Karl Kappler - Casimir Katz Verlag

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Karl Kappler - Casimir Katz Verlag

Pressestimmen zu: Karl Kappler, Der badische Pionier des Motorsports

Martin Walter

Karl Kappler

Der badische Pionier des Motorsports

2011, 128 Seiten, gebunden,

zahlreiche Abbildungen, Schutzumschlag

19,80 €

ISBN: 978-3-938047-55-2

Inhalt:

• Badisches Tagblatt, 4. 6. 2011

• Badische Neueste Nachrichten, 7. 6. 2011

• Der Sonntag, 17. 7. 2011

• Badische Neueste Nachrichten, 16. 7. 2011

• www.kulturgut-mobilitaet.de

• Austro Classic 4/2011

Badisches Tagblatt, 4. 6. 2011

Ein Pionier des Motorsports

Biografie über die Rennsportlegende Karl Kappler erschienen

Gernsbach (uwe) - Karl Kappler gilt bis heute als badischer Pionier des Motorsports. Unter diesem

Titel ist jetzt eine Biografie über Kappler erschienen. Verfasst wurde sie von einem Kenner, der

Materie, dem Leiter des Kreisarchivs Rastatt, Martin Walter. Erschienen ist das Werk im Casimir-

Katz-Verlag Gernsbach,

Lektor Wolfgang Froese erklärte, wie es zur Entstehung der Biografie kam. Kappler (1891 bis

1962) sei ein Sohn Gernsbachs und zugleich eine überregionale Persönlichkeit, die in den

Zwanzigern und Dreißigern Rennsportgeschichte geschrieben habe. Mit 278 Siegen, 564 Preisen

und Platzierungen war Kappler der erfolgreichste und zugleich populärste Rennsportler seiner Zeit,

so Froese. Das Buch spiegele nicht nur ein Lebens - und Zeitbild, sondern auch die Stimmung der

Vor- und Nachkriegszeit wieder. Das Projekt habe viel Spaß gemacht, es seien aber umfangreiche

Recherchen nötig gewesen. Martin Walter erläuterte, dass er in Archiven, Institutionen und

Verlagen in ganz Deutschland unterwegs gewesen sei. Auch persönliche Gespräche mit

Herausgebern ähnlicher Publikationen über den Rennsport habe er geführt. Bei seiner Reise

durch Deutschland habe er ein genaueres und detailliertes Bild von Kappler erhalten. Walter

bezeichnete Kappler als Privatfahrer, als sogenannten Herrenfahrer, der erfolgreich und ohne

Werksunterstützung an den wichtigsten Bergrennen der 20er Jahre, Flachrennen,

Geschicklichkeitstumieren und -Langstreckenfahrten im In- und Ausland teilgenommen hatte - und

das mitunter sehr draufgängerisch.

Kappler fuhr auch die besten Automobile jener Zeit: Benz, Mercedes, Mercedes-Benz, Wanderer,

Audi sowie die schnellsten Fahrzeuge wie Simson Supra SS und die legendären Bugatti T

Casimir Katz Verlag Gernsbach

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Pressestimmen zu: Karl Kappler, Der badische Pionier des Motorsports

35T'Oder T35 C. Seiner Neigung zum Rennsport war eine Mechanikerausbildung bei der

Süddeutschen Automobilfabrik Gaggenau (SAF), ab 1911 Benz-Werke, vorausgegangen.

Ohne die Mithilfe und Ideen zahlreicher Personen und Einrichtungen hätte sich die Realisierung

des Bandes schwierig gestaltet, so Walter Er selbst sei dem Automobilsport verfalIen, vor allem

dem legendären VW-„Brezelkäfer". Ein besonderer Dank galt der 2010 verstorbenen Hildegard

Hermann, einer Nichten Kapplers, die engagierte Hille geleistet habe. Inzwischen verwaltet das

Kreisarchiv Rastatt den noch vorhandenen Nachlass des berühmten Rennfahrers.

Walter und Froese zeigten sich erleichtert, dass es zum Jubiläum „125 Jahre Automobil" gelungen

sei, das Werk zu veröffentlichen.

