Klein-Teleskoplader im Test Seite 32 Freihandel ... - UFA-Revue

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Klein-Teleskoplader im Test Seite 32 Freihandel ... - UFA-Revue

Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 10 / 2013Freihandel weisseLinieSeite 14Klein-Teleskopladerim TestSeite 32Die Produktion demMarkt anpassenSeite 40Trends bei Raufuttergehalten2013Seite 73


INHALTSVERZEICHNISEDITORIALMit www.ufarevue.chimmer up to dateAuf dem BetriebMayer in Tschlinwerden 160 BündnerStrahlenziegengemolken.Bild: Matthias RoggliAuf www.ufarevue.ch gibt es Newsund Tipps für Profis und fürdie, die es werden wollen.18Hat alles – einfach kleinerDer Teleskoplader «T4512 CC40»von Weidemann ist kompakt gebautund überzeugt durch dassicher «VLS» Hebesystem.32Ein neuer SchädlingDie Kirschessigfliege befällt inzunehmendem Masse auch in derSchweiz reifende Früchtevon Beeren und Steinobst.42Vom Melker zum ManagerEin Melkroboter bringt zahlreicheVorteile, wenn Stall, Genetik,Management, Fütterungund Hygiene stimmen.51FENACO AKTUELLRamseier Suisse AG: Loyal und aktiv im MarktgeschehenGeschäftsleitungsvorsitzender Christian Consoni informiert 4Aus der fenaco Verwaltung 4Auf ein Wort von Urs Feuz 5frigemo: Partnerschaft fusst auf Vertrauen 8MANAGEMENTWenn Nachbarn streitenWegrechte, Grenzabstände, Immissionen 12Kurzmeldungen 10Zwischen Bangen und Hoffen 14Wirz Handbücher: Jetzt bestellen! 16Mit www.ufarevue.ch auf dem Laufenden sein. 18LANDTECHNIKStark im HeckDer Valtra «T203 direct» im Praxistest 36Kurzmeldungen 21Gefahren durch Schadgase in Gülle 24Kverneland mit viel neuer Technik 28Lely «Hibiscus 715 CD»: Zuverlässig und effizient schwaden 30Weidemann «T4512 CC40»: Kleiner Teleskoplader im Test 32Produktneuheiten 35PFLANZENBAUDurch Vorbeugung vermeidenMykotoxine können durch gezielte Massnahmen vermieden werden 45Kurzmeldungen 38Ausgangslage für eine marktgerechte Kartoffelproduktion 40Die Kirschessigfliege wird auch bei uns zu einem Problem 42Kalk-Stroh-Matratzen erfolgreich umgesetzt 48NUTZTIERESchweinequalitätDer Markt fordert Homogenität 86Kurzmeldungen 68UFA aktuell: Die Seiten für den Tierhalter 69Tiefe NDF-Verdaulichkeit beim Dürrfutter 73Futteranalysen richtig interpretieren 74Klauenpflege: Markt oder Pflicht? 76Agro-Salze aus der Schweiz 78Heu oder Maiswürfel für Kälbermast? 79Milchziegen: Winterleistung sichern 80Optimierte Kaninchenhaltung 82EP: Sind die Wildschweine schuld? 84Bio-Seite: Erfolgreich in der Junghennenaufzucht 88LANDLEBENGaren im DampfSchonend und gesund 92Kurzmeldungen 90Rezepte zum Schmoren und Schlemmen 91UFA-Revue-Studienreise nach Uruguay und Brasilien 94Raritäten und Nostalgie 96Herbstliche Sternstunden im Garten 101Sie sind gerne Bauer: Hanspeter und Petra Gysel 102Automatisch melkenSONDERTHEMAHeftmitteDas Internet gewinnt mehr undmehr an Bedeutung – auch in derLandwirtschaft – denn es erleichtertden Zugang zu Informationenenorm. Seit Anfang 2013 ist auchdie UFA-Revue im World Wide Webmit einer eigenen Seite präsent. Sohaben Bäuerinnen und Bauern dieMöglichkeit, in Ergänzung zummonatlichen Printprodukt sichtäglich über die neusten Entwicklungenrund um die Landwirtschaftzu informieren.Ein weiteres Highlight sind dieWebinare, welche die UFA-Revue inregelmässigen Abständen durchführt.Die erfreulichen Teilnehmerzahlenbestätigen, dass auch in derSchweizer Landwirtschaft Interessean diesem relativ neuen Medium,dieser neuen Art der Informationsvermittlungbesteht. NamhafteReferenten können in live übertragenenVorträgen ihr Wissenpreisgeben und Fragen der Teilnehmendenparallel in einem Chat-Kanalbeantworten.Ein nächstes Webinar findetübrigens am 22. Oktober zumThema «Nachbarschaftsrecht» statt.Melden Sie sich am besten gleichan, die Plätze sind nämlichbegrenzt. Alle Informationen zu denWebinaren finden Sie unter derRubrik «Webinar» auf der Homepagewww.ufarevue.ch. Bei dieserGelegenheit können Sie sich auchgleich weitere spannende Inhalteonline ansehen.Sie möchten Ihren Berufskollegenimmer eine Nasenlänge voraus sein?Dann besuchen Sie die Homepageder UFA-Revue mit ihren exklusivenNews, informativen Filmen, feinenRezepten und noch vielem mehr!info@ufarevue.chLELY CENTER SUISSEDairy Solution GmbHsuisse@sui.lelycenter.comTel. 0848 11 33 77MelkroboterFor a professionalmilk production.Anna Steindlwww.lely.comUFA-REVUE · 10 2013 3


FENACOAKTUELLLoyal und aktiv im MarktgeschehenRAMSEIER SUISSE AG Über 7000 Obstbauern liefern ihr Mostobstan die Ramseier Suisse AG. Ihr Obst wird in den Mostereien in Kiesen, Hitzkirch,Sursee und Oberaach gepresst und dann von der Ramseier Suisse AG in Surseeverarbeitet. Geschäftsleitungsvorsitzender Christian Consoni informiert über dieAbnahmekampagne 2013.Ramseier setzt aufhohe Qualität.In einem RamseierSüessmost befindensich über dreissigverschiedeneSchweizer Apfelsorten.UFA-Revue: Wie wird die Most -obsternte 2013 verlaufen?Christian Consoni: Gemäss Ernteschätzungsteht uns eine normaleMostobsternte bevor. Wir haben denBauern zugesichert, dass wir alle Äpfelund Birnen übernehmen werden. Dies,obwohl auch wir aktuell nicht wissen,wie die Problematik mit den Birnensaftkonzentrat-Übermengengelöst werdenkann.Lässt sich mit dem Marktentlastungsbeitragvon 2.5 Mio. Fr. des Bundes die Problematikum die Übermengen an Birnensaftkonzentratnicht lösen?Christian Consoni: Der Markt ent -lastungsbeitrag lässt sich für eine vernünftigeVerwertung kaum nutzen. Beispielsweiseist in der Verordnung desBLW festgehalten, dass Übermengennicht exportiert werden dürfen. Dieswäre in der Tat die einfachste Variante,man kann von heute auf morgen exportierenund für Übermengen lassen sichim Export noch die besten Preise realisieren.Vorgeschlagen ist vom BLW, Birnensaftkonzentratim LebensmitteloderFuttermittelkanal zu nutzen. DerKostenanteil ist allerdings beschränktund bestehende Produkte dürfen nichtkonkurrenziert werden. Wir haben beideVarianten geprüft: Bei Futtermittelnist es wirtschaftlich nicht interessant,der Aufwand wäre zu gross. Im Lebensmittelbereichist der Markt für Birneloder Birnenessig klein und begrenzt.Reale Erfolgsaussichten haben diese Lösungenjedoch kaum. Sie sehen also,dass sich die Lage noch verschärfenVERWALTUNG FENACOCONSEIL D’ADMINISTRATIONLANDI Seeland AG Die Getreidesammelstellein Ins (BE) wird erneuertund erweitert. In einem ersten Schrittwerden die maschinellen Einrich -tungen der Getreide -sammelstelle für zweiMillionen Franken. erneuert.Nachfolgendwer den im Hinblick aufdie geplante Konzentrationder heutigen vierGetreidesammelstellenauf Aarberg und Ins, dieLagerkapazität in Ins auf 9000 t erweitert.Der erste Investitionsschritt wirdauf die Ernte 2014 vorgenommen, derzweite ist auf das Jahr 2015 geplant.LANDI La Côte SA Die Verwaltungder fenaco hat einen Kredit von neunMillionen Franken für den geplantenLANDI-Neubau in der Industriezonevon Lonay in der Nähe von Lausannebewilligt. Das Land für den Neubauwurde bereits im 2011 für drei MillionenFranken gesichert. Das Neubaupro-jekt umfasst einen LANDI-Laden mitAgrola-TopShop und einer Tankstellesowie einer Waschanlage. Im 1. Stockentstehen Büroräumlichkeiten. Von den90 Parkplätzen ist die Hälfte gemäss behördlichenAuflagen gedeckt. Die Baubewilligungwird demnächst erwartet.4 10 2013 · UFA-REVUE


BILD DES MONATSPHOTO DU MOISAKTUELLFENACOAUF EIN WORTEN UN MOTDie Getreideannahme ist schon lange vorbeiund auch die Ablieferung von Körnermais und Sonnenblumenkernenist bald abgeschlossen. Der Silochef kontrolliert den Reinigungsabgangunter der Lupe auf Schädlinge. Die Arbeit in den Getreidesilos ist in den letzten Jahren um einVielfaches angewachsen und anspruchsvoller geworden. Nun bietet die LANDI Arena und fenacoGetreide, Ölsaaten, Futtermittel (GOF) eine Fachausbildung für Siloverantwortliche an. Einzelheitenund Anmeldung in der Broschüre LANDI Arena (ab Ende Oktober im Agronet unter LANDI Arena).Erstmals empfehlen LANDI Arena und GOF im nächsten Jahr einen sechswöchigen Lehrgang fürSilochefs in Zusammenarbeit mit der gewerblichen Schule in Hoppenlau (Stuttgart), welche übermehrjärhige Erfahrungen in der Getreidesilo-Weiterbildung verfügt. Für die Westschweizer Silochefs isteine eigene Ausbildung in der Romandie vorgesehen.könnte. Wir rechnen mit 12 000 bis13 000 t Birnen, die heuer angeliefertwerden und die bestehenden Lagersind noch voll.TERMINEAGENDANationale Fachtagung fürLeiter des strategischenGeschäftsfelds Agro LANDI25. Oktober 2013, Kongresshaus BielAnmeldung:landi.arena@fenaco.comÜberangebot heisst, dass die Preise sinken?Christian Consoni: Nein, mit unseremAbrechnungssystem in der Obstbrancheläuft es anders. Der Richtpreis ist vorgegebenund für die Überschussmengewird auf seiten der Obstbauern einRückbehalt erhoben. Je grösser dieÜberschussmenge, desto höher fälltder Rückbehalt aus. Aber punktoBirnen haben wir in der Schweiz einstrukturelles Problem. Es gibt zuviele Birnenbäume. DerMarkt kann das nichtregulieren. Das Problemwird von Jahr zuJahr vor sich her geschoben.Im Gegensatz zu Fleisch, Milch oderden Ackerfrüchten hat die Verarbeitungvon Mostobst eine wirtschaftlichgeringere Bedeutung. Für jene Bauern,die einen Teil ihres Einkommens damitverdienen, ist das Mostobst wichtig.Ebenso für die Bevölkerung, die einvon Hochstämmen geprägtes Landschaftsbildschätzt. Welche Rolle spieltdabei die fenaco? Hier ein paar Faktendazu: Die fenaco-TochtergesellschaftRamseier Suisse AG ist Partner von7000 Mostobstproduzenten. Die viereigenen Mostereien verarbeiten mehrals die Hälfte des gesamten SchweizerMostobsts. Fast ein Fünftel derRamseier Obstsäfte gelangen über dieeigenen Detailhandelskanäle Volg undLANDI zu den Konsumenten.Um gegenüber den Obstbauern Jahrfür Jahr ein konstanter und verlässlicherAbnehmer von Mostobst sein zukönnen, braucht es Investitionen.Investitionen in die Infrastruktur, in dieEntwicklung und den Anbau vonSäulen- und Hochstammbäumen sowiein die Förderung der Sortenvielfalt. Esbraucht aber auch Investitionen in dieProduktentwicklung, um mit Innovationendie Marktstellung laufendfestigen und ausbauen zu können. Esist das Ziel, diese mittlerweile über100-jährige Tradition in der Verarbeitungund Veredelung von Mostobstlangfristig weiter zu entwickeln. Dazuwerden die notwendigen Mittelinvestiert. Die Mitarbeiterinnen undMitarbeiter der Ramseier Suisse AGsetzen sich mit viel Herzblut dafür ein,weiterhin innovativ und erfolgreichMostobst zu verarbeiten und RamseierObstsäfte in allen Variationen denKonsumenten beliebt zu machen.Fortsetzung Seite 6Urs FeuzMitglied der fenaco-Geschäftsleitung undDivisionsleiter fenaco-LebensmittelindustrieUFA-REVUE · 10 2013 5


FENACOAKTUELLChristian Consoni istVorsitzender derGeschäftsleitung derRamseier Suisse AG, zuder neben Ramseierauch die TradititonsmarkenSinalco undElmer gehören.Sie sprechen den Hochstammbeitrag desBundes an.Christian Consoni: Nicht nur. Frühergab es Bundesbeiträge für die Obstverwertung.Seit 2010 ist dies aber nichtmehr der Fall. Der Markt muss sich nunselber regulieren. Bei den Äpfeln funktioniertdies. Bei den Birnen hat sich dasProblem kumuliert. Die gesamte Brancheist gefordert, diese Situation in dennächsten Jahren zu lösen.Wie werden die Richtpreise in der Obstbrancheausgehandelt?Christian Consoni: Wir Verarbeiterübernehmen die gesamte Menge unterdem Vorbehalt, dass die Bauern mit demRückbehalt zur Überschussverwertungbeitragen. Im schweizerischen Obstverbandist die Mostobstbranche im so genanntenProduktzentrum Mostobst organisiert.Am runden Tisch sitzen je achtVertreter der Produzenten und der Verarbeiterund legen die Richtpreise unddie Höhe des Rückbehalts fest. Äpfel sindein Naturprodukt. 2010 betrug die Ernte60000t, das Jahr darauf über 160000t.Diese Schwankungen lassen sich nichtnur über den Preis oder den Markt regeln.Durch den Rückbehalt werdenÜberbestände über den Export abgesetzt.Dieses System gewährleistet Preisstabilität.Der Obstproduzent wird ausbezahlt,wenn die Ernte verwertet ist und brauchtmanchmal sicher auch Liquiditätsreserven,um die Zeit bis zur Auszahlung zuüberbrücken?Christian Consoni: Je grösser die Ernteausfällt, desto höher ist der Rückbehalt.Das Produktzentrum Mostobst desSchweizerischen Obstverbands weiss alsoerst, wenn die Ernte vollständig abgeschlossenist, wie hoch der Rückbehaltsein wird, was meistens MitteNovember der Fall sein wird. Wir haltenuns an diese Branchenlösung und könnenerst auszahlen, wenn wir die Zahlendes Obstverbandes kennen. Wir bezahlendie Bauern und überweisen denRückbehalt an den Obstverband. Fürdiese Branchenlösung braucht es Transparenzund Solidarität aller Marktteilnehmer.Machen Sie auch Abnahmeverträge direktmit Produzenten?Wie sieht die Branchenlösung 2013 aus?Christian Consoni: Die Richtpreise2012 werden beibehalten. Dank derausgewogenen Marktlage dürfte dervor aussichtliche Auszahlungsrichtpreisfür Mostäpfel höher als 2012 sein. DerRückbehalt beträgt durchschnittlich3Fr. pro 100kg Mostäpfel bei einer geschätztenErntemenge von 88 100 t.Steigt die Erntemenge über 90000t erhöhtsich der Rückbehalt um 50 Rappenje 5000t. Bei den Mostobstbirnen gehtman von einer Ernte von 12 600 t ausund bis 11000t beträgt der Rückbehalt5Fr.Wohin werden die Überschussmengen exportiert?Christian Consoni: Nach Deutschland,Frankreich und Österreich. DerPreis beträgt meistens ein Drittel desSchweizer Preises. Es ist eine Dienstleistungzuhanden der Mostobstbranche,die wir abwickeln.6 10 2013 · UFA-REVUE


AKTUELLFENACOChristian Consoni: Es gibt Abnahmeverträge,beispielsweise mit Bio-Äpfel-Produzenten, aber wir zahlen die gleichenPreise, wie vom Obstverbandfestgelegt.Der Abnahmevertrag umfasst also dieMenge?Christian Consoni: Auch das ist nichtmöglich. Wenn einem Landwirt die Ernteverhagelt wird, kann er nicht liefern.Wir müssen uns der Natur anpassen.Wenn der Sommer trocken ist, sinkt dieMenge. Umgekehrt nahmen wir imHerbst 2011 Rekordmengen entgegen.Wie ist das Verhältnis zwischen Mostobstund Tafelobst?Christian Consoni: Für einen ausgewogenenSäuregehalt brauchen wir inder Mostobstverarbeitung neben Hochstamm-auch Tafelobst. Was die Tafelobstproduzentenüber den Tafelobstkanalnicht absetzen können, fliesst in denMostobstkanal. Wir sind quasi ein Puffer.Tafelobstproduzenten zahlen dennauch einen höheren Beitrag in die Rückbehaltskasse.Gibt es genug Bio-Äpfel für die Mostproduktion?Christian Consoni: Wir sind sehr interessiertan Bio-Mostobst und würdensogar für die beiden Umstellungsjahreden Bio-Zuschlag auszahlen. Aber es istnicht so einfach für die Bauern umzustellen.Wie sieht der Getränkemarkt aus?Christian Consoni: Wir befinden unsin einem Verdrängungsmarkt mit vielenMitbewerbern. Die Preise sind unterDruck und wir müssen intelligent investieren.Es gilt, die Kosten im Griff zu habenund wettbewerbsfähig zu bleiben.Wir haben mit Ramseier, Elmer Citround Sinalco drei starke Traditionsmarkenund entwickeln stetig neue Produktlinien,um den Absatz zu steigern.Was sind das für innovative Produkte?Christian Consoni: Neuerdings kannman «Ramseier Suure Moscht natur -trüeb» in Dosen à 50 cl beziehen. Ameidgenössichen Schwingfest in Burgdorfkam er sehr gut an. Ein anderes Produktist der Ramseier Apfeldirektsaft vomHochstamm im Kühlregal. Bis jetzt stan-Ramseier Suisse AG• Rechtsform: Aktiengesellschaft zu100 % eine Tochtergesellschaft derfenaco.• Hauptsitz: Sursee• Mitarbeiter: 300• Marken: Ramseier, Sinalco, Elmer Citround Mineral• Umsatz: 168 Mio. Fr. (2012)• Mostereien: 4 Mostereien in Hitzkirch,Kiesen, Oberaach und Sursee• 4 Abfüllbetriebe: Sursee (Hauptsitz),Hochdorf, Kiesen, Elm• Abfülltechniken: PET, Glas, Weich -packung, Keg, Bag in Box.• Produzenten/Lieferanten: 7000Obstbauern• Kunden: Gastronomie und Detailhandel,darunter auch Volg und LANDI.• Produkte: Obst- und Fruchtsäfte,Suure Moscht, Ice Tea, Soft Drinks,Bier, Mineralwasser, Saisonprodukte• Jahresproduktion: 180 Mio. Einheiten• Mostobstverarbeitung: 43 000 tMostobst (2012)den in den Kühlregalen der Grossverteilervor allem ausländische Fruchtsäfte.Es kann nicht sein, dass Schweizer Apfelsaftdort fehlt. Ein weiteres Projektist, und dies weil die Lagerbestände anBirnensaftkonzentrat hoch sind, einMost mit dem Label Hochstamm, beiwelchem das Apfel-Birnenverhältnis 75zu 25 sein wird. Bisher lag der Anteil Birnensaftbei 10 %. Es ist ein sehr feinerund abgerundeter Süessmost. Dann lancierenwir eine Ramseier Apfelschorle inBio-Qualität. Die Diversifizierung belebtden Apfelsaftmarkt und ist eine Chance,um den Absatz zu steigern. Für die Verarbeitungist es eine Herausforderung,so braucht es zusätzliche separate Lagertänkeund Verarbeitungslinien.Wie kommt Ramseier Apfelsaft in derWestschweiz an?Christian Consoni: Die Marke Ramseierprofitiert in der Westschweiz voneinem sehr hohen Bekanntheitsgrad.Ramseier Süessmost kommt sehr gutan. Bei der Ramseier Apfelschorle befindenwir uns im Aufbau und versuchendie Bekanntheit für dieses Produkt weiterzu steigern.Ramseier-Neuheitenab Herbst 2013:Hochstämmer Obstsaftnaturtrüeb mit 25 %Birnensaftanteil,Suure Moscht naturtrüebin Dose à 50 cl,Süessmost undApfelschorle im neuenMehrwegglas..Exportieren Sie Ramseier Apfelsaft?Christian Consoni: Nein. Wir konzentrierenuns auf die Schweiz, da wir nochviel Potenzial im Heimmarkt sehen.Sie haben 20 Mio. Fr. in eine neue Logistikplattformmit 17000 Palettenplätzeninvestiert. Wie sieht der Zeitplan aus?Christian Consoni: Ende Juli ist dasGebäude fertig geworden. Wir befindenuns in der Testphase und Ende Oktobersoll das vollautomatisierte Hochregallagerin Betrieb genommen werden. Dasist ein grosser Schritt vorwärts.Sind weitere Investitionen vorgesehen?Christian Consoni: Dadurch, dass wirdie Logistik verlegt haben, haben wirhier im Hauptgebäude mehr Platz fürdie Produktion und investieren in zusätzlicheAbfüll- und Tankkapazitätensowie eine neue Konzentrieranlage.In der Landwirtschaft- und Ernährungsbranchespricht man von einem Fachkräftemangel.Sind Sie davon auch betroffen?Christian Consoni: Das spüren wir natürlichauch. Für uns ist es wichtig, guteMitarbeiter zu haben und sind mit unsererFirmenkultur und den Anstellungsbedingungenein guter Arbeitgeber.Besten Dank für das GesprächInterview Daniela Clemenz und GaelMonnerat, UFA-Revue, 8401 Winterthurwww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 7


FENACOAKTUELLPartnerschaft fusst auf VertrauenDIE FRIGEMO ist in der Schweiz die Nummer 1 in der Verarbeitung von tiefgekühltenKartoffelprodukten, übernimmt jährlich rund 55 000 t Kartoffeln und veredelt diesezu über hundert verschiedenen Produkten. Das zur fenaco gehörende Unternehmenpflegt eine enge Partnerschaft zu den Schweizer Kartoffelproduzenten und wichtigenHandelspartnern.Die Frigemo imneuenburgischenCressier verarbeitetjährlich rund 55 000tKartoffeln.Die Schweizer Landwirtschaft istauf funktionierende und effizienteVerarbeitungsbetriebe angewiesen.Nur so kann man die Marktanteileder heimischen Erzeugnisse halten undim Wettbewerb mit ausländischen Produktenbestehen.Die zur fenaco gehörende Frigemo-Gruppe ist ein solcher Betrieb – in derSchweiz die Nummer 1 für tiefgekühlteKartoffelprodukte. Jährlich übernimmtdas Unternehmen rund 55000t Kartoffelnund veredelt diese in Cressier (NE)zu über hundert verschiedenen Produkten(tiefgekühlt, gekühlt, trocken). Diepartnerschaftliche Zusammenarbeit mitden Produzenten und der stetige Austauschhinsichtlich eines qualitativhochstehenden Kartoffelanbaus stehenstets im Zentrum.«HOLL»-RapsSeit 2008 verwendet die Frigemo inihren Fritteusen hauptsächlich «HOLL»-Rapsöl, seit 2013 ausschliesslichSchweizer Rapsöl. Die Frigemo ist dererste Schweizer Veredlungsbetrieb fürKartoffeln, der ohne Palmöl produziert.Stetige Investitionen Produzentenund Verarbeitungsbetriebe sind aufeinanderangewiesen. Auf Produzentenseitemüssen Menge und Qualität stimmen,die Industrie muss ihrerseits Anstrengungenunternehmen, damit diehohen Anforderungen des Handels undder Konsumenten bezüglich bekömmlichenund innovativen Qualitätsproduktenerfüllt werden können.Damit beispielsweise die Herstellungvon Pommes frites weiterhin nach denneusten technologischen Erkenntnissenerfolgen kann, hat die Frigemo kürzlichin einen Grossumbau investiert. So wurdenin Cressier neben der Fritteuse auchdie Trocknungseinheit, die gesamte Lüftungund die Komponenten der Steuerungkomplett erneuert. Resultat: DieQualität und Effizienz konnte gesteigertwerden. Die heutige Anlage erreicht einenAusstoss von 7 bis 8t Pommes fritespro Stunde. Zu diesen kürzlich getätigtenInvestitionen zählt auch die Modernisierungder eigenen Kläranlage. Miteinem Betrag von 14 Mio. Fr. setzte dasUnternehmen nicht nur ein Zeichen fürsein ökologisches Engagement, sondernmacht auch deutlich, dass langfristigesDenken und Handeln zur Unternehmenskulturgehört.Vielseitige Kundschaft Die Frigemoproduziert für den Detailhandel, fürGrossisten und für die Gastronomie. DerKundenstamm umfasst unter anderemMcDonald’s, Coop, Nestlé, Unileverund Volg. Die Kartoffelprodukte ausCressier finden man in bekannten Markenwie McCain, Knorr oder Coop Naturaplan.«Innovator» – eine ErfolgsgeschichteTiefgekühlte Pommes fritessind die wichtigsten Produkte, die inden Anlagen von Cressier hergestelltwerden. Sie waren die Basis für die Partnerschaftzwischen Frigemo und McDonald’s,als McDonald’s 1976 in derSchweiz sein erstes Restaurant eröffnete.Aufgrund dieser Partnerschaft wurdedie Kartoffelsorte «Innovator» lanciert,die unter Vertragsanbau hauptsächlichfür die Herstellung von Pommes fritesfür die McDonald’s Restaurants bestimmtist. Zwar sind auch noch andereSorten für die Zubereitung von Pommes8 10 2013 · UFA-REVUE


AKTUELLFENACODie Produzenten liefern an und sind bei derQualitätskontrolle dabei. So ist Transparenzbei der Kartoffelannahme gewährleistet.FrigemoFrigemo ist eine Tochtergesellschaft derfenaco, ist im Departement «Convenience»innerhalb der Division «Lebensmittelindustrie»angesiedelt. Nebst demKartoffelverarbeitungsbetrieb in Cressiergehören weitere spezialisierte Produktionsstättenin Mellingen (tiefgekühltesGemüse), Zollikofen (küchenfertigeSalate und Fertigsalate) sowie eigeneHandelsfirmen dazu. Die Frigemobeschäftigt aktuell über 850 Mit -arbeitende.Im KartoffelverarbeitungsbetriebCressier werden jährlich rund 55 000 tKartoffeln zu tiefgekühlten undgekühlten Pommes frites, tiefgekühltenKartoffelspezialitäten (wie beispielsweiseRösti, Duchesse oder Kroketten) undKartoffelflocken verarbeitet. Insgesamtstellt die Frigemo pro Jahr mehr als26 000 t verarbeitete Kartoffelprodukteher.frites geeignet, aber «Innovator» erfülltdie hohen Qualitätsanforderungen vonMcDonald’s am besten. Bis heute werdenfür diese Verpflegungs-Kette jährlichüber 20 000 t «Innovator»-Kartoffelnangebaut.Frigemo in Cressier ist Spezialistin für eine qualitativhochstehende Produktion von Pommes-Frites undweiterer Kartoffelspezialitäten.Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue,1510 Moudonwww.ufarevue.ch 10 · 13Nahe bei den Bauern Die Frigemoverarbeitet Kartoffeln aus der Region.90 % der Kartoffeln werden in einemUmkreis von 45 km angebaut. Diese Näheermöglicht es den meisten der rund420 Produzenten, selbst anzuliefernund bei den Qualitätstests der Kartoffelnanwesend zu sein. Das schafftTransparenz und stärkt die Partnerschaft.Fazit Mit einem Marktanteil vonrund 50 % bei Tiefkühlprodukten ausKartoffeln nimmt die Frigemo eine starkeStellung im Schweizer Markt ein. DasUnternehmen pflegt eine enge Partnerschaftmit 420 Produzenten, die für dieLieferung von erstklassigen SchweizerKartoffeln verantwortlich zeichnen, undinvestiert laufend in die Erneuerung seinerProduktionsanlagen – dies ganz imSinne einer produzierenden Landwirtschaft.UFA-REVUE · 10 2013 9


