ITZ 15-16/2013 - ITJ | Transport Journal

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ITZ 15-16/2013 - ITJ | Transport Journal

TransportZeitschriftITJInternationale15 · 16 | 12. April 2013www.transportjournal.comDEUTSCHE AUSGABE(auch in identischer englischer undfranzösischer Version verfügbar)Special:Osteuropa undBaltische StaatenBeilageMitfahrtWie kleine Verlader vonNVOCC profitieren 15ÜberseefahrtIndustrieanlagensicher verpackt 32AbfahrtHafen Felixstowe verdoppeltSchienenkapazität 39


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6 People & Companies Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013EuropaWechsel im Managementvon PanalpinaEiner der weltweit führenden Logistikkonzernewechselt die Konzernchefin aus. MonikaRibar tritt Ende Mai 2013 als CEO Peter Ulberzurück. Ihr Nachfolger wird Peter Ulber,ein früheres Mitglied des ManagementBoard von Kuehne + Nagel. Dieser Managementwechselist bereits vom Board of Directors der PanalpinaWorld Transport (Holding) Ltd und Monika Ribar alsTeil einer Zukunftsstrategie vorbereitet worden. Ribar,seit 23 Jahren Mitglied des Management und seit siebenJahren CEO von Panalpina, will sich künftig aufVerwaltungsratsmandate und andere «nicht exekutiveFührungsaufgaben ausserhalb des Unternehmens» konzentrieren,wie es in der Medienmitteilung heisst. Ulberstudierte an der International School of Logistics inHamburg und war zwischen 1985 und 2011 bei Kuehne+ Nagel in Europa sowie Nord- und Südamerika in verschiedenenManagement-Positionen tätig. Ab 2008 warer für die See- und Luftfracht verantwortlich. Ende 2011machte er sich als Mitgründer und Partner der CharlestonEnterprise Group LLC selbstständig.Umschichtungen bei RosmorportFoto: PanalpinaDeputy MD Igor Levit wurde mit Wirkung ab 19. Märzzum kommissarischen MD bei Rosmorport ernannt. Erübernimmt das Amt von Andrey Lavrischev, der bisherManaging Director war und jetzt zum Executive Directorvon Rosmorport berufen wurde. Konstantin Bobrov,der zuvor diese Position inne hatte, wurde zum DeputyMD, Kapitalentwicklung, bestellt. Die staatliche OrganisationRosmorport soll die Entwicklung der russisschenSeetransport-Infrastruktur fördern und den russischenSeehäfen zu grösserer Wettbewerbsfähigkeit verhelfen.nauticusIBIA unter neuer LeitungDie International Bunker Industry Association (IBIA)hat Captain Peter Hall zu ihrem neuen Chief Executiveernannt. Er ersetzt den bisherigen Chief Executive CliffBrand, der als Marine Director zur neuen King AbdullahEconomic City Port in Saudiarabien wechselt. Hall hatseit vier Jahrzehnten in der Schifffahrtsindustrie gearbeitet,unter anderem als CEO und Harbour Master derGibraltar Port Authority.Bernhard JohannesTermühlen Foto: TT-LineTT-Line erweitert GeschäftsleitungBernhard Johannes Termühlen trat am25. März 2013 als weiterer Geschäftsführerbei der TT-Line GmbH & Co. KG inLübeck-Travemünde ein. Termühlen hatnach seinem Studium in St. Gallen undDartmouth (USA) bei der InvestmentbankGoldman Sachs gearbeitet. Zuletztwar er bei der TermGroup für Finanzenund erneuerbare Energien zuständig. Erfungiert darüber hinaus als Geschäftsführerder Trampschiffahrt GmbH &Co. KG(Holding der TT-Line). Termühlen wirdgemeinsam mit Hanns Heinrich Conzenund Jens Aurel Scharner die TT-Lineleiten.nauticusTransporteur für Europa+49 68 67 500www.fixemer.com


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Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 People & Companies9Damco verstärkt inLateinamerikaFotos: DamcoDie TPL-Dienstleisterin Damco, Teil der dänischenMöller-Maersk-Gruppe, wird ihre Aktivitäten in Lateinamerikaverstärken. In diesem Zusammenhang hatsie folgende Ernennungen in dieser Region bekanntgegeben:Der Schwede Stefan Bengtsson ist als ChiefFinance Officer (CFO) zum Unternehmen gestossenund wird sein Büro in Panama City haben. Er hat zuvormehr als neuen Jahre als Chief Financial Officer (CFO)für K+N in Brasilien gearbeitet. Sune Stilling hat seinenPosten als ManagingDirector für Westafrikamit dem eines ChiefOperating Officer(COO) für Lateinamerikaeingetauscht,ebenfalls mit Sitz inPanama City. Stillinghat während 14 JahrenErfahrungen innerhalbder A.P. Möller-Maersk-Gruppe inAfrika, Europa und Stefan Bengtsson Sune StillingAsien gesammelt, unteranderem bei IT-Projekten. Antonio Morciano istneu zu Damco gestossen und wird als Regional Headof Ocean Freight für Lateinamerika fungieren. Zudemwurde David Juarez zum Regional Vertical Head ofRetail and Lifestyle für Lateinamerika ernannt. Er warzuvor für Damco in Spanien tätig. Enrique Fajardo istals Managing Director für den «Andean Cluster» (Kolumbienund Ekuador) zu Damco gekommen. Er wirdsein Büro in Kolumbien haben.Board of International Commercetritt in AktionDas Louisiana Board of International Commerce hatsich mit 23 Mitgliedern konstituiert. Drei davon sindmit dem Board of Commissioners des Hafens New Orleansverbunden. Dessen früherer Chairman John Fay(Gründungsmitglied von Fay, Nelson & Fay LLC), dergegenwärtige Board Secretary Treasurer Greg Rusovich(CEO of Transoceanic Trading and Development Company)sowie Präsident und CEO Gary LaGrange gehörenzu den Mitgliedern des neuen Gremiums, das 2012während der Legislaturperiode in Louisiana von SenatorConrad Appel ins Leben gerufen wurde. Wie es in NewOrleans heisst, soll damit die Wettbewerbsfähigkeit desStaates erhöhen werden.Österreich-Südtirol-Ost-Südosteuropa-ZentralasienOSTLOG AGLangäulistr. 9 · PostfachCH-9471 Buchs SGTel.: +41 81 755 60 40Fax: +41 81 755 60 49www.ostlog.chDie neue, neutrale, konzernunabhängige Beilademöglichkeit für SpediteureNUN SIND SIE AM ZUG!MARCO POLONEUE W EGE IN EINE SAUBERE ZUKUNFTBereitsüber 700 Spediteure haben ihrenGüterverkehr dankdes EU-ProgrammsMarco Polovon der Straße auf ökologischereVerkehrsträger verlagert.Manchmalkönnen Fördermittel helfen,auf den Zug aufzuspringen!2013 WERDEN 67 MILLIONEN €BEREITGESTELLT. WORAUF WARTEN SIE NOCH?Mehr Infos unterhttp://ec.europa.eu/marcopolo


10 People & Companies Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Aufsichtsrat im Guadeloupe PortCaraibes gewähltAm 25. März wurde der erste Aufsichtsrat des GuadeloupePort Caraïbes gewählt. Er setzt sich aus 17 Mitgliedern,darunter vier Regierungsvertretern, zusammen.Als Präsident des Aufsichtsrats fungiert Jocelyn Mirre,Vizepräsident ist Jean-Michel Penchard und LaurentMartens wird dem Vorstand als Präsident vorstehen.Veränderung an der Spitze derVolga-Dnepr GruppeIn Folge des auf eigenen Wunsch erfolgten Rücktrittsvon Konstantin Wekschin wurde Sergej Reschnikowam 5. April 2013 zum Vice President Volga-DneprUnique Air Cargo (USA) ernannt. Wekschin hat sichwährend seiner langjährigen Laufbahn innerhalb derVolga-Dnepr Gruppe insbesondere für den Ausbau derVertriebsaktivitäten in den USA eingesetzt. Unter seinerLeitung hat Volga-Dnepr Unique Air Cargo eineVielzahl von Langzeitverträgen mit bedeutenden Regierungs-und Industriekunden im US-Markt erfüllt undverlängert. Reschnikow arbeitet bereits seit 17 Jahren fürdie Volga-Dnepr Gruppe, zunächst als Sales Executiveund später als Deputy Sales Director. Er strebt nun an,das Leistungsportfolio in Anlehnung an den renommiertenLuftfracht-Supermarkt der Gruppe kontinuierlich zuerweitern. Zu den wichtigsten Kunden im US-Markt zählenunter anderem Boeing, Loral Space & Communications,General Electric, Lockheed Martin, ExxonMobilund Chevron.AsienNeue Leitung für KoreasRegisterAn einer Sondersitzung der Generalversammlungdes koreanischen Schifffahrtsregisters(KR) wurde Dr Chon Young-keezum Chairman & CEO gewählt. DieGeneralversammlung überwacht die Geschäftsführungdes KR und besteht aus 86stimmberechtigten Mitgliedern. Dr. Chonwar zuvor Executive Vice President derDr. Chon Young-keeFoto: KRtechnischen Abteilung des KR und der erste Chairmanund CEO, der intern gewählt wurde. Er folgt dem Chairmanund CEO Dr Oh Kong-gyun nach, der diesePosten sechs Jahre inne hatte.AfrikaGrand Port Maritime de la Réunionmit AufsichtsratDer Aufsichtsrat für den Grand Port Maritime de la Réunion(GPMDLR) hat jetzt offiziell seine Funktionenaufgenommen. Alain Gaudin wurde zum Aufsichtsratspräsidentenund Stéphane Raison zum Vorstandspräsidentenernannt.Jubiläum50 Jahre ESCDer European Shippers’ Council(ESC) wurde am 19. Juni1963 gegründet, um die Interessender Verlader in ganzEuropa zu wahren und ihrerStimme in den Kreisen derpolitischen Entscheidungsträger nicht nur in Europa,sondern auch darüber hinaus Gehör zu verschaffen. Dasgoldene Jubiläum dieser wichtigen Vereinigung wird am19. Juni 2013 entsprechend gefeiert und das ITJ wird daraufzurückkommen. Bereits jetzt ist zu vermerken, dassam 29.3. 2013 ein neues ESC-Logo und eine neue Webseitekreiert worden sind. Dies soll dazu beitragen, dassder ESC als eine Organisation wahrgenommen wird,die die Interessen von tausenden diverser europäischerUnternehmen vertritt. Denis Choumert, ESC Chairman,erklärte: «Das Logo unserer Organisation zeigt dieUniversalität unserer Mitglieder auf und die Art, wiesich der ESC auf diverse Transportarten und die Intermodalitätfokussiert.» Paola Lancellotti Secretary Generaldes ESC, fügte hinzu: «Die neue Website (www.europeanshippers.eu) ist eine gebraucherfreundlicheInformationsquelle und ein Werkzeug, dass sowohl unserenMitgliedern als auch anderen Interessenten zurVerfügung steht.»Zürich · Basel · St. GallenTop – Stellen für Spediteure & Logistiker unter Diskretwww.fctkader.chFISCHER Kaderselektion GmbHDorfstrasse 13a · Postfach 178 · CH-8155 Niederhasli ZHTel. +41 (0)44 850 25 25 · E-Mail reto.wieser@fctkader.chPersönlichIndividuell


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12 Schifffahrt & Häfen Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Kurz notiertVerkauf in Genf. Die ContainerlinieMSC aus Genf beabsichtigt, 35% ihresTochterunternehmens Terminal InvestmentLimited SA (TIL) an den InvestmentfundGlobal Infrastructure Partners und eineGruppe von KG-Investoren zu veräussern.Der Verkaufspreis in Höhe von 1,929 Mrd.USD enthält einen Anteil, der auf TILskünftig zu erwartenden Ergebnissenbasiert. Die Transaktion wird, Genehmigungvorausgesetzt, voraussichtlich Mittedes laufenden Jahres erfolgen.www.mscgva.chKeine Fusion in Hamburg. Die deutschenLinienreedereien Hamburg Süd undHapag-Lloyd haben ihre Gespräche füreine Unternehmensfusion auf Wunsch derOetker-Gruppe, zu der Hamburg Süd gehört,vorübergehend auf Eis gelegt. Detailszu den Hintergründen sind nicht bekannt.Hamburg Süd verdeutlichte jedoch, dassdas Unternehmen nicht grundsätzlichgegen einen Börsengang der fusioniertenneuen Gesellschaft sei. Der Beirat und dieGeschäftsführung von Hamburg Süd seienzudem weiterhin davon überzeugt, dassder Zusammenschluss der Unternehmen fürbeide Seiten von grossem Nutzen wäre.www.hamburgsud.comwww.hapag-lloyd.comWeniger Volumen in Nhava Sheva.Jawaharlal Nehru Port, Indiens grössterContainerhafen südlich von Mumbai,verbuchte zwischen März 2012 und März2013 den ersten Rückgang beim Umschlagsvolumenseit zehn Jahren. Die dreiContainerterminals schlugen mit 4,26 Mio.TEU knapp 1,5% weniger Boxen um als imVorjahreszeitraum. DP World, Betreiber voneinem der drei Terminals in Nhava Sheva,hat im vergangenen Jahr seine Kapazitätendrastisch reduziert, da Indiens Zollbehördefür Grosshäfen eine Senkung der Terminalgebührenangeordnet hatte.www.jnport.gov.inDirekte Verbindung nach Busan. Mit derEinführung eines neuen Dienstes bekommtder Hafen Göteborg (Schweden) mit einemneuen Dienst der dänischen Maersk Linezum ersten Mal eine direkte Verbindungmit Busan in Südkorea. Der Dienst verkehrtwöchentlich. Ohne Transhipment in Europaverkürzt sich die Transitzeit zwischen beidenLändern auf 40 Tage. Schweden ist stark imExport von Stahl nach Südkorea.www.portofgothenburg.comwww.maerskline.comRettungsplattform für SchiffeHamburger Reederzeigen FlaggeDie drei deutschen Unternehmer Reederei F. Laeisz, Norddeutsche Reederei H. Schuldtund Rickmers Reederei haben eine Sanierungsplattform gegründet, um von derInsolvenz bedrohte Schiffe zu retten und sie für einige Zeit zu stabilisieren.Mehrere deutsche Banken sind bei dem Projekt mit an Bord.Die Schifffahrtskrise geht mittlerweileins fünfte Jahr. Aufgrund einer sinkendenTransportnachfrage, einem Überangebotan Tonnage und daraus resultierendenunzureichenden Frachterlösen fällt vielenReedern die Zahlung ihrer Verbindlichkeitenimmer schwerer. Insbesondere inDeutschland, einst Heimat zahlreicherKommandit-Gesellschaften für Schiffsbeteiligungen,sind etliche Unternehmungenvon Abwicklungen betroffen.Die Aussichten für die kommenden Jahresind nach Meinung verschiedener Analysennicht besser.Hilfe aus den eigenen Reihen«Wir können nicht erwarten, dass dieBanken die momentane Krise alleine bewältigen»,erklärt Nikolaus H. Schües, Geschäftsführerder Reederei Laeisz. SeinerMeinung nach sollten alle Beteiligten ihrenBeitrag leisten, um die Branche in diesenschwierigen Zeiten zu unterstützen.Die drei Hamburger TraditionsreederReederei F. Laeisz, Norddeutsche ReedereiH. Schuldt und Rickmers Reedereigehen dabei mit gutem Beispiel voran.Zusammen mit dem Anwalt Jan Dunken,der als geschäftsführender Gesellschafteragiert, riefen sie im vergangenen Oktoberdie Plattform Frachtschiff-Kontor ins Leben.Ziel des Unternehmens, einer Schifffahrtsgesellschaftin Rechtsform einerGmbH & Co. KG, ist es, Schiffe, derenBetreiber kurz vor der Insolvenz stehen,operativ und finanziell zu stabilisieren.Vorerst ist der 31. Dezember 2016 Stichtag.Anschlies-send bewertet das Kontorerneut, ob und zu welchen Konditionendie Schiffe verkauft werden.Grossbanken sind dabeiWichtige Voraussetzung für das Projektwar die Bereitschaft finanzierenderGrossbanken, das Konzept zu unterstützen.Die Finanzhäuser verzichten im Verkaufsfallan das Frachtschiff-Kontor aufFoto: ThinkstockMit Frachtschiff-Kontor aus Hamburg sehenSchiffe in finanziellen Schwierigkeiten Licht amHorizonteinen Teil ihrer Forderungen, was somitim Idealfall zu einer Abwendung einerInsolvenz führt. Die drei beteiligten Reedereienübernehmen in diesem Fall dieBereederung der jeweiligen Schiffe.Mehrere Wirtschaftsprüfungsgesellschaftenhaben sich vorab mit dem Konzeptvon Frachtschiff-Kontor befasstundesabgesegnet. Genauere Details in Hinblickauf finanzielle Mittel seitens der Bankensind dabei allerdings nicht bekannt.Vier Schiffe im Wert von ca. 100 Mio.USD hat das Unternehmen bereits erworben,es ist die Rede von sieben weiteren.Dabei handelt es sich mehrheitlich umMassengut- sowie um Containerschiffe.Um darüber hinaus auch eine Optionzur Rettung von Feederschiffen zu entwickeln,gründete die Rickmers Reederei zusammenmit der HS Schifffahrt aus Harenan der Ems das Feeder-Kontor.Das Konzept funktioniert auch hiernach dem gleichen Modell. Besondersattraktiv ist dabei, dass die Alteigentümeran einer eventuellen Markterholungbeim späteren Wiederverkauf beteiligtsind. Das Frachtschiff-Kontor ist nachAngeben der drei Reedereien die ersteSanierungsplattform, die die Interessensowohl von Banken als auch Alteigentümernberücksichtigt.nau/avwww.frachtschiff-kontor.de


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Schifffahrt & Häfen13Neuer Container-Terminal in RotterdamErste Krane für Maasvlakte IIRund um die Welt rüsten Terminals auf, umdie neue Generation von Mega-Containerschiffenabfertigen zu können (siehe auchS.7 im Special). Der Bau von APM TerminalsProjekt Maasvlakte II im Hafen Rotterdamist dabei mit einer vorerst geplantenUmschlagskapazität von 2,7 Mio. TEU dasderzeit grösste Projekt in Nordeuropa.Die Bauarbeiten des Terminals mit einerKailänge von 1000 m gehen gut voran.Der erste Teil des Tiefbaus ist bereits abgeschlossen,nun geht es an die Installationder Ausstattung. Gerade konnte der neueTerminal die ersten zwei von insgesamt26 automatischen Schienen-Portalkrane(ARMG) in Empfang nehmen.Angeliefert hat diese das österreichischeUnternehmen Hans Kuenz GmbH,zwei weitere Schienenkranen waren ausserdemTeil der ersten Partie der neuenAusstattung. «Die Bauphase war zwarbislang sehr interessant, aber jetzt fängtdie richtig harte Arbeit erst an», erklärtRichard de Braak, Projektmanager fürARMGs bei APM Terminals MaasvlakteII. Das ausführliche Testen von automatisierterAusstattung und von IT-Systemensind in diesem Zusammenhang von elementarerBedeutung. Mit der Anlieferungder beiden ersten Krane kann diese Testphasenun beginnen.Bis zur geplanten Eröffnung von MaasvlakteII im November 2014 ist somit nochviel Zeit, um Anfangsschwierigkeiten ausdem Weg zu räumen. Die ARMGs sind daraufausgelegt, Lkw-Chassis und eine Flottevon 37 batteriebetriebenen automatisiertenTransportfahrzeugen mit Hubvorrichtung(Lift-AGVs) vollautomatisch zu be- undentladen. Die Anlieferung der ersten Lift-AGVs ist für den kommenden Juni geplant.Die Schienenkrane werden auf dem Bahnterminalvon Maasvlakte II eingesetzt, dassder Kai direkt angeschlossen ist. ZunächstAPMs neuer Terminal Maasvlakte II ist auf2,7 Mio. TEU/Jahr ausgelegt.sind vier neue Gleise vorgesehen, nachkompletter Fertigstellung werden dann insgesamtacht einen direkten Anschluss zurBetuwe-Linie herstellen. Diese verbindetden Hafen Rotterdam mit der deutschenGrenze bei Zevenaar-Emmerich zweigleisigund ist auf ihren 160 km ausschliesslichFrachtzügen vorbehalten. Darüber hinauswird Maasvlakte II über einen speziell aufFrachtkähnen ausgelegten Kai an europäischeBinnenwasserwege angeschlossensein.In Europa baut APM neben MaasvlakteII zuzdem neue Terminals in Izmir (Türkei),Vado (Italien) und Göteburg neue Terminals.In Poti (Georgien) findet derzeitein Ausbau des vorhandenen Terminalsstatt.avwww.apmterminals.comFoto: XAPM TerminalsRückläufige Auslastung aus Fernost senkt ContainerratenDie Auslastung von westgehenden Schiffenaus Fernost lag nach Angaben desAnalysten Drewry im Januar 2013 bei101%. Grund war wie erwartet vor allemvorgezogene Ladung aufgrund deschinesischen Neujahrs. Als Folge sankdie Auslastung im Februar auf lediglich71%. Der WCI lag mit 2172 USD/TEU am 04.04.2013 um 4,7% niedrigerals in der Vorwoche. Mit der Anlieferungvon ca. 45 ULCV wird im Laufedes Jahres viel neue Tonnage in denMarkt kommen.avwww.worldcontainerindex.comWorld Container Index: Schanghai-Rotterdam Containerfrachtraten (USD/FEU)4000350030002500200015001000500Mai 12Juni 12Juli 12Aug 12Sep 12Okt 12Nov 12Dez 12Jan 13Feb 13März 13Apr 13Quelle: World Container Index/DrewryEthiopian Shipping & Logistics Services EnterpriseRegelmässige Liniendienste von und nach Djiboution inducement direct calls toPort Sudan -Hodeidah -AdenE.S.L.-Vertretung für Europa: Postfach 23118, 3001 KCRotterdam -Dienstenstraat 15, 3161 GNRhoonTelex: 24 123,Tel.: 413 7455, Fax 413 34 91, E-mail: esLsc@planet.nlHAMBURG BREMEN TILBURY MIDDLESBROUGH ANTWERPEN ROTTERDAM MARSEILLE LE HAVRECargo-Levant Cargo-Levant Cory Brothers Cory Brothers Overseas Maritime Steder Group Société Maritime Société MaritimeLinienagenturen Linienagenturen Shipping Ltd Shipping Ltd Transport NV Liner Agencies BV International InternationalGENOA LIVORNO TRIEST BARCELONA GÖTEBORG OSLO KOPENHAGENFratelli Fratelli Fratelli Romeu &Cia. S.A. Freightman Linjeagenturer AS. Scan ShippingCosulich Cosulich Cosulich


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Schifffahrt & Häfen15Verschiffung von SammelcontainernZwischen Verladerund VerfrachterBeinahe 90% der weltweit gehandelten Güter werdenauf dem Seeweg transportiert. Seit der Normierungvon Containergrössen in den späten 1960er Jahren hatdie stählerne Box den Transport von Ladung revolutioniert.Durch einen NVOCC können dabei auch Verladerkleinerer Partien einfach vom Angebot grosser Linienreedereienprofitieren.Wenn es darum geht, «less than container load» (LCL),oder sogenannte Sammelcontainer zu verschiffen, istSaco Shipping Spezialist. Bereits seit 25 Jahren organisiertdas Hamburger Unternehmen Sammelladungs-Transporte rund um die Welt.Die Gründer Andrea Briks und Harald Pahl habenSaco, das schlicht für Sammelcontainer steht, seit derGründung in den 80er Jahren mittlerweile zu eineminternational agierenden Unternehmen aufgebaut. DieBranche der NVOCC, Kurzform für „non-vessel-operating-common-carrier“,steckte damals noch in denKinderschuhen. Das ist heute als Folge der Containerisierungganz anders. Nachdem sich Saco zunächst aufExportverkehre spezialisiert hatte, gehören mittlerweileauch Importdienste zum Angebot.Foto: Saco ShippingIn Saco Shippings Containerpackzentrum in Hamburg fliesst alles zusammen.ter beschäftigt das Unternehmen an seinem Stammsitz Hamburg, derZweigniederlassung in Bremen sowie in weiteren Büros im Inland sowiean verschiedenen Standorten in West- und Mitteleuropa. Das Erfolgsrezeptfür ein langfristiges Überleben im Markt ist nach Meinung derGeschäftsführer dabei ein gutes Vertrauensverhältnis zu Kunden sowieein umfassendes Qualitätsmanagement.avwww.saco.deReeder ohne eigene SchiffeDie grossen Reeder halten sich im Geschäft mit Sammelcontainerngerne zurück, denn schliesslich ist mitder Dokumentation der einzelnen Ladungspartien vielZeit und Aufwand verbunden. Die Funktion einesNVOCC ist dabei jedoch nicht ganz einfach. Saco handeltpraktisch als «Reeder ohne eigene Schiffe», seineKunden sind ausschliesslich Speditionen. Um dieseneinen guten Service anzubieten und die Mittlerpositionenzwischen Verfrachter und Verlader erfolgreich auszuüben,bündelt Saco das umfangreiche Angebot derverschiedenen Containerlinien.Konkret bedeutet dies, dass das Unternehmen die unterschiedlichenFahrpläne und die darauf abgestimmtenZielhäfen auswertet und so zusammenfasst, dass darausein eigenes Produkt für einen Sammelladungs-Verkehrentsteht. Dabei ist es vor allem wichtig, das Angebot sozu gestalten, dass auch kleinere Ladungspartien einenguten Service erhalten. Die Organisation des Vorlaufseiner Partie zum Verschiffungshafen, die Lagerung, dasPacken in den Container, der eigentliche Seetransportund die Auslieferung der Fracht gehören zu einem umfassendenPaket. Im Fokus stehen dabei Angebote für dieRegionen Fernost, Indien, Australien, Neuseeland, USASüdamerika und Südafrika.Kurz vor Ostern Grund feierte Saco Shipping inHamburg sein silbernes Jubiläum. Rund 280 Mitarbei-Euro-Med ServicesTRANSPORT OF ANY TYPE OF VEHICLE, EARTH MOVING EQUIPMENT, FORESTRY PRODUCTS,STANDARD AND SPECIAL CONTAINERS, PROJECT AND HEAVY LIFT CARGODirect weekly service from /to:• Alexandria • Esbjerg • Malta• Antwerp • Flushing • Mersin• Ashdod • Gemlik • Palermo• Hamburg• Beirut• Piraeus• Izmir• Bristol (Prby) • Lattakia • Salerno• Civitavecchia • Limassol • Savona• Cork • Livorno • SetubalANTWERPGrimaldi BelgiumTel: +32 35459430Fax: +32 35414275HAMBURGGrimaldi GermanyTel: +49 40 789707 12Fax: +49 40 789707 71NAPLES GRIMALDI HEAD OFFICETel: +39 081 496111 Fax: +39 081 5517401• Southampton• Tartous• Tripoli (Lebanon)• Tripoli (Lybia)• Tunis and Rades• Valencia• WallhamnLONDONGrimaldi AgencyUKTel: +44 207 9305683Fax: +44 207 8391961www.grimaldi.napoli.it


