur Reduzierung derUmweltbelastung seiner Baustellenunterbreitet. Ein weiteres Beispielist die im Rahmen der Renovierungvon Challenger realisierte Pflanzenkläranlage(jardin filtrant ® ), die überein biologisches Verfahren wie einenatürliche Kläranlage funktioniert.Mit ihrer Fauna und Flora bereichertdie Pflanzenkläranlage zudem dieBiodiversität.Colas arbeitet schon weit im VorfeldAktionspläne aus für die Rekultivierungder Steinbrüche nach Beendigung desAbbaus.Green ITUnter dem Stichwort Green IT verstehtman Bestrebungen, die Energiekostensowie die Herstellungs- und Nutzungsbedingungenvon IT-Geräten zu berücksichtigen.Zu diesem Zweck wurdeEnde 2009 eine Arbeitsgruppe eingerichtet,mit dem Ziel, den Austauschvon Methoden und Technologien zufördern, um die Umweltbelastungder Informations- und Kommunikationstechnologienzu verringern.Hauptschwerpunkt dieser Strategie istdie Reduzierung des Stromverbrauchsund des CO 2-Fußabdrucks, insbesonderedurch eine optimierte NutzungBouygues • Kurzbericht 2010 • NACHHALTIGE ENTWICKLUNG • 11


von PCs und Druckern. Ein weiteresThema sind in diesem Zusammenhangdie Telekommunikationstechnologien(mobiler Arbeitsplatz, Videokonferenz),die dazu beitragen, die Fahrwegeder Mitarbeiter zu reduzieren. DieArbeitsgruppe arbeitet darüber hinausan der Entwicklung von Smart DataCenters (Hosting Centers). So hat z.B.Bouygues Immobilier das KonzeptGreenIT Factory ® entwickelt, eineOutsourcing-Lösung, mit der sich20 Prozent der Investitionskosten und30 Prozent des Energieverbrauchseinsparen lassen.Verantwortungsbewusster EinkaufDie Strategie des Bouygues-Konzernszum Thema VerantwortungsbewussterEinkauf verfolgt zwei Ziele: dieListung umweltschonenderer undsozial verantwortungsvollerer Produkteund Dienstleistungen zu fördern, dieunter Achtung ethischer Grundsätzehergestellt bzw. erbracht wurden, sowieausgewogene Beziehungen mit denLieferanten zu schaffen.Seit April 2010 ist der Konzern aneinem Projekt beteiligt, das von derfranzösischen Post koordiniert wirdund Unternehmen zur Anschaffungvon Elektrofahrzeugen bewegenwill. Bouygues wird in 2011 rund500 Elektrofahrzeuge anschaffen.Der Ausschuss VerantwortungsbewussterEinkauf stellt einheitliche Toolsbereit, die eine CSR-Kriterien-basierteKaufentscheidung erleichtern. EinCSR-Kodex für Lieferanten wurdeerarbeitet und zunächst von 79 ProzentBouygues • Kurzbericht 2010 • 12305 Stipendiumsempfänger werden vonder Stiftung Fondation Francis Bouygues unterstützt.der operativen Einheiten von BouyguesConstruction umgesetzt. Bis heutewurden die CSR-Leistungen von über400 Lieferanten – gegenüber 250 in 2009– anhand von 21 ökologischen, ethischenund sozialen Kriterien mittels der Software-Plattform EcoVadis bewertet.Soziale VerantwortungDie Konzern-Charta für Personalpolitikund der sie ergänzende Ethikkodexnennen drei Prioritäten für das Personalmanagement:Respekt, Vertrauenund Gerechtigkeit. Die auf diesemGebiet erzielten Fortschritte werden,wann immer möglich, anhand vonquantifizierbaren Indikatoren gemessen.Die Grundsätze der Charta werdenvon der Personalleitung des Konzernskommuniziert und finden in allen TochtergesellschaftenAnwendung. Mitgeeigneten Weiterbildungsmaßnahmenwerden die Sozialpartner und diegesamte Belegschaft in das Vorgeheneinbezogen.Der Respekt zeigt sich in der Qualitätdes sozialen Dialogs, in den Bestrebungenim Bereich Gesundheit undSicherheit Bestwerte zu erzielen undein Gleichgewicht zwischen BerufsundPrivatleben zu schaffen, in denAktionen zugunsten der Bevölkerungvor Ort sowie in der Achtung derEthikgrundsätze.Das Vertrauen entsteht durch regelmäßigenAustausch zwischen denMitarbeitern und ihren Vorgesetzten,die Anerkennung der Leistung jedesEinzelnen und die Beteiligung der Mitarbeiteram Erfolg des Unternehmens.Die Gerechtigkeit spiegelt sich bei denNeueinstellungen, in Informations- undWeiterbildungsmaßnahmen sowie inder Lohnpolitik wider. Sie zeigt sichauch in der Vielfalt der Mitarbeiter, aufdie der Konzern besonderen Wert legt,und ganz konkret in der Aufnahme,der Integration, der Weiterbildungund dem Karrieremanagement, ganzgleich welche soziale oder geografischeHerkunft die Mitarbeiter haben.Das Thema Vielfalt ist in der Tat einHauptanliegen der Personalleitungendes Konzerns. In diesem Zusammenhangsind beispielhaft mehrere Aktionender verschiedenen Unternehmensbereichezu nennen: die Unterzeichnungder Charta für Vielfalt durch TF1im Januar 2010 und der Erhalt desDiversity-Labels im Dezember 2010,die unternehmensweite Einführung desanonymen Lebenslaufs bei BouyguesTelecom, die Integrationspolitik fürbenachteiligte Jugendliche bei BouyguesConstruction und Colas, die Bemühungenaller Tochtergesellschaften zugunstenbehinderter Personen usw.GesellschaftlicheVerantwortungDer Konzern verfolgt eine aktivePolitik im Bereich Mäzenatentum,hauptsächlich im Rahmen seiner sechsStiftungen.Innerhalb des Bouygues-Konzernstagt mehrmals jährlich ein 2001 ge-