MANAGEMENTKURZMELDUNGENGrasland-Beiträge:Wie viele profitieren?Zwischen der ForschungsanstaltAgroscope und der Hochschule fürAgrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften(HAFL) gibt es unterschiedlicheAnnahmen, wie vieleBetriebe von den mit der Agrarpolitik2014 ausbezahlten Graslandbeiträgen(provisorisch 200 Fr./habei 80% Grasanteil im Tal und 90%im Berggebiet) profitieren werden.Während Agroscope im Talgebietvon rund 50% ausgeht, sind es lautHAFL nur 4%. Leider sind keine detailliertenKennzahlen zur Fütterungauf Schweizer Milchviehbetriebenvorhanden. Die letzte Datenerhebungfand in den 80er Jahren statt.Die Annahmen von Agroscope basierenauf Referenzbetrieben, diezur Erhebung der Buchhaltungszahlendienen. «Milchviehbetriebe sindhierbei gut vertreten», sagt DierkSchmid von Agroscope. Die Berechtigungfür Graslandbeiträge wirdaufgrund der verfügbaren Grasfläche(in Trockensubstanz) geschätzt.Nicht einkalkuliert ist das zugekaufteErgänzungsfutter.Dagegen wurden an der HAFLPraxiszahlen aus Verkehrsmilchbetriebenin der West- und Nordwestschweizerhoben, in denen dieZufütterung (Mais, Luzerne, Kraftfutterund anderes) berücksichtigtist. Jedoch sind die Daten nicht repräsentativ,da sie ausschliesslichaus Silobetrieben und vermehrt ausdem Ackerbaugebiet stammen.Das Bundesamt für Landwirtschaftwill bei der definitiven Festlegungder Beitragsbedingungen sowohldie Agroscope – als auch dieHAFL-Zahlen miteinbeziehen.Matthias Roggli, UFA-RevueTagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chZu spät und falscher AdressatEine Erbengemeinschaft verkaufteein landwirtschaftliches Grundstückan A und B. Der Pächter Y machtegeltend, er habe gestützt auf dasBundesgesetz über das bäuerlicheBodenrecht ein gesetzliches Vorkaufsrecht.Bis vor das Bundesgerichtwar strittig, ob Y das Vorkaufsrechtgesetzeskonform ausgeübthatte.Für die gesetzlichen Vorkaufsrechtefinden sich die Modalitätenim ZGB. Der Verkäufer muss dieVorkaufsberechtigten über denAbschluss und den Inhalt des Kaufvertragsin Kenntnis setzen. Dazuge hören nicht nur die für das Zustandekommeneines bestimmtenKaufvertrags unerlässlichen Elemente.Der Vorkaufsberechtigte mussKenntnis haben von allen wesentlichenBedingungen des konkretenWeiterbildung mit PodcastSeit rund zwei Jahren erfreut sichdas Angebot «Liebegg zum Hören»steigender Beliebtheit. Es handeltsich dabei um Podcast, welche dasTierhaltungs-Lehrerteam mit NicoleAmrein-Scherrer (Bild) der Liebeggregelmässig produziert. Weiterbildungsinhaltebeispielsweise überdie Aufzucht, über Kälberkrankheitenoder Kriechstrom werden inForm einer Audio-Datei aufwww.liebegg.ch eingebaut. ZumAbspielen dieser Dateien braucht esein MP3-fähiges Audio-Tool (RealPlayer, Winamp, Windows MediaPlayer, iTunes).Grenzen der QualitätsstrategieDie diesjährige Jahrestagung derGesellschaft für Agrarwirtschaft undAgrarsoziologie (SGA) an der ETH inZürich wurde mit der österreichischenGesellschaft für Agraröko-Vertrages, die fürden Entschluss, dasVorkaufsrecht auszuüben,bedeutsamsind. Dazugehört auch der Kaufpreis.Weiter legt das ZGB fest, dass derVorkaufsberechtigte, der sein Rechtausüben will, es innert dreier Monateseit Kenntnis von Abschluss undInhalt des Vertrages geltend machenmuss. Adressat der Ausübungserklärungist der jeweilige Eigentümerdes Grundstücks.Im vorliegenden Falle warenschon A und B als Eigentümer imGrundbuch eingetragen, als Y seineAusübungserklärung abgab. DasBundesgericht hielt fest, dass dieAusübungserklärung in jenem Zeitpunktgültig nur an A und B hättegerichtet werden können, hingegennomie veranstaltet. Über 80 Referentinnenund Referenten aus derSchweiz, Österreich und Deutschlandstellten ihre Forschungsergebnisserund um das Thema «Grenzender Qualitätsstrategie im Agrarsektor»vor. Die Referate und der spannendeTagungsband sind aufwww.sga-sse.ch zu findenEigenkapitalverzehrDas landwirtschaftliche Einkommensank 2012 und betrug im Durchschnittder Referenzbetriebe 56000Fr. je Betrieb. Der Einkommensrückgangwar vor allem in den Talbetriebenstärker spürbar. ART-ForscherDaniel Hoop stellte fest, dass immermehr Betriebe in der Hügel- undBergregion einen Eigenkapitalverzehraufweisen. Insgesamt sei die finanzielleSituation nur für 38% derBetriebe befriedigend. Gestiegen seiin den letzten Jahren das Investitionsvolumen.Es bestehe ein Finanzierungsmanko.nicht mehr an die Erbengemeinschaftals Verkäuferin. Dies warletztlich aber unerheblich, da dasBundesgericht auch zum Schlusskam, Y habe sein Vorkaufsrechterst mehr als drei Monate nachKenntnis des Vertragsinhalts und somitzu spät geltend gemacht (Urteil5A_668/2012, 07.03. 2013).Andreas Wasserfallen,Rechtsanwalt und Agronom, Bern, 031 300 37 00,wasserfallen@agrarrecht.chFamilienrecht in derLandwirtschaftAm 13. November 2013 führt derschweizerische Bauernverband ander Fachhochschule Aargau, Nordwestschweiz,in Windisch eine Tagungzum Thema «Bäuerliches Familienrecht»durch. DieFachreferate stammenvon MartinWürsch, Pius Koller,Martina Zemp, MartinGoldenberger, Irene Koch, ReginaKüng, Rolf Vetterli und ThomasMeyer. Details und Anmeldung:SBV T&S, Brugg, 056 462 51 11,www.sbv-treuhand.chTiere versichernVersicherungsgesellschaften wie dieEmmental oder die Mobiliar bietenTierversicherungen an. In die Policeeingeschlossene Tiere können gegenVerletzungen durch Unfälle,Krankheit und Tod als Folge einesUnfalls oder einer Krankheit versichertwerden. Es ist möglich, dengesamten Tierbestand oder nur einzelneTiere zu versichern. Die Ver -sicherung kann auch für eine befristeteZeit abgeschlossen werden.Ursula Meier, SBV Versicherungen10 10 2013 · UFA-REVUE


SWISS MADEAGRAR – ERNTEN MIT SYSTEMLAND-MASCHINENSHOWSCHAFFHAUSEN19. & 20.10.2013Ein vielfältiges Ladewagenprogramm entwickelt nach Ihren Wünschen. Dank unserem Baukastensystem können wir für jeden Betrieb denrichtigen Ladewagen produzieren. Mit dem mehr als 20 cm pendelnden Pick-up bietet Agrar einen Standard, der bis heute einzigartig ist.Elevator, versetzte Schwingen, lenkergesteuert oder Silierrotor, Scherengitter oder Festaufbau: Individuelle Kundenlösungen sind unsere Stärke.GVS Agrar AGLand- und KommunalmaschinenIm Majorenacker 11CH-8207 SchaffhausenTel. +41 (0)52 631 19 00info@gvs-agrar.chwww.gvs-agrar.ch1713 ST. ANTONI,GABAG Landmaschinen AG1734 TENTLINGEN, Jungo Felix2575 HAGNECK, Dubler Agrar Service3088 RÜEGGISBERG,Ramseyer Landtechnik AG3123 BELP, Stucki Landtechnik AG3148 LANZENHÄUSERN, Staudenmann AG3179 KRIECHENWIL,Hämmerli AgroTech AG3232 INS, GVS Agrar Ins AG3324 HINDELBANK, Käser Agrotechnik AG3365 GRASSWIL,LMG Landmaschinen AG Grasswil3433 SCHWANDEN I. E.,Toni Siegenthaler AG3532 ZÄZIWIL,Ueli & Ruedi Herrmann GmbH3555 TRUBSCHACHEN, Wingeier Alfred3647 REUTIGEN, Burger Reutigen AG3665 WATTENWIL, Wenger Paul4147 ANGENSTEIN/AESCH,Brunner Daniel4312 MAGDEN, Damann Maschinen AG4434 HÖLSTEIN, Gysin Werner4624 HÄRKINGEN,Studer & Krähenbühl AG4911 SCHWARZHÄUSERN,Gerber & Reinmann AG5054 KIRCHLEERAU, Roos Peter AG5074 EIKEN, Schweizer Eiken AG5078 EFFINGEN,Müller Juerg AG5324 FULL-REUENTHAL,Heinz Kämpf Landmaschinen AG5502 HUNZENSCHWIL,Odermatt Landmaschinen AG5634 MERENSCHWAND,Bucher Agrotechnik AG5643 SINS, Burkhardt Paul5644 AUW, Heer Alfred5707 SEENGEN, R. Sandmeier AG6014 LITTAU, Rüedi Josef6016 HELLBÜHL, Amrhyn Gustav AG6026 RAIN,Burkart Landmaschinen GmbH6112 DOPPLESCHWAND,Lingg Agrartechnik AG6130 WILLISAU, Kronenberg Hans6145 FISCHBACH, Gebr. Imbach AG6170 SCHÜPFHEIM,Zihlmann Maschinen & Geräte AG6210 SURSEE, Paul Furrer AG6221 RICKENBACH, Sebastian Müller AG6260 REIDEN, A. Leiser AG6289 HÄMIKON, Bucher Agro-Technik AG6314 UNTERÄGERI, Merz Karl6340 BAAR, Wismer Landtechnik AG6370 OBERDORF, Leo Schallberger AG6418 ROTHENTHURM, Moser Martin7205 ZIZERS, Kohler Landmaschinen AG8197 RAFZ, Matzinger René8207 SCHAFFHAUSEN, GVS Agrar AG8214 GÄCHLINGEN, GVS Agrar AG8308 MESIKON-ILLNAU,Gujer Landmaschinen AG8476 UNTERSTAMMHEIM,Brack Landtechnik AG8500 FRAUENFELD, Hilzinger AG8505 DETTIGHOFEN, H. + E. Roth AG8587 OBERAACH, Jakob Hofer AG8722 KALTBRUNN, Steiner Berchtold AG8730 UZNACH, Technikcenter Uznach AG8834 SCHINDELLEGI, Schuler Maschinenund Fahrzeuge AG8867 NIEDERURNEN,Landmaschinen Pfeiffer AG8934 KNONAU, Hausheer & Sidler9042 SPEICHER, Rüsch AG9050 APPENZELL STEINEGG, Fuchs Sepp9212 ARNEGG, Keller Landtechnik GmbH9243 JONSCHWIL,Technikcenter Jonschwil AG9249 ALGETSHAUSEN,Schedler Landtechnik AG9303 WITTENBACH,LV-Maschinencenter Wittenbach AG9313 MUOLEN, Ebneter Bruno9424 RHEINECK, Lantech AG9445 REBSTEIN,LV-Maschinencenter Rebstein AG9475 SEVELEN,LV-Maschinencenter Sevelen AG9494 SCHAAN, Wohlwend Damian Anstalt9548 MATZINGEN,Schneider Landmaschinen AG9562 MÄRWIL, Märla AG9615 DIETFURT, Franz Bachmann AG


MANAGEMENTWenn Nachbarn streitenWEGRECHTE, GRENZABSTÄNDE, IMMISSIONEN Die landwirtschaftlicheBevölkerung hat infolge ihres engen Bezugs zum eigenen Grund und Boden seltenGelegenheit einem Nachbarschaftsstreit örtlich auszuweichen. Differenzen odergar Streitereien unter Nachbarn um Wegrechte, Grenzabstände oder Immissionen sindgang und gäbe und vielfach sind diese schwierig zu schlichten.Peter BürkiJetzt anmelden!Webinar «Nachbarrecht»Nachbarn stehen sich räumlich nahe,sofern jemand nicht gerade einEinsiedlerdasein fristet. Vergleichbarmit verwandtschaftlichen istjedoch auch bei nachbarschaftlichenBeziehungen keinesfalls garantiert,dass sich diese Personen auch persönlichnahe stehen. Differenzen oder garStreitereien unter Nachbarn sind gangund gäbe.Nachbarrecht Wenn vom Nachbarrechtdie Rede ist, geht es in den meistenFällen um die gesetzliche Regelungvertragsloser Beziehungen zwischenzwei oder mehreren Nachbarn: zum BeispielStreitigkeiten über den korrektenGrenzverlauf, über Grenzabstände oderüber störende Immissionen (Lärm, Gerüche,Schattenwurf). Aber auch dann,wenn ein Grundstück nur über dasNachbargrundstück erschlossen werdenkann und dafür ein so genanntes Notweg-oder Notleitungsrecht geltend gemachtwerden muss.Ein Webinar ist ein Seminar im Internet. Wer Fragen zuWegrechten, Grenzabständen oder Immissionen hat, kann siePeter Bürki auch live am Webinar(Livevortrag) vom 22. Oktober 2013,um 19.30 Uhr, stellen. Anmeldung:Email an anna.steindl@ufarevue.ch.Fragen können zum Voraus mit derAnmeldung eingegeben werden.Der PC muss über einen Lautsprecher verfügenund der Flash Player muss installiert sein.Das Login wird nach der Anmeldung zugestellt.Die Teilnahme ist gratis.Verträge Nebst ausservertraglichenNachbarbeziehungen gibt es jedochauch, gerade in der Landwirtschaft, häufigKonflikte unter Nachbarn, die mittelseines Vertrags aneinander beziehungsweisean das Grundstück des Nachbarngebunden sind (grundbuchlich abgesicherteWeg-, Leitungs-, Quellen-, Näher-und Überbaurechte, Miete undPacht). Zu denken ist weiter an Streitigkeitenunter Mit- oder Stockwerkeigentümernoder Konflikte im Zusammenhangmit Baueinsprachen. DieseVielzahl von möglichen Konfliktfeldernbringt es mit sich, dass Auseinandersetzungenunter Nachbarn ein häufiges Gesprächsthemain der Rechtsberatungsind und sich auch die Gerichte diesbezüglichnicht über zu wenig Arbeit beklagenkönnen.Die gesetzlichen Grundlagen, die dasnachbarschaftliche Zusammenleben regeln,sind zum Leidwesen interessierterLaien weit über das nationale, kantonalesowie kommunale Recht verstreut.Sie sind sowohl im Zivilrecht, das dieBeziehung zwischen Privaten regelt, alsauch im Öffentlichen Recht, das dasVerhältnis zwischen Privatpersonen unddem Staat festlegt, zu finden.Eigentum und begrenzte NutzungsrechteDie Bestimmungenüber das Eigentum sowie die begrenztenNutzungsrechte an Grundstückensind im Schweizerischen Zivilgesetz -buch (ZGB) geregelt. Grenzwerte oder-masse aller Art sind in der nationalenund kantonalen Umweltschutzgesetzgebung(Lärmschutz- und Luftreinhalteverordnung)sowie in den kantonalenund kommunalen Planungs-, Bau- undNutzungsordnungen festgeschrieben.Vorschriften über Grenzabstände fürPflanzen, Art und Ausgestaltung vonGrenzvorrichtungen (Mauern, Zäune,Hecken) sowie die Pflicht zur Einzäunungvon bestimmten Grundstücken(Viehweiden) sind in den jeweiligenkantonalen Einführungsgesetzen zumZGB enthalten. Nicht zu vergessen diekommunalen Polizeireglemente, die insbesondereAktivitätseinschränkungenwährend festgelegten Ruhezeiten, anSonn- und Feiertagen sowie entsprechendeAusnahmebestimmungen fürdie Landwirtschaft enthalten.Teilen ist nicht jedermanns Sache.Dies zeigt sich nicht nur in Fällen,in denen das Eigentum an einemGrundstück auf mehrere Personen aufgeteiltist (Mit-, Gesamt- und Stockwerkeigentum),sondern auch dann,wenn das Nutzungsrecht an einemGrundstück teilweise oder sogar vollumfänglich(im Falle der Nutzniessung)nicht dem Eigentümer, sondern einemDritten zusteht. In diesem Fall sprechenwir von einer Dienstbarkeit (das Grundstückwird einem Dritten dienstbar gemacht).Beispiele dazu sind Wegrechte,Quellenrechte, Wohnrechte oder Nutzniessung.Wichtig ist in diesem Zusammenhangzu wissen, dass sich die Rechte undPflichten aus Dienstbarkeiten in ersterLinie aus dem Vertrag ergeben, der alsUrkunde im Grundbuch hinterlegt istund der im Streitfall als erstes zu konsultierenist. Nur für Fragen, die im Vertragnicht oder nicht genügend geregelt sindsowie im Falle von zwingenden Normen,kommt zusätzlich das Gesetz ins Spiel.Zentral ist auch, dass der Eigentümerdie Sache nicht mehr ohne das Einver-12 10 2013 · UFA-REVUE


MANAGEMENTständnis des Dienstbarkeitsberechtigtenzu dessen Nachteil verändern kann.Wenn der Grundeigentümer einen Wegversetzen oder eine Zufahrt auf der einWegrecht lastet, dauerhaft umleiten willgenügt es keinesfalls, ein Baugesuch einzureichenund abzuwarten, ob der WegberechtigteEinsprache erhebt, denn dazuist dieser nicht verpflichtet. Ohne dieausdrückliche Zustimmung des Berechtigtenbedeutet die eigenmächtige Verlegungeiner Strasse eine Verletzung desVertrags und des dinglichen Anspruchsdes Berechtigten, was zivilrechtlich verfolgtwerden kann. Der Grundeigentümermuss gegebenenfalls mit einemStrafverfahren rechnen, da sein Vorgehengrundsätzlich den Straftatbestandder Sachbeschädigung (Art. 144 StGB)sowie allenfalls auch der Nötigung(Art.181 StGB) erfüllt. Falls sich die beidenVertragsparteien nicht auf einenneuen Strassenverlauf einigen können,kann der Grundeigentümer versuchen,die Verlegung auf gerichtlichem Wegdurchzusetzen (Art.742 ZGB).Streitpunkt Immissionen HäufigeStreitpunkte sind auch Immissionen,die von einem Grundstück auf ein (nichtzwingend direkt angrenzendes) Nachbargrundstückeinwirken. In der Landwirtschaftgeht es häufig um Geruchsimmissionen,die von Tierställen undBiogasanlagen ausgehen oder um Kuhglocken-«Lärm»,der von Nachbarn alsstörend empfunden wird. Bei Immissionenaller Art überschneiden sich dieRechtsgebiete des zivilen und des öffentlichenRechts. Häufig können übermässigeImmissionen entweder auf demzivil- oder dem verwaltungsrechtlichenInstanzenweg eingeklagt werden. AusKostenüberlegungen ist grundsätzlichder Weg über die öffentliche Verwaltungvorzuziehen.Die Einhaltung der öffentlich-rechtlichenImmissionsgrenzwerte und Bauvorschriftensind höchstens ein starkesIndiz dafür, dass die Einwirkung auf dasNachbargrundstück auch zivilrechtlichzulässig ist. Denn beispielsweise derSchattenwurf oder eine verdeckte Aussicht(verursacht durch Pflanzen, Bäumeoder durch geplante neue Gebäude)kann auch dann vom Zivilrichter alsübermässig und als unrechtmässig beurteiltwerden, wenn die geltendenGrenzabstands- und Bauvorschriftenvollumfänglich eingehalten werden. Verlegung einer Dienstbarkeit (Art. 742 ZGB):Wird durch die Ausübung der Grunddienstbarkeit nur ein Teil desGrundstückes in Anspruch genommen, so kann der Eigentümer, wenner ein Interesse nachweist und die Kosten übernimmt, die Verlegungauf eine andere, für den Berechtigten nicht weniger geeignete Stelleverlangen (Abs. 1). Hierzu ist er auch dann befugt, wenn die Dienstbarkeitim Grundbuch auf eine bestimmte Stelle gelegt worden ist (Abs. 2).Übermässige Immissionen (Art. 684 ZGB):Jedermann ist verpflichtet, bei der Ausübung seines Eigentums, wienamentlich bei dem Betrieb eines Gewerbes auf seinem Grundstück,sich aller übermässigen Einwirkung auf das Eigentum der Nachbarn zuenthalten (Abs. 1). Verboten sind insbesondere alle schädlichen undnach Lage und Beschaffenheit der Grundstücke oder nach Ortsgebrauchnicht gerechtfertigten Einwirkungen durch Luftverunreinigung, üblenGeruch, Lärm, Schall, Erschütterung, Strahlung oder durch den Entzugvon Besonnung oder Tageslicht (Abs. 2).Nicht existentes GewohnheitsrechtAuch wenn ein Grundeigentümer die Benützung seines Grundstücks fürdie Zufahrt seines Nachbarn zu dessen Liegenschaft jahrzehntelanggeduldet hat, kann der Nachbar daraus grundsätzlich keine Ansprüchefür die Zukunft ableiten. Wenn die Durchfahrt vom Grundeigentümerplötzlich verweigert wird, sind Vertragsverhandlungen unausweichlich.Wenn die Erschliessung nicht anderweitig zu bewerkstelligen ist,besteht für den Nachbarn aber auch die Möglichkeit, ein sogenanntesNotwegrecht geltend zu machen. Über den Bestand oder Nichtbestandund die Entschädigungsfolgen eines solchen Anspruchs entscheidet imStreitfall der Zivilrichter.Ist eine Erschliessungfür eine Parzelle nurüber ein Nachbargrundstückmöglich,verursacht das oftmalsStreitigkeiten.Bild: landpixel.euAutor Peter Bürki,lic.iur., ist Jurist beiSBV Treuhand undSchätzungen,Laurstrasse 10,5201 Brugg.✆ 056 462 51 11,sbv-treuhand.chwww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 13


MANAGEMENTZwischen Bangen und HoffenLIBERALISIERUNG MILCHMARKT Eine Studie der HAFL untersuchte eine Marktöffnungder Milch gegenüber der EU an 14 landwirtschaftlichen Betrieben. Aufgrunddes tiefen Milchpreises auf EU-Niveau sinken die landwirtschaftlichen Einkommen stark.Höchste Verluste würden spezialisierte und intensiv produzierende Betriebe erleiden.Der parlamentarische Vorstoss vomBundesrat einen Bericht zur Öffnungdes gesamten Milchmarktesgegenüber der EU zu verfassen (Erscheinengegen Ende Jahr), macht derMilchbranche mehr als nur Kopfzerbrechen.Gemäss Direktor Bernard Lehmannvom Bundesamt für Landwirtschaftsei dabei für die Milchbranchemit einem jährlichen Einkommensverlustvon 600 Millionen Franken zu rechnen(SMP/VMMO Milchforum im Februar2013).Milchproduzenten bringen sichin Position Nun hat sich die Organisationder Schweizer Milchproduzenten(SMP) in Position gebracht und zeigt inmittels einer von der HAFL durchgeführtenStudie die ökonomischen Auswirkungeneiner Marktöffnung für dieso genannte weisse Linie auf. Eine grosseMehrheit der Schweizer Milchproduzentensteht einer Öffnung der weissenLinie ohnehin sehr kritisch und ablehnendgegenüber. So kann nun belegtwerden, dass die Marktöffnung derweissen Linie markante Einkommensverlustezu Folge haben würde.Anhand von konkreten Zahlen undGrundlagen von 14 Landwirtschaftsbetriebenuntersuchte das HAFL-Projektteam(Roger Schwarzenbach, BrunoDurgiai, Therese Haller und ThomasBlättler) die Auswirkungen eines Milch-Freihandels. Die Folge sei eine massiveSenkung des Milchproduktionspreisesauf EU-Niveau (zwischen 35– 40Rp/kgMilch), wobei gemäss HAFL die Produktionskostenweitgehend gleich bleibenBei einer Marktöffnung wäre gemässHAFL-Studie eine Kompensationder Einkommensausfälle nötig, um dieMilchmenge auf dem heutigenNiveau zu halten. Offen ist, wie solcheBegleitmassnahmen effizient undim Einklang mit den internationalenVerpflichtungen gestaltet werdenkönnten.14 10 2013 · UFA-REVUE


MANAGEMENTwürden. Entsprechend sinken die landwirtschaftlichenEinkommen stark.Höchste Verluste würden spezialisierteund intensiv produzierende Betriebe erleiden.Sie wären auch gezwungen, dieMilchproduktion aufzugeben. Die Auswirkungenauf Betriebsebene seien einFiasko, wie es HAFL-Dozent Bruno Durgiaian der Medienorientierung ausdrückte.Gemäss Studie würde ohne Begleitmassnahmeneine Mehrzahl der befragtenBetriebsleiter aus der Milchproduktionaussteigen und dafür andereBetriebszweige ausdehnen oder inparalandwirtschaftliche Tätigkeiten beziehungsweisein Nebenerwerb ausweichen(Grafik). Nur zwei der untersuchtenBetriebe würden in der Milchproduk -tion bleiben, einerseits hoffen dieBetriebsleiter auf bessere Preise, andererseitssehen sie aufgrund ihrer geo -grafischen Lage und der getätigten Investitionkeine Alternativen zurMilchproduktion.Auf drei Betrieben, die nicht mehrweit von einer Hofübergabe entferntsind, wird die Entscheidung Milchproduktionoder nicht, und damit verbundenInvestieren oder nicht auf dienächste Generation übertragen. Für alleanderen Betriebsleiter wäre eine definitiveEntscheidung über die Milchproduktionabhängig von der Ausgestaltungallfälliger Begleitmassnahmen.Milchbranche geschwächt Abernicht nur die Bauern wären betroffen,sondern auch die nachgelagerten Bereiche.Auf Stufe Milchhandel und Milchverarbeitungsei bei einer Marktöffnungmit einem Druck auf die Handelsmargenund einer Beschleunigung des Strukturwandelszu rechnen. Auch könnten, gemässStudie, die Verkäsungs- und wohlauch die Siloverzichtszulage wegfallen,was die Wettbewerbsfähigkeit der Käsereibrancheempfindlich treffen würde.Zu rechnen ist auch mit vermehrtenMilch- und Milchprodukteimporten, obeinheimische Milch mit einem Swissnessbonusdas abfedern könnte, bleibtoffen. Die Studie rechnet dabei mit einemSwissnessbonus von 15 % beimNormalsortiment und 30 bis 40% beimHochpreissegment.Fazit Nicht vergessen gehen solltedie Einordnung der TeilmarktöffnungMilch im agrarpolitischen Kontext, fügteRoger Schwarzenbach an der Medienorientierungan. Er stellte die Fragein den Raum, ob dieser Liberalisierungsschrittnicht abschliessend, sondern alsEtappe eines bevorstehenden Agrarhandelsfreiabkommensmit der EU zu verstehensei.Gemäss SMP-Vizedirektor Stefan Hagenbuchwürde durch eine Öffnung derweissen Linie, der Milchsektor massivgeschwächt, trotz komparativer Vorteileauf internationaler Ebene. Eine Öffnungohne zusätzliche Begleitmassnahmensei für den SMP undenkbar. Der Bedarfdieser Mittel läge bei den von der HAFLberechneten Fallstudienbetrieben beidurchschnittlich 2020Fr./ha HF (Milchanteil:42 – 100 %) beziehungsweise17Rp./kg Milch.Die SMP hat die Studie auch demBundesamt für Landwirtschaft zur Verfügunggestellt und werde vor einer offiziellenStellungsnahme zur Öffnungder weissen Linie den Bericht des Bundesratesabwarten.Grafik: Folgen einer allfälligen MarktöffnungZoneBergzoneHügelzoneTalzonePhase der BetriebsentwicklungÜbernehmen, aufbauenT8: 700 000 kg Milch.Stopp Investition in ÜBZ-StallWachstum,Existenz sichernB2: 160 000 kg MilchAusstieg bei < 50 Rp., MuKuT2: 260 000 kg Milch.Ausstieg in bestehende BZOptimieren, absichernH2: 140 000 kg Milch, Bio.Bei < 70 Rp. AZ statt MiKuT7: 650 000 kg Milch.Ausstieg nicht möglich, Ziel 1 Mio.HofübergabevorbereitenB1: 270 000 kg Milch, Bio.Milch Ja/Nein: nächste GenerationH1: 150 000 kg Milch, Bio.Milch Ja/Nein, nächste GenerationT1: 310 000 kg Milch.Milch Ja/Nein: nächste GenerationEinordnung der 14untersuchtenFallstudienbetriebeim Generationenzyklusund gemäss ihrerPrognose zumVerbleib (grün) in derMilchproduktion oderAus stieg (rot) bei einerÖffnung der weissenLinie und einernicht-vollständigenKompensation derMilchpreisrückgänge.T9: 530 000 kg Milch.Durchhalten bis Preis steigtT3: 660 000 kg MilchAusstieg bei unter 30.– AV/hT5: 210 00 kg Milch.Invest. notwendig, nein bei WLT4: 150 000 kg Milch.Ausstieg bei unter 30.– AV/hT10: 520 000 kg Milch.Milch, nur wenn rentiertGesamte Milchproduktion der 14 Fallstudienbetriebe:T6: 320 000 kg Milch.Ausstieg in bestehende BZTotal 2013:4400 tSzenario WL 2021:1180 t (2 Betriebe!)Aufgegebene Menge beim Szenario WL: 2490 tEntscheid nächste Generation:730 tVerbleibAusstiegEntscheidung auf nächsteGeneration verschobenAZ = Aufzucht, MiKu = Milchkühe, MuKu = Mutterkühe, ÜBZ = überbetriebliche Zusammenarbeit,BZ = Betriebszweige, WL = Szenario ‹weisse Linie›Quelle: Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften, 2013Autorin DanielaClemenz, UFA-Revue,8401 WinterthurMarktöffnung «WeisseLinie», Memo HAFL,Download aufwww.swissmilk.chwww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 15


