Thematische Einführung von Carlo Mettauer

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Thematische Einführung von Carlo Mettauer

Ausstellung „Begegnung“ 2013 im Wohnhaus AargauUrsula Hunziker, Skulpturen / Heinrich Bachmann, MalereiVernissage vom 26. Mai 2013„Begegnung“ steht im Titel dieser Ausstellung. Menschen, eine Künstlerin und einKünstler begegnen sich, Werke begegnen sich, werden ergänzend präsentiert,Skulpturen und Malerei, ein poetischer Kunst Spaziergang durch das Wohnhaus Aargau.Ich möchte alle anwesenden Personen meinerseits begrüssen und sie mit ein paarWorten zur Ausstellung und zum Werk eintauchen lassen ins Reich der Kunst, derMotive, der Phantasiewelten, der raffinierten Techniken, und sie motivieren, die Augenzu schärfen, die Herzen für die Themen und damit ihren Aussagen zu öffnen.Über den Werdegang von Ursula Hunziker haben wir vorhin schon einiges vomStiftungsleiter, Ueli Speich gehört.Zu Heinrich Bachmann: geboren in Rothenburg Kunstgewerbeschule Luzern, Max von Moos, Surrealist und Godi Hofmann Hochschule für Gestaltung in Ulm, Max Bill, Müller Brockmann, Shizuko Yoshikawa,eine erstklassische Adresse der 60er Jahre, Fortsetzung des Bauhauses in Dessau. Weiterbildungskurse an der Schule für Gestaltung ZH Gastsemester in Dresden nach seiner Pensionierung als Raumplaner und Architektbeim Kanton AG. Seither Wohnsitz und eigenes Atelier in Luzern (seit 8 Jahren) Landschaftsmalerei, Motive und Sujet beeinflusst durch den Beruf als Architekt undAusbildung. Gebäudegruppen, Dörfer, Städte Rhythmus, Farbe, Form ergeben kompositorisch neue eigenständige Bilder. Licht, Schatten, Klima, Jahreszeiten, geografische Orte, Stimmungen Verbindung von Natur und Bau, Organisches versus oder mit Konstruktion Klimaveränderungen, Umweltthemen Vereinfachungen, Zusammenfassung mit dem Spiel der Form und der Farbe Südliche Landschaften, Tessin, Toskana, Venedig Immer wieder „informelle Malerei“, französisch/deutscher Provenienz konstruktive, monochrome Aussagen Oel, Acryl, Leinwand, z. T. mit Spachtel, sind seine Medien und TrägerUrsula Hunziker: Die begnadete, begabte Figurenmacherin, Plastikerin, Künstlerin derDreidimensionalität. Macht sie Skulpturen oder Plastiken? Skulptur: abtragend, auseinem Block, Ton ist ihr Basismaterial, den Tonblock, abtragen, formen und dannwird sie fliessend zur Plastikerin, denn die Plastik baut modellierend auf, meist inGips oder eben im Beispiel von Ursula mit Ton. Skurrile, liebliche, bedrohliche, humorvolle, klassische und abstrakte Arbeiten bildenihr Werk. Die Farbe, Glasur oder ergänzende Materialien wie Haar, Stoff, Holz etc. betonenForm, sparen aus, setzen Akzente.Hier liegt die Seelenverwandtschaft zu Heinrich Bachmann: Form, Farbe, Sujets.


Er modelliert skulpturale Flächen und sie formt weiche, zum Teil ruhige , flächigeFiguren. Das sind die verbindenden Elemente der beiden Kunstschaffenden, komplettverschiedene Grundmaterialien werden durch phantastische, poetische, erzählendeWerkpaare, die sich gegenseitig ergänzen, in eine spannungsvolle Balance gebracht.Immer ist irgendwo ein Beginn, ein Anfang: ein Punkt, ein Faden, eine Idee, ein Klangoder musikalischer Ton, am Schluss ein Produkt: das Bild zur Figur, diese zum Bild, eineinheitliches Werk vor den schönen grossen ruhigen weissen Wänden des Wohnhauses.Die Werke in diesen hellen, grossen Räumlichkeiten sind ein absoluter Kunstgenuss!Zur Ausstellung:Die Begegnung der beiden Kunstschaffenden ist ein Glücksfall. Die gegenseitigeBegeisterung für das Schaffen und das Werk des anderen haben die beiden inspiriert, inden letzten Monaten interaktiv zu arbeiten: Figuren entstehen aus der Inspiration durchdas Bild und umgekehrt Bilder aus Bewegung, Ausdruck oder Formensprache derSkulpturen: Mondnacht- Sterngucker, Sehnsüchte, Mondgeheul, Seelentiefe, Hoffnungen im Eingangsbereich „Bereit zum Kuss“ – Tryptichon des Sommertages: heiss,gleissend, tief, Einblick-Gelb , Chuchichäschtli und monochromes ruhiges Antworten.Die Künstler haben gegenseitig auf Fotos reagiert, da wurde eine Engelshaarsträhneaufgenommen, im Bild reagiert mit dem Gelb der Schlucht. Manchmal sind dieAntworten wie im Bild Wald mit den Gnomen aus Schweden, den Hexen sehr konkretgegenseitig inspiriert. Herausforderungen, Dynamiken, Wort, Antwort, Replik usw.Oft sind es aber auch leise, poetische Zeichen, Hinweise, eine Linie, ein Farbtupfer, oderdas oszillierende Gleissen einer gewagten Glasur. Die Quelle der Inspiration mündet inder gekonnten und gelungenen Umsetzung in den einzelnen Werken und in denkombiniert ausgestellten Skulpturen mit der Malerei an den grossen schönen Wänden. Venedig- Traum vom Meer, die Lagunenstadt, das Meer, die Horizonte, das Blau.Ursula Hunziker hat subtil mit ihrer Skulptur reagiert.Die Werke sind natürlich auch Botschaften, stimmen Lebensthemen an, setzten sich mitunserer Umgebung, Umwelt mit unserer Zeit auseinander. Zum Teil dynamisch, grell,frech, ironisch, witzig sind sie still, leise, subtil, stark berührend. Die Werke geben unsallen Impulse, Anregungen, reflektieren unsere Gedanken, unsere Lebenssituation,lassen Vergangenes beleuchten oder wecken Sehnsüchte der Zukunft.Die beiden Kunstschaffenden sind zeitkritisch, hartnäckig, originell, lebhaft, auchobsessiv, aber auch versöhnend und sehr sehr poetisch, Lyrik in Skulptur und Malerei.Das formale Vokabular, Stil und Thematik prägen das Werk und lassen die Ausstellungals einen Guss erscheinen.Wir freuen uns auf den Spaziergang durch den Garten der Fabeln, Formen, Orte,Weiten und Nähen. Geniessen wir die Ausstellung, die Werke und sind wir doch auchjetzt schon gespannt, wie’s dann mit den beiden weitergeht, was uns in der nächstenZeit erwartet und überrascht!Die Werke sind käuflich, am liebsten im Duo, was zusammengehört!Preislisten liegen auf, Frau Christine Egger ist bereit Bestellungen auf zu nehmen!Herzlichen Dank und einen guten Apéro!Carlo Mettauer

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