Badische Neueste Nachrichten. 7.6. 2011

„Ein grenzenloser Draufgänger"

Kreisarchivar legt Biografie des Gernsbacher Rennfahrers Karl Kappler vor

Gernsbach (isho). Der Gernsbacher Rennfahrer Karl Kappler war in den 1920er Jahren der

erfolgreichste Rennfahrer in Deutschland. Ein Vergleich mit heutigen Größen wie Sebastian Vettel

oder Michael Schumacher ist durchaus angebracht. Dennoch ist „der badische Pionier des

Motorsports" in Vergessenheit geraten. Zum diesjährigen Jubiläum „125 Jahre Automobil" wird nun

dem Leben und Wirken Kapplers in der Reihe „Badische Biographien" des Casimir Katz Verlags

neue Aufmerksamkeit zuteil. Kreisarchivar Martin Walter, selbst Motorsportliebhaber, passionierter

Amateur-Sportfahrer und Oldtimer-Sammler hat das reich bebilderte Werk verfasst. Im Rastatter

Kreisarchiv wird der Nachlass Kapplers verwaltet, Walter konnte also aus dem Vollen schöpfen.

Das 128-seitige druckfrische Werk sei mehr als eine Biografie, erklärte Verlagslektor Wolfgang

Froese bei einem Pressegespräch zum Erscheinen des Buches: „Es wird darin nicht nur ein

Lebensbild beschrieben, sondern ein Zeitbild. Es kommt zum Ausdruck, was die Menschen nach

dem Ersten Weltkrieg bewegt hat." Der technische Fortschritt ging rasant voran, es herrschte eine

große Aufbruchsstimmung - auch das sei bei der Lektüre spürbar. „Nicht nur Motorsportbegeisterte

kommen auf ihre Kosten", sagte Froese.

Kappler war ein grenzenloser Draufgänger", so charakterisierte Martin Walter den Mann, der in

sechs Jahren 278 Siege und insgesamt 564 Preise und Platzierungen einfuhr. Ob als Allrounder

und „Regenspezialist", bei wichtigen Bergrennen oder bedeutenden Flachrennen,

Geschicklichkeitsturnieren und Langstreckenfahrten im In- und Ausland - Kappler mischte immer

vorne mit. „Er ist mit Abstand der beste deutsche Fahrer", urteilte die zeitgenössische Fachpresse.

Seine Karriere begann unglaublich früh: Mit dreizehn Jahren saß er schon hinter dem Steuer.

Ausschlaggebend dafür waren seine älteren Brüder, die bei der Süddeutschen Automobilfabrik in

Gaggenau (ab 1911 Benz-Werk) wichtige Posten innehatten. Mit noch nicht einmal 16 Jahren war

er 1906 einer der ersten Führerscheininhaber in Deutschland. Kappler legte immer Wert auf seine

Selbstständigkeit. In seiner erfolgreichsten Zeit ging er als sogenannter „Herrenfahrer" in eigenen

Autos an den Start - einem Benz-Gaggenau, Simson Supra SS, Bugatti T 35 T. Erst am Ende

seiner Karriere wurde der studierte Ingenieur Werksfahrer für Mercedes-Benz. Zahlreiche

historische Aufnahmen aus dem Nachlass der Rennfahrerlegende vermitteln einen anschaulichen

Eindruck von den damaligen Sportwagen und der Rennatmosphäre jener Zeit.

Walter bezeichnet Kappler als extreme Persönlichkeit, die den Starkult genoss. Äußerlichkeiten

waren ihm wichtig, bei den Rennen trug er stets einen Anzug und ein weißes Hemd. Der vaterlos

Aufgewachsene suchte permanent Anerkennung. Viele amouröse Abenteuer werden ihm

nachgesagt. Seine Vorliebe für sehr junge Frauen führte 1937 sogar zu einer Anklage und

Verurteilung. Kappler hat nie geheiratet. Nach seiner aktiven Karriere betrieb der einstige

Rennfahrer einen Reifen-Großhandel in Gernsbach. Hier starb er fast vergessen im Jahre 1962,

auf dem katholischen Friedhof wurde er beigesetzt.

Nicht allein der Kappler'sche Nachlass in Kreisarchiv diente Walter als Grundlage für sein Buch.

Recherchiert wurde vielmehr deutschlandweit in geschichtsträchtigen Rennsport-Orten wie Baden-

Baden, Kassel, Marburg, Pforzheim und anderen mehr. In Gesprächen mit Verwandten konnte

sich der Autor ein Bild von der Privatperson „Charlie' Kappler machen.

