PDF (2,83 MB) - EhrenamtsAgentur der Bürgerstiftung Weimar

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Dokumentation

Thüringer Schülerinnen

und Schüler engagieren sich

2011


Inhalt

Seite

Inhaltsverzeichnis 1

Vorwort 2-3

Dr. Volker Düssel, Vorstandsvorsitzender

Brigitte Manke, Geschäftsführerin

Berichte und Statements von den Projektstandorten 4-35

Landkreis Altenburger Land 4-5

Arbeiterwohlfahrt Landesverband Thüringen e. V. 6-7

Stadt Eisenach 8-9

Stadt Erfurt und Partner 10-13

Stadt Gera 14-15

Landkreis Gotha 16-17

Landkreis Hildburghausen 18-19

Stadt Jena 20-21

Stadt Leinefelde-Worbis 22-23

Landkreis Nordhausen 24-25

Saale-Holzland-Kreis 26-27

Landkreis Saalfeld-Rudolstadt 28-29

Landkreis Sonneberg 30-31

Unstrut-Hainich-Kreis 32-33

Stadt Weimar 34-35

1


Der Schülerfreiwilligentag – eine feste Größe

im Kalender zahlreicher Schulen

Über 3.000 Schülerinnen und Schüler aus 91 Schulen in ganz Thüringen haben

sich beim diesjährigen 4. Thüringer Schülerfreiwilligentag am 9. Juni 2011 in

406 Einsatzstellen engagiert und damit ihren persönlichen Beitrag zum „Euro -

päischen Jahr der Freiwilligentätigkeit“ geleistet.

Wir danken insbesondere allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, die

mit Neugier und Einsatzwillen die Möglichkeit an diesem Tag nutzten, um vielfältige

Erfahrungen im freiwilligen Einsatz zu gewinnen.

Unser Dank gilt auch den Schulleitern, Lehrern und zahlreichen Unterstützern

und Organisatoren, durch die dieses jährliche Ereignis erst umgesetzt werden

kann.

Wir freuen uns auf den 7. Juni 2012: Im Rahmen des „Europäischen Jahres des

aktiven Alterns und der generationenübergreifenden Solidarität“ findet dann der

5. Thüringer Schülerfreiwilligentag statt.

Für die Thüringer Ehrenamtsstiftung ist es eine große Motivation den Zuspruch

der Schüler und Partner wahrzunehmen, wenn etwa die Teilnehmerin Sandra

Pietsch von der Regelschule in Berlstedt zum diesjährigen Schülerfreiwilligentag

äußerte: „Es ist schön zu erleben, wenn die älteren Menschen sich darüber

freuen, mit jemandem zu reden.“

Dr. Volker Düssel Brigitte Manke

Vorstandsvorsitzender Geschäftsführerin

Thüringer Ehrenamtsstiftung

Vorwort

2 3


Landkreis Altenburger Land

„Viele Bereiche des öffentlichen und sozialen

Lebens würden ohne Ehrenamtsarbeit des Einzelnen

kaum mehr existieren...“ mit diesen Worten

drückte der Landrat des Altenburger Landes,

Sieghardt Rydzewski, die Bedeutung des Ehrenamtes

für unseren sozialen Zusammenhalt aus.

Am 9. Juni 2011 fand der 4. Thüringer Schülerfreiwilligentag

statt. Der Landkreis Altenburger Land nahm zum zweiten

Mal an diesem Projekt der Thüringer Ehrenamtsstiftung teil.

Insgesamt 102 Schülerinnen und Schüler aus der Dietrich-

Bonhoeffer Schule, der Erich-Mäder Schule und dem Lerchenberggymnasium

in Altenburg nutzten die Gelegenheit,

das Ehrenamt kennenzulernen.

Zwischen 8:00 und 8:30 Uhr begann für die Schüler der Einsatz

in den 22 teilnehmenden Einrichtungen. Im Rahmen

der ehrenamtlichen Tätigkeit wurden viele Arbeiten durch

die Jugendlichen verrichtet, so z. B. der Anstrich von Schautafeln

im Förderzentrum Erich-Kästner Altenburg, Säuberungsarbeiten

beim Kreisjugendring, Tierpflege und Betreuung

im Tierheim Altenburg, Renovierungsarbeiten bei der

Ostthüringer Neuen Arbeit, Kinderbetreuung in den Kindergärten

„Mischka“ und „Spatzennest“ sowie die Vorbereitung

des Mittelalterfestes im Betriebskindergarten „Bärenstark“

des Klinikums Altenburger Land GmbH. Beim Bund der

Vertriebenen in Altenburg wurde eine Tombola vorbereitet

und im Botanischen Erlebnisgarten wurde durch die Schüler

die Abschlussveranstaltung vorbereitet.

Gegen 14:00 Uhr war für die meisten Schüler die ehrenamtliche

Tätigkeit in den Einrichtungen beendet und ein Großteil

begab sich zur Auswertungs- und Abschluss veranstaltung

in den Botanischen Erlebnisgarten.

Der Landrat des Landkreises Altenburger Land, Herr Sieghardt

Rydzewski, der zugleich auch Schirmherr des diesjährigen

Schülerfreiwilligentages war, begrüßte alle Anwesenden

und hielt eine Rede zum Thema Ehrenamt. Er ging in seinen

Ausführungen speziell auf die notwendige Arbeit im Kinder-

und Jugendbereich ein. Anschließend überbrachte der

Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

Dr. Hartmut Schubert ein Grußwort.

Danach äußerten sich Verantwortliche der Einrichtungen

und Frau Juszczak, Lehrerin vom Lerchenberggymnasium

Altenburg, zu den Ereignissen des Tages.

Zahlreiche Vertreter der regionalen und überregionalen

Presse haben über den Schülerfreiwilligentag im Landkreis

Altenburger Land ausführlich berichtet.

Die Resonanz aller Beteiligten war durchweg positiv und

erste Teilnahmezusagen für das kommende Jahr sind zu

vermelden.

Insgesamt sind wir als Landratsamt Altenburger Land

(Ehrenamtsbüro) mit dem Tag sehr zufrieden und werden

auch im kommenden Jahr am Projekt Schülerfreiwilligentag

teilnehmen.

Für die Finanzielle Unterstützung zur Vorbereitung und

Durchführung des Schülerfreiwilligentages 2011 möchten

wir uns bei der Thüringer Ehrenamtsstiftung herzlich bedanken.

Landratsamt Altenburger Land

Lindenaustraße 9

04600 Altenburg

Schüler der 8. Klasse des Lerchenberggymnasiums halfen bei den

Vorbereitungen des Sommerfestes des Bundes der Vertriebenen Altenburg

und packten fleißig Lospräsente für die Tombola ein.

In der Kindertagesstätte „Bärenstark“ dem Betriebskindergarten des Klinikums

Altenburger Land GmbH halfen Schüler des Lerchenberggymnasiums bei den

Vorbereitungsarbeiten des Mittelalterfestes.

Telefon: 03447/586217

E-Mail: joerg.seifert@altenburgerland.de

Internet: www.altenburgerland.de

Ansprechpartner: Jörg Seifert

4 5


Arbeiterwohlfahrt Landesverband Thüringen e. V.

„Fazit des Tages war Begeisterung auf allen

Seiten. Die Bewohner genossen die Gesellschaft

in vollen Zügen. Im Gegenzug stellten die Schüler

fest, dass es gar nicht so schwierig ist, etwas

Positives für Andere zu bewirken und wie dankbar

die Senioren sich zeigen, wenn man ihnen

letztendlich ,nur ein wenig Zeit’ widmet.“

(Marcel Weitzel, Sozialarbeiter im Seniorenpflegeheim

„Haus Altenstein in Bad Liebenstein)

Alltag erleben – Zeit schenken – Neuem begegnen

Ehrenamtliches Engagement lohnt sich

Auch dieses Jahr engagierten sich in der AWO Thüringen

landesweit wieder zahlreiche Schüler zum 4. Schülerfreiwilligentag.

In 44 Einrichtungen waren dabei über 300 junge

Menschen ehrenamtlich in Altenpflegeeinrichtungen, Wohnund

Pflegeheimen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen,

in Kindertagesstätten oder anderen sozialen

Einrichtungen der AWO im Einsatz.

„Von den Schülern wurde der Tag als positive und interessante

Erfahrung bewertet, wobei die Arbeit für und mit den

betagten Menschen als wichtig, schön und dennoch schwer

eingestuft wird. Auch die Bewohner waren von den jungen

Leuten begeistert und es hat ein durchgehend positives

Feed back gegeben.“ (Petra Werner, Einrichtungsleiterin des

Seniorenpflegezentrums „Am Lerchenberg“ in Zella-Mehlis)

Die jungen Menschen gewannen in den Einrichtungsstellen

viele neue Eindrücke, die ihnen so in ihrem Alltag nicht begegnen

und ihr Engagement stellte eine Bereicherung für

das Leben der Bewohner dar. Dabei lernten die Schüler die

Einrichtungen, die Bewohner in den Pflegeheimen oder die

Kinder in den Kitas und deren Alltag kennen. Sie engagierten

sich in den verschiedensten Bereichen wie Gartenarbeit,

Sport und Spiel, bei Spaziergängen oder kreativem Gestalten.

Das Interesse der Schüler daran war groß. „Wir sind

sehr froh mal die Möglichkeit zu haben, etwas Gutes zu

tun“, stellte eine Schülerin fest, die sich in einer Einrichtung

in Zeulenroda/Triebes engagierte.

Standorte von teilnehmenden AWO-Einrichtungen in Thüringen

Sichtlich Spaß hatten die

Schüler und Bewohner beim

Tanz im AWO Senioren pflege -

heim „Haus an der Salza“

in Bad Langensalza.

