Das Murgtal

casimirkatzverlag

Das Murgtal

Pressestimmen zu : Markus Bittmann/Meinrad Bittmann, Das Murgtal

Markus Bittmann/Meinrad Bittmann

Das Murgtal

Geschichte einer Landschaft

im Nordschwarzwald

2009, 288 Seiten, gebunden, Schutzumschlag,

zahlreiche, meist farbige Abbildungen,

32,00 €; 54,00 sfr

(Sonderveröffentlichung des Kreisarchivs Rastatt Bd. 6)

ISBN: 3-978-938047-44-6

Inhalt:

• Badische Neueste Nachrichten, 4.3.2009

• Badisches Tagblatt, 27.2.2009

• Badische Neueste Nachrichten, 26.3.2009

• Badisches Tagblatt, 26.3.2009

• Gaggenauer Woche 15/2009

• Klappe Auf Mai 2009

• Die Südweststadt 4/2009

Badische Neueste Nachrichten, 4.3.2009

Geschichtsschreibung mit besonderem Charakter

Vater und Sohn Bittmann legen Werk über das Murgtal vor

Von Irene Schneid-Horn

Fährt man heute mit dem Auto oder der Bahn auf gut ausgebauten Trassen durchs Murgtal,

erinnert nichts mehr an die jahrhundertelange Zweiteilung des Tales. Der schluchtenartige

Charakter zwischen Kirschbaumwasen und Schönmünzach wirkte einst wie eine Sperre und

behinderte eine durchgängige Erschließung. An oberem und unterem Ende bildeten sich

Herrschaftsgebiete, deren gemeinsame Grenze im unzugänglichen Gebirge sich im Laufe der Zeit

zur Barriere für Wirtschaftsleben und -austausch entwickelte. Unterschiedliche Konfessionszugehörigkeiten

erschwerten zusätzlich die gegenseitigen Kontakte. So trennte einst eine

Landesgrenze den badischen Norden vom schwäbischen Süden, die früher die Flößerei und

später den Ausbau des Eisenbahnnetzes behinderte. Erst in jüngster Zeit wuchs endlich

zusammen, was zusammengehört.

All das wird in dem neuen Buch "Das Murgtal -Geschichte einer Landschaft im Nordschwarzwald"

ausführlich beschrieben, das am 23. März im Casimir Katz Verlag als Band sechs der

Sonderveröffentlichungen des Kreisarchivs Rastatt erscheint. Die Autoren Meinrad Bittmann und

sein Sohn Markus haben sich darin der längst überfälligen, reizvollen Aufgabe unterzogen, das

Schwarzwaldtal von der Quelle bis zum Austritt in die Rheinebene trotz seiner unterschiedlichen

Entwicklungen als Ganzes zu betrachten und ein vielschichtiges Bild der Entwicklung in den

letzten tausend Jahren zu entwerfen. Seit Jahrzehnten beschäftigt sich der ehemalige

Michelbacher Bürgermeister Meinrad Bittmann mit Murgtäler Regionalgeschichte, vor allem aber

mit Historie und Brauchtumspflege in seinem Heimatort, Bekannt ist Bittmann auch als Kunstmaler.

Casimir Katz Verlag Gernsbach

1


Pressestimmen zu : Markus Bittmann/Meinrad Bittmann, Das Murgtal

Sein Sohn Markus hat sein Abitur am Gaggenauer Goethe-Gymnasium absolviert und ist nach

dem Studium der Geschichte und Germanistik Lehrer an Gewerbeschulen geworden und wohnt in

Überlingen am Bodensee. Dennoch blieb er seiner Heimat immer verbunden, auch wenn er seine

Promotion zur Wirtschaftsgeschichte des Bodenseeraumes ablegte.

