Infomappe Tibet - Weltweitwandern

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der Erde. Tibet teilt sich diesen Riesen mit seinem Nachbarn Nepal. Auch die 8.000er Lhotse, Cho-Oyu und Sishapangba liegen an der Grenze zwischen Tibet und Nepal.GeschichteDie Urbevölkerung Tibets, nomadische Turkvölker, wanderte wahrscheinlich aus demzentralasiatischen Raum ein. Anfangs in etliche kleinere Fürstentümer unterteilt, einte es sich im 6.Jahrhundert und dehnte sich in der Folge bis nach Nepal, Westtibet und auch über einen TeilIndiens aus. Durch gezielte Heiratspolitik trat Tibet auch in Verbindung mit der chinesischen Tang-Dynastie. In den folgenden Jahrzehnten sollte es aber immer wieder auch versuchen militärischnach China vorzustoßen.Mit dem Ende des 10. Jahrhunderts zerfiel das tibetische Königreich jedoch wieder in kleineFürstentümer. Aufgrund reger Missionarstätigkeit gewann der schon länger verbreitete Buddhismusimmer größeren Einfluss, die weltliche und religiöse Macht der Klöster nahm stetig zu. Mit demEinmarsch mongolischer Truppen wurde 1247 ein führender Lama zum Vizekönig Tibets ernannt,die Verwaltung der Region wurde unter mongolischer Aufsicht neu organisiert. Doch schon 1368wurde Tibet wieder unabhängig und rivalisierende Klöster rangen dem Lama-Vizekönig dieHerrschaftsgewalt ab. Die internen Querelen des15. Jahrhunderts ließen den gestrengenTsongkhapa Reformen einleiten und eine neue tibetisch-buddhistische Sekte gründen: die derGelugpa (auch Gelbmützensekte genannt). 1578 erhielt das dritte Oberhaupt dieser Sekte vommongolischen Herrscher Altan Khan den Titel Dalai Lama (Ozean der Weisheit) verliehen, wodurchdas Regierungssystem von Khan und Vizekönig gewissermaßen erneuert wurde. Alle Mongolenunterstanden somit der religiösen Gewalt des Dalai Lama.In der Folge scheiden sich die Geister. Chinesische Quellen belegen die chinesische Herrschaft ab1642 bis 1910, während tibetische Quellen ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit bis 1950 hochhalten. Der Grund für die Diskrepanz liegt in der Geschichte ab 1950, als die VR China in Lhasaeinmarschierte und die Herrschaft über Tibet an sich riss oder eben, aus chinesischer Sicht, erneutlegitimierte. Tatsache ist, dass Chinas Herrschaftsansprüche in der Folge die Kultur und religiösenAusdrucksformen gezielt zerstörte. 1,2 Mio Tibeter sollen direkt oder indirekt an den Folgen derchinesischen Invasion ums Leben gekommen sein. Rund 100.000 Tibeter, unter ihnen auch derjetzige Dalai Lama und ein Großteil der intellektuellen Elite, flohen ins Exil. Im nordindischenDharmasala haben der Dalai Lama und ein Teil seiner geflohenen Landsleute eine neue Heimatgefunden.Das Tibet von heute ist ein noch immer sehr trauriges Kapitel. Die massenhafte Ansiedlung vonHan-Chinesen auf dem tibetischen Hochplateau macht die Tibeter zur Minderheit im eigenen Land.Die natürlichen Ressourcen Tibets werden in einem besorgniserregendem Ausmaß geplündert:Holz, Erze und Mineralien werden in großen Mengen abgebaut und nach China transportiert.KlimaDas Hochplateau Tibets ist wüstenhaft, der trockenste Teil ist der westliche Bereich, der als Changthangbezeichneten alpinen Steppen. Der Grund für die Trockenheit liegt vor allem darin, dass derHimalaya das Hochland nach Süden hin von den indischen Monsunregen abschirmt und im Innerenkontinentales Klima vorherrscht.Wer an Tibet denkt, stellt es sich meist kalt vor. Doch ganz so schlimm ist es nicht. Die besteReisezeit beginnt Ende April und endet mit dem Oktober. Im Juni und Juli kann es um Lhasa,Gyantse, Shigatse und nach Nepal hin regnen. Die Tagestemperaturen sind um die Jahreszeitjedoch auch die angenehmsten. Die Nächte können überall in Tibet kühl bis kalt werden.Lhasa Höchsttemperatur MindesttemperaturFrühling März-Mai 15 0Sommer Juni-August 21 9Herbst September-November 16 3Winter Dezember-Februar 5 -10Temperaturen in der Region um den Kailash:Die Region um den Mount Kailash ist eine der kältesten Regionen Tibets. Im Winter ist es daher sogut wie unmöglich den heiligen Berg zu umrunden. Die beste Reisezeit für den Kailash beginnt mitMai und endet mit Oktober. Während dieser Zeit hat man angenehme Tagtemperaturen von etwa15-20 Grad Celsius. Nachts kann es jedoch sehr kalt werden. Auf einer Höhe über 4.000m mussman bei normalem Wetter mit 0 Grad und bei Schlechtwetter sogar mit -10 Grad Celsius Nachttemperaturenund zum Teil auch tiefer rechnen.Weltweitwandern-Reiseinfos: Tibet Seite 3 von 19