16 Schifffahrt & Häfen Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Wachsendes ContainervolumenZugpferd SingapurPSA International, Terminalbetreiber mit Hauptsitz in Singapur, erreichte im vergangenenJahr an mehreren Standorten Rekordumschlagszahlen. Das Volumen der über Terminals inSingapur abgewickelten Boxen durchbrach sogar erstmals die 30 Mio. TEU-Schwelle.Insgesamt 31,26 Mio. TEU liefen im vergangenenJahr über die Terminals vonPSA im südostasiatischen Inselstaat. Miteinem Plus von 6,4% im Vergleich zu2011 ist das ein ordentliches Ergebnis,das über dem weltweiten Wachstum vonca. 4% liegt.Auch die Terminals in Sines (Portugal),Mersin (Türkei), Genua (Italien),Chennai (Indien), Dongguan (China)und Busan (Südkorea) schlugen nach Angabendes Unternehmens mehr Volumenum als je zuvor. Der Volumenzuwachsvon PSAs Terminals ausserhalb Singapursfiel mit einer Steigerung von 3,9%im Vergleich allerdings bescheidener aus.Der Gesamtumschlag im internationalenGeschäftsumfeld belief sich dabei auf28,8 Mio. TEU. Mit einem weltweitenJahresergebnis von insgesamt 60,06 Mio.TEU schnitt PSA damit trotz schwierigerökonomischer Bedingungen gut ab undverbuchte als Folge eine Umsatzsteigerungum 4,3% auf 4,5 Mrd. USD. SeinenGewinn steigerte das Unternehmen dabeivon 917 Mio. USD in 2011 auf 1,02 Mrd.USD im letzten Jahr.Für das laufende Jahr erwartet dasUnternehmen jedoch weiterhin raueMarktbedingungen. Das Überangebot anSchiffstonnage im Markt, die Staatschuldenkrisein Europa, der andauernde Budgetstreitin den Vereinigten Staaten sowieSpannungen zwischen verschiedenen Län-Foto: ThinkstockSingapur ist immer noch PSAs stärkster Markt.dern in einigen Teilen der Welt lässt auchPSA nicht unberührt. «Ich gehe davon aus,dass 2013 wieder mindestens eine genausohohe Dosis an adrenalinanregenden Entwicklungenfür uns bereithält», kommentierteTan Chong Meng, Group CEO derPSA International.avwww.internationalpsa.com


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18 Schifffahrt & Häfen / Binnenschifffahrt Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Mississippi-SchifffahrtNeuer Intermodal-Terminalfür New OrleansDas Projekt für einen neuen Intermodal-Terminal am Mississippi im Hafen vonNew Orleans nimmt Formen an. Die Kommissionsmitglieder haben der US-amerikanischenAecom Technical Services Inc. grünes Licht gegeben, um Pläne für den MississippiRiver Intermodal Terminal zu erstellen.Der Hafen erhielt von der Regierung imvergangenen Jahr Fördermittel in Höhevon knapp 17 Mio. USD, um den NapoleonAvenue Intermodal Terminal fürden intermodalen Containerumschlagauszubauen. In diesem Zusammenhangwird ein 4 ha grosses angrenzendesGleisgelände modernisiert. Der Bau desTerminals wird voraussichtlich im kommendenDezember starten und ca. zwölfMonate dauern. Der Hafen New Orleansund das «Louisiana Port ConstructionNew Orleans rüstet seinen Intermodal-Terminal auf.and Development Priority Program» habenzudem den Bau eines angrenzendenRangierbahnhofs von 1 ha Grösse stromaufwärtsdes Mississippis am LouisianaAvenue Terminal in Auftrag gegeben.Der Aufsichtsrat vergab einen Bauauftragin Höhe von 3,7 Mio. USD an HardRock Construction aus Metairie, einemVorort von New Orleans.Der Bau des Rangierbahnhofs begannim März dieses Jahres und wird voraussichtlichbis kommenden Dezember abgeschlossensein. Die Gesamtkosten fürbeide Projekte belaufen sich auf ungefähr26 Mio. USD.www.portno.comFoto: Port of New OrleansBesserer Service für Binnenschiffer in AntwerpenIm Hafen Antwerpen steht Binnenschifffern ab sofort eine neue Möglichkeitzur Abfallentsorgung zur Verfügung. Die Anlage Lilloparkliegt nördlich von Kai 601 (Tijsmanstunnel West) und ist neben derEntsorgungsanlage Noordkasteelpark an Kai 75 die zweite derartigeEinrichtung im Hafengebiet am rechten Scheldeufer. Am linken Uferexistieren bereits der Kallopark (Kai 1103) und ein Bilgenboot. Jähr-lich werden an den drei Entsorgungsanlagen und beimBilgenboot rund 5000 t Schiffsabfall in Empfang genommen.Mit der neuen Anlage gilt der Hafen Antwerpenbezüglich der Abfallentsorgung international alsvorbildlich, insbesondere da Binnenschiffer am Lilloparkihren Abfall ausser zu den üblichen Öffnungszeitenin der Woche auch am Samstagvormittag abliefernkönnen. Dieser Service ist neu im Hafen Antwerpen.avwww.portofantwerp.comFOR ABETTERSUPPLY CHAINBESUCHEN SIE UNS!—TRANSRUSSIA23.–26. APRIL 2013VCC / PAVILLON 75BSTAND A311www.via-bremen.dewww.bremenports.de/standortRekordumschlag für denHafen KehlErstmals seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1900 verzeichneteder Kehler Hafen beim wasserseitigen Umschlagein Ladungsvolumen von mehr als 4 Mio. t ineinem Jahr. Mit insgesamt knapp 4,12 Mio. t schlug derBinnenhafen im vergangenen Jahr 3% mehr um als in2011. Davon waren 2,7 Mio. t Eisen- und Stahlwaren,knapp 323000 t Mineralölprodukte, rund 138000 tBaustoffe, ca. 140000 t Getreide sowie 38 000 t festeBrennstoffe.Die Summe der übrigen Güter betrug etwas über rund773000 t. Insbesondere die Ladungsbereiche Eisen- undStahlwaren, Getreide sowie Zellulose wuchsen kräftig.www.hafen-kehl.de


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Luftverkehr19Der hochmoderne Frachtterminal des neuen Flughafens von Doha sieht aus wie vor Jahren geplant – doch der Fehler steckt noch im Detail.Fotos: Flughafen DohaGeplante, gebaute und (noch nicht) eröffnete FlughäfenNeue Flughäfen für die FrachtweltZeitgleich zur Verwirklichung eines lang ersehnten Flughafenprojekts in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito (vgl. ITJ 13-14/2013, SpecialS. 22) hat Sri Lanka seinen zweiten internationalen Flughafen eröffnet. Dagegen platzte das gross angekündigte Ereignis in Doha (Qatar).Ein kurzer Blick auf aktuelle Bauvorhaben, die dem in den nächsten Jahren erwarteten Wachstum im Luftverkehr begegnen sollen.In London (Grossbritannien) gibt es zuweilenrecht futuristische Pläne für einenneuen Flughafen in (!) der Themse-Mündung,in Istanbul (Türkei) läuft dieser Tagedie Ausschreibungsfrist für eine dritteDrehscheibe aus, in Nantes (Frankreich)haben die Bauarbeiten für einen neuenFlughafen begonnen, in Berlin (Deutschland)wollen sie nicht enden.Das Berliner Beispiel auf die Spitzegetrieben haben jetzt die Planer in Doha(Qatar), wo die auf den 1. April verschobeneEröffnungszeremonie des Hamad-Flughafens (HIA) nur wenige Stundenvor ihrem Beginn abgeblasen wurde.Dieses mittelöstliche Projekt, das den indie Jahre gekommenen Hub von QatarAirways (DIA) ersetzen soll, ist aber auchein ganz besonders ehrgeiziges (s. Box),das dem seines südlichen Nachbarn Dubai(VAE) nacheifert.Dort wurde der unbescheiden «WorldCentral» genannte Flughafen im Juni2010 eingeweiht. Bisher wickelte erlediglich Fracht ab – wenn auch mitmärchenhaften Wachstumsraten – undöffnet kommenden Herbst auch für denPassagierverkehr. Auf seinen fünf Pistensollen dereinst 120 Mio. Fluggäste jährlichstarten und landen – sowie 12 Mio. tLuftfracht.Etwas weiter östlich davon, aber auchim Indischen Ozean und bereits im Visierder drei grossen mittelöstlichen FluglinienQatar und Etihad Airways sowieEmirates liegt «Mattala Rajapaksa». Derzweite internationale Flughafen des InselstaatsSri Lanka wurde am 18. Märzeingeweiht. Die 200 Mio. USD teure Anlagein Staatsbesitz soll zunächst 45 000 tFracht pro Jahr, im Export hauptsächlichStoffe und verderbliche Waren, abwickelnkönnen. Nach Erweiterungen bis2015 soll sich die jährliche Kapazitätmehr als verdreifachen. Unterdessen hatIAG Cargo die Wiederaufnahme vonFlügen nach Sri Lanka nach 15 Jahrenangekündigt. Ab dem 15. April wird eineB777 dreimal wöchentlich von Londonüber die Malediven die Insel bedienen –allerdings den Flughafen der HauptstadtColombo.www.mria.lkAnvisierter Wachstumsschub in DohaJahreskapazität: 1,4 Mio. t (DIA: 0,4 Mio. t)Luftseitige Laderampen: 15 (0)Landseitige Laderampen: 32 (20)Klimatisiertes Lager: ja (nein)Automatisiertes Lagersystem: voll (halb)ULD-Screening: ja (nein)Tierstation: ja (nein)www.ndiaproject.comWeltluftfahrt erwärmt sich für TexasTurkish Airlines hat am 1. April eineDirektverbindung zwischen Istanbulund Houston eingeführt. Die zunächstviermal wöchentlichen Flüge werden am3. Juli auf sechs erhöht und im Bauch derauf der Strecke eingesetzten B777-300ER,die bis zu 58 t Fracht mitnehmen kann,für mehr Güteraustausch zwischen dergrössten texanischen Stadt und Europasorgen. Der nach dem früheren US-PräsidentenGeorge W. Bush benannte grössteFlughafen des dortigen Luftfahrtsystemshat nach mehreren Jahren ansteigenderEnde März wurde in Dallas ein für 29 Mio. USDerweitertes Brandschutzschulungszentrumeingeweiht.Frachtvolumina 2012 einen leichtenRückgang (–1,8%) auf 438 000 t hinnehmenmüssen. Damit belegt er weltweitPlatz 46, in den USA Rang 14 und ist inTexas die Nr. 2.Vor ihm liegt dank eines leichtenWachstums (+1,4%) auf 602 000 t derFlughafen von Dallas–Fort Worth (USA:11., Welt: 36.), der ab Juni von 200 Destinationenaus erreicht werden kann,davon 52 ausserhalb der USA. Zwischendem 16. und dem 18. April kommt dieLuftfahrtwelt aber erst einmal nach Dallas,wo der globale LuftfrachtverbandTiaca seinen jährlichen Führungskräftegipfelveranstaltet. www.fly2houston.comwww.dfwairport.com; www.tiaca.orgFoto: Flughafen Dallas


20 Luftverkehr Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Globe Air Cargo SchweizAgenten im WachstumGlobe Air Cargo Switzerland, das Schweizer Mitglied der weltweit tätigen ECS Gruppe(vgl. ITJ 49-52/2012, S. 15), hat Anfang dieses Jahres die Sirius AG integriert und damitsein Portfolio um Delta und TAP erweitert.Gut aufgestellt in Genf (links) und Zürich: Globe Air Cargo Switzerland um GeschäftsführerHeinz Brütsch (rechtes Bild, 4. v.l.) und Verkaufsdirektor Nick Kroebl (ganz rechts).Fotos: Globe Air Cargo SwitzerlandJust zum Erreichen der Volljährigkeit –die Aktivitäten als General Sales Agent(GSA) in der Schweiz begannen im April1995 unter dem Namen «Tristar Aviation»– vermeldet Nick Kroebl, VerkaufsdirektorSchweiz, die Eingliederung der SiriusAG in Globe Air Cargo Switzerland. DasUnternehmen, das als einer der führendenGSSA des Landes gilt, kann damitauf die Frachtkapazitäten von zwei Fluglinienmehr zurückgreifen und hat seinenPersonalbestand um zwei erfahreneKräfte erhöht sowie seine Bürofläche anden beiden wichtigsten Standorten Zürichund Genf erweitert. «Dazu gehörtselbstverständlich auch eine entsprechendeEinweihungsparty, die im Februar imBeisein von über 100 Kunden stattgefundenhat», wie Kroebl ergänzt.Mittlerweile zählt die Agentur, die seitihrer Eingliederung in die ECS-Gruppe2005 ihren aktuellen Namen trägt, 18Mitarbeitende mit eigenen Büros amHub Zürich und in der Westschweiz, dieaber auch ab den Flughäfen Bern undBasel Fracht übernehmen. Die wichtigstenFluggesellschaften, die von Globe AirCargo vertreten werden, sind BrusselsAirlines, Etihad Cargo, Hainan Airlines,LOT und SAS. Durch die Integration vonSirius kamen Delta Air Lines und TAPhinzu, so dass die Agentur mehr als 700Destinationen anbieten kann. «Somit eröffnenwir unseren Kunden einen komplettenZugang zum Weltmarkt und sindbestens für die Zukunft aufgestellt», istKroebl überzeugt.www.globeaircargo.chCargolux erreicht nächste EtappenzieleDie vietnamesische Hauptstadt Hanoiist Heimat des 100. Flughafens auf derWelt, der mit dem Flugzeugtyp Boeing747-8 angeflogen wurde. Für die Premiereverantwortlich zeichnete Mitte MärzCargolux. Die in Luxemburg domizilierteFrachtfluggesellschaft war nur 16 Monatevorher Erstkunde der B747-8-Frachtversion.«Dieser Erfolg ist das Ergebnis derEntschlossenheit von Vietnam, auf derlänger werdenen Liste derjenigen Länderzu erscheinen, die für diesen Flugzeugtypgenehmigte Flughäfen haben,»kommentierte Cargolux’ Interimspräsidentund CEO Richard Forson die 76.Destination der Fluglinie. Cargolux, dieausser der vietnamesischen HauptstadtHo-Chi-Minh-Stadt, die Wirtschaftsmetropoleim Süden des Landes, bedient,hatte kurz vorher die wöchentlichen Anflügevon Hanoi auf drei erhöht. Die Frequenzerhöhungund die Einführung desgrösseren Fluggeräts unterstreichten diewirtschaftliche Bedeutung des Marktsfür Cargolux, so Forson weiter. ZumZeitpunkt der Erstlandung (von Kuwaitkommend) war Brasilien somit das letzteFoto: BoeingLand in ihrem Netzwerk, in dem es keineneinzigen, für 747-8-Einsätze zertifizierten,Flughafen gab.Ebenfalls im März hat Cargolux ausserdemden 25. Frachtjumbo ihrer Geschichtevon dem US-amerikanischenHersteller übernommen. Die erste Lieferungreicht zurück ins Jahr 1979, als sieihre ersten beiden 747-200F einflottete.1993 wurde sie der erste Nutzer der Version747-400F und bestellte 2005 als Erstkunde13 B747-8F, von denen sie nun diesiebte übernommen hat.ahwww.cargolux.com«Regenbogenmaschine»: Die Cargolux-Boeingbei ihrer Erstlandung in Hanoi am 17. März.Niederländer gewinnenneue ZubringerverkehreDer im niederländischen Roosendaalbeheimatete Logistikdienstleister Jan deRijk hat im März gleich zwei grosse Vertragsabschlüssegetätigt. Eine bestehendePartnerschaft mit Singapore AirlinesCargo wurde dahingehend ausgebaut,dass Jan de Rijk von nun an bevorzugterLieferant für Strassenzubringerdienste(RFS) in Amsterdam (Niederlande) undBrüssel (Belgien), den europäischenHaupthubs der südostasiatischen Fluggesellschaft,ist. Die Vertiefung der langjährigenZusammenarbeit wertet Jan deRijk als «günstige Entwicklung auf demgegenwärtigen Frachtmarkt, die bestensin das weite Lkw-Netz der Firma passt».Weitere Beziehungen hat sie mit AirFrance-KLM-Martinair Cargo geknüpft:Ab dem 1. Mai wird Jan de Rijk nebenbestehenden RFS zwischen Amsterdamund Malmö (Schweden) für die französisch-niederländischeFluggesellschaftneu Fracht von und nach Kopenhagenund Billund (Dänemark) sowie Helsinki(Finnland) fahren. www.janderijk.comwww.afklcargo.com; www.siacargo.com


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Spedition & Logistik21Pharmalogistik • VerpackungSensible Güter sicher verpacktMit der Produktlinie «Clinical ExpressExclusive» bietet der ExpressdienstleisterTNT Express seinen Kunden schonseit vielen Jahren unterschiedlicheVerpackungsservices für den weltweitenVersand von klinischen Proben undPrüfmedikatoren an.Mit der Verpackungslösung «Medpak Frozen» von TNT Express können Trockeneistransporte von biszu 96 Stunden Dauer bei einer Temperatur von bis zu –79,5 °C durchgeführt werden.Zu einem zuverlässigen Versand gehörtauch eine passende Verpackung. Nur sokann von Anfang an gewährleistet werden,dass die Sendungen unbeschädigtbeim Empfänger ankommen. TNT Expressstellt seinen Kunden für nahezujeden Anlass optimale Verpackungsmöglichkeitenzur Verfügung. Mit der Produktlinie«Clinical Express Exclusive»bietet das Unternehmen Dienstleistungenfür den weltweiten Versand von klinischenProben und Prüfmedikationenfür Studien an. Für den thermisch kontrolliertenTransport garantieren verschiedeneVerpackungen, dass die Sendunginnerhalb eines festgelegten Zeitraumsunter bestimmten Temperaturbedingungenunversehrt ihr Ziel erreicht. Die Linie«Clinical Express Exclusive» bietet demKunden drei Verpackungsmöglichkeiten:«Medpak Frozen», «Medpak Thermo» sowie«Medpak Thermo IMP».«Medpak Frozen» gibt es in drei verschiedenenVerpackungsgrössen. Mitdieser Lösung können Trockeneistransportevon bis zu 96 Stunden Dauer beieiner Temperatur von bis zu –79,5 °Cdurchgeführt werden. Auf Anfrage sindindividuelle Lösungen in anderen Temperaturbereichenmöglich. Diese Verpackungskomplettlösungentspricht denVorgaben der Iata-DGR und der ADR-Verpackungsvorschrift «P(I) 650» fürdiagnostische Proben (UN3373/ BiologischeSubstanzen der Kategorie B) sowiezusätzlich der Iata-Verpackungsvorschrift«P(I) 904» für Trockeneis.«Medpak Thermo», ebenfalls in dreiverschiedenen Grössen erhältlich, eignetsich für Stoffe, die in einem Temperaturbereichzwischen +2°C und +8°C bzw.+10°C bis +25°C transportiert werdenmüssen. Kalibrierte Temperatur-Loggergarantieren auf Wunsch für beide Verpackungsvarianteneine genaue Aufzeichnungder Produkttemperatur währenddes Transports.Die positive Resonanz der Kunden warfür TNT Express Anlass, den Service rundum die temperaturgeführten Transportefür Kunden aus der klinischen Forschungauszubauen: Seit einiger Zeit bietet dasUnternehmen auch den Transport vonInvestigational Medicinal Products (IMPs;Testmedikationen) im Rahmen von klinischenStudien an. In Zusammenarbeit miteiner medizinischen Forschungsorganisationhat das Unternehmen das bestehendeVerpackungssystem «Medpak Thermo»erweitert, optimiert und eine Spezialverpackungfür den Versand von IMPs entwickelt.«Medpak Thermo IMP» erfüllt fürden Versand von Prüfmedikationen weitmehr Anforderungen als die schon bestehendenLösungen.96 Stunden konstante TemperaturDie guten thermischen Eigenschaftenwerden beim «Medpak Thermo IMP»durch die Verwendung von Vakuumisolationspaneelenin Kombination mitKühl-/Wärmeakkus, gefüllt mit speziellenPCM-Materialien (phase change material),erreicht. Es hält die Temperaturfür mehr als 96 Stunden konstant im gewünschtenBereich. Der Innenraum des«Medpak Thermo IMP» hat ein Volumenvon 24 l. Er wird ebenso wie alle darin enthaltenenElemente von geschultem Personalregelmässig überprüft und chemischgesäubert, so dass «Medpak ThermoIMP» mehrfach wiederverwendet werdenkann. Mit dem Clinical Express Networkbietet TNT Express eine professionelleund wirtschaftliche Dienstleistung für einensicheren Expressversand von diagnostischenProben. Darüber hinaus stellt derExpressdienstleister mit «Medpak A» eineigenes Verpackungsset für deren sicherenVersand zur Verfügung. Dieses gewährleisteteine bevorzugte und besonders sensibleBehandlung im TNT-Express-System. DieSekundär- und Aussenverpackung ist geeignetfür infektiöse Stoffe der KategorieB der Gefahrgutklasse 6.2/UN 3373. Somitentspricht «Medpak A» in Kombinationmit der Sekundärverpackung (Pathopouch)den Verpackungsvorschriften Iata/DGR und ADR P(I) 650.Aufgrund der Sensibilität und der hohenspeziellen Anforderungen an Transporteim Bereich klinischer Studien hatTNT Express einen auf diesen Marktspezialisierten Kundendienst in über 50Ländern eingerichtet: das Clinical ExpressCentre. Die Mitarbeitenden sind in allenAbschnitten der Lieferkette klinischer Studiengeschult. Sie kontrollieren die Sendungenwährend des gesamten Transportsund können aufgrund ihrer Kenntnisseund ihrer Befugnisse sofort in die Transportketteeingreifen. www.tnt.comFoto: TNT Express


ADV 326/2013 CHGrenzenlos kombinieren.Zielsicher optimieren.Sind Ihre Warenströme übersichtlich und Ihre Laufzeiten kurz? Können IhreLagerbestände reduziert, Ihre Prozess- und Fixkosten gesenkt werden?Im Netzwerk von Beschaffung, Produktion, Lagerung und Distributionbewegen wir gemeinsam mit Ihnen Menschen, Waren und Daten auf einklares Ziel zu: Ihre Logistik zum echten Wettbewerbsvorteil zu machen –weltweit. Denn jede Logistiklösung ist so individuell wie unsere Kunden.Erleben Sie selbst, wie GW bewegt: gw-moves.comServicetelefon +41.58.458.5511www.gw-world.comMit Sicherheitein souveräner BegleiterGilt es Termine einzuhalten, komplexeAnlagen oder Gefahrgut zu transportieren,dann sind unsere Logistiker inihrem Element.Wo immer es hingehen soll, im weltweitenGüteraustausch werden unsereLogistikleistungen zu Ihrem Erfolg.Reach the world:www.lamprechtlogistics.comCROWNJEWELSae-werbung.chREACH THE WORLDwww.lamprechtlogistics.comLamprecht Transport AGPeter Merian­Strasse 48CH­4002 BaselTelefon +41 61 284 74 74