Ungefähr im Jahre 2000 hegten Vater und Sohn "am Kamin daheim" den Plan, aus dem reichen

Fundus schon bestehender Publikationen ein großes Werk zur Regionalgeschichte zu machen,

wie Bittmann senior verriet. Die Arbeitsteilung ergab sich nach den besonderen Interessen in

"bester Harmonie“. So bearbeitete der Jüngere Erschließung, Wirtschaft und Verkehrswege des

Tales, während sich der Vater der Kirchengeschichte widmete. Quasi mit fertigem Manuskript habe

man den Kontakt zum Casimir Katz Verlag gesucht und zum 31. Dezember den Text übergeben,

erklärte Bittmann. Auch Wolfgang Froese, der betreuende Lektor bei dem Gernsbacher Verlag,

lobt die unkomplizierte Zusammenarbeit und enorme Arbeitsleistung der beiden Autoren. Es sei

ein Werk entstanden, das sehr gut verständlich und doch fundiert sei und sich hervorragend in das

Verlagsspektrum einfüge.

Worauf Bittmann besonders stolz ist: Zahlreiche seiner Ölbilder, Zeichnungen und Aquarelle

illustrieren neben weiteren historischen Abbildungen das Werk und geben ihm einen ganz

besonderen Reiz.

Auf beinahe 300 Seiten nähern sich die Autoren dem Schwarzwaldtal, in dem heute Tradition und

Moderne, Industrie und Naherholung auf engstem Raum nebeneinander zu finden sind, Das Buch

erzählt auf lebendige Weise von den einstmals schwierigen Lebensbedingungen der Menschen in

Wald und Landwirtschaft. Es berichtet dann anschaulich, wie es im frühen 20. Jahrhundert zu einer

rasanten Industrialisierung kam und wie es schließlich gelang, das Murgtal zu einer bedeutenden

Verkehrsachse auszubauen. An etlichen Beispielen wird aber auch deutlich gemacht, wie Glaube

und Volksfrömmigkeit zur geistigen Identität der Murgtäler beitrugen.

Das Buch "Das Murgtal - Geschichte einer Landschaft im Nordschwarzwald" kommt am 23. März

zum Preis von 32 Euro in die Buchhandlungen und wird am Dienstag, 24. März, um 19 Uhr im

Landratsamt Rastatt (Raum C 0.02), Am Schlossplatz 5, vorgestellt. Der Eintritt ist frei.

Badisches Tagblatt, 27.2. 2009

Vater und Sohn erforschen Geschichte des Tals

Meinrad und Dr. Markus Bittmann schreiben Historie einer Landschaft nieder / Auf den Spuren von

Wirtschaft und Frömmigkeit

Von Nico Fricke

Als Heimatforscher ist Meinrad Bittmann seit vielen Jahrzehnten für das Badische Tagblatt tätig

und erfreut die Leser regelmäßig mit historischen Beiträgen. Sein Schwerpunkt liegt auf seinem

Heimatdorf Michelbach, seine Interessen und sein fundiertes Wissen reichen aber weit über die

Dorfgrenzen hinaus. Die Begeisterung für Geschichte und Landschaft des Murgtals hat Bittmann

an seinen Sohn Markus weitervererbt. Zusammen haben sie das Buch „Das Murgtal - Geschichte

einer Landschaft im Nordschwarzwald" geschrieben.

Es erscheint im Casimir-Katz-Verlag als Band 6 der Sonderveröffentlichungen des Kreisarchivs

Rastatt. Am 23. März kommt es aus der Druckerei. Die offizielle Präsentation findet am Dienstag,

24. März, um 19 Uhr im Landratsamt Rastatt (Raum C-0-02, Erdgeschoss). Der Eintritt ist frei.

„Vor acht Jahren haben wir mit der Arbeit an dem Buch begonnen", sagt Meinrad Bittmann, der

das Kapitel „Glaubensleben im Murgtal" verfasst hat und sich darin beispielsweise mit dem Kloster

Reichenbach, der Entwicklung der Pfarrgemeinden, den jüdischen Gemeinden und religiösen

Bräuchen beschäftigt. Damals hatten Vater und Sohn die Idee, die Geschichte des gesamten

Murgtals in einem einzigen Band zu durchleuchten und über den Rand der bisherigen

Gemeindechroniken zu schauen, schreibt Kreisarchivar Martin Walter im Vorwort.