das Team mit Weitsicht führt und die Vision eines fairen und respektvollen Tourismus mitWeltweitwandern teilt. Sudama ist mit Leib und Seele Wanderführer, kreiert die Tourenprogramme,wählt die Routen und Zeltplätze aus, ist Arbeitgeber und Ansprechperson für ein kompetentes undroutiniertes Team aus Führern, Köchen, Trägern uvm. Seine Passion gilt bis heute der(deutschsprachigen) Reiseleitung. Und weil er das so gut kann, leitet er quasi „nebenbei“ auchnoch die Weltweitwandern-Guidetrainings und Deutschkurse für FührerInnen aus Nepal, Indien, derMongolei und Marokko. Kurzum: Sie sind in besten Händen!Essen und TrinkenDas Leitungswasser ist zum Trinken nicht geeignet, für Empfindliche ist es selbst zum Zähneputzennicht zu empfehlen. Kaufen Sie sich Mineralwasser, achten Sie aber immer darauf, dass die Flaschemit einem Originalverschluss versehen und noch geschlossen ist. Zum Zähneputzen können Sie dasin den Hotelzimmern in Thermoskannen bereitgestellte Wasser benutzen. Auch gibt es in vielenHotels eigene Wasserkocher auf den Zimmern, die wir zu benützen empfehlen.Obwohl Tibet ein buddhistisches Land ist, ist Fleisch das Hauptnahrungsmittel. Das Nationalgerichtin Tibet heißt Ghyakok und besteht aus Nudeln, Gemüse und Fleisch. Daneben sind Tsampa(geröstetes Gerstenmehl) und Momos (gefüllte Teigtaschen) beliebte Nahrungsmittel. Inzwischenwird auch überall chinesisches Essen angeboten.Gesundheit/ImpfungenDa es in chinesischen Städten recht schwer ist, europäische Medizin zu erhalten, empfehlen wirIhnen Ihre Medikamente selbst mitzunehmen. Durch den richtigen Impfschutz und Vorsicht beimEssen und Trinken verringert sich das Risiko einer Erkrankung enorm. Eine leichteDurchfallserkrankung ist aber nicht immer zu vermeiden: Der Körper reagiert auf das andereEssen, das neue Klima. Weitere Informationen finden Sie im Beiblatt zur Gesundheit aufFernreisen.Es gibt keine verpflichtenden Impfungen bei der Einreise nach Nepal & Tibet. Die folgendenImpfungen werden aber empfohlen: Tetanus, Diptherie, Typhus, Polio, Hepatitis A/B. Bitte klärenSie rechtzeitig mit dem tropenmedizinischem Institut oder Ihrem Arzt ab, welche Impfungen für Sienotwendig sind.Kleidung/AusrüstungBeim Besuch von Klöstern und religiösen Stätten sollten sie auf dezente Kleidung achten, IhreSchultern und Knie müssen bedeckt sein, das gilt auch für die Herren. In den Hotels gibt es erfreulicherweisekeine Kleiderordnung, sportlich-legere als auch elegante Kleidung sind gleichermaßenangebracht.Für Trekkingreisen gilt: Sie sollten immer eine Fleece- und eine Windjacke bei der Hand haben. DieTemperaturen können sehr schnell sinken. Sie müssen sich generell in höheren Lagen auf möglicheWetterumschwünge und Kälteeinbrüche einstellen. Packen Sie neben leichten Baumwollsachenauch warme, wind- und regenfeste Kleidung mit ein! Sie brauchen auch stabile, feste Trekkingschuhemit Profilsohlen. Für die Übernachtung ist ein guter Schlafsack notwendig, der einen Komfortbereichvon mindestens -10 Grad Celsius aufweisen sollte.Bitte beachten Sie auch die Packliste im Anschluss.Gepäcklimit: 12,5kg!Achten Sie schon beim Packen zu Hause darauf, dass auf der Trekkingtour pro Person nur 12,5kgGepäck von einem Träger getragen werden!VisumStaatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz benötigen für dieEinreise nach Nepal und China/Tibet jeweils ein eigenes Visum. Der Reisepass muss bei Ausreisenoch 6 Monate gültig sein. Den Reisepass mit dem Visum müssen Sie – vor allem in Tibet - mitsich tragen (nicht im Rucksack verstauen).Nepal-VisumFür Nepal ist ein gültiger Reisepass (noch mind. 6 Monate ab dem Tag der Ausreise), sowie einVisum erforderlich. Dieses Visum erhält man unproblematisch bei der Einreise. Es kostet derzeitEUR 32.- (oder USD 40,-) (Stand Januar 2011).Das Antragsformular für Ihr Nepalvisum wird Ihnen nach Reiseanmeldung gemeinsam mit IhrerAnmeldebestätigung übermittelt. Bitte füllen Sie dieses bereits zu Hause aus. Dadurch sparenSie viel Zeit bei der Einreise.Tibet - VisumSie benötigen für Tibet ein chinesisches Visum. Dieses wird vor Ort in Kathmandu von unseremPartner beantragt. Dafür brauchen wir eine Kopie Ihres Reisepasses, mind. 1 Monat vorAbreise. Bitte senden Sie uns so rasch wie möglich eine Kopie Ihres Passes. Wichtig: Bitte nichtWeltweitwandern-Reiseinfos: Tibet Seite 5 von 19


Beschenkten in große Schwierigkeiten bringen. (Wir hatten schon einen Fall einer Verhaftung einesKunden deswegen, bitte nehmen Sie diesen Punkt daher SEHR ernst!)Telefon & InternetAm einfachsten ist es, über die Hotelrezeption (Fern-)Gespräche zu führen. Allerdings ist es auchdie teuerste Variante. Es wird Sie etwa 5 bis 10 Yuan pro angefangener Minute kosten.Sie können auch von privaten öffentlichen Fernsprechern telefonieren, die Sie in Kiosken undGeschäften finden.In den größeren Hotels gibt es sogenannte Businesszentren, wo Internet verfügbar ist. In Lhasa,Gyantse und Shigatse finden sich auch kleine Internetcafés. Eine Stunde kostet etwa 15 bis 20Yuan.Das Mobiltelefonnetz ist in China sehr gut ausgebaut. (Auch im Bereich des Kailash.) Holen Siebitte Roaminginfos Ihres Handybetreibers ein.Verständigung / LandesspracheNeben dem Chinesischen ist nun auch das Tibetische Amtssprache. Hier einige kleine Phrasen:HalloWie heißen Sie ?Ich heiße xxx.Woher kommst Du?Ich bin aus xxx.Auf Wiedersehen!Auf Wiedersehen!Danke!Tashi DelekKerang-gi ming la kare ser gi yö?Nga ming la xxx sa.Kerang lung pa kane yin?Nga xxx ne yin.Kale phe! (Wenn Sie bleiben und andere gehen.)Kale shu! (Wenn Sie gehen und andere bleiben.)Tugtschetsche!Vertretungen in TibetEs gibt keine Vertretungen in Tibet. Meistens finden sich die diplomatischen Vertretungen dereinzelnen Länder in Peking.Österreichische Botschaft5 Xiushui Nanjie,JianguomenwaiBejingTel. 6532 2061-3Deutsch Botschaft17 Dongzhimenwai DajieSanlitunBejingTel. 6532 9000Schweizer Botschaft3 Sanlitun Dongwu JieSanlitunBejingTel. 