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Spielplan-PräsentationVolksoper 13/141


Voraussetzungen und Teilnahmebedingungen derSystemischen Coaching-AusbildungCurriculum I und II sowie für alle offenen Seminaren1. TeilnahmevoraussetzungenDie Teilnehmer haben eine abgeschlossene Berufsausbildungbzw. ein abgeschlossenes Hochschul-Studium sowie mindestens5 Jahre Berufserfahrung. In der Regel ist ein Mindestaltervon 30 Jahren empfehlenswert.Die Ausbildung ist stark praxisorientiert und setzt die Bereitschaftvoraus, eigene, aktuell berufliche Anliegen aktiv in dieAusbildungsgruppe einzubringen und von einem/r Ausbildungsteilnehmer/inals Coach begleiten zu lassen. Diese Live-Coachings finden unter Wahrung der Vertraulichkeit im Kleingruppen-Settingstatt. Die Ausbildung enthält auch Anteileder Selbsterfahrung und setzt die Fähigkeit zur Selbstreflexionsowie die Bereitschaft zur Arbeit an der eigenen Persönlichkeitvoraus.2. AnmeldungDie Anmeldung zu unseren Ausbildungen und Seminaren nehmenSie bitte schriftlich per Anmeldebogen vor. Mit der Anmeldungerkennen Sie die Teilnahmebedingungen an. Die Anmeldungist verbindlich, sobald Sie eine schriftliche Bestätigung perMail von uns erhalten. Das Eingangsdatum der Anmeldung entscheidetbei Überbuchung über die Teilnahme an der jeweiligenKompaktausbildung bzw. an dem jeweiligen Seminar.3. TeilnahmegebührDie Höhe der Teilnahmegebühr ergibt sich aus dem jeweiligenAnmeldeformular. Der Rechnungsbetrag ist spätestens 8 Tagevor Ausbildungs- bzw. Seminarbeginn zu entrichten. Bei Ratenzahlungenpro Modul ist der Rechnungsbetrag ebenso 8 Tagevor dem jeweiligen Modul zu entrichten.4. Rücktritt/Stornierung durch TeilnehmerBis 4 Wochen vor Ausbildungsbeginn ist eine Stornierung derAnmeldung möglich, wobei eine Bearbeitungsgebühr in Höhevon 10% der Teilnahmegebühr fällig wird. Bei einer späterenStornierung der Anmeldung wird die volle Teilnahmegebührfällig, sofern der Ausbildungs- oder Seminarplatz nicht durcheinen zu stellenden Ersatzteilnehmer/-in besetzt werden kann.5. Versäumte Seminare/AusbildungsmoduleGrundsätzlich besteht kein Anspruch darauf, versäumte Modulenachzuholen. Wenn es die Kapazität an freien Plätzen zulässt,besteht eventuell die Möglichkeit, versäumte Module im laufendenParallelkurs oder im Ausnahmefall im Folgekurs nachzuholen.Eine Erstattung der Kosten versäumter Module ist nichtmöglich, da die Ausbildung als Ganzes zu buchen ist.6. Absage von Ausbildungen/SeminarenDie Ausbildungsleitung ist berechtigt, die Ausbildung aus wichtigemGrund oder bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl– gegen Erstattung bereits gezahlter Gebühren – abzusagen.Muss ein Ausbildungsmodul aus gewichtigen Gründen (z. B. Erkrankungdes Ausbilders) abgesagt werden, werden wir einenErsatztermin anbieten. Weitere Ansprüche können nicht geltendgemacht werden.7. Teilnahmebescheinigung/ZertifikatDie Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung mitdetaillierter Beschreibung der Ausbildungsinhalte der jeweiligenAusbildung, sofern sie alle dazu gehörigen Module absolvierthaben. Die Voraussetzung für den Erwerb eines Zertifikats istdie erfolgreiche Teilnahme an allen Modulen der KompaktausbildungI und/oder II sowie eine schriftlich eingereichte, aussagefähigeAbschlussarbeit über einen selbst durchgeführtenCoaching-Prozess.Teilnahmebescheinigungen werden nach Abschluss der jeweiligenAusbildung ausgegeben, sofern die gesamte Teilnahmegebührentrichtet wurde.8. Organisatorische und inhaltliche Änderungen derAusbildungenDie Ausbildungen und Seminare werden gemäß den öffentlichenAusschreibungen durchgeführt. Wir behalten uns jedochvor, einzelne Inhalte der Ausbildung bzw. des Seminars zurAktualisierung bzw. aus inhaltlichen, methodisch-didaktischenund/oder organisatorischen Gründen zu verändern, sofern derGesamtcharakter und die Ausbildungs-ziele grundlegend beibehaltenwerden.9. HaftungUnsere Haftung für Schäden, insbesondere für solche ausUnfällen, Beschädigungen, Verlust oder Diebstahl mitgebrachter(Wert-)Gegenstände und Fahrzeuge, ist ausgeschlossen.10. UrheberrechteDie den Teilnehmern ausgehändigten Ausbildungs- undSeminar unterlagen sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfenausschließlich zur persönlichen Nutzung verwendet werden.Die Vervielfältigung, Weitergabe oder anderweitige Nutzung derUnterlagen ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung von Siegerconsultinggestattet.11. Datenschutz und SchweigepflichtDurch die Anmeldung erklären sich die Teilnehmer mit der elektronischenSpeicherung der personenbezogenen Daten, zumZwecke der Veranstaltungsorganisation sowie für die spätereZusendung weiterer Informationen über Aktivitäten von siegerconsultingeinverstanden. Die Anmeldedaten unterliegen denBestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes. Wir stellendiese persönlichen Daten nicht Dritten zur Verfügung.Die Teilnehmer/-innen verpflichten sich mit der Unterzeichnungder Anmeldung während der Ausbildung/Seminar undnach Ausbildungs-/Seminarende alle persönlichen und Klientenbezogenen Informationen der Ausbildungs-Teilnehmer zur Verschwiegenheit.


VorwortLiebes Publikum!Die Kunst, in anderen Menschen Emotionen wachzurufen, sie zum Lachen und Weinen, zum Staunenund Schwärmen zu bringen, ist vor allem eines: Handwerk. Darum bezeichne ich Schauspieler undihre singenden Kollegen gerne als „Handwerker“, auch der Ausdruck „Mundwerker“ käme in Betracht,und ich meine dies ohne jeden geringschätzigen Beigeschmack. Die Tänzerinnen und Tänzer, die jain allen von uns gepflegten Genres präsent sind, möchte ich ebenfalls einbeziehen – sie zierendiesmal das Cover unserer Jahresvorschau.Auch als Projektionsflächen für die Wünsche und Befindlichkeiten des Publikums werdenBühnendarsteller oft bezeichnet. Wenn dies stimmt, dann hat der grafische Gestalter der mittlerweilesiebenten (!) Saisonvorschau meiner Direktion, Rudolf Zündel, einen besonders stimmigen Einfallgehabt. Er arbeitete diesmal mit Projektionen: Etwa ein Blutbad für den Musical-Thriller „SweeneyTodd“ oder das verzehrende Feuer des Scheiterhaufens für „Il trovatore“ (mit dem Giuseppe Verdi,einer der Opern-Jahresregenten 2013, gefeiert wird). Dagegen die segensreichen Flammen der Liebe,die in „Feuersnot“ der Stadt das Licht wiedergeben – diese konzertante Aufführung ist dem Geburtstagvon Richard Strauss gewidmet, der sich im Juni 2014 zum 150. Male jährt.Nun habe ich recht wahllos auf das Premierenangebot der neuen Spielzeit vorausgeblickt. Ebensogespannt bin ich – und Sie hoffentlich mit mir – auf die Operettenklassiker „Eine Nacht in Venedig“und „Gräfin Mariza“, auf das heitere Ensemblestück „Albert Herring“ (von Benjamin Britten, Jahrgang1913), auf die große ‚Volks-Oper’ „Fidelio“ und auf die Kinderoper „Erwin, das Naturtalent“, die wirgemeinsam mit den Wiener Sängerknaben im „MuTh“ im Wiener Augarten produzieren.Für Ballettfans stehen die Premieren „Märchenwelt Ballett“ und „Ein Reigen“ auf dem Programm,Wiederaufnahmen von „Turandot“, „Antonia und der Reißteufel“ und „Guys and Dolls“ (diese imRahmen der Musical-Wochen zu Jahresbeginn 2014) runden das Programm ab. Auch auf zahlreicheSonderveranstaltungen und ein vielfältiges Repertoire können Sie sich in der Saison 2013/14 freuen.Wir freuen uns auf Sie!Ihr Robert MeyerP. S. Die Saisonvorschau können Sie (unter „Volksoper Programmhefte“) ab sofort auch im Apple AppStore und im Google Play Store downloaden. Videos, Interviews und Backstage-Berichte lassen nununsere Publikationen multimedial werden.3


operette 13/14PremierenÜbersichtJohann Strauß Eine Nacht in Venedig 14. Dezember 2013Emmerich Kálmán Gräfin Mariza 22. März 2014RepertoireabJohann Strauß Die Fledermaus 6. September 2013Paul Lincke Frau Luna 8. September 2013Emmerich Kálmán Die Csárdásfürstin 20. September 2013Oscar Straus Ein Walzertraum 3. Oktober 2013Franz Lehár Die lustige Witwe 21. November 2013oper 13/14PremierenGiuseppe Verdi Il trovatore 16. November 2013Benjamin Britten Albert Herring 15. Februar 2014Mike Svoboda Erwin, das Naturtalent (im MuTh) 23. Februar 2014Ludwig van Beethoven Fidelio 25. Mai 2014Richard Strauss Feuersnot (konzertant) 14. Juni 2014WiederaufnahmeChristian Kolonovits Antonia und der Reißteufel 20. Dezember 2013Giacomo Puccini Turandot 28. Februar 2014RepertoireabWolfgang Amadeus Mozart Die Zauberflöte 5. September 2013Wolfgang Amadeus Mozart Die Hochzeit des Figaro 16. September 2013Richard Strauss Salome 24. September 2013Albert Lortzing Der Wildschütz 28. September 2013Engelbert Humperdinck Hänsel und Gretel 26. November 2013Georges Bizet Carmen 19. Jänner 2014Giuseppe Verdi La Traviata 29. März 2014Bedřich Smetana Die verkaufte Braut 11. April 20145


Zusammenfassung der Pressekonferenz10 Premieren – davon 2 Operetten-, 5 Opern-, 1 Musical- und 2 Ballett-Neuproduktionen – stehen neben 3Wiederaufnahmen und 19 Repertoirewerken 2013/14 auf dem Spielplan der Volksoper Wien. DieNeuproduktionen sind an zahlreiche Geburtstage und Jubiläen angelehnt, sodass man beinahe von einerJubiläumssaison sprechen kann: Anlässlich der Wiederkehr des 200. Geburtstages von Giuseppe Verdi setzt dieVolksoper „Il trovatore“ aufs Programm. (Der 200. Geburtstag von Richard Wagner wird noch in der Saison12/13 mit Loriots „Wagners RING an einem Abend“ und der Wiederaufnahme von „Tannhäuser in 80 Minuten“begangen.) Zum 200. Mal jährt sich in dieser Saison auch die Uraufführung der dritten „Fidelio“-Fassung; nurzwei Tage nach diesem Jubiläum, am 25. Mai 2014, feiert Beethovens Meisterwerk die erste Volksopernpremiereseit mehr als 70 Jahren. Den 150. Geburtstag von Richard Strauss begehen wir mit seiner selten gespieltenzweiten Oper „Feuersnot“ in konzertanter Form. 130 Jahre nach der Uraufführung bringt die Volksoper diesechste Neuinszenierung von „Eine Nacht in Venedig“ heraus. Die 100. Wiederkehr von Benjamin BrittensGeburtstag ist Anlass für die Premiere seiner ‚Comic opera‘ „Albert Herring“. Vergleichsweise jung sind dagegendie Operetten „Gräfin Mariza“ (die Uraufführung war vor 90 Jahren) und der erst 34 Jahre alte Musical-Thriller„Sweeney Todd“. Dazu kommen die Österreichische Erstaufführung der Kinderoper „Erwin, das Naturtalent“ imMuTh und zwei Ballett-Premieren: „Märchenwelt Ballett“ und „Ein Reigen“.OPERETTEVenedig zur Zeit des Karnevals ist der ideale Schauplatz für die Johann-Strauß-Operette „EINE NACHT INVENEDIG“. Die Handlung rankt sich um den Herzog von Urbino, einen weithin bekannten Frauenhelden, undCaramello, seinen Leibbarbier und Komplizen in amourösen Belangen. Am Ende sind alle Paare ordnungsgemäß(wieder) vereint, die Schuld an den Verwirrungen gibt man dem Karneval, und so hat auch diese Operette einHappy End. Für die sechste Neuinszenierung an der Volksoper zeichnet Hinrich Horstkotte als Regisseur,Bühnen- und Kostümbildner verantwortlich, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Alfred Eschwé. MitVincent Schirrmacher (Herzog von Urbino), Jörg Schneider (Caramello), Mara Mastalir (Annina), JohannaArrouas (Ciboletta) u. a.Premiere am Samstag, 14. Dezember 2013„GRÄFIN MARIZA“, Kálmáns letzter uneingeschränkter Uraufführungstriumph (1924), behandelt eine Liebesgeschichtevor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise. Der verarmte Graf Tassilo (Carsten Süss) hat sich alsVerwalter bei der herablassenden und umschwärmten Gräfin Mariza (die junge deutsche Sopranisten AstridKessler gibt ihr Rollen- und Hausdebüt) verdingt. Die aufkeimende Liebe wird durch das Auftauchen von TassilosSchwester Lisa (Anita Götz), die für seine Geliebte gehalten wird, gestört Erstmals an der Volksoper zuerleben ist Toni Slama als Fürst Populescu. Robert Meyer steht als Kammerdiener Penižek im Dienst von HelgaPapouschek (Fürstin Božena). Thomas Enzinger inszeniert nach „Wiener Blut“ bereits zum zweiten Mal eineOperette an der Volksoper, Alexander Rumpf, Chefdirigent des Tiroler Landestheaters, steht erstmals am Pultdes Volksopernorchesters.Premiere am Samstag, 22. März 2014OPER„IL TROVATORE“ begründete gemeinsam mit „Rigoletto“ und „La Traviata“ den Welterfolg Giuseppe Verdis.Seine 17. Oper wird nun an der Volksoper als Koproduktion mit dem Theater Bonn gezeigt. Stuart Neill, derderzeit als Manrico weltweit führende Sänger (zuletzt an der Deutschen Oper Berlin, in Stockholm und im TeatroLa Fenice) gibt in dieser Partie sein Volksoperndebüt. Die Mezzosopranistin Janina Baechle kehrt nach „DerEvangelimann“ als von Rache für ihr ermordetes Kind besessene Azucena an die Volksoper zurück. Derkoreanische Bariton Tito You, Ensemblemitglied der Oper Stuttgart und an der Volksoper bereits als GiorgioGermont zu erleben, ist als Graf Luna Widersacher und Rivale Manricos um die Liebe derselben Frau, Leonora,die Melba Ramos singen wird. Nach dem „Wildschütz“ im April 2013 inszeniert zum zweiten Mal DietrichHilsdorf an der Volksoper, deren Erster Gastdirigent Enrico Dovico steht am Pult des Volksopernorchesters.Premiere am Samstag, 16. November 2013Benjamin Brittens ‚Comic opera’ „ALBERT HERRING“ ist eine köstliche Satire auf scheinheilige Moral undTugendhaftigkeit und steht aus Anlass des 100. Geburtstags des Komponisten auf dem Spielplan der Volksoper.In der Titelrolle ist der junge Tenor Paul Schweinester zu erleben. Er ist seit 2009 Ensemblemitglied derVolksoper und wird in der kommenden Saison u. a. am Royal Opera House Covent Garden sein Debüt in„Ariadne auf Naxos“ geben. Erstmals führt KS Brigitte Fassbaender an der Volksoper Regie. Am Pult stehtGerrit Prießnitz, der seine besondere Neigung zur Musik des 20. Jahrhunderts bereits mit der Premiere vonErnst Kreneks „Kehraus um St. Stephan“ und Hans Werner Henzes „Wundertheater“ unter Beweis gestellt hatund der mit Henzes Kinderoper „Pollicino“ Ende April 2013 an der Wiener Staatsoper Premiere hat.Premiere am Samstag, 15. Februar 20147