Casimir Katz Verlag Gernsbach

2


Pressestimmen zu : Markus Bittmann/Meinrad Bittmann, Das Murgtal

„Während der Zusammenarbeit habe ich viel von meinem Sohn gelernt", sagt Meinrad Bittmann

(77), der von 1967 bis zur Eingemeindung nach Gaggenau 1975 Bürgermeister seiner

Heimatgemeinde Michelbach gewesen ist. Sein Sohn Markus wurde 1960 geboren und hat 1979

am Gaggenauer Goethe-Gymnasium sein Abitur abgelegt. In Konstanz studierte er Germanistik

und Geschichte. Nach der Promotion wurde er Lehrer, er lebt in Überlingen. In drei Kapiteln

widmet sich Dr. Markus Bittmann der Erschließung der Landschaft, Wirtschaft und Erwerb und den

Verkehrswegen im Murgtal.

„Menschen werden von ihrer heimatlichen Landschaft geprägt, mehr als ihnen häufig bewusst ist.

Das Tal der Murg, die über fast 80 Kilometer von den Höhen des Nordschwarzwalds zum Rhein

fließt, ist historisch durch seine politische, wirtschaftliche und kulturell-religiöse Zweiteilung in eine

badische und eine württembergische Hälfte bestimmt, heißt es in einem Ankündigungstext des

Verlags. „Markus und Meinrad Bittmann nehmen erstmals die Geschichte des Murgtals als ganzes

in den Blick. Sie verfolgen seine Erschließung und Besiedlung seit dem hohen Mittelalter,

beschreiben die oft schwierigen Lebens- und Erwerbsbedingungen und fragen nach der

Frömmigkeit im Alltag der Menschen.“

Übrigens: Nicht nur sein heimatkundliches Wissen hat Meinrad Bittmann in das Buch eingebracht:

Zahlreiche Abbildungen, darunter Zeichnungen und Gemälde des auch als Kunstmaler bekannten

Michelbacher, illustrieren den Text. Das gebunden Buch hat 288 Seiten und kostet 32 Euro.

Badische Neueste Nachrichten, 26.3.2009

Forschung und Neuentdeckungen

Von Rainer Wollenschneider

Seitdem im Jahr 1800 der Basisband des Karl Friedrich Jägerschmid, „Das Murgthal“, erschienen

ist, folgte eine Fülle von Bänden zu Ortschaften und Themen dieser Schwarzwaldregion. Doch auf

eine Gesamtdarstellung musste man bis jetzt warten. Unter dem Titel, „Das Murgtal –Geschichte

einer Landschaft im Nordschwarzwald“, konnte nun bei großem Publikumszuspruch, Kreisarchivar

Martin Walter einen Text-Bildband vorstellen. Der Band sechs der Sonderveröffentlichungen des

Landkreises in einer Auflage von 2000 Exemplaren ist auch dem Casimir Katz Verlag in

Gernsbach zu verdanken, der erneut einen wichtigen regionalgeschichtlichen Beitrag auf 288

Seiten liefert.

Als Autoren stellen sich Sohn und Vater, Markus und Meinrad Bittmann, vor. Sohn Bittmann, ein

Spezialist für Wirtschaftsgeschichte, wirkt, seitdem er das Murgtal verlassen hat, als Pädagoge in

Überlingen. Vater Bittmann, der das letzte der vier Buchkapitel, „Glaubensleben im Murgtal“,

beisteuerte, war acht Jahre Ortsbürgermeister von Michelbach, ist ausgewiesener

Lokalgeschichtler und hat sich einen Namen durch seine gegenständliche Kunstmalerei mit

Heimatmotiven gemacht.

Diese finden sich mehrfach als Illustrationen im Band „Das Murgtal“ und wurden durch die

Farbwiedergabe zum optischen Leckerbissen. Zudem finden sich ausgewogen historische

Fotografien und ergänzende Karten. Allerdings fehlt eine Überblickskarte, welche die regionalen

Bezüge für nicht Ortskundige hätte erhellen können. Dafür werden in einer übersichtlichen

Gliederung vier Kapitel geboten. Dazu Martin Walter: „Im Text findet sich manche Neuentdeckung

und großartige Forschungsarbeit wurde gerade in Archiven der Region geleistet.“ Bei der

Vorstellung ging Dr. Markus Bittmann darauf ein, dass man sehr viele Vorarbeiten von Autoren

zudem zusammengeführt habe. Nicht chronologisch, aber durch die wirtschaftliche Entwicklung

vorgegeben, ging man auf die Holzwirtschaft, die Murgschifferschaft, die aufkommende Industrie

und schließlich das Murgtal als Erholungsgebiet ein.