6532 8888Literaturtipps für TibetAlexandra David Neel: Mein Weg durch Himmel und Hölle.Bruno Baumann: Kailash – Tibets heiliger Berg, 2002, Malik VerlagBruno Baumann: Der Diamantene Weg. Wege zu den heiligen Städten Tibets. National Geographic,Frederking & ThalerDalai Lama: Einführung in den Buddhismus. Herder Spektrum TaschenbuchDuMont: Tibet.Guter Kunstführer für Zentraltibet.Eliot Pattison: Der fremde Tibeter. / Das Auge von Tibet. / Das tibetische Orakel. Alle dreierschienen im Aufbau TB-Verlag.Drei sehr spannende Tibet-Krimis, in deren fiktive Handlung viel Reales aus dem Alltag in Tibeteinfließt.Heinrich Harrer: Sieben Jahre in Tibet. Ullstein VerlagLama A. Govinda: Der Weg der weißen Wolken.Maria Blumencron: Flucht über den Himalaya. Tibets Kinder auf dem Weg ins Exil. Mailik VerlagSogyal Rinpoche: Das tibetanische Buch vom Leben und vom Sterben. O.W. Barth VerlagWeltweitwandern-Reiseinfos: Tibet Seite 8 von 19


Fair-Reisen in NepalUnsere Trekkingreisen in Nepal haben ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zu "billige" Reisen,die folglich auf Kosten unserer einheimischen MitarbeiterInnen gehen, lehnen wir ab. Bei unserenReisen bieten wir Ihnen eine sehr gute Reisequalität - dazu aber auch gute Arbeits- &Lebensbedingungen für unsere örtlichen MitarbeiterInnen!In Nepal engagieren wir uns für folgende Projekte/Aktivitäten:• Wir unterstützen tatkräftig eine Dorfschule im Norden Kathmandus. Mit unserem Geldwurde 2007 ein komplettes Gebäude errichtet und neue Schulmaterialien angeschafft. (Bilderdazu finden Sie auf unserer Webseite: fairreisen)• Im Winter 2007/08 und 2008/09 veranstalteten wir je eine einwöchige praktischeWeiterbildung für über 40 unserer nepalesischen Mitarbeiter.• Im Sommer 2008 und im Winter 2008/09 veranstalteten wir für unsere Führer, zumwiederholten Mal, mehrmonatige Deutschkurse und praktische Ausbildungen.• 2007 haben wir unseren beliebten Partner Sudama nach Österreich zur Weiterbildungeingeladen.• Unsere auf diese Weise gut geschulten und motivierten örtlichen Mitarbeiter werden auchentsprechend fair entlohnt.• Wir befolgen streng die Regeln der IPPG (International Porter Protection Group) für faireArbeitsbedingungen unserer örtlichen Träger.• 2008 haben wir zusätzlich eine eigene, verbesserte Ausrüstung für unsere Trägerangeschafft.• Unsere örtlichen Mitarbeiter (inkl. Fahrer und Träger) sind selbstverständlichunfallversichert und erhalten neben einer fairen Bezahlung auch weitere Sozialleistungen.• Auf unseren Zelt-Trekkingtouren wird zum Kochen nur Gas oder Kerosin verwendet, wirachten besonders auf eine umweltgerechte Abfallentsorgung und auf Umweltschutz.Diese Aktivitäten und die dadurch erzielte hohe Reisequalität durch ein starkes, motiviertes Teamkommen in der Folge allen unseren Gästen zugute!In Tibet sind uns diese Dinge allerdings nur zum Teil möglich. Hier gelten vielfach die Auflagen derchinesischen Regierung.Wir bitten auf unseren Tibetreisen um Ihr Verständnis, dass manchesmal nicht immer alles so läuft,wie wir es gerne hätten. Auf Grund behördlicher Willkür seitens der Chinesen, Naturgegebenheitenund Wettersituation können sich Programmänderungen bis hin zur Unmöglichkeit einerKailashumrundung ergeben, die wir nicht beeinflussen können. Bitte gerade bei dieser Reise um eingroßes Maß an Felxibilität!Unser Team ist sehr bemüht, kann aber auf Grund Wettersituation, der politischen Willkür in Chinaund bürokratischer Hürden nichts garantieren.Weltweitwandern-Reiseinfos: Tibet Seite 9 von 19


GUT VORBEREITET IN DIE SCHÖNSTE ZEIT DES JAHRESInformationen rund um Ihre Reise mit WeltweitwandernReiseabsageSollte die Mindestteilnehmeranzahl für die Reise nicht erreicht werden,informieren wir Sie spätestens 3-4 Wochen vor Abreise von der Absage.Den bereits bezahlten Betrag bekommen Sie dann umgehend retourüberwiesen.Die AbreiseEs ist soweit, Ihr Urlaub beginnt. Viele unserer Reisen starten mit einemFlug. Da die TeilnehmerInnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raumkommen, ergeben sich häufig unterschiedliche Abflughäfen und könnendaher auch nicht von Ihrer Reiseleitung begleitet werden. Bitte achten Siedarauf, Ihr Gepäck selbständig und rechtzeitig einzuchecken und zeitgerechtumzusteigen.Das wichtigste Stück des Reisegepäcksist und bleibt ein fröhliches Herz.Hermann Löns (1866 - 1914)Wer sich gut auf seine Reise vorbereitet, hat gute Chancen den besten Urlaubseines Lebens zu erleben. Diese kleine Broschüre soll Ihnen dabei behilflichsein.VersicherungIm Reisepreis ist keine Kranken- und Stornoversicherung enthalten. Wirempfehlen Ihnen aber zu einem Abschluss, da bei einem Unfall in entlegenenGebieten möglicherweise hohe Bergungs- und Transportkosten für Sieentstehen können. Wir bieten Ihnen ein Komplettschutzpaket inkl. Stornoversicherungan, bei Wunsch bitte auf dem Anmeldeformular ankreuzen.Auch Mitgliedschaften beim Alpenverein oder z.B. beim ÖAMTC enthalteninteressante Versicherungsleistungen. Bitte führen Sie Ihre Versicherungsunterlagenauf der Reise immer mit sich. Im Notfall kann man dann schnellerreagieren.Die letzten ReiseunterlagenSpätestens eine Woche vor Abreise bekommen Sie letzte Zusatzinfos(Flugtickets, aktuelle Reisekurzübersicht mit den Kontaktinfos der örtlichenAnsprechpartnerInnen.)FluggepäckBitte beachten Sie, dass Ihr Fluggepäck meist auf 20 Kilo beschränkt ist.Zusätzlich