Deponie Debragraben - Hermanns AG

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Deponie Debragraben - Hermanns AG

Die Brücke

Dezember 2010 | 72. Ausgabe


Allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest

und ein gesundes sowie glückliches neues Jahr!


Inhaltsverzeichnis

Die Brücke 2010 | HERMANNS AG

Der Kommentar .............................................................. S. 4

Hermanns HTI-Bau

Kongress-Palais an der Stadthalle Kassel ...................... S. 5

Hauptsammler Nord — Ahnatalstraße ............................ S. 5

Neues Zentrum für die freiwilligen Feuerwehren ............ S. 6

Deponie Dyckerhoffbruch ................................................ S. 7

Erweiterung des Einzelhandelsangebotes ...................... S. 8

Regenüberlaufbauwerk RÜ 99 ........................................ S. 8

Deponie Nienburg-Krähe ................................................. S. 9

Ausbau der Philippistraße ................................................ S. 9

Abwasserdruckleitung von Niestetal nach Kassel .......... S. 10

Erneuerung der Kanalisation und Straßenbau ............... S. 11

Schachtbau Steinweg ....................................................... S. 12

Kanalsanierung Veckerhagen .......................................... S. 12

Deponie „Beim Kapenberg“ ............................................. S. 13

Deponie Meensen ............................................................ S. 13

Ein neues „Schmuckstück“ für Hanau ............................. S. 14

Ausbau der B65 Ortsdurchfahrt Dungelbeck .................. S. 15

Heckenweg ....................................................................... S. 15

Erd- und Gründungsarbeiten Heinrich-Schütz-Schule ... S. 16

Tiefbauarbeiten für Leitungsbau, Karlsbader Straße ..... S. 16

Über drei Monate nur warten ........................................... S. 17

Neubau eines Lager- und Werkstattgebäudes ............... S. 18

Rahmenvertrag Kasseler Entwässerungsbetrieb ........... S. 18

Deponie Debragraben ...................................................... S. 19

Deponie Eichenzell-Löschenrod ..................................... S. 19

Bevor die Bagger kommen ............................................... S. 20

WAAF South — New Townhouse Construction .............. S. 22

Neue Lagerflächen für das Logistikzentrum ................... S. 23

Hauptsammler Nord — Karlshafener Straße .................. S. 23

Und weiter gings im neuen Jahr ...................................... S. 24

HMS-Bau

Ein gutes Jahr trotz Startschwierigkeiten ........................ S. 25

Garagenanlage und Stellplatz ......................................... S. 25

SMA boomt und wir konnten partizipieren ...................... S. 25

B. Braun Melsungen ......................................................... S. 26

Frauenhoferstraße 42 ....................................................... S. 27

Revitalisierung einer Gewerbehalle ................................. S. 27

Hotel am Frankfurter City-Bahnhof .................................. S. 27

Sanierung nach Wohnungsbrand .................................... S. 28

Kindgerechtes Wohnen geschaffen ................................ S. 28

Umstrukturierung der ehemaligen Kauflandflächen ....... S. 29

Modernisierung von Mietwohnungen .............................. S. 29

Historisches Fachwerkhaus ............................................. S. 30

Kleinbaustellen ................................................................. S. 30

EHT-Bau

Baumaßnahme Riedberg 11 BA ...................................... S. 31

Tank- und Rastanlage Rohnetal Nord und Süd .............. S. 31

Umverlegung Abwasserleitung für Kali und Salz ............ S. 32

ROTUS Kassel

Das Jahr 2010 im Überblick ............................................. S. 32

ROTUS Erfurt

Fernwärme für Ingolstadt ................................................. S. 34

Erneuerung einer Erdgashochdruckleitung PN 16 ......... S. 34

Rohrnetzauswechslung des Transportnetzes ................. S. 35

Neue Versorgungsleitung für die Uni Marburg ................ S. 35

Verschiedenes

Personalien ....................................................................... S. 36

Jubiläen, Aufstiegsweiterbildung, ... ................................ S. 38

Teilnahme am J.P. Morgan Corporate Challange Lauf ... S. 40

Was junge Menschen für ihre Sicherheit tun können ..... S. 40

Karrikatur: „Der Finanzkrise getrotzt ...“ .......................... S. 41

Titelbild

Stadthalle Kassel, Foto: D. Schachtschneider


4 | Die Brücke 2010

Der Kommentar | HERMANNS AG

2010 — 2011

„Vor der Hacke ist es dunkel“

> So lautet ein alter Satz der Bergleute. <

Man weiß nicht was kommt und was die Zukunft bringt.

Aber wir sind heute weiter als die Erkenntnisse, die die Bergleute

vor rund 100 Jahren nur hatten. Vorausgehende Bohrungen

erkunden das Gestein, sprich, machen die Zukunft berechenbarer.

Aber es bleiben Unsicherheiten; Unsicherheiten und

damit Risiken aber auch Chancen, die für viele unseren Beruf

so interessant und damit unverwechselbar und spannend

machen.

Wir sind mit einem sehr hohen Auftragsbestand in das Jahr

2010 gestartet und haben darüber hinaus im ersten Viertel

des Jahres auch noch bemerkenswerte Submissionserfolge

gehabt; die Zukunft scheint also gesichert. Aber wir konnten

den Auftragsbestand nur sehr zögernd abarbeiten, weil der

Winter im Januar/Februar und weit in den März hinein uns zur

Passivität verdonnerte. Wir haben also die Zukunft bestmöglich

geplant und konnten diese doch nicht so gestalten, wie wir es

vorgesehen hatten. Viele Kosten in einem Betrieb laufen aber

weiter und die witterungsbedingten Umstände verhindern, dass

wir diese hereinspielen konnten. Eine ähnliche Situation ereilte

die gesamte Bauwirtschaft noch einmal im Sommer, als bei

lang anhaltenden Regenfällen ein geregeltes wirtschaftliches

Arbeiten (Deponien) nicht möglich war. Mit dem umsatzschwachen

Dezember und witterungsbedingten schlechten

November hat die Bauindustrie in 2010 vier Monate, sprich ein-

Drittel des Jahres, nicht mit voller Kapazität arbeiten können.

Aber auf Grund des vorbildlichen Einsatzes aller unserer Mitarbeiter,

werden wir die vorgegebenen Jahresziele in etwa erreichen

und sogar besser abschneiden als der Durchschnitt der

Bauindustrie.

Hier ist im Jahr 2010 ein Umsatzminus in Hessen von rund

9 % zu verzeichnen, wir haben unseren Umsatz jedoch halten

können.

Auch für das Jahr 2011 haben wir schon wieder wichtige Aufträge

verbucht, die uns weit in das kommende Jahr tragen werden.

Unsere Philosophie war und ist allen unseren Beschäftigten

den Arbeitsplatz zu sichern, auch wenn wir manchmal Aufträge

annehmen müssen, die keinerlei Rendite bringen und im

schlimmsten Fall auch einmal einen Verlust einbringen. Dabei

müssen wir uns damit abfinden, dass unser Geschäftsradius,

so wie wir es in diesem Jahr praktiziert haben, sich über ganz

Deutschland erstreckt — wir bekommen zu einigermaßen auskömmlichen

Preisen nicht genügend Arbeit vor der Haustür.

Wir wissen, dass viele unserer Mitarbeiter aus ihrem gewohnten

Lebensrhythmus gerissen werden und viele auf ein Zuhause

während der Woche verzichten müssen. Aber der Markt lässt

uns keine andere Entscheidung und nur so sind wir in der Lage,

Arbeit, die richtige Entlohnung und persönliche Wohlfahrt für

alle sicher zu stellen.

Ich wünsche allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein frohes

und besinnliches Weihnachtsfest und viel Glück und Zufriedenheit

im neuen Jahr.

Gerhard Fenge


Tagungszentrum | Kassel | HTI-Bau

Kongress-Palais an der Stadthalle Kassel

Seit dem Mauerfall vor 21 Jahren hat sich Kassel zunehmend

zu einer Kongress- und Tagungsstadt im Zentrum Deutschlands

entwickelt. Der Bedarf an individuell und flexibel nutzbaren Räumen

in und an der Stadthalle Kassel hat sich seit dem deutlich

vergrößert, so dass sich die Tagungszentrum Stadthalle Kassel

GmbH bereits im Jahre 2008 zu einem Ersatzneubau für das

Kongresspalais Kassel an der Stadthalle entschloss.

Der durchgeführte Architekturwettbewerb wurde von dem

Kasseler Architekten Alexander Reichel gewonnen, dessen

Entwurf nun in den Jahren 2010/2011 realisiert wird. Nach langer

Ausschreibungs- und Verhandlungsphase erhielten wir vom

Auftraggeber Tagungszentrum Stadthalle Kassel GmbH den

Auftrag für die erweiterten Rohbauarbeiten des architektonisch

und technisch hoch anspruchsvollen Projekts.

Nach Abbruch des, im sogenannten Konzertgarten gelegenen

alten Anbaus auf der Rückseite der Stadthalle, errichten wir

derzeit den ca. 1.300 m 2 großen zweigeschossigen Neubau.

Dieser Neubau mit seinen Außenabmessungen von 35 x 35 m

erhält im Untergeschoss eine Foyerebene für den Empfang der

Tagungsgäste, welche über 2 seitlich angeordnete Freitreppen

in das Erdgeschoss gelangen können. Dort befinden sich die

Tagungsräume, die zu einem großen Veranstaltungssaal vereinigt

werden können. Diese sogenannte Saalebene ist mit seiner

durch kreuzweise angeordneten 35 m langen Spannbetonbin-

Kanalbauarbeiten | Kassel | HTI-Bau

Hauptsammler Nord — Ahnatalstraße

Im Stadtteil Harleshausen erhielten wir vom KEB die Bauaufgabe,

den vorhandenen Mischwasserkanal vom Wilh. Weg bis zur

Meisenstraße zu erneuern. Auf einer Länge von 320 m wurde

der neue Steinzeugrohrkanal DN 300 + 400 in Tiefen bis 3,80 m

verlegt. Durch das starke Verkehrsaufkommen in der Ahnatalstraße

wurde durch die Straßenverkehrsbehörde eine Ampelan-

5 | Die Brücke 2010

der frei überspannende Halle der technisch anspruchvollste Teil,

aber auch der Blickfänger des Gebäudes. Insgesamt besticht

der Neubau der Tagungshalle mit seinen architektonisch klaren

Linien, seiner umlaufenden lichten Glasfassade und den tragenden,

vor der Fassade angeordneten gelb eingefärbten Stahlbetonfertigteilstützen,

welche die vorhandene Sandsteinfassade

der alten Stadthalle farblich elegant aufnehmen. Derzeit haben

wir mit unsere Mannschaft die Herstellung der Vouten-Decke

über der Foyerebene abgeschlossen und stellen die ersten

Fertigteilstützen auf, auf denen sich der Spannbetonbinderrost

abstützen wird. Die Herstellung dieses Spannbetonbinderrostes

in Ortbetonbauweise in ca. 10 m Höhe wird der Baustellenmannschaft

technisch einiges abverlangen. Wir haben jedoch

die Hoffnung bei guter Witterung, die Leistung bis Mitte Januar

2011 ausgeführt zu haben, um nach der Erhärtung des Betons

mit dem eigentlichen Spannverfahren beginnen zu können. Im

Anschluss daran werden wir noch die Dachabdichtungsarbeiten

einschl. eines Gründaches ausführen, so dass im Februar 2011

mit den weiteren Ausbauarbeiten begonnen werden kann.

Wir hoffen, dass uns der Wettergott nach wie vor hold bleibt,

um dieses ehrgeizige Ziel auch erreichen zu können.

Axel Michalke

lage zum Schutz unserer Leute angeordnet. Die Maßnahme ist

beendet und vom Bauherrn mängelfrei abgenommen worden.

Wir bedanken und bei Schachtmeister Thomas Brencher und

seiner Kolonne für die gute Arbeit.

Hans-Werner Nicolai


6 | Die Brücke 2010

Feuerwehrhaus | Lahntal | HTI-Bau

Neues Zentrum für die freiwilligen Feuerwehren

Lahntal ist eine Kommune im Landkreis Marburg – Biedenkopf

in Mittelhessen, die im Rahmen der hessischen Gebietsreform

in den siebziger Jahren in der heutigen Form entstand und

aus 7 Ortsteilen besteht. Das Rathaus und die Gemeindeverwaltung

residieren im Ortsteil Sterzhausen. Dort wurde auch

entschieden, dass für die Freiwilligen Feuerwehren der Ortsteile

Goßfelden, Sarnau und Göttingen ein neues Zentrum im Industriegebiet

Sandhute, nahezu im Zentrum zwischen diesen Ortsteilen,

verkehrsgünstig direkt neben der B 62, entstehen sollte.

Nach umfangreichen Vorplanungen und Abstimmungsgesprächen

mit den beteiligten Fachplanern und Feuerwehren

wurde der Bauantrag eingereicht und am 02.06.2009 die

Baugenehmigung erteilt. Danach wurden die Leistungen zur

schlüsselfertigen Erstellung des Feuerwehrhauses Lahntal ausgeschrieben,

das Ergebnis ausgewertet und wir, die Hermanns

HTI-Bau GmbH & Co. KG, am 01.10.2009 beauftragt.

Zunächst war von unserem Team der Architekten und Ingenieure

das Grundgerüst der Ausführungsplanung zu erstellen

und mit dem Bauherrn und seinen Fachplanern abzustimmen.

Parallel dazu wurde als sichtbares Zeichen der Bautätigkeit ein

großes Bauschild aufgestellt, das komplette Grundstück mit

einem Bauzaun gesichert und die Baustelleneinrichtung aufgebaut.

Im November begannen wir auf der vom Bauherrn vorab

bereits hergestellten Bodenaustauschschicht mit den Erd- und

Kanalarbeiten. Trotz mancher witterungsbedingter widriger

Umstände und zeitweiliger Unterbrechungen, konnte auf einer

Frostschutzschicht aus Basaltmineralgemisch, eine elastisch

gebettete, stark bewehrte 30 cm starke Stahlbeton-Bodenplatte

Mitte Januar betoniert werden. Auch die ersten Paletten der

Gasbetonsteine für die Wände wurden noch angeliefert – dann

sorgte der unvermutet harte Winter für eine nochmalige lange

Auszeit.

Erst Ende Februar 2010 konnten die Rohbauarbeiten wieder

aufgenommen werden. Zügig wuchsen die Wände im Erdgeschoss

auf der ca. 365 m² großen Bodenplatte empor, die

Decke wurde verlegt und betoniert, die Wände im Oberge-

schoss einschließlich der aufwendigen Aussteifungsstützen

und –ringbalken erstellt. Ende April waren die Auflager für die

Trapezbleche des Pultdaches fertig, so dass mit den Verlegearbeiten

der Dacheindeckung begonnen werden konnte.

Parallel dazu waren inzwischen auch die Köcherfundamente

für den ca. 500 m² großen Hallenteil, der sich in Fahrzeughalle,

Waschhalle, Lager- und Werkstattbereich gliedert, hergestellt.

Die Montage der Frostschürzen, der Stahlbeton-Stützen, -Riegel

und -Binder schloss sich an. Danach wurde die Fläche mit

Frostschutzmaterial aufgefüllt, verdichtet und ein zentimetergenaues

Planum hergerichtet. Darauf wurden 100 mm starke

Wärmedämmplatten im Verband verlegt, mit Folie abgedeckt

und die erste Bewehrungslage eingebracht. Nachdem die schier

unendlichen Rohrleitungen der Fußboden Heizung verlegt,

ausgerichtet und befestigt und die Bewehrung vervollständigt

waren, konnte endlich der Sohlbeton fließen. Die Wände und

Decken des Werkstattbereiches rundeten die Rohbauarbeiten

ab.

Nahtlos schlossen sich die Dach- und Fassadenarbeiten an.

Inzwischen waren beim Sozialgebäude die Fenster und Türen

eingesetzt, die Rohinstallation der technischen Gewerke abgeschlossen,

der Innenputz angebracht und die Fußbodenheizung

sowie der Estrich eingebaut. Nach Trocknungs- und Aufheizzeit

starteten Trockenbauer, Fliesenleger und Maler mit ihren weiteren

Leistungen.

Im Hallenbereich erhielten die Wände einen strapazierfähigen

Kalkzementputz, die Waschhalle wurde auf 4 m Höhe komplett

verfliest und die insgesamt 6 Sektionaltore montiert. Dann

wurde der gesamte Fußboden im Rüttelpreßverfahren belegt.

Innerhalb von einer Woche waren die ca. 500 m², zum Teil mit

Gefälle, fertig verlegt.

Ab Anfang Juli haben wir auch an den Aussenanlagen gearbeitet.

Auf dem 6300 m² großen Grundstück waren 42 Stellplätze

mit Oeko-Pflaster zu belegen, 155 m Fahrstraßen zur Anbindung

der Parkflächen und für die Alarmausfahrt, ein 430 m² großer

Alarmhof und ein 300 m² großer Betriebs- und Übungshof


mit Asphaltbelägen auszubilden. Außerdem waren auch die

Erschließungswege zum Haus sowie die Flächen für den äußeren

Eingangsbereich, für die Umgebung der Kletterwand und für

die Aufstellbereiche der Mülltonnen mit einem anthrazit farbigen

Rechteckpflaster zu belegen.

Rechtzeitig vor dem großen Einweihungsfest wurde der Außenputz

fertiggestellt, die Lampen im Aussenbereich montiert, die

Beschilderungen und Kennzeichnungen angebracht, der Zaun

für den Übungshof montiert, die Rasenansaat erledigt und

ein Großteil der Möbel für die Einrichtung geliefert und aufgestellt.

Die rauschenden Einweihungsfeierlichkeiten am 25./26.

September konnten somit ausgiebig und komplikationslos

begangen werden.

Im Oktober wurden die restlichen Möbel und Einrichtungsgegenstände,

insbesondere die sehnlichst erwarteten Feuerwehrschränke

(insgesamt 100 Einheiten) für die Umkleideräume,

aufgestellt, die Bepflanzung, u. a. 27 Hochstämme gesetzt, die

Straßen-Markierung aufgebracht und die restlichen Abnahmemängel

beseitigt.

Ein interessantes, technisch durchaus herausforderndes Objekt

war zur Zufriedenheit der Bauherrnvertreter fertiggestellt. Vielen

Dank an die Mitarbeiter des Bauamtes der Gemeinde Lahntal,

Frau Riehl und Herrn Graf für die intensive Begleitung und

Unterstützung während der gesamten Bauzeit. Wir danken auch

den Fachplanern des Bauherrn, Herrn Wagener (BauTec Bauplanung

GmbH), Herrn Rehling (Rehling Energie - Technik) und

Herrn Höfer (BauPlan Ingenieurbüro) für die Zusammenarbeit.

Ebenso danken wir unseren Partnern bei der Planung, Herrn

Lang (Lang Architekten), Herrn Sperling (elektroplan-schneider

GmbH), Herrn Jacobi (IWE Ingenieurberatung), Herrn Kaczor

(KRL Die Gartengestalter) und bei der Ausführung, insbesondere

natürlich unseren eigenen Mitarbeitern unter der Leitung von

Polier Kahlmeyer.

Reiner Friedrich

7 | Die Brücke 2010

Oberflächenabdichtung | Wiesbaden | HTI-Bau

Deponie Dyckerhoffbruch

Die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden

(ELW) beauftragte die Hermanns HTI GmbH u. Co. KG mit der

Herstellung einer Oberflächenabdichtung; zusätzlich wurde die

an den Böschungsfuß angrenzende Basisabdichtung fertiggestellt.

