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Ein Bericht von Britta Behrens - Michael Stich Stiftung

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Hamburger Schulen zeigen Schleife und gründen einen neuen Verein!€ 1.750,00 - so lautete die Summe, die der Schulsprecher des Carl-<strong>von</strong>-Ossietzky-Gymnasiums(CvO) Frederic Rupprecht im vergangenen Jahr <strong>Michael</strong> <strong>Stich</strong> in der Pausenhalle des CvO überreichenkonnte. Unter dem Motto „Da geht noch mehr!“ nahm sich „Freddy“, der mittlerweile Landesvorsitzenderder schülerInnenkammer hamburg geworden ist, vor, dieses Ergebnis zu toppen.Mit 40 anderen Schulen und der großartigen Unterstützung des ECE-Managements wurden in fünfHamburger <strong>Ein</strong>kaufspassagen (im Alstertaler <strong>Ein</strong>kaufzentrum, im Phönix Center, im Herold-Center, in der Hamburger Straße und in der Europapassage) täglich <strong>von</strong> 9.30 – 20.00 Uhr die rotenAIDS-Schleifen an die Leute verkauft und gleichzeitig wertvolle und wichtige Aufklärungsarbeitgeleistet.Das Ergebnis dieser Aktion war den Beteiligten lange bekannt, nun wurde es auch offiziell im großenRahmen präsentiert. Aus diesem Grund gab es am 26. Februar ein großes Treffen im Cinemaxx-Kino,bei dem auch <strong>Michael</strong> <strong>Stich</strong> persönlich anwesend war. Und diese Anwesenheit des e-hemaligen Wimbledon-Siegers hatte auch seinen Grund, denn der Gründer der <strong>Michael</strong>-<strong>Stich</strong>-<strong>Stiftung</strong> für HIV-infizierte Kinder hatte noch eine große Überraschung parat.Bevor es jedoch zu dieser Überraschung kam, gab es einen Fernsehfilm, der über das Schicksal<strong>von</strong> HIV-infizierten jungen Menschen berichtete. Frederic Rupprecht bat nach diesem Film <strong>Michael</strong>und den Leiter der Immundefekte-Ambulanz des UK Eppendorf Dr. Rainer Ganschow auf dieBühne. Die beiden berichteten über die Aufklärungsarbeiten an den Hamburger Schulen, die immersehr interessiert und aufmerksam verfolgt werden.Bevor es zum großen Ereignis, des bekannt Geben der Spendensumme und der Übergabe desSchecks an <strong>Michael</strong> <strong>Stich</strong>, kam, wurde der Ort des Geschehens, der Kinosaal 1, erneut dafür genutzt,wofür er normalerweise gebaut wurde, es wurde ein Kurzfilm über die Planung und Durchführungdes AIDS-Schleifen-Verkaufs gezeigt.Dann endlich war es soweit, das Publikum sollte schätzen, welche Summe zusammen gekommenwar, was auch gelang. Na ja, hier hatten vielleicht einige den überdimensionalen Scheck bereitsgesehen: den Scheck, auf dem vorne eine „2“ stand. Dieser „2“ folgten dann jedoch noch viermaldie „0“. Sage und schreibe 20.000,00 € wurden in dieser einen Woche <strong>von</strong> den beteiligten Schülernund Schülerinnen gesammelt. Sichtlich begeistert <strong>von</strong> dieser riesigen Summe nahm <strong>Michael</strong><strong>Stich</strong> diesen Scheck gerne entgegen.Wer nun aber gedacht hat, das war es mit dieser gelungenen Veranstaltung, hatte sich kräftiggeirrt. Der Traum <strong>von</strong> <strong>Michael</strong> <strong>Stich</strong>, mit Jugendlichen zusammen etwas auf die Beine zu stellen,hatte sich erfüllt. Die begeisterten Schüler wollen weiter helfen, und nicht nur einmal im Jahr,sondern ständig. Das Thema AIDS soll nicht nur am 1. Dezember, am Welt-AIDS-Tag, zum Themawerden, sondern sozusagen vor Ort bei den jungen Menschen in den Köpfen fest verankert werden,denn alle wissen, nicht erst seit dem im Cinemaxx gezeigten Film: Die ImmunschwächekrankheitAIDS kann jeden treffen. Es ist keine „Schwulenkrankheit“, wie sie immer gerne dargestelltwird, und auch keine Krankheit, die es nur im fernen Afrika gibt. AIDS lauert überall und darfnicht tabuisiert werden, denn noch immer ist diese Immunschwäche nicht heilbar.Aus diesem Grund gründeten die Schüler den Schülerverein „Jugend gegen AIDS“, der sich zukünftigmit Aufklärungsarbeit und gezielten Aktionen für die Schüler und Schülerinnen einsetzenwird. So könnte sich Frederic Rupprecht zum Beispiel vorstellen, dass es irgendwann einmalselbstverständlich wird, dass es auch Kondomautomaten in den Schulen gibt.<strong>Michael</strong> <strong>Stich</strong> träumt weiter und wünscht sich, dass die Hamburger Schüler eine Art Vorbildfunktionausüben und dass sich der Verein Jugend gegen Aids irgendwann deutschlandweit durchsetzt.


Warum sollen nicht auch mal Schüler des Vereins ins Ausland fahren, um sich vor Ort ein Bild <strong>von</strong>AIDS-Waisenkinderheimen machen, um dann hautnah da<strong>von</strong> bei ihren Mitschülern zu berichten.Auch ein Webauftritt des Vereins soll schnell präsent sein, denn das Internet ist das Medium derJugend. So etwas kostet natürlich Geld. Geld, das zurzeit noch nicht vorhanden ist. Sponsoren zufinden, wird in Zeiten der Wirtschaftskrise immer schwieriger, und um Überzeugungsarbeit zuleisten, braucht man vorab ein wenig Geld. Und genau dieses Geld gab es <strong>von</strong> der <strong>Michael</strong>-<strong>Stich</strong>-<strong>Stiftung</strong>. <strong>Michael</strong> <strong>Stich</strong> stellt den vor einigen Minuten gerade erst erhaltenen Scheck zur Verfügungund übergab diese <strong>von</strong> den Schülern eingesammelte Summe in voller Höhe dem Verein, um eingutes Polster zu haben für ihre geplanten Projekte.In einem Live-Interview am Abend in Sat1 sagte <strong>Michael</strong> <strong>Stich</strong>: „Eigentlich habt ihr das Geld füreuch selber gesammelt, ihr wusstet es nur noch nicht, und wir geben es euch jetzt hiermit wiederzurück.“ Und dieses Geld nahm Frederic Rupprecht und die anderen neun Gründungsmitgliedergerne an.Mit dem guten Gewissen, einmal mehr etwas für die benachteiligten Personen in unserer Stadtgetan zu haben, fuhren Frederic Rupprecht und der 1. Vorsitzende des Vereins, Martin Heßelbarth,nach einem anstrengenden, aber sehr erfolgreichen Tag wieder vom Studio Hamburg nachHause und waren sich sicher: Hier kann noch viel getan werden, und hier werden wir noch viel tun.Frei nach dem Obama-Motto: Yes, we can!<strong>Britta</strong> <strong>Behrens</strong>(Carl-<strong>von</strong>-Ossietzky-Gymnasium)Frederic Rupprecht mit <strong>Michael</strong> <strong>Stich</strong> und Martin Heßelbarthvorm Auftritt im SAT 1-FernsehstudioFür weitere Bilder bitte klicken:http://www.carl-<strong>von</strong>-ossietzky-gym.de/cms/index.php?site=articles&action=show&articlesID=51

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