gründeter Ethik- und Mäzenatentum-Ausschuss, um Projekte zu prüfen undauszuwählen.Die Bouygues-Politik im Mäzenatentumdeckt drei Bereiche ab: Gesundheit, Bildung,Kultur. So unterstützt BouyguesProjekte in der Amyotrophe Lateralsklerose-und Multiple Sklerose-Forschung.Im Bildungsbereich unterstützt dieFrancis Bouygues Stiftung seit langenJahren ausgesuchte Vereine und vergibtStipendien an begabte Abiturienten, dieein Studium nicht finanzieren können.Bis heute wurden 305 Stipendiatenvon einem Paten – einem Mitarbeiterdes Konzerns – auf ihrem Werdegangbegleitet.Innovation und F&EBouygues betreibt leistungsstarke Forschungslaboratorieninnerhalb seinerTochtergesellschaften, beispielsweisedas von Colas mit 2 000 Forschern,Ingenieuren und Technikern. Hinzukommt das e-lab, ein Spezialteam imDienste des Konzerns, das strategischeFrühaufklärung betreibt. Es analysiertden technologischen Wandel undentwickelt Prototypen und neue Tools(Software usw.). Seine Ingenieure unterbreitenLösungen aus der angewandtenForschung und unterstützen so dentechnischen Fortschritt in den Tochtergesellschaften,wodurch geringereKosten, höherer Umweltschutz undRespekt, Vertrauen undGerechtigkeit sind drei Schwerpunktedes Personalmanagements.mehr Innovationsförderung ermöglichtwerden.Mit Simulationen der Erdreichbewegungenauf den Baustellen von DTPTerrassement trägt das e-lab dazu bei,die notwendige Ressourcenmengezu reduzieren. Für Colas, BouyguesTelecom und Bouygues Constructionhat es Arbeiten zur präzisen Ermittlungdes Energieverbrauchs durchgeführt,um daraufhin Anwendungen fürzukünftige Baustellen zu entwickeln.Darüber hinaus stellt das e-lab generellumfassende Überlegungen zur Energieeffizienzan.RISIKOKONTROLLESTEUERINSTRUMENTEQSU-PolitikDie QSU-Funktionen (Qualität – Sicherheit– Umwelt) im Bouygues-Konzernorganisieren die Kontrolle operativerRisiken und leisten somit einen wichtigenBeitrag zur Zufriedenheit derStakeholder. Die über 1 000 QSU-Mitarbeiter in den Bereichen Qualität,Gesundheit/Sicherheit und Umwelt inund außerhalb Frankreichs gewährleistendie Konformität des Handelnsdes Konzerns mit den Ansprüchender Normen ISO 9001, OHSAS 18001(Sicherheit), ISO 14001 (Umweltmanagement).Nicht-FinanzreportingWeil Verbesserungen nur mit geeignetenMessinstrumenten aufgezeigtwerden können, hat der Konzernein Nicht-Finanzreporting-Systemeingerichtet, um die Stakeholder überseine außerfinanziellen Leistungen zuinformieren. Dies geschieht anhandvon international anerkannten Zertifizierungsmethoden,wie z.B. der GlobalReport Initiative (GRI).Bouygues sammelt die Leistungsindikatorenim Bereich gesellschaftlicherVerantwortung mit einer speziellenNicht-Finanzreporting-Software. ZurZeit werden nur die Indikatoren inBezug auf das Personalmanagementzusammengestellt.Der Konzern hat zudem drei weitereaußerfinanzielle Indizes in seinReporting-System integriert: den ECPIEthical Index Euro, den ECPI EthicalIndex EMU und den ECPI Ethical IndexGlobal. Diese Indizes werden von deritalienischen Rating-Agentur E. CapitalPartners vergeben, die rund 4 000börsennotierte Unternehmen weltweitnach außerfinanziellen, insbesonderenach sozialen und ökologischen Kriterienbewertet.Wissensaustauschüber BYpedia2009 richtete der Konzern die aufBeiträge und Austausch basierendeExtranet-Site BYpedia ein, die denThemen nachhaltige Entwicklung undnachhaltiges Bauen gewidmet ist. 2010wurde BYpedia auf andere Themenund Fragen erweitert. Die Extranet-Site fördert die Innovationskultur undden Wissens- und Best Practices-Austausch zwischen den Mitarbeitern.BYpedia wurde zu 100 Prozent internentwickelt und funktioniert nach denWeb 2.0-Prinzipien (Wikis, Diskussionsforen,Selbstregulierung). Ende2010 zählte BYpedia 7 000 angemeldeteMitarbeiter, 334 externe Partner,über 300 Online-Arbeitsgruppen undüber 200 verfasste Artikel.Nachhaltige Entwicklung unter:u www.bouygues.comBouygues • Kurzbericht 2010 • NACHHALTIGE ENTWICKLUNG • 13


Nachhaltige Entwicklung - INDIKATOREN 2010ZIELE DES UNTERNEHMENSBEREICHS INDIKATOREN EINHEITu Nachhaltiges Bauen bei unseren Kundenfördernu Die Lieferanten und Subunternehmen indie Politik der nachhaltigen Entwicklungeinbeziehenu Gebäude mit Umweltlabels oder –zertifikatenu Anteil der Gebäude mit Umweltlabels oder–zertifikaten in den eingehenden Gebäude-Aufträgenu Anteil des Umsatzes derjenigen Tochtergesellschaften,die den CSR-Kodex (Corporate SocialResponsibility) für Subunternehmen und Lieferantenübernommen habenAnzahl%%WIRTSCHAFTLICHKEITu Umweltfreundliche Immobilien alsWachstumsmotor fördernu Konzessionen und PPP (e) fördern undausbauen, um im Interesse der Kunden derGlobalkostenrechnung den Vorzug zu gebenu In den meisten Ländern Varianten zurReduzierung der Treibhausgasemissionen(THG-Emissionen) anbietenu Die Nähe zum Fernsehzuschauer verstärkenu Die Vielfalt der Fernsehzuschauer in den Sendungenund im Unternehmen widerspiegelnl Die Fernsehzuschauer für die sozialen undökologischen Herausforderungen, mit der dieGesellschaft konfrontiert ist, sensibilisierenu Anteil des Umsatzes, der mit Immobilien mitUmweltlabel oder –zertifikat erwirtschaftet wurdeu Vermarktete BBC-effinergie ®(c) -Wohnbautenu Fläche der im Bau befindlichen Büroräume (d) mitpositiver Energiebilanzu Unterzeichnete oder laufende Verträge (f) in oderaußerhalb Frankreichsu Treibhausgase (THG): den Kunden in Form vonVarianten vorgeschlagene Reduzierungenu THG: von den Kunden akzeptierte Reduzierungenu Kontakte über den TF1-Zuschauerserviceu Anteil der