Viele unserer AWO Einrichtungen nehmen seit Jahren aktiv

am Schülerfreiwilligentag teil. So auch der Kreisverband

AWO Saalfeld-Rudolstadt e. V. in Zusammenarbeit mit dem

Seniorenbüro des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt. Hier

engagierten sich die Schüler in den verschiedensten Bereichen

im „Haus der Lebensfreude“. Unter anderem reinigten

sie Spielflächen und Sandkästen, spielten und tanzten mit

den Kindern des Hauses oder beschäftigten sich, angeleitet

von Seniorinnen, mit alten Handarbeiten.

So wie oben geschildert, erlebten den Tag viele Einrichtungen

der AWO Thüringen. Zudem konnten sich mancherorts

nachhaltige Projekte entwickeln, wie beispielsweise im Wohnund

Pflegeheim für Menschen mit psychischer Behinderung

in Waltershausen. Dort legten Schüler gemeinsam mit den

Bewohnern ein Kräuter- und Gemüsebeet an. Daraus entwickelt

sich nun ein Projekt, um den kleinen Garten auch

weiterhin zu pflegen. In einigen Einrichtungen, wie zum Beispiel

in Bad Langensalza, nahmen Jugendliche zum wiederholten

Mal am Schülerfreiwilligentag teil und waren auch

für ein weiteres ehrenamtliches Engagement zu begeistern.

Arbeiterwohlfahrt Landesverband Thüringen e. V.

Koordinierungsstelle Ehrenamt

Pfeiffersgasse 12

99084 Erfurt

In den Einrichtungen in Roßleben und Bad Salzungen

engagieren sich die Grundschüler jedes Jahr aufs Neue und

in Bad Liebenstein unterschrieben die Einrichtungsleiterin

Frau Brückner aus dem Seniorenpflegeheim „Haus Altenstein“

und der Direktor der staatlichen Regelschule aus Bad

Liebenstein Herr Heinel einen Kooperationsvertrag über die

weitere Zusammenarbeit.

Schüler basteln gemeinsam mit Bewohnern Tischschmuck

im AWO Pflegezentrum „Zum alten Kraftwerk“ in Auma.

Alles in allem war der Schülerfreiwilligentag ein voller Erfolg

in den Einrichtungen der AWO Thüringen und wir hoffen

auch im nächsten Jahr wieder viele Schüler für diesen Tag

des ehrenamtlichen Engagements in Thüringen zu gewinnen

und zu begeistern.

Telefon: 0361/21031182

E-Mail: hemmann@awo-thueringen.de

Internet: www.awo-thueringen.de

Stichwort: Mitmachen – Ehrenamt

Ansprechpartner: Elke Hemmann

6 7


Stadt Eisenach

„Der Schülerfreiwilligentag ist in Eisenach gut angekommen

– das zeigen die jährlich steigenden

Teilnehmerzahlen. Für die Einrichtungen sind die

Schüler eine gute Unterstützung. Schön wäre,

wenn ehrenamtliches Engagement im gesamten

Schuljahr eine stärkere Rolle spielen würde und

somit lang fristig Projekte initiiert, begleitet und

unterstützt werden könnten“, so äußerte sich

Nicole Päsler, Stadtverwaltung Eisenach.

In diesem Jahr wurde ein Rekord aufgestellt – mit über 250

teilnehmenden Schülerinnen und Schülern aus 5 verschiedenen

Schulen, die an 30 Einsatzorten aktiv waren.

Im letzten Jahr waren es 140 Schülerinnen und Schüler,

allein daran kann man sehen, wie gut dieses Projekt angenommen

wird.

Die Begrüßung erfolgte auf dem Eisenacher Marktplatz

durch den Oberbürgermeister der Stadt Eisenach Herrn

Matthias Doht und von Frau Apel der Projektleiterin und

Mitarbeiterin der Freiwilligenagentur in Eisenach.

Die Gewinnung der Schülerinnen und Schüler und auch der

Einsatzorte ist sehr reibungslos verlaufen, man hatte keine

Probleme und konnte alle neu Beteiligten sehr schnell von

der Sache begeistern, da Viele noch sehr gute Erfahrungen

aus dem letzten Jahr hatten, musste man dort keine Überzeugungsarbeit

mehr leisten.

Schülerinnen im Nordlicht

Kinder- und Jugendzentrum

Die fleißigen Helfer engagierten sich in der Zeit von 9:00

bis 15:30 Uhr in den unterschiedlichsten Einsatzorten, diese

waren beispielsweise:

Kinderkrippen und Kindergärten

Tierheim

Suppenküche

Wartburgradio 96,5

Jugendtreffs/Einrichtungen

Pflegeeinrichtungen

Sozialkaufhaus

Thüringer Museum

Jugendherberge

Touristik GmbH

Vereine und Verbände (AWO, DRK, ASB etc.)

um nur einige Stellen zu nennen.

Dieser Tag wurde vom Wartburgradio 96,5 aus Eisenach,

dem Kulturmagazin der Wartburgstadt Eisenach sowie der

Tagespresse und 2 Fotografen begleitet.

Das Wartburgradio 96,5 erstellte einen sehr interessanten

Bericht, wo man im Anschluss auch hören konnte, das die

Schüler diesen Tag als wichtig für ihre Zukunft ansahen.

Einige von ihnen konnten in viele Berufe hineinschnuppern

und es gab auch Schüler, die sich das auch als Beruf vorstellen

konnten.

Das Wartburgradio gab auch 9 interessierten Schülern die

Möglichkeit diesen Tag komplett mit Mikro und Aufnahmegerät

zu begleiten.

Natürlich gab es eine Abschlussveranstaltung als kleines

Dankeschön für die ehrenamtliche Arbeit. An der großen

Abschlussveranstaltung nahmen die Bürgermeisterin der

Stadt Eisenach, Frau Ute Lieske, der Schulamtsleiter, Herr

Gerhard Lorenz, die Seniorenbeauftragte der Stadt Eisenach,

Schwester Helga Schöller, die Oberin des Diakonissenmutterhauses,

Oberin Phieler, sowie Vertreter der Einsatzorte

und Schulen, politische Vertreter und, nicht zu vergessen –

auch Eltern teil.

So konnten die Schülerinnen und Schüler auch erkennen,

dass die Arbeit von allen Seiten gewürdigt wurde.

Die fleißigen Helfer erhielten ein Zertifikat, sowie ein Schlüsselband,

gesponsert von der Thüringer Ehrenamtsstiftung,

die neben der Freiwilligenagentur natürlich der wichtigste

Partner und Koordinator des Thüringer Schülerfreiwilligentages

war.

Diako Westthüringen gGmbH

Freiwilligenagentur

Markt 2

99817 Eisenach

Schüler vom Wartburg -

radio befragten Schüler

beim Einsatz im

Kindergarten.

Der Schülerfreiwilligentag macht folgendes deutlich:

Bereits in der Schule können die Grundlagen für das Ehrenamt

gelegt werden, je mehr Kinder und Jugendliche sich

mit ihren eigenen Ideen ehrenamtlich betätigen und engagieren,

umso mehr werden sie später ehrenamtliche Aufgaben

übernehmen.

Ausspruch vieler Teilnehmer an diesem Tag

war: „Wir freuen uns auf das nächste Jahr!“

Dann findet der 5. Thüringer Schülerfreiwilligentag

am 7. Juni 2012 statt.

Telefon: 03691/670249

E-Mail: Freiwilligenagentur.ESA@Diako-Thueringen.de

Internet: www.diako-thueringen.de

Ansprechpartner: Heike Apel

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Stadt Erfurt und Partner

„Die Schüler haben viel Können und Engagement

gezeigt,“ – mit diesen Worten lobte

Ingeburg Kühlewind, 86 Jahre / Mitglied des

Schutzbundes der Senioren, den Inhalt und die

Durchführung der Veranstaltungen.

In diesem Jahr wurden in Erfurt 223 Schülerinnen und Schüler

aus 8 Schulen durch verschiedene Projektträger in Unterschiedlichen

Einsatzstellen eingebunden.

Die Projektträger waren:

der Schutzbund für Senioren und Vorruheständler

Thüringen e. V., Stadtverband Erfurt /

Ortsbürgermeister, Ortsteilrat und -verein von Urbich /

die Streetworker des Roten Berges /

die Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Erfurt

Oberbürgermeister Andreas Bausewein und der Vorstandsvorsitzende

der Thüringer Ehrenamtsstiftung, Dr. Volker

Düssel, dankten allen Schulleitern, Projektorganisatoren der

verschiedenen Trägerschaften und besonders allen aktiven

Schülerinnen und Schülern. Nur durch die Bereitschaft und

ihr Engagement in der Vorbereitung, Durchführung und

Nachbereitung dieses ereignisreichen Tages wurde ein guter

Verlauf ermöglicht. Mit ihrer Unterstützung dieses Tages

haben alle Genannten einen Beitrag zum Europäischen Jahr

der Freiwilligentätigkeit geleistet.

An die 223 Erfurter Schülerinnen und Schüler konnte ein

Teilnahmezertifikat, unterzeichnet vom Oberbürgermeister

und dem Vorstandsvorsitzenden der Thüringer Ehrenamtsstiftung,

für erfolgreiches ehrenamtliches Engagement ausgereicht

werden.

Projekt des Schutzbundes der Senioren und

Vorruheständler Thüringen e. V.

Ein duftender Lavendelgarten zierte nach getaner Arbeit den

Eingangsbereich des Kompetenz- und Beratungszentrums.

Schüler der Friedrich-Schiller-Schule bearbeiteten die Hochbeete

und schufen durch ihre ehrenamtlichen Einsatzstunden

dieses Kleinod zur Freude der Bürger, die ein Ehrenamt

suchen. Zeitgleich zu den Gartenarbeiten kochten Schüler

eine leckere Gulaschsuppe und Desserts.

Weitere Höhepunkte des 4. Schülerfreiwilligentages in der

Verantwortung des Kompetenz- und Beratungszentrums

waren die literarische Kutschfahrt zu den Wirkungsstätten

Friedrich Schillers in Erfurt und der Blumenball im Saal des

Vereins.