ist ein Stück Handgepäck erlaubt. WICHTIG: Auf Flügen, die inEuropa starten, dürfen Flüssigkeiten/Gele mit einer Höchstfüllmenge von100 ml pro Behältnis im Handgepäck nur in bestimmten 1-l-Beutelntransportiert werden. Pro Person ist nur ein 1-l-Beutel zugelassen. Bittegeben Sie auch keine Taschenmesser, Scheren, Nagelfeilen und Batterienins Handgepäck.Da es leider zu Gepäcksverspätungen kommen kann, empfehlen wir Ihnen,Ihre wichtigsten Ausrüstungsgegenstände in Ihrem Handgepäck zuverstauen bzw. bei der Anreise zu tragen (z.B. Trekkingschuhe).Die AnkunftBei der Ankunft im Zielland werden Sie am Flughafen (nach derPasskontrolle) empfangen. Sie befinden sich nun in besten Händen.Während der ReiseWir bitten Sie während der gesamten Reise folgende Dinge immer bei sichzu tragen (dabei empfiehlt sich eine sichere und körpernahe Aufbewahrungbspw. in einem Bauchgürtel):• Reisepass mit dem evtl. erforderlichen Visa• Reiseübersicht mit Kontaktadressen der Partner• Versicherung inkl. Notfallnummern• Flugticket(s)Weltweitwandern-Reiseinfos: Tibet Seite 11 von 19


DAS KLEINE ABC DER REISEETIQUETTE„Reise mit Lust,doch reise bewusst -die Welt lädt Dich ein,doch ist sie nicht Dein.“Autor unbekanntWeltweitwandern versteht sich als nachhaltig denkendes Unternehmen, dasversucht seine Reisen so zu gestalten, dass im Reiseland möglichst wenigSchaden angerichtet wird. 100%e Nachhaltigkeit wird es nie geben können.Wir sind aber sehr bemüht, unsere Reisen weiterhin in diese Richtung zuentwickeln. Bei manchen Reisen sind wir in dieser Entwicklung weiter, beianderen ist noch ein längeres Wegstück zu gehen.1) MENSCHEN & KULTURChristian Hlade (WWW-Geschäftsführer und Gründer)„Einen wichtigen Beitrag zum fairen Reisen tragen Sie alsunser Gast bei. Wer sich nur wenige Regeln zu Herzennimmt und mit in seinen Koffer packt, tut damit nicht nurGutes, sondern gewinnt gewiss auch neue Einsichten undFreundschaften.“Eine Reise in ein neues, bisher unbekanntes Land ist immer auch eine Reisezu fremden Menschen, die wir oft nicht verstehen, sei es nun sprachlich oder(auch) sozial. Jede Kultur hat ihre eigenen Regeln und Normen, die von denunsrigen stark abweichen können. Wer sich vorab ein wenig über dasReiseland informiert, versteht die GastgeberInnen und ihre Kultur nicht nurbesser, sondern kann so auch peinliche Situationen vermeiden.FotografierenDas Fotografieren im Urlaub gehört für diemeisten Reisenden einfach dazu. Nebenschönen Landschaften und eindrucksvollenBauten möchte man auch die netten GastgeberInnenfesthalten. Generell ist nichtsgegen das Fotografieren von Menscheneinzuwenden, an einige Regeln sollte mansich dabei aber halten:• Die Faustregel: Fotografiert wird nur, wer auch nichts dagegen hat!Auch wenn ein Mensch für Ihr Auge noch so interessant aussieht,ihn gegen seinen Willen abzulichten, wäre respektlos.• Fotografieren Sie Menschen nicht in peinlichen oder entwürdigendenSituationen.• Bei vielen rituellen Handlungen oder in religiösen Stätten ist dasFotografieren nicht erlaubt. Fragen Sie Ihren Guide.• Vertrauen Sie auf Ihr Feingefühl!BettelnIn vielen Ländern wird gebettelt. Die Ursachen und Hintergründe sindvielfältig und können nicht verallgemeinert werden. Ihr Guide wird Ihnengerne Auskunft darüber geben. Was das Geben betrifft, so raten wir eherdavon ab, denn die wahren Probleme oder Ursachen können Sie dadurchnicht lösen. Wenn Sie nachhaltig helfen möchten, unterstützen Sie bessersinnvolle Projekte, die bspw. bettelnde Kinder von der Straße wegholen undihnen eine Ausbildung ermöglichen.SchenkenAuf Reisen begegnet man Menschen, die. vergleichsweise unter einfachenVerhältnissen leben. Viele Gäste wollen etwas zurückgeben, sich für dieGastfreundschaft bedanken. Bevor Sie ins nächste Geschäft stürmen undMitbringsel für Ihre Reise erstehen, bedenken Sie aber Folgendes:• Kaufen Sie vor Ort! Damit schonen Sie Ihre Geldbörse und stärkenauch die lokale Wirtschaft.• Schenken Sie mit Maß! Sie vermitteln mit einer überschwänglichen„Güterverteilung“ ein verfälschtes Bild vom unendlich reichenWesten und erzeugen Unzufriedenheit bei den Beschenkten.• Beschenken Sie nur Menschen, mit denen Sie eine Beziehung teilen(z. B. Ihr Begleitteam oder die Kinder der Bäuerin, bei der Sie zuMittag gegessen haben.).• Bitte keine Geldgeschenke! Diese verleiten zum Betteln.• Schenken Sie Sinnvolles! Wir ersuchen, davon abzusehen,Süßigkeiten zu verteilen. Viele Kinder benutzen keine Zahnbürstenund ruinieren mit Süßem ihre Zähne. Schenken Sie lieberMalbücher, Obst oder einen Ball!Weltweitwandern-Reiseinfos: Tibet Seite 12 von 19


