ADF Wadenbeißer - ADF - Arbeitsgemeinschaft Demokratischer ...

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ADF Wadenbeißerzur WahlN r . 6 3 - 0 9 . 0 1 . 2 0 0 6EINE PUBLIKATION DER ARBEITSGEMEINSCHAFT DEMOKRATISCHER FACHSCHAFTSMITGLIEDER (ADF)E d i t o r i a lHallo, liebe Leser!Der Jahreswechsel liegt hinter uns und die Uni-Wahlen stehen an. Wie es mittlerweile zur Tradition gewordenist, habt ihr die Möglichkeit, über die Fortführung des Bahnsemestertickets zu entscheiden.Daneben könnt ihr bei den Wahlen zur akademischen und studentischen Selbstverwaltung eureVertretung für die nächsten zwölf Monate bestimmen. Daher findet ihr in der vorliegenden Ausgabeeine ausführliche Vorstellung der ADF.Wie Ihr es vom „Wadenbeißer“ gewohnt seid, berichten wir ausführlich über aktuelle hochschulpolitischeThemen, etwa die Startprobleme von Bachelor & Master, die Entwicklungen an der SozialwissenschaftlichenFakultät oder die anstehende Lehrevaluation.Gerhard RieweAUS DEM INHALTStudiengebühren: Das Felldes Bären wird verteiltSeite 3Lehrevaluation im JanuarSeite 7Unser WahlprogrammSeite 8Die akademische undstudentische SelbstverwaltungSeite 13SEMESTERTICKET LÄUFT AUSANGEBOT ÜBER FORTFÜHRUNG UND AUSWEITUNG STEHT ZUR ABSTIMMUNGvon Christian ZigenhornParallel zu den Uni-Wahlenvom 17. Januar bis 20. Januarfindet eine Urabstimmung überdie Fortführung des Bahn-Semesterticketstatt. Wenn es eineMehrheit für den Erhalt des Ticketsgibt, gilt dieses dann vom1. Oktober 2006 bis zum 30.September 2007. Im Vergleichzur letzten Urabstimmung hates einige Veränderungen desTickets gegeben. Zum einenhat die Deutsche Bahn seitdemzweimal die Preise ihrer normalenNahverkehrs-Tickets erhöht,einmal um 2,6 % und einmalum 4,1 %. Dass die Bahn ähnlichePreiserhöhungen auch fürdas Semesterticket durchsetzenmöchte, dürfte niemanden verwundern.MEHRWERTSTEUERERHÖHUNGBETRIFFT AUCH SEMESTERTICKETDie zweite Änderung ist die vonder großen Koalition angekündigteMehrwertsteuererhöhungvon 16% auf 19% ab dem 1.Januar 2007, also mitten imGültigkeitszeitraum des neuenTickets. Für weitere Preissteigerungensorgt die Tatsache, dassab Dezember 2006 die Streckenvon Göttingen in Richtung Süden(Kassel und Bad Hersfeld) nichtmehr von der Deutschen Bahnbefahren werden. Auf beidenStrecken fährt dann die BahngesellschaftCantus, freilich zuhöherem Preis. Die Bahn warzunächst nicht bereit, ihren Preisfür das Herausfallen der Streckeaus ihrem Angebot entsprechendzu senken. Rechnet mannur diese drei Preiserhöhungenzusammen, kommt man auf ca.54,50 Euro (bisher 47,42 Euro);immerhin eine Preiserhöhungvon ca. 7 Euro bzw. 15%.Alle Strecken, die bisher imSemesterticket enthalten waren,können auch in Zukunft genutztwerden, auch die von derDeutschen Bahn zur Metronomübergegangene Strecke vonGöttingen über Hannover nachUelzen.NEUE STRECKEN NACHHILDESHEIM, HAMELNUND PADERBORNNachdem die Eurobahn imletzten Jahr noch das Angebotdes Studierendenparlaments,die Strecke von Bodenburg überHildesheim, Elze und Hamelnnach Löhne in das Ticket aufzunehmen,abgelehnt hatte, hat sieKandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 1, Senat: 5Andre DorenbuschLatein, Griechisch,Mathe (9.), AK Hist-PhilStuPa: 2, Senat: 2Christine BerndtMedizin (6.)UM'erStuPa: 3, Senat: 3Nadine AckermannJura (5.)DAFStuPa: 4, Senat: 4Kai HorgeOppermannWiInf (13.), ADWStuPa: 5, Senat: 1Ralf MayrhoferAngew. Statistik (Prom.),Jura (9.), VWL (9.)StuPa: 6, Senat: 6Sophie-MarieHeidenreichSowi (5.), DAS!StuPa: 7, Senat: 7Andreas SorgePhysik (8.)UPSStuPa: 8, Senat: 8Julia ColterSport, KA/EE (4.)11 FreundeStuPa: 9, Senat: 9Claus SchmoldtAgrar (5.)ULStuPa: 10, Senat: 10Christian ZigenhornMathe (11.), Angew.Informatik (3.), UFIMStuPa: 11, Senat: 11Silke AdamEvang. Religion,Latein (8.)StuPa: 12, Senat: 12Rainer JanssenZahnmedizin (6.)UM'erStuPa: 13, Senat: 13Antje MallohnBWL (7.)ADWStuPa: 14, Senat: 14Andreas RedekerChemie (14.)


SEITE 2 ADF Wadenbeißersich jetzt endlich bereit erklärt,den Göttinger Studierenden ihreStrecke anzubieten. Mit demab 2007 geltenden Mehrwertsteuersatzvon 19% ergibt sichfür diese Strecke ein Preis von93 Cent pro Semester. Für dieStrecke von Holzminden überOttbergen nach Paderborn, dievon der NordWestBahn befahrenwird, liegt auch erstmalig einAngebot vor. Der Preis für dieseStrecke beträgt 51 Cent proSemester. Beide Strecken wurdenin der Vergangenheit sehr häufignachgefragt; außerdem kannmit diesen beiden Strecken erreichtwerden, dass ein gewisserUmkreis von Göttingen in alleRichtungen befahren werdenkann.Alles in allem hätte dies einenGesamtpreis von fast 56 Europro Semester und damit einePreiserhöhung um fast 18%ergeben. Dies war für das Verhandlungsteamdes AStA nichtakzeptabel. Insbesondere dieTatsache, dass die Streckenvon Göttingen nach Kassel undnach Bad Hersfeld durch denBetreiberwechsel um ein Vielfachesteurer werden sollten, waruntragbar.HARTE VERHANDLUNGENBRINGEN PREISSENKUNGENIn den ersten Verhandlungswochenhaben sich die DeutscheBahn und Cantus den schwarzenPeter gegenseitig zugeschoben;keiner von beiden wollte auf nureinen einzigen Cent verzichten,wohl wissend, dass sie auf ihrenjeweiligen Strecken ein Monopolbesitzen. Erst dieAnkündigung,das Ticket zurNot ganz scheiternzu lassen,brachte die DeutscheBahn dazu,den Studierendenim Preis entgegenzu kommen.Wahrscheinlichwollte die Bahnauf die ca. 2 MillionenEuro imJahr nicht ganzverzichten undbot nun an, denPreis um 4,31Euro netto proSemester zu senken.Dadurch ergibtsich nun ein Gesamtpreisvon50,69 Euro fürdas kommendeWintersemesterund 50,82 Eurofür das Sommersemester 2007,also ca. 10% weniger als die ursprünglicheForderung. Für dasWintersemester bedeutet dieseine Preissteigerung von knapp7% gegenüber dem derzeitigenTicket, dafür sind die beiden zusätzlichenStrecken der Eurobahnund der NordWestBahn, die inder Vergangenheit regelmäßignachgefragt wurden, enthalten.DIE MEHRHEIT ENTSCHEIDETÜBER DIE FORTFÜHRUNG DESSEMESTERTICKETSDie Entscheidung, ob das angeboteneTicket tatsächlich fürDas neue Streckennetz enthält auch die Verbindungen nach Hildesheim, Hamelnund Paderborn.alle Studierenden verpflichtendeingeführt wird, liegt jetzt beiden Studierenden, die vom 17.bis 20. Januar parallel zu denUni-Wahlen zur Abstimmunggehen. Damit das angeboteneTicket für das Wintersemester06/07 und das Sommersemester07 angenommen wird,müssen zwei Bedingungen erfülltwerden. Zum einen müssenbei der Urabstimmung mehrJa-Stimmen als Nein-Stimmenabgegeben werden, außerdemschreibt die Urabstimmungsordnungvor, dass mindestens15% aller Wahlberechtigtenmit Ja stimmen müssen. Diesbedeutet bei einem knappenErgebnis, dass eine Wahlbeteiligungvon mindestens30% notwendig ist. Dies magzwar auf den ersten Blick nichtallzu hoch erscheinen, fürstudentische Abstimmungensind solche Wahlbeteiligungenjedoch leider alles andere alsselbstverständlich, auch wennim letzten Jahr immerhin eineBeteiligung von 36,7% erreichtwurde. Sollte das Angebot nichtangenommen werden, wird esab 1. Oktober 2006 kein Semesterticketmehr geben.Kandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 15, Senat: 15Thorsten StrüwingJura (6.)DAFStuPa: 16, Senat: 16Imke BußWiPäd II (2.)ADWStuPa: 17, Senat: 17Tim KrauseJura (3.)DAFStuPa: 18, Senat: 18Henrik LangmannVWL (9.)ADWStuPa: 19, Senat: 19Jan-Phillip JohnMedizin (8.)StuPa: 20, Senat: 20Ulrike StolzeJura (3.)DAFStuPa: 21, Senat: 21Birger LambrechtGesch., Latein (LG 9.)AK Hist-PhilStuPa: 22, Senat: 22Markus OsterhoffPhysik (3.)UPSStuPa: 23, Senat: 23Anke SawatzkiAngew. Informatik (11.)UFIMStuPa: 24, Senat: 24Carlo LeichtleSport, VWL (MA 4.)11 FreundeStuPa: 25, Senat: 25Irina PoluninaBWL (3.)ADWStuPa: 26, Senat: 26Daniel FloreJura (Prom.), SowiDAFStuPa: 27, Senat: 27Sebastian EhrichtPolitik, Jura, VWL (2.)DAS!StuPa: 28, Senat: 28Heiner WedekenVWL (6.)ADW