Die literarische Kutschfahrt begann am Haus Dacheröden

und die nächsten Stationen waren das Ursulinenkloster, das

frühere Theater in der Futterstraße sowie das ehemalige

„Haus Schlehendorn“ und sein Wohnhaus auf der Langen

Brücke.

Friedrich Schiller lernte das Ursulinenkloster bei seinem ersten

Erfurt-Aufenthalt am 2. August 1787 kennen, als er hier

eine Tante und eine Schwester Henriette von Arnims besuchte.

Die Übergabe eines Päckchens an die Nonnen führten die

Schüler durch ein Szenenspiel auf. Die Nonnen des Ursulinenklosters

zeigten den Schülern in einer historischen Chronik

handschriftliche Aufzeichnungen einer Nonne von Schillers

Besuch im Kloster.

Sehr viel Freude bereitete den Gästen des Blumenballs der

Beitrag der Gymnasiastin Sandra Valeska Steinert vom Edith-

Stein-Gymnasium. Sie las ihr Siegergedicht des Berlin-Brandenburgischen

Literaturpreises für Schüler vor und zeigte

Schüler der Friedrich-Schiller-Schule treffen sich zu einer

literarischen Kutschfahrt zu den Wirkungsstätten Friedrich

Schillers in Erfurt (sie spielten die Rollen Johann Wolfgang von

Goethe, Caroline von Dacheröden, Schillers Frau Charlotte

von Lengenfeld, und Carl Theodor von Dalberg)

den Siegerpokal, den „Theo“, in Erinnerung an Theodor

Fontane.

Mit viel Phantasie überreichten die Schüler der Schreibwerkstatt

der Regionalbibliothek poetische Blumengrüße.

Viel Applaus erhielten die Grundschüler aus Haßleben für

ihre aufgeführten Theaterstücke und Anerkennung für ihre

Dekorationen zur Ausgestaltung des Blumenballes.

Helge Gebauer, früherer Direktor des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes,

war begeistert von dem Zusammenwirken der

Generationen bei der Vorbereitung und Durchführung aller

Aktivitäten, dem Spaß und der guten Stimmung.

Projekt der Streetworker des Roten Berges

im Verbund mit der Regelschule 25 und

RS Stotternheim

Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 und 8 der

Regelschule 25 und der Regelschule Stotternheim führten

unter Koordinierung der Streetworker des Jugendamtes

Erfurt Tätigkeiten im Bereich Umwelt- und Naturschutz aus

oder wurden über diesen Einsatzbereich informiert.

Die Schüler mussten sich für diese Aktion gesondert bewerben,

um so die wirklich interessierten Jugendlichen heraus

finden zu können. Diese erhielten die Möglichkeit, ehrenamtlich

selbst tätig zu werden und bekamen zeitgleich Informationen

über die Arten ehrenamtlicher Tätigkeit in den

oben genannten Einsatzfeldern. So schafften sie sich einen

Überblick, um auch dadurch Interesse am Ehrenamt und

an der Bedeutung von ehrenamtlichem Tun zu entwickeln.

Im denkmalgeschützten Bauernhof konnten sich die Jugendlichen

darüber informieren, wie früher auf dem Land

gelebt wurde und warum es wichtig ist, bestimmte Bräuche

zu erhalten und dies fast ausnahmslos durch ehrenamtlich

organisierte Vereine geschieht.

Im Museum zum Anfassen konnten sie mit alten Gerätschaften

experimentieren. Dann wurde Brot in einem alten

Lehm ofen gebacken. Wie früher mussten die Schüler den

Sauerteig mit den Händen durchkneten bis dieser backfertig

war, um ihn dann in den vorher selbst angeheizten und gesäuberten

Lehmofen zu verbringen und zum Brot auszu -

backen.

Ein anderer Teil der Jugendlichen brachte im selben Zeitraum

Fledermausnistkästen im Kirchturm an. Diese wurden in

Vorbereitung des Schülerfreiwilligentages von Schülern der

Produktionsschule extra hierfür angefertigt.

Während des Backvorganges der Brote wurden die Teilnehmer

im sicheren Umgang mit dem Kanu oder Kajak unterwiesen

und konnten sich für einen der beiden Bootstypen

entscheiden. Auf dem Weg zur Bootsanlegestelle wurde den

Jugendlichen am Beispiel einer Streuobstwiese die Verbindung

von Natur- und Landschaftsschutz nahe gebracht. Sie

10 11


erfuhren, wie der Mensch durch Kulturlandschaften neue

Biotope schafft, die sonst von der Natur nicht hervorgebracht

werden und das diese unbedingt schützenswert sind.

Andererseits können Eingriffe des Menschen in die Natur,

wie z. B. Flussbegradigungen auch negative Auswirkungen

haben, da das Wasser im Hochwasserfall keinen Platz hat,

um sich auszudehnen. Im Bereich der Unstrut wird versucht,

alte Flussbetten wieder an den Fluss anzuschließen. So entstehen

gleichzeitig auch wieder wichtige Brutgebiete für

Wasservögel (Naturschutz). Diese alten Flussarme wurden

mit den Jugendlichen mit Kanus und Kajaks befahren und

der sonst sehr schwer mitunter nicht zugängliche Uferbereich

von Unrat gereinigt.

Um den Tag gemeinschaftlich ausklingen zu lassen, trafen

sich alle bei einer gemütlichen Grillrunde wieder. Die Schüler

berichteten von ihren Erlebnissen. Alle Beteiligten waren

sich sicher, dass sie etwas dazu gelernt haben und sich im

nächsten Jahr gern wieder einbringen möchten.

O-Ton von Anna und Vivien, RS Stotternheim: „Dieser Tag

hat uns sehr gut gefallen. Wir möchten unbedingt im nächsten

Jahr wieder dabei sein.“

Projekt „Hand in Hand“ mit dem Orts -

bürgermeister, Ortsteilrat und Ortsverein

im Verbund mit der Grundschule Urbich

Mit Spaß und viel Elan beteiligten sich die Grundschüler

gemeinsam mit dem Urbicher Ortsverein an der Durchführung

des jährlich stattfindenden Umwelttages.

Gemeinsam mit den Pädagogen der Grundschule, Herrn

Dieter Bauhaus von der Sparkasse Mittelthüringen, Herrn

Grüner und Herrn Fitzenreiter vom Ortsverein Urbich und

dem Ortsteilbürgermeister Herrn Gießler säuberten viele

fleißige Hände den Urbach.

Gleichzeitig bekamen auch die Bänke im Ort und auf dem

Schulhof einen neuen Anstrich.

Mit der Biologielehrerin Frau Sanft wurde die Wasserqualität

des Urbaches untersucht. Dabei konnte festgestellt werden,

dass sich diese seit 2010 erheblich verbessert hat. Als kleine

Stärkung gab es für alle Teilnehmer ein Eis, das von der

Sparkasse Mittelthüringen spendiert wurde.

Am Nachmittag fanden Exkursionen statt. Dabei erfuhren

die Schüler viel Interessantes in der Tischlerei Wolf (Herr

Wolf), in der Ulrici Kirche (Frau Krüger) im städtischen

Stützpunkt in Urbich, in der Wäscherei Schneider und in

der Werbeagentur HLmediaGmbH Hellmich.

Der Stützpunktmitarbeiter Herr Frank Brückner musste wissbegierigen

kleinen Leuten viele Fragen beantworten. Ein

schöner Tag ging zu Ende.

Die Schüler der Grundschule Urbich bedankten sich bei

allen Helfern für die Organisation und Unterstützung des

Umwelttages.

Dieses gemeinsame Handeln von Schule und Region im

Rahmen einer neuen Lernkultur in Kommune „nelecom“

sollte weiter fortgeführt werden, um bei Schülern, Anwohnern

und Unternehmen das Interesse und Verständnis füreinander

weiter auszubauen. Denn nur so begreifen unsere

heranwachsenden Kinder, was von ihnen im Berufsleben

erwartet wird.

Besonderer Dank gilt auch dem OB der Stadt Erfurt, Herrn

Bausewein, der Thüringer Ehrenamtsstiftung sowie Herrn

Bauhaus, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelthüringen

als Schirmherr und Frau Hartmann von der Stadtverwaltung

Erfurt für die Unterstützung des diesjährigen

Schülerfreiwilligentages.

Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Erfurt im

Verbund mit der Ullrich-von-Hutten-Schule

Erfurt

„Der Schülerfreiwilligentag ist eine unwahrscheinlich

gute Sache: Hier wird der theoretische

Stadtverwaltung Erfurt

Ortsteil- und Ehrenamtsbeauftragte OB

Fischmarkt 1 | 99084 Erfurt

Schutzbund der Senioren und

Vorruheständler Thüringen e. V.

- Kompetenzzentrum Ehrenamt -

Juri-Gagarin-Ring 64 | 99084 Erfurt

AWO Landesverband Thüringen e. V.

Koordinierungsstelle Ehrenamt

Pfeiffersgasse 12 | 99084 Erfurt

Telefon: 0361/21031183

Unterricht in Sozialwesen und Ethik mit der

Praxis verbunden und die Schüler erleben: ich

leiste etwas.“ (Frau Herzog, Projektbegleiterin

und Lehrerin für Ethik und Sozialwesen an der

Ullrich-von-Hutten Schule in Erfurt)

Zum 2. Mal beteiligten sich Schüler der 8. und 9. Klassen

am Schülerfreiwilligentag. 7 Jungen und 8 Mädchen engagierten

sich begeistert in Kindergärten, im Bummikaufhaus,

im Sozialkaufhaus und beim Familientreffpunkt. Insbesondere

die Jungen zeigten viel Freude und Enthusiasmus bei

ihren Einsätzen in Kindergärten, ganz zur Überraschung der

Erwachsenen, die diesen Tag organisierten und begleiteten.