Programme mit Untertiteln(Durchschnitt TF1)%Anzahlm 2AnzahlTonnenCO 2-eqTonnenCO 2-eqAnzahlu Wert (g) der Spenden zugunsten von Vereinen Mio. €%u Das Dienstleistungsengagement kommunizierenund die Kunden bei der Nutzung ihresMobiltelefons und irher Bbox individuellbetreuenu Personalisierte Verbrauchsanalyse der Kundenu Platzierung in der Kundenbeziehung-Rangliste imMobilfunksektor (TNS Sofres-BearingPoint-Studie)AnzahlRangGESELLSCHAFTu In punkto Sicherheit und Gesundheitsschutzführend seinu Die Vielfalt im Unternehmen fördernu Das Engagement in der Behinderten-Politikverstärkenl Die Lebensqualität im Unternehmen verbessernu Den Dialog mit lokalen Partnern und dieAkzeptanz gegenüber den Produktionsstandortenfördernu Die Mitarbeiter in Erste-Hilfe-Maßnahmenschulenu Häufigkeit (h) der Arbeitsunfälleu Schwere (h) der Arbeitsunfälleu Anteil der Frauen in leitenden Positionen bezogen aufGesamtzahl der Mitarbeiter in leitenden Positionenu Behinderte Mitarbeiter(i)(j)%Anzahlu Betrag der im geschützten Bereich getätigten Einkäufe Tsd. €u Anteil des Umsatzes aus der Baustoffproduktion, der anStandorten erwirtschaftet wurde, an denen Strukturen für %den Dialog mit lokalen Partnern bestehen (weltweit)u Anteil der Mitarbeiter, welche die Prüfung zum%Betriebssanitäter abgelegt haben (weltweit)(a) ohne Bouygues Bâtiment International und VSL (b) weltweit (c) BBC: Bâtiments Basse Consommation (Niedrigenergie-Gebäude); der maximale Verbrauch in neuen Wohnbauten beträgtdurchschnittlich 50 kWh Primärenergie / m 2 / Jahr (d) Änderung des Indikatorkreises, der die Gebäude in der Ausführungsphase betrifft (e) Public Private Partnership (f) PPP, PFI, MAC (Großbritannien),CMA (Kanada) und Konzessionen (g) Wert der Sendedauern, bei Quiz- und Spielsendungen eingezahlte Spenden, für Gratiskampagnen zur Verfügung gestellter Werberaum, Direktspenden an VereineBouygues • Kurzbericht 2010 • 14


2009 2010 IN 2010 DURCHGEFÜHRTE MASSNAHMEN148 314u Entwicklung von innovativen Angeboten im Energie-Bereich; erster Energieleistungsvertrag im sozialen Wohnungsbauu Gründung des Club construction durable (Club für nachhaltiges Bauen) zur Förderung des Austauschs mit Kundenund Partnern29 53u Weiterbildungsmaßnahmen für die mit der Förderung des nachhaltigen Bauens beauftragten Teams(1 820 Teilnehmer seit 2008)u Bewertung der Lieferanten durch die unabhängige Stelle EcoVadis (164 bewerte Lieferanten seit zwei Jahren)u Partnerschaft mit dem WWF bzgl. der Holzbeschaffung (erstes Bauunternehmen, welches das Netzwerk Waldund Handel einbezieht)79 (a) 87 (b) u Unterzeichnung der Charte Grands donneurs d’ordres – PME (Charta Großauftraggeber – KMU) unterder Schirmherrschaft des französischen Ministeriums für Wirtschaft, Industrie und Beschäftigung(zehn Selbstverpflichtungen zum verantwortungsbewussten Einkaufen)86 89 u Erfüllung der Anforderungen des BBC-effinergie ®(c) –Labels bei allen Wohnbauprojekten, deren Baugenehmigungnach dem 1. Juli 2010 beantragt wurdeu Weiterer Ausbau des Green Office ® (Bürogebäude mit positiver Energiebilanz); Erhalt des Breeam-Zertifikats63 6 000 „Excellent“ bzw. „Outstanding“ (für Projekte in Meudon, bzw. Nanterre, Großraum Paris)u Unterzeichnung des ersten Mietvertrags mit integriertem Energieleistungsvertrag für Green Office ® in Meudon23 000 23 000 (Großraum Paris)13 17 u Bildung multidisziplinärer Teams eigens für Konzessionsprojekte und PPP175 000 75 00013 000 21 000u Implementierung von ÉcologicieL ® , einer von Colas entwickelten Software, die seit Mitte 2010 schrittweisedurch die von der Branche entwickelten vergleichenden Umweltcheck-Software Seve ® ersetzt wird, welche esermöglicht, bereits vor Projektbeginn Simulationen des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionenzu erstellen (Methode der Lebenszyklusanalyse)245 000 231 00085 9518,5 21u Ausbau der Website TF1 et vous (TF1 und Sie) zur Verstärkung der Interaktion und der Nähe zum Fernsehzuschaueru Vermehrter Einsatz von Untertiteln auf allen Sendern des Konzernsu Ausstrahlung von Solidaritätsaktionen in der Primetime; Gratis-Senderaum für gemeinnützige Vereinel Mobilisierung der Redaktionen für die auf den Sendern des Konzerns im April und Oktober organisierte AktionUne semaine pour l’emploi (Aktionswoche für Beschäftigung)750 000 937 000 u Ausbau und Personalisierung der Kundenbeziehung zur Optimierung der abgeschlossenen Verträgeu Zertifizierung NF Service „Centre de relation client“ (Kundenkontaktzentrum) nach der europaweit gültigen Norm1 1 EN 15838 für sämtliche Angebote für Privatkunden (Mobilfunk und Festnetzangebote: Internet, TV, Telefon)10,64 6,14 (k) u Fortführung der Sensibilisierungskampagnen zum Thema Sicherheit auf der Baustelle und im Straßenverkehr(„Safety days“ in mehreren Tochtergesellschaften / Partnerschaft mit der Feuerwehr ohne Grenzen),unter Einbeziehung von Mitarbeitern und Subunternehmen0,39 0,30 (k)u Kompletter Weiterbildungspfad zur Sicherheit für diverse Zielgruppen: Baustellenmitarbeiter, Vorarbeiter, Manageru Sensibilisierungskampagne zur Suchtbekämpfung auf den Baustellen von Bouygues Entreprises France-Europeu Breite Einführung von Aufwärmübungen vor Arbeitsantritt der Baustellenmitarbeiteru