Nach Beginn des 0,5 Mio. Euro Auftrags im Juni 2010 wurde die

Baumaßnahme unter der fachkündigen Leitung unseres Poliers

Achim Golze, fristgerecht Ende Oktober 2010 fertiggestellt.

Die Deponie liegt auf dem Werksgelände der ELW im Zentrum

Wiesbadens. Mit dem Dichtungssystem wird verhindert, dass

organisch belastetes Sickerwasser aus dem eingelagerten Müll

in das Grundwasser gelangt.

Insgesamt wurden 10.000 m² mineralische Dichtung in einer

Mächtigkeit von 1,0 m auf dem zuvor hergestellten Grobplanum

eingebaut; zusätzlich wurden 30 cm 16/32 mm Entwässerungsschicht,

getrennt von einem 200 g/m² Vlies, aufgebracht.

Böschungsneigungen bis 1:2 erforderten, dass Walzen während

der Baumaßnahme mit Hilfe einer Seilwinde gesichert

werden mussten.

Der Regelaufbau des 1.000 m² großen Basisabdichtungsabschnitts

sah vor, auf 50 cm mineralischer Dichtung eine 2,5 mm

BAM zugelassene Kunststoffdichtungsbahn (KDB) aufzubringen.

Als Schutz der KDB wurde ein 1.200 g/m² Vlies und eine

15 cm starken 0/8 mm Schutzschicht aufgebracht. Zuletzt

wurde eine 16/32 mm Entwässerungsschicht in einer Mächtigkeit

von 30 cm eingebaut.

Jan Schröder


8 | Die Brücke 2010

Nahversorgungszentrum | Reinhardshagen | HTI-Bau

Erweiterung des Einzelhandelsangebotes

Ende November letzten Jahres fiel der Startschuss zum schlüsselfertigen

Neubau des Nahversorgungszentrums in Reinhardshagen.

Die überbebaute Fläche von ca. 2.300 m 2 gliedert

sich in die drei Einzelhandelsmärkte Netto, Schlecker und KIK.

Hinzu kamen noch ca. 3.200 m 2 befestigte Parkplatz und Andienungsflächen.

Die Kanal- Entwässerungs- und Gründungsarbeiten bis einschließlich

Oberkante der Bodenplatte konnten noch im Dezember

letzten Jahres vor Einbruch des Winters hergestellt werden.

Bei der Konstruktion der Gründung konnte dabei gänzlich auf

die Ausführung von Einzel- und Streifenfundamenten verzichtet

werden, welches sich als ein erheblicher Zeitvorteil herausstellte.

Auf Grund der vorherschenden Temperaturen Anfang dieses

Jahres war die Ausführung der weiterführenden Mauerwerksarbeiten

jedoch erst ab Mitte März möglich. Diese wurden bis

Mitte Mai abgeschlossen.

Parallel dazu erfolgte die Satteldachkonstruktion mit bis zu

34 m langen Holz-Nagelbindern, die auf Grund von Transportbeschränkungen

teilweise auf der Baustelle endmontiert

wurden. Die brandschutztechnische Abschottung der Märkte

Regenüberlaufbauwerk | Kassel | HTI-Bau

Regenüberlaufbauwerk RÜ 99

Im März 2010 erhielten wir nach öffentlicher Ausschreibung

durch den Kasseler Entwässerungsbetrieb den Auftrag, das in

der Wilhelm-Speck-Straße vorhandene Regenüberlaufbauwerk

RÜ 99 im Zuge des laufenden Hochwasserschutzkonzeptes zu

ertüchtigen, und für den Tag der offenen Tür des Kasseler Entwässerungsbetriebes

für Besucher zugänglich zu machen.

Um die Zugänglichkeit zu realisieren, wurde in die ca. 40 cm

dicke Bauwerksdecke des ca. 1977 errichteten Bauwerks eine

Öffnung für den Zugang in das Bauwerk hergestellt. Über eine

Edelstahl – Treppenanlage, mit Blickschutz, gelangen die Besu-

erfolgte durch in die Dachkonstruktion integrierte Promatstreifen,

so dass die Brandwände nicht über die Dachhaut geführt

werden mussten. Durch diese Konstruktion konnten Dachrandanschlüsse

und somit mögliche Schadstellen minimiert werden.

Bei den weiterführenden teils mieterspeziefischen Ausbauleistungen

konnten wir auf im Marktbau bereits erfahrene und

schlagkräftige Nachunternehmer zurückgreifen, welches sich

auch in einem angenehmen Arbeitsklima ausdrückte.

Die Oberflächenbefestigung der Außenanlagen erfolgte in kombinierter

Bauweise, wobei die Fahrstraßen in Asphalt und die

Parkflächen mit Drainpflaster hergestellt wurden. Besondere

Anforderungen wurden dabei an die Genauigkeit der Oberflächen

gestellt. Dies war Vorraussetzung zur Umsetzung der

großteils über Versickerung herzustellenden Entwässerung der

Außenanlagen.

Durch den Einsatz aller am Projekt Beteiligter konnten die

Märkte 2 Wochen vor den jeweils mit den Mietern vereinbarten

Terminen übergeben werden.

Polier: Matthias Hupe

Ralf Strube

cher künftig in das ca. 6 m breite, 12 m lange und 4 m Tiefe

Bauwerk und können sich durch Mitarbeiter des KEB fachkundig

über die Funktionsweise informieren lassen.

Um dem Hochwasserschutz gerecht zu werden wurde im Auslaufbereich

ein Hochwasserschieber DN 2000 mit Festspindelantrieb

eingebaut, der im Hochwasserfall einen Rückstau der

Fulda in das bestehende Kanalnetz verhindern soll.

Dietmar Hoppe


Oberflächenabdichtung | Nienburg-Krähe | HTI-Bau

Deponie Nienburg-Krähe

Die Arbeitsgemeinschaft Deponie Nienburg (Hermanns HTI-

Bau GmbH & Co. KG, Tesch Straßenbau GmbH & Co. KG,

Hermann Bettels Tief- und Straßenbau GmbH & Co. KG) wurde

vom Betrieb Abfallwirtschaft Nienburg/Weser beauftragt, die

endgültige Oberflächenabdichtung der Bauabschnitte I und II

der Zentraldeponie Nienburg-Krähe herzustellen.

Unsere Leistungen bestanden darin, auf einer Fläche von ca.

35.000 m² ein Oberflächenabdichtungssystem herzustellen. Zu

diesem Zweck musste auf dieser Fläche auf der vorhandenen

KDB und Glassandschicht nach Abtrag der Rekuschicht folgender

Aufbau hergestellt werden:

• Bentonitmatten (als 2. Dichtungskomponente)

• 20 cm Feinsand als wasserbindende Schicht

• Entwässerungsschicht mittels Dränmatten

• Rekultivierungsschicht 150 cm (bestehend aus Füllboden

und vorhandenem Rekuboden)

• Rasen als Vegetationsschicht

Im Bereich der Deponiestraße war noch keine Kunststoffdichtung

vorhanden, so dass vor dem Aufbau der genannten

Komponenten der Lückenschluss von ca. 3000 m 2 hergestellt

werden musste.

Erdbaumassen: ca. 60.000 m³

Aufgrund des außergewöhnlich langen Winters 2009/2010

wurde der im Februar geplante Baubeginn erst Anfang Mai

möglich. Die Abdichtungsarbeiten konnten im November erfolgreich

abgeschlossen werden.

Schachtmeister: Denis Mühlberg (Tesch Straßenbau)

Baustellenbesatzung:

Fa. Hermanns: Winfried Matejka, Sascha Höhmann, Bernward

Löffelholz, Christian Recke

Bauleitung: Klara Peter

Klara Peter

Straßenbau | Kassel | HTI-Bau

Ausbau der Philippistraße

9 | Die Brücke 2010

Die Philippistraße in Rothenditmold gehört zu den stark frequentierten

Nord-Süd-Verbindungen der Stadt Kassel. Auf

Grund der starken Nutzung befand sie sich jahrelang in einem

desolaten Zustand. Ende 2008 erhielten wir daher von der

Stadt Kassel den Auftrag zum Ausbau der Philippistraße im

Teilbereich Tannenstraße Ecke Angerbachstraße bis Wolfhager

Straße, was mit den Seitenstraßen eine Ausbaulänge von etwa

800 m ergab.

Neben der Erneuerung der Fahrbahn- und Gehwegflächen

waren Nebenarbeiten für den KEB und die Städtischen Werke

auszuführen.

Wegen der kalten Witterung Anfang der Jahre konnte mit der

Ausführung der Arbeiten erst ein Viertel Jahr später, im März

2009, begonnen werden. Es war unter anderem eine 7,75 m

breite Fahrbahn, 43 Parkplätze, neue Gehwege sowie diverse

Pflanzflächen herzustellen und die weitestgehende Aufrechterhaltung

der Verkehrsbeziehung stellte hohe Anforderungen an

unseren Schachtmeister Arno Swoboda und seine Mannschaft.

Die für das Jahresende 2009 geplante Oberflächenarbeiten

konnten aufgrund des kalten Klimas nicht ausgeführt werden.

Das führte zu erneuten witterungsbedingten Verzögerungen,

so dass die Arbeiten erst Anfang März 2010 fortgeführt werden

konnten.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei den Anliegern der Philippistraße

für das gezeigte Verständnis recht herzlich bedanken.

Bedanken möchten wir uns auch bei der Stadt Kassel, vertreten

durch die Herren Franz und Pfalzgraf sowie beim bauleitenden

Büro OPPERMANN, vertreten durch die Herren Vogt und

Fischer, für die gute, konstruktive Zusammenarbeit.

Am 25. Mai 2010 war es dann soweit, vor dem Fair-Kaufhaus

feierten die Beteiligten und die Anwohner den abgeschlossenen

Umbau der Philippistraße. In seiner Ansprache bescheinigte

Kassels Dezernent für Verkehr, Umwelt, Stadtentwicklung und

Bauen Dr. Joachim Lohse, dass den Mitwirkenden eine ausgezeichnete

Arbeit gelungen sei.

Wolfgang Tschosnig


10 | Die Brücke 2010

Abwasserdruckleitung | Niesetal — Kassel | HTI-Bau

Abwasserdruckleitung von Niestetal nach Kassel

Der Abwasserverband „Losse-Nieste-Söhre“ betreibt in der

Gemeinde Niestetal, OT Sanderhausen das Regenüberlaufbecken

mit Pumpstation „An der Fulda“.

Der Abwasseranlage wird das Abwasser von ca. 11.500 angeschlossenen

Einwohnern über einen Mischwasserkanal DN 700

mm zugeleitet, bei einem Gesamtzufluss bis zu 370 l/s bei entsprechenden

Regenereignissen. Davon werden ca. 120 l/s über

eine ca. 1.900 m lange Pumpendruckleitung DN 400 mm in das

Kanalnetz der Stadt Kassel in die Speicherbecken an der „Königinenhofstraße“

zugeführt. Die alte bestehende Pumpendruckleitung

DN 400 aus Guss ist angängig und muss ersetzt werden.

Die hierzu erforderlichen Planungen der Bauarbeiten wurden

durch das Ingenieurbüro Heer in Fritzlar durchgeführt, die

auch die Ausschreibung, Vergabe und Bauleitung der Gesamtbaumaßnahme

umsetzen.

Nach erfolgreicher Teilnahme an der Ausschreibung erhielt

die Fa. Hermanns HTI Bau GmbH u. Co. KG im Juli diesen

Jahres den Auftrag zur Erneuerung der Abwasserdruckleitung

Niestetal-Sandershausen nach Kassel-Wolfsanger, mit einem

Gesamtauftragsvolumen von ca. 1,2 Mio. €.

Die Bauarbeiten wurden im August des laufenden Jahres

von der Kolonne Matthias Henning mit seiner Mannschaft

aufgenommen. Die neu zu erstellende Trasse besteht aus 2

Abwasserdruckleitungen DA 450 x 26,7 PEHD aus koextrudiertem

Zwei-Schicht-Rohr PE 100, SDR 17. Die knapp 700 m

lange Trasse verläuft vom RÜB auf der Sanderhäuser Seite in

Richtung Fulda, die in ca. 3 – 4 m Tiefe unterhalb der Flusssohle

gequert wird, über den ehemaligen „Bleichplatz“ über

die „Steinmannswiese“ bis zur „Fuldatalstraße“ auf der Kasseler

Seite.

Die beiden Druckleitungen werden auf den ersten 160 m

von der Startgrube Schacht 1 am RÜB Sanderhausen in

geschlossener Bauweise im gesteuerten Spülbohrverfahren

verlegt. Dabei ist die Pilotbohrung unter Einhaltung der geforderten

Maßtoleranzen durch die ca. 10 m tiefe Baugrube des

Schachtes 2 zu führen, die auf der Kasseler Seite in der Zielgrube

endet.

Der Schacht 2, der als Tiefpunktentleerung des „Fulda“-Dükers

dient, konnte unter Berücksichtigung der vorhandenen geologischen

Verhältnisse mit einem Buntsandstein der Bodenklasse

7 ab einer Tiefe von ca. 8,50 m nur unter Herstellung einer

Bodenaustauschbohrung bis zu einer Tiefe von ca. 12 m hergestellt

werden. Der anschließende wasserdichte Spundwand-

Verbau der Baugrube musste mit insgesamt 3 Stahlrahmen mit

zusätzlichen diagonalen Eckaussteifungen verbaut werden. Die

erforderliche aufwändige Wasserhaltung im Einzugsbereich des

Grundwasserleiters zur Fulda wurde mit 4 Schwerkraftbrunnen

bei einer Bohrtiefe von bis zu 15 m innerhalb der Baugrube

durchgeführt.

Im weiteren Verlauf der Trasse auf der Kasseler Seite wurden

die Rohre in offener Bauweise verlegt, wobei auch hier eine

umfangreiche Grundwasserhaltung mittels Vakuumpumpanlagen

erforderlich war. Hierzu wurden ca. 200 Vakuumfilterbrunnen

DN 50 mm mit einer Bohrtief von 6 m niedergebracht.

Der Einbau von 4 weiteren Fertigteil-Schachtbauwerken (Revisions-,

Entleerungs- und Übergabeschächte) mit einem Gesamtgewicht

von ca. 43 t pro Schacht erforderte den Einsatz von

schwerem Hebegeräten mit entsprechenden Zusatzballasten.

Die Verlegung der Druckrohrleitungen DA 450, sowie der Einbau

der erforderlichen Schachtausrüstungen und Formteile

wurde von Fa. ROTUS durchgeführt. Die Herstellung der Verbindungen

erfolgte in den Bereichen der offenen Bauweise

mittels Elektroschweißmuffen und bei der Dükerung durch die

Fulda mittels Stumpfspiegelschweißung.

Weitere baubegleitende Arbeiten während der Ausführung

waren u. a. die Umverlegung des Fahrradweges R1 unter

Herstellung einer 200 m langen neuen Trassenführung und

Einbau einer ca. 8 m langen Fußgänger- und Fahrradwegbrücke

über den „Bossengraben“. Die Durchführung der Arbeiten

in „offenem Gelände“ erforderte die Herstellung von umfangreichen

Baustraßen zur Sicherstellung der ungehinderten Mate-


ialtransporte. Bei der Wiederherstellung des Wirtschafts- und

Fahrradweges R 1, sowie weitere Oberflächen, werden insgesamt

ca. 800 m² bituminöse Oberflächen wieder hergestellt.

Zur Herstellung des funktionalen Betriebes der Druckrohrleitungen

ist der Einbau von aufwändiger Anlagen- und Pumpentechnik,

einschließlich der gesamten Elektroversorgung

und Steuerungstechnik erforderlich, die ebenfalls Gegenstand

unseres Gesamtauftrages ist.

Die Kampfmittelräumung erfolgte baubegleitend, wobei etliche

Stabbrandbomben gefunden wurden, die durch den Kampfmittelräumdienst

beseitigt wurden. Selbst der Grund der Fulda

wurde zur Vorbereitung der Spülbohrung unter Einsatz eines

Schwimmpontons untersucht.

Während der Bauarbeiten konnten von unserem Schachtmeister

Herrn Henning einige ansatzweise schon versteinerte Knochen-,

Rippen-, sowie Schädelfunde mit erhaltenem Gehörn,

im Baufeld auf der Kasseler Seite sichergestellt werden. Das

Naturkundemuseum Kassel konnte sich freuen diese eiszeitlichen

Funde entgegen zu nehmen, die nach erteilter Auskunft

von Frau Dr. Kurz einem Wisent oder einem Auerochsen zuzuordnen

sind. Nach den festzustellenden Schädelspuren wurde

das Tier vermutlich von Menschenhand erlegt, womöglich den

ersten Kasselern, Kasselanern oder Kasselänern. Die Fundstücke

werden voraussichtlich in der Dauerausstellung der eiszeitlichen

Kasseler Funde des Naturkundemuseums ihren Platz

finden und ab November zu sehen sein.

Hans-Jörg Langrock

Bilderanmerkung:

vorige Seite Bild oben: Versetzen eines ca. 35 t schweren

Schachtunterteils mit schwerem Hebegerät.

vorige Seite Bild unten: Leitungsgraben mit bereits hergestellter

Leitungszone.

Bild oben: Eiszeitlicher Schädelfund von einem Wisent oder

Auerochsen aus den Fuldawiesen.

11 | Die Brücke 2010

Kanalisation und Straßenbau | Kassel | HTI-Bau

Erneuerung der Kanalisation

und Straßenbau

Ende 2009 erhielten wir vom Kasseler Entwässerungsbetrieb

den Auftrag zur Erneuerung der Kanalisation am Hauptsammler

West, sowie die Wiederherstellung des gesamten Oberbaus für

die Heinrich-Heine-Straße in Kassel im Bereich zwischen der

Frankfurter Straße und der Menzelstraße.

Bei dem Neubau wurden insgesamt ca. 80 m Stahlbetonrohre

DN 1200 und ca. 100 m Steinzeugrohre DN 250 – DN 400 in

einer Tiefe von bis zu ca. 3,50 m neu verlegt. Zur Herstellung

der Anbindungen wurde ein größeres Schachteinbindungsbauwerk

von ca. 4,50 m x 4,00 m erforderlich, das in Stahlbetonbauweise

örtlich, unter Aufrechterhaltung des Entwässerungsbetriebs,

hergestellt wurde. Die Herstellung der gemauerten

Gerinne in den Anschlussbauwerken erforderten das gute

Geschick unserer Facharbeiter.

Im Zuge der Baumaßnahme erfolgte die Neuanbindungen aller

Hausanschlüsse unter Einsatz einer provisorischen Entwässerung.

Nach Fertigstellung des Neubaus wurden die alten Kanäle

und Schächte abschließend mit Dämmer verfüllt.

Dank der souveränen und zuverlässigen Arbeit unserer Mannschaft

unter Leitung von Schachtmeister Matthias Henning

konnten die Bauarbeiten frist- und fachgerecht mängelfrei an

unseren Auftraggeber KEB übergeben werden.

Nicht zuletzt soll auch die reibungslose und kompetente Zusammenarbeit

mit unserer Bauherrschaft erwähnt werden, mit der

alle angefallenen Probleme mit technischer und sachlicher

Kompetenz gemeinsam bewältigt werden konnten.