ADF WadenbeißerDie Studiengebühren kommen,trotz des landesweiten Widerstandesder Studierenden. Mit ihnensoll die Lehre an den niedersächsischenHochschulen einenQuantensprung machen. Auf demRücken der Studierenden sollen dietotgekürzten Universitäten wiederbelebtwerden. Nur wie das genaufunktioniert, weiß keiner. Seit demLandtagsbeschluss wird in Arbeitskreisenund Expertenrunden überden Weg beratschlagt, der unsereLehre zur besten macht.Noch gibt es keine fertigen Konzepte,aber einiges liegt auf der Hand.Die Fakultäten sind ausgequetschtund die nächsten Sparrunden stehenan. So hoffen die Dekane stillund leise, mit den Studiengebührendie gerissenen Löcher notdürftigstopfen zu können. Die ca. 20 Mio.Euro pro Jahr wären dann sicherschon aufgebraucht. Aber auch dasPräsidium würde liebend gern damiteinen zentralen Topf füllen, ausdem dann exzellente Projekte gefördertwerden können. Wer darüberentscheidet, was nun exzellent ist?Vielleicht der Präsident allein. Oderer befragt befreundete Professorenin einer Kommission, damit dort derKampf der Fakultäten ausgetragenwerden kann. Oder doch lieber derSenat, das Studierendenparlamentoder das Dekanekonzil?Das Niedersächsische Hochschulgesetzstellt zur Verwendungder Studiengebühren fest:„DieEinnahmen hat die Hochschuleeinzusetzen, um insbesonderedas Betreuungsverhältnis zwischenStudierenden und Lehrenden zuverbessern, zusätzliche Tutorienanzubieten und die Ausstattungder Bibliotheken sowie der LehrundLaborräume zu verbessern.“Soweit die gesetzgeberische Theorie.Doch was heißt das nun in derPraxis an unserer Universität?Wer glaubte, nun würden neueProfessoren- und Mitarbeiterstellenaus dem Boden sprießen, wirdenttäuscht werden. DauerhafteStellen dürfen aus diesen Geldernnicht finanziert werden. Solltentrotzdem Stellen geschaffen werden,deren Inhaber reguläre Lehrveranstaltungenanbieten, würdedie Zahl der Studienplätze sofortsteigen, es würde sich also in derLehre nichts verbessern. Es bleibenZusatzangebote und Tutorien. Nurwo werden sie eingerichtet? Dort,wo die Lehre schon jetzt besondersgut ist? Wo wenige Studierendesich einen Prof teilen? Denn hierweiß man ja scheinbar, wie guteLehre funktioniert und eine bessereAusbildung wäre mit zusätzlichenMitteln zu ermöglichen. Oderversucht man stattdessen, dieVorlesungen unserer Massenfächererträglich zu machen?Nur: Ist die Lehre nicht ein Fassohne Boden? Um auf die Betreuungsverhältnisseder „kleinenFakultäten“ zu kommen, bräuchteman vermutlich einen Großteil derMittel. Zusatzangebote sind sicherdie vom Sprachlehrzentrum angebotenenKurse. Seit kurzem kostendiese Angebote, die ein Studium invielen Bereichen erst richtig sinnvollmachen. Vielleicht sollte mandie Kapazitäten ausbauen unddie Gebühren wieder abschaffen.Auch ein Beitrag zum Hochschulsportsollte ab 2007 überflüssigsein, der „Studienbeitrag“ müsstesolche Leistungen einschließen.Großzügig ausgestattete CIP-Räumeund Kopieraccounts sind auchauf dem Wunschzettel.Das Fell des Bären ist also heißbegehrt, und wenn man den Gerüchtentrauen darf, ist es schonmehrfach verteilt. Es besteht also dieGefahr, dass am Ende überall nurein Fellfetzen ankommt, der keinemhilft. Der Studierende, dem das Fellvom Leib gerissen wurde, wird esaber schmerzlich vermissen.Fast vergessen scheint außerdem,dass nicht das ganze Geld von derUni verteilt werden darf. Verwaltungskostenfür Gebührenbescheide,Prüfungen von Anträgen zurBefreiung oder von Widersprüchenund vieles mehr wird einen Teil derMittel wieder auffressen. Darüberwill aber niemand nachdenken.SEITE 3Studiengebühren: Das Fell des Bären wird verteiltDas größte Loch in die Gedankenspielewird aber der Umstandreißen, dass ein Teil der Studierendenihre Gebühren nicht zahlenwird. Denn das Ausfallrisiko bei denStudienkrediten liegt bei den Hochschulen.Das heißt: Erzielt ein ehemaligerStudierender nach einemerfolglosen oder auch erfolgreichenStudium an unserer Uni kein ausreichendhohes Einkommen, z.B.aufgrund einer schlechtlaufendenSelbstständigkeit oder einer langenFamilienzeit, muss die Universitätden Kredit inklusive Zinsen übernehmen.Andere werden in denGenuss der gesetzlich festgelegtenKappungsgrenze (siehe Infobox)kommen. Allein diese Maßnahmenwerden nach konservativen Studiendes FIBS (Forschungsinstitut fürBildungs- und Sozialökonomie)Kosten in Höhe von 13-16% derEinnahmen produzieren.InfoBox: StudiengebührenAm 9. Dezember hat der niedersächsische Landtag durch dasHaushaltsbegleitgesetz allgemeine Studiengebühren (euphemistischStudienbeiträge genannt) eingeführt. Ab 1. Oktober 2006 werdenalle Erstsemester zur Kasse gebeten. Ein Semester später müssendann alle Studierenden zusätzlich zu den bereits schon üblichenRückmeldegebühren 500 Euro an die Universität überweisen. Damitist Niedersachsen in diesem Bereich bundesweit Spitze.Ausnahmen wird es kaum geben (siehe Wadenbeißer Nr. 62). Fürden Zeitraum der Regelstudienzeit und die folgenden vier Semestergibt es die Möglichkeit, einen Kredit zur Finanzierung aufzunehmen(Ausländer und ältere Studierende haben zum Teil keinen Anspruch).Die Gesamtverschuldung für BAföG und Studiengebühren beträgtmax. 15.000 Euro (Kappungsgrenze), die Rückzahlung des Studiengebührenkreditsbeginnt frühestens zwei Jahre nach Ende des Studiums.Zusätzlich muss der Darlehensnehmer ein Mindesteinkommenerzielen, sonst wird die Rückzahlung ausgesetzt.Kandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 29, Senat: 29Hauke BronsemaAgrar (3.)ULStuPa: 30, Senat: 30Desiree TheuerZahnmedizin (3.)UM'erStuPa: 31, Senat: 31Benjamin SeidelJura (3.)DAFStuPa: 32, Senat: 32Monika SkorupaBWL (11.)ADWStuPa: 33, Senat: 33Mark SakschewskiPhysik (7.), Mathe (5.)UPSStuPa: 34, Senat: 34Gundula GerlachMedizin (12.)UM'erStuPa: 35, Senat: 35Christian MoorkampJura (8.)DAFStuPa: 36, Senat: 36Stephan KaraschSport, VWL (MA 9.)11 FreundeStuPa: 37, Senat: 37Janina KleinVWL (7.)ADWStuPa: 38, Senat: 38Jens KopatzZahnmedizin (6.)UM'erStuPa: 39, Senat: 39Philipp NeizelJura (3.)DAFStuPa: 40, Senat: 40Torsten SteinbachWiPäd II (3.)ADWStuPa: 41, Senat: 41Elke DreyselRel.wiss., Arabistik (5.)AK Hist-PhilStuPa: 42, Senat: 42Sascha SchneiderBWL (8.)ADW


SEITE 4 ADF WadenbeißerSozialwissenschaften: Selektiv gut, Rest überflüssig?Im November des vergangenenJahres hatte der Präsident eineÜberraschung für seine Uni parat.Um einen Dienstag-Mittagherum noch ein Gerücht breitetesich schnell das Wort von massivenVeränderungswünschen desPräsidiums an der SozialwissenschaftlichenFakultät aus. ÜberFächerschließungen munkelteman. Leider allzu schnell wurdein aller HochschulöffentlichkeitGewissheit daraus: Geht es nachdes Präsidenten Vorstellungen,soll die Sowi-Fakultät bald einanderes Gesicht haben. DiePolitikwissenschaft, Pädagogikund Sportwissenschaft werdenals eigenständige Forschungseinrichtungenpraktisch aufhörenzu existieren – man soll sich aufLehroutput für Lehramtsfächerbeschränken. Gleichzeitig sollendie noch vorhandenen FächerSoziologie und Ethnologie durchStellen ergänzt werden. Damitsteht die Umstrukturierung ineinem landesweiten Kontext,denn als Argument musste herhalten,dass aufgrund von Finanzierungsschwierigkeitensichdas Land Niedersachsen nichtmehr überall alle Fächer leistenkönne/wolle.KANDIDAT ZUM UNWORT DESJAHRES – CLUSTERN!Getreu dem Motto „Stärkenstärken“ sollen bestimmte Fächersinnvoll an wenigen Universitätenzusammengelegt werden. Dasganze nennt sich dann clustern.So soll die Soziologie Hannoversnach Göttingen kommen, dafürexportieren wir unsere Politik zurück(Sport und Pädagogik werdenhier hingegen „nur“ gekürzt).In dieser Absicht der Landesregierungliegt auch begründet, warumder Fall Sowi kein singuläresProblem einer einzelnen Fakultätist. Es lassen sich nämlich nochmehr Fächer clustern und damitan einzelnen Hochschulen wegkürzen.Warum nicht BWL nachHannover, Forstwissenschaftenauf den Mond und unsere Physiknach Clausthal? Na gut, letzteresvielleicht nicht, denn wenn es inNiedersachsen eine Physik mitRenommee gibt, dann unsere.Andererseits hat das Argumentder internationalen Bekanntheitden Präsidenten nicht davonabgehalten, die Politik hier dichtmachenzu wollen.GEZIELTE DESINFORMATIONSo arbeitet er denn auch mit fadenscheinigenArgumenten. DerPräsident sagt, clustern machtSinn und soll Sinn machen. Wennaber der Ausbau eines sportwissenschaftlichenStandorts inNiedersachsen Sinn macht, danndesjenigen in Göttingen. DasGegenteil ist jedoch der Fall.Er beruft sich im Fall der Politikauf Gutachten und versucht, zumTeil mit gezielter Desinformationden Eindruck zu vermitteln, dasssie hier so schlecht sei, dass ihrjegliches Entwicklungspotentialfehlt. Das Gegenteil steht im Gutachtender WissenschaftlichenKommission Niedersachsen.Darüber hinaus ist die Politikdas Fach schlechthin, dass dieUniversität immer wieder in dieMedien bringt und so enorm zurSichtbarkeit der Universität beiträgt– ein Wert im zunehmendenHochschulwettbewerb, der nichthoch genug zu bewerten ist. Davonabgesehen war es der Impulsaus Göttingen, die wissenschaftlicheDisziplin Staatslehre im 18.Jahrhundert überhaupt ins Lebenzu rufen. Auch Tradition scheintnicht viel zu gelten, wenn das einzigeStreben der Universität derExzellenz in allen Bereichen giltund auf jene verzichtet werdensoll, die diese nicht besitzen.Neben dieser völlig einseitigenHerangehensweise an Hochschulentwicklungfällt das Präsidiumim Fall Sozialwissenschaftenauch durch mangelhafte Planungauf: Die Auswirkungen einer extremenReduzierung der oben genanntenStudiengänge auf andereFakultäten, wie beispielsweisedie Geisteswissenschaften, Juraoder Wirtschaftswissenschaften,wurde mit der kürzlich vorgetragenenAussage begegnet, dafürhätte man keine Zeit gehabt.Seit etwa einem halben Jahrbastelt das Präsidium an seinenVorschlägen und schafft es nichteinmal, seine eigene StabsstelleControlling danach zu fragen?Die Philosophische Fakultät hatdie Zahlen in einer Woche zusammenstellenkönnen. Mit dennüchternen Fakten konfrontiert,dass weite Teile von Fächernmit neuzeitlichem Gegenstandin den Geisteswissenschaftenohne Politik bis zu 50% ihrerStudierenden verlieren und dassdie Kalkulationen des Präsidiumszur Auslastung der Fächerauf willkürlichen und falschenDarstellungen beruhen, hat sichdas Präsidium nun entschieden,diese „Flurschäden“, welche dieUmstrukturierung begleiten, zuprüfen. Etwas, das in jedem Fallvor einem so weitreichendenVorschlag zu geschehen hat.FAZITEs bleibt also festzuhalten, dassdas Präsidium in Sachen Umstrukturierung,die ohnehin fragwürdigist, schlampig und fahrlässiggearbeitet hat.Fakt ist jedoch, dass immerweniger Geld da ist, dass esden Landeszwang zur Cluster-Bildung gibt, dass die Uni, willsie in der Exzellenzinitiative desBundes berücksichtigt werden,entsprechende Anstrengungenunternehmen muss, sich mitSchwerpunkten zu profilieren.Daher ist es uns wichtig, dassdie Diskussion von beiden Seiten– Präsidium und Betroffene – aufeiner sachlichen Ebene geführtwird. Es bringt nichts, Präsidienzu besetzen oder den verbalenUmgang auf NS-Terminologiezu reduzieren: Genauso wenigbringt es, Entscheidungen arrogantvon oben zu dekretieren, zusagen: „Das machen wir jetzt so!“und auf Kritik der Betroffenenüberhaupt nicht einzugehen. Soführt man keine Universität.Kandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 43, Senat: 43Renke WilkenAgrar (1.)ULStuPa: 44, Senat: 44Andrea FiegePhysik (8.), Mathe (4.)UPSStuPa: 45, Senat: 45Nicole FristerJura (9.)DAFStuPa: 46, Senat: 46Matthias EulertMathe (6.)UFIMStuPa: 47, Senat: 47Friederike ThiesSport (4.), Pädagogik (5.)11 FreundeStuPa: 48, Senat: 48Reke MichaelisJura (9.)DAFStuPa: 49, Senat: 49Chen ChenSport, Pädagogik (10.)StuPa: 50, Senat: 50ChristianSchmiedgenVWL (7.), ADWStuPa: 51, Senat: 51Dorte WedekindBWL (6.)ADWStuPa: 52, Senat: 52Acil HasanZahnmedizin (6.)StuPa: 53, Senat: 53Hagen KrügerJura (5.)DAFStuPa: 54, Senat: 54Sebastian DuddaBWL (3.)ADWStuPa: 55, Senat: 55Martin RohdenPhysik (7.)UPSStuPa: 56, Senat: 56Katharina PeukeJura (5.)DAF