MANAGEMENTAGENDAWissen für Profis imHosentaschenformatDIE WIRZ-HANDBÜCHER sind das erfolgreichste und jeweils aktuellsteNachschlagewerk für die Schweizer Landwirtschaft. Sie enthalten eine geballte LadungFachwissen im Kleinformat, durchdacht und praktisch aufbereitet.Unter der Federführung von AgrideaLindau erscheint in diesemHerbst der Wirz Kalender im 120.Jahrgang. An dem jährlich erscheinendenNachschlagewerk haben über100 Fachleute aus Forschung, Bildung,Beratung und Fachorganisationengearbeitet. Das durchdachteKonzept und das klareLayout machen das Nachschlagewerkunentbehrlichfür Bäuerinnen, Landwirtinnen,Landwirte und Agronomen,für junge und alteBetriebsleiterInnen. DerWirz Kalender ist aufgeteiltin zwei Handbücher:COUPONNameVornameAdressePLZ, WohnortTelefonDatumUnterschriftexklusive Versandspesen✃Ich bestelle:Anzahl □ Wirz Agendaca. 200 Seiten, kartoniert, in PlastikumschlagCHF 15.–ISBN 978-3-7245-1911-9□□□□Der Wirz Kalender ist dieerfolgreichste landwirtschaftlicheFachpublikation der Schweiz.Handbuch Pflanzen und Tiereca. 350 Seiten, kartoniertCHF 22.–ISBN978-3-7245-1910-2Handbuch Betrieb und Familieca. 440 Seiten, kartoniertCHF 22.–ISBN 978-3-7245-1909-6Set, bestehend aus beidenHandbüchern und der AgendaCHF 38.–ISBN978-3-4245-1912-6ÜbersichtlicheWochen blätter mitAufzeichnungsmöglichkeitenfürWetterdaten machendie Wirz Agendazu einem geeignetenPlanungs- und Auf -zeichnungsinstrumentfür das Jahr 2014.Im Info-Teil findetsich Nützliches fürFrauen und Männer inlandwirtschaftlichenBerufen.Set, bestehend aus beiden HandbüchernCHF 28.–ISBN 978-3-7245-1913-6Handbuch Betrieb und Familie2014 Alle Informationen zur Betriebsführungwie zum Beispiel Investitionen,Recht und Bundesbeiträge.Auch eine Vielfalt von nützlichen Hauswirtschaftstippssind auf Anhieb zu finden.Die Erwerbskombinationen werdenmit vielen Beispielen praxisnahillustriert.Handbuch Pflanzen und Tiere2014 Der Ackerbauer findet neusteSortenempfehlungen, aber auch Angabenzur Saat, zum Pflanzenschutz,Düngung und zur aktuellen Marktsituation.Aber auch der Betriebsleitervon Futterbaubetrieben kommt nichtzu kurz. Der Tierhalter wird neben Unentbehrlichemzur Fütterung, Haltungund Stallbau auch mit Informationenüber den Milch- und Fleischmarkt beliefert.Über 1000 Begriffe Den Überblicküber die geballte Ladung landwirtschaftlichenFachwissens behältman dank eines umfassenden Inhaltsverzeichnisessowie dem treffsicherenStichwortverzeichnis mit über 1000Begriffen. Wer Kontakte zu Institutionen,Organisationen, Firmen und Ämternsucht, dem hilft das Branchenverzeichniszur Schweizer Landwirtschaft.Die beliebte «Wirz Agenda»rundet die Wirz Handbücher ab. ÜbersichtlicheWochenblätter mit Aufzeichnungsmöglichkeitenauch für Wetterdatenmachen die Agenda zu einemgeeigneten Planungsinstrument für dasLandwirtschaftsjahr 2014. Im Info-Teilfindet sich zudem viel Nützliches für innovativeBetriebsleiter.Coupon ausschneiden und einsenden an: UFA-Revue, Wirz-Kalender 2014, Theaterstrasse 15a, 8401 Winterthur10 2013 · UFA-REVUE


EINLADUNG zurHausausstellung undNeuheitenpräsentationFreitag, 15.11. bisSonntag, 17.11.2013täglich von10.00 Uhr bis16.30 UhrGratis ImbissNeuheiten VorstellungenKinderprogrammKINDER-PROGRAMMAM SONNTAG,17.11.ProbefahrenStärker.Komfortabler.Umweltfreundlicher.MalwettbewerbZeichne dein REFORMLieblingsgerät! Es warten wiedertolle Preise auf die Gewinnerunseres Malwettbewerbs!Die Teilnahmebedingungenfindest du aufwww.agromont.chI.P.SEIT 1910www.agromont.chAGROMONT AG | REFORM Schweiz | Bösch 1 | 6331 Hünenberg (Autobahnausfahrt Rotkreuz nach rechts, bei Kreisel Holzhäusern Richtung Hünenberg)


MANAGEMENTImmer und überall aufdem LaufendenWWW.UFAREVUE.CH Seit Anfang dieses Jahres ist die UFA-Revue auch imWorld Wide Web präsent! Unter www.ufarevue.ch gibt es für alle, die mit oder in derLandwirtschaft leben und arbeiten etwas zu entdecken.Der Newsticker ist das Herzstückder UFA-Revue-Homepage. Er informiertalle Landwirtschaftsbegeistertenzu aktuellen Ereignissen imAgrarbereich. Übersichtlich unterteilt ersich in die Rubriken Management,Landtechnik, Pflanzenbau, Nutztiere,fenaco-LANDI und Verschiedenes. DerNewsticker überzeugt durch seine Aktualitätsowie seine vielen, exklusivenNews. Diejenigen, die nicht regelmässigam Computer sitzen, haben die Möglichkeit,sich auf der Webseite für denNewsletter anzumelden. Regelmässigerscheint eine neue Newsletter-Ausgabemit den spannendsten Nachrichtender letzten Tage, welche den Lesern bequemper Mail zugestellt wird.Alle Ausgaben im Archiv Im Zeitalterdes Internets bekommt das «GedruckteWort» eine andere Bedeutung.Diesen Trend hat die UFA-Revue schonlängst erkannt und stellt dem Leser deshalballe Ausgaben der letztenfünf Jahre auf ihrer Homepage zur Verfügung.Unter der Rubrik «Archiv» könnendie jeweiligen Hefte entwederonline gelesen oder gleich heruntergeladenund bei Wunsch ausgedruckt werden.Sie verpassen nie eine Ausgabeund häufen zudem nicht stapelweise Papieran. Das entlastet nicht nur Sie, sondernauch die Umwelt.Landwirtschaftsthemen etwas dazulernenoder einfach mal schauen, wie andereBeitriebe wirtschaften.Leserservice Wie der Name schonsagt, bietet die UFA-Revue unter dieserRubrik besondere Services an. HilfreicheMerkblätter und Checklisten zu Themen,wie etwa Hofübergabe oder Wegrechtkönnen hier kostenlos heruntergeladen,ausgedruckt und abgeheftetwerden. Übrigens stellt die UFA-Revuehier auch regelmässig Wettbewerbe mitattraktiven Preisen ein.Rezepte von und für BäuerinnenSie wissen noch nicht, was Sie heute kochensollen? Schauen Sie doch mal aufdie Rezeptseite der UFA-Revue. Hier istfür jeden etwas dabei. Süss oder salzig,warm oder kalt, mit und ohne Fleisch:Lassen Sie sich von den RezeptenSchweizer Bäuerinnen inspirieren. Übrigenskönnen Sie hier auch das neueKochbuch «Schweizer Bäuerinnen kochen»bestellen.Webinar: Lernen über das WebSeit Mai 2013 veranstaltet die UFA-Revue regelmässig Webinare, Seminare,Rezepte vonBäuerinnen: fürjeden Geschmacketwas dabei.welche über das Web gehalten werden.Dies stellt eine spannende und innovativeWeise dar, sich von zu Hause ausweiterzubilden. Namhafte Referentenbeantworten im Live-Vortrag Fragen zuThemen wie Hofübergabe oder Rechteder Bäuerinnen. Alle Webinare könnenim Nachgang auf der Homepage derUFA-Revue unter der Rubrik «Webinar»angesehen werden. Schauen Sie malrein und melden Sie sich am bestengleich für das nächste Webinar an! Filmvergnügen Über 50 Kurzfilmebefinden sich auf der Homepage derUFA-Revue. Praxistipps, Portraits landwirtschaftlicherUnternehmen und Präsentationenaus Forschung und Wissenschaftbefinden sich unter der Rubrik«Filme». Hier kann man auf unkomplizierteArt und Weise zu allen möglichenLeserservice: hilfreicheMerkblätter und Checklistenzum Herunterladen.18 10 2013 · UFA-REVUE


MANAGEMENTExklusive News aus allen landwirtschaftlichenBereichen.Webinar: Weiterbildungüber das Web.Im Archiv finden Sie dieAusgaben der letzten 5 Jahre.Die Website der UFA-Revue hält Sieständig auf dem Laufenden und liefertUnterhaltung pur.Filme: schauen Sie sich in unseremArchiv mit über 50 Filmen um.Autor Anna Steindl, UFA-Revue,8401 Winterthurwww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 19


MarktplatzLANDTECHNIKzu verkaufenGummiförderband BlaserOcc., 9 m, fahrbar;Gummiförderband Gamo,7 m, fahrbar; Div.Gummiförderbänder, 2 mund 4 m, 14 m und 17 m;Flachförderband, 30 m 033 437 51 54 oder 079 628 83 80Motor Honda, 13 PS zuRapid 505 079 245 11 39Kreiselheuer, leichteAusführung, zu 2-Achs-Mäher,3-Punkt-Anhängung, 079 245 11 39Motor Maag zu Rapid 505, 079 245 11 39Motormäher Burenkönig, 079 622 45 82Trommel-Mähwerk zu AebiTT 80, 079 622 45 82Mistkran Griesser 1715, mitvielen Optionen, Jg. 2004,222 h, 4-fach hydr.Abstützung, Teleskoparm1 m, Mistgreifer, Lasthaken,Beleuchtung, Betriebsstundenzähler,hydr. Bremsen,Anhängekupplung, sehrguter Zustand 079 316 60 67Silogabel Wigger, 3 Jahrealt, guter Zustand Fr. 3700;Klauenstand Amhof,Fr. 1300; Futterkarre, 300 l/500 l, je Fr. 200; Düngerstreuer,Fr. 300; TraktorFiat, 55 PS, ohne Allrad, Fr.3500; Subaru Legacy, abPlatz, Fr. 500 079 575 25 524-Rad Zysternenwagen,6400 l Nenninhalt, lebens -mittelecht, luftgebremst,beide Achsen gelenkt, sehrguter Zustand, z.B. ideal alsTränkefass usw. 078 879 74 77Gartenplatten,40 x 60 x 6 cm Beton, sehrschön Fr. 4/Stk. 076 330 41 60Batterien Optima, neu,Lieferungskosten Fr. 20,Verkaufspreis Fr. 250 076 330 41 60Filter, Oelfilter, Hydraulikölfilter,etc. zu WelteForstschlepper 076 330 41 60SchubstangenentmistungKolb; 2 Motoren und div.Ersatzteile 081 785 14 77Güllenmixer 10 und12.5 PS, 079 678 81 49Schaufelrührwerk für ca.50-20 Kubik Antrieb, fürFlügelrührwerk, 12 PS bis ca.400 Kubik 079 678 81 49Zubringerband 079 426 06 35Gummiförderband, 9 m,Fahr— und Höhenverstellbar,top Zustand 079 426 06 35Diverse Förderbänder 079 426 06 354 Kartoffelpflanz-Aggregate zu HaruwyVielfachgerät 079 482 98 31Marolf Pneuwagen,2-achsig, 5 t mit Läden,ohne Kippfunktion, Preisnach Vereinbarung 052 336 20 68Holzwagen, 2-Achsig, ohneLäden, Brügglifür Traktor, Preis nachVereinbarung 052 336 20 68Taurus Oberentnahmefräsemit Graskette, geht auch fürMais, für Silo 3 m Ø, guterZustand, einsatzbereit, Preisnach Absprache 052 336 20 682 Schnappkarren;7 Lecksteinhalter, neu;7 Tränkebecken, neu;Chromstahldruckfass, fürSüssmost, 50 l; alteKomode, antik; 2 alteHolzschränke, antik; altesEichenbuffet, antik;Eisenwerkbank mitSchraubstock; 2 GrüneFaseplastwannen, 500 lund 1200 l; Schällblatt fürKreissäge, 079 322 20 39Silofräse Taurus Oberentnahmefräsemit Graskette,geht auch für Mais, für Silo3 m Ø, guter Zustand,einsatzbereit, Preis nachAbsprache 052 336 20 68Maishäcksler PZ MH80S,gepflegte Maschine,Jg. 1987 081 785 14 772 Pneu 15.0/55-17 079 245 11 392 Pneu 11.0/65-12 079 245 11 392 Pneu 320 70 R20 079 245 11 392 Pneu 10.0/75-15.3 079 245 11 39Rauppentumper, 500 kg 079 622 45 82Rauppentumper, 500 kg 079 622 45 82EL Siloverteiler, Ø, 30 cm +40 cm; Stromli Fakumat,15 PS; Heubombe mit Kabelu. Schalter; HeuverteilerFegu mit Schalter 079 678 81 49Holzsilos, druckimpregniert,Ø 6 m und h 14 m, Ø 5 mund h 16 m, Ø 3.5 m und h10 m 079 355 04 59Notstromaggregat, 30Kva,Deutz, Diesel4-Zylinder, in Voll ausrüstung 077 492 51 10Tank de Laval de 2005,3000 litres avec récupérateurde chaleur et lavageautomatique Fr. 8000 079 400 78 83Traktor Deutz D40,Jg. 1963, guter Zustand,Preis nach Absprache 052 336 20 68Anbaufeldspritze Fischer,800 l gezogen mitHochdruckpumpe, Balken12 m, hydraulisch geklapptund Hangausgleich, Preisnach Absprache 052 336 20 68Kreiselschwader Deutz FahrKS 1.70, 3.30 m mit Stützradvorne, Preis nach Absprache 052 336 20 682 LKW, Zweiachs-Kippermit Aufsatz, Preis jeFr. 2000, 079 356 88 13Ruderboot mit TrailerFr. 200, 079 356 88 13Gelenkhalsramen, SystemKolb, Fr. 20 pro Stk., RaumBern, 078 832 90 35Bergladewagen, Tiefgang24 m 3 , super Zustand 079 622 45 82Maishäcksler Pöttinger Mex2 GT, wenig gebraucht,Motor Mag 1035,Krippenschalen ca. 10 m,Rad kpl. 6.5 x 16AW 041 450 17 41Bergmäher Rapid;Kreiselheur Kuhn, 4 m,ideal für kleine Metrac undsteile Lagen 079 292 85 57Mähwerk Pöttinger alphamotion Jahr 2012;Mistzange, neu, fürHoflader 90 cm breit;Klingenrotor Raum, 3 m mitPackerwalze 079 778 10 87Vorzugwagen zum kuppelnvon 2 Einachs- oderTandemachsanhängern, sehrrobuste Ausführung,inklusive ReserveradFr. 1500 078 775 10 69Betonplatten, geeignet fürSiloballenlagerplatz,Verhinderung von Morastbeim Weide Ein- undAustrieb, sonstigeBefestigung von Abstellplätzen, 079 482 98 31Verbundsteine, diverseRestposten, günstigabzugeben, ca. 500 m 2 079 482 98 31Notstromaggregat, 45 Kva,in Komplettausrüstung,selbstregelnd 077 472 26 18Traktor John Deere 1950,Zweirad, 65 PS, 6300 Betr.Std., Mc1 Kabine, AHB2 DW, Luftsitz, sehr guterZustand, Fr. 11000 078 705 54 79Silorundballen, vom Herbst,15 Stk; Kleinballen, 300-400 Stk; 2 Brücken wagenmit Führgestell und Brettern,sehr guter Zustand, 076 575 20 25FortsetzungSeite 34ERÖFFNUNG IN NIEDERWENINGENSAMSTAG UND SONNTAG 9 –18 UHR19. + 20. OKTOBER 2013ProgrammRED POWER VONCASE IH / STEYRTRAKTOREN, KOMMUNAL,ERNTETECHNIKNEUHEITEN 4 ZYLINDERSTUFENLOSCVT/CVX MODELLENEUHEITEN ERNTETECHNIKVON CASE IHSTEYR TRAKTOR HÜPFBURGMIT KINDERBETREUUNGKIDS RACEMIT DIPLOMFRÜHSCHOPPENKONZERTSONNTAG 10 – 12 UHRFESTWIRTSCHAFTFANSHOPWETTBEWERBUND VIELES MEHR …CASE STEYR CENTER | MURZLENSTRASSE 80 | 8166 NIEDERWENINGEN | TEL. +41 44 857 22 00INFO@CASE-STEYR-CENTER.CH | WWW.CASE-STEYR-CENTER.CH


KURZMELDUNGENLANDTECHNIKSparsamer SchmetterlingPöttinger bringt mit dem «NovacatS12» die grösste getragene Mähkombinationauf den Markt, die nurmit 160 PS Leistungsbedarf für11.20 m Arbeitsbreite auskommt.Gemäss eigenen Angaben soll dieseKombination einen um 25 % niedrigerenDurchschnittsverbrauch beigleichzeitig 25 % höherer Schlagkraftaufweisen. Diesen geringenLeistungsbedarf verdankt das «NovacatS12» seinem minimalen Leistungsgewichtvon nur 175 kg/m Arbeitsbreite.Um eine optimaleAusnutzung der Mähwerksarbeitsbreitezu garantieren, ist es möglich,die Mäheinheit an zwei verschiedenenPositionen des Auslegers zumontieren, passend jeweils für 3.00oder 3.50 m breiten Frontmäher.Mechanische SämaschineFür die kommende Saison lanciertVogel&Noot mit der «Profi-DrillA300» eine neue mechanische Aufbau-Sämaschinemit 3 m Arbeitsbreite.Die Maschine verspricht mitdurchdachten Details eine hohe Arbeitsqualität,denn geschlosseneStufenzellenräder sowie die Wahlmöglichkeitzwischen stufenlosemund 80-Stufen-Norton-Getriebesollen bei der Arbeit mit der neuenmechanischen Aufbau-Sämaschine«Profi-Drill A300» eine hohe Präzisionbei Längs- und Querverteilungdes Saatguts versprechen. DasSpornrad liegt innerhalb der Arbeitsbreiteim rückverfestigten Boden,was den Antrieb sicherermacht. Der Saatkasten umfasst650 l, auf Wunsch sind zusätzlicheAufsätze verfügbar.Die Messer nun automatischschärfen«Speed-Sharp» von Krone kann denkompletten Messersatz des Ladewagensim eingebauten Zustandinnerhalb von nur zwei Minutenautomatischen schärfen. DieSchärfeinrichtung besteht aus einerrotierenden Welle mit 23 federbelastetetenFächer-Schleifscheiben.Zum Schleifen der Messer wird derMessebalken mit der «Speed-Sharp»-Welle seitlich ausgeklappt.Sind die ersten 23 Messer geschliffen,schwenkt die Schleifeinrichtungnach oben und verschiebt sichum wenige Zentimeter nach rechts.Dann beginnt automatisch dasSchleifen der zweiten Hälfte desMessersatzes. Sind alle Messer geschärft,wird die Schleifeinrichtungautomatisch gestoppt.Neues Beimengen-TrenngerätDie Entwicklung der Kartoffelerntetechnikist gekennzeichnet durchzunehmende Durchsatzleistungenund damit verbundene Herausforderungenfür die Abtrennung unerwünschterBeimengungen. Grimmehat das neuartige pneumatischeSystem «AirSep» entwickelt, umSteine und Bodenklumpen schonendvon den Kartoffeln zu trennen.Im Vergleich zu herkömmlichenTrennsystemen ermöglicht diese Lösungeine signifikante höhere TrennundFlächenleistung. Dabei werdendie Kartoffeln durch einen Luftstromin der Schwebe gehalten undschwemmen dann schonend ausdem Trenngerät heraus, währenddie Steine und Kluten zwischen denKartoffeln einsinken und über eineSteinschleuse wieder ausgeworfenwerden. Somit können Kartoffelnähnlich einem Wassertrennungsver-«Rigitrac SKH 75» erstmals im PraxiseinsatzSepp Knüsel präsentierte an seinemFeldtag in Küssnacht am Rigi (SZ)erstmals den «Rigitrac SKH 75» liveim Feld. Der kleine Bruder der Traktorenmodelle«Rigitrac SKH 95» und«SKH 120» überzeugte vor allemdurch sein geringes Gewicht von3100 kg im Verhältnis zu den leistungsstarken100 PS. Der «RigitracSKH 75» ist mit einem wassergekühltenDeutz-Motor mit 4 Zylindernausgestattet und ist wie die anderenbeiden Typen mit einemDrehgelenk versehen. Die Vierradlenkungermöglicht ein ausgezeichnetesManövrieren und wirkt sichbodenschonend aus. Das bewährteLoad-Sensing-Axialkolbenpumpen-Prinzip ist wie bei den bisherigenModellen eingebaut. Die Steuerungerfolgt dabei proportional mittelsJoystick und. Insgesamt sind bis zuvier Steuerventile möglich. Derstufenlose Hydrostat von Sauer-Danfoss ermöglicht eine Geschwindigkeitbis zu 40 km/h. Die serienmässigeProduktion des «RigitracSKH 75» wird im Frühling 2014 anlaufen.Auf die Frage an die GeschäftsführerinMarlis Knüsel, wasdie Kunden besonders am «RigitracSKH 75» schätzen, antwortet diese:«Die Vielseitigkeit, die Wendigkeit,der sparsame Verbrauch, die Hangtauglichkeitund stabiles Fahren sinddie Eigenschaften, welche unsereKunden überzeugen».fahren von Beimengen getrenntwerden, dies jedoch im trockenenund somit lagerfähigen Zu stand. Bei2-reihigen Kartoffelrodern leistenherkömmliche BürstentrenngeräteDurchsatzleistungen von bis zu30 t/Std. Mit dem «AirSep» erzieltman gemäss Angaben von GrimmeDurchsatzleistungen von bis zu60 t/Std. und dies mit einer hohenTrenngenauigkeit. Grimme wird das«AirSep»-System erstmals auf dem2-reihigen, gezogenen Bunkerroder«SV 260» verbauen.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chUFA-REVUE · 10 2013 21


LANDTECHNIKTraktions -verstärkungKURZMELDUNGENDie Ackerbauern mit Feldern in hügeligenRegionen sind nicht seltenmit dem Problem konfrontiert, dassihr aufgesattelter Grubber in einerBodensenke nicht tief genug und aufeiner Kuppe zu tief grubbert. Lemkenschafft für seinen aufgesatteltenGrubber «Karat» mit Traktionsverstärkerjetzt einfache Abhilfe.So regelt nun ein zusätzlicher Hydraulikzylinder,der im Aufsattelrahmenhinter dem Zinkenfeld über denDrehpunkt die Position der Walzen-/Hohlscheibeneinheit angebrachtist, die Arbeitstiefe, so dass diese derGeländekontur folgt. Die Belastungder unmittelbar neben dem Arbeitsfeldangebrachten Tasträder, damitauch die Arbeitstiefe, ist deshalb immerkonstant. Die serienmässige hydraulischeTiefeneinstellung wird da-Ein Düngerstreuer, der sich selbst einstelltDer deutsche DüngetechnikspezialistRauch bringt den weltweit erstenDüngerstreuer auf den Markt,der vollautomatisch eine exakteDüngerverteilung für die gewünschteArbeitsbreite einstellt. Gleichzeitigwird die Ausbringmenge mit hoherPräzision während der Fahrtgeregelt.Die Online-Überwachung erkenntVeränderungen der physikalischenDüngereigenschaften sofortund kompensiert die Einflüsse aufdie Verteilung und die Dosierung.Die Streubildkontrolle durch einPraxis-Prüfset oder eine manuelleAbdrehprobe ist nicht mehr erforderlich.Möglich wird dies durch die innovative,wartungsfreie Radartechnikan einem elektrisch angetriebenen180°-Schwenkarm unterhalbder rotierenden Wurfflügel. Damitwird die Expansion des Streufächerspermanent und vollautomatischwährend der Fahrt erfasst. Die Radartechnikist unabhängig vonStaub-, Schmutz- und Witterungseinflüssen.Die Software erkennt sofort, obdas Streubild zur gewünschten Arbeitsbreitepasst. Weicht der Streufächervom Optimum ab, wird augenblicklichund vollautomatischdie Streutechnik korrigiert. Paralleldazu wird die Dosiermenge ebenfallsvollautomatisch über die bekannteWiegetechnik von Rauchoder die elektronische Massenstromkontrolleeingestellt.Der «Axmat» schliesst damit dieletzte Lücke in der präzisen Automatisierungder Düngerausbringungund eröffnet beeindruckende,neue Potenziale in der Steigerungder Ökonomie und Ökologie in derkostenintensiven mineralischenDüngung.Mit dem «Axmat» von Rauch wirdletztlich ein Traum von vielen Landwirtenwar: Ein Düngerstreuer, dersich dank seiner revolutionären, radargestütztenOnline-Messung und-Regelung selbst einstellt und sichauch permanent selbst überprüft.Der «Axmat» wird an der Agritechnica2013 erstmals zu sehen sein.von nicht beeinflusst. Die restlichenStützkräfte, die durch den Einzug derZinken und das Gerätegewicht entstehen,werden vollständig auf denTraktor übertragen.Der Hydraulikzylinder wird von einerelektronischen Regelung angesteuert,die kontinuierlich ein Messsignalvon Kraftmessbolzen an denbeiden Tasträdern empfängt, so dasssich bei einer Druckabweichung automatischseine Länge ändert. DerFahrer muss jetzt nur noch einmalvor der Fahrt seine gewünschte Arbeitstiefeeinstellen, um das Systemzu kalibrieren, und kann sich einergleichbleibenden Arbeitsqualität sichersein.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chNeue RundballenpresseAuf der Agritechnica in Hannoverwird Lely die neue «Welger RP 205»vorstellen: Eine Rundballenpressemit Festkammer für die Ballengrösse1.23x1.25 m, ausgerüstet mit derbewährten Presskammer und total18 Presswalzen. Die «RP 205» ist serienmässigmit einem grossen Förderrotorausgestattet, so dass dieLeistung auch bei üppigster Vegetationvollständig ausgenutzt werdenkann. Die Lely «Welger RP 205» istjeodch eine Rundballenpresse ohneSchneidwerk.«Verti-Mix» mit ErweiterungStrautmann stellt eine neue Generationgezogener Vertikal-Futtermischwagenvom Typ «Verti-Mix»vor. Das neue Aufsatzkonzeptschafft dabei die Möglichkeit einenFuttermischwagen an wachsendeStrukturen eines modernen Milchviehbetriebsanzupassen. Eine patentierteBehälterprägung am oberenBehälterrand sorgt für maximaleStabilität des Mischbehälters undschafft so die Basis für das innovativeAufsatzkonzept. Um ein Wachstumdes Behältervolumens zu ermöglichen,stehen Aufsätze von 180mm und 360 mm Höhe für alle Typenzur Verfügung.Grösster Frontlader von StollMit dem Frontlader «FZ100» bedientStoll neu auch die Traktorenklasseim 300-PS-Segment mit einempassenden Frontlader. Auchwenn landwirtschaftliche Betriebe,die Traktoren über 200 PS mit einemFrontladerausrüsten, nocheher dünn gesätsind, kann dies fallweisedoch Sinn machen,kann der Betriebsich unter Umständen einenRad- oder gar Teleskoplader sparen.Joskin: Horizontale WalzenJoskin bietet neben den bisher nurmit vertikalen Streuwalzen ausgestattetenMiststreuern nun auchModelle mit horizontalen Walzenund Streutellern an. Dieses neueAusbringkonzept wird vorerst beider Produktreihe «Ferti-Space» realisiert.22 10 2013 · UFA-REVUE