Hans-Jörg Langrock

Bilderanmerkung:

Provisorische Wasserhaltung in der Baugrube des Einbindungsbauwerkes


12 | Die Brücke 2010

Sanierung Kanal | Kassel | HTI-Bau

Schachtbau Steinweg

Im August dieses Jahres beauftragte der Kasseler Entwässerungsbetrieb

die Firma Hermanns mit vorbereitenden Maßnahmen

zur Sanierung des öffentlichen Kanals im Steinweg. Ziel

der an uns vergebenen Arbeiten war es, die Erneuerung des

vorhandenen Kanals im Eiprofil 830/1250 in geschlossener

Bauweise mittels Inliner zu ermöglichen.

Hierzu mussten zwei vorhandene Schächte DN 1000 abgebrochen

und in der Dimension DN 2000 neu hergestellt werden.

Zusätzlich war der Neubau eines weiteren Schachtes DN 2000

mit einer Tiefe von 6,50 m nötig. Da die Außenkante dieses

Schachtes bis ca. 3,00 m an die vorhandene Wohnbebauung

heranreichte, war die Herstellung der Baugrube in Spritzbetonbauweise

ausgeschrieben. Große Bedeutung kam bei diesem

Bauvorhaben der Verkehrsführung bei, da es sich beim Steinweg

um eine der Hauptverkehrsstraßen im Kasseler Innenstadtbereich

handelt.

Nach Fertigstellung der Inlinersanierung ist die Kolonne um

den Schachtmeister Bernd Wetzel zurzeit mit Rest- und Oberflächenarbeiten

beschäftigt, bevor ab der 46. KW der Verkehr

wieder ungehindert im Steinweg fließen kann.

Bilderanmerkung:

Einzug des Inliners

Hans-Jürgen Hestermann

Kanalsanierung | Veckerhagen | HTI-Bau

Kanalsanierung Veckerhagen

Die Abwassereigenkontrollverordnung Hessen verpflichtet

Städte und Gemeinden, aber auch Privateigentümer, den

Zustand von Kanälen zu erfassen und Mängel ab zu stellen.

Somit erhielten wir im Juni 2010 einen Auftrag der Gemeinde

Reinhardshagen zur offenen Kanalsanierung im Ortsteil Veckerhagen.

Bevor Schachtmeister Thomas Brencher und seine Truppe im

August dieses Jahres mit den beauftragten Leistungen beginnen

konnte, war fest zu stellen, dass einige Versorgungsträger

für unsere Arbeiten ungünstige Leitungstrassen gewählt hatten.

Schnell und unkompliziert wurde der Bauablauf auf die Verhältnisse

abgestimmt und in einem anderen der insgesamt fünf

Einzelabschnitte begonnen.

Auch hier gestalteten sich die Arbeiten etwas anders als geplant,

da die Kollegen beim Kanalgrabenaushub zunächst auf

Packlager und dann auf stark kiesigen, teilweise wasserführenden

und mit Findlingen durchsetzten Boden stießen.

Nach Klärung von Trassenumlegungen wurde die Baustelle um

die Kolonne Gogol verstärkt.

Dank des tatkräftigen Einsatzes der beiden Kolonnen konnten

vier der fünf Bauabschnitte vorzeitig fertig gestellt werden.

Etwas Sorgen bereitet zur Zeit noch der fünfte Bauabschnitt.

Auch hier treten massive Behinderungen durch andere Versorgungsträger

auf.

Allerdings sind wir überzeugt, dass wir, in guter Zusammenarbeit

mit der Gemeinde Reinhardshagen, vertreten durch die

Herren Leibecke und Umbach, und dem Ingenieurbüro agc,

vertreten durch die Herren Heiden und Lüdecke, eine praktikable

Lösung der anstehenden Probleme finden werden.

Wolfgang Tschosnig


Oberflächenabdichtung | Holzminden | HTI-Bau

Deponie „Beim Kapenberg“

Im März 2010 erhielten wir zusammen mit der Fa. Bettels aus

Hildesheim den Auftrag zur Herstellung der Oberflächenabdichtung

auf der Deponie „Beim Kapenberg“ in der Nähe von Holzminden.

Die Gesamtleistung bestand aus dem Los 1: Herstellung

der Oberflächenabdichtung auf einer Fläche von ca. 30.000

m², dem Los 2: Überflutungspolder und dem Los 4: Rückbau

des Eingangsbereichs. Bei der Herstellung der Oberflächenabdichtung

wurden zuerst der vorhandene Reku-Boden abgetragen,

um anschließend mit der Umprofilierung und dem Rückbau

der vorhandenen Gasleitungen zu beginnen. Nach der Umprofilierung

wurde die Gasdrän- und Ausgleichsschicht (d=30cm)

sowie die Schutzschicht (d=10cm) eingebaut. Anschließend

erfolgte der Einbau der Dichtung, bestehend aus Bentonitmatte,

Kunststoffdichtungsbahn, Dränmatte und teilweise Geogitter.

Der im Zuge der Arbeiten des Loses 2 anfallende Boden wurde

anschließend auf der Dränmatte bzw. dem Geogitter eingebaut.

Auf Grund der beengten Verhältnisse auf der Deponie musste

im Nord- und Südbereich eine Gabionenwand mit einer maximalen

Höhe von 2,50 m und jeweils ca. 100 m Länge errichtet werden.

Hinter der Gabionenwand wurde ein System aus bewehrter

Erde eingebaut. Die Herausforderungen auf der Baustelle waren

vor allem die beengten Verhältnisse und die teilweise sehr steilen

Böschungen (bis 1:2). Des Weiteren wurde umlaufend um

die Deponie und im Bereich der Zwischenberme eine Kunststoffdichtungsbahn

als Wasserableitbahn eingebaut, deren Einbau

und die vorbereitenden Arbeiten sehr arbeits- und zeitintensiv

waren. Auf Grund der Betreuung durch die Schachtmeister W.

Reiniger bzw. später J. Degel wurde die Aufgabe zur vollsten

Zufriedenheit des Auftraggebers und der örtlichen Bauleitung

des AG gelöst. Leider konnte die Baumaßnahme, wie ursprünglich

vorgesehen, auf Grund der extrem schlechten Witterung im

Juli und August nicht in diesem Jahr fertiggestellt werden.

Oberflächenabdichtung | Meensen | HTI-Bau

Deponie Meensen

13 | Die Brücke 2010

Bisher fertiggestellte Leistungen:

• ca. 12.000 m³ Müllumlagerung

• ca. 9.500 m³ Gasdrän- und Ausgleichsschicht (d=30cm)

• ca. 30.000 m² mineralische Schutzschicht 0/8 (d=10 cm)

• ca. 30.000 m² Bentonitmatte, Kunststoffdichtungsbahn, Dränagematte

• ca. 16.000 m² Geogitter

• ca. 32.000 m³ Rekultivierungsboden

• ca. 1.000 m Gassammelleitungen

Schachtmeister: W. Reiniger, J. Degel

Baustellenbesetzung: J. Krause, B. Rode, M. Jähnert, H. Scheiding,

N. Legerlotz, W. Heß, A. Wierczewski

Meik Rabe

In diesem Jahr wurde der 2. BA der Oberflächenabdichtung der

Deponie Meensen bei Göttingen fertiggestellt. Die restlichen

ca. 8.000 m² von ca. 18.000 m² der Kapillarsperre konnten am

24.08.2010 an den Bauherrn übergeben werden.

In diesem Jahr wurden neben der Herstellung der Kapillarsperre

auf der Restfläche auch der Einbau des Reku-Bodens auf

der Gesamtfläche bis zur endgültigen Dicke von 2,0 m sowie

der Wegebau und die Entwässerungseinrichtungen hergestellt.

Insgesamt wurden nachfolgende Hauptleistungen erbracht:

• ca. 8.000 to Kapillarblock (Kies 2/8)

• ca. 15.000 to Kapillarschicht (Sand 0/2)

• ca. 36.000 m³ Rekultivierungsschicht (d=2,0m)

• ca. 5.000 m² Kunststoffdichtungsbahn

• ca. 1.500 m PEHD-Rohrleitungen

Schachtmeister: A. Golze; Baustellenbesatzung: B. Rode, L.

Spatz, J. Hilfer

Meik Rabe


14 | Die Brücke 2010

Bürgerhaus | Hanau-Wolfgang | HTI-Bau

Ein neues „Schmuckstück“ für Hanau

Im Dezember 2009 erhielten wir von der Stadt Hanau, vertreten

durch das Hanauer Immobilien- und Baumanagement, den Auftrag

über den Abriss und den anschließenden schlüsselfertigen

Neubau des Bürgerhauses in Hanau-Wolfgang.

Am „Alten Bürgerhaus“, das zu Beginn der 60er Jahre gebaut

wurde, hatte der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen. So

entschloss man sich, dieses nicht mehr dem Stand der Technik

entsprechende Gebäude abzureißen und an gleicher Stelle ein

neues Bürgerhaus zu errichten.

Dank der Konjunkturförderung des Bundes und des Landes war

dies möglich.

Die Planung für den Neubau wurde vom Büro Clormann ∙ Neis ∙

Krebs aus Hanau erstellt.

Mittelpunkt des „Neuen Bürgerhauses“ ist der Saal mit einer

Größe von 400 m 2 , der sich durch eine mobile Trennwand in 2

Räume teilen lässt. Der Saal mit einer Höhe von 5,50 m erhält

auf der Nordwestseite auf kompletter Höhe eine Pfosten-Riegelkonstruktion,

so dass hier viel Licht einfallen kann. Auf der

Südseite angeordnet ist der eingeschossige Eingangsbereich

mit Foyer und den erforderlichen sanitären Anlagen. Um die

Nutzung des Bürgerhauses auch für Feierlichkeiten mit Bewirtung

möglich zu machen, gibt es einen kleinen Küchen- und

Thekenbereich.

Im Nordosten anschließend an den Saalbereich befindet sich

ein 2-geschossiger Teil, in dem im Erdgeschoß ein Stadtteilbüro

und ein Jugendraum untergebracht sind, die jeweils einen separaten

Eingang erhalten. Im Obergeschoß dieses Teiles befinden

sich die Technikräume sowie Nutzflächen als Abstellräume.

Die Außenfassade des eingeschossigen Bauteils, das den Saal

L-förmig umfasst, erhält eine grüne Trespaverkleidung. Der

2-geschossige Baukörper wird als Wärmedämmverbundfassade

ausgeführt.

Zunächst wurde der alte Bau entkernt und abgerissen, wobei

für den, an die benachbarte Grundschule angrenzenden Bauteil

des Bürgerhauses die Weihnachtsferien zum Abriss genutzt

wurden, um dort keine Einschränkungen des Schulbetriebes zu

haben.

Bedingt durch den überraschend strengen und lang anhaltenden

Winter konnte der Abriss mit etwas Verzögerung bis

Ende Februar 2010 komplett abgeschlossen werden, so dass

ab März 2010 die Rohbauarbeiten unter Leitung unseres Poliers

– Andreas Großmann – starten konnten.

Die Gründungsarbeiten bestehend aus Streifen- und Einzelfundamenten

wurden parallel mit den Entwässerungskanalarbeiten

durchgeführt. Zunächst musste der 2-geschossige Teil erstellt

werden, um die Anschlussarbeiten des Saalbaues, der aus

Fertigteilstützen, -bindern und –unterzügen besteht, zu ermöglichen.

Die Rohbauarbeiten wurden, trotz der großen Abhängigkeiten

und verschiedenen Bauweisen der Baukörper, bis Mitte Juni

2010 abgeschlossen, so dass die Saaleindeckung, bestehend

aus Stahltrapezblechen, bis Ende Juni abgeschlossen war und

die Nachfolgegewerke ihre Arbeiten aufnehmen konnten.

Mittlerweile sind die Gewerke der technischen Gebäudeausrüstung,

wie Lüftung, Heizung, Sanitär und Elektro so weit

vorangetrieben, dass in diesem Jahr noch die Ausbauarbeiten,

bestehend aus Fliesenarbeiten, Trockenbauarbeiten der abgehängten

Decken, Malerarbeiten usw., größtenteils abgeschlossen

werden.

Im Januar 2011 werden dann die Endmontagen und der Feinschliff

erfolgen, so dass einer weiteren Feierlichkeit nach

„Erstem Spatenstich“ und „Richtfest“, nämlich der „Feierlichen

Einweihung“ des neuen „Schmuckstückes“ des Ortteils Wolfgang

am 05. März 2011 nichts im Weg steht.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich für die hervorragende

und immer konstruktive Zusammenarbeit mit dem

Bauherrn, vertreten durch Frau Herbst, Herrn Langer und Herrn

Buttler und dem Büro C∙N∙K, vertreten durch Frau Mettlin und

Herrn Husslein bedanken.

Ralf Gerlach


Straßenbau | Dungelbeck | HTI-Bau

Ausbau der B 65 Ortsdurchfahrt Dungelbeck

Im Februar 2010 erhielt die Arbeitsgemeinschaft Hermann

Bettels Tief und Straßenbau und die Hermanns HTI Bau GmbH

den Auftrag für den Ausbau der B 65 Ortsdurchfahrt Dungelbeck.

Der Auftrag umfasst den Ausbau der Bundesstraße durch

die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und

Verkehr, Geschäftsbereich Wolfenbüttel und den Ausbau des

Kanals durch die Stadtentwässerung Peine. Die Bauzeit für

die Umsetzung der Gesamtmaßnahme ist bis zum 23.12.2010

vorgesehen. Die Baumaßnahme beinhaltet den Umbau der

Ortsdurchfahrt B 65 in Dungelbeck mit einer Länge von 840 m

und den Anschluss der K 47 Richtung Woltorf mit einer Länge

von 150 m im Tiefeinbau. Der Streckenabschnitt von Bau-km

0+976 bis 1+810 enthält den Umbau der gesamten Fahrbahn

nach RStO 01,T1,Z3,Sp II der Bauklasse II. Der vorhandene

alte Fahrbahnbelag bestehend aus Asphalt und ungebundenen

Tragschichten, die zum Teil belastet sind und entsorgt werden

müssen. Das unbelastete Material wird einer Widerverwertungsanlage

zur Aufarbeitung zugeführt. Der Bodenaushub

zur Erstellung des Sollprofils wird unter Aufrechterhaltung des

Anliegerverkehrs abschnittsweise ausgehoben und verwertet.

Da die örtlichen Bodenverhältnisse einen nicht tragfähigen

Untergrund aufweisen, ist zum Teil ein Bodenaustausch erforderlich.

Der Aufbau der Frost- und Schottertragschicht erfolgt

mit natürlichen Mineralstoffen. Die Einfassung des Straßenkörpers

wird mit einem Bordstein und einem Pflasterstreifen 3

Reihen durchgängig eingefasst. Die Pflasterung der Geh- und

Radwege sowie der Parkstreifen für Lastkraft- und Personenwagen

erfolgen nach dem Einbau der Asphaltschichten. Im

gesamten Verlauf der neuen Bundesstraße wird beidseitig eine

neue Beleuchtungsanlage erstellt, einschließlich der Versorgungsleitung.

Aufbau:

• 34 cm Frostschutz

• 20 cm Schottertragschicht

• 10 cm Asphalttragschicht AC 32 TS

Trinkwasserversorgung | Obervellmar | HTI-Bau

Heckenweg

15 | Die Brücke 2010

• 8,0 cm Asphaltbinderschicht AC 16 BS

• 3,0 cm Asphaltdeckschicht SMA 8 S

Projektdaten:

• 8.100 m2 Frostschutz und Schottertragschicht in Fahrbahnen

• 3.500 m2 Frostschutz und Schottertragschicht in Geh – und

Radwegen

• 8.100 m2 Asphaltschichten

• 2.100 m Bordstein und Pflasterstreifen

• 3.500 m2 Betonsteinpflaster

Erhaltungsmaßnahme

Bei der Durchführung der Erhaltungsmaßnahme von km 2,200

bis km 3,360 und km 4,000 bis 4,260 wird der vorhandene

Fahrbahnbelag 8,0 cm abgefräst und mit einer neuen Asphaltbinderschicht

5,0 cm AC 16 BS und Asphaltdeckschicht 3,0 cm

SMA 8 S hergestellt.

Projektdaten: 12.500 m2 Asphaltbinder und Asphaltdeckschicht

Kanalmaßnahme

Im Rahmen des Ausbaus der neuen Bundesstraße und der

Nebenstraßen wird unter der Leitung unseres Poliers Michel

Rohde, der vorhandene Mischwasserkanal in einer neuen

Trasse im Straßenbereich neu verlegt. Alle Hausanschlüsse einschließlich

Anschlussschächte und Straßenentwässerungseinrichtungen

müssen an den neuen Kanal angebunden werden.

Die alten Rohrleitungen und Schachtbauwerke werden zum Teil

abgebrochen oder verdämmt.

Projektdaten :

• 270 m PE Rohr DN 300

• 210 m PE Rohr DN 400

• 150 m PE Rohr DN 500

• 130 m GFK Rohr DN 600

• 215 m GFK Rohr DN 700

Rolf Teuteberg (Fa. Hermanns)

Wilfried Schmäling (Fa. Bettels)

Im Mai 2010 haben die Städtischen Werke Kassel AG die Firma

Hermanns mit den Tiefbauarbeiten für den Neubau der Trinkwasserversorgung

des Heckenweges in Obervellmar beauftragt.

Unter Betreuung durch unseren Polier, Lars Albracht, wurden

im September der 1. und 2. Bauabschnitt mit jeweils 260 m und

290 m abgeschlossen. Im Laufe der Bauarbeiten wurde die

Firma Hermanns mit Folgeaufträgen für den Neubau der Trinkwasserleitung

auf einer Länge von 540 m im parallel verlaufenden

Turnerweg beauftragt. Zurzeit wird der erste Abschnitt

Turnerweg von 195 m abgeschlossen und die Oberflächenwiederherstellung

vorbereitet. Der Abschluss der gesamten

Baumaßnahme wird im Frühjahr 2011 sein.

Andreas Gregor


16 | Die Brücke 2010

Erd- und Gründungsarbeiten | Kassel | HTI-Bau

Erd- und Gründungsarbeiten

Heinrich-Schütz-Schule

Für den Umbau und die Erweiterung der Heinrich-Schütz-

Schule in Kassel erhielten wir im Oktober 2009 den Auftrag für

die Ausführung der Gründungsarbeiten.

Die Arbeiten gliederten sich in die Bereiche Baustellenvorbereitung,

Kampfmittelsondierung, Baugrubenaushub und Gründungsarbeiten

mit Stabilisierungssäulen aus feststoffreichen

Zementmörtel. Insgesamt wurden mehr als 8000 m Säulen

hergestellt.

Teilweise wurden die Leistungen durch eigenes Personal

erbracht, hauptsächlich jedoch – aufgrund der speziellen Fachrichtung

– durch entsprechende Subunternehmen.

Erschwert wurden die Arbeiten durch den heftigen Winter

2009/2010, der allen Beteiligten größtmöglichen Einsatzwillen

und Flexibilität abverlangte. Außerdem wurden trotz umfangreicher

und sorgfältiger Voruntersuchungen im Baugrund zahlreiche

Überraschungen aufgefunden, so z.B. Fundamentreste

von begonnenen, aber nicht abgeschlossenen Baumaßnahmen

aus der Entstehungzeit der Heinrich-Schütz-Schule.