Unterzeichnung von Abkommen zur Vorbeugung von psycho-sozialen Risiken in mehreren Konzerneinheiten33,1 34,75 9223 25332 4629 31u Unterzeichnung von drei Betriebsabkommen über die Gleichstellung von Mann und Frau, die Eingliederungbehinderter Personen und ihre langfristige Beschäftigung, die Lebensqualität am Arbeitsplatzl Breite Einführung des Programms BI & Me: Sensibilisierung der Mitarbeiter zum Thema Travailler mieux ensemble(besser zusammen arbeiten), Weiterbildungsmaßnahmen zu den Themen Zeitmanagement und Vorbeugung vonextremen Stresssituationenu Aktionspläne, die darauf abzielen, den Dialog mit den Gebietskörperschaften und den Anrainern sowie dasVerständnis für ihre Anliegen zu fördern (ein Ziel je Tochtergesellschaft)u Weiterbildung der Mitarbeiter für eine erhöhte Sensibilisierung gegenüber den Herausforderungen in denBereichen Gesundheit und Sicherheit zugunsten der anderen Mitarbeiter, der Familienangehörigen undder gesamten Zivilgesellschaft(h) Dieser Indikator muss ggf. nach Validierung durch die zuständigen Stellen noch korrigiert werden (nach Erscheinen dieses Berichts) (i) Anzahl der Arbeitsunfälle mit anschließender Arbeitsunfähigkeitx 1 000 000 / Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden (weltweit) (j) ausgedrückt in Anzahl der Tage der Arbeitsunfähigkeit x 1 000 / Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden (weltweit) (k) Der Indikatorberücksichtigt jetzt alle Mitarbeiter und nicht mehr nur die Mitarbeiter in der Produktion (Äquivalenzen mit der vorherigen Rechenweise: Häufigkeitsrate = 7,61; Schwere = 0,39)Bouygues • Kurzbericht 2010 • NACHHALTIGE ENTWICKLUNG • 15


Nachhaltige Entwicklung - INDIKATOREN 2010ZIELE DES UNTERNEHMENSBEREICHS INDIKATOREN EINHEITGESELLSCHAFTu Die Vielfalt im Unternehmen fördernl Stress vorbeugen und dieArbeitsbedingungen verbessernu Die Kompetenzen weiterentwickeln, dieChancengleichheit fördernu Der größtmöglichen Anzahl (potenzieller)Kunden ermöglichen, die Dienstleistungenvon Bouygues Telecom zu nutzenu Für den Umgang mit Vielfalt im Berufslebengeschulte Mitarbeiteru Behinderte Mitarbeiter (unbefristeterArbeitsvertrag / befristeter Arbeitsvertrag)u In die TF1-Stifung aufgenommene Jugendlicheaus sozial schwächerem Umfeldu Behinderte Mitarbeiter im Unternehmenu Mit geschützten bzw. angepassten Arbeitsplätzenerwirtschafteter Umsatzu Behindertengerecht gestaltete VerkaufspunkteAnzahlAnzahlAnzahlAnzahlTsd. €Anzahlu Den Umweltaspekt bei Projektierung undRealisierung von Bauprojekten stärkereinbeziehenu Anteil des in nach ISO 14001 zertifiziertenBereichen erwirtschafteten Umsatzes (weltweit)%u CO 2-Bilanz von Gebäuden und KunstbautenAnzahlu Die Treibhausgasemissionen verringernu Im Rahmen von Immobilienprojektendurchgeführte CO 2-Bilanzenu Videokonferenzen zur Reduzierung derReiseaufwendungenAnzahlStundenanzahlUMWELTu Das Recycling von bituminösemMischgut in der Produktion fördern(Reduzierung von Baustoffmengen undTreibhausgasemissionen)u Niedrigtemperatur-Asphalte (3E ® ) (d)fördern, um Energie zu sparen und dieTreibhausgasemissionen zu reduzierenu Recyclinganteil von bituminösem Mischgut in derGesamtmischgutproduktion von Colas (weltweit)• Durch Recycling eingesparte Bitumenmenge• Eingesparte Treibhausgasmengeu Anteil der Niedrigtemperatur-Asphalte (3E ® ) (d) in derGesamtmischgutproduktion von Colas (weltweit)%TonnenTonnenCO 2-eq%u Den ökologischen Fußabdruck des Konzernsverringernu Die Mitarbeiter und Lieferanten für dienotwendigen Verhaltensänderungensensibilisierenu Stromverbrauchu Durch EcoVadis bewertete LieferantenMWhAnzahlu Den ökologischen Fußabdruck desUnternehmens verringern und dazubeitragen, auch den seiner Kunden zuverringernu Entwicklung des Energieverbrauchs (Büros,Telekommunikationsstandorte, Data Centers)gegenüber dem Vorjahru Gesammelte ausgediente Mobiltelefone(von Privat- und Geschäftskunden)%Anzahl(a) Behinderte Schüler und Studenten in ihren Projekten begleiten (b) von 413 Bouygues Telecom Clubs und Filialen (c) BBC: Bâtiments Basse Consommation (Niedrigenergie-Gebäude); dermaximale Verbrauch von neuen Wohnbauten beträgt durchschnittlich 50 kWh Primärenergie / m 2 / Jahr (d) 3E: Environnementaux, Economes en Energie: umweltfreundlich und energiesparend(e) fördert umweltfreundliche Transportmittel für die Fahrwege der Mitarbeiter und Besucher des Standorts (f) mit fünf öffentlichen und privaten Partnern gestartete Initiative zur Sensibilisierung derProduzenten für das Thema Umweltbelastung durch audiovisuelle MedienBouygues • Kurzbericht 2010 • 16