Telefon: 0361/6551038

E-Mail: gudula.hartmann@erfurt.de

Internet: stadt-erfurt.de

Ansprechpartner: Gudula Hartmann

Telefon: 0361/2620775

E-Mail: info@seniorenschutzbund.org

Internet: www.seniorenschutzbund.org

Ansprechpartner: Rita Hofmann

E-Mail: hemmann@awo-thueringen.de

Internet: www.awo-thueringen.de

Stichwort: Mitmachen – Ehrenamt

Ansprechpartner: Elke Hemmann und

Anja von der Gönna

12 13


Stadt Gera

„Ich könnte mir diese Arbeit auch als Job vorstellen

und wir haben gelernt, Verantwortung zu

über nehmen“, so beeindruckt äußerte sich Anne-

Katrin Opitz von der Regelschule 12, die im

Kindergarten des DRK im Einsatz war.

Vor allem junge Menschen müssen koordiniert Angebote

und Möglichkeiten ehrenamtlicher Tätigkeiten erhalten. Je

eher Schülerinnen und Schüler Verantwortung im Leben

und auch im ehrenamtlichen Bereich übertragen wird, umso

bereitwilliger werden sie sich als Erwachsene im Ehrenamt

engagieren.

Wesentliche Ziele des 4. Thüringer Schülerfreiwilligentages

waren soziale Fähigkeiten auszubilden, Verantwortung zu

lernen und auch zu übernehmen, die Vielfalt des ehrenamtlichen

Engagements kennen zu lernen und natürlich auch

Anerkennung zu erhalten.

Die Otto-Dix-Stadt Gera sowie Vereine, Verbände, Institutionen

und auch Unternehmen, deren Aktivitäten wesentlich

durch das ehrenamtliche Wirken und Mitwirken von Menschen

bestimmt ist, sind gefordert, wenn es darum geht,

vermehrt auch junge Menschen an ehrenamtliches und freiwilliges

Engagement heranzuführen und sie dafür zu gewinnen,

sie dabei anzuleiten und zu unterstützen.

Am 9. Juni beteiligten sich in Gera insgesamt 112 Schülerinnen

und Schüler aus dem Goethe-, Zabel- und Liebegymnasium,

der Staatlichen Berufsbildenden Schule Gesundheit,

Soziales und Sozialpädagogik, der Staatlichen Regelschulen

4 und 12 und der Ostschule. Die jungen Menschen engagierten

sich in verschiedenen Pflege- und Seniorenheimen,

im Tierheim, im Tierpark, im Demokratischen Frauenbund,

im Psychosozialen Zentrum der AWO, in der Hospizbewe-

gung, bei der Volkssolidarität, in verschiedenen Kindergärten,

in der Kindervereinigung Gera, bei der Feuerwehr, im

Technischen Hilfswerk, bei der Nachbarschaftshilfe, im Blinden-

und Sehbehindertenverein und bei der Evangelisch

Freikirchlichen Gemeinde.

Treffpunkt für alle mitwirkenden Schüler war vor der Ehrenamtszentrale,

um Schlüsselbänder der Thüringer Ehrenamtsstiftung

in Empfang zu nehmen und von der stellvertretenden

Sozialdezernentin begrüßt zu werden. Sie

wünschte allen einen erfolgreichen und spannenden Tag.

Diese Schülerinnen und Schüler haben dazu beigetragen,

dass auch in diesem Jahr dieser Projekttag erfolgreich durchgeführt

werden konnte. Dabei haben sie sicher einige Erfahrungen,

Informationen und Eindrücke vom Ehrenamt erhalten,

die unter Umständen für die Berufswahl genutzt

werden können.

Während ihres Einsatzes bei der „Geraer Nachbarschaftshilfe

e.V.“ waren 2 Schülerinnen des Zabel-Gymnasiums, die in

die Einzelbetreuung einer psychisch kranken Frau mit eingebunden

wurden, davon beeindruckt, wie wichtig es ist,

Menschen zu helfen, die sich in einer Notlage befinden.

Juliane Schmieder vom Goethe-Gymnasiums/Rutheneum

1608 war im Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.: „Meiner

Meinung nach, müssten Blinde und Blindenvereine

mehr vom Staat gestützt werden“, so Juliane.

In der Einsatzstelle „Pflegezentrum Am Hofwiesenpark“ der

Geraer Heimbetriebsgesellschaft mbH, fasste die Ergotherapeutin

der Einrichtung zusammen, was dieser Tag für die

Heimbewohner bedeutet: „Der Schülerfreiwilligentag wird

von unseren Bewohnern sehr positiv bewertet; Er regt zum

Generationsaustausch an und ist zudem eine willkommene

Abwechslung im Heimalltag.“

Oben: 2 Gymnasiastinnen dekorierten mit gespendeter Bekleidung

eine Schaufensterpuppe im Verein „Geraer Nachbarschaftshilfe“.

Weiterhin sortierten sie Gebrauchsgegenstände und Bekleidung

in die entsprechenden Regale zur Weitergabe an Bedürftige.

Foto: Sigrid Schädlich

5 Schülerinnen und Schüler der Regelschule 4 erhielten an

diesem Tag von der Ergotherapeutin bestimmte Aufgaben

und zum Schluss erfolgte eine Auswertung über das Erlebte,

die Empfindungen und Eindrücke in einer offenen Diskussionsrunde.

Otto-Dix-Stadt Gera

Dezernat Soziales

Ehrenamtszentrale

Kornmarkt 7

07545 Gera

Als Abschluss dieses Tagesprojektes fand im Rathaussaal

eine Veranstaltung statt, mit der erreicht werden sollte, dass

sich die Schülerinnen und Schüler an einem Ort treffen, um

gemeinsam über dieses Projekt zu reden, ihre Erfahrungen

auszutauschen und vom Bürgermeister Herrn Hein ein Zertifikat

für ihren ehrenamtlichen Einsatz entgegen zu nehmen.

Unten: Die Schüler informierten sich über die Stadtteilarbeit und

den Stadtteil Lusan und erfuhren vom Redakteur die Gestaltung

der Stadtteilzeitung, in der die Bürger über verschiedene

Veranstaltungen und Aktionen informiert werden.

Foto: Dietmar Walther

Telefon: 0365/8383020

E-Mail: scherf.renate@gera.de

Internet: www.gera.de

Ansprechpartner: Renate Scherf

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Landkreis Gotha

„Der Tag war total schön und ich würde es gerne

noch mal machen“, so eine Schülerin, die kein

Einzelfall war, beim diesjährigen Schülerfreiwilligentag

in Gotha.

Die Freiwilligenagentur Gotha hat diesen Tag zusammen

mit 20 Trägern, Vereinen und gemeinnützigen Organisationen,

sowie mit insgesamt 100 Schülern aus 7 Schulen in

Gotha und Umgebung vorbereitet und gestaltet. Darunter

die Regelschule „Conrad Eckhof“, die Regelschule „Andreas

Reyher“, die „Evangelische Regelschule“, das Gymnasium

„Gustav Freytag“, das Gymnasium „Ernestinum“ sowie das

staatliche Förderzentrum „Lucas Cranach“ und die „Nessetalschule“

in Warza.

Die Schülerinnen und Schüler hatten an diesem Tag die

Möglichkeit, die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements

zu entdecken und tolle neue Erfahrungen zu sammeln. In

den unterschiedlichsten Einrichtungen aus dem sozialen,

kulturellen und ökologischen Bereich haben die Schülerinnen

und Schüler einen ganzen Tag lang aktiv ehrenamtliche Arbeiten

getätigt.

Und so ging der Schülerfreiwilligentag

in Gotha los...

Eröffnet wurde der 4. Thüringer Schülerfreiwilligentag von

unserem Schirmherr, dem Oberbürgermeister der Stadt Gotha,

Knut Kreuch, in der Begegnungsstätte LIORA. In einer

kurzen Rede begrüßte er die Schülerinnen und Schüler und

wünschte allen einen erfolgreichen und schönen Schülerfreiwilligentag.

Anschließend ging es dann mit Bus, Bahn oder zu Fuß mit

ehrenamtlichen Schülerlotsen in die Einsatzstellen. Die

Jugendlichen wurden freundlich von den zuständigen Mitarbeitenden

empfangen und begrüßt. Dann ging es auch

schon tatkräftig zur Sache.

Was gibt es aus den Einsatzstellen zu

berichten?

Im integrativen Kindergarten in der Spohrstraße konnten

die Schülerinnen und Schüler ihrer Kreativität freien Lauf

lassen und das Indianerfest vorbereiten. Die evangelische

Grundschule hat zusammen mit den Jugendlichen einen

Vorlesenachmittag gestaltet. In der Regenbogenschule

wurde ein Ausflug gemacht und im evangelischen Kindergarten

„Teeschlösschen“ bastelten, malten und halfen die

Schülerinnen und Schüler beim Mittagessen.

Das Helios Krankenhaus stellte den Krankenhausalltag vor

und die Jugendlichen unterstützten die Krankenschwestern,

und -pfleger bei ihren täglichen Aufgaben.

„Der Tag war schön. Ich möchte mich sehr gern weiterhin

ehrenamtlich im Helios Krankenhaus engagieren.“ – war

das begeisterte Feedback von einer Schülerin aus dem Ernestinum

Gymnasium.

Richtig angepackt wurde im Garten-, Park- und Friedhofsamt,

„Wir haben sogar ein Vogelnest zwischen den Sträuchern

gefunden.“ – hat ein Schüler der evangelischen Regelschule

ganz aufgeregt berichtet.

Im Tierpark Gotha sowie in den Werkstätten und Wohnheimen

des Bodelschwingh-Hofs wurde ebenfalls kräftig mit

angepackt.

Spaziergänge an der frischen Luft und Kaffeekränzchen gab

es im PROCON Seniorenzentrum Turmhotel, im Seniorenzentrum

AZURIT, der Seniorentagesstätte am Brühl und in

den Städtischen Heimen. Die Jugendlichen halfen den Pflegerinnen

und Pflegern wo sie nur konnten.