Für den wissenschaftlich Interessierten bieten Markus und Meinrad Bittmann eine bisher einmalige

Bibliographie, die bis hin zu wichtigen Zeitungsartikeln über das Murgtal geht. Sonst liegt trotz

allem wissenschaftlichen Arbeiten ein historisch-kulturell-wirtschaftliches Lesebuch in

übersichtlichen Abschnitten vor. Dabei wird man nicht wie sonst vom Bildmaterial erschlagen,

sondern an der entsprechenden Stelle die ergänzende optische Information geboten.

Ganz im Sinne des verstorbenen Casimir Katz, der das ab 2000 laufende Projekt zum gesamten

Murgtal (den württembergischen Teil inklusive) unterstützte, wird durch die fundierte

Überblicksdarstellung zum Murgtal eine wichtige Ergänzung zu den vorliegenden Ortschroniken

geboten. Gerade im religiösen Bereich hat Meinrad Bittmann manches zusammengestellt, was so

bisher ein Novum darstellt. Äußerst interessant auch die Ausführungen zu den jüdischen

Gemeinden im Murgtal in Gaggenau, Gernsbach, Hörden, Kuppenheim und Rotenfels.

Casimir Katz Verlag Gernsbach

3


Pressestimmen zu : Markus Bittmann/Meinrad Bittmann, Das Murgtal

„Wir hoffen, dass wir mit unserem Band auch die Lust zur weiteren Forschung über das Murgtal

anregen können“, ließen Sohn und Vater Bittmann verlauten, die im Anschluss an die

Buchvorstellung mehrere Bände von „Das Murgtal“ signierten.

Erschienen ist „Das Murgtal“ im Casimir Katz Verlag und erhältlich im Buchhandel.

Badisches Tagblatt, 26.3.2009

Zwei Autoren und ein Werk aus einem Guss

Von Veronika Gareus-Kugel

Gleich mehrere Premieren gab es am Dienstagabend bei der Präsentation des Buchs „Das

Murgtal - Geschichte einer Landschaft im Nordschwarzwald" im neuen Rastatter

Landratsamtsgebäude zu feiern: Erstmals wurde hier eine vom Kreisarchiv mit herausgegebene

Monografie der Öffentlichkeit vorgestellt, erstmals waren Vater und Sohn Autoren einer

Sonderveröffentlichung des Archivs und erstmals liegt nun eine aktuelle, allgemein verständliche

Geschichte des gesamten Murgtals von der Quelle bis zur Mündung vor.

Über diese Tatsachen freute sich sichtlich Kreisarchivar Martin Walter bei der Begrüßung der

zahlreichen Gäste und der Vorstellung der beiden Verfasser. Ebenso gab er seiner Freude

Ausdruck, mit dem Gernsbacher Casimir-Katz-Verlag einen guten Mitherausgeber gefunden zu

haben, der das Buch in seinem Verlagsprogramm führt.

Verlegerin Sabine Katz betonte in ihrer kurzen Rede die gute Zusammenarbeit mit dem Archiv des

Landkreises und den beiden Autoren bei der Entstehung des Druckwerks.

Groß war das Interesse an der Buchpräsentation im Vortragsraum des Landratsamts. Autor Dr.

Markus Bittmann, 1960 in Michelbach geboren, legte am Gaggenauer Goethe-Gymnasium sein

Abitur ab. Bereits etliche Beiträge und Publikationen zu der wirtschaftlichen und politischen

Entwicklung des Bodenseeraums liegen von ihm vor.

Der zweite Verfasser und frühere Bürgermeister von Michelbach, Meinrad Bittmann, beschäftigt

sich seit jungen Jahren mit Regionalgeschichte. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte des

Murgtals wurden von ihm publiziert, auch für das Badische Tagblatt ist er seit Jahrzehnten immer

wieder als freier Mitarbeiter tätig.