Leider gelang es nicht mehr, die eingetretenen zeitlichen Verzögerungen

gänzlich auszugleichen.

Hervorzuheben ist die ausgezeichnete Zusammenarbeit aller

am Projekt beteiligter Unternehmen, Fachplaner und Behörden.

Obwohl im Sinne eines beschleunigten Ablaufes mehrere

Firmen unterschiedlicher Gewerke das Baufeld zeitgleich

nutzen mussten, kam es zu keinerlei Reibungspunkten.

Im April 2010 konnte das Baufeld an das ausführende Hochbauunternehmen

übergeben werden.

Karsten Brede

Leitungsbau | Kassel | HTI-Bau

Tiefbauarbeiten für Leitungsbau,

Karlsbader Straße

Seit Mitte April 2010 war die bewährte Kolonne um Schachtmeister

Norbert Röhre im Kasseler Stadtteil Niederzwehren im

Einsatz.

Es galt, umfangreiche Aufgaben für die Städtischen Werke

abzuarbeiten. Der Austausch von Wasser-, Gas- und Stromleitungen

stand auf dem Programm, einschließlich Neubau bzw.

Umhängung der Hausanschlüsse sowie Auswechselung der

Straßenlampen.

Insgesamt handelte es sich um einen Auftrag in Höhe von rund

450.000 €. Es wurden insgesamt 1050 m Gas- und Wasserhauptleitung

in PEHD DA 125, 180 und 225 verlegt, hinzu

kamen 2000 m Kabelleerrohr und 1800 m Kabel.

Da an mehreren Punkten gleichzeitig gearbeitet werden konnte,

wurden verschiedene Kleinkolonnen gebildet, die selbständig

im Baufeld agierten. In enger Abstimmung mit den Baubeauftragten

der Städtischen Werke wurde die Baumaßnahme

abgearbeitet.

Zu den Besonderheiten gehören die Querung der Frankfurter

Straße mit bis zu 70 cm starken Asphaltschichten sowie die

Aufrechterhaltung des Zulieferverkehrs in die Kompostanlage

„Langes Feld“. Diese Vorgabe forderte ein besonders umsichtiges

und vorausschauendes Arbeiten, gerade unserer Geräteführer.

Bis zum Erscheinen dieser Zeitung hoffen wir, noch ein gutes

Stück vorangekommen zu sein.

Karsten Brede


Umgestaltung Bauhof und Neubau | Minden | HTI-Bau

Über drei Monate nur warten

Wie bereits in der letzten Brücke berichtet, mussten zu Beginn

der Arbeiten umfangreiche Abbrucharbeiten ausgeführt werden.

Hier galt es, das neu zu bebauende Feld komplett zu beräumen

und die vorgesehenen Bodenverbesserunsgarbeiten vorzubereiten.

Im November 2009 konnte dann die Bodenverbesserung

durchgeführt werden. Hier wurde in einer Schichtstärke von

ca. 40 cm und einer Fläche von ca. 3.100 m² ein Kalk – Zement

Gemisch in die Bodenschicht eingefräst, so dass eine flächige

Bettungsschicht mit einer Festigkeit vergleichbar eines Magerbetons

entstanden ist. Hierauf waren im Anschluss die Gründungsarbeiten

auszuführen.

Nach nur zwei Wochen Schal- und Betonierarbeiten der Einzel-

und Streifenfundamente zog leider auch in Minden der Winter

ein, so dass wir erstmals nach über drei Monaten Unterbrechung,

die Arbeiten in Teilbereichen wieder aufnehmen konnten.

Erst ab April 2010 konnte dann wieder uneingeschränkt gearbeitet

werden.

Nach einem beachtlichen Baustelleinsatz der Mannschaft um

unseren Polier Herrn Bust, war es bereits im Juli des Jahres für

den Zimmermann möglich, mit der Montage der für die Tonnendächer

vorgesehenen Holzbinder mit einer Spannweite von ca.

15,50 m zu beginnen.

Sofort im Anschluss folgte die Verschalung der Dächer als auch

die Montage der Kalzip - Stehfalz Bedachung, so dass alle

Gebäude vor Beginn der nassen Jahreszeit regendicht waren.

Seit September sind nunmehr alle Ausbaugewerke in den einzelnen

Gebäuden tätig.

Da die Gebäude unterschiedliche Nutzungen erhalten, sind

sowohl Büro- und Sozialräume herzustellen. Auch die Erstellung

einer großen Betriebsküche inkl. Speisesaal ist in dem

Leistungsspektrum erhalten. Ein Gebäude dient ausschließ-

17 | Die Brücke 2010

lich zu Ausbildungszwecken. Hier liegt der Anspruch in den

technischen Einrichtungen, die von einer Versorgung der

Arbeitsplätze mit Druckluft bis hin zu Räumen mit speziellen

Absaugeinrichtungen für Schweißarbeitsplätze gehen.

Die Fassade wird in den wesentlichen Teilen als Klinkerfassade

ausgeführt und orientiert sich damit an den bereits

vorhandenen Neubauten der letzten Jahre auf dem Gelände

des Wasserschifffahrtsamtes. Blechfassaden und eine Profilbauglasfasse

bilden in kleinen Bereichen eine Ausnahme und

bieten somit nur einzelne architektonische Akzente.

Zu Beginn unserer Planungen war vorgesehen alle drei Gebäudeteile

noch in diesem Jahr an den Bauherrn und Nutzer zu

übergeben. Derzeit ist jedoch absehbar, dass wir die durch

den Winter verlorenen Monate nicht komplett werden aufholen

können.

Wir sind aber überzeugt, dass wir die Gebäudeteile in den

ersten Monaten des Jahres 2011 übergeben werden können.

Somit liegen wir noch immer vor den terminlichen Forderungen

des Bauherrn.

Für die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit

dem für uns zuständigen Mitarbeiter des WSA Minden, Herrn

Busche, möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken.

Auch gilt unser Dank dem Leiter des Bauhofes Herrn

Fichtel, der jederzeit ein offenes Ohr für die Belange der Baustelle

hatte. Ohne diese kooperative Zusammenarbeit wäre die

Umsetzung der gestellten Aufgaben in dem engen Zeitfenster

nicht möglich gewesen.

Bernd Nordheim


18 | Die Brücke 2010

Lager- und Werkstattgebäude | Schloß Holte-Stukenbrock | HTI-Bau

Neubau eines Lager- und Werkstattgebäudes für die Polizei

in NRW

Anfang Oktober wurden wir vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb

BLB Nordrhein-Westfalen beauftragt, eine Lager- und

Werkstatthalle für das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung

und Personalangelegenheiten der Polizei (LAFP) Schloß Holte-

Stukenbrock zu errichten.

Das Gelände des LAFP Schloß Holte-Stukenbrock befindet

sich ca. 30 km südöstlich von Bielefeld und war zu Zeiten des

Zweiten Weltkriegs ein Internierungslager für Kriegsgefangene.

Seit 1970 befindet sich dort eines von mehreren Bildungszentren

der Polizei in Nordrhein-Westfalen.

Da zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch nicht mit

der Ausführung der Arbeiten begonnen wurde, erfolgt an dieser

Stelle eine kurze Vorstellung des Auftragsumfangs.

Der Auftrag beinhaltet die schlüsselfertige Errichtung eines

zweigeschossigen Gebäudes sowie die Arbeiten für die Verle-

Kanalschächte | Kassel | HTI-Bau

gung von IT-, Ver- und Entsorgungsleitungen, Herstellung von

Grünflächen und Verkehrsflächen und deren Anbindung an den

Bestand.

Das Gebäude dient dem Unterhalt der Liegenschaft, der Lagerung,

Verwaltung und Ausgabe von Unterrichtsmaterial und der

Unterbringung und Wartung von Kraftfahrzeugen. Es enthält

im EG eine Kfz-Werkstatt, eine Garage, ein Großlager, eine

Schlosserei, eine Tischlerei, einen Müllsammelbereich und

diverse kleinere Lager und Ausgaberäume für Lehrmittel.

Im 1. OG sind Sozialräume, wie Umkleiden und Duschen sowie

Büro- und ebenfalls Lagerräume untergebracht.

Zahlen und Fakten zum Lager und Werkstattgebäude:

Der ca. 91,0 m lange und 31,0 m breite Neubau hat eine Höhe

von ca. 10,50 m. Die tragende Konstruktion besteht aus Stahlbetonstützen

und ca. 30 m überspannenden Brettschichtholzbindern,

welche die Dachhaut aus Iso-Sandwichelementen

aufnehmen.

Der untere Teil der Fassade besteht aus Mauerwerk mit Wärmedämmverbundsystem

und aufgeklebten Klinkerriemchen. Im

oberen Bereich sind Porenbetonwandplatten vorgesehen.

Bodenplatte und Geschossdecken werden in Ortbetonbauweise

ausgeführt.

Weitere Kennzahlen:

• 575 m 2 Außenmauerwerk

• 685 m 3 Stahlbetonbodenplatte

• 765 m 2 Porenbetonfassade

• 2880 m 2 Sandwichelement-Dach

• 1760 m 2 Industrieflächenheizung

• 1950 m 2 Betonpflaster

Die Fertigstellung des Objektes ist für November 2011 vorgesehen.

Rahmenvertrag Kasseler Entwässerungsbetrieb

Im Oktober dieses Jahres hat die Kasseler Verkehrs Gesellschaft

mit umfangreichen Umbauarbeiten ihrer Gleisanlagen in

der Breitscheidstraße begonnen. Als vorlaufende Maßnahme

erhielt die Fa. Hermanns vom Kasseler Entwässerungsbetrieb

den Auftrag zum Umbau der im Gleisbereich liegenden

Kanalschächte. Unter Einsatz der im Rahmenvertrag tätigen

Kolonnen Klein, Töpfer und Wetzel ist es gelungen, im eng

gesteckten Zeitrahmen vom 05. bis zum 30. Juli, die uns

gestellte Aufgabe zu bewältigen.

Bilderanmerkung:

Schachtneubau im Gleisbereich der KVG

Hans-Jürgen Hestermann

Robert Platte


Oberflächenabdichtung | Debragraben | HTI-Bau

Deponie Debragraben

Der Zweckverband Saale-Orla beauftragte uns, die Oberflächenabdichtung

auf der Deponie Debragraben durch zu führen.

Hierbei handelt es sich um eine Deponie der Klasse II, die

sich in einen ca. 6,3 ha großen Hauptkörper und einen ca.

0,7 ha großen Bauschuttkörper aufteilt. Die Generalneigung des

Hauptkörpers beträgt 1:2,5 – 1:4 und die des Bauschuttkörpers

1:3. Unsere besonderen Leistungen bestanden darin, auf einer

Fläche von ca. 70.000 m² ein regelkonformes Oberflächenabdichtungssystem

herzustellen. Zu diesem Zweck mussten auf

dieser Fläche folgende Gewerke hergestellt werden:

• Arbeitsschutz nach BGR 128

• Müllumlagerung / Profilierung

• Oberflächenabdichtung/mineralische Schutzschicht als Feinplanum

KDB

• Kunststoffdichtungsbahn (KDB)

• Entwässerungsschicht (Drainagematte und mineralische Entwässerungsschicht)

• Rekultivierung mit umlaufenden Schotterkeil

• Oberflächenentwässerung

Deponieentgasung

Erdbaumassen: ca. 200.000 m³

Aufgrund der vorbildlichen Leistung unseres qualifizierten und

hochmotivierten Baustellenpersonals konnten wir trotz der

außergewöhnlich langen und extrem widrigen Witterungsverhältnisse

im Winter 2009/2010 und dem außergewöhnlich nassen

Juli/August 2010 eine Fläche von ca. 40.000 m² mit dem

vorgenannten Oberflächenabdichtungssystem abdecken. Der

Fertigstellungstermin wird voraussichtlich Ende Juli 2011 sein.

Hierdurch könnte der vertragliche Fertigstellungstermin 31. Juli

2011, trotz der vorgenannten, nicht von uns zu vertretenden,

Umstände realisiert werden. Wir bedanken uns bei unserem

Bauherrn, unseren Nachunternehmern und allen am Bau

beteiligten Personen. Schachtmeister: Torsten Augustin; Vermessung:

Rene Milfort; Baustellenbesatzung: Bernd Hoffmann,

Jörg Röber, John Zöllner, Michel Botschka; Baukaufmann: Marcel

Jordan; Bauleitung: Johannes Rosemeyer

Johannes Rosemeyer

Sanierung | Eichenzell-Löschenrod | HTI-Bau

Deponie Eichenzell-

Löschenrod

19 | Die Brücke 2010

Im April diesen Jahres beauftragte uns der Magistrat der Stadt

Fulda mit der Baumaßnahme „Sanierung Altablagerung Deponie

Eichenzell-Löschenrod“. Die wir in Arbeitsgemeinschaft mit

der Firma Bickhardt ausführen. Diese dient der langfristigen

Sicherung und Rekultivierung der Altablagerung „Eichenzell-

Löschenrod“.

Die hierfür umzusetzende Maßnahme beinhaltet dabei im

Wesentlichen folgende Schwerpunkte:

• Vorbereitende Arbeiten „Baufeld freimachen“

• Erdbauarbeiten/Kanalbauarbeiten zur Umverlegung der querenden

Versorgungsleitungen

• Profilierung/Umlagerung von ca. 75.000 m³ Hausmüll/Munitionsreste/Krankenhausabfälle

• Aufbringen des Oberflächenabdichtungssystems auf ca.

70.000 m². Der Aufbau gliedert sich wie folgt:

• 50 cm Trag- und Ausgleichsschicht

• 30 cm Profilierungs- und Schutzschicht

• 50 cm mineralische Dichtung

• Dränagematte

• 150 cm Rekultivierung

• Herstellen der passiven Entgasung

• Herstellen von befestigten bzw. asphaltierten Wirtschaftswegen

Erdbaumassen: ca. 250.000 m³

Baubeginn war der 26. April 2010. Im Laufe diesen Jahres

konnten die Gewerke Müllumlagerung und die Trag- und Ausgleichsschicht

fast vollständig erbracht werden. Fertigstellungstermin

für die Restleistung wird voraussichtlich Ende September

2011 sein. Wir bedanken uns bei unserem Bauherrn, unseren

Nachunternehmern und allen am Bau beteiligten Personen.

Schachtmeister: Martin Richter; Vermessung: Rene Milfort;

Baustellenbesatzung: Rainer Thömmes, Georg Thierry, Uwe

Grosch, Udo Bölter, Thomas Lessner, Michael Schiefer, Peter

Schedlo, Helmut Wollenbe; Baukaufmann: Marcel Jordan;

Bauleitung: Johannes Rosemeyer

Johannes Rosemeyer


20 | Die Brücke 2010

Archäologische Ausgrabungen | Wiesbaden-Erbenheim

Bevor die Bagger kommen

Archäologische Ausgrabungen auf dem Baugebiet des

Wiesbaden-Army-Airfield in Wiesbaden-Erbenheim

Die geplante Verlegung des US-Hauptquartiers für Europa von

Heidelberg nach Wiesbaden-Erbenheim macht den Bau einer

neuen Wohnsiedlung für die versetzen Soldaten und deren

Familien notwendig. Dazu wird ein Areal direkt südlich des

bestehenden Wiesbaden-Army-Airfield mit einer Größe von

über 40 ha mit mehr als 300 Wohnhäusern bebaut. Zuvor wurde

das Gelände von bester Bodengüte für Garten- und Ackerbau

genutzt. Es war deshalb damit zu rechnen, dass auch schon

in früheren Zeiten hier Menschen siedelten und Landwirtschaft

betrieben, weshalb von Seiten des Landesamtes für Denkmalpflege

Hessen, Abteilung Archäologische Denkmalpflege die

Durchführung einer archäologischen Ausgrabung im Vorfeld der

anstehenden Baumaßnahmen geboten war.

Als Grundlage für eine archäologische Untersuchung standen

Luftbilder zur Verfügung, die auf den Ackerflächen im Süden

und Südwesten des Baugebietes anhand von Bewuchsmerkmalen

im heranreifenden Getreide deutlich die Umrisse von

spielkartenförmigen, römischen Marsch- oder Übungslagern

erkennen lassen. Diese wurden von Soldaten des großen

Legionslagers im nahen Mainz, dem römischen Moguntiacum,

angelegt, um den auf Feldzügen üblichen Bau eines Feldlagers

am Ende eines Marschtages zu üben. Obwohl diese Spuren

rund zweitausend Jahre alt sind, zeichnen sich die längst verfüllten

Wehrgräben dieser Lager aufgrund des höheren Wassergehalts

in ihrer lockeren Verfüllung als grüne Streifen im ansonsten

reifen Getreide ab.

Die archäologischen Ausgrabungen begannen zunächst im

Süden des Baufeldes, wo ebenfalls Reste römischer Übungslager

vermutet wurden, was sich aber nicht bestätigte. Stattdessen

konnten dort zivile römische Siedlungsspuren aufgedeckt

werden. Nach Beginn der Untersuchung wurde das Ergebnis

einer geophysikalischen Prospektion durch den Kampfmittelräumdienst

Hessen bekannt. Dieser hatte das Umfeld der in

den 1930er Jahren als Fliegerhorst für die Wehrmacht errichteten

Kaserne, vor der geplanten Bebauung auf mögliche Blindgänger

zu überprüfen. Dabei zeigte sich, dass das Gelände

zwar weitgehend frei von Hinterlassenschaften der allliierten

Bombenangriffe war, dafür aber viele Strukturen enthielt, die als

archäologische Befunde zu interpretieren sind. In der Art eines

Röntgenbildes lies die durch die Prospektion erstellte Karte

zahlreiche Gruben und Spuren von römischen Steingebäuden

erkennen, so dass die archäologische Untersuchung auf das

gesamte Baugelände ausgedehnt werden musste.

In einer ersten Grabungskampagne im Herbst 2009 wurden

Teile eines römischen Landgutes, einer sogenannten Villa

Rustica, sowie die Trassen der geplanten Hauptstraßen im

neuen Wohngebiet untersucht. In einer zweiten Kampagne von

März bis Juli 2010 wurde die Untersuchung der im vergangenen

Jahr begonnenen Flächen abgeschlossen und insgesamt weitere

45 Flächen im Bereich von Straßen und Baugrundstücken

geöffnet. Die Auswahl der Flächen richtete sich dabei nach den

Strukturen, die in der geophysikalischen Prospektion zu erkennen

waren.

Die Bebauung von 40 ha besten Kulturlandes voller archäologischer

Bodendenkmäler stellt für die Archäologie einen

großen Verlust dar. Denn die Bodendenkmalpflege ist eigentlich

bestrebt Spuren früheren Lebens im Boden zu erhalten, statt

sie auszugraben, damit auch künftige Forschergenerationen

die Möglichkeit haben, mit möglicherweise noch besseren

Methoden, als sie uns heute schon zur Verfügung stehen,

archäologische Befunde zu untersuchen und auszuwerten. Die

Zahl vorhandener Bodendenkmäler nimmt durch zunehmende

Bautätigkeit stetig ab und da auch eine archäologische Ausgrabung

die im Boden erhaltenen Spuren zerstört, bildet die

Ausgrabung das letzte Mittel des Archäologen. Dieses wird bei

uns in der Regel nur dort angewendet, wo wie im vorliegenden

Fall, Bodendenkmäler durch Baumaßnahmen ohnehin von der

Zerstörung bedroht sind. Eine Ausgrabung auf einer Fläche und

mit einem Umfang wie in Wiesbaden-Erbenheim stellt auf der

anderen Seite aber auch eine große Chance für die Archäologie

dar. Während man z.B. im innerstädtischen Bereich meist nur

kleine Ausschnitte von Siedlungsspuren freilegen kann, ergibt

sich hier die Möglichkeit, gleich einen ganzen Siedlungsraum

zu untersuchen.

