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Jahresbericht 2005 ( PDF , 5,7 MB) - SAR - Leitstelle Münster (RCC ...

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LufttransportkommandoJahresbericht2005


SAR-Jahresbericht 2005Lufttransportkommando 48027 Münster, 06.02.2006Kommandeur Bw 497Az 56-25 Postfach 4820 0251-936-4001/4331AllgFspWNBw: 3323-4001/4331DerDer SAR-Jahresbericht 2005 informiert über die Arbeitdes Such- und Rettungsdienstes der Bundeswehr undder militärischen Rettungszentren im vergangenenJahr. Er gibt einen Überblick über Aufbau undSachstand des SAR-Dienstes, begleitet durchdetaillierte statistische Auswertungen.In 3.876 Einsätzen mit 2.414 Flugstunden brachte der SAR-Dienst 3.231 Menschenlebensrettende Hilfe bzw. bewahrte sie vor weiteren gesundheitlichen Schäden.In der Durchführung des SAR-Dienstes auf der Grundlage internationalerVerpflichtungen, zur Unterstützung des Seenotrettungsdienstes und der eigenen, sowieverbündeter Streitkräfte wurden zusammen 319 Einsätze geflogen. Darüber hinaushaben Luftwaffe und Marine im Rahmen der dringenden Nothilfe mit 3.557 Einsätzeneinen wesentlichen Beitrag zur zivilen Luftrettung geleistet.Das Jahr 2005 verlief für den SAR-Dienst unfallfrei.Den Soldaten und zivilen Mitarbeitern, die sich im SAR-Dienst auch im Jahr 2005engagiert haben und damit zum Erfolg beitrugen, spreche ich meinen Dank und meineAnerkennung aus.Für das laufende Jahr rufe ich Sie auf, Ihr Können und Ihre Hilfsbereitschaft weiterhinvoll in den Dienst dieser wichtigen Aufgabe einzubringen und besonders in demBemühen um den Erhalt der Flugsicherheit nicht nachzulassen.Im Original gezeichnetAhrensGeneralmajor


SAR-Jahresbericht 2005I NHALTSVERZEICHNISSeite1. Auftrag .............................................................................................................12. SAR-Einrichtungen .........................................................................................23. Tätigkeitsbericht .............................................................................................5Schwerpunkte ...................................................................................................5Einsatz ............................................................................................................104. SAR-Übungen ................................................................................................145. Sonderteil .......................................................................................................18Der Weltjugendtag ..........................................................................................18ELT, oder auch Notsender genannt .................................................................196. Verteiler


Jahresbericht 2005des Such- und Rettungsdienstes der Bundeswehr1. AuftragDer Such- und Rettungsdienst der Bundeswehr ist eine Einrichtung derStreitkräfte zur Einsatzunterstützung.Er ist zugleich Teil des nationalen Such- und Rettungsdienstes derBundesrepublik Deutschland.1.1 Aufgaben• Unterstützung der eigenen, verbündeten und befreundeten Streitkräfte,• Hilfeleistung für alle in Not geratenen Luftfahrzeuge als Teil des nationalenSuch- und Rettungsdienstes,• Unterstützung des Seenotrettungsdienstes in den Seegebieten vor derdeutschen Nord- und Ostseeküste,• Unterstützung des zivilen Rettungsdienstes, sofern militärische Aufgabenund Erfordernisse des SAR-Dienstes für die Luftfahrt dem nichtentgegenstehen und solange freie Kapazitäten vorhanden sind (DringendeNothilfe),• Unterstützung des Rettungsdienstes der Länder in der Luftrettung durchAbstellung von Rettungshubschraubern.1