ADF WadenbeißerOhne allzu philosophisch werdenzu wollen, darf man wohl mit einigerTrefflichkeit feststellen, dassnahezu alles und zu jeder Zeiteinem gewissen Wandel unterliegt.Zeiten ändern sich, sagt schon einaltes lateinisches Sprichwort. DieUniversität als ganzes ist davonnicht ausgenommen.Die europäischen Staaten habensich im Juni 1999 in Bologna aufMaßnahmen zur Harmonisierungdes Hochschulwesens geeinigt(daher die Bezeichnung ‚Bologna-Prozess’; Wadenbeißer Nr. 42 vom16.12.2002). Schwerpunkte sinddabei die Förderung von Mobilität,internationaler Wettbewerbs- undBeschäftigungsfähigkeit. Strukturellsah man daher die Schaffungvergleichbarer Abschlüsse aufzwei Stufen (eben im Wesentlichenheute Bachelor und Master) vor;die Studiengänge sollten modularisiertwerden und auf einem einheitlichenLeistungspunktesystembasieren. Ferner sollten QualitätssicherungsverfahrenEinzug halten,wie sie etwa mit der Akkreditierungetabliert wurden.Gerade in Deutschland hat sichschnell eine gewisse Vorbehaltskulturentwickelt, eine vermeintlicheVerschulung wurde angeprangert,ja das Ende der Wissenschaft, wieman sie kannte, heraufbeschworen.Sicherlich geht der Bologna-Prozess mit dem einen oder anderenParadigmenwechsel einher,jedoch sollte dies allein nicht zurVerteufelung der Idee – und diesenTitel verdient sie schon – führen.Sicherlich auch hat das SystemUniversität – es wird ja gern als inseiner Schwerfälligkeit artverwandtmit Hochseetankern angesehen– auch in Göttingen seine Schwierigkeiten,die Vorgaben der Politikumzusetzen. Weil es sich aberum tiefgehende Veränderungenhandelt, darf man hier auch nichtzuviel erwarten. Alles braucht seineZeit, und nicht alles funktioniert beierster Anwendung.Der Bachelor, das unbekannteWesen. Wohin geht er? Was willer einmal sein, der ‚Junggeselle’– oder besser: ‚der geschlechtsreifemännliche Seebär ohneWeibchen’? Nicht wenige gibt esja bereits in Göttingen, etwa in denAgrar-, Forst- oder Wirtschaftswissenschaften,im Lehramtsprofil des2-Fach-Bachelor. Es kann nichtallen Ernstes mit Bedauern aufsie herabgeschaut werden, weilsie nicht mehr in den Genuss desaltehrwürdigen Diplom, Magisteroder Staatsexamen kommen; eskann nicht sein, dass man ihnendie Verdammnis zur zweitklassigenWissenschaft vormacht, wie dasteilweise geschieht. Das wird ihnennicht gerecht, denn ganz sicherwerden sie, werdet ihr als Bachelor-Studierende eueren Weg gehen.Es ist nicht die Aufgabe der Hochschulpolitik,erst recht nicht derstudentischen, die gerade erst sichentwickelnde Sandbank mit einemMeer aus Zweifeln zu überspülen.Vielmehr ist es wichtig, jetzt dierichtigen Weichen zu stellen, dieneuen Strukturen und insbesondereihre Stärken zu nutzen, Sinnvolleszu gestalten und sich bietendeChancen anzunehmen, ohne dabeiallzu viel zu missverstehen. Abergenug der Metaphorik.Ja, es ist erlaubt, ein wenig Unverständniszu zeigen, wenn vonaußen propagiert wird, die Studienzeitenmüssten sich verringern,das bisherige Modell von grundständigenStudiengängen von inder Regel neun Semestern aber aufein 6+4-System umgestellt wird,welches mehr Betreuung erfordert,SEITE 5Über den Jungfernflugneuer StudienstrukturenSchwierigkeiten und Missverständnisse um Bachelor & MasterBologna-ProzessSuche nachPerspektivenvon Andre Dorenbuschfür die wiederum weniger Mittel zuVerfügung stehen. Das ist schoneine Art Gordischer Knoten, unddie Universität sollte den Mut haben,das Land hier ganz ausdrücklichin die Pflicht zu nehmen.Umsetzung an derUniversität fördernDerzeit entwickeln nahezu alleFächer neue Prüfungs-, StudienundZugangsordnungen odernehmen Änderungen an den schonexistierenden vor. Wir stehen vorbzw. mitten in den wichtigsten Richtungsentscheidungenim BereichLehre der letzten zwei Dekaden.Auch die Studierenden sind hier inder Pflicht, ihre Erfahrung und ihreVorstellung über das Machbareeinzubringen. Die ADF tut dies– im Senat und seinen Kommissionen,an vielen Fakultäten undin den Fächern vor Ort. Vielesist im vergangenen Jahr erreichtworden – wir haben eine für dieStudierenden sicher nicht schlechte‚Allgemeine Prüfungsordnung’(APO) auf den Weg gebracht (sieheWadenbeißer 61); auch eineMusterzulassungsordnung liegtinzwischen vor. Ein Gutteil aberliegt noch vor uns – gerade jener,der darüber entscheiden wird, obKandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 57, Senat: 57Dennis HobbiesiefkenSoziol. (7.), WiInf (11.)ADWStuPa: 58, Senat: 58Veit HesseSport (15.)11 FreundeStuPa: 59, Senat: 59Anja LipsBWL (5.)ADWStuPa: 60, Senat: 60Hendrik BielfeldtAgrar (1.)ULStuPa: 61, Senat: 61Chris LudewigDeutsch, Gesch.(LG 5.)AK Hist-PhilStuPa: 62, Senat: 62Lisi SchmahlJura (3.)DAFStuPa: 63, Senat: 63Joachim DürrPhysik (7.)UPSStuPa: 64, Senat: 64Christian DahlWiInf (8.)ADWStuPa: 65, Senat: 65Julian DrosteBA Economics (5.)StuPa: 66, Senat: 66Bianca WilmesWiPäd I (3.)ADWStuPa: 67, Senat: 67Ulf SeideJura (3.)DAFStuPa: 68, Senat: 68Lilia MantaiSport, Englisch11 FreundeStuPa: 69, Senat: 69Dennis DombrowskiBWL (6.)ADWStuPa: 70, Senat: 70Tobias HillegeistJura (5.)DAF


SEITE 6 ADF WadenbeißerBachelor und Master in Göttingenein Erfolg werden, - die individuellenModulpläne der Fächer.Wenn man sich eine Weile mitPrüfungsordnungen und Studienplänenunterschiedlichster Couleurbeschäftigt hat, bildet sich einSinn für entstehende Problemeheraus. Man lernt immer hinzu,und manches von dem, was beiden Vorreitern des Prozesses, etwain den Wirtschaftswissenschaften,als zumindest akzeptabel schien,will man sicherlich am liebstenschon gestern wieder geänderthaben. Man kann etwa moderateKick-Out-Regelungen in derfrühen Studienphase akzeptieren,wenn vermutet werden kann, dasssie den Kandidatinnen und Kandidatenletztlich nützen; globaleFilter hingegen, die nach drei, fünfoder auch neun Semestern alleinanhand der erreichten Credits zurExmatrikulation von Amts wegenführen, waren, sind und bleiben– insbesondere in Zeiten eingeführterStudienbeiträge – ganz und garinakzeptabel.StrukturelleMissverständnisseDen BA/MA-Strukturen wird gernder Vorwurf gemacht, sie führtenzur Verschulung der Universitätenund zur Einschränkung vonWahlmöglichkeiten für Studierende.Das aber ist vor allem einMissverständnis. Modularisierungbedeutet zunächst einmal nur, dassüberschaubare Lehr- und Lerneinheitenzu bestimmten Themenoder Themengebieten eines Fachesgebildet werden, die den Studierendendefinierte Kompetenzenvermitteln und mit einer in der Regelbenoteten Prüfung enden, die wiederumzumeist in die Abschlussnoteeingeht. Die Kompetenzen geltendamit als erreicht – das macht dasklassische Examen zum Ende desStudiums überflüssig.Was die Struktur nicht vorgibt, istdie Art und Weise, wie man Modulemit Inhalten füllt bzw. welche Veranstaltungenangeboten werden. Hiererübrigt sich viel der Kritik, wenn dieFächer darauf achten, Flexibilität zuwahren. Es ist gänzlich orthogonalzur ‚Idee’, in einem Bachelor-Studiengang von sechs Semesternetwa ganze Ketten von mehrerenmehrsemestrigen Modulen vorzusehen,die streng aufeinanderaufbauen und bis hin zur einzelnenLehrveranstaltung gesetzt sind. Dasführt tatsächlich dazu, dass keineWahlmöglichkeiten mehr existieren,dass keine Mobilität möglich ist,dass Prüfungslast sich in einzelnenSemestern konzentriert, ja dass manes sich nicht einmal erlauben kann,auch nur eine einzige Prüfung nichtim Erstversuch zu bestehen, ohneein Jahr zu verlieren. Das ist allesvöllig widersinnig, und natürlich inkeiner Weise studierbar – dennochlassen sich tatsächlich Fächer hierin Göttingen dazu verleiten, genauso etwas allen Ernstes – und offenbarbis dahin an den Studierendenvorbei – zu planen.Es spricht doch nichts dagegen, nurüberschaubare Kerncurricula alsverpflichtend für alle Studierendenzu definieren; es spricht nichtsdagegen, Spezialisierung und Studiumnach individuellen Interessenin ausgedehnten Wahlpflicht- undWahlbereichen zu ermöglichen;es spricht nichts dagegen, geradeauch innerhalb von Modulenmöglichst viel Flexibilität vorzusehen,und eben nicht den Versuchzu unternehmen, Absolventinnenund Absolventen in einheitlicherKonfektionsgröße zu ‚produzieren’.Das ist letztlich doch entscheidendfür Mobilität und Berufsqualifikation.Bachelor und Master sind ebennicht strukturell bedingt wenigerflexibel als die auslaufenden Studiengänge;es kommt einzig undallein darauf an, wie man sie mitLeben füllt – und es gibt auch hierin Göttingen schon sehr sehenswerteVorlagen dazu.Das Märchen von derKombinierbarkeitAuch andere Märchen müssen wiruns nicht einreden lassen – etwain puncto Kombinierbarkeit vonFächern. Man kann doch nichternsthaft glauben, dass an einerVolluniversität quasi alles mitallem überschneidungsfrei undohne Zeitverlust kombinierbar sei,überhaupt sein könnte oder aberjemals war. Das betrifft vor allemden 2-Fach-Bachelor, der einsehr ansehnliches Spektrum ganzverschiedener Fächer (nicht nur imLehramt) unter einen Hut bringenmöchte. Schon allein die großeZahl verdeutlicht, dass immer dieeine oder andere Pflichtveranstaltungsich überschneiden wird.Es gibt Mittel und Wege, das zuminimieren, etwa durch eine schonoben angesprochene Flexibilität,Module wo möglich nicht voneinzelnen Lehrveranstaltungenabhängig zu machen, sondernWahlmöglichkeiten zu belassen,oder aber strukturell durch universitätsweiteAngleichung der Veranstaltungs-Zeitfenster,die sicherfrüher oder später kommen wird.Dass die Universität vor diesemHintergrund aber nicht für jededenkbare Kombination ein Studiumin Regelstudienzeit garantierenkann und dies auch niemandemvormacht, ist ein Stück Ehrlichkeit,die schon der bisherigen Realitätentspricht.Innovation workloadEin Gewinn für die Studierendenist sicher die Einführung einesAnrechnungs- oder Leistungspunktesystems,das auf dem studentischenArbeitsaufwand (‚workload’)basiert. Es muss endlich einmaldaran gedacht werden, welcherAufwand zu jeder Zeit des Studiumseigentlich entsteht; und das ist einemessbare Größe, auf die sich dieStudierenden auch werden berufenkönnen. Hier geht es auch nicht nurum die vereinfachte Anrechenbarkeitvon Leistungen aus früherenStudien oder Auslandssemestern.Die Curricula werden angepasstwerden müssen, wenn deutlicheDifferenzen zwischen Soll und Istentstehen, und wir werden wohlein Stück weit mehr Gerechtigkeiterhalten, als das etwa in den bisherigenDiplom-Fächern der Fallist, die alle eine Regelstudienzeitvon neun Semestern aufweisen,von denen realiter aber die einendurchaus auch gut in sechs, dieanderen aber nur mit Mühe in zwölfSemestern wirklich erfolgreich studierbarsind. Das ein oder andereinteressante Aha-Erlebnis wird unshier sicher noch begegnen, wennauch in den letzten Ecken derKandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 71, Senat: 71Andrea KnuePhysik (3.)UPSStuPa: 72, Senat: 72Christoph SchmitzAgrar (5.)ULStuPa: 73, Senat: 73Nadine BehnckeVWL (7.)ADWStuPa: 74, Senat: 74Hennig StaedtZahnmedizin (3.)UM'erStuPa: 75, Senat: 75Tobias PaetzoldMathe, Sport (LG 7.)UFIMStuPa: 76, Senat: 76Julie AbtJura (7.), Politik (3.)DAFStuPa: 77, Senat: 77Ole ZipfelVWL (10.)ADWStuPa: 78, Senat: 78Lasse HoyerGesch., Latein (LG 9.)AK Hist-PhilStuPa: 79, Senat: 79Anna MotzJura (5.)DAFStuPa: 80, Senat: 80Joachim BöskeLatein, Sport (LG 5.)11 FreundeStuPa: 81, Senat: 81Gudrun UllrichPsychologie (5.)StuPa: 82, Senat: 82Raphael FlorePhysik (1.)UPSStuPa: 83, Senat: 83Lukas große KlönneWiPäd I (10.)ADWStuPa: 84, Senat: 84Yu-Ri ChungMA Int. EconomicsADW