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Pressestimmen zu: Karl Kappler, Der badische Pionier des Motorsports

Der Sonntag, 17. 7. 2011

Baden – die Wiege des Autoballs

Von Annette Borchardt-Wenzel

Motoball kennt man ja – aber Autoball? Das klingt nach einer der „abgefahrenen“ Sportarten,

die Privatsender ihrem Publikum gerne präsentieren. Und tatsächlich hat Stefan Raab schon

spektakuläre Autoball-Events in Gang gesetzt. Eine originäre Erfindung des findigen Entertainers

sind diese Wettbewerbe jedoch nicht. Denn die Wiege des Autoballs liegt in Karlsruhe. Der

Gernsbacher Ingenieur und Rennsportler Karl Kappler initiierte in den 30er Jahren des

vergangenen Jahrhunderts in der Fächerstadt Turniere, bei denen die Gegner die Aufgabe hatten,

mit ihren Automobilen den Ball ins gegnerische Tor zu bugsieren. Hunderte von Schaulustigen

sollen nach einem Zeitungsbericht die Weltpremiere im Autoball am 16. Juni 1933 auf dem

Fußballplatz des FC Frankonia miterlebt haben. In seinem Buch über die Motorsportlegende

Karl „Charlie“ Kappler erinnert Martin Walter an diese nahezu vergessene Episode aus Karlsruhes

sportlicher Vergangenheit.

Karl Kappler (1891-1962) war mit der unglaublichen Anzahl von 278 Siegen der erfolgreichste

und zugleich einer der populärsten Rennsportler seiner Zeit. Martin Walter, Leiter des Kreisarchivs

Rastatt und selbst Sportfahrer, lässt in seiner Biografie das packende Renngeschehen der Ära

lebendig werden, als noch sogenannte „Herrenfahrer“ ohne Werksunterstützung im sportlichen

Wettstreit gegeneinander antraten. Oldtimer- und Rennsportfans werden darüber hinaus ihre

Freude haben an den zahlreichen historischen Aufnahmen aus dem Nachlass Kapplers, der im

Kreisarchiv Rastatt verwahrt wird.

Badische Neueste Nachrichten, 16. 7. 2011

„Der rast ja wie der Kappler

Von Irene Schneid-Horn

„Der rast ja wie der Kappler“ – vor Jahrzehnten war das in Gernsbach ein geflügelter Ausdruck,

wenn jemand mit Höchstgeschwindigkeit durch die Stadt düste. Heute ist der Rennfahrer Karl

Kappler in seiner Heimat weitgehend vergessen, obwohl er in den 1920er Jahren der

erfolgreichste Motorsportler in Deutschland war. Zum Jubiläum „125 Jahre Automobil" brachte der

Casimir Katz Verlag eine Biografie über „den badischen Pionier des Motorsports" heraus. Der

Autor Martin Walter, selbst Oldtimerliebhaber, stellte das reich bebilderte Werk am Donnerstag in

der Gernsbacher Bücherstube vor.

Die Begeisterung für das außergewöhnliche Fahrtalent Kapplers und den historischen Rennsport

im Allgemeinen stand Martin Walter ins Gesicht geschrieben, als mit lebhaften Worten wichtige

Stationen aus dem draufgängerischen Leben Kapplers schilderte.

Vor 120 Jahren wurde Karl Kappler in Gernsbach geboren. Schon mit 13 Jahren setzte sein Faible

fürs Auto ein, nach dem Abschluss der höheren Bürgerschule machte er eine Mechanikerlehre bei

der Süddeutschen Automobilfabrik Gaggenau (SAF). 1906 erwarb er mit 15 Jahren als Jüngster in

Deutschland den Führerschein, drei volle Tage dauerte die Prüfung.

Abenteuerlich muten seine ersten Aufträge an: der Jugendliche hatte wertvollste Automobile nach

Berlin und Bozen zu überführen, und alles ohne Autobahn und Navi.

In den 1920er Jahren fuhr Kappler als Herrenfahrer auf den besten Automobilen der Zeit wie Benz,

Mercedes, Mercedes-Benz, Wanderer, Simson Supra SS und Bugatti T 35 von Sieg zu Sieg. 278

Siegen und insgesamt 564 Preisen und Platzierungen, zahllose Rekorde – das sucht bis heute

seinesgleichen. Für die immense Sammlung an gewonnenen Preisen ließ er sich in seinem Haus

in Scheuern einen Trophäenschrank anfertigen. Kaum etwas davon ist erhalten geblieben. Erst in

der jüngsten Automobilliteratur wird, wie Walter betonte, die Leistung Kapplers wieder

angemessen gewürdigt. Auch sein Buch leistet zweifelsohne einen Beitrag dazu.