Schenken ist kein Muss! Ein Lächeln, ein Lied aus der Heimat oder ein„Danke“ in der Landessprache freuen ebenso.Respekt und VerständnisBitte vergessen Sie nicht, dass Sie während Ihres Urlaubs Gast in einem(zumeist) fremden Land sind. Den GastgeberInnen gilt es Respektentgegenzubringen, auch wenn ihre Handlungsweisen für Sie unverständlichoder eigenartig anmuten. Es obliegt uns nicht zu richten und zu werten,auch wenn es uns schwer fällt. Ein Beispiel: In einigen (muslimischen)Ländern haben Männer mehrere Frauen. Das mag Ihnen nicht gefallen, weilIhnen die monogame Lebensweise vertraut ist, ABER versuchen Sie bittenicht Ihre GastgeberInnen zu missionieren und von Ihrer Meinung zuüberzeugen.KleidungWir bitten alle unsere Gäste, sich den kulturellen Verhältnissen angepasst zukleiden. Damit erst gar nicht unpassende Kleidung in den Koffer gelangt,empfehlen wir, sich schon vor der Abreise darüber zu informieren. Vor Orträt es sich (gleichgeschlechtliche) Einheimische zu beobachten: Tragen SieKleidung, die die Knöchel/Knie zeigen? Sind die Schultern stets bedeckt?Gibt es besondere Kleidungsvorschriften beim Besuch von religiösenStätten? Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Guide.GastfreundschaftDie Gastfreundschaft wird in fast allen Kulturengroß geschrieben. Einladungen zum Essen oderTrinken sind daher vielerorts fixe Bestandteiledes Reisens. Oft werden Speisen und Getränkeserviert, die nicht so ganz munden. Trotzdembitten wir Sie höflich zu bleiben, wenn Sie diesenicht kosten wollen bzw. Sie Ihnen nichtschmecken. Bedanken Sie sich für die Einladung.Religion & BrauchtumFremde Länder, fremde Sitten. Man kennt sievon fast allen Reisenden, die Geschichten von den unzähligen Fettnäpfchenin die man auf Reisen getreten ist. Alle werden sich auch bei besterVorinformation nicht vermeiden lassen. Das ist aber auch nicht notwendig.Vielmehr bitten wir Sie, Ihren GastgeberInnen zu zeigen, dass Sie sich umdie Einhaltung der lokalen Regeln bemühen und sich bei kleinenMissgeschicken auch entschuldigen. Der wichtigste Tipp: Hören Sie IhremGuide aufmerksam zu und fragen Sie ihn.Kulturelles ErbeBehandeln Sie bitte das kulturelle Erbe eines Landes mit viel Würde! KaufenSie keine Antiquitäten, die älter als hundert Jahre alt sind oderarchäologische Fundstücke, denn damit betreiben Sie Raubbau an derkulturellen Identität eines Landes. Berühren Sie bitte keine Malereien anFelsen und Wänden, sie sind überaus filigran. Auch Blitzlicht behagt ihnenmeist nicht, deswegen rät es sich den natürlichen Lichteinfall zu nutzen.TrinkgeldVielerorts gehört das Geben von Trinkgeld dazu. Es ist eine symbolischeAnerkennung für den geleisteten Dienst, aber kein Ersatz für das Gehalt.Eine durchschnittliche Dienstleistung ruft nach einem durchschnittlichenTrinkgeld, Anpassungen nach oben oder unten reflektieren die (Un-)Zufriedenheit der KundInnen.2) UMWELTWer wandert, möchte nicht entlang eines Glasscherbenpfades gehen,zwischen Plastikmüll Blumen suchen müssen und einen üblen Gestank in derNase haben. Wer wandert, möchte Natur - möglichst unberührt. Dasfunktioniert aber nur, wenn alle an einem Strang ziehen und sich an gewisseRegeln halten:MüllDas A und O: Müll vermeiden, wo nur möglich! Insbesondere mit nichtkompostier- und brennbaren (ökologisch vertretbar!) Abfällen sehr sparsamumgehen. Wenn es keine Entsorgungsmöglichkeiten gibt, den Müll bitteimmer mitnehmen. Toxische Abfälle, wie Batterien und Spraydosen, solltenwieder mit nach Hause genommen werden. Für RaucherInnen:Zigarettenkippen bitte nicht einfach wegwerfen, sondern sammeln und mitanderem Brennbaren verfeuern!WasserIn Ländern mit geringen Niederschlagsmengen, bitten wir um einenbesonders maßvollen Umgang mit Wasser! Achten Sie insbesondere darauf,kein Trinkwasser zu verschmutzen (bspw. beim Wäschewaschen).Essen & GetränkeEssen und Trinken Sie soweit es Ihnen möglich ist lokale Produkte! Dadurchlässt sich viel Müll vermeiden, denn meist sind importierte Waren aufwändigverpackt.Weltweitwandern-Reiseinfos: Tibet Seite 13 von 19


FAQ: Fragen VOR der ReiseDer Sinn des Reisens ist,ans Ziel zu kommen,aber Sinn des Wanderns unterwegs zu sein.Theodor Heuss (1884 - 1963)1. Ich bin keine BergsteigerIn - kann ichtrotzdem bei Ihren Wandertouren mitfahren?Ja! Unser Angebot richtet sich an Menschen, die mitpositiver Neugier die Welt entdecken und sich gernein der Natur bewegen. Bei unseren Wanderreisenmuss man nicht klettern. Unsere fünfstufige Einteilungspiegelt den generellen Charakter der Reisewider und hilft Ihnen, die für Sie optimale Tour zufinden.2. Wie wird die Gruppe sein?Unsere Gruppen sind klein, die durchschnittliche Größe liegt bei 6-12 Pers. Sowird ein individuelles Erlebnis möglich. Menschen, die bei unserenWanderreisen mitmachen, haben meist viel gemeinsam und passen in derGruppe gut zusammen. Das gemeinsame Gehen & Erleben wird von vielenunserer KundInnen als wertvolle Bereicherung ihrer Reise erlebt.3. Wie bereite ich mich auf eine Wanderreise vor?Wir empfehlen, die Zeit vor der Abreise zu nutzen, um sich fit zumachen. Jegliche Art von Ausdauertraining ist geeignet, denn jebesser Sie trainiert sind, desto mehr Vergnügen werden Sie beimTrekking haben.4. Welche Ausrüstung brauche ich?Stellen Sie sich auf einen großen Bereich an verschiedenen Temperaturen ein.Oft durchlebt man alle Jahreszeiten an einem Tag, dazu kommen manchmalauch wettermäßige Schwankungen. Wir empfehlen Ihnen, Kleidung nach demZwiebelprinzip (viele dünne Schichten) anzuziehen. Nach dem Motto: „Es gibtkein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Ausrüstung,“ raten wir Ihnen,hochwertige Ausrüstung zu verwenden. Bitte beachten Sie auch unsere genauePackliste!7. Sicherheit auf den Touren?Wie auch im Hochgebirge in Europa kann es auch auf einer Tour in unberührteNaturlandschaften zu besonderen Gefahrensituationen kommen:Wetterumschwünge, Steinschlag, Hochwasser, Verletzungen, etc. Da vieleunserer