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Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 12 / 2012Sonderheft «Marktgerechte Schweineproduktion»Mehrwert durchRegionalprodukteSeite 1830 000 zufriedeneKundenSeite 26Sortenwahl beiZuckerrübenSeite 36Fiebermessen beimKälbereinstallenSeite 76


Schweizer Christbäume:ZusätzlichesMarktpotenzial istvorhanden, aberdie Qualität mussstimmen.Bild: Roman EngelerCloud-ComputingSicherheit für Computer, Programmeund Daten bietet «Agro-Cloud».Nie mehr Datenverlustebei der Buchhaltung.Stufenlos in HanglagenMit dem «Viatrac VT450 Vario»läutet Aebi nun das stufenloseZeitalter auch im Segmentder Transporter ein.1428Trockenheit und SaatgutDie klimatischen Bedingungen2012 haben weltweit dieSaatgut-Produktion vonMais erschwert.34Keine KompromisseDas ideale Kälberfutter ist geflocktund enthält das passendeAminosäuremuster sowiespezifische Zusätze.70FENACO AKTUELLUFA-Samen zeigt DynamikSaatgutmarkt in Bewegung 4Verwaltungsentscheide der fenaco 4Auf ein Wort von Lienhard Marschall 5MANAGEMENTDie Zukunft anpackenBetriebsentwicklung durch Kooperation 10Kurzmeldungen 9Einstieg in Solarstrom gut planen 12Homeoffice in den Wolken 14Meister der Zusammenarbeit 16Chancen in der Regionalvermarktung 18LANDTECHNIK30 000 zufriedene KundenDie Entwicklungsgeschichte des Fledhäckslers Claas «Jaguar» 26Kurzmeldungen 20Bauern wollen investieren: Erste Kurzanalyse einer Studie 25Aebi bringt stufenlosen Transporter 28Produktneuheiten 29Sichere Waldarbeit 30Wettbewerb mit Althaus und Pöttinger 32PFLANZENBAULösliches Silizium bringt VorteileErhöht Widerstandskraft der Pflanzen 40Kurzmeldungen 33Aussichten für den Maisanbau 2013 34«High-Tech» Hybrid-Saatgut bei Zuckerrüben 36Organische Mittel für die Bodenverbesserung 38Gefragte Schweizer Christbäume 42NUTZTIERE300 Fr. mehr pro MutterkuhkalbTierindividuelle Zufütterung 78Kurzmeldungen 60UFA aktuell: Die Seiten für den Tierhalter 61Eigenbestandsbesamungen: Übung macht den Meister 66Verlängerte Laktation steigert Besamungserfolg, aber... 68Anforderungen ans Kälberfutter 70Norddeutschland: Wachstum bei Milch und Energie 72Tränkeautomaten: Wo und wie installieren? 74Einstallkontrolle bei Mastkälbern 76So wird man Räude wieder los 80LANDLEBENOrdnung in der HinterlassenschaftErben und verwalten 84Kurzmeldungen 83Sorgentelefon nötiger denn je 86Rezepte von Pia Wicki 87Nostalgie und Scherenschnitt 88Misteln – ein Geschenk des Himmels 93Frauen, die ihren Mann stehen 94SONDERTHEMAMarktgerechte Schweineproduktion ab 47INHALTSVERZEICHNISinfo@ufarevue.chEDITORIALRomanEngelerEnde November ging mit derAgrama die grösste SchweizerFachmesse für Landtechnik zu Ende.Diese Messe wird als eine wichtigeInformationsplattform für Investitionsentscheideder Landwirteangesehen. Aus Gesprächen mit denverschiedensten Landmaschinen-Händlern, aber auch aus Statistikenkann man folgern, dass dieSchweizer Bauern im zu Endegehenden Jahr viel in neue Technikinvestiert haben. Das freut dieVerkäufer, zeigt aber auch, dass dieLandwirte an die Zukunft einerproduzierenden Landwirtschaftglauben.Von Interesse ist nun, wie dieInvestitionen in Agrartechnik sichkünftig entwickeln werden. UmAntworten darauf zu erhalten, hatdie UFA-Revue von Mitte Oktoberbis anfangs November eine grosse,repräsentative Umfrage durchgeführt.In den nächsten Ausgabender Zeitschrift soll im Detail auf dieentsprechenden Resultate eingegangenwerden, auf Seite 25 diesesHefts ist bereits einmal eineZusammenfassung publiziert.Die Umfrage förderte zu Tage, dassdie meisten Bauern die Agrartechnikfür ihre Betriebe als wichtigbezeichnen und nahezu die Hälfte inden nächsten drei Jahren grössereInvestitionen planen – an vordersterStelle stehen dabei Bauten für dieInnenwirtschaft. Interessant istauch festzustellen, dass der grosseTeil der Befragten mit ihreraktuellen Arbeitssituation durchauszufrieden ist, ein Viertel der Bauernmit einem Wachstum ihrer Betrieberechnet, aber doch 40 % derBefragten in den nächsten dreiJahren eher ein Rückgang ihrerEinkommen erwarten.LELY CENTER SUISSEDairy Solution GmbHsuisse@sui.lelycenter.comTel. 0848 11 33 77MelkroboterFor a professionalmilk production.www.lely.comUFA-REVUE · 12 2012 3


FENACOAKTUELLUFA-Samen zeigt DynamikSAATGUTMARKT IN BEWEGUNG Technische Fortschritte in der Sortenzüchtungund das wachsende Interesse der Agrochemie am internationalen Saatgutgeschäftführen zu Umwälzungen im weltweiten Handel. Seit Bestehen verfolgt UFA-Samendiese Entwicklung und bewegt sich geschickt im Markt, um für die Schweizer Landwirtedas beste Saatgut zur Verfügung zu stellen.Der Versuchsgartenvon UFA-Samenumfasst 1.5 ha undbefindet sich inWinterthur.dig in Bewegung und die Liste mit gutenSorten wächst unaufhörlich. Angesichtsdieser Situation intensiviert UFA-Samendie Kontakte zu den über den ganzenGlobus verteilten Züchtern und wirktbei nationalen und internationalen Or-Seit rund fünfzig Jahren bietet UFA-Samen den Schweizer Landwirtenbeste Sorten an. Dies kommt nichtvon ungefähr, sondern basiert aufKnow-how, Vertrauen und tragfähigenBeziehungen. Der Saatgutmarkt ist stänganisationenmit. Erfolgsgarantie in einemsich ständig entwickelnden Marktsind persönliche Beziehungen vom Produzentenbis zum Endverbraucher.Durch dieses intensiv gepflegte Beziehungsnetzentsteht für die Landwirteein direkter Nutzen. Sie haben Zugangzu Sorten, die für die hiesigen Standortbedingungenam besten geeignet sind.Sortenversuche UFA-Samen engagiertsich mit vereinten Kräften, um denSchweizer Bauern die bestmöglichenSorten liefern zu können. Ein Beispieldazu sind die Sortenversuche, in denenman die Leistungsfähigkeit verschiedenerSorten an unterschiedlichen Standortender Schweiz untersucht. Durchdieses wohl einmalige Versuchsnetz findetein Vergleich unter Praxisbedingungenstatt. Der Landwirt hat die Möglichkeit,jene Sorten auszuwählen, die fürihn und seine Rahmenbedingungen amehesten passen.VERWALTUNG FENACOCONSEIL D’ADMINISTRATIONDie Verwaltunggenehmigt den Kreditfür den Um- undErweite rungs bau derLANDI in Landquart.LANDI Landquart AG Die Verwaltungfenaco hat an ihrer letztenSitzung für den geplanten Um- und Erweiterungsbauder LANDI GraubündenAG am heutigen Standort in Landquartden Kredit bewilligt. Das Projektauf dem LANDI-Areal soll den Betriebeiner strategiekonformen LANDI mitallen Geschäftsfeldern in zweckmässigenRäumlichkeiten ermöglichen unddie Zufahrts- sowie die Parkplatz si -tuation verbessern. Zudem werden dieanstehenden Gebäudesanierungs-massnahmen mit dem Neubau gelöst.Der voraussichtliche Baubeginn soll imJanuar 2013 erfolgen und die Bauzeit inEtappen bis im November 2013 dauern.Während der Bauzeit soll die Handelstätigkeitaufrechterhalten bleiben.LANDI La Côte SA Die Verwaltungder fenaco hat entschieden, in dieErneuerung der Infrastruktur des Ge -treidecenters BussyII (Baujahr 1968) zuinvestieren. In erster Priorität wird dieAnnahmeleistung auf 100t/h erhöhtDie Verwaltung beschloss die Sanie -rung der Getreideannahme in Bussy.und eine gedeckte Gosse von 40m 3 eingebautsowie die technischen Anlagenerneuert. Zudem wird die Zufahrt verbessert.In einer späteren Phase soll dieLagerkapazität am Standort Bussy (I + II)von heute 10000t auf 15000t ausgebautwerden. Die Bau- und Sanierungsarbeitensollen bis Mitte Juni 2013 abgeschlossensein.4 12 2012 · UFA-REVUE


AKTUELLFENACO«Verpackung» hat sich weiterentwickelt.Die Produktesparten sind mit unterschiedlichenFarben gekennzeichnetund der untere Teil der Saatgutsäcke istdem Inhalt entsprechend individuell gestaltet,mit dem Bild einer Wiese, einemRasen und einer Blumenwiese bedruckt.antwortung für strategische Entscheideder Saatgutbranche.Trends Der Saatgutmarkt entwickeltsich nicht nur aufgrund züchterischerFortschritte, sondern auch durch neueBedürfnisse seitens der Kunden entstehendiversifizierte Saatgutmischungen.Ein Beispiel aus dem Gebäude-Energiebereich:Mit der Begrünung von Flachdächernkönnen im Innern von GebäudenSchwankungen beim Raumklimareduziert werden. Das bedingt die Entwicklungpassender Saatgutmischungen.Die Begrünung von Flachdächernhat Einfluss auf Sonnenkollektoren,denn durch die Vegetation kann eineKühlung erzeugt werden, die ihrerseitsdie Leistung der Photovoltaik anlagensteigert. UFA-Samen beteiligt sich aktivan einem Projekt zur Entwicklung solcherSaatgutmischungen. AngepasstesSaatgut, das ideal unter den Sonnenkollektorenwächst, leistet so einen Beitragzur Verbesserung des Energieertrags.Ein neues Logo UFA-Samen verfügtin seiner 50-jährigen Geschichte ineinem äusserst dynamischen Umfeldüber zwei Konstanten. Diese sind: MotivierteMitarbeitende mit Fachkenntnis,Teamgeist und Firmentreue sowieder Marktauftritt mit dem bekanntenLogo. Die erste bleibt stark, die zweiteändert sich – nach notabene 30 Jahren.Das Unternehmenslogo hat in derVergangenheit zur Identifikation undzur Stärkung der Marke «UFA-Samen»beigetragen. Doch die gegenwärtigeDynamik im Saatgutsektor kommt mitdem alten Logo kaum mehr richtig zumAusdruck. Mit der Einführung einesneuen Logos soll diesem UmstandRechnung getragen werden. Das neueLogo bringt die Dynamik des Unternehmenszum Ausdruck und ermöglicht eineklare Identifikation mit den Bereichen«Saatgut», «Nützlinge» sowie«Rasen und Begrünung». Der BereichGrafik 2: Marktstruktur Schweizer SamenhandelAgroscope (Forschungsanstalten)DSP, SativaVermehrungsorganisationenfenacoEricSchweizer AGSamenSteffen AGPrivate WiederverkäuferLohnunternehmerLandwirtDominik Fischer(Bereichsleiter UFA-Samen Zentralschweiz)und UFA-Samen-Leiter Albert Gysinpräsentieren ihrSaatgut mit neuemLogo und neuenVerpackungs säcken.ImportOttoHauensteinFazit Der Saatgutmarkt verändert sichständig. Die Produktion und Vermarktungvon Saatgut werden heute nichtmehr allein durch die technischen Fortschrittegesteuert. Die Züchter müssennicht nur die Erwartungen der Produzentenerfüllen, sondern Sorten entwickeln,welche die Bedürfnisse der Konsumentendecken und Anforderungenerfüllen, die durch neue Technologienentstanden sind. Saatgut bildet für Profi-Bauern,aber auch für Freizeitgärtnerdie Grundlage des Pflanzenbaus. UFA-Samen kann sich dank Partnerschaftenim Ausland, seines Engagements in derZüchtung und in der Schweizer Produktionaufgrund seiner Bedeutung und derKompetenz des LANDI-Verteilernetzesdafür einsetzen, dass die besten Sortenund Saatgutmischungen geliefert werden.Die Anstrengungen bei der Züchtungund Qualitätskontrolle fruchten, weildie leistungsstarken UFA-Samen-Sortenihren Weg zum Endverbraucher finden.Aus diesem Grund sind die Kompetenzder UFA-Samen-Mitarbeiter und dieEffizienz des LANDI- und Volg-Ver -teilernetzes wichtige Faktoren bei derWeitergabe des genetischen Fortschritts.Ansprechpartner und Kontaktadressenbei UFA-SamenWinterthur: 058 433 76 04Fax 058 433 76 20hanspeter.hug@fenaco.com)Lyssach: 034 448 18 61Fax 034 448 18 21samen.lyssach@fenaco.comSursee: 058 433 65 88Fax 058 433 65 99samen.sursee@fenaco.com.Moudon: 058 433 67 81Fax 058 433 67 85semences.moudon@fenaco.comwww.ufa-samen.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 7


Trelleborg TM800. Der Landwirtschaftsreifen für jeden Boden. Mit außergewöhnlichenLeistungen im Feld und auf der Straße, entwickelt für Traktoren bis 260 PS. Seine hervorragende Traktion, diehöchste Tragfähigkeit bei höchsten Geschwindigkeiten, eine geringe Bodenverdichtung, der Fahrkomfort und die-sicherheit sowie eine herausragende Lebensdauer unter allen Einsatzbedingungen spiegeln die Qualität undLeistungsfähigkeit von Trelleborg Reifen wider. TM800: der zuverlässige Landwirtschaftsreifen.TRELLEBORG TM800.QUALITÄT AUF DEN ERSTEN BLICK.


MANAGEMENTDie Zukunft anpackenBETRIEBSENTWICKLUNG DURCH KOOPERATION Haupt- und Nebenerwerbs -betriebe müssen heute und vor allem auch zukünftig produktiv, arbeits- undkosten effizient wirtschaften. Die Vorteile modernster Agrartechnik können sie nurnutzen, wenn sie in Netzwerken und Kooperationsformen zusammenarbeiten.JohannHabermeyerSeit 2009 sind die 73 Maschinenringe(MR) in Bayern offiziell an -erkannter Beratungspartner derLandwirtschaftsämter. ÜberregionaleMR-Betriebsberater führen Beratungenbei den Betrieben durch. DasZiel dieser Verbundberatung (MR Consult)sind hoch produktive, arbeits- undkosteneffiziente landwirtschaftliche Betriebeim Haupt- oder Nebenerwerb.Der entscheidende Schlüssel ist dieNutzung modernster Grosstechnik inallen Betriebsformen. In der bayerischenAgrarstruktur bedeutet dies inden meisten Fällen «Landwirtschaft inNetzwerken und unterschiedlichenKooperationsformen».Viele Betriebe sehen aufgrund historischgewachsener Wertevorstellungenden selbstständigen Landwirt mit eigenerTechnik als Ziel ihrer betrieblichenEntwicklungsstrategien. Häufig wirddies erkauft mit unsozialen Arbeitsbedingungenund hohen Kosten bei zu geringenBetriebsgewinnen. Aufgrund zugeringer Flächenausstattung glaubensich die meisten bayerischen Betriebeim Wettbewerb, was die Zusammenarbeitzusätzlich erschwert.Beraten heisst verstehen Heutebasieren die meisten Lösungen auf Zusammenarbeit.Aber aufgepasst, die Zeitder Pauschalrezepte ist vorbei. Eine Lösungmuss, damit sie gut ist, zum Betriebmit seinen Menschen und speziellenAnforderungen passen. Warum tunsich also heute viele Landwirte soschwer mit überbetrieblicher Zusammenarbeit?Gründe sind:• Angst vor Verlust der Selbstständigkeit(Wertevorstellungen).Um aus Konkurrenten Partner zu machen, müssen sich die Bauern gemeinsamüber die Zukunft und ihre Strategien unterhalten. Bild: Mühlhausen/landpixel.de• Angst vor Verlust liebgewordener Tätigkeiten(Freude an der Feldarbeit).• Angst vor Abhängigkeiten von Berufskollegen.• Wettbewerbsdenken (Partner könntePachtkonkurrent sein).• Wenig kaufmännisches Bewusstsein.Um aus Konkurrenten Partner zu machen,müssen die Bauern an einen Tischund zum Reden über die Zukunft gebrachtwerden. Es geht darum, dass sieihre eigenen Möglichkeiten erkennen,und nicht nur über die Rahmenbedingungen,beispielsweise die Agrarpolitik,diskutieren. Die Erkenntnis, dass anderein ähnlicher Situation sind und allein je-der machtlos ist, schafft die Offenheit,um neue Wege einzuschlagen. Der Beratermuss Klarheit schaffen, was die Betriebsleiterrealistisch erreichen können(schafft Zufriedenheit) und ihnen helfen,konkrete Ansätze zu formulieren. DieBauern erkennen dadurch, wo sich dieeigenen Ziele mit Partnern erreichen lassenund entwickeln zudem auch Partnerschaftenmit anderen Beteiligten imländlichen Raum.Orientierungs- und Strategie -seminare Der Rahmen, um die Bauernan einen Tisch zu bringen, sind sogenannte Orientierungs- und Strategie-10 12 2012 · UFA-REVUE


MANAGEMENTseminare in kleinen Gruppen, die bayerischeMaschinen- und Betriebshilfsringedurchführen. Es ist ein Weg, um Zugangzu den Denkstrukturen undEntscheidungen der Betriebsleiter zufinden. In diesen ganztägigen Gruppenberatungenüberprüfen die Teilnehmeranhand ein facher Kennzahlen, ZielerlösundKostenstrukturen die Machbarkeitder eigenen Überlegungen (einfacherBusinessplan). Sie sehen auch, welcheStrategien andere Betriebe verfolgen.Dabei werden den Teilnehmern diemeist strukturell bedingten Begrenztheitenihrer Betriebe mit den Notwendigkeitenzur Zusammenarbeit in bestimmtenbetrieblichen Bereichenbewusst. Die grössten Effekte in diesenSeminaren lassen sich erzielen, wenndie teilnehmenden Betriebsleiter ausder Umgebung stammen und damit diekonkrete Möglichkeit für weitere Zusammenarbeitgenutzt werden kann.Chancen durch KooperationWenn es durch Seminare gelungen ist,die einzelbetrieblichen Perspektiven derLandwirte zu erweitern und neue Optionenins Spiel zu bringen, wird denLandwirten schnell klar, dass ihre Möglichkeitenenorm ansteigen, wenn siedie Grenzen des Einzelbetriebes sprengenund in Netzwerken und Kooperationenarbeiten. Überall dort, wo erfolgreichAussenwirtschaftsgemeinschaften(gemeinsame Technik) installiert werdenkonnten, ergeben sich Kostenersparnisseund eingespartes Investitionskapital.Kapital, das fur andereBetriebsentwicklungen (Stallbau, Biogas,Diversifizierung) zur Verfügungsteht. Meist ist die gemeinsame Technikerst der Anfang weitergehender Zusammenarbeit.Gemeinsamer Ein- undVerkauf, Flächentausch, gemeinsameAnbauplanung und Kulturführung bishin zu gemeinsamen Lagerhallen undweiteren Projekten können folgen. Spezialisierungenin der einzelbetrieblichenAusrichtung innerhalb einer Gruppewerden erkennbar und sind eine Möglichkeit,um neue Einkommensmöglichkeitenzu erschliessen. Während sich innerhalbeiner Kooperation die einen aufverstärktes innerbetriebliches Wachstumfokussieren, bauen andere Betriebeneue (teilweise auch ausserlandwirtschaftliche)Standbeine auf. Autor Dr. Johann Habermeyer istBeratungsleiter und stellvertretenderGeschäftsführer des Kuratoriumsbayerischer Maschinen- und Betriebshilfsringee.V. in Neuburg/Deutschland.www.kbm-info.de.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12Junglandwirtekongress 2013Vorwärts schauen, vorwärts gehen Möglichkeiten und Risiken für Betriebe, die wachsenwol len, diskutieren am 25. Januar 2013 am Inforama Rütti in Zollikofen (BE) Junglandwirtinnenund Junglandwirte.Junglandwirtinnen und Junglandwirtebis 35 Jahre sind am Kongress herz lichwillkommen. Beson ders inte res sant ist dasKongressthema für jene, die einen Betriebüber nommen haben oder über nehmenwerden. Sie müssen sich in ten siv mit derAnmeldungName, VornameStrasse, Nr.PLZ, OrtTelefonE-MailSprache: □ deutsch□ französischBetriebs entwick lung und ihrer Stra tegieauseinandersetzen. Die Haupt referentenDr. Johann Haber meyer und Kurt Schär(CEO Biketec AG, Entre pre neur of the Year2011 ® ) zeigen die Her aus forderungen desWachstums auf. Am Nachmittag könnenDie Anmeldung ausschneiden und an Lukas Kessler, Junglandwirtekommission,Belpstrasse 26, 3007 Bern schicken oder an die E-Mail-Adresse: l.kessler@junglandwirte.ch. Die Teilnahmegebühr wird direkt am Kongress eingezogen.Seminare von inno vativen Landwirtenbesucht werden. Detailprogramm aufwww.junglandwirte.ch.Jetzt anmelden: Die Teil nahme gebührbeträgt mit dem Anmeldetalon unten25 Fr. (statt 30 Fr.).Ich möchte folgende zwei Nachmittagsseminarebesuchen:Seminar 1: 14.00 UhrKäse- und Fleischinnovationen mit Verkauf in die ganze WeltGenossenschaftsbetrieb mit VertragslandwirtschaftInnovativer Alpbetrieb mit ParalandwirtschaftMilch- und Schweineproduzent in je einer BetriebszweiggemeinschaftFruchtfolgegemeinschaft von vier spezialisierten Ackerbaubetrieben(französisch)Seminar 2: 15.00 UhrKäse- und Fleischinnovationen mit Verkauf in die ganze WeltGenossenschaftsbetrieb mit VertragslandwirtschaftInnovativer Alpbetrieb mit ParalandwirtschaftMilch- und Schweineproduzent in je einer BetriebszweiggemeinschaftFruchtfolgegemeinschaft von vier spezialisierten Ackerbaubetrieben(französisch)


MANAGEMENTSolarstrom auf dem DachEINSTIEG GUT PLANEN Eine Photovoltaikanlage produziert bei geringemWartungsaufwand während mindestens 30 Jahren zuverlässig Strom. In der Schweizliefern bereits heute Solarstromanlagen mit einer Fläche von 1.5 Mio. m 2 Stromfür 40 000 Haushalte. Das Potenzial ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.ErichBertschyAufdach-PV-Anlageauf 300 m 2 Pferde -stallungsdach. DerEnergie ertrag ist39 000 kWh pro Jahr.Die Sonne bescheint die Erdober -fläche täglich mit 10 000-mal mehrEnergie als zeitgleich weltweit verbrauchtwird. Würde man auf allenbest besonnten Dach- und Fassadenflächender Schweiz Solarmodule installieren,könnten diese rund 1 ⁄3 des jähr -lichen Strombedarfs decken. Aufgrundder saisonal- und tageszeitbedingtenSchwankungen bei der Erzeugung derEnergie muss diese Art der Strom -ge winnung von den Stromkonzernenmit weiteren Energiequellen kombiniertwerden.Technik Solarzellen bestehenhauptsächlich aus Silizium. Sie erzeugenunter Licht einfluss Elektrizität. Der produzierteGleichstrom wird mit Wechselrichternin Wechselstrom umgewandeltund meistens ins öffentliche Netz eingespeist.Man unterscheidet grundsätzlich zwischenkristallinen (mono- und polykristallin)sowie Dünnschichtzellen.• Monokristalline Zellen haben einenWirkungsgrad von 16 bis 20% und habenein homogenes Erscheinungsbild.• Polykristalline Zellen haben einenWirkungsgrad von 14 bis 16% undein heterogenes, bläuliches Erscheinungsbild.• Dünnschichtmodule haben einenWir kungsgrad von ca. 5 bis 10%.Aufgrund der guten Rentabilität unddes einheitlichen Erscheinungsbildesgelangen in der Schweiz grösstenteilsdie monokristallinen Zellen zum Einsatz.Rentabilität Die Rentabilitätsrechnungist eine zentrale Grundlage für dieEntscheidungsfindung. Die Bauherren,welche ihre Anlage zum Beispiel imHerbst 2011 auf einem Wagenschopfrealisiert haben, erzielen überwiegendeine zweistellige Rendite. Die kostendeckendeEinspeisevergütung (KEV) ist einInstrument des Bundes, welches zurFörderung der Stromproduktion aus denneuen erneuerbaren Energien eingesetztwird. Die KEV deckt die Differenzzwischen Produktions- und Marktpreis.Dadurch entsteht ein Preis, der den Produktionskostenentspricht und eineangemessene Rendite ermöglicht. VerschiedeneVorstösse im Parlament lassendarauf schliessen, dass in naher Zukunftmehr Geld für die PV-Anlagengesprochen wird, was die Wartezeiten,um in den Genuss der Fördergelder zukommen, verkürzen würde. Ist der Entscheidfür eine Realisierung einer PV-Anlage getroffen worden, empfiehlt essich umgehend das Fördergesuch beider nationalen Netzbetreibergesellschaft«Swissgrid» einzureichen. Momentanist mit einer mehrjährigen Wartezeitzu rechnen.Planung und Beratung In derLandwirtschaft bieten sich die grossen,ungenutzten Dachflächen für eine Photovoltaikinstallationan. Im Gegensatzzu einer Biogas-Anlage verursacht diePV-Anlage keinen erwähnenswerten zusätzlichenAufwand und eignet sich fürBetriebe mit einer hohen Arbeitsauslastung.Beim Verkauf der produziertenEnergie besteht die Möglichkeit, ein lukrativesZusatzeinkommen zu erzielen.Bis es jedoch soweit kommt, müssen einigeGrundlagen im Vorfeld überprüftwerden. Eine optimale Montageplanunghängt von diversen Kriterien fürdie Stromproduktion ab:• Höhenlage: In der Regel sind höhergelegene PV-Anlagen etwas produktiver,da in höheren Lagen wenigerNebel herrscht und mit tieferen Temperaturenund somit mit einer besserenProduktivität gerechnet werdenkann.• Beschattungen: Die Beschattung spielteine zentrale Roll. Bäume, Leitungenund Hügel können eine erhebliche Ertragsminderungzur Folge haben.• Himmelsausrichtung: Ideal ist eineAusrichtung nach Süden. Mit denheutigen Technologien sind jedochauch West- oder Ostdächer geeignet.Je nach Dachneigung ergeben sichauch hier gute Erträge.• Hinterlüftung: Eine ideale Hinterlüftungergibt einen bestmöglichen Ertragbei einer integrierten oder angebautenPV-Anlage.• Standort Wechselrichter: Es ist wichtig,dass der Wechselrichter an einerschattigen und kühlen Stelle ist.• Dachneigung: Ideal ist eine Neigungvon rund 30 Grad. Der Einfluss derDachneigung ist jedoch eher gering.12 12 2012 · UFA-REVUE


MANAGEMENTGrafik 1: EnergiequellenGrafik 2: Technik Photovoltaik123Wechselrichter DC/ACEinspeisungs-StromzählerVerbrauchszählerSolarmodule1Gas Uran Kohle Öl Sonneneinstrahlungauf die ErdejährlicheweltweiterJahresenergie -verbrauch32Indach-PV-Anlageauf 104 m 2 Dach -fläche. Der Energieertragist15 000 kWh/Jahr.Ein weiteres Kriterium ist der Zustanddes Daches. Die Montage einer Photovoltaik-Anlageauf einem Dach, welchesin fünf bis zehn Jahren erneuert werdenmuss, ist nicht rentabel. Hingegen bieteteine bevorstehende Dachsanierung dieideale Gelegenheit, eine integrierte Anlagezu realisieren, die auch ästhetischüberzeugt. Weiter muss die Anbindungan das elektrische Netz mit dem örtlichenElektrizitätswerk abgesprochenwerden. Allfällig nötige Anschlussverstärkungenkönnen so frühzeitig in dieKalkulation einbezogen werden.Wenn die Grösse der Anlage bestimmtist, muss abgeklärt werden, obfür die baulichen Veränderungen einBaugesuch nötig ist. Im Kanton Bernsind Photovoltaik-Anlagen generellbaubewilligungsfrei. Eine Ausnahmesind unter Denkmalschutz stehendeBauten.Die Abklärungen mit dem Elektrizitätswerk,dem eidgenössischen Starkstrominspektoratund den Baubehördensind relativ umfangreich. Ausdiesem Grund empfiehlt es sich, einePV-Anlage bei einem Gesamtanbieterprojektieren zu lassen. So besteht dieGewähr, dass wirklich alle anfallendenArbeiten angeboten werden. Dennnebst der eigentlichen PV-Anlage wirdein Gerüst, vielfach ein Spengler undimmer ein Elektroinstallateur benötigt.Zudem müssen verschiedene Bewilligungeneingeholt werden, auch dieseLeistungen sollten im Angebot inbegriffensein.Fazit Die Gestehungskosten pro installiertemKW/p sinken stetig. Aufgrundder höheren Beiträge bei kleinerenAnlagen können auch diesekostendeckend realisiert werden. Beianstehender Dachsanierung ist unbedingtzu prüfen, ob eine PV-Anlagemöglich und sinnvoll ist. PV Anlagenkönnen in der Landwirtschaft dank derkostendeckende Einspeisevergütung(KEV) rentabel betrieben werden undeinen Nebenverdienst darstellen. Autor Erich Bertschyist Projektleiter bei derGenossenschaft fürleistungs orientiertesBauen (GLB) inEmmenmatt imEmmental und verfügtüber grosse Erfahrungmit der Planung undRealisierung von PV-Anlagen. www.glb.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 13


MANAGEMENTHomeoffice in den WolkenLANDWIRTSCHAFTLICHE BUCHHALTUNG Der Heimcomputer ist ständigGefahren ausgesetzt. Mehr Sicherheit für Programme und Daten bietet das sogenannte Cloud-Computing. Wie das geht, zeigen Agro-Treuhandleiter BendichtMünger und Infopro-Geschäftsführer Martin Köberle.Cloud-Computing in der LandwirtschaftDie Agro-Treuhandstellen Grange neuve, Thurgau (Weinfelden) undFidasol SA (Lausanne) haben auf Cloud-Computing umgestellt. IhreKunden können in der Cloud arbeiten.Weitere Agro Treuhandstellen (Emmental Bärau, Seeland Ins, SegecaLoveresse, Rütti Zollikofen) nutzen Cloud-Computing intern für ihreBuch haltungen.Das durchschnittliche landwirtschaftlicheEinkommen eines Bauernbetriebsbetrug laut Agrarberichtrund 58000Fr. Ich frage michmanchmal, ob der Aufwand, den Bauernim Bereich Aufzeichnungen und Buchhaltungleisten müssen, im Vergleich zu denübrigen KMU, gerechtfertigt ist?Bendicht Münger: Das frage ich michmanchmal auch. Alle sprechen von wenigerBürokratie, aber in der Realität istdas Gegenteil ist der Fall. Zumindest inder Buchhaltung vereinfachen wir underleichtern unseren Mandanten mit moderner,zuverlässiger und einfach zu bedienenderTechnologie den Alltag. Frühermusste man, um eine Zahlungauszulösen, Geld abheben, Geld einbezahlenund noch verbuchen. Heute istdies in einem einzigen Schritt möglich:Die Rechnung mit einem Lesestift einlesen,gleichzeitig wird die Zahlung ausgelöstund die Rechnung verbucht.Ist dies die einzige Erleichterung?B. Münger: Nein. Wir sind mit Cloud-Computing einen Schritt Richtung virtuellesBüro weitergekommen. Der Landwirtkann wie beim E-Banking seineDaten online erfassen. Er muss kein Programmund keine Updates installieren.Zudem ist die Datensicherung garantiert.Was ist Cloud-Computing?Martin Köberle: Cloud-Computing beschreibteine Technologie, bei der manden Benutzern Informatikdienstleistungendann zur Verfügung stellen kann,wenn sie benötigt werden. In der Wolkewerden Informatikdienstleistungen mittelseiner zentralen Terminallösung angeboten.Programminstallationen, Up -dates und Datensicherung hat der Useran die Cloud delegiert. Ob der Computerklein, alt, ein PC oder Mac ist, spieltkeine Rolle. Es gibt keinen Datenverlustdurch defekte Geräte. Der User kannsich jederzeit durch ein neues Gerätoder ein Laptop einloggen und in seinerWolke weiterarbeiten.Wie läuft das bei den Buchhaltungen?M. Köberle: AgroTwin, Agro-Cash undAgroTech, ATWinBiz, Agro-Office undPinus-Software funktionieren mit unserer«agro-cloud»-Lösung. Durch einenelektronischen Agro-Manager werdendie Zugriffsrechte erteilt. Jeder Betriebsleiterhat nur Zugriffsrecht auf seine eigenenDaten. Die Bäuerin oder derLandwirt loggen sich ein und erfassen inder Cloud die Daten. Der Treuhänderüberprüft die Buchhaltung und machtAbschlussarbeiten – auch in der Cloud.Der Abschluss wird in der Cloud in einpdf umgewandelt und kann direkt vomKunden, aus einem geschützten Bereichheraus, ausgedruckt werden.Das meiste sind Buchhaltungsprogrammeder Agro-Twin-Familie.B. Münger: Für meine Treuhandstelleim zweisprachigen Kanton Fribourgbrauche ich eine Software, die deutschund französisch einwandfrei funktioniertund alle Bereiche abdeckt. Das istmit AgroTwin und der NachfolgesoftwareATwin.biz der Fall.M. Köberle: Cloud-Computing ist Software-unabhängig,es kann jedes Programm,auch Agrooffice, installiert undden Usern zugänglich gemacht werden.B. Münger: Wir haben diese Cloud-Lösungzuerst bei uns an der Agro-Treuhandstelleangewendet. Ich habe 15Buchhalter, die von daheim aus arbeiten.Als das funktionierte, haben wir vorrund sechs Jahren die Cloud-Lösung aufunsere Bauern ausgedehnt. Von Vorteilist die Cloud-Lösung auch für BetriebsoderStallgemeinschaften. Jeder Teilhaberkann autonom seinen Verantwortungsbereicherfassen. Daten werdennicht mehr hin und her transferiert. Früherkam es vor, dass der Treuhänder dieVerbuchungen optimierte oder Fehlerausmerzte, der Landwirt gleichzeitigneue Verbuchungen tätigte – undmanchmal wurde mit der korrigiertenVersion die Verbuchungen des Kundenüberschrieben. Das gibt es jetzt nichtmehr. Ein weiterer Vorteil ist die hoheRechnerleistung. Auch mit älterenRechnern ist ein effizientes und raschesArbeiten möglich. Es braucht kein sehrschnelles Internet – Hauptsache das Internetist stabil.Sie haben quasi das Homeoffice der Bauernfamilienin die Wolke gepackt.B. Münger: Ja. Arbeits-Software undDaten sind vom Familiencomputer getrennt.Meistens wird der Computer zuHause von der ganzen Familie ge-Bendicht Münger, Ing. Agr. HTL, leitetdie Agro-Treuhandstelle Grangeneuvein 1725 Posieux (FR). www.agrofid.ch14 12 2012 · UFA-REVUE


MANAGEMENTbraucht. Kinder Kinder laden Spielehe r unter, chatten etc.M. Köberle: Die Gefahr ist Datenverlustdurch Fernmanipulationen wie Schnüffel-Softwareoder Viren. Ganz schlechtfür sensible Buchhaltungsdaten! Mit unsererCloud-Lösung ist man diesbezüglichauf der sicheren Seite.Für die Buchhaltung gilt eine Aufbewahrungspflichtvon zehn Jahren.B. Münger: Deshalb garantieren wireine elektronische Datensicherung vonzehn Jahren.Ist die elektronische Sicherung der Datennicht problematischer als in Papierform?M. Köberle: Der Buchhaltungsabschlusswird in einem so genannten PDF/A-Formatgespeichert. Das ist ein Dateiformatzur Langzeitarchivierung digitaler Daten,welches in zehn oder zwanzig Jahrennoch eingelesen und gedruckt werdenkann.Und die Datensicherung ist irgendwo aufeinem Speicher im fernen Osten?M. Köberle: Nein, ganz sicher nicht.Unsere Firma verwaltet die Datensicherungselber – hier in der Schweiz. UnsereGeschäftsräume und Server befindensich in einem mehrfach abgesichertenGebäude. Die erste Stufe Datensicherungist am anderen Ende des Ge -bäudes, die zweite in unserenGeschäfts räumen und die dritte Backup-Sicherung ist extern in einem 5km Luftlinieentfernten Gebäude. Wir haben Sicherheitskopienvon den letzten 60Tagen, Monats-, Halbjahres- und Jahresbackupsund zusätzlich werden dieletzten sieben Versionen gespeichert.B. Münger: Die Buchhaltung ist wichtigfür die Besteuerung, für Bank- undAgrarkredite, für Direkt zahlungen,Krankenkassensubventionen etc. ZurBewältigung dieser «Bürokratie» habenwir in der Zusammenarbeit mit MartinKöberle ein Instrument, das sicher undkostengünstig ist und den technologischenFortschritt berücksichtigt. MeineVision wäre, dass alles, was für daslandwirtschaftliche Unternehmen vonBedeutung ist, Geschäftskorrespondenz,Kalkulation, Verträge etc., sicheran einem Ort digital zentral gelagertwerden kann. Ich kann mir auchvorstellen, dass in Zukunft Ackerbau -arbeiten automatisch mit GPS-Informationenaufgezeichnet und via Handy -netz ins AufzeichnungsprogrammAgro-Tech übertragen werden. Aberdas braucht noch etwas Zeit. Danke fürdas GesprächMartin Köberle, Ing. Agr. HTL und Informatiker, istGeschäftsführer der Firma Infopro in Zollikofen,mit dem Firmenbereich Agro Cloud (Cloud-Lösungenfür landwirtschaftliche Treuhandstellen).www.infopro.ch, www.agro-cloud.chInterview DanielaClemenz, UFA Revue,8401 WinterthurINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 15


MANAGEMENTKOOPERATIONENWachstum und DiversifikationMEISTER DER ZUSAMMENARBEIT Paul Nüesch aus Widnau im sankt-gallischenRheintal darf als Meister der Zusammenarbeit bezeichnet werden. Dank Kooperationspart er Kosten, nutzt technologische Fortschritte, diversifiziert und umgeht dieNachteile des Einzelkämpfertums. Was steckt hinter dieser erfolgreichen WachstumsundKooperationsstrategie?BeatGüglerFahrsilos eignen sichausgezeichnet für dieüberbetrieblicheZusammenarbeit.Ausgehend von einem gemischtenmittleren Betrieb mit 30 Milchkühenim Anbindestall ist im letztenJahrzehnt ein Unternehmen mitrund 125 Milchkühen im Laufstall mitzwei Robotern, einem Zuchtsauenstallmit 40 Mooren, einem Mastschweinestallmit 600 Plätzen und einer grossenBiogasanlage entstanden. Die Bereichebasieren auf Kooporationen.Grundlage für Wachstum In derMilchproduktion werden Aufzuchttierean Partnerbetriebe abgegeben und, solange es noch möglich war oder ist, imGegenzug Lieferrechte übernommen.Der steigende Futterbedarf soll möglichstkostengünstig und effizient konserviertwerden. Dies geschieht übereine langjährige Kooperation mit Nachbarbetrieben.Ein Partner ist für das Mähenverantwortlich, der zweite für dasSchwaden, Zetten und Walzen im Fahrsilo,die Familie Nüesch für das Einführender Grassilage. Gemäss Berechnungender Familie Nüesch betragen die Konservierungskostenbei der Grassilage unter25 Fr./dt TS. Das ist deutlich unterden Mittelwerten zwischen 30Fr. und40Fr./dt TS.Die Fütterung der Milchkühe erfolgtmit einem selbstfahrenden Futtermischwagen.Dank überbetrieblichem Einsatzsteht er rund 800 Stunden pro Jahr imEinsatz und macht zwischen 1500 und2000 Mischungen. So wird die wendigeSpezialmaschine wirtschaftlich.In der Schweinehaltung ist die FamilieNüesch an einem Abferkelring beteiligt,was die Effizienz in der Ferkelproduktionsteigert. Die Ferkel werden imbetriebseigenen Maststall gemästet.Die Familie Nüesch ist auch Mitinhaberinder Rhy-Biogas-Anlage auf dembetriebseigenen Gelände. Die Rechtsformist eine Aktiengesellschaft. WeitereAktionäre sind zwei Berufskollegen.Wenn von der Familie Nüesch gesprochenwird, so handelt es sich um eineGenerationengemeinschaft von PaulNüesch mit seinen beiden Söhnen Peterund Mathias. Das Konzept einer echtenPartnerschaft, in welcher sich alle Beteiligtenauf Augenhöhe begegnen, wendetPaul Nüesch auch in der Familie mitseinen Söhnen an.Vorteile und Nachteile Dank derdiversen Kooperationen kann die FamilieNüesch diversifizieren, ohne dabeidie Nachteile einer einzelbetrieblichenDiversifizierung in Kauf nehmen zumüssen. Die Diversifikation von Einzelbetriebenbedeutet vielfach eine enormeBelastung der Bauernfamilie, sei esbetreffend Know-how oder weil der Be-triebszweig zu klein ist, um in Rationalisierungenzu investieren. Auch ist derOrganisationsaufwand gross. Anders beider Familie Nüesch und ihren Partnern.Dank Kooperationen haben die Betriebszweigeeine wettbewerbsfähigeGrösse und Know-how kann auf verschiedeneKöpfe verteilt werden. Dankder Diversifikation besteht kein Klumpenrisiko,falls ein Betriebszweig malschlecht läuft. Nachteile der Spezialisierungwerden so entschärft.Fazit Gute Zusammenarbeit bedeutetfür alle einen Gewinn. Zeit und Kostenkönnen eingespart werden. Grundgenug, den in dieser Sparte sehr erfolgreichenPaul Nüesch zum Gelingen vonZusammenarbeiten zu befragen. Entscheidendseien:• Toleranz und Flexibilität aufbringen.• Miteinander ein Ziel verfolgen.• Miteinander reden.• Genaue Abmachungen treffen, abergrosszügig sein.• Probleme und Anliegen des Partnerskennen.• Alle müssen Gewinner sein. Autor Dr. Ing. Agr. ETH Beat Gügler,8532 Warth (TG)Zum Thema Kooperation siehe auchBeitrag Seite 10 und 11.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 1216 12 2012 · UFA-REVUE


Profitieren Sie vom Frühbestellungsrabatt bis 21. Dezember 2012Profitez de nos conditions uniques pour commandes jusqu’au 21 décembre 2012Kraftstoffsparen!Der clever konstruierte LelyMähbalken braucht erheblichweniger Kraft bei gleichzeitighöherem Erntedurchsatz.Bruno Spicher 079 - 673 7697UFA-REVUE · 12 2012 17


MANAGEMENTProdukte aus der RegionREGIONALVERMARKTUNG Der Trend der Regionalvermarktung hat sich längstbranchenübergreifend etabliert. Regionalität ist aber keine Garantie für den Verkaufs -erfolg – entscheidend ist die Vermarktung und Positionierung. Diesbezüglichhaben sich schweizweit vier Organisationen etabliert, nämlich «Das Beste der Region»,«Culinarium», Alpinavera», «Pays Romand – Pays Gourmand».ChristineMühlemannMatteoAepliDurch Qualitätund ExklusivitätüberzeugenRegionalprodukte.Als Folge eines immer breiteren undunübersichtlicheren Marktes suchtder Konsument vermehrt nach authentischenund natürlichen Produkten.Grosse Detaillisten, ebenso wielokale Gastgewerbe, Dorfläden oder dieTourismusbranche haben diesen Trenderfasst und setzen auf die Vermarktungvon regionalen Produkten.Auch für die Landwirtschaft lässt sichdieses Poten zial nutzen. Regionalität istSinnbild für Natürlichkeit, Frische undTradition. Dies stellt den Produzentenvor die Herausforderung, eine Strategiezu entwickeln, die optimal sein Angebotmit den Bedürfnissen des Konsumentenvereint.Standort hat einen grossen EinflussDie Bäuerin Christine Dardel aus Aarberg BE verkauft Gemüse, Eier, Milch, Küchen- undGartenprodukte unter dem Label «Das Beste der Region Seeland»Was war der Auslöser für den Verkauf von Regionalprodukten?Christine Dardel: Schon meine Schwiegermutter verkaufte an der Haustüre Kartoffelnund Eier. Als ich vor 40 Jahren eingestiegen bin, habe ich das weitergeführt und dasSortiment schrittweise erweitert. Ein kleiner Selbstbedienungsstand war ideal, da wir oftdraussen auf dem Feld arbeiteten. Das kam bei den Kunden gut an und daher habe ichdas über die Jahre beibehalten.Was ist ausschlaggebend für den Erfolg?Am wichtigsten sind ganz klar die Qualität der Produkte und eine ansprechendeAufmachung. Aber der Standort hat ebenfalls einen grossen Einfluss. Als vor einigenJahren die Coop-Filiale im Dorf einging, haben wir viel Laufkundschaft verloren, die aufdem Weg zum Laden an unserem Hof vorbeiging. Heute haben wir vor allem nochStammkunden.Wie sieht die Zukunft aus?Die baldige Hofübernahme unseres Sohnes wird für mich ein guter Zeitpunkt sein, denStand einzustellen. Da der Zeitaufwand sehr hoch ist, lässt sich das nicht einfach sonebenbei führen. Mit neuen Ideen und Engagement gäbe der Stand aber sicher weiter -hin einen erfolgreichen Zusatzverdienst.Was wo verkaufen? Für die Regionalvermarktungeignen sich grund -sätzlich jene Produkte, bei denen derKonsument die regionale Herkunft alsbesonderes Qualitätsmerkmal erachtet.Um aber einem Label beizutreten, müssenbestimmte Qualitätsstandards undRichtlinien erfüllt werden, was die Möglichkeiteneinschränkt: Sowohl die Rohstoffe,wie auch die Verarbeitungs- undLogistikstrukturen müssen regional verfügbarsein und den gesetzlichen Anforderungenentsprechen. Oft ist das mithohen Investitionskosten verbunden.Nicht zuletzt muss das Produkt über einerfolgreiches Marketing zum Konsumentengelangen. Für die professionelleund koordinierte Regionalvermarktunghaben sich schweizweit vier Organisationenetabliert:• Das Beste der Region.• Culinarium.18 12 2012 · UFA-REVUE