2009 2010 In 2010 durchgeführte MaSSnahmen70 40417 199 10u Unterzeichnung der Charte de la diversité (Charta für Vielfalt) und Erhalt des AFNOR Diversity-Labelsu Start einer Weiterbildungsmaßnahme für 400 Manager und 300 Mitarbeiter zum Thema Vielfaltu Übertreffen der im Rahmen des Abkommens 2008/2010 zum Thema Behinderung gesteckten Zieleu Drei Jugendliche aus der TF1-Stiftung unterzeichneten einen unbefristeten Arbeitsvertragl Unterzeichnung des Abkommens Travailler mieux ensemble (besser zusammen arbeiten), das die Verbesserungdes Stressmanagements und generell der Arbeitsbedingungen zum Ziel hat178 199u Unterzeichnung des dritten Abkommens über die Eingliederung behinderter Mitarbeiter bei Bouygues Telecomu Durchführung von 60 Arbeitsplatzanpassungenu996 1 462 Fortsetzung und Ausbau von Partnerschaften mit Vereinen (Tremplin, Arpejeh (a) , Passerelles ESC) und Schulen(IGS), die sich für die Ausbildung und die Beschäftigung behinderter Personen einsetzenu Einrichtung eines Kundenzentrums zur Kontaktherstellung zwischen tauben bzw. schwerhörigen Kunden und304 352 (b)den Kundenberatern84 83330 377u Antizipierung der französischen Wärmerichtlinien: 48 realisierte bzw. in der Realisierungsphase befindlicheNiedrigenergie-Gebäude mit BBC-effinergie ®(c) –Labelu Start der Umweltinitiative Ecosite auf den Baustellen (68 % der Baustellen erhielten das Label)u Fünf Jahre dauernde Partnerschaft mit Noé Conservation bezüglich der Biodiversität im Rahmen vonInfrastrukturprojektenu Einrichtung eines Forschungsstuhls in Zusammenarbeit mit den Schulen École des Ponts ParisTech, École CentraleParis und Supélec sowie dem Centre scientifique et technique du bâtiment (Wissenschafts- und Technologiezentrumfür Bauingenieurswesen) mit den Themen CO 2-arme Technologien, nachhaltige Gebäude / Städteu Implementierung der internen Software CarbonEco ® zur systematischen Erstellung der CO 2-Bilanz derBauprojekte und der Unterbreitung von Öko-Varianten19 149 u Einrichtung eines internen Berichtsprozesses, der es ermöglicht, eine vollständige CO 2-Bilanz der Tätigkeitenvon Bouygues Immobilier zu erstellen (direkte Emissionen und Emissionen der Immobilienprogramme)4 300 6 700u Systematische Erstellung einer CO 2-Bilanz für alle Wohnbauprogramme, die in 2010 gestartet wurden9 10u Recycling: Modifizierung der Asphaltmischanlagen wenn nötig; Organisierung des Fräsgut-Sammelns (durchFräsen gewonnener Asphalt von altem Straßenbelag wird recycelt); Kontrolle anhand von Indikatoren;180 000 200 000 Aktionspläne (ein Ziel pro Tochtergesellschaft)70 000 76 0002 632 520 32 17145 89+ 24 + 413 400 19 857u Herstellung von Niedrigtemperatur-Asphalten: Modifizierung der Asphaltmischanlagen wenn nötig; Weiterbildungder Techniker und Mitarbeiter in der Akquisition; Produktpromotion bei den Kundenu Fortsetzung der Maßnahmen zur Verringerung des Energie- und Wasserverbrauchsu Start des Unternehmensplans zum Thema Fahrwege (e)u Fortsetzung der Kampagne zur Bewertung des CSR-Engagements (Corporate Social Responsibility) der Lieferantendurch die unabhängige Bewertungsstelle EcoVadis; Aktion zur Förderung der Vielfalt (108 befragte Dienstleister)u Im Rahmen der partnerschaftlichen Initiative Ecoprod (f) Start von Carbon’Clap ® , dem ersten CO 2-Rechner füraudiovisuelle Produktionenu Einführung eines Aktionsplans mit dem Ziel, den Energieverbrauch – trotz der gestiegenen Geschäftstätigkeitund Nutzung durch die Kunden – konstant zu haltenu Einrichtung der Boutique plus responsable (verantwortungsbewussterer Verkaufspunkt) auf bouyguestelecom.fr:Verkaufsförderung von verantwortungsbewussteren Angeboten, Flatrates, Mobiltelefonen und Servicesu Unterzeichnung der Charte d'engagements des annonceurs pour une communication responsable (Charta der französischenVereinigung der Werbetreibenden über deren Engagement für eine verantwortungsbewusste Kommunikation)u Einführung eines neuen Recycling-Services für ausgediente Mobiltelefone für Kunden und Nicht-KundenBouygues • Kurzbericht 2010 • NACHHALTIGE ENTWICKLUNG • 17


Weltweit Nummer 1im STRASSENBAU2010,ein AnpassungsjahrColas deckt das gesamte Spektrum des Baus und Erhalts vonVerkehrs- und Transportwegen ab bis hin zur Produktion vonGranulat, Asphalt, Fertigbeton, Bitumenemulsionen, Bitumen,Dachbahnen und Verkehrssicherungselementen.MEILENSTEINE 2010 KENNZAHLENUmsatz 201011 661 Mio. € (+ 1 %)Laufende operative Marge3,1 % (- 1,6 Punkte)Nettoergebnis (Konzernanteil)224 Mio. € (- 42 %)Auftragslage6,1 Mrd. € (- 2 %)Mitarbeiter64 285Umsatz 2011(Plan)11 800 Mio. € (+ 1 %)Externes Wachstum:Übernahmenu Frankreich: SRD* imfranzösischen Dunkerque(jährliche Bitumen-Produktion:300 000 Tonnen)u International: zwei Straßenbauunternehmenin den USA(Jahresumsatz: rund 100 MillionenEuro)In der Realisierungsphaseu Straßenbahn von Reims undAngers (Frankreich), von Rabat(Marokko)u Autobahn 73 (Kanada)Neuaufträgeu Fünfjähriger MAC**-Vertrag fürStraßenverwaltung und -unterhalt(Area 14), Großbritannienu Straßenbahn von Casablanca(Marokko)u Konzessionsinhaber derAutobahn A63 in FrankreichNachhaltige Entwicklungu Konsolidierter CO 2-FußabdruckIn 2010 verzeichnete Colas einengegenüber dem Vorjahr nahezu stabilenUmsatz von 11,7 Milliarden Euro.In einem schwierigen Wirtschaftsumfeldbelastete die sinkende operativeRentabilität das Ergebnis, insbesonderein Mitteleuropa. Colas ergriff infolgedessen entsprechende Anpassungsmaßnahmen,die, wo nötig, nochfortgesetzt werden. Die Finanzsituationbleibt dennoch solide.Geschäftstätigkeitnach RegionenIn Frankreich (Kernland) blieb derUmsatz trotz des steigenden Konkurrenzdrucksstabil; der BereichSchienenverkehr konnte wachsen. DieMärkte der Überseedepartements derAntillen und von La Réunion warenstark von der Rezession geprägt.Nordamerika, Nordeuropa und Asienverzeichneten ein um über zehn Prozentgestiegenes Geschäftsvolumenund somit erfreuliche