Erwin, der auf der schönsten Insel in der südwestöstlichen Südsee lebt, wird über Nacht zum Superstar, als derforsche Forscher Professor Hoggins seine sensationelle Naturstimme entdeckt. Aber ist Erwin auf seinenTourneen um die ganze Welt noch so glücklich wie früher auf seiner Insel? Die 2005 in Stuttgart uraufgeführteKinderoper „ERWIN, DAS NATURTALENT“ von Mike Svoboda kommt in einer Koproduktion der Volksoper mitden Wiener Sängerknaben im MuTh, dem neuen Theater im Augarten, in einer eigens gestalteten Neufassungzur Österreichischen Erstaufführung. Gerald Wirth, künstlerischer Leiter der Wiener Sängerknaben, wird dieAufführungen dirigieren. Regie führt Susanne Sommer, Regieassistentin und Abendspielleiterin der Volksoper.Premiere am Sonntag, 23. Februar 2014Die ungeheure Popularität, die Beethovens einzige Oper zu allen Zeiten erfahren hat, macht „FIDELIO“ zu einer‚Volks-Oper‘ im besten Sinne des Wortes. Nach mehr als 70 Jahren kehrt Beethovens Meisterwerk auf dieVolksopernbühne zurück, fast auf den Tag genau 200 Jahre nach der Uraufführung der dritten „Fidelio“-Fassungam 23. Mai 1814. Für die Regie zeichnet Markus Bothe verantwortlich, der mit Nicholas Maws Oper „Sophie’sChoice“ im Jahr 2005 sein Volksoperndebüt gegeben hat. Die musikalische Leitung liegt in Händen der britischenDirigentin Julia Jones. Die amerikanische Sopranistin Marcy Stonikas gibt als Fidelio/Leonore ihrVolksoperndebüt. Sie kämpft für die Freiheit ihres Gatten Florestan, Roy Cornelius Smith, der an der Volksoperbereits als Calaf große Erfolg feierte. Als Don Pizarro ist Sebastian Holecek zu erleben. Den KerkermeisterRocco gibt der junge Wiener Bass Stefan Cerny, der zuletzt von Publikum und Presse als Bartolo in „DieHochzeit des Figaro“ gefeiert wurde. Rebecca Nelsen, Ensemblemitglied der Volksoper und gern gesehenerGast an der Bayerischen Staatsoper München und der Semperoper Dresden, singt die Partie der Marzelline.Premiere am Sonntag, 25. Mai 2014Mit „FEUERSNOT“, seiner zweiten Oper, richtete sich Richard Strauss gegen die künstlerische Rückständigkeitseiner Vaterstadt München. Die erotisch aufgeladene Geschichte enthält zahlreiche textliche und musikalischeAnspielungen auf den Neuerer Richard Wagner. Nun feiert die Volksoper die 150. Wiederkehr von Strauss’Geburtstag mit einer konzertanten Aufführung dieser reizvollen Rarität. Die musikalische Leitung liegt in Händendes Chefdirigenten des Houston Symphony Orchestra Hans Graf. Der österreichische Dirigent steht regelmäßigam Pult der renommiertesten Orchester Europas und Amerikas (von den Wiener Philharmonikern bis zum NewYork Philharmonic Orchestra) und ist Gast der wichtigsten internationalen Festivals (von Salzburg über Aix-en-Provence bis Tanglewood) und Opernhäuser (Wiener Staatsoper, Zürich, Paris etc.). Mit: Kristiane Kaiser,Morten Frank Larsen, Roman Sadnik u. a.Premiere am Samstag, 14. Juni 2014„ANTONIA UND DER REISSTEUFEL“, die Pop-Oper für Kinder und Erwachsene von Christian Kolonovits undAngelika Messner, feierte im Dezember 2009 ihre umjubelte Uraufführung und steht nun nach einjährigerAbwesenheit wieder auf dem Spielplan der Volksoper.Wiederaufnahme am Freitag, 20. Dezember 2013Eine weitere Wiederaufnahme gilt Puccinis unvollendetem Meisterwerk „TURANDOT“. Der amerikanischeStartenor Neil Shicoff gibt an der Volksoper Wien sein Rollendebüt als Calaf. Die prächtige Inszenierung derFrankokanadier Renaud Doucet und André Barbe aus dem Jahr 2006 gehört zu den beliebtesten Regiearbeitenin der Gunst des Volksopernpublikums. Die musikalische Leitung übernimmt, wie schon bei der letztenWiederaufnahme von „Turandot“ im März 2011, Enrico Dovico.Wiederaufnahme am Freitag, 28. Februar 2014MUSICALDer 1978 uraufgeführte Musical-Thriller „SWEENEY TODD“ wurde als eines von nur drei Musicals (neben „SouthPacific“ und „Hairspray“) mit den sechs wichtigsten Tony-Awards (Bestes Musical, Beste Partitur, Bestes Buch,Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Beste Regie) ausgezeichnet. Für die Volksopern-Erstaufführungdes Stückes kehrt Musical-Experte Matthias Davids nach „Anatevka“ (2001) als Regisseur ans Haus zurück.Joseph R. Olefirowicz, der als Dirigent von „GUYS AND DOLLS“ (Wiederaufnahme am Samstag, 25. Jänner2014) und „Candide“ an der Volksoper bejubelt wurde, übernimmt die musikalische Leitung. Morten FrankLarsen wird als aus der Verbannung nach London zurückgekehrter Sweeney Todd zum Massenmörder,nachdem ihm die blutige Rache an seinem Peiniger Richter Turpin (Robert Meyer) misslingt.Premiere am Samstag, 14. September 2013BALLETTUnter dem Titel „MÄRCHENWELT BALLETT“ präsentiert das Wiener Staatsballett mit der Geschichte vom„Hässlichen Entlein“ (Ch: Andrey Kaydanovskiy zu Modest Mussorgskis „Bildern einer Ausstellung“) und„Tausendundeine Nacht“ (Ch: Vesna Orlic zu Nikolai Rimski-Korsakovs „Scheherazade“) zwei Kunstmärchen alsBallettabend für Kinder und Erwachsene.Premiere am Samstag, 19. Oktober 2013Vor dem Hintergrund von Arthur Schnitzlers „Reigen“, der bereits 1897 fertig gestellt, aber erst 1920 uraufgeführtwurde, evozieren die Autoren des Balletts „EIN REIGEN“ – der Choreograph Ashley Page und sein AusstatterAntony McDonald – jene fast explosionsartige Kreativität, die das Wien der Jahre 1900 bis 1914 kennzeichnet.Als musikalische Grundlage des Balletts dienen Kompositionen dieser künstlerisch so reichen Epoche.Premiere am Dienstag, 29. April 20148


Premieren 2013/14Stephen Sondheim (*1930)Sweeney ToddMusical in zwei AktenMusik und Gesangstexte von Stephen SondheimBuch von Hugh Wheeler nach einer Adaptation von Christopher BondDeutsche Fassung von Wilfried SteinerAltersempfehlung: ab 12 JahrenVorpremiere am Mittwoch, 11. September 2013Premiere am Samstag, 14. September 2013Weitere Vorstellungen am 19., 21., 25., 27. September,5., 12., 18. Oktober 2013, 6., 8., 13. Jänner, 3., 9. Februar 2014Barbiere sind im Musiktheater für gewöhnlich die sympathischen Drahtzieher; in Stephen Sondheims(2007 mit Johnny Depp verfilmtem) „Musical-Thriller“ liegt der Fall anders: Sweeney Todd kehrt nachJahren der Verbannung ins heimatliche London zurück, um an seinem Peiniger, Richter Turpin, blutigeRache zu nehmen. Als ihm dieser entwischt, wird Todd im Wahn zum Massenmörder: Er schneidetseinen Kunden die Kehlen durch, und seine Komplizin, die Pastetenbäckerin Mrs. Lovett, stellt ausden Opfern Fleischpasteten her, die sich hervorragend verkaufen.Das 1979 uraufgeführte Drama wurde als eines von nur drei Musicals (neben „South Pacific“ und„Hairspray“) mit den sechs wichtigsten Tony-Awards (Bestes Musical, Beste Partitur, Bestes Buch,Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Beste Regie) ausgezeichnet.Für die Volksopern-Erstaufführung des Stückes kehrt Musical-Experte Matthias Davids nachAnatevka“ (2002) als Regisseur ans Haus zurück, Joseph R. Olefirowicz dirigiert.Musikalische Leitung: Joseph R. OlefirowiczRegie: Matthias DavidsBühnenbild: Mathias Fischer-DieskauKostüme: Susanne HubrichLicht: Fabrice KebourChoreographie: Florian HurlerChoreinstudierung: Thomas BöttcherDramaturgie: Christoph Wagner-TrenkwitzSweeney Todd: Morten Frank LarsenMrs. Lovett: Dagmar HellbergTobias Ragg: Tom Schimon/David SitkaAnthony Hope:Alexander Pinderak/Daniel OchoaJohanna: Anita GötzRichter Turpin:Robert Meyer/Kurt SchreibmayerBüttel Bamford:Kurt Schreibmayer/Wolfgang GratschmaierPirelli:Vincent Schirrmacher/Jeffrey TreganzaBettlerin: Patricia NessyJonas Fogg: Franz SuhradaVogelhändler: Georg Wacks9


Märchenwelt BallettPremiere am Samstag, 19. Oktober 2013Weitere Vorstellungen am 20., 26., 29. Oktober,24., 29. November, 17. Dezember 2013Davon ausgehend, dass Märchen sehr oft Stoffe sind, aus denen Ballette gemacht werden,übertragen die Choreographen Andrey Kaydanovskiy und Vesna Orlic zwei Kunstmärchen auf dieBallettbühne. Die beiden Werke sind sowohl für Kinder als auch für Erwachsene konzipiert und stehenaußerdem durch die Musik von zwei russischen Komponisten in enger Verbindung.Kaydanovskiy, ein Mitglied des Wiener Staatsballetts, wendet sich dem Andersen-Märchen „Dashässliche Entlein“ zu und überblendet es mit Modest Mussorgskis Komposition „Bilder einerAusstellung“ in der Orchesterfassung von Maurice Ravel. Als Außenseiter in einer ihm feindlichenGesellschaft stehend, gelingt dem hässlichen Entlein in der Deutung des Choreographen letztlich dieIntegration in eine frei denkende, durch Schwäne symbolisierte Gemeinschaft.Vesna Orlic, als Ballettmeisterin eine Stütze des Hauses, greift in ihrem Ballett, für das sie NikolaiRimski-Korsakows Tondichtung „Scheherazade“ verwendet, auf die morgenländische Erzählung„Tausendundeine Nacht“ zurück und verbindet einige der darin vorkommenden Motive miteinander.Wie das Ballett von Kaydanovskiy endet auch das Werk von Orlic mit einem Happy End.Andrey Kaydanovskiy (*1986)Modest Mussorgski (1839-1881)DAS HÄSSLICHE ENTLEINBühne und Kostüme: Karoline HoglVideo: Balázs DelbóDramaturgie: Richard SchmettererVesna Orlic (*1968)Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908)TAUSENDUNDEINE NACHTBühne und Kostüme: Alexandra BurgstallerVideo: Balázs DelbóDramaturgie: Monica RusuDirigent: Guido MancusiWiener Staatsballett11