MANAGEMENTWichtig ist Zusammenarbeit mit anderen AnbieternDie Bäuerin Maya Rast aus Rüti (GL) verkauft Rindfleisch, Gemüse, Beeren, Goldmelisse,Küchen- und Gartenprodukte unter dem Alpinavera-Label.Wie kamen Sie zum Verkauf von Regionalprodukten?Maya Rast: Ich verkaufe schon seit längerem Produkte von unserem Betrieb,direkt an der Haustüre oder auf Bestellung. Vor gut zwei Jahren habe ich michdann mit einigen Produkten dem Label Alpinavera angeschlossen, da sie aufder Suche nach Produzenten im Glarnerland waren und ich von der Markeprofitieren konnte.Was ist ausschlaggebend für den Erfolg?Der Standort ist ein sehr wichtiger Faktor, vor allem auch für die Preise.In Stadtnähe zahlen die Konsumenten beinahe den doppelten Preis alshier auf dem Lande. Aber die Nachfrage ist auch hier sehr gut, da dieKunden den Betrieb kennen und genau wissen, woher die Produktestammen. Wichtig ist für mich auch die Zusammenarbeit mit einemanderen Anbieter, dem ich jeweils Produkte mit auf den Wochenmarktgeben kann, die er nicht selber im Sortiment führt.Wie sieht Ihre Zukunft in der Regionalvermarktung aus?Momentan habe ich die Produktion stark zurückgefahren, da wir einenneuen Verarbeitungsraum bauen. Besonders bei verarbeiten Produkten sinddie Vorschriften sehr streng. In etwa einem Jahr will ich aber wieder volleinsteigen und auch einen Verkaufsstand anbieten.• Alpinavera.• Pays Romand – Pays Gourmand.Ob der geeignete Kanal nun die Direktvermarktungoder über Zwischenhändlerder Detailhandel ist, muss anhandder zur Verfügung stehendenRessourcen und Fähigkeiten bestimmtwerden und nicht zuletzt zum Produkte -image passen. Unabhängig davon stellendiese Dachverbände den Produzenteneine Marketingplattform zurVerfügung und ermöglichen auch unterschwierigeren Voraussetzungen den Zugangzum Markt.Als Bindeglied zwischen dem lokalenProduzenten und der Tourismusbranchebirgt das Gastronomiegewerbe ein hohesPotenzial, das es noch besser zu erschliessengilt. Die Organisation der Beschaffungvon Regionalprodukten durchdie Gastronomie und die Sensibilisierungder Kunden für Regionalprodukte stellenbesondere Herausforderungen dar.Marktvolumen wachsend Vielestellen sich die Frage: Wie wird sich derMarkt für Regionalprodukte weiterentwickeln?Schliesslich ist in den letztenJahren nicht nur der Umsatz bei den Regionalproduktengewachsen, auch dieImporte von Nahrungsmitteln habenlaufend zugenommen. Auf den erstenBlick scheint diese Entwicklung ein Widerspruchzu sein, widerspiegelt aberdie Bedürfnisse der Konsumenten nacheinem vielfältigen und interna tionalenSortiment einerseits und Natürlichkeit,Tradition und Vertrautheit anderseits.Regionalprodukte und Importprodukteschliessen sich nicht aus, sondern ergänzensich. Das Potenzial in der Regionalvermarktung,so sind sich Fachleute einig,ist noch lange nicht ausgeschöpftund die Zahlungsbereitschaft beim Konsumentenweiterhin vorhanden.Regionalität garantiert nochkeinen höheren Preis Bei einerGrenzöffnung werden aber nicht nur dieherkömmlichen Produkte unter Druckgeraten, sondern ebenso die Regionalprodukte.Je besser und einzigartiger einProdukt positioniert ist, desto eher lässtsich dem Preisdruck aus dem Weg gehen.Ein Regionalprodukt an sich ist dabeinoch keine Garantie für einen besserenPreis, sondern setzt einzig denGrundstein, auf dem die Vermarktungaufbaut. Denn der Konsument kauftnicht nur ein Produkt, sondern wünschtsich beispielsweise ein besonderes Einkaufserlebnis,einen Service oder eineGeschichte hinter dem Produkt. DieAufmachung, ein Label mit Zertifizierungoder die besondere Herstellungkombiniert mit der Herkunft können dabeigezielt genutzt werden, dem Konsumentendieses Gefühl zu vermitteln.Qualität und Exklusivität sind dabeiwichtige Voraussetzungen. Nur wer erkennbarenMehrwert liefert, wird aucheinen Mehrpreis lösen können. Das Potenzial inder Regional -vermarktung ist nochnicht ausgeschöpft.Bilder: Pro Zürcher Berggebiet.Autoren ChristineMühlemann arbeitetbeim Regions- undWirtschaftszentrumOberwallis AG in Naters(VS). Matteo Aepli istwissenschaftlicherMitarbeiter in derGruppe Agrarwirtschaftan der ETH Zürich.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 19


LANDTECHNIKGVS-Agrar konzentriertBereicheKURZMELDUNGENGVS-Agrar wird bis Ende 2014 inBalterswil (TG) auf 15 000 m 2 fürrund 8 Mio. Fr. ein neues Kompetenzzentrumfür die Produktion dereigenen Maschinen der Marke«Agrar» sowie für den Vertrieb vonMaschinen der Marken «Krone»,«Horsch», «Rabe» und weiteren realisieren.Den Kredit hat die Delegiertenversammlungdes GVS genehmigt.Der bisherige Standort inFlawil (SG), wo GVS-Agrar bisher Ladewagenund Güllefässer der Marke«Agrar» herstellte, wird aufgegebenund mit den Verkaufseinheiten«Agrar Center» und «Terraprofi» örtlichzusammengelegt. Am Hauptsitzin Schaffhausen verbleibt der Verkaufder Traktorenmarken «Fendt»,«Massey Ferguson» und «Valtra»,während der Vertrieb von Gross -Massey Ferguson mit neuen BaureihenMit der neuen Baureihe «5600» ersetztMassey Ferguson die Modelle«MF5420», «MF 5430», «MF 5440»und «MF5450» (Bild). Das Modell«MF5410» wird bis auf Weiteresverfügbar bleiben. Die neue Baureihebasiert konzeptionell auf demFahrzeug «MF5400», verschiedeneneue Merkmale wurden jedoch integriert.Insbesondere sollen sichdie neuen Traktoren noch besser alsbisher für den Einsatz mit einemFrontlader eignen. So wurde mit einemneuen Kabinendesign (integriertesGlasdach) und der umgestaltetenFreisicht-Motorhaube dieÜbersichtlichkeit verbessert. Neukonstruiert wurde der Vorderachsbereichmit dem Fronthubwerk undder -zapfwelle, so dass kürzere Anbaumasseentstehen, was der Wendigkeitder Traktoren zugutekommt.Als Motor wird ein 3-Zylinder Aggregatmit 3.3 Litern Hubraum undCommonrail-Einspritzung aus demHause Agco (Sisu) verbaut. Die Abgasreinigungerfolgt über eine gekühlte,externe Abgasrückführungin Verbindung mit einem Diesel-Oxidationskatalysator. Beim Getriebesetzten die Konstrukteure auf dasbewährte «Dyna-4» mit 16x16 Gängenund einer vierfachen Lastschaltung.Bedient wird das Getriebeüber einen «Powercontrol»-Hebelauf der rechten Seite, der über Kuppel-und Schaltfunktionen verfügt.Optional ist auch ein automatischesGetriebe möglich. Die Kabine basiertauf der «Essential»-Version des«MF 7600». Es gibt sie in drei Versionenals Flachdach-, StandardoderGlasdach-Ausführung.Mit den drei Modellen «3640»,«3650» und «3660», alle mit der Zusatzbezeichnung«xTra», ergänztMassey Ferguson zudem die Reihe«3600». Bestehen aus dieser Seriebleibt einzig das Modell «3625».Als Antriebsaggregat kommtauch bei diesen drei Modellen derhauseigene Agco-Motor mir dreiZylindern und Commonrail-Einspritzungzum Zug. Getriebeseitiggibt es ein elektrohydraulisches«PowerShuttle» «Speesdshift» und24x12 Gänge.Freuen sich aufs Kompetenz -zentrum: Daniel Stahl, stell -vertretender Geschäftsführer,Yvonne Tanner, Marketingleiterin,und Ugo Tosoni, Geschäftsführervon GVS-Agrar (v.l.n.r.).ernte maschinen bereits früher nachKoblenz (AG) und in die TochterfirmaGVS Fried AG ausgelagert wurde.Mit dem neuen Kompetenzzentrumlöst GVS-Agrar das Platzproblemam Produktionsstandort Flawil.Zudem schafft man genügend Raumfür die Produktion von Ladegerätenfür die Transporter von Aebi. Diesbezüglichhat GVS-Agrar eine Zusammenarbeitsvereinbarungabgeschlossen,aus dieser unter anderemdas kürzlich präsentierte neue Ladegerät«LD 42» hervorging. Das neueKompetenzzentrum soll künftig unterdem Namen «Agrar LandtechnikAG» firmieren.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chTraktor des JahresJedes Jahr vergibt eine Jury, bestehendaus Agrarjournalisten aus 22Ländern Europas, die Auszeichnungen«Tractor of the Year», «GoldenTractor of Design» und einen Preisfür den besten Spezialtraktor. DiesesJahr heisst der Sieger Deutz-Fahr«Agrotron 7250 TTV», der sowohlden «Tractor of the Year» – als auchden «Golden Tractor of Design»-Preis erhielt. Bei den Spezialtraktorengewann New Holland mitdem Modell «T4060F».Fendt investiert weiterNachdem Ende September das neueTraktorenwerk von Fendt offiziell eröffnetwurde, erfolgte knapp eineinhalbMonate später die Grundsteinlegungfür das neue Forum mitneuem Besucherzentrum. Mit demNeubau wird das bisherige Forumum 3600m² auf 7400m² erweitert.Es entsteht ein international ausgerichtetesKommunikationszentrum,in dem Fendt mit seinen Kunden,Freunden und Besuchern aus allerWelt in Dialog treten kann. Das Torzur neuen Fendt-Welt öffnet imSeptember 2013 seine Pforten.Grimme übernimmt KleinePer Mitte November 2012 übernahmdie Grimme-Gruppe die Geschäftsaktivitätendes LandmaschinenherstellersKleine. Das 1874gegründete Unternehmen entwickeltund produziert Rübenernte-,Verlade- und Reinigungstechnik.«Die Produktion, Vertrieb, Serviceund die Ersatzteilversorgung derKleine-Maschinen ist gesichert. DerGeschäftsbetrieb wird am bisherigenStandort fortgeführt und aufDauer über 50 Arbeitsplätze gesichert»,lautet die Botschaft des neuenFirmeninhabers Franz Grimme.Kuhn: App zum Säen!Kuhn hat ein Smartphone-App entwickelt,das den Landwirt bei derEinstellung seiner Sämaschine undder Optimierung der Aussaat unterstützt.Zudem lanciert Kuhn eineneue Einzelkornsämaschine mit derBezeichnung «Maxima 2 RX».20 12 2012 · UFA-REVUE


LANDTECHNIK«Hoftrac» wirdindividuellerKURZMELDUNGENWeidemann stellte kürzlich ein neuesKonzept für die Serien «11» und«12» vor. Die vier neuen Grundmodelle«1140», «1160», «1260» und«1280» (Bild) ersetzen die bisher 13verschiedenen Typen dieser Baureihen.Zusätzlich gibt es wie bisher einen«LP-Hoftrac» mit einer besondersniedrigen Bauhöhe (190cm).Landwirte bekommen nun dieMöglichkeit, sich ihre Maschineentsprechend den Einsatzbedingungenindividueller zusammenzu -stellen. «Nicht eine Vielzahl vonModellen entscheidet über die optimaleProblemlösung, sondern dieindividuelle Ausstattung für den jeweiligenBetrieb», so Weidemann-Kälber individuell und ad-libitum in Einzelhaltung tränkenMit der herkömmlichen Eimerfütterungist eine intensive Aufzucht vonKälbern in Einzelhaltung mit vertretbaremAufwand nur schwer zu realisieren.Förster Technik bietet nunmit der Weltneuheit «Calfrail» einetechnische Lösung dazu.Diese Lösung heisst «Calfrail», damitkönnen Kälber in Einzelhaltungtierindividuell, in kleinen frisch zubereitetenPortionen automatischbis zu acht Mal am Tag gefüttertwerden. Damit sind die Voraussetzungenfür eine intensive Aufzuchtin den allerersten Lebenstagen geschaffen.«Calfrail» wird über einenTränkeautomaten gesteuert undversorgt. Dadurch entfallen Arbeitenfür die Tränkezubereitung, denTransport und die Tränkeverabreichung.Die manuelle Reinigung vonEimern und Gerätschaften ist nichtmehr notwendig. Das spart erheblichZeit. Die Tierkontrolle und -betreuungkann flexibel in den Arbeitsablaufeingebunden werden.Die für ein optimales Kälbermanagementbenötigten Informationen(z. B. Tränkeabruf und Sauggeschwindigkeit)liefert der Tränkeautomatauf Knopfdruck. «Calfrail»ist mit einem bis zu 32m langenSchlauch mit einem Tränkeautomatenverbunden. Eine Art Saugstationwandert dabei schienengeführt vonKälberhütte zu Kälberhütte.Geschäftsführer Bernd Apfelbeck.Man habe festgestellt, dass der Bedarfder Kunden in den letzten Jahrenso unterschiedlich gewordensei, dass sich diese Individualität mitdem klassischen Modellkonzeptnicht optimal genug darstellen lasse.Durch die Neuordnung der Modellpaletteund die Erweiterung desOptionsangebots könne die Einzelmaschinenun viel individueller konfiguriertwerden, führte der Weidemann-Geschäftsführerweiter ausMöglich wird diese Individualisierungdurch die besondere Flexibilitätder Produktion im modernenWeidemann-Werk in Korbach. Dieindustrielle Serienfertigung auffünf Produktionslinien mit entsprechendhohen Stückzahlen erlaubtdie sonst kaum mögliche individuelleProduktionsplanung der Einzelmaschine.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chRapid präsentiert «Orbito»Rapid stellt seinen neuen Einachsgeräteträger«Orbito» vor. Ausgestattetmit stufenlosem, hydraulischemFahrantrieb, erweitert der «Orbito»das Sortiment nach oben. Vom neugestalteten Cockpit aus lässt sich perTastendruck die Achse und somit derSchwerpunkt der Gerätekombinationwährend der Fahrt verstellen.Ebenfalls per Tastendruck lassen sichauch die Lenkungsarten «Handhebel-»und «Holmlenkung» umschalten– letztere kraftabhängig über imHolm integrierte Sensoren. Dank einerzweiten im Drehgriff integriertenTotmannfunktion lässt sich das Gerättemporär wahlweise mit der linkenoder rechten Hand fahren.Lücke geschlossenDie Zielsetzung von Aebi für denvom Modell «TP460» abgeleitetenneuen Transporter «TP420» war, mitbewährter Technik ein leistungsfähigesModell mit vereinfachtem Bedienkonzeptzu realisieren. Herausgekommenist ein Transporter dersich mit der hohen Zuladung, einemerstklassigen Fahrkomfort und einem109PS starken Turbodiesel-Motor in der Mittelklasse auszeichnet.Die Bedienung im Cockpiterfolgt konventionell über mechanischeBedieneinheiten. In der Grundversionverfügt die Vorderachseüber eine hydropneumatische Federung.Die neu entwickelte Hinterachsedagegen ist nicht gefedert.2-Jahres-GarantieMit der Ausweitung der Geräte-Garantieauf zwei Jahre setzt derschwedische BodenbearbeitungsspezialistVäderstad einen neuenStandard. «Diese Ausdehnung spiegeltunseren Fokus auf die Qualitätunserer Produkte», lässt sich Marketing-DirektorFredrik Lundén zitieren.Väderstad verwende bei derAuswahl der Materialien meist eineteurere Lösung, diese würden abereine längere Lebensdauer bieten.Während der Entwicklungsphaseneuer Geräte werden bei Väderstadverschiedene technische Lösungenin Computer-simulierten Stresstestsgeprüft.22 12 2012 · UFA-REVUE


OccasionsbörseWeitere Inserate auf www.agropool.chKLEINMARKTZubehör zu MotormäherRapid Schlegelmulchgerät90 cmCHF 2300.–Martin Alt, FüllinsdorfTel. 079 787 38 10ViehtransportanhängerTanner mitAbsperrgatterJg. 2012Preis auf AnfrageTanner AG, LangnauTel. 079 671 46 80TraktorJohn Deere 2040AJg. 1986, PS 70B-Std. 5990CHF 10 900.–C. Neher, 8404 StadelTel. 079 511 71 14Inserate-Nr. 204058 Inserate-Nr. 206430 Inserate-Nr. 218092Dammformer + Folien legerBärtschi-FobroJg. 2012B-Std. neuwertigCHF 8200.–Hansueli Nohl, NohlTel. 078 818 67 66Traktor NewHolland T 5060Jg. 2012, PS 106B-Std. NeuCHF 62 000.–Flura Agrar GmbH, MüstairTel. 079 611 04 87Inserate-Nr. 218418 Inserate-Nr. 219115Traktor NewHolland T 5050Jg. 2012, PS 97B-Std. NeuCHF 59 500.–Flura Agrar GmbH, MüstairTel. 079 611 04 87Inserate-Nr. 219118TraktorFendt 930 VarioJg. 2009, PS 300B-Std. 1950CHF 185 000.–Flura Agrar GmbH, MüstairTel. 079 611 04 87ZweiachsmäherAebi TT 50CHF 28 000.–Giezendanner, UnterwasserTel. 079 515 26 47Inserate-Nr. 219123TracteurValtra 6400Année 1994, CV 100Heures de fonct. 5873CHF 25500.–Gamec 05, Les BoisTel. 079 433 30 45JauchepumpeDoda AFI-L35PDCHF 4200.–AGRAR-Service GmbH, BirrTel. 079 692 00 89Inserate-Nr. 219121 Inserate-Nr. 219419 Inserate-Nr. 220070AntriebsräderNew Holland 320 /70 R 28Preis CHF 420AGRAR-Service GmbH, BirrTel. 079 692 00 89Inserate-Nr. 220071FeldspritzeRau 1000 LiterGezogen, 15 mJg. 1991CHF 3000.–Marius Frei, WarthTel. 076 582 01 13Inserate-Nr. 221040Grue à fumierKrüger Mod. 1000Année 1989Heures de fonct.Bon étatCHF 3800.–Ruedi Hauri, TraversTel. 078 635 25 29EnrubanneuseKverneland UN7335Heures de fonct. 8730Prix sur demandeUrs Herrmann, CheiryTel. 079 622 52 88Inserate-Nr. 221354TraktorFord 3000PS 45B-Std. 6760CHF 3500.–R. Vollenweider, IllnauTel. 076 473 80 80Traktor Deutz-FahrDX 3.60 SCJg. 1987, PS 70B-Std. 4517CHF 22 900.–Stähli Landmaschinen-Service, WohlenTel. 079 445 19 37Inserate-Nr. 221323 Inserate-Nr. 221470 Inserate-Nr. 221908Tracteur McCormickMC 120 Power 6Année 2006, CV 115Heures de fonct. 3200Prix sur demandeSaillet & Cie, MeinierTel. 079 626 24 64Inserate-Nr. 222059MarktplatzLANDTECHNIKzu verkaufenElektro-Silogabel fürGrosssiloentnahme imHochsilo 041 480 28 36Motormäher Aebi AM40 und AM 52, günstig;Seilwinde Rentsch 5 t;Doppelrad für SchilterLT 1 oder LT 2 079 748 30 57Mühle 15 PS, Elektromotormit HorizontalfuttermischerFr. 1100 079 517 11 902 Kunstofftränken mitWanne 2000 l,neuwertig; fahrbareHeugabel 079 363 06 60div. occ. Pneuwagengünstig abzugeben, Holzz.T. mit Seitenbretternund Blinklichtanlage 079 323 23 40FederzinkengruberFr. 400 079 517 11 90Anbindeaufstallung für26GVE Moser, seiten -anbindung; HeugebläseLanker 15 PS Motormit Rohrleitung undVerteiler; Silowasserpressen3 Stk., 3.5mDurchmesser offen 079 525 77 52Milchwaage, weniggebraucht, 25 kg, Fr. 50 031 879 20 10FortsetzungSeite 31UFA-REVUE · 12 2012 23


GVS Agrar AGLand- und KommunalmaschinenIm Majorenacker 11CH-8207 SchaffhausenTel. +41 (0)52 631 19 00info@gvs-agrar.chwww.gvs-agrar.chKrone – das Team für Qualitätsfutter.Darauf können sie sich verlassen.Das erste soziale Netzwerk derSchweizer Bauern für Stadt und Land:NEU mitkostenlosem Online-Marktplatz


Bauern wollen investierenLANDTECHNIKUMFRAGE Die UFA-Revue analysierte anhand einer repräsentativen Befragung dasaktuelle Investitionsverhalten der Schweizer Landwirte im Bereich der Land- undHoftechnik. 44 % der Bauern wollen in den nächsten drei Jahren investieren, wobeian vorderster Stelle Bauten für die Innenwirtschaft stehen.Anhand von 510 telefonischen Interviews(repräsentativ ausgewählteBauernbetriebe), davon 355 in derDeutschschweiz und 155 in derWestschweiz, versuchte die UFA-Revuedas aktuelle Investitionsverhalten derSchweizer Landwirte zu analysieren. Wirwerden in den nächsten Ausgaben näherauf Details eingehen, an dieser Stellesoll vorerst eine kurze Zusammenfassungder Resultate präsentiert werden.Knapp die Hälfte investiert Gemässder Umfrage planen 44% derSchweizer Bauern in den nächsten dreiJahren Investitionen im Bereich derAgrartechnik. Ein Viertel der Bauern willim Bereich Bauten für die Innenwirtschaft(Stallbauten und -einrich tungen)investieren. Deutlich weniger Landwirteplanen Investitionen in den BereichenTraktoren und Transportge räte (8 %),Anbaugeräte für den Futterbau/fürsGrünland (7%), Anbaugeräte für denAckerbau (6%), Ernte-Technik (3%),Hofdünge-Technik für die Innenwirtschaft(2%), Melk-Technik (1%) sowieandere Investitionen im Agrartechnik-Bereich (1%).Westschweizer Bauern äussern einegrössere Investitionsbereitschaft als ihreDeutschschweizer Kollegen. GrössereBetriebe melden mehr Investitionsbedarfals kleinere Betriebe. Bauern, die inZukunft ein Wachstum ihres Betriebs erwarten,fallen im Vergleich zur Restgruppedurch besonders hohe Investitionsabsichtenim Bereich der Bauten fürdie Innenwirtschaft auf.Investitionsvolumen Wird dasGesamtvolumen für Agrartechnik aufgerechnet,zeigt sich, dass Bauern mit ho-Ein Viertel der Bauern will in den nächsten drei Jahren im Bereich Bauten für die Innenwirtschaft(Stallbauten und -einrichtungen) investieren.hen Investitionsplänen (Gesamtinves -titionen über 100000Fr.) vor allem Bautenfür die Innenwirtschaft vorsehen.Bauern mit mittlerem Agrartechnik-Budget (50000– 100000Fr.) nennenhäufig Anbaugeräte für Futterbau undAckerbau sowie Ernte-Technik. EineMehrheit der Investoren tendiert eherzum Kauf neuer Technik. Occasionenwerden je nach Kategorie aber durchausin Erwägung gezogen.Zurückstellen von VorhabenDie Hälfte der Bauern gibt an, aus wirtschaftlichenoder anderen Gründen Investitionenfür Agrartechnik zurückgestelltzu haben, obwohl diese im Betriebnotwendig wären. Dies trifft überdurchschnittlichauf Westschweizer Bauernzu. Sowohl Bauern mit konkreten Investitionsplänenfür die nächsten drei Jahre,wie auch solche ohne Investitionsabsichten,stellen Investitionen zurück.Betriebswachstum Ein Viertel derBauern rechnet innerhalb der nächstendrei Jahre mit einem Wachstum ihresBetriebs, zwei Drittel erwarten eine Stagnationund etwa jeder zehnte Betriebgeht von einer Reduktion aus. Hinsichtlichdes persönlichen Einkommens erwartenjedoch 40% der Bauern, dasssich dieses in diesem Zeitraum eher reduzierenwird.Autor Dr. RomanEngeler. UFA-Revue,8401 WinterthurDie Umfrage wurde inZusammenarbeit mitTransferPlus, Stansstaddurchgeführt unddauerte vom17. Oktober bis zum2. November 2012.In den nächstenAusgaben der UFA-Revue werden dieResultate nochdetaillierter vorgestellt.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 25


KNOW-HOWERFOLGSTORY30 000 zufriedene KundenFELDHÄCKSLER CLAAS «JAGUAR» Mehr als 30 000 Modelle des selbstfahrendenFeldhäckslers «Jaguar» hat Claas bereits produziert. 1972 lief die erste Maschine imWerk Harsewinkel vom Band. Anlässlich des Jubiläums präsentierte Claas im letztenHerbst auf der Agritechnica ein Sondermodell in einer speziellen Lackierung, das nuneinen Besitzer in Bayern gefunden hat.Seit 40 Jahren stelltClaas selbstfahrendeFeldhäcksler her. Aufdem Bild das Spitzenmodell«Jaguar 980»mit dem reihen -unabhängigen Mais -vorsatz «Orbis 750».Die Geschichte der selbstfahrendenFeldhäcksler begann in den frühen1960er Jahre, als Hersteller bishergezogener Futtererntemaschinendiese in Fahrzeuge mit eigenem Antriebund Steuerung zu verwandeln (versuchten).Die aus heutiger Sicht gar etwaskomisch anmutenden Geräte warenaber Ausgangspunkt für eine nicht mehrwegzudenkende Maschine. Mit viel Innovationsgeistgelang es den Ingenieuren,stets leistungsfähigere Maschinenmit weniger Emissionen und Bodenbelastungenzu entwickeln.Seit 40 Jahren Claas stieg vor 40Jahren in dieses Geschäft ein, als man inHarsewinkel den ersten selbstfahrendenMaishäcksler «SF 60», ein zweireihig arbeitendesModell, herstellte. 1974 kammit dem «SF 80» dann bereits die zweiteGeneration auf den Markt, ausgerüstetmit einem V-10-Motor von Deutz(267PS) und einem dreireihigen Maisgebiss.Innerhalb der ersten zwei Jahre wurdennicht weniger als 500 Stück gebaut.Das 10000. Exemplar lief 1998 vomBand, gleichzeitig erfolgte die Einführungder Reihe «Jaguar 800», die weltweiteine der erfolgreichsten war, konnteClaas damit in gewissen Märktendoch Anteile von 60% erreichen.Im Jahr 2004 baute Claas den 20000.«Jaguar»-Häcksler. Drei Jahre danachwurde die Baureihe «900» mit insgesamtsechs Modellen im Leistungsbereichzwischen 412 und 830PS lanciert.Jubiläumsmodell Im November2011 verliess der 30000. Feldhäckslervon Claas das Werk – und zwar inschwarzer Sonderlackierung. DieserHäcksler wurde auf der Agritechnica als«Maschine des Jahres 2012» prämiertund war in der Folge auf einer Vorführtourneein Deutschland unterwegs. Mitder Häcksel- und Silier-GemeinschaftDillingen in Bayern – einem Zusammenschlussvon 180 Landwirten mit demZiel, die Ernte ihrer Flächen möglichstschlagkräftig und preiswert in einer Gemeinschaftzu erledigen – hat das Unikatnun seinen Käufer gefunden. Die Übergabedes Sondermodells wurde auf demzentralen Landwirtschaftsfest (ZLF) inMünchen Ende September bekannt gegebenund symbolisch vollzogen.Intelligentes Diesel-SparkonzeptDank «Dynamic Power» wird bei denheutigen Modellen «Jaguar 980» und«970» (mit neuen MAN-Motoren) dieMotorleistung in zehn Leistungsstufenautomatisch den jeweiligen Einsatzbedingungenangepasst. Das heisst, dassdie Maschine dem Motor nur jene Kraft26 12 2012 · UFA-REVUE


ERFOLGSTORYKNOW-HOW«Die Technik stimmt»Urs Bütikofer und Daniel Rüfenacht aus Limpach (BE) betreiben ein Lohnunternehmenfür Arbeiten bei der Futterernte und Maissaat. Seit der Firmengründung im Jahre 2004kommt im Unternehmen ein Feldhäcksler des Typs «Jaguar» zum Einsatz. Aktuell (seitHerbst 2008) ist es das Modell «Jaguar 940», das pro Jahr rund 500 Stunden im Einsatzist. «Das einfache Bauprinzip mit den direkten Antrieben, die Gewichtsverteilung unddie gute Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten haben uns seinerzeit überzeugt», berichtendie beiden. Besondere Erwähnung findet zudem die bereits ab Werk integrierte Reifen -druckregelanlage beim «Jaguar 940». Als Vorsätze werden bei Mais das reihenunabhängige,6 m breite «Oribs 600», beim Gras Pick-up «PU» verwendet.Im nächsten Jahr wollen Urs Bütikofer und Daniel Rüfenacht den «Jaguar 940» nochmalseinsetzen, dann werden sie sich aber Gedanken über eine Neuanschaffung machen.«Die vorhandene Technik stimmt für uns», sagen die beiden. Einzig eine Trommel mitmehr Messern, damit die Einzugswalzen schneller drehen können, wird dann wohlauf dem Pflichtenheft stehen.Urs Bütikofer, DanielRüfenacht und FahrerChristian Wyss (v.l.n.r.).Daten zur ProduktionDie Produktion der Claas Feldhäckslererfolgt in Harsewinkel und Bad Saulgau.Im Stammwerk des Unternehmenswerden die Feldhäcksler an 16 Stationenmit einer totalen Bandlänge von 170 mmontiert. Zwei Prüfstände stehen für dieInbetriebnahme zur Verfügung. Die End -kontrolle erfolgt dann auf einem elektro -hydraulischen Fahrantrieb-Prüfstand, aufdem die verschiedensten Fahrzuständesämtlicher «Jaguar»-Häcksler simuliertwerden können.Im Werk Bad Saulgau werden synchronzum Bau der Maschine in Harsewinkeldie Häckselaggregate gefertigt. Zudemwerden dort auch die Vorsatzgeräte fürMais («Orbis») und Gras («Pick Up»)sowie die Direktschneidwerke («DirectDisc») gebaut.abfordert, die sie gerade benötigt, wasEnergie und Kraftstoff spart.In Kombination mit dem Tempomatsorgt «Dynamic Power» neben derKraftstoffersparnis auch für eine spürbareFahrerentlastung. Ist eine optimaleGeschwindigkeit abgestimmt, ermöglichtdies einen konstanten und damitwirtschaftlichen Arbeitsprozess dergesamten Einsatzkette. So wird die Arbeitdes Feldhäckslers auch unterstark schwankenden Einsatzbedingungenoder Beständen mit geringen Aufwüchsendeutlich wirtschaftlicher.Automatische SchnittlängeneinstellungAls Ergänzung zum bekanntenTrockenmasse-Sensor wirdoptional auch die Schnittlänge auto -matisch und trockenmasseabhängig angepasst.Der Fahrer kann im AnzeigeundBedienterminal «Cebis» vorab denRegelbereich einstellen. Bei einem TS-Gehalt von beispielsweise 40% soll eineSchnittlänge von 4mm und bei einemTS-Gehalt von 30% 8mm Schnittlängeerzielt werden. So erzeugt der «Jaguar»automatisch jene Silage, die für eine optimaleVerdichtung auf dem Silo notwendigist – auch bei Beständen mit ungleichmässigenTS-Gehalten.Neuer Corn-Cracker Neben demstandardmässigen Corn-Cracker mit 196oder 250mm Walzendurchmesser bietetClaas neu auch einen «Multi Corn-Cracker» (MCC) mit grösserem Durchmesseran. Dieser «MCC» lässt sichdurch einfaches Tauschen der Walzenan unterschiedliche Erntebedingungenoder Feldfrüchte anpassen. Ein bessererAufschluss des Häckselguts ist durch dieTabelle: Modell-ÜbersichtTyp Motor Leistung *980 V12 MAN 884970 V8 MAN 775960 V8 Mercedes 653950 V8 Mercedes 530940 V8 Mercedes 476930 R6 Mercedes 428900 V8 Mercedes 653890 V8 Mercedes 530870 V8 Mercedes 453850 R6 Mercedes 428830 R6 Mercedes 367*PS nach ECE R120 bei 1800 UminMöglichkeit unterschiedlicher Walzenprofilierungoder geänderter Walzendrehzahlengegeben.Ausblick Die technische Entwicklungbei den Feldhäckslern geht weiter. Systemezur Motorregelung, so dass derHäcksler stets im verbrauchs- und leistungsoptimiertenDrehzahlbereich fährt,werden sich weiter perfektionieren. DieSensorik wird sich dahingehend entwickeln,dass zusätzlich zum TS-Gehaltauch Inhaltsstoffe wie Protein und Energiegehaltdes Futters online während derErnte ermittelt werden können. Leistungsfähig: «Orbis»-Maisvorsätze. «Cebis» mit komfortabler Bedienung. Ab Werk: Reifendruckregel-Anlage.Autor Dr. RomanEngeler, UFA-Revue,8491 WinterthurIn loser Folge publiziertdie UFA-Revue unterdem Titel «Erfolgstory»Berichte über landwirtschaftlicheMaschinen.Die Interviewpartner,respektive Eigentümerdieser Maschinen,werden jeweils inZusammenarbeit mitden Herstellern oderImporteuren ausgesucht.www.sercolandtechnik.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 27


LANDTECHNIKFAHRBERICHTAebi bringt stufenlosen Transporter«VIATRAC VT 450 VARIO» Als neues Spitzenmodell in der Topklasse derTransporter bringt Aebi den knapp 100 PS starken «Viatrac VT 450 Vario»auf den Markt. Revolutionär an diesem Fahrzeug ist das stufenlose Getriebemit mechanisch-hydro statischer Leistungsverzweigung.Stufenlose Getriebe gehören beiTraktoren, aber auch bei Zweiachsmähernim Berggebiet mittlerweilelängst zum Alltag. Nun findet dieseTechnologie beim neusten Modell desSchweizer Herstellers Aebi auch Eingangbei den Transportern – und zwarbeim «Viatrac VT 450 Vario», der für dieLandwirtschaft und den Kommunaldienstangeboten wird. Aebi kommtso lang gehegten Kundenwünschen entgegen.Fährt nun stufenlos: Derneue Aebi «Viatrac VT450 Vario» mit dem neuenLadegerät Aebi «LD42».Vier Fahrbereiche Der stufenloseFahrantrieb mit mechanisch-hydrostatischerLeistungsverzweigung setzt sichaus einer kompakten Hydrostat-Einheitmit Verstellpumpe und Konstant-Motorsowie einem mechanischen Getriebemit drei Übersetzungsstufen zusammen.Insgesamt ergibt dies vier übergreifendeFahrbereiche, wobei der Transportersich bis zu einer Geschwindigkeit vonrund 7km/h (vor- und rückwärts) imhydrostatischen und dann bis zurMaximalgeschwindigkeit von 50km/hin zwei leistungsverzweigten Bereichenbewegt. Der vierte Fahrbereich, dasRückwärtsfahren von 6.6 bis 31km/h,erfolgt ebenfalls leistungsverzweigt.Vier Fahrstrategien Die Bedienungerfolgt über den Multifunktionshebel(analog «Terratrac»). Es kannzwischen vier Fahrstrategien gewähltwerden. Im Feld- und Strassenmoduslegt der Fahrer die Fahrgeschwindigkeitfest, die bei vollständig durchgedrücktemGaspedal erreicht wird. Die Motordrehzahlpasst sich automatisch der gefordertenLeistung an. Im sogenanntenProportionalmodus legt der Fahrer mitdem Gaspedal die Motordrehzahl fest,Blick in die Kabine (optional mitKlimaanlage) und auf den multi -funktionalen Fahrhebel mit seinenzwei Windrosenschaltern.wobei die Geschwindigkeit über die Positiondes Multifunktionshebels bestimmtwird. Die vierte Strategie wirddann gewählt, wenn bei geringer Geschwindigkeiteine konstante Drehzahlerforderlich ist (z.B. Schneefräsen).Motor Als Antriebsaggregat ist ein«VM»-Turbodiesel-Motor mit 98PS (72kW), einem Drehmoment von 340Nmbei 1400 Umin und einem Drehmomentanstiegvon 29% verbaut. Der Motorerfüllt die Abgasstufe «Euro 5», dankPartikelfilter und Katalysator.Weitere Highlights Der permanenteAllradantrieb erfolgt über einelektrohydraulisch sperrbares Längsdif-ferenzial. Auf dem Doppelquerlenker-Prinzip basierend sind die Räder hydropneumatischund einzeln gefedert(Federweg: 100mm). Ein manuelles Anhebenoder Absenken ist möglich. Beischneller Kurvenfahrt wird die Hinterachseautomatisch stabilisiert. Am Zentralrohrbefindet sich zwischen VorderundHinterachse eine hydraulisch gedämpfteVerdrehungseinrichtung, diefür einen guten Gang im Gelände sorgt.Mit den vier – allerdings nur optionalverfügbaren – Lenkungsarten Allrad,Front, Heck und Hundegang sowie demEinschlagwinkel von 42° ist der «ViatracVT 450 Vario» recht wendig.Den Aebi «Viatrac VT 450 Vario» gibtes in zwei Versionen mit Gesamtgewichtvon 8.5t (Nutzlast: 5050kg) oder 9.5t(Nutzlast 6050kg) sowie mit Radstandvon 2850mm oder 3250mm. Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue,8401 WinterthurINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 1228 12 2012 · UFA-REVUE


NEUHEITENKNOW-HOWNeues Schlitzgerät für GülleausbringungErfolgsgeschichte geht weiterMit dem neuen, ankoppelbarenAgrar Schlitzgerät, verfügbar inzwei Arbeitsbreiten von 6.20 und8.20 m, kann die Gülle umweltfreundlichund wirtschaftlich inWiesen und Äckern eingearbeitetwerden. Durch das eigene Fahrwerkdes Schlitzgerätes kann dieLebensdauer der Schlitzscheibenmassiv verlängert werden, da dasGewicht des Fasses und des Schlitzgerätesnicht voll auf die Scheibeneinwirkt. Das Schlitzgerät folgt demGüllefass auf der Strasse, im Ackerund beim Zurücksetzen spurgetreudurch die hydraulische Zwangslenkung.Durch das eigene Fahrwerkwerden die von der Gesetzgebungvorgeschriebenen Achslasten desFasses nicht überschritten. Weiterkann das Güllefass auch ohne dasSchlitzgerät eingesetzt werden.Die Arbeitstiefe der Einzelscheibenbeträgt 4– 8 cm. Durch das Einscheibensystemwerden breite Furchenvermieden, was optimal fürden Grünlandeinsatz ist. Dadurchwerden auch keine Steine an dieOberfläche befördert.GVS Agrar AG8207 Schaffhausen 052 631 19 00info@gvs-agrar.chwww.gvs-agrar.chBereits vor fast 20 Jahren entwickeltedie damalige Landtechnik Zolli -kofen ein Dosierwagen, zugeschnittenfür den Schweizer Markt. Mitweit über 400 verkauften Maschinenist der «Jumbolinos» (früher«Gigant») eine wahre Erfolgsgeschichte.Basierend auf diesem erfolgreichenModell erweitert SercoLandtechnik AG die Palette mit demgrossen Bruder des «Jumbolino»,dem «Jumbolino XL». Dieser grössereDosierwagen ist mit 28m 3 exaktauf die heutigen Bedürfnisse im BereichSilagetransporte ausgelegt.Die Stärken des «Jumbolinos», wievollhydraulischer Antrieb, Kettenquerband,gefederte Zugdeichselund Kratzbodenantrieb vorne undhinten, wurden erfolgreich in den«Jumbolino XL» integriert. Weiterist diese Maschine serienmässig miteinem 20t Fahrwerk ausgestattet.Die Bereifung 600/ 50-22.5, Nach-lauflenkachse und Bremstrommeln406x120 sind weitere Stärken desneuen Fahrwerks. Insgesamt 5 Dosierwalzensorgen für die weiterhinbeste Dosierung am Markt. Mitdem um 1m längeren Fahrgestellund der Grossraumrückwand wirddas angestrebte Transportvolumenvon 28m 3 erreicht. Bereits wurdeder «Jumbolino XL» diesen Herbsterfolgreich in der Praxis getestetund eingesetzt.Serco Landtechnik AG4538 Oberbipp 058 434 07 07www.sercolandtechnik.chÄltester «Hoftrac» gefundenNeuzugänge bei Kuhn MulchgerätenAuf der Suche nach dem ältesten inder Schweiz und dem FürstentumLichtenstein im Einsatz stehenden«Hoftrac» ist das Weidemann-CenterSchweiz fündig geworden. Dasälteste gemeldete Modell stammtaus dem Jahr 1976 und wurde am9. August 1976 an seinen ersten Besitzerin der Schweiz ausgeliefert.Dieser Weidemann «150 D/M»wurde weiterverkauft zum aktuellenBesitzer, Christoph Kupferschmid,der erst durch den Wettbewerb erfahrenhat, dass er einen «Hoftrac»fährt, der dem Bild in der Ausschreibungähnlich war. Ein Typenschildkonnte Kupferschmid jedoch nachden Jahren nicht mehr finden. Dieeingereichten Daten wie Serienummerauf dem Vorderwagen undauch die Motornummer mit Typidentifizierten diese Maschine eindeutigals einen Weidemann «Hoftrac»mit einem Ruggerini-Motor.Dank dem Wettbewerbsgewinnkann nun dieser «Hoftrac» für mindestenein halbes Jahr kürzer tretenund seinem jüngeren Bruder «1370CX50» die Arbeit überlassen.Weidemann Center Schweiz8166 Niederweningen 044 857 28 88www.weidemanncenterschweiz.chKuhn ist mit seinen Grossflächenmulchern,seinen Mulchgerätenfür Gemischtbetriebesowie seinen Spezialmulchgerätenfür den Wein- undObstbau bereits gut vertretenund baut nun seineMarktpräsenz weiter aus.So ist das Gerät «BV 100 Pro» einebedeutende Erweiterung desProgramms und wurde für Arbeitenim Gartenbau entwickelt. Es bekommtauch Schnittholz mit grösseremDurchmesser klein gehäckselt.Der Rotor ist mit schweren Hammerschlägelnund aggressivenWerkzeughalterungen ausgestattet,die die Häckselkraft verstärken.Zwei gezackte Gegenschneidenvollenden die Arbeit.Das Gerät «BPR 100 Pro» gibt esbereits in den Arbeitsbreiten 2.80 mund 3.05 m. Es handelt sich um eineleistungsstärkere Ausführung des«BPR 100» (Getriebe mit bis zu 185PS im Vergleich zu 125 PS) mitPowerband-Riemenantrieb. Ab sofortunterscheiden sich die beidenMaschinen noch mehr. «BPR 100Pro» ist nun nicht nur auf intensiveEinsätze, sondern auch auf leistungsstarkeTraktoren ausgerichtet.Erwähnenswert sind die höher angeordneteAnbauvorrichtung unddie neue Werkzeuge mit schwerenHammerschlägeln (20mm Bolzenanstelle von zuvor 16), zwei Gegenschneiden(gerade und gezackt).Alle diese Merkmale machen dasMulchgerät zu einer idealen Maschinefür die Front-/Heckkombinationmit dem «BP 8300».Kuhn Center Schweiz8166 Niederweningen 044 857 28 00www.kuhncenterschweiz.chUFA-REVUE · 12 2012 29


