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Ambulante, sektorübergreifendeBasisversorgungDemenzkranker_____________________________________1. Themenfeld des ProjektsUnter Case Management (CM) wird eine Vorgehensweiseorganisierter, bedarfsgerechterHilfeleistung in Sozial- und Gesundheitsdienstenverstanden. CM richtet den Fokus auf denaktuellen Versorgungsbedarf von Klienten(Patienten- und Angehörigensystem), die mitmultiplen Belastungen konfrontiert sind. Übereinen definierten Zeitraum wird den Beteiligtendie notwendige Unterstützung, Behandlungund Versorgung gewährt. Hierbei werden Zuständigkeitenvon Einrichtungen, Dienstleistungenund Ämtern bei Bedarf neu definiertund Prozessabläufe optimal auf die erforderlicheHilfe abgestimmt. Dies setzt voraus, dassdie erforderlichen Formen der Hilfe professionellgeplant, implementiert und evaluiert werdenund die Akteure für diese Form dersektorübergreifenden Netzwerkarbeit entsprechendqualifiziert sind. Im Vordergrund desHandlungsansatzes stehen Klienten- undAngehörigensysteme mit ihren sozialen Netzwerken,die durch fachgerechte Koordinationund möglichst effiziente Leistungssteuerungumfassend versorgt werden.Aufgrund bestehender Forschungsdefizite imBereich der Evaluation von CM-basierten Versorgungsmodellenfür Demenzerkrankte, fehltes bisher an einem hinreichenden wissenschaftlichenNachweis zur Effektivität und Effizienzfür vernetzte Strukturen im Bereich derambulanten Basisversorgung.2. Ziele des ProjektsDas Forschungsvorhaben hat sich zum Zielgesetzt, am Beispiel des Modellvorhabens„Ambulante Basisversorgung Demenz im Lotsentandem“des Trägerverbunds Demenz imKreis Minden-Lübbecke, vertreten durch diePariSozial Minden-Lübbecke, die Effektivitätund Effizienz des Handlungsansatzes in derambulanten, sektorübergreifenden BasisversorgungDemenzerkrankter zu evaluieren. ImVordergrund stehen:• die Entwicklung, Erprobung und Implementierungvon Evaluationsinstrumentenzur Ermittlung von Wirkungszusammenhängen(Effektivität und Effizienz),• die Entwicklung von Basismodulen zurstandortübergreifenden Implementierungdes Evaluationsverfahrens,• die Konzeption und Evaluation vonModulen zur Qualifizierung von Ärzten,Arzthelfer/innen und Mitarbeiter(inne)nin der Pflegeberatung nach§ 7 a SGB XI und in Pflegestützpunktennach § 92c SGB XI,• die Bereitstellung wissenschaftlich erprobterStandards zur Ermittlung vonKosten-Nutzenrelationen in der ambulantenVersorgung von Patienten mitdementiellen Erkrankungen auf derBasis eines externen Benchmarking.3. Erwartete Ergebnisse/VerwertungDas Vorhaben liefert eine bisher im Bereichder Praxisforschung fehlende empirischeStandortbestimmung von CM. Im Vordergrundsteht nicht die theoretische, sondern die empirischeAbsicherung eines Verfahrens, das inder Demenzversorgung bisher nur auf unzureichendeErfahrungswerte zurückgreifen kann.Sektorübergreifende Verfahren der ambulantenBasisversorgung von Demenz werdennicht nur evaluiert, sondern hinsichtlich ihrerWirkungen und Kosten-Nutzenrelationen ausgewertet.Den Praxiseinrichtungen werden standardisierteInstrumente zur Überprüfung von methodischenHandlungsstrategien bereitgestellt. Diegewonnenen Ergebnisse liefern wichtige Informationenzur Qualitätssicherung und Dokumentationder Hilfeprozesse und tragen dazubei, ein individuell optimal zugeschnittenesHilfesetting für die Klienten und Angehörigenbereit zu stellen.Die gewonnenen Erkenntnisse liefern darüberhinaus wichtige Informationen zur Konzeptionvon Fortbildungsmodulen für Fachkräfte in derWeiterbildung.4. KooperationDer Trägerverbund Demenz im Kreis Minden-Lübbecke kooperiert bei der Durchführung desModellvorhabens „Ambulante BasisversorgungDemenz im Lotsentandem“ mit dem Ärztenetzwerk„Gesund im Lübbecker Land“ (GILL).Laut Kooperationsvertrag hat sich der im Mai2005 gegründete Trägerverbund Demenz imKreis Minden-Lübbecke u.a. die„sektorübergreifende Bearbeitung von zielgruppenspezifischenVersorgungs- und Kooperationsdefizitenangesichts der Vielgliedrigkeitund „Versäulung“ des deutschen Gesundheitswesenszum Ziel gesetzt.


Die Deutsche Gesellschaft für Care und CaseManagement (DGCC) wurde 2005 als Vereingegründet, dessen Ziel laut Satzung in derFörderung der Anwendung und Entwicklungvon Care und Case Management im Sozialwesen,Gesundheitswesen, Versicherungswesenund in der Beschäftigungsförderung besteht.Das Centrum für Angewandte Wirkungsforschung(CAW) in der IKJ ProQualitas GmbHist ausgewiesen im Bereich der Wirkungsforschungdes Sozialwesens und des Praxistransfersder Ergebnisse.5. ProjektleitungDas Projekt wird an der Katholischen FachhochschuleMainz im Fachbereich SozialeArbeit durchgeführt.Prof. Dr. Peter Löcherbach und Prof. Dr. ThomasHermsen bilden die Projektleitung.Prof. Dr. Peter LöcherbachPeter Löcherbach erhielt1994 den Ruf als Professoran die KatholischeFachhochschule Mainz fürTheorie und Systematikder Sozialen Arbeit, Sozialarbeitswissenschaft.Thomas Hermsen ist seit2000 als Professor an derKatholischen FachhochschuleMainz für Sozialmanagementund Soziologietätig.TitelEffektivität und Effizienz des Case Managementsin der ambulanten,sektorübergreifenden Basisversorgung DemenzkrankerKurztitelCM4DEMENZZuwendungsempfängerKatholische Fachhochschule MainzFördersumme260.000 €Laufzeit01.05.2009 - 30.04.2012ProjektleitungProf. Dr. Peter LöcherbachProf. Dr. Thomas HermsenKontaktTel.: 06131 28944-17loecherbach@kfh-mainz.dehermsen@kfh-mainz.dePartnerCentrum für angewandte Wirkungsforschung(CAW) in der IKJ ProQualitas GmbH, MainzDeutsche Gesellschaft für Care und CaseManagement (DGCC) e.V., MainzPariSozial – gemeinnützige Gesellschaft fürparitätische Sozialdienste mbH im KreisMinden-Lübbecke, MindenProf. Dr. Thomas Hermsen

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