Ergebnisse.Die zu einer Autobahnausgebaute Straße 185 aufdem Trans-Canada Highway (Quebec)Mitteleuropa war stark rückläufig undmusste hohe Verluste hinnehmen.In der Region Afrika und IndischerOzean blieb die Geschäftstätigkeitunverändert.ProduktionIn 2010 produzierte Colas 102 MillionenTonnen Granulat (2,7 MilliardenTonnen Lagerbestand, was einem Produktionsvolumenvon 24 Jahren entspricht),47 Millionen Tonnen Asphalt,1,6 Millionen Tonnen Emulsionen undBindemittel (weltweit Nummer 1).Die Ziele auf dem Gebiet der nachhaltigenEntwicklung (Energieeinsparungen,Reduzierung der CO 2-Emissionen,Sicherheit, Vielfalt) wurden 2010weiter verfolgt. Beispielsweise stieg derAnteil der Niedrigtemperatur-Asphaltean der Gesamtproduktion auf übersechs Prozent und die durchschnittlicheRecyclingrate überschritt zehnProzent.Bouygues • Kurzbericht 2010 • 22(*) SRD: Société de la Raffinerie de Dunkerque (Bitumen-Produktion) (**) Managing Agent Contractor


Kennzahlen und AusblickUmsatzin Milliarden EuroInternationalFrankreich11,611,7 11,8Laufendes operativesErgebnis in Millionen EuroLaufende operative Marge in %541Nettoergebnis*in Millionen Euro3874,9 5,03652246,7 6,74,7 % 3,1 %2009 2010 2011(Plan)2009 20102009 2010(*) KonzernanteilCashflowin Millionen EuroEigenfinanzierungskapazitätNettobetriebsinvestitionenFree Cashflow*1 0664983628144741882009 2010(*) vor Veränderung im NettoumlaufvermögenVerkauf vonProdukten15 %Umsatz nachGeschäftsfeldernSpezialisierungen22 %Straßenarbeiten63 %Europa(ohneFrankreich)16 %Umsatznach RegionenSonstige8 %Nordamerika19 %Frankreich57 %AUSBLICK 2011Am 31. Dezember 2010 beläuftsich die Auftragslage auf 6,14Milliarden Euro. Dies entsprichteinem leichten Rückgang von zweiProzent gegenüber Ende 2009.Angesichts des hohen Auftragsbestandsgeht Colas zuversichtlichins neue Geschäftsjahr – trotzeiniger Abweichungen zwischenden Regionen.u In einem relativ unvorhersehbarenWirtschaftsumfeld beläuft sicheine erste Umsatzprognose für2011 auf 11,8 Milliarden Euros.Dabei geht für das UnternehmenRentabilität vor Volumen.u Die Anpassungsstrategien vonColas, insbesondere in Mitteleuropa,die Anpassung jederNiederlassung an die spezifischenMarktgegebenheiten sowiedie traditionellen Stärken desUnternehmens (internationalesNetzwerk mit Niederlassungenin 40 Ländern, Fertigungstiefeund Kontrolle der Baustoffe sowiedie Kapazität, Projekte vom TypPublic Private Partnership oderKonzessionen zu übernehmen)dürften ihm ermöglichen, in 2011Kurs auf eine verbesserte Rentabilitätzu nehmen.Bouygues • Kurzbericht 2010 • STRASSENBAU • 23


Kennzahlen und AusblickUmsatzin Millionen Euro2 622 2 6302 365Laufendes operativesErgebnis in Millionen EuroLaufende operative Marge in %230Nettoergebnis*in Millionen Euro2281011154,3 % 8,8 %2009 2010 2011(Plan)2009 20102009 2010(*) KonzernanteilProgrammkostenin Millionen EuroAußergewöhnliche Sportereignisse3,3927 9512,52,6 782008 2009 20102009 2010Fokusu Rang 1 der kostenlos empfangbaren TV-Sender Europas:24,5 Prozent Zuschaueranteil (Zuschauer ab vier Jahren, inFrankreich)*u Rang 1 der TV-Anbieter im Internet:17,5 Millionen Unique Visitors** pro Monatu Ausstrahlung des Senders Eurosport International:59 Länder, 123 Millionen Haushalteu Rating S&P:BBB mit positivem Ausblick (im Juli von stabil auf positiv heraufgestuft)u Nettoliquiditäten in Höhe von 17 Millionen Euro(*) Quelle: Médiamétrie (**) Quelle: Panel NNR-MédiamétrieAUSBLICK 2011In 2011 wird der TF1-Konzendie Umsetzung seiner vor dreiJahren aufgestellten Strategieaktiv fortsetzen:u starke, ein breites Publikumansprechende Inhalte anbietenmit dem Leitsatz: informieren,unterhalten, bewegenu das Kerngeschäft verstärkenu dank der technologischen EntwicklungMöglichkeiten schaffenund ausbauen, um die unterschiedlichstenZielgruppen mitunterschiedlichen Mitteln anzusprechenu die Rentabilität durch die Anpassungdes Geschäftsmodells verbessernMit weiteren Initiativen zugunstender Vielfalt und des sozialenZusammenhalts wird der TF1-Konzern seine Aktion als bürgernahes,verantwortungsbewusstesUnternehmen fortsetzen.Bouygues • Kurzbericht 2010 • MEDIEN • 25


Starkes Wachstumin den BereichenMobilfunk und Festnetz-BreitbandanschlussANBIETER von Mobilfunk-,Festnetz-, TV- undInternetdienstenDer französische Anbieter von Mobilfunk-, Festnetz-, TV- undInternetdiensten Bouygues Telecom bietet innovative Angebote,die bereits mehr als 11 Millionen Kunden überzeugt haben.Seine Hauptstärken sind die Qualität des Kundenservices unddas Vertriebsnetz mit über 630 Verkaufspunkten.MEILENSTEINE 2010 KENNZAHLENUmsatz 20105 636 Mio. € (+ 5 %)Laufende operative Marge12,3 % (- 1,3 Punkte)Nettoergebnis (Konzernanteil)444 Mio. € (- 6 %)Mitarbeiter9 182Umsatz 2011(Plan)5 730 Mio. € (+ 2 %)u Februar: Erhalt der AuszeichnungTop Arbeitgeber 2010 durchdas CRF-Institute (CorporateResearch Institute)u März: Einführung der Spar-Versionen der Flatrates Classicund Evasio. Der Kunde kann zueinem geringeren Preis einesdieser Angebote wählen unterweiterer Nutzung seines bisherigenHandysu Mai: Markteinführung von Ideo24/24, dem ersten Quadruple-Play-Angebot mit unbegrenztemMobiltelefonieren rund um die Uhru Juni: im vierten Jahr in FolgeNummer 1* in punkto Kundenbeziehungim