Beim Verband der Behinderten haben die Schülerinnen und

Schüler ein großes Fest vorbereitet. Spannend und kreativ

wurde es bei Art der Stadt e. V. und bei der Kulturstiftung

Gotha. Die Schülerinnen und Schüler durften einen Zirkusworkshop

mitgestalten und vorbereiten sowie Plakate und

Flyer entwerfen. Im Sozialkaufhaus und in der Kleiderkammer

des DRK wurde gestöbert, einsortiert und aufgeräumt.

Nach getaner Arbeit gab es ein großes Grillfest für alle Beteiligten

im Jugendklub NEW-E-Haus. Für das leibliche Wohl

war, dank der Unterstützung der Fleischerei Urban, gesorgt.

Es gab reichlich Bratwürste, Brötchen und kühle Getränke.

Anschließend haben alle Teilnehmer ein Zertifikat als Nachweis

für ihre ehrenamtliche Tätigkeit vom Landtagsabgeordneten

Matthias Hey überreicht bekommen. Es gab kleine

Präsente und nette Gespräche, in denen sich die Schülerinnen

und Schüler untereinander über ihre Erfahrungen austauschen

konnten.

Diakoniewerk Gotha

Freiwilligenagentur

Klosterplatz 6

99867 Gotha

SchülerInnen im Helios Krankenhaus

Telefon: 03621/305819

E-Mail: ehrenamtlich@diakonie-gotha.de

Internet: www.diakonie-gotha.de

Ansprechpartner: Stephanie Herzog,

Simone Lamperti

16 17


Landkreis Hildburghausen

Vielerorts erklang in den Einsatzorten ein Satz

wie der der Tanzgruppe und des Schulchores

der Albert-Schweitzer-Förderschule:

„Wir möchten im nächsten Jahr auf alle

Fälle wieder dabei sein!“

Am 9. Juni 2011 fand der 4. Thüringer Schülerfreiwilligentag

im Landkreis Hildburghausen statt. Wie im letzten Jahr

wurde dieser Tag an zwei Standorten, in Schleusingen und

in Hildburghausen erfolgreich durchgeführt.

Über 630 Schülerinnen und Schüler aus acht Schulen des

Landkreises engagierten sich an über 80 Einsatzorten in sozialen,

kulturellen, sportlichen, Natur- und Umweltbereichen

(Vergleich zu den Vorjahren: 2009 – 175 Schüler an 14 Einsatzorten;

2010 – 540 Schüler an 66 Einsatzorten).

Ehrenamtliche Schülereinsätze u. a. in Sportvereinen und

in der Freiwilligen Feuerwehr, in Pflege- und Seniorenheimen,

in Kindergärten oder Horteinrichtungen ermöglichten den

Schülern ein generationsübergreifendes Tätigwerden, das

Kennenlernen von Berufsbildern und das Erleben des Vereinswesens

in seiner Breite und Vielfalt.

Ein Seniorenchor, ein Erwachsenenchor, zwei Orchester,

zwei Schülerchöre, zwei Schultanzgruppen, ein Kinder- und

Jugendchor sowie eine Schülerin der Kreismusikschule begeisterten

Jung und Alt mit musikalischen Beiträgen und

regten zum Mitsingen und Mittanzen an.

Der Schülerfreiwilligentag wurde in Schleusingen durch den

1. Beigeordneten des Landkreises, Herrn Hoffmann und in

Hildburghausen durch den 2. Beigeordneten des Landkreises,

Herrn Kaden, eröffnet.

Als Ehrengäste konnten der Vorsitzende der Thüringer

Ehrenamtsstiftung, Herr Dr. Düssel und der Landtagsabgeordnete,

Herr Worm, begrüßt werden.

Resümee und Dankeschön

Der Thüringer Schülerfreiwilligentag hat den teilnehmenden

Schülerinnen und Schülern erneut gezeigt, dass das Ehrenamt

Freude und Spaß bringen kann und es für die Gesellschaft

wichtig ist, ehrenamtlich aktiv zu sein.

„Es macht Spaß, älteren Menschen zu helfen, mit ihnen zu

reden und gemeinsam Zeit zu verbringen! Wir tauschen

uns aus und somit lernen wir Schüler von den Älteren und

umgekehrt!“, so eine Schülermeinung zum Einsatz in einem

Pflege- und Seniorenheim.

Auch im nächsten Jahr wird der Landkreis Hildburghausen

den Schülerfreiwilligentag durchführen und dies mit hoffentlich

ebenso großer Unterstützung und positiver Resonanz

wie in diesem Jahr.

Kindertagesstätte in Hildburghausen

Landratsamt Hildburghausen

Kreisentwicklungsamt

SG Kultur und Sport/ Ehrenamt

Wiesenstraße 18

98646 Hildburghausen

Schülereinsatz im Naturhistorischen Museum Schloss

Bertholdsburg Schleusingen – Bau eines Insektenhauses

Telefon: 03685/445252

E-Mail: memm@lrahbn.thueringen.de

Internet: www.landkreis-hildburghausen.de

Ansprechpartner: Stefanie Memm

18 19


Stadt Jena

„Wir sind hier dabei, weil es am nächsten dran

an unserer Schule liegt. Und weil starke Männer

gebraucht wurden und wir in der Natur sind,“ so

wurde einer der Beteiligungsgründe durch einen

Schüler wiedergegeben.

Einsatzorte, Statements

Am 4. Schülerfreiwilligentag engagierten sich in Jena insgesamt

180 Schülerinnen und Schüler aus 7 verschiedenen

Schulen. Mit dabei waren Gymnasiasten, Regelschüler und

auch Schüler einer Förderschule. Es engagierten sich sowohl

ganze Klassenverbände, als auch einzelne Schüler. Die Einsatzfelder

waren sehr verschieden, wenngleich der Schwerpunkt

wie alle Jahre bei verschiedenen Pflegearbeiten im

Außenbereich lag. Die Einsätze erfolgten im Zeitraum zwischen

8:00 und 16:00 Uhr. Große „Mit-Mach-Aktionen“

stellte der Forst. So waren über 20 Jugendliche des Angergymnasiums

im Stadtforst von Jena unterwegs, um hier bei

der Pflege einer Eichenversuchsfläche und der Kontrolle der

Pflanzen behilflich zu sein. Eine ebenso große Anzahl von

SchülerInnen der Kooperativen Gesamtschule Adolf Reichwein

war zur Waldfege im Forst von Tautenburg unterwegs.

Auf dem Landgrafenplateau wurde Mulch um Spiel- und

Sportgeräte verteilt, im Botanischen Garten wurden neben

„originären Gärtnerarbeiten“ Bänke gestrichen, in der Stadtbibliothek

Regale entstaubt, Bücher und andere Medien einsortiert.

Starke Muskeln waren beim Einsatz in der Stadtkirche

St. Michael gefragt. Hier halfen die Jugendlichen im

Rahmen der umfassenden Innensanierung des Gebäudes

Gesteinsschutt in Container zu verladen. In Kindergärten

und Seniorenheimen sowie beim Saale Betreuungswerk der

Lebenshilfe kamen die SchülerInnen im Zuge ihres Engagements

auch in Kontakt mit Kindern, Senioren und Menschen

mit Behinderung.

Sowohl für die SchülerInnen, die vielfach durch diesen Tag

erste Erfahrungen mit freiwilligem Engagement machten,

als auch für die Einsatzstellen, welche durch die erfahrene

Hilfe und Unterstützung „einen kleinen Schritt weiter voran

kamen“ oder einfach nur einmal Abwechslung erfuhren, war

dieser Tag eine Bereicherung. Die Gründe für die Beteiligung

waren dabei durchaus verschieden. Ein Schüler belegte seine

Begeisterung für diesen Tag mit folgendem Gedanken: „Es

war ein schöner Tag. Für diese Einsatzstelle haben wir uns

entschieden, weil wir hier in der Natur arbeiten können,

ganz nach unserem Rhythmus. Außerdem macht man etwas

Sinnvolles. … Es ist das erste Mal das wir so etwas machen.

Aber so richtig freiwillig ist es ja nicht, sagen unsere Lehrer.

Wir müssen ja schließlich an diesem Tag dafür nicht in die

Schule.“ Ganz unberechtigt ist diese Kritik nicht.

Danksagung

Wie jedes Jahr wurden wieder zahlreiche gemeinnützige Einrichtungen,

Vereine und Initiativen angeschrieben und für

eine Beteiligung geworben. Im 4. Jahr kann man bereits von

einer gewissen Tradition bezüglich der Engagementbereitschaft

einiger Schulen sowie der Kooperation verschiedener

Einsatzstellen sprechen. Wir danken allen beteiligten Einsatzstellen,

den freiwilligen Helfern bei der Organisation,

den Schulen und vor allen den Schülerinnen und Schülern

für ihr Engagement und die vielfältigen Aktionen! Nur die

Bereitschaft vieler Menschen aktiv zu werden machte eine

Rekordteilnahme in diesem Jahr in Jena möglich – auf ein

Neues im Jahr 2012!

Bürgerstiftung Zwischenraum

Am Rähmen 27

07743 Jena

Im Außengelände der

integrativen KindertagesstätteSchwabenhaus

füllen Schülerinnen

des Christlichen

Gymnasiums einen

Sandkasten mit neuem

Sandgut.

„Wir sind hier dabei, weil es am nächsten dran an unserer Schule

liegt. Und weil starke Männer gebraucht wurden und wir in der

Natur sind.“ – Schüler der 8. Klasse des Angergymnasiums verteilen

Mulch auf dem Spielplatz und dem Trimm-dich-Pfad auf dem

Land grafenplateau.