In Wiesbaden-Erbenheim war es alleine aufgrund der Größe


Archäologische Ausgrabungen | Wiesbaden-Erbenheim

unmöglich, das gesamte Baugelände mit den von den Amerikanern

zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln archäologisch

zu untersuchen, so dass wir uns auf Bereiche beschränkten, die

durch die geophysikalische Prospektion lohnenswert schienen.

Eine weitere Vorgabe war die notwendige Rücksichtnahme auf

die Baumaßnahmen. Die parallel zu den Grabungen durchgeführten

Tiefbauarbeiten im Bereich der Straßen und Hausanschlüsse

durften nicht behindert werden, da ein zeitlicher

Verzug bei einem komplexen Bauvorhaben dieser Größenordnung

natürlich erhebliche finanzielle Folgen haben würde.

Andererseits mussten die Bauarbeiten auch auf unsere Belange

Rücksicht nehmen, damit ein archäologischer Befund vor fachgerechter

Freilegung und Dokumentation nicht unbeobachtet

durch eine Baumaßnahme zerstört wurde. Hierzu war es immer

wieder notwendig, die Arbeiten beider Seiten aufeinander abzustimmen,

was ohne nennenswerte Reibungen erfolgte, wofür

der Firma Hermanns an dieser Stelle gedankt sei. Auch wenn

kurzfristig Hilfe durch den schnellen Einsatz eines Baggers oder

durch Ausleihen von Material notwendig war, wurde uns diese

von den Mitarbeitern der Firma Hermanns nicht versagt.

Ein bis zu 15köpfiges Team des Landesamtes für Denkmalpflege

Hessen, bestehend aus Archäologen sowie aus Studenten

der Universität Mainz, zeitweise unterstützt von freiwillig helfenden

Amerikanern aus Wiesbaden und anderen Standorten zwischen

Kaiserslautern und Bamberg, konnte dann auch umfangreiche

archäologische Befunde dokumentieren und zahlreiches

Fundmaterial bergen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Aufarbeitung

der Grabungsdokumentation und das Reinigen des Fundmaterials

noch nicht zum Abschluss gekommen, geschweige

denn, dass die detaillierte wissenschaftliche Auswertung schon

begonnen hätte. Aber schon jetzt lässt sich sagen, dass die

Ausgrabung in Wiesbaden-Erbenheim wichtige Erkenntnisse

erbracht hat.

Auffälligster Befund ist naturgemäß das römische Landgut, das

im Nordwesten des Baugebietes in großen Teilen freigelegt

werden konnte. Von der mit einer Umfassungsmauer versehenen

Anlage konnten drei Steingebäude vollständig und eines,

das sich auf dem Nachbaracker im Westen fortsetzt, teilweise

ausgegraben werden. Die Villa Rustica aus dem 2. und 3. Jahrhundert

n. Chr. wurde – vermutlich bei einem Germaneneinfall

– durch Brand zerstört, wovon entsprechende Schuttschichten

mit zahlreichem Fundmaterial und zwei versteckte Horte von

Bleibarren zeugen. Von besonderem Interesse waren aber die

römischen Siedlungsspuren im Süden des Baugeländes, die

als Bestandteil der Villa anzusehen sind und wo man offenbar

technische bzw. handwerkliche Tätigkeiten ausübte, die man

nicht in unmittelbarer Nähe der Wohn- und Stallgebäude des

ummauerten Areals haben wollte. Römische Landgüter konnten

im Hinterland des Limes schon zahlreich ausgegraben werden,

aber in den seltensten Fällen hatte man dabei, wie im vorliegenden

Fall, die Möglichkeit mit großflächigen Grabungen auch

das Umfeld des ummauerten Kernbereichs zu untersuchen.

Viel umfangreicher als die Befunde aus der Römerzeit waren

aber solche aus der Vorgeschichte. So war die römische Villa

durch Zufall auf einer Siedlungsstelle aus der mittleren Bronzezeit

(ca. 1600 – 1200 v. Chr.) errichtet worden, von der noch

großflächige, tiefe Gruben mit entsprechenden Keramikfunden

21 | Die Brücke 2010

untersucht werden konnten.

Die meisten der ausgegrabenen Befunde stammen allerdings

aus der frühen Eisenzeit oder Hallstattzeit (ca. 750 – 450 v.

Chr.) und als deren Kulturträger Kelten anzunehmen sind. Gruben

mit Funden dieser Zeit fanden sich praktisch im gesamten

Areal. Die Masse des Fundmaterials besteht hier naturgemäß

aus Keramikscherben von Gefäßen mit für diese Zeit charakteristischen

Formen und Verzierungen. Bei den Scherben aus

mehreren Gruben lassen sich in der Restaurierungswerkstatt

sicher wieder vollständige Gefäße zusammensetzen, aus einer

Grube stammt sogar ein fast vollständig erhaltenes Gefäß. Einzelne,

noch nicht restaurierte Metallfunde, Äxte und Schaber

aus geschliffenen und sorgfältig polierten Steinen, Mahlsteine

für Getreide aus Sandstein, Spinnwirtel aus Ton zum Spinnen

von Wolle und vieles anderes mehr vervollständigen das Fundensemble

aus dieser Epoche. Von den ausgegrabenen Gruben

dienten viele zur Bevorratung von Lebensmitteln, vor allem

Getreide, andere sind als Grubenhäuser zu interpretieren oder

dienten technischen Zwecken. Hier wird die wissenschaftliche

Auswertung weitere Erkenntnisse bringen. Feststellen kann

man jedoch jetzt schon, dass sich hinter der Konzentration von

Befunden an verschiedenen Stellen des Untersuchungsareals

verschiedene ehemalige Siedlungsstellen verbergen, die wie

z.B. im Nordosten des Baugebietes sogar mit einer Einfriedigung

in Form einer Palisade versehen sein konnten, wofür es

in Hessen nur ganz vereinzelte Nachweise gibt. Die detailierte

Auswertung des Fundmaterials wird auch zeigen, ob die verschiedenen

Siedlungsstellen zur selben Zeit bestanden,

Fortsetzung auf nächster Seite ...


22 | Die Brücke 2010

Archäologische Ausgrabungen | Wiesbaden-Erbenheim

oder ob sie sich zeitlich ablösten, woraus sich wiederum wichtige

Erkenntnisse über die Nutzung des Naturraumes durch die

Menschen in der frühen Eisenzeit ablesen lassen.

Singulär steht dagegen ein Steinbrunnen aus dem Hochmittelalter

(ca. 12./13. Jh.) dar, der bei Anlage eines Hausanschlusses

zufällig entdeckt und uns durch Mitarbeiter der Firma Hermanns

gemeldet wurde, so dass er ebenfalls noch fachgerecht untersucht

werden konnte.

Wohngebiet | Wiesbaden-Erbenheim | HTI-Bau / EHT-Bau

WAAF South – New Townhouse Construction Phase 1 /

Infrastructure Site Improvements

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde mit dem 1.

Spatenstich am 01. Dezember 2009 mit den Bauarbeiten zur

Erschließung des neuen Wohngebietes als Erweiterung des

bestehenden Army Airfield der US-Streitkräfte in Wiesbaden-

Erbenheim begonnen. In dem neuen Wohngebiet entstehen

326 Einfamilienhäuser für die Angestellten der US-Streitkräfte

und deren Familien. Die Aufgabe unseres Bauteams besteht in

der Durchführung der Infrastrukturmaßnahmen des Neubaugebietes

auf einer Fläche von 410.000 m². Neben der Verlegung

der Regenwasser- und Schmutzwasserkanäle, der Herstellung

der kompletten Trinkwasserversorgung, der Versorgung der

Häuser mit Strom und Telekomleitungen, der Tiefbauarbeiten

für die Verlegung der Fernwärmeleitungen, bis hin zu den Asphaltarbeiten

der Straßen und den Pflasterarbeiten der Gehwege

und Parkplätze, galt unsere besondere Aufmerksamkeit der Verlegung

eines neuen Regenwasserstauraumkanals aus Stahlbetonrohren

DN 2000 in einer Tiefe von max. 6,00 m. Mit größter

Sorgfalt und Präzision wurden die Stahlbetonrohre mit einem

Einzelgewicht von 10,5 t auf das vorgefertigte Betonauflager

verlegt. Die erschwerten Randbedingungen aufgrund der Rohrdimension,

der Grabentiefe und des anstehenden Grundwassers

erforderten zur Sicherung des Rohrgrabens den Einsatz

eines Gleitschienenverbaus. Auf der „grünen Wiese“ entstehen

Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt nur vorläufige Ergebnisse

der umfangreichen archäologischen Ausgrabung präsentiert

werden können, ist doch festzuhalten, dass sie für das Wissen

um unsere Vorgeschichte wichtige Erkenntnisse geliefert hat.

Marcus Jae, örtlicher Grabungsleiter.

auf diese Weise insgesamt 12 Wohnstraßen, die von der sogenannten

„Mainroad“ abgehen. Die Bauzeit ist bis Dezember

2011 vertraglich vereinbart, wobei die Verkürzung der 2-jährigen

Bauzeit weiterhin unser gemeinsames Ziel ist. Bisher konnten

bereits 4 Wohnstraßen qualitäts- und fristgerecht an unseren

Auftraggeber, das Hessische Baumanagement, übergeben

werden. Der Auftrag in Höhe von 9,35 Mio. Euro wird in einer

Arbeitsgemeinschaft von HERMANNS HTI-Bau Kassel und

HERMANNS EHT-Bau Erfurt ausgeführt. Unter Ausnutzung

des Standortvorteils und durch geschickte Akquise wurden mit

den Baumaßnahmen „Deponie Dyckerhoffbruch“ und „WAAF

Süd - Regenrückhaltebecken“ zwei weitere Aufträge an

HERMANNS in Wiesbaden erteilt. Durch die parallele Ausführung

der Baumaßnahmen ergeben sich insbesondere bei Personal-

und Geräteeinsatz sowie Material- und Bodenmanagement

Synergieeffekte, die es weiterhin zu nutzen und optimieren gilt.

Poliere: Uli Engelhard, Lutz Hinkel

Thorsten Kunze

Bildanmerkung:

Bild links: Übersicht WAAF-South mit Regenrückhaltebecken

(Quelle: www.jufo-architekten.de)


Logistikzentrum | Hann. Münden | HTI-Bau

Das Logistikzentrum in Hann. Münden stattet Polizisten, Mitarbeiter

von Justiz und Forstbehörden aus fünf Bundesländern

mit Ausrüstung und Bekleidung aus. Darüber hinaus beschaffen

die Logistiker den gesamten Bedarf der Niedersächsischen

Landesverwaltung - vom Bleistift bis zum Hubschrauber.

Allein bei der Bekleidung hält das Logistikzentrum rund 735

Artikel ständig vor. Monatlich verschicken die Mitarbeiter bis zu

10.000 Pakete.

Mit dem Bau von neuen Büro- und Lagerräumen entstand

durch die Vergrößerung der Nutzfläche der Platz für die gestiegenen

Aufträge.

Wir konnten zum Gelingen der Gesamtbaumaßnahme im Rahmen

des an uns erteilten Auftrages der Ausführung der Rohbauleistung

und der Erstellung der Außenanlagen beitragen.

Es entstand in einer Kernbauzeit von Anfang Februar bis

Anfang Juni ein 1700 m 2 großer Hallenanbau aus Stahlbetonfertigteilen,

in den sich weitere 400 m 2 Büroflächen auf zwei

Ebenen integrieren.

Bei der Ausführung der Gründungsarbeiten kamen uns die

Anfang des Jahres vorherrschenden tiefen Temperaturen

dahingehend entgegen, dass wir den Erdaushub und die Tieferführung

der Fundamente mittels Füllbeton in einer Frostperiode

23 | Die Brücke 2010

Neue Lagerflächen für das Logistikzentrum Niedersachsen

Kanalbauarbeiten | Kassel | HTI-Bau

Hauptsammler Nord — Karlshafener Straße

Um die Kanalbauarbeiten in Angriff nehmen zu können, musste

Schachtmeister Jörg Aschenbrenner mit seiner Kolonne erst

die in der Kanaltrasse liegende Wasserleitung der Städtischen

Werke Kassel auf einer Länge von 300 m verlegen. Nach der

Umverlegung der Hauptleitung und dem Umschließen aller

Hausleitungen, konnte mit den Kanalbauarbeiten begonnen

werden.

Der neu zu bauende Stahlbetonkanal DN 800 wird auf ca. 300

m Länge und in Tiefen bis 4,70 m hergestellt. Durch die räum-

ausführen konnten, was sich bei dem anstehenden Boden als

äußerst positiv erwies.

Als kombinierte Trag- Dämmschicht unter der Bodenplatte

wurde ein Aufbau aus 45 cm Basaltschotter plus 20 cm Glasschaumschotter

gewählt. Bei dieser Konstruktion konnte auf

weitere Dämmmaßnahmen unter der Bodenplatte verzichtet

werden.

In Köcherfundamente eingestellte Stahlbetonfertigteilstützen bilden

in Verbindung mit Doppel –T – Trägern die Tragkonstruktion

des Neubaus. Ergänzt wurde diese Bauweise in Teilbereichen

durch in zwischen die Stützen eingestellte Doppelfiligranelemente.

Die Decken im Bürobereich wurden mittels bewährter

Filligrandeckenelemente ausgeführt.

Parallel zur Erstellung des Rohbaus haben wir Abbruch- und

Umbauarbeiten innerhalb der vorhandenen Halle ausgeführt.

Diese Maßnahmen dienten der Erschließung der neu entstandenen

Hallen- und Büroflächen der Logistiker über die

Bestandsbebauung.

Die Baumaßnahme wurde durch uns – nach bauseitigen Ausbauleistungen

- Ende Oktober mit der Erstellung der Außenanlagen

abgeschlossen.

Ralf Strube

liche Nähe eines Postrohrkanals – auf kompletter Länge – mussten

wir den nicht standfesten Graben mit aufnehmen und neu

herstellen.

Bis zum Erscheinen der Zeitung sind wir in den Anschlussbereichen

des Kanals an das Nachfolgelos vorgedrungen und

hoffen, die Arbeiten bis zum Weihnachtsfest abschließen zu

können.

Hans-Werner Nicolai


24 | Die Brücke 2010

Modernisierung Firmenstandort Jordan | Kassel | HTI-Bau

Und weiter gings im neuen Jahr

Wie wir bereits in der Brücke des Jahres 2009 berichteten,

erhielten wir von der Firma Jordan GmbH & Co. KG im

Sommer des Vorjahres den Auftrag für die Ausführung von

Betonarbeiten für die Erstellung einer ca. 4.000 m² großen

Lagerhalle.

Nachdem die terminlichen Vorgaben der Bauherrschaft

hinsichtlich der Fertigstellung der Betonsohle erfüllt wurden,

konnte der Umzug von der alten baufälligen „Kurhessenhalle“

in die neue Halle fristgerecht Ende Dezember 2009

durchgeführt werden.

Somit waren alle Bedingungen erfüllt um die weiteren, zur

Modernisierung des kompletten Firmenstandortes notwendigen

Arbeiten auszuführen.

Hierfür erhielten wir vorab den Nachauftrag zum Abbruch

der Kurhessenhalle. Das in die Jahre gekommene Gebäude

musste in wesentlichen Teilen komplett abgebrochen

werden, da an gleicher Stelle ein weiterer Neubau einer

Hallenerweiterung geplant war. Lediglich im Bereich einer

in den Hallenbau integrierten Gastwirtschaft konnten nur

Teilbereiche abgebrochen werden.

Im Zuge des Abbruches mussten wir schnell feststellen,

dass die Baufälligkeit der Halle eine enorme Herausforderung

an die Baustellenmannschaft stellte, da ein falscher

„Handgriff“ mit den zum Einsatz gekommenen 35 to Baggern

den kompletten Einsturz der Halle zur Folge gehabt

hätte.

Außerdem musste über die komplette Bauzeit der uneingeschränkte

Betrieb der Gastwirtschaft – deren Dach ebenfalls

komplett entfernt wurde – sichergestellt werden.

Nach einigen kniffeligen Momenten und einem dauerhaften

Einsatz bei Schneefall und winterlichen Temperaturen war

der Abbruch Ende Februar 2010 geschafft.

Auch für den Großteil der dann weiterführenden Arbeiten

erhielten wir von der Familie Jordan den Auftrag.

Trotz noch immer winterlichen Temperaturen waren nun

umfangreiche An- und Umbauarbeiten zur Ertüchtigung und

Aufstockung der verbliebenen Gebäudereste notwendig.

Auch wurden in den folgenden Wochen die Gründungsmaßnahmen

für den zweiten Abschnitt der Hallenerweiterung

ausgeführt.

Außerdem erhielt ein Teil des kompletten Firmengeländes

ein neues Entwässerungssystem.

Die Erstellung der Stell- und Fahrflächen inkl. des bis zu

einer Stärke von 1,0 m notwendigen Bodenaustausches

wurde ebenfalls durch uns ausgeführt.

Hier einige Kennzahlen:

• 8.600 m³ Bodenaushub und Abfuhr

• 6.500 m³ Lieferung und Einbau von Schottermaterialen

verschiedener Güte

• 7.000 m² Fahr- und Stellflächen inkl. Unterbau und

Boden austausch

• 570 m Rohrleitung DN 500 – DN 100

• 1.500 m³ Beton C 25/30 und C 30/37

Die Arbeiten wurden von der Tatsache geprägt, dass alle

weiteren Gewerke, die direkt durch den Bauherrn beauftragt

waren, ebenfalls auf der Baustelle tätig waren. Denn

bereits in den noch winterlichen Monaten wurde Seitens

der Bauherrschaft ein großes Fest zur Eröffnung des neu

gestalteten Firmengeländes geplant und terminlich fixiert.

So kam es nicht selten dazu, dass die Baustellenmannschaft

bis 20.00 Uhr tätig war. Auch Samstage mit Arbeitszeiten

bis 16.00 Uhr waren in den „heißen“ Wochen keine

Seltenheit.

Insbesondere die Ertüchtigung und die Aufstockung der in

Betrieb befindlichen Gastwirtschaft stellten hierbei hohe

Herausforderungen an Improvisationstalent und Engagement

der Mannschaft um Matthias Bust. Für dieses Engagement

möchte sich der Unterzeichner an dieser vielmals

bedanken.

Auch für den dauerhaften Einsatz und das unermüdliche

Engagement des Architekten Herrn Beißner und seines Mitarbeiters

Herrn Straube möchten wir uns an dieser Stelle

vielmals bedanken. Ohne die schnellen und praktikablen

Entscheidungen wäre die rechtzeitige Umsetzung vor Ort

nicht möglich gewesen.

Mit einer terminlichen Punktlandung konnte nach einer

Bauzeit von weniger als 2,5 Monaten nach Fertigstellung

der Abbrucharbeiten die feierliche Eröffnung des komplett

neu gestalteten Standortes der Fa. Jordan am 08. Mai 2010

stattfinden.

Neben den prominenten Größen aus Wirtschaft und Politik

waren auch mehrere Weltmeister und Olympiasieger der

Sportförderung für Wintersport der Fa. Jordan anwesend.