Mobilfunksektoru November: Lancierung derBbox fibre (Glasfasernetz) miteinem Datendurchsatz bis zu100 Mbit/su Dezember: Abkommen mitdem Telekomkonzern SFR übereine Gemeinschaftsinvestitionins GlasfasernetzIn einem ungünstigen Reglementierungsumfeldbewies Bouygues Telecomin 2010 seine Anpassungsfähigkeitund führte seine Wachstumsstrategiemit 732 000 neuen Mobilfunkkunden(26 Prozent des Jahresnettowachstumsdes Gesamtmarktes) und 494 000Neukunden im Bereich Festnetz-Breitbandanschlussfort.Der konsolidierte Umsatz belief sichauf 5 636 Millionen Euro (+ 5 Prozentgegenüber 2009). Ohne die niedrigerenTerminierungsentgelte hätte das organischeWachstum 14 Prozent erreicht. DasNettoergebnis betrug 444 Millionen Euro.Die Servicequalität bleibt oberste Prioritätbei Bouygues Telecom, der Nummer 1 inpunkto Kundenbeziehung im Mobilfunksektor*im vierten Jahr in Folge.AngebotsentwicklungDer Erfolg des Konvergenz-AngebotsIdeo (Festnetz+ Mobilfunk) bestätigtesich in 2010. Das Angebotsspektrumwurde um Ideo 24/24 (unbegrenztesMobiltelefonieren rund um die Uhr,sieben Tage in der Woche) ergänzt.Auch das Flatrate-Programm Neo wurdeausgebaut, einerseits um ein Angebot,mit dem Privatkunden unbegrenzt rundum die Uhr kommunizieren können,und andererseits um ein erweitertes24/24-Angebot für Geschäftskunden zugünstigeren Preisen. Nach den Handy-Flatrates Classic und Evasio wird dasFlatrate-Programm mit nicht blockiertemGuthaben auch in einer günstigerenVersion angeboten und zwar für Kunden,die kein neues Mobiltelefon wünschen.Ausbau GlasfasernetzBouygues Telecom stieg ins Hochgeschwindigkeitsbreitband-Geschäft(Festnetz)ein. Seit November 2010 bietet derfranzösische Betreiber eine Bbox für dasHochgeschwindigkeitsbreitband-Netz(bis zu 100 Mbit/s) von Numericable an,das von über sechs Millionen Haushaltengenutzt werden kann.Darüber hinaus wird das Abkommenmit dem Telekomkonzern SFR übereine Gemeinschaftsinvestition in denAufbau eines eigenen Glasfasernetzesihm ermöglichen, drei Millionen Haushaltein den größten Städten Frankreichsanzuschließen.Bouygues • Kurzbericht 2010 • 26(*) erster Preis der BearingPoint-TNS Sofres-Rangliste zur Einstufung der Qualität der Kundenbeziehung


MEILENSTEINE KENNZAHLENGut gerüstetfür den AufschwungErgebnisse des ersten Halbjahres2010/11(1. April - 30. September 2010 einschließlichGrid (über vier Monate konsolidiert –von Juni bis September 2010)Umsatz10 432 Mio. € (+ 8 %)Operative Marge7,3 % (-1,3 Punkte)Nettoergebnis (Konzernanteil)401 Mio. € * (- 29 %)Auftragseingang7 038 Mio. € (- 1 %)Mitarbeiterrund 94 500(*) nach einer Belastung von 75 Millionen Eurodurch den Kauf von Grid und der zeitweiligenZuweisung des KaufpreisesStrategische Übernahmeu Juni 2010: Gründung des SektorsGrid durch die Übernahmeder Energieübertragungsaktivitätenvon Areva T&DInnovationu September 2010: Präsentationdes HöchstgeschwindigkeitszugsSpeedeliaBedeutendeVertragsabschlüsse 2010/2011u Juli 2010: Kombikraftwerk inIndien (450 Millionen Euro)u September 2010: U-Bahn inChennai, Indien (243 MillionenEuro); Windpark in Schottland(200 Millionen Euro)u Dezember 2010:Höchstgeschwindigkeitszug inMarokko (400 Millionen Euro)u Januar 2011: Wärmekraftwerkin Estland (erster Bauabschnitt:540 Millionen Euro)Bouygues • Kurzbericht 2010 • 28DREI SEKTOREN: Power,Transport, GridAlstom beschäftigt rund 94 500 Mitarbeiter in über 70 Ländernund ist in drei Sektoren im Zentrum der nachhaltigen Entwicklungtätig: Power (Energieerzeugung), Transport (Schienenverkehr),Grid (Energieübertragung).Nach einem ersten, in einem schwierigenUmfeld den Prognosen entsprechendverlaufenen Halbjahr verbuchtAlstom im dritten Quartal einen erhöhtenAuftragseingang, insbesondere inden Schwellenländern.Heute ist Alstom eines der führendenUnternehmen weltweit in den BereichenInfrastrukturen für Schienenverkehrsowie Stromerzeugung undStromübertragung.StromerzeugungAlstom Power ist weltweit führend inden Bereichen schlüsselfertige Elektrizitätswerke,Dienstleistungen für dieStromerzeugung und Systeme für dieKontrolle der Luftqualität.Seine Aktivitäten erstrecken sich aufalle Energieformen (Kohle, Gas, Heizöl,Atom-, Wasser-, Windkraft, Erdwärme,Biomasse). Zudem ist Alstom Leaderauf dem Markt für sauberen Stromund spielt eine Vorreiterrolle bei CO 2-Abscheideverfahren.SchienenverkehrIm Sektor Schienenverkehr ist Alstom(*) Das Geschäftsjahr endet am 31. März.StraßenbahnprojektProjet du tramwayvon Tours (Frankreich)de Toursein weltweiter Marktführer und bietetdas größte Spektrum an Ausrüstungenund Dienstleistungen des Marktes an.Als Spezialist der „nachhaltigen Mobilität“belegt der Konzern insbesondreRang 1 unter den Herstellern vonHoch- und Höchstgeschwindigkeitszügenund Rang 2 im städtischen undregionalen Schienenverkehr.StromübertragungMit dem Erwerb eines drittenGeschäftsfelds durch die Übernahmeder Energieübertragungsaktivitätenvon Areva T&D im Juni 2010 gründeteAlstom den Sektor Grid, dendrittgrößten Anbieter auf dem Marktfür strategische Technologien (insbesonderedie so genannten intelligentenStromnetze).Ergebnisse des erstenHalbjahres 2010/2011 denPrognosen entsprechendIm ersten Halbjahr 2010* erzielteAlstom den Prognosen entsprechendeErgebnisse. Der Umsatz belief sich auf10,4 Milliarden Euro, einschließlich