2. SAR-Einrichtungen2.1 SAR-Einrichtungen 1. Grades2.1.1 SAR-LeitstellenSAR-Jahresbericht 2005Planung, Leitung, Koordinierung und Abschluss von SAR-Maßnahmenerfolgen durch die SAR-Leitstellen Münster (Luftwaffe) und Glücksburg(Marine).Seenoteinsätze werden von der Seenotleitung der ‘Deutschen Gesellschaftzur Rettung Schiffbrüchiger’ (DGzRS) geleitet.2.1.2 SAR-Einheiten*SAR-Bereich Münster:*SAR-Bereich Glücksburg:*siehe Karte auf Seite 3LTG 61 - LandsbergLTGrp LTG 62 - HolzdorfLTG 63 - HohnMFG 5 - KielMFG 3 - Nordholz2.1.3 Seenotleitung Bremen (zivil)In den Seegebieten vor der deutschen Nord- und Ostseeküste stehenständig Seefahrzeuge der DGzRS für den Einsatz bei Seenotfällen in Sofort-Bereitschaft.Bei Luftnotfällen über See unterstützen diese aufgrund einer Vereinbarungden militärischen SAR-Dienst. Im Gegenzug unterstützt der SAR-Dienst derBundeswehr die DGzRS bei Seenotfällen, deren Koordinierung derSeenotleitung in Bremen obliegt.Seenot- und Luftnotfälle werden gleichrangig behandelt.Der SAR-Dienst der Bundeswehr arbeitet seit vielen Jahren eng mit derDGzRS zusammen, Koordination und gegenseitige Unterstützung erfolgenproblemlos. Insbesondere bei internationalen Einsätzen und Übungen kommtdieser Zusammenarbeit erhöhte Bedeutung zu.Auf das Jahrbuch der DGzRS wird hingewiesen.2


CONSERVANCY NEWS Fall 2003CLC’s Tradeland Program Benefits Donors,Protects Rural LandscapesThe extraordinary success of the Columbia Land Conservancy is, in part, directly linked to the generosityof the individuals who have donated land for resale as part of our Tradeland Program. TheConservancy accepts donations of a wide variety of property and other appreciated assets toenhance its conservation efforts throughout the county. Here’s how:• Generally speaking, tradelands are properties that are donated to the Conservancy to further its conservationwork. These properties may or may not have significant conservation characteristics.• Properties less than 10 acres, as well as sites including more than 100 acres, have generously been donated to theConservancy. CLC can also accept houses and appreciated assets (e.g., stocks, art, furniture, antique cars, etc.).• For property donations, the Conservancy staff and board of trustees evaluate the property’s natural resources and,if deemed to be of long-term conservation importance, protect the property with a conservation easement whenselling it to a conservation buyer.• All proceeds from the sale are applied to our work throughout the county, thereby contributing to the protectionof hundreds, and sometimes thousands, of acres of additional land.• Such donations are often recognized by the I.R.S. as charitable gifts and the appraised value may be appliedtowards the donor’s federal and state income taxes. Land donations also have been used as an integral part offamily estate planning. In addition, landowners benefit from the knowledge that their gift will leverage the protectionof land that otherwise might not have been protected.If you would like to help protect the rural character of Columbia County through the donation of a tradelandproperty, or to find out more about the Tradeland Program, contact one of CLC’s project managers (Tony, Renee,Tom, and Marissa) at (518) 392-5252. ❧Land ProtectionLeave a Lasting Gift to Conservation: Plannedgiving enhances local land conservation effortsWould you like to help protect farmland and promote local agriculture? Do you want toensure that children in Columbia County will always have a chance to explore and learnabout nature?Are you interested in protecting critical wildlife andbird habitats? Do you want to establish new publicconservation areas for the people of Columbia Countyand thus ensure that generations to come will enjoy ourrural landscapes?We need your help. Your gift can make a huge differencein our efforts to help the people of Columbia Countyprotect the lands we all treasure. The following is anexample of language that can be used when preparingyour Will:“I give to the Columbia Land Conservancy, a NewYork nonprofit corporation, having its principal officesat 49 Main Street, P.O. Box 299, Chatham, NY 12037,the sum of $____ (or alternately, ____% of my estate)for its general purposes (or for a specific project thatyou have discussed with a CLC staff person).”You can also donate land to the Conservancy inyour Will to establish public conservation areas or asa tradeland to broaden our conservation efforts inColumbia County. Please call Judy Anderson at theColumbia Land Conservancy (518-392-5252, ext.210) if you would like to find out about additionalplanned giving opportunities. ❧Judy Anderson7