Wir bedanken und vielmals bei der Familie Jordan für das

entgegen gebrachte Vertrauen und wünschen weiterhin viel

Erfolg am alten und neuen Standort Kassel.

Bernd Nordheim


HMS-Bau

Ein gutes Jahr trotz Startschwierigkeiten

Es war für die HMS ein ungewöhnlicher Start in das Jahr 2010.

Der Auftragsbestand war gering und der sonst übliche und zu

erwartende Auftragszugang blieb trotz größter akquisitorischer

Anstrengungen aus.

Innerhalb des 2. Quartals trat eine leichte Besserung der Auftragssituation

ein, doch erst im Juli gelang der Durchbruch.

Nach schwierigen Verhandlungen erhielten wir den Auftrag zur

Erstellung eines Holiday-Inn Express-Hotels innerhalb eines

bestehenden Gebäudes in Frankfurt/Main. Weitere beachtliche

Auftragszuwächse konnten wir im letzten Halbjahr verzeichnen.

Die Anstrengungen hatten sich gelohnt, die geplanten Umsatzkennziffern

wurden erreicht.

Für das zielgerichtete Engagement möchte ich mich beim

gesamten HMS-Team herzlich bedanken. Für die bevorstehenden

Festtage sowie für das Jahr 2011 wünsche ich alles Gute.

Klaus Eisfeld

Umbau und Modernisierung | Kassel | HMS-Bau

25 | Die Brücke 2010

Von der Genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaft

(GWG) in Kassel wurde die HMS mit der Errichtung mehrer

Garagen sowie Stellplätzen für zwei Mehrfamilienwohnhäuser

in Sandershausen beauftragt. Eine zunächst angedachte Zweitnutzung,

durch Umsetzung älterer Garagen, erwies sich als

unwirtschaftlich. Aus diesem Grund wurden drei neue Fertigteilgaragen

und gepflasterte Stellplätze beauftragt und realisiert.

Ziel ist es, mehr Mietern eine überdachte Parkmöglichkeit zu

bieten. Die Baumaßnahme wurde im Mai 2010 begonnen und

im Juli mit verschiedenen Sonderwünschen abschließend fertig

gestellt.

Wir bedanken uns bei Frau Wagner für die konstruktive und

freundliche Zusammenarbeit.

Auftraggeber u. Planer: GWG, Kassel

Polier: Axel Sliwinski

SMA boomt und wir konnten partizipieren

Garagen und Stellplätze | Kassel | HMS-Bau

Garagenanlage und Stellplatz

Ulf Wissemann

Nachdem wir für SMA das Gebäude 62 im Frühjahr fertig

gestellt hatten, erhielten wir zu Jahresanfang einen weiteren

Auftrag zur Umgestaltung des Gebäudes 24 zu einer Betriebskantine.

Wir wurden mit den Abbruch- und Rohbauarbeiten beauftragt,

die im Frühjahr/Sommer termingerecht ausgeführt wurden.

Es wurden u. A. im Bestand im zukünftigen Kantinenbereich die

Grundleitungen neu hergestellt. Hierfür musste die Bodenplatte

geöffnet werden, um die neuen Ent- und Versorgungsleitungen

verlegen zu können. Zudem wurden Fassadenteile zurückgebaut

und ergänzt.

Weiter wurde das Gebäude 10 modernisiert um neue Büroflächen

zu schaffen. Es wurden Wände abgebrochen, neue GK-

Wände eingezogen und gestrichen.

Bauherr: SMA Solar Technology AG, vertr. d. Herrn Horn

(Geb. 24) / Frau Lackemann (Geb. 10)

Planung Gebäude 24: Arch.-Büro G. Meier, Herr Schulz

Reiner Eisfeld


26 | Die Brücke 2010

Umbau, Sanierung und Modernisierung | Melsungen | HMS-Bau

B. Braun Melsungen

Werk P, LIFE, Pfieffewiesen

Die B. Braun Melsungen AG gehört zu den größten Unternehmen

auf dem weltweiten Gesundheitsmarkt.

Das Werk P ist der größte Produktionsstandort in Melsungen.

Im Gebäude der zentralen Energieversorgung, Bereich Kälte

und Pressluft, musste für den Fall einer Leckage im Bereich von

Verdichtern mit Ammoniak eine bauliche Trennung zur Drucklufterzeugung

und Aufbereitung vorgenommen werden. Die Trennung

sollte durch eine luftdichte Trockenbauwand erfolgen.

Die Schwierigkeit bei dieser Aufgabe bestand darin, dass eine

Vielzahl von Rohrdurchdringungen erstellt und abgedichtet

werden mussten. Abseits der Verkehrsfläche befinden sich

in dieser Halle eine unvorstellbare Anzahl von Rohrleitungen

mit Durchmessern von 20 mm bis zu 500 mm und diverse

Kabeltrassen. Diese Leitungen mussten hierbei in einer Höhe

von fast 6,00 m an der Durchdringung mit der Trockenbauwand

dicht angeschlossen werden. Ein spezielles Kraftwerksgerüst

musste hierzu aufgebaut werden, um in allen Bereichen sicher

arbeiten zu können. Ein Fehler in diesem Bereich des Werkes

hätte unter Umständen die gesamte Produktion zum Stillstand

bringen können.

Diese Arbeiten wurden mit drei Wochen reiner Bauzeit Anfang

Oktober abgeschlossen.

Auftraggeber: B. Braun, Melsungen

Bauleitung AG: Herr Maloschek

Ulf Wissemann

Bildanmerkung:

Bild rechts: Gebäudekomplex „Werk S“ vor Sanierung und

Modernisierung

Werk S, Stadtwaldpark, Haus 6 und 7

Sehr idyllisch gelegen, findet man das sogenannte „Werk S“ im

Stadtwald über Melsungen.

Hier befinden sich u. A. Schulungsräume der B. Braun AG.

Dieser zumeist in den 1960er Jahren entstandene Gebäudekomplex

wird in Abschnitten saniert und modernisiert. An den

Häusern 6 + 7 wurden Fenster-, Dach-, Schreiner-, Heizung/

Sanitär- und Pflasterarbeiten durch HMS ausgeführt. Ziel dieser

Maßnahmen war nicht nur die technische Verbesserung,

sondern auch die Repräsentativität dieser beiden Gebäude zu

erhöhen.

Wir möchten Herrn Maloschek für die gute Zusammenarbeit

danken.

Auftraggeber: B. Braun, Melsungen

Bauleitung AG: Herr Maloschek

Ulf Wissemann


Umbau und Sanierung | Kassel | HMS-Bau

Fraunhoferstraße 42

Die Fraunhoferstraße, in der Kassler Nordstadt gelegen,

besteht aus einem Ensemble denkmalgeschützter Gebäude.

Die privaten Auftraggeber haben die HMS mit einem umfassenden

Umbau und die Sanierung dieses ehemaligen Zweifamilien-Reihenhauses

beauftragt.

Alle Geschosse werden in ihrer Raumaufteilung verändert

und zur Einfamilienhausnutzung umorientiert. Die gesamten

Installationen werden von Grund auf neu erstellt. Die Gebäudeaußenhülle

bleibt jedoch, bis auf die bodentiefen Fensterelemente,

zur Gartenseite unverändert.

Eine umfassende statische Überprüfung des Tragwerks wurde

durchgeführt, um die innere Aufteilung ändern zu können. Das

Projektende ist für Dezember 2010 Jahres geplant.

Auftraggeber: Eheleute Grabowski, München

Architekt: Rüppel und Partner, Freie Architekten und Ingenieure

Polier: Axel Sliwinski

Ulf Wissemann

Holiday Inn Express Hotel | Frankfurt/Main | HMS-Bau

Hotel am Frankfurter City-Bahnhof

Für die Ilse Bau und Planung GmbH aus Düsseldorf bauen wir

im Zeitraum August 2010 bis März 2011 ein ehemals als Büro-

und Restaurationsgebäude genutztes Haus zum Hotel um. Das

aus einem Untergeschoss und 6 Obergeschossen bestehende

Gebäude wurde bauseitig im UG sowie in den Geschossen EG

und 1 – 4 komplett entkernt. Es wird in Teilbereichen des Untergeschosses

sowie in der 5. Etage für Wohnzwecke genutzt. In

einem Teilbereich des EG befindet sich ein Wettbüro, das erhal-

Sanierung | Kassel | HMS-Bau

27 | Die Brücke 2010

Revitalisierung einer Gewerbehalle

Für die neue Nutzung einer Gewerbehalle zwischen Sandershausen

und Bettenhausen in Kassel wurde eine Sanierung notwendig.

Diese - zukünftig für Druckerzeugnisse genutzte Halle

- erforderte eine gleichmäßigere Beheizung als es bei einer

Lagerhalle notwendig war. Für den Druck, die Bindung und die

Konfektionierung wird eine gleichbleibende Innentemperatur

benötigt. Der vorh. Fernwärmeanschluss reichte in der vorliegenden

Dimensionierung nicht aus. Aus diesem Grund wurden

eine zusätzliche Gasbrennwertheizung sowie entsprechende

Heizflächen für die Hallenbeheizung eingebaut. Darüber

hinaus mussten für die größere Anzahl an Mitarbeitern sanitäre

Einrichtungen geschaffen werden. Schon während der Sanierung

lief bereits die Produktion der Druckerzeugnisse an. Die

Leistungen der HMS waren Anfang Oktober, nach vierwöchiger

Bauzeit, abgeschlossen.

Wir bedanken uns für die Beauftragung und die freundliche

Zusammenarbeit.

Bauherr: Printmedia Logistics, Herr Gürcan und Herr Hoffmann

Ulf Wissemann

ten wird. Das Gebäude teilt sich in einen zentralen Kern mit

Treppenhäusern und Aufzugschächten und drei Gebäudeflügeln

auf. Die Grundfläche pro Etage beträgt rund 1.400 qm, die sich

nach Fertigstellung der Ausbauten in 116 Gästezimmer, Haustechnik-

und Besprechungsräume, Lager- und Wäscheräume

sowie Büro, Küchen und Restaurationsbereiche aufgliedern. Bis

auf die Möblierung sowie die Verlegung textiler Bodenbeläge

werden die Leistungen schlüsselfertig durch uns erbracht. Infolge

der kurzen Bauzeit wird allen an der Maßnahme Beteiligten,

insbesondere den ausführenden Firmen, eine Menge abverlangt.

Zur Festlegung der Ausbaudetails wurde ein Musterzimmer

mit fertiggestelltem Bad in Betrieb genommen inklusive des

Elektroausbaus (Keycard etc.) und Anfang Oktober bemustert

und mit kleinen Änderungen als Prototyp für die noch zu erstellenden

Gästezimmer freigegeben. Neben der kurzen Bauzeit,

stellt auch der Gebäudestandort in der Frankfurter City hohe

Anforderungen an die Logistik der Baustelle.

Wir bedanken uns bei allen am Projekt Beteiligten für die engagierte

und stets konstruktive Zusammenarbeit, ohne die ein

solcher Umbau in kürzester Zeit nicht möglich wäre.

AG: Ilse Bau und Planen GmbH, Düsseldorf

Generalplanung/Architekt: MPP Meding Plan + Projekt GmbH,

Hamburg

Artur Derix


28 | Die Brücke 2010

Sanierung | Kassel | HMS-Bau

Sanierung nach Wohnungsbrand

Im Frühjahr dieses Jahres wurden wir von der WEG-Kirchweg

31, vertreten durch die HERMANNS HTI-Bau GmbH u. Co. KG,

mit der Sanierung und Instandsetzung des Brandschadens der

Wohnung Stern beauftragt.

Die Durchführung der erforderlichen Maßnahmen erfolgte in

enger Zusammenarbeit mit Frau Riedl, HTI-Hausverwaltung.

Mit der Brandschadensanierung in dieser Größenordnung hatten

wir Neuland betreten. Die Sanierung der Wohnung und die

Instandsetzung des Inventars wurden nach Abstimmung mit der

Wohnungseigentümerin zügig durchgeführt.

Es musste viel Zeit aufgewendet werden, das Inventar zu sichten,

zu reinigen und zu verpacken, um es nach erfolgter Sanierung

der Eigentümerin in gebrauchsfähigen Zustand zu übergeben.

Es wurde hierbei neben dem „normalen“ Inventar, ebenso

wertvolle Gemälde, wie auch ein antiker Flügel, sowie andere

Antiquitäten restauriert.

Die Wohnung musste fast komplett entkernt und neu aufgebaut

werden, um den Brandschaden zu beseitigen. Hierbei wurden

Messungen von dem Büro Blei vor und nach der Sanierung

durchgeführt.

Die Arbeiten konnten zur Zufriedenheit aller Beteiligten abgewickelt

und die Wohnung der Eigentümerin übergeben werden.

Bauherr: WEG-Kirchweg, vertr. d. die HERMANNS HTI Bau

GmbH u. Co. KG, Hausverwaltung

Reiner Eisfeld

Kinderschutzhaus | Kassel | HMS-Bau

Kindgerechtes Wohnen

geschaffen

Im Zeitraum Dezember 2009 bis August 2010 haben wir im Auftrag

des Dt. Kinderschutzbundes, vertreten durch die Präsidentin

der Kasseler Niederlassung, Frau Regina Primus, ein den

Anforderungen nicht genügendes Bestandsgebäude entkernt,

mit einem Anbau versehen und das Haus schlüsselfertig um-

und ausgebaut.

Nachdem der strenge Winter nur Rückbauarbeiten zuließ,

wurden die Gründungs- und Rohbauarbeiten im Frühjahr mit

Nachdruck begonnen und von unseren Mitarbeitern, Herr Axel

Herbrich und Herr Axel Sliwinski, in kurzer Zeit und bester Qualität

rechtzeitig für die anlaufenden Ausbauarbeiten im Mai fertig

gestellt.

Beim Ausbau wurde besonderer Wert auf den Brandschutz

sowie auf die besonderen Belange für die Nutzung als Kinderheim

gelegt.

Unter Federführung von Herrn Suhr (Suhr Projektmanagement)

wurde ein Farbkonzept erstellt und in Zusammenarbeit mit den

Mitarbeitern des Kinderschutzbundes viel Wert auf die kindgerechte

Detailplanung gelegt.

In diesem Zusammenhang muss die umsichtige und das Projekt

stets vorantreibende gute Zusammenarbeit mit Frau Primus

erwähnt werden, die für das Gelingen des Projektes unerlässlich

war.

Im August konnte das Gebäude seiner Nutzung zugeführt und

an den Kinderschutzbund übergeben werden.

In diesem Zusammenhang dürfen wir uns für die anerkennenden

Worte von Seiten des Bauherren herzlich bedanken.

AG: Dt. Kinderschutzbund Kassel

Ausführungsplanung: Suhr Projektmanagement

Statik: Ing.-Büro Klute & Klute

Polier HMS: Herr Axel Herbrich

Artur Derix


City-Galerie | Siegen | HMS-Bau

Umstrukturierung der ehemaligen Kauflandflächen

Bedingt durch unsere guten Geschäftsbeziehungen zur ECE

Hamburg, getragen auch durch die erfolgreiche und termingerechte

Übergabe des Umbaus beim City Point in Kassel für die

ECE, erhielten wir im Juni 2010 den Auftrag als GU für Rohbau-

und Ausbauarbeiten an der City-Galerie Siegen.

Die ehemalige Kauflandfläche musste, bedingt durch deren

Auszug, für neue Mieter umstrukturiert werden. Es wurden

vorhandene Mauerwerkswände abgebrochen und neue Mietertrennwände

und Fluchtwege gebaut.

Für den Mieter Saturn wurden im UG in der Warenannahme

Betonrampen abgebrochen, um die Verkaufsflächen zu erweitern.

Es wurde ein neues Treppenhaus mit einem Lastenaufzug

eingebaut, so dass die Maurer und Stahlbetonarbeiten einen

großen Part ausmachten.

In diesem Bereich mussten nicht mehr benötigte Fahrtreppen

demontiert und Stahlbetondecken einschließlich der Unterzüge

abgebrochen werden.

Einen ebenso großen Raum nahmen die Brandschutzertüchtigungsarbeiten

ein. Hier musste - nach dem Mieterrückbau - auf

neue Erkenntnisse in der Baukonstruktion reagiert werden.

Modernisierung | Kassel | HMS-Bau

Modernisierung von Mietwohnungen

Im Februar 2010 erhielten wir den Auftrag von Herrn und Frau

Dr. Lugan eine Wohnung in der Akademiestraße 5 zu modernisieren.

Es wurde der Sanitärbereich von uns komplett umgeplant

und neugestaltet. Die Beheizung der Wohnung wurde von

Einzelöfen auf eine moderne Gasthermenheizung umgestellt.

Ebenso wurde die Elektrik auf den neusten technischen Stand

gebracht. Das Bad und die Küche bekamen moderne Fliesenbeläge

und alle übrigen Fußböden wurden mit Laminat neu

aufgebaut.

Die Leistungen wurden innerhalb eines sehr kurzen Zeitfensters

zur Zufriedenheit der Bauherren realisiert.

29 | Die Brücke 2010

Der enge Terminplan für die einzelnen Mieterübergaben konnten

trotz einigen zusätzlichen Nachbeauftragungen alle eingehalten

werden.

Die gesamte Leistung wurde durch uns koordiniert und über

einen SiGeKo überwacht.

Innerhalb der Bauzeit konnten wir immer im Centermanagement,

hier sind Herr Dittrich und Herr Rauschendorf zu nennen,

einen kompetenten Ansprechpartner für unser Fragen und Probleme

finden. Es wurde immer eine für beide Seiten tragbare

Lösung gefunden, um die Arbeiten im Bestand mit möglichst

wenigen Störungen für den laufenden Betrieb zu erreichen.

Die Projektleiterin der ECE, Frau Krah, reagierte steht’s umgehend

auf neue Anforderungen und Erkenntnisse innerhalb der

Umbauleistungen. Es wurden zusätzliche Leistungen kurzfristig

besprochen und beauftragt, was erheblich zu der Einhaltung

des eng gesteckten Terminplans beitrug.

Bauherr: City-Galerie Wieland KG

Planung/Projektleitung: ECE Hamburg, vertreten von Frau Krah

Reiner Eisfeld

Diese Zufriedenheit über unsere Leistungsfähigkeit drückte

sich in neuen Aufträgen für weitere Modernisierungen von Wohnungen

aus.

So haben wir die Modernisierung einer Wohnung im Steinweg

10 bereits fertiggestellt und gerade mit Modernisierungsarbeiten

in zwei Wohnungen in der Akademiestraße 5 + 7 begonnen.

Bauherren: Ehepaar Lugan

Reiner Eisfeld


30 | Die Brücke 2010

Umbau und Sanierung | Hann. Münden | HMS-Bau

Historisches Fachwerkhaus

Mit der Beauftragung durch eine private Auftraggeberin wurde

der HMS ein anspruchsvoller Auftrag im denkmalgeschützten

Bestand zu Teil. Das historische Gebäude wurde im 17. Jahrhundert

errichtet. Dieses in Ständerbauweise erbaute Haus

hat, wie in dieser Zeit typisch, stockwerksweise auskragende

Geschosse. Die Gründung erfolgte über einen vermutlich noch

älteren Gewölbekeller aus Sandsteinen.

Ziel des Umbaus ist die komfortablere Erschließung der

Geschosse. Darüber hinaus soll die Wohnfläche erhöht werden.

Die Erschließung ist zukünftig über einen massiven Treppenhauskern

mit Aufzug bequem möglich. Der attraktive Entwurf

des Planungsbüros BAS aus Kassel sieht für den hofseitigen

Seitenflügel zwei Dachterrassen vor.

Die HMS wurde mit den Abbruch-, Mauer-, Stahlbeton- und

Dachdeckerarbeiten beauftragt.

Als anspruchsvoll und schwierig erwies sich die neue Gründung

des Treppenhaus-/Aufzugkerns im Bereich des teilweise abgebrochenen

Gewölbekellers. Immer wieder traten unvorhersehbare

Unregelmäßigkeiten in der Konstruktion auf, die entsprechende

Planänderungen notwendig machten, wodurch sich die

Bauzeit verlängerte

Baubeginn war im Mai 2010 und die Fertigstellung unserer Leistung

wird voraussichtlich Anfang 2011 sein.

Auftraggeberin: Gabriele Mundt, Hann. Münden, vertr. d. Herrn

Spanholtz

Bauplanung: BAS, Kassel

Ulf Wissemann

Kleinbaustellen | HMS-Bau

Kleinbaustellen

Im Berichtszeitraum wurden neben vielen Kleinaufträgen folgende

interessante Arbeiten ausgeführt:

• Sanierung einer Tiefgaragen-Zufahrtsrampe der Kasseler

Sparkasse

• Sanierungs- und Abdichtungsarbeiten in einer Tiefgarage am

Friedrichsplatz

• Sanierung eines Wasserschadens eines Ledergeschäftes in

der Kasseler City

• Commerzbank, Einbau eines Stahlträgers sowie die Sanierung

eines Stahlbetonüberzuges

• SMA, Herstellen mehrer Trockenbauwände, Türen und Durchbrüche

• Kasseler Sparkasse, verschiedene Sanierungsmaßnahmen

an Wohnimmobilien an mehren Standorten

• Frankonia Vermögensverwaltungsgesellschaft, Sanierung

einer Parkplatzfläche an einem KIK/ALDI-Markt

• REWE, Reparaturarbeiten an diversen REWE-Märkten im

Großraum Kassel

• Einhorn-Apotheke, Kassel, bautechnische Verbesserungen

an der Eingangsanlage

Wie immer bedanken wir uns bei unseren Auftraggebern für Ihr

Vertrauen und bei unseren Mitarbeitern sowie den eingesetzten

Nachunternehmern für die gute Zusammenarbeit, auf deren

Fortsetzung im Jahr 2011 wir uns freuen.

Ulf Wissemann

Artur Derix


Kanal- und Straßenbau | Franfurt/Main | EHT-Bau / HTI-Bau

Baumaßnahme Riedberg 11 BA

Bei der durchzuführenden Baumaßnahme in Frankfurt a. M.

handelt es sich um eine Teilmaßnahme der Entwicklungsmaßnahme

Riedberg – eine Erschließung eines Wohngebietes. Das

Bebauungsgebiet Riedberg liegt im Nordwesten von Frankfurt/

Main und umfasst eine Gesamtbruttobaulandfläche von 266 ha

und ist damit eines der größten städtebaulichen Vorhaben in

Deutschland. Bis zum Jahr 2017 werden dort 15.000 Menschen

in ca. 6000 Wohneinheiten leben. Die Lage des Erschließungsbereiches

erstreckt sich von der BAB 5 / L 3004 im Westen bis

zum Stadtteil Kalbach im Osten, von der Landesstraße L 3019

im Norden bis zur Marie Curie Straße im Süden. Wir wurden als

Arbeitsgemeinschaft HTI und EHT für die Lose Kanalbauarbeiten

und Straßenbau für den 11. Bauabschnitt beauftragt:

1. Kanalbauarbeiten einschl. Sonderbauwerke

• ca. 5.050 m Steinzeugrohrkanal DN 300 bis DN 600 verlegen

• ca. 40 m Stahlbetonrohr DN 700 und DN 800

• ca. 2.350 m Steinzeugrohrkanal DN 150 verlegen

Tank- und Rastanlage | Sangerhausen | EHT-Bau

Am 23.07.2010 erhielten wir die Beauftragung für die Erschließungsarbeiten

der geplanten Raststätten Rohnetal Nord

und Süd bei Sangerhausen an der neuen Autobahn A38

Leipzig-Göttingen. Die Bauzeit für den Leistungsumfang von

ca. 276.000,00 € netto wurde vom 04.08.2010 bis 17.09.2010

vorgegeben. In dieser Zeit sollte ein Abwasserkanal DN 250

aus PP-Rohr von 475 m, eine 590 m lange Trinkwasserleitung

aus HDPE-Rohr DA 110 mm und 100 m DA 90mm, ein Wasserzählerschacht

aus HDPE DN 1800 mm, ca. 100 m Trinkwasser-

Hausanschlussleitungen HDPE DA 63 mm und ca. 400 m

Kabelgräben zur Elektroversorgung der beiden Tank- und Rastanlagen

hergestellt werden. Außerdem sollten die im Rahmen

des Autobahnbaues bereits verlegten 250 m Kanäle gereinigt,

mit einer Kamera befahren und auf Dichtigkeit geprüft werden.

Eine 850 m lange ebenfalls in dieser Zeit verlegte Trinkwasserleitung

aus HDPE DA 90 sollte gereinigt, abgedrückt und

desinfiziert werden. Der Auftrag kam etwas überraschend, da

wir bei der Submission nicht auf dem ersten Platz lagen. Kurz

vor Baubeginn wurde die Leistung erweitert. Für den Telefonanschluss

sollten noch teilweise parallel zum Kanal und zur

31 | Die Brücke 2010

• Die Kanaltiefen unter GOK (Sohle) betragen ca. 1,85 m bis

4,39 m. Ca. 119 Stück GFK- und Stahlbetonfertigteilschächte

DN 1000 bis DN 2000 werden versetzt. Die Schachttiefen

unter GOK (Sohle) liegen in einer Tiefe von ca. 1,85 m bis

4,39 m.

• Das Entwässerungssystem im gesamten Erschließungsgebiet

ist überwiegend als Trennsystem ausgelegt. Für den

Schmutzwasserkanal kommen ausnahmslos Steinzeugrohre

DN 300 zum Einsatz.

• Für den Regenwasserkanal kommen Steinzeugrohre DN 300

bis DN 600 und Stahlbetonrohre DN 700 und DN 800 zum

Einsatz.

• Es kommen z. T. Stufengräben im Regelachsabstand zum

Einsatz.

• Die Schachtbauwerke sind als Fertigteilschächte DN 1000 bis

DN 2000 aus Beton und DN 1000 bis DN 1200 als Kombinationsschächte

aus GFK/Beton projektiert.

2. Straßenbau:

• Die herzustellenden Straßen einschließlich der Gehwege sind

insgesamt ca. 2750 m lang und zwischen 3,50 m und

18,20 m breit. Die Fahrbahnen im gesamten Erschließungsgebiet

werden endgültig mit Asphaltdeckschichten hergestellt

und die Gehwege gepflastert.

Die Baumaßnahmen begannen im Juni 2010 unter Leitung der

Poliere Ralf Remus und Harald Reinhardt, verstärkt ab September

2010 durch Lutz Hinkel und werden voraussichtlich bis Ende

November 2011 beendet werden.

Torsten Hill

Tank- und Rastanlage Rohnetal Nord und Süd, Erschließung

Trink- und Abwasser

Wasserleitung bzw. zum Kabelgraben für die Elektroversorgung

noch ca. 2 Kabelschutzrohre DA 50 mm auf einer Länge von

1300 m mitverlegt werden. Die Trink- und Abwasserwasserleitung

wurden vom Polier Herrn Stoof , einem Rohrleger und

einem Baggerfahrer in einen unbefestigten Feldweg verlegt. Die

Hausanschlussleitungen für Trinkwasser und teilweise Kabelgräben

wurden auf der Baustelle der Tank- und Rastanlage

bei Baustellenhochbetrieb mit vielen SUB- Unternehmen und

beengter Baufreiheit hergestellt. Der Großteil der Kabelgräben

verlief über den für die Öffentlichkeit freigegebenen Parkplatz.

Im Rahmen der Kabelgrabenherstellung mussten mehrere

Fahrbahnen unterirdisch mit Schutzrohrverlegung untergequert

werden. Die Querung der Autobahn war besonders schwierig,

da die bereits verlegten Schutzrohre in bis zu 7 m Tiefe dicht

neben der Autobahn, mit einem Grundwasserstand von 4 m,

freigelegt und dann noch das Elektrokabel eingezogen werden

musste. Durch die Zusatzleistungen und die nicht vorhersehbaren

Erschwernisse verlängerte sich die Bauzeit um 9 Wochen.

Roland Michel


32 | Die Brücke 2010

Abwasserleitung | Hattendorf | EHT-Bau

Umverlegung Abwasserleitung

für Kali und Salz

Seit dem 15. November 2010 arbeiten die Männer um Polier

Karsten Rudolph auf dem Gelände der K+S Kali GmbH Werk

Werra, Standort Hattorf in Philippsthal.

Unsere Aufgabe ist es, einen neuen Abwasserkanal aus PE-HD

Rohren, DA 800 x 58,8 einschließlich Nebenleitungen sowie

aus PE-HD Rohren, DA 710 x 64,50 einschließlich Nebenleitungen

zu verlegen. Die Gesamtlänge des Hauptkanals beträgt

230 m und alle Rohrverbindungen werden geschweißt.

Die Rohrleitungen werden in einer Tiefe von 2,70 m bis 5,70 m

verlegt. Es werden 10 Stck. Schachtbauwerke in den Durchmessern

von 1,20 m bis 2,00 m gesetzt und mit den PE-Rohrleitungen

verschweißt. Die Verlegung des Kanals muss bis zum

23.12.2010 erfolgen. In der Zeit vom 24.12.2010 bis 03.01.11

ruht die Kaliproduktion im Werk Hattorf. Es ist unsere Aufgabe,

den neuen Kanal an 3 Umbindepunkten in der Zeit vom 27.12.

bis 30.12.2010 an die bestehenden Produktionsanlagen anzubinden,

damit die Produktion und damit die schadlose Ableitung

des Kühlwassers am 03.01.2011 wieder aufgenommen werden

kann.

Ein harter Termin für die Mannschaft um Polier Karsten Rudolph.

Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt, denn PE-HD-Schweißarbeiten

sind sehr witterungsabhängig. Auch die Materialbereitstellung

ist nicht unproblematisch, insbesondere die zeitnahe

Bereitstellung der PE-HD Schweißmuffen. Die Männer auf der

Baustelle sind gut motiviert und werden alles geben, die gestellten

Termine einzuhalten.

Peter Schäfer

Zusammenfassung Baustellen | Rotus Kassel

Das Jahr 2010 im Überblick

Im Jahr 2010 konnten wir uns, wie bereits im Vorjahr, nicht über

Beschäftigungsmangel beschweren. Nach dem Ende des Winters

konnten wir im März die Arbeiten an den noch nicht fertig

gestellten Baumaßnahmen des Vorjahres wieder aufnehmen.

Dies war zum Einen die Fernwärmetransportleitung DN 300 in

Großkrotzenburg mit diversen Anbindungen an das bestehende

Netz, Netzverdichtungen sowie zahlreichen Hausanschlüssen.

Bei den Stadtwerken Neumünster wurde die Verlegung der

Fernwärme-Ringleitung DN 500 wieder aufgenommen. Im Jahr

2009 hatten wir bereits ca. 1.850 Meter Trasse mit den dazugehörigen

Abzweigleitungen von DN 25 bis DN 350 fertig gestellt.

In Wächtersbach konnten die Arbeiten am Fernwärmenetz im

Stadtbereich weiter fortgeführt werden. Hierbei handelte es sich

hauptsächlich um Verteilleitungen und Hausanschlüsse.

Unabhängig von den noch auszuführenden Folgearbeiten aus

dem Vorjahr gelang es uns im ersten Quartal eine Vielzahl von

Fernwärmeprojekten unterschiedlicher Größenordnung, im

gesamten westlichen Bundesgebiet verteilt, zu akquirieren. Die

Aufträge kamen, wie schon in den vergangenen Jahren, sowohl

von den klassischen Energieversorgern, wie z. B. Vattenfall,

E.ON, Evonik usw., als auch von diversen Stadtwerken und verschiedenen

Gesellschaften aus dem Bereich der Bioenergieerzeugung

und –verteilung. Erfreulicherweise ist es uns gelungen,

in einigen Regionen mehrere Aufträge zu erkämpfen, um so

den Arbeitskräfte- und Maschineneinsatz rationeller gestalten

zu können.

Ein regionaler Schwerpunkt unserer Tätigkeiten liegt im

Südhessischen - in Wächtersbach, Großkrotzenburg, Hanau,

Wiesbaden, Riedstadt und Mainz – ein Zweiter im Raum

Hannover und Langenhagen und der Dritte im Norden

Deutschlands – in Kiel, Neumünster, Hamburg und Neuhof/

Neuenkirchen. Der Nahbereich umfasste Aufträge in Kassel,

Witzenhausen, Somplar, Stadtallendorf, Josbach, Allendorf/

Eder, Fritzlar, Baunatal, Bad Arolsen und Brilon. Die Aufträge

in Stetten am kalten Markt, Essen, Gummersbach, Werl und

Grüsselbach/Rhön mussten als singuläre Einsatzgebiete abge-


Zusammenfassung Baustellen | Rotus Kassel

wickelt werden. Diese Verteilung von Einsatzgebieten mit sehr

unterschiedlichen Personalanforderungen war wieder mal eine

große Herausforderung an die Logistik.

Zwei sehr anspruchsvolle Maßnahmen waren und sind noch

die Aufträge im Stadtgebiet von Hamburg, die wir beide in

Arbeitsgemeinschaft mit der Firma Michel Bau aus Neumünster

ausführen:

1. Fernwärmeverbund Ost / Hohenhorst-Fuchsbergredder

für die E.ON Hanse

Die E.ON Hanse Wärme GmbH hat im Januar dieses Jahres

eine Fernwärmetransportleitung DN 250/DN 300 mit einer

Trassenlänge von ca. 6.000 Metern, aufgeteilt in fünf Lose, ausgeschrieben.

Da es sich um eine funktionale Ausschreibung

handelte, war es unerlässlich die Oberflächen im Bereich der

vorgesehenen Trasse zu begutachten. Auf Grund der großen

Schneemengen in Norddeutschland zu dieser Zeit wurde der

Abgabetermin auf Mitte März verschoben. Die einzelnen Lose

hatten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade der Trassenführung,

die sowohl durch landwirtschaftlich genutzte Flächen und

in Wirtschaftswegen als auch auf Hauptverkehrsstraßen und

unter einer Autobahn hindurch führt. Den Zuschlag erhielten wir

schließlich für die zwei schwierigsten Lose mit einer Trassenlänge

von insgesamt 2.200 Metern.

Nachdem umfangreiche Vorbereitungen und Genehmigungen

für die Verkehrslenkung und die damit verbundenen Straßensperrungen

durchgeführt waren, konnten die Arbeiten Anfang

Juni aufgenommen werden. Der reibungslose Bauablauf,

bedingt durch die mittlerweile in mehreren großen Fernwärmeprojekten

erworbene Routine in der Zusammenarbeit zwischen

uns und den Mitarbeitern der Firma Michel Bau, hatte zur Folge,

dass die Rohrverlegearbeiten der Haupttrasse im Oktober noch

vor dem vereinbarten Fertigstellungstermin abgeschlossen

waren. Zur Zeit finden noch Einbindearbeiten in zwei an der

Versorgungstrasse liegenden Heizzentralen statt, die aber noch

im November abgeschlossen werden.

33 | Die Brücke 2010

2. Fernwärmetransportleitung Spange Horn für die Vattenfall

Einen weiteren Großauftrag konnten wir gemeinsam mit der

Firma Michel Bau bei der Vattenfall Europa Wärme AG nach

einem äußerst aufwendigen Bewerbungsverfahren und hartem

Wettbewerb gegen die bei der Vattenfall bereits etablierten

Mitbewerber gewinnen. Bei diesem Projekt, der sogenannten

„Spange Horn“, handelt es sich um die Planung und den Bau

einer Fernwärmetransportleitung DN 400 mit einer Trassenlänge

von ca. 200 Metern, mehreren Schachtbauwerken, einen

Abschnitt als Brückenleitung an einer bestehenden Straßenbrücke

sowie die Erstellung einer ca. 80 Meter langen Rohrbrücke

über ein Hafenbecken. Die Arbeiten wurden im September aufgenommen

und sollen vertragsgemäß im Oktober 2011 abgeschlossen

sein.

An dieser Stelle möchte ich mich bei dem gesamten ROTUS-

Team für die Einsatzbereitschaft und die gute Zusammenarbeit

im Jahr 2010 bedanken.

Ralf Helbing

Bildanmerkung:

vorherige Seite Bild links: Stadtwerke Neumünster — Fernwärme

Ring

Bild oben: Evonik — Essen Ursulastraße

Bild unten: Vattenfall — Hamburg Spange Horn


34 | Die Brücke 2010

Fernwärmenetzerweiterung | Ingolstadt | Rotus Erfurt

Fernwärme für Ingolstadt

Die Stadtwerke Ingolstadt betreiben unter anderem ein umfangreiches

Fernwärmenetz zur Versorgung der Einwohner sowie

Gewerbetreibenden und Industriebetriebe mit Wärmeenergie.

Der größte Abnehmer für Wärme ist die Firma Audi AG Ingolstadt.

Um den weiter steigenden Wärmebedarf decken zu können,

entschlossen sich die Stadtwerke Ingolstadt GmbH, eine

zusätzliche Einspeisung von Wärmeenergie zu realisieren.

Dazu wurde ein langfristiger Liefervertrag mit der Firma

PETROPLUS Raffinerie abgeschlossen, deren Abwärme aus

den petrolchemischen Prozessen von nun an als zusätzliches

Heizmedium für das Fernwärmenetz der Stadt Ingolstadt dienen

soll. Dies erscheint vor allem aus ökologischen Gesichtspunkten

besonders wichtig, denn für diese Wärmegewinnung muss

kein zusätzlicher Energieaufwand eingesetzt werden.

Zur Realisierung dieses Vorhabens erhielt unsere Firma von

den Stadtwerken Ingolstadt den Auftrag, ca. 2500 m Kunststoff-

Hochdruckleitung | Lichtentanne | Rotus Erfurt

Erneuerung einer Erdgashochdruckleitung PN 16

Im Mai diesen Jahres erhielten wir von der „eins energie in

sachsen GmbH & Co. KG“ den Auftrag, neben der alten Erdgasleitung

DN 300 PN 16 eine neue Leitung DN 150 PN 16 zu

errichten. Der Leistungsumfang beinhaltete die Verlegung von

1900 m DN 150, den Neubau einer Schieberguppe, bestehend

aus 7 Schiebern und einem Ausbläser DN 80 sowie einer Medienrohrpressung

DN 150 von 20 m Länge. Geplant waren zwei

getrennte Bauabschnitte wegen der unterschiedlichen Nutzung

der landwirtschaftlichen Flächen. Der 1. Bauabschnitt sollte im

Kugelstoppleverfahren ohne Versorgungsausfall, der 2. Bauabschnitt

mit Muffenüberschiebern eingebunden werden. Fertigstellungstermin

sollte die 38. KW sein.

mantelrohr DN 450/630 PN 16 zu verlegen. Die Realisierung

dieses Auftrages erwies sich insofern als schwierig, da die vorhandene

Infrastruktur mit dem Platzbedarf für 2 x DN 450/630

in Übereinstimmung zu bringen war. Darüber hinaus ist das

Arbeiten im Einflussbereich einer Raffinerie von besonderen

sicherheitstechnischen Aspekten geprägt. Nicht zuletzt sind die

Belange der Firma Audi AG zu erwähnen, vor deren Haupttor

die neue Fernwärmeleitung in das vorhandene Netz einzubinden

war, ohne die logistischen Prozesse stören zu dürfen.