LANDTECHNIK«Ja, aber bitte sicher»WALDARBEIT Viele Landwirte stecken bereits mitten in der Holzernte oder werdendemnächst mit dieser Arbeit beginnen. Damit die Holzerei aber nicht zu einemAlbtraum wird, braucht es eine gute Vorbereitung und Planung. Die Waldarbeit istdie gefährlichste Arbeit in der Landwirtschaft.RuediBurgherrBeim Holzen sind die Sicherheitsregelnunbedingt einzuhalten. Diemeisten tödlichen Unfälle ereignensich beim Fällen. Die hauptsächlichenUnfallursachen sind fallende Äste,ungenügende Sicherheitsdistanzen,ausschlagende Bodenstücke, das Aufreissenvon Laubholz oder einfach Rückfehler.Bevor mit der Arbeit begonnen wird,sollten folgende Fragen geklärt werden:• Bin ich dazu überhaupt fähig?• Habe ich ausreichend geplant und organisiert?• Verfüge ich über die richtige, persönlicheSchutzausrüstung?• Verwende ich sichere Werkzeuge,Fahrzeuge und Maschinen?• Habe ich alle nötigen Werkzeuge,Fahrzeuge und Maschinen zur Verfügung?• Ist die Nothilfe gewährleistet?Ausbildung und Fähigkeit SicheresArbeiten lohnt sich immer. Wer imWald arbeitet, braucht die nötige Erfahrungsowie die erforderliche Aus- undWeiterbildung. Wer an seinen Fähigkeitenzweifelt, soll besser einen Unternehmermit den Arbeiten beauftragen oderden Auftrag einem erfahrenen und korrektausgerüsteten Berufskollegen erteilen.Das Eingehen von Risiken lohnt sichnicht.Persönliche SchutzausrüstungDas Tragen der persönlichen Schutzausrüstungim Forst ist nicht abhängig vonder Witterung. Ob es kalt, nass oderheiss ist: Die persönliche Schutzausrüstungmuss immer getragen werden. Dazugehören:• Forsthelm mit Gehör- und Gesichtsschutz,ev. Nackenschutz• Auffällige Forstbluse oder T-Shirt• Schnittschutzhose• Forstschuhe oder -stiefel• Handschuhe• Mit Vorteil funktionelle Unterwäsche.In den letzten Jahren wurde die Forstkleidungstark weiterentwickelt undverbessert. Es lohnt sich, Kleider derneusten Generation zu erwerben, weilsie viel angenehmer zu tragen sind.Holzrücken Viele Landwirte wollendas Holz selber rücken. Dazu ist eineSeilwinde unerlässlich. Die Seilwindemuss zum Traktor passen, ebenso dieAnschlagmittel zur Seilwinde wie Umlenkrollen,Rückeketten und Rundschlingen.Für das Rücken mit der Seilwindebietet eine Funksteuerung vieleVorteile. Die Arbeit kann sicherer undeffizienter ausgeführt werden.Holztransport Viele Landwirtetransportieren Holz mit ungeeignetenFahrzeugen und unterschätzen das Gewicht.1m 3 frisches Buchenholz kannüber eine Tonne schwer sein, 1 SterSpälten bis 800kg wiegen. Schon oftgab es tödliche Nachstossunfälle wegenmangelnder Bremsen oder Unkenntnissendes Fahrzeugs.Autor Ruedi Burgherr, Beratungsstellefür Unfallverhütung in der Landwirtschaft(BUL), 5040 Schöftland.InformationenDie Internetadresse www.holzerkurse.chvermittelt Informationen und zeigt dasAngebot an Holzerkursen zum sicherenArbeiten im Bauern- und Privatwald.Ein wesentlicher Teil derOrganisation ist die korrekteBeurteilung von Baum undUmgebung. Die Sicherheits -distanzen müssen eingehaltenwerden.Mehr Informationen und geeigneteAusrüstungen finden Sie unterwww.bul.ch oder fragen Sie die BUL,Postfach, 5040 Schöftland, 062 739 50 40 oder bul@bul.ch.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 1230 12 2012 · UFA-REVUE


NEUHEITENKNOW-HOWAutomatisches Fütterungssystem«extra dry»-Aufbereiter «extra schnell»gewechseltIm Sinne von «Mach´s dir leichter»verbessert Pöttinger mit seinenLeistungen die Arbeitsbedingungenseiner Kunden. Das Mähwerk immeroptimal an die jeweiligen Bedingungenanzupassen, ist einwichtiges Anliegen aller Landwirteund Lohnunternehmer. Mit demSchnellwechselsystem der Aufbereiterbietet Pöttinger seit Jahreneine praktische Möglichkeit, umden Aufbereiter innerhalb kürzesterZeit durch Schwadscheiben zu ersetzen.Dieses Schnellwechselsystemist für alle Mähwerke erhältlich,egal ob Front-, Heckmähwerkoder auch für die Mähkombinationen.Der Aufbereiter lässt sich mühelosim Ein-Mann-Verfahren inwenigen Minuten ausbauen. Erlau-ben es Witterung oder Futter -bestand, auf den Aufbereiter zuverzichten, kann nun durch den geringerenLeistungsbedarf des Mähwerkseiniges an Diesel eingespartwerden.Dieses Schnellwechselsystem ermöglichteine leichte und schnelleReinigung des Mähwerks. Einfachden Aufbereiter ausbauen und dieReinigung des Mähwerks ist soforterledigt, so macht Wartung Freude.Mit dieser praktischen Funktionträgt Pöttinger wesentlich zur Qualitätsfuttergewinnungbei.Pöttinger AG, 5413 Birmenstorf 056 201 41 60info@poettinger.chwww.poettinger.chDie Steigerung der Milch-/Futtereffizienzbei gleichzeitiger Reduzierungder Betriebskosten ist entscheidendfür die Rentabilität einesBetriebs. Die Bereitstellung optimalerRationen ist ein Muss für gesundeHochleistungsmilchkühe. Kühebleiben bei ständigem Füttern gesünderund folglich sinken Ihre Tierarztkosten.Eine höhere Futteraufnahmebei allen Kühen, auch derErstmelkkühe, führt zu einer höherenLeistung der Herde, insbesondereauch bei rangniederen Tieren.Das Futter wird effizienter genutztund mehr Frischfutter führt zu wenigerFutterresten. Zudem wirddurch den Einsatz des automatischenFütterungssystems Lely«Vector» die Fütterungszeit reduziert,Zeit, die man für die Optimierungdes Betriebsmanagementsnutzen kann. Das System ist elektrischangetrieben, die Betriebskos-ten liegen daher gegenüber einemMischwagen auf tiefem Niveau. Der«Vector» arbeitet geräuschlos undemissionsfrei, stört so weder dieHerde noch Menschen. Die Markteinführungin der Schweiz beginntab 2014.Lely Center, 4614 Hägendorfebikon@ch.lelycenter.comFortsetzungvon Seite 23LANDTECHNIKzu verkaufenTraktor Allrad Agrifull60 dt, guter ZustandFr. 6950 079 470 02 49Aebi AM 53, guterZustand Fr. 950 079 470 02 49Bioquell Agrar, guterZustand, günstig 079 470 02 49Auto Seat Alhambra, 7-Pl., Jg. 97, 140000 km,Klima, rot met., abService, Fr. 4000 076 525 31 99 oder032 338 23 59Stalltüre, 2-teilig, mitMetallrahmen undKunststoffblatt, H. 2.55m, B. 1.20 m; Stallgummimatten,diverseGrössen; Erntekisten,aus Hartkunststoff,grössere Anzahl,L. 60 cm, B. 40 cm,H. 27 cm, stapelbar;Rebenschutznetze,4500 Stk., für Jung -reben 041 980 62 653 Kompletträder11.5x15; Werkbank,fahrbar, mit Schraubstockund dreiSchubladen;Luftkompressor, 70 l 041 910 28 452-Scharpflug AlthausNon Stop, Fr. 950;Roller Honda, 45 km,50 cm3, ab MFK,Fr. 980; Passat Kombi,159000 km, guterZustand, nur Fr. 2800 079 464 69 61Vieh-Anhänger AluDaltec, für 2-3 Stk.Grossvieh, wie neu, abMFK, preisgünstigabzugeben;Mistrampe Alu 5 m 079 511 88 20CCM Mühle; Beleuchtungsmastauf An -hänger; div. Zugdeichsel;div. Futterwagen,200 l; Laufstallabschrankungen;4 Grubberzinken mitGänsefussschar;Flüssigdüngertank,3000 l; Boumatic;Ersatzteile zu ParaboneMelkstand 052 741 21 90Rübenbröckler vanLengerich mit Reinigung,guter ZustandFr. 800; Stallganggummimatten 076 564 42 83Futtersilo 1.5 x 1.5 x6 m, Fr. 400 079 450 65 672x Komplettrad 10/75-15.3 AW, VredesteinPneu neuwertig,Fr. 250; TränkefassGoetschmann, 700 l,neue Achse undBremse, Fr. 1600 079 676 34 50Reform Mounty 65, Jg.2001, 2380 Std., Top-Zustand, ab Service +1 Satz Doppelräder,Schneeketten undeventuell mit Mähwerk 079 765 56 4320 l Milchkannen, neu,Stk. Fr. 180; Silokarre500 l gebraucht Fr. 500 079 575 25 52Vakuumfass AgrarDF3000, Rührwerkrevidiert, Keilriemenneu, Fr. 2500 062 773 11 08FuttermischwagenRovibec 542 mitWaage, sehr guterZustand, neueVerschleissteileFr. 12'000 044 853 01 42Golf-Cart, Transportfahrzeugmit KubotaDieselmotor 22 PS,Geschwindigkeit 32km/h, Schaltgetriebe 3Vor- und 1 Rückwärtsgangund Untersetzung,hydraulische Kippbrücke,Zapfwelle hinten,Zughaken undKugelkopf, Fr. 3500 078 744 30 32FrontscheibenmähwerkPöttinger NovaCat 301 Alpha Motion,Zusatzschwadscheibenmit Förderkegeln,Klingenschnellwechsel 079 454 33 42MarktplatzRundballenabwicklerBallemax, hydraulischerAntrieb, weniggebraucht Fr. 6500 079 695 42 61Reform Mounty, 65 Jg,2001, 2380 Std., 1 SatzDoppelräder undSchneeketten, eventuellmit Mähwerk 079 765 56 43Remorque de camionplateau alu 3 ess 30 to11m 30 km/hFr. 10200; 3 ess. 27 to8m frein hydr. Fr. 6800;2ess. pont alu Fr. 3500;5m 13m3 frein hydr.Fr. 2200; remorque 2ess 18 to portecontainer 35 m 3 idéalpour stocker descéréales Fr. 3300 079 250 65 64.Doppelräder 11, 2 x 38gebraucht; Schaad zuPneu 16, 9 x 30 062 927 10 37Strohriegel für 17Kühe, de Laval 20.4 mlang; MulchbalkenESM 2 m Aebi, beideswie neu 079 295 40 77Heizungsofen 1/2 mStückholz Lopper 45kw in gutem Zustand 062 961 71 47Kuhglocken 26 cm,1 Viglin Freiburg 1Gusset Uetendorf zu -sammen Fr. 200; Heu -stocksonde, Rohr mitSchneidmesser Fr. 100;Hornführer Knechtlefür grössere Rindli Fr.40; Hornführer fürkleinere Rindli Fr. 35 041 910 48 22Patentwellenbock 052 657 12 72FortsetzungSeite 32UFA-REVUE · 12 2012 31


Gewinnen Siediesen Subaru XVim Wert vonFr. 25 900.– undeinen von dreiSofort-Preisen!Ob Sie zum Vergnügenoder aus Verpflichtungunterwegs sind, jedeStrecke ist für Überraschungengut. Genau richtig fürden neuen Subaru XV. Erfährt Sie spielerisch überStrassen aller Art, ob in derCity oder weit draussen,ob Boulevard, Feldwegoder Autobahn. Die Strassegehört Ihnen und IhremSubaru XV mit 1.6-l-Motorund 114 PS.Schreiben Sie ein SMS (90 Rp.) mitKFL althaus Name Adresse an dieNummer 880 oder nehmen Sie viaInternet auf www.ufarevue.ch teil.Teilnahmeschluss ist der 4. Jan. 2013.Sofort gewinnen!1. – 3. PreisJe ein T-Shirt von PöttingerAlthaus AG3423 Ersigen, 034 448 80 00www.althaus.chWettbewerbPöttinger hat die «Terradisc» überarbeitetund bringt mit der Baureihe «1001»die neue 3-Punkt-Maschine in denArbeitsbreiten 3 m, 3.5 m und 4 m. Einemarkante Änderung ist das neue«Twin-Arm»-System, bei dem neu zweiHohlscheiben jeweils auf einer breitenKlemmschale getragen werden. DieseKonstruktion garantiert durch die grosseKlemmlänge höchste Stabilität. Sobleibt die Scheibenschrägstellungkonstant und es gibt kein seitlichesAusweichen bei schweren Böden.MarktplatzFortsetzungvon Seite 31LANDTECHNIKzu verkaufenHuber Turbozyklon5.5 KW, lange Version,inkl. Schaltkasten;Entnahmegebläse4 KW mit Teleskoprohr 079 478 56 36Siloblockschneider,neuwertig 062 797 50 86Kipper mit Ladekran,einachs, dreiseiten 062 797 50 86landwirtschaftlicheGerätschaften, antik 062 797 50 86Paloxenfülltrichter zuSamro Offset, mitzusätzlichen Polsterungen,sehr weniggebraucht, wie neu,Normalpreis Fr. 850,Verkaufspreis Fr. 400 079 328 76 63Anbaubock, 2 Zylinder 052 741 21 90Tandem 3-Seitenkipper,ab 10 t, Oben- od.Untenanhängung,Kt. 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Brown 990,Jahrgang 64, PS 55,Oldtimer, top ZustandFr. 4000 052 301 45 08Brennholzspälten,trocken, Esche/Ahorn,lose oder gebündelt Fr.70 pro Ster; Zaunpfähle,Fichte, entrindet, 1.60 mFr. 2.50 pro Stück 079 633 57 85Einhandsäge Efco,132S-301, 6 PS, 30 cmSchwert, 2 JahreGarantie, AusstellungsmodellFr. 450 anstattFr. 550 055 440 34 64Rübenhacker HerborgMod. 78, Fr. 2000;Zubringerband Blaser,neuer Schalter, Fr. 900,wegen Betriebsumstellung 034 435 03 24Selbstfanggitter mitEimerhalter, 6 Plätze,guter Zustand 052 385 40 51Div. Einfriedungstore,1 St. B 145 H 170 cm,1 Stk. 165/170 cm,1 Stk. 208/170 cm,2 Stk. 87/170 cm,Preis nach Absprache 062 877 14 50Laubbläser StihlBR600, sehr guterZustand 055 440 34 64Neue Pneus ausUmbereifung,360/70R24 ContiAC70T, 420/70R30Conti AC70T,600/65R30 ContiAC65, 425/75R20Conti AC70GMPT,480/70R30 ContiAC70T, zu günstigenPreisen 055 440 34 642 neue Pneu ausUmbereifung,360/70R24 Conti AC70T 055 440 34 642 Pneu, 60% Profil,540/65R24 ContiAC65, ListenpreisFr. 2340, VerkaufspreisFr. 700 pro Stück 055 440 34 642 Pneu, 60% Profil,420/70R28 Taurus 055 440 34 64Autoanhänger mitAufbau, neuwertig, abMFK, Nutzlast 800 kg,Gesamtgewicht 1000kg, Fr. 1600, Kt. TG 071 971 17 16Druckfass, 4500 lFr. 4500; Heugebläse10 PS mit RohrenFr. 150; Ladewagen,ohne Messer Fr. 400;Netzviehüter Fr. 200;Brennholzfräse, 3 PSFr. 200; FutterraufeFr. 90; Mehlwagen,1 t Fr. 90 052 336 11 37FederzahneggeKongskilde, 3 m, mitPlanierschiene undDoppelkrümler. 076 508 51 91Siliergebläse Gehl1540, Zapfwellenantriebneu; Mistzangefür Hoflader 90 cmbreit 079 778 10 87Heubelüftung Agriakompl. mit Gebläse,15 KW, Verteiler,Radiallüfter undHolzroste Fr. 3000 076 525 31 99Airstream-Staubschutz-Helmmit Filter,sehr gut erhalten 062 927 13 31Aussenblechsilo,8 m 3 zu; Futterautomatenfür Mastschweine7 Stück, aus Chromstahlund PVC 079 620 57 00Kaiser Pump /Druckfass, 6000 l, mitLenkachse,Vakuum,Zusatzpumpe, neuwertigFr. 7800 041 758 16 42Paloxenfülltrichter, fürSamro Offset mitzusätzlichen Polsterungen,wenig gebraucht,wie neu, NeupreisFr. 850, VerkaufspreisFr. 400 Kt. BE 079 328 76 63Schweinewaage,1000 kg; Futterstande,chromstahl, 1800 lmit Mixer 071 422 32 562 Güllenmixer, 4 und3 m, mit Untersetzungsgetriebe;Schaufel rührwerk,für ca. 50 – 200m 3 ; Antrieb fürFlügelrührwerk, 12 PS,bis ca. 400 m 3 079 678 81 49DrehkolbenpumpeVogelsang 031 755 67 442 Kunststoff-Silo 4 tund 12 t; 2 Breiautomatenmit Zubringerband;Rübenschneidermit Korb zu Rapid 507;KreiselschwaderPöttinger N 380 fürFront- und Heckanbau 062 961 57 36Carraro A Tigrone7700, 64 PS, Jg. 1988,Motor 1800 h ab MFK,Preis nach Absprache 062 961 57 36Hitch zu KreiseleggePöttinger Lion 301,neuwertig 079 426 76 18Packerwalze 2.5 m,zu Rau Fr 800 079 288 04 20Paloxenfülltrichter fürSamro Offset, kaumgebraucht, wie neu mitzusätzlichen Polsterungen,Neupreis Fr. 850,Verkaufspreis Fr. 400Kt. BE 079 328 76 63FronthackgerätSchmozer, 3-reihig, mitDüngertank, Zustandfast wie neu Fr. 4500 056 225 16 42Schlauchhaspel,150 m, Querschnitt50 mm, Fr. 1000 056 225 16 42Aufbauladegerät AebiLD30, 19 m 3 guterZustand, Fr. 2500 076 583 62 91grosses HydraulikaggregatAebi an 3-Punktmit Zapfwellenantrieb,540U/min, Tank 80 l,Tandem-Zahnrad-Pumpen,2x40l/min,180bar, inkl. hydr.Schläuche 3 m und 2Steuerventil fürForstkräne, Holzspalter,Mähwerk usw. Fr. 2400Kt. LU 078 744 30 32Güllemixer WälchliJM2 3 m, El. Motor7.5 PS 2850 U/min,links/rechts lauf Fr. 200 077 406 30 85FortsetzungSeite 6932 12 2012 · UFA-REVUE


KURZNEWSPFLANZENBAUApfelsorte «Alant» trotz FreuerbrandDie Apfelsorte «Alant» stammt ausGondiswil (BE). Im Rahmen der Inventarisierungalter Obst- und Beerensortenwurde gerade mal einBaum von der Sorte entdeckt. Davonwurden Edelreiser geschnitten,woraus junge Bäume zur Erhaltungin Obstsortensammlungen produziertwurden. Dank dieser Massnahmekonnte diese Sorte für die Nachwelterhalten werden. Der letztebekannte Baum der Schweizer ApfelsorteAlant fiel vor ein paar Jahreneinem Sturm zum Opfer. Aber inverschiedenen Sortensammlungengepflanzt, lebt die Apfelsorte Alantweiter. Ihre guten Eigenschaften lasseneine Zukunft als erstklassigeMostapfelsorte und als wertvolle Elternsortefür die Apfelzüchtung erwarten.Nebst den äusseren und innerenEigenschaften der Früchtehaben Agroscope-Experten auchBaum eigenschaften erhoben, molekulargenetischeProfile erstellt unddie Sorten bezüglich der Anfälligkeitgegenüber den KrankheitenSchorf, Mehltau undFeuerbrand untersucht. Sie habenJungbäume alter Sorten im Sicherheitsgewächshausvon Agroscopemit Feuerbrand infiziert. Dabei fielden Forschern Alant auf. Währendandere Sorten innert kürzester Zeitzum Teil massive Krankheitssymptomeausbildeten, wies Alanteine aussergewöhnlich hoheRobustheit gegenüber dieserBakterienkrankheit auf. Vonbisher über 200 getestetenApfel- und Birnensorten ausdem Nationalen Obstinventarkonnte keine andere Sorte mit einemähnlich guten Resultat aufwarten.Alant übertrumpft sie alle.Nebst der Robustheit gegenüberFeuerbrand ist Alant auch ein guterTafel- und Mostapfel. Das macht ihninsbesondere für den Mostobstanbauauf traditionellen Hochstammbäumeninteressant. Bereits wurdeAlant mit anderen Sorten gekreuzt,in der Hoffnung, dass er seine positivenEigenschaften an die nächsteGeneration weitervererbt.www.agroscope.admin.chResultate Agrar-UmweltmonitoringZum ersten Mal können im aktuellenAgrarbericht 2012 des Bundesamtesfür Landwirtschaft(BLW) Resultate der ZentralenAuswertung von Agrarumweltindikatoren(ZA-AUI) präsentiertwerden. Seit 2009 erheben dafürrund 300 Betriebe detaillierte Daten.Erfasst wurde beispielsweiseder Pflanzenschutzmitteleinsatz(PSM-Einsatz) für Ackerkulturen,Spezialkulturen, Wiesen und Weiden.2009 wurde der PSM-Einsatzauf 2246 ackerbaulich oder fürSpezialkulturen genutzten Parzellenerhoben. Die Gesamtflächedieser Parzellen betrug 2875 ha.Stickstoffdünger gewonnenZum 30. Firmenjubiläum organisiertedie Düngerhandelsfirma Landormit Firmensitz im Auhafen Muttenz(BL) einen Jubiläumswettbewerb.Das Gewinnertrio (Bild) ist nun erkoren:Oliver Triebold von Rances(VD) gewann einen Gutschein imWert von 1500 Fr. für den Bezugvon Landor-Stickstoffdünger. RudolfGerber von Ursenbach (BE) undMarcel Meier aus Windlach (ZH) erhieltenje einen Gutschein im Wertvon 1000 beziehungsweise 500 Fr.www.landor.chWillyGehriger istneuerSwisspatat-PräsidentMitte November wurde an derDelegiertenversammlung von Swiss -patat der ehemalige fenaco-Geschäftsleitungsvorsitzende ein -stimmig zum neuen Präsidenten gewählt.Er wird Nachfolger von AndreasRüegger. www.swisspatat.chEinschleppung verhindernDas Bundesamt für Landwirtschaftwill die Einschleppung des amerikanischenKartoffel-Erdflohs in dieSchweiz verhindern, denn dieserkann grosse wirtschaftliche Schädenverursachen. Die zuständigen Dienstewurden beauftragt, bei Kartoffeln-Kontrollenspeziell nach diesemSchädling zu suchen.Selbstversorgungsgrad istbesorgniserregend«In den letzten 20 Jahren sank derSelbstversorgungsgrad der Schweizbei den Futtermittelrohstoffen aufunter 50 %. Diese Entwicklung istkatastrophal», erklärte Olivier Sonderegger,Präsident der BranchenorganisationSwissGranum, an derDelegiertenversammlung.Diedamit verbundeneAbhängigkeitvom Auslandwerde durch dieangestiegenen Rohstoffpreise aufden Weltmärkten verschärft. Davonbetroffen seien auch die Verarbeiterder ersten und zweiten Stufe. SwissGranum will die Getreidebrancheweiterhin als lösungsorientiertePlattform sowie mit Dienstleistungenvon hoher Qualität unterstützen.Es gelte Konsenslösungen zufinden, die von allen Marktpartnerngetragen und umgesetzt werden.www.swissgranum.chDie Ergebnisse für den Indikator«Behandlungshäufigkeit» zeigen,dass bei Obst und Reben am häufigstenPflanzenschutzmittel eingesetztwerden. Die GesamtmengeWirkstoff ist für Kernobst,Reben und Kartoffeln am höchsten.Der Hauptgrund ist, dass beigewissen Mitteln einzelne Wirkstoffein grosser Menge vorkommen.Alleine schon die drei WirkstoffeKaolin, Schwefel undParaffinöl machen 56% der verbrauchtenMenge aus. DieseWirkstoffe haben aber vergleichsweisegeringe bis sehr geringe Nebenwirkungen.Ihr Einsatz ist auchim Bio-Anbau erlaubt. VergleichbareAuswertungen zum PSM-Einsatz gibt es für Grossbritannien.Die Anzahl Applikationen ist mitden Schweizer Erhebungen vergleichbar,ausser beim Getreidebau,dieser ist in der Schweiz wenigerintensiv. www.blw.admin.chTagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chUFA-REVUE · 12 2012 33


PFLANZENBAUAussichten Mais 2013VERSORGUNG MIT MAISSAATGUT Für die Maiskampagne 2013 könnte sich einekritische Versorgung mit Maissaatgut abzeichnen, weil einige Produktionsgebieteaufgrund von Trockenheit beträchtliche Ernteverluste vermelden. In der Schweiz warendie Maiserträge 2012 befriedigend, aber nicht so hoch wie im Rekordjahr 2011. Ingewissen Regionen verursachten Maiszünsler oder die Blattfleckenkrankheit Schäden.Jean-PaulKrattigerDer Maisanbau verlief im Jahr 2012ohne erwähnenswerte Probleme.Die Aussaat erfolgte bei guten Bedingungenund die Temperaturenund die Niederschlagsmenge waren nahezuideal. Dennoch konnten nicht diegleichen Erträge wie 2011 erwirtschaftetwerden, was vorwiegend auf das trübeWetter zurückzuführen ist. Währenddie Romandie mit einem hohen Aufkommendes Maiszünslers zu kämpfenhatte, wurde in der Deutschschweiz einstarker Befall mit Helminthosporium-Blattflecken festgestellt.Sortenwahl Beim Bezug des Maissaatgutesfür 2013 muss sich der Landwirtauf eigene Beobachtungen unddiesbezügliche Erträge abstützen. DieVersuchsergebnisse der ForschungsanstaltenAgroscope werden Ende Monatvorliegen. Auf der Basis von zwölf landesweitverteilten Versuchsstandortenmit Silomais- und sieben Standorte mitKörnermaisversuche können die Beratervon UFA-Samen bereits Informationenzu den Neuheiten liefern und die Maisproduzentenbestmöglich beraten.Auch wenn bei der Sortenwahl die agronomischenAspekte wie Frühreife, Ertragspotenzialund Schädlingsresistenzerste Priorität haben, muss ebenso dievoraussichtliche Verwendung des Maisesberücksichtig werden. Der für dieViehproduktion erwünschte Stärkegehaltist beispielsweise für Milch- undMastvieh nicht identisch.Schwierige Versorgung Da dieSaatgutproduktion in einigen Ländernim Osten unter dem katastrophalenWetter litt, werden bei der nächstenKampagne gewisse Sorten nur schwerDie Saatguternte 2012 war in der Schweiz im Allgemeinen gut. Hingegen weltweit litteneinige Regionen an Trockenheit, was sich auf Qualität und Menge des Saatgutes auswirkte.34 12 2012 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUerhältlich sein. Deshalb sind die Züchterauf frühe Schätzungen der nächstenMaissaatgutverkäufe angewiesen. Indieser Situation kann man den Landwirtenempfehlen, die Sortenwahl beizeitenzu machen. Mit einer «Liste derempfohlenen Maissorten», die ca. 60Sorten umfasst und drei Beizungsvarianten(Standard, gegen Krähenfrass undgegen Drahtwürmer), ist die Anzahl Produktesehr hoch. Dies hilft manchmalmit, Beschaffungsschwierigkeiten zukennen. Da die Tendenz besteht, dieSaattermine immer früher anzusetzen,wird eine sorgfältige Planung für dienächste Maiskultur empfohlen. Glücklicherweisehaben Züchter wie die GruppeLimagrain auf die einheimische Produktionvon Maissaatgut gesetzt. Durchdiese lizenzierte Saatgutproduktion, diedurch Swissmais koordiniert wird, bewahrenwir uns bei Angebots- undNachfrageschwankungen eine gewisseUnabhängigkeit.Silomais Im Allgemeinen wurdengute Ergebnisse erzielt. Man kann feststellen,dass das Ertragspotenzial mitdem Frühreife-Index um ungefähr 20 dtTS/ha steigt (späte Sorten haben dashöchste Potenzial).Früher Silomais Der durchschnittlicheTS-Ertrag 2012 steht unter 200dt/ha (207 dt/ha im Jahr 2011). Die SortenLG 30.222 und Fabregas bestätigenihr starkes Potenzial. Sie sollten für dieAussaaten 2013 die ersten Ränge belegen,insbesondere in Lagen über 600 mü. M. sowie für Spätsaaten. Die SorteDKc 3014 liefert gute Erträge und ist fürAussaaten nach Raigras sehr interessant.Bei schwierigen Bedingungen bietetsich die Sorte Coxximo dank ihrer Regelmässigkeitund Robustheit als gute Lösungan.Mittelfrüher Silomais Diese Reifegruppemacht rund 60 % der Silo -maisfläche aus. In unseren Versuchenerzielte diese Gruppe einen durchschnittlichenErtrag von 220 dt TS/ha imJahr 2012 und 228 dt im 2011.Dank der hohen Rauhfutterernten imJahr 2012 wurde ein Teil der Silomaisflächeals Körnermais geerntet. In diesemFall sind Doppelnutzungssortensehr interessant.Die Sorten LG 30.218 und Ricardinioüberzeugten, obschon letztere in einigenRegionen eine schwache Helminthosporiose-Toleranznochmals aufwies.LG 30.224 ist eine Kandidatensorte fürdie Aufnahme in die Liste der empfohlenenSorten und bewegt sich im Bereichder beiden vorgängig erwähntenSorten. Jedoch wird sie im 2013 nichtangeboten, die Saatgutverfügbarkeit istnoch zu begrenzt.Die Sorten LG 30.223, Geoxx undMillesim verfügen für hiesige Bedingungenund Bedürfnisse über ideale Eigenschaften.Die von Delley Samen undPflanzen AG (DSP) entwickelte SorteCeresia wartete an den Versuchsstandorten,wo sie getestet wurde, mit gutenEigenschaften auf.Mittelspäter Silomais Diese Reifegruppeentwickelt ihr Potenzial in denguten Anbauzonen, wo sie 2012 einendurchschnittlichen Ertrag von rund 250dt TS/ha lieferte. Die meisten getestetenSorten müssen noch durch die Versuchevon Agroscope bestätigt werden. Jedochzeichnet sich bereits jetzt ab, dassdie Sorte Indexx insbesondere im Vergleichzu NK Silotop, oben ausschwingt.Körnermais Trotz nicht immer idealerWetterbedingungen sind die Erträgeüberaus zufriedenstellend ausgefallen.Der Feuchtigkeitsgehalt überstiegt leiderjenen vom Jahr 2011, das für unserLand immer noch ein Referenzjahr ist.Sofern die Sortenwahl mit grosser Sorgfalterfolgt und die lokalen Bedingungenberücksichtigt werden, sind die finanziellenErträge des Körnermaisanbausinteressant.Ergebnisse der Sortenversucheberücksichtigen Damit die Maisproduzentenmit dem Maisanbau Erfolghaben, sollten sie die UFA-Samen-Website(www.ufasamen.ch) besuchen odersich bei ihrer LANDI beraten lassen.Weiter ist es wichtig, auch auf die eigenenErfahrungen zurückzugreifen, diesich punkto Parzelle und lokale Eigenschaftenwomöglich als nützlich erweisenkönnen.Zusätzlich sollte im Hinblick auf denVerwendungszweck des Erntegutes derNährwert der Sorten berücksichtigtwerden.Grafik 1: Frühe SilomaissortenTreyvaux, Bevaix, Fontainemelon, Cham, Kottwil, Flawi, Realta300Ertrag – dt TS/ha250200150100500CoxximoFabregas LG 30.222 DKc 3014Grafik 2: Mittelfrühe SilomaissortenEclepens, Treyvaux, Bevaix, Hindelbank, Freimettigen, Cham, Kottwil,Engishofen, Strickhof, Salez, LandquartErtrag – dt TS/ha300250200150100500 Ricardino LG 30.218 Geoxx Milesim LG 30.224* LG 30.223 Ceresia* Noch nicht in die empfohlene Sortenliste eingetragene SortenGrafik 3: Späte SilomaisssortenEclépens, Engishofen, Strickhof, Landquart300250200150100500NK Silotop Indexx* KXB 1156* P8488* LZM260/83*Ertrag – dt TS/haDurchschnitt 2012Durchschnitt 2011Ø Reifegruppe 2012Durchschnitt 2012Durchschnitt 2011Ø Reifegruppe 2012Durchschnitt 2012Durchschnitt 2011Ø Reifegruppe 2012Durchschnitt 2010Durchschnitt 2009TS-Gehalt (%)Durchschnitt 2010Durchschnitt 2009TS-Gehalt (%)Durchschnitt 2010Durchschnitt 2009TS-Gehalt (%)* Noch nicht in die empfohlene Sortenliste eingetragene Sorten100806040200100806040200100806040200Autor Jean-PaulKrattiger, UFA-Samen,1510 MoudonTS-Gehalt – %TS-Gehalt – %TS-Gehalt – %Die Liste der empfohlenenMaissorten vonSwissgranum liegt fürdas Jahr 2013 EndeDezember 2012 vor.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 35


PFLANZENBAUHightech-Hybriden im KommenZUCKERRÜBENZÜCHTUNG Obschon die Zuckerrübenkampagne noch in vollemGange ist, steht bereits wieder die Planung für das nächste Jahr an. Die Rübenzüchtungenführen nicht nur zu einer Ertragssteigerung, sondern auch zur Verbesserung vonKrankheitsresistenzen, was bei den heutigen Erntetechniken ein grosses Plus bedeutet.Bei der Sortenvielfalt von Zuckerrübenwurden bedeutende Fortschritteerzielt. Aufgrund der Entwicklungenim technischen Bereich, woimmer häufiger landwirtschaftlicheLohnunternehmer zum Einsatz kommen,war die Züchtung von krankheitsresistentenSorten notwendig, um die Verbreitungvon Krankheiten durch die Rübenroderauf andere Anbauflächen zuvermeiden. Die modernen Sorten erbringennicht nur wirtschaftlich eine höhereLeistung, sondern weisen jetzt auch Einfach-und Mehrfachresistenzen gegenNematoden, Rizomania und Rhizoctoniasowie gegen Blattkrankheiten auf.Hybridsorten Bei den modernenZuckerrübensorten handelt es sich umHybridsorten aus Kreuzungen von weiblichenund männlichen Sorten. Sie stammenaus zwei verschiedenen Zuchtprogrammen,die Befruchtung findet dannauf den Vermehrungsflächen statt. Dortwird eine männliche Sorte angebaut, dieden Pollen produziert, sowie eine weiblicheSorte als Samenträgerpflanze.Eine gleichmässige Aussaat ist ein wichtiger Schritt umregelmässiges Auflaufen und schnelles Wachstum der jungenRübenpflanzen sicherzustellen.Geerntet werden nur die Samen derweiblichen Pflanze. Im klassischen SaatundPflanzplan für Vermehrungsflächenist der Anbau auf der Grundlage 6– 2vorgesehen, das heisst zwei Reihen mitmännlichen Sorten liegen neben sechsReihen mit weiblichen Sorten. Die Zuckerrübeist eine zweijährige Pflanze,deren Samenbildung erst nach einemKältereiz (Frost) einsetzt. Die Saatgutproduktionfür Zuckerrüben dauert vomZeitpunkt der Aussaat bis zur Samenernteein Jahr.Für die Saatgutproduktion werdenzwei Techniken angewendet: DieDirektsaat und die Stecklingsproduktionauf hochspezialisierten Betrieben. Währenddie Saat- und Erntezeit zum gleichenZeitpunkt stattfinden, gibt es währendder Winterperiode Unterschiede.Die Direktsaat erfolgt im August mit einerAussaatstärke von rund 100 000Pflanzen pro ha. Diese Technik bietetden Vorteil, dass sie vollständig maschinellausgeführt wird, der Vegetationsbeginnim Frühjahr einfacher ist und sichder Stress für die Jungpflanzen reduziert.Hingegen besteht ein Frostrisiko,ausserdem kann man im Gegensatz zurStecklingsproduktion weniger flexibelagieren. Demgegenüber liegen bei derStecklingsproduktion zum Zeitpunkt derAussaat im August noch keine Ergebnisseaus den Sortenversuchen vor. Der definitiveEntscheid zur Sortenproduktionmuss somit sehr früh gefällt werden.Bei der Stecklingsmethode werdenim August in Spezialbetrieben700 000 bis 1 000 000 Samen je ha gesät.Die daraus wachsenden Stecklingebilden das Basissaatgut und werden imFebruar geerntet. Zu diesem Zeitpunkthaben die Stecklinge ein Gewicht vonrund 400 bis 800 Gramm. Nun werdensie an die Betriebe zur Saatgutproduktionverteilt, wo sie auf den Produktionsflächengepflanzt werden. Mit einerHektar gezogener Stecklinge kann eineVermehrungsfläche von 10 ha bepflanztwerden. Züchter, die diese Methodeanwenden, verfügen dann bereits überdie neuesten Ergebnisse aus den Sortenversuchenund der Kampagne, diebeendet ist, wenn die männlichen undweiblichen Pflanzen definitiv auf denVermehrungsflächen in Reihen gepflanztwerden.Es ist immer noch möglich, bei derProduktion Anpassungen vorzunehmen.Mit der Stecklingsproduktion können dieAussaat-Zonen von den Produktionsflächengetrennt werden. Es besteht somitdie Möglichkeit, diese beiden Schritte injenen Regionen durchzuführen, wo pedoklimatischeBedingungen herrschen,die für dieses Entwicklungsstadium geeignetsind. Diese Methode ist jedochmit einem bedeutenden Arbeitsaufwandund beträchtlichen Produktionskostenverbunden.Nach dem erfolgreichen Umpflanzenist das weitere technische Vorgehen für36 12 2012 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUbeide Produktionsarten gleich. Nebstder Gesundheit der Kultur liegt das notwendigeKappen im Vordergrund, umdie Blütenperiode der männlichen undweiblichen Pflanzen zu optimieren. Sinddie Samenkörner reif, werden die Pflanzengeschnitten und während vier biszehn Tagen zum Trocknen auf dem Feldliegengelassen und anschliessend gedroschen.Ziele Bei den für die Züchtung verfolgtenZielen ist die Produktion der Rübenund die Ansprüche der Zuckerfabrikengleichermassen wichtig. Ein Programmist dann erfolgreich, wenn sowohl dieErwartungen der Produzenten als auchder Zuckerfabriken erfüllt werden. DieZiele sind praktisch gleich und von derZüchtungsstelle unabhängig. Alle versuchen,hohe Zuckererträge zu erzielen,ein rasches und gleichmässiges Auflaufenund Schossfestigkeit zu erreichen.Weitere wichtige Faktoren sind ein geringerErdanhang, eine hohe Reinheitdes Safts sowie krankheitsresistente undhomogene Pflanzen. Abweichungenvon der Strategie sind damit zu erklären,dass die verschiedenen Kriterien beimZüchtungsprozess unterschiedlich gewichtetwerden. Um eine krankheitsresistenteSorte zu erhalten, kann manbeispielsweise die Anforderungen andie Reinheit des Safts herabsetzen oderauch den Zuckerertrag mehr gewichtenals die Krankheitsresistenz.Bei der Sortenwahl gilt es verschiedeneFaktoren zu berücksichtigen. Dervon der Fachstelle für Zuckerrübenbauerrechnete Rohertrag ist nicht das einzigeKriterium, das beigezogen werdenmuss. Genaue Kenntnisse über die Anbauflächeund insbesondere über allfälligeRisiken für einen Zystennematodenbefallund Rhizoctonia ist sehr hilfreich.Know-how und Erfahrung des Zuckerrübenbauerssind daher unerlässlich.Um Probleme zu vermeiden, könnte erzwar versucht sein, nur auf resistenteSorten zu setzen. Jedoch sollten dieseSorten nur auf Flächen angebaut werden,die von diesen Schädlingen auchtatsächlich betroffen sind.Fazit Die Zuckerproduktion hat sichrevolutioniert. Nicht nur sind Geräteund Maschinen leistungsfähiger geworden,auch die ganze Produktionsorganisationhat sich spezialisiert, was zur Folgehat, dass spezialisierte Unternehmendie Ernte und das Beladen übernehmen.Dadurch hat sich eine intensive Zusammenarbeitzwischen den Rübenbauernaus den Produktionsgebieten entwickelt.Die Züchter arbeiten an der Entwicklungvon Sorten, die den Erwartungenaller Akteure der Branche gerechtwerden, dennoch müssen die regionalenEinrichtungen auch weiterhin diebevorzugten Partner der Produzentenbleiben. Denn nur mit den regionalenSortenversuchsprogrammen ist es möglich,Informationen über die Leistungsfähigkeitverschiedener Sorten unter lokalenBedingungen zu liefern. Eine gleichmässigeAussaat bei gutenBedingungen ist einwichtiger Schritt beider Pflanzung vonjungen Rüben.Autor Gaël Monnerat,UFA-Revue,1510 Moudon.Die SchweizerischeFachstelle für Zucker -rübenbau veröffentlichtalle Ergebnisse der Ver -suchskampagne 2012sowie die Sortenlistemit den für dieKampagne eingetragenenSorten 2013.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 37


PFLANZENBAUOrganische Strategien verfolgenORGANISCHE BODENVERBESSERUNGSMITTEL Die Abfalltrennung und der Bauvon Biogasanlagen haben dazu geführt, dass organische Bodenverbesserungsmittel inden letzten Jahren immer zahlreicher zur Verfügung stehen. Aufgrund ihres Nährstoff -gehalts und Nutzens für die Bodenfruchtbarkeit kommen sie im Pflanzenbau immerhäufiger zum Einsatz. Dies birgt aber auch gewisse Risiken.Das Ausbringen vonorganischen Bodenverbesserungsmittelnerfordert eine entsprechendeStrategieund geeignetesMaterial.Photo: BergmannEs gibt verschiedene Bodenverbesserungsmittel.Am besten unterscheidetman die Kompostarten,die unter dem Einfluss von Luftsauerstoffaerob die organischen Abfälleabbauen, und das Gärgut, das durchVergärung entsteht. Während Kompostviele stabile organische Substanzen enthältund während eines begrenztenZeitraums als Dünger wirkt, ist Gärgutrelativ reich an flüchtigen Elemente(Stickstoff) und sein organisches Materialist relativ instabil. Auch wenn dieGefahr von Ammoniakverlusten höherist, sind beide Produkte für die Pflanzenweniger aggressiv als frischer Mist.Ziele der organischen BodenverbesserungsmittelDas Ziel, dasmit dem Ausbringen von organischenBodenverbesserungsmitteln verfolgtwird, ist, den Gehalt an organischemMaterial im Boden zu erhöhen. Diesesbesteht aus vier Teilen: aus Pflanzen undlebenden Tieren, aus tierischen Ausscheidungensowie den abgestorbenenPflanzen und toten Tieren, aus organischem,sich in Humus zersetzendemMaterial und aus Humus. Der stabileHumus macht rund 90% des organischenMaterials im Boden aus, es sindjedoch das frische organische Materialsowie die «Übergangsprodukte», dieden Mikroorganismen im Boden Nahrungbieten. Die organischen Düngerstabilisieren die Bodenstruktur und veränderndie physikalisch-chemischen Eigenschaftendes Bodens. Diese WirkungPflanzenkohlePflanzenkohle ist eine Art Holzkohle undwird mittels Pyrolyse aus Holz gewonnen.Bereits die Indianer Amerikas sollensie verwendet haben, um die Stabilitätund Fruchtbarkeit der Ackerböden zuverbessern. Sie verfügt über eine hoheBindefähigkeit für Kohlenstoff und wirktals Dauerhumus. Weiter fördert Pflan -zen kohle die mikrobielle Bodenaktivität,sollte aber zusammen mit anderenDüngern eingesetzt werden, damitSynergieeffekte genutzt werden können.beruht hauptsächlich auf dem hohenBindungsvermögen von Humus. Tatsächlichbindet Humus fünfmal mehrKationen (Ca++, Mg++, K+, NH4+ usw.)als Lehm und reduziert die Bodendich-38 12 2012 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUGrafik: Kompost und GärgutMistGülleMethanisierung(mesophil)MethanisierteGülleCo-Methanisierung(mesophil)Press-WasserMethanisierung(thermophil)SolidesGärgutAndere organischeAbfälleKompostierungKompostHolzhäckselDiese Methode wurde in Kanada undtropischen Ländern entwickelt, um denBoden zu beleben, und ist in derSchweiz noch kaum bekannt. Sie basiertauf dem Gleichgewicht zwischen denZuckern und dem Lignin in den jungenHolztrieben (


