Geschäftsbericht 2012

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Geschäftsbericht 2012

1InhaltsverzeichnisEditorialStrategische EntwicklungRückblick und AusblickGeschäftsmodell und DienstleistungsangebotBerufliche IntegrationWirtschaftsbeziehungenPersonal und QualitätZentrum BattenbergStiftungsrat, Organisation und DirektionJahresrechnungBericht der RevisionsstelleSpendenImpressum – Kontakt2 – 34 – 56 – 910 – 1314 – 1920 – 2122 – 2425 – 2627 – 2930 – 38394041


4Strategische EntwicklungDie Strategie 2015in der Umsetzung – Fazit 2012Entwicklungspaket 2012 umgesetzt – Innovationspaket 2013zur Markteinführung im Frühjahr vorbereitetDer mehrjährige strategische Umsetzungsprozess wird mitder Planungs-, Bewertungs- und Controlling-Methode BalancedScorecard (BSC) unterstützt. Diese Methode hilft dieAusrichtung der Stiftung auf ihren Zweck und ihre Missionsowie die strategischen Entwicklungsziele hin zu steuern.Die Planung und das Controlling auf der Ebene der Strategieumsetzungwird grundsätzlich unter den vier Perspektiven– Kunden- und Leistungsempfänger, Finanzen, Prozesse undPotentiale – sichergestellt.wirtschaftsorientiert modular und bedürfnisorientiert Battenberg-Passerellebreiteres AngebotMarkteinführung im Frühjahr 2013 InnovationspaketIn der nebenstehenden Darstellung werden die vierPerspektiven mit den umgesetzten strategischenEntwicklungen schematisch dargestellt.Kunden undLeistungsempfängerPersonalentwicklung Neu HR- Managementwirtschafts- und marktorientiert Ergänzung KompetenzenPotentialeVisionStrategie 2015FinanzenWirtschaftlichkeit Nutzungskonzept Zentrum BattenbergInvestitionen in Zukunft Entwicklung neuer DienstleistungenProzesseRestrukturierungen entwicklungs- und kostenorientiertCase Management ziel- und ressourcenorientiertNeue Organisation kunden- und integrationsorientiert


5Fit für die Arbeitswelt dank den Praktika im ersten ArbeitsmarktZielgruppenArbeitgeber – IntegrationspartnerKlienten mit physischenBeeinträchtigungenBrückenangebotfür Jugendliche ohneerfolgreichen BerufseinstiegFachkräfteBattenberg –Auftraggeber,Lieferant, Arbeitgeber,Kooperationspartner,usw.Klienten mitpsychischenBeeinträchtigungenMenschen mitbesonderenBedürfnissen undZielen für dieIntegrationKlienten mit kognitivenBeeinträchtigungenAndereZielgruppenBattenbergPasserelleberuflichintegrierenWirtschaft –Praktika,IntegrationwährendAusbildung,Anstellungen,usw.InvalidenversicherungStiftung BattenbergZusammenarbeitWirtschaftverstärkenStiftung BattenbergBattenberg-PasserelleJobcoaching, Beratung,Bildungskooperationen,usw.Erster ArbeitsmarktWirtschaft –IntegrationspartnerWirtschaft – NeueBedürfnisseWirtschaft-KundenaufträgeBattenberg –Lieferant vonDienst- undProduktionsleistungenOffen fürNeuesAebi & Co. AG, Burgdorf – ein sozialer und innovativer IntegrationspartnerDie Firma Aebi & Co. AG ist eine wichtige Partnerin für Praktikumseinsätze; sie vermittelt unseren Lernenden sowohl ausdem technischen als auch dem kaufmännischen Bereich inidealer Weise Industrieerfahrung und Nähe zur Wirtschaft,dem zukünftigen Umfeld der Fachkräfte aus dem ZentrumBattenberg. In den letzten zwei Jahren konnten insgesamt 9Praktika und 4 Festanstellungen von ehemaligen Lernendensowie der betriebliche Übertritt einer Lernenden zur Absolvierungdes letzten Ausbildungsjahres realisiert werden.So erstaunt es weiter nicht, dass die Firma Aebi & Co. AGam 5. Dezember 2012, anlässlich des Battenberg Partnerevents,einen der drei erstmals an Partnerfirmen verliehenenPrix Passerelle d’intégration für besondere Verdienste rundum die berufliche Integration von Lernenden entgegen nehmendurfte. Wir gratulieren und danken gleichzeitig herzlichfür die erfolgreiche und nachhaltige Zusammenarbeit mitPraktikumsplätzen und Festanstellungen in der Elektromontageund im Bürobereich.


6Rückblick und AusblickWege zur erfolgreichenberuflichen IntegrationBattenberg-Passerelle – Wege zur erfolgreichen beruflichen IntegrationNachdem der Stiftungsrat am 22. November 2011 die Strategie 2015 mit dem neuen Geschäftsmodell verabschiedet hatte unddie Umsetzung in Etappen beauftragte, bedeutete dies den Startschuss weiter in die Zukunft zu investieren, d.h. die definierteninnovativen Entwicklungen des neuen Geschäftsmodells zu realisieren und gleichzeitig, wo nötig, zu restrukturieren.KundenperspektiveWie wurde die berufliche Integration in den ersten Arbeitsmarktfokussiert ?Mit der neuen Battenberg-Passerelle, einem zentralen Dienstleistungselementdes neuen Geschäftsmodells, werdendie Klientinnen und Klienten beim Übertritt in den erstenArbeitsmarkt sowie im ersten Arbeitsmarkt begleitet undunterstützt.Im Jahr 2012 haben 218 Jugendliche und Erwachsene mit einergesundheitlichen Beeinträchtigung von den beruflichenIntegrations- und Ausbildungsdienstleistungen der StiftungBattenberg profitiert, das sind rund zehn Prozent mehr alsim Vorjahr. Die Klienten kamen aus fünfzehn Kantonen derdeutschen und französischen Schweiz in die zweisprachigeBieler Stiftung Battenberg. Der Hauptauftraggeber ist dieIV-Stelle des Kantons Bern.Die Stiftung Battenberg konnte ihr Netzwerk zur Wirtschaftstärken und Ihre Partnerbeziehungen wesentlich ausbauen.Die Berufliche Integration war das Schwerpunktthema amHIV-Event vom 18. April 2012. Zahlreiche Führungspersönlichkeitenaus der Wirtschaft und Arbeitgeberkreisen der RegionBiel-Seeland und dem Berner Jura besuchten im Rahmen desHIV-Lunches die Stiftung Battenberg in Biel.Auch der Battenberg Partnerevent 2012 stand ganz im Zeichender beruflichen Integration. Mit grosser Beteiligungfand am 5. Dezember 2012 der Battenberg Partnerevent mitder erstmaligen Verleihung des Prix Passerelle d’intégrationan drei Partnerfirmen und drei Mitarbeitende der StiftungBattenberg statt.Wie wurde das kundenorientierte Dienstleistungsangebotfokussiert ?Die Stiftung Battenberg verfügt über ein sehr breites, modulareszweisprachiges Dienstleistungsangebot für die beruflicheIntegration und Bildung. Die Dienstleistungen werdenauf den Bedarf der Auftraggeber, Kunden sowie der Klientenabgestimmt erbracht. Das aktuelle Dienstleistungsangebotwurde in den letzten drei Jahren wesentlich erweitert sowiekunden- und marktorientiert erneuert und erprobt. Die StiftungBattenberg durfte dieses Dienstleistungsangebot imRahmen der Tarifverhandlungen 2012 nun offerieren. Die StiftungBattenberg freut sich ab dem 1. Januar 2013 auf der Basisder neuen Leistungsvereinbarung den kantonalen IV-Stellenihre erweiterten Dienstleistungen anbieten und erbringen zudürfen und dankt den Vertragsgebern für das entgegengebrachteVertrauen.


7Am 24. Januar 2012 zieht ein neues CNC-Bearbeitungszentrum im Battenberg einAusblickDie Stiftung Battenberg hat im Jahr 2012 im Rahmen derUmsetzung der Strategie 2015 mehrheitlich aus eigener Kraftgrundlegende und innovative Entwicklungen realisiert.Im Rahmen eines Praxisprojekts erarbeitete die Stiftung Battenberg2012 zusammen mit der FHS St. Gallen, Fachhochschulefür Angewandte Wissenschaften, wichtige marktundkundenorientierte Grundlagen für die weitere gezielteUmsetzung des neuen Geschäftsmodells der Stiftung Battenbergals wirtschaftlich-soziales Unternehmen.Im Geschäftsjahr 2013 wird eine Reihe von innovativen Neuerungenin den drei Hauptpfeilern des Geschäftsmodells– Berufliche Integration– Berufliche Bildung– Infrastrukturdienstleistungenmarkt- und kundenorientiert eingeführt.Die Stiftung Battenberg wird zum wirtschaftlich-sozialenUnternehmenMit innovativen Entwicklungen investiert die Stiftung Battenbergin die Zukunft.ProzessperspektiveWie wurden die internen Prozesse weiterentwickelt ?Der Stiftungsrat hat am 19. März 2012 auf der Basis des neuenGeschäftsmodells sowie des erweiterten Dienstleistungsangebotsdie neue Organisation der Stiftung Battenberg festgelegt.Mit der Neuorganisation sollen die Dienstleistungenfür die Berufliche Integration und Bildung, fokussiert auf dieBedürfnisse der Auftraggeber und Klientinnen und Klienten,professionell und wirkungsorientiert erbracht werden.Die kunden- und marktorientierte Zusammenarbeit mit derWirtschaft und den Auftraggebern hinsichtlich der BeruflichenIntegration werden neu in einer Abteilung «BeruflichesIntegrationsmanagement» gebündelt. Auf der Basis derMethode Case Management werden die Dienstleistungenindividuell, ressourcen- und bedürfnisorientiert auf die Zieleder Auftraggeber ausgerichtet erbracht.Die Stiftung Battenberg ist seit 2003 ISO- und BSV zertifiziert.Im August 2012 hat sie, basierend auf der neuen Organisation,das Rezertifizierungs-Audit nach den neusten Standards vonISO 9000:2008 und BSV-IV 2000 erfolgreich bestanden.AusblickDas Qualitäts- und Prozessmanagement fokussiert die marktundkundenorientierte Erbringung der Dienstleistungenunter Berücksichtigung von Wirkungs- und Effizienzkriterien.Dies wird auch im Geschäftsjahr 2013 zu weiteren Investitionenführen, gleichzeitig aber auch weitere Restrukturierungenerfordern.