Im Verlauf der Baumaßnahme entwickelte sich eine fachtechnisch

qualifizierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit

den zuständigen Mitarbeitern der Stadtwerke Ingolstadt sowie

des im Projekt involvierten Ingenieurbüros. Dank der Anstrengungen

aller am Projekt beteiligten Partner und nicht zuletzt

dem Einsatz unserer Mitarbeiter ist die erfolgreiche Umsetzung

dieses anspruchsvollen Auftrages geschuldet.

Uwe Grabowski

Die Arbeiten wurden gemeinsam mit unserem Tiefbaupartner

planmäßig vorangetrieben. Lediglich im 1. Bauabschnitt kam

es zu einer Verzögerung, da bei der Medienrohrpressung (Querung

einer neu gebauten Umgehungsstraße) massiver Fels

anlag. Die Technologie der Durchörterung musste von einer

Pressung auf eine Felsbohrung geändert werden.

Nach erfolgreicher Druckprüfung C 3 wurde die Leitung mit

nur einer Woche Verspätung fertiggestellt. Von den insgesamt

239 Schweißnähten wurden 118 Nähte mittels Durchstrahlung

geprüft, dabei gab es keine Ausbesserung.

Jürgen Oelsner


Transportnetz | Borna — Kitzscher | Rotus Erfurt

Rohrnetzauswechslung des

Transportnetzes

Im Rahmen der Sanierung des Hochdrucknetzes wurde die vorhandene

Hochdruckleitung DN 100St, PN 16 auf einer Länge

von ca. 5200m erneuert.

Die Rohrnetzauswechslung erfolgte vorwiegend im landwirtschaftlichen

Bereich bzw. auf städtischen Grünflächen. Trotz

der frühen Beauftragung Anfang Mai durch die MITGAS konnte

erst im Juni mit den Arbeiten begonnen werden, da noch nicht

mit allen Grundstückseigentümern bzw. Pächtern die Nutzungsvereinbarung

getroffen war. Erschwerend kam hinzu, dass vor

Beginn der Schachtarbeiten des Rohrgrabens auf ca. 3,7 km

des 1. Bauabschnittes der Bauzeitenplan mit den Archäologen

abgestimmt werden musste.

Nachdem nun alle Nutzungsvereinbarungen vorhanden waren,

konnte der Rohrbau beginnen. Nun hieß es die rund 5200m

Stahlrohr DN 100, mit 67 Krümmern, zwei Bachdüker, einer

Eingangsschiebergruppe DN 150 und einem Isoliertrennstück

zu schweißen und zu isolieren. Weiterhin mussten fünf Straßen-

und eine Bachquerung mittels Bohrspülen realisiert werden.

Bevor die 4,3 km des ersten Bauabschnittes am 02.11.2010 und

die 0,85 km des zweiten am 04.11.2010 eingebunden wurden,

musste sie noch einer B3 – Druckprüfung mit 21 bar und den

prüfenden Augen des TÜV – SÜD standhalten.

Zu guter Letzt wurde die stillgelegte Hochdruckleitung gespült

und die Leitungsenden verschlossen. Ebenso mussten zwei

Eingangsschiebergruppen, zwei Rohrbrücken und ein Bachdüker

ausgebaut werden. Da die alte Hochdruckleitung einen

komplett anderen Trassenverlauf hatte, mussten die alten PE-

und Betonsäulen entfernt und auf der neuen Trasse 36 neue

Hinweispfähle gesetzt werden.

Danny Haase

35 | Die Brücke 2010

Rohrverlegungsarbeiten | Marburg | Rotus Erfurt

Neue Versorgungsleitungen

für die Uni Marburg

Die Stadtwerke Marburg erteilten uns den Auftrag, Erd- und

Verlegearbeiten für Gas-, Wasser- und Kabelschutzrohre auszuführen.

Die Bauausführung gestaltete sich kompliziert, da die Trassenführung

im Grünstreifen zwischen zwei mehrspurigen Fahrbahnen

verlief. Zudem musste eine ständige Befahrbarkeit aller

Zufahrten zum Klinikum der Universität gewährleistet sein. Um

allen Forderungen der betroffenen Institute gerecht zu werden,

waren umfangreiche Verkehrsregelungen erforderlich.

Der Baugrund, der uns zur Verfügung stand, erwies sich als

sehr kritisch. Es waren aufwendige Dränagearbeiten erforderlich,

da entweder Grund- und Schichtwasser zu bewältigen

waren oder Fels die Arbeiten erschwerten.

Zu verlegen waren in einem Graben eine 150 HD-Gasleitung,

eine 355 PEHD Wasserleitung, drei 175er Leerrohre für eine 20

kV Stromleitung sowie ein da 50 PEHD Kabelleerrohr.

Durch die komplizierte Trassierung waren 5 Straßenquerungen

in geschlossener Bauweise mittels Spülbohrung geplant, die

jedoch auf Grund des felsigen Untergrundes als Räumbohrung

ausgeführt werden mussten.

Durch den engagierten Einsatz aller Beteiligten konnte der festgesetzte

Fertigstellungstermin gehalten werden, welcher den

Stadtwerken sehr wichtig war.

Am 20.10.2010 wurde zur Zufriedenheit aller die Gasleitung in

Betrieb genommen, die das neue Heizhaus der Uni versorgt.

Die Wasserleitung sowie die 2o kV Stromleitung gehen wie geplant

2011 in Betrieb.

Helmuth Bothe


36 | Die Brücke 2010

Personal | HTI-Bau

Herr Marcel Jordan

Ab 1. Februar 2010

Arge-Kaufmann

Frau Karin Hilgenberg

Ab 15. November 2010

Sachbearbeiterin - Hausverwaltung

Im Jahr 2010 kamen einige neue Mitarbeiter zu den verschiedenen Firmen der

Hermanns-Gruppe dazu. Wir begrüßen alle „Neuen“ und freuen uns auf viele Jahre

der gemeinsamen, guten Zusammenarbeit!

Herr Wolfgang Lapp

Ab 5. Juli 2010

Einkäufer

Frau Franziska Waldheim

Ab 1. Dezember 2010

Immobilienkauffrau - Hausverwaltung

Frau Miriam Muchow

Ab 1. August 2010

Auszubildende - Industriekauffrau

Frau Sandra Müller

Ab 1. Dezember 2010

Arge-Buchhaltung

Herr Jürgen Rösner

Ab 1. November 2010

Arge-Kaufmann

Personal | HIG

Herr Rene Milfort

Ab 1. Februar 2010

Vermesser


Frau Klara Peter

Ab 1. Februar 2010

Bauleiterin Umwelttechnik

Personal | ROTUS Personal | AG

Herr Rene Felix

Ab 6. April 2010

Bauzeichner

Herr Andreas Gregor

Ab 3. Mai 2010

Bauleiter Tiefbau regional

Herr Michael Bischoff Emmi

Ab 13. September 2010

Bauleiter Rohrleitungsbau

Herr Robert Platte

Ab 5. Juli 2010

BauIng. Hochbau / Kalkulati-

on / AV

Ab 1. Juni 2010

Sicherheit

Herr Dennis Kunze

Ab 4. Oktober 2010

37 | Die Brücke 2010

Bauleiter Rohrleitungsbau


38 | Die Brücke 2010

Aufstiegsweiterbildung | HTI-Bau

Auszubildende | HTI-Bau

Jubiläen | HTI-Bau

40 Jahre

Jürgen Brockschmidt

Wie schon im Vorjahr, nahmen auch in diesem Jahr zwei Mitarbeiter an der Ausbildung zum

Geprüften Polier teil.

Mit Herrn Lars Albracht und Herrn Christian Gogol haben wir jetzt zwei sehr beliebte und engagierte

geprüfte Schachtmeister in unseren Reihen, die ihr langjähriges Fachwissen mit dieser

Prüfung im April dieses Jahres gefestigt haben. Als gelernter Hochbauer erlangte Herr Christian

Gogol noch zusätzlich die Qualifikation zum Geprüften Polier im Hochbau.

Zu diesen Abschlüssen gratulieren wir recht herzlich und freuen uns, mit diesen motivierten Mitarbeitern

auch für die Zukunft weiter planen zu können.

Des Weiteren nahm unser „Eigengewächs“ Herr Dominik Hübenthal an der Ausbildung zum Vorarbeiter

teil, auch hierzu alles Gute.

Thomas Tinz

Im abgelaufenen Ausbildungsjahr wurde die Ausbildung von Johannes Koslow mit bestandener

Prüfung zum Rohrleitungsbauer beendet. Mangels Motivation konnten wir ihm leider keinen

Anschlussvertrag anbieten.

Die Prüfung zum Tiefbaufacharbeiter nach dem zweiten Ausbildungsjahr wurde von Herrn Vakkas

Caliskan mit guten Noten bestanden.

Nach zweieinhalb Jahren im dualen Ausbildungsgang hat uns Lars Fester verlassen. In Folge

von Krankheit wird er die Prüfung zum Beton- und Stahlbetonbauer im Dezember dieses Jahres

absolvieren, um sich im Anschluss dann ganz auf sein Bauingenieursstudium konzentrieren zu

können.

Ihr Ausbildung begonnen haben Patrick Golze zum Tiefbaufacharbeiter sowie Steffen Böttger im

dualen Ausbildungsgang im Tiefbau mit Schwerpunkt Straßenbau. Hier findet die überbetriebliche

Ausbildung überwiegend in Erfurt und Gera statt.

Im kaufmännischen Bereich hat Frau Miriam Muchow ihre Ausbildung zur Industriekauffrau am

01. August 2010 begonnen.

Den Absolventen herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Ausbildung sowie den „Neuen“ Auszubildenden

viel Erfolg bei der Firma Hermanns.

Thomas Tinz

Als Jürgen Brockschmidt am 17.08.1970 bei der Firma Hermanns seine Lehre als Bauzeichner

begann, dachte er bestimmt nicht daran, nach 40 Jahren immer noch bei dem selben Unternehmen

beschäftigt zu sein. Schon zu Beginn der Ausbildung erkannte er, dass ihm die handwerklichen

Tätigkeiten besser lagen und so absolvierte er 1974 die Prüfung zum Beton- und Stahlbetonbauer.

Im August 1995 feierte er, zusammen mit unserem ehemaligen Oberpolier Helmut Weber, das

25-jährige Betriebjubiläum. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden von ihm schon viele Baustellen

„durchlaufen“.

Erwähnenswert sind hier unsere großen Tunnelbaustellen in den 80iger Jahren, wo er gerade

hier durch seine hohe Einsatzbereitschaft sein fachliches Können als Vorarbeiter unter Beweis

stellen konnte.

Mit Jürgen Brockschmidt haben wir einen Mitarbeiter in unseren Reihen, der über die längste

Betriebszugehörigkeit bei der Firma Hermanns verfügt.

Seit Juli 2009 nimmt er an der Altersteilzeit im Blockzeitmodell teil, so dass er uns nur noch bis

zum Juni 2012 als qualifizierter Facharbeiter zur Verfügung steht.

Für die letzten gemeinsamen Jahre in unserem Unternehmen wünschen wir ihm und seiner

Familie alles Gute und beste Gesundheit und wir freuen uns, einen so treuen Mitarbeiter in

unseren Kreisen zu haben.

Thomas Tinz


25 Jahre

Jürgen Kurz

10 Jahre

20 Jahre

30 Jahre

Jubiläen | Rotus Erfurt

20 Jahre

39 | Die Brücke 2010

Am 29.04.2010 beging Jürgen Kurz sein 25-jähriges Betriebsjubiläum bei der Firma Hermanns.

Bei einem alteingesessenen Kasseler Brückenbauunternehmen erlernte er den Beruf des

Beton- und Stahlbetonbauers und qualifizierte sich weiter zum Kranführer. Mit 30 Jahren Berufserfahrung

gehört Jürgen Kurz zu unseren erfahrenen Hochbauern, welcher auf jeder Baustelle

einsetzbar ist.

Seit einigen Jahren ist er auch in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Meinhard Krebs, zusammen

oder auch getrennt, für die Geschicke des Bauhofes verantwortlich.

Wir gratulieren zum 25. Jährigen und wünschen weiterhin alles Gute.

Thomas Brencher 03.04.2000

Susanne Döring 17.04.2000

Reiner Friedrich 01.01.2000

Dietrich Maier 17.04.1990

Abdullah Elgörmus 01.08.1990

Johannes Hilfer 01.08.1990

Hans-Werner Nicolai 01.04.1980

Manfred Eggert 01.10.1990

Hans-Peter Engelhardt 01.10.1990

Gerhard Scharf 01.10.1990

Falk Schwartze 01.10.1990

Thomas Tinz

Thomas Tinz

Thomas Tinz

Thomas Tinz

Ulrike Marhold


40 | Die Brücke 2010

J.P. Morgan Corporate Challenge Lauf | Frankfurt/Main | HERMANNS AG

Teilnahme am J.P. Morgan Corporate Challenge Lauf

Am 09.06.2010 nahm erstmalig ein Lauf-Team der HER-

MANNS AG am J.P. Morgan Corporate Challenge Lauf in

Frankfurt teil. Unter der nicht geringen Teilnehmeranzahl von

72.741 Läufer- u. Läuferinnen machten wir uns auf die Etappe

von 5,6 Kilometern. Leider konnten wir die Startlinie auf Grund

der Teilnehmerzahl erst nach ca. 42 Minuten überqueren. Die

schnellsten waren bereits nach 26 Minuten im Ziel. Aufgrund

der nicht gerade guten Vorbereitung und der enormen Hitze

am 09.06. konnten wir leider keine Spitzenzeit erreichen. Unser

Team benötigte für die 5,6 Kilometer ca. 28 Minuten.

Dennoch ließen wir es uns nicht nehmen, die Teilnahme bei

After-Run-Party gebührend zu feiern. Für die Unterstützung

durch die Geschäftsleitung möchten wir uns nochmals bedanken.

Die Veranstaltung war eine gelungen Sache und wir würden

gerne mit einem größeren Lauf-Team auch 2011 wieder am

Lauf teilnehmen.

Marcel Jordan

Teilnehmer v. l. n. r.: Danny Michanikel (EHT-Bau), Christian

Wenzel (EHT-Bau), Marcel Jordan (HTI-Bau), Thorsten Kunze

(HTI-Bau)

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Was junge Menschen für ihre Sicherheit tun können

Junge Menschen haben ein höheres Verletzungsrisiko am

Arbeitsplatz als ihre älteren Kollegen. Ein Unfall kann jedem

zustoßen, sogar am ersten Arbeitstag. Der Arbeitgeber ist an

erster Stelle für den Schutz junger Arbeitnehmer verantwortlich.

Aber auch die jungen Menschen selbst müssen über Gesundheitsschutz

und Sicherheit Bescheid wissen, wenn sie in das

Arbeitsleben eintreten, damit ihre Sicherheit gewährleistet ist.

Gesetzlich ist der Arbeitgeber für den Schutz junger Arbeitnehmer

verantwortlich; dazu gehört die Durchführung von

Risikobewertungen und die Gewährleistung der Unterweisung

und Betreuung, die junge Menschen brauchen. Junge Menschen

haben Anrecht auf eine sichere, nicht gesundheitsschädigende

Arbeit, sie haben das Recht, Fragen zu stellen, und das

Recht, unsichere Arbeiten abzulehnen.

Junge Arbeitnehmer haben jedoch auch Pflichten:

• mit ihrem Arbeitgeber in Gesundheits- und Sicherheitsfragen

zusammenzuarbeiten;

• Sicherheitsvorkehrungen zu ihrem eigenen Schutz und zum

Schutz ihrer Kollegen einzuhalten;

• die zur Verfügung gestellte Schutzkleidung und -ausrüstung

auch zu benutzen.

Zu ihrer eigenen Sicherheit sollten junge Arbeitnehmer:

• nachfragen, wenn sie sich über etwas unsicher sind;

• ihre Rechte kennen und wissen, wo sie sich Hilfe holen

können;

• Aufgaben, in denen sie nicht ordnungsgemäß unterwiesen

wurden, nicht durchführen und die erhaltenen Anweisungen

zu befolgen;

• wissen, was in einem Notfall zu tun ist;

• wissen, welche Risiken sie erkennen sollten;

• auftretende Probleme selbstbewusst ansprechen.

Wo junge Menschen Hilfe erhalten

Auf dieser Website finden junge Arbeitnehmer zahlreiche Ratschläge,

unter anderem dazu, welche Risiken in verschiedenen

Arbeitsumfeldern auftreten können und was sie selbst für ihre

Sicherheit tun können.

Junge Arbeitnehmer können sich an eine Reihe verschiedener

Personen wenden, um Hilfe zu erhalten. Sie können:

• mit ihrem Vorgesetzten über Probleme sprechen;

• mit ihrem Sicherheitsbeauftragten sprechen, oder gegebenenfalls

mit der zuständigen Gewerkschaft;

• mit ihrem Arzt, einer Krankenschwester oder dem betriebsärztlichen

Personal des Unternehmens sprechen;

• mit ihren Eltern oder ihrem Vormund sprechen;

• mit den Lehrern sprechen, wenn sie noch eine Schule besuchen,

oder mit den Organisatoren/Vermittlern des Praktikums/der

Arbeitsstelle sprechen;

• falls notwendig, sich mit der zuständigen Aufsichtsbehörde

für Gesundheitsschutz und Sicherheit in Verbindung

setzen, um eine Beschwerde einzureichen.

Wolfgang Tschosnig, FASi


Matthias Klein

41 | Die Brücke 2010


42 | Die Brücke 2010

Impressum

Die Brücke

Betriebszeitschrift der Firmengruppe HERMANNS

Herausgeber:

HERMANNS AG

Wilhelm-Speck-Straße 17

34125 Kassel

Tel: (05 61) 87 92-0

Fax: (05 61) 87 92-499

www.hermanns.de

Aufsichtsrat:

Gerhard Fenge (Vorsitzender)

Prof. Dr. Peter Racky

Uwe Storjohann

Vorstand:

Dipl. Ing. H.-U. Hujer

Dr. Anne Fenge

Layout:

TRIGGERNAUT Werbeagentur, Kassel

www.triggernaut-werbeagentur.de


HERMANNS

HTI-Bau GmbH u. Co. KG

Wilhelm-Speck-Straße 17

34125 Kassel

HERMANNS

HMS-Bau GmbH

Wilhelm-Speck-Straße 17

34125 Kassel

ROTUS

Rohrtechnik u. Service GmbH

Wilhelm-Speck-Straße 17

34125 Kassel

HERMANNS

EHT-Bau GmbH

Zur Alten Ziegelei 20

99091 Erfurt

ROTUS

Rohrtechnik u. Service GmbH

Zur Alten Ziegelei 22

99091 Erfurt

www.hermanns.de

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