angebotenen Touren in einsame Naturgebiete führen, kann es beiUnfällen unter Umständen etwas länger dauern, bis Hilfe von außen kommt.Die Teilnahme an den angebotenen Touren erfolgt auf eigene Gefahr und aufeigenes Risiko der TeilnehmerInnen. Niemand wird selbstverständlich bei einerErkrankung, oder einer Verletzung allein gelassen. Bei allen Touren wird imFalle des Falls der kürzeste und sinnvollste Weg zur nächsten medizinischenVersorgung organisiert und eine Begleitperson mitgeschickt.TIPPS während der Tour1. Kein zu schwerer Tagesrucksack!Im Tagesrucksack tragen Sie die Dinge für IhrenBedarf untertags. Das restliche Gepäck wird vonVehikeln, Tragtieren oder Trägern zum Zielort gebracht.Sie haben während des Tages keinen Zugriffauf diese Gepäckstücke.Empfohlener Inhalt: Wasserflasche 1-1,5 Liter (wiederbefüllbar), Kamera mit Reservefilmen/Speicherkarten,evtl. Reserve-T-Shirt, Fleece- und Goretexjacke,Regenschutz, Sonnenbrille, Sonnencreme,Lippenschutz, evtl. persönliche Medikamente(Kreislauftropfen, Asthma, etc.), Kopfbedeckung.2. Gehen Sie langsam!Gerade die ersten 15-20 Min. sollte man langsam gehen, um den Kreislauf inSchwung zu bringen.3. Gleichgewicht halten!Wenn man aus dem Gleichgewicht gerät oder ausrutscht, sofort in die Kniegehen. Damit senkt man den Schwerpunkt des Körpers und erleichtert dasAusbalancieren.4. Beim Bergabgehen NIE die Knie durchstrecken!Immer mit leicht abgewinkelten Knien auftreten, das strapaziert zwar dieOberschenkelmuskel und die Bänder, schützt aber die Kniegelenke. Vor allemwenig trainierte Menschen neigen zur Schonhaltung und treten mitgestrecktem Bein auf. Die Folge sind Schmerzen in den Gelenken. VerwendenSie zwei (!) Stöcke zur Unterstützung. Wissenschaftliche Untersuchungenbelegen, dass Stöcke auf mehrtägigen Wanderungen Hunderte TonnenGewicht von den Knien nehmen.Weltweitwandern-Reiseinfos: Tibet Seite 14 von 19


Wer hoch hinaus will und dabei Höhen über 2.500m Seehöhe erreicht, musssich an den dort vorherrschenden geringeren Sauerstoffgehalt der Luftanpassen. Alle unsere Reisen in größere Höhen wurden im Sinne eineroptimalen Höhenanpassung geplant. Ohne Ihren Beitrag, kann aber auch dasbeste Programm Ihren Körper nicht optimal anpassen.DER HÖHE MIT RESPEKT BEGEGNENInformationen rund ums Reisen in Höhen ab 2.500msofort bei der Ankunft in größeren Höhen, eine vollständige Akklimatisierungist aber erstnach vier bis sechs Wochen erreicht. Nachdem wir nicht so viel Zeit haben, istes wichtig, sich an einige Regeln zu halten.2) HÖHENKRANKEIT – Seltener als man denktDie akute Höhenkrankheit (AHK) kann in jeder Höhe über 2.500 Meterauftreten. Die ersten Symptome sind Kopfschmerzen, Müdigkeit undAppetitlosigkeit. AHK resultiert aus einer Ansammlung von Flüssigkeit inKörperteilen, in die sie nicht gehört: im Gehirn oder/und in der Lunge.Verstärken sich die anfänglichen Symptome zur zunehmenden Müdigkeit,starken Kopfschmerzen, Brechreiz, Orientierungslosigkeit, Atemlosigkeit undHusten, so kann ein Ignorieren verhängnisvoll sein. Es gibt kein Medikamentgegen die Höhenkrankheit, nur Medikamente gegen ihre Symptome. Nur einsofortiger Abstieg hilft in diesem Fall!Jetzt aber keine Panik – AHK ist äußerst selten und kann meist mit nurwenigen Verhaltensregeln vermieden werden.3) REAGIEREN – Wie verhalte ich mich in großen Höhen richtig?1) VERSTEHEN – Was passiert in meinem Körper?Da mit zunehmender Höhe der Sauerstoffgehalt der Luft abnimmt, müssteman zur optimalen Versorgung des Körpers größere Luftmengen einatmenbzw. bei gleicher körperlicher Anstrengung wesentlich mehr Atemzügemachen. Auch wenn man schneller atmet, kann man nicht genug Sauerstoffaufnehmen, man gerät schneller außer Atem, die Leistungsfähigkeit sinkt.Glücklicherweise verfügt unser Organismus über Mechanismen, die beigeringerem Sauerstoffgehalt die Aufnahme von Sauerstoff erhöhen: schnellereund verstärkte Atmung, Erhöhung der Lungendurchblutung, Steigerung derHerzarbeit und vermehrte Bildung von roten Blutkörperchen, durch die mehrSauerstoff aufgenommen werden kann. Diese Anpassungsprozesse beginnenTashi Wangail, WWW-Partner aus Ladakh:„Als jemand, der auf 4.100m geboren und aufgewachsen istund nun 20 Jahre Erfahrung mit Trekking im Himalaya hat,rate ich zu einer maßvollen Portion Respekt gegenüber derHöhe!“Viel RuheBei Ihrer Ankunft in größeren Höhen (besonders ab 3.000m) bitten wir Siedarum, sich zurückzunehmen, zu entspannen, die Füße hochzulegen, möglichstwenig zu tun. Nicht nur weil Sie im Urlaub sind, auch weil jedes Ansteigen derRuhepulsfrequenz einen erhöhten Sauerstoffbedarf für Ihren Körper bedeutet.Die Folgen sind: Kopfschmerzen, Übelkeit, Atemlosigkeit und andereHöhenanpassungsprobleme. Das Hinterlistige dabei: Diese Symptomebekommen Sie üblicherweise erst viele Stunden später zu spüren! Deshalb,Weltweitwandern-Reiseinfos: Tibet Seite 16 von 19