PFLANZENBAULösliches Silizium bringt VorteileFÜR EINE BETRIEBSOPTIMIERUNG muss das Beste aus den verfügbarenRessourcen gewonnen werden. Für viele Betriebe erfolgt diese Optimierung über einerationelle Hofdüngerbewirtschaftung, die den Zeitpunkt des Ausbringens ebensobeinhaltet wie die Bewirtschaftung der verfügbaren Lagerkapazität und eine Minimierungder Nährstoffverluste.KurtGuggerBiolit erhöht dieWiderstandskraft derPflanzen gegen Stressund wirkt ähnlich wieeine Impfung.Photo: agrarfoto.comMit Hofdünger kann in der Regelein grosser Teil des Nährstoffbedarfsder Kulturen gedeckt werden.Er wird direkt in den Nährstoffzyklusintegriert und trägt zur Aufrechterhaltungder Bodenfruchtbarkeit bei. DasZiel, die Auswirkungen der Landwirtschaftauf die Naturräume zu vermindern,erfordert beim Einsetzen und Lagernvon Hofdünger ein rationellesManagement, um Verluste durch Verdunstung,das Abfliessen oder Auswaschungenauf ein Minimum zu senken.Für diesen speziellen Einsatzbereich bietetsich Gesteinsmehl auf Silizium-Basisan, das aufgrund seiner Molekularstrukturund der grossen Oberfläche in derLage ist, organische und Stickstoff-Verbindungen in der Gülle zu binden.Dadurch werden Verluste durch die Verdunstungvon Ammoniak und Geruchsemissionengesenkt.Silizium ist eines der häufigsten Mineralienauf der Erde und macht schätzungsweise60% der kontinentalenKruste aus. Diabas, aus dem Biolit gewonnenwird, ist ein vulkanisches Gestein,das unter grossem Druck und extremenTemperaturen entstand, was ihmeine besondere Struktur verlieh. Es verfügtüber eine hohe Bindungsfähigkeit,die abhängig ist von der Kontaktoberflächedes Gesteins. Je feiner der Mahlungsgradist, desto grösser ist die Kontaktoberfläche.Beim Vergleich vonGüllezusätzen ist die Feinheit des Gesteinsmehlssomit ein Entscheidungskriterium.Ein feineres Mehl bindet nichtnur die organischen Verbindungen oderStickstoffverbindungen, sondern haftetauch leichter an Stroh und sinkt dahernicht auf den Boden der Güllegrube ab.Das Kalziumsilikat von Biolit reagiertim Boden und bildet Kieselsäure.Die positive Wirkung von Silizium aufPflanzen wurde in verschiedenen Universitätsstudiennachgewiesen. Die Forscherkamen zum Schluss, dass Biolit dieWiderstandskraft der Pflanzen gegenStress erhöht und ähnlich wie eine Impfungwirkt. Um diesen Effekt zu nutzen,muss die Pflanze das Silizium aufnehmen.Dieses befindet sich üblicherweiseals Gestein im Boden und steht denPflanzen nicht zur Verfügung. Aufgrundseiner speziellen Form reagiert das inBiolit enthaltene Kalziumsilikat im Boden,bildet eine lösliche Säure und kannvon den Pflanzen aufgenommen werden.Die Kieselsäure erhöht die Krankheitsresistenzvon Pflanzen und festigtdie Zellwände, besonders jene von Gräsern,was deren Halmfestigkeit verbessert.Das Kalzium, das in Biolit enthaltenist, führt dem Boden Kalk zu und trägtzu einem stabilen pH-Wert des Bodensbei. Durch die Zugabe von Kalkdüngerzusammen mit Hofdünger werden dieDosen zeitlich besser verteilt abgegeben.Dies hat den Vorteil, dass die Mikroorganismenim Boden nicht zu starkgestört werden. Die Bodenfauna hat dadurchmehr Zeit, sich an diese neuen Lebensbedingungenanzupassen und erhöhtihre Aktivität schrittweise. DieVerbesserung der Bodenvitalität zeigtsich durch eine geringere Bodendichteund eine Stabilisierung der Bodenkrümel.Die Düngerwirkung wird mit einerflüssigeren Gülle erhöht und es bleibenweniger Güllerückstände an denPflanzen haften. Dies führt zu wenigerVerbrennungen und einer rascherenAufnahme der Gülle durch den Boden.Damit können die Verdunstungsverlustesignifikant gesenkt werden. Kurzum, eineflüssigere Gülle ist pflanzenverträglicherund führt zu geringeren Verdunstungsverlusten.Der Flüssigkeitsgrad derGülle kann durch Verdünnen verbessertwerden. Auch wenn kostenloses Regenwasserzur Verfügung steht, verursachtdie Zugabe von Wasser erhebliche Kosten,da zusätzliche Lagerkapazitäten benötigtwerden und ein grösseres Güllevolumenausgebracht wird.Das Einbringen von Biolit in dieGüllengrube muss mindesten vier Wo-40 12 2012 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUBodenstruktur und -fruchtbarkeit verbessertAndreas Heller und Josef Meier bewirtschaftenin einer Betriebsgemeinschaft inder Region Willisau (LU) rund 40 ha. Sieproduzieren Silomais, Winterweizen undWintergerste. Der Viehbestand umfasst50 Milchkühe und 80 Zuchtsäue.UFA-Revue: Wie sind Sie auf Biolitgestossen?Heller/Meier: Biolit habe ich bereits vorder Betriebsgemeinschaft verwendet.Damals zeigten meine Bodenanalysen,dass meine Böden sehr sauer waren, wasin unserer Region oft vorkommt. Da wirden Schleppschlauch einsetzen, benötigenwir eine flüssige und homogeneGülle. Mit Biolit werden diese Anforderungenerfüllt.Wie gehen Sie vor?Im März und abhängig vom Zustand derZufahrtsstrasse zur Güllengrube bringenwir das Biolit direkt mit Hilfe des Silo-Camions in die Grube ein. Wichtig ist,dass diese Zugabe einen Monat vor demAusbringen der Gülle erfolgt, und dass dieBrühe in den nachfolgenden Wochen gutgerührt wird, damit sich das Produkt gutin der Güllenflüssigkeit verteilt.Welche Wirkung haben Sie bei IhrenKulturen festgestellt?Wir verteilen unsere Gülle hauptsächlichauf den Wiesen. Erträge sind daherschwierig miteinander zu vergleichen,dennoch können wir feststellen, dass dieWiesenflächen gleichmässiger sind.Unterschiede können wir vor allem beimBoden feststellen. Seine Struktur hat sichverbessert und die Wiesen machen einengesünderen Eindruck.Können Sie den Einsatz von Biolitempfehlen?Für uns ist klar, dass bei sauren Böden derEinsatz von Biolit viele Vorteile bringt.Allzu schnelle Veränderungen darf manzwar nicht erwarten, doch haben wirfestgestellt, dass sich unsere Bödenschrittweise verbessern und unsere Gülleflüssiger geworden ist.Die beiden Luzerner Bauernverwenden Biolit.chen vor dem Leeren der Grube erfolgen,damit sich die Wirkung des Steinmehlsentfalten kann. Besonders praktischist das Einblasen von Biolit mitdem Silo-Camion direkt in die Grube, esist aber auch möglich, das Steinmehl regelmässigder Güllengrube zuzuführenoder auf dem Mist zu verteilen. Wenndas Steinmehl mit dem Silo-Camion direkteingeblasen werden soll, muss dieserArbeitsschritt im Winter mindestenseinen Monat vor dem Ausbringen eingeplantwerden. Nach dem Einblasenmuss die Gülle täglich gerührt werden,um das Steinmehl in der Güllengrubegut zu verteilen.Die Hofdünger haben einen agronomischenund wirtschaftlichen Wert.Aber die vollständige Nutzung diesesPotentials ist abhängig von einer effizientenLagerbewirtschaftung und demAusbringen, das für die Pflanzen bedürfnisgerechterfolgen muss. Aufgrund derrelativ tiefen Nährstoffgehalte solltengrosse Mengen angewendet werden,was mit hohen Kosten verbunden ist.Das Einbringen von Biolit in die Güllengrubehat ähnliche Vorteile wie starkesVerdünnen, ohne dass grössere Volumenausgebracht oder gelagert werdenmüssen, was wiederum zu höheren Kostenführen würde. Weiter kann das Silikatdurch die Pflanzen aufgenommenwerden, welche die Gülle nicht nur alsNährstoffquelle nutzen, sondern punktoStressresistenz auch von der nützlichenWirkung des Siliziums profitieren können.Die Kalkwirkung von Biolit trägtauch zur Verbesserung der Struktur derBodenkrümel bei, fördert auf diese Weiseden Gasaustausch und bietet denKulturen optimale Wachstumsbedingungen.Autor Kurt Gugger, Technischer DienstLandor, 4127 BirsfeldenKostenloses Beratungstelefon: 0800 80 99 60www.landor.ch, info@landor.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 41


PFLANZENBAUGefragte Schweizer BäumeCHRISTBÄUME Rund eine Million Christbäume werden in der Schweiz pro Jahrverkauft. Der gesamte Marktwert liegt zwischen 40 und 50 Mio. Fr. DerInlandanteil bewegt sich bei rund 40 %. Eine Steigerung dieses Anteils, vor allemim Detailhandel, ist mehr als erwünscht.Der Brauch, zum Weihnachtsfesteinen Tannenbaum in der Stubeaufzustellen, verbreitete sich im 19.Jahrhundert von Deutschland ausüber Europa und später in nahezu dieganze Welt. Wurden früher hauptsächlichWeisstannen dazu verwendet, kamenspäter auch Fichten (Rottannen)hinzu. Heute sind insbesondere dieNordmannstannen gefragt, zudem gibtes auch einen allerdings beschränktenMarkt für Blautannen.Das Marktvolumen für Christbäumein der Schweiz beträgt jährlich rund1 Mio. Bäume. Die Mehrheit davon wirdimportiert, rund 40 % stammt aus einheimischerProduktion. Knapp die Hälfteder im Inland erzeugten Bäume werdendirekt von den Produzenten verkauft,der Rest wird über den Detailhandel abgesetzt.Den Marktwert der Christbäumeschätzen Fachleute auf zwischen 40und 50 Mio. Fr.Konsument entscheidet Angesichtsdieses Marktvolumens stellen dieChristbäume einen nicht zu unterschätzendenFaktor im weihnachtlichenPflanzengeschäft dar – auch für dieLANDI, die in den letzten Jahren ihrediesbezügliche Stellung im Markt ausbauenkonnte.«Der Kunde entscheidet am Verkaufspunkt,ob er einen Importbaum odereinen Christbaum aus Schweizer Produktionbevorzugt», heisst es bei derLANDI Schweiz. Man sei aber interessiertdaran, künftig weit mehr SchweizerBäume anbieten zu können, betont DanielBeutler, Koordinator für Marketingund Verkauf im Grünbereich der LANDISchweiz. «Vorderhand iat es aber nichtganz einfach, diese gewünschten Mehrmengenin der erforderlichen Qualitätund Postengrössen zu bekommen».Qualität produzieren Bruno Straubaus dem thurgauischen Hefenhofen produziertseit etwa 20 Jahren auf 12 HektarenChristbäume. Pro Hektar stehenum die 8000 Bäume, 80 % sind Nordmannstannendänischer Herkunft, derRest verteilt sich auf Fichten und Blautannen,deren Setzlinge aus der Schweizstammen. In rund acht Jahren wird auseinem Setzling ein schnittfähiger Christbaummit einer Grösse zwischen 1.50 mund 2.50 m. Bis es jedoch soweit ist,sind einige Arbeiten zu erledigen, ansonstendie Bäume nicht die geforderteQualität erreichen, und der Konsumentsich letztlich für ein Importprodukt entscheidet.So muss das Gras in den Kulturenregelmässig gemäht werden (aufgrunddes engen Pflanzabstandsgeschieht dies von Hand mit Rasenmähern)und die Bäume sollten regelmässigauf möglichen Pilzbefall kontrolliertwerden. Gelegentlich ist eine Fungizid-Behandlung (jeweils im Frühjahr) angezeigt.Damit ein Christbaum ordentlichwächst und auch die gewünschte Farbebekommt, ist jährlich eine Düngegabenotwendig. Straub schwört dabei aufHühnermist. Jedes Jahr erfolgt zudemein Formschnitt, so dass der künftigeWeihnachtsbaum einen möglichst regelmässigenund symmetrischen Habitusbekommt. Mit einer speziellen Zange(Top-Stopp-Zange) werden zudemfallweise und punktuell die Stämme derBäume etwas eingedrückt. Ziel dieserMassnahme ist es, das Kambium so zuverletzen, dass gewisse Saftströme unterbrochenwerden, damit die Astkränzenicht zu weit auseinander liegen.ChristbäumeRottanne/Fichte (picea abies)Nadeln: Vierkantig, bis 2 cm lang, spitz.Steif, glänzend grün, meist rings um dieZweigachse angeordnet.Weisstanne (abies alba)Nadeln: Gross, bis 3 cm lang und bis3 mm breit, Oberseite dunkelgrün,Unter seite heller mit zwei bläulich-weissenStreifen, Spitze gerundet und nichtstechend, kammartig an den Seiten undnach oben an den Zweigen angeordnet.Nordmannstanne (abies nordmanniana)Nadeln: Bis 3.5 cm lang und 2.5 mmbreit, glänzend dunkelgrün mit zweimarkanten weissen Streifen auf derUnterseite. Weich und an den Spitzenabgerundet, sehr dicht.Blautanne/Blaufichte (picea pungens)Nadeln: Bis 3 cm lang und schmal,stechend, zäh, vierkantig, gekrümmtnach allen Seiten, intensive graublaueFärbung, meist dicht, rings um dieZweigachse angeordnet.Mit der Top-Stopp-Zange wird dasLängenwachstum reguliert.42 12 2012 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUAnbautipps• Christbäume sind eine Spezialkultur, die spezielles Wissen und volles Engagementbenötigt.• Vor dem Anlegen einer Kultur mögliche Absatzkanäle und Kundenwünsche klären.• Abklären, ob Standort zur anvisierten Baumart passt und ob es einen Wildschutzzaunbraucht.• Ein guter Start ist wichtig, die Qualität der Pflanzen muss stimmen. Zudem müssen siemit der nötigen Sorgfalt gesetzt werden.• Beim Setzen darauf achten, dass sie sich bis zur vorgesehenen Ernte beim Wuchs nichtgegenseitig bedrängen.• Unkrautbekämpfung ist besonders in den ersten Jahren wichtig.• Sitzstangen für Vögel sind wichtig, denn schon das Gewicht eines Buchfinks reicht aus,um den Gipfeltrieb zu brechen.• Zwiesel schneiden und nach Bedarf auch das Breitenwachstum beschneiden.• Regulieren der Trieblänge mit einer Top-Stopp-Zange.• Fehlt ein Gipfeltrieb, kann der stärkste Seitentrieb an einem Stecken aufgebundenwerden. Äste am Quirl können in die richtige Position gezogen werden.• Geerntete Bäume nicht aufeinanderlegen, sondern auf Naturboden stellen.Quelle: «Weihnachtsbäume – erfolgreich anbauen und vermarkten», Heinrich Maurer, Verlag Ulmer, www.ulmer.deSchweizer Christbaum mit der Goldschlaufe.Bruno Straub: «Die Qualität des Baumes ist entscheidend».Normierte Grössen Obwohl einChristbaum ein Naturprodukt ist undsein Wachstum, respektive seine Grössenicht per Knopfdruck eingestellt werdenkann, müssen gewisse Kriterienerfüllt werden. Für die Nordmannstannensind es drei Grössen, 1.00– 160m,1.60– 2.00m und 2.00– 2.30m. DieBlautannen gibt es in zwei Grössen(0.7– 1.20m und 1.20– 1.80m), währenddie Fichten mit 1.20– 1.80m gehandeltwerden.Gegen 20000 Bäume – gemäss seinenAussagen zurzeit eher etwas zu viel– schneidet Bruno Straub pro Jahr ausseiner Anlage, verpackt sie, etikettiertmit einer Banderole in Netze, und liefertsie dann anfangs Dezember aus. Je nachGrösse erhält er zwischen 27 und 53Fr.(Nordmann), 16 und 24Fr. (Blautanne)und 18Fr. für eine Rottanne. Die KostenSitzstangen für Vögel verhindern,dass der Gipfeltrieb bricht.für das Bereitstellen (Schneiden undAusliefern) beziffert Straub auf 5Fr. proBaum. Mit der Differenz (abzüglich Kostenfür einen Setzling von 2Fr.) kann erseine Arbeit entschädigen. «Ich denke,dieses Preisgefüge stimmt für beide Seiten»,betont Straub. Er jedenfalls kommeauf seine Rechnung in dieser Partnerschaftmit der LANDI.Fazit Der Markt für Schweizer Christbäumeist vorhanden, die LANDI will garnoch mehr Bäume aus heimischer Produktionin den Verkauf bringen. WichtigsterAnreiz für den Kunden, einenSchweizer Weihnachtsbaum zu kaufenund dafür etwas mehr Geld auszugeben,ist die Qualität. Die Baumgrösse, das Nadelkleidund die Haltbarkeit sowie dieSymmetrie und die Zahl der Astkränzemüssen aber stimmen.Autor Dr. RomanEngeler, UFA-Revue,8401 WinterthurINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 43


Gesucht und gefunden –lupenreine TopAngeboteSOLANGE VORRAT!gültig ab 05.12.201214. 90Schaufel Alu UniversalMit Kante und Eschenstiel.11394angenehm anderswww.landi.chLeuchten-Set LEDmagnetischStecker 7-polig,Kabellänge:7,5 x 2,5 m.59118Artikel- und Preisänderungen vorbehalten gültig: 05.12. – 22.12.12ab15. 9010. 9016. 9029.-GARANTIEJAHREHeizlampeMax. 250 W, inkl. 5-m-Kabel(ohne Glühbirne).23595ab3. 50Baustrahler59450 500 W Halogenstrahler 10.9059435 20 W Sparlampe 16.50Hobelspäne AGRAROGetrocknet und entstaubt. 135 l.(Palettenpreis auf Anfrage).2636223. 90 149.- 19. 9025. 80Multispray OKAYUniversalspray, schütztvor Rost, pflegt Metall,neutralisiert Säuren, unterwandertUniversalfett OKAYWasser, ergibtZitzentauchmittel AGRARO64700 400 g 3.50feinen Schmier- und Schutzfilm,«Anerkanntes Tierarznei mittel»,löst Rost undzur Vorbeugung gegen Euterinfektionen66500 850 g 7.9066505 4,5 kg 39.9066510 9 kg 69.90verhockte Schrauben. 300 ml.bei Kühen. 5 l.66515 14 kg 99.905841096330jeHeissluftfön OKAY Power0287827.-Eutertuch AGRARO2 x 800 Blatt (ohne Eimer).96325je6. 90Leistung 2000 WLuftmenge 250 / 550 l / minTemperatur 60 °C – 550 °CGewicht 0,7 kg3. 90 39. 90 Duo-PackSchneeschieberLeichtmetall,starke Wölbung,50 x 35 cm, mit Alukante.11496Stiefel Thermomit StahlkappeVerstärkte Sohleund extradickemSchaft. Kälteisolierendbis – 40 Grad, düngerbeständig,verschleissfest, bequem und leicht.Grössen: 37/38 – 47. 84050-58Gnägi LeibchenLangarm mit Rollkragen undReissverschluss, 100 % Baumwolle.Grössen: S – XL.82510-13 grün82545-48 blauSocken NorwegerWärmt und ist luftdurchlässig.40 % Wolle, 50 % Polyacryl,10 % Polyamid.86458 Grösse: 39 – 4286459 Grösse: 43 – 46


phyto-newsPflanzenschutz-Neuheiten 2013Ariane CKulturverträglich – kältetolerant –stark gegen K-Unkräuter– Nachauflaufherbizid in Getreide gegendiv. Problemunkräuter wie Klebern,Kamille, Kratzdistel, Klatschmohn,Kornblume und Winden.– Mischpartner mit Concert SX oderin alleiniger Anwendung– als späte Korrekturbehandlung gegendiv. Problemunkräuter (bis Stadium37).Die Erfolgsgeschichte hat einen Namen…Erfolgreiche Marken-Produkte könnenauf dem Markt nur bestehen, wenn siedurch Weiterentwicklungen/Fortschrittimmer wieder verbessert werden können.Beispiele dafür erleben sie hautnahan der Agrama. Wenn Sie sich nach einemneuen Traktor umsehen, so suchenInnovation – Flexibilität – SicherheitSie bestimmt auch nach der Lösung mitden grössten messbaren Vorteilen.Nutzbringende Weiterentwicklungengibt es auch im Pflanzenschutz. Round -up PowerMax ist eine Weiterentwicklungin 4. Generation mit unübertroffenenVorteilen:Hector MaxMaximal, breiteste Wirkung– Nachauflaufherbizid in Mais mitbreitestem Wirkungsspektrum (alleGräser, inkl. Hirsen, alle breitblättrigenUnkräuter, inkl. Blacken, Windenund Disteln.)– Mischpartner zu Successor T beifrühen Anwendungen.– Als Korrekturbehandlung bis 6-Blattstadium des Mais, im Besonderenbei pfluglosen Saaten nachGrasnutzung.Roundup PowerMaxInnovativ – flexibel – sicher– Das Totalherbizid der neuestenGeneration mit der modernstenFormulierung; neu als Kalium-Salz;480 g/l Glyphosate.InnovationDank der neuen Formulierungals Kalium-Salz hatRoundup PowerMax einehöhere Dichte und enthältneue Additive. Diese bewirken ein optimales«Verlaufen» (Benetzung) auf derBlattoberfläche. Zudem verkleinern siedas Tropfenspektrum und reduzierensomit die Anzahl kleiner unerwünschterTropfen (Abtrift).FlexibilitätRoundup PowerMax bringtdie Wachsschicht der Pflanzezum Quellen; der Wirkstoffkann rascher undschonender eindringen (raschere Regenfestigkeit,kürzere Wartezeit, keinBrenneffekt). Roundup PowerMax istmischbar mit anderen Herbiziden (z.B.Obst- und Weinbau) sowie mit AHL(flüssige Ammonium-Harnstoff-Lösung).SicherheitDank neuer Formulierunghat Roundup PowerMaxein verbessertes Umweltverhalten;keine Gefahrensymbole(keine R-sätze) und ist Tallowamin-frei;schäumt nicht.Die neue Formulierung als Kalium-Salzneutralisiert hartes Wasser und und erreichtdadurch mehr Wirkung.Roundup PowerMax bringt unübertroffeneVorteile als Totalherbizid imPflanzenbau.Wir bedanken unsganz herzlich…bei allen Kunden für dieZusammenarbeit und wir freuenuns auf ein gemeinsam erfolg -reiches 2013.Roundup PowerMax 480 g/l Glyphosate als Kalium-Salz formuliert.Anwendung:• Einjährige Unkräuter: 2.25 l/ha (Wartezeit: 6 Std.)• Quecken: 3.0 l/ha (2 Tage)• Mehrjährige ausdauernde Wurzelunkräuter: 4.0 – 7.5 l/ha (4 Tage)• Gebinde: 15 Liter und 5 Literinfo@staehler.chwww.staehler.ch 062 746 80 00 www.staehler.chUFA-REVUE · 12 2012 45


BIO-SEITEGefragte Bio-Ölsaaten – aber bittevom Schweizer AckerAUSSAAT 2013 fenaco sucht in Zusammenarbeit mit den Getreidesammelstellen fürdie Aussaat 2013 nach anbauwilligen Neuproduzenten. Anreize sollen über zusätzlicheÜbernahmestandorte und über attraktive Auszahlungspreise geschaffen werden.AndreasRohnerKalt gepresst in dieFlasche – heissbegehrt in der Küche.Obwohl die Nachfrage für biologischePflanzenöle und einheimischenBio-Tofu seit Jahren steigt,fristen Raps, Sonnenblume und Sojabohnenoch immer ein Schattendaseinin den Fruchtfolgen der Schweizer Bio-Bauern. Wenige hundert Hektarenschweizweit und ohne merklichen Flächenzuwachs,so präsentierte sich dieAnbaustatistik der einheimischen Bio-Ölsaaten in den letzten Jahren. Doch«Swissness» ist auch bei Pflanzenölenhoch im Trend. Man fragt sich, wannendlich im einheimischen Knospe-Ackerbau die Ära der Ölsaaten anbricht?Insbesondere die Anforderungen an denAnbau des begehrten Bio-Raps sindnoch immer hoch, ebenso dessenAusfallrisiko, weshalb die Kultur wohlauch weiterhin wenigen «Spezialisten»und Standortbevorzugten vorbehaltenbleibt.Sonnenblumen und Sojabohnenfördern In den meisten Ackerbauregionenist jedoch ein Anbau von Bio-Sonnenblumen gut möglich, wobeiWeinbauregionen als besonders günstigeStandorte gelten. Die Hackkulturzeichnet sich generell durch eine guteEignung für den Bio-Ackerbau unddurch ein vergleichsweise tiefes Ausfallrisikoaus.Höhere Ansprüche an die klimatischenBedingungen und an die Unkrautkontrollestellt die Sojabohne. Dafürhinterlässt sie dank der Stickstofffixierungeinen wertvollen Vorfruchteffekt.Die Wahl des standortangepassten Anbausystemsfür Soja muss jeder Betriebindividuell treffen und hängt nicht zuletztvon seiner maschinellen Ausstattungab. Der Anbau als Hackkultur wirdempfohlen.Lohnender Vertragsanbau – Produzentengesucht! Für den Abschlusseines Anbauvertrags mit fenacomuss die übernehmende Sammelstellevorgängig festgelegt werden. In denwichtigen Anbauregionen stehen bereitsÖlsaaten-Sammelstellen bereit,weitere Übernahmestandorte werden jenach Bedarf im kommenden Jahr hinzukommen.Das Auszahlungsziel an dieSammelstellen für die Ernte 2013 beträgtFr. 200.–/100 kg für Bio-Sojabohnen(Knospe), Fr. 165.–/100 kg fürBio-Sonnenblumen (Knospe) und Fr.155.–/100 kg für Sonnenblumen ausKnospe-Umstellung. Damit werden beiNormalertrag interessante Rentabilitätenauf dem Niveau von Bio-Körnermaiserreicht.Bio-Sonnenblumenfeldanfangs Augustim schaffhausischenKlettgau.Autor Andreas Rohner, fenaco-GOF,8401 Winterthur.Für eine individuelle Beratung stehenIhnen zur Verfügung:Deutschschweiz:Ulrich Zürcher, 058 434 06 66Bernhard Graf, 058 433 64 92Romandie:Didier Kunkler, 058 433 64 01Detaillierte Unter lagen werdenlaufend auf www.fenaco-gof.chpubliziert. fenaco bietet ausserdemAnbau verträge für Bio-Süss lupinen(Frühjahrssaat 2013, AuszahlungszielFr. 120.00/100 kg).INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 1246 12 2012 · UFA-REVUE


SONDERTHEMAE FOCUSDezember 2012MarktgerechteSchweineproduktionNachhaltigkeit mit Qualitätsstrategie 48Top-Endprodukteber 50Effizienz in der Fütterung 52Tierschutz 2013/18: Tipps von Experten 54Kommt die Jungebermast? 56Bio: Erfolgsrezept «Abnahmevertrag» 57Trends in Deutschland 58


MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTIONNUTZTIEREFür eine nachhaltige Erholungbraucht es mehrDER SCHWEINEMARKT scheint sich langsam zu erholen. Wie nachhaltig dieseEntwicklung ist, hängt davon ab, wie das qualitativ hochstehende Schweizer Fleischim Markt positioniert werden kann.PaulSteinerJakobSignerDie Jagerumsätzesind in letzter Zeitetwas gesunken.Am Markt treffen Angebot undNachfrage aufeinander. Egal, welcheGüter oder Produkte gehandeltwerden, die Entwicklung ist immergleich: Aufschwung – Boom – Sättigung– Abschwung.Der Aufschwung im Schweinemarktbegann 2007 nach Inkraftsetzungder neuen Tierschutzverordnung. Vorübergehendgingen Zuchtplätze verloren,später nahm auch das Angebot anSchlachtschweinen ab. Der Markt reagiertemit Preisaufschlägen.Ein ausserordentlicher Boom herrschte2008. Die Nachfrage war grösser alsdas Angebot. Die Schweinebranche erlebteein finanziell lukratives Jahr. Auch2009 verlief der Markt im Sinne der Produzenten.Um die Gewinne weiter zusteigern, erhöhten viele Betriebe ihreProduktion. Die zunehmend professionellereBetriebsführung und die Entwicklungim Zuchtmanagement und inder Tiergesundheit führten zu einer stetigansteigenden Inlandversorgung. Angebotund Nachfrage hielten sich nochdie Waage, der Markt war gesättigt.Abschwung und MarktbereinigungZu einem Abschwung kommtes, wenn der Käufer die Ware nichtmehr zu suchen braucht. Das enormeAngebot im Schweinemarkt führt zu einemPreisdruck der Einkäufer. Die Verkäuferunterbreiten ebenfalls günstigereOfferten, um ihr Angebot platzieren zukönnen. Die Produzenten stehen in einemübersättigten Markt mit einemaustauschbaren Produkt. Um diese Situationzu ändern und die Wirtschaftlichkeitzu steigern, beginnen viele Erzeuger,die Produktion zu optimieren,was wiederum zu einem grösseren Angebot,tieferen Preisen und in der Folgezu tieferen Erträgen bis in die Verlustzoneführt. Jeder Abschwung erreicht nachgewisser Zeit die Zone der Marktbereinigung.Wer dem Wettbewerbsdrucknicht standhalten kann, scheidet aus.Konjunkturelle Schwankungen sindmittelfristiger Natur. Angebot undNachfrage werden von zeitlichen Anpassungsverzögerungenbeeinflusst.Schlussendlich passen sich die Angebotewieder dem Markt an und alles beginntvon vorne.Mastjagerumsätze sinken DerSchweinemarkt beginnt sich langsam zuerholen. Alle Zeichen sprechen dafür.Der Handel verzeichnet tiefere Mastjagerumsätzeund die Suisag meldet, wenigerSpermadosen verkauft zu haben.Die Schlachtzahlen der Proviande nehmenseit dem dritten Quartal stetig ab.Der Jungsauenverkauf ist wegen derfehlenden Investitionskraft stark zurückgegangen.Diverse Zuchtbetriebe habeneinen Teil ihrer Produktion auf Mastumgestellt. All diese Merkmale scheinenauf eine Besserung hinzudeuten.Kein «Billigartikel»! Für einenachhaltige Produktion, die sich finan-48 12 2012 · UFA-REVUE


MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTIONNUTZTIEREziell lohnt, braucht es jedoch etwasmehr. Die Überproduktion, die oft mitBilligst-Angeboten an der Verkaufsfrontabgesetzt werden konnte, wirft Schattenauf die Zukunft. Das weltweit hochwertigsteSchweinefleisch, das in derSchweiz produziert wird, könnte zum«Billigartikel» werden. Es gilt, einen anderenWeg einzuschlagen. Priorität hates, die Inlandproduktion in den Griff zubekommen. Um die Rentabilität derSchweineproduktion zu sichern, sollteder Inlandanteil von 92% in der Schweinefleischproduktionnicht überschrittenwerden. Die genetische Leistung derSauen wird weiterhin steigen. Expertengehen von einer Zunahme von rund 0.5Ferkel pro Sau und Jahr aus. Dies entsprichteiner Muttersauenzahl von rund3000 Stück, die für eine gleichbleibendeFerkelproduktion ausgeschieden werdenmüssten.Der Schweinefleischkonsum proKopf wird sich nicht mehr erhöhen, dietotale Fleischmenge wird aufgrund derBevölkerungszuwanderung zunehmen.Vom Erreichten soll nichts preisgegebenwerden. Hierzu muss die Schweinebranchemit einer nachhaltigen Qualitätsstrategiedem «bewussten Konsumenten»weiterhin ein gesundes Nahrungsmittelbereitstellen.Vorzüge des Schweizer FleischesDie Vorzüge des Schweizer Schweinefleischesmüssen immer neu hervorgehobenwerden. Alleine in der Haltunggibt es sehr grosse Unterschiede zwischender Schweiz und der EU. Die Vorschriftensind hier zu Lande wesentlichstrenger – das Tierwohl hat einen hohenStellenwert. Gruppenhaltung bei denGaltsauen, Kastration unter Schmerzausschaltungsind in der Schweiz schonlänger umgesetzt. Ab dem 1. September2013 müssen alle Schweine jederzeitBeschäftigungsmöglichkeiten haben. Ab2018 gilt das Verbot für Vollflächenroste.Zusätzlich zu den höheren Auflagenwerden viele Schweine freiwillig nachden RAUS- und BTS-Richtlinien gehalten.Von der Produktion sind somit etlicheDifferenzierungen zu ausländischemFleisch gegeben. Ebenso ist inder Fütterung eine Einzigartigkeit zu finden:Alle Schweizer Schweine werdenGVO-frei gefüttert!Grafik 1: Schweineproduktion und Import in der Schweiz (verkaufsfertiges Fleisch)Quelle: Proviande/AnicomFr. 4.04/kg SG Fr. 4.96/kg SG Fr. 4.28/kg SG Fr. 3.80/kg SG Fr. 3.60/kg SG Fr. 3.42/kg SG*20 000Fleisch in Tonnen16 00012 0008 0004 0000Inlandanteil94.5 %2007 2008 2009 2010 2011 2012SchweizerproduktionInlandanteil90.0 %ImportAuch auf der züchterischen Seite wirdviel unternommen, um sich gegenüberdem Ausland zu differenzieren. So sindalle Schweine in der Schweiz PSE-stressfreigezüchtet. Einzigartig ist die Zuchtauf einen optimalen intramuskulärenFettgehalt, der den Genusswert desFleisches steigert. Ebenfalls sind vieleAnstrengungen unternommen worden,um das Gesundheitsniveau der Schweinehochzuhalten.Qualitätsstrategie Es sind also diverseMassnahmen für eine Qualitätsstrategievorhanden. Ziel muss sein,das Vertrauen vom Konsumenten inSchweizer Schweinefleisch zu steigern.Als positives Beispiel kann da die Geflügelbranchegenannt werden. Allerdingslassen sich die Märkte nicht 1:1 vergleichen.Aber wenn die ganze Kette vomProduzenten bis zur Ladentheke einegemeinsame Strategie verfolgt, ist diesevon Erfolg gekrönt.Die Produktion in der EU ist tieferals in den Vorjahren. Ab nächstemJahr kommt in der EU die Vorschrift derGruppenhaltung bei den Galtsauen. Alleinediese Änderung bewog (nebenden Preisen) viele Ferkelerzeuger, ausder Produktion auszusteigen. Im 2012ist der Schlachtschweinepreis auf einRekordniveau von über 1.90 Euro je KiloSchlachtgewicht gestiegen. Trotz der fürdie EU hohen Preise sind die Produzentenunter Druck, denn die hohen FutterundRohstoffpreise sowie die Wirtschaftskrisewirken sich aus. Am europäischenPrognoseausschuss wurde vonder Mehrheit der Teilnehmer erwartet,*Grafik 2: Inlandanteil an verfügbarer Schweinefleischmenge(kumuliert)provisorische Zahlen, Quelle: Proviande1051009590858075Januar Juni Dezember% InlandanteilInlandanteil93.7 %Durchschnitt Januar bis SeptemberKalb 2012Kalb 2011Inlandanteil94.5 %Schwein 2012Schwein 2011dass die Schweineproduktion in ihremLand im kommenden Jahr abnimmt. AlleLänder – bis auf Dänemark – rechnenmit einer niedrigeren Bruttoeigenproduktion.Dabei gehen gerade die grossenProduzenten – Deutschland, Frankreich,Italien, die Niederlande, Polenund selbst Spanien – von einer deutlichrückläufigen Produktion aus. Auch bezüglichPreisentwicklung sind sich dieTeilnehmer des Prognoseausschussesweitgehend einig: Der aktuell europaweithohe Preis für Schlachtschweinewird Bestand haben.Fazit Die Eigenversorgung ist nachwie vor sehr hoch. Die Entwicklung derGesamtbevölkerung kann zu einemMehrverbrauch führen, wenn die Qualitätdes Schweizer Schweinefleischsmehr in den Vordergrund gerückt wird.Das ist die grosse Chance! Die Entwicklungder Mengen und Preise im Auslandhilft, in der Schweiz eine Qualitätsstrategiezu verfolgen. Jeder ist gefordert,seinen Teil beizutragen: Vom Produzentenbis zu Ladentheke!Inlandanteil95.3 %Inlandanteil97.3 %Grossvieh 2012Grossvieh 2011Autoren Paul Steiner,Leiter Produktions -programme undMitglied der Geschäftsleitungbei der AnicomAG, 6210 Sursee; JakobSigner, BereichsleiterVerkauf, Anicom AG,9501 Wil.www.anicom.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 49


MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTIONNUTZTIEREPremo ® ist primaBEREITS ZEHN JAHRE nach der Trennung der Rasse Edelschwein in zwei Linienist die Marke «Premo ® » eine Erfolgsgeschichte. Durch konsequente Zuchtarbeitund Selektion konnten die Mast- und Schlachtleistungen der Premo-Nachkommenerheblich verbessert werden.RalfBleyPeterGuggisberg«Premo ® » ist der mit Abstand ammeisten eingesetzte Endstufeneberin der Schweiz. Im ZuchtprogrammUFA 2000 beträgt dessen Anteil fast90% der Endstufeneber. Das ist ein klaresBekenntnis zur Schweizer Genetik.Premo ® wurde züchterisch von Anfangan auf die Vorgaben der Proviande-Bezahlungsmaskeausgerichtet. Vier bekannteUFA 2000-Kernzüchter produzierenfür die Ferkelproduzenten seitAnerkennung der Rasse Edelschwein-Vaterlinie, kurz ESV, Schweizer Qualitätseber.Seit 2008 werden die Eber dieserRasse unter der Marke Premo ®angeboten.2.80 Fr. Zuschlag Bei den SchweizerFerkelproduzenten ist Premo ® ersteWahl für die Erzeugung marktkonformerMastendprodukte. Gerade in der Premo® -Zucht hat ein grosser Anpassungsprozessstattgefunden. Immer wenigerZüchter beliefern die KB-Stationen derSuisag mit Premo ® -Ebern. Zudem hatsich die Nachfrage nach Ebern im Natursprungin den letzten Jahren halbiertund der Anteil künstliche Besamungenist laut Suisag auf über 80% angestiegen.Die Mastdauer (von Geburt bisSchlachtung) hat sich in den letzten Jahrendurch höhere Zunahmen um etwa20 Tage verkürzt. Gleichzeitig ist derMagerfleischanteil der Premo ® -Mastschweineangestiegen. In der Endprodukteprüfungerreichen Premo ® x Primera® -Mastschweine aktuell im Mittel57.0 % MFA und damit im Durchschnitt2.80Fr. Zuschlag pro Tier!Erfolg ist kein Zufall Premo ® -Eber werden auf hochspezialisiertenKernzuchtbetrieben mit dem höchstenHervorragendeEigenschaftenPremo ® bedeutet eine effiziente undkostengünstige Schweineproduktiondurch:• hohe Tageszunahmen,• homogene Schlachtkörper,• einen optimalen Fleischanteil,• beste Fleischqualität,• tiefste Tropfsaftverluste und• sichere Leistung (keine Zufälle).Gesundheitsstatus AR1 in der Schweizerfolgreich gezüchtet. Die Züchter müsseneinen Vertrag mit der Suisag abgeschlossenhaben. Der MarkennamenPremo ® wird sowohl für Eber als auchfür Sperma verwendet. Folgende Anforderungenwerden an den Premo ® -Ebergestellt: Er ist reinrassig ESV und im Suisag-Herdebuchregistriert. Er wurdedurch einen von der Suisag lizenziertenFeldprüfungstechniker geprüft und beschrieben.Nur wer die züchterischenund gesundheitlichen Anforderungenim Betrieb erfüllt, kann Premo ® -Ebervermarkten.Im UFA 2000 züchten vier ausgewieseneBetriebe seit Ende 2008 Premo® -Eber für die Anicom-/UFA 2000-Kunden:• Familie Urs Liechti,3427 Utzenstorf (BE)• Familie Urs Christen,3425 Koppigen (BE)• Familie Remo Ruckstuhl,6264 Pfaffnau (LU)• Familie Othmar Schwizer,8880 Walenstadt (SG)Durch die optimale geografische Verteilungder Betriebe sind kurze Transportwegeund die Nähe zum Ferkelproduzentengewährleistet. Die Betreuungder Zuchtbetriebe und die Vermarktungder Eber werden durch die drei UFA2000-Zuchttechniker vorgenommen.Warum Premo-Eber kaufen?Rund 20 % derSchlachtschweine inder Schweiz stammenvon einem Natursprungeberab.Die Qualität der darausresultierenden600 000 Schlachtschweine pro Jahr sollnicht dem Zufall überlassen werden.Für die erfolgreiche Ferkelproduktionist die Anwesenheit eines aktiven Bestandesebersunverzichtbar. Er ist fürdie Duldungskontrolle ebenso notwendigwie für die Stimulation bei derkünstlichen Besamung, die Kontrolleder Umrauscher und die Stimulationder Jungsauen zur ersten Brunst. DieProduktion im Mehrwochenrhythmusstellt hohe Anforderungen an die Betriebsleiter.Um ihre Eber «bei Laune»zu halten, setzen alle Herdenmanagerihre Stimuliereber regelmässig im Natursprungein. Somit sollten auch Stimuliereberin der Ferkelproduktion denAnsprüchen für ein marktkonformesMastschwein genügen und sich für einenPremo ® , den Eber mit der hellblauenOhrmarke, entscheiden.Top-Produkt europaweit DieWeichen für die Zucht eines qualitativhochwertigen und marktkonformenEndproduktebers sind gestellt. Mit der50 12 2012 · UFA-REVUE


MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTIONNUTZTIERERosmarie undUrs Christen,Koppigen, mitden LehrlingenPatrick Lüdi undLukas Wyss.Josef, Brigitte,Bettina und RemoRuckstuhl.Annemarie undUrs Liechti.gemeinsam entwickelten Marke Premo® kommen die hervorragenden Eigenschaftenzum Ausdruck. Dank derKombination von züchterischer undgesundheitlicher Qualität konnte Premo® zum Top-Produkt der SchweizerSchweinezucht entwickelt werden undwird bereits über die Landesgrenzenhinaus eingesetzt. In Deutschland stehenPremo ® -Eber auf KB-Stationenund produzieren dort unter anderemauch Endprodukte, die zur Ebermastgeeignet sind. In der Zucht gegenEbergeruch ist die Schweiz mit der ZusammenarbeitSuisag – UFA 2000 sehrweit vorangekommen.Othmar, Silvanund ClaudiaSchwizer,Walenstadt.Autoren Ralf Bley, BereichsleiterUFA 2000, das gemeinsame Zucht -programm von UFA und Anicom,3360 Herzogenbuchsee. PeterGuggisberg, UFA 2000-Zuchttechnikerund Chefexperte bei der Suisag,3052 Zollikofen. www.ufa.chZuchttiere Sie sind an Premo ® -oder Primera ® -Zuchttieren aus UFA2000-Herdebuchbetrieben interessiert?Die UFA 2000-Zuchttechniker verfügenüber ein attraktives Angebot:Peter Guggisberg, Mittelland undWestschweiz, 079 652 26 71Toni Agner, Zentralschweiz, 079 209 16 43Alois Gämperli, Ostschweiz, 079 231 14 75INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 51


MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTIONNUTZTIEREEnergie effizient einsetzenEXPLODIERENDE ROHSTOFFPREISE haben die Futtermittelherstellergezwungen, die Preise für Mischfutter zu erhöhen. Mit neuen Produktenwirken einzelne Anbieter dem steigenden Druck entgegen. Wohin geht dieEntwicklung neuer Mastfutter?BarbaraEichenbergerTabelle 1: Futter mit unterschiedlichen EnergiegehaltenEnergiegehalt VES 13.0 MJ 13.6 MJGewicht Beginn kg 26.5 26.4Futterverzehr/Tag MJ VES 31.2 31.4Endgewicht kg 112.3 112.1Masttageszuwachs g/Tag 957 966Futterverwertung MJ/kg 32.9 32.9Magerfleischanteil % 56.6 56.6je 80 Mastschweine (beide Geschlechter) pro VarianteTabelle 2: Unterschiedliche FütterungsintensitätDanDuroc- und ELE-Kreuzungstiere gemischtFütterungsintensität normal hochGewicht Beginn kg 26.0 26.0Futterverzehr/Tag kg/Tag 2.34 a 2.44 bEndgewicht kg 112.6 112.7Masttageszuwachs g/Tag 966 977Futterverwertung MJ/kg 2.44 2.51Magerfleischanteil % 55.9 b 54.8 aje 80 Mastschweine (beide Geschlechter) pro VarianteVarianten mit unterschiedlichen Buchtstaben unterscheiden sichsignifikant voneinander (p < 0.05).Tabelle 3: GeschlechtsunterschiedVersuch «Unterschiedliche Fütterungsintensität»Geschlecht Kastraten Weibl. MasttiereGewicht Beginn kg 26.5 b 25.4 aFutterverzehr/Tag kg/Tag 2.47 b 2.33 aEndgewicht kg 113.6 b 112.2 aMasttageszuwachs g/Tag 985 967Futterverwertung MJ/kg 2.52 b 2.43 aMagerfleischanteil % 54.3 a 56.2 bje 120 Mastschweine (unterschiedliche Intensität und Kreuzungstiere)pro VarianteVarianten mit unterschiedlichen Buchtstaben unterscheiden sichsignifikant voneinander (p < 0.05).Schneller, höher, weiter ist das Zielin den messbaren Sportdisziplinen.Motorenbauer erzielen jedes Jahrmehr Leistung aus einem geringerenVerbrauch. Bioethanol und Biogasmachen der Nahrungsmittelproduktionunlängst Konkurrenz und lösen damitTortilla-Aufstände in Mexiko aus. Dielandwirtschaftliche Veredelungsproduktionsteht am Pranger der Klimabilanz-Rechner. Der Druck, immer besser zusein, nimmt nicht ab – im Gegenteil.Tageszuwachs von 1000 g DieSchweizer Schweineproduzenten stehenheute kurz vor dem Überschreitender 1000g Masttageszuwachs-Grenze.Gleichzeitig reduziert der Fortschritt dieFutterverwertung. Mit steigender Leistungnehmen die Anforderungen an dasManagement und die Fütterung zu.Stimmt die Leistung einmal nicht, wirdautomatisch die Forderung nach mehrEnergie laut. Aber bringt «mehr Energieim Futter» wirklich etwas?Genetischer Einfluss Die verschiedenenRassen und Kreuzungenunterscheiden sich nicht nur im Magerfleischanteil,sondern auch im Futteraufnahmevermögen(Appetit) und inder Futterverwertung. Die magerstenSchweinerassen scheinen eine Fressbremseeingebaut zu haben. Um dasgleiche Mastendgewicht zu erreichen,brauchen sie im Mittel zehn Tage längerals ihre schnellwüchsigen Artgenossen.Das zusätzliche Magerfleisch wird unterSchweizer Bedingungen nicht honoriert,weshalb die Wirtschaftlichkeit insgesamtschlechter ist.Um der vermeintlich modernen Genetikgerecht zu werden, erhöhen einzelneMäster die Energiedichte im Futterimmer weiter. Andere orientierensich am wirtschaftlichen Optimum. Diesesliegt nach den neuesten Erkenntnissendes Versuchsbetriebs UFA Bühlnicht beim Energiemaximum.Gute Leistungen mit wenigerEnergie Verschiedene Versuche habengezeigt, dass die Mastschweineauch mit tiefen Energiegehalten in derLage sind, sehr gute Mast- undSchlachtleistungen zu erbringen. «Vielhilft viel» bestätigt sich also auch in diesemFall nicht.Verglichen wurden die am häufigsteneingesetzten Futter (13.6 MJ VES) mitFutter, die zum Teil deutlich unter diesemEnergieniveau lagen. Wie Tabelle 1zeigt, wurde bei übereinstimmendemLysin:VES-Verhältnis mit beiden Energiestufendie gleiche Mast- undSchlachtleistung erreicht. Der tiefereEnergiegehalt wirkte sich nicht nachteiligauf den Zuwachs oder den Magerfleischanteilaus.Preis-Leistungs-Verhältnis Umdie Preiswürdigkeit der Energie zu untersuchen,wurden auch importierte Billigmischfutterin die Vergleiche ein -bezogen. Die Ergebnisse mehrererVersuche mit unterschiedlichen Fragestellungenwaren überraschend: Dasoptimale Preis-Leistungs-Verhältnis inBezug auf die Energiedichte liegt beiheutigen Rohstoffpreisen bei zirka13.3MJ pro Kilogramm. Dabei fielen dieMast- und Schlachtleistungsergebnisseebenso gut aus wie mit dem Standardfuttermit 13.6MJ pro Kilogramm.Gleichzeitig enthielten die Futter mitdem niedrigeren Energie- und Proteingehaltmehr einheimische Rohkomponenten(mehr Swissness). In der Grafikwird deutlich, wie schnell sich die Kostenändern, wenn der Energiegehalt desMastfutters nur um 0.1 MJ angepasstwird.Intensität erhöhen? Ausserdemkann anhand der Versuchsergebnisse52 12 2012 · UFA-REVUE


MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTIONNUTZTIERETipps für optimaleSchweinemast• Eine in Vor- (bis zirka 55 kg Lebendgewicht)und Endmast aufgeteiltePhasenfütterung verbessert dieEffizienz, bedingt aber die Möglichkeit,mehrere Futter einzusetzen.• Der Phosphorgehalt ist oft einlimitierender Faktor für den Schweinemastbetrieb.Alle UFA-Futter -4und -3 sind Stickstoff- und Phosphorreduziert• Bei einer nach Geschlecht getrenntenMast kann die Futterzuteilunggenauer erfolgen und die Effizienzwird erhöht.gezeigt werden, dass sich die Erhöhung Futter mit 13.3 MJ cherte Unterschiede zugunsten weiblicherFazit Die Hersteller von Futtermit-Tiere. Dies ist einer von vielen teln sind gehalten, dem Kostendruck inder Fütterungsintensität nicht lohnte bringt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.(Tabelle 2). Zwei unterschiedlich fleischreicheMastrassen bildeten bei der hötrennteMast spricht (Tabelle 3).und das Mischfutterangebot ständig zuGründen, der für eine geschlechterge-der Landwirtschaft Rechnung zu tragenBild: agrarfoto.comheren Intensität deutlich mehr Körperfett.verbessern. Energie war und bleibtDies wirkte sich negativ auf dieRasch ändernde Rohstoffmärkte knapp und muss deshalb entsprechendFutterverwertung und den MagerfleischanteilDas Angebot an Energie- und Protein-effizient bewirtschaftet werden. Diesaus.trägern verändert sich laufend. Die Vo-sowohl bei der Herstellung als auchErwartungsgemäss war der Fettansatzlatilität der Rohstoffmärkte nahm in der beim Einsatz der Rohwaren. Nicht zuletztbei den Kastraten beider MastrassenVergangenheit deutlich zu, die Zeiträumewegen des hohen Lebensstandardsdeutlich höher. Beim Vergleich der Geschlechterzwischen Knappheit und Überange-in der Schweiz und dem damit verbun-ergaben sich folglich beibot werden immer kürzer. Im benachbartendenen Preisniveau war die hiesige Ge-mehreren Merkmalen statistisch gesi-Ausland wird Mischfutter bereits netik schon früh Weltmeister in der Futdenenzu Wochenpreisen angeboten. Obwohl terverwertung. Bei zunehmender Überbevölkerungin Deutschland der reinrassige Piétrainund Verwüstung mitden grössten Teil der Mastendprodukte gleichzeitig immer knapper werdendenproduziert, ist auch dort ein deutlicher Rohstoffen und Trinkwasser müssen dieGrafik: Verhältnis Energiedichte zu Rohwarenpreisen Trend in Richtung 13.3 MJ pro KilogrammMittel effizienter genutzt werden. Ma-Die Energie kostet bei 13.3 MJ VES im Verhältnis am wenigsten.Futter zu verzeichnen.ximale Effizienz steht vor maximaler104.0Leistung. Schneller, höher, weiter führt103.5Fütterung ist wichtiger als HerkunftDie Ergebnisse des Ökobilanz-die produzierende Landwirtschaft nichtletztlich zu einem Teufelskreis, aus dem103.0vergleichs der Forschungsanstalt Agroscopehaben gezeigt, dass die Fütterungausbrechen kann.102.5102.0wichtiger ist als die Herkunft. So steht101.5im Bericht, «der Transport vom Hof zur101.0Verkaufsstelle» sei «lediglich für einen100.5kleinen Teil der Umweltwirkungen verantwortlich».«Vor allem die Aufzucht 3360 Herzogenbuchsee, www.ufa.chAutorin Dr. Barbara Eichenberger,Technischer Dienst, UFA AG,100.099.5der Tiere und die Produktion ihres Futters»verursache den weitaus grösstenINFOBOXMJ VES pro kg Trockensubstanz (88 %)www.ufarevue.ch 12 · 1212.9 13.1 13.3 13.5 13.7 13.9 14.1 14.3Teil.Kostenindex Fr./100 kg MischfutterUFA-REVUE · 12 2012 53


MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTIONNUTZTIEREDiese Lösungen werdenvon den Spezialisten favorisiertNEUE TIERSCHUTZVORSCHRIFTEN per September 2013 und 2018 stellenSchweinehalter vor Herausforderungen. Welche Lösungen bringen das bestePreis-Leistungs-Verhältnis? Firmen aus der Schweiz zeigen auf, was möglich ist.Klimaregulierungbeim Modulstall derFirma HuberKontech AG durchNutzung des Erdreichsohne zusätzlichenEnergieaufwand.Grafik: Optimierte Klimaregulierung40 °C30 °C20 °C10 °C0°C–10°C–20°CkühlenSommerTemperatur AussenzuluftTemperatur InnenzuluftSeit dem 1. September 2008 sindverschiedene Tierschutzvorschriftenin Kraft getreten. Für neu eingerichteteStälle gelten diese schon heute.Für bestehende Bauten wurden Übergangsfristeneingeräumt.Per 1. September 2013 müssensich alle Schweine jederzeit mit Stroh,Raufutter oder anderen Materialien beschäftigenkönnen. Werden Beschäftigungsmaterialienauf dem Boden zurVerfügung gestellt, so muss davon immerso viel vorhanden sein, dass die Tieresich damit beschäftigen können, sodie Ausführungsbestimmungen. Vorgeschriebenist weiter der permanente Zugangzu Wasser. Für Tiere mit über 25kgLebendgewicht soll eine Abkühlungsmöglichkeitvorhanden sein.Ab 1. September 2018 dürfenSchweineställe nur noch einen geringenPerforationsanteil aufweisen. Aktuellgibt es noch rund 250000 Mastplätzemit Vollspalten. Wie Versuche vonOptimierteKlimaregulierungWinterZuluftQuelle: DLGwärmenAgroscope zeigen, weisen Betonrostegegenüber Gummimatten und Spaltenklicksein besseres Preis-Leistungs-Verhältnisauf. Wo für den Umbau eineBaubewilligung erforderlich ist, mussmit zusätzlichen Auflagen, etwa die Anpassungdes Lüftungssystems, gerechnetwerden.Vier Fragen Die UFA-Revue hat verschiedenenFirmen vier Fragen gestellt:1 Welches Material empfehlen Sie zurBeschäftigung der Schweine und wiesoll die Verabreichung erfolgen?2 Welche Abkühlungseinrichtung bewährtsich am besten?3 Wie können die Tiere bei geringeremPerforationsanteil sauber gehaltenwerden?4 Welche Lüftungssysteme bevorzugenSie für Ställe mit und ohne Auslauf?Hier die eingegangenen Antworten undLösungsvorschläge:Rohfaserspender mitAuszeichnung1 Das Tool-Toy, ein Rohfaserspender inEdelstahl, hat an der EuroTier 2011die Silbermedaille gewonnen. Bereitskonnten 8500 Stück verkauft werden.Das Füllmaterial ist in jeder LANDI zubeziehen und wird mit ausgewähltemRohfasermaterial produziert.2 Für Neubauten empfehlen wir dieUnterflurzuluft, für Umbauten bietenwir eine Lösung mit dem Coolpanel.Bei Lüftungsanlagen mit zentraler Zuluftkann eine stationäre Coolpanel-Station eingebaut werden. Bei dezentralerZuluft kommen mobile Gerätezum Einsatz.3 Die Lösungsansätze reichen vom Aufbetonierenbestehender Roste überden Einsatz von Klips bis zum Auswechselnder bestehenden Roste. Essollte darauf geachtet werden, dassdie Buchten an den Aussenwändenmit Kotschlitzen versehen werden. ImWeiteren sollten die Festflächen mitder erlaubten Drainagenöffnung gebautsein.4 Die Nachrüstung bestehender Lüftungsanlagenbedingt eine genaueAnalyse. Allgemein gilt, Ställe mitpermanentem Auslauf mit Gleichdruckanlagenzu bauen, um das Stallklimamöglichst stabil zu halten. DieLüftungsanlagen bauen wir modularauf, um die Zuluft mit möglichst wenigAufwand an den richtigen Ort zuleiten.Eugen Schmid,www.tool-systems.chPig-Rolls arbeitstechnischvorteilhaft1 Gegenüber anderen Raufutter verursachen«Pig-Rolls» keinen zusätzlichenMistaufwand, da kaum Verlusteauftreten. Wer eine extra dafür konzipierteHalterung mit aufgefülltenPig-Rolls montiert hat, ist bei Tierschutzkontrollenauf der sicheren Seite.Bei Stroh hingegen können Kontrollenzum «falschen» Zeitpunkt insAuge gehen. Die 20 bis 25cm langen,rohrförmigen Pig-Rolls bestehen austoxikologisch einwandfreien Strohhäcksel,Getreideprodukten und Melasse.Um allfällige Krankheitserregerauszuschalten, werden die Rohkomponentenbei der Herstellung auf 60bis 70°C erhitzt. Sind die Schweinebeschäftigt, kommen Verhaltensstörungenwie Stangenbeissen oderLeerkauen (bei Sauen), Analmassage54 12 2012 · UFA-REVUE


MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTIONNUTZTIERE1234und Schwanzbeissen (Mastschweine)oder Massieren und Wühlen amBauch (Absetzferkel) seltener vor.Daniel Betschart,www.landinidwalden.chCoolpads mit guten Resultaten2 Coolpads zeigen respektable Ergebnisseim Hinblick auf den Kühleffektund die Änderungen der relativenLuftfeuchte. Je höher die Zulufttemperatur,desto höher der Wirkungsgrad.Der Einwand, dass mit Coolpadseine zu starke Sättigung der Frischluftund damit ein ungünstiges Stallklimageschaffen werde, bestätigt sich aufgrundvon Untersuchungen der ForschungsanstaltRaumberg-Gumpensteinnicht.Guido Birrer,www.schauer.chLanggezogene Buchten bleibensauberer1 Es werden verschiedene Materialienund die entsprechenden Dispenserim Handel angeboten. InteressanteOptionen gab es an der EuroTier zusehen. Wichtig sind arbeitstechnisch1 · Massiv- undFertigteilwändeschaffen Kosten -effizienz. Hierein Beispiel derSystem Wolf AG.2 · QM-Maststall mit900 Plätzen, Unterflurlüftungund Abluft -reinigung – ein Neubauder Krieger AG.3 · Die PigRolls werdenvon der LANDI Nid -walden produziert undvia LANDI schweizweitvertrieben. AlsHalterung eignen sichdie Tool-Toy.4 · So funktionierenCoolpads: Ab einerbestimmten Temperaturwird Wasser ineine Wanne über demZellulosevorhanggepumpt. Das Wasserfliesst den Vorhanghinab in eine Auffangwanne,von wo eswieder in denVorbehälter gelangt.einfache Massnahmen, vertretbareVerbrauchskosten und die Hygiene(vor allem in der Zucht).2 Je nach örtlichen Voraussetzungen isteine Unterflurzuluft (Abkühlen >Sommer, Erwärmen > Winter) überdas Erdreich möglich. Bei zentralerZuluftführung gibt es Coolpads, umdie Zuluft zu kühlen und gleichzeitigzu befeuchten. Dies ist sowohl beiNeu- als auch bei Umbauten möglich.3 Es ist zwingend, dass die Bucht einelanggezogene Form hat und nichtquadratisch ist. Beidseitig ist unbedingtein Rostteil vorzusehen, die befestigteLiegefläche muss ein genügendesGefälle zum Rost hinaufweisen.4 Die Frischluft soll bei geschlossenenStällen über dem Kotbereich zugeführtwerden, so dass bei allfälligerZugluft (kann bei ungünstigen Verhältnissendennoch auftreten) möglichstkein Verkoten der Liegeflächeauftritt. Der Umbau muss fallweise(Lüftungsspezialist) beurteilt werden.Ställe mit Auslauf sind heikel aufgrundder ständig ändernden Druckverhältnisse.Andreas Graber,www.wolfssystem.chWärmebedürfnis anfangs Mastberücksichtigen1 Folgendes muss beachtet werden: Lagerung,Verteilung, Keimbelastung,Verschmutzung, Verfügbarkeit, Boden-oder Rostbeschaffenheit, Art derFütterung und natürlich die Kosten.Bei vielen Betrieben, vor allem imQM-Bereich, ist der Einsatz vonStrohpresswürfeln empfehlenswert.2 Für Neubauten sei auf den ART-Bericht672 «Zuluft aus dem Hohlraumunter dem Stall» verwiesen. Mit diesemSystem haben wir in Zucht- undMastställen gute Ergebnisse erzielt.Bei bestehenden Ställen setzen wirauf Hoch- oder Niederdrucksysteme.Mit diesen kann die Leistungsbereitschaftder Tiere verbessert werden.3 Oft kommt man um eine Umgestaltungder Bucht nicht herum, denn nurmit schmalen, tiefen Buchten kann eineansprechende Rostfläche erreichtwerden. Dem Wärmebedürfnis amAnfang der Mast muss Rechnung getragenwerden.4 Die Grundsätze bei beiden Stalltypensind immer dieselben: Kalte Frischluftmuss kontrolliert in den Stall kommenund kein Zug im Liegebereichverursachen. Eine frühzeitige Abklärungdes Lüftungssystems zahlt sichbei allen Projekten konzeptionell undfinanziell aus.Markus Bucheli,www.krieger-ruswil.chGleichmässige Zuluftverteilung1 Als Beschäftigungsmaterial kommt inerster Linie Stroh in loser Form, alsPresswürfel oder als Briquett in Frage,verabreicht in dafür vorgesehenenRaufen oder Halterungen.2 Ein Erdwärmetauscher ist bezüglichStallklima und Energieeffizienz ambesten zu beurteilen. Jedoch ist dieseLösung vor allem bei bestehendenStällen oft schwierig zu installieren.Bei Neu- und eventuell auch Umbautensollte ein solches System, wie wirdies auch bei unserem Elementstallanwenden, unbedingt geprüft werden.Als weitere Abkühlmöglichkeitkann das Coolpad empfohlen werden,welches die Zuluft ebenfalls effektivabkühlt. Eine Vernebelungseinrichtungdirekt im Stall ist einfach zuinstallieren, bei hoher Luftfeuchtigkeitjedoch nur bedingt geeignet.3 Entscheidend für die Sauberkeit istneben der Lüftung ein geeigneterGrundriss der Buchten mit darauf abgestimmterAnordnung der Perforationsanteile.4 Bei beiden Varianten empfehlen wireine Unterdrucklüftung. Bei Ställenmit Auslauf kann auch eine rein thermischeLüftung eingesetzt werden,jedoch mit Nachteilen. Zentral ist einegleichmässige Zuluftverteilung ohneZugluft im Liegebereich.Simon Galliker,www.huber-kontech.chInterviews Matthias Roggli, UFA-Revue,3360 Herzogenbuchsee.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 55


MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTIONNUTZTIEREEuropa marschiert RichtungJungebermastWÄHREND SICH IN DER SCHWEIZ die Ferkelkastration unterSchmerzausschaltung nicht schlecht bewährt, will die EU die Kastrationab 2018 ganz verbieten.PeterSpringIn der Schweiz dürfen Ferkel seit2010 nur noch unter Narkose kastriertwerden. Die Inhalationsnarkosehat sich als praxistauglich erwiesenund ist inner- und ausserhalb derBranche recht gut akzeptiert. Dadurchist heute der Druck gering, rasch aufJungebermast umzustellen.Gute Alternativen fehlen Diegrossen Schlachtunternehmen in Eu -ropa setzen in Zusammenarbeit mit ihrenProduzenten auf Jungebermast.Weil Alternativen häufig Nachteile mitsich bringen, befindet sich die Jungebermastweiter auf dem Vormarsch.Die Impfung gegen Ebergeruch wirdteilweise in Belgien umgesetzt. In denwichtigen Schweinemärkten Europasstösst sie aber kaum noch auf Interesse,da sie zu umstritten und zu aufwendigist. Auch die CO2-Narkose, die in Hollandals Übergangslösung eingesetztwird, hat keine Zukunft.Sexing ist noch nicht praxisreifDurch den Einsatz von getrenntemSperma (Produktion nur von weiblichenTieren) könnte man die Diskussion«Kastration oder Ebergeruch» endgültigbegraben. Eine wirtschaftliche Methodezum Sexen von Schweinesperma wirdim Zeitrahmen, in dem die Kastrationsproblematikgelöst werden muss, abernicht verfügbar sein.Ob und wann sich dieJungebermast auchin der Schweiz durchsetzt,ist ungewiss.Bild: agrarfoto.comHolland als Taktgeber Hollandhat sich zum Ziel gesetzt, die Ferkel ab2015 nicht mehr zu kastrieren. Bereitsheute werden über 50% der männlichenTiere als Jungeber gemästet. ImSog der Holländer dehnen auch einigeder grossen Unternehmen in Deutschlanddie Schlachtung von Jungebernrasch aus. Die EU will bis 2018 nachziehenund aus der Kastration aussteigen.Spätestens wenn das Ende der Kastrationin der EU näher rückt, müssen auchMarktteilnehmer, die heute der Ebermastkritisch gegenüberstehen, die Kastrationunter Narkose hinterfragen.Zucht gegen Ebergeruch Jung -eber zeigen gegenüber Kastraten eineum rund 20 Punkte bessere Futterverwertungund 3% mehr Magerfleischanteil(MFA). Um diese Vorteile zu nutzenund die Jungebermast zu etablieren,muss der Anteil geruchsbelasteterSchlachtkörper gesenkt werden.Die Suisag hat in Zusammenarbeit mitder Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürichsowie der Hochschule für Agrar-,Forst- und Lebensmittelwissenschaften(HAFL) eine Zuchtmethode zur Reduktiondes Ebergeruchs erarbeitet. SämtlicheVaterlinien-Eber (ESV) sind mittelseines Ebergeruchsindex charakterisiert.Damit können Betriebe gezielt Eber auswählen,die wenig Ebergeruch vererben.Im Rahmen von Feldversuchen arbeitetdie Arbeitsgruppe «Jungebermast» mitzwei CNf-Betrieben (Coop Naturafarm)daran, Erfahrungen bezüglich Genetikeinsatz,Fütterung und Haltung vonJung ebern zu sammeln. Sie baut auchein Projekt auf, um die Verarbeitung vongeruchsauffälligen Schlachtkörpern zuoptimieren und dadurch mehr Wertschöpfungzu generieren.Fazit Die Erfahrungen zeigen, dassdie Jungebermast ohne entsprechendeVorarbeiten nicht von heute auf morgenbreit umgesetzt werden kann. Erkenntnissevon Pionier-Mastbetrieben undaus der Forschung sind daher dringendnötig, um in Zukunft auf Entwicklungenim Markt ohne Fehltritte reagieren zukönnen.Autor Dr. Peter Spring-Stähli, Professoran der Hochschule für Agrar-, Forst- undLebensmittelwissenschaften (HAFL),3052 Zollikofen, www.hafl.bfh.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 1256 12 2012 · UFA-REVUE


MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTIONErfolgsrezept «Abnahmevertrag»NUTZTIEREDIE BIO-SCHWEINEHALTUNG ist anspruchsvoll, derMarkt für Bio-Schweine klein und sensibel. Heute halten sichAngebot und Nachfrage die Waage. Produzenten solltenunbedingt auf Abnahmeverträge setzen, damit das so bleibt.Schweinmit BioDie Bio-Schweinezuchtist höchst anspruchsvoll:Lange Säugezeiten, keinprophylaktischer Anti -biotikaeinsatz, Auslauf fürFerkel ab der dritten Woche,Bio-Fütterung und vieles mehr.Für eine Zertifizierung durch Bio Suissewird «Gesamtbetrieblichkeit» vorausgesetzt,das heisst, der gesamte Betriebmuss die Knospe-Richtlinien erfüllen.Schweinezüchter sollten unbedingtdie Abnahme vertraglich absichern –und zwar vor dem Einstieg in den Bio-Schweinemarkt.Auslauf ist für Bio-Schweinevorgeschrieben.Grafik: Mengenentwicklung Bio-Schlachtschweine20 00016 00012 0008 0004 0000Anzahl pro JahrDie Bio-Richtlinien setzen die Erfüllungder RAUS-Anforderungen beiallen Tierkategorien voraus. Auchbei den säugenden Mutterschweinenerfordert dies den Bau und die täglicheReinigung der nötigen Ausläufe imFreien. Da in der Bio-Schweinehaltungder Einsatz von Medizinalfutter nur inabsoluten Ausnahmefällen zugelassenist, sind nebst optimalen HaltungsbedingungenKenntnisse des Tierbetreuersüber komplementär-medizinische Methodeneine grosse Hilfe.Im Jahr 2000 stellte der GrossverteilerCoop in Zusammenarbeit mit derBio Pool AG seine Belieferung mit Bio-Schweinen sicher. Aktiv wurden Bio-Schweinezüchter und -mäster angeworben.Die Preise waren gut und dieProduktion wuchs. Mit knapp 18000geschlachteten Schweinen lag sie 2004leicht über der Nachfrage, so dass diePreise sanken. Darauf gaben viele Bio-Bauern ihre Schweinehaltung auf. Alsin den Jahren 2008 bis 2010 beideGrossverteiler nach zusätzlichen Bio-Schlachtschweinen fragten, gestaltetesich deren Beschaffung wesentlichschwieriger als erwartet.Bei Coop zeichnet sich Konstanzab In den letzten beiden Jahren bauteQuelle: Bio Suisse2000 2006 20121 .– 3. QuartalCoop eine Vertragsproduktion auf undsprach damit direkt Produzenten an, dieauf Bio umstellen wollten. So wurdeeine regelmässige wöchentliche Belieferungsichergestellt. Planbarkeit ermöglichtees dem Detailhändler, neue Produkteeinzuführen. Das stärkte denAbsatz an Fleischprodukten wie Bio-Würsten oder -Schinken.Für das Jahr 2013 erwartet Coop eherKonstanz im Absatz von Bio-Schweinefleisch.Urs Weingartner, verantwortlichfür den Einkauf von Labelfleisch, warnt:«Es braucht vorläufig nicht noch mehrBio-Schweine.» In diesem vergleichsweisekleinen und damit verletzlichenMarkt sollten keine Wagnisse eingegangenwerden: «Bio-Schweine müssenverkauft sein, wenn sie geboren werden!»,so Urs Weingartner. Laut Coopgibt es Betriebe, die per Januar 2012 indie Vertragsproduktion eingestiegensind. Coop wird von diesen Betriebennoch bis Ende 2013 Umstellschweineabnehmen. Bereits seit Längeremnimmt Coop keine neuen Umstellbetriebemehr auf.Migros-Sortiment ausgebautDer Bio-Schweinefleischabsatz ist auchbei Migros seit 2011 gewachsen. In einzelnenregionalen Genossenschaftenverkauft Migros mariniertes Bio-Schweinefleisch,und auch in der Charcuteriewurde das Sortiment stark ausgebaut:Bratspeck, Walliser Rohschinken undAufschnitt in Bio-Qualität gehören unteranderem erst seit diesem Jahr zumSortiment. Eine nationale Ausweitungmit Frischfleisch und Schweinefleisch-Grillartikeln ist momentan in Prüfung.Abhängig davon muss die Produktiongeplant werden.MichèleHürnerWernerAmmannAutoren MichèleHürner, ProduktmanagerinFleisch, Geflügel,Fisch, Bio Suisse,4053 Basel.Werner Ammann,Präsident der Fach -kommission Fleisch,9608 Ganterschwil.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 57


MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTIONNUTZTIEREZwischen Ökonomie undVorschriftenIN DEUTSCHLAND steht die Schweineproduktion im internationalen Vergleich gutda. In Zukunft ist wegen verschärften Umwelt- und Tierschutzmassnahmen mit steigendenProduktionskosten zu rechnen. Das wird die Exportmöglichkeiten beeinflussen.PeterSpandauInsbesondere die Schweinemast hatin den vergangenen zehn Jahren inDeutschland eine enorme Entwicklungdurchgemacht.110 % Selbstversorgung Heutesind auch in Familienbetrieben 2000 bis4000 Mastplätze vorhanden. Diesesind – anders als in der Sauen- undMilchviehhaltung – nicht nur zu Lasteneines erheblichen Strukturwandels, verbundenmit dem Ausscheiden kleinererBetriebe, entstanden, sondern insbesonderedurch ein Wachstum der gesamtenBranche. So konnte Deutschlandseinen Selbstversorgungsgrad vonunter 90% Ende der 90er Jahre auf heutegut 110% ausdehnen und ist damitzu einem Nettoexporteur für Schweinefleischgeworden.Geld verdient Möglich war dieseEntwicklung vor allem deshalb, weil aufdas sehr schlechte «Schweinewirtschaftsjahr»1998/99 kein Jahr mehrfolgte, in dem mit der Schweinemastkein Geld zu verdienen war, teilweise allerdingsauf Kosten der Ferkelerzeuger.Dies führte nicht nur subjektiv zu einerdauerhaft guten Stimmung bei Schweinemästern– mit dem Drang, den eigenenBetrieb zu erweitern. PositiveEntwicklungen bei den biologischenLeistungen taten ein Übriges.International konkurrenzfähigBezüglich Arbeitskapazität haben sichdie Wachstumsgrenzen deutlich nachoben verschoben. In Verbindung mitmodernen Ställen kann eine Arbeitskraftheute etwa 3000 Mastplätze allein betreuen.Insgesamt hat diese Entwicklungdazu geführt, dass der Schnitt derBetriebe das Kilogramm Schlachtgewichtfür 1.50 Euro brutto produzierenkann. Da sich die eigentlichen Wachstumsbetriebetendenziell im oberenLeistungsbereich befinden, liegen derenProduktionskosten eher unter 1.45 Eurobrutto. Bereinigt man diesen Wert füreinen internationalen Vergleich nochum die Umsatzsteuer, ergeben sich Produktionskostenvon 1.30 Euro je Kilogrammnetto. Damit ist insbesonderedie Schweineproduktion im NordwestenDeutschlands international konkurrenzfähig,auch wenn die aktuelle Situationdurch die hohen Futterkosten umetwa 30 Eurocent je Kilogramm ungünstigerausfällt.Attraktive Märkte In Verbindungmit der steigenden Nachfrage nachSchweinefleisch auf dem Weltmarkt warendies bislang gute Voraussetzungenfür die deutsche Schweineproduktion.Denn nur mit niedrigen Produktionskostenbesteht die Möglichkeit, auf attraktivenImportmärkten wie beispielsweiseRussland oder Ostasien mitLändern wie den USA oder Brasilien zukonkurrieren.Bedingungen ändern sich Ob diepositive Gesamtsituation auf Dauer sobleibt, ist fraglich. Wesentliche Faktorenhaben in der jüngeren Vergangenheitdazu geführt, dass sich in denHochburgen der deutschen Schweineproduktion– ähnlich wie in den Niederlandenund Dänemark – die Produktionskostennachhaltig erhöhen. Dabeihandelt es sich nicht um die global steigendenFutterkosten, sondern vielmehrum die umwelt- und steuerrechtlichenRahmenbedingungen für dieTierhaltung, welche Standorte mit hoherKonzentration erheblich verteuern.Verteuerung der ProduktionDie strukturellen Vorteile dieser Regionen– dazu gehören beispielsweise diedurchschnittliche Bestandsgrösse derBetriebe und die hohe Dichte von Futtermühlen,Schlachtstätten und Verarbeitungsbetrieben– werden dadurchmittlerweile beinahe vollständig konterkariert.So liegen in Nordwestdeutschlanddie Kosten der Gülleverwertung derzeitbei etwa 8.00 Euro netto je Kubikmeterund belasten das Mastschwein zusätz-58 12 2012 · UFA-REVUE


MARKTGERECHTE SCHWEINEPRODUKTIONNUTZTIERElich mit fast 5.00 Euro. Aufgrund mangelnderFläche werden zudem immermehr Schweine gewerblich und nichtmehr landwirtschaftlich gemästet. Weitere3.00 Euro zusätzliche Kostenbelastungje Schwein.In jüngster Zeit fordern die Genehmigungsbehördenbeim Bau grössererStalleinheiten immer häufiger den Einbaueiner Abluftreinigung zur Minderungder Geruchs-, insbesondere aberauch der Ammoniakemissionen. Diessind weitere zirka 3.50 Euro, die an zusätzlichenKosten je Mastschwein gerechnetwerden müssen.In der Summe steigen damit die Produktionskostender Mastschweine, diein Neubauten gemästet werden, um etwa11.00 bis 12.00 Euro. Das sind rund12 Eurocent je Kilogramm Schlachtgewichtund damit eine im internationalenVergleich durchaus beachtliche Grösse.Tierschutz Unabhängig von diesenstandortspezifischen Gegebenheitenändern sich auf EU- und Bundes-Ebenedie Anforderungen an den Schutz derNutztiere. In der Schweinemast betrifftdies beispielsweise den Flächenbedarfund den Einsatz von Beschäftigungsmaterialbis hin zur Nutzung von Stroh.Rechtlich verbindliche Forderungen gibtes bislang noch nicht. Diese werdenaber nicht mehr lange auf sich wartenlassen. Unabhängig davon, was genaukommt, steht fest, dass die Produktionskostensteigen werden.Fazit Bislang ist die deutscheSchweineproduktion im europäischenund weltweiten Vergleich gut aufgestellt.Auf wichtigen Drittlandsmärktenkonnte auch mit Konkurrenten ausserhalbvon Europa durchaus mitgehaltenwerden. Gerade das in Nordwestdeutschlandvorhandene Know-howund die guten Strukturen in dieserRegion machten dies möglich. In Zukunftist davon auszugehen, dass dieWettbewerbsfähigkeit der deutschenSchweineproduktion abnimmt.Es besteht die Hoffnung, dass derdeutsche Verbraucher dieser EntwicklungRechnung trägt und moderat höherePreise akzeptiert, insbesonderewenn sie durch ein Mehr an Tierschutzbegründet sind. Auf den internationalenMärkten wird es jedoch deutlichschwerer werden. Hier zählt oftmalsnur der Preis. Sich gegen Länder wieBrasilien zu behaupten, wird äusserstschwer werden.Tabelle: Betriebsergebnisse 2010/11Schweinemastauswertung Nordrhein-WestfalenSchnitt beste 25 % beste 10 %Mastplätze 1.800 2.390 2.820Futterverwertung (1:) 2.86 2.81 2.80Tageszunahme (g) 775 794 799Tierverluste (%) 2.27 1.96 2.12Schlachterlös (€/kg SG) 1.54 1.55 1.56Ferkelpreis (€/25kg) 52.96 52.77 52.21Futterpreis (€/dt) 24.09 22.87 22.07DKfL (€/Schwein) 21.44 28.12 3128Umtriebe 2.73 2.84 2.92DKfL (€/Platz) 58.36 79.88 91.38Produktionskosten (€/kg SG) 1.50 1.44 1.41DKfL = Direktkostenfreie LeistungDeutsche Familienbetriebe habenSchweineställe mit 2000 bis 4000 Mastplätzen.Bild: agrarfoto.comAutor Peter Spandau,LandwirtschaftskammerNordrhein-Westfalen,48147 Münster(Deutschland),www.landwirtschaftskammer.deINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 59


NUTZTIEREToro gibt GasKURZMELDUNGENAm Toro-Höck vom 8.11., der vomUFA-Beratungsdienst Wil organisiertwurde, stellte Patrick Wirth,Technischer Dienst UFA, die laufendenProjekte vor. Der Versuch«Kraftfuttermast» ist beinahe abgeschlossen.In einem neu gestartetenVersuch wird die Pulverkonzentrationin der Kälberaufzuchtgegenüber der bisherigen Empfehlungwesentlich erhöht. Auchwurde über das neue Wägeprogramminformiert, das in der Testphaseangelangt ist. Der Toro-Fütterungsplan enthält neu einenMischwagenplan, eine Futterkostenberechnungpro Tier sowie eineKontrollmöglichkeit nach UFAW-FOS, das die unterschiedlicheFermentationsdauer der Futter-So werden Schotte & Co. komplettDer Einsatz von Magermilch, Käserei-Schotteoder Milchnebenprodukt-Konzentratenin der Kälbermastist mit hohen Anforderungenverbunden. Milchnebenprodukteerfordern höchste Hygiene und sindbeschränkt haltbar. Mit der Wahl einespassenden Milchergänzers liegenhohe Mast- und Schlachtleistungendrin. Zentral ist ein auf denBedarf abgestimmter Anteil Milchproteinin der Ration. Kleine Kälberkönnen pflanzliche Proteine nur zurund 50% verdauen. Zudem ist mitallergischen Reaktionen und Blähungenzu rechnen. Der Einsatz einerStartermilch deckt den Bedarf zuMastbeginn optimal, bevor im letztenMastmonat auf ein Milchpulvermit mehr Pflanzeneiweiss umgestelltwird. Die Konsistenz und teilsauch Gehalte von Milchnebenproduktenschwanken. Wichtig ist dietägliche Tier- und Konsumkontrolle,um die Pulverdosierung anpassen zukönnen. Die meisten Milchnebenprodukte-Konzentratemüssen mitWasser ergänzt werden. Der Trockensubstanzgehaltsoll von 100gpro Kilogramm bei Mastbeginn aufmaximal 220g bei Mastende angehobenwerden, vorausgesetzt, eswird zusätzlich Wasser angeboten.Schotte enthält viel Natrium, wasohne genügende WasseraufnahmeStörungen verursachen kann.Zur Ergänzung von Milchnebenprodukteneignen sich Milchpulverwie UFA 209 start (siehe Top-Angeboteim «UFA aktuell»), UFA 205plus (zu Magermilch), UFA 208 start/UFA 208 (zu Protofit) oder UFA 209(zu Schotte u.a.). Fordern Sie beimUFA-Beratungsdienst die Tränkeplänezu Ihrem Mastregime an.Alex Dumas,UFA-Kälbermastspezialistmittel im Pansen berücksichtigtund in der Milchviehhaltung seitJahren erfolgreich angewandtwird. Ziel ist es, den Pansenbakterienjederzeit genügend Energieund Eiweiss zur Verfügung zu stellen.Nur so können hohe Tageszunahmenerreicht werden.Swiss Quality Beef und QM-Muni sind nach wie vor gesucht,orientierte Ivan Meuwly, Anicom,über die Tendenzen am Markt. DieNachfrage nach schönen Rindernstiegt. Wer sich für einen Einstiegin die Grossviehmast interessiert,meldet sich bei der UFA oder Anicom.Im Bild das Toro-Team Wil:Stefan Inauen, Ignaz Hutter, PatrickWirth, Roland Lienhard, YvanMeuwly (beide Anicom), Nik Eigenmannund neu Oliver Schmidt(v.l.n.r.).Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chGummiböden im VorteilKühe auf Gummiböden werdennach der Kalbung früher wiederträchtig und leiden seltener an Stoffwechselkrankheitenund Klauenproblemen,zeigen Studien. Auf elas -tischem Untergrund sind die Tiereweniger gestresst, so eine möglicheErklärung. Untersuchungsergebnissean der Ludwig-Maximilians-UniversitätMünchen ergaben, dass ein Anteilvon 20% abrasive Matten gegenüberBeton in der zweiten Laktationshälftezu weniger Sohlengeschwürenführt. Mortellaro trat aufelastischen Böden anfangs Laktationseltener auf. Begründet wird diesmit einer signifikanten Erhöhungdes Ballens. Die Vorteile von Gummibödenfür den Stoffwechsel hängenmit einem rascheren Übergangzwischen Fettschmelzung und -wiederaufbauzusammen.Mangelhaftes KolostrumKolostrum ist nur in 40% der Fällegut genug, um neugeborene Kälbergegen Krankheitserreger genügendwiderstandsfähig zu machen, hateine Studie an der Iowa State Universityanhand 67 Farmen gezeigt(gemäss dlz). Analysiert wurden dieImmunglobulin-Zusammensetzungund Gesamtkeimzahl. Die Verabreichungentsprechender Konzentrateist daher schon in den ersten Lebenswochenempfehlenswert.MMA:Bei grossen Würfen häufigerSauen mit vielen Ferkeln sind stärkergefährdet, an Mastitis-Metritis-Agalaktie(MMA) zu erkranken. Daszeigt eine Studie der UniversitätHalle-Wittenberg mit 1200 Sauen(SUS 5/2012). In Folge der MMA-Erkrankung ist die Anzahl der totgeborenenFerkel höher.Einsatz gewürdigtAn der Kern- und Vermehrungszüchter-Tagungder Suisag wurdendie Professoren Peter Vögeli (ETHZürich) und Werner Zimmermann(Universität Bern) für ihre mehr als30-jährige Forschungsarbeit gewürdigt.Werner Zimmermann befasstesich als Leiter der SchweineklinikBern mit den Gesundheitsstörungendes Schweins, Peter Vögeli war Leiterdes Blutgruppenlabors und unteranderem auf der Suche nach Genmarkernbeim Schwein. Beide Wissenschaftlerwerden in den kommendenMonaten in Pension gehen.Ruedi Mani bedankte sich als Geschäftsführerder Suisag in Anwesenheitder Schweinezüchter für ihreVerdienste um die Schweineproduktion.Eines der Hauptthemenan der diesjährigen Tagung war derStand bei der Genomischen Selektion,worüber Zuchtleiter HenningLuther berichtete.Werner Zimmermann undPeter Vögeli.60 12 2012 · UFA-REVUE


TOPANGEBOTEUFA-AKTUELLUFA-ACTUELAKTIONUFA-AufzuchtfutterUFA 114 EXTRA / UFA 116 PRIMA /UFA 170 BIO / UFA 219Rabatt Fr. 4.– /100 kgbis 19.01.2013AKTIONUFA-AufzuchtmilchenUFA 207 instant / UFA 207 plus /UFA 209 startRabatt Fr. 12.– / 100 kgbis 19.01.2013SPEZIALITÄT DES MONATSUFA 262 Diätfutterbei KetosegefahrRabatt Fr. 10.– / 100 kgbis 12.01.2013AKTIONHYPONA-Florsana10 % Rabattbis 12.01.2013UFA Junior SupportNeue AufzuchtstrategieDie Zellen, welche das spätereLeistungspotenzial einer Kuh bestimmen,werden in den erstenLebenswochen gebildet. Unterdem Namen «UFA Junior Support»lanciert UFA ein neues FütterungsundDienstleistungsprogramm fürdie Milchviehaufzucht. Die Nährstoffversorgungin den verschiedenenAbschnitten der Aufzuchtwird konsequent auf eine guteTiergesundheit, hohe Zunahmen,ein frühes Abkalbealter und hoheMilchleistungen ausgerichtet.Um das genetische Potentialder Kälber zu nutzen, müssen dieTränkemenge (auf mehrere Gabenverteilt) und die Tränkekonzentration(UFA 207) in den ersten dreiLebenswochen erhöht werden.UFA 116, Dürrfutterund der UFA-Kälberleckstein– ab der zweitenLebenswoche ad libitum– bieten beste Voraussetzungenfür hohe Zu -nahmen und eine früheEntwicklung zum Wiederkäuer.UFA-Aufzuchtfutter sind jetzt miteinem Rabatt von Fr. 4.– / 100 kg,UFA-Aufzuchtmilchen mit einem Rabattvon Fr. 12.– / 100 kg erhältlich.TIPP DES MONATSCONSEIL DU MOISUFA 262: jetzt Aktion!Einfach, aber effektivUFA 262 verringert KetosegefahrDas ProblemDie SymptomeDie LösungZu den wirkungsvollsten Massnahmen,um eine gute Gesundheitund eine hohe Lebensleistung derMilchkuh zu erreichen, gehört dieMinimierung des Energiedefizitsrund ums Abkalben. Das gelingtdurch die Förderung eines hohenVerzehrs und den Einsatz energiereicherFutter.Lebendhefen gelten als Probiotika.Sie bilden Enzyme und Vitamine,die für die Pansenbakteriennützlich sind, verbrauchen Sauerstoffund verbessern so die Bedingungenfür anaerob lebende Mikroben.Letztere bauen Zelluloseschneller um, wodurch die Passagerateund der Verzehr steigenkönnen. In einem Versuch derUniversität Hohenheim gaben Kühemit Laktationsleistungen von10000 kg täglich 1.7 kg mehrMilch, weil sie Futter mit Lebendhefenfrassen. UFA 262 ist ein energiereichesDiätfutter mit Propylenglykol,Lebendhefen, und weiterenwertvollen Zusätzen. Es vereint dieEigenschaften eines Startphasenfuttersund von Propylenglykol ineinem Produkt und vereinfacht sodie Fütterung.Geringerer Verzehr und Mangel an leicht verfügbarerEnergie in der Startphase, übermässiger Körperfettabbau,Bildung von Ketonkörpern, Belastung desStoffwechsels.Fehlende Fresslust, Abfall der Milchleistung, hoherMilchfettgehalt bei gleichzeitig tiefem Milcheiweissgehalt.Mit UFA 262 Diätfutter anfüttern und drei bis sechsWochen nach dem Abkalben in Mengen von 2 bis4kg an Stelle eines Milchleistungsfutters verabreichen.UFA-REVUE · 12 2012 61


UNTERWEGS MIT...EN ROUTE AVEC……Schweinespezialist Heinz SeelhoferGute Erfahrungen mit Ad-libitum-FütterungSeit Frühling 2012 leitet Heinz Seelhoferdas Schweinespezialisten-Team der UFASursee. Vorher engagierte er sich währendvieler Jahre als Leiter des UFA-VersuchsbetriebsBühl. Die UFA führt inHendschiken (AG) eigene Versuchemit Schweinen, Geflügel und Kälberndurch, um neue Fütterungsstrategien,innovative Futter oder Futterzusätzeunter Schweizer Bedingungen zu prüfen.Die Erkenntnisse fliessen in dieBeratung und Rezeptur derUFA-Futter ein. Heinz Seelhofersoberstes Ziel ist es,die Wirtschaftlichkeit derSchweineproduktion mitseinem Know-how verbessernzu helfen.Umstallstress minimiertHeute steht einBesuch bei Leo Hodel,Egolzwil, auf dem Programm.Der Betrieb Hodel betreibtMilchwirtschaft und istinnerhalb eines AFP-Rings (arbeitsteiligeFerkelproduktion)aufs Abferkeln spezialisiert.Der intensive Umtriebsplanstellt höchste Anforderungenan die Fütterung, Haltung unddas Management. Mit rund 25Lebenstagen werden die Ferkelabgesetzt und verkauft («Babyferkel»).27 bis 28 Tiere pro Sau undJahr. Um den Umstallstress für dieSchweine zu minimieren, schaut HeinzSeelhofer, dass innerhalb des AFP-Ringsgleiche Futter verabreicht werden.112 MJ pro Sau und Tag Leo Hodelernährt seine Sauen während derSäugezeit ad libitum mit UFA 361-4.Gefüttert wird vormittags mit einemAd-libitum-Automaten. Dabei ist dieBeobachtung der Sauenkondition wichtig.«Im Schnitt fressen die Sauen 8kgFutter pro Tag», stellt Leo Hodel fest.Mit UFA 361-4 EXTRA (14 MJ pro kg)entspricht dies 112 MJ VES. Vor demAbferkeln wird die Ration auf 2.5 bis3kg rationiert und dann bis zum fünftenSäugetag kontinuierlich gesteigert, bevorauf das Ad-libitum-Regime umge -stellt wird. Die Milchleistung der Saunimmt dadurch langsam zu, so dass sichder Stoffwechsel darauf einstellen kann.Höhere Absetzgewichte Mit einerAd-libitum-Strategie erhöht sich dieFutteraufnahme während der Säugezeit.Die Sau verliert weniger Körpergewicht,gibt mehr Milch und die Absetzgewichteder Ferkel verbessern sich. «FälltFutter auf den Boden, fressen es die Ferkelauf», stellt Leo Hodel fest. «Mit derVorratsfütterung spare ich Arbeit undMMA kommt kaum vor», nennt der Betriebsleiterweitere Vorteile.Offene Tränken Damit die Sau vielTrockenfutter frisst, muss sie entsprechendsaufen können. Vor dem Abferkelnwerden pro Tag bis 15l aufgenommen,danach bis 45l. Leo Hodel fördertdie Wasseraufnahme, indem er offeneTränkebecken ohne Nippel anbietetund auf eine gute Hygiene achtet.Beobachtung und AnfütterungAbferkelnde Sauen beobachtet Leo Hodelintensiv, um die Verluste gering zuhalten. Lange Nabelschnüre werden –möglichst ohne Zug auf den Nabel – gekürzt.Sie hindern die Ferkel sonst beimLaufen. Zahnspitzen werden abgeschliffen,um Zitzenverletzungen bei der Sauzu vermeiden.Schwache Ferkel erhalten UFA-Startpaste.Dieses Produkt kann oral verab -reicht werden. Es ist energiereich, enthältEisen, L-Carnitin, Vitamine undweitere Wirkstoffe, die einen erfolg -reichen Lebensstart unterstützen unddie fehlende Kolostrumaufnahme beischwachen Tieren etwas kompensieren,ersetzt aber die normale Eisengabenicht. Wenn möglich, wird die UFA-Startpaste gleich am ersten Lebenstag(1–3 Pumpstösse=2–6ml) verabreicht.Je nach Entwicklung der Ferkel erfolgenim Abstand von rund drei Tagen ein biszwei weitere Gaben.Die Anfütterung der Ferkel beginntab dem dritten Lebenstag. Der speziellauf die Bedürfnisse säugender Ferkel angepasstePrestarter wird auf die Wühlerdeverteilt.Der Betrieb Hodel bei Egolzwil.Heinz Seelhofer, 6025 NeudorfGeboren: 1. November 1964Tätigkeiten: Betriebsleiter auf dem Versuchsbetrieb UFA-Bühl, Hendschiken, ab 1990; seit 2012Ressortleiter im UFA-Beratungsdienst SurseeHobbys: Skifahren, kulinarische und kulturelle Anlässe,Kochen, Sport allgemeinMotto: «Den Schweinehalter mit dem optimalenFutter, der passenden Fütterungsstrategie undKnow-how unterstützen.»62 12 2012 · UFA-REVUE


Der Milchviehstall wurde im Modulsystem gebaut.«Gegenüber einer Holzkonstruktion konnte ich mit demBlachen konzept rund 80 000 Fr. sparen», sagt Leo Hodel.Grosse werden versetzt Damit28 Absetzferkel erreicht werden können,braucht es eine optimale Strategie,die Ferkel zu versetzen. Wo die Zitzenzahloder Milch nicht ausreicht, werdengrosse Ferkel einem anderen Wurf zugeteilt.Grosse Ferkel können sich in derneuen Familie besser durchsetzen.Erträge erhöhen, Kosten senkenAktuell prüft Leo Hodel, einen Aufzuchtstallzu bauen, um mit den Ferkelneine höhere Wertschöpfung zu erzielen.Die Idee wird umgesetzt, sobald seinBetriebsspiegelLeo Hodel, 6243 EgolzwilNutzfläche: 22haTierhaltung: 23 Zuchtsauen (AFP), 44Milch kühe, Jungviehaufzucht (zum Teilauswärts)Pflanzenbau: 3.4ha Silomais, GrünlandArbeitskräfte: Betriebsleiter-EhepaarBeim Inauen-System, das Leo Hodelmit viel Eigenleistung eingerichtet hat,sind alle Ferkel auf einen Blick vomGang aus ersichtlich.Sohn den Militärdienst absolviert hat.Auf der Kostenseite hat der Betrieb Hodelbereits Massnahmen getroffen. Soerfolgt die Gülleausbringung mittelsSchleppschlauch-System in Zusammen -arbeit mit fünf weiteren Betrieben. «Dadurchsparen wir eine Menge Arbeit»,sagt der Betriebsleiter.BLICKPUNKTPOINT DE VUELeo Hodel,Egolzwil (LU)«Der AFP-Ringermöglichtes, sich zuspezialisierenund grösserePosten zuvermarkten.»Heinz Seelhofer und Leo Hodelanalysieren die Sauenleistungen.EXTRA-Futter fördert KlauengesundheitUFA-EXTRA-Futter, wie es auf dem Betrieb Hodel zum Einsatzkommt, steht für Höchstleistungen und gesunde Klauen bei denMuttersauen. Es enthält:• L-Carnitin für eine optimale Verwertung der Energie• alle wichtigen Aminosäuren, insbesondere auch Methionin undCystin für den Klauenaufbau• Biotin und Vitamin A für eine hohe Hornqualität• organisch gebundene Spurenelemente (u.a. Zink, Kupfer undSelen) für die Keratin- und HornzellenbildungDie Abgangsrate aufgrund von Klauenproblemen vermindert sichdank EXTRA-Futter, wie Praxiserfahrungen zeigen.UFA-REVUE · 12 2012 63


ERFOLG IN DER PRAXISSUCCÈS DANS LA PRATIQUEMarkus Rhyn, Thörigen (BE) mit Sakramento.Kein Kotwasser dank HYPONA-FlorsanaSeit die Pferde von Markus RhynHYPONA-Florsana erhalten, gehörtKotwasser der Vergangenheit an. Zweiseiner Pensionäre kämpften schon längermit dem lästigen Verdauungsproblemund den damit verbundenenunangenehmen Folgen. Seit Februarerhalten sie deshalb täglich 100gHYPONA-Florsana, welches sehr gernegefressen wird. Bei beiden Pferdenzeigte sich ein klarer Erfolg. Der ReitlehrerMarkus Rhyn ist erleichtert:UFA-SERVICESERVICE UFA«Dank Florsana ist es den Pferden wiederwohl. Beim Misten sparen wir nunZeit und Stroh, das macht das Produktlängstens bezahlt.»Kotwasser kann das Wohlbefindenbetroffener Pferde massiv beeinträchtigen,wenn diese krankhafte Erscheinunglängere Zeit auftritt. Neben derVerschmutzung gehören Hautläsionensowie der Verlust von Mineral- undWirkstoffen zu den Folgen. Da rund80% der Immunzellen im Darm ange-Mehr Sicherheit mit UFA-RisikoschutzMehr als durch die Kälber- und Futterpreisewird die Wirtschaftlichkeit derKälbermast durch den Anteil Tierverlustebestimmt. Wichtig ist, Schwachpunktefrüh zu erkennen und sichSchritt für Schritt zu verbessern. DieZusammenarbeit mit dem UFA-Kälbermastspezialistenund dem Bestandestierarztist hilfreich. Gibt es dennochTierabgänge, bietet der UFA-Risikoschutzzusätzliche Sicherheit.Vorteile für Kälbermäster:• Zusammenarbeit mit einem Partner,der Verantwortung übernimmt.• Finanzielle Beteiligung an unvorgesehenenErtragsausfällen (75 bis400Fr. pro Kalb, je nach Fütterungsmethode).• Unkomplizierte Abwicklung.Interessiert? Dann melden Sieneu einzustallende Mastkälber schriftlichbeim UFA-Beratungsdienst fürden Risikoschutz an. Sollte trotz sorgfältigerBetreuung ein Mastkalb wegenHerzschlag, Blähung, Infektion oderUnfall eingehen, kontaktieren Sie IhrenUFA-Kälbermastspezialisten.Über die Beteiligungsanteile undBedingungen des UFA-Risiko -schutzes informiert eineWegleitung. Fragen Sie Ihren UFA-Berater oder in der LANDI.siedelt sind, leidet das ganze Immunsystem.HYPONA-Florsana enthältJohannisbrot und Lebendhefen, welchedie Verdauung unterstützen unddie Darmflora stabilisieren. Die ausge -wogene Komponentenwahl sorgt weiterfür eine ausgezeichnete pH-Pufferungbei Pferden mit empfindlichemMagen.HYPONA-Florsana erhalten Siebis am 12. Januar 2013 mit 10 % Rabattin Ihrer LANDI.LESE-FUTTERÀ LIREVerbesserte Kot -konsistenz bei KälbernDie Aufzuchtmilchen UFA 207instant (zu Vollmilch) und UFA207 plus (zu Wasser) enthaltenden Zusatz «OptiCell». Diesena türliche Lignocellulose ver -bessert die Kotkonsistenz undhat einen stressminderndenEffekt. UFA-Aufzuchtmilchensind jetzt mit einem Aktionsrabattvon 12 Fr./100 kg erhältlich!ProRumin für AufzuchtDie Kälberfutter UFA 114 undUFA 116 enthalten «ProRumin»mit Lebendhefen (Pansenakti-vität), Kräutermischung(Schmackhaftigkeit) und Puffersubstanzen(richtiges Pansen -milieu). Beide Futter sind jetztmit einem Aktionsrabatt von4 Fr. / 100 kg erhältlich!FotowettbewerbUFA prämiert die schönstenBilder zum Thema «Kaninchen»mit Futtergutscheinen im Wertvon 100 bis 200 Fr. SendenSie Ihr bestes Foto bis EndeDezember 2012 an UFA AG,Marketing, Biblis 1, 3360Herzogenbuchsee oder perE-Mail an marketing@ufa.chFrohe Festtage!UFA wünscht Ihnen schöneFesttage, einen guten Rutschins neue Jahr und viel Glückin Haus und Stall.UFA-BeraterConseiller UFA3052 Zollikofen058 434 10 001070 Puidoux058 434 09 006210 Sursee058 434 12 009500 Wil058 434 13 00ufa.ch64 12 2012 · UFA-REVUE


Kunstkalender 2013mit kunstvollen Aktbildern – präsentiert vonFormat 40 x 31 cm, schwarz/weissNudeArt.Die Mitglieder von nudeART.ch rückten ihre Models auf typischen Schweizer Bauernhöfen kunstvoll ins Licht.Der Kalender hebt sich durch seine künstlerische Qualität hervor.Die Bilder sind in schwarz/weiss, kunstvoll und mit Niveau gemacht – natürlich und ungeschminkt.Als Abonnentinnen und Abonnenten der «BauernZeitung» oder «die grüne»erhalten Sie den Kunstkalender zum Vorzugspreis von CHF 29.–.Ich bestelle als Abonnent/In .......Ex. zum Vorzugspreis von je CHF 29.–Nach dem Riesenerfolgvon 2011jetzt bestellen!Ich bestelle als Nicht-Abonnent/In .......Ex. zum Preis von je CHF 35.–Alle Preise inkl. 8% MwSt., Porto und Verpackung.NameStrasse/Nr.Tel.-Nr.VornamePLZ/OrtDatumUnterschrift:Bitte in Druckschrift ausfüllen und einsenden an:Schweizer Agrarmedien GmbH, Dammweg 3, Postfach 737, 3000 Bern 25Telefon 031 958 33 37, Fax 031 958 33 34, E-Mail: verlag@agrarmedien.chBAUERNZEITUNGOFFIZIELLE WOCHENZEITUNG DER BÄUERLICHEN ORGANISATIONEN DER SCHWEIZ


NUTZTIEREGENETIKMit Geduld zum ZielEIGENBESTANDSBESAMUNGEN sind vorwiegend auf grösseren Betrieben einThema. Erfolgreich ist, wer dazu das nötige Flair mitbringt und Übung hat. Kann derBelegungszeitpunkt optimal gewählt werden, ist eine Trächtigkeit wahrscheinlicher.Nicht zu lösen vermag die Eigenbestandsbesamung jedoch Fehler bei der Fütterungund Haltung.Meist sind es grössere Betriebe mitüber 40 Kühen, die ihre Tiere selberbesamen. Um hohe Trächtigkeitsratenzu erreichen, braucht es Geduldund Übung.Zu den Vorteilen der Eigenbestandsbesamunggehört, dass der Besamungszeitpunktselber bestimmt undder Besuchstarif des Besamungstechnikerseingespart werden kann. VertiefteKenntnisse der Anatomie und desFruchtbarkeitsgeschehens führen tendenziellzu einer aufmerksameren Beobachtungder Herde und ermöglichen es,genauer einzuschätzen, ob ein Tierbrünstig ist. In Zweifelsfällen steht einerzweimaligen Besamung kurz hintereinandernichts im Wege.Optimale Ergänzung minimiert NährstoffverlusteWo qualitativ hochstehendes Grundfutter knapp ist, gilt es umso mehr,aus dem Vorhandenen das Optimum herauszuholen. Die Fütterung aufdem Betrieb Allemann basiert auf dem UFA W-FOS-System. Anhandder Kondition der Tiere, der Milchleistung und –inhaltsstoffe wird dieRationsergänzung laufend optimiert.Die Milchviehration setzt sich aus Gras-, Maissilage, Dürrfutter, ge -trock neter Luzerne, Proteinkonzentrat, Minex 976 und einem Pufferzusammen. Über die Abrufstation erhalten die Kühe zusätzlich UFA249, UFA 263 und UFA-Ketonex (Propylenglykol-Würfel) phasen- undleistungsgerecht zugeteilt. Ist die Ration sowohl am Futtertisch als auchan der Abrufstation ausgeglichen, erfolgt die Fermentation im Pansenoptimal. Die Nährstoffverluste sind gering, die Milchleistung,-gehalte und Tiergesundheit gut.Wasser-Pulver ist einfacherDie Aufzuchtkälber werden auf dem Betrieb Allemann mitUFA 207 plus (siehe Top-Angebote, UFA aktuell) zuWasser getränkt. Die Vollmilch wird vollständigvermarktet. Das ist wirtschaftlich interessant, weil keineMilch herumgetragen werden muss und der Reinigungsaufwandam Tränkeautomaten tiefer ausfällt. Der Erlös,der durch die Vermarktung der Milch bei der lokalenKäserei erzielt wird, deckt die Kosten für das Pulver.Martin Perret, Fütterungsspezialist im UFA-BeratungsdienstWichtig sind eine hygienische Durchführungsowie die korrekte Lagerungder Spermadosen. Denn der Vorteil geringererBesamungskosten kann durchsinkende Befruchtungserfolge raschweggefressen werden. Beim Entscheid,selbst zu besamen, und bei Problemtierenist die Zusammenarbeit mit erfahrenenBesamungstechnikern und Tierärztenempfehlenswert.Kurse für Tierhaltende, die ihreKühe oder Rinder selber besamen wollen,werden vom Rindergesundheitsdienst,von ABC Genetics, von derHochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaftensowie an einigenLandwirtschaftsschulen im Rahmender Betriebsleiterausbildung angeboten.Wird der Kurs im Ausland absolviert,ist eine Zusatzausbildung in derSchweiz über die hiesigen Bestimmungenund eine entsprechende Zusatzprüfungnötig. Absolventen dürfen nur imeigenen Betrieb oder im Betrieb ihresArbeitgebers Tiere besamen.Wie viel braucht’s? Peter Allemann,Untervaz (GR), hat eine Ausbildungfür Eigenbestandsbesamer besucht.Seither besamt er seineBrown-Swiss-Kühe und Rinder selberund macht auch die Trächtigkeitskontrollenin Eigenregie.Einmal pro Monat wird dasSperma eingekauft. Zuschätzen, von welchemStier wie viel Samen benötigtwird, ist nicht einfach.Dafür hat der Züchterden Besamungszeitpunktselbst in der Hand.Fällt die Kuh am Morgenauf, ist der optimale Zeitpunkt amAbend. «Gegenüber früher haben sichdie Fruchtbarkeitskennzahlen durch dieEigenbestandsbesamung höchstens minimverbessert», stellt Peter Allemannfest. Pro Trächtigkeit braucht es auf seinemBetrieb rund 1.5 Besamungen (Rassendurchschnitt:1.9). Rechtzeitige underfolgreiche Belegungen setzen ein professionellesFruchtbarkeitsmanagement,aber auch eine bedarfsgerechteFütterung und Kuhkomfort voraus (sieheKästen).Zando Berna Alles geht einfacher,wenn es Spass macht. Wie sein Vater istauch Peter Allemann ein leidenschaftlicherViehzüchter. «Ich habe Freude ander Viehzucht und will etwas bewirken»,begründet er. Erste Priorität hatfür Peter Allemann die Milchleistung.An zweiter Stelle steht ein schönes Euter.Zu den besten Kühen auf dem Betriebzählt Zando Berna, die Titel anzahlreichen Schauen gewonnen hat. Ander IGBS-Schau 2012 wurde sie Vizechampion,im Vorjahr Schöneuter-Siegerinund Mention honorable. Um vonwertvollen Kühen viele Nachkommenzu erhalten, führt Peter Allemann Embryotransferdurch. So auch bei ZandoBerna, die vielversprechende Nachkommenhervorgebracht hat.Gemäss Betriebsliste des Braunviehzuchtverbandesliegen die Laktationsleistungenauf dem Betrieb bei knapp9000kg Milch, 3.9% Fett und 3.5% Eiweiss.Zirka zehn Nutzkühe werden proJahr verkauft.Wann kommt der nächsteGlenn? Von den aktuellen Stieren favorisiertPeter beispielsweise Robbie66 12 2012 · UFA-REVUE


GENETIKNUTZTIERE(gut bezüglich Milch, Fundament,Leichtkalbigkeit), Ippo (Rahmen, Becken,Euter) oder Alexi (Fruchtbarkeit,Geburtsverlauf und Euter). MilchstarkeKühe belegt er gern mit Jongleur-ET(Nutzungsdauer, Exterieur). Beliebt istauch Blooming-ET, ein Glenn-Sohn, wegenseiner vorzüglichen Eutervererbung.Was Peter Allemann zurzeit etwasvermisst, ist ein kompletter Stier, beidem einfach alles stimmt, wie damalsGlenn-ET.In Zukunft will der Betriebsleiter dieHomogenität innerhalb seiner Kuhherdenoch verbessern. Das heisst, dieschlechteren Kühe sollen das Niveau derbesten Kühe erreichen. Eine breite Spitzeerhöht die Auswahl beim Selektionierenund damit den Zuchtfortschritt. Zudemlässt sich eine homogene Herdeleichter füttern, weil die Kühe einenähnlichen Bedarf haben. Schamaun BS Zando Berna,EX 95, HL 12 714 kg Milch,4 % Fett, 3.6 % Eiweiss.Bild: Han HopmanVon der Talzone bis zur Bergzone 3Die Parzellen des Betriebs Allemann reichen von der Talzone bis zur Bergzone 3. Dietiefsten Parzellen liegen auf 500 m, die höchsten auf 1600 m über Meer. Über 18 hahaben eine Neigung von über 18 %. Für unter schiedliche Topographien braucht esunterschiedliche Maschinen. Peter Allemann hält die Mechanisierungskosten tief, indemer nur gebrauchte Maschinen kauft und diese gut pflegt.Erfolg mit Ketonex20 der 50 Kühe und das Jungvieh werden gealpt. Abkalbesaison ist im September undOktober. Als Erfolgserlebnis erwähnt Peter Allemann den Einsatz von UFA-Ketonexzur Bekämpfung chronischer und akuter Ketosen. Das gewürfelte UFA-Ketonex mitPropylenglykol wird rund ums Ab kalben und bei Ketoseverdacht über die Abrufstationverabreicht. Es verbessert die Energiebilanz nach dem Abkalben, eine wichtige Voraus -setzung für eine gute Fruchtbarkeit. Ausserdem nehmen die Kühe bei genügenderEnergieversorgung in der Startphase mehr Grundfutter auf.Hoch gebautAuf Kuhkomfort wurde bei der Stallplanung hoher Wert gelegt. Die Boxen- undGangmasse sind grösser dimensioniert als vorgeschrieben. Mit einer Stallhöhe von 10mund Wänden, die geöffnet werden können, ist für eine gute Lufterneuerung und einangenehmes Klima gesorgt.Peter und PriscaAllemann bewirt -schaften zusammen mitMutter Anni Allemann,zwei Lehrlingen undAushilfen in Untervaz(GR) einen 43-ha-Betrieb. Neben derMilchviehhaltung(50 Kühe und Aufzucht)wird auch Gemüse-(Chicorée, Karotten,Spinat) und Ackerbau(Silomais) betrieben.Autor Matthias Roggli,UFA-Revue, 3360Herzogenbuchsee.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 67


NUTZTIERELohnt sich nur in AusnahmefällenEINE VERLÄNGERTE LAKTATIONkann bei Hochleistungskühen wirtschaftlichsein – allerdings nurunter bestimmten Voraussetzungen,wie eine Berechnung zeigt.MichaelEugsterAuch bei verlängerten Zwischenkalbezeiten(ZWKZ) bringen Hochleistungskühebis vor dem Trockenstellennoch respektable Tagesgemelkebei erhöhten Inhaltsstoffen. Dafür sinkendie Milchleistung und der Kälber -erlös pro Kalenderjahr.Ob früher oder später – eine erfolgreiche Abkalbungist immer eine Freude.MartinRaaflaubChristineFluryGrafik: Je später besamt, desto eher trächtigKühe in der 2. Laktation1.00.80.60.40.20.021– 30 61 – 70 101 – 110 141 – 150Rastzeit in TagenAnteil in %1. Besamung nicht erfolgreich1. Besamung erfolgreichIn einer Semesterarbeit an derHochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften(HAFL) inZollikofen wurde berechnet, wann sichlängere Zwischenkalbezeiten (ZWKZ)wirtschaftlich lohnen. Grundlage für dieUntersuchungen bildete ein Datensatzvon 100000 Laktationsabschlüssen beiTabelle: Wirtschaftlichkeit einer verlängerten LaktationHochleistungskühe, 395 Tage Zwischenkalbezeit(Modellrechnung, in Fr.)Erlöseinbussen beiKosteneinsparungen beiVerlängerung um 30 TageVerlängerungum 30 TageLaktation 1. – 3. 1. Laktation alle LaktationenMilcherlös – 70.35 – 30.60 Kraftfutter – 48.00Kälbererlös – 33.25 – 33.25 Tierarzt – 16.50Besamung – 17.92Total – 103.60 – 63.85 – 82.42Differenz* – 21.18 +18.57* zu einer Zwischenkalbezeit von 365 TagenSchweizer Braunviehkühen (1. bis 3.Laktation) und die zugehörigen Fruchtbarkeitsdatenaus dem Milchjahr 2008/2009. Der Datensatz wurde freundlicherweisevon Braunvieh Schweiz zurVerfügung gestellt. Daraus wurden die10% Kühe mit der höchsten Milchleistungausselektioniert. Verglichen wurdejeweils die Standardlaktation (ZWKZ365 Tage) mit einer um 30, 60 oder 90Tage verlängerten Laktation.Die Datensatz-Auswertung zeigte,dass die ausgewählten Hochleistungskühemit einer späteren Besamungals am 70. Laktationstag• einen höheren Besamungserfolg hatten(Grafik).• eine durchschnittlich um 150kg höhere305-Tage-Leistung aufwiesen.• in den letzten drei Monaten der verlängertenLaktation im Durchschnittnoch zirka 20kg Milch pro Tag gaben.Die Modellberechnungen zeigten, dassab einer Persistenz von etwa 90% eineVerlängerung der ZWKZ um 30 Tageökonomisch sinnvoll sein kann. DieKosteneinsparungen können somit dieErtragseinbussen bei Erstlaktierendenauffangen, weil diese eine bessere Persistenzaufweisen (Tabelle). Bei den älterenKühen überwiegen die Ertragseinbussenim Durchschnitt der Fälle.Allerdings ist die Differenz nicht bedeutend.Verlängerungen um 60 oder 90Tage dagegen sind bei allen Altersgruppenfinanziell klar nachteilig.Effekt auf die Folgelaktation?Im Modell nicht berücksichtigt wurdeder Einfluss der Laktationslänge auf dienachfolgende Laktation. Eine israelischeStudie wies eine Leistungssteigerung inder folgenden Laktation nach, wenn dieKühe in der vorgängigen Laktation 60Tage später besamt wurden. Es wäre interessant,diesen Sachverhalt mit Datennachzuprüfen.Fazit Eine Laktationsverlängerungum 30 Tage kann wirtschaftlich sein:• bei Hochleistungskühen mit einerPersistenz von über 90%.• bei überdurchschnittlich hohen Kraftfutter-,Tierarztkosten oder Fruchtbarkeitsproblemen.Autoren Michael Eugster hat kürzlichdie Hochschule für Agrar-, Forst- undLebensmittelwissenschaften (HAFL)erfolgreich abgeschlossen und ist jetztProjektleiter Social Media/Rassenpromotionbei Braunvieh Schweiz, 6300 Zug.Martin Raaflaub (wissenschaftlicherMitarbeiter) und Christine Flury(Dozentin Tiergenetik), HAFL, 3052Zollikofen, haben die Semesterarbeitbetreut. www.hafl.bfh.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 1268 12 2012 · UFA-REVUE


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NUTZTIEREAnforderungen ans KälberfutterMIT HOHEN ZUWACHSLEISTUNGEN bei jungen Aufzuchtkälbern legt man denGrundstein für eine leistungsfähige, gesunde und langlebige Milchkuh. Dabei spielt dieQualität des Kraftfutters eine entscheidende Rolle. Eine intensive Fütterung in denersten Lebensmonaten verbessert die Voraussetzungen für den späteren Aufzuchtverlaufentscheidend.ElleenBergerJacquesEmmeneggerIn den ersten Lebensmonaten benötigenAufzuchtkälber einerseitseine ausreichende Versorgung mithochwertiger Milch (siehe UFA-Revue10/12). Andererseits wird eineschnelle Entwicklung zum Wiederkäuerangestrebt, um eine hohe Nährstoffaufnahmeaus dem Pansen zu gewährleistenund ein frühes Absetzen von derMilch zu ermöglichen.Das Wachstum der Pansenzottenund –mikroben wird beimKalb durch den Einsatz von Kraftfutterbegünstigt. Der Grund sind die aus derStärkefermentation stammenden Propion-und Buttersäuren, die die Entwicklungder Pansenzotten positiv beeinflussen.Die Pansenzotten vergrössern dieOberfläche, die zur Aufnahme vonNährstoffen aus dem Pansen zur Verfügungsteht. Daher enthält Kälberfuttereinen hohen Anteil Stärke.Raufutter (Heu) dagegen hat nur einengeringen Einfluss auf die Ausbildungder Pansenzotten, hilft aber, dasPansenvolumen zu vergrössern undwirkt positiv auf die Pansenmuskulaturund den Pansen-pH.Damit das Absetzen von der Milchohne Wachstumseinbruch erfolgt, müssendie Qualität und die Menge (sieheKasten) des Kälberfutters stimmen.Proteine Für das Muskelwachstumist eine ausreichende Proteinversorgungim ersten Halbjahr wichtig. Von Bedeutungin einem Kälberfutter ist nicht nurdie Menge, sondern auch die Qualitätdes Proteins. Da die Bildung von Mikrobenproteinzu Beginn der Pansenentwicklungnoch relativ gering ist, mussdas Aminosäuremuster des Futterproteins,wie für einen Monogastrier, möglichstoptimal den Ansprüchen der Kälberentsprechen.Futterzusätze Die Kälber brauchenfür ihr Wachstum spezifische Vitamineund Mineralstoffe. Neben einem,im Vergleich zum Milchviehfutter, erhöhtenGehalt an Vitamin A, D und E,enthält das Kälberfutter B-Vitamine.Diese werden beim fertigen Wiederkäuerausreichend im Pansen gebildet unddem Kraftfutter in der Regel nicht zugesetzt.Kälberfutter weist eine gezielteMineralisierung auf, um den hohen Ansprüchenfür Wachstum und Entwicklunggerecht zu werden.Gute Kälberfutter enthalten zudemLebendhefen zur Förderung der Pansenfunktion.Am liebsten Flocken Für einen erfolgreichenEinsatz muss das Futter folgendeEigenschaften aufweisen.1. Hohe Verdaulichkeit2. Gute Schmackhaftigkeit3. Gute Verträglichkeitder KomponentenKälber mögen gröberes Futter wie Flockenoder Würfel. Das Flockieren vonGetreide hat zudem den Vorteil, dassStärke teilweise aufgeschlossen und damitleichter enzymatisch verdaulichwird. Diese Wirkung wird auch in expandiertenWürfeln festgestellt. Wie beiVersuch von Haus Riswick: Besser 2 als 1 kgEine intensive Fütterung junger Kälber lohnt sich, bestätigt ein Fütterungsversuch amLandwirtschaftszentrum Haus Riswick. Untersucht wurden zwei Gruppen à 18 Holsteinkälber,die neben Milch über eine Transponderfütterung individuell Kraftfutter abrufenkonnten. Gruppe 1 erhielt maximal 1 kg Kraftfutter je Tier und Tag, Gruppe 2 bis 2 kg.Gruppe 2 erreichte zwischen dem 75. und 150. Lebenstag gute Zunahmen von 1 kg je Tierund Tag, Gruppe 1 nur 800 g. Die unterschiedlichen Kraftfuttergaben hatten auf dieStoffwechselparameter zentraler Organe keinen erkennbaren Einfluss.Um das Wachstumspotential optimal zu nutzen, sollten einem Aufzuchtkalb ab demersten Monat bis zum Absetzen also rund 2 kg Kraftfutter pro Tag verabreicht werden. Indiesem Lebensabschnitt begünstigen Tageszunahmen von 1 kg eine gute Kälbergesundheit,eine frühe Erstbesamung, tiefe Aufzuchtkosten und eine hohe Milchleistung als Kuh.Was in den ersten sechs Monaten verpasst wird, kann später nicht mehr aufgeholtwerden, ohne die Verfettung des Euters (weniger Milch) oder der Eierstöcke (Fruchtbarkeitsprobleme)zu riskieren.Auf die Bedürfnisse junger Kälberabgestimmt: UFA 116.70 12 2012 · UFA-REVUE


NUTZTIEREIm Rahmen des «UFAJunior Support» (siehe«UFA aktuell») wird dieFütterungsintensitätgezielt ans angestrebteAbkalbealter angepasst.Hier Hans-UeliBaumgartner, UFA (r.),und Markus Schädeli,der in Wohlen (AG)einen Aufzuchtbetriebführt.Früh entscheidet sich, wer problemlos trächtig werden kannBeim Futterwechsel anfangs Winter undim Frühling sowie bei Hitze kann dieFruchtbarkeit von Aufzuchtrindern leiden.Mit einem Schnitt von 1.3 Besamungenpro Trächtigkeit steht der Betrieb Schädeli,Wohlen (AG), gut da. Zu den Erfolgsfaktorengehört – neben einem guten Fruchtbarkeitsmanagement– eine be darfs -gerechte Fütterung: Im ersten HalbjahrVollgas (siehe Lauftext), danach extensiver,aber ausgewogen und bedarfsgerecht.UFA W-FOS für AufzuchtrinderMarkus Schädeli hat seine 60 bis 70 Auf -zuchttiere in vier Gruppen unterteilt. Dienach UFA W-FOS berechnete Rationbesteht aus Dürrfutter, Frühlings- undHerbstgrassilage. Mineralisiert wird dieMischung mit Viehsalz, UFA 994, UFA 995(mit Selen) und UFA 195 (mit Biotin). Abder Tiefstreue fressen die Rinder zusätzlichStroh (Gerste, Weizen, Dinkel, Raps) undkönnen so ihren indi viduellen Strukturbedarfdecken. Die jüngste Gruppe erhält 1bis 2 kg UFA 116 pro Tier und Tag über dieMischration verteilt. Futterumstellungenerfolgen in kleinen Schritten.Mix aus Herbst- und FrühlingssilageJe nach Jahr enthält Grassilage aus demersten Schnitt viel Zucker. Im Herbstverschieben sich die Gehalte der Wiesenin Richtung Eiweiss. Frühlings- undHerbstsilage ergänzen sich also gut. Zubeachten ist jedoch eine genügendeMagnesiumergänzung, da die Magnesiumgehalteder Wiesen sowohl im Frühling alsauch im Herbst (zu) tief sein können.Kartoffeln für Jungvieh?Die Abgangsware aus seinen 4 ha Kartof -feln gibt Markus Schädeli grösstenteils anMilchviehbetriebe ab. Bei den kleinenKälbern ist der Kartoffeleinsatz wegen derAzidosegefahr begrenzt, bei den Rindernwegen der Verfettungsgefahr. DasFütterungssystem UFA W-FOS zeigthierbei die Möglichkeiten und Grenzenfundiert auf. Neben herkömmlichenWerten wie NEL oder APD werden auchdie Fermentationsgeschwindigkeit und -anteile im Pansen berücksichtigt, was eineoptimale Ergänzung und Futter effizienzermöglicht.Nichts dem Zufall überlassenDie Partner von Markus Schädeliwünschen ein Erstkalbealter von 25bis 26 Monaten. Besamt wird ab400 kg Lebendgewicht. Mit zirkafünf Wochen nach der Belegungerfolgt die Trächtig keitskontrolledurch den Tierarzt etwas früher alsgewöhnlich, um Nachbesamungenbereits in Woche 6 vornehmen zukönnen. Brunstkalender und dieAufzeichnung der Fruchtbarkeitsgeschichtefür jedes Einzeltierdienen Markus Schädeli alsKontrollinstrument. In der Gruppe derüber 17 Monate alten Tiere läuft einHereford-Stier mit, der allfällige«Nachzügler» belegen darf.Hans-Ueli Baumgartner,UFA-Beratungsdienst, 5703 Seonallen Futter wird bei der Auswahl derKomponenten auf Schmackhaftigkeit(beispielsweise keine Bitterstoffe) undVerträglichkeit geachtet.Fazit Die Art und Qualität des Kraftfuttersbeeinflusst die Entwicklungjunger Kälber wesentlich. Spezifischkonzipierte Kälberfutter wie UFA 116enthalten schmackhafte, gut verdaulicheund verträgliche Rohkomponenten,eine gezielte Vitaminierung und Mineralisierungsowie Lebendhefen. Zudemsind sie in Flockenform verfügbar. Damitsoll die frühe Kraftfutteraufnahme gefördertund eine gute Entwicklung derKälber unterstützt werden. Kälberfuttereignen sich für die Verabreichung in denersten Lebensmonaten bis mindestenszum Absetzen.Autoren Elleen Berger und JacquesEmmenegger, Technischer Dienst,UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee,www.ufa.ch4 Fr./100 kg Rabatt auf UFA-Aufzuchtfutter – bis am 19.1.2013in Ihrer LANDIINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 71


NUTZTIEREWachstum bei Milch und EnergieIN NORDDEUTSCHLAND verfolgen grosse Milchviehbetriebe einen strammenWachstumskurs. Aufgrund steigender Erlöse aus dem Ackerbau rechnen die Milch -produzenten auch nach der Aufhebung der Milchquoten im Jahr 2015 nichtmit einer Überproduktion. Kritisch auf wachsende Tierproduktionsanlagen blicktein Teil der nicht-bäuerlichen Bevölkerung.An Stelle von Maisschlucken die Bio -gasanlagen vermehrtRindergülle.Endlose Futterachsen, stallgrosseMelkstände, Siloanlagen mit Hektarenmassen– auf der milchwirtschaftlichenExkursion von AgrarReisen und UFA-Revue, die auf neunBetriebe im Bundesland Niedersachsenführte, gab es viel zu bestaunen.Verzehnfacht Faszinierend ist dieEffizienz mancher Betriebe. So erreichtDirk Böschen eine Produktivität von750000l Milch pro Arbeitskraft undJahr. Sein Betrieb in Grasberg zählt 900Kühe, die von zwei Herdenmanagern,neun Melkern und einem Fütterer betreutwerden. Innert 20 Jahren wurdedie Kuhzahl mehr als verzehnfacht. AndereBetriebe wie jener der BeckenAgrar GmbH, Loxstedt-Hetthorn, lastenbestehende Gebäude aus, erweitern siemit einfachen Massnahmen und sammelnEigenmittel für Investitionen.Kritische Grössen Neben denganz Grossen gibt es in Norddeutschlandauch viele mittelgrosse Betriebe.Verschiedentlich wird festgestellt, dass50- bis 150-Kuh-Bestände von der Betriebsleiterfamilieein besonders hohesArbeitsaufkommen erfordern, da derKostendruck die Anstellung zusätzlicherArbeitskräfte beschränkt. Manche strebenmehr Kühe an. Moderne Managementinstrumenteund neue Technik machenes möglich, die Gebäude-, Einrichtungs-und Lohnkosten auf immer mehrMilch zu verteilen.Kritisch werden grosse Ställe von Seitender Bevölkerung gesehen. PolitischeEinschränkungen nehmen zu. So mussvor dem Bau eines Milchviehstalls nachgewiesenwerden, dass nahgelegeneWälder nicht durch Ammoniakemissionengeschädigt werden.Gebaut wird einfach und flexibel, wiehier auf dem Betrieb Lürssen, Uthlede.Vorwiegend FremdfinanzierungJe nach Abnehmer variieren die Milchpreisezwischen 25 und 33 Euro-Cent jeKilogramm. Damit sind die besuchtenBetriebsleiter zufrieden, da die Preisevor Kurzem noch unter 20 Euro-Cent lagen.Als reine Futterkosten werden 11bis 20 Euro-Cent angegeben. Zu schaffenmachen die Sojapreise, die sich seitletztem Sommer fast verdoppelt haben.Angestellte, die auch Managementaufgabenerledigen, verdienen um die 20Euro pro Stunde, «reine» Melker deutlichweniger. Der Stallplatz inklusiveMelkeinrichtungen und Gülleloch kostetzwischen 2000 und 4000 Euro.Wachsende Betriebe sind vorwiedendfremdfinanziert. Je nach Hypothekfallen Jahreszinse von 2.2 bis 4.8 %an. Die Grösseneffekte erlauben es, ausden laufenden Einnahmen bald Amortisationenzu tätigen. Trotzdem sind beihoher Verschuldung eine genaue Kalkulationund Nerven erforderlich, besondersin einem schlechten Jahr, wiees einer der besuchten Betriebe kürzlicherlebt hat. Wegen Mykotoxinen im Silomaisund dadurch entstandener Euterproblemekonnte viel weniger Milchabliefert werden als geplant und Kühegingen ab.Im Rahmen des EU-Förderprogrammszur Entwicklung im ländlichen Raumwerden zukunftsträchtige Ställe in Niedersachsenmit Subventionen von bis40% beziehungsweise maximal 400000Euro (über drei Jahre) unterstützt.«Zuerst Kohle, dann Träume»,sagt Conny Derboven. In der Herde desbekannten Holsteinzüchters und Goldwyn-Fansbefinden sich aktuell 23 Kühemit über 100000kg Lebens-72 12 2012 · UFA-REVUE


NUTZTIEREMut für eine Nische hat der BiohofElite in Ahlden/Elite.leistung. Alle drei Derboven-Töchtermögen Kühe und übernehmen Verantwortungim Stall. Interessant ist auch,dass Stiersperma nicht pro Dose, sondernpro Trächtigkeit bezahlt wird, «einpositiver Anreiz für die KB-Organisation»,erklärt Conny Derboven.Bis ins Detail durchgeplant Eindruckmacht das Management auf Betriebenwie jenem von Claus Lürssen,der pro Jahr 8.5 Millionen KilogrammMilch produziert und nun die 10-Millionen-Markeanstrebt. Da wird nichtsdem Zufall überlassen. Aktivitäten wieKlauenpflege oder Trockenstellen habenihren festen Platz im Wochenplan.Standards werden den Mitarbeitendenin schriftlicher Form abgegeben. Wie inder Industrie oder im Büro stempeln dieLeute zu Arbeitsbeginn ein und am Feierabendwieder aus.Zur Erleichterung des Kuhmanagementswerden Hilfsmittel wie Milchalarmlisten,Aktivitätsmessung, Brunstdetektorenoder Kameras in derAbkalbebox herangezogen. Jede Kuhhat ihr Protokoll, das Behandlungen undBrunstdaten zusammenfasst. Zu denweiteren Trends gehören:• Einstreu von Kalk-Stroh-Gemisch inTiefboxen• Einsatz von gesextem Sperma• Abkalbeboxen mit mehreren Kühen(weniger Stress)• tägliches Fiebermessen bis zwei Wochennach dem Kalben (vor allem beiErstlaktierenden)• drei Mal melken pro Tag (höhereMilchleistungen)• Vertränken von eingefrorener Kolostralmilchmehrerer Kühe (steigertQualitätssicherheit)• tiefe Erstkalbealter (bis 21 Monate)• ad-libitum Milch für Aufzuchtkälberbis drei Wochen («me tabolische Programmierung»für höhere ZuwachsundMilchleistungen)Die Laktationsleistungen liegen bei9000 bis 11000kg. Trotz modernerBrunsterkennungsmethoden liegen dieBesamungen pro Trächtigkeit oft über 2.Remontiert wird im Schnitt etwa einDrittel der Kuhherde.Flächeneffizienz mit Mais DieFutterrationen bestehen zu mindestenszwei Dritteln aus Silomais, der bloss einenErntedurchgang erfordert und proFläche mehr Trockensubstanz abliefertals Silogras. Für Laktierende werden bisvier verschiedene Mischrationen hergestellt.Hinzu kommt die Galtmischung.Der Kraftfutteranteil beläuft sich auf bis10kg pro Kuh und Tag. Auf Weide wirdverzichtet oder sie dient vorwiegend dazu,die Tiere zu bewegen und von derSonne beglücken zu lassen.Der Biogasboom führt zu Rohstoffknappheit.Auf 800 Euro pro Hektareund mehr sind die Pachtpreise gestiegen.Lag der Deutschland-weiteDurchschnittspreis für Landwirtschaftslandvor fünf Jahren noch bei 9200 Euro,werden aktuell bis 30000 Euro bezahlt.Statt Land zu pachten oder zu erwerben,kaufen manche Betriebe dasGrundfutter jetzt zu.Maissilage liefert mit rund 200m 3 /tden höchsten Biogasertrag ab. Aufgrundder staatlichen Förderung und weilüberschüssiger Hofdünger in einigenGebieten keinen Abnehmer findet, gehörtneu auch Karl Becken zu denMilchproduzenten, die Gülle über eineeigene Biogasanlage verwerten. DerBiogasertrag von Rindergülle beläuftsich auf bloss 25m 3 /t. Dafür dient dasBiogas-Substrat noch als Dünger, derviel angenehmer riecht als Gülle. Schiebersystemeführen gegenüber Spaltenbödenzu gasreicherer Gülle, vorausgesetzt,der Mist wird umgehend ins Lochabgeschoben.Keine Angst vor dem 2015 PerApril 2015 soll die Milchquotenregelungin der EU aufgehoben werden.Alle befragten Milchproduzenten machensich diesbezüglich keine Sorgen.Seit 2009 sei die Quote nie mehr ausgeschöpftworden. Wegen dem grossenMaisbedarf für die Biogasproduk -tion fokussieren viele Betriebe aufAckerbau.Mit diesem Karussell melkt der Betrieb Brokering, Eydelstedt,230 Kühe pro Stunde. Weil die Melkung von aussen stattfindet,können die Kühe geradeaus ins Karussell spazieren.Wasserbüffel Auch Betriebe, dieauf Nischen setzen, gibt es in Niedersachsen.Der Biohof Eilte hält nebenHolsteinkühen, deren Milch 45 Euro-Cent pro Kilogramm wert ist, auch 20Wasserbüffel. Die Büffel leben bis 20Jahre lang. Sie werden in einem mobilenMelkstand auf der Weide gemolken. Zuden Herausforderungen gehört bei densonst sehr gutmütigen Tieren die Melkbarkeit,stellt Herdenmanager Tino Bullmannfest. Bei der geringsten Aussergewöhnlichkeithalten Büffel ihre Milchzurück. Der Büffelmozzarella findet seineAbnehmer auf Bauernmärkten rundum Hannover.Fazit Je mehr Milch produziert wird,desto wichtiger werden die Planung,Personalführung und das Controlling imAufgabenheft des Betriebsleiters. Trotzteils hoher Verschuldung sind norddeutscheWachstumsbetriebe optimistisch.Der Biogasboom nimmt Druck vomMilchmarkt und führt dazu, dass nachder Quotenaufhebung im 2015 nichtmit Überproduktion zu rechnen ist. Fürdie Biogasproduktion verwendet, bringtGülle neben der Düngewirkung einenzusätzlichen Nutzen.Iglus haben arbeitswirtschaftlicheNachteile, erweisensich aber be züglichKälbergesundheitauf grossen Betriebenwie jenem von MarcBenninghoff,Bremervörde-Bevern,als vorteilhaft.Autor Matthias Roggli,UFA-Revue, 3360Herzogenbuchsee.Die milchwirtschaftlicheExkursion vom9. bis 11. Oktoberwurde von Agrar Reisenorganisiert und von derUFA-Revue begleitet.Eine solche Exkursionfindet jeden Herbststatt.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 73


NUTZTIEREZeit gespart, Leistung erhöhtTRÄNKEAUTOMATEN Viele Milchproduzenten überlegen, wie sie die Arbeitsproduktivitäterhöhen können. In der Kälberaufzucht reduziert ein Tränkeautomat denArbeitsaufwand und verbessert die Zunahmen. Bei tiefen Milchpreisen lohnt es sich,dem Automaten auch gleich ein paar Mastkälber «anzuschliessen». Ebenso wichtig wieein passendes Gerät sind die richtige Installation und ein funktionierender Service.AlfredErniEin Tränkeautomat hilft, Arbeit sparen.Darüber hinaus hat er einenpositiven Effekt auf das Wohlbefinden,die Gesundheit und Zunahmender Kälber:• Richtige Tränketemperatur von 41°Cgewährleisten.• Exakte Dosierung des Milchpulversund tierindividuelle Zuteilung derTränkemengen.• Die Kälber können ihren Michkonsumauf den ganzen Tag verteilen undübersaufen sich nicht. Dadurch werdenStörungen wie Durchfall oderBlähungen seltener.• Der Milchkonsum des einzelnen Tierskann überprüft werden.Modelle Kombi-Automaten eignensich für das Verfüttern von Milchpulverund Frischmilch. Der Milchtank soll sonah wie möglich beim Tränkeautomatensein. Bei Entfernungen von über 10mLeitungslänge wird ein ¾-Schlauch verwendet.Daneben gibt es Pulver-Wasser-Automatenund Frischmilch-Automaten.Wird die Kälbertränke über den Fütterungscomputerder Kühe gesteuert,fällt die Wahl auf einen Systemautomaten.Eine Bedienung vor Ort erlaubendie «Stand Alone» Modelle. Für die Aufzuchteignen sich Wasser-Pulver- oderVollmilch-Pulver-Modelle.Frostsicher Am besten wird dasGerät in einem separaten, frostfreienRaum untergebracht. Der Automat kannaber auch direkt im Stall aufgestellt werden.Gegen das Einfrieren der Milch-,Wasser- und Saugleitungen stehen verschiedeneFrostschutzmassnahmen zurVerfügung.Elektro- und WasseranschlussFür den Betrieb des Tränkeautomatenbraucht es einen 16-Ampere-Stromanschlussmit 5-Pol-Stecker und F1-Schutzschalter.Der Wasserdruck der Zuleitung mussmindestens 2.5bar und maximal 6barbetragen. Sinkt der Wasserdruck zeitweiseunter 2.5bar, ist die Installationeines Wasserkastens erforderlich. DerTränkeautomat kann auch mit vorgewärmtemWasser (bis 38°C) betriebenwerden. Bei höheren Zulauftemperaturenwird eine Mischbatterie verwendet,um Warm- und Kaltwasser auf die entsprechendeTemperatur zu mischen.Kabel und Leitungen müssen ausserReichweite der Kälber sein.Saugstellen Für bis 30Aufzuchtkälber wird eineSaugstelle benötigt, wobei ab15 Tieren kleine und grosseKälber in zwei Altersgruppengeteilt werden. Die Entfernungzwischen Tränkeautomatund Saugstelle soll so geringwie möglich sein. Für kleine,ungeübte Kälber sollte dieSaugschlauchlänge 3m nichtüberschreiten. Ab 3m Saugschlauchlängewird eine Servounterstützungempfohlen.Die Saugstelle wird auf einer Höhevon 65 bis 80 eingerichtet. Der Tränkeautomatkann höher stehen, wenn eineGefällsteuerung verwendet wird.Idealerweise wird derTränkeautomat an einemtrockenen, für die Tiereunerreichbaren Platznahe bei der Saugstellehingestellt.Tierindividuelle Fütterung undKontrolle Je nach Tränkeautomatund Fütterungscomputer kann die Tränkekonzentrationund der Milchanteiltierindividuell eingestellt werden. MittelsHalsbandresponder werden die Einzeltieream Automaten erkannt. DieKontrolle des automatisch aufgezeichnetenMilchkonsums dient als wichtigesManagementinstrument für den Betriebsleiter.UFA-Servicetechniker Franz Blumüberprüft die Setup-Einstellungenam Automaten. Darauf erfolgtdie Kalibrierung und Kontrolle derHeizungstemperatur.74 12 2012 · UFA-REVUE


NUTZTIEREUFA-Kälberspezialist Frédy Bessire(r.) erklärt den tierindividuellenTränkeplan und die Bedienung desVario-Automaten.Mit einem Feindosierer für pulverförmigeZusätze lassen sich auch Wirkstoffkonzentratewie UFA top-fit in Kleinstmengentierindividuell zur Tränkehinzudosieren. Für flüssige Zusätze stehteine Dosierpumpe zur Verfügung.Damit sich Aufzuchtkälber früh zumWiederkäuer entwickeln, ohne dabeieinen Wachstumsknick zu erleiden,können Tränkeautomaten mit Kraftfutterautomatenkombiniert werden(«kraftfutterabhängiges Abtränken»).Hygiene leicht gemacht Darüberhinaus gibt es weitere Optionen wie dieautomatische Kalibrierung, welche dieDosierungen täglich überprüft, anpasstund so eine optimale Futterverwertungermöglicht, oder die automatische Reinigungund Fliegenschutzpakete, dieVerunreinigungen vorbeugen. Edelstahlausführungenerleichtern die Reinigungund sichern eine Haltbarkeit vonweit über fünf Jahren, vorausgesetzt, eswerden Reinigungsmittel eingesetzt, dienicht korrosiv sind. Chlor greift Edelstahlan.Schutz vor anderen TierenStandbegrenzungen mit Türen am Eingang(beispielsweise «CalfProtect») sorgenfür ungestörtes Saufen und dienenals Schutz vor gegenseitigem Besaugen.Eine Antränkpumpe erlaubt es, Milchvia Knopfdruck in den Nuggi zu pumpen,damit das Kalb am Anfang nichtselber saugen muss.Besserer Milchpreis mit KälbermastEloi Saucy bewirtschaftet in Lajoux (JU) einen Milchproduktionsbetriebmit 40 ha Land, 60 Holsteinkühen und eigener Aufzucht. Um nichtallein vom Milchmarkt abhängig zu sein, hat der Betriebsleiter nebenden Aufzuchtkälbern einen Raum für Mastkälber eingerichtet. Denn:Liegt der Milchpreis unter 60 Rp., kann mit Kälbermast tenden ziell einehöhere Wirtschaftlichkeit erzielt werden. Auf dem Betrieb Eloi werdeneigene Holsteinkälber und im Winterhalbjahr zugekaufte Tränkergemästet.UFA-Servicetechniker Franz Blum hat das Kombi-Gerät «Förster Vario»installiert, UFA-Kälberspezialist Frédy Bessire die Tränkepläne programmiert.Der Raum, wo sich der Tränkeautomat befindet, ist isoliert undvon zwei Tief streue-Buchten umgeben. Beim Saufen stehen die Kälberauf einem 25 cm hohen «Podest», einem Spaltenboden, was dieEinstellung der Nuggihöhe erleichtert. Um einen besseren Ausmastgradzu erzielen, wird die Voll milch mit Milchpulver ergänzt. Der Flüssigkeitsablaufist am Automaten so platziert,dass Restmilch sofort abfliessen kann undFliegen fernbleiben.Frédy Bessire erklärt dem Betriebsleiter allesund gibt die Bedienungsanleitungen ab.Mittels Direktfunktionstaste können dasMilchanrecht, Alarm- oder Termintiereabgerufen werden. Der Prozessrechner bietetSpeicherplatz für 150 Tiere in vier Fütterungsgruppen(A, B, C oder D). JedeFütterungsgruppe verfügt über einen eigenenTränkeplan mit unterschiedlichen Pulverdosierungen,Zusätzen, Mindest- und Maximal -anteilen.Einige Tage nach der Inbetriebnahme gehtFrédy Bessiere nochmals vorbei, um Fragenzu klären. Gibt’s Probleme, steht er – wie alleUFA-Kälbermastspezialisten – zur Verfügung.Bei Bedarf ziehen die UFA-Fütterungsberaterspezialisierte Servicetechniker wie Franz Blumbei. Die Funktion und Kalibrierung derAutomaten wird bei der UFA-Kundschaftregelmässig überprüft.Lukas Willenerabsolviert die Höhere Fachschule zum Agro-Technikerund machte bei der UFA ein PraktikumTränkt Aufzucht- undMastkälber am selbenAutomaten: Eloi Saucy.Keine Installationohne Test. Gleichwird die Funktiondes Zudosierersüberprüft.Autor Alfred Erni,Leiter Kälberbereich,UFA AG, 9501 Wil.Tränkeautomateninklusive Reparatur- undUnterhaltservicewährend 365 Tagen imJahr – das bietet derUFA-Beratungsdienst.www.ufa.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 75


NUTZTIEREZuerst Fieber messenMITTELS EINSTALLUNTERSUCHUNG erspart sich der Kälbermäster unnötigeKosten und Arbeit. Die Messung der Körpertemperatur ist eine zuverlässige Methode,den Gesundheitszustand eines neu einzustallenden Kalbes zu beurteilen. KränkelndeTiere müssen abgewiesen oder rasch behandelt werden.MarkusDussEinstalluntersuchungensind ein wichtigesPuzzle im Gesundheitsmanagementauf demKälbermastbetrieb.Das Einstallen der Tränker erfolgtauf dem Kälbermastbetrieb entwederim Rein-Raus-Verfahren odermit einer kontinuierlichen Bestossung,wobei der Maststall nie leerbleibt.Beim Rein-Raus-Verfahren wirdmeistens eine grössere Anzahl Kälbervon einem Händler gleichzeitig angeliefertund der Mäster verliert schnell einmaldie Übersicht, welche Tiere gesundund welche vielleicht krank sind. DerMäster muss sich die Zeit einräumen, jedeseinzelne Kalb einzufangen und einemkurzen Check zu unterziehen. Jenach Erfahrung ist er gut beraten, seinenBestandestierarzt beizuziehen.10 bis 15 Sekunden Als Erstessollte bei jedem Kalb die Körpertemperaturgemessen werden. Mit den heutigenelektronischen Fiebermessern dauertdas 10 bis 15 Sekunden. Bei einerAbweichung von der normalen Körpertemperatur(38.5°C bis 39.2°C) weissman sofort, ob etwas nicht stimmt undob das Kalb noch genauer unter die Lupegenommen werden muss (Tabelle).Oft gibt es Kälber, die präsentieren sichnoch gesund, haben aber bereits 40°CFieber. Wenn in diesem Stadium einegezielte Behandlung gemacht wird, istder Behandlungserfolg und der Krankheitsverlaufbedeutend besser als wenndas Kalb nicht mehr säuft, pumpt unddie Ohren hängen lässt.Kot und Nabel Beim Fiebermessen(im Enddarm) erfährt man meistensauch etwas über die Kotbeschaffenheitund hat Gelegenheit, einen Griff an denNabel zu machen, um eine Nabelentzündungoder einen Nabelbruch zu entdecken.Tabelle: Körpertemperaturerhöht (> 39.5 °C)Infektion: Lunge (pumpende Atmung,Husten, Tränen)Ohren (hängende Ohren)Nabel (gespannter Bauch)DurchfallTransportstress?normal (38.5 – 39.0 °C)Normal: munter? gesund!Krank: DurchfallBlähungNabelbrucherniedrigt (< 38 °C)Krank: DurchfallVerdauungsstörungKreislaufkollapsNabelbruchBlutvergiftungMessfehler: Luft im EnddarmMassnahmenEventuell ZurückweisungQuarantäne/SeparationGezielte BehandlungKontinuierliche Einstallung Stalltein Mäster kontinuierlich nur einzelneKälber ein, oft ohne Zwischenhändlerdirekt vom Geburtsstall, kann er sichüber die Gesundheit des Kalbes direktbeim Lieferanten informieren und ermuss seine Aufmerksamkeit nur auf einKalb richten. Aber auch hier empfiehltes sich, dem Kalb noch schnell Fieber zumessen und möglicherweise den Kaufhinauszuschieben, sollte das Kalb nichtgesund sein.gut sichtbar gekennzeichnet werden,um die nötige Überwachung und Behandlungzu vereinfachen.Auch die Mäster mit kontinuierlicherBestossung sind mit einem Quarantänestallfür zugekaufte Kälber gut beraten.Hier sollten die Kälber während zirkazehn Tagen angewöhnt werden und eineEinstallbehandlung (Impfung/Medizinierung)erhalten, bevor sie in dieMastgruppe kommen.Quarantäne für Kranke KrankeKälber sollten in einer separaten Buchtoder noch besser in einem auch für dieLuftzirkulation getrennten Stall in Quarantänegehalten und behandelt werden.Ist dies nicht möglich, sollten sieAutor Dr. med. vet. Markus Duss,Tierarztpraxis Beichle AG,6182 Escholzmatt.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 1276 12 2012 · UFA-REVUE


Fortsetzungvon Seite 69RaufutterLANDTECHNIKzu verkaufenTrockenfutter· Trockenschnitzelwürfel· Trockentreberwürfel· LuzernewürfelGratis-Infoline0800 808 850Rapid 505 mit Schnee -pflug, 1.60 m schwenkbar,Seitenbl. 07Tot.rev. 2011 Service,wenig ge braucht.Fr. 2600 Kt. TG 078 656 75 01ReihendüngersähgerätHaruwy, 4-Reihig 077 472 26 182x Trocknungssilo,je 3 t Inhalt, günstigabzugeben 079 836 39 92Massey-Ferguson 35,rot, 45 PS, mitfestangebautemHeckstapler, 3.5 m, 1 t 071 655 12 94KaninchenställeAluausführung mit KS,Innenställe L x B x H1.35- 0.75- 0.82 079 625 82 929 Tonnen Achse,neuwertig, von einemMengele Ladewagenmit verzinktemChassisträger, hydraulischeBremse, passendeFelgen, Fr. 1000, nurAchse Fr. 850 079 652 25 34Pferdeheu, staubfrei;Rund- oder Kleinballen,Lieferung möglich,direkt vom Produzenten 043 888 54 01 oder079 643 59 65Holz-/Schitlispalter10 t, 380 V, bis max.Länge 68 cm, waagrechtmit Spaltkreuz;Schneepflug an 3-Pkt.,2.60 m, hydraulisch,gefedert; Hoch-Kippschaufel,hydr., 2.20 m,robust, neuw. 078 743 11 30Vierradwagen ausHolz, Länge 5 m, Breite1.95 m, vorschriftsgemässausgerüstet,Nutzlast 4 t, Bremsvorrichtungauf beidenwww.raufutter.chMarktplatzAchsen vorhanden,funktionstüchtigeBeleuchtung, guteBereifung, günstig 052 346 13 58Bodenfräse Pegoraro,2.50 m, weniggebraucht; Umschlaggerät;Kälberiglu, neu 079 723 61 25Feldspritze AmazoneUF1201, 2 J., neuwertig,21m Super-SGestänge Vollausstattung,DUS, DC, 3fachDüsenkörper, Randdüsen,Amatron undJoystick, Profiklappung,Düsenschutzrohre 079 483 80 81Erdbohrer hydr., zuBagger, Bolzen Ø 35cm, Bohrer Ø 350, 250,150 cm, 1250 cm langpraktisch neu Fr. 4200 079 445 61 28Lastwagenanhängermit eingebautem Silo,Futterautomat undRampe für Schafe undSchweine 052 745 14 43Melkboy 041 480 28 36Traktor ICH 353;Maishäcksler Mengele;MB 290 Räder 10x15 041 910 28 45Deutz Motor 45 PS,lufgekühlt, Typ F4L8120 evt. mit Baustellenkompressor 079 836 39 92Schälblatt, ausChromstahl, für jedeKreissäge passend, Ø60 cm, neu, Fr. 300 079 713 95 05Kt. BEDoppelrad, zuBereifung 16.9 R 30 079 622 45 82Schneefräse Yard-ManYM5655DE, elektr.Anlasser, Arbeitsbreite56 cm, NeupreisFr. 2420, Vorführmodellfür Fr. 1800 055 440 34 64Glattwalze, 1.8 mbreit, Traktorzug,Fr. 200 079 687 21 06SchüttelzubringerLanker, guter Zustand,Fr. 400 052 680 18 58Diesel oder Heizöltanks,2 à 2000 l mitAuffangwanne 077 484 33 75AnsauggebläseZumstein, fahrbar,12 PS Fr. 950 031 741 03 07Fendt Wario 211, inKomplettausrüstung,171 h mit Werks -garantie 077 492 51 10Holz-Absperrgitter für7 Grossvieeinheiten;Bandsäge, für denHobbygebrauch 052 653 13 30Autoanhänger,Kassentresor gross 079 487 88 93Traktor Case 4210,72PS, 1200 Betriebsstunden,luftgefederterSitz, rockiger, ab MVKPreis Fr. 20‘000 079 255 78 59PW-Militäranhänger,einachsig, weniggebraucht, robust, mitoder ohne Blachenaufbau,Ladefläche 1.6 x2.3 m, Fr. 590 079 810 43 53Heurüstmaschinen,Kran / und Kleinmodelle;Heuschrotte,elektrisch mit Kabel 079 678 81 49Doppelrad, neuwertig,5.00-10 zu Aebi AM20,CC26, mit AnschlussteilenFr. 400 078 835 33 68Rapid 606 mit rev.Zündung Fr. 650 078 835 33 68Aebi AM9 mit 1.6 m,Schubbalken Gitterrad,betriebsbereit Fr. 1750 078 835 33 68Spritze Birchmeier,800 l, mit 15 m Balken,handklappbar, 5Sektoren; TränkebeckenSvewia; Einschienenkranmit Funk 079 243 75 25SternhackgerätHaruwy 077 472 26 18Zu Rapid 505:Bandeingrasung,Ausleger, Mählbalkenmit Mulchfinger, BusatisMähbalken, Anhängevorrichtung,Preis nachAbsprache 079 450 98 03BPW-Achse, 9 t 079 653 96 35Rübenbröckler fahrbarmit el. Motor undSteinbruchsicherung;Rübenbröckler Burkartmit Korb für 3 Punkt anTraktor; StrohmühleVakumat mit el. Motor 079 678 81 49Schutzgasschweissanlage,neuwertig, Preisauf Anfragen 076 597 05 14Notstrohmgruppe 20KW; Deutz 3 Zgl. 1500U/min 220 Std., Jg. 86,Bordbuch, Anlaufautomatic,Batterie, ca. 400kg, Industriemod. FürAlp div. Ersatzteileneuwertig Fr. 8500 079 445 61 28Milchfilter für Kanne,Ø 17cm, Käsereitauglich 034 431 27 61AbsauganlageWestfalia für 4Melkeinheiten inMelkstand 079 710 07 71Schneefräse zu RapidEuro, 87 cm, neu, mitGarantie Fr. 4800 078 445 61 28Rapid spez. mit ZWA o.Brücke mit AusweisFr. 1700 079 445 61 28ZwillingspumpeSchweizer, für Gülle 079 836 39 92Paloxenkippgerät,neu, für Grosskistenoder für 2 Europaloxen,mit Dosierschieber,Fernsteuerung,380 Volt, 052 745 11 49Hd-Reiniger KränzleTherm C15/150,Warmwasser, Jg. 2007,ab Service 055 440 34 64Laubbläser Husqvarna380BTS, Jg. 2010, 6Monate Garantie, NPFr. 1250, VP Fr. 600,ab Service 055 440 34 64RB-Wickler Tanco1514 Twin, Bauj. 07,Fr. 10 500 079 672 94 13Tiba Kombiherd,Feuerung rechts, 4 el.Glaskeram.-Kochfelder,el. Umluftbackofen,Fr. 600 079 672 94 13Stapler-Toyota, Benzin,Hubhöhe 3.5 m,Hubkraft 1.5 t, Bauhöhe2.3 m, Freihub 40 cm,mechanisch und optischsehr guter Zustand,günstig 079 422 30 55Körnerschnecke, länge5 m mit Fahrwerk,Fr. 350 079 254 65 29WIG-TIG Schweissanlage;2 Pneu 9.5R20 044 939 11 62Plattwalze, 3.05 mbreit, Durchmesser29 cm, 320 kg 079 653 96 35Sämaschine Isaria mitSchleppscharen undFahrgassenschaltung,2.5 m, guter Zustand,Fr. 800 052 747 11 91Körnerschnecke mitFahrwerk, Länge 7 m,Fr. 400 052 747 11 91FortsetzungSeite 81UFA-REVUE · 12 2012 77


NUTZTIEREFast 300 Fr. mehr Ertrag pro TierMUTTERKUHKÄLBER benötigen je nach Rasse und Grundfutterbasis etwasErgänzungsfutter, um gute Zunahmen und optimale Schlachtresultate zu erreichen.Mit einem Automaten lässt sich das Kraftfutter tierindividuell zuteilen und dieKälber können in Ruhe fressen. Auf dem Betrieb Geisseler konnte der wirtschaftlicheErtrag dadurch deutlich erhöht werden.AlexBarencoStephanStudingerFür den wirtschaftlichen Erfolg inder Mutterkuhhaltung sind Faktorenwie die Fruchtbarkeit, der Geburtsverlaufoder die Auswahl derZuchttiere entscheidend. Wichtig istauch, dass die Schlachtqualität und dasSchlachtgewicht des Kalbes passen.Deckungsgrad Mutterkuhkälberwerden im Alter von etwa zehn Monatengeschlachtet. Um einen guten Preiszu lösen, sollen sie zu diesem Zeitpunkteinen Fett-Deckungsgrad der Klasse 3aufweisen. Mit Weidetieren lässt sichdieses Ziel aufgrund der grossen Bewegungsfreiheitund des Nährstoffgehaltesder Wiesen oft nicht erreichen. Gut gedeckteTiere haben meistens einengünstigen Anteil intramuskuläres Fett,was ein schmackhafteres Fleisch garantiert.Beim Verkauf ungenügend gedeckterTiere fallen relevante Preisabzügean. Eine gezielte Kraftfuttergabe trägtzu einer besseren Fetteinlagerung bei.Automat ermöglicht individuelleFütterung Stellt sich noch die Frage,wie das Ergänzungsfutter am bestenverteilt wird. Am Futtertisch werdenkleine Kälber von den grösseren verdrängt.Das Kraftfutter wird von jenenKälbern gefressen, die es am wenigstenbrauchen. Über den ganzen Bestand gesehen,leidet daran die Effizienz deseingesetzten Futters. Besser, dafür etwasaufwändiger ist es, die Tiere amFuttergitter einzusperren und die passendeKraftfuttermenge einzeln zuzuteilen.Als ideale Lösung erweist sichder Einsatz eines Kraftfutterautomaten.Er ermöglicht die individuelle Zufütterungder Kälber mit minimalem Aufwandund ohne dass sich die Tiere gegenseitigbedrängen. Mit einem Wagenlässt sich der Automat auf die Weideverschieben, so dass die Tiere auchdraussen auf ihre Rechnung kommen.Voraussetzung ist ein elektrischer Anschlussin der Nähe.Futter über den ganzen Tag verteiltDie Haupternährung der Kälberbasiert auf Grundfutter und Milch. Danebenbesuchen sie mehrmals pro Tagden Kraftfutterautomaten, wo sie anhandeines Ohrenchips automatischidentifiziert werden. Die zugeteilteKraftfuttermenge hängt vom Alter desKalbes ab, wobei eine manuelle Steuerungjederzeit möglich ist. Ebenfallskann die maximale Kraftfuttermengepro Besuch und das minimale Zeitfensterzwischen den Besuchen eingestelltTabelle: Wirtschaftlichkeit der Zufütterung von MutterkuhkälbernFeldversuch der Agro-Center Malters AG auf dem Betrieb Geisseler, Luzern/LittauMutter Rasse Schlachtresultate 2010 Schlachtresultate 2011 Differenz Futterkosten Gewinnder Mutter (ohne Kraftfutter) (mit Kraftfutter)Gewicht CH- Erlös Gewicht CH- Erlös Gewicht Erlös(kg) TAX (Fr.) (kg) TAX (Fr.) (kg) (Fr.) (Fr.) (Fr.)1 Limousin 256 T+3 2714 239 H3 2629 – 17 – 85 98 – 1832 Kreuzung 195 T– 1 1950 235 C3 2632 40 682 78 6043 Braunvieh 203 T+3 2152 232 H2 2482 29 330 70 2604 Braunvieh 187 T+3 1982 209 C2 2278 22 296 70 2265 Kreuzung 197 H2 2108 215 C3 2430 18 322 105 2176 Grauvieh 165 T+2 1667 195 H2 2087 30 420 52 3687 Kreuzung 216 T+2 2225 214.5 H2 2295 – 1.5 70 63 78 Limousin 181 H3 1991 270 C3 2970 89 979 140 8399 Limousin 180 T2 1854 228 C3 2554 48 700 100 60010 Limousin 206 T+2 2122 222.5 C3 2492 16.5 370 70 30011 Grauvieh 158 T+3 1627 178 H2 1905 20 278 70 20812 Braunvieh 214 H2 2290 225 T4 2295 11 5 98 – 9313 Kreuzung 210 H2 2247 267 C3 2937 57 690 90 60014 Limousin 191 H3 2101 234 C2 2551 43 450 92 358Durchschnitt 197 2074 226 2467 29 393 85 30878 12 2012 · UFA-REVUE


NUTZTIERESojafreie Ergänzungsfutterfür die MutterkuhhaltungGemäss Mutterkuh Schweiz dürfenMutterkühe und Mutterkuhkälber biszum Absetzen nicht mehr mit sojahal -tigen Futtermitteln gefüttert werden.In der Ausmast ist die Verwendung vonSoja nach wie vor zugelassen. DerKauf sojahaltiger Futtermittel ist fürMutterkuhhalter seit November 2012untersagt. Die auf dem Hof vorhandenenSojaprodukte können noch bis am31. August 2013 verfüttert werden.UFA bietet die sojafreien ProdukteUFA 245 (7.0 MJ NEL und 11 % RP) undUFA 243-4 (7.4 MJ NEL und 22 % RP)für die Mutterkuhhaltung an. DieseProdukte bedingen die Beifütterung vonMineralsalzen.tet. Im Verlauf des ersten Versuchsjahreswurden die Kälber nur mit Grundfutterernährt. Im zweiten Jahr wurdeKraftfutter ergänzt. Das Kraftfutter wurdeje nach Art des Grundfutters (Weide/konserviertesFutter) ausgewählt.Unterschiede im Konsum ImDurchschnitt wurden pro Kalb rund100kg Kraftfutter verabreicht, was einemfinanziellen Aufwand von 85Fr.entspricht. Die einzelnen Kraftfuttergabenwaren sehr unterschiedlich und hingenvon der Leistung der Muttertiereab. Kälber von Müttern mit einer hohenMilchleistung frassen deutlich wenigerKraftfutter als solche von Kühen mit einerschwachen Milchleistung.BetriebsspiegelOthmar und Margrit Geisseler, 6014 Luzern/Littau.Nutzfläche: 10 ha (5 ha Weiden, 5 ha Wiesen).Tierhaltung: 14 Mutterkühe mit Kälbernverschiedener Genetik, 1 Stier (100 % Limousin),Stall im 2008 umgebaut, relativ extensiveHaltung.Fütterung Kühe: Heu und Halbtagsweide imSommer, 50 % Grassilage und 50 % Heu im Winter.Fütterung Kälber: Kuhmilch, ergänzt mit Emd und Halbtagsweide imSommer beziehungsweise 50 % Grassilage und 50 % Emd oder 60 %Grassilage und Heu im Winter. Die Kälber erhalten das Grundfutter ineinem vom Kuhstall getrennten Raum, um die Verdrängung zuverhindern. Tierindividuelle Ergänzungsfütterung mit Kraftfutterautomat(im Schnitt 100 kg Kraftfutter pro Kalb).Arbeitskräfte: Betriebsleiter-Ehepaar (im Nebenerwerb) und Eltern.Hat den Effekt einer tierindividuellen Kraftfutterzuteilungauf seinem Be trieb ausgewertet: Othmar Geisseler.werden. Um Reste zu minimieren, wirddas Kraftfutter in kleinen Portionen(100g pro 30 Sekunden) zur Verfügunggestellt. Ruft ein Kalb sein «Guthaben»nicht ab, wird es als «Alarmtier» gespeichert,damit der Tierhalter die Sacheüberprüfen kann.In einem Feldversuch auf demBetrieb von Othmar Geisseler hat dieAgro-Center Malters AG erhoben, welchenEinfluss die tierindividuelle Fütterungauf die Schlachtqualität und dasSchlachtgewicht der Mutterkuhkälberhat. Während zwei Jahren wurde dieHerde mit 14 Mutterkühen und einemZuchtstier (100% Limousin) intensiv beobachtet.Um die genetischen Einflüssezu minimieren, wurde in beiden Versuchsjahrenmit der gleichen Genetik(gleiche Muttertiere und Väter) gearbei-Schon nach vier bis fünf Wochennach Beginn der Ergänzungsfütterungwurde die Leistungssteigerung der Kälbersichtbar. Nach zehn Monaten zeigtesich der Kraftfuttereffekt noch deutlicher.Das durchschnittliche Schlachtgewichtstieg innerhalb eines Jahres von197 kg auf 226 kg. Auch bei der Taxierunggab es eine grosse Verbesserung.Im zweiten Jahr resultierten 57 % C-Kälber, 35 % H-Kälber und nur ein T-Kalb gegenüber 0 % C-Kälbern, 35 % H-Kälbern und 65 % T-Kälbern im erstenJahr. Demzufolge erhöhte sich derdurchschnittliche Schlachtertrag imzweiten Jahr um fast 400 Fr. pro Tier(Tabelle). Zieht man davon die Kraft -futterkosten (85 Fr./Tier) und eine ge -schätzte Automateabschreibung (30 Fr./Die Grundfutter -qualität und Rassesind entscheidendeKriterien fürden Bedarf anErgänzungsfutter.Tier) ab, liegt der Mehrertrag immernoch bei knapp 300 Fr. pro Tier!Fazit Unter den Bedingungen desBetriebes Geisseler, mit extensiver Mutterkuhhaltung,erweist sich eine individuelleErgänzungsfütterung der Mutterkuhkälbermit einem Automat alssinnvoll und effizient. Die Wirtschaftlichkeitder Mutterkuhhaltung kann positivbeeinflusst werden. Insbesondereist die Einzelfütterung von Kälbern wirtschaftlich,wenn• der Betrieb extensiv geführt wird,• das Grundfutter nicht der gewünschtenQualität entspricht,• die Milchleistung der Muttertierenicht genügt oder• spätreife Mastrassen (z. B. Limousin)zum Einsatz kommen. Autoren Alex Barenco, UFA-Marketing,3360 Herzogenbuchsee. StephanStudinger, Rindviehspezialist im UFA-Beratungsdienst, 6210 Sursee.Aktion CFS top-beef Wenn Sie beiItin & Hoch bis Ende 2012 eine CFSTop-Beef Kraftfutterstation kaufenbekommen Sie einen Gutschein für1 Originalpalette UFA-Aufzucht- oder-Mastfutter oder das entsprechendeGewicht lose. Einlösbar in Ihrer LANDIDiese Futter sind aktionsberechtigt: UFA230/231/232/233/234/276 Bio/219INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12UFA-REVUE · 12 2012 79


NUTZTIEREKratzen statt fressenRÄUDE Haben die Kühe diesen Herbst wieder angefangen, sich zu scheuern undzu kratzen? Die Jungtiere schlagen viel mit dem Kopf und Schwanz? Manchereiben sich sogar so lange, bis sie blutige Stellen haben? Wahrscheinlich haben siesich Hautparasiten eingefangen. Weitverbreitet sind Räudemilben.JuttaBergerEine Viehbürste(oberes Bild) bedeutetWellness für die Tiere.Bei Räude im Bestandmuss sie aber entferntwerden.Haarlose Stellen(unteres Bild) deutenauf Milbenbefall hin.bussen. Wer sich ständig kratzen muss,kann in dieser Zeit nicht fressen.Schlechte Tageszunahmen, tiefe Milchleistungenoder Stoffwechselproblemesind die Folge. Welche Milbenart (Tabel-Milbebefall äussert sich in Juckreiz,haarlosen, rauen und verdickten,zum Teil nässenden Hautstellenbeim Rindvieh. Die permanenteUnruhe führt zu wirtschaftlichen Einle)am Werk ist, kann der Tierarzt überein Hautgeschabsel nachweisen.Einschleppung via Zukauf Milbenwerden durch direkten Körperkontaktübertragen. Die Einschleppung ineinen Betrieb erfolgt über Zukauf. Esgibt Milbenträger, die nicht sichtbar erkranken,aber eine Infektionsquelle fürandere Tiere darstellen. Zukaufende Betriebekönnen sich also nur durch Quarantänemassnahmenund Parasitenbehandlungenneu eingestallter Tiere voreiner Räude-Einschleppung schützen.Schlechte Licht- und Luftverhältnisse imWinter und ein überbelegter Stall begünstigendie Übertragung der Milben.Tabelle: Erreger von RäudeMilbenart Lokalisation Hautschäden Juckreiz Verbreitungin SchweizChorioptes- Kruppe (Steiss), Ernährt sich von + +++Milben Schwanz, HautabschilferungenGliedmassen, (Nagenmilben)EuterspiegelPsoroptes- Ganzer Körper, Stechen die Haut ++ +Milben beginnt an an, diese nässtHals, Rücken und glänztund Brust (Saugmilben).Sarkoptes- Kopf, Hals Gräbt Gänge in die +++ +MilbenHaut und löst diesemit Speichelsekret auf,diese verhornt undbildet panzerartigeKrusten (Grabmilben).Kuhbürsten problematisch Kuh -bürsten dienen bei Hauterkrankungenaller Art als «Seuchenschleudern» undsollten deshalb schon nach den erstenErkrankungsfällen bis zur Ausheilungabmontiert, gewaschen und desinfiziertwerden. Im Zweifelsfall muss auch derStall mit antiparasitischen Mitteln behandeltwerden. «Normale» Desinfektionsmittelhelfen nicht. Bleibt ein Stallmehr als zehn Wochen leer, kann diesausreichen, die Milben in den Griff zubekommen.Bestandesbehandlung Da sichRäude rasch von Tier zu Tier überträgt,hinkt eine Einzeltierbehandlung immerhinterher. Eine Bestandsbehandlung mitmodernen Antiparasitika dagegen hilft,die Räude in den Griff zu bekommen.Für Milchkühe sind dazu Aufguss-Präparateim Handel, die keine Wartezeitauf Milch haben. Hausmittel wie Salatöloder Schweineschmalz helfen zwar, dieHautverschorfungen zu heilen und könnenden Juckreiz lindern. Die Milbenselbst bleiben davon jedoch unbeeindruckt.Wirkdauer beachten Bei der Behandlungmuss die Wirkdauer der einzelnenAntiparasitika (meist makrozyklischeLaktone) beachtet werden (4 bis 10Wochen). Nur bei sehr langer Wirksamkeitkann die Zeitspanne, die die Milbenin der Umgebung überleben können,abgedeckt werden. Um sicher zu gehenund vor allem um eine Resistenzbildungbei den Räudemilben zu verhindern, isteine Wiederholungsbehandlung angezeigt.Betrieben, die regelmässig Räudeim Bestand haben, wird die Integrationeiner Hautparasitenbehandlung ins Aufzuchtprogrammempfohlen. Autorin Dr. Jutta Berger, Swissgenetics,Team Reproduktion, 3052Zollikofen. www.swissgenetics.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 1280 12 2012 · UFA-REVUE


Fortsetzungvon Seite 77LANDTECHNIKzu verkaufenFräse an Frontladerschaufel,2.2 m breit,für Siloentnahme,Fr. 800 052 747 11 91Rapid 606 mitSchneepflug, betriebsbereitFr. 1200 078 835 33 68Wechseldrehstecker,25A/500 Volt Fr. 50;ESM Messer, fürMulchbalken, länge137 cm, neu Fr. 180;Schermesser, fürHeiniger Viehschere,2 Paar komplett, neu,Kühe 21-23 Fr. 75 079 796 92 68kleine MaterialSeilbahn mit Zubehör,gute Bremsen, günstig 079 735 14 45Hoflader Atlas 46 C mitLeichtgutschaufel,1.3m3, Erdschaufel,Mistgabel undBallenzange, guterZustand, Jg. 1992 079 776 28 11Motormäher RAPID507 mit Bandeingraser,hydrostatischer Antriebsowie ein ZusätzlicherAusleger mit 250 cmBalken, je 2 guterhalteneMesser Fr. 3800;Staplermast ca 2.8 mmit PallettgabelnFr. 500 062 299 04 36Hoflader Gehl KL165,Jg. 2001, Std. 1900,Doppelrad Kühlwasserheizung,div. 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SZ, Fr. 33’000 079 434 69 74GrassähmaschineVogel & Noot;Dieselpumpe, zumTanken 079 243 75 25Schutzgasschweissanlage,wassergekühlt,350 Ampere; Div.Ersatzteile, von Nodet;Getreidesämaschine;Kompoststreuwerk, zuMuli, Kirchner oderPöttinger Mistzetter 079 243 75 25Dürre Büscheli undBrennholz, 50 cm,günstig, 071 223 35 89Viehanhänger, Daltec,allu, 3 x 1.7 m, Jg.2011, ab MFK,Gesammtgewicht2500 kg, VerkaufpspreisFr. 6900, NeupreisFr. 10000 079 516 02 22Milchkühltank 800 l,rechteckige kompakteAnlage, passt durch90cm Türe; Milchtransporttank450 lfahrbar mit Pumpe undReinigungsdüse;Vakuumpumpe 700 lMarkant 700; 4er FG-Melkstand Happel mitdiv. Zubehör; Diesel-Generator Hatz-Diesel/Geko,220/380V6.5kW Elektrostarter,850 Betriebsstunden,alles in gutem Zustand,Preis nach Absprache 052 746 14 69 oder079 449 53 06Sandstrahlanlage mitgrosser Leistung 079 243 75 25Maishäcksler, PöttingerMex1-Rotation 062 961 57 36MuldenförderbandBlaser, 10 m, mitFahrgestell Fr. 2500 079 517 11 90FeuchtmaismühleGruber, ZapfwellenantriebFr. 800 079 517 11 902-Scharplug Menzi,Fr. 800, ZürcherWeinland 079 517 11 90Zinkenrotor Howard,3 m, Zürcher Weinland 079 517 11 90Elektrogetriebemotorzu Güllemixer Vakumat,Zürcher Weinland 079 517 11 90Motormäher Rapid505 mit altemBandeingraser Fr. 1600,Zürcher Weinland 079 517 11 90Milchabsauganlage DeLaval für 20 Kühe,3 Aggregate, 1 Mal mitMengenmessung,Milchtank 850 l mitWärmerückgewinnung 041 450 17 41SchneckenpumpeHochdorf, 60 m 3 , Stk.,mit Zapfwelle Funk, mit3 Weghahnen;GetreidetrocknerKornskilde, 2 t Inhalt;Felgen, 8loch, 16 x 17Zoll; Dieseltank, mit100% Wanne 079 243 75 25Seilwinde Tajfun 8,5 t,hydr. Seilausstoss,breites Schild, ProfiFunk, Jg 2012;MarktplatzMotorsäge Jonsered2152, neu mit 50 cmSchwert 079 319 58 47Behandlungs undKlauenpflegestandAgro Signer, weniggebraucht 079 404 42 24Turbozyklon Huber;Tränkebecken Suevia;Aufsatz zu DüngerstreuerRauch MDS TypM 423 + 400 l 079 243 75 252 Achs Gülletransportfass,12 m 3 mitDodapumpe undRührwerk 079 243 75 25Kreiselmäher Fella1.90m mit Knicker;Kreiselheuer Fella4tlg., 5.40m hydr.klappbar und schrägstellung,neuwertig;Druckfass Kaiser2800 l, Pumpe und Fassin gutem Zustand;Obstwagen Dechenreiterund «Brüggli» anDreipunkt, beidesgünstig; Kippschaufel/Frontladerschaufel 1.7m mit Euro 8 undDreipunktaufnahme;Heuraupe Pöttinger,Motor revidiert, mitErsatzzinken, Gitterradund Anhängevorr. anTraktor, Fr. 550;Förderband 6 m mitElektromotor Fr. 700 071/951 45 94HeurüstmaschineLanker, Kranmodellbetriebsbereit 076 261 21 07Notstromaggregat,30 KvA 40 KvA,selbstregelnd, Dieselmit Elektrostart,320 BetriebsstundenFr. 4900 079 765 20 26Diverse Förderbänder 079 426 06 35Milchkühltank,stationär, rund, 800 l,Fr. 1400 056 634 1543Dieseltank mit Wanne,1000 l, gereinigt,Fr. 250 031 859 41 63Dachbox Polar 700,neuwertig, NeupreisFr. 649, VerkaufspreisFr. 250 079 848 15 70Marktstand Fehr, 3 mmit neuer Blache, Farbeweissgrau, Fr. 1200 079 848 15 70Ladewagen DechentreiterLW3L; BaumspritzeBirchmeier,Balken 12.5 m;Kulturegge; KreiselheuerFahr 4-teilig 044 814 38 21Sähkasten Fiona mitdiversem Zubehör,Fahrgassenschaltung,zwei Sähschienen, 3 mFr. 1900 078 885 32 50AnbauschneefräseRapid, zu Euro 87 cm,2 Betriebsstunden mitGarantie Fr. 4700 079 445 61 28Smart Fencezäune,neu und Occasion 079 225 40 59Mischwagen, Gillioli5m 3 mit Waage;Silofräse Taurus fürMais; Rapid 606;Mistkrahn mitZapfwelle undElektromotor; Strohmühlefür Kleinballen 077 440 36 91Traktor Fendt Farmer309, Jg. 96, 21/21Wendegetriebe,Fronthydraulik,Frontzapfwelle,Frontlader, 3 DW 1 EWHydraulikventile,Zapfwellle 540/ 750/1000, Rockinger,Schnellkuppler,Getriebe total revidiert,Fr. 30'000 052 747 12 71Kühlvitrine Occ., vorneoffen, mit Rollon,Tablare und Beleuchtung,100 x 90, 44 x190, Fr. 500 079 466 73 60FortsetzungSeite 82UFA-REVUE · 12 2012 81


MarktplatzFortsetzungvon Seite 81LANDTECHNIKzu verkaufenSchutzgasschweissanlage,wassergekühlt,350 Ampere; Div.Ersatzteile, von Nodet,neuwertig, Verhandlungspreis;Getreidesämaschine;Kompoststreuwerkzu Muli,Kirchner oder PöttingerMistzetter 076 597 05 14 /079 243 75 25Förderband Blaser, 9 m,Gummi, top Zustand 079 426 06 35Fahrsiloverteilgerät,defekt, eigenbau, Preisab Platz, Fr. 400 079 466 73 60Bucher TM 850, Jg.1988, mit MähwerkMörtel, Jg. 2005,top Zustand 079 356 37 69Rotormäher PZ CM185 H, mit KnickzetterTK 185, ca. Jg. 1985,top Zustand, Fr. 500,hubmannfarm@bluewin.ch 052 336 18 56Ladeaggregat,repariert, zu LadewagenPöttinger Top 2 bis 5oder Entewagen 2/3,neue Ketten, Gussräderund Rollen undFöderkämme auchbearbeitet, Ersatzteilehaben einen Wert vonüber Fr. 3000,Verkaufspreis kpl.Fr. 1600; div. Tractorpulling-Material 041 458 19 44ab 18 UhrTränkefässer, 1000 lmit TB oder Trog,verzinkt, Handbremse,höhenverstellbareDeichsel, Stützfuss undSchwallwand ab Fr.1150; Round-PanAkrion, 17 Panel 3 mFr. 2200; Laufhofabschrankungenindiversen Ausführungen;Weidefutterraufen indiversen Ausführungen12 PL. RundbogenFr. 1200 079 514 69 87Kälberiglus inkl. Um -zäunung mit Tränkevorrichtung,Iglu mitUmzäunung Fr. 520;Futtersilos, für aussen;Pferdeboxen, indiversen Ausführungen;Weidezelt, 3.6 x 3.6 m,Montage auf Panels,Dachkonstruktion undPlane bis auf Boden,inkl. 3 Panelen, neu,Fr. 1990 079 514 69 87Kunststofftank,1000 l, Aktion Fr. 20;Laufhofabschrankungen,Aktion; Rolltore 079 514 69 87Panels 3 m x 1.60 m,robust, neu inkl. MwSt.Fr. 130; Lüfter, fahrbar,Herbstaktion Fr. 1700inkl. MwSt.; Gummimatten,für alle Tiere,Aktion, 15 % Rabatt;BehandlungstandSuper 80, Superaktion,geliefert inkl. MwSt.Fr. 6000 079 514 69 87Mähwerk Busatis,3 Punkt-Heck 077 472 26 18Motorsäge Husqvarna135, Hubraum 40.9cm 3 , 1.88 PS, 35 cmSchwert, Aktionspreisstatt Fr. 395 nur Fr. 295 055 440 34 64GummiförderbandBlaser Occ., 9 m,fahrbar; GummiförderbandGamo, 7 m,fahrbar; Div. Gummiförderbänder,2 m und4 m, 14 m und 17 m;Flachförderband, 30 m 033 437 51 54 oder079 628 83 80Holzschnitzelheizung25 kW Jg. 2008komplett mit Steuerung,Austragung undWasserhochhaltung,neuwertig Fr. 17600 078 705 54 79DoppelseitenschwaderNiemeyer RS 720 ES,arbeitsbreite 7.2 m,Nachlauflenkachse, topZustand, neu revidiert. 041 467 17 82Motor Perkins passendzu Vevey 587 R, 4-Zylinder 062 293 21 29Kreiselheuer KUHN GF5001 MH, sehr guterZustand Fr. 4500 076 476 62 263 Pkt. SpritzeAmmazone, 800 lt,15 m elektr. / hydr.,günstig 052 643 51 95Maishäcksler 1 reihigMex GT, sehr guterZustand 052 643 51 95JF-Wagen AV 50 Rmit Streuwerk,3 Seitenläden 052 643 51 95neuer Kombiboiler600 l, infolge Falschlieferungzu verkaufen,600 l Solarboiler mitElektroeinsatz oben,Registerausgang linksFr. 3000 078 832 95 30AnbindevorrichtungDelaval für 12 Küheinkl. Tränkebecken Fr.500 T 079 300 95 18Alfa Laval Absauganlagemit 2 Aggregatenund 1 StandeimerPumpe, VP 74Glasleitung, GelenkhalsramenKolb mit diff.Ersatzteilen, FugeElecrem, Raum Bern 078 832 95 304 Pneu Pirelli280/70R20 AS 2 Stückca. 50% à Fr. 100,2 Stück ca. 20-30 % àFr. 50 Raum Bern 078 832 95 30Fendt 210 Vario, FH,FZW, Klima, gef. VA,Kab. Federung, schw.Kotf., MichelinBereifung, 800 Bstd.,sehr gepflegt 079 319 58 47LANDTECHNIKgesuchtGummiförderband 078 910 87 39Klauenstand; MotormäherAebi AM 52;Heuraupe M12;Siloballenspitz; Traktorbis Fr. 5000; Milch -kannen; Glocken undTreicheln 079 575 25 523-Seiten-Kipper LKW,Anhänger für landwirtschaftlichenEinsatz, 30oder 40 km/h, Tandem-Achser oder Zwei-Achser,Gesamtgewicht16 t, Achslast 7-8 t,länge Laderaum innenmin. 4.5 m, guterZustand, mit oder ohneBordwand-Erhöhung 079 459 83 06Schneeketten fürTraktor, hinten 30 Zoll,vorne 20 Zoll 041 480 28 36Heuentnahmekran,Nutzlast ca. 400-500 kg,Seilzug, Schienenlängemin. 22 m; Bührertraktor-Tractospeed.,ab 19 Uhr 052 763 38 97Transporter oderkleinerer Traktor,Marke egal, Preis bis ca.Fr. 2000, je nachZustand auch zumRestaurieren; Rapid 505Motormäher 062 299 04 36Porsche-Traktor; oderHürlimann-Allrad zumrestaurieren 062 299 14 30Kleinballenpresse mitSpiker oder einzeln 031 809 19 22RundballenschneiderTnaco oder Goeweil mitFolienhalter 052 741 21 90Krokodilzange anFrontlader, Traktor 1.5m - 1.6 m breit, Euro 8 079 505 68 44Schriftzug fürHürlimann; Zierleisten 062 299 14 30Asthalterfür Baumstützen 079 523 68 29Heurüstmaschine,Kranmodell, guterZustand 079 923 46 03Knickdeichselhydraulisch für MengeleLadewagen 079 652 25 34Frontpacker-Walze 077 492 51 10Einschienen-Entnahmekran,länge ca. 12 mmit einem Bogen 062 723 23 04 oder079 315 99 09Tandemkipper, ab 10 t,oben oder Untenanhängung,Kt. BE 079 328 76 634 Rad Körnerwagen,5 - 10 m 3 079 655 24 52Rapid Spezial Benzinmit Kriechgang 077 406 30 85HeurüstmaschineLANKER 077 492 51 10Busatis Mähwerk 077 492 51 10Maishäcksler MengeleMB 220 auch defekt,als Ersatzteilspender,bitte alles anbieten 079 428 20 55Frontlader zu MF3050-3075 mitpassender Konsole 079 428 20 55Ballenzangen Altec TypM12G, oder MC4;Melkstand; Laufstalleinrichtung,Fressgitter,Schieber und Boxenbügel;Grassband 079 243 75 25Heurüstmaschine,Kranmodel undNormalmodel 079 672 76 25Trailer/Wohnwagenmit Küche und WC,Schlafzimmer, el.Heizung, 3x8 mFr. 2200 032 351 56 09Heurüstmaschine 079 765 20 26Cambridge Walze 079 810 43 53Kleinballenförderband,leichtbau 078 910 87 39Transporterli, oderkleineren Traktor,günstig 062 299 04 361 Pneu 600/65/38 oder650/65/38 mit min.25 - 30 mm Profil 041 458 19 44Hürlimann zumrestaurieren, D115,D150, D200 oder310er 062 299 14 30Tandem oder Einachskipper,kein LKW 079 278 45 31Holzspaltmaschine anMetrac oder Traktor,Raum OstschweizInnerschweiz 079 245 25 02selbstfahrendeObstauflesemaschine 079 464 69 61Kartoffelsortierer,Kunz oder Samro 0049 7734 68 89Frontladerkonsole zuHürlimann XT, SameSilver, LamborghiniPremium alle Hersteller 079 267 21 67Occ. Fronttrommelmähwerk,mitAufbereiter077 208 48 52Dieselmotor PerkinsNr. 4.99 079 620 36 04Fronthydraulik zuTraktor Hürlimann468.4 Clup oder SameExplorer 70 Spezial;Dosierwagen 079 243 75 25Feldspritze 600 bis 800l Inhalt, 15 m Balken,vollhydraulisch 079 243 75 25Holzrückezange,mechanisch 079 723 61 25Hochsilo Huber,Durchmesser 3 m,17m³, Kanton LU 079 483 60 90Düngersteuer Vicon200-300 l 079 483 60 90günstiger Traktor undMotormäher 044 935 19 70LANDTECHNIKzu verschenken2 Doppelglasfenster,1 x 2.4 m, ohne Rand;2 Dachfenster mitKupferverkleidung,1.4 x 0.8 m 071 866 11 27FortsetzungSeite 9582 12 2012 · UFA-REVUE


Buchtipp: Vorrat halten, kochen und verschenkenKURZMELDUNGENLANDLEBENKochbücher haben vor WeihnachtenHochkonjunktur. Man verschenkt siegerne und durchstöbert mit Vergnügenselber die Rezeptbücher, um kulinarischeHighlights während derFesttage aufzutischen.Die Edition Vorsatz überrascht mitdem zweiten Band zur Sendereihe«SF bi de Lüt- Landfrauenküche». Erumfasst die Jahre 2010, 2011 und2012. Die Rezepte der ersten dreiStaffeln aus den Jahren 2007, 2008und 2009 wurden wegen der grossenNachfragealsBand 1 neuaufgelegt.Sowohl imFernsehenwie in derKarins KräutertippsAuch im Winter schönDas Gänseblümchen nennt derLateiner «Bellis perennis», alsodie Schöne, die das ganze Jahrüber blüht! In der schneefreienZeit entdecken wir im Rasenoder an Wiesenrändern blühendePflanzen. Wir können damitein kleines essbares Blütenwunderauf unsere Suppe oder unserenTee zaubern. Dazu pflückenwir Gänseblümchenblüten undlegen sie in den Kühlschrank (imWinter pflücken wir sie unmittelbarvor Gebrauch). Die Suppe,Bouillon oder einen Tee servierenund darauf die gekühlten, inzwischengeschlossenen, Blütenköpfelegen. Durch die Wärmeöffnen sich die Blüten in Sekundenschnellevor unseren Augenwieder. So schmeckt den Kindernder Tee oder die Suppe besondersgut!Karin Näfwww.kraeuterkurse.chgedruckten Rezeptsammlung stehtder Bezug zu regionaltypischen Nahrungsmittelnund deren Verarbeitungim Mittelpunkt. Jeder Bandkostet 34 Fr. Beim Kauf beider Bändekosten die Bücher 55 Fr., stattzweimal 34 Fr., also 68 Fr. plus Versandspesen.Bezugsadresse: RedaktionLandfrauenkochen,Staatsstrasse 159,626 Hünibach, 033 243 00 77, Fax033 243 00 86, redaktion@landfrauenkochen.ch,info@vorsatz.chwww.landfrauenkochen.chMit dem Buch «Vorrat halten» gelangHildegard Rust ein Standardwerk.Das Buch umfasst Menü- undVorratsplanung, Einkauf und Lebensmittelqualität,Frischlagerung,Haltbarkeitsverfahren und RezepteLockpfosten für StädterDer LID sucht Bauernfamilien, dieauf ihrem Betrieb, an einem gut begangenenFuss- oder Wanderwegvon Frühling bis Herbst 2013 Lockpfostenzu drei bis acht Themen aufstellenwollen. Das kostet nichts.Nur Mithilfe beim Vorbereiten undAufstellen der Pfosten ist nötig.Anmeldung bis zum 19. Dezember2012.www.lockpfosten.ch,Matthias Diener, Neuweg 9,6003 Luzern, 041 210 39 68,matthias.diener@bluewin.chFotowettbewerb LandfrauenGesucht werden einzigartige Fotosvon Landfrauen und Bäuerinnen inder Arbeitswelt und in der Freizeit.Pro Teilnehmerin dürfen maximal4 digitale Fotos auf einer CD gespeichertund jedes Foto zusätzlich aufeiner A4-Seite ausgedruckt und eingeschicktwerden. Berufsfotografin-für Obst, Gemüse,Milch und Fleisch.Es gibt Hilfestellungfür das Anlegen einesNotvorrats fürKatastrophenfälleund ist ein wertvollerHelfer für Menschen, die von Lebensmittelallergienund -unverträglichkeitengeplagt sind. Für alle, diedie heimischen und ursprünglichenLebensmittel schätzen und sich füreinen gesunden, nachhaltigen undverantwortungsvollen Lebensstilentschieden haben. Erhältlich ist dasBuch «Vorrat halten» von Hildegardfür 36 Fr. plus Versandspesen bei:Agroimpuls, Laurstrasse 10, 5201Brugg, Tel. 056 462 54 55, Fax 056442 22 12, info@vomhof.chnen, die ihrEinkommengewerbsmässigals Fotografinnenerzielen,sind von der Teilnahme ausgeschlossen.Die Bilder werden im Online-Archivdes SBLV zur Ansichtveröffentlicht. Einsendeschluss istder 31. Oktober 2013. Es gibt tollePreise zu gewinnen. Informationen:SBLV, Fotowettbewerb, Laurstrasse10, 5201 Brugg, 056 441 12 63www.landfrauen.ch10 Jahre Archiv für AgrargeschichteAn der Hochschule für Agrar-, ForstundLebensmittelwissenschaften inZollikofen feierte das Archiv fürAgrargeschichte (AfA( seinen 10-jährigen Geburtstag. Zahlreiche Exponentenlandwirtschaftlicher Verbändeund Firmen präsentierten inkurzen Voten ihre Beweggründe,warum sie ihre Archivablagen vomAfA systematisch erfassen liessen,unter ihnen der Schweizerische Bauernverbandund der SchweizerischeBäuerinnen- und Landfrauenverband.Das AfA stellt sicher, dass einmaligesKulturgut zur Geschichteder Landwirtschaft erhalten bleibt.www.agrararchiv.ch.LID-VerlosungKalender «FaszinationLandwirtschaft 2013»75 Jahre Kommunikationzwischen Stadt und LandSchneebedeckte Felder, blühendeObstbäume, weidende Hochlandrinder,neugierige Ziegen: Dies sindnur einige der fantastischen Bilderdes neuen Bildkalenders derSchweizer Bauern. Die eindrücklichenBilder stammen aus einer Auswahleines Fotowettbewerbs. Fürjeden Monat gibt es ein ganzseitigesBild sowie eine Bildcollage mit dreiBildern und einem Arbeitskalender.Zum Jubiläumsjahr «75 Jahre LID»verlost die UFA-Revue zehn Kalender«Faszination Landwirtschaft2013».Schreiben Sie eine SMS an 880(90 Rp.) mit KFL Kalender NameAdresse und gewinnen Sie einen«Faszination Landwirtschaft». Einsendeschluss14. Dezember 2012.Gewinner UFA-Revue11-2012Ein Edelweiss-Geschenkbandim Wert von 25 Fr.haben gewonnen: ElisabethSchneider aus Langenbruck,Stefan Hager aus Kaltbrunn,Vreni Leuenberger ausMelchnau, Regula Schafroth aus Eggiwilund Lisbeth von Deschwandenaus Kerns. Das Geschenkband passtzu jeder Verpackung und sorgt fürAufmerksamkeit. Es kostet 25 Fr.plus Versandkosten. LID, Weststrasse10, 3000 Bern 6, 031 359 59 77,Fax 031 359 59 79, info@lid.ch,www.lid.ch, www.landwirtschaft.chTagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.ch83


LANDLEBENOrdnung in der HinterlassenschaftORGANISIEREN, ERBEN UND VERWALTEN Mit dem Tod eines Angehörigenkommen auf die Hinterbliebenen eine Reihe von rechtlichen und organisatorischenFragen und Massnahmen zu. Vieles ist einfacher zu regeln, wenn man bereits zuLebzeiten gewisse Vorkehrungen getroffen hat.UeliStraubWenn der Partner oder die Partnerinstirbt, gerät die ganze GefühlsundBeziehungswelt durcheinander.Beim plötzlichen Unfalltod wahrscheinlichüberfallmässig, während eineslangsamen Sterbens durch Krankheiteher schubweise. Die oder derÜberlebende muss sich neu orientieren,neu ausrichten, neu finden. Mit demTod eines Angehörigen kommen auf dieHinterbliebenen aber auch eine Reihevon rechtlichen und organisatorischenFragen und Massnahmen zu. Diese zumeistern ist nicht einfach – aber je bessersich Mann und Frau mit so einemFall auseinandergesetzt haben, umsoschneller lassen sich die weltlichen Angelegenheitendes Verstorbenen regeln.Rechtsfolgen bei einem TodesfallMit dem Tod endet die Persönlichkeit(Art. 31 ZGB) und es wird derErbgang des Verstorbenen eröffnet (Art.537 ZGB). Jeder Todesfall muss innerhalbvon zwei Tagen mit einer ärztlichenTodesbescheinigung dem Zivilstandsamtgemeldet werden (Art. 35 ZSTV).Neben der Gemeinde sollten auchalle Banken, Versicherungen, Vorsorgeeinrichtungenoder Handelspartner, mitdenen der oder die Verstorbene geschäftlicheBeziehungen hatte, schriftlichüber dessen Ableben informiertwerden. Vorteilhaft ist es in diesem Fall,wenn die Ehepartner gegenseitig überihre Geschäftsverbindungen Bescheidwissen!Eigentum des VerstorbenenDie zuständige Behörde ist von Amteswegen verpflichtet, die zur Sicherungdes Erbganges nötigen Massnahmenzu treffen (Art. 551 ZGB). Aktiv wird sievor allem dann, wenn die Gefahrbesteht, dass wirkliche oder vermeintlicheErben Tatsachen schaffen, die nichtden gesetzlichen Regeln und dem Willendes Erblassers entsprechen. In denKantonen bestehen dazu eigene Rechtserlasse.Auch ein Erbe, der befürchtet, dasssich jemand unrechtmässig am Nachlassbereichern möchte, kann Sicherungsmassnahmenergreifen. Dazu gehört,dass man Vollmachten des Erblasserswiderrufen lässt, dass ein Sicherungsinventaraufgenommen wird oder sogardie Versiegelung einer Wohnung bei derGemeinde erwirkt werden kann. DieEhepartner sollten voneinander wissen,was sie besitzen und wie man darauf Zuganghat.Geld des Erblassers Alle Kontiund Depots des Verstorbenen bei einerBank werden beim Bekanntwerden desTodesfalls vorübergehend blockiert, zumindestso lange, bis feststeht, wer neuüber die Vermögenswerte verfügt. Dasbedeutet, dass sämtliche Kontoaktivitäten– Barabhebungen, Onlinebuchungen,Daueraufträge oder Lastschriftverfahren– gestoppt und sämtliche KreditundKontokarten eingezogen werden.Zugang zum Hauptkonto des Verstorbenenhaben allenfalls Erben, die beider Bank die Fortsetzung offensichtlichgrundlegender Zahlungen beantragen,welche schon bisher über die betreffendenKonti abgewickelt wurden (Zinsfür Pachtbetrieb, Monatsrechnung derLANDI etc.). Dazu ist es von Vorteil, eineErbbescheinigung vorzuweisen. Diesewird von der letzten Wohngemeindedes Erblassers ausgestellt und beglaubigt,dass die Antragssteller zwar nichtSieben goldene Regeln1. Ehepartner sollten gegenseitig überihre Geschäftsverbindungen Bescheidwissen.2. Ehepartner sollten gegenseitig wissen,was sie besitzen und wie man daraufZugang hat.3. Ehepartner sollten gegenseitig Zugriffauf Kontonummern und Passwörterhaben.4. Ehepartner sollten die Finanzierungdes gemeinsamen Haushaltstransparent regeln und aufzeichnen.5. Ehepartner sollten gegenseitig überdie Entwicklung ihrer GüterständeBescheid wissen.6. Ehepartner sollten sich gegenseitigdarüber informieren, wie sie imTodesfall ihren Nachlass geregelthaben möchten.7. Ehepartner sollten beide für denNotfall auch über ein eigenes undunabhängiges Geldkonto verfügen.definitiv, aber unter Vorbehalt erbrechtlicherKlagen als Erben anerkannt sind.Erbengemeinschaft Sind mehrereErben vorhanden, so bilden sie eine Erbengemeinschaftund werden nach demTod des Erblassers Gesamteigentümerseines Nachlasses (Art. 602 ZGB). DieErbgemeinschaft verwaltet als Interessengemeinschaftdie Rechte und Pflichtender Erbschaft gemeinsam, sie mussaber auch solidarisch für die Schuldendes Erblassers haften (Art. 603.1 ZGB).Für Kinder und Grosskinder, die mitdem Verstorbenen in gemeinsamemHaushalt gelebt haben, muss die Erbschaftweiterhin eine angemessene Entschädigungausrichten (Art. 603.2 ZGB).Die Erbengemeinschaft besteht grund-84 12 2012 · UFA-REVUE


LANDLEBENNützliche Broschüren• Die Broschüre «Hinweise für dieHinter bliebenen» unterstützt Bauern -familien bei der Erstellung von Notfall -plänen im Hinblick auf eine schwereErkrankung oder einen Todesfall.Bestelladresse: SBV Treuhand &Schätzungen, Brugg, 056 462 51 11• Die Checkliste «Partnerschaft imlandwirtschaftlichen Unternehmen»hilft bei der Klärung der gegenseitigenVerpflichtungen von Ehegatten.Bestelladresse: Agridea, Lindau, 052 354 97 00• Die Merkblattserie «Bewusst Bäuerinsein» gibt Auskunft zu allen wichtigenFragen rund um die Partnerschaft inder Landwirtschaft. Bestelladresse:Agridea, Lindau, 052 354 97 00sätzlich bis zur Teilung des Erbes. Diesolidarische Haftung für Schulden desErblassers verjährt aber erst 5 Jahre nachder Erbteilung (Art. 639 ZGB).Jeder Miterbe kann zu einem beliebigenZeitpunkt die Teilung des Nachlassesverlangen (Art. 604 ZGB). Die Erbschaftssachenwerden unter den Erbenaufgeteilt, wobei grundsätzlich so verfahrenwird, dass testamentarische odererbvertragliche Anweisungen oder diePflichtanteile der Erben (Grafik) respektiertbleiben. Differenzen, die bei derZuteilung von realen Werten zwangsläufigentstehen, sind durch Zahlungenauszugleichen.Auflösung der Ehe Die Ehe wirdnicht nur durch Scheidung, sondernauch beim Tod eines Ehepartners aufgelöst.Das Ende einer Ehe hat zwingendeine güterrechtliche Auseinandersetzungzur Folge (Art. 204 resp. 236 resp.ZGB), das heisst die Aufteilung der vorhandenenVermögenswerte unter dieEhepartner. Beim verstorbenen Ehegattenerfolgt die Zuteilung auf seinenNachlass, also zugunsten seiner Erbengemeinschaft.Die Klärung der güterrechtlichenVerhältnisse eines Erblassersoder einer Erblasserin wird also der Teilungseiner Hinterlassenschaft vorangestellt.Im Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung(ordentliche undhäufigste Regelung der Ehegüter, dieautomatisch gilt, sofern nicht aktiv einanderer Güterstand vereinbart wird)wird die Aufteilung folgendermassenvorgenommen (Grafik): Jeder nimmtsein Eigengut zurück und erhält von dengemeinsam erwirtschafteten Vermögenswerten(Errungenschaft) jeweils50% (Art. 205 ff. ZGB).Eine Besonderheit der Landwirtschaftist in diesem Zusammenhang, dass einGrafik: Wer bekommt was?Quelle: www.beobachter.chGüterrecht1 2 3 4EigengutMann †100 %ErrungenschaftMann 50 %ErrungenschaftMann 50 %50 % vom Nachlassfür die NachkommenErbrechtEigengutMann100 %ER*Mann50 %ErrungenschaftFrau 50 %ErrungenschaftFrau 50 %ER*Frau50 %50 % vom Nachlassfür die EhefrauEigengutFrau 100 %Anspruch Ehefrauaus GüterrechtNachlass*Errungenschaftminus Schulden= VorschlagGerda Klaus mit Sabrina (l.),Mathias (h.) und Raphael (r.).Es fehlt auf dem Bild Christian,der eine Lehre als Landwirt macht.«Und dann ist alles anders.»Gerda Klaus ist seit acht Jahren Witwe, so lang führtsie auch den landwirtschaftlichen Betrieb mit Milchwirtschaft,einigen Mastschweinen und Hochstammobst -bäumen, den sie gemeinsam mit ihrem Mann in Zucken -riet (SG) aufgebaut hat. «Was mir Kraft gegeben hat,in dieser schweren Zeit, sind die Kinder», sagt sie. Heutesind Christian 17, Sabrina 15, Raphael 12 und Mathias10 Jahre alt.Einer der schlimmsten Momente sei die Diagnose Krebsgewesen. Ihr Mann sei jedoch immer optimistisch ge -blieben. «Aber nach und nach brauchte er Unterstützung,zuerst über den Betriebshelferdienst, dann stellten wireinen Angestellten an», fährt sie fort. Als ihr Mann starb,war der jüngste zwei Jahre alt. «Dadurch, dass wir einenAngestellten hatten, lief nach dem Tod meines Ehemannesauf dem Betrieb alles quasi normal weiter. Ich habeauch nie daran gedacht, den Betrieb aufzugeben. Heutebin ich froh darum, die Kinder sind an der Landwirtschaftinteressiert und legen kräftig mit Hand an. Zudem lerntder Älteste Landwirt.»Rechtlich gesehen entstand nach dem Tod des Ehemanneseine Erbengemeinschaft bestehend aus der Bäuerin undden vier Kindern. Die Verantwortung für den Betrieb aberhatte Gerda Klaus. Sie wollte eine klare Regelung undveranlasste die Auflösung der Erbengemeinschaft. «MeineKinder, alle noch minderjährig, wurden durch eine An-wältin vertreten, die den Besitz und ihren Erbanspruchregelte», erzählt Gerda. So sei alles transparent und imInteresse der Kinder fest gelegt worden. Von Vorteil sei es,wenn der überlebende Ehegatte belegen könne was jederin die Ehe mitgebracht habe.Als wichtig erachtet Gerda Klaus eine angemessen hoheTaggeldversicherung, so hätten Aushilfen, Betriebshelferund auch der Angestellte bezahlt werden können. Auchhätte sie für sich eine hohe Taggeldversicherung ab ge -schlossen. So lange die Kinder schulpflichtig sind, erachtesie das als notwendig. Später könnte dann die Taggeldversicherungangepasst werden, fügt die Bäuerin an. «Damalsvor acht Jahren, hätte ich, wenn ich den Be trieb aufgebenhätte, auch keine landwirtschaftlichen Kinderzulagenmehr bekommen. Ich hätte auswärts arbeiten müssen, umKinderzulagen als Arbeitnehmerin zu erhalten. Das kamfür mich mit vier Kindern zwischen 2 und 9 Jahren nicht inFrage», erklärt sie. Diese Praxis hat sich aber geändert,seit 2009 erhalten auch Nichterwerbstätige mit bescheidenemEinkommen Kinderzulagen.Elementar sei es, selber aktiv zu werden, auch wenn esviel Kraft brauche, und beispielsweise bei Ämtern wie derAHV nachzufragen. Gerda Klaus hat nämlich fünf Monateauf die Witwenrente warten müssen.Daniela ClemenzUFA-REVUE · 12 2012 85


LANDLEBENAuf vielen Bauernhöfenarbei ten Frau undMann gleichberechtigtmiteinander. Wennder Partner stirbt,stellt sich die existentielleFrage, wiees weiter gehen soll?landwirtschaftliches Gewerbe, für welchesseitens des Ehegatten oder einesNachkommen ein Anspruch auf ungeteilteZuweisung besteht, zum Ertragswertan die Gütermasse angerechnetwird (Art. 212 ZGB).Wie weiter mit dem Betrieb?Für die Übernahme und Anrechnungvon landwirtschaftlichen Liegenschaftengilt das Bäuerliche Bodenrecht(BGBB). Befindet sich im Nachlass einlandwirtschaftliches Gewerbe (Gesamtheitvon Land, Bauten und Anlagen mitmindestens 1 SAK), so kann jeder Erbedessen Zuweisung zum Ertragswert verlangen,wenn er es selber bewirtschaftenwill und dafür geeignet erscheint(Art. 11.1 BGBB). Da die Ehepartnerauch zu den Erben zählen, steht ihnendas Recht auf Übernahme ebenfalls zu –vorausgesetzt, dass sie über die nötigenKompetenzen zur Selbstbewirtschaftungverfügen (Ausbildung, etc.). Wirddas Gewerbe nicht dem überlebendenEhegatten zugewiesen, hat dieser Anspruchauf Nutzniessung an einer Wohnungoder auf ein Wohnrecht (Art. 11.3BGBB). Ausserdem gilt: Hinterlässt derErblasser unmündige Nachkommen,muss die Erbengemeinschaft bestehenbleiben, bis entschieden werden kann,ob ein Nachkomme das Gewerbe zurSelbstbewirtschaftung übernehmen kannund will (Art. 12.1 BGBB). Erfüllt aberder überlebende Ehegatte die Bedingungenfür eine Zuweisung zur Selbstbewirtschaftung,so kann er oder sie dasGewerbe trotz unmündiger Nachkommenzu Alleineigentum übernehmen(Art. 12.2 BGBB).Witwe oder Witwer eines verstorbenenGewerbeeigentümers können alsozumindest auf dem Familienbetriebwohnen bleiben. Und für die unmündigenNachkommen wird das Landwirtschaftsgewerbein der Erbengemeinschaftoder über den überlebendenElternteil gesichert, bis sie sich selber füroder gegen eine Übernahme entscheidenkönnen.Autor Ueli Straub, Gruppe Betrieb,Familie, Diversifizierung, Agridea,8315 Lindau, www.agridea.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 12Sorgentelefon nötiger denn jeBAUERNFAMILIEN UNTER STRESS Sinkende Preise und grosse Arbeitbelastungbelasten Bauernfamilien. Sie geraten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch familiärvermehrt unter Druck, schreibt Sonja Imoberdorf in ihrer Bachelor-Arbeit.Das bäuerlicheSorgentelefon bestehtseit 1997. Bedient ist esMontagvormittag undDonnerstagabend voneinem Freiwilligen-Team (Bäuerinnen,Bauern). Sie werden fürden Telefondienst aus -ge bildet und sind zuVerschwiegenheitverpflichtet. BäuerlichesSorgentelefon 041 820 02 15,www.bauernfamilie.chAls Bauerntochter, Landwirtin undAgronomin hat Sonja Imoberdorfauch bei ihrem Zweitstudium alsSozialarbeiterin die bäuerliche Lebensweltnicht aus den Augen verloren.In ihrer Abschlussarbeit «Bauernfamilienunter Druck» weckt neben einem theoretischenTeil zu Stress in Familien unddessen Bewältigung vor allem der empirischeAbschnitt das Interesse: NeunThesen zu Notsituationen in Bauernfamilienwerden anhand einer quantitativenund qualitativen Auswertung vonanonymen Telefonproto kollen des bäuerlichenSorgentelefons überprüft.Die Ergebnisse dieser Analyse empirischerFakten weisen verstärkt darauf hin,dass Bauernhaushalte in wirtschaftlichschwierigen Zeiten familiär vermehrt unterDruck geraten. Eine Verschärfung der«externen Stressoren» – Preiszerfall, höhereArbeitslast, steigende Ansprüche –kann Spannungen innerhalb der Bauernfamilienan die Belastungsgrenze oderdarüber hinaus treiben. Treten belastendeSituationen an verschiedenen Frontenauf oder können trotz Bewältigungsversuchendie Stresslagen nicht aus demWeg geräumt werden, wirkt sich dies negativauf das Kommunikations- und Interaktionsverhaltenaus. So schwindendie Chancen auf eine erfolgreiche Problembewältigungzusätzlich.Imoberdorf stellt fest, dass die Gründefür einen Anruf beim bäuerlichen Sorgentelefonvielfältig und die Schwierigkeitenmeist miteinander verflochten sind, dasssich aber «das wahre Ausmasse der individuellenNöte jenseits des Telefonapparatsnur erahnen» lasse und empfiehlt:Werbemassnahmen für bäuerliche Beratungsangeboteausbauen, Fachleute derSozialen Arbeit in die Beratungsteamseinbauen (Coaching), das Thema «Kommunikationund Krisenmanagement» inder landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildungvertiefen, bestehende sozialeBegleitmassnahmen im Rahmen derAgrarpolitik erweitern, um Wege aus derKrise wirtschaftlich zu erleichtern. Autor Ueli Straub, Vorstand bäuerlichesSorgentelefon, Agridea, LindauSonja Imoberdorf: «Bauernfamilien unterDruck, Entstehung und Bewältigung vonStress im bäuerlichen Alltag und dieBedeutung von professioneller Hilfe imCoping-Prozess», Bachelor-Thesis an derBerner Fachhochschule FachbereichSoziale Arbeit, Bern Juni 2012INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 1286 12 2012 · UFA-REVUE


Einfach gut im GeschmackZIMT UND TRUFFES-VARIATIONEN Richtig aufbewahrtbleiben Kürbisse lange haltbar. So kann man beispielsweiseauch im Winter frische Konfitüre daraus machen – passend fürden Advent mit Zimtgeschmack.REZEPTLANDLEBENKürbis-Zimt-Konfitüre2 kg Kürbis1 kg Zucker5 Gelfix 2:11 l Süssmost ab Presse2 KL ZimtKürbis zerstückeln, mit Most und 700gZucker weichkochen. Mit dem Stabmixerpürieren. 300g Zucker, Gelfix undZimt miteinander vermischen und in dieKonfitüremasse einrühren. Aufkochenund 5 Minuten weiter köcheln lassen.Heiss in Gläser abfüllen.Dunkle oder helleTruffes150 g Butter110 g Puderzucker200 g dunkle Schokolade (oder 200 gMilchschokolade)Kaffee-Truffes150 g Butter110 g Puderzucker100 g Milchschokolade100 g dunkle Schokolade1 EL Incarom2 EL KirschTruffes und Konfitüren von Pia Wickisind an den regionalenWeihnachts -märktenäusserstbeliebt.Weisse Truffes150 g Butter110 g Puderzucker200 g weisse Schokolade2 EL KirschDen Butter grob würfeln. Den Puderzuckerdarüber sieben. Je nachdem Kirschoder Incarom dazugeben. Die Schokoladein eine Chromstahlschüssel geben,mit heissem Wasser übergiessen. EinenMoment warten, bis die Schokoladegeschmolzen ist, dann das Wasser abgiessen.Die geschmolzene Schokolademit der Buttermasse vermischen. Kühlstellen. Regelmässig rühren. Ist die Masseangedickt in den Spritzsack füllen undin Papier- oder Schokoladeförmchendressieren.Die RezeptbäuerinRezeptbäuerin PiaWicki (46) ist in Stei -nig-Dorbach in Wiggen(LU) zu Hause. Mitihrem Mann Willi undden drei Kindern (Lydia16, Renate 19 und Beat21) wird ein 15-ha-Milchwirtschaftsbetriebbewirt schaftet. StarkeBetriebs zweige sindDirektvermarktung undAgrotourismus, woWickis mit dem Rössli-Wirt und StarkochStefan Wiesner ausEscholzmatt zusammenarbeiten.Pia Wickiist zu dem Präsidentindes Vereins «PuuremärtAmt Äntlibuch». Dieserbietet Apéro- undParty service an undstellt einen Geschenkkorbaus dem Bio sphä -ren reservat Entlebuchzusammen, was nebenWeihnachtsmärkten, inder Vorweihnachtszeitviel zu tun gibt. DieBäuerin ist aber nichtnur kulinarisch auf Ent -deckungsreise, sondernals Tanzleiterin derTrachtengruppe Mar -bach auch kulturellinteressiert.UFA-REVUE · 12 2012 87


LANDLEBENRARITÄTEN & NOSTALGIEKreativ mit scharfer SchereFILIGRANE KUNSTWERKE Abends, wenn ihre neun Kinder schlafen,widmet sich die Bäuerin und Künstlerin Jolanda Brändle aus Mosnang (SG)der Scherenschnittkunst. Grosse Anerkennung bekam sie für das Olma-2012-Plakat, das sie entworfen hatte. Aber auch über die Landesgrenzenhinaus ist die Bäuerin und Künstlerin bekannt.Was ist das?Klöppelspulen oderTrommelstöcke?Schreiben Sie dieAnt wort an:info@ufarevue.ch oderper Post: UFA-Revue,Theaterstr. 15a,8401 Winterthur.Verlost wird ein LANDI-Gutschein im Wert von 20 Fr.Einsendeschluss 14.12.2012.TALONBestellung Raritäten-InserateChiffre: Ja (Zusatzkosten Fr. 20.–) Nein Erscheinungszahl: 1 x 2 x Raritätenjede weiter Zeile Fr. 10.– Für LANDI-Mitglieder gratis.Name, VornameStrasse, PLZ, WohnortTelefonDatum, UnterschriftDie Scherenschnitte von JolandaBrändle (41) umfassen traditionellländlicheMotive gehen ins Märchenhafte,Mystische und Abstrakteüber. Motive findet sie in ihremLeben als Bäuerin und in der Natur. ImFrühling sind es Schmetterlinge, Blumen,Blütenbäume und Hasen. ImHerbst und Winter bevölkern Hirten,Engel oder Schneemänner die Scherenschnitte.Geheimnisvoll strahlen Tannenund Laubbäume. Liebevoll undhumorvoll gestaltete Scherenschnittefinden sich auf Karten, Iphonehüllen,Windlichtern, Nikki-Tüchern, Steinkissen,Tassen oder JoJo-Schnecken. VorWeihnachten ist Hochbetrieb, auch inBrändles «Lädeli zur Schererei» in Mosnang,das jeweils am Samstag zwischen9 und 12 Uhr geöffnet ist. Wer JolandaBrändle persönlich antreffen will, hatdazu am Weihnachtsmarkt in der Henessenmühlein Gossau (SG) Gelegenheit(7. bis 9. und 14. bis 16. Dezember).www.schererei.chAusschneiden und einsenden an: UFA-Revue Marktplatz, Postfach 344, 8401 Winterthur Ich bin Mitglied der LANDIJolanda Brändle brauchtefürs Zeichnen und Schneidenrund 10 Stunden.inkl. 7.6 % MwSt10.–20.–30.–40.–50.–✁Noch viel zu entdeckenAuflösung «Was ist das»!www.geska.chZu seinem zehnjährigen Bestehen orga -nisierte das Archiv für Agrargeschichteein Kolloquium «Der Film in der Land -wirtschaft – die Landwirtschaft im Film».Zu entdecken gab es einiges, zum Bei -spiel den Film «Alpsegen im Glarnerland»von 1929. Produziert worden warder Film von der Schweizerischen Milch -kommission und zeigt des Weg desSchabzigers von der Milchgewinnungauf der Alp bis hin zum Versand an diegrosse weite Welt (Mombasa, Toronto,Vancouver, Shanghai, Buenos Aires, NewYork). Beim Glarner Schabziger handeltsich um den ersten Markenartikel derSchweiz, dessen Ursprünge auf das Jahr1463 zurückgehen. Der Film geht alsLehr- und Werbefilm durch, verknüpftaber auf künstlerisch an spruchs volleWeise Licht und Schatten, heileAlpenlandschaft mit Vermarktungsfragen.Solch eindrückliches Filmschaffengibt es noch einiges in den Archiven derlandwirtschaftlichen Organisationen zuentdecken.Das Rätsel der letzten UFA-Revue lösteAnita Savoy aus Tatroz (FR).Der gesuchte Gegenstand war ein altesKohle-Bügeleisen.12 2012 · UFA-REVUE


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GARTENSEITEEin Geschenk des HimmelsLANDLEBENMISTELN gelten seit Urzeiten als Glücksbringer und Friedenssymbol. Sie entfaltenihre dezente Pracht im Advent und sind damit für festliche Dekorationen wiegeschaffen. Bei der Haustüre oder vor dem Fenster ist ein Mistelbusch ein wunder -schöner Blickfang bis zum Frühlingsbeginn.EdithBeckmann1 • Festliches Gespannim Advent: Weihnachtssternund Mistelzweige.Bild: CMA2 • Sind die Laubbäumekahl, entfalten sichdie goldgrünen Mistelbüschezu voller Pracht.Bild: Klaus Stricker/pixelio.de3 • Als wären sie vomHimmel gefallen:Misteln entfalten sichan kahlen Bäumen.Bild: Annamartha/pixelio.deIn Baumkronen gut verborgen,sitzen Misteln als Halbschmarotzerauf den Ästen. Sie entziehen ihrenWirtspflanzen Wasser und Mineralstoffe;Kohlehydrate beziehen sie auseigener Assimilation. Ihren Gastgebernschaden sie nur, wenn die Bäume geschwächtsind und die Misteln zahlreichauftreten.Kultpflanze der Kelten Erst wenndie Blätter fallen, entdeckt man die sagenumwobenePflanze. Deshalb glaubtendie Kelten, die bizarren Kugeln seienvom Himmel in die Baumkronen gefallenund verehrten sie als Zauberpflanze. Ihregeheimnisvollen Kräfte kennt jedes Kind.Ihnen verdankt Obelix aus den Asterix-Büchern seine Siege über die Römer.Verbreitet werden Misteln durch Vögel.Sie fressen die Beeren und scheidendie unverdaulichen, klebrigen Samenaus. Haften sie auf einem Zweig, verankertder Keimling seine Wurzeln in derRinde. Etwa sechs Jahre später öffnensich erstmals drei bis fünf zierliche, gelbeBlütensternchen. Bis zum begehrtenAdventsbusch dauert die Kultur gut undgerne zehn Jahre.Wer auf einem alten Obstbaum Mistelnansiedeln will, kann sie von Dezemberbis März «aussäen». Dazu ritzt manGrüne Tipps für den Nutz- und Ziergarten• An milden Tagen Obstbäume schneiden. Stämme abbürsten, denn unter loser Rindefinden Schädlinge Unterschlupf.• Gegen allfälligen Schneedruck hohen Rosen- und Federkohl an Stäben hochbinden.• Als Winterdekoration immergrüne Zweige, Samenstände und Trockenblumenarrangieren. Stängel am besten in Gefässe mit Erde stecken und ausladend am Randbeginnen.• Kaltkeimer wie Eisenhut, Küchenschelle, Silber- und Edeldistel, Enzian oderEdelweiss säen: Saatschale während zwei Wochen bei Zimmertemperatur aufstellen,dann im Freien der Winterwitterung aussetzen.• Beetrosen kniehoch zurück schneiden; der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr. Erdeanhäufeln und mit verrottetem Mist oder Kompost abdecken. Erst mit Reisigabdecken, wenn längere Kälteperioden drohen.einen kleinen Schlitz in die Rinde einesAstes und quetscht frische Beerensamt den Samen hinein. Vor Vogelfrassschützt ein Stück Maschendraht, der umdie Stelle gewickelt wird.Küssen unter dem MistelzweigWenn der Winter Einzug hält, färbensich die Büschel wunderschön goldgrünund schmücken sich mit perlfarbenenBeeren. Keltische Druiden (Priester)schnitten die Misteln mit goldenen Gertelnvon den Bäumen und sprachen ihrsagenhafte Wunderkräfte zu. Sie galt alsSchlüssel zur Unterwelt und wirksamesMittel gegen die «heilige Krankheit»(Epilepsie). Tatsächlich ergaben neuereUntersuchungen, dass das in Mistelnenthaltene Acetylcholin Hirnkrämpfeverhindert und Gefässkrämpfe in denBeinen und im Kopf zu lösen vermag.Misteln sind aber auch ein Friedenssymbol.Unter ihren Zweigen versöhntensich Feinde mit einem Kuss. DiesemBrauch huldigen die Briten noch heuteund küssen sich unter Mistelzweigen,die sie im Advent über die Haustürehängen.Autorin Edith Beck mann, FreieJournalistin BR aus Frauenfeld (TG),leidenschaftliche Gärtnerin mit Wurzelnin der Landwirtschaft.INFOBOXwww.ufarevue.ch 12 · 121 2 3UFA-REVUE · 12 2012 93


SCHWEIZER BAUERN: WOHER – WOHIN?LANDLEBENFrauen,die ihren Mann stehenBäuerinnen haben immer zu tun. Siepacken lieber an, als zu reden. Sie er -ledigen vieles lieber sofort, als es aufdie lange Bank zu schieben. Die beidenBäuerinnen Vreni Steger (68) und SabrinaKnechtle (30) setzen zudem auf die Strategie:Miteinander reden und am selbenStrick ziehen. Das sei auf einem Hof daswichtigste. Sabrina ist im Gegensatz zuVreni nicht nur Bäuerin, sondern auchBauer: Die Mutter von zwei kleinen Kindernhat eine Lehre als Landwirt gemacht.Das wäre für Vreni undenkbargewesen: «Ich weiss nicht einmal, obman das damals überhaupt lernen konnte?»Ihr habe man stets eingebleut:«Mädchen müssen den Haushalt lernenund sparen». Trotzdem beherrscht siealle Arbeiten, die auf ihrem vielseitigenBauernhof anfallen – nur das Traktorfahrenliess sie sein.Stegers haben einen mittelgrossenHof mit Milchvieh, Ackerbau, Obst undDirektvermarktung in Altstätten imSt. Galler Rheintal, den inzwischen derSohn übernommen hat. Knechtles 12hagrosser Hof in Eggerstanden (AI) erlaubtdiese Vielseitigkeit nicht: Zu «ruuch» istdas Klima auf 900m ü. M. Weil sie von15 Kühen allein nicht leben können,setzen Knechtles auf die Weiterverarbeitung:«Wir haben bei der Betriebsübernahmeeine Hofkäserei eingebautund gehen seither auf den Bauernmarktnach St. Gallen». Dort und in einigenkleineren Läden verkaufen sie ihrenwürzigen Halbhartkäse, verschiedeneFrischkäsespezialitäten, Quark und Rohmilch.«Man könnte noch mehr machen»,sagt Sabrina. Irgendwo müsseman aber auch Grenzen setzen. Vreninickt. Das Thema ist ihr nicht fremd,denn die Umsetzung von innovativenIdeen bleibt oftmals an den Bäuerinnenhängen. Für Betriebe, wie der von FamilieKnechtle, wird es mit der anstehendenAgrarreform nicht einfacher werden.Sabrina erklärt: «Je kleiner derBetrieb ist, desto wichtiger ist es, dasseiner fort kann und der andere den Betriebschmeisst». Eveline DuddaGenerationengesprächein der LandwirtschaftDer LandwirtschaftlicheInformationsdienstLID ist in -zwischen 75 Jahrealt. Aus diesemAnlass tauschensich jeden Monatzwei Bauern -generationen aus,blicken zurück undin die Zukunft.Was war besser,was schwierigerund wohin steuertdie Landwirtschaft?Einen umfassendenBericht diesesGenerationen -gesprächs findenSie auch auf derWebsitewww.lid.ch.75 Jahre Kommunikationzwischen Stadt und Land94 12 2012 · UFA-REVUE


Fortsetzungvon Seite 82LANDTECHNIKzu verschenkenZweischarpflugAlthaus; KreiselheuerBucher-Fahr 3.5 m 031 755 43 39Kunststoffsilo Lanker50 m 3 , 3 Innenluken 052 385 40 51Remise 7 x 10 m,Pultdach, drei Seitengeschlossen, guterZustand, muss selberabgebrochen werden 079 695 95 07TIEREzu verkaufenF1 Limusine Rind,trächtig 26.04.2012 mitLimusine Stier 079 636 12 64Rind gekalbt, 28 - 30kg, Red Holstein, mitHorn, Fr. 2500 078 685 45 25Texelwidder mit Papier,eigene und Import 079 225 40 59Dexter Stier mitAbstammungsausweissowie linearer Beschreibung,Preis auf Anfrage 079 636 12 64Milchkühe mitAbstammungsausweisFT 2. 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Mutterkuh-und Milchviehhalterstehen besser da.Anhand einer Studie(Umfrage) versuchte dieUFA-Revue, das künftigeInvestitionsverhalten derSchweizer Bauernbetriebezu ermitteln. Erste Details.Pilzkrankheiten undResistenzbildungen imGetreide werden weltweitimmer problematischer.Experten warnen vorErnteausfällen.Analysen bestätigen, dassMilchviehhalter mit derGründung einer BetriebsgemeinschaftdieArbeitszeit massgeblichreduzieren können.Weil er sich den Fuss ver -letzte, kann Lau rent Ecœurnicht mehr «über allgleichzeitig sein». Cari tasBergeinsatz ver mittel teihm freiwillige Helfer.ImpressumUFA-RevueDie Mitglieder-Fach zeit schriftder fenaco-LANDI Gruppe.Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8,9 und 11 erscheinen mit imAbonne ment inbe grif fenerBeilage des LANDI-Contact.ISSN 1420-5106Herausgeberfenaco Genossenschaft,Erlachstrasse 5, 3001 BernHans Peter Kurzen,Publizistische LeitungMitherausgeberLV-St. Gallen, GVS Schaffhausen.Die Beteiligungen der Heraus -geber an anderen Unter neh -mungen sind in den gültigenGeschäfts berichten auf ge führt.Erhältlich beim Verlag.RedaktionTel. 058 433 65 30Fax 058 433 65 35Theaterstrasse 15a,8401 WinterthurDr. Roman Engeler (Chefredaktor),Daniela Clemenz, ChristianHirschi, Gaël Monnerat, Cyril dePoret und Matthias Roggli.Anne-Marie Trümpi (Redaktionsassistentin).Anzeigen/AbonnementeTel. 058 433 65 30Fax 058 433 65 35UFA-RevueAnzeigenberatungTheaterstrasse 15a8401 WinterthurMartina Bernet, Alex Reimann,Anja RickenbachAnnahmeschluss20 Tage vor ErscheinenVerlagTel. 058 433 65 20Fax 058 433 65 35Verlag LANDI-Medien,ein Bereich der fenaco,Postfach, 8401 WinterthurMartina Bernet, VerlagsleiterinAuflageMitgliederabonnemente 74’592davon deutsch 61’642davon französisch 12’950(WEMF/SW beglaubigt 2011)Druckauflage 76’145BezugspreisFür Mitglieder landwirtschaftlicheGenos sen schaften gratis.UFA-Revue-Abonnentenakzeptieren die Nutzung undWeitergabe ihrer Post-Adressefür den Versand von zielgerichtetenMailings. Ist diesnicht erwünscht, kann dieAdresse beim Verlag gesperrtwerden.PrepressNatalie Schmid, Stephan Rüegg,AMW, Winterthur;Mattenbach AG, Winterthurinfo@ufarevue.chwww.ufarevue.chDruckPrint Media Corporation,8618 Oetwil am SeeDie Weiterverwendung vonBeiträgen und Inseraten,insbesondere für Online-Dienste,ist nur mit Ge nehmigunggestattet.Beiträge in der Rubrik«Know-how» sind PR oderPublireportagen über Firmenund ihre Produkte.PapierLeipa 60 g/m 2 Papier mitFSC- und PEFC-ZertifizierungUFA-REVUE · 12 2012 95


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