Gründung des SektorsGrid im JuniAlstom ist Nummer 1 aufdem Gebiet der schlüsselfertigen KraftwerkeGrid. Das operative Ergebnis betrug763 Millionen Euro, was einer operativenMarge von 7,3 Prozent entspricht.Der Konzern verzeichnete ein Nettoergebnisvon 401 Millionen Euro,während der Free Cashflow wegen dergeringen Aufträge und des Ausbleibensvon bedeutenden schlüsselfertigenVerträgen negativ ausfiel (- 963 MillionenEuro). Aufgrund der schwachenNachfrage auf flauen Märkten imSektor Stromerzeugung sanken dieAufträge um 21 Prozent (ohne Grid– einschließlich Grid belief sich derRückgang auf ein Prozent).Mit 46 Milliarden Euro (Stand 31.Dezember 2010) entspricht die Auftragslagerund 24 Arbeitsmonaten.Verbesserte Auftragslageim dritten QuartalIm dritten Quartal verbesserten sichdie Aussichten. Bei vergleichbaremKonsolidierungskreis verzeichneteAlstom in diesem Zeitraum denhöchsten Auftragseingang seit demersten Quartal des Geschäftsjahres2009/2010. Die Neuaufträge in Höhevon 5,5 Milliarden Euro verdankt derKonzern insbesondere der starkenNachfrage in den Schwellenländern(60 Prozent der gesamten Neuaufträge).Anpassung undExpansionEiner der wesentlichen Meilensteinedes Jahres 2010 war die erfolgreicheIntegration der Energieübertragungsaktivitätenvon Areva T&D im Juni2010. Mit dieser wichtigen strategischenÜbernahme gründete Alstomeinen dritten Sektor mit 20 000 Mitarbeiternund einem hohen Entwicklungspotenzial.Angesichts der schwachen Nachfragenach Kohle- und Gaskraftwerken inEuropa und den USA erstellte Alstomeinen Plan, der darauf abzielt, denPersonalbestand in den Bereichen Systemeund Ausrüstung für den Bau vonneuen Wärmekraftwerken um 20 Prozentzu reduzieren. Zudem wurde dergesamte Sektor Power reorganisiert.Parallel dazu setzte Alstom seineExpansion in den erneuerbaren Energien(Sonnen-, Wasser-, Windenergie,Wellenkraft) fort.In Russland und China unterzeichneteAlstom strategische Abkommen, diedem Konzern gute Entwicklungsperspektiveneröffnen, sowohl in denBereichen Stromerzeugung und Stromübertragungals auch beim Schienenverkehrin China und im Export.AUSBLICKDie Finanzlage vonAlstom bleibt solide.Das Unternehmen passtsich den sich änderndenMarktbedingungen an.Dank der gutenAuftragslage bestätigtAlstom, für dieGeschäftsjahre 2010/2011und 2011/2012 eineoperative Marge vonsieben bis acht Prozent zuerwarten.Koordination: Zentraldirektion Kommunikation des Bouygues-Konzerns. März 2011. Gestaltung: AC 2 Communication. Realisierung: Expressions. Druck: ITFImprimeurs. Interactive Ausgabe: Prestimedia. Übersetzung: Kerstin Schick, Bouygues-Übersetzungsdienst.Die Druckerei (Frankreich) ist nach PEFC zertifiziert (Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Waldbeständen) und mit dem Umweltlabel Imprim’vert ®ausgezeichnet. Die Auflage ist auf ein Minimum begrenzt; bewahren Sie dieses Exemplar. Sollten Sie den Bericht nicht mehr benötigen, denken Sie an dieAbfalltrennung. Für diesen Bericht zahlt Bouygues einen Öko-Beitrag an EcoFolio, eine Umweltorganisation, die das Sammeln, Trennen und Recyceln vonPapier in Frankreich organisiert und finanziert. Die interaktive Ausgabe finden Sie unter www.bouygues.com. Wenn Sie den Bericht ausdrucken, wählen Sie dieentsprechenden Seiten aus.Auf der Titelseite: Hauptsitze von Bouygues Construction (Challenger), Bouygues Immobilier (Galeo), Colas und TF1; Sequana (seit September 2010 Sitz der Verkaufs-, Marketing- und Support-Abteilungen von Bouygues Telecom). Credits: S. Arbour (S. 22), V. Bauza (S. 11), L. Blossier (S. 10), F. Calcavechia (S. 23), J. Cauvin (S. 25), Y. Chanoit (Titelseite, S. 2), A. Da Silva/Graphix-Images (Titelseite, S. 11, 21, 27), DDB (S. 26), A. Février (Rückseite), P. Guignard/Air Images (Titelseite), Hi-Shots Limited (S. 5), B. Levy (S. 19), C. Maillet (S. 20), É. Matheron Balaÿ (S. 3), NilsHD (S. 13), C. Pedrotti (S. 23), A. Pérus (S. 12), Fotothek Alstom (S. 28, 29), PresseSports (S. 24), P.-E. Rastoin (S. 1), A. Saxe (S. 19), J.-M. Sureau (Titelseite), L. Zabulon (S. 25). Architekten:Arup Sport und DP Architects (S. 18), Arquitectonica (Titelseite), Kohn Pedersen Fox Associates (S. 10), R. Lopez & Associés (Titelseite), C. de Portzamparc (Titelseite), K. Roche J. Dinkeloo &Associates / SRA-Architectes (Titelseite), P. Riboulet (Titelseite), Saubot et Jullien (Titelseite), SRA-Architectes (S. 10).


BOUYGUES-KONZERNHauptsitz32 avenue Hoche75378 Paris cedex 08FrankreichTel.: +33 1 44 20 10 00www.bouygues.comBOUYGUES CONSTRUCTIONHauptsitzChallenger1 avenue Eugène Freyssinet - Guyancourt78061 Saint-Quentin-en-Yvelines cedexFrankreichTel.: +33 1 30 60 33 00www.bouygues-construction.comBOUYGUES IMMOBILIERHauptsitz3 boulevard Gallieni92445 Issy-les-Moulineaux cedexFrankreichTel.: +33 1 55 38 25 25www.bouygues-immobilier.comCOLASHauptsitz7 place René Clair92653 Boulogne-Billancourt cedexFrankreichTel.: +33 1 47 61 75 00www.colas.comTF1Hauptsitz1 quai du Point du jour92656 Boulogne-Billancourt cedexFrankreichTel.: +33 1 41 41 12 34www.tf1.frBOUYGUES TELECOMHauptsitz32 avenue Hoche75008 ParisFrankreichTel.: +33 1 44 20 10 00www.bouyguestelecom.fr

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