Hallo, liebe Leser!Das Sommersemester hat begonnen. Lange Schlangen bilden sich an den Ausgabeterminals derneuen Chipkarte. Doch er kann leider fast nichts, der neue Studienausweis. Während die Chipkarten-Einführungvon der Universität in hohem Tempo forciert wurde, blieben die potentiellenAnwendungen – wie z.B. Kopier- und Druckfunktionen, Bezahlen in der Mensa – schlichtweg aufder Strecke. Wir hoffen, dass die Universität ihre Hausaufgaben nun nachholt, ansonsten bleibtder teure High-Tech-Studienausweis vor allem eines: Nutzlos.Ralf MayrhoferAUS DEM INHALTSeite 3Testphase beginnt im SommerSeite 3Seite 4von Andreas LompePhysiker und Mediziner haben rende besteht derzeit der einzige die Essensmarken abzuschaffen sofort lange Schlangen vor densie schon länger: Die Chipkarte Zusatznutzen verglichen mit dem und die Bezahlung per Chipkarte Essensausgaben bilden würden,(Erläuterung der Technik siehe alten Papier-Studienausweis darin,dass man mit Kommilitonen Kosten für die Umrüstung der als Puffer wegfielen. Einzig in dereinzuführen. Neben den hohen wenn die KartenverkaufsschalterWadenbeißer Nr. 50). Jetztkommen auch die Studierenden vergleichen kann, wer das peinlichsteFoto auf seiner Karte hat. tung von Terminals,Ausgabestellen und die Einrich-nicht durch das Studentenwerkder anderen Fakultäten in denGenuss eines Studienausweises Die Funktionen, die die Karte an denen man Geldim Scheckkartenformat. Doch einmal haben soll, sind auch auf die Karte buchenvor der Freude über die schicke jetzt noch größtenteils reine Fiktion.Das Studentenwerk lässt kei-vor allem, dass sichkann, fürchtet manKarte mit dem eigenen Konterfeivorne drauf heißt es für die nen besonderen Eifer erkennen, zur Stoßzeit um 13 Uhrmeisten erst einmal Anstehen vorden Ausgabestellen. Haben dieRund 2.500 Karten inzwei Wochen ausgegebenWartezeiten an den ersten Tagenweit über eine Stunde betragen,so ist der erste Ansturm – rund2.500 ausgegebene Karten inden ersten beiden Wochen – inzwischenabgeebbt. Momentanmuss man im ZHG mittags einegute halbe Stunde einkalkulieren.Deutlich kürzer wartet, wererst nachmittags kommt oder dieAusgabestelle in der Nordmensaaufsucht. Oder wer einfach abwartet.Denn die Karte wird erstzum Wintersemester Pflicht. Undeine „Killer-Applikation“, die dieKarte unverzichtbar machenwürde, gibt es nicht.Lange Schlangen vor der Chipkarten-Ausgabe: Der Nutzen der schicken Plastikausweise ist nochIm Gegenteil: Für viele Studie-gering. Die Terminals (oberes Bild) sind nichts für kleine Leute.ADF WadenbeißerUniversität – insbesondere vielenNaturwissenschaften – angekommenist, dass auch die Master-Arbeit in einem halben Jahr zuschreiben wird sein müssen, unddass die teilweise derzeit üblichenaufgeblähten Diplomarbeiten,die man schon fast Dissertationnennen kann, der Vergangenheitangehören werden.Auf dem richtigen WegAlles in allem muss man feststellen:Bachelor und Master sind wederTeufelswerk noch der tiefe Fall ineine Welt der wertlosen Lehre. Wirsind auf dem Weg einer Veränderung,deren Ende noch nicht wohldefiniert ist. Wir sind noch nichteinmal sehr weit auf diesem Weg.Es ist erlaubt, Bedenken zu haben,ja. Aber wir – die Studierenden– haben die Möglichkeiten, denWeg mit zu gestalten; wir habendie Möglichkeit, Flexibilität einzufordernund unsinnige Verschulungzu vermeiden; wir haben die Möglichkeit,für den sinnvollen Einbauvon Sprach- und Schlüsselqualifikationenuns ins Zeug zu legen;wir können beeinflussen, wie etwader Zugang zu den Master-Studiengängengeregelt wird. Es liegtmit an uns, dass in einem Prozess,der für alle Beteiligten eigentlichviel zu schnell ablaufen muss, nichtzu viele Fehler gemacht werden,zuviel unbedacht bleibt und dannwir – die Studierenden – im Endedie eigentlich Leidtragenden sind.Die ADF will diesen Weg weiterbegleiten, wie sie es bisher getanhat, damit auch Bachelor undMaster im Sinne der Studierendenein Erfolgsmodell werden.Nach einer ganzen Folge von Problemenrund um die Lehrevaluationund die Erarbeitung einer entsprechendenOrdnung (s. WadenbeißerNr. 61) geht es nun doch wiedervoran.Nein, eine Evaluationsordnung gibtes noch nicht – der Senat wird siewohl erst nach Ende der Vorlesungszeitbeschließen können. Dennochwird an vielen Fakultäten schon indiesem Januar auf freiwilliger Basisevaluiert – im Online-Verfahren.Das System ist relativ einfach. WirStudierenden erhalten in der Lehrveranstaltungjeweils eine TAN, mitder man sich im System einloggenkann. Die TANs werden am 13.Januar an die Dozenten zur Ausgabean die Studierenden verteilt; abdiesem Zeitpunkt ist die Evaluationbis mindestens zum 24. Januarmöglich.Evaluiert werden Veranstaltungen inden Fakultäten Jura, Mathe, Physik,Chemie, Geo, Agrar, Wiwi und imSprachlehrzentrum. Allerdings istdie Teilnahme für die Dozenten indiesem Semester noch freiwillig, sodasswir abhängig von Dozent bzw.Veranstaltung entweder evaluierendürfen, oder aber auch nicht. Erst imSommer – nach Verabschiedung derEvaluationsordnung – wird das Systemsozusagen scharf geschaltet.Die Fragebögen werden aus mindestenszwei Teilen bestehen, nämlicheinem Katalog von Fragen, deruniversitätsweit für jeden Lehrveranstaltungstypidentisch ausfällt, sowieeinem für jede Fakultät individuellenTeil, den die Fakultät auch jeweilsselbst festgelegt hat. Die zentralenFragen sind dabei eine Art Screening-Instrument,das im Prinzipnichts anderes tut als sozusagen die‚Kundenzufriedenheit’ zu messen.Das muss an sich nichts über guteoder schlechte Lehre aussagen, istaber zumindest ein recht einschlägigerIndikator, dem man dann jeweilsnäher auf den Zahn fühlen muss.Über die Fragen der Fakultäten kannman wenig Einheitliches berichten.Es kann sich um ganze FragebögenSEITE 7Jetzt doch:Lehrevaluation im JanuarVom 13. bis 24. Januar evaluieren Studierende aus sieben Fakultäten ihre Lehrehandeln, wie sie vielleicht schonbisher verwendet wurden, aber auchetwa um einzelne Freitexteingaben.Lasst euch überraschen! Für entsprechendeVeranstaltungen werden dieFragebögen auch englischsprachigvorgehalten.Somit sind wir nun endlich wiederauf dem richtigen Weg hin zu einemfunktionierenden Qualitätssicherungssystemin der Lehre, das es inden nächsten Monaten auszubauenund zu verbessern gilt. Wir als ADFwollen diesen Prozess wie in denvergangenen drei Jahren auch weiterhinüber den Senat und den AStAim Sinne der Studierenden begleitenund voranbringen.Der Wadenbeißer im NetzWADENBEISSER-ARCHIV IM INTERNETImmer wieder werden wir gefragt,wo man auch ältere Ausgaben desWadenbeißers bekommen kann, dawir uns in unseren Artikeln desöfterenauch auf frühere Ausgabenbeziehen. Die Antwort ist einfach:Seit mittlerweile fünf Jahren stellen wirzeitgleich mit Beginn der Verteilung dergedruckten Ausgabe den Wadenbeißerin elektronischer Form auf unsererWebseitewww.wadenbeisser-online.devon Andre DorenbuschADF N r. 5 3 - 1 9 . 0 4 . 2 0 0 4 E d i t o r i a lStupa verabschiedetOrga-SatzungLehrevaluationUni-Wahlen 2004MEINE NEUE CHIPKARTEKANN... FAST NICHTS?!Universität führt teuren High-Tech-Studienausweis ein – und spart sich die Anwendungenzum Download bereit. Im Wadenbeißer-Archiv liegen alle Ausgaben,die seit Oktober 2000 erschienen sind (ab Nr. 25), im pdf-Format.Kandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 85, Senat: 85Tim RischmüllerJura (3.)DAFStuPa: 86, Senat: 86Helge FeddersenBWL (2.)ADWStuPa: 87, Senat: 87Thomas MüllerJura (8.)DAFStuPa: 88, Senat: 88Neele PfeifferVWL, Germanistik (3.)ADWStuPa: 89, Senat: 89Hanno HirchAgrar (3.)ULStuPa: 90, Senat: 90Michael ZybarthSport, Pädagogik (MA 4.)11 FreundeStuPa: 91, Senat: 91Mara SolkaB.Sc. BWL (2.)ADWStuPa: 92, Senat: 92Michael PipiorkeChemie, Latein,Griechisch (LG 6.)StuPa: 93, Senat: 93Falk HagedornJura (2.)DAFStuPa: 94, Senat: 94Bartosz WisniewskiEnglisch, VWL (5.)ADWStuPa: 95, Senat: 95Jan-Frederik LückeWiInf (3.)ADWStuPa: 96, Senat: 96Sandra MeeseChemie (1.)StuPa: 97, Senat: 97Daniel DöbelJura (1.)DAFStuPa: 98, Senat: 98Marie MeihsnerDeutsch, Griechisch (2.)AK Hist-Phil