Innovativer Arbeitsplatz mit einzigartiger Perspektive gesucht?Unsere stufenlosen Traktoren der Serien 6 und 7 mit MaxiVision-Kabine!Wer erfolgreich arbeiten will, braucht ein optimales Umfeld – egal ob im Büro oderauf einem Traktor: Darum kombinieren die DEUTZ-FAHR Traktoren der Serien 6 und7 mit ihren stufenlosen TTV-Getrieben höchste Leistungsfähigkeit mit optimalemFahrkomfort. Und das in jedem Einsatzbereich.Das absolute Highlight unserer stufenlosen Traktoren bildet dabei die neueMaxiVision-Kabine: Diese wurde gemeinsam mit den legendären Automobildesignernvon Giugiaro entwickelt – ein moderner Hightech- Arbeitsplatz, der in punktoErgonomie und Funktionalität Maßstäbe setzt: Ein dynamisch gefederter Fahrersitzund ein komfortabel gepolsterter Beifahrersitz sorgen ebenso wie die innovativeKlimaautomatik für eine jederzeit angenehme Arbeitsumgebung.Und nicht zuletzt die einzigartig komfortable MaxCom-Bedienarmlehne,die Frontkonsole mit Softgrip- Lenkrad und multifunktionalem InfoCenterund der mit einer Bilddiagonale von 12‘‘ größte Touchscreen-Monitor aufdem Markt machen klar: Wirklich innovative Arbeitsplätze finden sichheute nicht hinter der Glasfassade eines Bürotowers – sondern hinterder Panoramascheibe einer MaxiVision- Kabine!Entdecken Sie die stufenlosen Traktoren der Serien 6 und 7 jetztbei Ihrem DEUTZ-FAHR-Händler!DEUTZ-FAHR empfiehlt die Verwendungvon Original-Ersatzteilen und -SchmierstoffenDEUTZ-FAHRLUBRICANTSDEUTZ-FAHR ist eine Marke von .deutz-fahr.comSAME DEUTZ-FAHR Schweiz AGPfattstrasse 59536 SchwarzenbachTel. 071 929 54 50info@samedeutz-fahr.ch


LANDTECHNIKGefahren durch Schadgase in GülleEIN AKTUELLER VERGIFTUNGSUNFALL durch Schadgase in einem Offenstallwirft Fragen auf. Die Freisetzung des Schwefelwasserstoffes beim Aufrührenvon Gülle wird häufig unterschätzt. Tödliche Unfälle für Mensch und Tier könnendie Folge sein.BeatSteinerBeatBurkhalterEs ist ein schwülwarmer Vormittag,als Landwirt R. eine halbe Stundenach Einschalten des Rührwerkeseinen Blick in den teilweise umwandetenLaufhof wirft. Ein halbes DutzendKühe liegen regungslos auf dem Spaltenboden;einige weitere taumeln. Sofortschaltet er das Rührwerk ab, alarmiertund leitet Rettungsmassnahmenfür die übrigen Tiere ein. Traurige Bilanz:Sechs verendete Kühe, eine siebte musswegen Schadgasvergiftung durch denTierarzt eingeschläfert werden. Da zurkritischen Zeit keine Personen den Gefahrenbereichbetraten, wurde nochSchlimmeres vermieden. Eine Rekonstruktiondes Unfallherganges undSchadgasmessungen ergeben eine Ursachenkette,deren Zusammenwirkenauch bereits in ähnlichen Fällen fataleFolgen hatte. Mit den nachfolgendenEmpfehlungen gilt es, solchen Ereignissenzukünftig vorzubeugen.Wie entstehen Schadgase? DieLagerung von Gülle erfolgt meist unterAusschluss von Sauerstoff (anaerob).Dabei entstehen unter anderem die inTabelle aufgeführten Schadgase Schwefelwasserstoff(H2S), Ammoniak (NH3),Tabelle: Schadgase: Eigenschaften, Wirkung und besondere GefahrenEigenschaften und WirkungSchwefelwasserstoff (H2S) geringfügig schwerer als Luft; riecht inniedriger Konzentration nach faulen Eiern;ab 200 ppm Lähmung von Geruchsrezeptoren;ab 700 ppm AtemlähmungAmmoniak (NH3)leichter als Luft; stark stechender Geruch;reizt Augen und AtemwegeMethan (CH4)leichter als Luft; erstickend bei hohenKonzentrationen (Sauerstoffabsperrung)Kohlendioxid (CO2)schwerer als Luft; ab 5 Vol-% Kopfschmerzen,Schwindel; über 8 Vol-% erstickendSchadgasunfall während dem Aufrühren von Gülle in einem Offenstall.Schwülwarmes Wetter mit fehlendem Luftaustausch über dem Spaltenbodenbegünstigte den Unfallverlauf. Bild: Knubben 2010Besondere Gefahrenstarkes Nervengift; beim Aufrührenschwallartiges Freisetzen; Selbstentzündungstemperaturvon 270 °CExplosionsfähigkeit der Mischung CH4/Luftim Bereich zwischen 4,4 und 16,5 Vol-%CH4 in der Luftbildet Gas-SeenMethan (CH4) und Kohlendioxid (CO2).Ein Teil der Gase, besonders H2S, ist inder Gülle gelöst und wird von der Lagerzeitwenig beeinflusst. Hingegen nimmtdie Gasproduktion mit steigender Temperaturder Gülle zu, was die Schadgasgefahrin den Sommermonaten zusätzlichverschärft. Sobald Gülle bewegtwird (rühren, spülen, umpumpen) werdendie Schadgase freigesetzt – vergleichbarmit dem Aufsteigen der Gasbläschenbeim Umrühren von Mineralwasser.Bei hohen Turbulenzen an derGülleoberfläche können die Konzentrationeninnert wenigen Minuten gefährlicheWerte erreichen.Gefährliche Bereiche und Situationeneruieren Schwere Vergiftungenereignen sich meist in schlechtbelüfteten Stallbereichen. Hohe Konzentrationensind dort zu erwarten, woGase nicht unmittelbar am Entstehungsortabgesaugt werden können oder sichnicht kontinuierlich in die Aussenluftverflüchtigen. In geschlossenen Grubenund Behältern reichern sich deshalb dieGase an und können über ausgetrockneteSiphons, undichte Schieber oderandere mangelhafte Gasverschlüsse inangrenzende Ställe oder übrige Räumegelangen. Der Aufenthalt bei Entlüftungs-und Montageöffnungen birgt zu-24 10 2013 · UFA-REVUE


LANDTECHNIKGrafik: Funktionssicher ausgeführte GasverschlüsseKanalKontrollöffnung3015Abmessungen in cm80Staunase215 40 40sätzliche Gefahr, indem Zündquelleneine Schadgas-Explosion auslösen können.Durch das Rühren oder Umspülenin Kanälen und Gruben, welche mitSpaltenböden abgedeckt sind, steigendie Gase durch die Perforation in denStallbereich. Besonders hohe H2S-Konzentrationenentstehen in toten Ecken,bei Umlenkungen (in Zirkulationssystemen)sowie beim Auslauf von Spülleitungen.Das gleiche gilt für den Bereichdes Rührwerkes, bei Pumpschächtenund Entnahmestellen.Geringe Luftbewegungen (zum Beispielbei schwülwarmer Witterung) erhöhendie Gefahren durch Schadgaseerheblich. Dies gilt auch für Offenställeund Laufhöfe.Für genügend Belüftung sorgenStallbereiche in denen gefährliche Situationenzu erwarten sind, müssen währendden genannten Vorgängen gründlichdurchlüftet werden. Die aktuellenErfahrungen zeigen, dass eine einzigeoffene Seite des Stalles nicht genügt, ummit natürlicher Lüftung einen genügendenLuftwechsel sicherzustellen. In geschlossenenStällen oder mehrseitig umwandetenLaufhöfen können die hohenSchadgaskonzentrationen beim Aufrührendurch den gezielten Einsatz vonVentilatoren verhindert werden. Bei bestehendenVorgruben ist das Absaugenmit Ventilator oft die einzige Lösung gegendas Eindringen von Schadgasen inSiphonplatteDas Niveau derGüllegrube mussmindestens 50 cm tiefersein als der Kanal.4520EntlüftungsöffnungGüllegrubeFunktionssicherausgeführte Gasverschlüsseverhinderndas Eindringenvon Schadgasen inangrenzende Räume.Beim Rühren oderUmspülen unterSpaltenböden alleLüftungsmöglich -keiten nutzen,Stallabteile räumenoder in kritischenBereichen gezieltVentilatoreneinsetzen.angrenzende Räume. Ergibt sich keinezuverlässige Lüftungsvariante, müssenTiere ausgesperrt, umgestallt oder aufdie Weide gebracht werden. Bei mechanischerLüftung ist darauf zu achten,dass Schadgase nicht in den Stallraumgeleitet werden. Diese Gefahr tritt insbesonderebei Unterdrucklüftung mitAbluftführung über die Decke auf. Einekorrekt installierte Unterflurabsaugungkann hingegen mit der Maximalluftratebetroffene Stallabteile zuverlässig lüften.Vorsicht mit Güllezusätzen wieSchwefel Der Einsatz von Güllezusätzenwährend der Lagerung kann dieBildung und das Freisetzen von Schadgasenverstärken. Besonders kritisch zusehen sind schwefelhaltige Produktewie elementarer Schwefel oder Sulfate.Teile davon werden durch sulfat- undschwefelreduzierende Bakterien inSchwefelwasserstoff umgewandelt. EineAnreicherung in der Gülle ist nichtnur wegen der Unfallgefahr, sondernauch wegen zusätzlicher Geruchsemissionenbei der Ausbringung zu vermeiden.Güllezusätze zur Nährstoffanreicherungsollen daher nur direkt beimAusbringen zum Einsatz kommen. Esdürfen keine Restmengen der Zusätzeim Güllelager verbleiben. In jedem Fallsind die Anwendungshinweise des Herstellerszu beachten.Mit baulichen Massnahmen Gefahrenvermeiden Gemäss denVorgaben der Unfallverhütungsstellensind Güllelager ausserhalb von Stallgebäudenzu erstellen. Dies gilt für alleKanäle und Gruben, in denen Gülle aufgerührtwerden muss. Um ein funktionssicheresAbfliessen von Kanälen zugewährleisten, eignen sich zum BeispielTreibmist- und Wechselstauverfahren.Güllebehälter müssen Lüftungsöffnungenaufweisen, die ein sicheres Entlüftenins Freie gewährleisten. Ebenso istes Stand der Technik, Güllebehälter mitwirksamen Gasverschlüssen von Ställenund übrigen Räumen zu trennen. DieAusführung richtet sich nach den Fliess -eigenschaften, die massgeblich von derGüllezusammensetzung abhängig sind.Die von Fachstellen empfohlenen undpraxiserprobten Abmessungen sind füreine sichere Funktion unabdingbar.Auch in Offenställen gilt es, tote Eckenzu vermeiden. Sind in einem Stallbereichdurch die bauliche Anordnung erhöhteSchadgaskonzentrationen zu erwarten,empfehlen sich fest installierteLüftungsgeräte.WeitergehendeInformationenBeratungsstelle für UnfallverhütungBUL:Broschüre Nr. 7, «Gase und Gefahrstoffein der Landwirtschaft»Dokumentation, «Sicherheit in land -wirtschaftlichen Neu- und Umbauten»Kontakt: www.bul.chAgroscope Reckenholz-Tänikon ART:FAT-Berichte Nr. 385, «Schadgas-messungen bei geschlossenen Gülle -gruben»; FAT-Berichte Nr. 500,«Schadgase in Milchvieh-Laufställen»sowie Studien zu SchadgasvergiftungenKontakt: www.agroscope.admin.chBundesamt für Veterinärwesen BVET:Fachinformation Tierschutz, «Stallklimawerteund ihre Messung in Rinder -haltungen»; Fachinformation Tierschutz,«Stallklimawerte und ihre Messung inSchweinehaltungen»Kontakt: www.bvet.admin.chAutoren Beat Steiner, ForschungsanstaltAgroscope Reckenholz-TänikonART, Tänikon, CH-8356 EttenhausenBeat Burkhalter, Beratungsstelle fürUnfallverhütung in der LandwirtschaftBUL, Picardiestrasse 3-Stein,5040 Schöftlandwww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 25


HerbstmesseBirmenstorf18. – 20. Oktober 2013, 10 – 17 Uhr, Kt. Aargau10 JAHREPÖTTINGER SCHWEIZProgramm• Grosse Maschinenausstellung• Attraktive Frühbezugsaktionen• Werbe- und Fanartikelshop• Festwirtschaft• Attraktiver WettbewerbPÖTTINGER live am FeldVorführung der Grünland- und AckerbautechnikFreitag: 14.00 UhrSamstag: 10.30 und 14.00 UhrZuGast:


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LANDTECHNIKEin System – viele MöglichkeitenDAS MULTI-TANK-MANAGEMENT VON KVERNELAND macht aus der Kombinationeiner Anbauspritze mit Fronttank ein effizientes System. Beide Tanks haben ihreneigenen Spülwassertank und unabhängige Spülsysteme. Alle Spritz- und Reinigungs -arbeiten können dabei via Terminal von der Traktorkabine ausgeführt werden.Im Pflanzenschutz geht der aktuelleTrend hin zu einer vollständigenAutomatisierung. Zahlreiche Sensoren,elektronische Komponentenund GPS-Systeme sind dazu die Wegbegleiter.Multi-Tank-Konzepte erhöhendie Kapazität, ergeben aber auch neueMöglichkeiten in der Spritzmittelkombinationund Flexibilität in der Handhabungvon Feldspritzen.Kverneland steigt diesbezüglich miteiner Kombination der Anbauspritze«iXter» mit Fronttank «iXtra» in denMarkt ein. Mit diesem Geräte lässt sichdie Gesamtkapazität auf 3000 l steigern.Der vordere Tank mit einem Inhalt von1100 l verbessert Gewichtsverteilungund macht die Montage eines Frontgewichtsüberflüssig.Die Reinigung der beiden Tanks erfolgtper Knopfdruck über den Monitorin der Traktorkabine. «iXclean Pro» isteine vollkommen elektrische Ventilsteuerung,die eine einfache und effizienteReinigung während der Fahrt aufdem Feld ermöglicht. Der mehrstufigeSpül- und Reinigungsvorgang spült innerhalbfünf bis zehn Minuten alleSchläuche und Tanks, das Gestänge unddie Pumpen.Das System bietet die Möglichkeit,mit zwei separaten Spritztanks und unterschiedlichenFüllungen zu arbeitenoder aber als eine grosse Spritze zu fungieren.Dabei werden beide Tanksgleichmässig entleert. Bei Bedarf könnendie Spritzflüssigkeiten in beideRichtungen gepumpt werden.Das Multi-Tank-Management-Systemerhöht die Flexibilitätbeim Spritzen.Weitere Neuheiten Das neueFronttrommelmähwerk «Expert 432 F»der Kverneland-Mare «Vicon» ist in Zusammenarbeitmit einem Industriedesignerentwickelt worden, der Wertauf die Benutzerfreundlichkeit gelegthat. Das Mähwerk weist klare Linienund eine aufgeräumte Oberfläche auf.Ausgestattet ist das Mähwerk mit vierTrommeln. Es hat eine Arbeitsbreite von3.05 m und kann ein schmales Schwadvon 1.10 m ablegen. Seitlich befindetsich ein Kuststoffschutz, integriert ist eineBox für Werkzeuge und Klingen, dieman für tägliche Wartungsarbeiten benötigt.Dann erweitert Vicon sein Programmder «Extra 300»-Baureihe, dienun Arbeitsbreiten von 2.80 bis 4.00mbietet. Besonders bei diesen Heckmähwerkensind die mittig aufgehängtenMäheinheiten, wählbare Zapfwellengeschwindigkeitenund eine NonStop-Anfahr sicherung. Für den Transportwird das Mähwerk vertikal in eine 125°-Position geklappt.Die neue Schmetterlinskombination«Extra 395» ohne Aufbereiter bestehtaus 2x3.50 m breiten Mäheinheiten undhat eine einstellbare Arbeitsbreite von9.30 bis 9.50 m. Mit dem «Extra 332 XFFlexiSwat» bringt Vicon das erste Frontscheibenmähwerkohne Aufbereiter aufden Markt, das mit einer aktiv angetriebenenSchwadzusammenführung einschmales Schwad oder auch eine unterschiedlichbreite Ablage des Erntegutesermöglicht.Nachdem Kverneland auf der letztenAgritechnica das «Knock-on»-Systemfür Grubber vorgestellt hat, folgt nundas gleiche System für Pflugschare. Esermöglicht den Schwarwechsel innerhalbvon Sekunden, wozu lediglichHammer und Meissel benötigt werden.Dann wird die neue, klappbare Kreiselegge«F30» mit 6m Arbeitsbreite vorgestellt,die auf einer stabilen Wannenkonstruktionbasiert und höhereLeistung bei geringem Eigengewichtverspricht.Die neue Kurzscheibenegge «QualidiscFarmer» soll dank eines leichteresRahmenkonzept 15 % weniger wiegenals die Vorgängermodelle. Die neue«Qualidisc» gibt es in sechs Modellenmit Arbeitsbreiten von 3 bis 6 m. Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue,1510 Moudonwww.ufarevue.ch 10 · 1328 10 2013 · UFA-REVUE


Willstdu immer aufdem Laufendensein?Dann klickdich in dieAgro-Newshinein!www.ufarevue.chBodenbearbeitungKreiseleggenCultirotorenGrubberMulcherPflügekompromisslose MaschinenqualitätAgriott3052 Zollikofen, Tel. 031 910 30 20, www.agriott.chEin Geschäftsbereich der Ott Landmaschinen AGInnovativ, robust und tausendfach bewährt. Kverneland – von Grund auf wirtschaftlich!UFA-REVUE · 10 2013 29


KNOW-HOWPRAXISTESTZuverlässig und effizient schwadenDEN MITTENSCHWADER «HIBISCUS 715 CD» brachte Lely vor einem Jahr auf denMarkt und komplettierte damit das Angebot in der Kategorie der Doppelschwader mitArbeitsbreiten von 6.75 bis 8.90 m. Speziell istdie kardanische Aufhängung, deren Drehpunkte sich etwasvor der Mitte befinden, was eine hohe Stabilität bringt.SteckbriefKreiselschwader Lely«Hibiscus 715 CD»Kreiselgrösse: 3.20 m.Arbeitsbreite:Mechanisch verstellbar,6.75 m, 6.90 m, 7.05 m.Schwadbreite: 1.20 m,1.35 m, 1.50 m.Anzahl Zinkenarme:10. VerstellbareKurvenbahn.Transporthöhe: 3.90 m.Transportbreite: 2.50 m.Fahrwerk: 4 Räder.(Herstellerangaben)Aufgabe eines Schwaders ist es inerster Linie, das breit ausgelegteFutter effizient und in eine für dasnachfolgende Erntegerät passendeSchwadform zu bringen. Gleichzeitiggilt es aber auch, möglichst alle wertvollenFutterrohstoffe zu erreichen unddiese letztlich ohne Verschmutzung zubergen. Die Einstellmöglichkeiten einesSchwaders, die permanente Bodenanpassungsowie die Form der Zinkenspielen diesbezüglich eine wichtigeRolle.In der Schweiz werden Doppelschwaderhäufig eingesetzt. Man unterscheidetdabei zwischen Seitenschwadernmit zwei versetzt angeordneten Kreiselnund Mittenschwadern mit zwei parallelarbeitenden Rotoren. Beide haben inden jeweiligen Einsatzbedingungen ihrespezifischen Vor- und Nachteile.Grundmodell Der «Hibiscus 715CD» ist der kleinste Doppelschwadermit Mittenablage von Lely. Die Maschineist kompakt gebaut und weist eineTransportbreite von 2.50 m und eine-höhe von 3.90 m auf. Im Feld angekommen,wird über einen Seilzug dieArretierung der beiden senkrecht gestelltenKreisel gelöst, so dass diese abgesenktwerden können.Das Fahrwerk unter den Kreiseln istmit vier Rädern ausgestattet, die nahean den Zinken positioniert sind und denBoden so gut wie möglich abtasten. Einspezielles Tastrad braucht es nicht. DieMaschine ist über die beiden Unterlenkerim Heck des Traktors angebaut undwird auf Strasse und Feld von einemFahrwerk mit zwei gelenkten Räderngetragen.Die Einstellung geschieht einerseitsüber die Position der Unterlenker,anderseits über eine Handkurbel an derSeite, mit der die Neigung der Kreiselzusätzlich verstellt werden kann. Die Ar-Am Vorgewende heben die Kreiselordentlich hoch aus.Die Tiefeneinstellung erfolgt übereine Handkurbel.Der Kreiselschwader wird am Heck anden Unterlenkern angehängt.Praxisstimme zum Kreiselschwader Lely «Hibiscus 715 CD»Paul Jud«Ich brauchte mehr Leistung beimSchwaden», hält Paul Jud aus Rufi/Schänis(SG)gleich zu Beginn fest. Er hat denDoppelschwader Lely «Hibiscus 715 CD»mit Mittenablage seit Frühjahr 2013 imEinsatz. Zuvor hatte er ebenfalls einenDoppelschwader, aber ein Modell mitSeitenablage benutzt. «Diese Maschine warjedoch beim Manövrieren im Feld und beider Strassenfahrt – vor allem für weniggeübte Fahrer – etwas anspruchsvoll»,meint Jud. Insbesondere hätte derSeitenschwader Nachteile in Hanglagengezeigt, weil eine solche Maschine hintenimmer einen seitlichen Abwärtszugaufweise. Überzeugt hat Jud die robusteKonstruktion des «Hibiscus 715 CD».«Besonders die Zinken haben michbeeindruckt». Aufgrund der erstenErfahrungen kann Jud der Maschine eingutes Zeugnis ausstellen. «Der Schwaderpasst genau für meine Betriebsgrösse». DasHandling und die Bedienung seien besserals bei der Vorgängermaschine. Zudemarbeite die Maschine äusserst sauber. «Diesmerkt man vor allem beim Herbstfutter,das bekanntlich nicht mehr so üppigvorhanden ist.»Die Leistung, so Jud weiter, stimme: «Ichkann damit schnell und effizient arbeiten.»Mit sechs bis sieben Schnitten pro Saisongibt das im Jahr auf dem in der Linth-Ebenegelegenen Milchwirtschaftsbetrieb vonJud gut und gerne 200 ha, auf denen derLely «Hibiscus 715 CD» eingesetzt wird.Als etwas nachteilig – dies vor allem imVergleich zum vormals verwendetenSeitenschwader – empfindet Jud dieTransporthöhe. Gesetzlich zwar zulässig,aber man müsse doch bei Unterführungenund auch bei Hofeinfahrten stets auf derHut sein. «Wünschenswert wäre zudemeine Anhängemöglichkeit am Zugmaul desTraktors», meint Jud abschliessend.30 10 2013 · UFA-REVUE


PRAXISTESTKNOW-HOWGute Arbeitsqualitätauch beim nichtmehr so üppigenHerbstfutter.beitsbreite kann man mechanisch übereine Lochscheibe in drei Positionen einstellen,so dass Breiten von 6.75 m,6.90 m und 7.05 m bearbeitet werdenkönnen.Lely bietet in der «Vario»-Ausführungseiner Mittenschwader aber auch einehydraulische Arbeitsbreitenverstellungan. Mit einem doppeltwirkenden Steuerventilkönnen die Kreisel dann einundausgeschoben werden.Die beiden Kreisel mit einemDurchmesser von 3.20 m tragen je 10Zinkenträger und sind mit einer Kreuzgelenkaufhängungam Fahrgestell befestigt.Somit kommt der kreuzförmigeSchwenkpunkt vor die zwei Kreisel zuliegen. Folglich kann dieser Schwenkpunktso niedrig wie möglich liegen, sodass die Kreisel leichter arbeiten undsich noch effektiver an die Bodenkonturanpassen.Beim Anheben im Vorgewende fahrendie Kreisel schnell hoch. Die zuvorangelegte Schwade wird nicht erfasstund die Grasnarbe bleibt intakt. Da derAufhängepunkt der Kreisel weiter nachvorne verlegt wurde, wird der vordereTeil des Kreisels zuerst angehoben. BeimAbsenken sind es dann die hinteren Räder,die zuerst den Boden berühren.Die Zinken bei den Lely «Hibiscus»-Schwadern sind leicht gebogen und ineinem nachlaufenden Winkel zum Zinkenarmangebracht. Im Gegensatz zukurzen und steifen Zinken, die praktischgerade unter dem Arm stehen und aufebenen Parzellen durchaus eine guteLeistung bringen, können sich die «Hibiscus»-Zinkenbesser an Unebenheitendes Bodens anpassen. Sie arbeiten in einernachgezogenen Position, was wenigerKraft benötigt.Autor Dr. RomanEngeler, UFA-Revue,8401 WinterthurIn loser Folge publiziertdie UFA-Revue unterdem Titel «Praxistest»Berichte über landwirtschaftlicheMaschinen.Die Interviewpartner,respektive Eigentümerdieser Maschinen,werden jeweils inZusammenarbeit mitden Herstellern oderImporteuren ausgesucht.www.lely.comwww.ufarevue.ch 10 · 13FutterschonendMAXIMALE FÜLLUNGSpeziell für den Einsatz in Bergregionenwurden die Tiefladermodelle Lely Tigo STentwickelt. Diese Wagen bieten durch diebreite Spur und den niedrigen Schwerpunktein optimales Standvermögen, auch anextremen Hanglagen. Jetzt können Sie maximalHARVEST RESULTS.