Das nun vorliegende Werk ist nicht chronologisch aufgebaut, sondern in vier thematisch verschiedene

Kapitel unterteilt, erläuterte Markus Bittmann einer interessierten Zuhörerschar.

Kurzweilig und detailreich schilderte er die Besonderheiten des Murgtals. Der erste Abschnitt des

Buchs beschäftigt sich mit der Erschließung der Landschaft von den ersten Siedlungen zwischen

Baiersbronn bis hin zur Murgmündung bei Steinmauern. Beleuchtet werden darin auch die

unterschiedlichen Herrschaftssysteme, die im Lauf der Zeit herrschten.

Das zweite Kapitel ist der Wirtschaft und dem Erwerbsleben gewidmet. Beginnend mit der Wald

Weidewirtschaft im frühen Mittelalter spannt sich der Bogen bis zur heutigen Papier-, Metall- und

Fahrzeugindustrie. Auch der Tourismus, die Nebenerwerbslandwirtschaft und das Dorfleben sind

Gegenstand des Buches, ebenso die Verkehrswege. So wusste Markus Bittmann unter anderem

zu berichten, dass das Anschlussstück zwischen den beiden Ländereisenbahnen auf der

Murgtalstrecke erst in 1920er Jahren fertig gestellt wurde.

Das vierte, von Meinrad Bittmann geschriebene Kapitel, ist mit „Glaubensleben im Murgtal"

überschrieben. Es zeigt die Wege der Christianisierung der Region auf. Ebenso die Trennung

zwischen teilweise rein protestantischen und katholischen Gebieten, bedingt durch die jeweiligen

Landesfürsten. Auch den jüdischen Gemeinden des Murgtals ist ein Abschnitt gewidmet.

Dass Meinrad Bittmann sich nicht „nur" mit Worten mit der Region auseinander setzt, sondern

auch mit Leinwand und Ölfarbe, zeigen viele seiner in dem Buch abgebildeten Ansichten

verschiedener Örtlichkeiten.

In dem Werk findet man auch zahlreiche Fotografien, neben Repros alter Bilder, Lichtbildern und

Landkarten.

Casimir Katz Verlag Gernsbach

4


Pressestimmen zu : Markus Bittmann/Meinrad Bittmann, Das Murgtal

Gaggenauer Woche 15/2009

Markus und Meinrad Bittmann legen mit ihrer Gesamtschau des Murgtals ein

lesenwertes Nachschlagewerk vor

Von Manfred Mayer

Dr. Markus und Meinrad Bittmann ist ein großer Wurf gelungen. Im Gernsbacher Casimir Katz Verlag

legen sie die erste wissenschaftliche Gesamtdarstellung des Murgtals vor. Der Band »Das Murgtal.

Geschichte einer Landschaft im Nordschwarzwald« ist als Sonderveröffentlichung des Kreisarchivs

Rastatt erschienen. Das Besondere daran: Das Familienwerk krönt gewissermaßen die umfangreichen

lokal- und regionalhistorischen Forschungen von Vater und Sohn.

Während Sohn Markus, Jahrgang 1960, promovierter Historiker und Pädagoge,

Landschaftserschließung, Wirtschaft, Erwerb und Verkehrswege beleuchtet, widmet Vater Meinrad,

Jahrgang 1931 und Altbürgermeister von Michelbach, sein Augenmerk dem Glaubensleben im Murgtal

(was er übrigens auf ausdrücklichen Wunsch des zwischenzeitlich verstorbenen Verlegers Dr. Casimir

Katz tut). Besonders profitiert das Buch von den aussagekräftigen Ölbildern des namhaften Kunstmalers

Bittmann senior (rechts oben eine Ansicht von Rotenfels, darunter eine von Hörden), die neben

ausgesuchten Fotografien (wie jene unten rechts von Gaggenau aus dem Jahr 1940) und Skizzen den

Blick des Lesers fesseln.