SEITE 8 ADF WadenbeißerWIR VERTRETEN EURE INTERESSENDie Uni-Wahlen stehen vor derTür und wieder einmal entscheidetihr, wer in diesem Jahr in denGremien der studentischen undakademischen Selbstverwaltung(Stupa, AStA, Senat, …) euereInteressen vertreten darf. Wir, dieArbeitsgemeinschaft DemokratischerFachschaftsmitglieder (ADF),wollen uns im Folgenden daheretwas genauer vorstellen, auchwenn viele von euch uns sicherlichbereits durch den Wadenbeißerkennen gelernt haben, mit dem wireuch mehrmals im Semester überaktuelle Ereignisse und Themen anunserer Uni informieren.UNSERE GESCHICHTEIm Herbst 1993, also vor über 12Jahren, wurde die ADF gegründet.Die hochschulpolitische Realität anunserer Uni sah damals noch ganzanders aus als heute: Die GöttingerHochschulpolitik wurde vonLinksaußen-Gruppen dominiert,die im AStA und im Studierendenparlamentvornehmlich die studentischenGelder für ihren Kampfgegen den Kapitalismus und den„Polizeistaat“ sowie gegen dieAtomkraft und Castor-Transporteverwendeten. Eine Beschäftigungmit den für die Studierendenwichtigen Themen, wie der Studien-oder BAföG-Reform wurdemit der Begründung abgelehnt,dass diese die Revolution gegendas „überkommene kapitalistischeGesellschaftssystem“ ohnehinnur unnötig hinauszögerten. Ausdiesem Grund schlossen sich imHerbst 1993 Vertreter von unabhängigenFachschaftsgruppen anden Fakultäten – wie der ADW,der DAF und den UM‘ern – zusammen,um sich gemeinsam füreine studierendeninteressennahestudentische Vertretung auf Universitätsebeneeinzusetzen: DieADF war geboren. Seither sindweitere Fachschaftsgruppen undeinzelne Studierende aus vielenFakultäten zu uns gekommen.Letztendlich so viele, dass wirheute mit über 250 Mitgliederndie größte hochschulpolitischeGruppe Göttingens sind.UNSERE ZUSAMMENSETZUNGDie ADF ist zum einen als Dachverband(siehe Abbildung) für dievielen unabhängigen Fachschaftsgruppenan den Fakultäten zuHochschulebeneFakultätsebeneADWArbeitsgemeinschaftDemokratischerWirtschaftswissenschaftlerWiWi-FakultätULUnabhängigeLandwirteAgrar-Fakultätsehen. Nunmehr sind die ADW(Arbeitsgemeinschaft DemokratischerWirtschaftswissenschaftler),die DAF (Demokratische AktionFachschaft, Jura), DAS! (DemokratischeAktion Sowi), UFIM(Unabhängige Fachschaftsgruppefür Informatiker und Mathematiker),UL (Unabhängige Landwirte)und UPS (Unabhängige PhysikStudierende) bei uns. Auch einigeMitglieder des AK Hist-Philengagieren sich mittlerweile in derADF. – Doch nicht alle unserer Mitgliedersind auf Fachschaftsebeneorganisiert. Im Laufe der Zeit sindviele weitere Studierende aus fastallen Fakultäten zu uns gestoßen,um gemeinsam an der Verbesserungder Studienbedingungen anunserer Uni mitzuwirken.ADFArbeitsgemeinschaft Demokratischer FachschaftsmitgliederDAFDemokratischeAktionFachschaftJura-FakultätUFIMUnabhängige Fachschaftsgruppefür Informatikerund MathematikerMathe-FakultätUPSUnabhängigePhysikStudierendePhysik-FakultätDAS!DemokratischeAktionSowiSowi-FakultätUnabhängige Vertreter aus anderen Fakultäten:Philosophie, Medizin, Chemie, Biologie / Psychologie...WIE "POLITISCH" IST DIE ADF?Bleibt die Frage, welche politischeAusrichtung die ADF eigentlichhat. Wer sich als Studierender gelegentlicheine der Publikationender anderen hochschulpolitischenGruppen ergattern kann, wirdmöglicherweise verwirrt sein.Der rechts-konservative RCDS„beschimpfte“ uns seinerzeit als„links“, weil wir es im Jahr 2004wagten, uns für den Beitritt derGöttinger Studierendenschaft inden Dachverband der Studierendenschaften(fzs) einzusetzen.Die Göttinger Linke kategorisiertuns wiederum als "rechts", weilwir mit unserer Konzentration aufdie studentischen Interessen dieRessourcen der Studierendenschaftdem „wichtigen Kampf gegen diekapitalistische Verwertungsmaschi-Kandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 99, Senat: 99Florian TegelerPhysik (7.), Inform. (1.)UPSStuPa: 100, Senat: 100Jan PolaszVWL (3.)ADWStuPa: 101, Senat: 101Steffen KlemerPhysik (1.)UPSStuPa: 102, Senat: 102Nicolas KaraschSport, VWL (MA 9.)11 FreundeStuPa: 103, Senat: 103Ashkan SaljoughiJura (3.)DAFStuPa: 104, Senat: 104Harm WaßmußAgrar (5.)ULStuPa: 105, Senat: 105Sara BoeckmannJura (7.)DAFStuPa: 106, Senat: 106Kamil BanaczekEnglisch, VWL (5.)ADWStuPa: 107, Senat: 107Ahmad AlabsiMedizin (5.)StuPa: 108, Senat: 108Ulrich KöllnerJura (9.)DAFStuPa: 109, Senat: 109Tilman HünekePhysik (1.)UPSStuPa: 110, Senat: 110Eva JulianeNorrenbrockBWL (2.), ADWStuPa: 111, Senat: 111Xiangcai MuMathe (5.)UFIMStuPa: 112, Senat: 112Malte LosertSport, Pädagogik11 Freunde


ADF WadenbeißerSEITE 9nerie“ vorenthalten und angeblichden „gesamtgesellschaftlichenKontext“ außer Acht lassen.Schon daran sieht man, dass wirnicht wirklich in das klassischeLinks-Rechts-Schema gehören.Unsere „Politik“ ist an den studentischenInteressen orientiert,ganz ohne allgemeinpolitischeAusrichtung. Allerdings sollteman das nicht missverstehen. Wirsind kein Haufen Unpolitischeroder politisch Desinteressierter.Nicht wenige unserer Mitgliederengagieren sich außerhalb der Uniin politischen Parteien; SPD undCDU sind dabei ebenso vertretenwie FDP und Grüne. Aber geradedaran sieht man, dass die ADF keineeinheitliche allgemeinpolitischeMeinung vertreten kann (und will).Für die Vertretung studentischerInteressen in den Gremien der Universitätund der Studierendenschaftist das auch gar nicht notwendig.Die studentischen Gremien sindvom Gesetzgeber für die Vertretungder studentischen Interessengeschaffen worden (und zwarim § 20 des NiedersächsischenHochschulgesetzes). Ins StuPa undin den AStA gehören somit geradenicht Diskussionen über Gen-Mais,die Hartz-Gesetze, die Asylpolitikdes Bundes oder die Atomkraft.Warum auch? Das Studierendenparlamenthat für diese Bereichekeinerlei Beschlussfassungskompetenzen.Hierfür gibt es in Deutschlandandere Organe (Bundestag,Landtag, Kommunalparlamente),für die – von einem Teil der ausländischenStudierenden einmalabgesehen – jeder Studierendebei jeweils eigenen Wahlen ebensoeine Stimme hat, um auf derjeweiligen politischen Ebene seinePräferenzen auszudrücken. Bei denWahlen zum Studierendenparlamentsollte es daher um wirklichstudentische Themen gehen, wiebei den Bundestagswahlen ebenbundespolitische Themen (wiez.B. die Lage des Arbeitsmarktesoder die Atomkraft) im Mittelpunktstehen. Dabei gehört esnatürlich auch zu den Aufgabeneiner Studierendenvertretung, beibundes- oder landespolitischenThemen, die die Studierendendirekt als Studierende betreffen(wie z.B. Studiengebühren oderBAföG), im Sinne der Studierendenauf die entsprechenden Organeeinzuwirken und Entscheidungenim Sinne der Studierenden zubeeinflussen. Die Grenze ziehenwir als ADF bei Themen, dieuns nicht mehr als Studierende,sondern sozusagen nur noch alsBundes- oder Landesbürger betreffen– unabhängig davon, dasswir Studierende sind. So findet ihrbei uns im Folgenden neben obengenannten auch Themen wie dieHochschulzulassung und die Novellierungdes NHG, aber ebennicht die Asylgesetzgesetzgebung,LKW-Maut oder die aktuellenKonflikte des US-Präsidenten (wasaber nicht heißt, dass sich bei unsniemand außerhalb seiner Tätigkeitin der ADF mit diesen Themenauseinandersetzt).UNSERE ARBEIT IM LETZTEN JAHRVon uns hört man nicht nur imWahlkampf. Gerade mit unsererZeitung „Wadenbeißer“, die wirregelmäßig und in hoher Auflageverteilen und in der wir über unsereArbeit, aktuelle hochschulpolitischeThemen und wichtige Entwicklungenan unserer Uni berichten, sindwir das ganze Jahr über präsent.Insbesondere durften wir im letztenJahr – wie in den drei Jahren zuvor– aufgrund des überwältigendenWahlergebnisses unsere Arbeitim AStA und im Senat fortsetzen.Mittlerweile stellen wir 22 der 49Sitze im Studierendenparlamentund sind damit die mit großemAbstand stärkste Fraktion.Im AStA konnten wir in der laufendenLegislaturperiode viele Dingevoranbringen: Inhaltlich haben wireine studierendenfreundliche Versionder „Allgemeinen Prüfungsordnung“für die Bachelor- undMasterstudiengänge unserer Unidurchgesetzt. Die weitere Entwicklungunserer Universität wurde vonuns in einem hochschuloffenenBrief an den Uni-Präsidenten thematisiert,der in der Universität aufbreite Resonanz gestoßen ist. AufBetreiben des AStA haben sich dieLandeshochschulrektoren für denErhalt von AStA und Fachschaftenausgesprochen, woraufhin entsprechendePläne zur Abschaffungder verfassten Studierendenschaftvon der Landesregierung fallengelassen wurden. Zusammenmit dem Senat und den Dekanenhat der AStA eine gemeinsameStellungnahme zur in diesem Jahranstehenden Novellierung desNiedersächsischen Hochschulgesetzes(NHG) verabschiedet.Zusammen mit den studentischenDatenschutzbeauftragten hat derAStA über die Funktionalität desRFID-Chips in der Chipkarteinformiert.Der AStA war auch auf Bundesebeneaktiv: so haben wir neue Konzeptezur Hochschulfinanzierungbegutachtet und die Uni Göttingenbeim DAAD vertreten. Die Strukturendes bundesweiten Studierendenzusammenschlussesfzs wurdenbeharrlich weiter demokratisiert,um eine effektive sachorientierteStudierendenvertretung auch aufBundesebene zu ermöglichen.Die landesweite StudierendenvertretungLAK konnte durch Beitritteweiterer Studierendenschaftengestärkt werden.Die Zusammenarbeit mit derUniversitätsverwaltung wurdeverbessert, um unkompliziert imStudienalltag auftretende Problemelösen zu können. Zur Belebungdes „Kleinen Campus“ wurde aufInitiative des AStA ein Vertrag zwischenUniversität, Unifilm-Agenturund Studierendenschaft vereinbart.Das kulturelle Angebot hat derAStA um seine traditionelle AStA-Kinonacht, das Kino-Open-Airsowie die Skat-, Doppelkopf- undKickerturniere ergänzt.Die Demonstration der NPD durchGöttingen im vergangenen Oktoberwurde durch den AStAmit einer eigenen Veranstaltungfriedlich begleitet und die vonAntifa-Gruppen ausgehendengewaltsamen Ausschreitungen,insbesondere Übergriffe auf dieFeuerwehr, verurteilt.Zusammen mit den im Nordbereichansässigen Fachschaftenentwickelt der AStA ein Konzept zurUmgestaltung des Nordbereichszu einem „Nordcampus“.Begleitet wurde die hochschulpolitischeArbeit durch eine Reiheöffentlicher Informations- undPodiumsdiskussionsveranstaltungen,deren Höhepunkt sicher derKandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 113, Senat: 113Laura WeißwangeJura (3.)DAFStuPa: 114, Senat: 114Tobias DettmarJura, Arabistik, SinologieAK Hist-PhilStuPa: 115, Senat: 115Christian-NikolausMakusBWL (6.), ADWStuPa: 116, Senat: 116Angela PaulusPädagogik, SoziologieDAS!StuPa: 117, Senat: 117Kotaro HaradaSowi (11.)StuPa: 118, Senat: 118Jens BognerJura (5.)DAFStuPa: 119, Senat: 119Olesja ListauBWL (7.)ADWStuPa: 120, Senat:120Tillmann SchillMedizin (3.)UM'erStuPa: 121, Senat: 121Laila KenawyAgrar (3.)ULStuPa: 122, Senat: 122Swante SiewersPhysik (7.)UPSStuPa: 123, Senat: 123Heiko SchönfeldJuraDAFStuPa: 124, Senat: 124Jonathan BoeckmannJura (1.)DAFStuPa: 125, Senat: 125Christoph NumrichSport, BWL (MA 4.)11 FreundeStuPa: 126, Senat: 126Hanno KnippenbergJura, Chemie