Andrey Kaydanovskiy („Das hässliche Entlein“)Andrey Kaydanovskiy wurde in Moskau geboren. Nach Beendigung seiner Ausbildung an derBolschoi-Ballettakademie in Moskau, am Ballettkonservatorium in St. Pölten, an der John-Cranko-Ballettakademie Stuttgart und an der Ballettschule der Wiener Staatsoper wurde er 2007 an dasBallett der Wiener Staatsoper und Volksoper engagiert. Zu seinen bisher größten Rollen zählen inabendfüllenden Balletten die Hexe Madge in „La Sylphide“, die Partie des Schicksals in „MarieAntoinette“, Blaubarts Alter Ego in „Blaubarts Geheimnis“ und Monsieur G. M. in „Manon“. Ersteeigene Choreographien stellte Andrey Kaydanovskiy im Rahmen des Ballettclubs Wiener Staatsoperund Volksoper, bei choreo.lab 09 und Junge Choreographen ’12 des Wiener Staatsballetts vor. ImApril 2013 wird im neuen Abend „Kreation und Tradition“ in der Volksoper Wien mit„Zeitverschwendung“ seine erste Arbeit für das Wiener Staatsballett gezeigt.Vesna Orlic („Tausendundeine Nacht“)Die Choreographin und Ballettmeisterin Vesna Orlic wurde in Belgrad geboren. Ihre Ausbildungerfolgte in ihrer Heimatstadt an der Ballettschule Lujo Davico. Ihr erstes Engagement als Tänzerinhatte sie von 1985 bis 1987 am Nationaltheater Sarajewo. 1987 wurde sie an das Ballett der WienerVolksoper engagiert, 1995 erfolgte ihre Ernennung zur Halbsolistin. Von 2005 bis 2008 war sieHalbsolistin des Balletts der Wiener Staatsoper und Volksoper. Zu ihren wichtigsten Partien zähltenSwanilda in Susanne Kirnbauers „Coppélia“ und die Hauptpartie in Iván Markós „Bolero“.Rollenkreationen waren Scheherazade in Kirnbauers „Tausendundeine Nacht“ sowie Partien inKirnbauers „Aschenbrödel“, „Coppélia“ und „La Chanson“. Im Ballett der Wiener Staatsoper undVolksoper trat sie unter anderem in Myriam Naisys „Mokka“ und in „Max und Moritz“ von FerencBarbay und Michael Kropf auf.2006 wurde sie Probenleiter-Assistentin, 2008 Proben- und Trainingsleiterin des Balletts der WienerStaatsoper und Volksoper. Im Wiener Staatsballett ist sie seit 2010 Ballettmeisterin und Stellvertreterindes Ballettdirektors für künstlerische Belange in der Volksoper. Als Choreographin debütierte sie inchoreo.lab 06 mit „Buenos Aires Hora Cero“ (Musik: Astor Piazzolla), für choreo.lab 08 kreierte sie„Parfum“ (Musik: Gotan Project), für choreo.lab 09 „Broken Wings“ (Musik: Sacred Spirit). Einengroßen Erfolg feierte Vesna Orlic mit der Uraufführung ihrer Choreographie „Carmina Burana“ an derVolksoper im März 2012.Guido Mancusiwurde in Neapel geboren. Er studierte Fagott und Gesang am Konservatorium der Stadt Wien und ander Wiener Musikhochschule. Dirigieren schloss er bei Karl Österreicher, Komposition bei ErichUrbanner ab. Mancusi war anschließend Assistent von Riccardo Muti an der Mailänder Scala und vonAdam Fischer bei den Bayreuther Festspielen. 1985 gründete er das Barockensemble Vindobona, daser mehr als zehn Jahre lang leitete. Von 1997 bis 2000 war Mancusi künstlerischer Leiter derFestspiele Oper Klosterneuburg. Seit 1998 ist er Chefdirigent des Schönbrunner Schlossorchesters.Von 2000 bis 2002 war er zudem als Assistent des Niederösterreichischen Tonkünstlerorchesters beiCarlos Kalmar beschäftigt und von 2002 bis 2007 als Chefdirigent am Stadttheater Klagenfurtengagiert. Guido Mancusi stand bereits bei den Wiener Festwochen, dem Wiener KlangBogen sowiein England (Consort of Ancient Music London), Argentinien (Teatro El Nacional de Buenos Aires),Japan (Narita Chamber Orchestra und Takasaki Symphonic Orchestra) und den USA (The New YorkBaroque Players) am Dirigentenpult. Seit 1999 ist er ständiger Gastdirigent des KonzertorchestersBudapest und der Slowakischen Philharmonie. Es folgten Einladungen nach Burgos, Tel Aviv, Rom,Stockholm, Helsinki und Moskau. Mancusi dirigierte auch die Philharmonischen Orchester vonKopenhagen, Ljubljana und Toronto sowie Premieren an der Wiener Kammeroper, demSchauspielhaus Wien, dem Stadttheater Klagenfurt, dem Opernhaus Erfurt und der New Israeli OperaTel Aviv. Neben seiner zusätzlichen Tätigkeit als Komponist hat er eine Professur für Chorleitung undDirigieren am Konservatorium der Stadt Wien inne. Mancusi leitet den Kammerchor und die CapellaConservatoriana des Konservatoriums und gibt regelmäßig Konzerte mit den beiden Chören.An der Volksoper dirigierte er u. a. „Gräfin Mariza“, „Das Land des Lächelns“, „Der Vogelhändler“, „Dielustige Witwe“, die Ballett-Premieren „Ballett: Carmen“, „Le Concours“ und „Carmina Burana“/„Nachmittag eines Fauns“/„Bolero“ sowie die Eröffnungspremiere der aktuellen Spielzeit, OscarStraus‘ „Ein Walzertraum“. Guido Mancusi dirigiert auch die nächste Ballett-Premiere am 27. April,„Kreation und Tradition“.12


Giuseppe Verdi (1813–1901)Il trovatoreOper in acht BildernText von Salvatore Cammarano und Leone Emanuele BardareNach dem Drama „El trovador“ von Antonio García GutiérrezIn italienischer Sprache mit deutschen ÜbertitelnPremiere am Samstag, 16. November 2013Weitere Vorstellungen am 19., 22., 27., 30. November,3., 7., 13. Dezember 2013, 19., 21., 25., 30. Juni 2014Aus Anlass des 200. Geburtstages von Giuseppe Verdi setzt die Volksoper einen Klassiker aufsProgramm, der erstmals 1905 hier gezeigt wurde. „Der Troubadour“, Verdis 17. Oper, begründetegemeinsam mit „Rigoletto“ und „La Traviata“ zu Beginn der 1850er Jahre den Welterfolg desKomponisten. Die Handlung kreist um das Thema der verfeindeten Brüder, die in diesem Falle jedochnichts von ihrer Verwandtschaft wissen. Der Troubadour Manrico hält sich für den Sohn derZigeunerin Azucena, die von dem Gedanken an Rache für ihr ermordetes Kind besessen ist. Manricound Graf Luna sind nicht nur politische Widersacher, sondern auch Rivalen um die Liebe derselbenFrau, Leonora. Neben der tragisch endenden Liebesgeschichte ist Verdi auch eine „Parabel über dieUnterdrückung von Minderheiten“ (Ulrich Schreiber) gelungen.Nach dem „Wildschütz“ im April 2013 inszeniert zum zweiten Mal Dietrich Hilsdorf an der Volksoper,deren Erster Gastdirigent Enrico Dovico steht am Pult des Volksopernorchesters.Musikalische Leitung: Enrico DovicoRegie: Dietrich HilsdorfCo-Regie: Ralf BuddeBühne: Dieter RichterKostüme: Renate SchmitzerChoreinstudierung: Thomas BöttcherDramaturgie: Michaela Angelopoulos/Christoph Wagner-TrenkwitzIl Conte di Luna:Tito You/Morten Frank LarsenLeonora: Melba Ramos/Irina OkninaAzucena: Janina Baechle/Alexandra Kloose/Chariklia MavropoulouManrico: Stuart Neill/George Oniani/Vincent SchirrmacherFerrando: Yasushi Hirano/Petar NaydenovInes: Eva Maria Riedl/Renate PitscheiderRuiz: Christian Drescher/David SitkaEine Koproduktion mit dem Theater der Bundesstadt Bonn13


Enrico Dovicostudierte Klavier und Dirigieren in seiner Geburtsstadt Turin und war von 1981 bis 1995 am dortigenTeatro Regio als Korrepetitor und musikalischer Assistent tätig. Dabei arbeitete er u. a. mit CarloMaria Giulini, Giuseppe Sinopoli, Garcia Navarro, Alberto Zedda, Zoltan Pesko, Daniel Oren undBruno Campanella. 1991 debütierte er als Operndirigent an der Staatsoper Stuttgart mit „Un ballo inmaschera“. In den Jahren danach gastierte er u. a. in Darmstadt, Bremen, Essen, der Oper Brno undan der New Israeli Opera Tel Aviv. Seit 1995 ist er zudem gern gesehener Gast an der StaatsoperPrag. Von 2001 bis 2005 war er 1. Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors amNationaltheater Mannheim. Seit 1999 ist er regelmäßig an der Oper Köln zu Gast und leitete dort u. a.die Neuinszenierungen von „La Cenerentola“, „L’elisir d’amore“ sowie die Wiederaufnahme „Die toteStadt“. Von 2005 bis 2009 war er als Erster Gastdirigent dort. 2006 dirigierte Enrico Dovico dasEröffnungskonzert der Medals Plaza anlässlich der Olympischen Winterspiele in Turin. Mit demRundfunk-Sinfonie-Orchester der RAI begleitete er dort Andrea Bocelli. Ebenfalls 2006 erfolgte seineerste CD-Einspielung „Alexandra von der Weth singt Arien von Bellini“ mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken. Im Herbst 2007 führte ihn „La Traviata“ als Gastspielproduktion derStaatsoper Prag erstmals nach Japan. In jüngster Zeit dirigierte er eine Neuproduktion von „Nabucco“an der Oper Lecce sowie an der Deutschen Oper am Rhein „Tosca“, „Rigoletto“, „Madama Butterfly“,„Cavalleria rusticana“/„Pagliacci“.Sein Debüt an der Volksoper Wien gab Enrico Dovico 2009 mit der Wiederaufnahme von „LaBohème“. Seit der Saison 2010/11 ist er als Erster Gastdirigent an der Volksoper verpflichtet. Seitherleitete er die Neuproduktionen von Puccinis Einaktern „Der Mantel“ und „Gianni Schicchi“, RuggeroLeoncavallos „Der Bajazzo“ sowie zuletzt die Premiere von Smetanas „Die verkaufte Braut“.Außerdem dirigierte er die Wiederaufnahmen von „Turandot“ und „Der Barbier von Sevilla“ sowiezahlreiche Repertoirevorstellungen von „Rigoletto“, „La Traviata“, „Die lustige Witwe“, „DieFledermaus“, „Die Zauberflöte“ und „La Cenerentola“. Während der 8. Japantournee der Volksoper imMai 2012 zeichnete er für die musikalische Leitung der „Lustigen Witwe“ verantwortlich.Dietrich Hilsdorfstudierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main Schauspiel. Seit 1978hat er mehr als 100 Inszenierungen in Schauspiel, Oper und Musical erarbeitet. Im Bereich desMusiktheaters verzeichnete er große Erfolge mit zeitgenössischen Opern, er setzte aber auch mitseinem Gelsenkirchener Mozart-Zyklus, mit Verdi-Opern am Aalto-Theater Essen und seinen BonnerHändel-Zyklen Maßstäbe für das Musiktheater. In jüngster Zeit inszenierte er u. a. an der Oper Leipzig„Die Entführung aus dem Serail“ und „Jenůfa“, am Staatstheater Wiesbaden Verdis „Don Carlo“, amTheater Chemnitz die Deutsche Erstaufführung von „Love and other Demons“ von Peter Eötvös, „LaBohème“ und zuletzt 2010 „Der Wildschütz“, an der Oper Köln „La Traviata“ sowie am Aalto-TheaterEssen „Lulu“, „Hercules“, „Walküre“ und „Les Contes d’Hoffmann“. Mit seiner Inszenierung vonHändels „Jephtha“ in Bonn wurde Dietrich Hilsdorf im Jahr 2006 für den deutschen Theaterpreis DERFAUST in der Kategorie „Beste Regie Musiktheater“ nominiert. 2007 erhielt er diesen Preis für seineInszenierung von „Die Liebe zu den drei Orangen“ am Theater Chemnitz. Im März 2013 feierteHilsdorfs Inszenierung der Deutschen Erstaufführung von „Die Herzogin von Malfi“ am TheaterChemnitz Premiere. Neuproduktionen in der aktuellen Spielzeit führten Hilsdorf u. a. nach Köln („MyFair Lady“) und Leipzig („Nabucco“) sowie im Juni 2013 mit „I masnadieri“ ans Aalto-Theater Essen.Seine Inszenierung von „Der Wildschütz“ hat am 20. April 2013 Premiere an der Volksoper Wien.14


Johann Strauß (1825–1899)Eine Nacht in VenedigOperette in drei AktenText von Friedrich Zell und Richard GenéeNach dem Libretto von Eugène Cormon und Michel Florentin Carré zu derOpéra-comique „Le Château Trompette“ von François Auguste GevaertMit englischen ÜbertitelnPremiere am Samstag, 14. Dezember 2013Weitere Vorstellungen am 18., 21., 26., 30. Dezember 2013,4., 9., 17., 21. Jänner 2014Ebenso verwinkelt wie die Stadt Venedig ist auch die Handlung der ebenda spielenden Operette vonJohann Strauß: Der Herzog von Urbino, ein bekannter Frauenheld, kündigt seine Teilnahme amKarneval an und möchte Barbara, die Gattin des Senators Delaqua, verführen. Barbara verbringt ihreZeit aber lieber mit dem Neffen ihres Mannes. Also wird dem Herzog eine andere Frau, dasFischermädchen Annina, zugeführt. Doch Annina ist die Braut von Caramello, dem Barbier desHerzogs, der seinem Herrn in allen amourösen Belangen beisteht und nun seinerseits in einenGewissenskonflikt gerät. Und wie in Strauß’ „Fledermaus“ am Ende die Schuld an den Verwirrungendem Champagner zugeschrieben wird, so muss in Venedig der Karneval herhalten: „Alles maskiert,alles maskiert, wo Spaß und Tollheit und Lust regiert!“130 Jahre nach der Uraufführung der Operette zeichnet Hinrich Horstkotte als Regisseur, BühnenundKostümbildner für die Neuinszenierung an der Volksoper verantwortlich, die musikalische Leitungliegt in den Händen von Alfred Eschwé.Dirigent: Alfred EschwéRegie, Bühnenbild und Kostüme:Hinrich HorstkotteChoreinstudierung: Holger KristenDramaturgie: Helene SommerGuido, Herzog von Urbino:Vincent Schirrmacher/Thomas PaulDelaqua: N. N.Barbaruccio: Gerhard ErnstTestaccio: Franz SuhradaBarbara, Delaquas Frau:Renate PitscheiderAgricola, Barbaruccios Frau:Sulie Girardi/Regula RosinConstantia, Testaccios Frau:Susanne LitschauerAnnina, Fischerstochter:Mara Mastalir/Anita GötzCaramello, des Herzogs Leibbarbier:Jörg Schneider/Alexander PinderakPappacoda, Maccheronikoch:Michael Havlicek/Roman MartinCiboletta, Zofe bei Delaqua:Johanna Arrouas/Claudia Goebl15


Alfred Eschwéstudierte in seiner Heimatstadt Wien am Konservatorium und an der Musikhochschule u. a. bei HansSwarowsky. 1989 wurde er von Eberhard Waechter an die Volksoper berufen. Besonderserwähnenswert ist seine Zusammenarbeit mit Harry Kupfer, Adrianne Pieczonka und Bo Skovhus(„Eugen Onegin“), mit Anja Silja („Der feurige Engel“ und „Die Sache Makropoulos“) sowie mit WicusSlabbert („Falstaff“). Als Gastdirigent ist Alfred Eschwé regelmäßig an der Hamburgischen Staatsoperengagiert, u. a. in der aktuellen Saison für „Faust“ und „La fille du régiment“. Auch in Italien ist er eingern gesehener Gast, z. B. am Teatro Reggio in Turin, am Teatro Verdi in Triest, am Teatro Bellini inCatania sowie am Teatro Massimo in Palermo. Daneben pflegt er eine rege Konzerttätigkeit mit denWiener Symphonikern, den Niederösterreichischen Tonkünstlern, dem ORF-Symphonieorchester unddem Wiener Johann Strauß Orchester, mit dem er zahlreiche Reisen nach Japan, Korea, Spanien,Italien und in die Vereinigten Staaten unternommen hat. Darüber hinaus hat er u. a. das Orchester derAccademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, die Hamburger Symphoniker, das Symphonieorchesterder Wiener Volksoper, das Mozarteumorchester Salzburg, das Orchester des SüddeutschenRundfunks Stuttgart, die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, die Philharmonie Bratislava, die WienerAkademische Philharmonie und das Orchestre Philharmonique des Pays de la Loire dirigiert. Mitseiner Schwester Elisabeth Eschwé bildet er das „Wiener Klavierduo“, das sich vor allem dervierhändigen Klaviermusik annimmt und regelmäßig im In- und Ausland auftritt. An der WienerStaatsoper debütierte Alfred Eschwé 2003 mit „Die Zauberflöte“; wo er u. a. auch Donizettis „L‘elisird‘amore“ mit Anna Netrebko und Rolando Villazón leitete. 2006 debütierte er mit Bellinis „Norma“ ander Staatsoper Berlin, 2008 mit der „Fledermaus“ am Opernhaus Zürich sowie an der BayerischenStaatsoper in München. 2009 war der Dirigent mit Mozarts „Zauberflöte“ erstmals am New NationalTheatre in Tokio zu erleben.Das Volksopernpublikum kennt Alfred Eschwé als Dirigent zahlreicher Produktionen wie z. B. „DieLiebe zu den drei Orangen“, „Der Evangelimann“, „Der König Kandaules“ sowie verschiedener Galas,Konzerte und Soireen und zahlreicher Repertoirevorstellungen. Er leitete mit „Wiener Blut“ dieEröffnungspremiere der Saison 2011/12. Während der 8. Japantournee der Volksoper im Mai 2012zeichnete er für die musikalische Leitung der „Fledermaus“ verantwortlich. Am 20. April 2013 leitetAlfred Eschwé die Premiere von Albert Lortzings „Der Wildschütz“ in der Inszenierung von DietrichHilsdorf.Hinrich HorstkotteDer Berliner Regisseur und Bühnenbildner wurde 1972 geboren und war zunächst Marionettenspieler,bis er von 1992 bis 1998 Bühnenbild und Kostüm sowie Dramaturgie an der Akademie der BildendenKünste in München studierte, zunächst bei Ekkehard Grübler, dann bei Karl-Ernst und UrselHerrmann, für die er u. a. in Salzburg, Genf und Amsterdam als Regieassistent arbeitete. Mit demDiplom wurde er 1998 auch mit dem Debütantenpreis der Bayerischen Staatsregierungausgezeichnet. Schon während des Studiums begann er als freischaffender Bühnenbildner undRegisseur zu arbeiten, vornehmlich mit dem 1994 von ihm gegründeten „Inboccallupo-Ensemble“(Berlin), für das er neun Produktionen inszenierte. Als Bühnen- und Kostümbildner arbeitete er für dieBiennale für Neue Musik München, das Musiktheater Görlitz und für die Opernhäuser in Chemnitz,Detmold und Nürnberg. Seit 1999 inszenierte er, großteils in eigener Ausstattung, rund 40-mal inBerlin (Staatsoper Unter den Linden), Chemnitz, Dessau, Detmold, Dortmund, Freiburg, Halberstadt,Hamburg, Luxembourg, Saarbrücken und Salzburg sowie bei Festivals in Rheinsberg, Potsdam,Bayreuth (Bayreuther Barock) und Taipeh/Taiwan. Von der Zeitschrift Opernwelt wurde er mehrfachals „Bühnen- bzw. Kostümbildner des Jahres“, aber auch als „Regisseur des Jahres“ nominiert. Erhatte Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin für szenische Darstellung und an derTechnischen Universität Berlin für Bühnenbild inne und unterrichtet am Internationalen Opernstudioder Staatsoper Unter den Linden Berlin. Nächste Projekte führen ihn u. a. im April ans StadttheaterBremerhaven mit „Die verkaufte Braut“ und im Sommer zu den Innsbrucker Festwochen mit GiulioCaccinis „L’Euridice“.An der Volksoper Wien gab Hinrich Horstkotte im Juni 2012 mit „Madame Pompadour“ mit AnnetteDasch in der Titelrolle sein Regiedebüt.16


Gerrit Prießnitzwurde in Bonn geboren und studierte am Mozarteum Salzburg Orchesterleitung bei Dennis RussellDavies und Jorge Rotter sowie Chorleitung bei Karl Kamper. Von 2001 bis 2006 war er alsKapellmeister und Studienleiter am Theater Erfurt tätig. Dort dirigierte er maßgebliche Teile desHausrepertoires von Mozart über Offenbach und Lortzing bis Tschaikowski und Krenek. Als Assistentvon Dennis Russell Davies (auch am Het Muziektheater Amsterdam) und als Gastdirigent betreute erzudem die Uraufführungsproduktion von Philip Glass' „Waiting for the Barbarians“ und dirigiertemehrere Abonnementkonzerte des Philharmonischen Orchesters Erfurt. Seine umfangreicheGastiertätigkeit führte ihn bislang an die Oper Köln, ans Teatro Comunale di Bologna, in denGoldenen Saal des Wiener Musikvereins (Symphonieorchester der Volksoper), ins WienerKonzerthaus (Wiener Akademische Philharmonie), ins Brucknerhaus Linz (Bruckner Orchester Linz),zur Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, zur Jenaer Philharmonie, zur PhilharmonieSüdwestfalen, zum Slowenischen Nationaltheater Maribor, ans Bulgarische Staatstheater Ruse undwiederholt zum Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester, zu den Bregenzer Festspielen und ansTheater Luzern. Regelmäßig ist er in renommierten Konzertsälen Japans wie dem Aichi Arts Centeroder der Shirakawa Hall Nagoya zu Gast. Zwischen 2001 und 2008 erarbeitete er zudem mehrereProjekte mit den Landesjugendorchestern in Hessen und Sachsen-Anhalt. Als künstlerischer Leiterder Wiener Akademischen Philharmonie war er mit vorwiegend romantischen Programmen(Mendelssohn Bartholdy, Brahms, Schumann, Dvořák, Mahler) in den Spielzeiten 2009 bis 2011regelmäßig in Musikverein und Konzerthaus am Pult zu erleben.Seit der Saison 2006/07 ist Prießnitz Kapellmeister, Studienleiter und Leiter der Bühnenmusik an derVolksoper Wien, wo er seitdem ein breit gefächertes Repertoire dirigiert hat: „Ariadne auf Naxos“, „DerFreischütz“, die Premiere von Ernst Kreneks „Kehraus um St. Stephan“, „La Bohème“, „Carmen“, „Diespanische Stunde“, „Die Kluge“, „Die Zauberflöte“, „Die Hochzeit des Figaro“, „Tosca“, die Wiederaufnahmevon „Der Evangelimann“. Zuletzt dirigierte Gerrit Prießnitz u. a. „Die Hochzeit des Figaro“,„Salome“, „Wiener Blut“ und die Premiere von Hans Werner Henzes Einakter „Das Wundertheater“.Seine nächste Premiere an der Volksoper folgt im Juni 2013 mit der Operette „Frau Luna“. Zuvor leiteter im April die Premiere von Hans Werner Henzes „Pollicino“ an der Wiener Staatsoper.KS Brigitte Fassbaenderwurde in Berlin geboren und studierte Gesang bei ihrem Vater, Kammersänger Willy Domgraf-Fassbaender. Im Alter von 21 Jahren debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper, wo ihre aufsehenerregendeinternationale Karriere ihren Ausgang nahm. Sie gastierte an allen führendenOpernhäusern der Welt (Metropolitan/New York, San Francisco, Chicago, Scala di Milano, CoventGarden/London, Wien, Bayreuth, Berlin, Hamburg, Salzburg usw.) und sang alle bedeutenden Partienihres Fachs. Über 350 Schallplatteneinspielungen geben Zeugnis von ihrer großen Bedeutung alsOpern- und Liedsängerin. Ein Meilenstein war die Einspielung der drei Schubert-Zyklen, die sie alseinzige Frau bisher aufgenommen hat. Ihre Tonträger erhielten zahlreiche Preise, darunter denrenommierten Gramophone Award. 1970 wurde sie zur Bayerischen Kammersängerin ernannt. Seit1995 widmet sich Brigitte Fassbaender ganz der Regie. Über 60 Inszenierungen hat sie inzwischen imIn- und Ausland auf die Bühne gebracht. Von 1999 bis 2012 war sie Intendantin der TirolerLandestheater und Orchester GmbH Innsbruck. Davor war sie zwei Jahre lang Operndirektorin amStaatstheater Braunschweig. Die Förderung junger Talente und die behutsame Heranführung jungerStimmen an die Herausforderung des Musikbetriebs waren und sind Brigitte Fassbaender einwichtiges Anliegen. Als gefragte Gesangspädagogin unterrichtet sie in Meisterkursen im In- undAusland. Seit 2002 leitet sie den Eppaner Liedsommer, der sich zunehmend zu einer internationalbeachteten Adresse für den Liedgesang entwickelt. 2009 übernahm sie die künstlerische Leitung desRichard Strauss Festivals Garmisch-Partenkirchen. Letzte Inszenierungen führten sie an die OperGraz mit „Hänsel und Gretel“ und ans Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz mit „Don Pasquale“.Brigitte Fassbaender erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter 2010 den Orden „Pourle Mérite für Wissenschaften und Künste“ und das große Verdienstkreuz mit Stern desVerdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. 2011 wurde Brigitte Fassbaender vomfranzösischen Präsidenten zum „Ritter der französischen Ehrenlegion“ ernannt.„Albert Herring“ ist die erste Inszenierung von Brigitte Fassbaender an der Volksoper.18


Mike Svoboda (*1960)Erwin, das NaturtalentVolksoper im MuThKonzertsaal der Wiener Sängerknaben im AugartenOper für Kinder und ErwachseneText von Manfred WeißNach Motiven von Volker Kriegels Geschichte „Erwin mit der Tröte“Österreichische ErstaufführungPremiere am Sonntag, 23. Februar 2014Weitere Vorstellungen am 25., 26., 27., 28. Februar, 3., 6., 9. März 2014Erwin lebt auf der schönsten Insel in der südwestöstlichen Südsee, isst für sein Leben gernKokosnuss-Kotelett und Olannaschnitzel und macht mit seinen Freunden, den Dschangel Kings,Musik. Und er liebt Rosa, obwohl er das selber noch gar nicht weiß. Für ihn könnte es jedenfallsimmer so weitergehen. Doch eines Tages kommt Professor Hoggins, ein forscher Forscher, der dieWelt auf der Suche nach außergewöhnlichen Tönen und Klängen bereist, und entdeckt Erwinssensationelle Naturstimme. Er weckt in ihm die Neugier auf die große weite Welt und nimmt ihn mit:Erwin wird ein Superstar. Aber ist er noch so glücklich wie früher auf der Insel?Die 2005 in Stuttgart uraufgeführte Kinderoper von Mike Svoboda kommt in einer Koproduktion derVolksoper mit den Wiener Sängerknaben im MuTh, dem neuen Theater im Augarten, in einer eigensgestalteten Neufassung zur Österreichischen Erstaufführung.Dirigent: Gerald WirthRegie: Susanne SommerBühnenbild: Sam MadwarKostüme: Doris EnglChoreographie: Florian HurlerDramaturgie: Helene SommerErwin, ein Naturtalent: Wiener SängerknabeRosa, eine geheimnisvolle Inselbewohnerin:Mitglied des Chorus JuventusProfessor Hoggins, ein forscher Forscher:Michael HavlicekAmalia-Bernadette, agile Assistentin vonProf. Hoggins: Martina DorakIn weiteren Rollen:Manuela Leonhartsberger, WolfgangGratschmaier, Roman Martin,Sébastien SoulèsWiener Sängerknaben/Chorus JuventusOrchester der Volksoper WienEine Koproduktion der Volksoper Wienmit den Wiener Sängerknabenund dem MuTh – Konzertsaal der Wiener SängerknabenObere Augartenstrasse 1E, 1020 Wien19


Mike Svobodageboren 1960, wuchs in Chicago auf und kam 1982 nach Abschluss seiner Studien (Komposition undDirigieren) durch einen Kompositionspreis nach Deutschland. Von entscheidender Bedeutung fürseinen künstlerischen Weg war die elf Jahre währende Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen.Durch den Austausch mit ihm und anderen Komponisten wie Peter Eötvös, Helmut Lachenmann,Martin Smolka und Frank Zappa verhalf Svoboda in den vergangenen 20 Jahren mehr als 300Werken zu ihrer Uraufführung. Nach dem Ende seiner Zusammenarbeit mit Stockhausen nahm MikeSvoboda das Komponieren selbst wieder auf. Seither erhielt er zahlreiche Kompositionsaufträgeverschiedener Orchester und Theater – darunter das Staatstheater Hannover, das NationaltheaterMannheim, das Staatstheater Stuttgart und das Opernhaus Chemnitz. Renommierte Festivals wie dieNiedersächsischen Musiktage und „mouvement – Musik im 21. Jahrhundert“ luden ihn als Artist inResidence ein. Oft musiziert er mit dem von ihm gegründeten Mike Svoboda Ensemble. SeineHauptwerke der letzten Jahre sind „14 Versuche, Wagner lieben zu lernen“ (2002), „Love Hurts –Carmen Remix“ (2003), „Clara, Robert und Johannes – Fantasie über ein romantisches Dreieck“(2004), „Alias – Mozart ist Rossini“ (2005), „Der Phonometrograph Erik Satie“ (2006), „Studien zuAdorno (sex, drugs and New Music)“ (2007) und „Inner Antiphony – hexatonal fanfare for orchestraand two percussionists“, ein Auftragswerk für die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz 2010. ImFebruar 2011 führt er sein neues Posaunenkonzert „Music for trombone and orchestra“ beimStuttgarter „eclat“-Festival mit dem SWR-Sinfonieorchester Stuttgart unter der Leitung von PeterRundel zum ersten Mal auf. Seit langem arbeitet Svoboda auch mit dem Dramatiker Manfred Weisszusammen, der die Libretti zu den beiden Opern „Der unglaubliche Spotz“ (2007) und „Erwin, dasNaturtalent“ (2005/07) schrieb. Beide Stücke sind mittlerweile an vielen deutschen Theatern auf dieBühne gekommen. 2008 wurde Svoboda mit dem Praetorius-Preis des Landes Niedersachsen in derKategorie „Musikinnovation“ ausgezeichnet.Für die Österreichische Erstaufführung von „Erwin, das Naturtalent“, einer Koproduktion der Volksopermit den Wiener Sängerknaben und dem MuTh, erstellt Mike Svoboda eigens eine adaptierte Fassungseiner erfolgreichen Kinderoper.Gerald Wirthstammt aus Linz und ist Dirigent, Komponist und Chorpädagoge. Seit 2001 ist er künstlerischer Leiterder Wiener Sängerknaben. Gerald Wirth erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den WienerSängerknaben und am Bruckner-Konservatorium Linz. Er war Kapellmeister bei den WienerSängerknaben und Chordirektor am Landestheater Salzburg. 1991 übernahm er die Leitung desCalgary Boys' Choir; in weiterer Folge wurde er musikalischer Leiter der Calgary Civic Symphony unddes Vokalensembles Sangita. Er war Associate Conductor des Calgary Philharmonic Orchestra(Gastdirigate in Australien, China, Russland und den Vereinigten Staaten). 1998 wurde Wirthstellvertretender künstlerischer Leiter der Wiener Sängerknaben, 2001 deren künstlerischer Leiter. Erhält international Workshops über Aufführungspraxis, Chorleitung und Stimmbildung. Die meistenseiner Kompositionen sind Vokalwerke; dazu zählen seine Missa Apostolica (1988) und dieKinderopern „Die Reise des kleinen Prinzen“, „Die Schicksalstafel“ und „1398 – Der Bettelknabe“, die2010 im Wiener Musikverein uraufgeführt wurde. Wirths Werke sind oft von Mythen oderphilosophischen Texten inspiriert. In der musikalischen Umsetzung kombiniert Gerald WirthGregorianik, rhythmische Elemente und Elemente ethnischer Musik.Susanne Sommerstudierte Theaterwissenschaft und Publizistik in ihrer Heimatstadt Wien. Schon während des Studiumswar sie als Inspizientin, Regieassistentin und Produktionsbetreuerin beim Laxenburger Kultursommer,beim ORF, bei verschiedenen Tourneetheaterproduktionen sowie Gastspielen (u. a. DeutschesTheater München) und den Schlossfestspielen Langenlois tätig. Seit 1996 ist sie Regieassistentin undAbendspielleiterin an der Volksoper Wien. Mit der Volksoper nahm Susanne Sommer auch an derJapan-Tournee 1999 („Die lustige Witwe“, Regie: Robert Herzl) teil. Bei den Opernfestspielen St.Margarethen hat die junge Künstlerin des Öfteren die Abendspielleitung übernommen. SusanneSommer hat mit namhaften Regisseuren gearbeitet, u. a. mit Robert Herzl, Guy Joosten („Carmen“ amThéâtre la Monnaie, Brüssel), Nicolas Brieger, David Alden, Philippe Arlaud, Robert Carsen, EmilioSagi, Hans Gratzer sowie Dominique Mentha. Ihre erste eigene Regie führte sie 2001 bei „Sinotschka“(Julius Brachetka) im Schlosstheater Schönbrunn; im Sommer 2003 inszenierte sie mit großem Erfolg„Evita“ beim Musikfestival Steyr. An der Volksoper Wien zeichnete Susanne Sommer 2003 für dieszenische Einrichtung von Schönbergs „Erwartung“ verantwortlich, am Stadttheater Baden für Zellers„Der Vogelhändler“ im Jahr 2008.20


Emmerich Kálmán (1882–1953)Gräfin MarizaOperette in drei AktenText von Julius Brammer und Alfred GrünwaldMit englischen ÜbertitelnPremiere am Samstag, 22. März 2014Weitere Vorstellungen am 25., 30. März, 1., 8., 16., 22. April,11., 15., 21. Mai 2014Kálmáns letzter uneingeschränkter Uraufführungstriumph (1924) behandelt eine Liebesgeschichte vordem Hintergrund der Wirtschaftskrise. Der verarmte Graf Tassilo hat sich als Verwalter bei derherablassenden, dem Luxus ergebenen und von Verehrern umschwärmten Gräfin Mariza verdingt.Die aufkeimende Liebe wird durch das Auftauchen von Tassilos Schwester Lisa, die für seine Geliebtegehalten wird, gestört. Doch Lisa findet ihr Glück mit dem sympathischen Hochstapler KolomanZsupán, und Tassilos Tante Božena hilft nach, damit es auch für das Hauptpaar ein Happy End gibt Emmerich Kálmáns Schwester hat den Entstehungsprozess der „Gräfin Mariza“ so beschrieben: „MeinBruder und seine Librettisten sitzen täglich zusammen, trinken Unmengen von schwarzem Kaffee,rauchen Unmengen Zigarren und Zigaretten, erzählen Witze, politisieren, beschimpfen sich, lachen,streiten, von Tag zu Tag viele Monate – und plötzlich ist die Operette fertig.“Dirigent: Alexander RumpfRegie: Thomas EnzingerBühnenbild und Kostüme: TotoChoreographie: Bohdana SzivaczChoreinstudierung: Holger KristenDramaturgie: Christoph Wagner-TrenkwitzGräfin Mariza: Astrid Kessler/Ursula PfitznerFürst Populescu:Toni Slama/Kurt SchreibmayerKoloman Zsupán:Boris Eder/Thomas SigwaldGraf Tassilo: Carsten Süss/Daniel ProhaskaLisa, seine Schwester:Anita Götz/Mara MastalirKarl Stephan Liebenberg: Nicolaus HaggFürstin Božena: Helga PapouschekPenižek, ihr Kammerdiener: Robert MeyerTschekko, ein Diener: Sándor NémethManja, eine junge Zigeunerin:Adrineh Simonian/Dorottya Láng21


Alexander Rumpfstudierte Dirigieren in Düsseldorf und Evangelische Kirchenmusik in Köln. 1984 trat er sein erstesEngagement am Staatstheater Darmstadt an. Von 1992 bis 1997 war er als Erster Kapellmeister undstellvertretender GMD am Theater Hagen engagiert; es folgte von 1997 bis 2001 die Verpflichtung ingleicher Position am Theater Dortmund. Mit Beginn der Spielzeit 2001/02 wurde Alexander Rumpfzum Generalmusikdirektor am Oldenburgischen Staatstheater ernannt, dem er durch zahlreicheOpernpremieren zu überregionaler Aufmerksamkeit verhalf. Das Konzertleben der Stadt Oldenburgprägte er nicht nur durch die stilbewusste Pflege der Klassik und der großen Symphonik, besondersvon Bruckner, Mahler und Schostakowitsch, sondern auch durch langfristig angelegte Zyklen; sobrachte er etwa alle orchestralen Werke Alban Bergs zur Aufführung. In seinen Komponistengesprächenund Werkstattkonzerten gelang es ihm, neue Publikumsschichten zu gewinnen und an diezeitgenössische Musik heranzuführen. Besonders lag ihm daran, andere Musikschaffende der Stadteinzubinden. Mit Ablauf der Spielzeit 2008/09 hat Alexander Rumpf nach acht Jahren als GMD dasOldenburgische Staatstheater verlassen und widmete sich zunächst verstärkt seiner Gastiertätigkeit.Im Jahrbuch 2009 der Zeitschrift Opernwelt erhielt er eine Nominierung als „Dirigent des Jahres“.Alexander Rumpf gastierte bei renommierten deutschen Rundfunk- und Sinfonieorchestern und annamhaften Opernhäusern wie der Oper Köln, der Staatsoper Hannover und der Deutschen OperBerlin. Auslandsgastspiele führten ihn zuletzt zur Mährischen Philharmonie nach Olmütz. Regelmäßigdirigiert er das BBC Symphony Orchestra London. Im November 2004 erfolgte mit Ligetis „Le GrandMacabre“ sein überaus erfolgreiches USA-Debüt an der San Francisco Opera. Von Alexander Rumpfliegen Einspielungen der Opern „Kniefall in Warschau“ von Gerhard Rosenfeld, „Macbeth“ von ErnestBloch und „Der arme Heinrich“ von Hans Pfitzner vor. Eine CD mit Werken des OldenburgerHofkapellmeisters Albert Dietrich mit dem Oldenburgischen Staatsorchester ist beim Label cpoerschienen. Mit Beginn der Spielzeit 2011/12 wurde Alexander Rumpf Chefdirigent des TirolerLandestheaters.Mit „Gräfin Mariza“ gibt er sein Debüt an der Volksoper Wien.Thomas EnzingerDer gebürtige Wiener arbeitet international als Regisseur gleichermaßen in den Sparten Oper,Operette, Musical und Schauspiel. Nach seiner Schauspielausbildung bei Lola Braxton und DorotheaNeff war Thomas Enzinger u. a. am Theater in der Josefstadt, am Kabarett Simpl, am LandestheaterLinz, in Bregenz, Stockerau und bei den Wiener Festwochen als Schauspieler tätig und wirkte indiversen Fernsehserien und -filmen („Kommissar Rex“, „Die Neue“ und „Medicopter“) mit. Seit 1990 istEnzinger als freier Regisseur im Musik- und Sprechtheater tätig und zeigte bislang über 40verschiedene Inszenierungen. Stationen waren u. a. das Staatstheater am Gärtnerplatz München, dasStaatstheater Braunschweig, das Opernhaus Kiel, das Wiener Metropol, das Theater Bern, dasTheater Baden, die Komödie Dresden, das Landestheater Linz, das Theater Vorpommern, dasTheater und die Philharmonie Thüringen, der Operettensommer Kufstein, das Theater St. Pölten unddie Festspiele Stockerau. Seit 1992 ist er darüber hinaus als Regisseur für das Fernsehen, u. a. fürSat1-ORF-Serien, für Comedys im ORF, für ATV und weitere Sender sowie für einige Commercials(z. B. Mediamarkt und Leiner) tätig. Seit 1996 leitet Thomas Enzinger die OperettenfestspieleSchönebeck/Elbe in Deutschland. Als Autor verfasste er Texte für das Kabarett Simpl und schriebOperetten- und Komödienbearbeitungen sowie Theaterstücke für Aufführungen u. a. in Wien,Salzburg, Schwäbisch Hall, Innsbruck, Stockerau und Bregenz. Außerdem entstanden zahlreicheDrehbücher für den ORF, Sat1, ndF, mr-Film, Sternstunden und für Schneiderbauerfilm. Im März 2013hatte seine Inszenierung der Operette „Im weißen Rössel“ am Staatstheater Nürnberg Premiere.Dem Volksopernpublikum ist Thomas Enzinger für seine erfolgreiche Inszenierung von „Wiener Blut“,der Eröffnungspremiere der Spielzeit 2011/12, bekannt.22


Ashley Page (*1956)Ein ReigenPremiere am Dienstag, 29. April 2014Weitere Vorstellungen am2., 26. Mai, 5., 20., 26., 29. Juni 2014Vor dem Hintergrund von Arthur Schnitzlers Drama „Reigen“, das bereits 1897 fertig gestellt, jedocherst 1920 uraufgeführt wurde, evozieren die Autoren des Balletts – der Choreograph Ashley Page undsein Ausstatter Antony McDonald – jene fast explosionsartige Kreativität, die das Wien der Jahrezwischen 1900 und 1914 kennzeichnet. An Hand einzelner realer Persönlichkeiten werden beideSeiten dieser Zeit, die lichte und die dunkle, auf die Bühne gebracht, wobei sowohl einzelneCharaktere nachgezeichnet als auch deren Beziehungen untereinander beleuchtet werden. DerEngländer Ashley Page, der bis 2012 dem Scottish Ballet als Direktor vorstand, ist durch seineChoreographie für das Neujahrskonzert 2013 der Wiener Philharmoniker auch dem österreichischenPublikum bekannt geworden. Als musikalische Grundlage des Balletts dienen Kompositionen dieserkünstlerisch so außerordentlich reichen Epoche.Bühne und Kostüme: Antony McDonaldLicht: Peter MumfordDirigent: N. N.Wiener Staatsballett23


Ashley PageDer britische Choreograph erhielt seine Tanzausbildung an der Royal Ballet School. 1976 wurde er andas Royal Ballet (Covent Garden) engagiert, wo er zahlreiche Rollen in Balletten von Frederick Ashtonund Kenneth MacMillan kreierte. 1984 erfolgte seine Ernennung zum Principal Dancer, im selben Jahrschuf er seine erste Choreographie für die Kompanie. Insgesamt kreierte er 19 Ballette für das RoyalBallet, weitere Arbeiten entstanden unter anderem für die Rambert Dance Company und dasNiederländische Nationalballett.Von 2002 bis 2012 war er künstlerischer Direktor des Scottish Ballet. Für diese Kompanie, die unterseiner Leitung einen künstlerischen Aufschwung erlebte und zahlreiche Auslandstourneen unternahm,kreierte er 15 Werke, darunter die abendfüllenden Ballette „Der Nussknacker“, „Cinderella“,„Dornröschen“ und „Alice“. Als Gastchoreograph war er zuletzt für das San Francisco Ballet, dasKönigliche Ballett Flandern, das Joffrey Ballet, das Polnische Nationalballett und wieder für dieRambert Dance Company tätig. Für die Fernsehübertragung des Neujahrskonzerts der WienerPhilharmoniker 2013 choreographierte er die vom Wiener Staatsballett dargebotenen Tänze.Ashley Page erhielt zahlreiche Auszeichnungen, etwa den Time Out Award for Best New DanceProduction für „Fearful Symmetries“ (1994) und den Olivier Award for Best Dance Production (1995),TMA Award for Outstanding Achievement in Dance (2004), Herald Angel Award (2005) und HeraldArchangel Award (2011) des Edinburgh Festival, Order of British Empire (2006), De Valois Award forOutstanding Achievement (2011) und das Ehrendoktorat des Royal Conservatoire of Scotland (2012).24


Ludwig van Beethoven (1770–1827)FidelioOper in zwei AufzügenText von Josef Sonnleithner und Georg Friedrich TreitschkeMit deutschen ÜbertitelnPremiere am Sonntag, 25. Mai 2014Weitere Vorstellungen am 28., 30. Mai, 1., 6., 11. Juni 2014Eine Frau macht sich in Männerkleidern auf die Suche nach ihrem Mann, der als politischerGefangener im Kerker eines Staatsgefängnisses schmachtet. Leonores unverbrüchliche Treue zuFlorestan wird nach der glücklichen Befreiung mit einem heroisierenden Lob der Gattenliebe gefeiert.Wählte Beethoven das Ideal der ehelichen Treue als Rettungsanker, nachdem die politischen Utopieneine grausame Realität hervorgebracht hatten? Was erzählt uns die Geschichte Marzellines, derzweiten Frau in dieser Oper, die sich in Fidelio verliebt hat, und welche Pein steht ihr bevor, wenn sieerfährt, dass der Geliebte eine Frau ist? Die ungeheure Popularität, die Beethovens einzige Oper zuallen Zeiten erfahren hat, macht „Fidelio“ zu einer ‚Volks-Oper‘ im besten Sinne des Wortes.Fast auf den Tag genau 200 Jahre nach der Uraufführung der dritten „Fidelio“-Fassung am 23. Mai1814 präsentiert die Volksoper die erste Neuproduktion nach mehr als 70 Jahren Absenz vomSpielplan. Für die Regie zeichnet Markus Bothe verantwortlich, der mit Nicholas Maws Oper „Sophie’sChoice“ im Jahr 2005 sein Volksoperndebüt gegeben hat. Die musikalische Leitung liegt in Händender britischen Dirigentin Julia Jones.Dirigentin: Julia JonesRegie: Markus BotheBühnenbild: Robert SchweerKostüme: Heide KastlerChoreinstudierung: Thomas BöttcherDramaturgie: Helene SommerDon Fernando, Minister:Günter Haumer/Yasushi HiranoDon Pizarro, Gouverneur einesStaatsgefängnisses: Sebastian HolecekFlorestan, ein Gefangener:Roy Cornelius SmithLeonore, seine Gemahlin, unter dem Namen„Fidelio“: Marcy StonikasRocco, Kerkermeister:Stefan Cerny/Andreas DaumMarzelline, seine Tochter:Rebecca Nelsen/Mara MastalirJaquino, Pförtner:Thomas Paul/JunHo YouWerkeinführung jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung (Premiere ausgenommen) imGalerie-Foyer.25


Julia JonesDie englische Dirigentin Julia Jones erhielt ihre Ausbildung u. a. an der Chetham’s School of MusicManchester, der University Bristol sowie der Guildhall School of Music and Drama London. InDeutschland legte sie Mitte der 80er Jahre durch ihre Tätigkeit als Korrepetitorin an der Oper Köln unddem Staatstheater Stuttgart das Fundament für ihre erfolgreiche Karriere als Dirigentin. NachKapellmeisterstellen in Ulm und Darmstadt war sie von 1998 bis 2002 Chefdirigentin am TheaterBasel und leitete dort u. a. Vorstellungen von „Otello“, „Lohengrin“, „Der Rosenkavalier“ und„Macbeth“. Zuletzt war Julia Jones als Chefdirigentin am Teatro São Carlos in Lissabon und beimPortugiesischen Sinfonieorchester tätig. Sie trat an den Staatsopern Wien, Berlin, München undHamburg auf und ist regelmäßiger Gast an der Volksoper Wien. Weitere Erfolge feierte sie an denOpernhäusern von Florenz, Genua, Straßburg, Barcelona, Genf, Sydney, Toronto, Washington undbei den Salzburger Festspielen. Jüngste Gastengagements führten sie mit „Die Zauberflöte“ und„Idomeneo“ an die Semperoper Dresden sowie an die Oper Frankfurt, mit „La Traviata“ an die WelshNational Opera und mit „Rinaldo“ an das Theater Freiburg. Zugleich ist Julia Jones in der sinfonischenMusik sehr engagiert und leitete Orchester wie das Montreal Symphony, das New Zealand SymphonyOrchestra, das Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino und die Sächsische Staatskapelle Dresden.Zukünftige Projekte umfassen „Die Zauberflöte“ am Royal Opera House Covent Garden und „Otello“am Grand Théâtre de Bordeaux.Am Pult des Volksopernorchesters stand Julia Jones 2004 bei Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ und„Don Giovanni“. Sie hatte außerdem 2006 die musikalische Leitung von Leoš Janáčeks „Die Ausflügedes Herrn Brouček“ inne und dirigierte 2011/12 „Carmen“.Markus BotheDer in Basel lebende Regisseur studierte Musiktheaterregie in Hamburg. Er inszeniert für Oper undSchauspiel, auch zahlreiche Ur- und Erstaufführungen, so etwa die Uraufführungen der Musiktheaterwerke„Gunten“ von Helmut Oehring und „Infinito nero“ von Salvatore Sciarrino, eine Inszenierung, diebei den Salzburger Festspielen, beim Festival d’Autonome in Paris und am Teatro la Fenice inVenedig gastierte. Er arbeitete u. a. an der Deutschen Oper Berlin, der Washington National Opera,am Schauspielhaus Hamburg, am Theater Basel und am Staatstheater Wiesbaden. Von 2005 bis2008 gehörte er zur künstlerischen Leitung der Theaterbiennale „Neue Stücke aus Europa“ amStaatstheater Wiesbaden, wo er u. a. einen großen Erfolg mit Händels „Giulio Cesare in Egitto“errang. Für seine Inszenierung der Uraufführung von „Roter Ritter Parzival“ nach Wolfram vonEschenbach am Schauspiel Frankfurt wurde Markus Bothe 2010 mit dem Deutschen TheaterpreisDER FAUST ausgezeichnet. Zuletzt inszenierte er u. a. Telemanns „Sieg der Schönheit“ am TheaterOsnabrück, Donizettis „Don Pasquale“ am Staatstheater Wiesbaden und eine Schauspielfassung vonMichail Bulgakows Roman „Der Meister und Margarita“ am Schauspiel Frankfurt. Ende Mai hat seineNeuinszenierung von Strawinskys „The Rake‘s Progress“ am Oldenburgischen StaatstheaterPremiere.Die Volksoper Wien zeigte 2005 Markus Bothes Inszenierung von Nicholas Maws Oper „Sophie‘sChoice“ mit Angelika Kirchschlager in der Titelrolle (Österreichische Erstaufführung).26


Richard Strauss (1864–1949)FeuersnotEin Singgedicht in einem AktText von Ernst von WolzogenKonzertante Aufführung in deutscher SprachePremiere am Samstag, 14. Juni 2014Weitere Aufführungen am 18. und 22. Juni 2014Mit seiner zweiten Oper richtete sich Richard Strauss gegen die künstlerische Rückständigkeit seinerVaterstadt München. Die erotisch aufgeladene Geschichte, die Ernst von Wolzogen in einmundartliches „Singgedicht“ gegossen hat, enthält zahlreiche textliche und musikalische Anspielungenauf den Neuerer Richard Wagner, das Idol von Richard Strauss. Die Bürgermeistertochter Diemutlässt Kunrad abblitzen. Als Rache bringt Kunrad alle Feuer der Stadt zum Erlöschen; nur durch einheißblütiges Mädchen können sie wieder entzündet werden. Die (im Orchester meisterlichgeschilderte) Liebesnacht Diemuts mit Kunrad gibt der Stadt das Licht zurück.Ein Jahrzehnt nach der Wiener Erstaufführung im Jänner 1902 an der Hofoper war das Werk an derVolksoper zu erleben, am 28. März 1912 sogar unter der Leitung von Strauss selbst. Im Juni 1964,zum 100. Geburtstag des Komponisten, fand hier eine weitere Neuproduktion statt, und nun feiert dieVolksoper die 150. Wiederkehr von Strauss’ Geburtstag mit dieser reizvollen Rarität.Musikalische Leitung: Hans GrafChoreinstudierung: Holger KristenEinstudierung Kinderchor:Lucio Golino, Brigitte LehrSchweiker v. Gundelfingen, Burgvogt:Roman SadnikOrtolf Sentlinger, Bürgermeister:Andreas DaumDiemut, seine Tochter: Kristiane KaiserKunrad: Morten Frank LarsenElsbeth: Eva Maria RiedlWigelis: Martina MikelićMargret: Birgid SteinbergerJörg Pöschel: Stefan CernyHämmerlein: Alexander TraunerKofel: Yasushi HiranoKunz Gilgenstock: Günter HaumerOrtlieb Tulbeck: Christian DrescherUrsula: Alexandra KlooseRuger Asbeck: Karl-Michael EbnerWalpurg: Caroline MelzerWerkeinführung jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung (Premiere ausgenommen) imGalerie-Foyer27


Hans GrafIn Linz geboren, lernte Hans Graf zunächst Klavier und Violine. Er studierte in Graz Klavier undDirigieren abschloss. Es folgten weitere Studien in Italien bei Franco Ferrara und Sergiu Celibidacheund in Russland bei Arvid Jansons.Seit 2001 ist Hans Graf Chefdirigent des Houston Symphony Orchestra. Mit Beginn dieser Saisonsetzt er seine erfolgreiche Zusammenarbeit u. a. mit einem Brahms-Zyklus, Mahlers „Auferstehungssinfonie“und „Wozzeck" in einer konzertanten Aufführung fort. Hans Graf leitete außerdem zehnJahre lang das Mozarteum Orchester Salzburg, das Calgary Philharmonic Orchestra und dasOrchestre National Bordeaux Aquitaine. Im Juni 2002 verlieh ihm die französische Regierung die„Légion d’honneur“ für seine Verdienste um die französische Musik.Seine Kreativität, Musikalität und langjährige Erfahrung machen Hans Graf zu einem renommiertenund beliebten Gastdirigenten, besonders in den USA. Dort dirigiert er regelmäßig führende Orchesterwie die Sinfonieorchester von Cleveland, Philadelphia, Pittsburgh, San Francisco und Washingtonsowie das Los Angeles und New York Philharmonic Orchestra und gastiert bei den Festivals inTanglewood, Blossom und Aspen. In den letzten 15 Jahren hat er eine besonders enge Beziehungzum Boston Symphony Orchestra aufgebaut. In Europa hat Hans Graf mit zahlreichen großenOrchestern wie den Wiener Philharmonikern und Symphonikern, dem Concertgebouw OrkestAmsterdam, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, den Dresdner und den St. Petersburger Philharmonikern sowie demBudapest Festival Orchestra, Orchestre National de France, Hallé Orchestra Manchester und RoyalScottish National Orchestra zusammengearbeitet. Eine besonders enge Verbindung pflegt er zumDSO Berlin und zum Radio Filharmonisch Orkest Hilversum. Er war außerdem Gast bei vielenbekannten Festivals, u. a. beim Maggio Musicale Florenz, in Aix-en-Provence und Savonlinna sowieviele Jahre bei den Salzburger Festspielen. Für die Zukunft stehen Konzerte u. a. mit dem ResidentieOrkest, dem Orchestre National de Bordeaux, Danish Radio Symphony Orchestra, CamerataSalzburg und London Philharmonic Orchestra in seinem Kalender. In Nordamerika dirigiert Hans Grafu. a. das National Symphony Orchestra in Washington, D.C. und das St. Paul Chamber Orchestra.Hans Graf blickt zudem auf eine umfangreiche Tätigkeit an den Opernhäusern in Wien, Berlin,München, Paris, Zürich und Rom zurück, sein Repertoire umfasst auch diverse Uraufführungen.Mit der Premiere von „Feuersnot“ gibt Hans Graf sein Debüt an der Volksoper Wien.28


Wiederaufnahmen 2013/14Christian Kolonovits (*1952)Antonia und der ReißteufelPop-Oper für Kinder und ErwachseneText von Angelika MessnerWiederaufnahme am Freitag, 20. Dezember 2013Weitere Vorstellungen am 27. Dezember 2013, 2. Jänner, 3., 13., 16. Juni 2014Einst hat der böse Zeitenfresser mit seinen Kumpanen Eile, Sorge, Stress, Neid und Gier das Herzdes Reißteufels gestohlen. Seither muss der Reißteufel seine Lebensenergie aus den gestohlenenSingstimmen von Kindern beziehen. Die Kinder fristen daraufhin ein stummes, tristes Dasein inKäfigen im Keller des Schlosses. Aber eines Tages wird alles anders, als der Reißteufel versucht, einMädchen namens Antonia zu bestehlen. Denn Antonia weigert sich hartnäckig, für den Reißteufel zusingen! Stattdessen schließt sie Freundschaft mit dem stummen Diener Jonathan und denFledermäusen Roby und Toby und macht sich auf, das Herz des Reißteufels zurückzuholen. DasAuftragswerk von Christian Kolonovits und Angelika Messner für die Volksoper feierte im Dezember2009 seine umjubelte Uraufführung: „Operation gelungen!“ resümierte die Wiener Zeitung, und KarlLöbl in Österreich schrieb:„Christian Kolonovits nutzt sämtliche Stilmittel von der Klassik bis zum Rap; seine Musik hat Witz,Pfeffer, Besinnlichkeit und zeugt von perfektem Handwerk.“Dirigent: Christian KolonovitsRegie: Robert MeyerBühnenbild und Kostüme: Christof CremerLicht: Guido PetzoldChoreographie: Michael KropfEinstudierung Kinderchor:Lucio Golino, Brigitte LehrDramaturgie: Helene SommerAntonia:Elisabeth Schwarz/Johanna ArrouasReißteufel: Thomas Sigwald/Marco Di SapiaJonathan: Martin BermoserToby, Fledermaus: Martina DorakRoby, Fledermaus: Gernot KrannerUrstrumpftante:Ulrike Steinsky/Regula RosinUrstrumpf/Zeitenfresser:Martin Winkler/Yasushi HiranoDie bösen Kumpane des Zeitenfressers:Eile: Julia Koci/Mara MastalirSorge:Manuela Leonhartsberger/Sulie GirardiStress: Christian DrescherNeid: Paul SchweinesterGier: Günter Haumer29


Frank Loesser (1910-1969)Guys and DollsMusical in zwei AktenLiedtexte von Frank LoesserBuch von Jo Swerling und Abe BurrowsNach einer Vorlage von Damon RunyonDeutsche Fassung von Alexander Kuchinka und Christoph Wagner-TrenkwitzWiederaufnahme am Samstag, 25. Jänner 2014Weitere Vorstellungen am 31. Jänner,4., 10., 17., 21. Februar 2014Gerne erinnern wir uns an den Jubel des Publikums bei der Volksopern-Erstaufführung von „Guys andDolls“ im Frühjahr 2009, dem sich die Kritiker anschlossen: „Ein Klassiker des Genres, ein tollesEnsemble, eine hervorragende Regie, ein fabelhaftes Bühnenbild, eine spritzige Choreographie,flottes Orchester und herrliche Pointen – fertig ist der Hit. Das klingt recht leicht, ist es in Wirklichkeitaber nicht. Doch der Wiener Volksoper gelingt dieses Kunststück.“ (Kurier)Nun kehrt Frank Loessers Meisterwerk im Rahmen der Musical-Wochen 2014 ins Repertoire derVolksoper zurück. Wieder werden wir uns an dem Panoptikum liebenswerter Gauner erfreuen können,in deren Mitte zwei „unmögliche“ Liebesgeschichten doch zu einem Happy End kommen: DieHeilsarmee-Ausruferin Sarah bekehrt den coolen Spieler Sky, und die Nachtclub-Sängerin Adelaideführt den ruhelosen Wett-Veranstalter Nathan schließlich doch in den Ehehafen – all das zurmitreißenden Broadway-Musik Loessers.Dirigent: Joseph R. OlefirowiczRegie: Heinz MarecekBühnenbild: Sam MadwarKostüme: Ingrid ErbChoreographie: Ramesh NairChoreinstudierung: Holger KristenDramaturgie: Christoph Wagner-TrenkwitzMiss Adelaide: Sigrid HauserMiss Sarah Brown:Julia Koci/Johanna ArrouasSky Masterson: Axel HerrigSuper-Super Johnson: Gaines HallNathan Detroit: Robert MeyerArvide Abernathy:Sándor Németh/Franz SuhradaBenny Banana: Gernot KrannerRusty Charlie: Thomas HuberGeneral Matilda Cartwright: Regula RosinBig Jule: Gerhard ErnstHarry der Hengst: Nicolaus HaggInspektor Brannigan: Gerald Pichowetz31


MUSICAL-WOCHENvon 29. Dezember 2013 bis 2. März 201432 Musical-Vorstellungen in 64 Tagen4 verschiedene Musicalproduktionen:„My Fair Lady”„Sweeney Todd”„Kiss me, Kate”„Guys and Dolls”und eine Musical-SoireeDie Vorteile- 15 % Ermäßigung auf alle Vorstellungen der Musical-Wochen(max. 2 Karten pro Vorstellung)- Vorkaufsrecht ab dem 2. September 2013 für die fast immer ausverkauften Musical-Vorstellungen.- Sollte es doch einmal Restkarten geben: 50 % Ermäßigung am Vorstellungstag ab 11:00 Uhr (max. 2Karten pro Vorstellung).Alle diese Vorteile bietet Ihnen der Musical-Pass für nur € 25,– ,erhältlich ab 1. Juni 2013 an den Tageskassen und im Internet.Es wird nur eine begrenzte Zahl an Musical-Pässen aufgelegt!32


Giacomo Puccini (1858–1924)TurandotLyrisches Drama in drei Akten und fünf Bildernergänzt von Franco AlfanoText von Giuseppe Adami und Renato SimoniIn italienischer Sprache mit deutschen ÜbertitelnWiederaufnahme am Freitag, 28. Februar 2014Weitere Vorstellungen am 4., 8., 12., 16., 23. März 2014Die eiskalte Prinzessin Turandot gibt jedem Mann, der um sie freit, drei Rätsel auf. Wer scheitert,bezahlt mit seinem Leben. Der fremde Prinz Calaf löst als erster die ihm gestellten Aufgaben undgewinnt schließlich auch Turandots Herz. Langsam und widerstrebend gibt sie sich dem unbekanntenGefühl der Liebe hin. Puccini pries den Text der „ Schlussszene, in der die Liebe explodiert“, konntesie aber nicht mehr vertonen; Franco Alfano hat das Werk nach Puccinis Tod fertig gestellt. Erst 80Jahre nach der Uraufführung am 25. April 1926 wurde Puccinis letzte Oper erstmals an der Volksoperaufgeführt. Die prächtige Inszenierung der Frankokanadier Renaud Doucet und André Barbe zeigteine fantastische und grausame Welt, in der ein Menschenleben nicht viel wert ist. Wie die Arbeitereines Insektenstaats um ihre Königin kreist TurandotsVolk um seine Prinzessin. Die Produktion ausdem Jahr 2006 gehört zu den beliebtesten Regiearbeiten in der Gunst des Volksopernpublikums. Diemusikalische Leitung übernimmt, wie schon bei der letzten Wiederaufnahme im März 2011, EnricoDovico. Der amerikanische Startenor Neil Shicoff gibt als Calaf sein Rollendebüt an der VolksoperWien.Dirigent: Enrico DovicoRegie, Bühnenbild und Kostüme:André Barbe und Renaud DoucetLicht: Guy SimardChoreinstudierung: Thomas BöttcherTurandot: Melba RamosLiù: Kristiane Kaiser/Anja-Nina BahrmannAltoum: Otoniel GonzagaTimur: Yasushi Hirano/Petar NaydenovCalaf: Neil ShicoffMandarin:Petar Naydenov/Einar Th. GudmundssonPing: Günter Haumer/Klemens SanderPang: David Sitka/Karl-Michael EbnerPong: JunHo You/Alexander Pinderak33


Volksoper Spezial 2013/14Ottfried Fischer & die Heimatlosen: „Wandogo“Der ultimative Abend der satirischen Aufklärung über Bayern und den Rest der Welt in überraschendwohlverständlichem Süddeutsch mit einer unentrinnbaren musikalischen Sogwirkung auf Jedermanndurch eine Weltklasseband.Mittwoch, 13. November 2013Klassik trifft VolksmusikKammerensemble der Volksoper und Trio LemmererMittwoch, 11. Dezember 2013WeihnachtskonzertSonntag, 22. Dezember 2013, 14:00 und 18:00 UhrMusical-Soiree: Do I Hear a Waltz?Mit Sigrid Hauser, Julia Koci, Axel Herrig, Christoph Wagner-Trenkwitz u. a.Mittwoch, 12. Februar 2014Liebe singt ihr ZauberliedEmmerich Kálmán zum 60. Todestag mit Solisten und KammerorchesterMittwoch, 19. März 2014Reigen-VariationenLesung mit Robert Meyer, Nexus Quartett u. a.Dienstag, 6. Mai 2014Stefan Mickisch spielt und erklärtLudwig van Beethovens „Fidelio“Donnerstag, 22. Mai 2014Tango AmorMusik von Helmut Hödl, Astor Piazzolla u. a.Mit Siphiwe McKenzie u. a.Choreographie: Vesna OrlicWiener StaatsballettOrchester der Volksoper WienMittwoch, 4. Juni 2014und Montag, 23. Juni 2014Heute im Foyer ...Werkeinführungen35


Repertoire 2013/14Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)Die ZauberflöteDeutsche Oper in zwei AufzügenText von Emanuel SchikanederRegie: Helmuth Lohner9 Vorstellungen von 5. September 2013bis 2. April 2014Johann Strauß (1825-1899)Die FledermausOperette in drei AktenText von Carl Haffner undRichard GenéeMit englischen ÜbertitelnNeueinstudierung von Heinz Zednik23 Vorstellungen von 6. September 2013bis 27. Juni 2014Paul Lincke (1866-1946)Frau LunaOperette in zwei AktenText von Heinz Bolten-Baeckers,für die Volksoper eingerichtetvon Peter LundMit englischen ÜbertitelnRegie: Peter Lund5 Vorstellungen von 8. bis2. September 2013Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)Die Hochzeit des FigaroKomische Oper in vier AktenText von Lorenzo Da Ponte nach„La folle journée“ von BeaumarchaisDeutsche Fassung von Nicolas Briegerund Friedemann LayerIn deutscher Sprachemit deutschen ÜbertitelnRegie: Marco Arturo Marelli10 Vorstellungen von 16. September bis9. November 2013Emmerich Kálmán (1882-1953)Die CsárdásfürstinOperette in drei AktenText von Leo Stein und Béla JenbachMit englischen ÜbertitelnRegie: Robert Herzl9 Vorstellungen von 20. September bis23. November 2013Richard Strauss (1864-1949)SalomeNach Oscar Wildes gleichnamigerDichtungMit deutschen ÜbertitelnRegie: Marguérite Borie5 Vorstellungen von 24. September bis17. Oktober 2013Albert Lortzing (1801-1851)Der Wildschützoder: Ein unmoralisches AngebotKomische Oper in drei AktenText von Albert LortzingRegie: Dietrich Hilsdorf4 Vorstellungen von 28. September bis15. Oktober 2013Oscar Straus (1870-1954)Ein WalzertraumOperette in drei AktenText von Felix Dörmann undLeopold JacobsonTextliche Neubearbeitung vonArmin L. Robinsonund Eduard RogatiMit englischen ÜbertitelnRegie: Robert Meyer9 Vorstellungen von 3. Oktober bis18. November 2013Stephan Thoss (*1965)Henryk Górecki (1933-2010),Philip Glass (*1937)Blaubarts Geheimnis4 Vorstellungen von3. bis 20. November 2013Franz Lehár (1870-1948)Die lustige WitweOperette in drei AktenText von Viktor Léon und Leo Stein nachder Komödie„L’attaché d’ambassade“ vonHenri MeilhacMit englischen ÜbertitelnRegie: Marco Arturo Marelli14 Vorstellungen von21. November 2013 bis 10. Juni 2014Engelbert Humperdinck (1854-1921)Hänsel und GretelOper in drei AktenText von Adelheid WetteRegie: Karl Dönch8 Vorstellungen von 26. November bis25. Dezember 2013Frederick Loewe (1901-1988)Alan Jay Lerner (1918-1986)My Fair LadyMusical in zwei AktenText von Alan Jay Lerner nach GeorgeBernard ShawTextliche Einrichtung von AlexanderSteinbrecherund Hugo Wiener nach einer deutschenÜbersetzungvon Robert GilbertRegie: Robert Herzl8 Vorstellungen von 29. Dezember 2013bis 14. Februar 2014Vesna Orlic (*1968) – Carl Orff (1895-1982)Carmina BuranaBoris Nebyla (*1976) – Claude Debussy(1862-1918)Nachmittag eines FaunsAndrás Lukács (*1977) – Maurice Ravel(1875-1937)Bolero12 Vorstellungen von 5. Jänner bis9. Juni 2014Cole Porter (1891-1964)Kiss me, KateEine musikalische KomödieBuch von Samuel und Bella SpewackMusik und Gesangstexte vonCole PorterNeue Orchestrierung von Don Sebesky(Broadway 1999).Deutsch von Günter NeumannIn einer Neufassung von Peter LundRegie: Bernd Mottl20 Vorstellungen von 11. Jänner bis28. Juni 2014Jorma Elo (*1961)Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)Ein Sommernachtstraum5 Vorstellungen von 15. Jänner bis2. Februar 2014Georges Bizet (1838-1875)CarmenOper in vier AktenText von Henri Meilhac undLudovic HalévyDeutsche Fassung vonWalter FelsensteinNach einer Inszenierung vonGuy Joosten12 Vorstellungen von 19. Jänner bis7. Mai 2014Giuseppe Verdi (1813-1901)La TraviataOper in drei AktenText von Francesco Maria PiaveIn italienischer Sprachemit deutschen ÜbertitelnRegie: Hans Gratzer8 Vorstellungen von 29. März bis8. Mai 2014Stephen Sondheim (*1930)Die spinnen, die Römer!Musical in zwei AktenBuch von Burt Shevelove undLarry GelbartMusik und Liedtexte vonStephen SondheimDeutsche Fassung vonMartin Flossmann,für die Volksoper eingerichtet vonWerner SobotkaRegie: Werner Sobotka8 Vorstellungen von 5. April bis10. Mai 2014Bedřich Smetana (1824-1884)Die verkaufte BrautKomisches Singspiel in drei AktenText von Karel SabinaDeutsche Fassung von Kurt HonolkaIn deutscher Sprachemit deutschen ÜbertitelnRegie: Helmut Baumann7 Vorstellungen von 11. April bis27. Mai 201436


Die Saison 2012/13, Höhepunkte bis Juni 2013Albert Lortzing (1801-1851)Der Wildschützoder: Ein unmoralisches AngebotKomische Oper in drei AktenText und Musik von Albert LortzingPremiere am Samstag, 20. April 2013Weitere Vorstellungen am 23., 28. April,5., 8., 17., 22., 26., 29. Mai,3., 12. Juni 2013„Die Stimme der Natur“ (so der originale Untertitel, den Albert Lortzing seiner Oper gegeben hat) treibtden Grafen und die Gräfin Eberbach dazu, sich in ihre eigenen, als Landmeister und Stallmädchenkostümierten Geschwister zu verlieben. Mit dem neuen Untertitel „Ein unmoralisches Angebot“ rücktRegisseur Dietrich Hilsdorf den Fokus von den Ausschweifungen der Aristokratie weg auf ein anderesMoment der Handlung: Der Schulmeister Baculus (der sprechende Name, der „Prügelstock“ bedeutet,illustriert seine Berufsauffassung!) erwägt, seine Braut Gretchen an den Baron zu verschachern undsieht sich in der berühmten Arie „Fünftausend Taler“ schon als glücklicher „Kapitalist“. Gewissermaßenkann „Der Wildschütz“ als „missing link“ zwischen zwei Meisterwerken der Opernliteraturgelten, die in dieser Saison Premiere an der Volksoper feierten: „Die verkaufte Braut“, in der –vermeintlich – eine Frau feilgeboten wird, und „Die Hochzeit des Figaro“, in der ebenfalls ein derWeiblichkeit zugetaner Graf sein Unwesen treibt. Abgesehen von den erotischen Verwirrungen wirdder tölpelhafte Jäger Baculus auch noch verdächtigt, einen gräflichen Rehbock erschossen zu haben,der sich am Ende aber als sein eigener Esel entpuppt Hilsdorf hat dem Klassiker nicht nur einen neuen Untertitel verpasst, sondern lässt ihn auch in„Krähwinkel“ spielen, das seit Jean Paul als Inbegriff spießbürgerlicher Beschränktheit gilt(vergleichbar dem hierzulande gebräuchlicheren „Hintertupfing“).Das Multitalent Albert Lortzing – er war Dichterkomponist, Sängerschauspieler und Dirigent –verfasste den „Wildschütz“, der neben „Zar und Zimmermann“ zu seinen beliebtesten Schöpfungenzählt, nach August von Kotzebues Komödie „Der Rehbock“. Bei der Uraufführung 1842 in Leipzigverkörperte Lortzing selbst die Rolle des Baculus.Dirigent: Alfred Eschwé/Lorenz C. AichnerRegie: Dietrich HilsdorfCo-Regie: Ralf BuddeBühnenbild: Dieter RichterKostüme: Renate SchmitzerChoreinstudierung: Thomas BöttcherChoreographische Mitarbeit: Lili ClementeDramaturgie: Carla Neppl, ChristophWagner-TrenkwitzGraf von Eberbach:Daniel Ochoa/Julian OrlishausenDie Gräfin:Alexandra Kloose/Martina MikelićBaron Kronthal:Mirko Roschkowski/Thomas PaulBaronin Freimann:Anja-Nina Bahrmann/Birgid SteinbergerBaculus: Lars Woldt/Andreas DaumGretchen: Elisabeth Schwarz/Anita GötzPankratius: Gernot KrannerNanette: Dorottya Láng/Christina SidakAlice: Claudia GoeblBerta: Sera GöschCäcilie: Manuela LeonhartsbergerBühnenbild und Kostüme aus einer Koproduktion des Theaters Chemnitz und des Theaters derBundesstadt Bonn37


Kreation und TraditionEin Abend mit dem Wiener Staatsballett„Kreation“ und „Tradition“ – zwei unabdingbar miteinander verbundene Begriffe jedwederkünstlerischen Äußerungen – sind auch Movens für die Kunst des Tanzes. Ballettdirektor ManuelLegris erhebt diese Begriffe zum Motto eines Abends, der zweierlei aufzeigen soll. Zum einen, derVerpflichtung zur verantwortungsvollen Pflege von wertvollen Stücken aus dem so vielfältigenReservoir tradierter Werke des klassischen Balletts nachzukommen, zum anderen, sich der nochwichtigeren Aufgabe zu stellen, den Fortbestand der Kunstgattung durch Kreation neuer Werke zusichern.Künstlerische Leitung: Manuel LegrisDirigent: Guido MancusiTeil I Pas de six aus LAURENCIAWachtang Tschabukiani – Alexander Krein THE WHITE PAS DE DEUX (Uraufführung)András Lukács – Peter Iljitsch Tschaikowski LE SPECTRE DE LA ROSEnach Michail Fokin – Carl Maria von Weber WIEN WALZER WIESENTHALGrete Wiesenthal, Susanne Kirnbauer – Johann StraußTeil II ZEITVERSCHWENDUNG (Uraufführung)Andrey Kaydanovskiy – Dmitry Cheglakov Ausschnitt aus LA BAYADÈRE, 3. AktMarius Petipa – Ludwig Minkus HERZBLUME (Uraufführung)Eno Peci – Philip Glass, Aurela Gace, Ernesto Cortazar MOSZKOWSKI WALZERWassili Wainonen – Moritz Moszkowski OUT OF TANGO (Uraufführung)Vesna Orlic – Helmut HödlMit: Liudmila Konovalova, Irina Tsymbal, Maria Yakovleva,Natalie Kusch, Ketevan Papava, Denys Cherevychko,Kirill Kourlaev, Roman Lazik, Vladimir Shishov,Robert Gabdullin, Mihail SosnovschiPremiere am Samstag, 27. April 2013Weitere Vorstellungen: am 3., 7., 28. Mai 201338


Wagners RING an einem AbendMusik von Richard WagnerZwischentexte von LoriotPremiere am Donnerstag, 23. Mai 2013Weitere Vorstellungen am 27., 30. Mai und 2. Juni 2013„‚Der Ring des Nibelungen’ an einem Abend ... 15 Stunden Musik also. Eine solche Veranstaltungverlangt eine eiserne Konstitution. Wir bewundern Ihre Entschlossenheit!“ Mit diesen Worten aus derFeder Vicco von Bülows alias Loriot wird sich Erzähler Robert Meyer am Abend des 23. Mai an dasPublikum wenden, um gleich einzuschränken: „Aber so groß ist das Abenteuer nun doch nicht. Leiderhören Sie Wagners Werk um etwa 12 Stunden gekürzt. Ein schmerzhafter, wenn nichtunverantwortlicher Eingriff, der nur mit den Zielen dieses Abends zu entschuldigen ist: bei denFreunden Wagners die Sehnsucht nach dem Ganzen wachzurütteln, und seinen GegnernGelegenheit zu geben, ihre bisher haltlosen Vorurteile endlich überzeugend begründen zu können.“1993 und 1994 hat Loriot seinen „Ring an einem Abend“ an der Volksoper selbst vorgetragen; zum200. Geburtstag Richard Wagners gibt es nun eine Neuauflage des ebenso humorvollen wiemusikalisch bewegenden Konzertabends. Das umfangreiche Sänger personal rekrutiert sich –abgesehen von den Gästen Endrik Wottrich und Irmgard Vilsmaier – aus dem Ensemble derVolksoper, am Pult debütiert der Dortmunder Generalmusikdirektor und Gastdirigent des BBCNational Orchestra Wales, Jac van Steen.„Nicht gerade ein versöhnliches Ende also, aber der Urzustand der Unschuld ist fast wiederhergestellt. Die Partitur lässt einen neuen Anfang zu. Noch bleibt uns die Hoffnung, es werde somanches auch unseren Göttern dämmern, ehe der Vorhang endgültig gefallen ist.“(Loriot)Musikalische Leitung: Jac van SteenErzähler: Robert MeyerWotan/Wanderer: Sebastian Holecek/Alexander TraunerLoge: Jörg SchneiderAlberich: Martin Winkler/Michael KrausFricka/Roßweisse: Alexandra KlooseWoglinde: Kristiane KaiserWellgunde/Schwertleite: Eva Maria RiedlFloßhilde: Martina MikelićSiegmund/Siegfried: Endrik WottrichSieglinde: Caroline MelzerBrünnhilde: Irmgard VilsmaierHelmwige/Gutrune: Ursula PfitznerGerhilde: Cornelia HorakOrtlinde: Renate PitscheiderWaltraute: Sulie GirardiSiegrune: Dorottya LángGrimgerde: Adrineh SimonianMime: Karl-Michael EbnerGunther: Alexander TraunerHagen: Walter Fink39


Paul Lincke (1866-1946)Frau LunaOperette in zwei AktenText von Heinz Bolten-Baeckersfür die Volksoper eingerichtet von Peter LundMit englischen ÜbertitelnVoraufführung am Donnerstag, 6. Juni 2013Premiere am Samstag, 8. Juni 2013Weitere Vorstellungen am 11., 16., 19., 23., 29., 30. Juni 2013Wie es sich wohl auf dem Mond leben lässt, fragte schon Joseph Haydn in seiner Oper „Il mondo dellaluna“, und Jacques Offenbach ließ die Protagonisten seiner Fortschrittssatire „Voyage dans la lune“ ineiner vergrößerten Tabaksdose zum Mond fliegen. In Paul Linckes Berliner Operette „Frau Luna“schließlich ist es ein Mondomat, der die Berliner Jungs Steppke, Lämmermeier und Pannecke zumMond bringt. Frau Luna, die Herrin des Monds, ist begeistert: Endlich passiert mal was in ihremlangweiligen Reich! Theophil wurde in Berlin die ganze Zeit über vermisst von Frau Pusebach. Die istzufällig mitgereist zum Mond. Frau Luna interessiert sich für Steppke, doch das stört ihrenlangjährigen Verehrer Prinz Sternschnuppe.Erde und Mond kommen einander – in Gefühlsdingen und auch sonst – gefährlich nah, ehe dieErdlinge wieder dort sind, wo sie hingehören: in der „Berliner Luft“. Paul Linckes Operette feiert an derVolksoper ihre erste Premiere. Peter Lund, der bereits für die Fassungen der Operetten „Orpheus inder Unterwelt“ und „Die Blume von Hawaii“ verantwortlich zeichnete, führt erstmals an unserem HausRegie.Dirigent: Gerrit PrießnitzRegie: Peter LundBühnenbild: Sam MadwarKostüme: Daria KornyshevaChoreographie: Andrea HeilChoreinstudierung: Holger KristenDramaturgie: Helene Sommer undChristoph Wagner-TrenkwitzFrau Luna: Julia Koci/Birgid SteinbergerPrinz Sternschnuppe:Jörg Schneider/Sebastian ReinthallerStella, Lunas Zofe: Regula RosinTheophil: Boris EderFrau Pusebach, Witwe: Isabel WeickenMarie, ihre Nichte:Johanna Arrouas/Elvira SoukopFritz Steppke: Daniel Prohaska/David SitkaAugust Lämmermeier, Schneider:Andreas DaumWilhelm Pannecke, Rentier: Carlo HartmannVenus: Martina Dorak/Renate PitscheiderMars: Gerhard Ernst40


Carl Binder (1816-1860)Tannhäuser in 80 MinutenNach Richard Wagnerin der parodistischen Bearbeitung vonCarl Binder (Musik) und Johann Nestroy (Text)Wiederaufnahme am Freitag, 14. Juni 2013Weitere Vorstellung am 27. Juni 2013„Absurd, klassisch und unbedingt sehenswert ist dieser Abend, den der Direktor im Alleingangbestreitet“, resümierte die Wiener Zeitung nach der Volksopernpremiere im Februar 2008. DieWagnerparodie von Carl Binder und Johann Nestroy hatte Robert Meyer schon am Burgtheater 35-mal mit großem Erfolg gegeben. Weitere 16 Vorstellungen sind inzwischen an der Volksoperdazugekommen. 1857, zehn Jahre nach der Uraufführung, wurde Wagners „Tannhäuser“ in Wienerstaufgeführt. Zwei Monate später konterte der Direktor des Carltheaters, Johann Nestroy, mit derParodie „Tannhäuser“. Nestroy selbst stand in der Rolle des Landgrafen Purzl auf der Bühne. An derVolksoper schlüpft Robert Meyer, unterstützt von den Neuen Wiener Concert Schrammeln, in alleRollen: Der Standard würdigte ihn als „Inbegriff der Vielseitigkeit“: „Er ist Landgraf Purzl, Elisabeth,Venus, Wolfram, Walter, Schafhirte und Nymphenchor. Er besingt die Liebe und die Entsagung, singtsich nicht ohne musikparodistisches Talent in schweißtreibende hohe Lagen. Der hehre Operntonfallfindet sich heiter auf die Schaufel genommen“. Im Wagner-Jahr 2013 nimmt die Volksoper den Abendwieder in den Spielplan auf.Mit Robert Meyerund den Neuen Wiener Concert Schrammeln(Peter Uhler, Niki Tunkowitsch, Helmut Stippich, Peter Havlicek)41


Die Volksoper für Kinder und Jugendliche 2013/14Viele Opernbegeisterte haben die Welt des Musiktheaters das erste Mal in der Volksoper kennengelernt. Kein Wunder, ist die Volksoper doch das familienfreundlichste Theater Wiens. Damit das auchin Zukunft so bleibt, haben wir auch diese Saison wieder jede Menge Angebote für Kinder undJugendliche zusammengestellt.Kooperationen mit SchulenIn der Saison 2013/14 sind Schulprojekte zu den Opernneuproduktionen von Ludwig van Beethovens„Fidelio“ und Mike Svobodas Kinderober „Erwin, das Naturtalent“ (im MuTH – Konzertsaal der WienerSängerknaben, Obere Augartenstraße 1E) geplant. Die Schülerinnen und Schüler werden dieEntstehung vom ersten Bühnenbildentwurf bis zur Premiere mitverfolgen können. Nach einerEinführung in das Stück ermöglichen eine Backstage-Führung durch das Haus, der Besuch einerszenischen Bühnenprobe, Gespräche mit den beteiligten Künstlern sowie Mitarbeitern verschiedenerAbteilungen des Hauses einen umfassenden Blick hinter die Kulissen eines modernenMusiktheaterbetriebes. Die Volksoper möchte vermitteln, was den Alltag im Musiktheater, aber auchden Theaterzauber ausmacht.Probenbesuche/Backstage-FührungenDie Volksoper bietet Schulklassen die Möglichkeit, vormittags eine Bühnenprobe zu besuchenund/oder bei einer Backstage-Führung einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.KinderworkshopsDie beliebten Kinderworkshops der Volksoper Wien sind eine einmalige Gelegenheit, der Welt desTheaters ganz nah zu kommen.Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren haben hier die Möglichkeit Sängerinnen und Sänger aus nächsterNähe zu erleben, gemeinsam mit dem Orchester zu musizieren, Kostüm- und Maskenbildnern auf dieFinger zu sehen, Theater zu spielen, zu singen, zu tanzen und zu basteln. Zahlreiche Künstler undMitarbeiter des Hauses führen durch Produktionen oder Themenbereiche der Volksoper und lassendie Nachmittage für Kinder zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.Produktionen speziell für Kinder„Märchenwelt Ballett“, „Erwin, das Naturtalent“, „Hänsel und Gretel“, „Antonia und der Reißteufel“,„Frau Luna“NachmittagsvorstellungenMit frühen Beginnzeiten zu ausgewählten Terminen erleichtern wir Kindern den Besuch folgenderProduktionen:„Frau Luna“, „Die Csárdásfürstin“, „Märchenwelt Ballett“, „Die Hochzeit des Figaro“, „EinWalzertraum“, „Weihnachtskonzert“, „Hänsel und Gretel“, „Antonia und der Reißteufel“, „DieFledermaus“, „Carmina Burana“, „Sweeney Todd“ (Ab 12 Jahren!), „Kiss me, Kate“, „Carmen“, „EinSommernachtstraum“, „My Fair Lady“, „Die Zauberflöte“, „Erwin, das Naturtalent“, „Albert Herring“,„Turandot“, „Gräfin Mariza“, „La Traviata“, „Die spinnen, die Römer!“, „Ein Reigen“KinderrätselMit einem Fragebogen zu dem Geschehen auf der Bühne wird die Aufmerksamkeit der Kindergeweckt. Die Kinderrätsel-Vorstellungen werden im Monatsspielplan angekündigt.Kinderchor und JugendchorDen Kinderchor und Jugendchor der Volksoper Wien kann man in der Spielzeit 2013/14 in folgendenProduktionen hören und sehen: „Der Wildschütz“, „Hänsel und Gretel“, „Antonia und der Reißteufel“,„Carmen“, „Carmina Burana“, „Ein Sommernachtstraum“, „Albert Herring“, „Turandot“, „Gräfin Mariza“,bei der konzertanten Aufführung „Feuersnot“ und beim Weihnachtskonzert. Um in Vorstellungen derVolksoper auf der Bühne zu stehen und zu singen erhalten 80 Kinder (Buben und Mädchen ab 7Jahren) in vier Gruppen einmal pro Woche 60 Minuten Unterricht mit integrierter Stimmbildung.Kursdauer: September 2013 bis Juni 2014Information und Anmeldung:Brigitte Lehr (Leitung Kinderkomparserie, Kinderchor und Jugendchor)Tel.: +43/1/514 44–3238brigitte.lehr@volksoper.at43


ErmäßigungenKinder: 75 % Ermäßigung für Kinder und Jugendliche bis zum 15. Geburtstag für alle VorstellungenSchulklassen: Karten für Schülergruppen sind bei schriftlicher Bestellung bis 3 Wochen vor demVorstellungstermin zu einem Einheitspreis von 6,– bis 14,– erhältlich (ausgenommen Premieren,Sonderveranstaltungen, Silvester-Abendvorstellung).Schüler, Lehrlinge, Präsenz- und Zivildiener sowie Arbeitslose erhalten Restkarten zum ermäßigtenPreis von 6,– bis 12,– bei nicht ausverkauften Vorstellungen an der Abendkassa ab 20 Minuten vorBeginn der Vorstellung. Für Studenten (bis 27 Jahre): 6,– bis 14,–.Das Jugendwahlabonnement: bietet 6 Mal Volksoper zu besonders günstigen Preisen für alle unter27. Es beinhaltet 6 virtuelle Wahlaboschecks mit einer Ermäßigung von 50 %, die – genau wie beimregulären Wahlabonnement – gegen Karten für Vorstellungen der Volksoper Wien eingetauschtwerden können.Kinder- und Familienzyklen6 Zyklen bieten ein spannendes, kinderfreundliches Programm zu ermäßigten Preisen:Sonntagnachmittagszyklus, Familienzyklusgemeinsam mit der Wiener Staatsoper: Kinderzyklus1, Weihnachtszyklus, Familienzyklus Ballettgemeinsam mit dem MuTh: Kinderzyklus 2, Familienzyklus, Weihnachtszyklus, Familienzyklus Ballett44


Service für Stammbesucher 2013/141. Das Abonnementbis zu 40 % Ermäßigung, mindestens 25 % ErmäßigungAbonnements sind die günstigste und einfachste Art, die Volksoper zu besuchen, und somit dasideale Angebot für alle, die gerne lange im Voraus planen und von der größtmöglichen Ermäßigungprofitieren wollen.Als Dank für die Treue unserer Abonnenten werden wir in dieser Saison die Abonnementpreise nichterhöhen. Im Vergleich zu den regulären Karten sparen Abonnenten somit noch mehr!2. Das WahlabonnementAls Dank für die Treue unserer Wahlabonnenten werden wir in dieser Saison dieWahlabonnementpreise nicht erhöhen. Im Vergleich zu den regulären Karten sparen Wahlabonnentensomit noch mehr!20 % Ermäßigung3. NEU! Der Musical-PassGültig für die Vorstellungen der Musical-Wochen von 29. Dezember 2013 bis 2. März 201432 Musical-Vorstellungen in 64 Tagen: 4 verschiedene Musicalproduktionen: „My Fair Lady“,„Sweeney Todd“, „Kiss me, Kate“, „Guys and Dolls“ und eine Musical-SoireeDie Vorteile- 15 % Ermäßigung auf alle Vorstellungen der Musical-Wochen(max. 2 Karten pro Vorstellung)- Vorkaufsrecht ab dem 2. September 2013 für die fast immer ausverkauften Musical-Vorstellungen.- Sollte es doch einmal Restkarten geben: 50 % Ermäßigung am Vorstellungstag ab 11:00 Uhr (max. 2Karten pro Vorstellung).Alle diese Vorteile bietet Ihnen der Musical-Pass für nur € 25,– ,erhältlich ab 1. Juni 2013 an den Tageskassen und im Internet.Es wird nur eine begrenzte Zahl an Musicalpässen aufgelegt!3. Zyklenbis zu 10 % Ermäßigung (bei ausgewählten Zyklen 75 % Ermäßigung für Kinder bzw. 25 % fürSenioren)Premierenzyklus 1, Premierenzyklus 2, Zyklus „Nach der Premiere 1“, Zyklus „Nach der Premiere 2“,Operettenzyklus 1, Operettenzyklus 2, Verdi-Zyklus, Mozart-Zyklus, Zyklus „Große Oper“, Zyklus„Italienische Oper“, Zyklus „Deutsche Oper“, Musicalzyklus, Zyklus „Musik des 20. Jahrhunderts“,Geschenkzyklus 1, Geschenkzyklus 2, Geschenkzyklus 3, Zyklus „Quer durchs Repertoire“,Seniorenzyklus, Sonntagnachmittagszyklus, FamilienzyklusZyklen für die ganze Familie (75 % Ermäßigung für Kinder, 10 % Erwachsene, bei ausgewähltenZyklen 25 % für Senioren):Sonntagnachmittagszyklus, Kinderzyklus, Familienzyklus, WeihnachtszyklusZyklen gemeinsam mit der Wiener Staatsoper:Zyklus „Musik des 20. Jahrhunderts“, Kinderzyklus 1, Weihnachtszyklus, Familienzyklus Ballett, Zyklus„Ballettpremieren“, Zyklus „Ballettdramen“, Zyklus „Faszination Ballett“Gemeinsam mit dem MuTh: Kinderzyklus 245

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