SAR-Jahresbericht 20053 Tätigkeitsbericht3.1 Schwerpunkte3.1.1 Aus- und Weiterbildung des SAR-Personals3.1.1.1 SAR-LehrgängePersonal der SAR-Leitstellen Münster und Glücksburg nahmen an nationalenund internationalen Lehrgängen, wie z.B. Search Master Course in Kanada,teil.3.1.1.2 Einweisung / Ausbildung am Arbeitsplatz bei den SAR-LeitstellenIn den Leitstellen Münster und Glücksburg wurden interne Lehrgänge zurAusbildung von Wachleitern und Flugberater-Feldwebeln / -BootsmännerSAR durchgeführt3.1.1.3 Personalaustausch mit anderen SAR-Leitstellen (RCC) / Einsatz alsÜbungsbeobachter / -teilnehmer / Einsatz als SARDOWährend der Übungen BRIGHT EYE, TRIOSAR und ADLER wurde imAustausch Personal der Leitstellen vorwiegend als Beobachter in denbeteiligten Leitstellen als auch im Übungsgebiet vor Ort eingesetzt.SAR-Leitstelle Prag während der Übung TRIOSAR5


SAR-Jahresbericht 20053.1.2 Material und Gerät3.1.2.1 GMDSS (Global Maritime Distress and Safety System)Die Organisation INMARSAT gab im September 2004 öffentlich bekannt, dasSystem INMARSAT E zum 01. Dezember 2006 vom Markt zu nehmen.Von dieser Maßnahme sind alle EPIRB (Global-3, ET-1600 F) inLuftfahrzeugen der Bundeswehr (BR1150 Atlantic, Transall C-160, DO 228,Sea King Mk-41, Sea Lynx Mk-88) betroffen. Sie werden alternativ mit einemvergleichbaren 406 MHz Beacon ausgestattet.Diese sollen gem. Aussage der Organisation kostenfrei ersetzt werden.3.1.2.2 COSPAS/SARSATBei der COSPAS/SARSAT (C/S) Ratssitzung im Jahr 2005 wurde diebevorstehende Ausphasung des Satellite Alerting Service auf denFrequenzen 121,5 und 243,0 weiter thematisiert.Notsender dieser Frequenzen lassen keine eindeutige Zuordnung /Identifikation innerhalb des Signals zu und liefern eine geringePositionsgenauigkeit. Eine dauerhaft überhöhte Falschalarmierungsrate warein weiteres Kriterium zur Aufgabe dieses Service.Dies bedeutet, dass die C/S Satelliten ab dem 01. Februar 2009 nicht mehrin der Lage sind Notsignale der genannten Frequenzen zu überwachen oderweiter zu bearbeiten.Eine Umstellung aller COSPAS/SARSAT Notsender auf 406 MHz ist dieFolge!Eine Information / Publikation zur zeitgerechten Vorbereitung derÖffentlichkeit ist seitens des Ministeriums für Verkehr, Bau undStadtentwicklung (BMVBS) im Jahr 2006 zu erwarten.Die 406 MHz beacon population (EPIRB / PLB / ELT) ist seit 1997 von knapp200.000 stetig angestiegen und wird bis im Jahre 2012 auf eine Millionprognostiziert.Um diesem Wachstum gerecht zu werden, stehen die Frequenzen406,025 MHz – 406,028 MHz und 406,037 MHz bereit.6