Telefon: 03641/6349558

E-Mail: info@buergerstiftung-zwischenraum.de

Internet: www.buergerstiftung-zwischenraum.de

Ansprechpartner: Kati Langenberger

20 21


Stadt Leinefelde-Worbis

Beim Einsatz im Bärenpark konnte man Florian

s ernsthafte Haltung zum Einsatz beim

Schülerfreiwilligentag vernehmen: „Geh` mal

kurz raus, ich muss arbeiten.“

In der Stadt Leinefelde-Worbis haben sich 3 Schulen mit

mehr als 100 Kindern, 5 LehrerInnen und 10 Frauen aus

Tüffers Werkstattgarten am 4. Thüringer Schülerfreiwilligentag

beteiligt.

Der Schülerfreiwilligentag wurde in Leinefelde in Tüffers

Werkstattgarten vom Ortsteilbürgermeister Siegfried Klapprott

und in Worbis auf dem Reiterhof Biermann vom Bürgermeister

Gerd Reinhardt eröffnet.

Beide Bürgermeister begrüßten das ehrenamtliche Engagement

der Schülerinnen und Schüler und wünschten ihnen

viel Freude und Erfolg bei ihrer Arbeit.

Ausspruch von Max

beim Pferde striegeln:

„Die Pferde sind

gezähmt, Opa hat

auch eins.“

11 SchülerInnen der Regelschule Worbis führten im Bärenpark

Worbis Verschönerungsarbeiten im Außengelände

durch. Weitere 13 SchülerInnen leisteten ihren Einsatz auf

dem Reiterhof Biermann. Sie misteten Ställe aus, striegelten

und sattelten Pferde und lernten eine Menge im Umgang

mit den Tieren. SchülerInnen der Konrad-Hentrich-Grundschule

Leinefelde betätigten sich in Tüffers Garten mit Gartenarbeit.

Sie pflanzten Sträucher und Blumen, zupften Unkraut

und strichen Bänke. Im Pflegeheim “pro seniore”

Leinefelde unterhielten die Hortkinder der Johann-Carl-Fuhlrott-Grundschule

die SeniorenInnen mit einem musikalischliterarischen

Programm. Mit fröhlichen Liedern, Instrumentalmusik

und Tanzeinlagen erfreuten die Hortkinder die

Heimbewohner.

Nach getaner Arbeit wurde mit Würstchen und Sprudel an

den Einsatzstellen gefeiert.

Stadt Leinefelde-Worbis

Bahnhofstraße 43

37327 Leinefelde-Worbis

Einsatz im Bärenpark;

Ausspruch von Florian:

„Geh mal kurz raus,

ich muss arbeiten.“

Telefon: 03605/200502

E-Mail: tourisma@leinefelde-worbis.de

Internet: www.leinefelde.de

Ansprechpartner: Jutta Schröter

22 23


Landkreis Nordhausen

Am Schülerfreiwilligentag gibt es für Erwachsene

oft Grund zum Staunen über das zutage kommende

Potential des Schülerengagements:

„Ich habe die Schüler der Klasse 7a wirklich

unterschätzt“, äußerte dazu Frank Rostek, der

Bürgermeister von Bleicherode.

In diesem Jahr fand der Schülerfreiwilligentag zum ersten

Mal außerhalb von Nordhausen statt. Am 9. Juni 2011

engagierten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse

7a des Schillergymnasiums in verschiedenen Einsatzstellen

in Bleicherode.

Ziel des Projektes „Thüringer Schülerinnen und Schüler

engagieren sich“ ist es, Kindern und Jugendlichen die ehrenamtliche

Tätigkeit näher zu bringen. Dabei erhalten die

Schüler einen Einblick in verschiedene soziale Einrichtungen,

welche sie sich selbst aussuchen dürfen. Sie lernen somit

die Vielfalt des Engagements kennen, Verantwortung zu

übernehmen und können sich im Hinblick auf ihre sozialen

Fähigkeiten ausprobieren.

Im St. Marien Hospital konnten einige Schüler unter anderem

Erfahrungen mit Demenzkranken machen und sich mit

ihnen beschäftigen. Andere konnten sich im Kindergarten

„Kleine Strolche“ im Umgang mit Kleinkindern unter Beweis

stellen. Bei der AWO haben die Schüler gelernt, dass der

Umgang mit Rollstühlen nicht ganz so einfach ist, wie es

aussieht. Die restlichen Schüler waren im Museum, im Freizeittreff

und im Schullandheim Schneckenhengst untergebracht.

Der Treffpunkt für den Auftakt war 8:00 Uhr am Freizeittreff

in Bleicherode. Dort haben Beate Raupach, die Leiterin der

Freiwilligenagentur des Horizont e. V. und die Klassenlehrerin

Frau Bittner die Schülerinnen und Schüler der Klasse

7a begrüßt, in Gruppen eingeteilt und in die einzelnen Einrichtungen

gebracht. Bis 12:00 Uhr waren die Schüler in ihren

Einsatzstellen tätig, konnten Fragen stellen und viele

Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen sammeln.

Abschließend versammelten sich alle wieder im Freizeittreff

Bleicherode, wo ein Buffet mit Obst, belegten Brötchen,

Kaffee und kalten Getränken vorbereitet war. Dies wurde in

Zusammenarbeit der Freiwilligenagentur Nordhausen mit

dem KOCHHAUS organisiert. Dazu waren die Vertreter der

jeweiligen Einsatzstellen herzlich eingeladen. Auch der Bleicheröder

Bürgermeister Frank Rostek zeigte großes Interesse

an der Veranstaltung. Beim gemeinsamen Essen und Trinken

konnten die Erlebnisse des Tages präsentiert und ausgewertet

werden. Dabei war herauszuhören, dass alle eine

Menge Spaß hatten und dass das Projekt sehr gelungen

war. Die Schüler konnten wichtige Erfahrungen mit nach

Hause nehmen, die für sie von Bedeutung sein können.

Von den Einrichtungen wurden verschiedene Materialien

bereitgestellt, damit die Schüler eine Collage gestalten konnten.

Mit Vergnügen würden sie im nächsten Jahr wieder am

Schülerfreiwilligentag teilnehmen.

Der Schülerfreiwilligentag war ein voller Erfolg. Die Schülerinnen

und Schüler haben gelernt, dass soziales Engagement

von großer Bedeutung ist und dass dies sogar sehr viel

Spaß machen kann. Für manche ist es durchaus vorstellbar

in irgendeiner Form ehrenamtlich tätig zu werden.

Aus diesem Grund wird die Freiwilligenagentur im nächsten

Jahr wieder einen Tag organisieren, an dem sich Kinder und

Jugendliche engagieren können.

Die Klasse 7a des Schillergymnasiums nach ihrem Einsatz

in Bleicherode

Freiwilligenagentur Nordhausen

Horizont e. V.

Grimmelallee 46

99737 Nordhausen

Einsatz im Freizeittreff Bleicherode: hier wurde an dem Tag der

Rasen gemäht und einige Bänke gestrichen. Grünflächenpflege

kam bei den Schülern gut an.

Telefon: 03631/4659563

E-Mail: o.genzel@horizont-verein.de

Internet: www.fwa.horizont-verein.de

Ansprechpartner: Oliver Genzel,

Beate Raupach

24 25


Saale-Holzland-Kreis

Für Christopher Müller, war nach seinem

bereits zweiten ehrenamtlichen Einsatz in

einem Kindergarten klar: „Ich werde mich

für die Ausbildung als Erzieher bewerben“.

Organisatorische Schwerpunkte

Es nahmen 56 SchülerInnen der 7. bis 11. Klassen aus

Eisenberg und Hainspitz am Schülerfreiwilligentag 2011 teil.

Der Landrat des SHK, Herr Heller, und der Bürgermeister

der Stadt Eisenberg, Herr Lippert, gingen in ihren Reden

während der Abschlussveranstaltung auf die gesellschaftliche

Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeit ein. Die regionale

Presse berichtete mehrfach zum SFT. Beteiligte Schulen waren

das Friedrich-Schiller-Gymnasium, die „Karl Christian

Friedrich Krause“ Regelschule und die Förderberufsschule

des BuTZ in Eisenberg sowie das Staatliche regionale Förderzentrum

in Hainspitz. Sowohl die Direktoren, als auch

die Schülervertreter wurden aktiv in die Teilnehmergewinnung

einbezogen. Ein gezielter Internetauftritt und das Verteilen

von Flyern förderten den Bekanntheitsgrad des Schülerfreiwilligentages

und aktivierten den Anmeldungsprozess.

Mehr als 15 Vereine und Einrichtungen erklärten bereitwillig

ihre Mitwirkung. Eine Power-Point-Präsentation wurde durch

das BuTZ erstellt und in die Abschlussveranstaltung integriert.

Inhaltliche Aspekte

Cindy Lorenz aus der 7. Klasse fertigte unter fachkundiger

Anleitung im Atelier des Kunstverein Eisenberg mittels

Drahtgestell und Gipsbinden einen überdimensionaler Hut

an, der am 11.9.2011 im Rahmen der Veranstaltung „Kunst

im Bogengarten“ zur Nutzung als Gästebuch fungieren wird.

Sie sagte: „Mir hat das Gestalten Spaß gemacht und ich

komme jetzt immer in den Malkurs zu Frau Rödiger.“ Im

Diakoniezentrum Bethesda erhielten die SchülerInnen die

Möglichkeit, selbst vor Ort Kuchen für die Senioren zu

backen. Das Staatliche regionale Förderzentrum in Hainspitz

legte mit ProjektteilnehmerInnen einen neuen Schulgarten

an. In 3 Jugendclubs wurde durch die SchülerInnen malermäßig

renoviert und gestalterisch gearbeitet. ProjektteilnehmerInnen

produzierten einen Artikel über den Schülerfreiwilligentag

2011 für eine Hörzeitung. Dazu führten sie

Interviews mit ProjektteilnehmerInnen und Betreuern der

Einsatzstellen durch. Im Tiergarten und Tierheim stand für

die SchülerInnen die Beschäftigung mit Tieren im Mittelpunkt.

Christopfer Müller im Montessori-Kindergarten "Zwergenland".

Christopfer hilft beim Zähneputzen nach dem Mittagessen.

Bildungs- und Technologie-Zentrum

zu Eisenberg GmbH

Klosterlausnitzer Straße 19

07607 Eisenberg

Gestaltung eines überdimensionalen Gipshutes für

das Eisenberger Kunstfest am 11.9.2011 im Bogengarten.

Telefon: 036691/74-0

E-Mail: info@butz-eisenberg.de

Internet: www.butz-eisenberg.de

Ansprechpartner: Christa Töpel,

Silke Zeiß

26 27


Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

„Es ist nichts Neues, dass die Kindereinrichtungen

mehr männliches Personal brauchen. Die

Kinder waren begeistert von den ‘großen Jungs‘.

Es ist für uns eine Möglichkeit, Jugendlichen

den Beruf des Erziehers näherzubringen,“ bestätigte

Frau Minnich, Leiterin des Kindergartens

„St. Gertrudis“. Über den Einsatz von 9 Jungen

in Kindertagesstätten freuten sich außerdem die

Mitarbeiter der Tagesstätten selbst, wie bereits

im Vorjahr.

Fakten auf dem Papier ...

Beim Saalfelder Schülerfreiwilligentag 2011 beteiligte sich

bereits zum 4. Mal die gesamte Klassenstufe 9 des Erasmus-Reinhold-Gymnasiums

in Gorndorf sowie 2 SchülerInnen

der 11. Klassen (insgesamt 40 SchülerInnen).

Die Jugendlichen brachten ihre Kraft und Ideen in 10 verschiedenen

Einrichtungen in Saalfeld ein, z. B. in Kindertagesstätten,

im Christopherushof im Rahmen der Arbeit mit

Menschen mit Behinderungen, beim Grünflächenamt im

Bereich der Grünflächengestaltung, in der Liegenschaftsabteilung

sowie bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Im Jugend- und Stadtteilzentrum Gorndorf unterstützten

die Gymnasiasten zusammen mit 5 SchülerInnen der Saalfelder

Realschule "Albert-Schweitzer" die hauptamtlichen

Mitarbeiter der Einrichtung bei der Ausrichtung des Projekttages

"Natur macht Schule" für Grundschüler.

... und LIVE erlebt ...

„Ich habe gelernt ... der Beruf KindergärtnerIn ist nicht zu

unterschätzen", sagte Paul, Schüler der 9. Klasse des ERS-

Gymnasiums, nach einigem Überlegen, als wir ihn am Ende

des Tages im Kindergarten "St. Gertrudis" besuchten und

er leicht erschöpft in der Spielecke saß. Er war einer von 9

Jungen, die beim 4. Schülerfreiwilligentag in Saalfeld eine

Kindertagesstätte als Einsatzort gewählt hatten und war von

dem Arbeitsfeld trotz begleitender Stressfaktoren ziemlich

begeistert.

Auch eine Mitschülerin von Paul zog eine positive Resonanz

aus ihrem Einsatz im Kindergarten und sagte uns, dass dadurch

ihr „Interesse an der (Zusammen-) Arbeit mit Menschen

gestärkt“ wurde.

„Ich habe gelernt, dass der Umgang mit Kindern doch nicht

so schlimm ist und dass ich besser mit Kindern umgehen

kann als ich dachte“, so erfuhr eine Schülerin der 9. Klasse

des ERS-Gymnasiums mehr über die eigenen Potentiale

beim Einsatz im Jugend- und Stadtteilzentrum zum Projekttag

"Natur macht Schule" für Grundschüler, bei der Betreuung

von mehreren Stationen.

Die Meisten der insgesamt 45 Jugendlichen waren an diesem

Tag bereits seit 8:00 Uhr in ihren Einsatzstellen aktiv – nachdem

sie sich in der Caritasstelle noch ein Verpflegungspaket

zur Stärkung abgeholt hatten. Ob bei der Bepflanzung von

Grünflächen, bei der Kontrolle der Abnahmestellen oder der

Wartung von Schläuchen bei der Feuerwehr, bei der Begleitung

von Behinderten während ihrer Arbeit in den Werkstätten

des Christopherushofes, bei der Besichtigung der

Saalfelder Liegenschaften oder der Erklärung des Aufbaus

der Spinnentiere – „das Dokumentationsteam“ der Caritas

bestaunte die Aktivitäten der Jugendlichen vor Ort. Nadine

zum Beispiel zog ihre ganz persönliche "Lehre" aus ihrem

"Tageseinsatz" für Spinnen: (Ich habe gelernt) „... dass man

keine Angst vor Spinnen haben und sie nicht zertreten

braucht.“

Und Johann sagte über seine Auseinandersetzung mit den

Saalfelder Liegenschaften:

„Ich habe Orte kennen gelernt, von denen ich vorher nichts

wusste und die ich auch nie gesehen habe. Ich habe nette

Menschen kennen gelernt und weiß jetzt, dass dies schon

ein Beruf wäre, den ich ausführen würde."

Gegen 15:30 Uhr jedoch stellten auch die engagiertesten

Helfer ihre Arbeit ein und fanden sich im Jugendzentrum

Kleiststraße zusammen – zum Plaudern und Austauschen,

zum Erholen, zum Bratwurstessen. Die Rückmeldebögen

durften auch nicht vergessen werden. Abschließend gab es

noch die Zertifikate.

Als wir später die Rückmeldebögen einsammelten, fiel uns

die Aussage einer Schülerin ins Auge: „Ich hätte den Schülerfreiwilligentag

etwas länger gestaltet. Nicht, weil wir da

keine Schule haben, sondern da man so einen größeren

Einblick und Eindruck hat!“

Caritasregion Mittelthüringen

Freiwilligenzentrum Saalfeld

Darrtorstraße 11

07318 Saalfeld

"Tageseinsatz" für Spinnen: „Ich habe gelernt ... dass man

keine Angst vor Spinnen haben und sie nicht zertreten braucht,"

(Nadine)

Telefon: 03671/358212

E-Mail: fwz-slf@caritas-bistum-erfurt.de

Internet: www.dicverfurt.caritas.de

Ansprechpartner: Annett Elster

28 29


Landkreis Sonneberg

„Es heißt heute nicht nur, dass ihr keinen

Unterricht habt und keine Zensuren bekommt.

Es heißt auch, mögliche Berufsbilder kennen -

zulernen und mit kleiner Unterstützung eine

große Wirkung erzielen“, sagte die Landrätin

des Landkreises Sonneberg, Christine Zitzmann,

nachdem sie die Schüler begrüßt hatte.

Sie verwies auf die große Bedeutung der

ehrenamtlichen Arbeit für die Gesellschaft

und das öffentliche Leben.

126 Schüler aus drei Schulen des Landkreises

Sonneberg aktiv beim Schülerfreiwilligentag

2011

Einhundertundsechsundzwanzig Schülerinnen und Schüler

der achten und neunten Klassen des Hermann-Pistor-Gymnasiums

Sonneberg, des Förderzentrums Sonneberg sowie

der Regelschule „Am Rennsteig“ in Neuhaus am Rennweg

waren in diesem Jahr an insgesamt neunundzwanzig Einsatzstellen

im Rahmen des Projektes „Thüringer Schülerinnen

und Schüler engagieren sich“ ehrenamtlich aktiv.

Zahlreiche ehrenamtliche Vereine unterstützen

den Schülerfreiwilligentag

Als Partner haben die Kreissportjugend, der Tier- und Naturschutzverein,

der Blinden- und Sehbehindertenverband,

der Förderverein Schauaquarium „Nautiland“, der Tennisclub

Sonneberg, der Verein SON-Film, die Ortsgruppe Sonneberg

des Technischen Hilfswerkes, der Hundesportclub

„Partner auf vier Pfoten“, der WSV Lauscha sowie jeweils

mit mehreren Einsatzstellen die Volkssolidarität, der Behindertenverband,

die Arbeiterwohlfahrt, die Kreisdiakonie und

der DRK Sonneberger Kreisverband mitgewirkt.

Die Landrätin des Landkreises Sonneberg, Frau Christine

Zitzmann, begrüßte die Schüler auf dem Schulgelände des

Förderzentrums Sonneberg und dankte ihnen für ihre Bereitschaft,

das Ehrenamt näher kennen zu lernen. Abschließend

wünschte sie allen Schülern einen abwechslungsreichen

Einsatz mit vielen neuen und positiven Erfahrungen.

In Neuhaus am Rennweg, an der Regelschule „Am Rennsteig“,

eröffnete die Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Frau

Lore Mikolajczyk, den Schülerfreiwilligentag und gab einen

kurzen Überblick über die Bedeutung und Einsatzmöglichkeiten

im Ehrenamt.

Nach der Begrüßung wurden die Kinder entsprechend ihrer

Einsatzstellen entweder von den Partnern direkt abgeholt

oder durch den Fahrdienst des Behindertenverbandes und

der Arbeiterwohlfahrt zu den Einsatzstellen befördert. An

den Einsatzstellen wurden die Kinder begrüßt und mit der

Einrichtung bzw. dem ehrenamtlichen Verein vertraut ge-

Die Kreissportjugend organisiert gemeinsam mit den ehrenamtlichen

Helfern ein Spielfest für die Schüler der GS Wolkenrasen.

macht. Ihnen wurden die Struktur, die Aufgaben und die

Arbeitsweise erläutert und die Wichtigkeit des ehrenamtlichen

Engagements nahe gebracht.

Auswertung des Tages und Verarbeitung der

ersten Eindrücke

Nach jeweils drei Stunden ehrenamtlicher Betätigung trafen

sich die Schüler wieder im Förderzentrum bzw. in der

Regelschule „Am Rennsteig“ zur Auswertung bei einem

Büfett, das von Schülern selbst gestaltet und vorbereitet

worden war.

Der Erste Beigeordnete des Landkreises Sonneberg, Herr

Hans-Peter Schmitz sowie die Schulleiter der beteiligten

Schulen dankten allen teilnehmenden Schülern sowie den

zahlreichen Einsatzstellen mit ihren ehrenamtlichen Helfern

für einen gelungen Tag. Sie hoben die Bedeutung des

Ehrenamtes für das öffentliche Leben im Landkreis noch-

Landratsamt Sonneberg

Schulverwaltung

Bahnhofstraße 66

96515 Sonneberg

mals hervor und gaben der Hoffnung Ausdruck, dass der

eine oder andere Schüler den Weg zum freiwilligen Einsatz

im Ehrenamt findet. Christian, Roy, Max und Susen aus der

Regelschule „Am Rennsteig“ sagten zu ihrem Einsatz in der

Seniorenresidenz Ernstthal: „Es war sehr aufregend und

interessant. Wir konnten neue Erfahrungen sammeln und

haben dazu gelernt. Außerdem konnten wir uns mit den

Senioren beschäftigen.“ Das Fazit an der Einsatzstelle Schanzenanlage

des WSV 08 Lauscha lautete: „Wiederholung ist

garantiert“ und kann sicherlich auf viele Aktivitäten an diesem

Tag übertragen werden.

Schüler bereiten ein Büfett für die Abschlussveranstaltung vor.

Telefon: 03675/871224

E-Mail: E-Mail: uwe.oberender@lkson.de

Internet: www.kreis-sonneberg.de

Ansprechpartner: Uwe Oberender

30 31


Unstrut-Hainich-Kreis

Fabian Müller der 7. Klasse am Georgi-Gymnasium

erklärte uns auf Anfrage, warum er sich

am Schülerfreiwilligentag in dem Jugendprojekt

Boje beteiligte: „Das ist schön, wenn man mal

helfen kann“ so war die einfache Antwort.

Schüler engagierten sich für das Gemeinwohl

Bereits zum vierten Mal beteiligte sich die Ehrenamtsagentur

des Unstrut-Hainich-Kreises am Schülerfreiwilligentag, der

am 9. Juni 2011 stattfand.

Grundanliegen des Schülerfreiwilligentages ist es, dass Schülerinnen

und Schüler Verantwortung zum Wohle anderer

Menschen übernehmen. Davon profitieren beide Seiten, wie

sich auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll herausstellte.

249 Schülerinnen und Schüler gewannen nicht nur an Erfahrung,

sondern erkannten auch persönliche Stärken oder

auch Schwächen. So diente der Schülerfreiwilligentag einigen

auch als Berufsorientierung. Ausnahmslos alle Teilnehmer

erkannten, dass ehrenamtliche Arbeit Spaß bereiten kann

und mit Wertschätzung und Anerkennung verbunden ist.

Die 51 Einsatzorte waren in den vier Städten des Landkreises

und in der Verwaltungsgemeinschaft Unstrut-Hainich.

Es beteiligten sich das Tilesius-Gymnasium, die Petrischule,

die Forstbergschule und das Evangelische Schulzentrum

Mühlhausen, das Salza-Gymnasium Bad Langensalza die

Regelschule sowie das Seilergymnasium Schlotheim und

das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Großengottern.

Dank ehrenamtlichen Schülerengagements schwimmt nun

ein Krokodil durch den BUND-Naturgarten in Bad Langensalza.

Für das von einer Künstlerin geschaffene Reptil mit

einer farbenfrohen Mosaikoberfläche gestalteten sechs Gymnasiastinnen

ein frostsicheres Fundament in Form eines

Bachlaufs.

Bei der Schwangerenberatung der AWO nahmen einige

Schülerinnen am Projekt „Baby auf Zeit“ teil und erkannten

dabei, dass es eine große Herausforderung wäre, ein Kleinkind

verantwortungsvoll zu versorgen. Regelschülerinnen

und -schüler der Petrischule Mühlhausen beteiligten sich

an der Vorbereitung des Sommerfestes in der Gemeinschaftsunterkunft,

das Kinder aus Asylbewerber-Familien

einen schönen Tag bescheren sollte.

In Bad Tennstedt räumten fleißige

Schüler im Kurpark auf.

Im Frauen- und Familienzentrum in Schlotheim wurden die

Malerarbeiten durch Schüler unterstützt. Es wurden Spenden

gesammelt und für die Handwerker Mahlzeiten zubereitet.

Große Freude lösten Schülerinnen und Schüler auch im Seniorenheim

„Haus an der Salza“ aus. Sozialarbeiterin Kathrin

Salzbrenner bemerkte: „Durch ihre Anwesenheit, Zuwendung

und Unterstützung gelang es den Schülern, die Heimbewohner

glücklich zu machen.“

Die Mitarbeiterinnen der Ehrenamtsagentur bedanken sich

bei allen teilnehmenden Einrichtungen, Lehrern und Schülern

und hoffen, dass diese Initiative nachhaltig wirken wird.

Schülerinnen machten Erfahrungen im Gartenbau

und in der Floristik.

Ehrenamtsagentur

Unstrut-Hainich-Kreis

Brunnenstraße 29

Die Gehwege und Pflasterflächen des Kurparkes in

Bad Tennstedt wurden gleich im “Vierertakt“ gefegt.

Telefon: 03601/405647 oder 405655

E-Mail: ehrenamtsagentur@promo-uh.de

Internet: www.landkreis-unstrut-hainich.de/ehrenamt

Ansprechpartner: Birgit Schmidt und Jessica Motz

32 33


Stadt Weimar

„Ich überlege, Sozialpädagogik zu studieren

und möchte die Gelegenheit nutzen, mich in

einem möglichen Arbeitsfeld auszuprobieren.“

(Schülerin, 9. Klasse, Obdachlosenheim).

Bereits zum vierten Mal waren zum thüringenweiten Schülerfreiwilligentag

Schüler aus Weimar und dem Weimarer

Land in hilfreicher Mission unterwegs. 350 fleißige Helfer

schwärmten aus, um in 29 gemeinnützigen Einrichtungen

aktiv zu werden.

In diesem Jahr konnten Schüler von 7 Schulen aus Weimar

und der Regelschule Berlstedt für ein freiwilliges Engagement

gewonnen werden.

Die Mitarbeiterinnen der EhrenamtsAgentur akquirierten

im Vorfeld des Aktionstages geeignete abwechslungsreiche

Einsatzstellen, warben in den Schulen für die Beteiligung

und koordinierten die Verteilung der angemeldeten Schüler

auf die vorhandenen Einsatzmöglichkeiten. Darüber hinaus

besuchten sie mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer jede

Einsatzstelle und sammelten Eindrücke von den Aktionen.

Einige Lehrer ließen es sich nicht nehmen, ihre Schüler bei

den Einsätzen zu begleiten und so wurde gemeinsam geharkt,

gespielt, gewerkelt und geputzt. Im Klinikum beispielsweise

begleiteten Schüler Patienten vom Empfang auf

die Station, im Stadtmuseum wurden Kunstplakate und

Flyer archiviert und in einer Kita realisierten Schüler ein

Sportfest für die Kleinen. Darüber hinaus waren Schüler im

Obdachlosenheim, Seniorenwohnheimen und in der Grünflächenpflege

im Einsatz.

Die Verantwortlichen in den Einsatzstellen sorgten für Getränke

und die EhrenamtsAgentur verteilte an alle freiwillig

Engagierten gespendete Backwaren.

Jeder Schüler erhielt als Anerkennung ein Schlüsselband

oder eine Mütze sowie eine handsignierte Urkunde von der

Schirmherrin, Weimars Sozialdezernentin Janna de Rudder.

Der Leiter des Städtischen Tierheims Weimar, Matthias Zauche,

äußerte sich sehr positiv über den Einsatz der jungen

Leute: „Die beiden Schüler waren mit großem Interesse und

Eifer bei der Sache; So schnell geht die Zeit herum…“ Einblicke

in die Vielfalt der zu betreuenden Tiere waren den

Freiwilligen genauso wichtig wie der Kenntnisgewinn beim

gefahrlosen Umgang mit Tieren. Genauso wollten sie die

Frage beantwortet wissen, warum es Tierheime geben muss

und mehr über die tägliche praktische Arbeit erfahren! Sie

erfüllten ihre Aufgaben mit Stolz. „Am liebsten wäre die

ganze Klasse gekommen,“ so Herr Zauche.

Fazit

Der 4. Schülerfreiwilligentag in Weimar und Umgebung war

ein rundum gelungener Tag, der beeindruckte Mitarbeiter

und stolze Lehrer sowie zufriedene Schüler hinterließ. Zwei

Schülerinnen haben direkt im Anschluss an den Aktionstag

ein Praktikum in einer Einrichtung vereinbart. Im nächsten

Jahr geht der Aktionstag in die 5. Runde und Zusagen über

eine erneute Teilnahme sind sowohl von Schülern, Lehrern

als auch gemeinnützigen Einrichtungen bereits eingegangen:

„Sehr geehrtes Team, wir Schüler und Lehrer haben uns

sehr wohl gefühlt! Wir freuen uns schon auf 2012 und den

Freiwilligentag ….“ (Klasse 6 Humboldtgymnasium). Die

Klasse 8 des Goethegymnasiums bedankte sich für die

Organisation des Tages und bestätigte: „Wir machen bestimmt

wieder mit!“

Spielplatzpflege mit dem Betriebshof

EhrenamtsAgentur der

Bürgerstiftung Weimar

Teichgasse 12a

99423 Weimar

Reinigungsarbeiten für den Ortsverein Tröbsdorf

Telefon: 03643/815600

E-Mail: ehrenamt@buergerstiftung-weimar.de

Internet: www.ehrenamt.buergerstiftung-weimar.de

Ansprechpartner: Wiebke Wagner, Stefanie Lachmann

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Herausgeber

Thüringer Ehrenamtsstiftung

Löberwallgraben 8

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Stand: Dezember 2011

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Löwe Werbung, Erfurt

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