KNOW-HOWPRAXISTESTHat alles – einfach kleinerWEIDEMANN «T4512 CC40» Vor vier Jahren zeigte Weidemann erstmals denTeleskoplader «T4512 CC35» und sprach damals vom kleinsten Telelader. Zwei Jahrespäter folgte mit dem «CC40» der zweite Schritt in dieser Baureihe. Die Maschinebekam einen stärkeren Motor und ermöglicht dank dem «Vertical Lift System» einsicheres und komfortables Arbeiten.Bei seiner Bauhöhe von 1.96m undder Breite von 1.56 m merkt mansofort, wie kompakt der Teleskoplader«T4512 CC40» von Weidemanngebaut ist. Von weitem und aufgrundseiner Proportionen sieht er nämlichwie ein «normaler» Teleskoplader aus.Dank der erwähnten Dimensionenkommt die Maschine aber in niedrigenGebäuden und engen Verhältnissensehr gut zurecht. Die Allradlenkung miteinem Lenkeinschlag von 38° führt zueinem Wendekreis von 5.50m.Der Joystick beinhaltet alle Funktionenfür das Handling von Antrieb, Teleskop -arm und Anbaugeräte.Auf den ersten Blick zwar eng, dochdie Kabine bietet genügend Platz undeine gute Rundumsicht.Motorisierung Angetrieben wirdder «T4512 CC40» von einem seitlichangebrachten, wassergekühlten Yanmar-Motormit drei Zylindern, 1.5l Hubraumund einer Leistung von 40PS bei2800 Umin). Verschiedene Tests attestierendiesem Motor ein spritziges Verhalten,aber auch einen sparsamen Dieselverbrauch.Für einen guten Zugangbei der Wartung kann die Motorhaubeweit geöffnet, wenn nötig sogar gänzlichentfernt werden. Der Tankinhalt beträgt25 l. Der hydrostatische Fahrantrieb(Allrad) lässt sich in zwei Stufen perKnopfdruck am Joystick modifizieren. Inder ersten Stufe liegt die Geschwindigkeitzwischen 0 und 7km/h, in der zweitenzwischen 0 und 20km/h. EbenfallsPraxisstimme zum Teleskoplader Weidemann «T4512 CC40»ChristophKupferschmidChristoph Kupferschmid bewirtschaftet inWalterswil (SO) einen vielseitigen Betriebmit Muni-, Kälber- und Pouletsmast. Seitanfangs März dieses Jahres steht der Tele -skoplader im Hoftrac-Format von Weide -mann im Einsatz. In erster Linie hat erdamit einen alten, knickgelenkten Kom -pakt lader ersetzt, er möchte mit diesemneuen Modell aber auch die noch vor -handenen Stapler und Frontlader auf demBetrieb sukzessive ersetzen.«Ich habe auch schon andere Maschinenangeschaut und getestet, die vielleicht beioptional verfügbaren Optionen und in derKabine Vorzüge aufwiesen», betont Kupfer -schmid. Letztlich erkaufe man sich diesaber oft mit einer schlechteren Übersicht.«Gerade in engen Verhältnissen, wie etwabeim Ausmisten von Ställen, da möchteman einfach gerne etwas sehen.» Mit tler -weile hat Kupferschmid mit diesem Tele -skoplader über 200 Stunden gemacht, imJahresschnitt werden es dann wohl über400 Stunden werden. «Es ist eine tolleMaschine, man muss aber die Einsatz -bereiche kennen», bilanziert Kupferschmid.Er setzt den Lader für das Ausmisten derStälle, für das Handling von Silo- undStroh ballen ein und führt auch kleinereForstarbeiten damit aus. Als grosses Plusbezeichnet Kupferschmid die Reichweiteund Überladehöhe. «Dank ‹VLS› kann icheine Palette mit rund 1000 kg Gewichtproblemlos auf 4.30 m heben.» Auch dasBeladen des Kompost-Streuers mit seinenhohen Wänden stelle kein Problem dar.Auf den ersten Blick wirke zwar die Kabineetwas eng, doch täusche es. «Sie ist ein -steigefreundlich und man hat eine guteRundumsicht.» Allerdings sei der Fahrerstandetwas niedrig und der Blick auf das,was man vom Boden auflädt, deswegenetwas eingeschränkt. Zudem vermisstKupferschmid eine verstellbare Lenksäule(diese soll aber noch in diesem Jahrserienmässig in die Baureihe einfliessen).Der Wechsel der Anbaugeräte sei schnellerledigt. Die teilweise aussenverlegtenSchläuche sieht Kuperschmid nicht alsNachteil: «Für einen Mechaniker ist es vonVorteil, so kann ich auch selbst mal einenSchlauch auswechseln.»Etwas klein geraten sei der Tank mit 25 lInhalt. Fahre man beim Misten überlängere Zeit unter Volllast, so geht derTankinhalt halt schon mal etwas gar frühzu Ende.32 10 2013 · UFA-REVUE


PRAXISTESTKNOW-HOWDas Besondere amTeleskoplader «T4512CC40» von Weidemannist das «VLS»-System:Der Arm zieht sichbeim Absenken vonschweren Lastenautomatisch ein, sodass der Lader nichtkippen kann.ist auf dem Joystick auch der Knopf fürdie Wendeschaltung angebracht.Die Kabine wirkt auf den erstenBlick etwas eng, die Bewegungsfreiheitist aber gegeben, was jedoch dank guterRundumsicht und passender Anordnungder Bedienkomponenten (mit hintergrundbeleuchtetenSchaltern) garnicht so benötigt wird. Optional gibt esfür einen noch höheren Fahrkomfort einenluftgefederten Sitz.Die Hubkraft ist mit 1200 kg (beziehungsweise1400kg mit Heckballastierung)auf die volle Höhe von 4.50mbeachtlich. Die Überladehöhe beim Anbaueiner Palettengabel wird mit 4.2mangegeben, die Ausschütthöhe beträgtrund 3.6 m bei einem maximalen Auskippwinkelvon 32°. Die zügig arbeitendeArbeitshydraulik ist mit einer Zahnradpumpebestückt, die 40 l/min(optional 70 l/min) leistet und einenDruck von 220bar aufbauen kann. DerAn- und Abbau der Arbeitswerkzeugefunktioniert dank der hydraulischenWerkzeugverriegelung schnell und einfach.Die Ölkupplungen sind griffgünstigam Schnellwechselrahmen montiert.SteckbriefWeidemann «T4512 CC40»Motor: Wassergekühlter 3-Zylinder-Motorvon Yanmar mit 1.5 l Hubraum und40 PS / 29.6 kW.Antrieb: Hydrostatischer Allradantrieb,20 km/h. 2 Fahrbereiche.Hydraulik: Multifunktionshebel,hydraulisches Schnellwechselsystem fürArbeitsgeräte.Hubhöhe: maximal 4.523 m. Überladehöhe:4.279 m (ausgefahrene Palettengabel).Hubkraft: maximal 1400 kg.Masse: Länge: 3.879 m, Breite: 1.560 m,Höhe: 1.940 m. Wendekreis: 5.50 m.Betriebsgewicht: 2700 kg.(Herstellerangaben)Fahrerassistenzsystem «VLS»Senkt man mit ausgefahrenem Teleskoparmschwere Lasten ab, kommt es aufGrund der kreisförmigen Bewegung zurVerlagerung der Last und es besteht dieGefahr, dass der Lader nach vorne kippt.Deshalb muss beim Handling mit einemkonventionellen Teleskoplader nebstdem Hubzylinder auch der Teleskopzylindermanuell betätigt werden. DerWeidemann «T4512» hingegen ist mitdem prämierten FahrerassistenzsystemVLS («Vertical Lift System») ausgestattet.In Abhängigkeit der Hubzylinderbetätigungwird der Teleskopzylinder automatisiertnachgeführt. Dadurchkommt es zu einer fast vertikalen Senkbewegungdes Teleskoparmes, was zueiner wesentlichen Verbesserung derStandsicherheit der Maschine führt undvor allem bei schweren Lasten einedeutliche Effizienzsteigerung mit sichbringt.Bei geringeren Lasten, bei denen dieÜberlastsicherung nicht anspricht, lassensich mit dem «Schaufelmodus» dieArbeitsabläufe beschleunigen. Dabeiwird der Teleskoparm zuerst ein kleinesStück ausgefahren und erst dann trittdas «VLS» in Aktion. Das hat den Vorteil,dass beim Senken der Teleskoparmnicht ganz eingefahren wird. Beim «Gabelmodus»fährt der Teleskoparm imunteren Hubbereich nicht mehr automatischein, sondern hält die ausgefahrenePosition ein. Dies hat den Vorteil,dass man ihn bei leichteren Gütern nichtdauernd ein- und ausfahren muss. Autor Dr. RomanEngeler, UFA-Revue,8401 WinterthurIn loser Folge publiziertdie UFA-Revue unterdem Titel «Praxistest»Berichte über landwirtschaftlicheMaschinen.Die Interviewpartner,respektive Eigentümerdieser Maschinen,werden jeweils inZusammenarbeit mitden Herstellern oderImporteuren ausgesucht.www.weidemanncenterschweiz.chwww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 33


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Fr. 50;Achsen, 1 Stk., Spur 1.8 m,3.2 t, 6 Loch, 2 Stk., Spur1.45 m, 1.85 t, 5 LochFr. 100; 2 Pferdejagdwagenmit Scheibenbremsegummierte Räder, Schlau -chenden für Gülle-SaugschlauchSystem Perrot,Agrar, 5», D=133 mm, 1 xgerade, 1 x 90 beide Fr. 50;Dachhauben, 4 Stk.,Welldach, für Lüftungs -rohraustritt, D=645 mm 062 893 34 872 Stahlraupen zu Hutter5 Tonnen Bagger, guterZustand, günstig 079 245 11 39Autoanhänger, Gesamtgewicht1300 kg, günstig,neuwertig 079 622 45 82Scheibenmähwerk zuReform 3003F 079 622 45 82Ballenfeuchtigkeits-Messgerät,Anzeige vonFeuchtigkeit und Temperatur,kalibrierfähig mitGarantie Fr. 570 079 643 59 65Rundballenbelüftung, idealfür jede Betriebsstruktur,einfach günstig Heu undEmd produzieren,Direktimport von Lasco undRMH, Besichtigung 30erLasco Flex auf eigenemBetrieb möglich, Preise abFr. 6790 bei 8 Ballen, 079643 59 65Recolteuse legume Simon,pour paloxe, bonne état, prisintéressant 079 683 65 44Rübenschaufel für Traktor,15 Jahre, neu revidiert,Fr. 1100; Rübenbröcklerelektrisch Fr. 500 079 432 77 43Maishacker und Lade -wagen Mengele 1R., fürGrünmais, Fr. 2500 079 432 77 43Druckfass Fliegel, 5000 l;Druckfass Fuchs, 4000 l 079 432 77 43Doppelrad 12.4-36 passendzu 16.9R30 System Müller,günstig 079 245 11 39Grubber 2.5 m, 7 Flügel -scharen, 052 336 11 37Milchtank 1500 l mitKühlaggregat 079 404 87 33Dieseltank 1100 l mitWanne und HandpumpeFr. 350; Winkelplfug AltusFr. 400; Blache 4 m x 5 mFr. 200; SteckschüsselFr. 50; Kastrierzelle Fr. 20 062 891 42 26Maishäcksler Pöttinger2-reihig, wenig gebraucht 078 832 31 28Knüselwerk zu rasant 079 673 24 71Milchkühltank, neueSteuerung, top Zustand,Fr. 800, 079 673 24 71Schieberolltor Stahlrahmenverzinkt, Blech braun,L 5.6 m, H 4.2 m, mitLichtband, guter Zustand,günstig, 079 561 45 42Vierradwagen Holz;Gesellschaftswagen fürPferde; FrontmähwerkKM25 , 079 729 45 22Vieh-Anhänger Alu, ges.Gewicht 2500 kg, Kombi-Türe hinten und 2 Seitengatter,Türfelder vorn undhinten ab MFK, wie neu, 079 857 80 09Traktor Hürlimann Typ H488Turbo, Drive-power, 90 PS,5590 Std., Jg. 1990,neuwertiger Motor, erst450 Std., FZ./Fronthydraulik,top ausgerüstet, gepflegtesFahrzeug Fr. 21800 052 657 36 18Scheibenmäher PöttingerAlphmotion, AusstattungZusatz schwarz Schäubenmit Förderkegel 079 454 33 42Absauganlage Surge mitChromstallleitung,2 Zoll für 30 Kühe;Milchplattenkühler;Siloabwurfschacht vonHuber Silo 079 243 75 25Dieselstapler Clark, 2.5 tmit Triplexmasten Hubhöhe4.1 m, grosse Bereifung;Bau kompressor ideal umErntemaschinen abzublasen 079 243 75 25Endeinheit von BoumaticAbsauganlage;Milchsammel stückeBoumatic; TransponderBoumatic, rot; RapsschereZürn, 079 243 75 25Holzbrüggiwagen mitSeitenladen zum untenöffnen 079 243 75 25AufbaugrassähmaschieneVogel und Noot 079 243 75 25Hürlimann 908 XT /Bj 2002/ 2150 Stunden/ 85 PS mitFrontlader, sehr guterZustand, wegen Nichtgebrauchzu verkaufen 061 761 74 12 oder 079 210 85 99Ballenwickler Tanco 15142-Arm, 3-pt vollautomatisch,top Zustand, Bauj. 07Fr. 10500 079 672 94 131 Paar Felgen W11x36 zuFiat Serie 40 oder 66,neuwertig Fr. 500 079 672 94 13Top 2-Achs 3-SeitenkipperNeuhaus, 12 t,1 neue Achse, Hydr.Bremsen sowie 4 neuereRäder 445/45-19.5, 8 Loch,Brücke: 5.20*2.10*1.20 079 778 10 87Mistzange, neu, fürHoflader, 1 m breit 079 778 10 87Jaucheschlauchhaspel mitZapfwellenantrieb, dazu280 m, 65PE-Schlauch,innen, mit Storz Kupplung 079 778 10 87Hochsilo Huber 135 m3,Jg. 2007, Verkauf demMeistbietendem 078 614 73 77Transporterli 078 614 73 77Melkstand De Laval2 mal 3 Fischgerät, günstig 078 614 73 77Milchtank, 1350 l, guterZustand, 078 614 73 77Futterstation mit2 festen Futter und einemFlüssigdosierer, PneumatischesSchliesstor und40 Transponder, günstig 078 614 73 772 Kunstoffsilo Huber,105 m3, guter Zustand,Verkauf dem Meistbietendem, 078 614 73 77Transporter mit aufgebautemMistzetter, günstig 078 614 73 77Frontmähwerk Lely, 320fc,3.2 m Arbeitsbreite, mitintegriertem Knicker, Baujahr2013, günstiger Preis, 078824 93 19Reform Muli 50 mitLadewagen, geschlosseneKabine, 6000 h ab Service 079 240 42 54Arbeitshebebühne, ca. 7 m,220 Volt; Notstromaggregatfürs Feld Anbau an Traktorvia Acorddreieck Kt TGFr. 3500, 079 670 54 511x5 FG Melkstand GEAWestfalia, 4-jährig, autom.Abnahme, autom.Reinigung, komplett mitVakuumpumpe Bodenfräse,Arbeitsbreite 2.35 m,Heckstapler, Babini BHP15 250, 032 392 18 50oder 078 675 89 02Futtermischwagen Kuratli,Elektromotor, hydraulischerFahrantrieb mit Waage 079 653 46 59Chromstahlrohre,Geländerrohre 13/4 Zoll 041 921 16 35Matériel d’occasion suite àcessation d’activité;2 chars Marolf2,20 x 5 x 1 m., ridelles alu,freins hydrauliques, Fr. 6800;1 chars Chautems,2 x 5 x 1 m., Fr. 3500;1 remorque, 2 x 4 x 1 m.,basculante 3 côtés, Fr. 3000;1 autochargeuse MengeleLW 310 Quadro, hausses etpick-up hydraulique,Fr. 3500;1 semoir à engrais SULKY,1000 kg, épandage 15 m.,Fr. 2500, 079 440 68 26Maishäcksler Pöttinger Mex2, 1-reihig, sehr guterZustand, 078 801 94 53Körnerwagen, Neuhaus,10 m 3 ; Grubber Eberhart mitNachläufer, 3 m; Culti packer2.6 m, 2 Reihen glattenScheiben; Belastungsmulde 052 375 16 63 oder 079 391 80 57Pneupackler Frontanbau;Traktor IHC 383;Maishäcksler Mengele, MB290, 2 Schnitt längen 041 910 28 45FortsetzungSeite 39KNOWHOWVERKAUF & BERATUNGHOFMONTAGEGROSSES LAGERPROFITIERENSIE VON UNSEREMSERVICENEUHEITENDie neuen «Hits» von PöttingerPöttinger setzt die neusten technischenEntwicklungen aus den grösserenZettern nun auch bei den kleineren8-Kreisel-Modellen «Hit8.81», «8.91» und «8.91 T» mit Arbeitsbreitenvon 7.70 bis 8.60m um.Komplett neu entwickelt wurde fürdiese Modelle der Anbaubock: Einrobuster Dreipunkt-Schwenkbockmit serienmässigen Dämpfungsstrebenund besten Nachlaufeigenschaften,der ein Aufschaukeln desZetters während des Einsatzes verhindertund auch perfekt im Hangist. Vorteile bieten auch die «Dyna-Tech»-Kreiseleinheiten. Die geschraubteRahmenkonzeption miteiner grossen Rohrrahmendimensionund die breite Abstützung sindfür höchste Stabilität und lange Lebensdauerder Maschine verantwortlich.Die «DynaTec«-Kreiseleinheitenwerden mit sechs Schraubenan das angrenzende Zwischensegmentgeflanscht.Besuchen Sie uns auf der Herbstmessein Birmenstorf vom 18. – 20.Oktober und erleben Sie die Neuheitenhautnah.Pöttinger AG, 5414 Birmenstorf 056 201 41 60info@poettinger.chwww.poettinger.chPNEUHAUS LEU AG1PNEUHAUS LEU AGHohenrainstrasse 44CH-6280 HochdorfTel. +41 (41) 910 03 10Fax +41 (41) 910 52 05www.pneuhausleu.chLANDWIRTSCHAFTSREIFEN, KOMPLETTRÄDER, ACHSEN34 10 2013 · UFA-REVUE


NEUHEITENKNOWHOWKuhn: Neue Misch- und VerteilwagenKuhn erweitert sein Angebot anFuttermisch- und Verteilwagen umneue Modelle in der Baureihe ‹Profile›mit direktem Futteraustrag.Diese Futtermischwagen mit zweikompakten Vertikalschnecken ermöglichendie Vorlage von Rationenauch in niedrigen Stallgebäuden.Auch bei den neuen Modellen istdas Fahrgestell im Behälter integriert– eine Bauweise, der die Baureihe‹Profile› ihre unschlagbare Zuverlässigkeitund Robustheitverdankt.• Behältervolumen von 14,16, 18 und 20 m³ für Tierbeständevon 60 bis 150 Kühen.• Kompakte Bauweise mit einerGesamthöhe ab 2.55 m (bei14m³) sowie einer Breite über dieReifenaussenkanten von nur1.85 m. Die Räder befinden sichunter dem Behälter – somit wirddas Futter nach der Ablage nichtüberfahren.• Nachzerkleinert und gemischtwerden sämtliche Futterarten –von Silage über Heu und Stroh bishin zur Ballensilage mit RundoderQuaderballen jeden Formats.Für rohfaserreiche Rationensind die Modelle mit 16, 18 und20m³ Behältervolumen serienmässigmit einem integriertenÜberlaufring ausgerüstet.Die programmierbare elektronischeWiegeeinrichtung ‹KDW 340› ge-hört zur Grundausstattung. Durchdie schmale Behälterausführungund den geringen Mischschneckendurchmesserwird derLeistungsbedarf deutlich gesenkt.Bereits Traktoren ab 80 PS könnenproblemlos eingesetzt werden.Kuhn Center Schweiz,8166 Niederweningen 044 857 28 00kuhncenterschweiz@bucherlandtechnik.chwww.kuhncenterschweiz.chHerbstmesse der Serco LandtechnikAm 26. + 27. Oktober 2013 findetbei der Serco Landtechnik AG inOberbipp die Herbstmesse statt.Die Ausstellung ist am Samstag von9 bis 20 Uhr (ab 18 Uhr Barbetriebmit DJ), am Sonntag von 9 bis 17Uhr geöffnet. Es werden mehrereClaas Weltpremieren präsentiert.Für die jüngeren Besucher gibt esein grosses Kinderzelt mit Traktorparcoursund das legendäre Serco-Landtechnik-Bähnli darf natürlichauch nicht fehlen. Ausserdem gibtes einen attraktiven Occasions-Markt sowie einen Fan-Shop mitMesse-Rabatt. Eine grosse Festwirtschaftsorgt für das Wohl unsererGäste.Für weitere Informationen besuchenSie unsere Homepage unterwww.sercolandtechnik.ch.Serco Landtechnik AG,4538 Oberbipp 058 434 07 07www.sercolandtechnik.ch


KNOW-HOWPRAXISTESTStark im HeckVALTRA «T203 DIRECT» Die «T»-Serie von Valtra gibt es in diesem Konzept seitmehr als einem Jahrzehnt. Vor zwei Jahren führte der finnische Traktorenbauerdie SCR-Technologie in diese Baureihe ein und bestückte die Traktoren mit einemneuen 6-Zylinder Motor mit 7.4 l Hubraum. Das stufenlose «direct»-Getriebe weistvier Fahrbereiche auf und kann in zwei Strategien gefahren werden.Wie bei vielen Traktorenherstellern,so waren auch bei Valtra dieEmissionsvorschriften (hier Stufe3b) Anlass für eine generelle Überarbeitungder grösseren Modelle ausder «T»-Baureihe, die man 2011 dannin einer dritten Generation auf denMarkt brachte. Eingeführt in diese Baureihewurde damals auch die SCR-Abgasbehandlung,die Valtra 2008 als ersterTraktorenbauer zur Serienreifebrachte. Dieses Motorenkonzept, mittlerweileebenfalls in der dritten Generation,senkt den Kraftstoffverbrauchum 5 – 10 %, reduziert zusätzlich denKühlbedarf des Motors und vermindertauch die Partikel- und Stickoxidemissionenauf einen Bruchteil der bisherigenWerte.Der Sitz lässt sich um 180° nach hintendrehen. Die rechte Armlehne schwingtzu 100 % mit.Motor Herzstück des «T203 direct»ist der 7.4-l-Motor von Agco Power, ein6-Zyliner-Aggregat mit einer Nennleistungvon 204PS (bei 2100Umin, nachISO 14396). Bei allen Zapfwellenarbeitensowie beim Transport ab 6 km/hNeben dem Frontkraftheber gibt esbeim «T203 direct» vorne noch zweidoppeltwirkende Steuergeräte.wird automatisch ein Boost zugeschaltet,womit bis zu 10PS zusätzlich bereitgestellt werden. Der Motor ist über derVorderachse montiert, was zu einer Gewichtsverteilungvon nahezu 50 : 50zwischen Vorder- und Hinterachse imPraxisstimme zu Valtra «T203 direct»Heinz HofstetterHeinz Hofstetter betreibt in Utzenstorf (BE)ein Lohnunternehmen mit SpezialgebietPflanzen und Ernten von Kartoffeln undKarotten. Daneben führt er auch Press-Arbeitenund Transporte durch. Vor rundzehn Jahren hat er erstmals einen Traktorder Marke «Valtra» gekauft. Grund dafürwar das Leistungsgewicht. Bei diesemMerkmal und der Zapfwellenleistung seiValtra damals einfach top gewesen, blicktHofstetter zurück.Das neue Modell «T203 direct» hatHofstetter seit März 2013 im Einsatz. DerTraktor kommt vor allem mit Umkehrfräse,Kartoffel-Legekombination, Quaderballenpresseund mit einer anspruchsvollen Sä-Kombination für Karotten, mit dergleichzeitig Dämme geformt werdenkönnen, zum Einsatz.Vor dieser Neuanschaffung war schon klar,dass es das Modell «T203» sein musste. Diehohen Hubkräfte, die dank unkonventionellerMotorplatzierung gute Gewichtsverteilungsowie das stufenlose Getriebe(«beim Modell ‹T213› leider nichtverfügbar») waren die zentralen Gründe.«Ich finde, dass Valtra mit diesem Getriebeeinen guten Wurf gelandet hat: Esentlastet den Fahrer, weist einen gutenWirkungsgrad auf, da es auf demLastschalt-Getriebe basiert», meintHofstetter. Zudem sei es einfach undübersichtlich, ja beinahe selbsterklärend inder Bedienung, was speziell für einenLohnunternehmer mit verschiedenenFahrern wichtig sei.Hofstetter lobt den Motor: «Er zieht untendurch sehr gut und läuft auch bei extremenDauerbelastungen ruhig». Auch die LS-Hydraulik mit der gewählten 160-l/min-Pumpe funktioniere ausgezeichnet. Alsweiteren Pluspunkt bezeichnet Hofstetterdie luftgefederte Vorderachse.Nicht gerade der letzte Schrei sei hingegendie Kabine. «Doch die Verarbeitungstimmt, die Konstruktion ist robust».Vorteilhaft sei der drehbare Sitz. «Da sichmit den Anbaugeräten eigentlich alles imHeck abspielt, entsteht so ein idealerArbeitsplatz.» Der Traktor, so Hofstetter, seischmal gebaut und weise trotz breiterBereifung (hinten 710/70 R38, vorne600/65 R28) eine Aussenbreite von nur2.60 m auf. Die Reifen übrigens sind aufgeschweissten Felgen montiert.Für Hofstetter ausreichend, obschon nichtneuster Stand der Technik, sind die zweiZapfwellengeschwindigkeiten. «Ich denkeaber, da wird Valtra bei der nächstenGeneration nachlegen». Verbesserungsfähigsei auch die wegen den grossen Kotflügelnetwas eingeschränkte Sicht nach hinten.36 10 2013 · UFA-REVUE


PRAXISTESTKNOW-HOWnicht beladenen Zustand führt. Speziellbei Valtra ist die reduzierte Leerlaufdrehzahl.Normal liegt diese bei850 Umin. Wird jedoch die Feststellbremseangezogen, fällt die Leerlaufdrehzahlauf angenehme 650Umin, wasden Kraftstoffverbrauch senkt.Das stufenlose Getriebe hat Valtraselbst entwickelt. Es bietet vier Fahrbereiche,die man per Knopfdruck wählenkann:Die luftgefederte Vorderachse dämpftStösse und Schwingungen, der Fahrerkann so entspannt arbeiten.• 0– 6.5km/h für schwere Arbeiten beilangsamer, aber präziser Geschwindigkeit.• 0– 13km/h: Universeller Feldarbeitsbereich,ideal für Aussaat, Bodenbearbeitungund Ernte.• 0– 21 km/h für Transportarbeiten imFeld.• 0– 40km/h für Strassentransporte.Gefahren werden kann das Getriebe inden zwei Strategien «automatisch» und«manuell». Im Automatik-Modus nutztman die höchst mögliche Getriebeübersetzung,um den Kraftstoffverbrauch zuoptimieren. Unter schwereren Bedingungenwechselt die Automatik dasÜbersetzungsverhältnis, damit man dieFahrgeschwindigkeit halten kann – dieMotordrehzahl steigt dann an. Im manuellenModus wird das Übersetzungsverhältnisnur über den Fahrhebel gesteuert.Es gibt keine automatischenFunktionen, jedoch hält der Traktor an,wenn man das Bremspedal betätigt. Beivielen Zapfwellenarbeiten kann dieFahrgeschwindigkeit einfach mit demFahrhebel eingestellt werden. Danebengibt es einen dreistufigen Schalter fürdie Motorbremse.Hydraulik und Zapfwelle DasGetriebe und die Hydraulik haben getrennteÖlhaushalte, die aber einenTemperaturausgleich haben, so dassbeide Kreisläufe rasch auf Betriebstemperaturkommen. Die Axialkolbenpumpeder Load-sensing-Hydraulik leistet115 l/min (optional 160 l/min). Es sind8 elektronische Steuerventile verfügbar(3 in der Front, 5 im Heck).Das EHR-Hubwerk im Heck vermag8.5t zu heben, im Frontbereich (optional)liegt dieser Wert bei 3.5t.Valtra bietet beim «T203 direct» zweiZapfwellen-Geschwindigkeiten (wählbaraus 540, 750 und 1000) oder dieVersion «1000 Heavy Duty». Per Terminallässt sich das Anlaufverhalten in fünfStufen einstellen und der Drehzahlspeichervorwählen. Optional gibt es eineWegzapfwelle.Die Kabine überzeugt wenigerdurch ihr Äusseres, als vielmehr durchdie solide Bauweise. Der Sitz lässt sichum 180° nach hinten drehen. Eine spezielleRückfahrreinrichtung «Twin-Trac»SteckbriefValtra «T203 direct»Motor: 7.4 l Motor von Agco Power mit6 Zylindern, Ladeluftkühler, Turboladerund Commonrail-Einspritzung, 204 PS(150 kW) Nennleistung bei 2100 Umin,215 PS (158 kW) mit Boost bei2100 Umin (nach ISO). MaximalesDrehmoment: 850 Nm bei 1500 Umin.Tankinhalt: 375 l. SCR-Tank: 24 l.Getriebe: Stufenloses Getriebe mit vierFahrbereichen, 40 km/h.Zapfwelle: 2 Geschwindigkeiten aus540/750/1000, Wegzapfwelle optional.Hydraulik: EHR mit Schwingungstilgung.Axialkolbenpumpe mit 115 l/min(optional 160 l/min). 5 Steuerventilehinten, 3 vorne. Hubkraft 8.5 t im Heck,3.5 t Front (Option).Masse: Leergewicht: 7420 kg, zulässigesHöchstgewicht: 12 500 kg. Radstand:2.748m. Länge: 5.148m. Höhe: 3.035m.(Herstellerangaben)ist ab Werk verfügbar. Auf dem 11 cmbreiten Bildschirm (entspiegeltes Farbdisplay)lassen sich die meisten Getriebe-,Hydraulik- und Vorgewende-Einstellungenanzeigen und modifizieren.Optional gibt es eine Kabinenfederungmit Niederfrequenzsitz. In Kombinationmit der luftgefederten Vorderachse arbeitetder Fahrer so entspannt und wirdvor belastenden Schwingungen undStössen gut geschützt.Die «T»-Serie wird optional ab Werkmit der Vorbereitung für ein Lenkassistenzsystemoder gleich mit dem komplettenSpurführungssystem geliefert.Ein verfügbares Telemetrie- und Datenaufzeichnungssystemdient der Informationüber Standort, Einsatzbereich undAuslastung der Maschine, wobei diesvia Internet verfolgt werden kann. Motor, Getriebe undHydraulik werden viaArmlehne gesteuert.Autor Dr. RomanEngeler, UFA-Revue,8401 WinterthurIn loser Folge publiziertdie UFA-Revue unterdem Titel «Praxistest»Berichte über landwirtschaftlicheMaschinen.Die Interviewpartner,respektive Eigentümerdieser Maschinen,werden jeweils inZusammenarbeit mitden Herstellern oderImporteuren ausgesucht.www.gvs-agrar.chLeistung und Effizienz aus sechs Zylindern:Der Valtra «T203 direct» im Einsatz mit Dammfräseund Karottensägerät. www.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 37


PFLANZENBAUKURZMELDUNGENMässige KartoffelernteDie Flächenerträge liegen mit lediglich262kg Speiseanteil pro Areüber alle Sorten gesehen rund32% unter dem Durchschnitt derletzten 5 Jahre. Die Raclettesanteilebei den festkochenden Sortensind mit durchschnittlich31.4 % noch höher als bei derletztjährigen, tendenziell eherkleinfallenden Ernte. Die äusserenund inneren Qualitäten sindmehr heitlich gut. Als Hauptmängelwaren Unterkaliber und Formmängelfestzustellen. Die generellUnterdurchschnittliche WeizenqualitätNach den ersten Resultaten derSchnelltests liegt die Qualität derWeizenernte 2013 unter derjenigenvon 2012. Die Hektolitergewichtesind leicht höher als bei der Ernte2012 und sind somit auf einem ähnlichenNiveau wie in den Jahren2010 und 2011. Sie variieren zwischen79.0 und 84.8 kg/hl. DerDurchschnitt liegt bei 82.4 kg/hl.«Forel» bestätigt ihr hohes Hektolitergewichtmit einem Durchschnittvon 83.2 kg/hl. Sie erreicht somitdas beste Resultat dicht gefolgt von«Arina» und «Zinal» (82.8 bzw.82.7kg/hl). Die Hektoliter-gewichtevon «CH Claro» und «Siala» sindähnlich. Mit 80.9 kg/hl weist «Runal»den tiefsten Durchschnitt auf.Die Unterschiede zwischen den Regionensind dieses Jahr mehrheitlichgering. Die Proteingehaltesind tiefer als letztesJahr und schwankenzwischen 10.7 % und16.5 %. Der Durchschnittliegt bei 12.7 %und ist unterdurchschnittlich verglichenmit den drei letztjährigen Resultaten.Unter den sechs analysiertenSorten weist «Runal» als einzigeeinen Proteingehalt über 14 .2 %auf. «Arina» (13.1 %) und «Siala»(13.0 %) erreichen dieses Jahr mittelmässigeResultate, die tiefer alsletztes Jahr sind (14.5 bzw. 14.2%).«CH Claro» und «Zinal» haben identischeProteingehalte (12.5%) dichtgefolgt von «Forel» (12.3 %). Teilweisewurden grosse Unterschiedeinnerhalb der Regionen festgestellt.Die Unterschiede sind zwischenden 5 Regionen gering. Die Resultatedes Zeleny-Tests sind deutlich tieferals 2012 und unterdurchschnittlich.Sie variieren von 43.0 bis68.0 ml, im Durchschnitt 57.8 ml.Wie letztes Jahr erreichen «Runal»(60.7 ml) und «Forel» (60.6 ml) diebesten Resultate gefolgt von «Siala»(57.5 ml). «Zinal» weist wiederumdas tiefste Resultat (54.9 ml), gefolgtvon «Arina» (56.3ml) und «CHClaro» (56.8ml) auf. Die Fallzahlensind etwas tiefer als 2012, imDurchschnitt 361 s. Sie befindensich auf einem guten Niveau.hohen Stärkegehalte mahnen zurVorsicht bei der Ernte, um Schlagschädenund Blaufleckigkeit zuvermeiden. Gemäss Hochrechnungenbewegt sich die Kartoffelanbauflächeim 2013 im Rahmendes Vorjahres. Sie beträgt10940ha, was einer geringen Zunahmevon 65ha entspricht. Dabeihaben die mehligkochendenSorten leicht zugelegt, währendsich die Flächen der festkochendenSorten, Frites- und Chipssortenleicht reduziert haben.Aufgrund des niedrigen Angebotesund der gestiegenen Nachfrage,insbesondere bei den Industriesorten,erreichen dieProduzentenpreise 2013 das oberePreisband. Im Gegensatz zumkonventionellen Anbau liegen dieBruttoerträge bei den Bio-Kartoffelnetwas weniger ausgeprägt unterdem Durchschnittswert. DerDurchschnittsertrag über alle Sortenbeträgt 187 kg Speiseanteilpro Are und ist damit 19.4% unterdem Fünfjahresmittel.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chProduktion von TriphosphatDas OCO (Office chérifien des phosphates)ist ein weltweit führenderExporteure von Rohphosphat, Phosphorsäureund Phosphordüngern.Die marokkanische Firma lanciertein Investitionsprogramm, welchesden Anstieg der Phosphatdüngerproduktionvon 3.5 auf 10 Mio t ermöglichensoll. Aktuell stammt ¼des Phophats aus dem Export ausMarokko.Neues nationales PflanzenschutzlaborEin neues Speziallabor in Birmensdorf(ZH) soll mithelfen, bessereSchutz- und Eindämmungsmassnahmengegenüber besonders gefährlichenSchadorganismen zu treffen.Das neue WSL-Labor wird inZusammenarbeit mit dem von BAFUund BLW zur Bekämpfung vonPflanzenschädlingen gemeinsam geführtenEidgenössischen Pflanzenschutzdienst(EPSD) genutzt werdenund für nationale und internationaleForschungsprojekte zur Verfügungstehen. Es wird voraussichtlich imSommer / Herbst 2014 in Betriebgenommen. Die Investitionssummebeläuft sich auf rund 15 MillionenFranken, davon übernimmt die WSL60 Prozent, BAFU und BLW gemeinsam40 %.Zunahme der offenenAckerflächeGemäss der neuesten Ausgabe derlandwirtschaftlichen Monatszahlenist 2013 eine Zunahme der offenenAckerfläche um 1800 ha zu verzeichnen.Eine Zunahme ist auch beiZuckerrüben, Freilandgemüse, Ölsaaten,Körnermais und Gerste absehbar.Flächenrückgang gibt es beiden Dinkel-, Kunstwiesen- und Silomaisflächen.Erfolg für Potato EuropeAm 11. Und 12. September fand diePotato Europe 2013 in Emmeloord(Niederlande), dem Herzen desweltweiten Kartoffelanbaus, statt.Insgesamt 250 Aussteller aus 17Ländern präsentierten ihre Produkteund Dienstleistungen. 15`250 Besucheraus 49 Ländern waren an derVeranstaltung dabei. Die nächstePotato Europe findet am 3. und 4.September in Bockerode (D) statt.38 10 2013 · UFA-REVUE


Fortsetzungvon Seite 34LANDTECHNIKzu verkaufenOcc. Ersatzteile für KolbEntmistung 052 657 27 74 oder 079 470 26 57Heurüstmaschinen, KranundKleinmodelle; el.Heuschrotte mit Kabel 079 678 81 49Zuckerrüben-Vollernter,kleine Automatik 5002,Fr. 1500, 077 464 87 17Schweinestall Einrichtungenfür 10 Zuchtsauen; div.cns Tröge, Gitter,Argolitplatten, Ferkelheizungen,Schwemmkanalroste,günstig 079 612 34 78Arbeitsbühne, el., hydr.,ca. 7 m Höhe, 220 Volt u.Notstromaggregat,aufgebaut für Arbeiten imFeld am Accorddreieck,Baumschnitt, Obsternte,usw., Bedienung im Korb,Fr. 3900, Kt. TG 079 670 54 51Maishäcksler Feraboli,Auswurfverlängerung 056 243 10 93 oder 079 724 56 44Kipper Mengele, 15 m 3 ,MEDE 8000 2T 077 472 26 18Scheibenegge John-DeereBW, 3 m, V-Form,4x7 Scheiben, ca. Fr. 2900 071 633 31 49Ladewagen Agrar LW 250,Zustand mittel/gut, günstigabzugeben 033 654 23 04 oder 079 3959930Tiefgang-LadewagenBucher Uni T 24, günstig 079 245 11 39Autoanhänger Tandemachse,Gesamt gewicht 1300 kg, 079 245 11 39Stapler TCM, Hubkraft 1.5 t,Hubhöhe 3 m, Bauhöhe 2 m,Beleuchtung undMarktplatzBlinkanlage, neue Batterie,ab Service, mechanisch undoptisch, sehr guter Zustand,strassentauglich 079 422 30 55Super Schwader, guterhalten; Kreiselheu rechenhydr., 4.5 m breit, gut er -halten, 071 393 23 85Auto-Anhänger, neu wertig,Nutzlast 800 kg, Gesamtgewicht1000 kg, mit Aufbau 071 971 17 16Occ. Ladewagen Agrar TL209, top Zustand, weniggebraucht, Fr. 6000 056 441 49 57Abladegebläse Köla Topex 220PS, diverse Rohre,Fr. 300, 056 441 49 57Ladewagen Hamster 8025,revidiertes Pick-up, neuerBoden, Boogie Doppelachse,25 m3, einsatzbereit, Preis:Verhandlungs sache 078 718 59 32Schmiede Set mit Zubehör;Zivilschutz Wasserpumpemit Motor und Zubehör 079 398 99 65Diverse Mähmesser undBalkenteile, neu, günstig 079 245 11 39Spülgerät Alfa Laval;Heuraupe Pöttinger, HondaMotor, Doppelräder 034 431 27 61Maishäcksler Pöttinger Mex1, 041 980 56 5213 Schwemmkanal roste,100 x 80 cm; Tränkebecken;Fenster 120 x 90 cm;Falttor 310 x 240 cm;9 Gummi matten, 180 x 110cm; 4 Gummimatten, 180 x100 cm; diverse andereSachen, alles aus einemBrandfall 041 480 28 36Schmiede-Set mit Zubehör;Zivilschutz Wasserpumpemit Motor und Zubehör 079 398 99 65Ausleger Aebi AM 20, ev.dazu 2 Mähbalken 1.90 m,1.60 m, 079 425 93 051 Paar Doppelgitter räder zuAebi AM 20; je 1 PaarBallonräder und Normal -räder zu Aebi AM 20 079 425 93 05Ladewagen Mengele 330;Tandemachse gefedert,Fr. 1750; KreiselheuerKH 500, Fr. 750 041 450 17 41Roller Piaggio Liberty 125,grau met., 4.09, 6100 km,im Winter nicht gefahren,Fr. 2200, 052 720 38 75Pick-up zu TransporterLadewagen Aebi LD 26 undLD 30, neuwertig, günstig, 079 154 41 97Div. Pick-up für div.Ladewagen Pöttinger, Agrarusw., neuwertig, günstig, 079 154 41 97Div. neue Mähmesser zuRapid Motormäher, günstig 079 154 41 97Schneeketten Erlau fürTraktor hinten, Grösse:11-28, gut erhalten 041 750 55 49Ladewagen Agrar TL 220,Fr. 500, 079 245 11 39Aufbereiter Kurmann K 203,sehr guter Zustand,Fr. 2900; FrontmähwerkLely Splendimo 280 F, aufWunsch auch mit einemleichteren Anbaubockspeziell für Zweiachsmäher 076 476 62 26Fressgitter Krieger für4 St. Jungvieh, Einzeleinsperrung,3.20 m breit und85 cm hoch, komplett, guterZustand, Fr. 180 079 676 34 5010 St. Distanzbügel 15er zuMüller Doppelrad Ring zu9.5 R 40, neuwertig, Fr. 450, 079 676 34 50Werkbank mit Schraubstock,klappbar, Fr. 120; VWPassat Kombi, Klima, 8-fachbereift, 16600 km, ab MFK,Fr. 2700; Roller Honda,Pneu und Batterie neu, abMFK, Fr. 950 079 464 69 61Tandemkipper Mengele, 3-Seitenkipper, 4.6 m x 2.2 mx 1.3 m, neuwertigeBereifung, hydr. Stützfuss,hydr. Bremsen durchgehend,Kornschieber, etc., sehrguter Zustand 079 422 30 55FortsetzungSeite 441FutterernteErstklassige Presstechnik1 Rundballenpresse mit variabler Kammer VB 2160 2 PresswickelkombinationFBP 2135 BALEPACK 3 Grosspackenpresse LSB 12702 3KUHN Center Schweiz, 8166 Niederweningenwww.kuhncenterschweiz.chZH & Ost-Schweiz:Hans Ackermann, Telefon +41 79 216 26 02AG & Zentral-Schweiz:Christian Wittmer, Telefon +41 79 215 53 40SO, BE, FR, JU, VS:Adrian Wüthrich, Telefon +41 79 393 89 11Jetzt mitPflanzenbau I Tierhaltung I Landschaftspflegebe strong, be KUHN1223-PAD-GAM-PRES-CHDEWer hat Recht und wer nicht?Am Schluss entscheidet das Gericht.Wir helfen Bauernfamilien bei Rechtsfragen, Einsprachen, Klagenund vielem mehr. Gut beraten – seit Generationen.Laurstrasse 10, 5201 Brugg AG 1, Tel. 056 462 51 11, www.sbv-treuhand.chUFA-REVUE · 10 2013 39


PFLANZENBAUPflanzkartoffeln für einemarktgerechte ProduktionERNTE 2013 Die Kartoffelfläche hat sich mit 65 Hektaren (+ 0.6 %) im Vergleichzum Vorjahr nur marginal erhöht. Dies bestätigt, dass sich die Gesamtfläche bei rund11 000 Hektaren – wie von der Branche angestrebt – eingependelt hat.MatthiasAeberhardtCharlotte will mantendenziell nochzurückfahren. Mit 20 %Fehlmenge, kann diesparallel umgesetztwerden.Der anhaltende, nasskalte Frühlingund die damit verbundene späteund suboptimale Auspflanzung,haben das Gedeihen der Kartoffelkulturengeprägt. Bei den Ertragserhebungendurch swisspatat Mitte August,zeigte sich ein ungewohntes Bild: DerNachfrage stand per Stichtag ein Angebotvon nur 75 % gegenüber. Alleinbeim Frites- und Chipsbedarf bedeutetdas ein Manko von 60 000 t. Weil beiden Musterziehungen viele Kartoffelfeldernoch grün und «im Saft» waren,lässt sich vor allem bei Veredelungskartoffelnnoch eine gewisser Zuwachs erhoffen.Die Qualität über alle Musterhinweg ist sehr durchzogen. Die Auswirkungendes Zwiewuchs und der Kindelbildungsind noch schwer abzuschätzen.Pflanzgutproduktion 2013 DieErtragserhebung von swisssem EndeAugust ergab eine Gesamtschätzungvon rund 22700 t. Damit würden insgesamtrund 15% an inländischem Pflanzgutfehlen. Bedingt durch die spätenAbbrenntermine fehlen zum heutigenZeitpunkt noch mehr als die Hälfte derVirustestergebnisse. Das Kaliber derdiesjährigen Pflanzkartoffeln ist kleinerund damit der Anteil der Kleinsortierunghöher.Pflanzgut unterliegt spezifischen Anforderungen.Folgende Toleranzen sindbezüglich phytosanitärer Qualität besonderswichtig:Pulverschorf: Knollen mit mehr als 5Pusteln: 1% Gewicht.Rhizoctonia: Max. 20 % der Knollenmit Rhizoctonia-Pocken. Die Beizungdes Pflanzgutes schon im Herbst istempfehlenswert und zu prüfen.Silberschorf/Colletotrichum: Auch hierist eine Pflanzgutbeizung bei sensiblenSorten empfehlenswert nähere Informationendiesbezüglich sind im «Merkblatt:Silberschorf und Colletotrichuman Kartoffeln» auf der Homepage vonswisspatat zu lesen.Anbauempfehlungen Ernte 2014fenaco/Steffen-Ris planen mit 100 %des voraussichtlichen Bedarfs. Für dasKartoffeljahr 2014 können die Flächenfür Frisch- und Veredelungskartoffelngrundsätzlich beibehalten werden.Pflanzgutverfügbarkeitund TrendsFrühsorten: Bei den Sorten Agata undLady-Christl fehlen rund 20% für einenbedarfsgerechten Anbau. Ergänzungsimporteund/oder Sortenverschiebungenwerden nötig sein.Festkochende Sorten: Charlotte willman tendenziell noch zurückfahren. Mit20% Fehlmenge kann dies parallel umgesetztwerden. Bei der Annabelle istsogar 30 % weniger Pflanzgut vorhanden.Zusammen mit der neu eingeschriebenenSorte Alexandra könnenCharlotte-Anteile ersetzt werden, sofernmit Importen ergänzt werden kann.Bei Ditta beträgt das Pflanzgut-Manko12 %. Die Langzeitlager-Sorte Gourmandinewird nur zu 80 % verfügbarsein. Daher muss ebenfalls von Ergänzungsimportenausgegangen werden.Mehligkochende Speisesorten: Bintjewird mit 20 % Fehlmenge wie in denVorjahren weiter an Boden verlieren.Lady Felicia wird mehrheitlich für dierote Linie (HTL) eingesetzt. Die Fehlmengean Pflanzgut muss durch Challengerund Victoria kompensiert werden.Victoria als Hauptsorte dieses Segmentsmuss mit 20 % weniger Inlandpflanzgutim Verhältnis zu den anderenSorten bedarfsgerecht eingeplant werden.Jelly ist aus bekannten Gründennicht auszudehnen. Désirée und Lauraverlieren weiter an Bedeutung.Chipssorten: Lady-Rosetta bleibt stabilund ist vom Pflanzgut her praktischverfügbar. Lady-Claire als Haupt-Chipssorte,flächenmässig unbedingt beibehalten.Das Manko von 15% erfordertErgänzungsimporte. Hermes und Pirolsind nach Vorgabe auszupflanzen. Fürdie Langzeitlagerung ist Panda nach wievor gesetzt. Das Inlandpflanzgut wirdmehrheitlich verfügbar sein.Fritessorten: Der Bedarf an Agria istnach wie vor gross. Die Flächen könnenbeibehalten werden. Aktuell ist die Verfügbarkeit13 % tiefer als im Vorjahr,sollte aber trotzdem ausreichen. BeiFontane gilt es den Anbau zu halten, esfehlen nur kleinere Mengen. Markies istebenfalls im Rahmen des Vorjahres anzubauen.Die Verfügbarkeit muss mitImporten ergänzt werden. Innovator,die Hauptsorte der frigemo, planen wie2013. Inlandpflanzgut ist ausreichendvorhanden.Bei den Bio-Kartoffeln fehlt über alleSorten rund 25% Pflanzgut. Um den Bedarfrechtzeitig abschätzen zu können,sind frühzeitige Bestellungen wichtig.fenaco ist an Bio-Kartoffeln für die industrielleVeredlung nach wie vor interessiert.Autor Matthias Aeberhardt,fenaco Landesprodukte, 3001 Bernwww.ufarevue.ch 10 · 1340 10 2013 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUDie Kirschessigfliege etabliert sichDIE KIRSCHESSIGFLIEGE HAT ES AUF REIFE FRÜCHTE ABGESEHEN. ImGegensatz zur einheimischen Drosophila, die ihre Eier in faulenden Früchten ablegt,zieht die Drosophila suzukii für die Eiablage gesunde Früchte vor. Nebst den Schäden,welche die Larven verursachen, bieten diese Verletzungen einen geeignetenNährboden für Pilze und Bakterien und womöglich auch für die gemeine Essigfliege.D. suzukii stellt einebesondere Gefahr fürrote und dunkle,kleiner Früchte,insbesondere abdem Zeitpunkt derFruchtreife dar.Bild Serge Fischer,Agroscope ACWDie Kirschessigfliege (Drosophila suzukii)ist nur 2 bis 3mm lang, hat roteAugen und einen braunen Körper.Die Männchen haben an denFlügelspitzen einen schwarzen Punkt.Sie stammt ursprünglich aus Südostasienund verursacht in Nordamerikaund Europa an Fruchtkulturen und insbesonderean Kirschen und andernFrüchten dieser Grössenordnung grosseSchäden.Seit ihrem ersten Auftreten in Spanien2008 hat sie sich in ganz Europaausgebreitet. In Italien wurde sie im November2009 nachgewiesen, in Frankreichund Korsika 2010 und in derSchweiz 2011. Jüngst wurde sie auch inDeutschland, Belgien und Grossbritannienentdeckt. 2012 hat Agroscope inallen Kantonen ein weitreichendes Versuchsnetzmit 200 Überwachungsfallenerrichtet. Der Schädling wurde in allenRegionen von der kollinen bis zur montanenStufe festgestellt und es bestehtkein Zweifel mehr, dass sich die Kirschessigfliegebei uns angesiedelt hat.Bedrohung für gesunde FrüchteDie Kirschessigfliege besitzt einen sägeartiggezähnten Eiablageapparat, mitdem sie in der Lage ist, die Fruchthautzur Eiablage zu durchstechen. Sie bevorzugtrote und dunkelfarbene Früchte.Das typischste Befallssymptom ist einZusammenfallen des befallenen Fruchtfleischs,in der Fachsprache kollabierengenannt. Spät reifende Beeren sind amanfälligsten, insbesondere Brombeeren,Heidelbeeren und Herbsthimbeeren sowiewildwachsenden Beeren. Aber auchFrüchte wie Kirschen, Pfirsiche,Zwetschgen, Aprikosen, Trauben, Feigen,Kiwis und Kakis werden befallen.Prävention geht vor Agroscopeempfiehlt, nur im äussersten Notfall denSchädling chemisch zu bekämpfen, d.h.wenn der Befall an den Früchten nachweislichzutrifft. Die Produzenten sindsich der Gefahr der Drosophila suzukiibewusst und haben die von Agroscopeempfohlenen Massnahmen zum Schutzergriffen. Dazu gehören in erster Liniedie überreifen oder beschädigten Früchtezu ernten und zu vernichten, kurzeIntervalle zwischen den Pflückdurchgängeneinzuhalten und eine möglichstschnelle Vermarktung der gepflücktenFrüchte sicherzustellen. Damit lokal einBefall mit der Kirschessigfliege nachgewiesenwerden kann, ist der Einsatz vonFallen notwendig. Hierbei muss ein Verfahrenfür den Massenfang angewendetwerden, um den Schädlingsdruck aufden befallenen Kulturen möglichst geringzu halten. Zum Testen genügt es, 50bis 200 Fruchtproben für mindestenszwei Stunden einzufrieren. Dabei verlassendie meisten Larven die Früchte, blei-Risiken für den WeinbauDas Überwachen des Weinbaugebiets istzum Teil durch die kantonalen Stellengewährleistet. Den Winzern wird jedochempfohlen, in den Risikogebieten(Rebsorten mit dünner Fruchthaut,Rebberg in der Nähe von Beerenkulturen,Parzellen mit verletzten Beeren,Parzellen in der Nähe von Naturgebietenusw.) Überwachungsfallen anzubringen.Das Risiko eines Befalls steigt, je reiferdie Beeren sind, zudem ziehen roteTrauben die Insekten stärker an.42 10 2013 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUben auf der Aussenseite und sterben.Diese Methode ist aber nicht dazu geeignet,Eier oder Larven im frühen Jungstadiumzu erkennen.Wirksame selektive Fallen ZumBeobachten der D. suzukii müssen wirksameselektive Fallen eingesetzt werden,denn wenn viele Insektenarten indie gleiche Fallenvorrichtung gelangen,ist das Bestimmen schwierig. 2012 testeteAgroscope vier Fallentypen (DrosoTrap, McPhail, Sentomol sowie eine vonACW entwickelte Vorrichtung) mit demgleichen Lockstoff, bestehend aus Wasser(50 %), Apfelessig (40 %), Rotwein(10 %) und Seife (0.1 %). Das Experimentzeigte, dass der Durchmesser derFallenöffnung unter 3 mm betragenmuss, damit ausser der Kirschessigfliegenicht zu viele andere Zweiflügler undSchmetterlinge in die Falle gelangen.Aus der Literatur geht hervor, dass Formund Farbe der Fallen die Wirksamkeitebenfalls beeinflussen, da die D. suzukiieine Vorliebe für rote und schwarze Farbenhat.Tabelle: Auftreten von Drosophila suzukii 2012Einsatz von Fallen in der SchweizZeitpunkt des NachweisesAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberGefahr für Reben Verletzungen anden Beeren durch die Eiablage der D.suzukii kann einen Befall durch die einheimischeEssigfliege begünstigen, dieKrankheiten wie die Essigfäule überträgt.Die höchste Fangquote wird fürdie Kirschessigfliege ab der Fruchtreifebis zur Ernte erzielt. 2012 hat die einheimischeEssigfruchtfliege vor allemSchäden an den roten Rebsorten PinotNoir, Gamay, Bondola und Merlot verursacht.An den weissen RebsortenMuscat, Chasselas, Humagne Blanc undSauvignon Blanc war der Befall dagegennur gering. In Tests, die im Labor vonAgroscope durchgeführt wurden, konntenachgewiesen werden, dass die D.suzukii die roten Rebsorten den weissenvorzieht. Weiter zeigte sich, dass sichdie Larven in den Früchten nur schlechtentwickelten, denn nur gerade aus 9 %aller Eier schlüpften adulte Insekten.Diese Beobachtungen beweisen, dassdie Trauben zwar potenziell auf den Befalldurch Kirschessigfliegen anfälligsind, sich aber nur bedingt als Lebensraumfür die Larven eignen.Das Insekt verursachte 2012 keinegrösseren Schäden in den europäischenund nordamerikanischen Weinbaugebieten.Trotz dieser beruhigenden Ergebnissemuss die Entwicklung derKirschessigfliege im Schweizer Rebbauweiterhin aufmerksam verfolgt werden.Auf dem 15 000 Hektar umfassendenWeinanbaugebiet in der Schweiz wurdenKirschessigfliegen nur auf einer 2Hektar grossen Fläche mit roten Rebsortenin einer Menge nachgewiesen, dieeine Schädlingsbehandlung erforderten,um Schäden durch andere Drosophilazu begrenzen.Fazit Die Drosophila suzukii, auchKirschessigfliege genannt, ist in derSchweiz heimisch geworden und vomMittelland bis in die montane Stufe anzutreffen.Sie hat eine Vorliebe für rotebis schwarze Früchte, und durch ihre Fähigkeit,die Haut gesunder Früchte zudurchbohren, gefährdet sie Kirschen,Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeerenund zum Teil auch rote Rebsorten. Mitprophylaktischen Massnahmen, die vonAgroscope empfohlen werden, und mitdem Überprüfen der Populationen mitSpezialfallen kann das Risiko von Ernteverlustengesenkt werden. Auteur GaëlMonnerat, UFA-Revue,1510 MoudonDie Einzelheiten zurÜberwachung derDrosophila suzukii sindim Artikel «Surveillancede Drosophila suzukii:bilan de l’année 2012»der Forschungsgruppevon Catherine Baroffio,Agroscope ACWConthey, in der Revuesuisse Viticulture,Arboriculture,Horticulture Vol. 45,publiziert worden. AlleInformationen indeutscher Sprache sindauf der Webseitewww.drosphilasuzukii.agroscope.ch zu finden.www.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 43


MarktplatzRucksack-MotorsenseHusqvarna 253RB,3.2 PS, mit Fadenkopf undMesser, Ausstellungsmodell 055 440 34 64Gitterräder mit Zusatzstollenzu Aebi CC56 / CC66,neuwertig; Gitterräder zuAebi AM 8, AM 9, AM 10,AM 15, AM 16 oder Rapid203 und 306, Schnellverschluss, 055 440 34 64Bucher TM850, TrommelmähwerkTMF190;Bandheuer Bartholet,Bereifung 90%, Heckhydraulik,betriebsbereit, ab Platz, 055 440 34 64Neue Pneus aus Umbereifung;360/70R24 Conti AC70 T; 420/70R30 Conti AC70 T; 600/65R30 Conti AC65; 425/75R20 Conti AC 706 MPT, zu günstigen Preisen 055 440 34 64Rapid 606, günstig 079 622 45 82Fortsetzungvon Seite 39LANDTECHNIKzu verkaufenKreiselschwader Top 380N,Tastrad, Dämpfungsstreben,hydr. 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Grössen, Kt. BL 079 615 71 60Traktor IHC 423, Hinterrad,8600 h, 1971, guterZustand, ab Platz ohneGarantie, Fr. 3900, VB, Kt.LU 079 653 61 81Silofräse Stocker, für Maisund Gras, 4 m Ø, inkl.Zubehör; Hegnersilo,4 m Ø, 8 m hoch, Inhalt100 m 3 , 052 657 28 63Hough Payloader,Pneulader, Modell 50, 6 t,6 Zyl., IH Motor, Alteisen-Preis, 079 382 73 60Ladewagen Mengele;Kreiselmäher, Seite 2.15 m;Kreiselschwader Kuhn;Kreiselegge; Kongskilde,Getreide 3 Silo; VielfachgerätRau-Kombi, 052 23255 13Front Busatis-Mähwerke,3.1 m; 079 430 57 71Front-Mähwerke, mitrotierenden Fingern, 2.8 m 079 430 57 71Futtermischwagen Faresin,7 m 3 , mit Fräse und Waage 079 430 57 71Mähdrescher ClaasDominator 88 SL 3D, sehrgepflegte Maschine 079 430 57 71Mähdrescher Deutz-Fahr3480, sehr gepflegteMaschine 079 430 57 71Futtermischwagen, selbstfahrend, jät, wintertauglich,Jg. 1956; FlügelrührwerkGrowi, verstellbar 079 742 06 63Mulchgerät SICMA Typ FB250, Arbeitsbreits 2.5 m,Front- und Heckanbau, mithydraulischem Seiten schub40 cm; LW 3-Seiten Kipper,10 m 3 , körnerdicht,Druckluft Bremse 079 357 23 94Futterkarren, 200 l, StkFr. 80; Futterkarren, 300 l,Stk. Fr. 100; Mistkran, mitZapfwelle an Traktor,Fr. 1500, 079 575 25 52Ladewagen Claas, 28 m 3 ,Tiefgang, Fr. 16600 079 583 70 11Cambridge-Walze, 3 mbreit, sehr guter Zustand 079 385 79 68Farbare Seilwinde aufRaupen, kleines handlichesModell , 079 245 11 39Selbstfahr-Mulcher,90 cm breit, mit hydr.Fahrantrieb 079 245 11 39Tränkefässer, 1000 l mit TBoder Trog, verzinkt,Handbremse, höhenverstellbareDeichsel, Stütz fuss undSchwallwand; Round-PanAkrion, 17 Panel 3 mFr. 2350; Laufhofabschrankungenin diversenAusführungen; Weidefutterraufenin diversenAusführungen12 PL. Rundbogen Fr. 1190 079 514 69 87Kälberiglus inkl. Um -zäunung mit Tränkevorrichtung,Iglu mit UmzäunungFr. 418; Futtersilos, füraussen; Pferdeboxen, indiversen Ausführungen;Weidezelt, 3.6 x 3.6 m,Montage auf Panels, Dach -konstruk tion und Plane bisauf Boden, inkl. 3 Panelen,neu optional Rundbogenhallenin div. Grössen, Fr. 1850;Kunststofftank, 1000 l,Fr. 35, 079 514 69 87Mulchgerät SICMA TypFB 250, Arbeitsbreite 2.5 m,Front- und Heck anbau,hydr. Seitenschub 40 cm;LW 3-Seitenkipper, 10 m 3 ,körnerdicht, DruckluftBremsen 079 357 23 94Kompletträder, 2 Stk, mitKleber Reifen,520 x 70 x 38 Zoll Masse,30% Profil, Fr. 1500 041 741 23 73Sämaschine Nodet, mitFahrgassenschaltung, 3 m;Federzahnegge Harowy,3 m, 041 910 12 30El. Motor, 11 kW,1440 U/min, 380 V/ 23A;Keilriemenscheibe, 11 cm,4 Bahnen inkl. Schalter mitR+L Lauf, passend zu ReckRührwerk; AnsauggebläseLanker P50, mit El. MotorBBC 380 V 15.5 A,1450 U/ min, 10 PS;Keilriemenscheibe,evtl. nurMotor, Standort TG 079 428 24 07Druckfass, 5000 l, neueAchse und Bremsen,Breitverteiler, Schnellkupplung,Bereifung 550/60-22.5, ab Platz Fr. 8900 079 744 96 294-Rad Dosieranhänger,2 Stk, alt, mit Kratzboden,Holzboden, muss neugemacht werden, unge -bremst, ab Platz Fr. 950 079 744 96 29alter Anhänger, 2 x 5 m,Seitenläden 1 m hoch,ungebremst, ab PlatzFr. 1400, 079 744 96 29Maisgebiss Mengele, Occ.,zweireihig, für SH20 oderSH25 079 778 10 87Triebachsanhänger BucherK5 , 071 983 28 35Werkstatteinrichtung,3 Schubladenstöcke,2 Werkbänke m. Schubladen,1 Metallkreis säge,1 Ständerbohr maschine,1 Ölfass gestell m. Wanne,1 Stock winde 079 612 18 81Pannels, 3 m x 1.6 m,robust, Fr. 136; Lüfter,fahrbar, 42000 m / Std., neu,Tropenmotor, Fr. 1450;Gummimatten, für alleTiere; BehandlungsstandSuper 80, geliefert, Fr. 5800;Eco-Raster, 50 mm, abFr. 17 / m 2 ; Rolltore;Sattelschränke, 2-teilig,Fr. 700, 079 514 69 87Tränkefass, 700 l, mit Trog, 081 332 23 84Rohrmelkanlage Bou matic,komplett 4 Aggregate, sehrgut erhalten, vollautomatisches Waschen 026 496 12 64Klauenstand Berweger, mitLift, 5 Jahre alt, Fr. 10000;Traktor Ferguson 55 PS,ohne Altrad, mit Kabine,Fr. 5000; MelkmaschineMotor, Fr. 200; Mistgarette,Fr. 30; Kippschaufel, Breite1.65 m, mit Ober lenker,Fr. 950; HeuschrottmesserSchmid+Mägert, mit Kabel,Fr. 500; Silogabel Wigger,3 Jahre alt, für Entnahme imHochsilo, Fr. 3700 079 575 25 52Ladewagen Pöttinger,28 cm3, Trend 1; DiverseDoppelräder; Heckstapler3P; Hürlimann D100 ‘S’;Diverse Kipper; ZweischarpflugAlthaus 079 306 17 94Traktor John Deere 1950 A,MC1 Kabine, Jg. 1982,Teilrevidiert, ab ErstbesitzerFr. 12000 079 483 60 90Bachenfütterung für23 Kuhplätze, automatisch,occ.; Milchkühltank, 550 l,gratis 20 Harass BügelverschlussFlaschen 079 354 86 73Kreiselschwader KroneSwadro 42/13, Jg. 2011, topZustand, Arbeitsbreite4.2 m, Tastrad 079 465 71 03Heugebläse Zumstein, mitElektromotor 032 863 15 68Milchtank, mit Kühlung,Jappy 550 l, brauchbar,Fr. 600, 079 270 43 50Viehanhänger fürTraktorenzug, 1.5 GVE,Bremsen, Licht 079 371 81 40Benzinmotor Mag 1029SRL X, 7 PS, sehr guterZustand, Fr. 600; 1 Fass,60 l, HDX Motoröl SAE 30,für ältere Motoren, mitBaujahr vor 1970, fürBenzin- und Dieselmotoren,auch für Turbo Motoren,Fr. 290 078 744 30 32Komplette Melkanlage, mitStimopuls, Milch -mengenmessung Metatron12, autom. 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Das Schlimmste vermeidenPFLANZENBAUMYKOTOXINE werden durch Pilze der Gattung Fusarium produziert und könnenbei Mensch und Tier Vergiftungen hervorrufen. Weist das Erntegut einen zu hohenGehalt an Pilzgiften auf, führt dies zu einer Wertminderung. Bei zu hoher Belastungmuss das Erntegut vernichtet werden. Vorbeugende Massnahmen sind unerlässlich.Im vergangenen Jahr waren die Erntenstark kontaminiert und wiesenhohe Werte an Deoxynivalenol(DON) und Zearalenon (ZEA) auf.Einige Posten wurden für den menschlichenund tierischen Verzehr sogar alsungeeignet eingestuft und mussten verbranntbzw. in Biogasanlagen verwertetwerden. Bei derart hohen Kontaminationenhaben die betroffenen Produzentendie gesamte Ernte abzuschreiben.Ein neues Phänomen? Die Entdeckungder Mykotoxine, die durch diePilze der Gattung Fusarium produziertwerden, liegt bereits einige Jahre zurück.1972 wurde DON erstmals aus japanischerGerste isoliert. Die Fusarientreten häufig in vielen Kulturpflanzenauf. So kommen sie nicht nur auf Halmgetreidesortenund Mais vor, sondernauch auf Tomaten, Melonen, Gurken,Zucchini, Topinampur, Peperoni, Kartoffeln,Wassermelonen, Sellerie, Knoblauch,Zwiebeln, Kohl, Ingwer, Bananenund Maniok. Zierpflanzen und Fruchtbäumewerden von einem Befall ebenfallsnicht verschont. Damit sich der Pilzin den Kulturen entwickeln kann, müssendrei Bedingungen erfüllt sein: DasVorhandensein von Sporen, Wirtspflanzenund günstige Wetterbedingungen.Vorhandensein von Sporen DiePilzsporen oder Myzelien überwinternauf den Pflanzenresten der Vorkultur,bevor sie durch Wind oder Regen neueKulturen befallen. Einige Forschungsanstaltenvermuten, dass auch eine Übertragungdurch Insekten möglich sei.Neue Produktionstechniken, insbesondereder pfluglose Anbau, haben zurFolge, dass mehr Pflanzenreste auf derBodenoberfläche liegen bleiben und dadurchBedingungen geschaffen werden,die eine Infektion im Folgejahr begünstigen.Einfachere Fruchtfolgen mit kürzerenAnbauintervallen und einem hohenGetreide- und Maisanteil gehenHand in Hand mit dem immer häufigerenPflugverzicht, wodurch Pilzinfektionenvermehrt und stärker auftreten.Das Wetter spielt für die Krankheitsentwicklungeine entscheidendeRolle. Temperaturen über 15°C und einehohe Luftfeuchtigkeit während derGetreideblüte fördern Fusariosen, dieentstehen, wenn während 48 bis 60Stunden eine relative Luftfeuchtigkeitvon nahezu 100% besteht. InsbesondereGewitter zum Frühjahrsende bietenideale Bedingungen zur Krankheitesentwicklungdann, wenn die Pflanzen amanfälligsten sind. Da gegen das Wetternichts auszurichten ist, sind geeigneteagronomische Massnahmen besonderswichtig, um die Sporenanzahl auf denParzellen zu senken. Eine geeignete Bodenbearbeitung,mit der die Rückständevon Mais sowie infiziertem Getreide beseitigtwerden, verbessert die Situation.«Vomitoxine»DON wurde erstmals 1972 in japanischemMais, der von Fusarium befallenwar, festgestellt. Im Folgejahr wurdeDON auch bei Mais in den USA nach -gewiesen, der von Fusarium Graminarumbefallen war und bei SchweinenErbrechen verursacht. Daher wird DONauch als Vomitoxin bezeichnet.Anfälliger durch PflugverzichtDurch sauber eingepflügte Ernterückständekönnen die Folgekulturen vorbefallenen Pflanzenteilen isoliert werdenund sind bestens geschützt. Die Befürworterder Direkt- oder Mulchsaathaben die Möglichkeit, Getreide- undMaisstroh zu zerkleinern. Auch wenndadurch die Gefahr eines Befalls nichtvollständig gebannt werden kann, istdies doch eine gute Präventionsmöglichkeit.Die Oberfläche der Pflanzenrückständewird dadurch wesentlich erhöhtund der Verrottungsprozessbeschleunigt. Zudem können mit demZerkleinern der Maisrückstände nichtnur das Fusarioserisiko gesenkt, sondernauch die Zünslerpopulationen bekämpftwerden.Die Sortenwahl muss gut gewähltsein, gerade wenn man sich für die konservierendeBodenbearbeitung und dieDirektsaat entscheidet. Obschon durchdas Zerkleinern der Pflanzenrückständedas Infektionsrisiko gesenkt wird, kannes nicht vollständig eliminiert werden.Der Krankheitsdruck ist immer nochstärker als auf gepflügten Parzellen, deshalbsollte beim pfluglosen Anbau aufanfällige Sorten wie Lorenzo, CH Nara,CH Camedo, Levis, Bockris oder Tapidorverzichtet und stattdessen Molinera,Titlis, Arina, Simano, Ludwig, Impressionoder Cambrena verwendet werden.Die Zerkleinerung vonErnterückständen istbei Flächen, bei denenDirektsaat eingesetztwird, unbedingt zuempfehlen.Bild: www.kuhn.comUFA-REVUE · 10 2013 45


PFLANZENBAUSituation 2013Die Arbeitsgruppe «Lebensmittelsicherheit» von swiss granum analysiertalljährlich die Mykotoxinkontamination bei geerntetem Getreide.Aufgrund des schlechten Wetters während der Blüte in diesem Jahrwurde mit einem Risikojahr gerechnet, jedoch war das Befallsniveaudann infolge der heissen und trockenen Witterung in den Sommer -monaten weniger hoch. Bei einem grossen Teil der 202 untersuchtenProben (86 Brotgetreide und 116 Futtergetreide) wurde Deoxynivalenol(DON) nachgewiesen, aber die Werte lagen im Allgemeinen unter0.20 mg/kg.Der Körnermais wird nach der Ernte untersucht, deshalb könnengegenwärtig noch keine Angaben zur diesjährigen Produktion gemachtwerden.Prävention• Pflügen, um die von den Pilzen befallenen Ernterückstände zueliminieren.• Die Strohreste von Getreide und Mais stark zerkleinern, um dieVerrottung zu beschleunigen. Diese Methode eignet sich auch fürSilomais.• Bei pfluglosem Anbau resistente Sorten verwenden.Direktbekämpfung Die chemischeDirektbekämpfung der Fusariosemit Fungiziden muss bei Beginn der Blütebis zur Vollblüte erfolgen, also zwischenStadium 61 und 65. Damit dasPflanzenschutzmittel gut wirksam ist,muss es zwei Tage vor oder nach allfälligenNiederschlägen appliziert werden.Fazit Ein Fusariosebefall senkt denGetreideertrag und kann sogar zu einemtotalen Ernteverlust führen. DasRisiko ist besonders bei den pfluglosenAnbauverfahren hoch. Betriebe, dieErnterückstände nicht vollständig unterpflügenwollen, müssen darauf achten,dass sie die Pflanzenrückständesorgfältig zerkleinern und keine Sortenverwenden, die eine erhöhte Anfälligkeitauf diese Krankheit aufweisen. Ingewissen Fällen wird sogar empfohlen,nach Körnermais auf den Anbau vonWeizen zu verzichten.Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue,Rte de Siviriez 3, 1510 Moudonwww.ufarevue.ch 10 · 13Dieses Jahr sind die DON-Werte im Getreide gering.Trotzdem müssen Massnahmen ergriffen werden,damit sich das Szenario aus 2012 nicht wiederholt.Bild: www.claas.comEINLADUNGNEW HOLLANDTAGE 2013NEW HOLLAND TRAKTOREN CENTER SCHWEIZ UND GRUNDERCO SABesuchen Sie unserePräsentations- und Demotour!22.10.13 Pferdezentrum Frauenfeld, Allmend, 8500 Frauenfeld24.10.13 Reithalle Holziken, Hauptstrasse 47, 5034 Holziken29.10.13 bei Familie Krebs, Mitteldorfstrasse 2, 3274 Bühl bei Aarberg31.10.13 Hippodrome, Avenue de l’Hippodrome, 1400 Yverdonjeweils ab 11 bis 20 UhrNH-TESTINGNH-FAN-SHOPNH-NEUHEITENNH-GESELLIGKEITNH-AUSSTELLUNGBucher Landtechnik AG, Niederweningen www.new-holland-traktoren-center-schweiz.chGrunderco SA, Satigny – Aesch – Mathod, www.grunderco.ch


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PFLANZENBAUGesunde GelenkeKALKSTROHMATRATZEN wurden in Deutschland und der Schweiz erstmals vorrund zehn Jahren eingesetzt. Mittlerweile wird ihre Verwendung in vielen Laufställengeprüft und erfolgreich eingeführt. Die Unterlage setzt sich vermehrt auch in derfranzösischen Aufzucht durch, wo traditionell Tief- oder Hochboxen benutzt werden.GéraldCantinDie Qualität von Kalkstrohmatratzenhängt von ihrer Zusammensetzungab. Je nachdem, in welchemVerhältnis Stroh, Kalk und Wasserzusammengemischt werden, weisen dieMatratzen unterschiedliche Eigenschaftenauf. Als Faustregel gilt, eine Mischungaus einem Teil Stroh, fünf TeilenKalk und zwei Teilen Wasser herzustellen,damit die Unterlage genügend stabilist und von den Tieren nicht zu starkabgetragen wird, gleichzeitig aber einegewisse Weichheit aufweist, damit derKomfort gewährleistet ist. DiesesMischverhältnis kann verändert werden,man muss sich jedoch vor Augenhalten, dass mit einer geringeren Kalkmengedie Matratzen weniger kompaktwerden. Sie sind weicher und die Tieretragen mehr Stroh aus den Liegeboxen,weshalb mehr nachgestreut werdenmuss.Keine Zugeständnisse beim KalkZur Herstellung von Kalkstrohmatratzenist nur erstklassiger Feuchtkalk geeignet.Andere Kalkarten können gefährlichoder gesundheitsschädigendsein, die Stabilität der Matratze beeinträchtigen,die Saugfähigkeit mindernoder an den Zitzen bezüglich Hygieneoder Haut zu Problemen führen. Damitder Kalk am Stroh haften bleibt und sichnicht am Boden der Güllegrube absetzt,48 10 2013 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUmuss er eine Körnung von 0.09 mmaufweisen.Fazit Die Kalkstrohmatratzen habensich in Schweizer und deutschenBetrieben seit annäherndzehn Jahren bewährt und nun auchdas Interesse von Milchproduzentenaus anderen Ländern geweckt.Der Entscheid des BranchenverbandsInterprofession du Gruyère,diesen Strohmatratzentyp in Ställenzuzulassen, in denen Käsereimilchproduziert wird, bestätigt,dass die Kalk-Stroh-Mischung fürdiese Verwendung eine einwandfreieQualität aufweist und untertadellosen hygienischen Bedingungenhergestellt wird. Kalkstrohmatratzensind wirtschaftlich eine interessanteOption, die zum Komfortder Tiere beitragen und denstrengsten gesundheitlichen Auflagengerecht werden und somit alleAnforderungen für eine ideale Unterlageerfüllen.UFA-REVUE · 10 2013Einwandfreie GelenkeDamien und Frédéric Schragobewirtschaften einen AckerbauundMilchwirtschaftsbetriebin Middes (FR). Die LNF von70 ha setzt sich zusammen aus10 ha Raps, 12 ha Weizen,14 ha Silomais sowie Weideflächen. Der 2011 erstellte Laufstall bietet Platz fürrund 100 Kühe und 220 Aufzuchtrinder und hat Liegeboxen. Die GebrüderSchrago produzieren zwischen 600 000 und 650 000 Liter Industriemilch für dieELSA. 2011 haben sie nicht nur in einen neuen Stall investiert, sondern auchKalkstrohmatratzen eingeführt. Weiter sind sie stolze Besitzer von Irene, die ander Red-Holstein-Europameisterschaft in Fribourg im vergangenen März denSieg geholt hat.UFA Revue: Vor zwei Jahren haben sie beschlossen, in den Liegeboxen Kalkstrohmatratzenzu verwenden. Was hat Sie dazu bewogen?Damien Schrago: Vor dem Neubau des Stalls wurden unsere Kühe angebundengehalten. Wir haben uns bei Züchtern in der Region erkundigt undLaufställe besichtigt, um uns zu den verschiedenen bestehenden Systemen eineigenes Urteil zu bilden. Bei unseren Besuchen haben uns die Qualität undGesundheit der Gelenke jener Tiere überzeugt, die auf Kalkstrohmatratzengehalten werden.Hat der Entscheid, Kalkstrohmatratzen zu verwenden, den Bau Ihres neuenLaufstalls beeinflusst?Nicht direkt. Unsere Boxen sind 25 cm tief, wodurch idealerweise verhindertwird, dass die Kühe zu viel Stroh aus den Liegeboxen tragen. Im Nachhineinsind wir froh, dass wir Türen vorgesehen haben, so können wir zwischen denLiegeboxreihen mit dem Futtermischwagen zirkulieren, was den Unterhalt derMatratzen erleichtert.Wie gehen Sie dabei vor?Wir erneuern die Kalkstrohmatratzen alle drei Wochen. Für unsere 100 Kühemachen wir zwei Mischungen bestehend aus gehäckseltem Stroh, Kalk undWasser im Verhältnis 1 :2:2. Das ganze dauert zwei Stunden. Die Matratze n -pflege erfolgt zwei bis viermal pro Tag beim Misten, d.h. wir reinigen dieLiegeboxen, wenn wir das Vieh kontrollieren.Wo sehen Sie die Vorteile der Kalkstrohmatratzen?Da ich nie mit anderen Methoden gearbeitet habe, fehlt mir der Vergleich. Esfällt aber auf, dass unsere Kühe sich gerne in den Liegeboxen hinlegen undkeine Gelenkprobleme haben. Weiter wirken sich die Kalkstrohmatratzen nichtnur auf die Milchleistung positiv aus, auch eine regelmässige Kalkversorgungunserer Böden ist damit gewährleistet. Zudem hat man Eindruck, dass unsereJauche aufgrund des Kalks besser wirkt und weniger stark riecht als jene unsererNachbarn.Gibt es bei diesem System auch Nachteile?Seit wir die Kalk-Strohmischungen herstellen, werden die Messer des Futtermischwagensetwas stärker abgenutzt, aber das ist alles. Ein grosser Vorteil ist,dass wir zwischen den Liegeboxen mit dem Mischwagen zirkulieren und ihnentladen können, was den Unterhalt der Matratzen enorm erleichtert.Würden Sie die Kalkstrohmatratzen Ihren Kollegen empfehlen?Ja, sicher, mit diesen Matratzen sparen wir beim Stroh und die Gelenkproblemesind aus der Welt geschafft. Bei einem geeigneten Stallgebäude ist auch derUnterhalt sehr einfach. Und der Kalk sorgt nicht nur für weiche Matratzen,sondern reguliert auch den pH-Wert unserer Böden.Kalkstrohmatratzenwirken sich positiv aufdie Tiergesundheit, dieLeistung und dieBodenfruchtbarkeit aus.Autor Gérald Cantin, Servicetechnique Landor, 4127 Birsfelden conseil gratuit: 0800 80 99 60info@landor.ch | www.landor.chwww.ufarevue.ch 10 · 13Kalkstroh-MischungEinstreu für sämtlicheTiergattungenVorteile der Kalkstroh-Mischung:✔ Kalk saugt Wasser aufund sorgt für eine rascheAbtrocknung und einweiches Polster✔ Kalk hemmt dieschädlichen Bakterien✔ Saubere Tiere undgesündere Klauen✔ Kalk ist hautneutral✔ Der via Hofdünger ausgebrachteTeil an Kalk dientzur Erhaltungskalkung✔ Erhältlich auch alsFertigmischungGratis-Beratung0800 80 99 600800 LANDORlandor.chLANDORfenaco GenossenschaftAuhafen, 4127 BirsfeldenTelefon 058 433 66 66Fax 058 433 66 60E-Mail info@landor.chDie gute Wahlder Schweizer Bauern


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Oktober 2013AutomatischmelkenVom Melker zum Manager 52Die häufigsten Fehler beim Stallbau 53Ein Zückerchen, aber welches? 54Zellzahlen: Was machen die Guten besser? 56Häufig reinigen und genau dosieren 58Milchqualität: Roboter-Betriebe holen auf 60Servicequalität im Voraus sichern 62Neuigkeiten und Kurzmeldungen 64Wer ist die ideale Roboter-Kuh? 66


NUTZTIEREAUTOMATISCH MELKENVom Melker zum ManagerWER EINEN MELKROBOTER WILL, hat meist arbeitswirtschaftliche Motive.Doch der Zeit- und Rentabilitätsgewinn darf nicht überschätzt werden. Nurauf der Basis einer konsequenten Datenüberwachung und eines top Managementshält das automatische Melken, was es verspricht.Datenkontrolle undWirtschaftlichkeit sindauf Roboterbetriebeneng verbunden.Bild: agrarfoto.comBetriebe, die in ein automatischesMelksystem (AMS) investieren, tundies unter anderem aus folgendenGründen:• Flexible Einteilung der Arbeitszeit.• Mehr Komfort und Freiheit für dieKühe.• Höhere Milchleistung dank mehrmaligemMelken pro Tag.• Erhöhung der Produktivität (Milchpro Arbeitsstunde) und Rentabilität.• Relativ geringer Platzbedarf.Berechnungsbeispiel Die Wirtschaftlichkeiteines AMS haben ChristianGazzarin und Matthias Schick vonAgroscope Reckenholz-Tänikon (ART)unter die Lupe genommen. Sie verglicheneinen Fischgrät-Melkstand (2 x 3;2x4; 2x6; je nach Kuhzahl) mit einemAMS (1 Box frei, 2 Boxen gelenkt, jenach Kuhzahl) für Herden mit 40, 70und 100 Kühen. Den Berechnungenliegt ein Talbetrieb zugrunde mit einemKaltstall, Ganzjahressilage-Fütterung,8000kg Milch pro Kuh und Jahr, ausgelagertemJungvieh und einem kalkuliertenStundenlohn von 28 Fr. Es zeigtesich, dass das AMS gegenüber demFischgrät-Melkstand:• 10 bis 20% Mehrinvestitionen erfordert.Ein angepasstes Liquiditätspolsterist wichtig.• 15 bis 20 % Zeiteinsparung ermöglicht.Je grösser die Herde und Auslastung,desto mehr Zeit wird gespart.• pro 100 kg Milch praktisch gleicheSelbstkosten zur Folge hat. Bei Annahmeeines höheren Stundenlohnswürde das AMS besser abschneiden.• nur bei optimaler Auslastung (70 Kühe)pro Arbeitsstunde mehr Einkommeneinbringt (Grafik).Je lukrativer die eingesparte Zeit eingesetztwerden kann, desto eher lohnt sichdie Automatisierung, folgert ChristianGazzarin.Kontrolle ist besser Für den Erfolgeines AMS entscheidender als dasModell ist der Mensch, heisst es immerwieder. Die Kontrolle der Alarmlisten,Problemkühe und Roboterfunktionwird am besten fix in den Tagesrhythmusintegriert. Während mit einemAMS das eigentliche Melken noch etwa10 % der Zeit in Anspruch nimmt,fallen knapp 55 % auf Kontrollarbeiten.Wichtig im Bereich des Herdenmanagementsist eine gute Beratung. Tipps für eine hohe Rendite• Gute Zusammenarbeit mit derBeratung (Bau-, Melk-, Hygiene-,Fütterungsberater, Tierarzt).• Konsequente Umsetzung desgewählten Systems gemäss aktuellemWissensstand.• Auslastung des Roboters.• Gewinnbringender Einsatz der freienZeit.• Tägliche Prüfung der Alarmlisten undRoboterfunktion.• Rasches Intervenieren bei Bedarf.Grafik: Effektive ArbeitsverwertungEinkommen in Fr. pro Arbeitsstunde35302520151050FischgrätMelkroboter40 70 100KuhbestandQuelle: AgroscopeAutor Matthias Roggli, UFA-Revue,3360 Herzogenbuchsee.www.ufarevue.ch 10 · 1352 10 2013 · UFA-REVUE


Die häufigsten FehlerAUTOMATISCH MELKENNUTZTIEREDER STALLBAU muss auf das automatische Melksystem ausgerichtetsein. Bei bestehenden Ställen ist das manchmal leichter gesagt als getan,wenn man nichtzu teuer bauen will.Die Installation eines automatischenMelksystems (AMS) ist in bestehendenLaufställen möglich undoft einfach umsetzbar. Der Roboterbraucht gegenüber einem konventionellenMelkstand weniger Platz und dieFutterachse bleibt bestehen. Damit derKuhverkehr funktioniert, sind jedochmeist Anpassungen bei den Gängen undLiegeboxen nötig. Zu den häufigstenFehlern gehören:• Zukunft verbaut: Ein zusätzlicher Roboterstanderfordert die Verdoppelungder Kuhzahl. Deshalb muss diekünftige Entwicklung bereits beimGrundbau angedacht werden. DieMelkbox steht am besten an derStirnseite des Stalls. Empfohlen wirdauch, sich die Möglichkeit für einenfreien oder (selektiv) gelenkten Kuhverkehroffenzuhalten.• Suboptimaler Roboterzugang: Kühewünschen kurze, breite Wege zumRoboter und keine Stufen. Der Wartebereichsoll zur Herdengrösse passenund lieber etwas «zu gross» sein(«Spielplatz»). Die Kühe müssen denRoboter sehen können. Eine allenfallszusätzliche Kraftfutterstation stehtnicht in der Nähe des Roboters, umübermässigen Kuhverkehr und Rangkämpfezu vermeiden. Dasselbe giltfür die Kratzbürste. Technikräumesind schalldämmend auszuführen.Auch für Personen soll der AMS-Zuganggrosszügig ausgelegt sein. ImMelkraum darf es nicht gefrieren.• Weide vergessen: Es ist durchausmöglich, Weide mit einem AMS zukombinieren. Dies muss aber bei derPlanung des Stalls berücksichtigt werden.Die Weide ist Bestandteil desStallgrundrisses.Grafik: Drei- oder vierreihiger Boxenlaufstall?Dreireihig+ Tier-Fressplatz-Verhältnis1:1+ gute Übersicht+ optimale Luftführungbei Aussenklimaställen– längere Wege zum AMS– höherer PlatzbedarfVierreihig+ kurze Wege zum AMS– Tier-Fressplatz-Verhältnisbis 1 :2– höhere Anforderungenan Gebäudehülle– weniger ÜbersichtJe mehr Boxenreihen,desto kürzer die Wegezum Melkbereich.22 14 31A4B CE DF• Kein Platz für Problemkühe: Praktischist ein genug grosser Separa -tionsbereich mit Liegeplätzen für dieBesamung und Behandlung der Kühe.Kranke Tiere sollten wegen der Kontaminationsgefahrnicht im Abkalbstalluntergebracht werden. Relativoft ist der Abkalbestall zu klein.• Schmutzige Wege: Kreuzen sich«saubere» und «schmutzige» Wege(Mensch, Tier, Mist, Futter) nicht,verbessert dies die Hygiene und derReinigungsaufwand sinkt. Der Zugangzum Milchraum erfolgt vomHofplatz und nicht vom Stall her.A3B CE DF1 laktierende Kühe2 Galtkühe3 Abkalben4 SelektionA WartebereichB MelkboxC BüroD SanitärE TechnikF Tankraum• Nicht online: Ein Büro mit Computerund Blick auf den Stall- und Melkbereicherleichtert die administrativenPflichten.• Zu wenig Gülleloch: Wegen den Zwischenreinigungenist mit einem AMSmehr Wasser erforderlich, was Vergrösserungender Güllelöcher erfordernkann.Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,3360 Herzogenbuchseewww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 53