auch wenn Sie sich super und voller Kraft fühlen, lassen Sie sich zumindest dieersten 24 Stunden mal richtig gehen!Gehen im SchneckentempoSollten Sie sich einfach nicht entspannen können und der Dranghinauszugehen ist groß, dann machen Sie das bitte sehr langsam! Gehen Sienicht wie zu Hause, auch wenn Sie sich dabei komisch vorkommen. Wenn sichdie Pulsfrequenz steigert, gehen Sie zu schnell. Jegliches Gehen überSchneckentempo wird sich einige Stunden später mit den üblichen Symptomenrächen. Ein eindringlicher Appell an alle Sportlichen, die sich in der Höhe nurschwer zurückhalten können: Die vielen Jahre haben uns gelehrt, dassbesonders die, die der Höhe nicht mit dem nötigen Respekt begegnen sehrschnell krank werden und häufig das Trekking gar nicht antreten können odervorzeitig beenden müssen.Viel trinkenDie Regel: pro 1.000 Höhenmeter 1 Liter zusätzlich zum Normalpensumtrinken. Trinken Sie ruhig einen über den Durst, denn Flüssigkeit erleichtertIhrem Körper die Aufnahme von Sauerstoff. Wer nicht so viel Wasser trinkenwill, kann auch Tee, Suppen oder Säfte zu sich nehmen. Aber bitte keinenAlkohol!Vorsicht mit MedikamentenVermeiden Sie - wenn nur irgendwie möglich - Medikamente.Anpassungssymptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit,Nasenbluten sind zu Beginn ganz normal und kein Grund zur Panik, aberwichtige Warnsignale. Im Normalfall verschwinden sie schon nach kurzer Zeit.Nehmen Sie Medikamente, verschleiern Sie die Symptome und erkennen nichtmehr, ob Ihr Körper bereits angepasst ist.Bitte nehmen Sie auf keinen Fall Aspirin, denn sein Wirkstoff verhindert dieAufnahme von Sauerstoff und kann somit fatale Auswirkungen haben. Bitteauch kein Diamox, denn das entwässert den Körper!Keine PanikFür alle, die Ihrer Reise in die Höhe mit etwas Angst begegnen: Keine Panik!Nur ein überaus geringer Anteil der Menschen kann sich trotz Einhaltungsämtlicher Regeln nicht an Höhen über 3.500m anpassen, daher ist dieHöhenkrankheit sehr selten!Tage hinweg. Sie ist kein Herzinfarkt, der aus dem Nichts kommt! Sollte esIhnen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht besser gehen, wird Ihnen IhrGuide zum Abstieg raten. Meist reichen wenige hundert Höhenmeter und einemerkbare Besserung tritt ein!In der Höhenanpassungsphase ist Ihr Organismus geschwächt und dadurchanfälliger für Erkrankungen wie Erkältungen und Darminfekte. Seien Sie daherbesonders sorgfältig und achten Sie auf die richtige Ernährung und Kleidung.Essen Sie kein ungeschältes Obst und Gemüse, wenig bis gar kein Fleisch.Ziehen Sie sich um, wenn Sie geschwitzt haben, tragen Sie ein Halstuch gegenKälte, usw.Kein AlkoholBesonders in den ersten Tagen gilt es die Finger vom Alkohol zu lassen, dennBier, Wein, Schnaps und Co verzögern die Akklimatisierung.SonnenschutzDie Symptome eines Sonnenstichs ähneln denen derHöhenanpassungsschwierigkeiten! Deshalb raten wir zur Kopfbedeckung,Sonnenbrille und ausreichend Sonnencreme!Richtig schlafenDas Schlafen mit erhöhtem Oberkörper ist sehr hilfreich. Auch dankt Ihnen IhrKörper, wenn Sie in gut belüfteten Zelten und Schlafräumen schlafen. Wer vordem Schlafgehen (langsam!) 100 bis 200m hoch und wieder runter geht,schläft besser! Vermeiden Sie bitte Schlafmittel, diese verzögern dieHöhenanpassung.Essen! Essen! Essen!Beginnen Sie in größeren Höhen nie eine Diät! Essen Sie gut und kohlenhydratreich,auch wenn Sie kaum einen Appetit verspüren. ÜberGewichtszunahme müssen Sie sich keine Sorgen machen, in diesen Höhenverbrennt der Körper ohnedies mehr Kalorien.Keine Panik! Kein Leichtsinn! Nur Respekt! — Und Sie kommen hochhinaus!Symptome ernst nehmenVerschwinden die Anpassungsschwierigkeiten nicht bzw. verstärken sie sich,ist es dringend notwendig, dass Sie sich Ihrem Führer und Ihren Mitreisendenmitteilen. Die Höhenkrankheit entwickelt sich zumeist sehr langsam, über vieleWeltweitwandern-Reiseinfos: Tibet Seite 17 von 19


FRISCH UND GESUND DURCH DEN URLAUBInformationen rund um die Gesundheit bei FernreisenEine Garantie, dass Sie auf Ihrer Reise nicht krank werden, können wirIhnen nicht geben. Ein paar Tipps aber, die helfen können schon imVorfeld Krankheiten und Unwohlsein zu verhindern. Denn Vieles ließe sichmit ein wenig Vorsicht vermeiden …Impfungen: Hepatitis, Diphtherie, Polio & CoFür die Einreise in viele Länder werden spezielle Impfungen verlangt oderzumindest empfohlen. Erkundigen Sie sich rechtzeitig bei Ihrem Arzt, demtropenmedizinischem Institut oder beim Gesundheitsamt, welcheImpfungen Sie für Ihre Fernreise benötigen.Ruhe zu BeginnBesonders wenn die Anreise lang und anstrengend war, ruhen Sie sich amUrlaubsort etwas aus, bevor Sie sich in anstrengende Unternehmungenstürzen! Nicht gleich am ersten Tag voll losstarten.Vorsicht beim Essen und TrinkenBesonders bei Reisen in warme, (sub-)tropische Länder gilt: Achtung beimEssen und Trinken! Schälen – Kochen – Braten – Oder Vermeiden!• Meiden Sie ungekochtes od. ungefiltertes Wasser (auch Eiswürfel)!• Kein rohes Gemüse, keine Salate u. kein ungeschältes Obst essen!• Vorsicht bei Cremes, Speiseeis, Mayonnaise u. ä., auch wenn SieIhnen in so genannten „besseren“ Lokalen geboten werden oder inPlastik verpackt sind!• Achtung bei Meeresfrüchten, Fisch, Eiern und Fleisch: Was nichtgut durchgebraten oder gekocht ist, nicht essen!Christian Hlade (GF Weltweitwandern): „Ich bin beim Essen und Trinkenunterwegs sehr vorsichtig und verzichte gänzlich auf rohes Gemüse,Salate und auch auf Nachspeisen, deren Kühlkette ich nicht kenne (v. a.Cremen und Milchspeisen in Restaurants). Durch die konsequenteAnwendung unserer einfachen Regeln hatte ich in den letzten Jahrenüberhaupt keine Darmprobleme auf meinen vielen weltweiten Reisen!