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Pressestimmen zu: Karl Kappler, Der badische Pionier des Motorsports

www.kulturgut-mobilitaet.de

von Mario de Rosa

Alter Wein in neuen Schläuchen, war mein erster Gedanke, als ich das Buch las, welches im Mai

2011 erschienen ist, denn unter dem Titel "Im Donner der Motoren - Karl Kappler" (nur noch

antiquarisch zu beziehen), ist bereits vom selben Autor, jedoch unter einem anderen Verlag

(Wartberg) eine Biographie des Ausnahmerennfahrers erschienen.

Doch trotzdem hat das neue Buch aus dem Casimir-Katz-Verlag seine Daseinsberechtigung. Denn

es kommt im handlichen Taschenbuchformat daher und ist flüssiger zu lesen. Einzig die Bilder der

neuen Ausgabe stehen hinter der Qualität der Wartberg-Ausgabe zurück. Das liegt jedoch in erster

Linie am Papier begründet, denn "Im Donner der Motoren" weist Hochglanzpapier auf und ist im

Grunde genommen ein Bildband mit Text. Daher fallen die Bilder, auch aufgrund des erheblich

größeren Buchformates, größer aus.

Dies aber nur am Rande, denn ein Buch zeichnet sich im Wesentlich durch dessen Inhalt aus. Da

kann ich getrost attestieren: Prädikat wertvoll! Es ist ein unglaublich schwieriges Unterfangen, die

Lebensgeschichte eines Menschen darzustellen, der zwar zu seiner Zeit im Motorsport das Maß

aller Dinge war, aus dessen Privatleben jedoch so gut wie nichts bekannt wurde. Der Autor konnte

sich bei seinen Recherchen größtenteils lediglich aus dem Nachlaß und den Informationen der

Nichte des Rennfahrers, Hildegard Hermann, bedienen.

Vielleicht ist es gerade das Spärliche, die handvoll Informationen, die es über ihn gibt, was Karl

Kappler posthum zu einem kleinen Mysterium macht. 278 Siege und weit über 500 Platzierungen

machen ihn zum erfolgreichsten deutschen Rennfahrer der 1920er-Jahre. Er fuhr Simson Supra

SS, scheuchte den Bugatti 35T (und 35C) um die Kurven und gewann auf Benz, Mercedes und

Mercedes-Benz. Auch Wanderer und Audi kamen durch ihn zu Ehren. "Charlie" Kappler, wie er

auch genannt wurde, pflegte Kontakte zu Rudolf Caracciola, Hans Stuck oder Ferdinand Porsche.

Er startete bei allen bedeutenden deutschen Rennen seiner Zeit: Schauinslad, Herkules, Jochpaß,

Baden-Baden, Wiesbaden oder Klausen in der Schweiz.

Unter Umständen ist es die Begrenzung auf nationale Rennen, die ihn nie über das begrenzte Maß

hinaus an Popularität verlieh. Karl Kappler war und bleib Zeit seines Lebens, neben dem

Rennsport, ein bescheidener Reifenhändler, der 1962 mit nur 71 Jahren starb. Martin Walter bringt

uns in dem vorliegenden Buch seine Geschichte näher. Wie er mit nur 15 Jahren sein erstes

Rennen, die Subventionsfahrt Berlin-Stuttgart auf einem SAG-Doppelphaeton bestritt und dabei

die einzige Goldmedaille für Deutschland errang. Wie er zum jüngsten Führerscheininhaber

Deutschlands wurde oder wie er die Wette gewann, als er sich darauf einließ, 30000 Kilometer mit

der zugeschweißten Motorhaube eines Wanderer kreuz und quer durch Europa zu fahren. Damit

sollte die Zuverlässigkeit der Chemnitzer Produkte unter Beweis gestellt werden.

Es gibt noch so viel über den Mann zu erzählen, der längst in Vergessenheit geraten ist und ich

kann Martin Walter nur danken, daß er sich der Aufgabe angenommen hat, ein wenig über diese

ehemalige automobile Lichtgestalt an uns weiterzugeben. Wer sich für den Motorsport der 20er-

Jahre interessiert, kommt an dieser Lektüre nicht vorbei, die incl. tabellarischer Auflistung aller

Rennerfolge und Vorstellung der von Kappler gefahrenen Automobile daherkommt.

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