8Rückblick und AusblickPotentialperspektiveWie können wir unsere Fähigkeiten weiterentwickeln um denWandel bewältigen und Innovationen schaffen zu können ?Im Gleichschritt mit der Neuorganisation investierte die StiftungBattenberg auch in den Bereich Human Resources mitdem Ziel, im Rahmen der Umsetzung der Strategie 2015, diePersonal- und Organisationsentwicklung zielorientiert sicherzustellen.Mit der Schaffung der neuen Leitungsfunktion HR-Management wurde dafür personell der Grundstein gelegt.Mit partieller Unterstützung durch einen externen HR-Expertensetzte man sich aktiv und dynamisch mit den Anforderungsprofilen,den Stellenbeschreibungen sowie den erfolgsrelevantenKompetenzen und dem Verhalten auseinander,definierte diese in einer ersten Stufe für alle Mitarbeitendenund ermittelte die Entwicklungspotentiale.Parallel dazu verstärkte und verbreiterte die Stiftung Battenbergihre kunden- und marktorientierte Dienstleistungskompetenzdurch gezielte Personalentwicklungsmassnahmen, z.B.in den Bereichen des Case Managements und der Kommunikation.Weiter ergänzte sie im Rahmen von Nachfolgeregelungenund Restrukturierungsmassnahmen ihren Personalkörpermit erfahrenen und qualifizierten Führungs- undFachpersönlichkeiten direkt aus der Wirtschaft.AusblickDie Stiftung Battenberg deckt die hohen und gleichzeitigsehr spezifischen Anforderungen der Beruflichen Integrationund Bildung an ihren Personalkörper grundsätzlich professionellab. Partiell lässt sie sich dabei durch Kooperationspartnerergänzend unterstützen.Die weitere gezielte Umsetzung des neuen Geschäftsmodellsist eine Chance, die vorhandenen Ressourcen und Potentialeoptimal zu nutzen. Die ziel- und bedarfsorientierte Personalentwicklungund -förderung geniesst eine hohe Priorität.Bedingt durch die neuen Anforderungen und Rahmenbedingungenwerden neben den Investitionen in diePersonalentwicklung zur Sicherstellung der zielorientiertenUnternehmensentwicklung auch weitere partielle Restrukturierungsmassnahmennötig sein.Im Sinne der Zukunfts- und Zielorientierung werden demInnovationsprozess und dem Marketingmanagement einehohe Priorität zugeordnet werden.


9FinanzperspektiveWie agierte die Stiftung Battenberg im Geschäftsjahr 2012im Spannungsfeld von zum Teil neuen Rahmenbedingungen,Anforderungen sowie erhöhtem Kosten- und Konkurrenzdruck?Die Stiftung setzte den eingeleiteten Change und Erneuerungsprozesskonsequent fort und investierte entwicklungsorientiertin die Zukunft.Die Stiftung Battenberg konnte die Anzahl Klienten im Jahr2012 um über zehn Prozent erhöhen, realisierte jedoch trotzdemeinen Umsatzrückgang von acht Prozent. Die Klientenwaren durchschnittlich pro Massnahme weniger lang inder Stiftung Battenberg und wurden zum Teil schneller oderfrühzeitig in den ersten Arbeitsmarkt integriert. Damit unterstütztdie Stiftung Battenberg die Revisionsvorgaben derInvalidenversicherung ; dies will und wird sie auch in Zukunftkonsequent tun, was jedoch verstärkt unternehmerische respektivebetriebswirtschaftliche Massnahmen erfordert.Die Stiftung Battenberg schliesst das Geschäftsjahr 2012 dankstraffem Kostenmanagement, entwicklungsorientiertem Ressourceneinsatzsowie getätigten Restrukturierungen auf demBreak-Even-Point mit einem positiven Jahresergebnis vonCHF 5’258 ab, erreicht damit jedoch den budgetierten Jahresgewinnvon CHF 50’000 nicht.Im Rahmen der Umsetzung der Strategie 2015 wird auch dieRechnungslegung neu ausgerichtet. Die Stiftung Battenberghat im Geschäftsjahr 2012 ihre Rechnungslegung nach SwissGAAP FER aufgebaut und wendet die entsprechenden Standardsan.Mit den im Geschäftsjahr 2012 getätigten Entwicklungen undInvestitionen erhöhte die Stiftung Battenberg ihr Potentialweiter mit dem Ziel für ihre Kunden und Auftraggeber attraktive,wettbewerbsfähige Dienstleistungen zu erbringen.AusblickDer eingeleitete Change- und Erneuerungsprozess soll auchin den Jahren 2013/2014 fortgesetzt werden ; dies geht mitweiteren Investitionen und Restrukturierungen einherund soll die mittelfristige finanzielle Ertragskraft nach haltigstärken.Markus Gerber, Direktor Stiftung Battenbergmarkus.gerber@battenberg.ch


10Geschäftsmodell und DienstleistungsangebotFokus des GeschäftsmodellsBerufliche IntegrationBerufliche BildungInfrastrukturdienstleistungenMit dem neuen Geschäftsmodell auf drei Pfeilern soll dieStiftung weiterentwickelt und breiter abgestützt sowie fürweitere Zielgruppen und Auftraggeber geöffnet werden.Damit reagiert die Stiftung auf neue Bedürfnisse und veränderteRahmenbedingungen.Hauptfokus des Modells ist es, Menschen mit besonderenBedürfnissen und Zielen erfolgreich in den ersten Arbeitsmarktzu integrieren. Die Passerelle zum ersten Arbeitsmarktdient dabei als zentrales Dienstleistungselement.Die strategischen Entwicklungszieleder Stiftung Battenberg :■ Battenberg führt ein neues Geschäftsmodellein und öffnet sich für zusätzliche Zielgruppen,Auftraggeber und Zentrumspartner.■ Battenberg stärkt die Zusammenarbeit mit derWirtschaft mit der Passerelle zum ersten Arbeitsmarktund bietet neu Trainingsarbeitsplätze alsSprungbrett in den Arbeitsmarkt an.■ Battenberg stärkt die Kundenorientierung,bringt regelmässig Innovationen auf den Marktund erhöht damit die Wettbewerbsfähigkeit.■ Battenberg nützt seine Ressourcen und seinPotenzial optimal und stellt die nötige Ertragskraftfür die mittel- und langfristige Fortführungund Weiterentwicklung der Stiftungstätigkeitsicher.


12Geschäftsmodell und DienstleistungsangebotDienstleistungsangebotDie Stiftung Battenberg verfügt über ein breites Angebotsowohl bei den Dienstleistungen zur beruflichen Integrationals auch bei den Berufsbildern. Die Leistungen werden aufden Bedarf der Auftraggeber sowie der Klienten abgestimmterbracht. In den letzten zwei Jahren hat die Stiftung Battenbergneue Dienstleistungen für die berufliche Integrationentwickelt, erprobt und ihr Dienstleistungsangebot marktorientiertergänzt und erneuert. Mit der neuen Battenberg-Passerellesoll die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft,d.h. den Arbeitgebern des ersten Arbeitsmarktes, hinsichtlichder beruflichen Integration verstärkt werden.LeistungsübersichtDie nachfolgende Grafik gibt einen Überblick über das Dienstleistungsangebot der Stiftung Battenberg.BerufsspektrumPrivate Auftraggeber Sozialversicherung Service PublicKantonale IV-StellenKlientenstruktur und -bedürfnisseAbklärungAbklärung im Hinblick auf StellenvermittlungAbklärung im Hinblick auf AusbildungKurzabklärung im Hinblick auf AusbildungBrückenangebotPraxisbezugEmpowermentStütz- und FörderunterrichtPraktikaBegleitetes WohnenArbeitstrainingErstmalige berufliche Ausbildungenund UmschulungenVorbereitungBerufsbildung EFZ/EBAPraktische Ausbildung INSOSModulare praktische AusbildungCoachingBewerbungscoachingJob CoachingIndividuelles CoachingIntegrationsdienstleistungenBelastbarkeitstrainingAufbautrainingArbeit zur ZeitüberbrückungWohndienstleistungenJugendwohngruppeEinzelzimmer oder Wohnung mit BetreuungEinzelzimmer oder Wohnung ohne BetreuungWohnbegleitung in privater WohnungBerufliches IntegrationsmanagementMenschen mit besonderen Bedürfnissen und Zielen für die IntegrationBeruflich fördern-bildenPasserelleProduktiv arbeitenBerufliche IntegrationArbeitgeberIntegrationspartnerErster ArbeitsmarktProduktionsmechaniker/inMechanikerpraktiker/inMetallbearbeiter/inIndustriepraktiker/inElektroniker/inAutomatikmonteur/inElektropraktiker/in PrAKleingerätemonteur/inMultimediaelektroniker/inUhrmacher/in RhabillageUhrmacher Praktiker/inUhrenarbeiter/inKaufmann/frau Profil EKaufmann/frau Profil BBüroassistent/inGebäudereiniger/inHauswirtschaftspraktiker/inFachmann/frau BetriebsunterhaltLogistiker/inPolygraf/inVerkäufer/inInformatiker/inInformatikpraktiker/inPC-Supporter/inArbeitsagoge/agoginKöchin/KochKüchenangestellte/rDiätköchin/DiätkochRestaurationsfachmann/frauHotelfachmann/frauElektronikMechanikKleingerätemontageUhrmachereiAdministration und SekretariatBuchhaltungenGestaltungsarbeitenParty-ServiceGastronomieProduktions- undDienstleistungsspektrumGastronomiebereich Dienstleistungsbereich Uhrenbereich Industriebereich


13Kurzbeschreibung der DienstleistungenAbklärungDie Abklärungsmassnahme ist eine berufliche Standortbestimmungim Sinne einer breiten ressourcenorientiertenKompetenzen-Bilanz und führt zu einer Berufs- oder Ausbildungsempfehlunginnerhalb oder ausserhalb der StiftungBattenberg.BrückenangebotDieses Förderprogramm richtet sich an junge Menschenohne erfolgreichen Einstieg in eine berufliche Grundbildung.Nach Einsätzen in mehreren oder einzelnen Berufsfeldernwird die Berufswahl getroffen und der schulische Kompensationsbedarfgedeckt. Die Angebote werden periodisch überprüft,um sie sich verändernden Rahmenbedingungen anpassenzu können. Weiterer Schwerpunkt bildet die Festigungund Entwicklung von persönlichen und sozialen Kompetenzen,die für eine berufliche Grundbildung gefordert werden.ArbeitstrainingEin Arbeitstraining dient der Vertiefung von beruflichen,methodischen und persönlichen Fähigkeiten. Es richtet sichan Personen, die eine Leistung erbringen können, diese abernoch trainieren und verbessern müssen. Ziel ist die (Wieder-)Anpassung an die Verhältnisse auf dem ersten Arbeitsmarkt.Erstmalige berufliche Ausbildungenund UmschulungenDie berufliche Grundbildung nach Art. 17 BBG bieten wir alserstmalige Ausbildung und als Umschulung an. Die Ausbildungerfolgt an den drei Lernorten Lehrbetrieb, Berufsschuleund überbetriebliche Kurse. Grundlage für die Lehre bildendie vom Bund für die einzelnen Berufe erlassenen Bildungsverordnungen.Im Rahmen einer Umschulung kann die berufliche Grundbildungbei Vorkenntnissen aus früheren Ausbildungen verkürztdurchgeführt werden.Wir bieten modulare, praktische Ausbildungen, welche sehrindividuell gestaltet und auf die Bedürfnisse an einen zukünftigenArbeitsplatz ausgerichtet werden können. Für praktischausgerichtete Arbeitskräfte bieten wir sowohl reglementierteINSOS-Ausbildungen als auch spezifische Anlehrprogrammean. Zudem bieten wir Vorbereitungen auf eine Ausbildungresp. Umschulung. Die Vorbereitung umfasst sowohl praktischeals auch theoretische und schulische Gebiete und kannzwischen einigen Wochen und einem Jahr dauern.CoachingDas Coaching bietet professionelle Begleitung auf dem Wegzur Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Unsere Klientenwerden bei einer beruflichen Ausbildung im ersten Arbeitsmarktoder einem anderen Dienstleistungsangebot wie zumBeispiel Arbeitstraining, Vorbereitungszeit oder Umschulungbei einer neuen Arbeitsstelle oder Praktika im Hinblick aufFestanstellung von uns begleitet und unterstützt. Coachingzielt immer auf Lösungen für Anliegen ab, die der Klient oderdie Klientin vorbringt. Im Vordergrund stehen die Erkennungund die Nutzung der Ressourcen der Klienten.IntegrationsdienstleistungenDie Integrationsdienstleistungen dienen dem Aufbau derArbeitsfähigkeit sowie der Angewöhnung an den Arbeitsprozessund damit dem Schaffen der Voraussetzungen zumAntritt einer Arbeitsstelle oder einer beruflichen Massnahme.Sie sind modular angelegt und je nach Auftrag gelten unterschiedlichhohe Einstiegsvoraussetzungen und Ziele.WohndienstleistungenDie Stiftung Battenberg führt eine zweisprachige Jugendwohngruppe(deutsch, französisch). Ziel der Jugendwohngruppeist eine auf die speziellen Bedürfnisse der Klientenzugeschnittene Begleitung und Unterstützung, durch welchedie Sozialkompetenz der Jugendlichen gefördert wird.Mündigen Klienten auf dem Weg zur beruflichen und gesellschaftlichenIntegration werden Wohnmöglichkeiten mitindividuell bestimmten Unterstützungsmassnahmen angeboten.Im Unterschied zur Jugendwohngruppe kontrollieren wirbei diesen Klienten nicht private und persönliche Belange wiezum Beispiel die Schlafenszeit.Als weiteren Schritt in der persönlichen Entwicklung und indie gesellschaftliche Integration bieten wir das betreute Wohnenin einer Wohnung an.Klienten, welche keine Betreuung ihm Wohnbereich benötigen,stellen wir die Infrastruktur, die Räumlichkeiten und aufWunsch die Verpflegung zur Verfügung.


14Berufliche IntegrationProfil BattenbergDer Weg zurIntegration führtüber eine intensiveAuseinandersetzungmit den eigenen Ressourcenund derberuflichen PraxisMenschen mitbesonderen BedürfnissenPsychische oderphysischeBeeinträchtigungen,psychosomatischeStörungenLernschwierigkeitenAuftraggeberBedürfnisse abklären, Ziele vereinbarenIndividuelle, modulare Massnahme definierenCase ManagementBeeinträchtigungenMit der Case Management-Methode wird in der StiftungBattenberg den komplexen Lebens- und Belastungssituationender Klienten Rechnung getragen.Nach einer umfassenden Aufnahme und Analysedurch unsere Integrationsfachperson werden mitallen Beteiligten individuelle Ziele festgelegt, Massnahmendefiniert und aus unseren Dienstleistungsangebotendie erfolgversprechendsten ausgewählt.Die Integrationsfachperson übernimmt die Fallführung,koordiniert, verbessert und definiert mit denKlienten die nächsten Lösungsschritte.Regelmässige Rückmeldungen an den Auftraggebersind ein wichtiger Bestandteil des Case Managements.– Schizophrenie, bipolare Störungen, Depressionen,Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen– Asperger Syndrom, Angst- und Zwangsstörungen– ADHS, ADS, soziale und Verhaltensstörungen– Lernstörungen– Psychosomatische Störungen– Seh- und Hörbehinderungen, Multiple Sklerose– Muskelerkrankungen– Diabetes und Skelettschäden– Zystische Fibrose– Weitere Beeinträchtigungen


15Beruflicher Integrationsprozess für Menschen mit gesundheitlichenBeeinträchtigungen und besonderen Bedürfnissen für die berufliche IntegrationPasserelle BattenbergÜbertritt in den ersten ArbeitsmarktBegleitung im ersten ArbeitsmarktBerufliche Förderung, Bildung,EntwicklungRessourcen erkennenVerhalten trainierenSoziale Kompetenzen entwickelnFach- und Berufskenntnisse aneignenTheoretische Kenntnisse erwerbenWohn- und Freizeitverhalten reflektierenProduktives Arbeiten steigernModulare AusbildungExterne PraktikaBewerbung und VermittlungJob CoachingZiel:Erfolgreiche, nachhaltige,berufliche IntegrationProzessorientiertes Case Management BattenbergUnsere Kompetenzen und Ressourcen– Fach- und Berufskenntnisse aneignen– Planen, durchführen und auswerten von Verhaltens- und Strukturtrainings– Anleiten von Selbständigkeitstrainings und Empowermentsprozessen– Lerntherapie- und Coachingbedarf erfassen und intern abdecken– Anpassen von Arbeitsplätzen und –instrumenten– Begleitete Wohn- und Freizeitsituation– Überwachen der Medikamentenabgabe und der ärztlichen Betreuung– Zusammenarbeit mit Berufsfachschulen, Spezialärzten, Therapeuten undSpitälern koordinieren– Wir stützen uns auf qualifizierte Fachpersonen wie z.B. Arbeitsagogen,Berufsbildner, Sozialpädagogen, Sozialberater, Lerntherapeuten,Heilpädagogen, Jobcoaches, Case Manager und Pflegefachleuten.– Im Rahmen des Case Managements arbeiten wir eng mit Psychiatern,Psychotherapeuten, Aerzten, Physio- und Ergotherapeuten zusammen undstehen, wo nötig, in Kontakt mit Sozialdiensten und spezialisierten Beratungsstellenoder -personen.Produktiv arbeiten und beruflich fördern-bildenIm Industriebereich : Produktionsmechaniker/in, Mechanikpraktiker/in,Praktiker/in PrA Elektroarbeiten, Informatikpraktiker/in,Automatikmonteur/in, Elektroniker/in, Kleingerätemonteur/in,Praktiker/in PrA MechanikIm Uhrenbereich : Uhrmacher/in Rhabilleur, Uhrmacher/inPraktiker/in, Uhrenarbeiter/in, Praktiker/in PrA Uhrenarbeiten,ArbeitstrainingIm Beruflichen Integrationsmanagement : Polygraf/inIm Dienstleistungsbereich : Kaufmann/frau E und B-Profil,Büroassistent/in, Praktiker/in PrA Büroarbeiten, Gebäudereiniger/in,Hauswirtschaftspraktiker/inIm Wohn-, Gesundheits- und Gastronomiebereich : Koch/Köchin, Küchenangestellte/r, Restaurationsfachmann/frauPraktiker/in PrA Küche, Praktiker/in PrA Hauswirtschaft


16Berufliche IntegrationBerufliche IntegrationETA SA, Manufacture Horlogère Suisse, GrenchenErfolgreiche beruflicheIntegration«Made in Battenberg»Roland Gutherz und Cornelia Iseli – zwei Beispiele von beruflicher Integrationim Uhrenbereich nach nur einem Lehrjahr im Battenberg.Nach jeweils einem ersten Lehrjahr im Battenberg und einem anschliessendenexternen Praktikum im Falle von Cornelia Iseli haben Roland Gutherz undCornelia Iseli dank der Bereitschaft der Firma ETA in Grenchen die Möglichkeit,die zur Erlangung der Fähigkeitszeugnisse als Uhrenpraktiker, resp. alsUhrenarbeiterin noch fehlenden Lehrjahre in praxisgerechter Umgebung zuabsolvieren.Damit unterstreicht die Stiftung Battenberg einmal mehr ihre erfolgreicheZusammenarbeit mit der Schweizerischen Invalidenversicherung und derWirtschaft, aber auch ihr Bestreben, mit flexiblen Lösungen die beruflicheIntegration von Lernenden wo immer möglich zu verwirklichen.


17CT Concept Technologie AG, BielSimon Baumgartner - eine erfolgreiche berufliche Integrationmit einer Festanstellung im Bereich elektronische Komponentenund Systeme.Nach erfolgreichem Abschluss der vierjährigen Battenberg-Lehre als Elektroniker findet Simon Baumgartner eine Anstellungals Elektroniker in der Firma CT-Concept TechnologieAG, Biel.Wir gratulieren Simon Baumgartner herzlich zur erfolgreichenberuflichen Integration und Anstellung. Gleichzeitigdanken wir der Firma CT-Concept Technologie AG für dieFestanstellung eines unserer Lehrabsolventen und die damitverbundene erfolgreiche berufliche Integration.Die Battenberg-Polygrafie und die beruflicheIntegrationMaëlle Gerber ist hörbehindert ; der Umgang mit diesemHandicap ist nicht einfach. Umso erfreulicher ist deshalb dieTatsache, dass sie ihre vierjährige Polygrafen-Ausbildung imBattenberg in diesem Frühjahr erfolgreich abgeschlossen hatund ein Praktikum als Polygrafin bei der Imprimerie Pressor SAin Delémont absolvieren darf.Dank der dualen Ausbildung mit dem Besuch der Ecoleromande d’arts (ERACOM) in Lausanne und insbesondereder praxisorientierten Battenberg-Polygrafenausbildung mitGestaltungskonzepten, Erscheinungsbildern, Briefschaften,Broschüren, Büchern und verschiedenen Arbeiten aus demBereich Druckvorstufe sind wir zuversichtlich auch die Integrationvon Maëlle in den ersten Arbeitsmarkt, unter Einbezugvon Coachingmassnahmen, erfolgreich gestalten zu können.Wir gratulieren Maëlle Gerber ganz herzlich zu ihrer ausserordentlichenund erfolgsgekrönten Leistung.


18Berufliche IntegrationKlientenstruktur 2012Art der BeeinträchtigungStaatsangehörigkeitKognitive oderVerhaltensbeeinträchtigungenPhysischeBeeinträchtigungenSchweizAuslandPsychischeBeeinträchtigungenHerkunft nach WohnsitzkantonGeschlechtBernAargauBasellandBasel-StadtSolothurnZürichWallisWaadtThurgauSt. GallenObwaldenNeuenburgLuzernJuraGenfMännerFrauenAlter der KlientenMassnahmen15– 30 Jährige31 – 50 Jährige51 – 64 JährigeEFZEBAInsos PrAATVorbereitungAbklärungenEFZ, Eidg. Fähigkeitszeugnis – EBA, Eidg. BerufsattestInsos PrA, Insos praktische Ausbildung – AT, Arbeitstraining.


19Lehrabschluss 2012Neununddreissig Klienten mit erfolgreichem Lehrabschluss im Jahre 2012Mit einer Festanstellung oder weiterführenden Ausbildungin der Wirtschaft konnte jeder zweite Lehrabsolvent des Jahres2012 erfolgreich im ersten Arbeitsmarkt integriert werden.Dieses erfreuliche Resultat wurde zu einem grossen Teil dankdes vielseitigen und hochwertigen Ausbildungs- und Dienstleistungsangebotesder Stiftung aber auch als Folge der gezieltenIntensivierung der Beziehungen zur Wirtschaft möglich.Von den übrigen Lehrabgängern absolviert ein Fünftel einPraktikum, eine Weiterbildung oder befindet sich in einertemporären Anstellung ; gute Aussichten also für eine baldigeberufliche Integration.Drei Klienten fanden eine Anschlusslösung in Form einesgeschützten Arbeitsplatzes. Die verbleibenden Lehrabsolventenwerden mittels Jobcoaching weiterhin begleitet oder mitanderweitigen geeigneten Massnahmen bei der Stellensucheunterstützt.


20WirtschaftsbeziehungenDer Handels- und Industrievereindes Kantons Bern zu Besuchin der Stiftung BattenbergBerufliche Integration verstärkenFührungspersönlichkeiten aus Wirtschafts- und Arbeitgeberkreisenaus der Region Biel-Seeland und dem Berner Jurabesuchten im Rahmen des HIV-Lunches die Stiftung Battenbergin Biel. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen dieVerstärkung der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sowiedie berufliche Integration.Im Jahr 1962 durch die Uhrenindustrie gegründet, hat sichdie Stiftung Battenberg zu einem national tätigen, zweisprachigenKompetenzzentrum für die berufliche Förderung, Bildungund Integration von Menschen mit einer gesundheitlichenBeeinträchtigung oder mit besonderen Bedürfnissenund Zielen für die Integration entwickelt.Herr Jean-Daniel Pasche, StiftungsratspräsidentHerr Thomas Mäder, Präsident HIV Biel-SeelandHerr Markus Gerber, Direktor Stiftung BattenbergMit der Verstärkung dieser Zusammenarbeit sollen die Möglichkeiten,z.B. für Betriebspraktika, deutlich gesteigert unddie Ausgangslage für die nachhaltige Unterstützung bei derArbeitsvermittlung verbessert werden. Damit will die StiftungBattenberg möglichst zeitnah und kundenorientiert auf dieNachfrage ihrer Partner und Auftraggeber, der kantonalen IV-Stellen, reagieren können und die Integrationschancen für dieKlientinnen und Klienten erhöhen und möglichst frühzeitigrealisieren.Die Wirtschaft unterstützt Menschenmit einer BeeinträchtigungMit dem Fokus der beruflichen Integration stellte sich dieStiftung der regionalen Wirtschaft vor. Mit dem Referat «PorträtStiftung Battenberg» präsentierte Markus Gerber, Direktor,Zweck und Hauptaufgaben sowie Ziele und Herausforderungeneingebunden in die Entwicklungsgeschichte dernational tätigen, zweisprachigen Bieler Stiftung Battenberg.Eine kleine Produkteausstellung sowie ein Betriebsrundgangnach dem Lunch gaben ebenfalls Einblick in die Tätigkeit derStiftung Battenberg.


21Battenberg Partnerevent 2012Herr Nationalrat Christian LohrErstmalige Verleihung des Prix Passerelled'intégrationAm Abend des 5. Dezember 2012, zwei Tage nach dem internationalenBehindertentag und fast auf den Tag genau 50Jahre nach der statutarischen Gründung der Stiftung Battenberg,lud unser Stiftungsratspräsident, Herr Jean-DanielPasche, Präsident des Verbandes der Schweizerischen UhrenindustrieFH, zum gut besuchten Battenberg Partnerevent2012 ein. Nach seinem einleitenden Referat «Die SchweizerischeUhrenindustrie und die Stiftung Battenberg» war dieReihe an Herrn Nationalrat Christian Lohr, welcher mit seinemcharismatischen Auftritt und dem Referat «BeruflicheIntegration – Chancen und Herausforderungen» dem Anlassden relevanten thematischen Rahmen gab.Preisübergabe an Herrn Peter Biedermann, COO Firma Zumbach ElectronicAG, Orpund, durch Herrn Markus Gerber, Direktor Stiftung BattenbergMit der anschliessenden erstmaligen Verleihung des Prix Passerelled’intégration wurden folgende drei Partnerfirmen undein Mitarbeiter der Stiftung Battenberg für ihre ausserordentlichenVerdienste im Zusammenhang mit der Eingliederungvon uns anvertrauten Klienten ausgezeichnet :– Aebi & Co. AG, Burgdorf– Festina-Candino Watch AG, Herbetswil– Zumbach Electronic AG, Orpund– Patrick Del Torre, Leiter Abklärung Stiftung BattenbergDer Preis wurde ehrenhalber noch zwei weiteren Mitarbeitendender Stiftung für ihr langjähriges Engagement zur Verwirklichungder Stiftungsziele verliehen. Es sind dies :– Heidi Stebler, Stellvertreterin des Küchenchefs– Serge Bulliard, Mitarbeiter UhrenbereichWir gratulieren allen Preisträgern herzlich und danken nochmalsbestens für ihre nachhaltige und konstruktive Unterstützungunserer Integrationsarbeit.Preisübergabe an Frau Heidi Stebler, Stellvertreterin des KüchenchefsDesigned and made by Battenberg


22Personal und QualitätKompetenzen und MethodenErfolgsfaktor MitarbeiterpotenzialDie Stiftung Battenberg, das zweisprachige Kompetenzzentrumfür die berufliche Integration und Bildung, hat das ZielMenschen mit besonderen Bedürfnissen beruflich zu fördernund nachhaltig, aber rasch möglichst in das Berufsleben desersten Arbeitsmarkts zu integrieren.Die nachfolgende Grafik zeigt die wichtigsten Kompetenzfelder,die der Personalkörper der Stiftung Battenberg abdecktum die hohen und gleichzeitig sehr spezifischen Anforderungender beruflichen Integration und Bildung zu erfüllen.CaseManagementWohnenFreizeitSportPädagogikSonderpädagogikManagementHumanResourcesGesundheitMedizinPsychologieTherapienMitarbeitendeKooperationenBeruflichfördern – bildenZweisprachigkeitSozialpädagogikSozialberatungProduktivarbeitenAgogikCoachingPsychologischer DienstDer vor 12 Jahren ins Leben gerufene interne PsychologischeDienst arbeitet eng mit den Berufsbildnern und mit den pädagogischenFachpersonen zusammen. Seine fachliche Zuständigkeitumfasst die Gebiete der Abklärung und Integration (Anamneseund Diagnose resp. Prognose), wenn es um den Einflusspsychischer und kognitiver Komponenten auf die Ausbildungsresp.Integrationsfähigkeit geht. In der interdisziplinären Zusammenarbeitfliessen sowohl die Resultate von Testverfahren, deranamnestischen Schwerpunkte wie auch relevante Angabenaus Berichten anderer Fachdienste in die Berichterstattung unddie Planung weiterer Schritte mit ein, insofern die beruflicheSchweigepflicht und der Datenschutz dies erlauben.Case ManagementMit der Case Management-Methode wird in der Stiftung Battenbergden komplexen Lebens- und Belastungssituationender Klienten Rechnung getragen.Nach einer umfassenden Analyse und Aufnahme durchunsere Integrationsfachperson werden mit allen Beteiligtenindividuelle Massnahmen entwickelt und aus unseren Dienstleistungsangebotendie erfolgversprechendsten ausgewählt.Die Integrationsfachperson übernimmt die Fallführung, koordiniert,verbessert und definiert mit den Klienten die nächstenLösungsschritte.Regelmässige Rückmeldungen an den Auftraggeber sind einwichtiger Bestandteil des Case Managements.AgogikMehrere diplomierte Berufsagogen fördern und unterstützenunsere Klienten am Arbeitsplatz. Nebst ihrem fundiertenagogoischen Wissen verfügen sie auch über einen eidgenössischenBerufsabschluss im Fachbereich, den sie ausbilden,abklären und trainieren.Sonderpädagogik / LerntherapieAlle Klienten, welche einen besonderen Förder- und Unterstützungsbedarfin der schulischen Berufsbildung benötigen,werden von unseren Heilpädagogen resp. Lerntherapeutengefördert und begleitet.SozialpädagogikUnsere Sozialpädagogen begleiten die Klienten im WohnundFreizeitbereich und fördern die Selbständigkeit.Sie stehen auch für die Beratung bei persönlichen, sozialenund finanziellen Fragen zur Verfügung.Beruflich fördern – bilden / produktiv arbeitenDie Aufträge von Kunden aus Wirtschaft und verwandtenGebieten bilden eine wichtige Grundlage für die praxisnaheFörderung und Bildung und Integration unserer Klienten.Davon profitieren auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterder Stiftung Battenberg, welche zu einem grossen Teilursprünglich selbst aus der freien Wirtschaft stammen undauf diese Weise mit letzterer verbunden bleiben, unter gleichzeitigerVertiefung und Aktualisierung der einst erworbenenKenntnisse und Kompetenzen.


23PersonalperspektiveIm Gleichschritt mit der Neuorganisation investierte die StiftungBattenberg auch in den Bereich Human Resources mitdem Ziel, im Rahmen der Umsetzung der Strategie 2015, diePersonal- und Organisationsentwicklung zielorientiert sicherstellenzu können Mit der Schaffung der neuen LeitungsfunktionHR-Management wurde dafür personell der Grundsteingelegt. Mit partieller Unterstützung durch einen externenHR-Experten setzte man sich aktiv und dynamisch mit denAnforderungsprofilen, den Stellenbeschreibungen sowie denerfolgsrelevanten Kompetenzen und dem Verhalten auseinander,definierte diese in einer ersten Entwicklungsstufe für alleMitarbeitenden und ermittelte die Entwicklungspotentiale.Welche Bereiche befinden sich in einer besonders starken Entwicklungsphase?Eines der Gebiete, das sich besonders stark entwickelt, istsicher das berufliche Integrationsmanagement. Die StiftungBattenberg investiert in die Weiterbildung der Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter dieser Abteilung, z.B. die Weiterbildungim Case Management.Ein weiteres Entwicklungsgebiet ist die Uhrmacherei. Hierhaben wir zwei qualifizierte Personen eingestellt, die ausgeprägteFachkompetenzen im Uhrmacherberuf mitbringen.Wie wird die Zweisprachigkeit im Alltag vom Personal derStiftung gelebt ?Die Zweisprachigkeit ist eine Bereicherung und eine Chancefür unser Zentrum für berufliche Integration und Bildung. Inunserer Arbeitsgruppe Bilinguisme, die ich leite, haben wirdie Weiterentwicklung und die Professionalisierung des Bilinguismusin der Stiftung Battenberg zum Ziel. In der Praxis istes so, dass sich jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin in derMuttersprache äussert und die andere Sprache versteht. Esgeschieht nicht selten, dass man in unseren Gängen eine Konversationhört, die in beiden Sprachen stattfindet.Frau Anita Amstutz, Leiterin HR-ManagementFrau Anita Amstutz,Leiterin HR-Management, stellten wir folgendeFragen :Die Einführung der neuen Organisation hat einen grossen Veränderungsprozesshervorgerufen, wie geht das Personal mit alldiesen Neuerungen um ?Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Battenbergzeigen ein grosses berufliches Engagement. Die aktiveMithilfe unseres Personals ist ausschlaggebend für die langfristigeerfolgsreiche Entwicklung der verschiedenen Bereichebei gleichzeitiger ständiger Fokussierung auf die beruflicheIntegration der Personen, die uns anvertraut sind. In diesemVeränderungsprozess bieten wir unserem Personal und unseremKader einen externen Coachingdienst als Begleitmassnahmean.Welche persönlichen und beruflichen Etappen haben Siedurchlaufen um zu Ihrer aktuellen Tätigkeit zu gelangen ?Ich bin im Berner Jura in einer Schweizerdeutsch sprechendenFamilie aufgewachsen und habe die Schulen auf Französischbesucht. Nach meiner Ausbildung zur KaufmännischenAngestellten sammelte ich berufliche Erfahrungen inverschiedenen regionalen Firmen. Nach drei Jahren in derStiftung Battenberg als Direktionssekretärin habe ich eineWeiterbildung im Bereich Management & Human Resourcesabsolviert und im Jahre 2012 erfolgreich abgeschlossen. Dankdieser Weiterbildung kann ich die erworbenen Fachkenntnissein der Praxis anwenden und das HR professionell führenund weiter aufbauen. Dazu erhalte ich punktuell auch Unterstützungeines externen Partners, spezialisiert im Bereich Personal-und Organisationsentwicklung.Wir danken Frau Anita Amstutz herzlich für diese Ausführungen.


24Personal und QualitätErfolgreiche Rezertifizierung 2012Was bedeutet Qualität im Change-Prozess ?Strukturveränderungen haben oft grosse Auswirkungen aufdas Qualitäts- und Prozessmanagement. Diesen Veränderungsprozesszu planen, zu begleiten und umzusetzen erfordertvon allen Mitarbeitenden viel Flexibilität, Mitdenkenund Energie. Sowohl die Chancen als auch die Risiken müssenfrühzeitig erkannt und es muss entsprechend darauf eingegangenwerden. Dies bedarf ein umsichtiges und vorausschauendesDenken und Handeln.Frau Eveline Ebinger, Leiterin Qualitäts- und ProzessmanagementAm 27./28. August 2012 fand in der Stiftung Battenbergdas reguläre Rezertifizierungsaudit statt. Mitten in einemChange-Prozess eine grosse Herausforderung. Die auditiertenSchwerpunkte bezogen sich auf– die beruflichen Abklärungs- und Eingliederungsmassnahmen– das berufliche Integrationsmanagement– das produktive Arbeiten im Uhren-, Industrie- und Dienstleistungssektor– die Bildungsdienstleistungen– die Wohndienstleistungen und Gastronomie– sowie auf die Leitung, Administration und BetriebsdiensteDie Stiftung Battenberg ist seit 2003 ISO und BSV zertifiziertund auch das Projekt Rezertifizierung 2012 durften wir nachden Standards von ISO 9001 : 2008 und BSV-IV 2000 mitErfolg abschliessen.Wo werden Schwerpunkte gesetzt ?Veränderungen rufen meist auch Widerstand hervor. Wirddieser nicht lokalisiert und überwunden, verläuft ein Change-Prozess, wenn überhaupt, nur harzig. Durch angemesseneBeteiligung und laufende Aufklärung kann die Akzeptanzerhöht werden. Zudem ist eine schrittweise Umsetzung eherverkraftbar.Worauf muss in Zukunft geachtet werden ?Neu definierte Prozesse müssen sich festigen. Das Ausprobierenohne gleich wieder Korrekturmassnahmen vorzunehmenerfordert Mut und Zuversicht. Die Neugestaltung eines Teilprozessesmuss an einem bestimmten Punkt abgeschlossenwerden, einige Zeit erprobt und bei Bedarf erst danach nochmalsverbessert werden. Der Gedanke, dass wahrscheinlichkein überarbeitetes Prozessmanagement-System auf Anhiebrund läuft, lässt mich ruhiger in die Zukunft blicken.Wir danken Frau Eveline Ebinger Racordon herzlich für dieseAusführungen.Frau Eveline Ebinger Racordon, Leiterin Qualitäts- und Prozessmanagementstellten wir folgende Fragen :


Zentrum Battenberg25ZentrumserneuerungArbeitGastroBildungWohnenMenschen mitbesonderenBedürfnissenund Zielen fürdie IntegrationZentrumspartnerFitnessWellnessTherapieMedizinGesundheitSind Sie unser neuer Partnerim Medi- und GesundheitszentrumBattenberg ?AndereDie Stiftung Battenberg Biel gab sich per 1. Dezember 2011 imRahmen der Strategie 2015 ein neues Geschäftsmodell. Dieberufliche Integration und die berufliche Bildung sind zusammenmit den Infrastruktur-Dienstleistungen die drei Hauptpfeilerdes Battenberger Geschäftsmodells.Als Eigentümerin der Zentrumsanlage an der Südstrasse 55 inBiel-Mett hat die Stiftung Battenberg im Jahr 2012 ein neueswirtschaftliches Nutzungskonzept erarbeitet. Damit soll dasZentrum weiter geöffnet und neue zur Geschäftstätigkeit derStiftung Battenberg passende Partner gewonnen werden.Für die Folgejahre ist basierend auf diesem wirtschaftlichenNutzungskonzept und dem gemäss Grundsatz- und Rah-menentscheid des Stiftungsrates vom 18.09.2012 zu erstellendenVorprojekt die Erneuerung des Zentrums in mehrerenbedürfnisgerechten Realisierungsetappen geplant.In einer ersten Etappe soll im Jahre 2013 der Gebäudeteil Ostim Sinne der Zentrumserweiterung- und -Erneuerung Partnernaus den Bereichen Therapie, Medizin und Gesundheitzugänglich gemacht werden.Die Möglichkeiten interner und externer Erweiterungensind vielfältig ; gross ist auch die Bandbreite verschiedensterneuer Tätigkeitsfelder und Betriebskonzepte derStiftung Battenberg und ihrer zukünftigen Zentrumspartner.Interessenten sind herzlich willkommen !Weitere Infos unter Telefon 032 344 25 22oder info@battenberg.ch


26Zentrum BattenbergZentrum Battenberg«First Flow – kleine Schwimmer ganz gross» neu ab August 2012im Therapiebad Battenberg – H2O Wasser erleben AGwird neuer Zentrumspartner der Stiftung BattenbergDie Marke First Flow der Firma H2O Wassererleben AG positioniert sich als grösste undinnovativste Anbieterin von Baby- und Kinderschwimmenin der Schweiz. Die nachhaltigeFrühförderung von Kleinkindern nachder Methode Augsburger steht dabei imFokus : Mit Liebe und Einfühlsamkeit gegenüberBabys und Kleinkindern – für einenoptimalen Start ins Leben, Freude am Wasserund zur Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung.Dank der Zusammenarbeit zwischen Battenbergund First Flow kann für die Stadtund Region Biel-Seeland ein gesundes Angebotfür Kinder und junge Familien weiterhinzugänglich gemacht werden. Auch das bisherigeAngebot des Therapiebades Battenbergbleibt dadurch zu einem grossen Teil,wenn auch mit neuen Rahmenbedingungen,bestehen.Dank der kommerziellen Zusammenarbeitder Firma H2O Wasser erleben AG und derPhysiotherapie Battenberg mit der StiftungBattenberg konnten sowohl das Therapiebadgerettet als auch mittelfristig fünf bis siebenArbeitsplätze gesichert werden.


Stiftungsrat, Organisation und Direktion27StiftungsratPräsidentMitgliederJean-Daniel PaschePräsident Verband derSchweizerischenUhrenindustrie FHNidauBeat AeschbacherAbteilungsvorsteher berufliche GrundbildungBerufsbildungszentrum BielPieterlen(ab 19.3.2012)Bruno MeisterGeschäftsführer/CEOTechnica AGGrenchenVizepräsidentThomas Bickel, lic. jur.Zentralsekretär Integration HandicapBadenJesus FernandezGewerkschaftssekretär UNIA Biel-SeelandNidauBlaise MonardIngenieur ETSTechnische Fachhochschule des BBZOrvinHeinz RuchBielEric RuedinGeneralsekretärAssociation Patronale de l’Horlogerieet de la Microtechnique (APHM)NeuenburgMarc F. SuterFürsprecher und NotarTüscherz-Alfermée(bis 31.12.2012)


28Stiftungsrat, Organisation und DirektionOrganisation BattenbergBerufliches Integrationsmanagement im Fokus der neuen OrganisationDer Stiftungsrat hat am 19. März 2012 auf der Basis des neuenGeschäftsmodells sowie dem erweiterten Dienstleistungsangebotdie neue Organisation der Stifung Battenberg festgelegt.Mit der Neuorganisation soll die Erbringung derDienstleistungen für die berufliche Integration und Bildungfokussiert auf die Bedürfnisse der Auftraggeber und Klientenprofessionell und wirkungsorientiert erbracht werden. DieZusammenarbeit mit der Wirtschaft hinsichtlich der beruflichenIntegration und die entsprechende Arbeits- und Praktikavermittlungdurch die Stiftung Battenberg werden neuin einer Abteilung «Berufliches Integrationsmanagement»gebündelt und weiterentwickelt. Diese Organisationseinheiterbringt und koordiniert markt- und kundenorientiert unterMitwirkung der anderen Abteilungen die beruflichen Integrationsdienstleistungender Stiftung Battenberg.StiftungsratDirektionHR ManagementQualitäts- undProzessmanagementUhrenbereichIndustriebereichBeruflichesIntegrationsmanagementDienstleistungsbereichWohn-, GesundheitsundGastronomiebereich


29Betriebsleitungvon links nach rechts :Anita Amstutz, StudenLeiterin HR-ManagementMarkus Gerber, BüetigenDirektorUeli Moser, MeyriezLeiter Berufliches Integrationsmanagement(ab 1.1.2013)Eveline Ebinger Racordon, BielLeiterin Qualitäts- und ProzessmanagementBruno Joder, BielLeiter IndustriebereichChristina Unternährer, BielCo-Leiterin Dienstleistungsbereich(nicht Mitglied der Betriebsleitung)Andreas Löffler, IpsachLeiter Uhrenbereich(ab 1.11.2012)Dominik Strobel, BielLeiter Finanzen,Co-Leiter DienstleistungsbereichRoland Rudolf, SafnernLeiter Wohn-, GesundheitsundGastronomiebereich


30JahresrechnungJahresrechnungIm Rahmen der Umsetzung der Strategie 2015 wird auch dieRechnungslegung neu ausgerichtet. Die Stiftung Battenberghat im Geschäftsjahr 2012 ihre Rechnungslegung nach SwissGAAP FER aufgebaut und wendet die entsprechenden Standardsan.Damit will die gemeinnützige, private Stiftung Battenbergdie Transparenz und Objektivität in der Berichterstattungerhöhen und die Anwendung eines Standards vornehmen.Mit diesem Schritt werden einerseits die Anforderungen desneuen Rechnungslegungsrechts, gültig seit 1. Januar 2012, undandererseits die vertraglichen Vorgaben und Empfehlungender neuen Leistungsvereinbarung mit der EidgenössischenInvalidenversicherung, gültig seit 1. Januar 2013, erfüllt.Als Vorarbeit wurde im Jahr 2011 die Liegenschaft der StiftungBattenberg durch einen unabhängigen Schätzungsexpertenbewertet.Die Betriebsreserven und freien Fonds der Schlussbilanz 2011wurden per 01.01.2012 umqualifiziert. Nebst der Bildung desFondskapitals von CHF 1’579’524.41 wurde eine Rückstellungfür Restrukturierung gebildet.Die Neubewertung der Liegenschaft auf CHF 11’795’864.–führte zu einer Erhöhung des Anlagevermögens. Aufgrunddieser Neubewertung wurde die Bewertungsreserve vonCHF 10’179’664.– in den Passiven gebildet.Die Neubewertung der Vorräte ergab einen einmaligenausserordentlichen Gewinn von CHF 95’424.–.Geschäftsjahr 2012Wie agierte die Stiftung Battenberg im Geschäftsjahr 2012im Spannungsfeld von zum Teil neuen Rahmenbedingungen,Anforderungen sowie erhöhtem Kosten- und Konkurrenzdruck?Die Stiftung setzte den eingeleiteten Change und Erneuerungsprozesskonsequent fort und investierte entwicklungsorientiertin die Zukunft.Die Stiftung Battenberg konnte die Anzahl Klienten im Jahr2012 um über zehn Prozent erhöhen, realisierte jedoch trotzdemeinen Umsatzrückgang von acht Prozent. Die Klientenwaren durchschnittlich pro Massnahme weniger lang inder Stiftung Battenberg und wurden zum Teil schneller oderfrühzeitig in den ersten Arbeitsmarkt integriert. Damit unterstütztdie Stiftung Battenberg die Umsetzung der Revisionsvorgabender Invalidenversicherung, dies will und wird sieauch in Zukunft konsequent tun, was jedoch verstärkt unternehmerischerespektive betriebswirtschaftliche Massnahmenerfordert.Die Stiftung Battenberg schliesst das Geschäftsjahr 2012 dankstraffem Kostenmanagement, entwicklungsorientiertem Ressourceneinsatzsowie getätigten Restrukturierungen auf demBreak-Even-Point mit einem Jahresergebnis von CHF 5’258.13ab ; erreicht damit den budgetierten Jahresgewinn vonCHF 50’000.– jedoch nicht.Mit den im Geschäftsjahr 2012 getätigten Entwicklungen undInvestitionen erhöhte sie ihr Potential weiter mit dem Ziel fürihre Kunden und Auftraggeber attraktive, wettbewerbsfähigeDienstleistungen erbringen zu können.Finanzperspektive - AusblickDer eingeleitete Change- und Erneuerungsprozess soll fortgesetztwerden. Dies geht mit weiteren Investitionen und wonotwendig, weiteren Restrukturierungen einher und solldie mittelfristige finanzielle Ertragskraft weiter nachhaltigstärken.Die Zahlentabellen, Grafiken und Ausführungen zur Bilanz,Jahres- und Geldflussrechnung sowie der Anhang auf dennachfolgenden Seiten geben im Detail Aufschluss über dieaktuelle finanzielle Situation der Stiftung Battenberg.


32JahresrechnungBilanzper 31. Dezember 2012Aktiven Eröffnungsbilanz 2012 Schlussbilanz 2012 Abweichungnach UmbewertungUmlaufsvermögenFlüssige Mittel 1’440’136.58 1’021’202.45 -418’934.13Debitoren 2’029’015.10 1’604’013.60 -425’001.50Vorräte 95’430.00 108’520.00 13’090.00Transitorische Aktiven 23’447.95 8’472.50 -14’975.45Total Umlaufsvermögen 3’588’029.63 2’742’208.55 -845’821.06AnlagevermögenImmobilien 11’795’864.00 11’744’764.00 -51’100.00Betriebseinrichtungen 386’100.00 637’900.00 251’800.00Fahrzeuge 1’500.00 8’100.00 6’600.00Wertschriften und Finanzanlagen 17’300.00 17’000.00 -300.00Immaterielle Anlagen 0. 00 525’775.00 525’775.00Total Anlagevermögen 12’200’764.00 12’933’539.00 732’775.00Total Aktiven 15’788’793.63 15’675’747.55 -113’046.08PassivenFremdkapitalKurzfristiges FremdkapitalLieferanten-Kreditoren 159’133.47 197’205.78 38’072.31Übrige Kreditoren 57’145.42 20’145.20 -37’000.22Transitorische Passiven 68’263.85 87'750.03 19’486.18Total kurzfristiges Fremdkapital 284’542.74 305’101.01 20’558.27Langfristiges FremdkapitalHypothekarschulden 3’000’000.00 3’000’000.00 0.00Rückstellungen für Restrukturierung 500’000.00 500’000.00 0.00Total langfristiges Fremdkapital 3’500’000.00 3’500’000.00 0.00Fondskaptial 1’579’524.41 1’579’524.41 0.00OrganisationskapitalStiftungskapital 106’200.00 106’200.00 0.00Neubewertungsreserven– davon Aufwertungen vom historischen Anschaffungswertzum Buchwert 3’441’878.90 3’441’878.90 0.00– davon Aufwertungen bis zum historischenAnschaffungswert 6’737’785.10 6’737’785.10 0.00Ao Erfolg aus Aktivierung Vorräte per 1.1.2012 95’424.00 0.00 -95’424.00Jahresergebnis 2012 0.00 5’258.13 5’258.13Jahresergebnis 2011 43’438.48 -43’438.48Total Organisationskapital 10’424’726.48 10’291’122.13 -133’604.35Total Passiven 15’788’793.63 15’675’747.55 113’046.08


33Kommentar und Illustrationzur Bilanz per 31. Dezember 2012AktivenDie Abnahme des Umlaufsvermögens istauf die Abnahme der Flüssigen Mittel(CHF -418'934.–) und den tieferen Debitorenbestand(CHF -425'001.50) per 31. 12. 2012zurückzuführen. Trotz der Abnahmeder Flüssigen Mittel ist deren Bestand mitknapp über einer Million per Ende Jahr nachwie vor gut.Total UmlaufvermögenTotal AnlagevermögenDie Immobilie der Stiftung Battenberg weisteinen Wert von CHF 11'744'764 auf und istdie grösste Position im Anlagevermögen(74.95 %).PassivenDas Fremdkapital ist mit einer leichtenZunahme von CHF 20’558.27 (0.64 %)praktisch unverändert zur Eröffnungsbilanz.Der Anteil des Fondskapitals an den Passivenbeträgt 10.1 %.Die Neubewertungsreserve weist einen Wertvon CHF 10'179'664.– auf und ist mit 98.5 %die grösste Position im Organisationskapital.Die Neubewertungsreserve entspricht demUmfang der Aufwertung der Immobilie.Total kurzfristiges FremdkapitalTotal langfristiges FremdkapitalTotal FondskapitalStiftungskapitalNeubewertungsreservenJahresergebnis 2012Jahresergebnis 2011


34JahresrechnungErfolgsrechnung 2012BetriebsertragNettoerlöse aus Leistungen der beruflichen Integration 6’306’926.74Nettoerlöse aus Erzeugnissen Produktion 331’355.03Nettoerlöse aus Dienstleistungen 547’017.33Total Betriebsertrag 7’185’299.10Materialaufwand, Waren und DrittleistungenMaterialaufwand und Warenaufwand Ausbildung 147’927.76Materialaufwand und Warenaufwand Produktion 112’040.37Materialaufwand und Warenaufwand Dienstleistungen 416’882.81Übriger Direkter Material- und Warenaufwand 1’957.95Total Materialaufwand, Waren und Drittleistungen 678’808.89BetriebsaufwandPersonalaufwand 5’290’489.80Raumaufwand extern (Mieten) 49’699.75Raumaufwand extern für eigene Liegenschaft 2’301.05Mieten (Verrechnung von Liegenschaft) 459’015.00Nebenkosten intern (Verrechnung von Liegenschaft) 170’000.00Unterhalt, Reparaturen, Ersatz, Leasing mobile Sachanlagen 76’374.12Fahrzeug- und Transportaufwand 27’559.40Sachversicherungen, Abgaben, Gebühren 30’820.75Energie und Entsorgungsaufwand 8’804.25Verwaltungs- und Informatikaufwand 276’790.04Werbeaufwand 9’773.90Übriger betrieblicher Aufwand 1’165.60Total betrieblicher Aufwand 6’402’793.66Betriebsergebnis vor Finanzerfolg 50’270.56Finanzaufwand 883.11Finanzertrag 2’385.30Finanzerfolg 1’502.19Ertrag aus freien Zuwendungen 13’035.25Ertrag aus zweckgebundenen Zuwendungen 0.00Total Ertrag aus Zuwendungen 13’035.25Betriebsergebnis nach Finanzerfolg und Zuwendungen 64’808.00Ausserordentlicher Aufwand 0.00Ausserordentlicher Ertrag 95’124.00Total ao, einmaliger oder periodenfremder Erfolg 95’124.00Betriebsfremder Aufwand 0.00Betriebsfremder Ertrag 0.00Total betriebsfremder Erfolg 0.00Total nach ao und betriebsfremdem Erfolg 159’932.00Aufwand Zentrum 932’156.09Ertrag Zentrum 777’482.22Erfolg Zentrumsrechnung -154’673.87Betriebsergebnis nach Erfolg Zentrumsrechnung 5’258.13Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Anlagevermögen 53’425.99Betriebsergebnis vor Finanzerfolg 50’270.56


35Kommentar und Illustrationzur Erfolgsrechnung 2012AufwandDer Personalaufwand ist mit CHF 5'290'489.80oder 82.6 % die grösste Aufwandposition,gefolgt von den Miet- und Nebenkosten(CHF 681'015.80) und dem Verwaltungs- undInformatikaufwand CHF 276'790.04.PersonalaufwandRaumaufwand extern (Mieten)Raumaufwand extern für eigene LiegenschaftMieten (Verrechnung von Liegenschaft)Nebenkosten intern (Verrechnung von Liegenschaft)ErtragDie Nettoerlöse aus den Leistungen fürdie berufliche Integration betragenCHF 6'306'926.74 und machen 87.8 %des Ertrages aus.In den Nettoerlösen aus Erzeugnissen Produktionsind die Kundenarbeiten, welche dieStiftung Battenberg in den Bereichen Uhrmacherei,Elektronik und Mechanik erbringt,zusammengefasst.Nettoerlöse aus DienstleistungenNettoerlöse aus Erzeugnissen ProduktionNettoerlöse aus Leistungender beruflichen IntegrationDie Nettoerlöse aus Dienstleistungen beinhaltendie Kundenarbeiten der Polygrafie, desTreuhandbereichs, der Bürodienstleistungen(Service+) und den gastronomischen Dienstleistungen(Restaurant und Partyservice).Die Zentrumsrechnung weist ein Defizit vonCHF -154'674.– aus. Dieses Defizit ist hauptsächlichauf Räumlichkeiten zurückzuführenwelche nicht vermietet werden konnten.


36JahresrechnungUmqualifizierung und Umbewertung Bilanz per 1.1.2012BilanzSchlussbilanz 2011 Umqualifizierung Eingangsbilanzper 1.1.2012UmbewertungAnfangsbilanznach UmbewertungAktivenUmlaufsvermögenFlüssige Mittel 1’440’136.58 1’440’136.58 1’440’136.58Debitoren 2’029’021.10 2’029’021.10 -6.00 2’029’015.10Vorräte 95’430.00 95’430.00Transitorische Aktiven 23’447.95 23’447.95 23’447.95Total Umlaufsvermögen 3’492’605.63 0.00 3’492’605.63 95’424.00 3’588’029.63AnlagevermögenImmobilien 1’616’200.00 1’616’200.00 10’179’664.00 11’795’864.00Betriebseinrichtungen 386’100.00 386’100.00 386’100.00Fahrzeuge 1’500.00 1’500.00 1’500.00Wertschriften und Finanzanlagen 17’300.00 17’300.00 17’300.00Total Anlagevermögen 2’021’100.00 0.00 2’021’100.00 10’179’664.00 12’200’764.00Total Aktiven 5’513’705.63 0.00 5’513’705.63 10’275’088.00 15’788’793.63PassivenFremdkapitalKurzfristiges FremdkapitalLieferanten-Kreditoren 159’133.47 159’133.47 159’133.47Übrige Kreditoren 57’145.42 57’145.42 57’145.42Transitorische Passiven 68’263.85 68’263.85 68’263.85Total kurzfristiges Fremdkapital 284’542.74 0.00 284’542.74 0.00 284’542.74Langfristiges FremdkapitalHypothekarschulden 3’000’000.00 3’000’000.00 3’000’000.00Rückstellungen für Restrukturierung 500’000.00 500’000.00 500’000.00Total langfristiges Fremdkapital 3’000’000.00 500’000.00 3’500’000.00 0.00 3’500’000.00Total Fondskapital 0.00 1’579’524.41 1’579’524.41 1’579’524.41OrganisationskapitalStiftungskapital 106’200.00 106’200.00 0.00 106’200.00Neubewertungsreserven 0.00 10’179’664.00 10’179’664.00- davon Aufwertungen vom historischenAnschaffungswert zum Buchwert 0.00 3’441’878.90 3’441’878.90- davon Aufwertungen bis zum historischenAnschaffungswert» 0.00 6’737’785.10 6’737’785.100.00 0.00Betriebsreserven 2’039’093.46 -2’039’093.46 0.00 0.00Freie Fonds 40’430.95 -40’430.95 0.00 0.00Jahresergebnis 2012 (ao Erfolg aus Aktivierung Vorräte) 0.00 95’424.00 95’424.00Jahresergebnis 2011 43’438.48 43’438.48 43’438.48Total Organisationskapital 2’229’162.89 -2’079’524.41 149’638.48 10’275’088.00 10’424’726.48Total Passiven 5’513’705.63 0.00 5’513’705.63 10’275’088.00 15’788’793.63


37BetriebsaufwandKommentar zur Umstellung der Bilanz per 1.1.2012Die Stiftung Battenberg führte per 1.1.2012 die Rechnungslegungauf Basis von Swiss GaAp Fer ein. Als Vorarbeit wurdeim Jahr 2011 die Liegenschaft der Stiftung Battenberg durcheinen unabhängigen Schätzungsexperten bewertet.Die Betriebsreserven und freien Fonds der Schlussbilanz 2011wurden per 1.1.2012 umqualifiziert. Nebst der Bildung desFondskapitals von CHF 1'579'524.41 wurde eine Rückstellungfür Restrukturierung gebildet.Die Neubewertung der Liegenschaft auf CHF 11'795'864.–führte zu einer Erhöhung des Anlagevermögens.Aufgrund dieser Neubewertung wurde die Bewertungsreservevon CHF 10'179'664.– in den Passiven gebildet.Die Vorräte, welche seit Jahren jeweils inventarisiert jedochnie aktiviert wurden, ergeben einen einmaligen ausserordentlichenGewinn von CHF 95'424.–.PersonalaufwandBesoldungen 4’966’941.60 5’024’829.35Sozialleistungen 938’645.60 1’037’863.20Personalnebenaufwand 46’177.05 44’104.85Honorare für Drittleistungen 0.00 0.00Total Personalaufwand 5’951’764.25 6’106’797.40SachaufwandMedizinischer Bedarf 2’156.02 1’794.30Lebensmittel und Getränke 212’432.68 231’924.75Haushalt 42’513.61 50’783.93Unterhalt Immobilien und Mobilien 268’884.87 346’527.01Aufwand für Anlagennutzung 261’309.30 238’707.80Abschreibungen 125’342.19 121’087.65Energie und Wasser 233’733.51 239’653.45Schulung und Ausbildung 90’416.06 118’475.15Büro und Verwaltung 232’440.25 104’732.05Aufwandverrechnung für Erträge aus beruflicher Ausbildung,Produktion sowie Leistungen an Personal und Dritte 311’801.21 297’732.23Übriger Sachaufwand 148’767.35 142’980.40Total Sachaufwand 1’929’797.05 1’894’398.72Total Betriebsaufwand 7’881’561.30 8’001’196.12Erflogsrechnung 2011BetriebsaufwandBetriebsertragRechnung 2010CHFPersonalaufwandErtrag für berufliche AusbildungBesoldungen 4’966’941.60 Tagespauschalen 5’024’829.35 IV -57’887.75 6’901’798.52 7’202’080.50Sozialleistungen 938’645.60 Tagespauschalen 1’037’863.20 nicht IV -99’217.60 15’560.00 14’515.00Personalnebenaufwand 46’177.05 Total Ertrag für berufliche 44’104.85 Ausbildung 2’072.20 6’917’358.52 7’216’595.50Honorare für Drittleistungen 0.00 Erträge aus Produktion 0.00 0.00 744’216.46 660’251.85Total Personalaufwand 5’951’764.25 Miet- und Kapitalzinsertrag 6’106’797.40 -155’033.15 59’770.62 59’692.55Erträge Leistungen an Personal und Dritte 203’654.18 203’093.67SachaufwandTotal Betriebsertrag 7’924’999.78 8’139’633.57Medizinischer Bedarf 2’156.02 1’794.30 361.72Lebensmittel und Getränke 212’432.68 Betriebserfolg 231’924.75 -19’492.07 43’438.48 138’437.45Haushalt 42’513.61 50’783.93 -8’270.32Unterhalt Immobilien und Mobilien 268’884.87 346’527.01 -77’642.14Aufwand für Anlagennutzung 261’309.30 238’707.80 22’601.50Kommentar zur Erfolgsrechnung 2011Abschreibungen 125’342.19 121’087.65 4’254.54Energie und Wasser 233’733.51 239’653.45 -5’919.94Schulung und AusbildungBüro und VerwaltungAufwandverrechnung für Erträge aus beruflicher Ausbildung,90’416.06232’440.25Aufgrund der 118’475.15 neuen Rechnungslegung -28’059.09 ab 01.01.2012 kann dieErfolgsrechnung 104’732.05 2011 nicht mit der Erfolgsrechnung 127’708.20 2012 verglichenwerden. Mit der neuen Rechnungslegung wurde dasProduktion sowie Leistungen an Personal und Dritte 311’801.21 297’732.23 14’068.98Zentrum gesondert ausgewiesen, was massgeblichen EinflussÜbriger Sachaufwand 148’767.35 142’980.40 5’786.95Total Sachaufwand 1’929’797.05auf die Kosten-1’894’398.72und Ertragsstruktur hat.35’398.33Total BetriebsaufwandBetriebsertrag7’881’561.30 Die Kosten 8’001’196.12 für den Unterhalt des Zentrums, -119’634.82 den Aufwand fürdie Anlagennutzung, die Abschreibungen der Immobilie undder Aufwand für Energie- und Wasser werden dem Zentrumbelastet. Im Gegenzug wird der Stiftung ein interner Mietertragder benutzen CHF Räumlichkeiten verrechnet.Rechnung 2010AbweichungCHFErtrag für berufliche AusbildungTagespauschalen IV 6’901’798.52 7’202’080.50 -300’281.98Tagespauschalen nicht IV 15’560.00 14’515.00 1’045.00Total Ertrag für berufliche Ausbildung 6’917’358.52 7’216’595.50 -299’236.98Erträge aus Produktion 744’216.46 660’251.85 83’964.61


38JahresrechnungAnhang zur Jahresrechnung2012 20111. Gesetzlich vorgeschriebene AngabenAngewendete RechnungslegungsgrundsätzeErstmalige Anwendung von Swiss GAAP FERAngewendete Bewertungsgrundlagen und BewertungsgrundsätzeAbweichung : Immobile Sachanlagen, Aufwertung 10’179’664.00 –.—Bilanzierung zum Nutzwert nach Schatzungsbericht Thomet vom 14. Juni 2011Stiftungsrat und Direktion erachten die Bilanzierung zum Nutzwert als angemessen.Bilanzbild und Transparenz sollen erhöht werden und die Finanzierungssubstanz aufzeigen.Aktivierter Entwicklungsaufwand 525’775.00 –.—Die Aktivierung erfolgte nach den Bewertungsgrundlagen und Bewertungsgrundsätzen, die kumulativ erfüllt sind.Erstmalige Darstellung der Jahresrechnung nach neuem RechnungslegungsrechtBrandversicherungswerte der SachanlagenEinrichtungen, Mobiliar, Maschinen 3’245’000.00 3’245’000.00Liegenschaften, Index 194 18’054’700.00 18’054’700.00Gesamtbetrag der zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändeten oder abgetretenen Aktivensowie der Aktiven unter EigentumsvorbehaltBuchwert belastete Immobilien 11’744’764.00 1’616’200.00BEKB, Limite Betriebskredit 200’000.00 200’000.00Schuldbriefe als Sicherheit für Hypotheken und Banklimite 5’670’000.00 5’670’000.00Verbindlichkeiten gegenüber VorsorgeeinrichtungPensionskasse der Stadt BielDeckungsgrad gemäss Vorsorgestiftung in %, 2012 provisorisch 93.54 89.77Die Pensionskasse der Stadt Biel sieht in ihrer Email vom 26. Februar 2013, bei der aktuellen Unterdeckung,keine Sanierungsmassnahmen vor. Die Voraussetzungen zur Bildung einer Rückstellung sind somit nicht gegeben.Risikobeurteilung im Sinne von Art. 83b Abs. 3 ZGBDer Stiftungsrat hat periodisch ausreichende Risikobeurteilungen vorgenommen und allfällig sich daraus ergebendeMassnahmen eingeleitet, um zu gewährleisten, dass das Risiko einer wesentlichen Falschaussage in der Rechnungslegungals klein einzustufen ist.2. Freiwillige AngabenFondsFondskapitalien 1’579’524.41 20’859.55Einlagen – Spenden 2011 19’571.40 77.95Einlagen – Anteil Betriebskapital 1’539’093.46 –.—Entnahmen –.— –.—Versicherungswerte/SteuerwerteGeschäftsversicherungen Betriebshaft, Wasser 16’790’000.00 16’790’000.00Amtlicher Wert der Liegenschaften 9’613’000.00 9’613’000.00


Bericht der Revisionsstelle39RevisionsberichtBericht der Revisionsstelle zur Eingeschränkten Revision an den Stiftungsrat derStiftung Battenberg Biel, Biel.Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang) derStiftung Battenberg Biel, Biel, für das am 31. Dezember 2012 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.Für die Jahresrechnung ist der Stiftungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht,diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungenhinsichtlich Zulassung und Unabhängigkeit erfüllen.Unsere Revision erfolgte nach dem Schweizer Standard zur Eingeschränkten Revision. Danach ist dieRevision so zu planen und durchzuführen, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnungerkannt werden. Eine eingeschränkte Revision umfasst hauptsächlich Befragungen und analytischePrüfungshandlungen sowie den Umständen angemessene Detailprüfungen der beim geprüftenUnternehmen vorhandenen Unterlagen. Dagegen sind Prüfungen der betrieblichen Abläufe und desinternen Kontrollsystems sowie Befragungen und weitere Prüfungshandlungen zur Aufdeckungdeliktischer Handlungen oder anderer Gesetzesverstösse nicht Bestandteil dieser Revision.Bei unserer Revision sind wir nicht auf Sachverhalte gestossen, aus denen wir schliessen müssten,dass die Jahresrechnung sowie der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinns, nicht demerstmals angewandten Standard nach Swiss GAAP FER, dem Gesetz, den Statuten und denReglementen entsprechen.Büren an der Aare, 28. Februar 2013TRZ Treuhand Zulauf AGH. Zulaufdipl. Buchhalter/Wirtschaftsprüferzugelassener Revisionsexperte RABBeilage:Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung, Anhang)Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinns


40SpendenHerzlichen DankDie Mittel aus Spenden und anderen Zuwendungen setzen wir gerne für besondere Projekteim Interesse und zum Wohl der Lernenden und Mitarbeitenden ein. Sie sind für unser beruflichesIntegrations- und Ausbildungszentrum sehr wichtig und wertvoll.Wir danken allen Gönnern und Sponsoren herzlich für die grosszügige Unterstützung !Einen besonderen Dank richten wir an den Verein «Freunde der Stiftung Battenberg».Die Zusammenarbeit mit ihnen, ihr Engagement und ihre Unterstützung wird sehr geschätztund ist sehr wertvoll.SpendenSpenden für unser berufliches Integrations- und Ausbildungszentrumsind herzlich willkommen und können auf die nachfolgendenKonten erfolgen :Postcheckkonto 25-5640-3Berner KantonalbankKonto Nr. 16 340.961.0.31IBAN : CH 36 0079 0016 3409 6103 1BIC : 79010 SWIFT : KBBECH22


Impressum – Kontact41ImpressumHerausgeberStiftung Battenberg, DirektionGestaltung/SatzStiftung BattenbergAusbildungsatelier PolygrafieAlleestrasse 11, 2503 BielDruckEdiprim AG, Biel-BienneAuflage vom 25.3.20133500 ExemplareKontaktStiftung BattenbergSüdstrasse 55Postfach 81622500 Biel 8Telefon 032 344 25 22Telefax 032 341 98 29info@battenberg.chwww.battenberg.ch

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