“Verhalten bei Durchfall und VerstopfungTrotz aller Vorsicht lässt sich gerade im Magen-Darm-Bereich nicht jedesUnwohlsein vermeiden. Die Umstellung auf fremde Kost macht unseremKörper besonders am Beginn zu schaffen. Das häufige Resultat: Durchfalloder Verstopfung. Nicht angenehm, aber auch nicht unbedingt schlimm.Sollte es Sie erwischt haben, ist Schonkost angesagt: Reis, Zwieback,Tee, usw.Bei Durchfall: Nicht vergessen, dass Ihr Körper dehydriert, daher vieltrinken und gegebenenfalls Elektrolyt einnehmen. Wenn möglich aufImodium & Co verzichten, da die Ursachen nicht behoben werden und Sieschnell Verstopfung bekommen könnten.Bei Verstopfung: Ballaststoffreich essen (Getreide, Hülsenfrüchte, Obstund Gemüse) und sich viel bewegen.Achtung beim SonnenbadGilt besonders in heißen Ländern und in größeren Höhen: UnterschätzenSie nie die Intensität der Sonne! Ein Sonnenstich ist unangenehm undäußert sich in Übelkeit, Durchfall und Kopfschmerzen. Besser mit hohemLichtschutzfaktor, Sonnenbrillen und Kopfbedeckung vorsorgen, auchwenn es Ihrer Meinung nach nicht schick aussieht!Tiere im Reiseland: Mücken, Flöhe & CoNicht jedes Tier im Urlaubsziel ist lieb und erwünscht! In (sub-)tropischenLändern gilt: Kleidungsstücke und Schuhe, die Sie abgelegt haben, vordem Anziehen ausschütteln!Bei Reisen in südliche Länder kommen Sie in Regionen mit Malaria-Risiko.Eine Malaria-Prophylaxe für einen kurzen Aufenthalt ist allerdings immergut abzuwägen, die Nebenwirkungen sind nicht ohne und haben schonvielen Reisenden den Urlaub vermiest. Hier helfen auchAntimückenlotionen und langärmlige Kleidung das Risiko vonInsektenstichen zu verringern.Auch wenn so manches Tier noch so süß ist, raten wir unbedingt zurVorsicht beim Streicheln. Zutrauliche Hunde könnten unter Umständenzubeißen und es kommt so ev. zu einem Tollwutrisiko. In wenigerschlimmen Fällen können auch Flöhe auf Sie überspringen.Lieber mit SchuhenAnstatt barfuss in Scherben, spitze Steine (besonders beiFlussdurchquerungen), Unrat oder auf Tiere zu treten, die übleVerletzungen nach sich ziehen könnten, raten wir Ihnen besser immer mitSandalen oder Schuhen zu wandern.Weltweitwandern-Reiseinfos: Tibet Seite 18 von 19


IHRE REISEAPOTHEKEIhr Führer verfügt zwar häufig über eine allgemeine Reiseapotheke mitden gängigsten Medikamenten, eine persönliche Apotheke ist jedochunbedingt erforderlich und erleichtert das Handeln im Krankheitsfall.Der Inhalt Ihrer persönlichen Reiseapotheke:□ Pflaster□ Kompressen□ elastische Binden□ medizinisches Klebeband□ Dreieckstuch□ Schere□ Pinzette□ Fieberthermometer□ Desinfektionsmittel (z.b. Isozid® oder Betaisodona®)□ Wärmefolie□ Schienungsmaterial (z.B. Sam-Splint®)Übelkeit:□ z.B. Paspertin® 4mg/ml Tropfen (3x täglich 15-30 Tropfen)Bauchschmerzen/-krämpfe:□ z.B. Buscopan® Dragees (max. 5x täglich 1-2 Dragees)Kopf- und Zahnschmerzen:□ z.B. Parkemed® 500 mg (max. 3x1 Tablette täglich)Rücken- und Gelenksschmerz:□ z.B. Voltaren® 100 mg (1 Tablette pro Tag – kurzfristig max. 2x1 wennunbedingt notwendig. Vorsicht: Menschen mit Magen-,Zwölffingerdarmgeschwüren oder schwerer Gastritis dürfen Voltarennicht einnehmen!)Starke Schmerzen bei Notfällen (z.B. Knochenbrüche):□ z.B. Tramal Kps® 100mg (max. 4x1 wenn unbedingt nötig, Einnahmedauerso kurz wie möglich)Husten (vor allem trockener Reizhusten):□ z.B. Paracodin® Tropfen (3x täglich 20 bis max. 40 Tropfen)Augenreizungen:□ z.B. Betnesol® SalbeDurchfall:□ z.B. Normolyt® (Bei Durchfall bitte zuerst immer mit viel trinken, umden Elektrolythaushalt stabilisieren. Die schädlichen Keime sollen ja ausdem Körper hinaus, daher keine stopfenden Medikamente wieImodium.)□ z.B. Imodium® (nur im Notfall, z. B. bei längeren Busreisen): anfänglich2 Kapseln, max. 6-8 pro Tag, Achtung vorsichtig dosieren: man kipptleicht in eine Verstopfung!□ z.B. Ciproxin 500mg® (bei kompliziertem Durchfall mit Fieber und/oderBlut im Stuhl): 2x500mg pro Tag; Dauer: bis Patient 2 Tage fieberfreiist)□ z.B. Anaerobex®: unregelmäßiger Stuhlgang, starke Blähungen,Übelkeit, stinkende Gase, kein Fieber, über mehrere Tage; könnte eineLamblieninfektion sein, die nicht gefährlich, aber lästig ist.3x500mg pro Tag über 10 Tage; kann Übelkeit verursachenAntibiotika:□ z.B. Augmentin 1g® für fieberhafte Atemwegsinfekte, fieberhafte HalsundOhrentzündungen, infizierte Wunden (die mit Reinigen allein nichtabheilen): 2x1 täglich; Dauer: bis Patient 2 Tage fieberfrei ist□ z.B. Zithromax 500mg® (statt Augmentin bei Penicillin-Allergie): 1Tablette pro Tag, 3 Tage langHöhenerkrankung (nur bei Reisen über 2.500m – siehe auch unsereigenes Infoblatt zur Höhenakklimatisation):□ z.B. Adalat ret Kps® (wenn die Lunge betroffen ist /Höhenlungenödem): 1 Tablette alle 8-12 Std.□ z.B. Fortecortin Tbl 8mg® (bei akuter allergischer Reaktion od. auchwenn sich Symptome der akuten Höhenkrankheit – Kopfschmerzen,Schwindel, Gangstörungen/Orientierungslosigkeit = Hirnödem! – durchRuhe und Abstieg nicht bessern oder gar verschlechtern: 8mg Initialdosis,dann 4mg alle 6 Stunden)Individuelle MedikamenteWeitere Infos finden Sie auch auf unserer Homepage im„Infobereich“ zum Download!Weltweitwandern-Reiseinfos: Tibet Seite 19 von 19

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