SAR-Jahresbericht 20053.1.3 ÖffentlichkeitsarbeitIm Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wurden durch die Luftwaffe 59 Einsätzemit SAR-Hubschraubern als ‘Static Display’ bei zivilen sowie militärischenVeranstaltungen mit großem öffentlichen Interesse durchgeführt.Außerdem wurden 7 gemeinsame Übungen mit Bw-Dienststellen undRettungsdiensten veranstaltet.Der Erfurter SAR-Hubschrauber bei einer Großübung in Bebra am 21.05.2005.7


SAR-Jahresbericht 2005Die Hubschrauber der beiden SAR-Kommandos Helgoland und Warnemündekamen im Jahr 2005 bei 10 Veranstaltungen im Rahmen derÖffentlichkeitsarbeit zum Einsatz.Hierbei waren die größten Veranstaltungen die HANSE SAIL in Rostock, dieSAIL Bremerhaven und das SAR-MEET während der Kieler Woche.Eine Sea-King des MFG5 beim Anflug zur Kieler Woche.3.1.3.1 SAR-InformationsmaterialIm IV. Quartal 2005 ist eine Informationsbroschüre aus der Bundeswehr-Porträt Reihe über den SAR-Dienst der Bundeswehr, durch die Firma mediakompakt, aufgelegt worden.3.1.3.2 SAR-VorschriftenwesenDer SAR-Einsatzplan für den Bereich Münster wurde erneut überarbeitet undist als Änderung im Zulauf.Des Weiteren wurde das SAR-Handbuch auf den neuesten Stand gebrachtund soll ab dem II. Quartal 2006 im Intranet Bw und Internet eingestelltwerden.Im Zuge der Veränderungen wurden die Besonderen Anweisungen (BesAnSAR) 400/5001 und 400/5002 berichtigt und digitalisiert. Sie werden künftignur noch im Intranet Bw veröffentlicht und berichtigt.8


SAR-Jahresbericht 20053.1.4 Standardisierungsbesuche und Flugsicherheitsinspizierungen bei SAR-EinrichtungenDie Flugsicherheitsinspizierungen bei den SAR-Kommandos und Rettungszentrenerbrachten gute bis sehr gute Bewertungen.Die parallel durchgeführten Standardisierungsüberprüfungen führten zuguten Bewertungen.Zwei SAR-Hubschrauber am Rettungszentrum Hamburg9


SAR-Jahresbericht 20053.2 Einsatz3.2.1 Alarmierungen3.2.2 EinsätzeSAR-Einrichtungen der Bundeswehr wurden insgesamt 5953 mal alarmiert.Dabei kam es in 2077 Fällen nicht zu einem Einsatz, weil z.B. die Notlagebereits beendet war, kein Flugwetter vorherrschte, andere Rettungsmittelzum Einsatz kamen, oder ähnliches.3.2.2.1 Gesamtübersicht (Mittel 1. und 2. Grades)AlarmierungenGlücksburg Münster RZ Gesamt 2004Gesamt560 2556 2837 5953Einsätze5621Glücksburg Münster RZ* Gesamt 2004Luftnot-EinsätzeSeenot-Einsätze22 114 6 14238 0 0 3815733Einsatzunterstützung5 128 6 139 133Dringende NothilfeGesamt134 521 2902 3557199 763 2914 387633593682versorgte / transportierte PersonenGlücksburg Münster RZ* Gesamt 2004ohne Transport17 17 1927 19611842mit Transport13952360812701131Gesamt156 540 2535 32312973* Summe enthält auch Einsätze, bei denen die SAR-Leitstelle Münster alarmiert wurde und an dasjeweilige Rettungszentrum den Einsatzbefehl erteilt hat.10


SAR-Jahresbericht 2005Gesamtflugstunden (RCC / RZ)200520042003Münster9841.0551.221Glücksburg275264229RZ*1.155*1.081*1.284*Gesamt2.4142.4002.734* Summe enthält auch Einsätze, bei denen die SAR-Leitstelle Münster alarmiert wurde und an dasjeweilige Rettungszentrum den Einsatzbefehl erteilt hat.Luftnoteinsätze 2005 ( Angaben in Prozent)20,4PropellerflugzeugeNotsender39,417,67,1Sonstige6,354,2JetsDrachenfliegerHubschrauberSegelflieger11


SAR-Jahresbericht 20053.2.2.2 SAR-Kommandos (SAR-Kdo)Die SAR-Hubschrauber der Luftwaffe und Marine führten 930 Einsätze durchund leisteten dabei 526 Personen Hilfe. Die Gesamtflugzeit betrug1.014 Stunden.Zur Erfüllung des SAR-Auftrages waren die Hubschrauber bei 129Luftnotfällen, 32 Seenotfällen und 130 mal zur Unterstützung der Streitkräfteim Einsatz.Im Rahmen der Dringenden Nothilfe wurden 639 Einsätze geflogen.3.2.2.3 Rettungszentren (RZ)Die zwei Rettungshubschrauber der Luftwaffe, die in die Luftrettung derRettungsdienste der Länder integriert sind, führten insgesamt 2.902 Einsätzefür den zivilen Bereich durch. Dabei wurden 1.155 Stunden geflogen.Zusätzlich setzte die SAR-Leitstelle Münster diese Hubschrauber 6 mal fürSAR-Aufgaben und 6 mal zur Unterstützung der Streitkräfte ein.Die Hubschrauberbesatzungen leisteten 2.535 Personen notärztliche Hilfe;davon wurden 608 Verletzte / Erkrankte im Hubschrauber transportiert.3.2.2.4 SAR-Bereitschaft NordholzDer Seefernaufklärer BREGUET ATLANTIC wurde im Jahr 2005 für eineSuche nach einem Schiff eingesetzt.3.2.2.5 SAR-Mittel zweiten GradesIn 31 Fällen wurden durch die SAR-Leitstellen SAR-Mittel 2. Grades zurHilfeleistung eingesetzt. Hierbei sind 9 Einsätze Dringende Nothilfe, 8Luftnot, 6 Bergnot, 5 Seenot und 3 zur Einsatzunterstützung der Streitkräftegeflogen worden.Einsätze der SAR-Mittel 2. Grades:Lfz der Luftwaffe ........................................... 16Lfz der Marine ................................................. 7Bundespolizei ................................................. 4Schiffe der Bundeswehr .................................. 2Heeresfliegertruppe ........................................ 1Bereichssuchstellen (Polizei) .......................... 112


SAR-Jahresbericht 20053.2.3 Flugsicherheit im SAR-FlugbetriebIm Jahr 2005 ereignete sich im SAR-Flugbetrieb der Bw kein Flugunfall.Die Anzahl der gem. ZDv 19/6 (Ausgabe Juni 1973 bzw. Ausgabe Juni 2005)gemeldeten Zwischenfälle im Flugbetrieb mit den SAR-Mitteln ersten Gradesder Bw hat sich im Vergleich zum Vorjahr 2004 von 8 auf 11 Vorkommnisseim Jahr 2005 leicht erhöht. Diese Zahlen liegen jedoch im langjährigenstatistischen Mittel.Dabei ist bei den Zwischenfallursachen wiederum kein Schwerpunkt zuerkennen.3.2.4 Kostenerstattung von EinsätzenSAR-Einsätze im Rahmen des ICAO-Auftrags sind, mit Ausnahme bei groberFahrlässigkeit bzw. bei Vorsatz, kostenfrei.Die Einsätze von SAR-Hubschraubern für den zivilen Bereich stützen sichauf den Erlass ‘Einsatz von Rettungsmitteln der Bundeswehr im Rahmen deszivilen Rettungswesens’ und sind grundsätzlich kostenpflichtig. Sie werdenvom jeweiligen Kostenträger übernommen.13


SAR-Jahresbericht 20054 SAR – Übungen4.1 Schwerpunkte4.1.1 BRIGHT EYE 2005Die Übung Bright Eye ist eine maritime SAR-Übung, die abwechselnd ineinem Einjahresrhythmus in der Nord- oder Ostsee durchgeführt wird.Im Mai 2005 fand unter der Führung der NATO die SAR-Übung in der Ostseestatt. Es waren folgende Staaten beteiligt:Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Schweden,Großbritannien, Deutschland sowie Belgien (Beobachterstatus).Ziel der Übung ist es, auf dem Gebiet des Such- und Rettungsdienstes dieinternationale Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Leitstellender beteiligten Staaten grenzüberschreitend zu überprüfen, zustandardisieren und weiter zu entwickeln.Bright Eye wird aus administrativen Gründen (Vereinheitlichung auf NATO-Ebene) ab 2006 in BOLD MERCY umbenannt. Die Ziele werden jedoch nichtverändert. Somit wird die größte LIVE SAR-Übung in der Nord- / Ostseeweiterhin als „Training auf höchstem Niveau“ für die Leitstellen und SAR-Rettungsmittel verbleiben.FINLANDSWEDENMRCC TURKUARRCSWEDENMRRCGÖTEBORGESTONIARCCKARUPMRCCÅARHUSJRCCTALLINLATVIAARCCRIGAMRCCRIGALITHUANIARCCGLÜCKSBURGARCCGDYNIAMRRCGDYNIAPOLANDARCC VILNIUS14


SAR-Jahresbericht 20054.1.2 ADLER (Deutschland / Schweiz / Österreich)Die Übung fand vom 14.06.05 – 15.06.05 unter deutscher Federführung inLandsberg statt.Übungsszenario:Beim Zusammenstoß eines Gleitschirmfliegers mit einem Hubschrauberwurden Alarmierungswege, Satelliteneinsatz zur Peilung des Notsenders unddie Zusammenarbeit (z.B. On-Scene-Coordinator) mit den Nachbarstaaten inden Leitstellen und im Einsatzgebiet realitätsnah geübt.Einsatzbesprechung vor der Schweizer SUPER PUMA15


SAR-Jahresbericht 20054.1.3 TRIOSAR (Deutschland / Tschechien / Polen)Die trinationale SAR-Übung TRIOSAR 2005 fand vom 19.09.2005 bis22.09.2005 in Tschechien statt. Das Übungsszenario sah für jede derteilnehmenden SAR-Besatzungen die Bergung je eines Verletzten aus einemBinnensee, sowie die Bergung eines Fallschirmspringers aus einem Baumvor. Das Übungsszenario war für alle Beteiligten eine Herausforderung undbrachte für die Besatzungen einen beträchtlichen Zugewinn an Erfahrung.Eine tschechische MI2 beim Einflug in das Übungsgebiet16


SAR-Jahresbericht 2005Zu den Übungen wurden durch LTKdo A3c / SAR Bw Übungsbeobachter vonden SAR-Leitstellen Glücksburg und Münster entsandt. Im Gegenzug wurdendie SAR-Leitstellen von entsprechendem Personal der beteiligten Nationenbesucht.4.2 Übungsplanung 2006InternationalNATOADLERREULANDTRIOSARBOLD MERCY (BRIGHT EYE)17


SAR-Jahresbericht 20055. Sonderteil5.1 Einsatz beim WeltjugendtagDer Weltjugendtag 2005 vom 19.-22. 08. 2005 wurde durch den SAR-Dienst derBundeswehr unterstützt. So waren zwei SAR-Hubschrauber vom Typ Bell UH-1Dwährend des gesamten Zeitraumes tagsüber in Bereitschaft auf dem Marienfeldund standen nachts in Nörvenich für eventuelle Notfälle bereit. Zusätzlich wurdenzwei Großraumhubschrauber vom Typ CH-53 in Mendig stationiert und inBereitschaft genommen. Zur Koordination des Luftverkehrs vor Ort waren zweiSoldaten der SAR-Leitstelle Münster als On-Scene-Coordinator während desgesamten Zeitraumes auf dem Marienfeld eingesetzt.Das Sanitätszentrum auf dem Marienfeld bei Köln vor dem Weltjugendtag18


