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MOBILITÄT VERBINDET

Information der Stabsstelle KOM

Elektronische Verkehrszählung läuft an: Erste Leitpfosten an Meistereien geliefert

Gespannt schauen die Männer, welches Fahrzeug auf

der Anzeige erscheint.

Pressekontakt: Sabine Cibura, Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz - Pressestelle -, Friedrich-Ebert-Ring 14-20,

56068 Koblenz, Fon: 02 61/ 30 29 – 11 03, Fax: 02 61/30 29 - 16 67,

E-Mail:Sabine.Cibura@lbm.rlp.de, Internet: www.lbm.rlp.de

RHEINLAND-PFALZ

16. März 2011

Der Leitpfosten, den André Ottersbach von der SM

Adenau in seinem Fahrzeug verstaut, sieht auf den ersten

Blick ganz normal aus. Doch dieser Pfosten ist ein ganz

besonderer: Er kann Fahrzeuge zählen. Dies ist möglich,

weil eine ganze Menge Technik in ihm steckt. Ein

modernes Seitenradar-Messegerät ist integriert, das

Fahrzeuge elektronisch registrieren kann. 60 dieser

Leitpfosten werden in den kommenden Jahren auf

rheinland-pfälzischen Landes- und Kreisstraßen in

Jürgen Münster von der Herstellerfirma RTB

übergibt André Ottersbach den Leitpfosten.

Rheinland-Pfalz vollautomatisch den Verkehr zählen. Sie

liefern dem Landesbetrieb zukünftig die Verkehrsdaten -

kostengünstiger und mit besserer Qualität als bisher.

Rheinland-Pfalz ist das zweite Bundesland, das mit dieser

Technik in den Regelbetrieb geht.

Die Herstellerfirma RTB hat jetzt in der SM Mayen die

ersten Pfosten an die Masterstraßenmeistereien im Bereich des LBM Cochem-Koblenz geliefert und den

Mitarbeitern die technischen Details erklärt. Landesweit erhalten alle MSM derzeit die Zählpfosten. Mit

der Übergabe verbunden ist auch ein Praxistest.

An der L 98 in Mayen hat Thomas Bungarten von

der SM Mayen dafür schon eine Hülse für Pfosten

und Akku in die Erde gesetzt. Als „Platzhalter“ dient

dort ein normaler Leitpfosten. Diesen tauschen die

Männer nun bei der Probe gegen den „zählenden“

Leitpfosten aus. Jetzt muss das Gerät nur noch mit

der Fernbedienung aktiviert werden. Als sich das

erste Fahrzeug nähert, schauen die Männer

gespannt auf die Anzeige des Bediengeräts – es hat

funktioniert, der Leitpfosten hat das Auto registriert.

Das Messgerät erfasst die Fahrzeuge mit Radar-

und Geräuschsensoren. Das kann man sich als


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einen unsichtbaren Lichtstrahl vorstellen, durch den das Auto fährt. Dieser erkennt Fahrzeuglänge und

Geschwindigkeit. Darüber hinaus hört das Gerät, wo sich bei einem Fahrzeug der Motor befindet. Während

sich beispielsweise bei einem Bus der Motor im hinteren Teil ist, befindet er sich im Lkw vorne. Auch

hört es die Abrollgeräusche und kann so die Anzahl der Achsen bestimmen. Aufgrund dieser Informationen

ordnet das System das Auto einer bestimmten Fahrzeugart zu. Bis zu acht kann es dabei unterscheiden.

Die Daten werden per Mobilfunk an die Herstellerfirma gesendet. Dort werden sie in ein lesbares

Format umgewandelt und an den LBM übermittelt. Die Fachgruppe Verkehrs- und Bedarfsplanung

wertet sie aus.

An den rheinland-pfälzischen Landes- und Kreisstraßen gibt es rund 5.000 Zählstellen. Dort werden Daten

erfasst, die eine wichtige Grundlage für die Verkehrsplanung im Land bilden. Die neuen Messgeräte

werden an jeder Stelle eine Woche lang eingesetzt. Nach einem halben Jahr zählen sie dort noch einmal

– um die Stichprobe zu verbessern. An welcher Stelle der Leitpfosten wann zählt, hat die Fachgruppe in

Zusammenarbeit mit den regionalen Dienststellen festgelegt. Bis 2015 werden so dann alle Zählstellen

an Landes- und Kreisstraßen abgearbeitet sein. „Damit erhalten wir dann ein umfangreiches Datennetz

über die aktuellen Verkehrsbelastungen auf unseren Straßen – ein für die Verkehrsplanung nicht hoch

genug einzuschätzender Vorteil. Aber auch im Zusammenhang mit Lärmschutzfragen oder Planfeststellungsverfahren

ist die neue Technik ein wesentlicher Fortschritt in der Datenbasis“, so Bernd Hölzgen,

technischer Geschäftsführer des LBM. (blü)