SEITE 10 ADF WadenbeißerBesuch des niedersächsischenWissenschaftsministers auf Einladungdes AStA im Oktoberwar. Zusätzlich hatte der AStAim Sommer die Göttinger Direktkandidatenfür den Bundestag zueiner Podiumsdiskussion auf demKleinen Campus zu Gast.Das reichhaltige AStA-Serviceangebotwurde um eine sozialpädagogischeBeratung „Studentenberaten Studenten“ (SbS) erweitert.Weiterhin hat sich die ADF erfolgreichdafür eingesetzt, dass eineEntwertung des Semesterticketszur Rückerstattung bei finanziellenHärten nicht mehr nötig ist.Auch mit außeruniversitären Einrichtungenin Göttingen hat derAStA seine Zusammenarbeit verbessert.So vertreten wir die Studierendenauch im Fahrgastbeiratder Göttinger Verkehrsbetriebeund im Arbeitskreis „Wissenschaft& Hochschulen“ des Stadtrates. Ineiner gemeinsamen Plakataktionhat der AStA zusammen mit demEinzelhandelsverband ProCity aufdie Folgen sinkender Studierendenzahlenfür die Stadt Göttingenhingewiesen.Begleitet wurde die inhaltlicheArbeit insbesondere durch dieÖffentlichkeitsarbeit des AStA,FAQ – Frequently Asked QuestionsBeim Verteilen des Wadenbeißers oder auch per E-Mail werdenuns zum Teil immer wieder die gleichen Fragen gestellt:Warum heißt euer Blatt eigentlich "Wadenbeißer"?Die Idee, eine eigene Zeitung zu publizieren, um die eigenenStandpunkte darzulegen und Studierende über aktuelleThemen zu informieren, entstand vor vielen Jahren, als dieADF noch in der Opposition war. Da uns die "Linken" damalsübermächtig erschienen und wir auch nicht erahnen konnten,eine so einflussreiche Gruppe zu werden, haben wir unsereZeitung "Wadenbeißer" genannt (für die "Kleinen", die die"Großen" anstacheln).Wo bekomme ich ältere Ausgaben des Wadenbeißers?Ältere Ausgaben des Wadenbeißers finden sich als pdf-Dateiin unserem Online-Archiv auf unserer Homepage unter:www.wadenbeisser-online.de.Was heißt ADF?Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder.Welcher politischen Richtung gehört ihr an?Keiner. Wir sind politisch unabhängig und verstehen uns alsInteressenvertretung der Studierenden. Die "Linken" bezeichnenuns gerne als "rechts"; nur finden wir das ziemlich absurd,gründet sich diese Behauptung doch einzig darauf, dass wirim Wadenbeißer des Öfteren vor allem gegen die zum Teilextrem links ausgerichteten Gruppen argumentieren. (Dafürmuss man aber nicht "rechts" sein.)die im letzten Jahr zunehmendprofessionalisiert wurde. So wurdefür sämtliche AStA-Publikationenein Corporate Design entwickelt.Die Einrichtung einer Pressestelleund Beschäftigung einer Pressesprecherinhat zu einer spürbarhöheren Wahrnehmung des AStAin den Medien geführt. Das Magazinder Studierendenschaft, die„AStA-revista“, wurde im bewährtenKonzept einer gelungenenMischung von Informationenaus Uni, Hochschulpolitik undStudentenleben weiterentwickeltund ist dreimal im Semester miteiner Auflage von jeweils 5.000– 6.000 Stück erschienen. Auchdie AStA-Homepage wurde insbesonderebei den Vorgängen umdie Umstrukturierung der Sowi-Fakultät tagesaktuell gehalten.Hochschulpolitische Informationenwurden in neu konzipierten Broschürenaufbereitet und publiziert,die auch vom Wissenschaftsminister(!) gelesen werden. Nichtzuletzt hieran zeigt sich, dass wiruns mit unserem Konzept einersachorientierten und unabhängigenStudierendenvertretung ohneallgemeinpolitische EskapadenRespekt und Ansehen erarbeitethaben, dass sich für die Studierendenauch bezahlt macht.Nicht nur nach außen, sondernauch im Binnenverhältnis galt es,die Hausaufgaben zu machen.Während sich die große Politiknoch an der Föderalismusreformabmüht, hat das Jahr über eineKommission aus allen hochschulpolitischenGruppen konstruktivgemeinsame Vorschläge zur Reformder Studierendenschaftsstrukturenerarbeitet bzw. ist aufgutem Wege, ein entsprechendesbreit getragenes Reformpaketvorzulegen.Auch die Organisation des AStAhaben wir weiter modernisiert undprofessionalisiert. Fixe Personalkostenwurden zugunsten eineroutput-orientierten Vergütungreduziert. Ein ständig verbessertesProjektmanagementsystem sorgtseit nunmehr zwei Jahren für einezielgenaue und effektive Verwendungstudentischer Gelder.UNSERE ZIELE FÜR DIESES JAHRNeben den Themen, mit denen wiruns schon seit längerem auseinandersetzen,wie z.B. die Lern- undGruppenarbeitsplatzproblematik,die Bibliotheksöffnungszeitenund die weitere Verstärkung derstudentischen Mitbestimmung,bietet das Jahr 2006 neben dem„Tagesgeschäft“ der studentischenInteressenvertretung wieder vieleMöglichkeiten der studentischenEinflussnahme an unserer Uni:– BEREICH: CHIPKARTE(STUDIENAUSWEIS)Zum Zeitpunkt der Einführungim vorletzten Sommersemesterhatte die neue Chipkarte rechtwenig Funktionen und damitzweifelhaften Nutzen für uns Studierende.Hier werden wir uns inZukunft dafür einsetzen, dass dasBezahlen an den Kopieren in denBibliotheken und in den Mensendes Studentenwerks als weitereChipkarten-Funktion möglichstschnell eingeführt wird. Auf deranderen Seite darf aber auch derDatenschutz nicht vernachlässigtwerden. Die Einhaltung der Datenschutzordnung,die der Senat aufKandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 127, Senat: 127Donia StaBWL (9.)ADWStuPa: 128, Senat: 128Thomas FreitagVWL (9.)ADWStuPa: 129, Senat: 129Jost KnippenbergMedizin (8.)StuPa: 130, Senat: 130Birte HarmsGesch. (5.), Spanisch (3.)AK Hist-PhilStuPa: 131, Senat: 131Thomas DrugaPhysik (9.)UPSStuPa: 132, Senat: 132Anne TertelJura (3.)DAFStuPa: 133, Senat: 133Nora VickJura (3.)DAFStuPa: 134, Senat: 134Syster MaartAgrar (1.)ULStuPa: 135, Senat: 135Stefan SeyerSport (7.), Politik (3.)11 FreundeStuPa: 136, Senat: 136Ikram AhmediMedizin (17.)StuPa: 137, Senat: 137MartinTaschenbrecherBWL (10.), ADWStuPa: 138, Senat: 138Franziska BurhenneBWL (5.)ADWStuPa: 139, Senat: 139Holger EngelkampJura (8.), BWL (1.)DAFStuPa: 140, Senat: 140Ulf SeemannPhysik (9.)UPS


ADF WadenbeißerSEITE 11Initiative der ADF beschlossen hat,muss weiterhin durch die studentischenDatenschutzbeauftragtenüberwacht werden.– BEREICH: STUDIENGEBÜHRENDie ADF spricht sich auch nachihrer Einführung weiter grundsätzlichgegen Studiengebühren aus.Der Niedersächsische Landtag hatim Dezember mit der Mehrheit derKoalition aus CDU und FDP imRahmen des Haushaltsbegleitgesetzesfür 2006 Studienbeiträgein Höhe von 500 € eingeführtund die Langzeitstudiengebührenauf bis zu 800 € angehoben. Die‚Beiträge’ werden für die Erstsemesterim Winter 2006, für alleübrigen im Sommer 2007 erstmalserhoben. Die umfangreichenProteste, die der durch die ADFgetragene AStA im vergangenenJahr organisiert hat, führten leidernicht zum gewünschten Erfolg.Wir sehen uns als studentischeInteressenvertretung nun aberauch gerade jetzt in der Pflicht,dafür zu sorgen, dass die von unsgezahlten Gelder letztlich auchwieder bei uns ankommen und dieStudierenden maßgeblich an derEntscheidung über die Verteilungbeteiligt werden.– BEREICH: STUDENTISCHE HILFSKRÄFTELeider ist es immer noch so, dassstudentische Hilfskräfte unangemessenentlohnt und vielfach auchfür sachfremde Aufgaben eingesetztwerden. Außerdem scheintsich im Rahmen von BA/MA dasneue Problem zu entwickeln, wieBachelor-Absolventen bei derEinstellung beurteilt werden. ZurLösung der Misere streben wirweiter eine Vereinbarung zwischenAStA und Präsidium an, welchedie Löhne und Rechte sowie einePersonalvertretung studentischerBeschäftigter an unserer Uni verbindlichfestschreibt.– BEREICH: TEILZEITSTUDIUMObgleich das klassische Vollzeitstudiumweiterhin der Regelfallist und bleibt, muss bei der Konzeptionvon Studiengängen auchden Bedürfnisse Studierender mitKindern, besonderen Härten ausgesetzterStudierender und bereitsberufstätiger „Quereinsteiger“Rechnung getragen werden undein Teilzeitstudium sowohl formal-juristisch(Langzeitstudiengebühren)als auch organisatorisch(Planung von Lehrveranstaltungen)abgesichert werden. Dies gilt umsodringender nach der nun erfolgtenEinführung von Studiengebühren.Auf Betreiben der ADF ist jüngstein grundsätzliches Bekenntniszum Teilzeitstudium in die neue‚Allgemeine Prüfungsordnungfür Bachelor- und Masterstudiengänge’eingegangen. An derkonkreten Umsetzung wollen wirweiter arbeiten.– BEREICH: LEHREVALUATIONIn diesem Jahr werden endlichund nach langem Verschleppenseitens der Verantwortlichen universitätsweiteLehrevaluationeneingeführt. Hierbei muss daraufgeachtet werden, dass die Ergebnisseder Evaluationen auchzu Konsequenzen führen undU n s e r e Z i e l eschlechte Lehre von Seiten derUniversität auch geahndet wird (inextremen Fällen z.B. auch durchGehaltskürzungen).– BEREICH: PROFESSORENBESOLDUNGBereits seit dem 1. Oktober 2003gilt in Niedersachsen die leistungsbezogeneW-Besoldung.Jetzt ist sie bundesweit eingeführt.Konkret bedeutet dies, dass neuberufene Professoren nicht mehrnach Dienstalter, sondern nachLeistung bezahlt werden (siehedazu ausführlich WadenbeißerNr. 47). Bei der Umsetzung derBesoldungsrichtlinien wollen wiruns dafür einsetzen, dass die Lehrqualitätals ein wichtiger Indikatorfür die „Leistung“ berücksichtigtwird, damit sich gute Lehre für dieUnter anderem folgende Punkte stehen im Mittelpunkt unserer weiteren Arbeit:• Ein AStA unter ADF-Beteiligung bleibt grundsätzlich Gegner von allgemeinen Studiengebührenund wird im besonderen Maße darauf Acht geben, dass das Geld der Studierenden nicht an denStudierenden vorbei verteilt wird, sondern unter Einbeziehung ihrer Interessen und ihrer Vertretungin vollem Umfang bei ihnen wieder ankommt.• In die Umsetzung des Bologna-Prozesses – also der Umstellung der meisten Studienabschlüsse aufdas Bachelor-/Master-System – müssen die Studierendeninteressen angemessen einfließen.• Der Einsatz der Studi-Card als Kontrollmedium für Vorlesungsbesuche muss verhindert, derMissbrauch der Daten auch bei anderen möglichen Applikationen schon im Vorfeld unterbundenwerden.• Die angemessene Berücksichtigung der Lehrqualität bei Berufungsverfahren und der Besoldungvon Professoren muss dieses Jahr bei der Umsetzung der Regelungen der neuen Grundordnunggewährleistet sein.• Die ADF wird auch weiterhin entschlossen gegen studiumsverschlechternde Sparmaßnahmen (wieEinstellungsstopp für Lehrpersonal, Kündigung von Abonnements wissenschaftlicher Zeitschriftenin den Bibliotheken) vorgehen bzw. deren Folgen abmildern.• Die Ausstattung der Bibliotheken muss trotz Sparmaßnahmen weiter verbessert, die Dauerausleihmöglichkeitenvon Lehrstühlen für Bücher müssen eingeschränkt und vor allem der Mangelan Gruppenarbeitsplätzen weiter abgebaut werden.• Die Rechte der studentischen Hilfskräfte (Hiwis) müssen durch eine Vereinbarung zwischen AStAund Hochschulleitung abgesichert werden.Kandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 141, Senat: 141Anika HilpertMusikwiss., Komparatistik,Deutsch (1.)StuPa: 142, Senat: 142Petra WagenerBWL (13.), Mathe (12.)UFIMStuPa: 143, Senat: 143Anna RudolphBA Economics (3.)ADWStuPa: 144, Senat: 144Andreas KnopfWiInfADWStuPa: 145, Senat: 145Nicolas HaaseSport, Englisch (LG)11 FreundeStuPa: 146, Senat: 146Nina LauterbachJura (7.)DAFStuPa: 147, Senat: 147Tabea IrmerBWL (3.)ADWStuPa: 148, Senat: 148Hendrik NiehoffAgrar (7.)StuPa: 149, Senat: 149Gudrun LotzePhysik (9.)UPSStuPa: 150, Senat: 150Ariane DobeRom. Phil. (7.), BWL (3.),Engl. Phil. (5.), ADWStuPa: 151, Senat: 151Thees PankowJura, PhilosophieAK Hist-PhilStuPa: 152, Senat: 152Mareike WemheuerArchäologie,Alte Gesch. (1.)StuPa: 153, Senat: 153Liza SteudleVWL (3.)ADWStuPa: 154, Senat: 154Phillip SchulzZahnmedizin (5.)


SEITE 12 ADF WadenbeißerProfessoren wieder (oder überhaupterst) lohnt. Die Ergebnisseder Lehrevaluationen bieten sichdafür ja geradezu an.– BEREICH: NHG-NOVELLIERUNGIn diesem Jahr beschließt derLandtag über die Novellierungdes Niedersächsischen Hochschulgesetzesnovelliert. DieLandesregierung strebt dabeioffenbar das Herunterfahrender Mitbestimmungsrechte allerStatusgruppen und die SchaffungWo kann ich wählen gehen?Alle Studierenden sind grundsätzlich an der Fakultät wahlberechigt, an der sie eingeschrieben sind. Studiertman mehrere Fächer, so zählt die Fakultät, die auf dem Studienausweis (Chipkarte) steht, es sei denn,man hat sich bis zum 14. Dezember des letzten Jahres bei der entsprechenden Stelle für eine andereFakultät entschieden. Im Folgenden haben wir die Wahllokale, die an den angegebenen Tagen von10 bis 17 Uhr geöffnet haben, für die einzelnen Fakultäten aufgelistet:Agrarwissenschaften17.01.: Institut für Agrikulturchemie,Eingang Praktikum18./19.01.: ZHG, 1. Stock, zwischenZHG105 und ZHG008Biologie (einschl. Psychologen)17.01.: Inst. für Pflanzenwissenschaften(Untere Karspüle 2), Foyer imErdgeschoss18./19.01.: ZHG, 1. Stock, zwischenZHG105 und ZHG008Chemie, Geowissenschaften, Physik17.–19.01.: Physik-Neubau, 1. Stock,Bereich D, Seminarraum 7Forstwissenschaften17.–19.01.: Büsgenweg 5, Dekanatssitzungszimmereines noch mächtigeren Präsidentenan, der der Universität selbstnicht mehr Rechenschaft schuldet,weil er nicht einmal mehr durchein Universitätsgremium gewählt,sondern durch den externbesetzten Stiftungsrat eingesetztwird. Dies kann man sogar fürverfassungswidrig haleten, aberauch in vielen weiteren Punkten istdie Vorlage kritisch zu bewerten(etwa zur Finanzierung der Studentenwerke).Wir werden alsoalles daran setzen, noch sinnvolleVeränderungen durchzusetzen.– BEREICH: BERUFUNGENDie Verfahren für die Berufungneuer Professoren wurden mitder Grundordnung neu geregelt.Dies bietet nun die idealeGelegenheit, hier auf einestärkere Berücksichtigung derLehrqualität bei neu zu berufenenProfessoren zu achten. Dielangsame, aber sichere Durchsetzungvon Lehrevaluationenim gesamten Bundesgebiet wirdHist.-Phil.17.–19.01.: ZHG, 1. Stock, zwischenZHG105 und ZHG008Jura17.–19.01.: Juridicum, 1. OG, ehem. CafeteMathematik17.–19.01.: Institut für Numerische undAngewandte Mathematik (NAM),SozialraumMedizin17.–19.01.: Klinikum, Ebene 0,Hörsaalbereich (am Aufzug D3)Sowi, Wiwi17.–19.01.: Oec, ehem. Cafete im KellerTheologie17.–19.01.: Theologicum, Vorraum zurSeminarbibliothek20.01. von 10 bis 14 Uhr: Für alle Fakultäten im ZHG, 1. Stock, zw. 105 und008; allerdings nur noch die Gremien der studentischen Selbstverwaltung(Studierendenparlament, Fachschaftsparlamente und Fachgruppensprecher)!auch an dieser Stelle helfen,die früher schwer feststellbare„Lehreignung“ eines Kandidatenzu bestimmen.– BEREICH: BOLOGNA-PROZESSDie Umsetzung des Bologna-Prozesses,also die Einführung vonBachelor- und Masterabschlüssenin weiten Teilen der Universität,schreitet immer weiter voran.Mehrere Fakultäten haben inzwischenumgestellt, weitere sinddabei. Dieser Prozess, bei demvon Seiten der Professoren gernemal geschummelt wird, mussintensiv in den Kommissionender Universität, im Senat undauch in den Fakultäten begleitetwerden.– BEREICH: ASTA-SERVICEDie Service-Angebote des AStAmüssen den Studierenden nochleichter zugänglich gemacht werden:Die Infohefte zu BAföG,Mietrecht, Stipendien und vielemmehr werden zwar gut nachgefragt,doch noch nicht alle wissenvon diesen Serviceleistungen.Auch die kostenlosen Beratungenim Bereich Soziales, wie z.B. zuden GEZ-Gebühren, Problemenmit dem Vermieter und ähnlichemwerden in Anspruch genommen,die Beratungskapazitäten könnenaber noch weiter ausgeschöpftwerden.WÄHLEN GEHEN!So viel zu uns, nun bist du amZug! Bei den Uni-Wahlen vom17. bis 20. Januar kannst du mitentscheiden,was an dieser Universitätin diesem Jahr passiert.Kandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 155, Senat: 155Ruth GasselJura (7.)DAFStuPa: 156, Senat: 156Hauke WedekindWiInf (9.)ADWStuPa: 157, Senat: 157Björn AdomßentSport (6.), Pädagogik (1.)11 FreundeStuPa: 158, Senat: 158Katharina PotthoffJura (4.)DAFStuPa: 159, Senat: 159Alexander RohrPhysik (9.)UPSStuPa: 160, Senat: 160Marc ScheedeWiInf (15.)ADWStuPa: 161, Senat: 161Kaj TodtZahnmedizin (6.)StuPa: 162, Senat: 162Senta LeykeJura (3.)DAFStuPa: 163, Senat: 163Wilhelm KlümperAgrar (1.)ULStuPa: 164, Senat: 164Sören SchraderJura (3.)DAFStuPa: 165, Senat: 165Britta KunzGermanistik, Jura, Englisch(6.), AK Hist-PhilStuPa: 166, Senat: 166Robert StückPhysik (11.)UPSStuPa: 167, Senat: 167Florian KornZahnmedizin (3.)StuPa: 168, Senat: 168Robert KochSport, Politik (9.)11 Freunde


ADF WadenbeißerSEITE 13DIE STUDENTISCHEN ORGANE AN UNSERER UNIWas StuPa, AStA, FSP und FSR, ASP und ASR eigentlich bedeutenvon Andreas SorgeVom 17. bis 20. Januar kannwie in jedem Jahr an unsererUni gewählt werden. Die studentischenOrgane, die vonallen Studierenden gewähltwerden, sind das Studierendenparlament(StuPa) und dasjeweilige Fachschaftsparlament(FSP). Ausländische Studierendewählen zudem noch das AusländischeStudierendenparlament(ASP).ALLE WÄHLEN DAS STUDIERENDEN-PARLAMENT...Das Studierendenparlament (StuPa)hat in diesem Jahr 49 Sitze (ein Sitzje 500 Studierende) und wird vonallen Studierenden gewählt. DasStuPa ist das höchste beschlussfassendeOrgan der Studierendenschaft;es wählt und kontrolliertdie Mitglieder des AllgemeinenStudierendenausschusses (AStA)und entscheidet über die Verwendungder studentischen Gelder(ca. 2,5 Millionen Euro jährlich)aus den Semesterbeiträgen allerStudierenden.... UND DAS FACHSCHAFTSPARLA-MENTDas Fachschaftsparlament (FSP)hat je nach Größe der Fachschaftunterschiedlich viele Sitze (zwischen7 und 21) und wird von allen Fachschaftsmitgliederngewählt. Das FSPwiederum wählt und kontrolliert denFachschaftsrat (FSR) und entscheidetüber die Verwendung der vom StuPabereitgestellten Fachschaftsmittel,die je nach Größe der Fachschaftin der Größenordnung von jährlich2.500–12.500 Euro liegen. Übrigensist man nur in einer Fachschaftwahlberechtigt, auch wenn man inStudiengänge mehrerer Fakultäteneingeschrieben ist.AUSLÄNDISCHE STUDIERENDENVER-TRETUNG (ASP UND ASR)Alle ausländischen Studierendenwählen das Ausländische Studierendenparlament(ASP), das13 Sitze hat und seinerseits denAusländischen Studierendenrat(ASR) wählt. Der ASR übernimmtInfoBox: SitzberechnungWas passiert mit meiner Stimme?Jeder hat u.a. für die Wahl zum StuPa und zum FSP in der Regel jeeine Stimme. Die zur Wahl stehenden Kandidaten sind in verschiedenen„Listen“ organisiert. Die ADF ist z.B. eine solche Liste. DieSitze im Parlament werden nach der Wahl auf die verschiedenenListen verteilt, d.h. für die Sitzverteilung im Parlament ist jeweilsdie Anzahl der auf alle Kandidaten einer Liste entfallenen Stimmenentscheidend. Die Anzahl der Sitze einer Liste wird nach einer speziellenBerechnungsmethode (D‘Hondtsches Höchstzahlverfahren)bestimmt. Den ersten dieser Sitze erhält der Kandidat, der innerhalbder Liste die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte, denzweiten Sitz der Kandidat mit den zweitmeisten Stimmen usw., bisalle Sitze vergeben sind. Im Gegensatz zu Bundes- oder Landtagswahlenist der Listenplatz nur von Belang, wenn zwei Kandidateneiner Liste gleich viele Stimmen bekommen haben.Sonderfall (mehr als eine Stimme): Stehen für eines der zu wählendenOrgane nur die Kandidaten einer Liste zur Wahl, so habendie wahlberechtigten Studierenden hier so viele Stimmen, wie Sitzezu vergeben sind. In diesem Jahr betrifft dies die FachschaftsparlamenteGeo (7 Sitze) und Biologie (17 Sitze) sowie das AusländischeStudierendenparlament (13 Sitze).Kandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarStuPa: 169, Senat: 169Andrea EngelkampTheologie (15.)StuPa: 170, Senat: 170Dirk ExnerSowiStuPa: 171, Senat: 171Martina KramerJura (5.)DAFStuPa: 172, Senat: 172Vivien SchröerJura (3.)DAFStuPa: 173, Senat: 173Di MaMathe (7.)UFIMStuPa: 174, Senat: 174Andreas ReißmannJura (9.)DAFStuPa: 175, Senat: 175Edith SchmidtJura (3.)DAFStuPa: 176, Senat: 176Donn LutzVWLADWStuPa: 177, Senat: 177Elin WigandWiPäd II (5.)ADWStuPa: 178, Senat: 178Liudmila GorsheninaBWL (1.)ADWStuPa: 179, Senat: 179Murat ÖzdemirBWL (8.)ADWStuPa: 180, Senat: 180Frederike LuegWiPäd IADWStuPa: 181, Senat: ---Frank DickmannWiInf (Prom.)ADWStuPa: 182, Senat: ---Marcel RömischJura (Prom.)DAF


SEITE 14 ADF Wadenbeißerdie Vertretung der besonderen Belangeausländischer Studierenderan unserer Uni.MANCHE FÄCHER WERDENZUSÄTZLICH DURCH FACHGRUPPEN-SPRECHER VERTRETENAn Fakultäten mit vielen verschiedenenStudiengängen hat dasjeweilige Fachschaftsparlament fürverschiedene Studienfächer so genannteFachgruppen eingerichtet.Jede Fachgruppe wird von ihremFachgruppensprecher vertreten,der bei den Uni-Wahlen von denMitgliedern der Fachgruppe gewähltwird. Einer Fachgruppe stehtein jährlicher Etat von ca. 600 Eurozur Verfügung, über den der Fachgruppensprecherverfügt.DER ALLGEMEINE STUDIERENDEN-AUSSCHUSS (ASTA)Der jährlich vom StuPa gewählteAllgemeine Studierendenausschuss(AStA) übernimmt als „studentischeRegierung“ die Vertretung allerStudierenden. Die Leitung des AStAobliegt dem AStA-Vorsitzenden, derdie AStA-Arbeit in den FachreferatenFinanzen, Hochschule, Außenund Soziales koordiniert. Dabeiwird jedes Referat von einem Referentenin eigener Verantwortunggegenüber dem StuPa geführt.DER FACHSCHAFTSRATDer Fachschaftsrat (FSR) wirdjährlich vom Fachschaftsparlamentgewählt. Der FSR macht die eigentlicheFachschaftsarbeit und vertrittdie Studierenden seiner Fachschaftin der Fakultät. Er arbeitet dabeiin der Regel eng mit den studentischenVertretern im Fakultätsratzusammen.DAS GRUNDPRINZIP:PARLAMENTARISCHE DEMOKRATIEDie Organisation der Studierendenschaftunserer Uni ist der Organisationder parlamentarischenDemokratie der BundesrepublikDeutschland nachempfunden, wobeidie Gliederung der Studierendenschaftin einzelne Fachschaftenmit der Gliederung der BRD inBundesländer vergleichbar ist. Sowohlin der Studierendenschaft alsauch in den Fachschaften gibt eswie auf Bundes- und Landesebeneeine Legislative (StuPa und FSP sindvergleichbar mit Bundestag undLandtag), die von allen BundesoderLandesbürgern bzw. allenStudierenden oder Fachschaftsmitgliederngewählt wird. Die Legislativewählt und kontrolliert diejeweilige Exekutive (AStA und FSRInfoBox: Warum wählen gehen?sind vergleichbar mit Bundesregierungund Landesregierung).Dazu kommt das plebiszitäreElement der Urabstimmung übergrundsätzliche Angelegenheitender Studierendenschaft. Eine Urabstimmungwird auf Verlangeneines Zehntels aller Studierendenoder auf Beschluss des Studierendenparlamentsunter allen Studierendendurchgeführt.Was ein einziges Kreuz bewirktWarum soll gerade ich wählen gehen, wenn doch eh nur jeder Dritte bei den Uni-Wahlen sein Kreuzchenmacht? – das mag sich die oder der eine oder andere von euch fragen. Betrachtet man jedochdie Ergebnisse der vorangegangenen Wahlen, so sind eine Handvoll Stimmen oft wahlentscheidendgewesen – mitunter hat eine einzige (!) Stimme darüber entschieden, wer den Sitz oder gar die Mehrheitin einem Gremium erhält. Diese eine Stimme kann also ganz realistisch in Göttingen mitunter darüberentscheiden, wer den AStA stellt.Wählen zu gehen lohnt sich in jedem Fall, denn die Studierendenvertreter wie wir von der ADF sindes, die aktiv unsere Studienbedingungen und unseren Uni-Alltag gestalten.Stichwort: WahlbeteiligungIn unserer Studierendenschaft lag die Beteiligung im letzten Jahr bei etwa 36 %. Damit liegt Göttingenin Sachen Wahlbeteiligung im bundesweiten Spitzenfeld – an anderen Hochschulen muss mansich schon über zehn Prozent freuen. Das hat in unserem Nachbarland Hessen sogar zu abstrusestenVerwerfungen geführt – dort werden Studierende nach Inkrafttreten des von der CDU vorgelegtenneuen Hessischen Hochschulgesetzes neuerdings dafür belohnt, wenn sie nicht zur Wahl gehen. Manstelle sich nur einmal vor, dass man automatisch weniger Steuern zahlen muss, wenn man nicht zurBundestagswahl geht.Nun ist erfahrungsgemäß das Interesse an Uni-Wahlen nicht so groß wie an einer Bundestagswahl, sosind Uni-Wahlen wohl auch eher mit Personalratswahlen o.ä. zu vergleichen, bei denen Wahlbeteiligungenvon 80% ebenso selten sind. Ferner zu berücksichtigen ist die Tatsache, dass sich nicht alle derrund 24.000 Wahlberechtigten auch in Göttingen aufhalten. Studierende, die ein Auslandssemesterabsolvieren, sich ein Freisemester genommen haben oder nach dem Abschluss (oder Abbruch) desStudiums noch weiterhin immatrikuliert bleiben, sind in der Wahlwoche selten vor Ort, die Möglichkeitder Briefwahl wird kaum genutzt. Somit ist die Zahl derer, die faktisch an den Wahlen teilnehmen können,um Einiges geringer, sodass die „effektive“ Wahlbeteiligung noch ein bisschen höher liegt.Das ist natürlich immer noch zu wenig, aber vergleichbar mit der niedrigen Beteiligung an den letztenEuropawahlen (43%) in Deutschland. Und Europa deswegen abzuschaffen kommt keinem in den Sinn,der heute wie Vertreter von CDU und FDP die Abschaffung von Studierendenvertretungen aufgrund zuniedriger Wahlbeteiligungen fordert.StuPa: 183, Senat: ---StuPa: 187, Senat: 182Kandidatinnen und Kandidaten der ADF bei den diesjährigen Uni-Wahlen vom 17.–20. JanuarAndreas SommerJura (Prom.)DAFSandra GraßTheo (1.), BWL (Prom.)ADWStuPa: 184, Senat: ---StuPa: 188, Senat: ---Sven GrünewaldPolitik (Prom.)DAS!Björn BognerJura (Prom.)DAFStuPa: 185, Senat: 181StuPa: 189, Senat: 183Melanie RiegelWiPäd II (6.)ADWAndreas LompeVWL (11.)ADWStuPa: 186, Senat: ---StuPa: 190, Senat: 184Hassan MustafaWiInf (Prom.)Gerhard RieweVWL (7.)ADWErläuterungen zur Bildleiste:In der Bildleiste sind unsere Kandidaten in der Reihenfolgeihres Listenplatzes für das Studierendenparlament (StuPa)abgetragen. Links neben dem Bild findet ihr jeweils auchnochmal die Listenplätze für das Studierendenparlament(Stupa) und den Senat. Unter dem Bild findet ihr den Namen,das Studienfach und ggf. die Fachschaftsgruppe.Abkürzungen (Fachschaftsgruppen):ADW – Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Wirtschaftswissenschaftler,AK Hist-Phil – Arbeitskreis Hist-Phil,DAF – Demokratische Aktion Fachschaft an der juristischenFakultät, DAS! – Demokratische Aktion Sowi,UFIM – Unabhängige Fachschaftsgruppe für Informatikerund Mathematiker, UL – Unabhängige Landwirte,UM’er – Unabhängige Mediziner, UPS – UnabhängigePhysik-Studierende.


ADF WadenbeißerNeben den Wahlen zu den ausführlichdargestellten Gremiender Studierendenschaft findenauch die Wahlen der studentischenVertreter in die Kollegialorganean dieser Universität statt.Sie heißen Kollegialorgane, weildort alle Statusgruppen zusammenüber die Belange dieserUniversität entscheiden. Die 13-köpfigen Kollegialorgane sinddabei mehrheitlich mit Professoren– nämlich sieben – besetzt.Die anderen sechs Sitze verteilensich auf je zwei Vertreter derStudierendenschaft, der wissenschaftlichenMitarbeiter und derMitarbeiter im technischen undVerwaltungsdienst (MTV).Auf Universitätsebene ist als daszentrale Kollegialorgan der Senatangesiedelt, parallel dazu gibt esnoch die Fakultätsräte. Nebenden Kollegialorganen gibt es alsausführende Organe auf Uni-Ebene das Präsidium und aufFakultätsebene das Dekanat.DER SENATDer Senat ist das wichtigste Kollegial-und Mitwirkungsorgan anunserer Universität, neben dendreizehn Senatoren gehören ihm– mit beratender Stimme – alleDekane und die Hochschul-Leitungan. Der Senat beschließtdie Ordnungen der Universität,insbesondere die Grundordnung,die Entwicklungsplanung undden Frauenförderplan. Überdiesnimmt er zu allen Selbstverwaltungsangelegenheitenvongrundsätzlicher Bedeutung gegenüberdem Präsidium Stellung.Zur Unterstützung seiner Arbeitsetzt er verschiedene Kommissionenein.Das Präsidium wird vom Senatgewählt und ggf. auch wiederabgewählt.Des Weiteren werden alle Berufungsvorschlägeder Fakultätendurch den Senat geprüft undggf. an die Fakultäten zurückverwiesen.SEITE 15DIE AKADEMISCHE SELBSTVERWALTUNGvon Ralf MayrhoferUNSER SPITZENKANDIDATFÜR DEN SENATRalf MayrhoferAngew. Statistik (Prom.), VWL (9.), Jura (9.)DIE FAKULTÄTSRÄTEAn jeder Fakultät gibt es einenFakultätsrat. Der Fakultätsratentscheidet in Angelegenheitender Forschung und Lehre undbeschließt insbesondere die Prüfungs-,Studien- und Zulassungsordnungen.Er nimmt zur Einführung,Änderung und SchließungRalf ist bereits seit April 2002studentischer Senator und setztsich im Senat engagiert für dieInteressen der Studierenden ein.Er hat in der Grundordnungskommissionan der Ausarbeitungder neuen „Universitätsverfassung“mitgewirkt. Überdies ister seit drei Jahren Mitglied derArbeitsgruppe „Qualität in derLehre“, die die Einführung vonLehrevaluationen vorbereitet.von Studiengängen Stellung undverabschiedet die Berufungsvorschlägeder Fakultät auf Vorschlageiner Berufungskommission.Der Fakultätsrat wählt den Dekanund auf Vorschlag der Studienkommissionden Studiendekanund wählt diese ggf. auch wiederab.PROGRAMM DER UNI-KINOSMontag, 09.01.WeltverbesserungsmaßnahmenDienstag, 24.01.Don't Come Knocking Dienstag, 10.01.Sin CityMittwoch, 11.01.Wächter der NachtDonnerstag, 12.01.Königreich der HimmelMontag, 16.01.Maria voll der GnadeDienstag, 17.01.Broken FlowersMittwoch, 18.01.Die Höhle des gelben HundesDie weisse MassaiDonnerstag, 19.01.Krieg der WeltenMontag, 23.01.Keine Lieder über LiebeMittwoch, 25.01.Der Fischer und seine FrauDonnerstag, 26.01.Kebab ConnectionMontag, 30.01.FollowingDienstag, 31.01.SiegfriedMittwoch, 01.02.Kiss Kiss, Bang BangDonnerstag, 02.02.HochzeitscrasherMontag: clubkinoDienstag: oscarMittwoch: MEMODonnerstag: campusfilmJeweils 19:30 Uhr, ZHG 011


SEITE 16 ADF WadenbeißerKURZ BERICHTETSTIFTUNGSRAT DER UNI VERGIBT FÖRDERPREISEDie Initiatoren des Projekts Patientenpavillonan der Abteilung Hämatologieund Onkologie und einTeam des Göttinger MathematischenInstituts, das Angebote für Schülerinnenund Schüler organisiert, sindTräger der diesjährigen Förderpreise,die der Stiftungsrat der Georg-August-Universitätin den KategorienFundraising sowie Wissenschaftund Öffentlichkeit vergibt. Die dritteAuszeichnung für herausragendePublikationen von Nachwuchswissenschaftlerngeht an Dr. XiaomingFu vom Institut für Informatik. Au-ßerdem hat sich der Stiftungsrat fürdie Vergabe eines Sonderpreisesentschieden: Preisträger ist der Kustosdes Neuen Botanischen Gartens,Dr. Rolf Callauch. Die Auszeichnungensind mit jeweils 2.500 Eurodotiert. Die Urkunden überreichteder Vorsitzende des Stiftungsrates,Dr. Wilhelm Krull, während einerFestveranstaltung am Mittwoch (14.Dezember 2005) in der Kleinen Aulaam Wilhelmsplatz.Die Preise werden auch in diesemJahr ausgeschrieben. Die Bewerbungsfristendet am 30. Juni 2006.ERFOLGREICHE SPORTLER WERDEN GEEHRTJedes Jahr schickt der Hochschulsportüber 500 Aktive zunationalen und internationalenWettkampfsportveranstaltungen.Bereits seit Jahren können Sportlerder Georg-August-Universitäthierbei auf zahlreiche Erfolgezurückblicken. Mit mehrerendeutschen Meistertiteln gehörtdas Jahr 2005 aber schon jetzt zuden erfolgreichsten Jahrgängenim Wettkampfsport der Georgia-Augusta.Um die Leistungenunserer erfolgreichen Sportler– die mit viel Engagement dieUniversität Göttingen nationalund international vertreten – zuwürdigen, findet am 20. Januar2006 um 17 Uhr eine offizielleSportlerehrung in der Aula amWilhelmsplatz statt.GÖTTINGER STUDIE:WENIG SEX IN VIELENPARTNERSCHAFTENWer mit seinem Partner schon vierWochen lang keinen Sex mehrhatte, ist in Deutschland in „guterGesellschaft“: 17 Prozent derdeutschen Paare geht es ebenso.Das ist das Ergebnis einer Studie,die am Georg-Elias-Müller-Institutfür Psychologie der Georg-August-Universität durchgeführt wurde.Die Göttinger Psychologen Dr.Peter Breuer und Dr. Ragnar Beerwerteten dazu die Aussagen von13.483 Männern und Frauenaus. Auskunft gaben dabei ebensofrisch Verliebte wie Ehepaare, diebereits die Goldene Hochzeit gefeierthaben. Die Untersuchung istTeil des Online-Projekts Theratalk,das mit einem speziellen Angebotim Internet Hilfestellung bei Beziehungsproblemenbietet.IMPRESSUMRedaktionAndre Dorenbusch, Sven Grünewald,Andreas Lompe, Ralf Mayrhofer,Kai Horge Oppermann,Andreas Sorge, Christian ZigenhornChefredakteurGerhard Riewe (V.i.S.d.P.)LayoutAndrea FiegeAuflage11.000 ExemplareADFArbeitsgemeinschaft DemokratischerFachschaftsmitgliederc/o FSR WiwiPlatz der Göttinger Sieben 337073 Göttingenwww.adf-goettingen.deadf@stud.uni-goettingen.deAnmerkungen der Redaktion:Trotz der hier verwendeten männlichenFormen, wie z.B. ‘der Leser’,sind die weiblichen Counterpartsnatürlich ebenso gemeint. DieRedaktion hat auf den Text verunstaltendeKonstruktionen, wie‘der/die LeserIn’, ‘der/die Leser(in)’oder gar ‘der Leser / die Leserin’,bewusst verzichtet, um die Lesbarkeitzu erhöhen.

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