SAR-Jahresbericht 20055.2 ELT, oder auch Notsender genanntIm Jahr 2005 wurden 982 Aktivitäten verzeichnet und es wurden 43 x SAR-Hubschrauber mit einer Gesamtflugzeit von 64:15 Stunden eingesetzt. DieBundesnetzagentur (BNA früher Regulierungsbehörde für Telekommunikationund Post) war in fast allen Fällen mit ihren zuständigen Funkmessstellen undPeilwagen eingeschaltet und an den Aufklärungen maßgeblich beteiligt. DieZusammenarbeit aller Stellen erfolgte reibungslos.Zur Sensibilisierung der Luftfahrzeugbetreiber und Vermeidung unnötigerFehlalarme und/oder unsachgemäßen Umgangs mit Notsendern ist auchweiterhin eine umfassende Information notwendig. Diese wurden durch denSAR-Dienst Bw in Zusammenarbeit mit der Bundesstelle fürFlugunfalluntersuchung und den Flugsicherheitsinspektoren des Deutschen-Aero-Clubs weiter intensiviert. Hierzu wurden Hintergrundinformationen in denentsprechenden Fachmagazinen veröffentlicht. Piloten sollen nachträglich überden SAR-Dienst und die entstandenen Folgen sowie deren Kosten belehrtwerden.Zukünftig müssen die Testmöglichkeiten im Bereich 406 MHz geklärt werden.Ab Februar 2009 werden die Notfrequenzen 121,5 / 243,0 MHz ausgephast.Dadurch werden Zeitverzögerungen erwartet, die nur mit Hilfe der BNA zukompensieren sind. Eine intensive und wiederholte Information an dieLuftfahrzeugbetreiber und Piloten sollten diese dazu bewegen, bei Neukauf oderUmstellung eines Notsendegerätes auf die neue Generation der digitalenNotsender im Bereich 406 MHz zurückzugreifen.Der europäische geostationäre Satellit MSG nahm seine Arbeit auf, wodurch sichdie Reaktionszeit im europäischen Raum enorm verringert hat. So erreichten dieAlarme bereits cirka 2 Minuten nach Aktivierung des Notsenders im Bereich 406MHz den entsprechenden SPOC (SAR Point Of Contact).19


Statistik:SAR-Jahresbericht 2005Aktivitäten (gesamt): .......................................................................... 982Tatsächliche Notfälle (Absturz / Notlandung): .................................... 17Fehlalarmierungen (gesamt): ............................................................ 322Festgestellte Verursacher (Fehlalarmierungen): .............................. 322auf Frequenz (MHz)- 121,5: .................................................................................................. 74- 121,5 / 243,0: ...................................................................................... 47- 243,0: .................................................................................................... 8- 406,025: ............................................................................................ 193Gründe für Fehlalarmierungen:- falsche Befestigung des Gerätes: ......................................................... 7- technischer Defekt des Gerätes:.......................................................... 63- Umwelteinflüsse: ................................................................................... 8- Fehlbedienung: ................................................................................... 88- unbekannt: ......................................................................................... 144Ungeklärte Fehlalarmierungen:............................................................ 643(Notsignal verstummte vor Lokalisierung)COSPAS (Cosmicheskaya Sistyema Poiska Avarynich Sudov) /SARSAT (Search and Rescue Satellite Aided Tracking)20


SAR-Jahresbericht 2005Verteiler:-entfällt-Der SARJahresbericht wird in das Intranet Bw / Internet eingestellt.Die bisherigen Adressaten werden durch E-Mail informiert.21

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