Die Autoren - beide gebürtige Michelbacher - spannen den Bogen weit, so dass jeder grundlegend

interessierte Leser voll auf seine Kosten kommt, hat er doch hier die Möglichkeit, zu den eigentlichen

Wurzeln unserer Region vorzustoßen, ohne die Gegenwart aus den Augen zu verlieren. So macht

Geschichte Spaß, so trägt sie reiche Frucht, indem sie dem Leser Landschaft, Gesellschaft und Kultur,

die ihn umgeben, luzide vor Augen führt und so fundamentale Orientierung gibt. Besonderen Bezug zu

Gaggenau haben die Abschnitte »Anton Rindeschwender und der Weg in die Moderne «, »Frühe

Formen der Metallgewinnung und -verarbeitung« oder »Metallverarbeitende Industrie« und »Rotenfels -

die Mutterkirche des unteren Murgtals«. Neben den christlichen Konfessionen werden auch die zunächst

in die Gesellschaft gut integrierten, dann von den Nazis systematisch vernichteten jüdischen

Gemeinden vorgestellt.

Acht Jahre lang haben Vater und Sohn Bittmann an ihrem Gemeinschaftswerk gearbeitet. Die Mühen

haben sich gelohnt, denn entstanden ist ein quellenfundiertes Nachschlagewerk, zu dem jeder

lokalhistorisch Interessierte mit Gewinn greifen wird. Und wer weiter forschen möchte, dem ist im

Anhang des Buches, das für 32 Euro zu haben ist, mit einer reichhaltigen Bibliographie gedient.

Klappe Auf Mai 2009

von Günter Kromer

Nicht nur für Freunde der Heimatkunde ist dieses interessante Werk zu empfehlen. Die Autoren

stellen einen lesenswerten Streifzug von der ersten Besiedelung im Mittelalter bis heute

zusammen. Sie beschreiben die schwierigen Lebens- und Erwerbsbedingungen in diesem lange

Zeit nur wenig erschlossenen Tal, das politisch wirtschaftlich und religiös in einen badischen und

einen württembergischen Bereich geteilt ist. Selbst wenn man sich nicht speziell für das Murgtal

interessiert, so führt das Buch seine Leser zu einer anschaulichen Reise durch die Vergangenheit.

„Die Südweststadt“ Nr, 4/ Juli 2009

Geschichte eines zweigeteilten Tales

Das Murgtal weist zwischen Kirschbaumwasen und Schönmünzach einen schluchtenartigen

Charakter auf. Nichts aber deutet mehr darauf hin, dass dieses Gebiet die Zweiteilung des Tales

und seiner gesamten historischen, kulturellen, konfessionellen und wirtschaftlichen Entwicklung

symbolisiert. Der nördliche Teil bis zur Rheinebene war badisches, der südliche Teil

württembergisches Herrschaftsgebiet. Was dies alles bedeutete, zeigen Meinrad und Markus

Bittmann, Vater und Sohn, in ihrem Buch „Das Murgtal – Geschichte einer Landschaft“ erstmalig

und ausführlich für das gesamte Tal.

Casimir Katz Verlag Gernsbach

5


Pressestimmen zu : Markus Bittmann/Meinrad Bittmann, Das Murgtal

Thematisch ist es in vier Abschnitte gegliedert. Zuerst widmet es sich der Erschließung der

Landschaft und der dabei entstandenen unterschiedlichen Herrschaftssysteme. Ausführlich wird im

Folgenden auf die wirtschaftliche Entwicklung des Tales, von der mittelalterlichen Wald- und

Weidewirtschaft, der Flößerei bis hin zur heutigen Papier-, Metall- und Fahrzeugindustrie

eingegangen. Der verkehrlichen Erschließung, dem Tourismus und der

Nebenerwerbslandwirtschaft ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Das vierte, von Meinrad Bittmann

geschriebene Kapitel zeigt das Glaubensleben im Murgtal, die Trennung in herrschaftsbedingt rein

katholische und evangelische Gebiete und beschäftigt sich mit dem jüdischen Leben im Murgtal.

Ergänzt wird dieses gut lesbare und vollständige Kompendium des Murgtals durch historische

und aktuelle Bilder sowie Landschaftsgemälde von Meinrad Bittmann.

Casimir Katz Verlag Gernsbach

6

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine