nummer 97 oktober 2003 thema: - CEMP Online

cemp.online.de
  • Keine Tags gefunden...

nummer 97 oktober 2003 thema: - CEMP Online

Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Land NiedersachsenPostfach 265 • 30002 Hannover • Telefon 0511/1241-569 • info@niedersachsen.vcp.dethema:nummer 97oktober 20031


editorial2Liebe Lesende,schlimmer wird’s nimmer: Rente runter, Steuernhoch, null Zahnersatz, nix zu beißen, derlange heiße Sommer ein Vorbote der Klimakatastrophe,Jugendarbeit durch Sparrundenim Land und Kommunen auf Eis gelegt,Deutschlands Kinder werden immer dicker undCEMP immer dünner. Wir aber, liebe Lesende,rufen euch zu: Bleibt wacker! Es werden auchwieder andere Zeiten kommen (ChristophsDracena geht es auch schon wieder besser –ist lange kein rauchender AnP-Redakteur zuBesuch gewesen).Vorerst spricht auch nichts gegen einen tollenINHALTnachrichten .................................................................. 3foto des quartals .......................................................... 4thema ........................................................................... 6Astrid Lindgrens Märchen ................................................. 6Ein Definitionsversuch ...................................................... 8Nation: Ein Mythos ........................................................... 9Regionale Märchen: Till Eulenspiegel............................... 10zur sache:Aktion „wir bewegen“ ..................................................... 11caminos verdes:Wer ist eigentlich Pissenisse? ......................................... 12umweltseite:Alternativen zum Öl ........................................................ 13berichte:Sommerfahrt der Kleinen Prinzen .................................... 14R/R Kurs Oldenburg ........................................................ 15Empfang des Ministerpräsidenten Wulff .......................... 17nabelschauMiles and Moor: Hajkbüro Süd versumpft? ....................... 18bauchladen ................................................................. 19harte nuss .................................................................. 20Fahrtenherbst. Lasst die Leserbriefe rollen unddie E-Mails hereintragen. Wir sehen uns aufdem Kongress; einen Vorgeschmack zum ThemaMärchen gibt’s auf Seite 6. In der nächstenAusgabe verschlägt es uns dann nach Norwegen.Bis dahin: Eure RedAKtionIMPRESSUM„CEMPCEMP“, Ausgabe 97, Oktober 2003CEMP ist die Zeitschrift für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterim VCP Land Niedersachsen und erscheint quartalsweise. DerBezugspreis ist mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten. Ein freiwilligesAbonnement zum Preis von 15 Euro im Jahr ist erwünscht.Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nichtnotwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktionbehält sich vor, Zuschriften zu kürzen. Leider wiederkeine 18 Seiten geschafft.Verleger:VCP Land Niedersachsen e.V.Herausgeber: Landesleitung VCP NiedersachsenRedAKtion (V.i.S.d.P.i.S.d.P.):.): Caroline Stannat (Caro), Sebastian Reichert(Buddy), Christoph Knoke (ck), Sören Köpke (sökö), HannoTerbuyken (Hanno), Thomas Forkmann (Tommy), Linn FennaGroeneveld (Linn), Christiane Habekost (Chrissi), NilsSchierkolk (Nils), Lars Peter Schierkolk (Patti)Mitwirkende dieser Ausgabe: Gunnar Czimczik, Lars Möbius,Jan „Henna“ Kroschewski, Britta Wagener, Ole Petersen, Matthias„Höttges“ Leese, Susanne Kaplan, Heike Jungherr, MaikeKrewega, Jürgen „mentos“ Hoffmann, Karen Ludewig, KayWegener, Christa GruschkaGraphik, Satz und Layout: Caro, Linn, sökö, Patti, ck, David„Duffy“ WeßlingDruck: Akzent^Druck, HannoverAuflage: 1.600 StückRedaktionsanschrift: RedAKtion CEMP, VCP Land Niedersachsen,Postfach 256, 30002 HannoverMailto: redAKtioncemp@niedersachsen.vcp.deWeb: www.cemp-online.deAnzeigenleitung: Susanne Kaplan, VCP Land Niedersachsen,Alte Döhrener Str. 39, 30159 Hannover, Telefon 05 11/ 809 4141, Telefax 05 11/ 809 45 96


nachrichtenFreie Fahrt nach WienDer VCP Niedersachsen sucht noch zwei Menschen,die dasFriedenslicht für diediesjährigen Aktionenaus Wien abholen.Dieser vorwochenendlicheKurzausflug in BegleitungvonVertreterInnen ausBdP, DPSG undPSG kostet Euchnicht einen Centund bringt laut Aussagender Vorjahresdelegationjede Menge Spaßmit sich. Das ganzefindet vom 11.bis 13. Dezemberstatt. Bei Interessemeldet Euch bitte im Landesbüro bei Mertenunter 0511/1241-570.JuleiCa aktuellMit freundlichen Grüßen aus dem Landesbüroweißt Christa auf folgendes hin:Was müsst Ihr tun, um eine JugendleiterInnenCard(JuleiCa) zu bekommen?Ihr schickt uns, wenn ihr mindestens 16 Jahrealt seid, und an einem Grundkurs teilgenommenhabt, einen formlosen Antrag zur Ausstellungeiner JuleiCa– mit Angabe des Namens, eurer Adresse undeures Geburtsdatums,– ein Passbild (35 x45mm) und– die Bescheinigungen über den Grundkursund der Erste Hilfe Kurs.Wir geben die Daten in eine elektronischeMaske ein, kleben das Passbild auf den Ausdruckund schicken den Antrag an das Landesjugendamt.Von dort geht der Antrag weiter aneine Druckerei.Auf dem umgekehrten Weg kommt die fertigeJuleiCa an das Landesbüro zurück und wir leitensie an euch weiter. Das ganze dauert inder Regel drei Monate.Die JuleiCa gilt drei Jahre und kann nicht verlängertwerden.Wenn eure JuleiCa abgelaufen ist, gilt das gleicheVerfahren. Nur solltet ihr in der Zwischenzeiteine Weiterbildungsveranstaltung besuchthaben und davon eine Bescheinigung einreichen.Warum solltet ihr überhaupt eine JuleiCa haben?Für den VCP ist es wichtig, dass seineGruppenleiterInneneine JuleiCa überden VCP beantragen,und das nichtnur für die Jugendhilfestatistik.DieJuleiCa bestätigt gegenüberpolitischen,kirchlichen,öffentlichen undrechtlichen Trägern,dass ihr ausgebildeteGruppenleiterInnenseid und euch eurer Verantwortungbewusst seid. Sie ermöglicht auch allerlei Vergünstigungen.Seht dazu am besten mal beiwww.juleica.de nach.GruppenleiterInnen aus den Bezirken PaulSchneider, Hannover und Oldenburg beantragendie JuleiCa über ihren Bezirk!HerbstkurseWie üblich finden auch dieses Jahr in denHerbstferien Grund- und DGD-Kurse statt. Dadas Kursbuch nun zum ersten Mal für das ganzeJahr gilt, sei an dieser Stelle noch einmalfürsorglichst an die Herbstkurse erinnert. Solltetihr euer Kursbuch gerade nicht zur Handhaben, fragt einfach im Landesbüro nach oderschaut auf die Homepage.Landeslagerhomepage onlineAb sofort findet Ihr aktuelle Informationenrund um das Landeslager 2004 unterhttp://www.vcp-lala.de. Neben ersten konkretenGedanken zur Spielidee und Bildernvom Lagerplatz, findet Ihr dort die Jobbörseund die Möglichkeit, Materialien für diePressearbeit vor Ort zu erhalten. Wer immerauf dem Laufenden beleiben möchte,kann sich dort auch in eine Mailingliste eintragen.3


nachrichtenEdle und hochwohlgeborene Leute von Niedersachsen!Es war einmal im Jahre zweitausend und drei,in dem Ihr alle geladen seyet Euch einzufindenauf der Feste Ludwigstein im KurhessischenWerratal.Dort wollen wir uns gegen Sonnenuntergangdes Freytages einfinden,zu lauschen der Märchenund Legendenlängst vergessenerTage.Am Samstagemöget Ihr Euch ingeneigten Kreisendem Studium dervielfältigsten WissenschaftenalterGeschichten undder aus heutigen Zeitenwidmen.Zu späterer Stunde sollEuch ein Festmahl gereichetsein und Eure Ohren sollen von denlieblichen Klängen der Spielleute mit NamenLiederjan betöret werden.Am Sonntage sollet Ihr wenn die Sonne amhöchsten steht wieder gen Heimat ziehen.Dem Landgrafen Ludwig ist für die Beherbergungein Obolus von 22 Silberlingen zu ent-Termine08.10. Erweiterte Landesleitung, 18:00Uhr, Hannover9.10. Redaktionssitzung CEMP, 18:30Uhr, Hannover10.-17.10. Grundkurs – Region Süd11.-17.10. Deine Gruppe und Du –Region Mitte11.-18.10 Grundkurs – Region West11.-18.10. Deine Gruppe und Du –Region West11.-17.10. Deine Gruppe und Du –Region Ost19.10. Kongressvorbereitung, 11:00 Uhr,Hannoverrichten.Gebet ein Schriftstück versehen mit Eurem Initialenan die Regentschaft in Hannover, woraufEuch ein Schreibenüber den Verkehr derReisekutschen und weitererVerkündigungen zurückgesandtwerde.So freuen wir uns aufdiese Zusammenkunftim Herbsteund möge der heiligeVater bis dahinEuren SchrittenKraft und Rechtschaffenheitgebenund Euch auf EurerReise begleitenEuer VorbereitungskreisKongress 2003Burg Ludwigsteinvom 7. bis 9. NovemberTeilnehmerInnenbeitrag: 22 EuroAnmeldeschluss: 23. Oktober 200324.-26.10. Landeslagervorbereitung, GroßGoltern07.-09.11. Kongress 2003 "Wir sind vollerMärchen und Legenden", BurgLudwigstein13.11. Landesteamsitzung, 18:00 Uhr,Hannover14.-16.11. Layoutwochenende CEMP, Hannover28.-30.11. Vorbereitungstreffen CaminosVerdes14.12. Friedenslichtaussendungsfeier17.12. Erweiterte Landesleitung,18:30 Uhr, Hannoverab 28.12. Silvesterseminar der Ranger/Rover5


thema:themaMärchen und Erzählungen von Astrid LindgrenWieso tut sie su?Mal angenommen, ihr würdet Euch mitjemandem über Schweden unterhalten, das Land der Seen, der wildenFlüsse und grünen Hügel, der Schären undlangen Sommernächte, was meint ihr, wie langewürde es dauern, bis dieSprache auf die wohl bekanntestePerson dieses skandinavischenLandes kommenwürde: Astrid Lindgren? Sooder so ähnlich ist es wohlauch, wenn über Kinderbüchergesprochen wird – undjede und jeder von uns hatin der Kindheit mindestenseines ihrer Bücher gelesenund sich von ihm fesseln lassen.Selbst im lauten undquotenorientierten Kinderprogrammhaben Filme ausQuellen von Astrid Lindgreneinen festen Platz, obwohl siezumeist aus den sechzigerund siebziger Jahren stammen.Es fällt schwer, Bücher, dieman liebt, zu zerlegen und in Einzelteilen zubetrachten, um hinter ihr Geheimnis zu kommen.So richtet sich der Blick auf das Ganze:die faszinierenden Kinderbücher und die märchenhaftenErzählungen – und auf AstridLindgren selbst. Beim Blick auf das Leben vonAstrid Lindgren, entsteht zweifelsohne der Eindruck,dass sie ein faszinierender Mensch war,der – wie sie selbst beschreibt – eine besondereKindheit hatte, wie alle Kinder eine besondereKindheit haben. Zwischen Gehorsam undAnpassung im Elternhaus erlebte sie Bewegungsfreiheit,die mit ungewöhnlicher Neugier,Aktivität und Spielversessenheit gefüllt war. TraditionelleErzählungen aus Småland hattenebenso Einfluss auf ihre Fantasie wie all dieBücher die sie verschlang: „Ja, dasgrenzenloseste aller Abenteuer der Kindheit,das war das Leseabenteuer“ (Das entschwundeneLand, 1977, 79). Astrid Lindgren selbstsieht im Lesen und ihrer Kindheit vieles verwurzelt,was später ihre Ideen und Einfälle leitet,wenn sie schreibt (ebd. 95 ff.). Ganz besonderenEinfluss auf ihr erstes großes Werk –Pippi Langstrumpf – hatte der Dialog mit derPerson, für die sie es schrieb: „Erzähl mir wasvon Pippi Langstrumpf“ (ebd. 74), forderte ihrekranke Tochter. Und so war sie oft ein Nameder Grundstein für eine ganze Erzählung.Pippi LangstrumpfDie Kluft zwischen der Ur-Pippi, wie sie amBett der kranken Tochter entstand und derPippi, wie sie heute in den Büchern zu erlebenist, ist groß: Ursprünglich war sie ein bösesMädchen, das Erwachsene verhöhnt. EinBeispiel für Veränderungen zwischen Manuskriptund Buch, das die LiteraturwissenschaftlerinVivi Edström in ihremBuch Astrid Lindgren anführt(1997, 101) nennt ist das KapitelPippi geht in die Schule. Im Buch wirdeine Ermahnung der Lehrerin mit denWorten „Ich bitte sehr um Verzeihung[...] Das wusste ich nicht. Ich werdees nicht wieder tun“ beantwortet; imursprünglichen Manuskript hieß esnoch: „Weck mich, wenn du fertig ermahnthast“. Trotz dieser und vielerweiterer Änderungen hat das Buchnoch eine Menge der wilden Souveränitätim Charakter der Pippi erhalten.Das Buch wurde überwiegend positivaufgenommen, da erstmals das VeränderteBild vom Kind auch in einemKinderbuch auftauchte. Bis dahin wardie Welt der Kinder eher eine ruhige,gepflegte Umgebung, die nun einer Chaos-Ordnungnach dem Geschmack der Kinder wich.Erst gut ein Jahr später brach das große Gewitterlos, in dem sich VerfechterInnen von Rechtund Ordnung über die ungezogene und aufmüpfigeHeldin empörten (ebd. 132 f.).Für vieles musste Pippi seit dem herhalten:Als Revoluzerin, als Leitfigur vonReformpädagogInnen und Vorbild von liberalenPolitikern hast sie gedient – um dann, wennsie nicht mehr ins Bild passte, zum Schweigenverurteilt zu werden, wie es nur Erwachsenemit Kindern tun können: „Pippi wurde ja,6


thema:themaMärchen:Nicht jederFrosch…Ein Definitionsversuch:Die Bezeichnungen Märchen oderMärlein (mittelhochdeutsch: maerlîn)sind Verkleinerungsformen zu Mär (althochdeutsch:Mâri; mittelhochdeutsch: maere;Kunde, Bericht, Erzählung, Gerücht). Diesprachlichen Wurzeln des Begriffs reichen jedochbis ins Germanische und Gotische zurück.Sie bezeichneten ursprünglich kurze Erzählungen.Diese Begriffe wurden aber wie andereVerniedlichungen eher als abwertend empfun-den und wurden auf erfundeneund unwahre Geschichten angewendet.Aufgrund der sprachlichenWurzeln kann nicht nur voneiner weiten Verbreitung der ErzählformMärchenausgegangenwerden,sondernauch davon, dass es sich dabeium eine der ältestenErzählformen der Litera-tur handelt. Die Forschungistsich jedoch uneinigdarüber, wo und wann die ersten Märchenentstanden.Einige WissenschaftlerInnen vermuten den Ur-Kein Märchensprung der ersten Märchen in der Steinzeit,andere erst im frühen Mittelalter. Ebenso ungeklärtist die Herkunft, die in Indien, Ägypten,Babylon oder Kreta vermutet wird. Wiederumandere sind der Auffassung, Märchenentstünden überall und zwangsläufig, wo Menschenversuchen, die Welt magisch zu erklären.Unsere heutige Vorstellung von Gestalt undForm des Märchens ist weitgehend durch dieMärchensammlung der Gebrüder Grimm geprägt,die in zwei Teilen 1812 und 1815 herausgegebenwurde. Seit den Gebrüdern Grimmverstehen wir darunter eine mit dichterischerPhantasie entworfene Erzählung, insbesondereaus Zauber- und Fantasiewelten, die Unmöglichesmit Gewöhnlichem verbindet. DieGeschichten lebten ursprünglich in mündlicherÜberlieferung und verbreiteten häufig lehrhafteElemente und moralische Vorbilder. Das Märchengehört zur Literaturform der Epik. Manunterscheidet zwischen Volksmärchen undKunstmärchen, wobei die typische Form dasVolksmärchen ist. Im Gegensatz zum Kunstmärchenbleibt beim Volksmärchen der/dieAutorIn in der Regel anonym. Als bekanntesterVertreter des klassischen Kunstmärchensgilt Hans Christian Andersen. G. Klaut…ein ritterlicherMärchenprinz.KreidefresserNie hätten wir einen Fremden hereingelassen.Jedenfalls nicht, nachdem wir diese Geschichtekannten. Okee, auch vorher hättenwir einer durch jahrelangen Nikotin- undAlkoholmissbrauch gezeichneten Stimmenicht die Türe geöffnet. Aber wie hätten wirdenn ahnen sollen, dass sich hinter dem lieblichenSopran ein böser Onkel/ Wolf verbarg,dass das Böse sich mitunter hinter der lieblichstenFassade versteckt? So hinterließ derKreidefrss-Trick die ersten Makel an der heilenFassade unserer kindlich-heilen Welt. Waswir gelernt haben? Trau keinem! Und versteckdich in der Uhr, wenn’s hart auf hart kommt.Patti8


märchen und legendenthemaVon einem Sommerlager der anderen ArtMärchen, Mythen und so weiter –ojeminé, bei diesen Stichwortenkann mensch ja an so ziemlich allesdenken. Ich möchte eine kritische Herangehensweisewagen: Da wäre das Märchen vonder ewigen Liebe zu nennen, eine große Lüge!…oder nein, vielleicht doch erstmal eine Eingrenzungfür meinen Beitrag (die Überschriftsoll euch schließlich nicht allzu sehr verwirren):Während die einen noch dran glauben(an Märchen), nutzen die anderen diesen Glaubenoft gerne für ihre Zwecke aus. Was beiden Gebrüdern Grimm als harmlose Unterhaltungmit pädagogischem Nebeneffekt anfing,nimmt heute auch schon mal sehr politischeZüge an, und davon soll mein Beitrag handeln.Dabei sprechen meist diejenigen von„Märchen“, die frustriert über die Zustände sind,oder die ihrem aufklärerischen Anspruch gerechtwerden wollen. Da reihe ich mich malein: Es gibt beispielsweise das Märchen vonder Demokratie, das von der sozialen Gerechtigkeitund das von der sicheren Atomkraft. AlsMärchen oder „Lügenmärchen“ gebrandmarktwerden diese Geschichten natürlich nur vonLeuten, die in der bürgerlichen Presse mituntergerne als „Chaoten“ oder schon eher passendals „Störer“ beschimpft werden. Ein Beispieldafür hat sich Anfang August in Köln zugetragen– und davon möchte ich euch nunberichten.Verschiedene Initiativen, maßgeblich „KeinMensch ist illegal“ und die Flüchtlingsorganisation„The Voice“, hatten zum „6. AntirassistischenGrenzcamp“ nach Köln aufgerufen.Etwa 700 Menschen kamen auf die „PollerWiesen“ am Rhein um mit Workshops, Diskussionenund Aktionen etwas gegen diehässlichsten Phänomene unserer Gesellschaftzu tun. Dass diese sich oft aus Mythen speisen,soll hier gezeigt werden. Schauen wir einmalin unseren Liederbock, finden wir zumBeispiel die rassistische Mär von den „klauendenZigeunern“ in Liedern wie „In das Dorf aufbunten Wagen“ wieder. „Burschen, Burschen“darf wohl als Chauvinismus pur bezeichnetwerden. Nun will ich aber kein Spaßverderberfür zünftige Singeabende sein und will hier auchNation ist Mythos!nicht wirklich eine Diskussion über das Liedgutdes VCP anzetteln. Lieber möchte ich euchdavon erzählen, wie der Text von „Ich kenneEuropas Zonen“ die AktivistInnen desGrenzcamps inspiriert haben könnte. Die wolltenauf dem Camp nämlich sprichwörtlichGrenzen thematisieren und niederreißen. UndGrenzen gibt es bekanntlich viele: ZwischenStaaten, zwischen Klassen, zwischen Geschlechternusw. Gemeinsam haben diese,dass sie künstlich geschaffen sind. Sie sindKonstrukte, die nur so lange Bestand haben,wie wir sie akzeptieren. Spürbar werden dieGrenzen meist da,wo „ausgegrenzt“wird. Die Gründedafür sind wiederumHerkunft, Geschlechtusw. undeben Mythen (z.B.„Wir Deutschensind fleißig, deswegengeht es uns sogut“.)Im Raum Köln findensich viele Anknüpfungspunktefür Aktionen zudem Thema: EinContainerschiff auf dem Rhein, auf dem Sintiund Roma unter absolut unmenschlichen Bedingungenuntergebracht werden; das Ausländerzentralregister(eine riesige Datensammlungüber Immigranten, die quasi einemGeneralverdacht unterliegen); die FlughäfenKöln/Bonn und Düsseldorf, an denen Geschäftemit Abschiebungen gemacht werden, wobei esauch immer wieder zu Misshandlungenkommt; die Internationale Organisation fürMigration in Bonn, verantwortlich für diverseGefangenenlager für MigrantInnen, etc.Für uns Pfadis ist es eine Selbstverständlichkeit,sich gegen die Diskriminierung von Schwächereneinzusetzen. Als Pfadis mit Deutschlandbandauf der Kluft merken wir aber oft garnicht, wann und wo diese Diskriminierung geschieht.Unsere Pässe erlauben uns Fahrtenins Ausland; wenn ein Visum überhaupt nötig9


thema:themaist bekommen wir es mühelos. Als Weiße machenwir nicht die Erfahrung von selektiven,rassistischen Polizeikontrollen, bekommen wirnicht ständig zu spüren, dass wir hier und dortnicht erwünscht sind.Auf dem Grenzcamp bekam mensch schoneher einen Eindruck davon was es heißt, miteinem Stempel auf der Stirn zu leben. AnwesendeFlüchtlinge erzählten aus ihrem Alltag,der von den verschiedensten Diskriminierungserfahrungengeprägt ist. Doch auch alle anderenCampist@s waren betroffen: Die örtlichePresse (Express) befürchtete „Chaos-Tage inKöln“, die populistische „Bürgerbewegung ProKöln“ sowie in freien Kameradschaften organisierteRechtsradikale riefen zu Demonstrationengegen das Camp auf. Die Polizei überwachteein Lager von 700 TeilnehmerInnen mit8300 (!) BeamtInnen und tat so ihr übriges,eine unvoreingenommene Auseinandersetzungzwischen dem Camp und „einfachenBürgerInnen“ zu erschweren. Dabei handeltees sich um ein friedliches Lager mit Workshops,Filmen, Konzerten, Tofujagd J usw., einem größerenPfadilager durchaus ähnlich. Aber dasThema und die auf den vielen Aktionen vermittelteKritik an gegenwärtiger Politik undRealität war wohl zu unbequem. Am vorletztenTag wurde das Lager von der Polizei gewaltsamgeräumt (dokumentiert beiwww.nadir.org/camp03).Eine genauere Erläuterung der Umstände würdeden Rahmen hier sprengen. Für alle R/R´sund alle anderen LeserInnen, denen „Aufgabeund Ziel“ des VCP „als Anstoß zum gesellschaftlichenHandeln“ dient, möchte dieser BerichtHerausforderung zur Auseinandersetzung mitdem Thema sein. Vielleicht kann diese ja auchauf dem Kongress stattfinden und wer weiß,vielleicht steht auf dem nächsten Grenzcampsogar eine Jurte…Ole PetersenEin regionales Märchen für Euch gelesen von ChrissiEulenspiegel in BraunschweigIm Dorfe Kneitlingen, unweit vonSchöppenstedt im Herzogtum Braunschweig,wurde Till Eulenspiegel geboren.Von ihm erzählt man allerlei lustige Streiche.Als Eulenspiegel eines Tages nach Braunschweigkam, ging er in die Bäckerherberge.Da wohnte ein Bäcker in der Nähe, der rief ihnin sein Haus und fragte ihn, was für ein Geseller wäre. Er sprach: „Ich bin ein Bäckergesell.“Der Bäcker sprach: „Ich habe gerade keinenKnecht. Möchtest du mir dienen?“ Eulenspiegelsagte: „Ja.“ Als er nun zwei Tage bei ihmgewesen war, ließ ihn der Bäcker am Abendallein backen, denn er konnte ihm nicht helfenbis zum Morgen. Eulenspiegel fragte „wassoll ich denn backen?“ Der Bäcker, welcher einspottlustiger Mann war, sprach im Scherz: „Bistdu ein Bäckergesell und fragst erst, was dubacken sollst? Was pflegt man denn zu bakken,Eulen und Meerkatzen?“ und ging damitschlafen. Eulenspiegel aber ging in die Backstube,formte den Teig zu lauter Eulen undMeerkatzen und buk diese. Der Meister standdes Morgens auf und wollte ihm helfen. Als erin die Backstube kam, fand er weder Weckennoch Semmeln, sondern nur Eulen und Meerkatzen.Da wurde er zornig und sprach: „Zum10Henker, was hast du da gebacken?“ Eulenspiegelantwortete: „Was ihr mich geheißen habt,Eulen und Meerkatzen. „Der Meister brüllte:„Was soll ich denn mit dieser Narrerei? SolchesBrot kann ich nicht gebrauchen, denn ichkann es nicht zu Geld machen.“ Er packte ihmbeim Kragen und verlangte er solle den Teigbezahlen. Eulenspiegel antwortete:“ Ja, wennich Euch den Teig bezahle, soll dann die Waremein sein, die davon gebacken ist.“ Der Meistersprach: „Was frag ich nach solcher Ware!Eulen und Meerkatzen sind nichts für meinenLaden!“ Also bezahlte Till Eulenspiegel demBäcker den Teig, packte die gebackenen Eulenund Meerkatzen in einen Korb und trug sie indie Herberge „Zum wilden Mann“ denn er dachtebei sich „Du hast oft gehört man könne nichtsso Seltsames nach Braunschweig bringen, manlöse Geld aus.“ Nun war es jedoch gerade derTag vor Nikolaus. Darum stellte sich Eulenspiegelmit seiner Ware vor die Kirche und verkauftebald alle Eulen und Meerkatzen. Er verdientedamit viel mehr Geld, als er dem Bäkkerfür den Teig gegeben hatte.Dies erfuhr der Bäcker. Er lief vor die Kircheund wollte Eulenspiegel nun auch die Kostenfür das Holz und das Backen abfordern.Aber dieser war schon mitdem Gelde längst über alle Berge.


märchen und legendenzur sacheKürzungen bei JugendverbandsarbeitFalko Mohrs Abrechnung mit der Landespolitikwww.wir-bewegen.deFür Zeltlager und Wochenendfahrten gibtes keine Zuschüsse mehr! Diesen Satzhaben im vergangenen Jahr viele Stämmein Niedersachsen zu hören bekommen. Zuschüssevon Gemeinden und Kommunen wurdengestrichen, Freizeiten nicht mehr gefördert.Die wirtschaftliche und finanzielle Lage desLandes und der Kommunen führt zu massivenKürzungen in vielen Bereichen, darunter auchdie Jugendverbandsarbeit. Nach einer Klausurtagungder Landesregierung im Juli und vielfältigenGesprächen des Landesjugendringes(ljr) mit den zuständigen Vertretern der Ministerienzeichnet sich folgende Entwicklung ab.Insgesamt beläuft sich die Summe der Kürzungenfür den Jugendverbandsbereich auf1,45 Millionen Euro. Darunter fallen FreizeitundErholungsmaßnahmen, die von 245.000auf 45.000 Euro und verbandliche Bildungsstätten,die von 250.000 auf 50.000 Euro gekürztwerden sollen. Ebenso betroffen sindProjektstellen in den sogenannten StrukturschwachenGebieten und bei der Sportjugend.Für unsere Arbeit bedeutet dies konkret, dassnormale Freizeit und Erholungsmaßnahmen(z.B. Landeslager, Sommerfahrten) nicht mehrgefördert werden können. Bildungsstätten wiedas Heinrich-Karsch Haus in Hösseringen undund die neue Pfadfinderinnen und PfadfinderbildungsstätteSage in Oldenburg werden inZukunft größtenteils selbst finanziert werdenmüssen. Ebenso werden keine Gelder fürVerdienstausfälle mehr bereit stehen.Ob es bei diesen Kürzungen bleibt, ob weiterehinzukommen oder sich die Höhe der Kürzungenin den einzelnen Bereichen doch nochverschiebt bleibt abzuwarten.Um auf den Wert unserer Arbeit hinzuweisen,wurde zu Beginn des Sommers die Aktion „wirbewegen“ von den Mitgliedsverbänden des ljrinitiiert. Dabei wurden in den vergangenen MonatenPostkarten von Sommermaßnahmen anLandespolitikerinnen und –politiker geschrieben.Damit haben wir als Jugendverbände daraufaufmerksam gemacht, wie viele Kinder undJugendliche sich vielfältig in der Jugendverbandsarbeitengagieren. Unter www.wirbewegen.dekönnt ihr sehen, was alles passiertist. Noch fehlen die Berichte der vielenVCP-Gruppen, die sich an der Aktion beteiligthaben. Bitte schickt eure kurzen Statementsund Fotos in den kommenden Tagen an dasLandesbüro. Die Landesleitung des VCP LandNiedersachsen schrieb einen Brief an führendeLandespolitikerinnen und -politiker, in demunser Unmut über die anstehenden Kürzungengeäußert wurde.Weitere Aktionen sind bisher nicht geplant.Jedoch seid ihr aufgerufen, euch mit denPoltikerinnen und Politikern in euren Wahlkreisenin Verbindung zu setzen. Fragt sie, was siefür eure Belange tun werden. Desweiteren präsentierteuch und eure eigene Arbeit in derÖffentlichkeit.Sobald sich neue Tendenzen abzeichnen, werdenwir euch über eure Landesvertreterinnenund -vertreter informieren.Britta Wagener11


Das Planspiel inBildern:Posthäschen Jannaund die SpielleitungProtesteProtesteProtesteProtesteRegierung im Exilsalsatanzenddie Guten gewinnendie Wahl: PäsidentFotos:Florian12Müller, Caro u.a.Wie schon in der letzten CEMP berichtet,plant der AK Caminos Verdeseine Fahrt nach Ecuador in denOsterferien 2004. Auf die Ausschreibung habensich - entgegen der Befürchtungen keineGruppe zusammen zu bekommen - über 20Leute gemeldet!Vom 29. – 31.8.2003 fanden wir uns nundas erste Mal im Freizeitheim „WennigserMark“ zusammen.Nach einem späten Abendessen gab es einekurze Vorstellungsrunde und jeder durfte einmalsagen, wo er schon mal in Lateinamerikagewesen ist. Anschließend konzentriertenwir uns jedoch voll und ganz auf unser Reisezielund sahen eine Diashow über Ecuador.Den Abend ließen wir gemütlich ausklingenmit Gitarrenspiel und Krökeltisch.Am nächsten Morgen ging es dann los mitder eigentlichen Vorbereitung auf die Fahrt.Das vom Team erdachte Konzept wurde vorgestelltund in der Gruppe besprochen underste Fragen wurden geklärt.Nachmittags startete das Planspiel zum Thema„Bau der neuen Ölpipeline durch Ecuador“.Aufgeteilt in sechs Kleingruppen wurdengewaltsame Demonstrationen organisiert,Politiker ermordet(„Dasist eine Briefbombe.Werdas liest isttot!“), wichtigeUnterlagenentwendetund zweifelhafteTauschgeschäfteangeboten(„EuerLand gegenein mobilesPlumpsklound Feuerwasser gratis.“). Am Ende siegtendie Guten, die Regierung wurde abgewähltund die Pipeline nicht gebaut. Doch die Freudeüber den Triumph verging den Guten rechtbald, als wir uns ansahen, wie die Situationin Ecuador zur Zeit tatsächlich aussieht.caminos verdes1. Vorbereitung auf die Ecuadorfahrt Ostern 2004Pissenisse und die anderen FlachsköpfeDen Samstagabend nannten wir zu recht „EcuadorianischenAbend“. Eröffnet wurde dieser miteinem ecuadorianischen Festmahl, bestehendaus lauter ecuadorianischen Spezialitäten wieEmpanadas, Patacones, Kokossalat und Tomatenmit Birnenmus. Nicht alle waren sich einig,ob Spezialität immer gleichbedeutend mitKöstlichkeit ist...Damit das fettige Essen gar nicht erst ansetzt,ging es etwas später weiter mit der CocktailundSalsa-Nacht. Dirk erwies sich als vorzüglicherCocktailmixer und Silke als noch vorzüglichereTanzlehrerin. Auf dem nächsten Wochenendewerden wir alle am Fortgeschrittenenkursteilnehmen. Einige Ausdauerndeamüsierten sich noch mit Pissenisse undPippi Langstrumpf bis der Morgen graute.Nach einem gemütlichen Frühstück ging esdann wieder an die Arbeit. Um einen besserenÜberblick über Land und Leute zu bekommen,erarbeiteten wir anhand eines Brainstormingseinige Themen, zu denen jeweils eine KleingruppeInformationen sammeln und diesebeim nächsten Treffen vorstellen wird. ZumAbschluss gab es noch eine Feedback-Runde.Alle waren sich einig, dass wir eine absolutnette Truppe sind und wollten am liebstenschon gleichnach Ecuadoraufbrechen.Den Forderungennach mehrFakten überdas Land, werdenwir gemeinsambeimzweiten Wochenendenachkommen.Nach dem großenHausputzlöste die Gruppesich langsamauf. Wer bis zum Schluss blieb hätte beinahenoch eine Waschmaschine kaufen müssen...Haltet die Schuhe sauber und lasst das Lichtnicht ausgehen (auch wenn es regnet)!Heike Jungherr


Benzin aus Mais, Abgase aus Wasser, Luftals Treibstoff… all das klingt wie ein weiteresMärchen oder zumindest wie Visioneneiner fernen Zukunft. Und tatsächlichwird es sicherlich noch eine viel zu lange Zeitbrauchen, bis derartiges in unser aller mobilenAlltag Einzug hält. Dennoch: Die Forschungund Entwicklung im Bereich der alternativenAntriebstechniken ist rege – zum Glück.Denn die fossilenumweltseiteAlternative Antriebsformen der (ziemlich fernen?) ZukunftPack die Biomasse in den Tank!MethanoltankGasreinigungKompressorExpanderUmweltfreudlicher Ersatz für den VerbrenBrennstoffe wie Benzinund Diesel werden spätestensin 40 bis 60Jahren endgültig zurNeige gehen. Und dadie zig Milliarden Autosweltweit weiterhin gefüttertwerden wollen,besteht Handlungsbedarf.Auch ohne diesenganz pragmatischenGrund, sprechenumwelttechnische Fakten,wie der immense CO 2- und Schadstoffausstoß,für ein Umdenken.Eine bekannte mögliche Alternative ist dieBrennstoffzelle. Sie funktioniert mit Wasserstoff,der unter hohem Energieaufwand aus Wassergewonnen werden muss, was solange der nötigeStrom nicht aus Sonnen-, Wind- oder Wasserkraftgewonnen wird, auch nicht sonderlichökologisch ist. Außerdem sind derartige Fahrzeugeviel zu teuer.Bereits seit über hundert Jahren werden Elektroautoshergestellt. Dass sie sich irgendwannauf dem breiten Markt werden durchsetzenkönnen ist allerdings nicht zu erwarten. Dennheutige Modelle müssen spätestens nach 200Kilometern für zirka fünf Stunden an die Steckdoseund erbringen für die meisten imGeschwindigkeitsrausch steckenden Autofahrerzu wenig Leistung.Auch der Hybridmotor ist keine wirkliche Alternative.Er ist zwar erschwinglich, wird auchin ganz „normalen“ Autos gebaut, verwendetaber neben einem Strom- auch einen normalenBenzinmotor und damit noch auf fossileBrennstoffe angewiesen. Ähnliches gilt für Erdgas.Die globalen Vorräte an diesem Energieträgerreichen zwar noch deutlich weiter alsdie Ölreserven, so die Bundesanstalt für Geowissenschaften.Außerdem sind Erdgasmotorenrelativ sauber. Aber nichts desto trotz verbrennensie immer noch einen fossilen Brennstoff.Wesentlich interessanter sind Entwicklungenvon Antrieben, die wirklich ohne sich verbrauchendeRohstoffe auskommen. Die verrückteste,aber erstaunlicherweise offensichtlich funktionierendeIdee ist dieVerdampfer, Reformerund kat. BrennerWassertankBrennstoffzellendes Antriebs mit Luft.Statt einer Verbrennungreagiert hier auf minus25 Grad gekühltePressluft mit der warmenUmgebungsluft.Noch in diesem Jahrsoll in Frankreich mitder größeren Produktiondieser Autos beginnen,die mit ca.12.500 • sogar einennormalen Preis habensollen. Aber auch Autos die mit Ethanol, dasaus Biomasse (Holz, Zuckerrohr) gewonnenwird, , oder solche, die mit Pflanzenöl funktionierensind ökologisch sinnvoll, vor allem dabei letzterem als weiterer Vorteil – neben demFakt, dass Pflanzenöl ein nachwachsender Rohstoffist – zu bedenken ist, dass hierbei nursoviel CO 2ausgestoßen werden kann, wie diePflanze im Laufe ihres Lebens aufgenommenhat.und nun?All dies zeigt, dass esnicht eben wenigealternative Möglichkeitengibt, in Zukunftmittels seinesliebgewonnenen Autos von A nach B zu kommen,die ökologisch halbwegs vertretbar sind.Die ökologisch sinnvollste Lösung, so das Öko-Institut e.V. (Institut für angewandte Ökologie),sollte aber eine zukünftige Städteplanung sein,die es ermöglicht, weitgehend ohne Auto auszukommen.Mitglieder dieser RedAKtion zeigenseit Jahren, dass dies selbst im „schönen“Hannover funktioniert…Tommy13


14Sommerfahrt der Kleinen PrinzenberichteAbenteuer NorwegenAm 10.7.03 war es soweit, wir (acht Pfadfinderaus Apensen) starten zu unsererSommerfahrt nachNorwegen. Fast einJahr Vorbereitung warennun vorbei. Wir habenuns in diesemJahr intensiv mit demEnergiesystem in Norwegen,aber auch mitder Kultur und der Geschichtedieses Landesauseinandergesetzt,das insgesamtsoviel Einwohner hatwie Berlin.In den ersten Tagentrafen wir dann auchschon die norwegischePfadfindergruppe, mitder wir bisher nur perE-Mail Kontakt hatten.Die beiden Gruppenverschmolzen schon inder ersten Zeit zu einerEinheit. Wie mirder norwegische Gruppenleitererklärte istdas, eine für Pfadfindertypische Art miteinanderumzugehen,auch wenn die norwegischenJugendlichenin der Schule alsFremdspracheDeutsch lernen, stehenDeutsche in keinemguten Ruf. DieserRuf ist aber nicht bestimmtdurch die geschichtlichenEreignissesondern vielmehrdadurch, wie sich vieledeutsche Touristenin Norwegen verhalten.Durch die gemeinschaftliche Zeit mit den norwegischenPfadfindern lernten wie eine Mengevom Land kennen. So führten sie uns nachGeilo, eines der schönsten und wohl bekanntestenWintersportgebiete Norwegens am Eingangdes Hardangervidda. Was nur kaum einerweiß, hier wird auch Eisenerz gefördert,verhüttet und zu Endprodukten weiterverarbeitet.So ist Geilo auch bekannt für seine Stahlwarenwie Messer, Bestecke und Werkzeuge.Dieses war nicht immer so. Vor dem Umbauder norwegischen Energiewirtschaft wurden dieRohstoffe aus Norwegen quer durch Europaauf die Reise geschickt so wurde NorwegischesEisenerz in Deutschland weiterverarbeitet undals Rohstahl wieder nach Norwegen zurückgebracht.1979 Zwang die Norwegische Regierungdie Industrie umzudenken, es wurdenWegezölle eingeführt und die Wasserkraftwerkedie jetzt einen großen Teil der Energieversorgungausmachen, wurden auf den Weg gebracht.Wie wir von unseren norwegischenFreunden erfuhren, war die Anfangszeit dieserWandlung eine schwere Zeit für die Bevölkerungviele wurden erst mal arbeitslos. Die Lebenshaltungskostenvervielfachten sich. Gleichzeitigwurde in Norwegen das Steuer undSozialsystem umgebaut. Von einem Steuersystemähnlich wie wir es hier haben, wurde dasSteuersystem zu einem Direktsteuersystem verändert.Es gibt kaum Lohnabzüge, dafür werdenWaren etcetera besteuert, so dass mannur einmal Steuern zahlt. Nach zirka zehn Jahrenschmerzhafter Armut blühte die Wirtschaftund das Land wieder auf. Es gibt kaum nochdas Phänomen der Auswanderung, viele Norwegerkommen zurück in ihr Land. Nach diesemsehr lehrreichen Exkurs in die norwegischeWirtschaft, lernten wir gemeinsam dieSchönheit Norwegens bei Wanderungen, Kanufahrenwie auch das Besteigen eines Bergesbei strömenden Regen kennen. In Norwegenbekommt man den Eindruck, dass Gott diesesLand besonders liebt. Durch die vielen gemeinsamenAktionen der beiden Gruppen in diesendrei Wochen wuchsen unsere Gruppen so zusammen,dass schon die nächsten gemeinsamenAktionen in der Planung sind. Für unswar es eine aufregende, schöne und auf jedenFall lohnende Zeit.Lars Möbius


erichteDRaRaRoK 2003: Der Ranger & Rover Kurs…von Rastas und RamoinsO-Ton Bussi: Ups. Schon wieder verpennt. Mooorgeeeen!Endlich geschafft. Nach vielem Hin undHer, mündlichen Zusagen und danndoch nicht erfolgten Anmeldungen, starteteam Sonntag den 6.4.2003 der erste Ranger& Rover Kurs auf der Insel Ramoin(Wandervogelhof Reinstorf). Nachdem dieTeamer (=Ramoins = Ranger und RoverMotivationsinsulaner), die schon am 5.4. angereistwaren, die Teilnehmenden (= Rastas= Ranger und Roverstufenauszubildende) mitKaffee und Kuchen begrüßten, gab es erst einmaleine Kennlernrunde. Neben fünf Rastasaus dem Bezirk Oldenburg fanden sich auchnoch je ein Rasta aus Marienseeund Berenborstel ein. SozusagenKurs international. Es wurdenzwei Kursrunden gebildet,die von Bussi und Tanja betreutwurden, anschließend wurdendie Kohten neben denen desparallel stattfindenden TechnikKurses aufgebaut. Trotz arktischerKälte wurde erst einmaldraußen geschlafen. Im Laufedes Kurses sind dann jedochalle ins Haus geflüchtet, da dieKohtenbahnen schon klappbarzugefroren waren, was in denersten ebenfalls frostkaltenNächten noch nicht geschah. Eswar wohl noch kälter geworden…Wir hatten übrigens auch denLuxus eines Küchenteams. Diedrei Küchenschergen kamenaus Nordenham. Einer von denenhatte es sich als Hobby gemacht,jeden Tag so lange in derBadewanne zu liegen bis er Schwimmhäutehatte! (Wer noch nicht in Reinstorf war: Hiergibt es ein uriges Badehaus mit einer Saunaund drei Badewannen).Zum Kursgeschehen: Um 17:00 Uhr des erstenTages hatten wir das Thema R/R-Selbstverständnis,wo wir uns erst einmal Regeln fürdas gemeinsame Beisammensein gaben. EineÜbereinkunft zum Beispiel war, dass sich nachjedem Abendbrot immer der Tagesteamer, Henna(Kursleitung), und jeweils ein Rasta aus jederRunde zum Kursparlament trafen, um dortein Feedback an die Ramoins zu geben.Montag stiegen wir dann gleich in die Möglichkeitender Ranger und Roverarbeit ein underarbeiteten das Wesentliche der Methoden derStufe: Kundschaft/Streife, Projekt, Abendlagerund Stufenübergang.Nachmittags fand dann ein Planspiel statt, eswurde also eine Methode der Ranger undRoverarbeit tatsächlich durchgespielt. Vielehaben wohl das Schreiben in Rekordzeit fürsich entdeckt, auf jeden Fall hat die Anwendungdieser Methode schon mal allen Spaßgemacht. Neben den für den Erwerb derJuleica wichtigen Programm-Einheiten wiePfadfindergeschichte, Recht für Gruppenleiter/Innen, etcetera versuchten wir neue Ideen inder Einheit Ideen und Entscheidungsfindungzu finden. Was vielen auch durchaus gelang.Bei soviel Anstrengung und Spaß gönnten sichviele erst einmal nach der Abendrunde ein Bier.Jawohl, ein Bier, nicht fünf oder so. Denn wer15


16erwartet hat, dass der Drarok nur was für trainierteTrinkerlebern ist, sah sich getäuscht. ZweiKästen Bier, und kein Hartalk sind die Bilanzvon einer Woche Ranger und Roverarbeit. Derein oder andere Abend blieb sogar alkoholfrei.Da haben wir doch mit einem Klischee, dasan der Ranger und Rover-Bildungsarbeit haftet,gründlich aufgeräumt. So geht’s dochauch…Kundschaft des R/R – Kurses Drarok des VCP BezirkOldenburg. Bericht der RastasEiner der Höhepunkte des Kurses war zweifelsohnedie Kundschaft vom 9.4. auf den10.04, die die Ramions für uns Rastas organisierten.Zu unserer Freude fand die Kundschaftin Hamburg statt, und das zu dem Thema„Olympia 2012 – Hamburg ist Feuer und Flamme?!“.berichteO-Ton Henna: Möge der Grundstein für stufenbewussteR/R-Arbeit gelegt seinAm 09.04.03 mussten wir schon um 6 Uhrmorgens aufstehen, da wir um 7:30 Uhr amBahnhof in Bad Bodenteich sein sollten, umpünktlich am Hamburger Hbf. anzukommen.Unser erstes „Opfer“ der allgemeinenEinwohnerbefragung (Wir fingen gleich im Zugnach Hamburg damit an) gab bereitwillig Auskunftüber seine persönliche Meinung überOlympia in Hamburg. Auf Nachfrage stelltenwir fest, dass der nette junge Herr Pressesprecherder PRO (also der Schill-Partei) war. Um9:03 Uhr schnupperten wir nach einer überraschendenZugfahrt endlich Großstadtluft! Wirmussten uns aber sehr beeilen, da wir schon27 Minuten später einen Termin in der Handelskammerder Hansestadt mit Herrn Carstensenhatten.Der „gute Eindruck“ war bereits durch pünktlichesErscheinen und eine freundliche Begrüßunggemacht. Wir verfolgten eine ausführlichePräsentation des Projekts auf dem Overheadprojektorund bombardierten unseren Gesprächspartnerdanach mit Fragen.Nachdem wir alle Fakten über die neugeplantenOlympia-Sportstätten gelehrig mitgeschriebenhatten, überreichte Herr Carstensen uns dasBewerbungskonzept der Stadt in Buchform (einziemlicher Wälzer, obwohl gekürzt).Unser nächster Termin war ja erst um 13 Uhrin den Fraktionsräumlichkeiten der GAL (GrüneAlternative Liste), mit Frau Dr. Verena Lappe,welche Mitglied in der HamburgerBürgerschaft ist (Landesparlamentder Freien und HansestadtHamburg). Sie informierte uns darüber,dass paradoxerweise die HamburgerGrünen dieses Projekt auf denWeg gebracht haben. Außerdem fragtenwir uns, ob es überhaupt Gegenstimmengegen Olympische Spiele inHamburg gäbe. Daraufhin stellte sichraus, dass zwar einige Anwohner imStadtteil Wilhelmsburg (auf der anderenSeite der Elbe gegenüber deszukünftigen Olympia-Zentrums)Angst vor einer „Yuppiesierung“ ihrerGegend hatten, diese Bedenken abererstens unbegründet und zweitenslängst im Gespräch ausgeräumt wordenseien. Das Bewerbungs-Konzeptschlug daneben noch voll in die ökologischeKerbe. So sollten beispielsweisedie Tribünen am Gelände für Kanu- undRudersport in der „Dove Elbe“ (Naturschutzgebiet!)auf schwimmenden Pontons platziertwerden, um die Umwelt nicht durch Betonklötzein Mitleidenschaft zu ziehen. Also allesFriede, Freude, Eierkuchen? Mitnichten! DieBambule-Bewegung hält nämlich (als nahezueinzige Kraft) gegen die Olympia-Bewerbung.Allerdings, so wurde uns versichert, ist das wohleher ein „Wutanfall“ gegen den Senat (mehrals verständlich, wenn mensch bedenkt, wieder in der Vergangenheit mit den Wagenplatzbewohnernumgesprungen ist), als artikuliertersachbezogener Widerstand.


erichteEmpfang bei Ministerpräsident WulffulffDiskussion erschwertDanach folgten wir der netten Einladung unsererGastgeberin, einer Sitzung der HamburgerBürgerschaft beizuwohnen. Auf der Tagesordnungstand diesmal eine „Aktuelle Stunde“zu den Ausschreitungen bei einer Friedensdemonstrationvon Schülern, bei der die Polizeimit Schlagstöcken, Kesseltaktik und Wasserwerfernvorgegangen war und zirka zwölfSchüler verletzt worden waren. Die PRO unddie CDU beharrten auf der Opferrolle der Polizei,die sich in einem Hagel von Flaschen,Steinen und Urinbeuteln (?!) nur vor „linksextremistischenExtremisten“ verteidigt hätten.Ablenkungsmanöver der rechten Parteien („DieSchüler dürfen keine Demonstrationen währenddes Unterrichts besuchen“) stießen aufheftigen Protest bei den Grünen und der SPD.Der krönende Abschluss war die Rede des InnensenatorsSchill, der der SPD vorwarf, ihre„polizeifeindliche Fratze“ zu zeigen. Alles inallem war die Diskussion ohne jegliche Ernsthaftigkeitund führte in unseren Augen auchzu keinem Ergebnis. Nach dieser verbalen Metzeleimachten wir uns auf den Weg zu unseremNachtquartier, ein Heim des PfadfinderbundesNord. Obwohl wir das Haus am nächstenMorgen so hinterlassen wollten, wie wires vorgefunden hatten, fühlten wir es als unserePflicht, wenigstens den Tisch abzuwischenund unzählige Pilzkulturen zu vernichten.Nachdem wir uns schließlich auf den Weg zumBahnhof gemacht hatten, zog die HamburgerS-Bahn einen jähen Strich durch unsere Rechnung.Den nächsten Zug nach Uelzen erwischtenwir nicht, so dass wir erst zwei Stundenspäter als Vorgesehen wieder am Wandervogelhofankamen, um unsere Präsentation und denBericht, den ihr hier gerade lest, vorzubereiten.Von Donnerstag führten wir auch noch ziemlichgeschafft von der Kundschaft die Kurswachedurch, wieder also wurde eine Methodepraktisch erfahren. Wohl nur zweieinhalbbis drei Stunden, aber eine richtige Wache wirdeh noch mal im Bezirk angeboten. Freitag ginges dann noch einmal in die Theorie bevor wiram Samstag erschöpft aber um eine schöneKurserfahrung reicher die Insel Ramoin wiederverließen.alle Ramoins & RastasMaike Krewega war eine von 100 Ehrenamtlichenin der Jugendarbeit, dieam 18.9.2003 beim Empfang vonChristian Wulff im Gästehaus der Landesregierungin Hannover geladen war. Sie schreibtfür uns ihre Eindrückeauf:Was die Redenangeht, warenDie Autorin mit zwei BdPlernFoto: Buddydiese schönkurz gehalten,so dass theoretischgesehenviel Zeit für Politikerund Jugendverbändegeblieben istzum Reden. Problem war nur, dass viele Politiker/innenaus dem Landtag schon einenSitzungsmarathon am Vormittag hinter sich hatten,so dass viele nur nach Hause wollten. AberChristian Wulff ist bis zum Schluß gebliebenund hat uns noch den Kabinettssitzungssaalgezeigt und eines seiner Arbeitszimmer in demein echter Chagall hängt. Scherzhaft meinteer, wenn das Land pleite macht, verkauft erihn und setzt das Geld für das Ehrenamt ein…Das Sommerfest an sich ist schon eine guteSache, obwohl das Diskutieren mit Politikernnicht ganz einfach war, weil sie nicht immerbereit dazu waren. Ich denke, nächstes Jahrsollten wir versuchen mit wirklich vielen Leutenaufzutauchen, denn unsere Präsenz hatauch schon was gebracht. Gerade weil Pfadisin Tracht auffallen und Neugier wecken… Beieinem Gespräch mit einem Landtagsabgeordetengab es dann noch mal viel Lob under hat mir auch seine Visitenkarte dagelassen.Er sagt zwar, dass er an den finanziellen Kürzungennichts ändern kann, aber man könneja auch anderweitig helfen (Lagerplatzsuche,öffentlichkeitswirksame Aktionen, Besuch imLandtag). Also, der Nachmittag hat sich schonein wenig gelohnt. Maike Krewega17


nabelschauHajken im Hochmoor: : Das MecklenbruchWo Pflanzen Fleisch fressenOb die herbstliche Sonne und die nahendenFerien die eine oder andere Sippeoder Ranger/Rover-Runde wohl zumHajken animieren wird? Wenn dem so ist, hatdas Hajbüro Süd für euch einen ganz besonderenVorschlag (sonst bis nächsten Sommermerken):Das Mecklenbruch ist das größte Hochmoordes Sollings. Es liegt östlich von Silbernbornzwischen dem Dasseler Mittelberg und demLangenberg.Die mit Birkenbruchwäldern und niederigerMoorvegetation bewachsene Fläche ist 63Hektar groß und stehen seit 1939 unter Naturschutz.Im Laufe der Jahrzehnte entdecktenimmer mehr Besucher diesen Rest einerursprünglichen Landschaft.Die Torfmoose sind die unumstrittenen Herrscherder baumfreien, ständig nassenHochmoorflächen. DIe wurzellosen Moosewachsen nach oben hin ständig weiter, nachunten sterben sie ab und vertorfen. So entsteht1 Zentimeter Torf in 10 bis 20 Jahren.Der besondere Bau dieser Pflänzchen ermöglichtihnen die Speicherung einer Wassermenge,die dem 20-30fachen ihres Trockengewichtsentspricht. Das Moospolster gleichteinem riesigen vollgesogenen Schwamm undhebt den Wasserspiegel über den festen Untergrund.Und so kommt Ihr hin:18Für alle TorfköppeDie stetige Feuchtigkeit, der Versauerung desWassers durch die Torfmoose und dem Mangelan Nährstoffen sind nur wenige Pflanzengewachsen. Der Sonnentau fängt zur Dekkungseines Stickstoffbedarfes kleine Insekten.Der karge Pflanzenwuchs bietet kaum Nahrungfür Reh, Rotwild und Hase. Nur wenigeTierarten und Amphibien haben sich an denhohen Säuregehalt von Wasser und Boden,die Gleichförmigkeit des Lebensraumes unddie niedrigen Temperaturen gewöhnt.Für den einzigartigen Lebensraum Moor stellenmenschliche Aktivitäten seit jeher diegrößte Bedrohung dar. Dazu gehört der Torfabbau,der hier von 1746 bis 1948 betriebenwurde. Heute ist das Moor geschützt.Der informierte, umweltbewußte Wandererkann sich vor Ort selber davon überzeugen,wie wichtig es ist, diese urtümliche Landschaftzu erhalten.Informationen und Kartenmaterial gibt esbeim: Hajkbüro Süd,Matthias „Höttges“ Leese,0 55 62/9 14 15 0


nabelschauAuf zum ESF nach Paris!Vom 12. bis 15. November findet in Paris dasII. Europäische Sozialforum statt. Unter demMotto „Ein anderes Europa ist möglich“ wirddas diesjährige ESF einePlattform zur Mobilierungder Europäer gegen Kriegund Sozialabbau sein.Nach dem großen Erfolgdes 1. ESF 2002 in Florenzist das EuropäischeSozialforum zu einer Institutionim Kampf für ein gerechtes, demokratischesund menschennahes Europa geworden.30.000 Menschen aus den vielfältigen politischenund sozialen Initiativen werden erwartet.Angeboten werden etwa 180 Seminare undWorkshops und 55 Podiumsveranstaltungenaus verschiedenen Themenbereichen von„nachhaltige Umweltpolitik“ bis „solidarischesEurop“, die ins Englische, Deutsche, Französische,Spanische und Italienische übersetztwerden. Den Abschluss der Veranstaltung bildetam 15. November eine kollektive Demonstration.Attac Deutschland hat ein Kontingent von1.500 kostenfreien, gemeinnützigen Schlafplätzenorganisiert, aus allen großen Städtenwerden Busse nach Paris fahren. Weitere Informationzu Mitfahrgelegenheiten, Registrierungenund günstigen Unterkünften gibt esunter www.attac.de und www.fse-esf.org.Susanne KaplanInternationale Begegnungen:Der VCP sucht Mitarbeitende für die neu zugründende Landesarbeitsgemeinschaft„Internationales“.“.Internationale Zusammenarbeitist im Zeitalter der Globalisierung wichtigerals je zuvor. Und welche andere Jugendorganisationkann schon auf ein solch globalesNetzwerk verweisen wie gerade wir als Mitgliedzweier weltweiter Bewegungen, vonWOSM und WAGGGS? Internationale Kooperationist ein unerlässlicher Teil unseres Verbandes,weil sie zum Verständnis für Menschenaus anderen Kulturen und zur Mitverantwortungfür unser gesellschaftliches Umfeld beiträgt.Deshalb legt der VCP bundesweit vielWert auf das Zustandekommen von internationalenBegegnungen, beim Jamboree, beimBundes- oder Landeslagern oder bei Freizeitenim Ausland. Die Landesleitung des VCP Niedersachsenruft jetzt eine ArbeitsgemeinschaftInternationales ins Leben, um neue Kontaktemit anderen PfadfinderInnengruppen zu initiierenund auch internationalen Austausch undProjekte aus den Stämmen und Bezirken mehrals bisher fachlich und finanziell unterstützenzu können. Dafür brauchen wir Eure Ideen undEuer Engagement! Wer von Euch möchte mitmachen?Ein erstes Treffen findet am29.10.2003 um 18.00 in der Tagungsstättedes VCP Land Niedersachsen, Alte DöhrenerStraße 39, in Hannover statt. Anmeldungenbitte an info@niedersachsen.vcp.de oder telefonischunter 0511/ 809 41 41.Ansprechpartnerin: Susanne KaplanLeerer Bauch-LadenZIVI-LEHRGANG 2002 in Hude: Carsten vom Bezirk PaulSchneider! Habe dein T-Shirt vom Norwegen-Sola 2000gefunden.Lüsse (Matthias Lüskow): cpd-wunstorf@gmx.deFoto: Jürgen „mentos“ Hoffmann19


20harte nussDurch diese hohleGasse muss er kommenPVSt DP AG • Entgelt bezahlt • H 14639VCP Land Niedersachen e.V. • Postfach 265 • 30002 HannoverDie Karte zeigt eine kleine Schonung (Mischwald). BeimGeländespiel wollen drei Pfadis – die FängerInnen –die anderen schonungslos platt machen. Aber dazumüssen sie die erstmal finden. Sie beschließen, sichzunächst auf die Lauer zu legen. Schafft ihr es, dieFängerInnen so zu positionieren, dass von ihnen jederPunkt jeder Straßebeobachtet werdenkann, obwohl sie nurzu dritt sind?Die Zeit geht hin, , …… kaum ist es September, schon gibt es im Supermarktwieder Lebkuchen und dann ist es wieder Weihnachten.Das heißt: Zeit für die neue Länder-CEMP. Die Ausgabe#98 widmet sich der Mutter aller Fahrtenländer,Norwegen. Ihr kennt die Fjorde schon wie eure JuJa-Innentasche? Hattet schon mal Gelegenheit, einen Elch zu treffen? Ihr wisstsogar, wie dieser C4-Käse heißt? Gut! Dann seit ihr aufgerufen, euchals Gast-Autoren einzubringen. Am liebsten per Mail. Wir sehenuns auf dem Kongress!Und damit auch die Unwissenden unter euch nichtlänger raten müssen, präsentieren wir:Meer gibt’s hier auch.Sieht man aber nicht.Für echte Superscouts war die Lösung der Aufgabenatürlich überhaupt kein Problem. Oder?BergDa haben wir wohl einen Nerv getroffen… Wer hättegedacht, dass sich in Zeiten des mobilen Telefonierenseine klassische Pfadfindertugend wie das Morsen nochderartiger Beliebtheit erfreut? Jedenfalls konnte die besteRedAKtion von allen sich vor Zuschriften kaum retten.Und musste losen. Gewonnen haben:TalDie werden bei Gelegenheit mit besten Stücken ausder CEMP 20WeAr Kollektion bedacht werden. Gratulation!Tja. So schön ist’s in Norwegen. Im Bild das Stahlheim-Tal (nicht zu verwechseln mit ‚Stahlhelm‘). Wenn ihrnoch Zeit findet zum recherchieren: Redaktionsschlussist diesmal der 15. November 2003.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine