Zürich 2013

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Zürich 2013

1Kinderzahnmedizinmit(Sedation und) HypnoseSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


3Ziele in der KinderzahnheilkundeEine Lebenslange positive Einstellungdes Kindes gegenüber der ZahngesundheitEine hohe medizinische Qualität der zahnärztlichen Behandlungunter gleichzeitiger Reduktion von Angst und StressIst eine gute zahnmedizinische Qualität trotz Einsatz von verhaltenstherapeutischenoder hypnotischen Techniken nicht möglich,scheidet dieser Weg aus und sollten andere Strategien gewählt werden(Sedierung, Narkose)Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


4Wie erreichen wirdiese Ziele ?Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


5Durch gute organisatorischeund kommunikative Strukturenkann die Kinderbehandlung so gestaltet werden,dass sie spielend leicht erfolgreich wirdSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


6* Organisatorische Strukturen:- Grundwerte in der Kinderbehandlung- Rahmenbedingungen in der Kinderpraxis- Möglichkeiten der Schmerzausschaltung(Lokalanästhesie, Sedierung, Narkose)* Kommunikative Strukturen- Kontaktaufbau, Einnorden der Eltern- altersangepasste Verhaltensführung- HypnoseZürich 2013Samstag, 19. Januar 2013


7Als Vorbereitungbauen wir eine Bühne:Sodass die Behandlung nicht mehr als solchewahrgenommen wird, sondernzum leichten Spiel wird...Diese Vorbereitung findet bereitsvor dem ersten Besuch undwährend des ersten Kontakts stattSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Der neue Patient8* Plaudern, kleines Kompliment machen statt ausfragen* Gezielt eingehen auf kindliche Äußerungen* Soziale Distanz beachtenSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Der neue Patient9* Bei ganz Kleinen läuft eine sehr basale Kommunikation überGeben und Nehmen* Schnelle Bewegungen lassen Bilder verwischen,provozieren AngstVerlangsamen wir uns!Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


86 Schritte zur Leichtigkeit1. „Bühne bauen“ (Video Emily)2. Grundwerte3. Praxisorganisation und Teamtraining4. Schmerzausschaltung5. Einnorden der Eltern6. Verhaltensführung und HypnoseSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


4Basis einer BeziehungSicherheit + Verlässlichkeit = VertrauenSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Grundwerte: Sicherheit, Verlässlichkeit, Vertrauen5In der Kinderbehandlung bedeutet das für uns* ehrlich sein:jeden Schritt ankündigen + realistisch und kindgerechtbeschreibenund auch genau das passiert nur* eigene mentale GrundeinstellungKinder sind „interessant“…, nicht schwierigSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Grundwerte: Sicherheit, Verlässlichkeit, Vertrauen7In der Kinderbehandlung bedeutet das für uns* Partnerschaft bieten:Mitspracherecht innerhalb klarer Grenzen* Verträge schließen und genau einhalten* Konsequenz zeigen(Einhaltung des Vertrages einfordern)* „angenehme Deutlichkeit“Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


86 Schritte zur Leichtigkeit1. „Bühne bauen“ (Video Emily)2. Grundwerte3. Praxisorganisation und Teamtraining4. Schmerzausschaltung5. Einnorden der Eltern6. Verhaltensführung und HypnoseSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Praxisorganisation, Team25Wir brauchen ein starkesTtüchtigeEeinfühlsameAaufmerksameMMitarbeiterInnenSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Praxisorganisation, Team26Wir brauchen ein starkes Team=> organisieren wir uns! W.W.W.- Prinzip- Was wird gemacht?- Was brauchen wir dafür? (Arbeitsplatzvorbereitung)- Wie wollen wir vorgehen?- Störungen sind absolut tabu!!Besonders bei Kindern muss die Behandlung flutschen!Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Praxisorganisation, Team28Angst vermeidende Gesprächsführung- Synonyme => Reizworte vermeiden- Positive Sprache => Kinder brauchen klare Anweisungen,was sie tun sollen Diese Sprache im Team trainieren Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Praxisorganisation, Team29Positive Sprache Kinder denken in Bildern Positive Formulierungen erzeugen positive Bilder. Negative Formulierungen erzeugen keine / falsche Bilder!es tut nicht weh – keine Angst – es passiert doch nichtsSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


86 Schritte zur Leichtigkeit1. „Bühne bauen“ (Video Emily)2. Grundwerte3. Praxisorganisation und Teamtraining4. Schmerzausschaltung und Sedierung5. Einnorden der Eltern6. Verhaltensführung und HypnoseSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


21SchmerzausschaltungReizarme Lokalanästhesie!Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Lokalanästhesie22Anästhesie nach Uhr!!- Oberflächenanästhesie 2 min einwirken lassen- währenddessen Gefühl bei Infiltration kindgerecht beschreiben- Stopp-Arm vereinbaren- langsam infiltrieren: 1,8 ml in 2 Minuten.Grenzdosis: 0,1 ml/Kg Körpergewicht(Ein 3 jähriges Kind wiegt ca. 15 Kg, d.h. max. 1,5 ml Lokalanästhesie)- Druckgefühl und dickes Gefühl begleitenSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Lokalanästhesie23- Sofort stopp bei Schmerzzeichen und danachInfiltrationsgeschwindigkeit verlangsamen!!!!!- Einwirkzeit der Infiltration abwarten 3-5 Minuten- währenddessen Anästhesiegefühl spiegelnund pseudo-logisch erklären!- Kind nicht alleine lassen !Video JeldrikSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


86 Schritte zur Leichtigkeit1. „Bühne bauen“ (Video Emily)2. Grundwerte3. Praxisorganisation und Teamtraining4. Schmerzausschaltung5. Einnorden der Eltern6. Verhaltensführung und HypnoseSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Umgang mit Eltern43 Informationen geben vor der Behandlung über das weitere Vorgehen wie sie sich und ihr Kindauf den Zahnarztbesuch vorbereiten können Verhalten während der Behandlung Positive Gedanken Schweigegebot Geschwisterkinder organisieren Streichel-Stopp !!Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Umgang mit Eltern44 Verhalten der Eltern nach der Behandlung Kind loben, loben, loben! Nicht trösten! verbotene Fragen:„war es schlimm?…., hat´s weh getan?“) Belohnungserpressung streichen Belohnung durch unsSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


86 Schritte zur Leichtigkeit1. „Bühne bauen“ (Video Emily)2. Grundwerte3. Praxisorganisation und Teamtraining4. Schmerzausschaltung5. Einnorden der Eltern6. Verhaltensführung und HypnoseSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Der sanfte Übergang von Ablenkung in HypnoseEnna ist 3 J. alt. Heute ist der letzte Quadrant zu versiegeln• Im Spiegelzuschauenlassen• Langsam,Monotonie• VieleWiederholungenVideo Enna Maniküre• Wenig „Text“viel LobenSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


4Behandlung mit Hypnose - Was ist Hypnose?Dr. Milton H. Erickson (1901 – 1980)Arzt, Psychiater, Universitätslehrer, ab 1949 Privatpraxisin Phoenix, Arizona.Hat die moderne klinische Hypnose in der Medizin integriertSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


5Behandlung mit Hypnose - DefinitionenTrance:Hypnose:ein Zustand tiefer körperlicher Entspannung,in dem wir nur noch das wahrnehmen,was uns angenehm und wichtig ist.(Susann Fiedler)Der Vorgang, um vom Wach- in den Trancezustandzu kommen und umgekehrtSuggestion: Ein Vorschlag (suggerere= jemandem etwasantragen), in der Kinderbehandlung besonders gernein Form einer Metapher (Arbeiten mit Geschichten)Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


44Behandlung mit Hypnose - wie funktioniert das?• Die Aufmerksamkeit wird auf die verschiedenenSinneskanäle fokussiert, weg von der Behandlung• Wenn die Sinneskanäle Sehen, Hören, Fühlen, Riechenund ggf. auch Schmecken besetzt sind, bleibt nur wenigPlatz, um das Geschehen im Mund wahrzunehmen...Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


32Trance bei ErwachsenenDer Patient erfährt seinen Trancezustand durch Phänomene wie:* Dissoziation (Mein Körper ruht, wie ein Berg, während meineGedanken auf Reisen gehen)* Assoziation (subjektiv "wirkliches" Wiedererleben)* Levitation (ein Gefühl von Leichtigkeit, die Hand kann spontannach oben treiben – besonders bei Kindern)Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


33Trance bei ErwachsenenDer Patient erfährt seinen Trancezustand durch Phänomene wie:* Trockenschlucken (vor allem am Anfang der Tranceinduktion)* anfängliches Lidflattern* Bauchgeräusche (durch die Entspannung fängt derBauch an, „mit zu reden“)Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


34Trance bei ErwachsenenDer Patient erfährt seinen Trancezustand durch Phänomene wie:* Katalepsie (das mühelose Halten - wie im Video „Enna“)* Ideomotorische Bewegungen (wie das manchmal kurze„Zucken“ beim Einschlafen)* Zeitverzerrung (die Behandlungszeit wird verkürztwahrgenommen)* Amnesie (unangenehmes wird aus dem Bewusstsein getilgt)Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


35Kinderbehandlung mit HypnoseWas ist zu beachten?* Eine kindgerechte Behandlungsdauer ist wichtig(3x Alter des Kindes = max. Behandlungszeitspanne)* Wir müssen das Bedürfniseines Kindes nach Sicherheitund Geborgenheit berücksichtigenSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


36Kinderhypnose vs. Hypnose bei Erwachsenen* Im Vergleich zu Erwachsenen gehen Kinder schneller inTrancezustände hinein (und wieder raus)Kinder wechseln sehr schnell und recht häufigzwischen normaler Wahrnehmung und Trance* Eine spontane Katalepsie ist möglich* Kinder können ohne weiteres mitoffenen Augen in Trance gehenSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


37Kinderhypnose vs. Hypnose bei ErwachsenenTrance, mit geschlossenenoder auch mit offenen AugenSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Kinderhypnose - Kleinkinder (Sprachverständnis gering)Ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit wirdvermittelt:* Im engen Kontakt zur primären Bezugsperson!➡ Halten, nicht festhalten!* Langsam bewegen, leise und wenig sprechen➡ Singen, Summen (anxiolytische Wirkung!)Video MalteSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Kinderhypnose - Kleinkinder (Sprachverständnis gering)• Rhythmusund Klang,Monotonieund SummenKinderreimevermittelnGeborgenheit,beruhigenVideo Malte lang• Im Spiegelzuschauenlassen• Langsam• Wenig „Text“2-Wortsätze!Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


40Kinderhypnose - Arbeiten mit Metaphern• wir verbünden uns mit dem Kind• wir arbeiten mit der Phantasiedes Kindes (magisches Denken)• nicht nur Instrumente umtaufen,• die Behandlungsvorgänge und die dazugehörigen Gefühlemüssen konsequent in einen neuen Kontext gesetzt werden(in eine Metapher)Video IngaSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


FazitmüssenSie dürfen reden !Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


42Und wenn es doch mal schwierig ist...VergessenszauberLoben, Loben,Loben!Samstag, 19. Januar 2013Zürich 2013


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!52drs. Johanna Kant, Alexanderstraße 93, 26121 OldenburgE-Mail: info@zahnaerzte-kant.deInernet: www.die-kinderzahnaerztin.deSamstag, 19. Januar 2013Zürich 2013

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