24 Spedition & Logistik Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Fortsetzung von S. 23bei Ausstellung der Genehmigungen gemachthat, hängen die Lagerkapazitätendes Standorts entscheidend ab. Besondersgefragt und dementsprechend gut ausgelastetsind die Flächen für Tankcontainer,die mit verflüssigten Druckgasen der Gefahrstoffklasse2 befüllt sind. Dort lagertviel Chlormethan und Dimethylsulfat– Stoffe die als Ausgangsmaterial zurWeiterverarbeitung per Binnenschiff zuden Seehäfen und von dort aus zu denAbnehmern transportiert werden.«Die Lagerung im TankcontainerschafftunserenKundenFlexibilität.Dennso können sie sich auf ihr Kerngeschäft,die Produktion, konzentrieren und müssennicht aus Platzmangel die Fertigunganhalten», verdeutlicht Andreas Magerdie Vorteile. Wenn die Nachfrage nachLagerkapazitäten der Gefahrstoffklasse 2dauerhaft hoch bleibt, fasst er eine Erweiterungder Kapazitäten seines Terminalsins Auge. «Insgesamt haben wir eine starkschwankende Auslastung, weil es sich beiden meisten Gütern um Saisonproduktehandelt.» Dazu gehören unter anderemdie im Industriepark Höchst produziertenPflanzenschutzmittel.Die Genehmigungsvorschriften wirkensich auch auf die Ausgestaltung desLagers aus. So bestimmen die Zusammenlagerungsverbote,welche Stoffe inwelcher Lagerstrasse stehen müssen. Unddie Bauvorschriften verlangen eine Vielzahlan Sicherungsmassnahmen – wieetwa ein Löschwasserrückhaltebecken,um zu verhindern, dass bei UnfällenFlüssigkeiten ins Erdreich sickern. DieseVorgaben begründen auch, warum aufder Lagerfläche im Industriepark Höchst20- und 40-Fuss-Container willkommensind: Die versiegelten Flächenlassen sich durchihre Abmessungen nichteffizient mit 30-Fuss-Containern nutzen. DasContainerlager von Contargoist derzeit zu rund80% mit Tankcontainernausgelastet. MaritimeBoxcontainer, die etwamit Granulaten und ähnlichenStoffen befülltsind, spielen bei der Lagerungeine untergeordneteRolle. Sie werden häufiglediglich umgeschlagen.Freie Kapazitäten gibt esvor allem in den Klassen3 (entzündbare flüssigeStoffe), 6 (giftige Stoffe),8 (ätzende Stoffe) und 9(alle Stoffe, von denenbei der Beförderung eineGefahr ausgeht, die abernicht zu einer der anderenKlassen gehören).Mehr als nur LagerungDer Trimodalterminal kann seinen Kundenüber die reine Lagerung hinaus nocheine Reihe weiterer Services anbieten. Sobesteht beispielsweise in Abhängigkeitvon den beinhaltenden Produkten dieMöglichkeit, Container, die mit der entsprechendenTechnik ausgestattet sind,auch temperaturgeführt zu lagern. Diedafür notwendigen Starkstromanschlüssesind am Terminal vorhanden. Nebendem Containerhandling auf dem Geländeund der Dokumentation der Lagerungbietet Contargo deshalb ausserdem dieTemperaturkontrolle für die eingelagertenContainer an. Diesen Service nutzenContainerumschlag auf ein Binnenschiff im Industriepark Höchst.Kunden beispielsweise dann, wenn sieStoffe auslagern wollen, die mit hohenTemperaturen in den Produktionsprozessgeschleust werden müssen und dafür etwaeinen Tag lang auf 90°C aufgeheiztwerden müssen.Wie flexibel sich die Einrichtungenam Terminal von Contargo nutzen lassen,unterstreicht ein anderes Beispiel:Selbst beim Umschlag von Gütern, dieunter strikter Einhaltung der Kühlkettetransportiert werden müssen, können dieContainer jederzeit gekühlt werden. «Sokönnen wir auch hohe Warenwerte empfindlicherGüter gezielt sichern», hebtMager hervor.www.infraserv-logistics.comwww.contargo.netFoto: Infraserv Logistics


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Spedition & Logistik25Augustin Quehenberger GroupVerhalten optimistischDie österreichische Logistikfirma Augustin Quehenberger Group mit Sitz in Strasswalchenbei Salzburg hat 2012 die Restrukturierung nach dreieinhalb Jahren endgültig abgeschlossen.2012 wurde ein Gewinn erzielt, und für das laufende Jahr herrscht Zuversicht.«Die Augustin Quehenberger Group hatin kurzer Zeit alle Ziele erreicht, die wiruns bei der Übernahme der beiden TraditionsunternehmenAugustin und Quehenbergergesetzt haben. Wir sind völlig neuaufgestellt und verstärken jetzt den Wachstumskurs»,zeigte sich CEO ChristianFürstaller zufrieden. Zuletzt wurde 2012der Eigenfuhrpark von Augustin Networkum 100 Lkw reduziert und in die FirmaQuehenberger Logistics integriert. Derdadurch verlorene Aussenumsatz führtezu einem leichten Umsatzverlust von413 Mio. EUR auf 401 Mio. EUR. Ohnediesen Einmaleffekt der Restrukturierungbetrug das organische Wachstum 5%.In wenigen Jahren sei aus einem Minusin zweistelliger Millionenhöhe ein operativesPlus geworden, betonte RodolpheSchoettel, CFO. Gleichzeitig seien mehrals 70 Mio. EUR in Equipment, Standorteund Systeme investiert worden, um dieGruppe zukunftsfähig zu machen.WachstumskursDie Augustin Quehenberger Group habejetzt die richtigen Strukturen bei Organisation,Management und in der Produktion.Sie bewirtschaftet 85 Standortein 17 Länder von Spanien bis Russland,wird operativ von zwei COO (ChristianBraunstein und Klaus Hrazdira) geführtund von den Eigentümern Fürstaller undSchoettel strategisch geleitet. Das laufendeJahr schätzt die Augustin QuehenbergerGroup verhalten optimistisch ein. DieFoto: Augustin Quehenberger GroupChristian Fürstaller, CEO und Miteigentümerder Augustin Quehenberger Group.im Markt vorhandenen Überkapazitätenwürden den Preisdruck nach wie vor hochhalten, auch wenn die Konjunktur wiederangezogen habe. Nach dem Abschlussder Restrukturierung verstärke die Gruppeihren Wachstumskurs, kündigte Fürstalleran. Er rechnet für 2013 mit einemUmsatzplus von 4%–5%.rawww.augustin-quehenberger.comPhoenix Europe Express SATel. +33 (0) 134.38.28.00commercial@phoenix-europe.frEUROPE IS HOMEPhoenix Freight International Ltd.Tel. +44 (0) 1268.50.29.00sales@phoenixfreight.comWWW.PHOENIXFREIGHT.COMWWW.PHOENIX-EUROPE.FRLONDON · PARIS · LILLE · LE HAVRE · HULL · LISBOA · PORTO


26 Spedition & Logistik Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Kurz notiertMenlo Worldwide in Belgien. Das zum Speditionskonzern Con-Way Inc.gehörende US-amerikanische 3PL-Logistikunternehmen Menlo Worldwide hat inGenk (Belgien) ein neues, 16 000 m 2 grosses Distributionszentrum bezogen. DieAnlage in Genk dient Menlo einerseits der Abdeckung lokaler Kunden, andererseitsals Liefer-Hub für den westeuropäischen Markt. www.con-way.comNorwegische Post eröffnet neuen Terminal. Die Norwegische Post (PostenNorge) hat im Südosten Norwegens, in Fredrikstad an der norwegisch-schwedischenGrenze, einen neuen Paket- und Frachtterminal in Betrieb genommen. Die8500 m 2 grosse Plattform ermöglicht die Abwicklung von 12 000 Paketen sowie750 ein- und ausgehenden Frachtsendungen pro Tag. Benutzt wird die neueAnlage sowohl von Posten Norge selber als auch von deren SpeditionstochterBring.www.posten.noÖsterreichische Post. Die Österreichische Post hat im vergangenen Geschäftsjahreinen Umsatz von 2,3 Mrd. EUR und einen operativen Gewinn (Ebit) von182 Mio. EUR erwirtschaftet. Das entspricht gegenüber 2011 jeweils einem Plusvon 9%. Die Ebit-Marge der Österreichischen Post lag 2012 bei 7,7%.www.post.atPoste Italiane. Die italienische Post Poste Italiane hat im vergangenen Geschäftsjahr2012 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 9% auf 24 Mrd. EURgesteigert. Der Reingewinn schlug mit 1,032 Mrd. EUR zu Buche. www.poste.itStef mit gutem Ergebnis. Die französische Kühltransport- und -logistikgruppeStef hat 2012 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um knapp 9% auf 2,5 Mrd.EUR verbessert. Der Reingewinn stieg im Vergleich zu 2011 um 6,4% auf 55,5Mio. EUR.www.stef.comKühne+Nagel Dienstleister für Globus in Russland. Das weltweit tätigeLogistikunternehmen Kühne + Nagel (K+ N) wickelt künftig Logistikservices fürdie deutsche Warenhauskette Globus in Russland ab. K + N steuert dabei fürGlobus in Russland die Importe aus Bulgarien, China, Thailand, Deutschland undItalien. Ausserdem zeichnet K + N auch für die Distribution und Zollabfertigungverantwortlich.www.kn-portal.comDachser konnte auchim Geschäftsjahr 2012 zulegenDachser hat 2012 beinahe 50 Mio. Sendungen transportiert.Der weltweit tätige deutsche LogistikdienstleisterDachser hat das Geschäftsjahr 2012 mit neuen Höchstwertenbei Umsatz- und Mitarbeiterzahlen abgeschlossen.Das Unternehmen mit Hauptsitz in Kemptensteigerte seinen Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2012auf 4,41 Mrd. EUR, das sind 3,7% mehr als 2011 (4,25Mrd. EUR). Der Dienstleister beförderte 2012 zudem49,8 Mio. Sendungen mit einem Gesamtgewicht von37,5 Mio. t – rund 1% mehr als im Vorjahr. Ende 2012war Dachser weltweit mit 347 eigenen Niederlassungenvertreten – 92 davon in Deutschland – und beschäftigteper Stichdatum 31. Dezember 2012 weltweit 21 650Mitarbeitende.Erste Wachstumsimpulse für das Jahr 2013 hat Dachserim Januar mit den Akquisitionen der spanischen LogistikunternehmenAzkar und Transunion gesetzt. Inklusivedieser Zukäufe und dem erwarteten organischenWachstum will Dachser im laufenden Geschäftsjahrerstmals die Umsatzmarke von 5 Mrd. EUR übertreffen.www.dachser.comFoto: DachserGebrüder Weiss baut in Wels ausGebrüder Weiss expandiert an seinem Standort Wels beiLinz in Oberösterreich. Neben der bestehenden Logistikanlage(18000 m 2 Lager- und 1200 m 2 Bürofläche) werdenfür 20 Mio. EUR ein moderner Speditionskomplexmit 9300 m 2 und ein zusätzliches Bürogebäude mit rund3800 m 2 errichtet. Der neue Terminal soll im ersten Quartal2014 in Betrieb gehen.www.gw-world.comAgility verzeichnet gute ErgebnisseDer Logistikkonzern Agility hat im vierten Quartal2012 den Reingewinn gegenüber der Vorjahresperiodeum stolze 179% auf 9,6 Mio. KWD (24,5 Mio. EUR) undden Umsatz um 9% auf 383,7 Mio. KWD (1,05 Mrd.EUR) verbessert. Im Geschäftsjahr 2012 stieg der Umsatzum 7% auf 1,4 Mrd. KWD (3,82 Mrd. EUR), undder Nettogewinn wuchs um 27% auf 34,3 Mio. KWD(93,5 Mio. EUR). www.agilitylogistics.com


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Spedition & Logistik27DB Schenker baut Servicein der Ukraine ausDB Schenker Logistics erweitert seinLeistungsportfolio in der Ukraine. DieLandesgesellschaft hat zusätzliche Kapazitätenin einem neuen Mehrkundenlagerangemietet. Der neue Standort liegtin Belogorodka, 7 km von der Ringautobahnum die Hauptstadt Kiew entfernt.Das moderne Logistikzentrum mit einerGesamtfläche von 45 000 m 2 und einerDeckenhöhe von 12 m erlaubt denCross-Docking-Umschlag und verfügtüber einen speziellen Bodenbelag zurStaubreduzierung. Parkplätze stehen fürbis zu 60 Lkw und 120 Pkw bereit. Darüberhinaus bietet der neue LogistikkomplexBüroräume mit einer Gesamtflächevon 3500 m 2 . DB Schenker nutzt vorersteine Fläche von 3100 m 2 und kann beiweiterem Wachstum die Kapazitäten erweiternund Kunden aus den BranchenKonsumgüter, Elektronik, Chemie undAutoindustrie bedienen. Weitere 600 m 2werden als Büroflächen genutzt.www.dbschenker.comTNT Express plant denAbbau von 4000 StellenDer weltweit tätige niederländische KEP-Dienstleister TNT Express will in dennächsten drei Jahren rund 4000 Arbeitsplätzestreichen. Das teilte das Unternehmenmit Sitz in Hoofddorp bei Amsterdammit. TNT Express beschäftigt aktuellweltweit rund 69 000 Mitarbeitende.Der Konzern beabsichtigt zudem – wiebereits früher in diesem Jahr schon einmalangekündigt – sich noch im Verlaufedieses Jahres von seinen Inlandaktivitätenin Brasilien zu trennen. In Chinawurde dieser Schritt – die Trennung vonder Strassentransportsparte – in der Zwischenzeitbereits vollzogen. Bis zum Jahr2015 sollen so 220 Mio. EUR eingespartwerden. TNT Express hat zuguterletzt angekündigt,auch die Infrastruktur anzupassenund Depots innerhalb bestimmterMärkte oder Regionen zusammenzulegen.Bis Ende 2015 rechnet TNT Expressmit Restrukturierungskosten von total150 Mio. EUR. rawww.tnt.comKurz notiertUPS in Vietnam. Der US-amerikanischeIntegrator, Paket- und Logistikkonzern UPShat von der vietnamesischen Post-TochterVN Post Express seine bisherige 51%-Beteiligungam 2010 entstandenen Express-Gemeinschaftsunternehmen auf 100%aufgestockt. Eigenen Angaben zufolge istUPS damit der erste global tätige Expressdienstleistermit einer eigenen Tochtergesellschaftin Vietnam. www.ups.comwww.vnpost.vnAlacat. Der 30. Jahreskongress der Alacat(Federación de Asociaciones Nacionales deAgentes de Carga y operadores logísticos internacionalesde América Latina y el Caribe),des Verbandes der Spediteure Lateinamerikasund der Karibik, wird in diesem Jahr vom20. bis 22. Mai in Guayaquil (Ecuador) überdie Bühne gehen. www.alacat.orgU-Freight. Der in Hongkong ansässigeLogistikdienstleister U-Freight hat aminternationalen Flughafen von Xiamen in derchinesischen Provinz Fujian ein neues Büroeröffnet.www.ufreight.com«transport logistic 2013» in München4.–7. Juni 2013, Halle A5, Stand 321/422Transporte ohne Grenzen? Auch das ist Logistik.Die Schweizerische Post bietet Transporte im Inland und über die Landesgrenzen,mit direkter Verzollung und vielem mehr. Überzeugen Sie sich vom umfassenden Angebot:post.ch/transporte


28 Strassentransport / Intermodal Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013KN München wird Systempartner von 24plusEingangstor fürSüd-/SüdosteuropaNach einer sechsmonatigen Übergangsphase speist Kühne + NagelMünchen (Deutschland) nun auch Stückgut in das Netz von 24plus ein.Dazu zählen Sendungen eigener Stückgutkunden aus der Region,aber auch Sendungen aus Südeuropa und der Türkei.Seit dem 2. April 2013 ist die NiederlassungMünchen des internationalenLogistikunternehmens Kühne + NagelSystempartner der Stückgutkooperation24plus. Bereits seit dem 1. Oktober2012 ist KN München als Eingangspartnerfür 24plus aktiv und übernimmt fürdas Netzwerk die Stückgutverteilungund die Vorholung von Sendungen inder Beschaffungslogistik im GrossraumMünchen. Hintergrund war, dass derdamalige München-Partner von 24plus,die ABC Logistik München GmbH, am30. September 2012 kurzfristig aus demNetzwerk ausgeschieden war.Nach einer halbjährigen Übergangsphasespeist die lokale KN-Niederlassungenun auch Stückgut in das Netz von 24plusein. Darunter sind einerseits Sendungeneigener Stückgutkunden aus dem Grossraumder bayerischen Landeshauptstadt,aber auch Sendungen aus internationalenVerkehren, insbesondere aus Südeuropaund der Türkei. Im Gegenzug können die24plus-Partner das Depotals internationales EingangstorRichtung Südenund Südosten nutzen.Beiderseitiger Nutzen«Wir sind froh, wie sich unserePräsenz in Münchenentwickelt hat», erklärt24plus-GeschäftsführerPeter Baumann. «Mit derAufnahme beiderseitigerVerkehre haben wir nuneinen mengenstarkenPartner gewonnen, der uns nicht nurin der Region unterstützt, sondern mitinternationalen Verbindungen das Netzbereichert.»«Wir haben als 24plus-Partner den Zugangzu einem qualifizierten Netzwerk,über das wir deutschlandweit distribuierenund beschaffen können», erklärtWolfgang Herrling, Leiter LandverkehreRegion Südost (Bayern) von KN dieDie Stückgutallianz 24plus stützt sich in München voll auf KN ab.Vorteile für seine Firma. Mit Münchensind nunmehr drei Häuser des internationalenLogistikunternehmens bei 24plusorganisiert. Anfang September 2012 warmit KN Lichtenfels eine Niederlassungin Nordbayern zum Kooperationsnetzvon 24plus gestossen. KN Stadtallendorf(Hessen) ist bereits seit September 2001Mitglied im 24plus-Netz.ahwww.24plus.de; www.kn-portal.comFoto: KNNeuer Bahndienst Kehl–RotterdamVTG auf WachstumskursDie multimodale TransportanbieterinH&S Container Line, Duisburg, hateinen neuen Dienst eingeführt. Unterdem Namen «Black Forest Express»railways.We accept every train.verbindet er zwei Mal wöchentlich dieRheinstädte Kehl (Deutschland) mitRotterdam (Niederlande). Dort wird nebenden grossen Terminals ECT Delta,APMT und Euromax auch der Waalhavenbereichüber den RSC Terminal bedient.«Damit komplettieren wir unsermultimodales Transportangebot in derRegion Kehl/Strassburg», so ein Sprecherder Linie.Das Unternehmen bietet bereits die«Blue Arrow Line» mit je drei Binnenschiffsabfahrtenpro Woche von/nachAntwerpen und Rotterdam an, der dieTerminals Kehl, Strassburg-Nord undStrassburg-Süd gleichermassen bedient.Der «Alsace Flanders Express» als hochfrequenterBahnservice verbindet sogarfünf Mal wöchentlich den TerminalStrassburg-Nord mit den Seehäfen Antwerpenund Zeebrugge.www.hs-containerline.comDie VTG Aktiengesellschaft, eines derführenden Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmenin Europa mitSitz in Hamburg (Deutschland), hat ihrenKonzernumsatz 2012 im Vergleichzu 2011 um 2,3% auf 767 Mio. EUR verbessert.Das operative Ergebnis (Ebitda)erhöhte sich um 3% auf 173,8 Mio. EUR,womit die Prognose in der Mitte der imFebruar 2012 veröffentlichten Spannegetroffen wurde. Für 2013 erwartet dieVTG in allen drei Geschäftsbereichen(Waggonvermietung, Schienenlogistik,Tankcontainerlogistik) eine positive Entwicklungund rechnet mit einem Umsatzvon 780–830 Mio. EUR und einem Ebitdavon 180–190 Mio. EUR. www.vtg.de


Transport mit Zukunft!CH-DE-20130305Sparen Sie sich teure Leerfahrten und steigern Sie die Auslastung Ihrer Fahrzeug-Flotte! TC Truck &Cargo ® –der Marktführer unter den Fracht- und Laderaumbörsenin Europa, eröffnet Ihnen viele zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten: Hier finden Sietäglich bis zu 300.000 internationale Fracht- und Laderaumangebote –Tendenzsteigend! Testen Sie uns und bald werden auch Sie sagen:„Mein TimoCom. Mein Vorteil.“Mehr Informationen zu TC Truck&Cargo ® und weiteren TimoCom-Produktentelefonisch unter 008000 8466266 (kostenlose Service-Hotline über das Festnetz).Werden Sie Fan!www.timocom.de


30 Strassentransport / Intermodal Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Wechsel der Dienstleister im transalpinen SchienengüterverkehrPaukenschlag am GotthardDie Ankündigung der Zusammenarbeit von DB Schenker und SBB Cargo auf der Gotthard-Streckezum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 war von der Nachricht begleitet,dass BLS zumindest auf der Lötschberg-Strecke Partner der DB bleiben soll.Am 12. März hatte die BLS noch den100. Geburtstag der Lötschbergbahn gefeiert.Kurz darauf jedoch musste sie denDienstleisterwechsel von DB Schenkerauf der Gotthard-Strecke hinnehmen.railstation.We arethe stationfor allcontainers.Die Volumina, die SBB Cargo zuwachsen,sind erheblich. Daniel Bürgy, LeiterVertrieb SBB Cargo, spricht von «mehrerentausend Zügen pro Jahr», für dieman Betriebs- und Traktionsleistungenauf den Strecken Basel/Singen–Gallerate/Chiassound Basel–Domodossola erbringenwerde. Konkretere Zahlen nenntBernard Guillelmon, Verwaltungsratspräsidentder BLS: Zehn tägliche Zugpaarebzw. 5000 von bislang ca. 6000 jährlichenZügen auf der Gotthard-Trasse werden fürden bisherigen Dienstleister wegfallen.Guillelmon hatte Zweifel angemeldet,ob der DB Schenker-Auftrag zu den gegebenenKonditionen rentabel sein kann.Die Trassenpreise seien für alle Anbietergleich, nur bei den Lohnkosten für dasPersonal bestehe etwas Spielraum. Guillelmonhat Einblick in die Details, warer doch von 2001 bis 2007 bei der SBBfür Betriebsführung und Infrastrukturzuständig. BLS prüft derzeit eine KlageFoto: BLS Cargo AG2013 ziehen die Loks von DB Schenker Railnoch die BLS Cargo-Züge über den Gotthard.bei der Wettbewerbskommission. DanielBürgy von SBB Cargo weist den Vorwurfeines Dumping-Angebots hingegenvon sich: «Das können wir uns gar nichtleisten.» Sein CEO Nicolas Perrin ist sichsicher, dass man «durch Leistungsfähigkeitüberzeugen» werde.Obwohl BLS von einer «Konzentrationauf rentable Verkehre» spricht, ist derEinen Schritt voraus für Ihre TransporteS ESTOSENSOHupac ist Ihr kompetenter, zuverlässiger und unabhängiger Partner für massgeschneiderte Logistiklösungen. Wir transportierenIhreStrassensendungen auf der Schiene, in ganz Europa, und kombinieren dadurch die Vorteile beider Systeme.Hupac ist Pionier für innovative Produktionssysteme und investiert ineigene Ressourcen wie Bahnwagen und Terminals.Der kombinierte Verkehr ist die Zukunft des Gütertransports: Hupac ist an Ihrer Seite, um gemeinsam vorwärts zu gehen.www.hupac.ch info@hupac.ch Tel. +41 91 6952800


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Strassentransport / Intermodal31Aderlass durch den auslaufenden Auftrag beträchtlich, sodass ca. 70 bis 80 Stellen wegfallen werden. Dazu gehörenca. 50 bis 60 Lokführer an den Standorten Erstfeld undBellinzona/Chiasso. Allerdings werden möglicherweiseeinige davon 2014 weiterhin auf der Gotthard-Strecke eingesetzt– als neue Angestellte von SBB Cargo. Im erstenSchritt jedoch will die SBB das vorhandene Personal imTessin, wo Überkapazitäten bestünden, besser auslasten,wie SBB-Sprecher Christian Ginsig ausführte. Es ist zusätzlichauch der Einsatz von Lokführern von ausserhalbder Schweiz nicht ausgeschlossen. Dieses Szenario bezeichnetedie Schweizer Gewerkschaft des Verkehrspersonals(SEV) als die «scheussliche Seite der Liberalisierung».Das Argument von DB Schenker für den Partnerwechsel,eine Diversifizierung der Partner in der Schweiz, istallzu fein gesponnen. Es ist offensichtlich, dass ein Preiskampfden Ausschlag gegeben hat. So hatte BLS Cargo,das seit 2010 rote Zahlen schreibt, im vergangenenGeschäftsjahr ein Minus von 1,85 Mio. CHF verkraftenmusste und beim Schenker-Auftrag zuletzt Verlusteerwirtschaftete, nach längeren Verhandlungen auf eineOfferte an DB Schenker Rail verzichtet. Der Zuschlagan SBB Cargo ist auch deswegen eine Überraschung,da die DB Schweiz Holding einen Anteil von 45% amAktienkapital der BLS Cargo AG hält. BLS spricht deswegenvon der «Notwendigkeit einer Neubewertung undNeuordnung der Zusammenarbeit».cdwww.blscargo.ch; www.sbbcargo.comKurz notiertKanada baut Grenzstationen aus. Die kanadische Regierung hat angekündigt,65 Mio. EUR in den Ausbau von drei Grenzstationen zu investieren,um Wartezeiten zu verkürzen und die Sicherheitsstandards zu erhöhen.Neben Lansdowne zwischen dem Staat New York und Ontario werden Emersonim Süden von Winnipeg und das so genannte Nordportal zwischen NordDakota und Saskatchewan an der Autobahn 39 ausgebaut.benwww.canada.gc.caZollunion will Lizenzen für Strassentransport erneuern. In der Zollunionvon Russland, Weissrussland und Kasachstan könnte es in Kürze zu einerNeuregelung der Lizenzvergabe für den Strassentransport kommen. Derweissrussische Vizepremierminister Mikhail Rusyi verwies hierzu auf kürzlicheGespräche mit Kasachstan. Ziel sei es, die Zahl der vergebenen Lizenzenangesichts des höheren Verkehrsaufkommens gerade Richtung Kasachstan zusteigern.www.news.belta.byWe’re there,wherever you need usswisshub.As market leader in thelogistics industry weconstantly improve ourresources, optimize ourprocesses and alwayshold on to the valuesthat brought ussofar.Thereby, we notonlycareabout what isbest forour customers but alsodo we strive tobepartof asustainable andprofessional supply chain.Swiss connector foreuropean mainportssince 41years!www.swissterminal.comFrom Singapore to Uzbekistan, if you’re involved in anincident, we’ll get someone on site and quickly. With 20claims offices in key locations, and afurther network oflocal partners, we always have professionals on hand withknowledge of the key issues and the legal frameworksneeded to manage aclaim effectively.Because wedon’t doanything else, we leadthe way in transport and logistics insurance.


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Verpackung35Verpackungsfirma Schütz GmbH & Co.Höchste LebensmittelsicherheitAls Hersteller industrieller Grossverpackungen lässt die Firma Schütz ihre Werke weltweitnach FSSC 22000 (Food Safety System Certification) zertifizieren. Damit ist eine umfassendeLebensmittelsicherheit garantiert, die weit über gesetzliche Anforderungen hinaus geht.Sobald bei industriellen Verpackungen ausKunststoff über Lebensmittelsicherheitgesprochen wird, steht meist automatischdas verwendete Material im Mittelpunkt.Ein Grund dafür: Der internationale Gesetzgeberschreibt unmissverständlichvor, über welche Eigenschaften die Stoffeverfügen dürfen. Ausserdem schliesst erSubstanzen aus, schreibt Prüfverfahrenvor und setzt Grenzwerte, z.B. bei der zulässigenMigration.Tatsächlich jedoch geht eine reine Fokussierungauf das Material mittlerweileweit an den Erfordernissen des Marktesvorbei. Dies sei in Bezug auf aktuelle Branchenvorgabenunzureichend, so Schütz.Die US-amerikanische FDA (Food andDrug Administration) sowie die entsprechendeneuropäischen Richtlinien beschränkensich auf Mindestanforderungen.Der neu definierte Standard «SchützFoodcert» hingegen werde den heutigenBedürfnissen in der Lebensmittelindustriemehr als gerecht: Über das Material hinausgewährleiste die Firma eine umfassendeProdukt- und Prozesssicherheit in dergesamten Supply Chain, so Schütz.«Schütz Foodcert»-Grosspackmittelwie IBCs (Intermediate Bulk Container)und Fässer erfüllen nicht nur alle Vorgabendes internationalen Lebensmittelrechts.Sie berücksichtigen auch zahlreichezusätzliche Massnahmen zur Risikominimierung,werden kundenspezifisch sowieFoto: SchützMitarbeitende von Schütz tragen Schutzkleidungentsprechend detaillierter Hygienevorschriften.just-in-time gefertigt und sind lückenlosrückverfolgbar. Vor diesem Hintergrundlässt Schütz weltweit sukzessive alle Produktionsstättennach der neuesten IndustrienormFSSC 22000 (Food Safety SystemCertification, basierend auf ISO 22000 inVerbindung mit PAS 223) zertifizieren.www.schuetz.netVerpackungKomplette, komplexe Verpackungen gehören zu unserenStärken –von Spezialanfertigungen bis zur Serie. Wir bietendas optimale Kosten-Schutz-Verhältnis, damit Güter unbeschadetankommen.KIFA –natürlich gut verpackt.KIFA AG, Kapellstrasse 6, CH-8355 Aadorf | Märstetten | Uzwil | Telefon 052 368 41 21 | www.kifa.chBesuchenSie uns!Lagern auchSie das Einpackenaus!Wir entwickeln Verpackungskonzepte,bauenKisten, verpacken IhreProdukte, lösen Kapazitätsprobleme,entlastenIhre Resourcen und schonenIhre Nerven.TeilchenbeschleunigerZürichWürenlosOberentfeldenBirrKleindöttingenExportverpackungen ● Kisten ● Verpackungskonzepte ● Kartonboxen ● Korrosionsschutz-Systeme ● www.egolfverpackungsag.ch


36 Zoll Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Verzollungslösung der Schweizerischen PostEine Ansprechpartnerin für allesDie Ein- und Ausfuhr von Waren in dieSchweiz und von der Schweiz in dasAusland können viel Zeit und Geld kosten.Die Schweizerische Post bietet Versandlösungen,die Zoll- und Mehrwertsteuerformalitätenauf ein Minimum reduzieren.Wer Waren in die Schweiz einführt odervon der Schweiz in das Ausland ausführt,weiss: Eine Versandlösung, die einem dieZollformalitäten abnimmt, ist viel wert.Die Schweizerische Post bietet solche Versandlösungenan. Der Arbeitsaufwandrund um die Zoll- und Mehrwertsteuerformalitätenwird so auf ein Minimumreduziert. Das Angebot gilt sowohl fürKleinwaren als auch für Stückgut-, TeilundGanzladungen.Stückgut holt die Post beim Kundenab und spediert es bis an die Grenze. Derfür das Zielland zuständige Partner derSchweizerischen Post stellt die Warendem Empfänger zu. Vom Ausland ausläuft die Sache umgekehrt. Dazwischenliegt die Verzollung, die in beiden Fällendie Schweizerischen Post organisiert.Der Kunde merkt nichts davon. «Eingrosser Vorteil unserer Dienstleistungbesteht darin, dass die Kunden über dieDie Schweizerische Post wickelt für ihre Kunden u.a. auch Zollformalitäten ab.ganze Lieferkette hinweg eine einzigeAnsprechpartnerin haben. Das wird sehrgeschätzt», sagt Patrick Maier, der Leiterdes internationalen Geschäfts von Postlogistics,dem zuständigen Konzernbereichder Schweizerischen Post.Mit EU-Anbietern gleichgestelltAls zugelassene Empfängerin und Versenderinverzollt die Schweizerische PostStückgut direkt an der Grenze oder anjedem Ort in der Schweiz. Lange Wartezeitenund unnötiger Warenumschlaglassen sich damit vermeiden. Kundender Schweizerischen Post profitieren beiExporten in die EU von einem wesentlichenVorteil: «Unsere Kunden sind mitEU-Anbietern gleichgestellt und könnenihre Waren mit vereinfachter Mehrwertsteuerabwicklunganbieten», erklärtMaier.www.post.ch/verzollungFoto: Schweizerische PostZollabwicklung: Korrekte Begriffe und fremdsprachliche PräzisionDer Zoll bleibt ein wichtiger Faktor inder Transportkette: 2011 wurden alleinin den 27 EU-Ländern Waren im Wertvon 3,3 Bio. EUR abgefertigt. 245 Mio.Zollabwicklungen fanden statt – 8,9 proSekunde. Dahinter steckt ein hoher logistischerAufwand, der häufig unterschätztwird. Denn ist die Ware nicht korrekt gekennzeichnetoder dokumentiert, darf sieden Zoll nicht passieren, im schlimmstenFall sind Vertragsstrafen fällig.Für jedes internationale Logistikunternehmenist es daher das A und O, dass dieZollunterlagen nicht nur vollständig, sondernvorallemrichtigübersetztsind.Bereitskleine Fehler, beispielsweise in der Übersetzungvon Abkürzungen, können Verlustenach sich ziehen. Aus diesem Grundgreifen immer mehrLogistikfirmen auf dieHilfe professioneller Übersetzer zurück.Verlader erwarten den sicheren Umgangmit Zollbestimmungen und -dokumentenvon ihrem Logistikpartner, von derdetaillierten Warenbeschreibung überUrsprungszeugnisse und Lieferantenerklärungenbis hin zu gesonderten Dokumentenz.B. für die Ausfuhr von Gefahrgut.Deshalb muss bereits vor dem Versandder Ware die erste Hürde genommenwerden: die Übersetzung aller wichtigenUnterlagen. Für die speziellen Fachtermininutzen selbst erfahrene Unternehmenein Zoll-Lexikon. «Der Zoll- undHandelsbereich ist durch eine eigene Terminologiegeprägt», weiss auch FrédéricIbanez, Inhaber der ÜbersetzungsagenturAlphatrad. Der Experte beschäftigt weltweitrund 3500 Übersetzer, die sich alleauf bestimmte Fachgebiete spezialisierthaben, wie etwa auf den Bereich Logistik.Typische Fehlerquellen seien hier häufigAbkürzungen und 1:1-Übersetzungen,die zu erheblichen Missverständnissenführen.Claudia Kofler von der Camion TransportAG, einem Schweizer Logistikunternehmen,kennt die Probleme aus derPraxis: «Wir verwenden intern sehr vielespezifische Fachausdrücke, die aber beieiner Übersetzung ins Hochfranzösischnicht 1:1 übernommen werden können,Das Französisch in der Westschweiz z.B.entspricht nicht immer der offiziellenAmtssprache. Das muss bei jeder Übersetzungbedacht werden.»cdwww.alphatrad.comwww.camiontransport.ch


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Forstprodukte37Lösungen für nordische HolzlogistikIm offenen WaggonIn den Nordischen Ländern ist der Holzexport ein Dauerthema. Um die Holzlogistikdem Produkt entsprechend ökologisch zu gestalten, werden Lösungen erprobt, die denTransport über die Schiene statt per Lkw zum Hafen und aufs Schiff ermöglichen.Die Länder Finnland und Schweden stehennach den Produktionskapazitäten zusammenfür 56% der weltweiten PapierundKartonverarbeitung. Der Bedarf anHolzlogistik ist entsprechend hoch undwird vor allem über Lkw abgewickelt.Holz über die Schiene zum HafenDie schwedische Bahn hat nunmehr einenoffenen Waggon im Einsatz, «Kassette»genannt, der für Langholztransporttauglich ist. Dieses neue Transportmittelmit einer Kapazität von 100 t pro Waggonermöglicht es, den Lkw-Verkehr um undin die Häfen zu verringern. Der HafenGöteborg, der mit ca. 5 Mio. t an Forstproduktenein Drittel des schwedischenExports umschlägt, hatte bislang nicht dieMöglichkeit, Schnittholz ergonomischumzuschlagen und zu lagern. Nunmehrbesteht die Möglichkeit, das Holz überdie offenen «Kassetten» in den Hafen zutransportieren und auf RoRo-Schiffe fürden Export umzuschlagen.Die Industrie zeigt sich interessiertStig-Göran Thorén, für Geschäftsentwicklungim Hafen Göteborg zuständig,steht im Kontakt mit den grossen schwedischenUnternehmen der Holzindustriewie Holmen, Billerud, Arctic Paper, Södraund Smurfit Kappa. Es gibt Pläne, imHafen eine eigene Anlage für Holzumschlagzu errichten. Der Bahnanschlusssteht aber noch ebenso aus wie eine Betreibergesellschaft.Holz aus Finnland ist ein Exportschlager.RPG Logistics hat jedoch für Forstprodukteeinen multimodalen Terminal miteiner Fläche von 20000 m² eröffnet undschlägt Holzprodukte in Container um.Ein Weltmarktführer wie der finnischschwedischeStora Enso-Konzern nutztbereits das neue Waggon-Angebot fürseine Exporte nach Grossbritannien undZeebrugge in Belgien.cdFoto: Kai Skyttä/Stora Enso


38 Nordische Länder Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013John Deere zeichnetWallenius Wilhelmsen ausJohn Deere, eines der weltweit grösstenIndustrieunternehmen und Maschinenlieferantenfür die Land- und Forstwirtschaft,hat im März 2013 Lieferanten undKooperationspartner ausgezeichnet. DasUnternehmen, das 2012 das 175. Jubiläumseit seiner Gründung feiern konnte,bezieht nach eigenen Angaben jährlichGüter und Dienstleistungen von 30 000Lieferanten in 65 Ländern im Wert vonca. 21 Mrd. USD. In diesem Jahr wurdenauf einer Veranstaltung in Davenport inden USA Dienstleister der Supply Chainausgezeichnet, die sich in den Augendes Konzerns besonders bewährt haben.Wallenius Wilhelmsen Logistics (WWL)wurde als «Partner-level supplier» für dieZusammenarbeit in 2012 beglückwünschtund in die «Supplier Hall of Fame» desJohn–Deere–Leistungs–Programms aufgenommen.Dieser Status wird einem Kooperationspartnervon John Deere für die Dauervon fünf Jahren verliehen. Die Partner-Ebene ist die höchste Stufe, die ein Lieferantdes Konzerns erreichen kann. Nebender Servicequalität wird auch das Engagementdes Partnerunternehmens für steteVerbesserungen bewertet. Eine jährlicheEvaluierung bildet die Grundlage für dieAuswahl des Konzerns. WWL wurde fürdie gute Zusammenarbeit in der Seefrachtund für landgestützte Logistikdienstleistungengewürdigt. John Deere wählt seit1992 jährlich im Durchschnitt ca. 200 seinerLieferanten und Kooperationspartnerfür Auszeichnungen in unterschiedlichenKategorien aus.cdwww.deere.com; www.2wglobal.comTunnelprojekt für Frachtzüge wird geprüftLängster Eisenbahntunnelder Welt unter der Ostsee?Im März 2013 hat ein aus Skanska, Sweco,Bergab und Coninco bestehendesschwedisch-deutsches Konsortium eineMachbarkeitsstudie für einen 100 km langenEisenbahntunnel vom schwedischenTrelleborg bis ins deutsche Stralsundvorgestellt. Die auf früheren Studien fürdie Gewinnung von Gas und Öl basierendenUntersuchungen für das Projekt«The Shortcut», sprich «Die Abkürzung»,ergeben keine besonderen geologischensowie geohydrologischen Probleme. DieOstsee weist in diesem Bereich eine Tiefevon lediglich 40 m auf. Die Studie wurdevon der schwedischen Grossindustrie inAuftrag gegeben.Besonders die Papierproduzenten sindmit dem Stellenwert und der Zuverlässigkeitdes Transitverkehrs durch Dänemarkunzufrieden und sehen ihre Konkurrenzfähigkeitbenachteiligt. Der Schienengüterverkehrverliert laufend Marktanteilegegenüber dem Lkw. In Schwedenherrscht zudem Verägerung wegen der dänischenZurückhaltung gegenüber einerUntertunnelung des Öresunds zwischenHelsingborg und Helsingør, dem so genanntenHH-Tunnel.Bislang können die Trassenkonfliktezwischen Güterzügen und Reisezügenauf der Öresundbrücke zwischen Malmöund Kopenhagen nicht umfahren werden.Daran ändert auch die kommende Tunnelverbindungunter dem Fehmarnbeltzwischen Dänemark und DeutschlandDirekte Schienenverbindung unter der Ostsee.nichts, weil der Flaschenhals im Nordenunverändert bestehen bleibt. Die für diegeschätzte Finanzierung notwendigen 20Mrd. EUR für den längsten Eisenbahntunnelder Welt soll durch die schwedischeIndustrie sowie den schwedischenStaat übernommen werden. Damit solldie neue Verbindungsmöglichkeit nebenFracht- auch Personenzügen zur Verfügungstehen. Gerechnet wird zusätzlichmit einer norwegischen Kofinanzierung.Jürg StreuliFoto: J. StreuliSchwedischer Stahl über Oxelösund und AntwerpenDer Stahlkonzern SSAB verarbeitet inseinen Niederlassungen in Schwedenund den USA jährlich bis zu 6 Mio. tStahl verschiedener Festigkeiten. In derGesamtproduktion entfallen ca. 38% aufhochfesten Stahl, was den Konzern zueinem Weltmarktführer macht.SSAB hat Agility kürzlich den Zuschlagfür den Export seiner Grobblecheerteilt (s. ITJ 11-12/2013, S.20). Im Rahmeneines Zwei-Jahres-Vertrag wird derLogistikdienstleister dieses Exportsegementvon SSAB über den Hafen Oxelösundin Schweden an 9000 Destinationenweltweit transportieren. Sowohl MariaWeibull, Logistikmanagerin von SSABals auch Hans Berg, Direktor für Geschäftsentwicklungvon Agility Nordics,haben hohe Erwartungen an die Kooperation.In Schweden unterhält SSAB Werkein Oxelösund, Borlänge und Luleå.SSAB hat zusätzlich Anfang April seinenbestehenden Zehnjahresvertrag imHafen Antwerpen für weitere zwei Jahrebis Ende 2014 verlängert. SSAB nutztden Hafen als Hub für den Export vonStahlprodukten ins europäische Hinterlandund nach Nordamerika. Kooperationspartnervor Ort sind Thor Shipping &Transport und Wijngaardnatie stevedoreAntwerp Stevedoring International, dieauf Umschlag, Lagerung und Distributionvon Stahlprodukten spezialisiert sind.SSAB hat mit 50 bis 60 Anläufen proJahr in den vergangenen zehn Jahren ca.2,2 Mio. t Stahl im Hafen Antwerpenumgeschlagen, den ca. 7 Mio. t Stahljährlich passieren.cdwww.agility.com; www.portofantwerp.com


40 Zentraleuropa Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Sonderausstellung im Verkehrshaus der SchweizDie Faszinationdes GütertransportsEnde März hat sich die Arena im Verkehrshaus der Schweiz in Luzernmit der Sonderausstellung «Cargo – Faszination Transport» in einenspektakulären Containerterminal verwandelt. Die Ausstellung dauertnoch bis zum 20. Oktober 2013.Die derzeit im renommierten Verkehrshaus der Schweiz in Luzern laufendeAusstellung zeigt wesentliche Aspekte zu Transport und Logistikund vermittelt spielerisch Zusammenhänge und Hintergründe, bietetaber auch Denkanstösse zum Konsumverhalten und seinen Auswirkungen.In den Containern präsentieren sich überraschende, interaktive,aber auch originelle Nutzungen – und mit «Kids Cargo» existiert einspezieller Logistik-Spielplatz für die Kleinen.Mobilität ist das Rückgrat der (weltweiten) Wirtschaft. Dabei istauch die Schweiz auf die Verfügbarkeit von genügend Transport- undMobilitätsleistung angewiesen – Landesversorgung mit Industriegütern,Rohstoffen und Nahrungsmitteln; Güterex- und -import sind nur einigeStichworte. Ebenso wichtig ist die Logistik, für viele ein abstrakterSchiffahrts- und Speditions-AktiengesellschaftFoto: Photopress/Alexandra WeyDie Sonderausstellung in Luzern zeigt u.a. einen Containerterminalund wesentliche Aspekte aus der Transport- und Logistikwelt.Begriff für eine Dienstleistung, welche meist ungeachtetbleibt, für den Wirtschafts- und Lebensalltag aber vonzentraler Bedeutung ist. Und hier zeigt «Cargo – FaszinationTransport» einige wesentliche Aspekte zu diesenThemen.Im Zentrum der Sonderausstellung «Cargo – FaszinationTransport» stehen rund vierzig Container in verschiedenenVarianten, Logistikgeräte und Transporter.Die Container dienen als Ausstellungs- und Interaktionsräume,in denen Transportketten sichtbar werdenund Logistik ein «Gesicht» erhält und greifbar wird.Den Besucher erwarten authentische und repräsentativeObjekte, Dokumente und Fallbeispiele – spannend undmit einem hohen Grad an Interaktivität präsentiert. Inden Containern erleben die Besucher Geschichte undGeschichten rund um den Globus. Zudem hat man alsBesucher die Gelegenheit, z.B. selber aktiv einen Hubstaplerauszuprobieren oder im Führersitz eines so genannten«Reach Stackers» (Hubstapler im XXL-Format)Platz zu nehmen.F I ATAwww.navis-ag.comHamburg · Bremen · Hannover · FreibergRotterdam · Antwerpen · BarcelonaEinige ausgewählte Ausstellungsschwerpunkte• Rheinhäfen – Im Doppelcontainer mit 58 m² findendie Besucher ein begehbares Luftbild 1:2000, das dieHafenanlagen der Schweizer Rheinhäfen zwischenBasel und Rheinfelden zeigt. Weiter zeigen Film- undBilddokumentationen die aktuellen und geplantenHafenanlagen im Raum Basel und deren Umschlag.• Zeitreise – Die Frachtmengen explodieren. Nicht nurder Mensch reist immer weiter und häufiger, auchdie globalen Güterströme wachsen exponentiell. Umdiese Frachtmengen zu transportieren, werden dieFrachtschiffe immer gigantischer. Eine Modellreihevon Schiffen veranschaulicht das Wachsen des Warenstromsseit dem 19. Jahrhundert.• Orangen-Lkw – Wo kommt die Orange her, wo geht siehin und wie funktioniert das, bis sie im Geschäft zukaufen ist. Eine eindrückliche Fotostrecke dokumentiertdie Reise der Orangen von Sizilien bis auf unserenTisch. Ebenso können die Besucher in die Fahrerkabineeines modernen Lkw einsteigen.www.verkehrshaus.ch


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Messen & KonferenzenMessen & Konferenzen41Wann Was/Wo Info Kontakt17.–18. April 2013 Verpackung Schweiz Der Event für Verpackungslösungen, Easy Fairs SwitzerlandZürich Prozesse und Design Tel. +41 61 228 1000Schweiz (CH)www.easyfairs.com23.–25. April 2013 Multimodal Advanced supply chain management Clarion EventsBirmingham and logistics for cargo owners Tel. +44 20 7384 7760Grossbritannien (UK)www.multimodal.org.uk23.–26. April 2013 Transrussia 18th Moscow international ITE GroupMoskau transport and logistics Tel. +44 20 7596 5188Russland (RU) exhibition and conference www.transrussia.ru26.–28. April 2013 Transport Engineering To stimulate the development and modernisation BT 1Riga of the road transport sector in the Baltic region Tel. +371 6706 5000Lettland (LV)www.bt1.lv6.–9. Mai 2013 Offshore Technology Conference OTCHouston Tel. +1 97 2952 9494USAwww.otcnet.org7.–9. Mai 2013 Logismed Salon international CohésiumCasablanca du transport et de la logistique Tel. +522 448 166Marokko (MA) pour la Méditerranée www.logismed.ma13.–16. Mai 2013 Breakbulk Europe Project cargo, heavylift and ro-ro logistics JOCAntwerpen Tel. +353 2 1470 9595Belgien (BE)www.breakbulk.comWeitere Messen und Konferenzen unter www.transportjournal.comImpressumRedaktion und Verlagswissprofessionalmedia AGGrosspeterstrasse 23, Postfach, CH–4002 BaselTel.: +41 58 958 95 00Fax: +41 58 958 95 90E-Mail Administration: info@transportjournal.comE-Mail Redaktion: transport@transportjournal.comE-Mail Personen: vorname.nachname@transportjournal.comInternet: www.transportjournal.comGeschäftsleitung:Oliver KramerChefredaktor/ Verlagsleiter :(cd) christian.doepgen@transportjournal.com +41 58 958 95 10Redaktion:(ra) robert.altermatt@transportjournal.com +41 58 958 95 03(ah) andreas.haug@transportjournal.com +41 58 958 95 22(av) antje.veregge@transportjournal.com +41 58 958 96 58(it) jutta.iten@transportjournal.com +41 79 776 51 30Weltweites Korrespondenten-Netz:Johannes Angerer (Feldkirch)Eckhard-Herbert Arndt (Hamburg)Rüdiger Arndt (Ferrol)Dr. André Ballin (Moskau)Sebastian Becker (Warschau)Claudia Benetti (Effretikon)Eckhard Boecker (Kisdorf)Martin Brückner (Frankfurt am Main)Anthony Coia (Washington)Jos W. Denis (Heesch)Lutz Ehrhardt (Hamburg)Gordon Feller (San Rafael)Joseph Richard Fonseca (Mumbai)Anitra Green (Muttenz)Harald Jung (Mailand)Beat Keiser (Lugnorre)Ralf Klingsieck (Paris)Dr. Robert Kluge (Leipzig)Dr. Christine Kulke-Fiedler (Berlin)Iris Martin (Hamburg)Manik Mehta (New York)Josef Müller (Wien)Barbara Odrich (Yokohama)Katja Ridderbusch (Atlanta)Dirk Ruppik (Surat Thani)Holger Schlote (Istanbul)Armin F. Schwolgin (Weil am Rhein)Angelo Scorza (Genua)Wilf Seifert (Zürich)Heiner Siegmund (Hamburg)Frank Stier (Sofia)Übersetzungen:andree.schwarz@transportjournal.com +41 58 958 95 23gyan.sharan@transportjournal.com +41 58 958 95 21Layout:olivier.kilchherr@transportjournal.com +41 58 958 95 11david.jentzen@transportjournal.com +41 58 958 95 17nicole.huebner@transportjournal.com +41 58 958 96 04Abonnement-Service/ Vertrieb:sabrina.schaub@s-p-m.ch +41 58 958 96 48Verkauf:Messen und Neue Märkte, Lateinamerika:ernst.littig@transportjournal.com +41 58 958 95 14Mobil: +41 79 225 18 78Deutschschweiz (exkl. Stellen- und Immobilienanzeigen),Bayern (PLZ 8+9), Österreich, Grossbritannien(Spedition+Luft), Türkei, Iran:roland.hofacker@transportjournal.com +41 58 958 95 07Mobil: +41 79 305 48 40Deutschland, Benelux-Länder, Nordische Länder,Grossbritannien, Irland, Japan, Südkorea, Südafrika:siegfried.angeli@transportjournal.com +41 58 958 95 04Mobil: +41 78 688 87 90Mittel- und Osteuropa, Zentralasien, Griechenland,Zypern:elina.marauska@transportjournal.com +41 58 958 95 27Mobil: +41 78 688 87 92Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Balkanländer,Maghreb, Malta, Israel:mirko.vasiljevic@transportjournal.com +41 58 958 96 88Mobil: +41 79 466 35 95Französische/ italienische Schweiz, Vereinigte ArabischeEmirate, Stellenanzeigen/ Immobilienanzeigen:werner.kestenholz@transportjournal.com +41 58 958 95 16Mobil: +41 79 674 29 52Anzeigenservice:patricia.hunziker@s-p-m.ch +41 58 958 95 12vreni.haab@s-p-m.ch +41 58 958 96 29Marketing:david.pereira@s-p-m.ch +41 58 958 96 39Rechnungswesen:brigitta.meyer@s-p-m.ch +41 58 958 96 18Fax: +41 61 564 37 00Druck und Versand:Printec Offset, D-34123 KasselBankverbindung:Credit Suisse, Basel, Swift CRES CH ZZ 80AIBAN: CH23 0483 5030 8286 3100 0 CHFIBAN: CH75 0483 5030 8286 3200 4 EURGerichtsstand und Erfüllungsort: Basel, SchweizWiedergabe von Artikeln und Bildern, auch auszugsweise oderin Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags.Für unverlangte Zusendungen wird jede Haftung abgelehnt.74. Jahrgang ISSN 2235-8102Erscheint 14-täglich / Abonnement: 220 CHF + PortoSwissprofessionalmedia AG ist assoziiertes Mitglied derFiata und der Tiaca.


42 Aus dem Leben / Inserentenindex Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Poesie der Grossherzigkeit«Lieber Spendierhosen als ’n Geizkragen.»Aus BerlinEin Mädchen vermag um ihre verloreneLiebe zu singen, aber ein Geizhals nichtum sein verlorenes Geld», behauptet derenglische Kunstkritiker und SozialökonomJohn Ruskin. Ganz sicher bin ich mirnicht, was den Geizhals betrifft. Vielleichtsingt er doch, zumindest solange er dasGeld noch hat, aber es ist sicherlich einganz jämmerliches Gekrächze. In jedemFall aber stimmt sie nachdenklich, diesegeizkrägliche Poesieuntauglichkeit. Worinhat sie ihren Grund?Während der Liebe, selbst noch im Verlust,eine ganz eigene Schönheit anhaftet,kommt beim Geiz einfach keine Freudeauf. Ja er scheint mit echter Freudegeradezu unvereinbar. Nicht nur, weil erjede Ausgabe scheut, darbt der Geizige– «Der Geizige muss Hunger leiden, weilder Teufel den Schlüssel zum Geldkastenhat», sagt ein deutsches Sprichwort. DerGeiz scheint selbst geradezu aus einemVerlust von Freude zu resultieren. Wennnicht der Geiz an sich, so scheint dochdie ihm zugrunde liegende seelischeHaltung dem Lebensglück entgegen zustehen.„Es kommt alles zu uns zurück“, pflegt einermeiner schöngeistigen Bekannten zu sagen,woraufhin ich für gewöhnlich die Augenverdrehe, weil mir alles Esoterische zuwiderist. Doch vielleicht meint er ja gar nicht,dass irgendeine geheimnisvolle Macht fürAusgleich und Gerechtigkeit auf Erden sorgt.Vielleicht meint er, dass eine grosszügigeHaltung sich ganz allgemein im Leben bezahltmacht.Man soll gar nicht berechnen, ob sich diesesund jenes lohnt, sondern frei und unbeschwertleben, statt in jedem Augenblickängstlich das Seine zusammen zu halten.Aus so einer Haltung heraus macht dasGeben selbst schon fröhlich. Und ein Echokommt von irgendwo bestimmt zurück.Wobei ich gegen Dankbarkeit durchausnichts einzuwenden habe. Der US-amerikanischeEssayist Elbert G. Hubbard gibtzu recht zu bedenken: «Erwiderte Gefallenheben einander nicht auf.» Das hat mit Berechnungüberhaupt nichts zu tun. GeteiltesLeid ist halbes Leid, und geteilte Grosszügigkeitist doppelt so schön. Und ich musssagen, mir gefällt der Gedanke eines weltumspannendenGefälligkeits-Netzwerkessehr. Einfach so, ohne Berechnung. EineArt Gefälligkeits-Tauschbörse: Man gibteinfach ein, was man gerne hätte undwas man zu bieten hat ohne sich geradezuaufzuopfern. Und wer immer will,reagiert darauf, sei es aus Menschenliebeoder aus reinem Übermut.Doch wie dem auch sei, auf die Grundhaltungkommt es an. Selbst wenn mansich nicht zum Heiligen berufen fühlt,macht es doch Spass, sich einmal hinzusetzenund zu überlegen, was man anFreude zu spenden hat. Erst macht mansich klar, was das Leben einem ganzumsonst schon alles an Erfreulichkeitenmitgegeben hat. Talente, Begeisterungsfähigkeit,besondere Glücksmomenteoder was es auch sei. Dann denkt mandarüber nach, mit welchen überraschendenFreundlichkeiten irgendwelche Mitmenschenuns manchmal völlig grundlosüberhäufen. Und schon schreiten wirbeschwingt zur Tat. Denn, um es mitOscar Wilde zu sagen: «Geben machtdas Leben liebevoller.»Iris MartinInserentenindexA.M Cargo For World Transportation . . . . . . . . . . . . . . . .26ABB Technikerschule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .43Birs Terminal AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .33bremenports GmbH & Co. KG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .18C.H. Robinson Worldwide, INC. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11Cargopack Tägi AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .32Egolf Verpackungs AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .35Emons Spedition GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6Ethiopian Shipping Lines Share Company . . . . . . . . . . . . . .13European Commission . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9Evergreen Marine (UK) Limited . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14FISCHER Kaderselektion GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10Fixemer Logistics GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6Franzosini SA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3Gebrüder Weiss GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .22Genel Transport Ltd . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .24Göteborgs Hamn AB Gothenburg Port Authority . . . . . . . .37Grimaldi Cia di Navigazione . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15Hupac Intermodal SA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .30I.F.A. Int. Forwarding Association Cooperatie U.A. . . . . . . .5Kifa AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .35Lamprecht Transport AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .22LKW WALTER Internat. Transportorganisation AG . . . . . . . .2Logismed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .39Nauta SA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8NAVIS Schiffahrts- u. Speditions AG . . . . . . . . . . . . . . . . . .40OSTLOG AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9Phoenix Freight Internat. Ltd . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .25Polet Cargo, Limassol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4Port of Amsterdam . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17Port of Montreal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7PostLogistics AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27Puerto Autonomo de Bilbao . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16Russian Railways JSC RZD OAO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .44Saco Shipping GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17SISA Studio Informatica SA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23Swissterminal AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .28, 30, 31TimoCom Soft- und Hardware GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . .29TT Club - Through Transport Mutual Services (UK) Ltd . . . .31Wegmüller AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .34Yang Ming Italy SpA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Publireportage43Logistik und KorruptionEine ständige GefahrAbgänger des Studiengangs Dipl. Techniker HF Logistik der ABB Technikerschule in Badenwerden auch bezüglich Korruption in der Logistik sensibilisiert.Ob es um eine Importgenehmigung, behördliche Prüfungen desExportguts, Zollabfertigungen geht: das Risiko, dass ausländischeAmtsträger, die «Hand aufhalten», ist allgegenwärtig. Auch zwischenUnternehmen bzw. deren Vertretern gibt es viele Gelegenheiten:Es kann verlockend sein, bei einem lukrativen Zuliefervertraggegen einen Konkurrenten das Rennen zu gewinnen mittelseiner «freundschaftlichen» Zahlung an den Einkäufer des Kunden.Wie geht man mit solchen Situationen um? Die Versuchung zuzahlen mag gross sein, gerade infolge des in der Transportbrancheherrschenden Zeitdrucks, der eine rasche Problembewältigungunumgänglich macht. Indes birgt solches Verhalten erheblicheRisiken, die im Ernstfall bis zur Insolvenz führen können: strafrechtlicheVerfolgung im Inland und im Ausland mit teilweise drakonischenStrafen. Zudem besteht die Gefahr, dass Ansprüche ausVerträgen, die über Korruptionszahlungen zustande kamen, nichtdurchsetzbar sind. Dazu kommen Verlust von Aufträgen, Reputationsverlust,Widerruf gewerberechtlicher Genehmigungen u.v.m.Die jüngsten Strafzahlungen einiger Speditionsunternehmen inMillionenhöhe und aktuell laufende Verfahren zeigen, dass diegeschilderten Risiken nicht nur auf dem Papier bestehen.Oft wird beklagt, ein Compliance-Programm einzurichten seiteuer und für ein kleines Unternehmen nicht zu schultern. Diesist so nicht unbedingt richtig. Es gibt inzwischen zahlreiche Hilfestellungenüber Kammern, Verbände (z. B. economiesuisse, ICCSwitzerland) und staatliche Stellen (SECO, OSEC). Gerade die InternationaleHandelskammer bietet mit den «ICC rules on combatingcorruption» ein fertiges Instrumentarium an, das die Einrichtungeines wirkungsvollen Compliance-Programmes ermöglicht.Für dessen Inhalt geben diese Normen detaillierte Empfehlungenin ihrem Teil III, während Teil II Handlungsempfehlungen an dasUnternehmen für dessen Geschäftsbetrieb enthält. Teil I bestehtaus Regeln, die sinnvollerweise in die Verträge integriert werden,entweder durch vollständige Übernahme in den Vertragstext oderdurch Bezugnahme auf die «ICC rules». Für die konkrete Vertragsformulierungbietet die ICC mit der «ICC Anticorruption clause»einen konkreten Formulierungsvorschlag. Sämtliche Texte sindunentgeltlich über die Homepage www.iccwbo.org zugänglich.Hinzuweisen ist zudem auf ein Forschungsprojekt der Fachhoch-schule Chur, in dessen Rahmender Leitfaden «Korruptionsrisikenerfolgreich begegnen»entwickelt wurde – in deutscher,französischer und italienischerSprache frei herunterladbarüber folgenden Link:Thorsten Vogl ist Dozent für Rechtswesenhttp://www.htwchur.ch/index.php?id=489. Dort wird zu Recht betont, dass diebeste Compliance-Strategie nichts nutzt, wenn sie ein totes Papier bleibt: Sie mussjeden Tag aktiv im Betrieb gelebt werden!Neben dem Privat-und Transportrecht werden die Logistikerinnen und LogistikerHF der ABB Technikerschule auch für die Anti-Korruptionsprogramme sensibilisiert,damit die damit verbundenen Risiken reduziert werden können.Thorsten VoglRechtsassessorDozent Rechtswesen Logistik HF,ABB TechnikerschulestudienbeginnOKTOBER 2013dipl. Techniker/in hfBETRIEBSTEchNIKlOgISTIKMit KV-Abschluss möglichENERgIETEchNIKKONSTRuKTIONSTEchNIKINfORmaTIKSySTEmTEchNIKgEBäudEauTOmaTIKIhR BIlduNgSpaRTNER füREIdg. aNERKaNNTE dIplOmaBSchlüSSEMit KV-Abschluss möglichdipl. inBusiness Engineering NdS hfNachdIplOmSTudIum NdS«ExEcuTIvE IN BuSINESSENgINEERINg»Foto: ABB TechnikerschuleAuch in der Logistik wird zuweilen die Hand aufgehalten.Foto: Transparency InternationalINfORmaTIONSvERaNSTalTuNgEN 2013:>jeweils um 18.15 Uhr in der Aula der ABB Technikerschule, 5400 Baden–mONTag, 6. maI–mONTag, 24. JuNI–mONTag, 19. auguSTWEITER WISSEN >WEITEREINfOSwww.abbts.ch>


OSTEUROPA &BALTISCHE STAATEN15·16 | 12. April 2013Deutsche Ausgabe


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Osteuropa & Baltische Staaten Special3TransportZeitschriftITJInternationale15 · 16 | 12. April 2013www.transportjournal.comDEUTSCHEAUSGABE(auchinidentischerenglischerundfranzösischerVersionverfügbar)Dieser Special ist Teil derITJ Ausgabe 15-16/2013Liebe Leserinnen,liebe LeserRusslands Häfen im AufwindDie russischen Häfen punkten u.a. auch beimZuwachs im Containerumschlag. Allerdingswirkten sich internationale Einflüsse wie dieWechselkurse 2012 auch auf den Gewinn aus.10Special:OsteuropaundBaltischeStaatenMitfahrt5 Gebrüder Weiss:Aufbau von Bukarest bis Tiflis7 DCT Gdansk:Grundlagen für zweiten Terminal8 Hafen Bronka bei St. Petersburg:Das zweite Fenster nach Europa10 Von Hamburg nach Russland:WTO-Beitritt zeigt WirkungBeilageWie kleineVerladervonNVOCCprofitieren 15ÜberseefahrtIndustrieanlagensicherverpackt 32AbfahrtHafenFelixstoweverdoppeltSchienenkapazität 3911 Flugziel Ukraine:Kiew als Importziel für LuftfrachtOst-West-MagistralenBulgarien hält trotz des aktuellen Regierungswechselsam Ausbau der Infrastruktur festund kann für die Strasse Erfolge vorweisen.2213 Lettische und estnische Häfen:Zeitenwende im Güterumschlag16 Per Short Sea und Lkw:Sharp liefert nach Russland17 Logistikimmobilien:Russisch-deutsche Kooperation20 Eisenbahn in Russland:Zukunft und Gegenwart24 M&M Militzer & Münch:Zentralasien im VisierRusslands Tore öffnen sich weiter. Nachder Ratifikation des WTO-Beitritts imJuli 2012, die Impulse gebracht hat,steht auch die Zollunion Russlands mitWeissrussland und Kasachstan vor derErweiterung. So plant Kirgisistan seinenBeitritt im Jahr 2015.In Ostmitteleuropa zeichnet sicheine Zeitenwende ab. Die Infrastrukturwird vierlorts ausgebaut. Die TransportundLogistikunternehmen, die trotzder Stagnation der Märkte durch denRückgang der Auslandsnachfrage 2012ihre Angebote optimieren, werden imAufschwung bessere Rahmenbedingungenvorfinden können. Die meistenLänder in Ostmitteleuropa dürften2013 einem Aufschwung entgegensehen.Wir freuen uns darauf, Sie in Moskauvom 23. bis 26. April auf derMesse Transrussia 2013 im Pavillon 75,Halle A, Stand 655 zu begrüssen.12 Hafen Klaipeda:Ausbau für Fracht aus FernostTitelbild: Wolkenkratzer in MoskauFoto: thinkstock26 Vom Weissen Meer bis zum Kap:Frachtflug für einen guten ZweckChristian DoepgenChefredaktorCome and see us atYour neutrAl logistics pArtnerFor tHe cis & MongoliAA.R.T. Logistics GmbHLyoner Str. 4060528 Frankfurt/Main – GermanyTel.: +49 69 6605938-11Mail: de@art-businessgroup.comwww.art-businessgroup.com/frankfurtin Moscow,Hall A,Stand A531Frankfurt • Zürich • Brest • Vilnius • Almaty • Hong KongA – AirR – Rail (Containers & Wagons)T – Truck (FTL & LTL)cis & Mongolia• Many years of know-how• Fast & flexible• Neutral & independent• Comprehensive individualsolutions


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Osteuropa & Baltische Staaten Special5Gebrüder Weiss entwickelt seine logistische Basis in Rumänien«Keine Berührungsängste»Thomas Moser, dem Regionalmanager für Südosteuropa und CIS von Gebrüder Weiss,ist anzumerken, dass ihn der Ausbau in Rumänien und der Ausgriff in den Kaukasusbesonders stolz machen. Über die Entwicklung verschiedener strategischer Projekte inseinem regionalen Verantwortungsbereich an der Peripherie Europas sprach er mitITJ-Chefredaktor Christian DoepgenHerr Moser, wie sehen Sie die Zukunftin der Region, die Sie betreuen?Wir verspüren hier eine deutliche Steigerungder Aktivitäten. In einer derzeitfür die Logistik in Europa nicht rosigenLage konnten wir in den letzten beidenJahren Umsatzzuwächse von 20 bzw.25% erzielen. Das Niveau ist teilweisebescheiden, aber die Tendenz der lokalenMärkte zeigt aufwärts. Deren Phaseder Adoleszenz wird bald durchschrittensein, deswegen vervielfältigen wirunsere Aktivitäten.Wie gehen Sie die unterschiedlichenMärkte in Südosteuropa an?Rumänien kommt in der gesamtenEntwicklung eine Drehscheibenfunktionfür die Region zu. Wir haben unserNetzwerk inzwischen auf neun Standorteim Land einschliesslich des internationalenHauptquartiers in Bukarestausgebaut. Dort haben wir zur Zeit anLager- und Umschlagskapazitäten ca.10 500 m² und weitere 12 000 m² hinzugemietet. Wir planen aber eine grösserenExpansion und sehen gesamthafteinen Bedarf von 40000 m², über denwir in den nächsten zwei Jahren verfügenwollen.Wie sieht es mit dem Umfeld aus ?In Bulgarien sind wir ebenfalls in der Planungfür grössere Lagerflächen bei Sofiavon ca. 8 000 m². Hier werden die Entscheidungenin Kürze fallen.Gab es vor Ort Probleme mit der Sicherheitoder beim Personal?Das ist eine Befürchtung, die wir häufigerantreffen, die aber unbegründet ist. Wirhaben uns hier qualitativ angenähert undeinheimische Verantwortliche mit internationalerErfahrung gewinnen können.Die Zuverlässigkeit ist hoch.Sehen Sie Bewegung im Modalsplit?Nicht wirklich. Die rumänische EisenbahnCFR z.B. transportiert v.a. Schüttgut.Für Stückgut bleibt der Strassentransportper Lkw das Mass der Dinge.Thomas Moser ist bei Gebrüder Weiss für dieRegionen Südosteuropa und GUS zuständig.Welche Bedeutung messen Sie den Aktivitätenim Kaukaus bei?Mit dem Bau des Logistikzentrums inTiflis, das mit 10 000 m² Lager- und UmschlagsflächeMai 2013 in Betrieb gehensoll, haben wir einen strategischen Vorpostenim Kaukasus, mit dem wir nebenGeorgien auch die umliegenden Märktewie Aserbeidschan und Armenien abdeckenkönnen. Wir evaluieren übrigensauch Möglichkeiten für einen Brückenkopfin der Türkei, die aber noch nichtspruchreif sind.Die GUS plante, ihre gemeinsame Freihandelszone2013 starten zu lassen.Diese Entwicklung befindet sich noch imFrühstadium. Inwieweit die Rahmenfaktorenzum angestrebten Zeitpunkt mitder entsprechenden Infrastruktur stehen,ist noch offen. Wir halten uns an denAusbau der bestehenden Basis.Mit welchem Konzept treibt GebrüderWeiss den regionalen Ausbau voran?Sagen wir, dass wir auf das gesamte Teamstolz sein können. Allein in Rumäniengehören wir nach relativ kurzer Zeit zuden ersten Transportdiensleistern imLand. Auf jeden Start und Aufbau aneinem neuen Standort muss eine Qualifikations-und Organisationsphase folgen,die die Standards sukzessive erhöht.Wichtig ist, mit kalkuliertem Risiko denFortschritt zu wagen und keine Berührungsängstezu haben.Foto: Gebrüder Weiss85A-18A Elizabetes Str., Riga, LatviaPhone +371 20390529+371 29788222Fax +371 67381661E-mail info@rsgu.euwww.rsgu.euOur dynamic team has years of experience within the container trading,shipping and transport industries.• Selling and renting new and used sea containers• Offshore Containers• Transport and Logistic Services• Storage ServicesVISIT US!TRANSRUSSIAMOSCOW23.–26. APRIL 2013PAVILION 75 HALL ASTAND A515


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Osteuropa & Baltische Staaten Special7Maritime Wirtschaft sieht viel Potenzial im OstseeraumZweiter Terminal für DCT GdanskErst vor Kurzem verkündete DCT Gdansk,dass sein Terminal ab kommendenSommer zu den Anlaufhäfen der Triple-E-Schiffe von Maersk gehören wird.Nun folgt die zweite Erfolgsmeldung:Der Terminalbetreiber unterzeichnete einenPachtvertrag mit der Hafenbehörde,der den Grundstein für einen weiterenTerminal legen soll.Mit dem neuen Terminal DCT2 will sichGdansk zum zentralen Anlaufpunkt fürTiefseeschiffe und somit als Umschlagsortfür Ladung von und aus Osteuropaund Russland etablieren.«Für uns war bereits von Anfang anklar, dass unser existierender Terminalnur der erste Teil eines grösserenVorhabens ist», erklärt Kapitän JedrzejM. Mierzewski, Chief Operations Officerbei DCT Gdansk. Mit DCT2will der Hafen sowohl Kapazität, alsauch Produktivität signifikant erhöhen.Der Terminal wird darauf ausgelegt sein,DCT Gdansk will seine Kapazität auf insgesamt 4 Mio. TEU pro Jahr erhöhen.die weltgrössten Containerschiffe mitPlatz für bis zu 18 000 TEU abzufertigen,die momentan von Werften in Fernostgebaut werden. Daher ist derzeit geplant,Hapag-Lloyd weitet Feederservice im Ostseeraum ausDer deutsche Linienreeder Hapag-Lloydhat Anfang April seinen neuen FinlandExpress Service (FIX) gestartet. Damitverbessert das Unternehmen die Anbindungdes wachsenden Marktes imOstsee-Raum deutlich. Der neue Feeder-Dienst verbindet Russland, Finnland undSchweden mit Hamburg und Bremerhaven,den beiden grossen norddeutschenDrehscheiben im weltweiten Service-Netzwerk von Hapag-Lloyd. Hier erhaltendie Container Anschluss an insgesamt 26Direktdienste von Hapag-Lloyd von undnach Asien, Mittlerer Osten, IndischerSubkontinent, Nord- und Südamerika,Afrika sowie Südeuropa und Australien.Mit dem neuen FIX bietet Hapag-Lloyd seinen Kunden künftig so nebendem Russland Express Service (REX) einezweite wöchentliche Abfahrt von undnach wichtigen finnischen und russischenHäfen. Der REX-Dienst war im vergangenenMai neu eingerichtet worden.Zusätzlich verbindet Hapag-Lloyd denOstsee-Raum mit dem Poland ExpressService (PEX), dem Gothenburg ExpressService (GTE) und dem Baltic Feeder Service(UFE/BSF) miteinander.Die Hafenfolge des Finland ExpressService ist: Bremerhaven, Hamburg,St. Petersburg, Kotka, Rauma, Gaevle(Schweden), Bremerhaven. Ob das Unternehmendarüber hinaus den russischenHafen Ust-Luga mit in den Fahrplan einbeziehtwird momentan noch geprüft. ImFIX werden zwei Schiffe mit jeweils etwa1000 TEU Kapazität eingesetzt.Seit Beginn des Jahres hat bereits eineVielzahl von Linienreedereien wiebeispielsweise APL, CMA CGM oderUnifeeder ihre Abfahrten in den Ostseeraumerhöht und der wachenden Nachfragein dieser Region damit Rechnunggetragen.avwww.Hapag-Lloyd.comDCT2 für Schiffe mit einem Tiefgangvon bis zu 16,5 m auszurichten. Die Kailängesoll 600 m betragen. Der Terminalsoll mit sieben Super-Post-Panamax-Kränen ausgestattet werden, die jeweilseine Reichweite von 25 Containerreihenhaben werden. Somit wird der Terminaldrauf ausgelegt sein, eine jährliche Kapazitätvon 2,5 Mio. TEU zu bewältigen.Nach Fertigstellung des neuen Terminalssoll Gdansk dann insgesamt bis zu 4 Mio.TEU im Jahr abwickeln können.RekordstartIm vergangenen Jahr schlug DCT Gdansk928 905 TEU um, ein Plus von rund 35%.Auch das neue Jahr startete für den polnischenHafen dabei sehr gut: Für den Januar2013 verzeichnete der Terminal mitgesamthaften 106 000 TEU ein Rekordzahlenseit seiner Eröffnung im Jahr 2007.Durch den Bau des neuen Terminalswerden nach Angaben des Hafenbetreibersbis zu 1500 direkte Arbeitsplätzeentstehen. Darüber hinaus wird nachAnsicht von DCT jedoch die gesamte Regionvon dieser Entwicklung profitieren,da sich als Folge weitere Dienstleister fürmaritime Wirtschaft und Logistiksektorim Umkreis ansiedeln werden.avwww.dctgdansk.comFoto: Thinkstock


8 Osteuropa & Baltische Staaten Special Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Russische Hafengründung BronkaNeue Häfen braucht das LandBei St. Petersburg entsteht ein neuer Hafenkomplex. Mithilfe einer privat-öffentlichen Partnerschaft werden die erforderlichen Mittelfür den Bau von Bronka bereitgestellt, ebenso wie z.B. für den neuen Hafen Sabetta in Sibirien. Die Pläne sind wie meist in Russlandehrgeizig. Angesichts des Hafenangebots der Ostseeanrainer werden nicht aber nicht alle Blütenträume zur Reife kommen.Russlands Regierung hat zur Jahreswende2012/2013 die erforderlichen staatlichenMittel für den Bau des neuen OstseehafensBronka, der zum GrosshafenSt.Petersburg gehören wird, bewilligt.Sie wird bis Ende 2015 rund 15,2 Mrd.RUB (rund 393 Mio. EUR) für die notwendigenBaggerarbeiten zur Verfügungstellen. Dies ist Ergebnis einer Umschichtungvon staatlichen Mitteln für die Hafenentwicklungund zeigt eine gewachseneAufmerksamkeit der Regierung für dasbereits seit 2007 geplante Vorhaben, dasam 4. Dezember 2012 in das staatlicherussische Programm für den nationalenTransport 2010-2015 aufgenommen wurde.Die Ausschreibung von Arbeiten zurVertiefung von Zufahrtskanal und Hafenbeckenim Gesamtwert von 11,4 Mrd.RUB ist erfolgt. Als Gewinner des Tenderswurde Mitte März das UnternehmenZAO «Baltstroij» bekanntgegegeben.Neuer Hafenkomplex an der OstseeDer Hafen Bronka wird aus drei Teilenbestehen: Dem Containerterminal mit107 ha, dem RoRo-Terminal mit 57 haund einem Logistikterminal mit 42 ha.Die durch private Mittel finanziertenBauarbeiten für den Fähranleger und fürdie Anleger der Containerschiffe habenschon begonnen und sollen möglichstnoch in diesem Jahr abgeschlossen sein.Insgesamt werden derzeit sechs Anlegergebaut, davon fünf für Container und einerfür RoRo. Spätestens 2014 sollen hierdie ersten Schiffe abgefertigt werden.Die Entwicklung von Bronka am Süduferdes Finnischen Meerbusens ist Teildes Konzepts zum weiteren Ausbau desGrosshafens St. Petersburg. Der neueMehrzweck-Hafenkomplex dürfte insbesonderevon der Fertigstellung des westlichenAbschnitts der Ringautobahn umSt. Petersburg profitieren, wo ein grosserVerkehrsknotenpunkt von zwei Autobahnenüber drei Ebenen geplant ist.Dadurch ist eine reibungslose Zu- undAbfahrt der Container bzw. RoRo-Einheitenmöglich, was den innerstädtischenVerkehr entlasten kann. Zudem bestehttrailblazingThrough its attractive brands and based onalarge network of subsidiaries and partners,InterRail’s product portfolio comprises awide range of mainly rail based logisticsservices with akey focus on the C.I.S. states(Common-wealth of Independent States)and its surrounding markets such as Europe,China, Iran and India.Please visit InterRail at the TransRussiaMoscow, from April 23 -26, 2013, VVC,Pav. 75A, booth no. A425.Participating InterRail companies:■ InterRail Logistics GmbH■ IRS InterRail Services GmbH■ InterRail-Polcont Sp. zo.o.■ InterRail Trans Siberian ExpressService LLC■ RailService Ltd.■ Tarabari Rail Co. Ltd.www.interrail.ag


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Osteuropa & Baltische Staaten Special9St. Petersburg will mit dem Hafen Bronka das Verkehrsaufkommen dämpfen.auch bereits eine Bahnanbindung an das zu erschliessende Gebiet. Daslange umstrittene Vorhaben in Bronka scheint mit den jüngsten offiziellenEntscheidungen in ein gutes Fahrwasser gekommen zu sein. Dieneuerlichen Steigerungen des Containerumschlags in den Ostseehäfenund die Aussichten auf neue Steuereinnahmen dürften die Pläne fürBronka jetzt beschleunigt haben.Die Zweifel, woher die prognostizierten Gütermengen kommen sollen,sind jedoch nicht ausgeräumt. Es gibt bereits heute ein Überangebotan Umschlagkapazitäten für Container und Stückgüter im russischenOstseeraum. Im Grosshafen St. Petersburg seien Hafenexperten zufol-www.zenit-spedition.at„Geht nicht gibt´s nicht“ bei- ZENIT ... wir sind die SpezialOsten!Wirfinden immer die beste Lösung für Ihr Transportproblem.West- und Osteuropa .Balkan .Türkei .Iran .GUS .Zentralasien .Mongolei .Naher Osten .NordafrikaA-5101 Bergheim .Tel. +43/662/45 40 41 .office@zenit-spedition.atD-Furth im Wald .Tel. +49/99 73/80 48-0 .office.de@zenit-spedition.atFoto: St. Petersburgge zudem noch erhebliche Umschlagreserven mobilisierbar.Im bestehenden neuen Ostseehafen Ust-Luga sindbereits vorhandene Kapazitäten für den Containerumschlagbis jetzt nur unzureichend genutzt. Der BedarfRusslands hinsichtlich neuer Möglichkeiten beim Hafenumschlagwird eher in Richtung solcher Güter wieErdölprodukte, Kohle und Düngemittel gesehen.PPP wird FinanzierungsstandardBronka ist ein weiteres Beispiel privater-öffentlicherPartnerschaft beim Ausbau der russischen Hafeninfrastruktur.Privater Investor ist die OOO «Phoenix», diezur Holding «Forum» gehört. Nach ihren Vorstellungensollen in Bronka im ersten Abschnitt ein Containerterminalfür 1,45 Mio TEU p.a. und ein RoRo-Terminalfür 260000 Einheiten pro Jahr entstehen. Bis 2017 ist dieSteigerung der jährlichen Umschlagkapazität für Containerauf 1,9 Mio TEU und bis 2022 auf 3 Mio TEU vorgesehen.Nach Abschluss der Bauarbeiten wird BronkaContainerschiffe der Panamax Klasse und Fähren derFinnstar Klasse annehmen können.Bei der Finanzierung von Neu- und Ausbau der russischenHäfen wird in Russland heute konsequent dasPrinzip privat-öffentlicher Partnerschaft, d.h. sogenannterPPP-Modelle praktiziert. Dies war bereits bei demjetzt zehn Jahre alten neuen Ostseehafen Ust-Luga derFall. Dieser hat es im Jahr 2012 mit einem Umschlagvon 46,6 Mio t bereits auf Platz 4 der russischen Seehäfengeschafft. In zwei Jahren soll laut Vorstellungen derdortigen Hafenverwaltung das Umschlagvolumen vonPrimorsk und vom Grosshafens St. Petersburg übertroffenwerden und Ust-Luga damit auf Platz 2 der russischenSeehäfen vorrücken.Neben Ust-Luga und jetzt Bronka ist auch der neueHafen Sabetta auf der Yamal-Halbinsel ein Beispiel füreine PPP-Finanzierung. In Sabetta sollen jährlich bis zu15 Mio t verflüssigtes Erdgas und 1 Mio t Kondensatüber den nördlichen Seeweg verschifft werden. Baubeginnwar Mitte 2012. Der Gesamtumfang der Investitionenwird 75 Mrd. RUB betragen. Angesichts der strategischenBedeutung dieses Hafens für Russlands Exportwird der Staat hier mit 49 Mrd. RUB deutlich tiefer in dieTasche greifen als die privaten Investoren mit 25 Mrd.RUB. In Bronka stehen den zugesagten staatlichen Mittelnvon 15,2 Mrd. RUB bisher zugesagte private Investitionenbei Inbetriebnahme von 43,7 Mrd. RUB gegenüber.Per 1. März 2013 sind bereits 6 Mrd. RUB privaterMittel in den neuen Hafen geflossen.Trotz des grossen Interesses des russischen Staates ander Mobilisierung privater Mittel für die Hafenentwicklungdes Landes ist die Regierung derzeit dabei, neueHürden für die Beteiligung ausländischer Firmen an russischenHäfen zu errichten. Auslöser ist offensichtlichder kürzlich erfolgte Verkauf von Mehrheitsanteilen amwichtigen Pazifikhafen Vanino an Off-shore Firmen (s.ITJ 07-08/2013, S.33). Russland will das Umschlaggeschäftin den Häfen als strategisch bedeutsam für dieVerteidigung und Sicherheit des Landes einstufen. EntsprechendeGesetzesinitiativen sind in den zuständigenGremien eingebracht.Christine Kulke-Fiedler


10 Osteuropa & Baltische Staaten Special Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Russlands Häfen«Russland ist ein Lichtblickfür die Containerindustrie»Hafenbetreiber rund um die Welt bewerten das vergangene Jahr sehr gemischt.Auch für das russische Unternehmen Global Ports sind die Ergebnisseuneindeutig. Zwar verzeichneten seine russischen Terminals eine Zunahmeder umgeschlagenen Container. Beim Unternehmensgewinn muss dasUnternehmen im Vergleich zu 2011 allerdings Einbussen hinnehmen.Das russische Unternehmen Global Portsbetreibt insgesamt zwei Containerterminalsin Finnland und drei in Russland.Letztere weisen nach Aussage von NikitaMishin, Vorstandsvorsitzender von GlobalPorts, dabei im Vergleich zu den anderenBric-Staaten Indien, Brasilien undChina derzeit die besten Wachstumsratenauf.Um insgesamt 8% stieg das Volumender Container, die Global Ports Häfen inRussland im vergangenen umgeschlagenenhaben. Damit lag das Gesamtvolumenbei 1,45 Mio. TEU für 2012. «Mitdiesem Wachstum ist Russland ein Lichtblickfür die Containerindustrie. Im Vergleichzum weltweiten Durchschnitt istdas Umschlagsvolumen hier doppelt sostark gewachsen», betont Mishin.Global Ports ist nach eigenen Angabenfür ca. 30% des gesamthaften Containerumschlagsin Russland verantwortlich.Zudem betreibt das Unternehmen einÖl-Terminal, dessen Marktanteil bei ungefähr23% liegt. Wichtigster Geschäftsbereichfür Global Portssind jedoch mit Abstanddie Containerhäfen inRussland. Diese machtenim vergangenen Jahr 73%des Unternehmensumsatzesaus. Das Terminal fürÖl-Produkte trug in diesemZeitraum 23% zumUmsatz bei, ein Rückgangum sechs Prozentpunkte. Die Häfen inFinnland waren 2012 für 4% des Gesamtumsatzesdes Unternehmens verantwortlich.Hier musste der Hafenbetreiberallerdings einen Verlust des Umsatzes um24% im Vergleich zum Vorjahr verbuchen.Hauptgründe sieht Global Ports ingesunkenen Einnahmen pro Containersowie durch den Verlust des Euros imVergleich zum US-Dollar.Seine Betriebsausgaben konnte GlobalPorts im vergangenen Jahr um rund 2%senken. Dafür sind nach Einschätzungdes Unternehmens vor allem die gesteigerteEffizienz in russischen Häfen, eineOJSC Petrolesport in St. Petersburg ist einer von Global Portsdrei Containerterminals in Russland.strenge Kostenkontrolle sowie ein günstigerWechselkurs verantwortlich. DerNettogewinn für das vergangene Jahr fielallerdings von 171 191 USD in 2011 auf123474 USD.Für das laufende Jahr ist Global Portsjedoch optimistisch. Durch die Beteiligungvon APM Terminals, das im vergangenenJahr einen Anteil von 37,5%an Global Ports übernahm, und die Partnerschaftmit N-Trans, ehemals ZAO Severstal,sei das Unternehmen nun nochbesser aufgestellt, um am wachsendenContainermarkt in Russland zu partizipieren,so Mishin. www.globalports.comFoto: Global PortsRussland öffnet sich in Richtung HamburgNach Russlands Beitritt zur Welthandelsorganisationverschiffen russische Häfenihre Ladung immer häufiger über dendeutschen Hafen.Der zweitgrösste Containerhafen Europasprofitiert damit ganz besondersvon dem Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisationund den damit verbundenenVereinfachungen im Handelsrechtund dem Abbau von Barrieren.Mit insgesamt rund 675 000 zwischenHamburg und russischen Häfen verschifftenTEU, einem Plus von mehr als 13%,war Russland damit im vergangenen Jahrder zweitwichtigste Handelspartner imseeseitigen Containerumschlag des HamburgerHafens.Knapp 95 Prozent des gesamten direktenRusslandverkehrs Hamburgs wickeltdabei der Seehafen St. Petersburg,Russlands sogenanntes „Fenster nachEuropa“, ab. Der russische Ostseehafenselbst hat im Jahr 2012 rund 2,53 MillionenTEU umgeschlagen, was einer Steigerungvon knapp 7% Prozent zum Vorjahrentspricht.Die wichtigsten Güter, die Russland imSeeverkehr via Hamburg exportiert, sindSteinkohle, Dieselöl, rohes Erdöl, Papier,Kupfer und chemische Stoffe. Nach Russlandwerden überwiegend Fleisch, Fahrzeuge,Obstkonserven, Elektroerzeugnisseund Papier importiert. Auch im konventionellenStückgutverkehr verschifftRussland viel Ladung über den Hansehafen,z. B. Eisen, Stahl und andere Metallesowie Maschinen.avwww.portofhamburg.com


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Osteuropa & Baltische Staaten Special11Einige Fluggesellschaften – auch von ausserhalb der GUS – werden in Kürze neu Kiew anfliegen.Flugziel Ukraine gewinnt an AttraktivitätAir Astana hat am 31. März und am1. April jeweils dreimal wöchentlicheDienste von Astana und Almaty nachKiew, der Hauptstadt der Ukraine, aufgenommen.Der Staatscarrier des zentralasiatischenGUS-Mitglieds ist nichtdie einzige Fluggesellschaft, die von demflächenmässig zweitgrössten (ost-) europäischenLand angezogen wird.Denn die Rückkehr nach Kiew nachgenau zehnjähriger Abwesenheit hat auchSwiss International Air Lines ab demnächsten Winterflugplan angekündigt.«Die Ukraine ist unter den GUS-Ländernnach Russland die zweitwichtigsteRumänische Fluglinie Tarom in TurbulenzenExportnation der Schweiz», begründeteSwiss-CEO Harry Hohmeister die Lancierungdes täglichen Services ab Zürich.Nicht ganz neu, aber öfter im Landwird Flydubai ab dem Herbst landen. DerBilligflieger aus Dubai (VAE), der aberauch das Frachtgeschäft berücksichtigt,wird ab 15. September zweimal statt wiebisher einmal täglich Kiew ansteuernund neu nach Odessa fliegen. Drei Tagedarauf wird er erstmals Dnjepropetrowskansteuern und dann mit 18 Zielen stärkerals jede andere mittelöstliche Fluglinie imGUS-Gebiet präsent sein.ahwww.kbp.aeroNach mehreren verlustreichen Jahren –2012 lag das Ergebnis bei minus 236 Mio.EUR – hat das Management der rumänischenNationalfluglinie Tarom EndeMärz einen drastischen Sparplan veröffentlicht.Insbesondere die Streichungvon 10% ihrer Stellen auf rund 1500 Mitarbeitendein diesem Jahr und das Einschwenkenauf eine Einheitsflotte sollendas Ruder herumreissen und schrittweisewieder in die Gewinnzone führen. Rechnetdas Skyteam-Mitglied für 2013 (–143Mio. EUR) und 2014 (–18 Mio. EUR)noch mit Verlusten, will es 2015 mit 92Mio. EUR endlich wieder schwarze Zahlenschreiben. Auf der operativen Seitehat Tarom im März die Verbindung zwischenBukarest, wo sich 90 Mitarbeitendeum die Luftfracht kümmern, nach Lyon(Frankreich) eingestellt, wird aber AnfangMai nach zwölf Jahren wieder Dublin (Irland)bedienen.www.tarom.roFoto: Flughafen KiewKurz notiertAir Baltic wechselt Flughafen. Die lettischeFluglinie Air Baltic hat mit Beginn desSommerflugplans den Zielflughafen ihrestäglich durchgeführten Dienstes von Riganach Istanbul (Türkei) geändert. Statt demgrösseren Standort Istanbul-Atatürk (Iata:IST) auf der europäischen Seite fliegt sie nunSabiha Gökçen (SAW) an. Mitte März hatteder dortige Platzhirsch Turkish Cargo angekündigt,Teile seines Frachtgeschäfts auf denkleineren Flughafen auf der asiatischen Seiteauszulagern. cargo.airbaltic.comAir Moldova neu und öfter. Die staatlicheFluggesellschaft der südosteuropäischenRepublik Moldau wechselt Ende April denLandepunkt ihres zweimal wöchentlich abChisinau geflogenen Dienstes in London(Grossbritannien): Gatwick (Iata: LGW) wirdam 26. April letztmals angeflogen und am29. April von Stansted (STN) abgelöst. Zudemstockt sie am 28. April ihre Verbindungmit St. Petersburg um einen wöchentlichenUmlauf auf. Die nordrussische Metropolesteht dann viermal pro Woche auf demFlugplan. www.airmoldova.mdBelavia blickt nach Osten. Die nationaleweissrussische Fluggesellschaft ist mit Rückenwindins neue Jahr gestartet. Im Januarund Februar 2013 wurde mit 319 t fast einDrittel mehr Fracht befördert als im selbenVorjahreszeitraum. In den nächsten Monatenmöchte Belavia insbesondere Richtung Ostenwachsen: Am 28. April ist der Beginn einerzweimal wöchentlichen Verbindung vonMinsk in die russische Industriestadt Samarageplant; genau einen Monat darauf soll mitKutaissi die zweitgrösste Stadt Georgienserstmals angeflogen werden.www.belavia.byWildenhofer Spedition und Transport GmbHProducts and Services·General Cargo·Paneuropean FTL/LTL·Temperature-Controlled Logistics·Worldwide Removals·Seafreight &Airfreight·Warehousing·Customs ExpertiseHeadquarters:Gnigler Straße 5-7 ·A-5020Salzburgwww.wildenhofer.atSince1887


12 Osteuropa & Baltische Staaten Special Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013LitauenKlaipeda auf ExpansionskursDer Hafen Klaipeda in Litauen verfolgt ein ehrgeiziges Investitionsprogramm. Bis 2015will er Containerschiffe mit einer Kapazität von bis zu 7000 TEU abwicken können undseine jährliche Umschlagskapazität auf mehr als 700 000 TEU erhöhen.Der baltische Hafen will konkurrenzfähigerwerden und sich innerhalb derkommenden Jahre zu einem regionalenUmschlagsplatz insbesondere für Ladungaus Fernost etablieren. Bislang geht eingrosser Teil der Ladung für Länder inder Region wie beispielsweise für die Gemeinschaftunabhängiger Staaten, Polenoder Russland via den Hafen Hamburg,oder auch Rotterdam. Klaipeda wickelthingegen vornehmlich Feederschiffe ab.Mit Wettbewerbsvorteilen durch niedrigereTransportkosten sieht sich Klaipedanach erfolgreicher Modernisierungjedoch klar im Vorteil gegenüber weiterwestlich gelegenen Häfen.Finanzielle Unterstützung gesichertAus diesem Grund investiert Klaipedakräftig in den Ausbau seiner Infrastruktur,finanziert mit der Unterstützung diverserBanken. So konnte beispielsweiseMSC aus Genf durch sein angeschlossenesUnternehmen Terminal InvestmentLimited (TIL) mit der Europäischen Bankfür Wiederaufbau und Entwicklung sowieder litauischen Niederlassung derschwedischen SEB Bankas Darlehenverträgein Höhe von insgesamt 32,5 Mio.EUR abschliessen. Diese Summe wirdin den Ausbau des Containerterminalsfliessen, den TILs TochterunternehmenKlaipedas Smelte betreibt.Doch nicht nur die Kapazität desContainerterminals soll erweitert werden.Kürzlich verkündete die Nordic InvestmentBank (NIB), die internationaleFinanzinstitution der acht Nordischenund Baltischen Länder, dass sie der HafenbehördeKlaipeda einen Kredit über44 Mio. EUR gewährt. Mit diesem Betragsollen neue Kaianlagen sowie Anlegestellenfür Passagier- und Frachtfähren errichtetwerden. Zudem ist eine Vertiefungund Verbreiterung der Hafenrinne vorgesehen.So wird die jährliche Kapazität um25% erhöht, was einem Plus von 12 bis 13Mio. t pro Jahr entspricht. Dieser Ausbausoll darüber hinaus die Sicherheit beimNavigieren erhöhen.Foto: Klaipeda State Seaport AuthorityKlaipeda will künftig auch Schiffe mit einerKapazität von bis zu 7000 TEU abfertigen.Antrieb für lokale WirtschaftVon diesen Investitionen versprechensich die Betreiber nicht nur eine stärkerePosition im Markt, sondern auch positiveEffekte wie zum Beispiel mehr Arbeitsplätzeim gesamten Logistikbereich imLand. Klaipeda ist der grösste Tiefseehafenim baltischen Raum und profitiertvon seiner Eisfreiheit. Der Ladungsumschlagim Hafen Klaipeda belief sich imgleichen Jahr auf insgesamt 35,24 Mio. t.Das Containerterminal schlug in diesemZeitraum 130786 TEU um. Die Ergebnissefür die ersten zwei Monate diesesJahres sind vielversprechend: Mit gesamthaften6,13 Mio. t Umschlag im Januarund Februar 2013 konnte der Hafen seinErgebnis um 16,3% im Vergleich zumVorjahreszeitraum steigern. Der Anteilder containerisierten Ladung stieg in denzwei Monaten im Vergleich zu 2012 um8,3% auf 62 879 TEU.avwww.portofklaipeda.lt/enMIERKADONAUHAFENTrimodales ContainerterminalUnsere Leistungen für Ihren Erfolg!Wien Graz Wels VillachK R E M Swww.mierka.comUmschlagLeercontainerdepotContainerhandelContainerreparaturTruckingZollabwicklungTEL +43 (0) 1727 72 0Fax +43 (0) 1727 72 26office@wiencont.comwww.wiencont.com


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Osteuropa & Baltische Staaten Special13Lettland und EstlandContainerterminals im AuftriebDas Ladungsvolumen im östlichen Baltikum entwickelt sich insgesamt positiv.Insbesondere die Häfen Tallinn (Estland) und Riga (Lettland) verzeichnen dabeiim Containerbereich sehr gute Ergebnisse. Gesamthaft betrachtet sehen dieUmschlagszahlen für die beiden Häfen jedoch gemischt aus.Der Hafen Tallinn konnte 2012 sogar alsRekordjahr in Hinblick auf das Containervolumenverbuchen. Mit insgesamt228000 TEU schlug der estnische Hafen15% mehr im Vergleich zum Vorjahr um.Auch in Hinblick auf Roll on–/Roll off–Ladung stieg das Volumen. Hier fiel dasWachstum auf insgesamt 3,8 Mio. t mitknapp 4% im Vergleich jedoch bescheidenaus. Neben diesen positiven Ergebnissenmusste Tallinn jedoch einen herbenRückschlag einstecken. Das gesamthafteLadungsvolumen sank im vergangenenJahr um knapp 20% im Vergleich zumVorjahr auf insgesamt noch 29,5 Mio. t.Keine Überraschung in TallinnFür Erik Ringmaa, Chief CommercialOfficer des Hafenbetreibers AS TallinnaSadam, war dieses Ergebnis zu erwarten.«Die Gründe für den Rückgang beim Ladungsvolumen,nämlich hauptsächlichder Fortschritt beim Ausbau von Häfenin Russland und hier vor allem die Eröffnungvon Ust-Lugas neuem Ölterminal,sind uns seit Jahren bekannt.» Doch auchwenn diese Entwicklung zu erwarten war,dass das Ladungsvolumen von Ölverschiffungenknapp ein Viertel weniger alsim Vorjahr betrug, ist dennoch schmerzlich.Für den Hafen Tallinn ist daher klar,dass er seine Aktivitäten künftig breiterstreuen wird. Aus diesem Grund will derHafenbetreiber ein attraktiveres Umfeldfür die Diversifikation von Ladung undDienstleistungen gestalten, wodurch sichneue Unternehmen rund um den Hafenansiedeln sollen.Erfolgsmeldung aus RigaIm grössten Hafen im baltischen Raumgemessen am Ladungsvolumen hat derContainerbereich im vergangenen Jahrmit einem Plus von knapp 20%, d.h.insgesamt 362 000 TEU, ebenfalls fürFreude gesorgt. Die umfangreichen Investitionenin Terminalinfrastruktur undAusstattung während der vergangenenJahre haben sich ausgezahlt. Danebenseien insbesondere der Ausbau der Dienstevon CMA CGM und die Containerisierungvon Massengut für die gutenZahlen verantwortlich, so ein Unternehmenssprecher.Durch die VerschiffungFoto: ThinkstockDie Ladungsarten in den baltischenStaaten verschieben sich.von Massengut in Containern entstündeneinfachere Verladungsoptionen fürExporteure. Vor allem Unternehmen ausRussland, Kasachstan oder Weissrusslandprofitierten von diser Entwicklung. Ausdiesem Grund ist der Hafen optimistisch,auch im laufenden Jahr wieder Wachstumzu erzielen. Hierzu soll unter anderemdie Inbetriebnahme eines 4800 m² grossenLagerhaus für Stückgüter beitragen.Gesamthaft schlug Riga im vergangenenJahr rund 36 Mio. t Fracht um.avwww.rop.lv/enS.I.T.T.A.M.Spedizioni Internazionali TrasportiTerrestri Aerei Marittimi S.r.l.OUR RACE FOR QUALITYHAS NO FINISH LINES.I.T.T.A.M. S.r.l.via Monzoro, 100 – 20010 Cornaredo – ITALYTel. +39.02.93.480.1 – Fax +39.02.93.56.30.84E-mail info@mail.sittam.it – www.sittam.it


FACTS ABOUT LDZ CARGOLDZ Cargo is one of the biggest railway cargo carrier inthe Baltic States.LDZ Cargo is a subsidiary company of the State Joint StockCompany “Latvijas Dzelzceļš” (Latvian Railway), providingcargo transportation services to and from Baltic States, CISand Western Europe.LDZ Cargo is a reliable partner in the railway market of the Balticregion. The company is well-known for its successful projects intransportation of various types of cargo, including containerisedcargo, for example:Container train Baltica – Transit delivering goods fromthe Baltic seaports to the Central Asia, stable and reliable servicesuccessfully operating since 2003.Container train Riga’s Express connects Riga and Moscow,operating since 2010.THE MISSION OF LDZ CARGO IS“MOVING FORWARD YOUR BUSINESS”The mission of LDZ Cargo outlines the role of the enterprise intransportation chain and servicing business clients.The mission is carried out by LDZ Cargo employees, whose experience,knowledge and inspiration facilitate integrated work ofthe enterprise.FACTS ABOUT LDZ CARGO LOĢISTIKALDZ Cargo Loģistika is a subsidiary company of LDZ Cargo andthe official agent of the TransContainer in Latvia.The company provides broad spectrum of services related to thecargo transportation, including intermodal service based on the“door to door” principle. The company constantly elaborates newservices and develops new products for convenience of its clientsIn the year 2009 LDZ Cargo Loģistika in cooperation with partnershas launched into operation new container train ZUBR. Thecontainer train ZUBR connects Tallinn, Riga, Minsk, Kiev and theUkrain’s Black Sea ports Odessa and Ilyichevsk, providing a stronglink between the Baltic and the Black Sea regions.LDZ Cargo Loģistika works in close cooperation with LDZ Cargo,ports and terminals in order to provide its clients the best competitivesolutions in cargo transportation.LDZ CARGO IN ACTIONWide transport geography, including the largest East-West andNorth-South transportation corridors.Transportation of the whole range of goods, including dangerousgoods.Services are provided at 86 stations, including 9 port stations withwell-developed infrastructure.Operation within the legal framework of SMGS and CIM.THE MAIN VALUES OF LDZ CARGO AREITS CLIENTS AND PARTNERSThe total number of LDZ Cargo clients is close to 3000, whereofmore than 1000 are strategic clients.LDZ Cargo believes that each client and partner is unique andspecial, therefore work of the enterprise is directed towardsprovision of the most appropriate solution of cargo transportationfor each client.FURTHER STEPS TOWARDS COOPERATIONCooperation is characterised by faithful clients confident in ourservices – always provided in due time, precisely, and with a senseof responsibility.LDZ Cargo and LDZ Cargo Loģistika are looking forward tofruitful cooperation with you.LDZ CARGO IN FIGURESThe amount of cargo transported by LDZ Cargo in the year 2012has reached a record and comprised 60,6 millions tons. For the lastseveral years the transportation tendency shows steady increase.The total number of LDZ Cargo employees is 2790.LDZ Cargo has at its disposal 6468 freight wagons as well as146 main-line and shunting locomotives.


16 Osteuropa & Baltische Staaten Special Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Militzer & Münch • SharpElektronikartikel für RusslandDer international tätige Transport- und Logistikdienstleister Militzer & Münch mit Hauptsitz in St. Gallen (Schweiz) hat unlängst fürden Elektronikanbieter Sharp den eintausendsten Lkw-Transport von Hamburg (Deutschland) nach Moskau (Russland) abgewickelt.Nach nur sieben Tagen und über 2100 km erreichte die Ware ihr Ziel.V.l.: Dmitry Ivanov von Sharp Russia, Thorsten Meincke von Militzer & Münch undChristian Koop von Sharp Europe verabschieden den eintausendsten Lkw.«Vor der Zusammenarbeit mit Militzer& Münch dauerten allein die Lkw-Verzollungen bis zu sieben Tage», sagtDmitry Ivanov, Head of Logistics DepartmentSharp Russia. «Jetzt passieren99% der Lkw an einem Tag den Zoll».Der Hamburger Hafen zählt für Sharpzu den wichtigsten europäischen Importhäfen.Hier ist das europäische Zentrallagervon Sharp angesiedelt, von dem ausauch der russische Markt versorgt wird.Beim Weitertransport der Waren nachRussland setzt Sharp auf das Know-howM&M Militzer & MünchDie M&M Militzer & Münch Gruppe beschäftigtrund 2800 Mitarbeitende an 100Standorten in über 30 Ländern. Militzer &Münch versteht sich als Spezialist für Eurasienund Nordafrika und bietet strassen- undschienengeführte Landverkehre, Luft- undSeefracht sowie Projektlogistik als internationaleDienstleistung entlang der Ost–West-Achse. Das Unternehmen ist mit einemdichten Niederlassungsnetz in Osteuropa,der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten,im Mittleren und Fernen Osten sowie in denMaghreb-Ländern aktiv. Hauptsitz des 1880gegründeten Unternehmens ist St. Gallen(Schweiz).von Militzer & Münch: Seit August 2011laufen die regelmässigen Strassentransportein das Moskauer Zentrallager vonSharp Russia. «Dabei kommt es vor allemauf kurze Lieferzeiten, eine durchgängigeSendungsverfolgung und ein hohesSicherheitsniveau an», sagte ThorstenMeincke, Mitglied des ManagementBoards der Militzer & Münch InternationalHolding AG.Foto: Militzer & MünchTransnationales Track & TracingUm auf dem gesamten Transportwegdurch vier Länder alle Beteiligten stets mitden aktuellen Sendungsinformationenversorgen zu können, wurde das bestehendeTrack & Trace-System den Kundenwünschenentsprechend angepasst und erweitert.So kann heute die Verzollung der Lkwin Moskau vorbereitet werden, währendzeitgleich die Verkaufsabteilung von SharpEinblick in die geplante Ankunft dringendbenötigter Waren am Lager des Kundennehmen und ihn mit den aktuellen Informationenversorgen kann.Nachdem Militzer & Münch denGrossteil des Transportwegs von Deutschlandaus koordiniert, übernimmt Militzer& Münch Russia mit Ankunft der Lkwam Zollterminal bei Moskau die weitereAbwicklung. Den russischen Mitarbeitendenvon Militzer & Münch ist es gelungen,die durchschnittliche Verzollungszeitdeutlich zu senken: Momentan liegtdie durchschnittliche Standzeit am Zollterminalbei unter einem Tag. Neben demZentrallager von Sharp beliefert Militzer& Münch bei zeitkritischen Sendungenauch direkt Einzelhandelsunternehmenim Grossraum Moskau. Dafür sind dieAbläufe präzise getaktet. «Diese Lieferqualitäterlaubt uns, den Lagerumschlagam eigenen Zentrallager zu vermeidenund somit Kosten einzusparen», erklärteChristian Koop, Manager General Support,European Logistic Promotion CenterSharp.Short Sea-Verkehre über die OstseeUnter den transportierten Gütern sindzahlreiche Büro- und Haushaltsgeräte,aber auch hochwertige Unterhaltungselektronik,die nicht nur für Endkundeninteressant ist. Damit die Lkw-Transportemöglichst sicher sind, setzt Militzer &Münch auf feste Partner, strikte Regelnfür die Route und achtet auf zusätzlicheSicherheitsmassnahmen, wie bewachteParkplätze.Als alternative Transportlösung fürWaren, die ohne grossen Zeitdruck nachMoskau geliefert werden, nutzt Sharpmittlerweile regelmässig die Short Sea-Verkehre von Militzer & Münch viaSt. Petersburg. «Die Ostseeroute schontnicht nur die Umwelt, sie macht die SupplyChain auch unabhängig von Laderaumengpässen»,betonte Gunnar Haid,Head of Seafreight Germany Militzer &Münch. Bürokratische Hindernisse zwischenPolen und Russland verknappenimmer wieder künstlich den verfügbarenTransportraum auf der Strasse. «Flexibilitätspielt bei diesen Verkehren einewichtige Rolle. Mit alternativen Routenund Verkehrsträgern haben wir schon somanches Hindernis umschifft und eineverlässliche Supply Chain für Sharp aufdie Beine gestellt», sagte Meincke. «Wirfreuen uns auf die nächsten tausendTransporte!» www.mumnet.com


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Osteuropa & Baltische Staaten Special17Garbe Logistic AG und Accent Real Estate Investment Managers in RusslandLogistikimmobilien im FokusDer deutsche LogistikimmobilienanbieterGarbe Logistic AG kooperiert künftig beider Entwicklung von Logistikimmobilien inRussland mit dem russischen InvestmentundImmobilienunternehmen Accent RealEstate Investment Managers.Jan Dietrich Hempel, Vorstand von GarbeLogistic, erklärte, dass beide Firmenvon der Zusammenarbeit profitierten:«Wir bringen speziell unser umfangreichesKnow-how bei der Entwicklungund Realisierung hochwertiger modernerLogistikzentren in die Kooperation ein.Accent verfügt über fundierte Kenntnissedes russischen Immobilien- undInvestmentmarktes. Dies über alle Entwicklungsstufenhinweg – vom Kauf derGrundstücke über die Immobilienbewirtschaftungbis hin zur stabilen und langfristigwertbeständigen Anlageform.»Logistikimmobilie von Accent in Russland: Der Logistikkomplex «Agroterminal» im DistriktSynkovo in der Grossregion Moskau.Stabile RahmenbedingungenNach Angaben des GründungspartnersAlexander Samonov soll Accent in denkommenden fünf Jahren zum Unternehmenmit dem grössten Investment-Portfolioauf dem russischen Immobilienmarktentwickelt werden. «Gegenwärtig sehenwir viel versprechende Entwicklungsmöglichkeitenauf dem russischen Logistikimmobilienmarkt,besonders in derRegion um Moskau.»Die gesamtwirtschaftlichen und politischenRahmenbedingungen sind stabil»,erläuterte Alexander Samonov. «Ichbin der festen Überzeugung, dass jetzt derrichtige Zeitpunkt für die Entwicklungeiner neuen Generation von Gewerbeimmobilienin Russland ist. Garbe Logisticist mir seit Langem als ausgesprochenprofessioneller und zuverlässiger Partnerbekannt. Gemeinsam mit unserem PartnerGarbe können wir erstklassige Logistikimmobilienauf dem russischen Marktbieten.»Neue MöglichkeitenErste Erfahrungen mit Logistikobjektenhat Accent Real Estate Investment Managersbei der Realisierung eines Multi-Temperatur-Kühllagers südlich von Moskauund eines Distributionsterminals inUfa gesammelt.«Die Kooperation mit Accent eröffnetauch unseren Kunden neue Möglichkeiten»,so Hempel. «Gemeinsam mit unseremPartner Accent können wir sie bei derSuche nach dem richtigen Standort zurErschliessung des russischen Marktes unterstützenund ihnen die Erstellung vonLogistikimmobilien nach dem gleichenmodernen Standard wie in Deutschlandbieten.»www.garbe.dewww.areim.ru/enFoto: AccentOur advantages• short transit-time• door-to-door service• interest payments reduced• short term capital commitmentContainer ShipmentsTransit |Import/ExportTransRussiaApril 23-26, 2013Russia│Moscow│VVCVisit us!Pavilion 75BLogistics Stand B203www.fareastlandbridge.com


18 Osteuropa & Baltische Staaten Special Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Dachser und Fresh Logistics spannen zusammenPartnerschaftliche FrischelogistikDer Logistikdienstleister Dachser hat mitder zur Raben Group gehörenden TochterFresh Logistics eine strategische Partnerschaftgeschlossen. Dachser baut damitsein temperaturgeführtes Transportnetzwerkin Ost- und Zentraleuropa aus.Seit Kurzem führt Dachser seine Lebensmittel-Verkehrenach Polen, in die TschechischeRepublik und in die baltischenStaaten gemeinsam mit der Firma FreshLogistics durch. «Mit der Partnerschafterreichen wir das Ziel, unseren Kundenauch in diesen ost- und mitteleuropäischenLändern zuverlässige und standardisierteServices für alle plusgradigenTemperaturbereiche zu bieten», sagteAlfred Miller, Geschäftsführer EuropeanFood Logistics bei Dachser. Ab denDachser-Niederlassungen Schönefeld(Berlin) bzw. Hof gibt es tägliche, getakteteVerkehre zu den neuen Umschlagstationenin Polen und in Tschechien.Fresh Logistics verfügt in allen fünfLändern (Litauen, Lettland, Estland, Polenund Tschechien) über ein flächendeckendesStückgutnetz. So sind Sendungen vonjedem deutschen Abgangsort nach zweibis drei Werktagen bei den Empfängernin Polen und Tschechien, je nach Entfernungvon der jeweiligen Import-Plattform.Wie Dachser bietet auch Fresh Logisticsseinen Kunden Statusinformationen zuihren Sendungen und digitalisierte Ablieferbelegezum Abruf an.Mit ihrer Kühllogistik-Tochter FreshLogistics gehört die Raben Group zu denmarktführenden Lebensmittellogistikunternehmenin Polen. Sie besitzt ein landesweitesNetz von Niederlassungen, inFresh Logistics ist auf Lebensmittellogistikservices – insbesondere in Polen, Tschechien sowie inden baltischen Staaten – spezialisiert.dem die Distribution von Lebensmittelnin allen Temperaturbereichen abgewickeltwird. Alle polnischen Handelskettenwerden täglich beliefert. Fresh Logisticsbeschäftigt rund 600 Mitarbeitende,verfügt über 40000 m 2 temperaturgeführteLagerfläche und über einen Fuhrparkvon mehr als 550 Fahrzeugen. DasUnternehmen ist nicht nur ISO-22000-,sondern auch ISO-14001-zertifiziert undverfügt über ein nach ISO 9001 genormtesQualitätsmanagementsystem. FreshLogistics wird durch die Zusammenarbeitder grösste Partner innerhalb von Dachserseuropäischem Lebensmittellogistik-Netzwerk.www.dachser.comDachser baut sein Dienstleistungs-Portfolio im Bereich temperaturgeführter Transporte aus.Fotos: Fresh Logistics/DachserLAGERLOGISTIKEUROPAVERKEHRIMPORT/EXPORTLADUNGSVERKEHRSTÜCKGUTVERKEHRSichere und wirtschaftliche Aufbewahrung IhrerWaren inunseren eigenen Lagerhallen auf 31 500 m 2Sammelgut und Ladungsverkehr mit anschliessenderVerteilerlogistik: Deutschland/Schweiz/Benelux/Frankreich/England/Italien/Türkei/Ost- und Südost-EuropaEuropaweite, pünktliche und risikolose Zustellung vonKomplettladungen und GefahrengutÖsterreichweite Komplett- und Stückgutladungen vonHaus zu HausSpeditions Ges.m.b.H.TVS-Strasse 2A-2353 GuntramsdorfTel.: +43/2236/8004-0Fax: +43/2236/8004-60 +70E-Mail: www.import@tvs-europa.at


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Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Osteuropa & Baltische Staaten Special21Hardware-Investition: Letzten Dezember präsentierte die RZD eineneue Wagen-Plattform für Contrailer- und Containerbeförderung.nächsten Jahr stattfindenden Olympischen Winterspieleund die 2018 ausgerichtete Fussball-WM stimuliert wird.Kritiker setzen aber gerade hier an und meinen, dieRZD würde das in diesem Zusammenhang stehende Potenzialnoch nicht voll ausschöpfen. Die notwendigenInvestitionen in die Infrastruktur sind um so notwendiger,weil das Unternehmen eine beherrschende Positionim russischen Transport einnimmt. In der Tat stemmendie Bahnen 80% aller Güter und 40% des Personenaufkommensim Land und sind damit in Russland unangefochtenVerkehrsträger Nr. 1.Eines der weltgrössten Netze modernisierenDie Russen müssen also besonders intensiv modernisieren– anders als andere ehemalige Sowjetstaaten,deren Bahnnetze einfach wesentlich kleiner sind. DieRZD betreiben ein Netz, das etwa 90000 km umfasstund somit zu den grössten der Welt gehört. Besondersproblematisch ist, dass einige Regionen in dem riesigenLand auch technisch und logistisch gar nicht erschliessbarsind. «Deswegen ist Russland mit anderen Staaten eigentlichauch nicht vergleichbar», plädiert der russischeLogistikexperte Michail Burmistrow für mehr Fairnessin der Diskussion.Projektschwerpunkte der Modernisierung in Sibirienund im Fernen Osten bilden die beiden Trassen Baikal-Amur-Magistrale (BAM) und Transsibirische EisenbahnFoto: RZD(Transsib). Der Ausbau der Transsib, die mit einer Ausdehnung von ca.9300 km längste Eisenbahnstrecke der Welt, auf der auch Waren imChinahandel transportiert werden, sowie der Weiterbau der nördlichverlaufenden Parallelstrecke BAM, sollen 2015 im grossen Massstabstarten. Hierfür werden gesamthaft Kosten von rund 23 Mrd. EURangesetzt.Konkretes Tuning des FuhrparksDie Erneuerung ihres Fuhrparks ist ein weiteres wichtiges Anliegen derRZD. Im vergangenen November erklärte das Unternehmen, dass esim Zeitraum von 2016 bis 2020 insgesamt 675 elektrische Güterzug-Vollbahnlokomotiven aus der Produktion des Joint Ventures der russischenSinara-Gruppe und Siemens kaufen will. Die Partner werdendiesen Auftrag aus der Produktion des Unternehmens Uralskije Lokomotivydecken. Zusätzlich wird Siemens in Russland mit der Produktionvon Netzfiltern, Zugumformern, Bahnmotoren, Druckminderern,Blöcken von Hilfstransformatoren und Abkühlungssäulen zur bilateralenKooperation beitragen.Sebastian Becker/ah/cdEurasische Kooperationen kurbeln Frachtgeschäft anKasachstan erwartet bis 2020 eine Steigerung des Gütertransitaufkommensauf der Schiene zwischen Asien und Europaüber sein Territorium auf 35 Mio. t. Der Transit über Kasachstan,Russland und Weissrussland wächst seit der Bildungihrer Zollunion im Jahr 2009 rasant, erklärte der Präsident dernationalen Eisenbahngesellschaft «Kasachstan Temir Scholy»,Askar Mamin.Wie stark sich die RZD schon heute in interkontinentalenProjekten engagiert, verdeutlicht ihre vergangenen Oktoberabgeschlossene Elektrifizierung der Strecke Tabriz–Azarshahrim Iran. Auf diese erste Realisierung in der hochpolitisiertenRegion soll eine direkte Eisenbahnverbindung zwischen Resht(Iran) und Astara (Aserbaidschan) folgen. Die Umsetzungdieser Pläne würde nicht nur den Transport zusätzlicher Gütervoluminazwischen den beiden Ländern ermöglichen, sondernauch eine bessere Ausnutzung der geopolitischen Lage derLänder bei der Sicherung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungenzwischen Europa und Asien.www.rzd.ruWelten verbinden.Ob in Frankreich, China oder Russland:Umfangreiche Leistungen, ungewöhnliche Routen unddurchgängige Qualität nach internationalen Standards –vonEuropa bis Asien und von Nordafrika bis in den Nahen Osten.Nutzen Sie unser dichtes Netz aus 120 Standorten in über 30Ländern, unser tief verwurzeltes lokales Know-how, unserenPioniergeist und unsere Innovationskraft.www.mumnet.com


22 Osteuropa & Baltische Staaten Special Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Fünf paneuropäische Korridore führen durch das BalkanlandBulgarien baut sich ein modernesDie Sofioter würden zur Badesaison 2012 über die vollständig fertiggestellte Ost–West-Autobahn «Thrakia» nach Burgas ans SchwarzeMeer fahren, hatte ihnen Bulgariens neugewählter Ministerpräsident Boiko Borissov im Sommer 2009 versprochen. Im Laufe seinesMandats werde sein Kabinett drei Magistralen bauen, «Thrakia», «Ljulin» und «Maritsa», so der Regierungschef damals. Am Tageseines überraschenden Rücktritts am 20. Februar 2013 war der Terminplan längst ein anderer. Doch logistische Chancen bleiben intakt.Das wichtigste Utensil seiner dreieinhalbJahre währenden Regierungszeit war fürEx-Premier Borissov nicht der Füllhalter,sondern die Schere. Dem Studium vonAkten und der Unterzeichnung von Dokumentenin seinem Büro in Sofia zog er dieFahrt durch die Provinz zur Einweihungneuer Infrastrukturobjekte vor. Kein Ortschien ihm zu entlegen, kein Bauvorhabenzu unbedeutend, um nicht ein Einweihungsbandin den Farben der bulgarischenTrikolore durchzuschneiden und das Objektmit der Gönnergeste des Landesvatersseiner Bestimmung zu übergeben.Im Autobahnbau erkannte der Premierdie zwingende Voraussetzung fürWirtschaftswachstum, zusammen mitder Bekämpfung von Korruption undVerbrechen erklärte er ihn deshalb zurobersten Priorität. «Die grossen Infrastrukturprojektehaben entweder einevon Brüssel garantierte Finanzierungoder sind bereits in Asphalt gegossen,so die ‹Donaubrücke 2›, die Magistrale‹Thrakia› und einige Bauabschnitte derAutobahnen ‹Struma› und ‹Hemus›», bilanzierteer bei der Übergabe der Amtsgeschäftean seinen Nachfolger Marin Raikov,der eine Übergangsregierung bis zuden Neuwahlen am 12. Mai 2013 führt.Es musste den «Baumeister» Borissov böseschmerzen, ausgerechnet die beidenfür die Verkehrsinfrastruktur des Landesbedeutendsten Projekte nicht persönlichdem Verkehr übergeben zu können. Dieswar im Fall der neuen Brücke bei Vidinund des ausstehenden «Thrakia»-Teilstücksbei Karnobat noch rechtzeitig vorden für Anfang Juli angesetzten regulärenParlamentswahlen vorgesehen.Aus dem Rückstand in die erste ReiheDie Geschichte des bulgarischen Autobahnbausbegann Mitte der 1970er-Jahre.Das sozialistische Regime von Staats- undParteichef Todor Schivkov plante ein rund1000 km langes Autobahnnetz aus dreiMagistralen – «Thrakia», der nördlich desDas Projekt einer Autobahn von Sofia durch Nordbulgarien datiert aus den 1970er-Jahren.Bisher sind aber nur zwei Teilstücke der auf 450 km angelegten «Hemus»-Strecke fertiggestellt.Balkangebirges von Sofia zum SeehafenVarna führenden «Hemus» und der entlangder Schwarzmeerküste in Nord–Süd-Richtung verlaufenden «Tscherno More».Jährlich sollten 100 km Autobahn gebautwerden und das Netz 1988 vollendet sein.Fertig waren beim Sturz des Regimes imNovember 1989 aber lediglich 251 km sowie72 km in Bau.Als die Europäische VerkehrsministerkonferenzMitte der 1990er-Jahre ihrNetz aus paneuropäischen Verkehrskorridorendefinierte, erfuhrendie Bulgaren, welch vorzüglichegeostrategischeLage ihr Land theoretischbesitze, immerhin durchquerenfünf der zehn europäischenTransportkorridoredas Balkanland ander Schnittstelle Europaszu Vorderasien und demNahen Osten. Seitdemsah sich jede Regierungherausgefordert, das unzureichendentwickelteund marode Strassen- undSchienennetz zu erweiternund zu modernisieren.Hat das Kabinett Borissov auch nichtsämtliche Versprechen halten können, sokann ihm selbst die Opposition Anstrengungenzur Verbesserung der Verkehrsinfrastrukturkaum abstreiten. Seit Juli 2009seien 1609 km Strasse saniert oder neugebautworden, fast doppelt so viel wie inder Legislaturperiode davor, hat die ausdem Amt scheidende RegionalentwicklungsministerinLiliana Pavlova in ihremRechenschaftsbericht ausgeführt. «Wirwollen das Tempo bei der Infrasstruktur-Noch recht viele Lücken weist das Autobahnnetz Bulgariens auf.Dabei könnte das Land eine logistische Drehscheibenfunktionzwischen Europa einerseits und Vorderasien spielen.Foto: Frank StierGrafik: Bulgarischen Agentur für Verkehrswegebau (API)


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Osteuropa & Baltische Staaten Special23Verkehrsnetzentwicklung beibehalten», kündigte nunKristian Krastev, der Transportministerder Übergangsregierung, an.Wichtige DonaubrückenKrastev hält Bulgariens zweite Donaubrückevon Vidin nach Kalafat in Rumänienfür zu 98% fertiggestellt, willsich aber noch nicht festlegen, wann siefreigegeben werden kann. Dies hängtvon der Bildung einer gemeinsamen Betreibergesellschaftmit Rumänien ab, diefür die Verteilung der Mauteinnahmenzuständig sein wird. Laut bisherigen Informationensoll die Überfahrt für Lkw37 EUR kosten.Die von Kfz und Eisenbahnen befahrbare«Donaubrücke 2» ist eine langeüberfällige Ergänzung zu der seit 1954bestehenden «Brücke der Freundschaft»zwischen dem bulgarischen Russe unddem rumänischen Giurgiu. Zudem istsie ein Knotenpunkt zwischen den paneuropäischenVerkehrskorridoren IV vonDresden (Deutschland) über Sofia nachThessaloniki (Griechenland) und VII, derdem Verlauf der Donau entspricht. Vonihr erhofft sich das strukturschwacheNordwestbulgarien als Armenhaus derEU einen Entwicklungsimpuls durch denZuzug internationaler Investoren.Klaus-Uwe Sondermann, der sich mitseinem auf Intermodalverkehre spezialisiertenBeratungsunternehmen Kombiconsultfür den bulgarischen Cluster«Green Freight Transport» engagiert,hält die neue Brücke für einen wichtigenBaustein zur Anbindung des nationalenEisenbahnsystems an das europäischeTransportnetz: «Über das NachbarlandRumänien schafft sie innerhalb der EUeine Alternative zur Route über Serbienund erhöht damit den Wettbewerb imschienengebundenen Güterverkehr.» Fürdringend erforderlich hält er aber dieModernisierung der südlichen und nördlichenZulaufstrecken.Innmitten der Balkanhalbinsel gelegen,an der Kreuzung traditioneller Handelswegevon der Nordsee zum SchwarzenMeer und von der Ostsee zum Mittelmeer,trug Sofia im Mittelalter denNamen «Sredets», das bulgarische Wortfür «Mitte». Heute begegnen sich dort diedrei paneuropäischen VerkehrskorridoreIV, VIII und X. Ausser den beiden Ost–West-Autobahnen hat auch die 2011 eröffnete,nur 19 km kurze Autobahn «Ljulin»in Richtung Süden hier ihren Ausgangspunkt.In den vergangenen Jahrenhat ein starker Anstieg des Verkehrsaufkommenszu massiven Stauproblemen inSofia geführt, die durch eine Reihe vonBauvorhaben gelöst werden sollen.Entwirrung des Knotens im ZentrumDerzeit läuft der Ausschreibungswettbewerbfür die Errichtung einer Autobahnvon Sofia zur serbischen Grenze bei Kalotina.Sie wird die beiden TransportkorridoreIV und VIII mit dem von Belgradüber Skopje (Mazedonien) nach Thessalonikiführenden Korridor X verknüpfen.Zusammen mit der geplanten Nordtangentezur Entlastung des in erbärmlichemZustand befindlichen Sofioter Nordringssoll diese Autobahn in einigen Jahren denTransitverkehr von Serbien in die Türkeibeträchtlich erleichtern. Für den Verkehrvon Sofia entlang der Gebirge Rila undPirin in Richtung Süden ist die Autobahn«Struma» vorgesehen, an deren erstenAbschnitten gebaut wird. Noch im Sommersoll Sofias Südring mit dem wenigeKilometer östlich Sofias beginnenden«Hemus»-Teilstück verbunden werden.Vor kurzem hat die EU 750 000 EURfür das «Sea2Sea»-Projekt bewilligt, dasMöglichkeiten zur Verbindung der Eisenbahnstreckenzwischen den griechischenHäfen Kavala und Alexandroupolis undden bulgarischen Schwarzmeerhäfen sowieden Donauhäfen des Landes auslotensoll. Um tatsächlich einen multimodalenGüterkorridor zwischen Ägäis, SchwarzemMeer und der Donau realisieren zukönnen, wird Bulgarien in den kommendenJahren noch einige Grossprojektestemmen müssen. Einige dem Verlaufdes paneuropäischen Korridors IX entsprechendeVerkehrsprojekte sind für dienächste EU-Förderperiode des «OperativenProgramms Transport 2014–2020»geplant, neben dem «Hemus»-Weiterbauv.a. auch das «Jahrhundertprojekt» einesTunnels unter dem Schipka-Pass durchdas Balkangebirge.Frank StierVolga-Dnepr befördertBisons und FlugzeugDie russische FrachtfluggesellschaftVolga-Dnepr Airlines hat kürzlich bei derDurchführung zweier ganz unterschiedlicherTransportaufträge ihre Kompetenzbewiesen. So wurden 30 Bisons vomkanadischen Edmonton nach Jakutsk inOstsibirien geflogen. Die Kälber, die wie60 Artgenossen, die 2006 und 2011 eineähnliche Reise zurückgelegt hatten, aneinem Zuchtprogramm teilnehmen, wurdenin Spezialbehältern transportiert, dieVolga-Dnepr zuvor eigens für deren Beförderungnach Kanada geflogen hatte.Tierärzte und Vertreter des kanadischenNationalparks Elk Island begleiteten diePassagiere, um die Gesundheit und artgerechteBeförderung der Vierbeiner zu gewährleisten.Organisator des Frachtflugswar der russische Broker Aerologic Line,der die Frachtmaschine der Volga-DneprAirlines, eine Iljuschin IL-76TD-90VD,im Auftrag des Ministeriums für Naturschutzder Republik Jakutien charterte.Spezielles FrachtgutEine Antonow AN-124, das grösste inSerie gefertige Frachtflugzeug, war nötig,damit Volga-Dnepr einen anderenbesonderen Auftrag erledigen konnte,denn das Frachtgut war nichts wenigerals der Rumpf eines anderen Flugzeugs,einer Irkut MS-21. Aufgrund seiner Dimensionen(4,7 x 4,2 x 11,5 m) war bei derVerladung die langjährige Erfahrung derExperten von Volga-Dnepr gefragt. Dazwischen dem sperrigen Frachtstück undder Innenverkleidung des Laderaums nurwenig Spielraum blieb, wurde der zylinderförmigeRumpf mit einer besonderenLadevorrichtung an Bord der Antonowgebracht. Diese wurde in Zusammenarbeitmit den Spezialisten des Flugzeugwerksin Irkutsk entwickelt, wo der metalleneRumpf hergestellt wird.Der Prototyp war für Tests am ZentralenAerohydrodynamischen Institut inSchukowski bei Moskau erwartet worden.Die Irkut MS-21 gehört zu einer neuenGeneration russischer Passagierflugzeuge,deren Entwicklung und Produktionvon der Russischen Föderation mit demProgramm «Die Entwicklung der zivilenLuftfahrt in Russland bis 2015» gefördertwird. Das Flugzeug gehört zu den zentralenProjekten der russischen Flugzeugindustrieim zivilen Flugzeugmarkt. ahwww.volga-dnepr.com


24 Osteuropa & Baltische Staaten Special Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Perspektiven von Europa über den Mittleren Osten bis ZentralasienUnser Mann am BosporusKostas Sandalcidis gilt als Doyen der Transport- und Logistikbranche in der Türkei, der die umliegenden europäischen und asiatischenMärkte seit Jahrzehnten kennt. Der Experte, der nach Verkauf seiner eigenen Unternehmens seit Mitte 2012 als Regionaldirektor vonM&M Militzer & Münch für den Mittleren Osten und Zentralasien verantwortlich ist, sprach mit ITJ-Chefredaktor Christian Doepgen.Herr Sandalcidis, seit Oktober 2012sind Sie in Ihrer neuen Funktion fürMilitzer & Münch in der Türkei tätig.Wie empfinden Sie die FirmenkulturIhres neuen Arbeitgebers im Vergleichz.B. zur Balnak Logistics Group ?Es war ein Wiedersehen mit alten Bekanntenbei Militzer & Münch, da ich inmeiner Zeit bei Kühne + Nagel von den1970er-Jahren bis 1994 mit etlichen Kollegenbereits zusammengearbeitet habe. ImAnschluss hatte ich mit Partnern 18 Jahredas Unternehmen Balnak aufgebaut. Imletzten Jahr haben die Mehrheitsaktionärean Borusan Logistik verkauft, so dassich für die neue Aufgabe frei wurde.Ihre Aufgabenbeschreibung lautet,die Türkei zu einem Hub für die zentralasiatischenLänder auszubauen.Wo sehen Sie als langjähriger Präsidentdes türkischen Spediteurverbandes dieStärken des Standorts Türkei, der denAnspruch hat, sich als Hub zwischendem Mittleren Osten/Fernost und Europagesamthaft zu etablieren?Die Türkei als «natürlicher Hub» an derNahtstelle zwischen Europa und Asienhat sich in den letzten 20 Jahren infrastrukturellenorm entwickelt. Nach dem«Logistics Performance Index der Weltbankvon 2012 hat sich die Türkei in derRangfolge von Platz 46 auf Position 32verbessert, wenn auch die Zollabwicklungzugegebenermassen ein Problembleibt. Sprachlich ist die Türkei im Geschäftmit Unternehmen aus zahlreichenkaukasischen und zentralasiatischen Ländernim Vorteil.In der Türkei wird viel in die Infrastrukturinvestiert, v.a. in das Bahnnetzmit Ost–West–Verbindungen (Istanbul/Bursa–Ankara – Sivas), ebensoin die Verbindungen der MetropolregionIstanbul. In welchem Zeitraumwerden multimodale Möglichkeitenneben den Lkw als das massgeblicheTransportmittel treten?Die Türkei leidet an historischen Altlasten.In der ersten Hälfte des letzten Jahrhundertswurde nur auf die Bahn gesetzt,danach fast ausschliesslich auf die Strasse.Diese Entwicklung wird seit Mitte der1990er-Jahre korrigiert. 2023 wird einSchlüsseljahr, den zum 100. Geburtstagder türkischen Republik sollen viele Projekteabgeschlossen werden. Es geht aberauch schneller: Ende diesen Jahres bereitswerden Testfahrten auf der neuen Eisenbahnstreckevon Kars über Tiflis bis Bakudurchgeführt werden.StückgutDIREKTverkehre► URAL — SIBIRIEN — KASACHSTANWÖCHENTLICH nach ►URAL – SIBIRIENab GELSENKIRCHEN ► JEDEN FREITAGüber WARSZAWA ► JEDEN MONTAG8/6 Tage * NIZHNIY NOVGOROD9/7 Tage * KAZAN10/8 Tage * PERM10/8 Tage * MAGNITOGORSK10/8 Tage * EKATERINBURG10/8 Tage * TSCHELJABINSK11/9 Tage * OMSK12/10 Tage * NOVOSIBIRSK13/11 Tage * KEMEROVO15/13 Tage * KRASNOJARSK19/17 Tage * IRKUTSKWÖCHENTLICH NACH ►KASACHSTANab GELSENKIRCHENüber WARSZAWA►JEDEN FREITAG►JEDEN MONTAG12/10 Tage * ASTANA12/10 Tage * ALMATY* RegellaufzeitE-Mail: GUS-direkt@loxx.deTel.: 0049/ 209/6046-505Von den zentralasiatischen Länderngehören Kasachstan, Tadschikistan,Turkmenistan und Usbekistan zu IhremVerantwortungsbereich. Ist Kirgisistanzu wenig interessant?In Kirgisistan arbeiten wir mit einemPartnerunternehmen in Bischkek zusammen,mit dem wir ebenso zufrieden sindwie mit dem Geschäftsgang dort. Daserklärt die Differenzierung. Neben demRohstoffexport entwickelt sich die TextilundNahrungsmittelindustrie. Die transportiertenVolumina sind gesamthaft betrachtetnoch bescheiden.Kasachstan gilt als Tor zur Region undTransitland für die meisten Verkehre.Liegt hier der Schlüssel für das künftigePotenzial in der Region, der so genanntenNeuen Seidenstrasse?Militzer & Münch ist seit 2002 in Kasachstanvertreten, das ein sehr wichtigerMarkt für die zentralasiatische Region ist.Neben den weiterhin bedeutenden GasundÖl-Exporten und den Importen nachOsten, die über Kasachstan abgewickeltwerden, ist es unser Transitland für diegesamte Region. Das Bahnnetz spielt hiereine Rolle für intelligente multimodaleLogistiklösungen für Gütern beispielsweiseauch aus China.Wo liegen in Tadschikistan, Turkmenistanund Usbekistan zur Zeit IhreHauptaktivitäten in der Logistik? InTadschikistan ist Ihr Haus seit 2009mit eigener Niederlassung vertreten.1992 hat Militzer & Münch seinen Standortin Turkmenistan eröffnet und ist seit1994/95 in Usbekistan aktiv. Unsere Aktivitätenkonzentrieren sich auf klassischenTransport per Lkw und Bahn, dieLogistik ist im Aufbau. Ein nicht zu unterschätzenderAnteil unserer Tätigkeit istauch die Vertretung von Fedex, die Militzer& Münch in Kasachstan, Usbekistan,Georgien und Aserbeidschan innehat.In unserem jüngeren Standort seit 2004,Turkmenistan, streben wir auch an, dieseAktivität zu übernehmen.Wie sieht die Entwicklung der Verkehrsträgerin der Region aus? Sinddie Tage der Güterbahn als Hauptverkehrsmittelgezählt? Wird in Kürzeder Strassentransport dominieren?Entscheidend ist es für die Region, Güterans Meer zu bringen. Die spezielle Situation,u.a. mit den derzeitigen Embargo-Sanktionen gegen den Iran, der Sperrungder syrischen Grenze und der instabilenLage in Pakistan sind geopolitische Rahmenbedingungen,die nicht zu unterschätzensind. Da der Weg zum iranischen


Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013 Osteuropa & Baltische Staaten Special25Militzer & Münch setzt auf das Wachstum auch in den zentralasiatischen Staaten.Hafen Bandar Abbas schwierig gewordenist, hat der türkische Hafen Mersin einezusätzliche Bedeutung gewonnen, auchz.B. für die Exporte von Baumwolle undAluminium aus Zentralasien. So gibt esinzwischen interessante Verbindungen,von Mersin für Fracht mit der Fähre nachAlexandria und Akaba, um die Märktein Jordanien und dem Irak zu erreichen.Daneben werden vermehrt internationaleInvestitionen im Nordirak getätigt, dieviele Transportgeschäfte in der Regionüber die Türkei möglich machen.Welche multimodalen Möglichkeitenhaben die drei zentralasiatischen Staaten,die reine Binnenländer sind?Für die Binnenländer gibt es über dieBahn die klassische Route über Russlandbis zum Umschlag in Riga. Hierüber wickelnwir auch viele Transporte ab. Tadschikistanund Turkmenistan werdennach meiner Einschätzung mittelfristigzu der Zollunion stossen, die Russlandmit Weissrussland und Kasachstan etabliert.Das sollte dem Handel und damitder Logistik in dieser Region zusätzlicheImpulse verleihen.Es sind für Transporte über die zentralasiatischenLänder jetzt auch Sondierungenfür Routen über pakistanischeHäfen im Gang. Das ist aber noch einweites Feld.Die kaukasischen Länder Aserbeidschanund Georgien gehören ebenfallszu den Ländern, die auf den HubTürkei ausgerichtet werden sollen.Während die Türkei bereits Georgiensgrösster Handelspartner wurde, hatAserbeidschan auf den Rohstoffexportin Abstimmung mit russischen Unternehmenkonzentriert. Wie beurteilenSie hier die dortigen Chancen auf demTransportmarkt?Georgien ist das Land des Kaukasus, dassich durch seine starke Westorientierungauszeichnet. Man denkt in der Entwicklungeuropäisch und weniger stark inRichtung der GUS-Staaten. Der georgischeMarkt ist besonders wichtig für dieTürkei, von der Eisenbahnmagistrale Tiflis–Karserhoffen sich beide Seiten viel.In Aserbeidschan, dass tatsächlichnoch vom Rohstoffexport geprägt ist,sind wir von Militzer & Münch im Speditions-und im Kuriergeschäft als Vertretervon Fedex tätig. Das Importgeschäftist auch hier nicht zu unterschätzen, dieWarenströme aus Europa und der Türkeifinden ihren Weg bis nach Astrachan imSüden Russlands.Kostas Sandalcidis, ein Urgestein im Speditionsgeschäft,ist seit Mitte 2012 für M&M tätig.Foto: M&M Militzer & MünchFoto: M&M Militzer & MünchChina und Russland, potente Vertreterder BRIC-Staaten, bilden das attraktiveHinterland der Region. China hatseine Investitionsprogramme zunehmendaufs Binnenland konzentriert.Sehen Sie nachlassende Impulse ausdem Reich der Mitte?China ist ein wichtiger Markt für Militzer& Münch, in dem wir zur Zeit zwölfStandorte unterhalten. China wird einzentraler Impulsgeber für den weltweitenTransport bleiben, davon bin ichüberzeugt. Bei der Transportführung ausChina über Kasachstan haben wir positiveErfahrungen über Schiene–Luft–Verkehreund andere intermodale Lösungengemacht. Als wichtige Drehscheibe derLogistik etabliert sich Urumtschi, das alsHub für internationale Transporte zwischenChina, Kasachstan, Indien usw.an einer strategischen Schnittstelle liegt.Das Potenzial dieses Knotenpunkts wirdmeines Erachtens noch unterschätzt. Einerasante Entwicklung der Landverkehrean dieser Drehscheibe erwarte ich auch,weil sich das TIR-System in der Regionimmer weiter durchsetzt. Kasachstan hatseit geraumer Zeit damit Erfahrung, Pakistanbefindet sich in der Phase der Einführung.Auch China bleibt von dieserEntwicklung nicht unberührt.Wie sieht es mit Russland aus? HabenSie Hinweise aus dem Markt darauf,dass der vorherrschende Export vonRohstoffen allmählich durch andereExportgüter ergänzt wird?Militzer & Münch ist nach meinem Dafürhaltenein Marktführer in Russlandund hat innerhalb der Gruppe ein entsprechendgrosses Gewicht. Diesen Kernmarktwerden wir auch aus der Region,die ich betreue, immer stark einbinden.Die Zollunion von Russland mit Nachbarländernwird sich wie bereits angedeutetausweiten. Im Bereich Zoll, einer derSchlüsselfragen zur Beschleunigung undAusweitung des Handels, liegen Lösungenauf dem Tisch, die z.B. auf der kürzlichenFrühjahrstagung der Fiata diskutiertwurden. An den Strukturen der Verkehreaus und nach Russland wird sich kurzfristigwenig ändern. So gibt es einen hohenBedarf gerade für Importe nach Russland(vgl. S.16), und wir erwarten hier ein weiterhinstarkes Geschäft.Ein persönliches Schlusswort: Besondersfreue ich mich über die Entscheidung,dass die Weltkonferenz der Fiata2014 in Istanbul stattfindet. Das wird derRegion weiteren Auftrieb verleihen.


26 Osteuropa & Baltische Staaten Special Internationale Transport Zeitschrift 15-16 2013Beeindruckende Momentaufnahme des Starts der Jubiläums-Antonow am Flughafen Lanseria.UT Air Aviation sendet Liebesgrüsse nach SüdafrikaArktische «Annushka» am KapVom Arktischen Ozean bis zum südlichsten Punkt Afrikas führte kürzlich die Reiserouteeiner Antonow An-2. Der historische bzw. historisierende Frachter wurde dem Projekt«From Ocean to Ocean» von der russischen Fluggesellschaft UT Air zur Verfügung gestellt.Drei tollkühne Russen, die PilotenSergey Bykov und Sergey Dmitrenko sowieFlugingenieur Alexander Achimov,brachen am 5. Dezember 2012 am Flughafender westsibirischen Stadt Tyumenauf, um nach einer Strecke von mehr als20000 km Kapstadt (Südafrika) auf demLuftweg zu erreichen. Das Besondere ander Reise: Bei dem eingesetzten Fluggeräthandelte es sich um die Kleine Anna,wie der ab 1947 hergestellte DoppeldeckerAntonow An-2 liebevoll genannt wird.Zum 65. Jahrestag seines Erstflugs wardas 1987 in Polen produzierte Modell, dasursprünglich für den Transport von 1,6 tFracht oder 12 Passagieren gebaut wordenFoto: Cornél van Heerdenwar und zuletzt im Einsatz von UT AirCargo stand, mit der Mission «Just Love»unterwegs. Auf dem, was Entfernung undDauer betrifft, für diesen Flugzeugtypennoch nie durchgeführten Flug «von Ozeanzu Ozean» wurden die Territorien einerganzen Reihe von Staaten überflogen:nach Russland die Ukraine, wo mit demSüdafrikaner Mark Hill und der EngländerinTracey Curtis-Taylor die Vertreterzweier Projektpartner an Bord gingen,die Tschechische Republik, Deutschland,Frankreich, Spanien, Algerien, Nigeria,Kamerun, Äquatorial-Guinea, Gabun,Kongo, Angola, Namibia und Südafrika.Nach der Ankunft am Kap der GutenHoffnung am 21. Februar wurde die silbergraueDame am Lanseria-Flughafenzwischen der südafrikanischen HauptstadtPretoria und der Metropole Johannesburgstationiert, wo sie ihrer eigentlichenBestimmung nachkommt: Betriebenund unterhalten von Execujet, einemder weltgrössten Geschäftsfluganbieter,wird sie Waisen und anderen benachteiligtenKindern die Gelegenheit geben, ihrenTraum vom Fliegen zu verwirklichen.Mark Hill, der am Steuer von Annushkasitzen wird, drückt es so aus: «Ein Flugverschafft unvergessliche Empfindungenund lebhafte Gefühle, die manchmal dasLeben und die Einstellung der Menschenändern können.»ahwww.an2oceans.comImpressumOsteuropa & Baltische Staaten Special – ITJRedaktion und Verlagswissprofessionalmedia AGGrosspeterstrasse 23, CH–4002 BaselTel.: +41-58 958 95 00Fax: +41-58 958 95 90Redaktion: transport@transportjournal.comAdministration: info@transportjournal.comwww.transportjournal.comChefredaktor/ Verlagsleiter:(cd) christian.doepgen@transportjournal.comRedaktoren:(ra) robert.altermatt@transportjournal.com(ah) andreas.haug@transportjournal.com(av) antje.veregge@transportjournal.com(it) jutta.iten@transportjournal.comWeltweites Korrespondentennetz:Johannes Angerer (Feldkirch)Eckhard-Herbert Arndt (Hamburg)Rüdiger Arndt (Ferrol)Dr. André Ballin (Moskau)Sebastian Becker (Warschau)Claudia Benetti (Effretikon)Eckhard Boecker (Kisdorf)Martin Brückner (Frankfurt am Main)Anthony Coia (Washington)Lutz Ehrhardt (Hamburg)Gordon Feller (San Rafael)Joseph Richard Fonseca (Mumbai)Anitra Green (Muttenz)Harald Jung (Mailand)Beat Keiser (Lugnorre)Ralf Klingsieck (Paris)Dr. Robert Kluge (Leipzig)Dr. Christine Kulke-Fiedler (Berlin)Iris Martin (Hamburg)Manik Mehta (New York)Josef Müller (Wien)Barbara Odrich (Yokohama)Katja Ridderbusch (Atlanta)Dirk Ruppik (Surat Thani)Holger Schlote (Istanbul)Armin F. Schwolgin (Weil am Rhein)Angelo Scorza (Genua)Wilf Seifert (Zürich)Heiner Siegmund (Hamburg)Frank Stier (Sofia)Übersetzungen:andree.schwarz@transportjournal.comgyan.sharan@transportjournal.comLayout:olivier.kilchherr@transportjournal.comdavid.jentzen@transportjournal.comnicole.huebner@transportjournal.comAnzeigenservice:patricia.hunziker@s-p-m.chvreni.haab@s-p-m.chGeschäftsleitung: Oliver KramerDruck und VersandPrintec Offset, D-34123 KasselBankverbindungCredit Suisse, BaselSwift CRES CH ZZ 40AIBAN CH23 0483 5030 8286 3100 0Gerichtsstand und Erfüllungsort:Basel, SchweizWiedergabe von Artikeln und Bildern, auchauszugsweise oder in Ausschnitten, nur mitausdrücklicher Genehmigung des Verlags.Für unverlangte Zusendungen wird jedeHaftung abgelehnt.InserentenindexAirBridge Cargo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19Albacor Shipping Inc . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3A.R.T. Logistics UAB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3Direct Mail Logistik AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20Dunkerque Port . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19Far East Land Bridge Ltd. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17Freeport of Riga Authority . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6InterRail Holding AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8LDZ Cargo Latvian Railway Cargo . . . . . . . . . . . . . . . . . 14-15Loxx Logistics GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .24M & M Militzer & Münch International Holding AG . . . . . .21Mierka Donauhafen Krems GmbH & Co. KG . . . . . . . . . . . .12RS Container Group . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5S.I.T.T.A.M. S.r.l. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .13TransContainer JSCO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2Turkish Airlines Inc. Türk Hava Yollari A.O. . . . . . . . . . . . . . .4TVS Europaverkehre Speditions GmbH . . . . . . . . . . . . . . . .18WienCont Containerterminal GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . .12Wildenhofer Spedition & Transport GmbH . . . . . . . . . . . . .11Zenit Spedition GmbH & Co KG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9


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