NUTZTIEREAUTOMATISCH MELKENEin Zückerchen, aber welches?DEM FÜTTERUNGSSYSTEM ist bei einer Umstellung aufs automatische Melkenbesondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die Ration am Futtertisch soll so eingestelltsein, dass für die Kühe ein Anreiz bleibt, zusätzliches Futter im Roboterstandaufzunehmen. Die Anforderungen ans Lockfutter variieren je nach Laktationsstadium.LukasGrüterUrsSpeschaDie richtigeEinstellung derTeilmischration istim AMS wichtigerdenn je.Das primäre Ziel der Fütterung aufBetrieben mit einem automatischenMelksystem (AMS) bleibt gleich wieauf Betrieben mit andern Melksystemen.Die Tiere müssen mit einer wiederkäuer-und leistungsgerechten, aufdie Herde abgestimmten Grundfutterrationversorgt werden, die mit Ergänzungsfuttereffizient ausgeglichen wird.Zusätzlich stellen sich aber Fragen in Bezugauf die Betriebsabläufe, das Fütterungsmanagementund die Kraftfutterzuteilung.Ziel sind 2.7 Melkungen Das Ergänzungsfuttersoll helfen, eine mittlereFrequenz der Herde von 2.7 und mehrMelkungen pro Kuh und Tag zu erreichen.Ein Teil der Leistungsfutter musssomit im AMS zugeteilt werden, was eineTotal-Misch-Ration (TMR) am Futtertischverunmöglicht. Erschwert wirddas Fütterungsmanagement durch grosseLeistungsunterschiede in der Herde.In der ersten Laktationshälfte sollen dieKühe bis zu vier Mal pro Tag gemolkenwerden. Gegen Ende der Laktation sinktdie Melkfrequenz auf zwei oder wenigerMelkungen.boter aufzusuchen, bildet das verabreichteKraftfutter.• Der freie Tierverkehr geht mit einerhohen Aktivität der Tiere einher. Wiebeim Feed-first-System kommt derErgänzungsfütterung im AMS einegrosse Bedeutung zu. Die Grundfutterrationsollte etwa 6 bis 8kg unterder durchschnittlichen Herdenmilchleistungeingestellt sein. Wichtig sindqualitativ gute Raufutter mit genügenderStruktur, um eine Pansenazidosezu verhindern.Leistungsgerecht Die Kraftfutterzuteilungerfolgt hauptsächlich im AMSund für hochleistende Tiere zusätzlichüber eine Abrufstation. Die grosse Herausforderungbesteht darin, sowohl derGruppe der Hochleistungstiere wie auchder in der zweiten Laktationshälfte stehendenGruppe gerecht zu werden. Oftwerden den Startphasenkühen zuschnell zu hohe Kraftfuttergaben verabreicht,was zu trägen Kühen und nachlassenderLaufbereitschaft führen kann,so dass die Roboterbesuche sinken. Zielsoll sein, nach zirka drei Wochen diemaximale Gabe pro Tier und Melkungzu erreichen. Diese Menge wird durchdie zur Verfügung stehende Zeit desMelkvorgangs bestimmt und liegt beiTierverkehr Die Art und Weise desKuhverkehrs beeinflusst die Fütterungwesentlich:• Beim Milk-first-System werden dieKühe nach dem Melken an der Krippegefüttert. Die Fütterung erfolgthauptsächlich über die Mischration,die einer TMR sehr nahe ist und zugleichMotivation sein soll, den AMSaufzusuchen.• Beim Feed-first-System werden dieKühe zuerst gefüttert und danach gemolken.Die Motivation, den Melkro-54 10 2013 · UFA-REVUE


etwa 2kg pro Melkvorgang, da höhereMengen nicht gesund sind und nichtaufgenommen werden können, ohnedie Melkstation zu blockieren.Die Ergänzungsfütterung von Kühenin der zweiten Laktationshälfte verfolgtein anderes Ziel. Damit die Melkfrequenznicht zu stark abfällt, wird versucht,die Tiere in den Roboter zu locken.Die Menge (zirka 500g) und dieEnergiekonzentration des Lockfutterssind in diesem Fall tief zu halten. Sonstwerden eine Verfettung und daraus resultierendeKetose- und Milchfieberproblemein der Folgelaktation provoziert.Ausserdem stellt sich die Frage derWirtschaftlichkeit, sofern Grund- durchKraftfutter verdrängt wird.www.ufarevue.chMöglichst immer gleich In derStartphase sorgt ein Startphasenfuttervon hoher Qualität dafür, dass die Tiereden Roboter aufsuchen. Hohe Milchleistungenzu Laktationsbeginn fördernzusätzlich den natürlichen Drang, gemolkenzu werden. Eine weitere Differenzierungin der Fütterung ermöglichtdie Installation einer Abrufstation.Anders sind die Anforderungen andas Futter – je nach Milchleistung –nach 150 bis 200 Tagen. Die Energiedichteder Grundfutterration reicht fürdie Milchleistung und den Erhaltungsbedarfaus. Trotzdem erwartet die Kuhein kleines Zückerchen für ihren zweimaligenBesuch pro Tag am AMS. Dabeistehen nicht hohe Energie- und Proteinwerteim Vordergrund. Wichtig ist einekonstante Qualität. Eine gleichbleibendeZusammensetzung fördert die Futterakzeptanzder Tiere und verhinderteinen negativen Einfluss auf die Melkfrequenz.Generell ist auch die Strukturdes Würfels zu empfehlen. Würfel werdenschnell gefressen und die Melkboxenwenig verschmutzt.AUTOMATISCH MELKENNUTZTIEREUFA W-FOS optimiert Fütterung in AMS«Den Melkroboter möchte ich nicht mehr hergeben», betontWalter Fischer. Die Lebensqualität und Flexibilität sei spürbargestiegen. Neben der Zeiteinsparung war auch der gegenübereinem Melkstand geringere Platzbedarf ausschlaggebend, in einautomatisches Melk system zu investieren.Die Betriebsgemeinschaft (BG) Wyss-Wyss-Fischer betreibt neben derMilchwirtschaft eine Milchziegenhaltung, zwei grosse Schweinemasten,Acker- und Futterbau mit Futterverkauf. Die BG verfolgt das Ziel, über2000 kg Milch pro Tag zu melken (12 kg pro Melkung). Bevor die Kühean den Futtertisch können, werden sie durch den Roboter gelenkt(Milk-first-System). Die Ration am Futtertisch ist auf 25 kg Milch proKuh und Tag eingestellt. Der restliche Bedarf wird tierindividuell amRoboter oder bei besonders hohen Milchleistungen an der Abrufstationgedeckt. Als Lockfutter kommt UFA 243 zum Einsatz. «Mit diesemLeistungsfutter geben unsere Kühe Milchund bleiben bei optimaler Körperkondition»,stellen die Betriebsleiter fest.Da Kuhverkehr und Melkfrequenz engmit der Fütterung verbunden sind,muss die Planung genau erfolgen. DasFütterungssystem UFA W-FOSberücksichtigt neben herkömmlichenKennzahlen auch dieFermentationsgeschwindigkeitund -anteile derGrund- und Kraft futter.Aufgrund von Futteranalysenlässt sich mit UFAW-FOS die pansengerechteRation ermitteln.Ist der Pansen gesund(keine Azidose),funktionieren auch dieKuh und das AMS.Walter Fischer melkt seit zwei Jahren mitRoboter. Zusammen mit Hans, Anita undAndreas Wyss sowie Bruno und BernadetteWyss hält er aktuell rund 80 Kühe.Lockfutterqualität Versuche imAusland haben gezeigt, dass die Zusammensetzungdes Futters nicht der entscheidendeFaktor für das Aufsuchendes AMS ist. Wichtiger sind eine gewisseKonstanz und eine ausgezeichneteWürfelqualität. Auch Aromastoffe undappetitanregende Zusätze bringen aufgrundaktueller Untersuchungen kaumVorteile.Fazit Zusammengefasst orientiertsich eine erfolgreiche Fütterung im AMSan folgenden Kriterien:• Ein ungelenkter Tierverkehr fördertdie Aufnahme von Grundfutter unddie Aktivität der Tiere.• Die Grundfutterration an der Krippeund die Kraftfutterzuteilung amMelkautomaten sind optimal aufeinanderabzustimmen.• Das Lockfutter darf in der zweitenLaktationshälfte nicht zur Verfettungführen. Zu hohe Gaben sind zu vermeiden(Azidosegefahr).• Damit das Lockfutter die Melkfrequenzpositiv beeinflusst, sind dieWürfelqualität und die Sauberkeit derFutterschale entscheidend. Autoren Lukas Grüter,Technischer Dienst,UFA AG,3360 Herzogenbuchsee.Urs Spescha, Ressort -leiter Rindvieh imUFA-Beratungsdienst,6210 Sursee.www.ufa.chwww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 55


NUTZTIEREAUTOMATISCH MELKENWas machen die Guten besser?EUTERGESUNDHEIT «Wer seine Kühe von einem Roboter melken lässt, muss mithöheren Zellzahlen rechnen!». Pressepublikationen belegen diese Aussage. Unteranderem auch mit Ergebnissen aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.Aber nicht alle Roboterbetriebe liegen mit den Zellzahlen auf einem höheren Niveau alsvor der Umstellung. Was machen diese Betriebe anders als ihre Berufskollegen?WernerBaumgartenWolframKlawonnAndreNoldenFür ein gesundes Euter der Kuh istder Mensch verantwortlich, erst inzweiter Linie der Melkroboter. Daswar einer der wichtigsten Schlüsseeiner Untersuchung in Rheinland-Pfalz,wo automatische Melksysteme (AMS)in den letzten Jahren massiv zugenommenhaben. Für eine Datenerhebungwurden 32 Betriebe zufällig ausgewählt,in denen die Maschinen der beidenmeistverbreiteten Hersteller schonmehr als ein Jahr in Betrieb waren. NachAbschluss der Datenaufnahme wurdendie Betriebe nach Zellzahlen in zweiGruppen eingeteilt – in «Niedrige» (20Betriebe mit durchschnittlich 175 000Zellen/ml) und «Höhere» (zwölf Betriebemit 245000 Zellen/ml).Tabelle: Kennzahlen aus Rheinland-PfalzBetriebe mit Betriebe mitØ175 000 Zellen/ml Ø245 000 Zellen/mlAnzahl Betriebe 20 12Anzahl Kühe pro Betrieb 84.1 96.8Davon Erstkalbinnen 25.6 27.2Jahresmilchleistung pro Kuh 9016.5 8503.8Anzahl Kühe pro Melkbox 63 69Ø Melkintervall (Stunden) 09:47:20 10:19:30Melkintervall < 5 Stunden (% Kühe) 2.9 4Melkintervall > 12 Stunden (% Kühe) 12.5 16.9< 60 % der erwarteten Milchmenge (% Kühe) 6 7.2Boxzeit (Minuten pro Kuh und Tag) 06:29:51 06:22:44Anzahl Melkungen pro Kuh und Tag 2.74 2.64Anzahl Melkungen pro Herde und Tag 170.3 163.5Wo liegen die Unterschiede?Im Mittel gingen die AMS der Gruppemit höheren Zellzahlen eineinhalb Jahrevor denen der Gruppe mit niedrigenZellzahlen in Betrieb. Der Durchschnittder Laktationstage lag in der niedrigenGruppe bei 175 Tagen, in der höherenbei 190 Tagen. Während die «Niedrigen»durchschnittlich 63 Kühe an einerAnlage melkten, waren es bei den «Höheren»69 Kühe. Die Auslastung der Roboterlag bei 560 000 bis 580 000 kgMilch. Von den Betrieben mit niedrigenZellzahlen hatten die meisten (95%) einenfreien Kuhverkehr. In der Gruppemit höherem Zellgehalt war der Anteilvon Betrieben mit gelenktem Kuhverkehrhöher (drei der zwölf Betriebe).Die richtige ZwischenmelkzeitSowohl zu niedrige (< 5 h) als auch zulange Zwischenmelkzeiten (>12 h) sindkritisch. Bei den «Höheren» wurdenprozentual mehr Tiere zu oft oder zu seltengemolken. Es gilt die Empfehlung,frühestens alle sechs Stunden (maximalvier Melkungen pro Tag) und pro Melkungmindestens 10kg zu melken – mitmöglichen Ausnahmen zu Laktationsstartund -ende.Ansonsten fallen bei den Roboterdatenkeine Unterschiede zwischen denbeiden Gruppen auf, weder bei der Einstellungder Melkmatrix, noch bei denZulassungsbeschränkungen für die Tiereoder der Milchmenge je Roboter.Häufig reinigen Auch die Routinearbeitenund die tägliche Kontrolle derKühe waren auf allen Betrieben ähnlich.Im Durchschnitt wurden Laser und Kamerain beiden Gruppen eineinhalb Malpro Tag gereinigt. In der niedrigen Gruppereinigten 40% der Betriebe mehr alseinmal täglich, in der hohen lediglichzwei Betriebe (16.7%). Bei der Melkhygienefiel auf, dass die Betriebe mitniedrigen Zellzahlen häufiger dreiHauptreinigungen pro Tag durchführten.In dieser Gruppe verfügten 40 %der Betriebe über eine Dampfreinigungzur Melkzeugzwischendesinfektion, inder Gruppe mit höheren Zellzahlen nurzwei Betriebe. Ein Dippmittel wurde inbeiden Gruppen in rund 80 % der Betriebenach dem Melkvorgang versprüht.Der Verbrauch lag bei 3.6 bis3.7 kg je Kuh und Jahr. Beim Wechselvon Bürsten oder Zitzengummis gab eskeine Unterschiede zwischen den Gruppen.Hygienetupfer-Entnahmen zurÜberprüfung der Melkbecherreinigungwurden nur in je einem Bestand durchgeführt.Behandlung konsequent durchziehenAnalog zum Zellgehalt in derMilch wurden klinische Euterentzündungenin der Gruppe mit niedrigenZellgehalten bei 12.4% der Kühe beobachtet,im Vergleich zu 17.2 % in derGruppe mit höheren. Mastitisbehandlungenwährend der Laktation waren inder niedrigen Gruppe weniger häufig erforderlich(13.1% versus 18.8%), wobeidie Behandlungsdauer im Schnitt 2.8beziehungsweise vier Tage betrug. Beiden zur Therapie eingesetzten Medikamentenwaren keine Unterschiede festzustellen.Der Schalmtest und Viertelgemelksprobenfür die bakteriologischeUntersuchung wurden in beiden Gruppennur von einem Teil der Betriebe regelmässiggenutzt.Interner Zitzenversiegler DasTrockenstellen ist eine der sensibelstenPhasen in der Milchviehhaltung. Fast alleuntersuchten Betriebe stellten in ersterLinie nach Zeit, erst dann nach Leistungund in wenigen Fällen nach derKörperkondition (BCS) trocken. Es wurdenbei beiden Gruppen dieselben Trockenstellereingesetzt. Auffällig war,56 10 2013 · UFA-REVUE


AUTOMATISCH MELKENNUTZTIERETipps für eine guteEutergesundheit• Keine Melkintervalle unter sechs undüber zwölf Stunden.• Bei Problemen drei Hauptreinigungenpro Tag vornehmen.• Kamera-/Laserfenster drei Malpro Tag reinigen.• Regelmässige Anwendung desSchalmtests.• Zwischendesinfektion ist wichtig,Dampf am wirkungsvollsten.• Zitzendesinfektion ist sinnvoll.• Alle sechs Monate Hygienetupfer-Proben ziehen.• Regelmässige Untersuchung vonViertelgemelksproben.• Einsatz von internen Zitzenversieglernals Ergänzung zum Trockensteller.• Mastitis – je nach Erreger – längerbehandeln: fünf bis acht Tage.• Kontrolle der Alarmlisten und gutesBeobachten der Herde.Den grössten Einflussauf die Eutergesundheithaben die Hygienesowie das Melk- undBehandlungs -management.dass 35 % der Betriebe mit niedrigemZellzahlniveau zusätzlich einen internenZitzenversiegler einsetzten, aber nur einBetrieb der hohen Gruppe. In knapp derHälfte der Betriebe wurden die Euterhaarein festen Intervallen entfernt, inder Gruppe mit höheren Zellenzahlensogar häufiger als in der niedrigen Gruppe.Klauenpflegemassnahmen erfolgtenin beiden Gruppen in gleichem Umfang,in der Gruppe mit niedrigen Zellzahlenöfter durch den Tierhalter selbst. Mortellarowar in allen Beständen der Gruppemit hohen Zellzahlen ein Problem,aber auch in 85% der Bestände mitniedrigen Zellzahlen.Wenig Unterschiede in der HaltungNicht die Ursache für die unterschiedlichenZellzahlen war die Haltungder Kühe. Betriebe mit neuen Ställenverfügten in der Regel über planbefestigteLaufflächen, jene mit älteren Ställeneher über Spaltenböden. Ein Problemin den alten Ställen sind die nur3 m breiten Gänge am Futtertisch, dieden Tierverkehr deutlich erschweren.Bei Umbaulösungen ist nicht immer einausreichend grosser Vorwarteraum vorhanden.Rückschlüsse auf einen eindeutigenZusammenhang zwischen der Gestaltungund Breite der Laufgänge undder Eutergesundheit konnten jedochnicht gezogen werden.Auch angemessene Liegezeiten sindin der Milchviehhaltung bedeutend.Auch hier wurden aber keine Unterschiedezwischen den beiden Gruppenfestgestellt. Im Schnitt hatten zwei Drittelaller Betriebe Tiefboxen und ein DrittelHochboxen. Die Höfe mit Hochboxenwiesen alle einen Boxenbelag aufund setzten darüber hinaus oft nochEinstreu in Form von Stroh, Kalk oderSägemehl ein. Die Tiefboxen waren infast allen Fällen mit einem Kalk-Stroh-Gemisch oder nur mit Stroh gefüllt.Melkfrequenz dank FutteranreizWie in der Haltung zeigte dieUntersuchung auch in der Fütterungkeine Unterschiede zwischen den Gruppen.Grundlage waren überall Rationenmit Gras- und Maissilage. Alle Betriebe– mit einer Ausnahme – ergänztendie Grundration mit verschiedenenKomponenten wie Getreide, Trockenschnitzel,Eiweissfuttermitteln undMilchleistungsfutter. Zur Verbesserungder Struktur kamen Stroh, Luzerneheuoder Heu zum Einsatz.Wichtig ist, die Grundration demLeistungsniveau der Herde anzupassen.Bei einem Vergleich der beiden Gruppenfiel auf, dass die Differenz zwischender täglich gemolkenen Milch (29.1kg/Kuh) und der Ration am Futtertisch(23.5 kg) auf Betrieben mit niedrigerZellzahl 5.6kg Milch betrug. Dem standeine Differenz von nur 2.5 kg bei den«Höheren» gegenüber. AllgemeineEmpfehlung ist eine Differenz von 5 bis7 kg. Geringere Differenzen spiegelnsich im schlechteren Laufverhalten derHerden wider: Die durchschnittlicheAnzahl der Melkungen je Tag lag beiden «Niedrigen» mit 170 Melkungenhöher als bei den «Höheren» (163 Melkungen)und das, obwohl die Zahl derKühe bei ersteren geringer war.Kraftfutterzulage überprüfenHauptmotivation der Kühe für einen Besuchder Melkbox ist die Kraftfuttergabeam Roboter. Bezüglich Kraftfuttermengeund -sorten waren keine Unterschiedezwischen den Gruppen feststellbar.Die durchschnittliche Kraftfuttermengeje Kuh und Tag lag bei 6.5kg. Auffälligwar aber, dass bei einigen Betrieben dieKraftfutterzuteilung nicht optimal war.Aus diesem Grund sollte jeder Betriebsleiterdie Kraftfutterzuteilung im Programmüberprüfen.Abschliessend bleibt festzuhalten,dass eine genaue Kontrolle der Alarmlistenunerlässlich ist. Darüber hinaussollte sich der Milchproduzent mit «offenen»Augen in der Herde bewegen,um aus den Beobachtungen die richtigenSchlüsse für das Management zuziehen.Autoren WernerBaumgarten, DLRWesterwald-Osteifel,Wolfram Klawonn,LandesuntersuchungsamtRheinland-Pfalz,Rindergesundheitsdienst,und AndreNolden, LandeskontrollverbandRheinland-Pfalz.60 % mit RoboterIm Bundesland Rhein -land-Pfalz melkten imJuli 2013 bereits 141der total rund 2000 Be -triebe mit einemRoboter. Betrachtetman den prozentualenAnteil der gefördertenInvestitionen bei NeuundUmbauten seit2008, fällt auf, dass zirka60% auf Betriebe mitMelkroboter entfielen.www.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 57


NUTZTIEREAUTOMATISCH MELKENHäufig reinigen undgenau dosierenMELKHYGIENE An Euterproblemen in automatischen Melksystemen sind häufigUmweltkeime beteiligt, die aus dem Lauf- und Liegebereich stammen. Einfacherbeeinflussbar als die Stall- und Tierhygiene ist jedoch die Hygiene der Melktechnik.ErichThomaMit einem automatischen Melksystem(AMS) ist die Gefahr einerÜbertragung von Mastitiserregernwie Staphylococcus aureus enormgross. Warum?• Pro Melkzeug werden mehr Tiere gemolkenals bei den konventionellenSystemen.• Systeme mit Zwangsverkehr könnenStress bei den Tieren verursachen.• Beim freien Tierverkehr legt sich eingrosser Teil der Kühe nach dem Melkenwieder in die Boxen. Da sich derStrichkanal nach dem Melken nurlangsam wieder verschliesst, erhöhtdies die Gefahr einer Infektion mitUmweltkeimen. Je mehr Melkungenpro Tier, desto häufiger wiederholtsich diese kritische Phase.Bei den Zitzenbürstenebensobedeutend wiedie Sauberkeitsind intakteBorsten.Bild: agrarfoto.comGrafik: Zyklus der UmweltkeimeAusbringungsartMilchKotStallhygieneEuterMelkhygiene /ZitzenreinigungMilch-ProduzentKäseBodenWetterErntemethodeFuttermittelFütterungshygieneUmweltkeime Diese Zusammenhängegehen aus aktuellen Untersuchungenhervor, die bestätigen, dassUmweltkeime wie Streptococcus uberisoder Escherichia coli auf Roboterbetriebenhäufiger ein Problem darstellen alsbei konventionellen Melksystemen. Infektionenmit Umweltkeimen erfolgenoft aus Lauf- und Liegeflächen. Dagegenwerden euterassozierte Krankheitserreger(leben im Euter) vor allem via Melkzeugoder Melker übertragen.Um den Zyklus schädlicher Keime zuunterbrechen (Grafik), müssen diverseHygienemassnahmen eingehalten werden.Im Kern hängt der Erfolg von denvier Reinigungsparametern ab:• Zeit: 8 – 10 Minuten Zirkulationsreinigung,mindestens 50 °C am Ende.• Reinigungsmittel in der vorgeschriebenenKonzentration einsetzen.• Temperatur fördert das Lösen vonResten und erhöht den Mitteleffekt.• Turbulenz: 1.5 – 3 m Wasserzapfenlänge,8 – 10 m/s Geschwindigkeit,3 – 4 Zapfen pro Minute.In der Tabelle sind konkrete Reinigungstippsaufgeführt. Wichtig: Daseingesetzte Reinigungswasser soll Trinkqualitätaufweisen.Vormelken und reinigen DieMelk- und Zitzenhygiene ist von zentralerBedeutung bei einem AMS. Bürstenmit verbogenen Borsten sind umgehendzu ersetzen. Die Desinfektion der Zitzenbürstenund Zitzenwaschbecher erfolgtmit Peressigsäure (z. B. Halades 01,FiBL-gelistet) bei einer Anwendungs -konzentration von 0.5 – 1 % (250 –500ppm). Peressigsäure wirkt rasch underfasst alle Mikroorganismen, einschliesslichSporenbildner, bereits imKaltbereich, wenn die empfohlene Dosierungeingehalten wird.58 10 2013 · UFA-REVUE


AUTOMATISCH MELKENNUTZTIEREZwischendesinfektion Mit einemAMS werden bis zur nächsten Hauptreinigungin der Regel 50 bis 70 Kühe gemolken.Mit den vielen Melkungen proMelkzeug steigt die Gefahr, dass Mastitiserregervon Kuh zu Kuh verschlepptwerden. Mit einer effizienten Zwischendesinfektionnach jedem Melken lässtsich dieses Risiko senken.Der Halag-Beratungsdienst empfiehlt,die Zwischendesinfektion mitPeressigsäure (z.B. Halades 01) bei einerTabelle: ReinigungsplanMaschine / Objekt Intervall Reinigungsmittel Anwendung BemerkungenBei BedarfVor dem Melken3 x täglichNach dem MelkenKonzen- Tempe- Zeittration ratur inin % in °C MinutenZitzenbürsten- Halades 01 0.5 – 1.0 kaltDesinfektionZwischendesinfektion Halades 01 0.5 kaltder ZitzenbecherMelksystem Halapur M 0.5 75 10 Alternierend;EndtemperaturHalacid P 0.5 75 10 mindestens 50 °CZitzenpflege Zitzentauchmittel Sprühennach dem Melken Agraro oder tauchenAussenreinigung: auto- Stalltop 645 5.0 kalt 30matisches Melksystem,oderMilchzimmer etc. Aktiv Schaum 580 3.0 – 5.0 kalt 20 Sauer, entferntKalkrückständeHofkühltank-Reinigung: Nach der Halacid flüssig TS 0.5 – 0.7 55 – 70 8 – 10 Sofort vorspülenVariante A Entleerung (ideal lauwarm)Hofkühltank-Reinigung: Nach der Halapur M 0.5 55 – 70 8 – 10 Sofort vorspülenVariante B Entleerung (ideal lauwarm)1 x wöch. Halacid P 1.0Händereinigung Mehrmals Haladerm pur KeimreduzierendKonzen tration von 0.5% vorzunehmen.Die Lösung wird automatisch in den Zitzenbechereingesprüht. Peressigsäurebaut sich in Wasser, Sauerstoff und Essigspuren(Genusssäure) ab. Bis zumMelken des nächsten Tieres hat sich dasDesinfektionsmittel komplett verflüchtigt.Es kann ohne eine Spülung weitergemolkenwerden.Peressigsäure-Produkte wie «Halades01» können auch mit Dampf eingesetztwerden. Die Einsatzkonzentrationensind dann tiefer, weil der Dampf dieWirkung verstärkt. Zugleich werden dieEmissionen gering gehalten.Reinigung des MelksystemsUm die Keimbelastung der Milch tief zuhalten sowie eine Verschleppung vonKrankheitserregern innerhalb der Herdezu unterbinden, muss beim AMS vermehrtgereinigt werden. Die Halag ChemieAG empfiehlt, drei gleichmässigüber den Tag verteilte Reinigungendurchzuführen.Zitzenpflege nach dem MelkenHäufiges Melken ist nicht immer nureutergesundheitsfördernd. Denn durchden Melkvorgang wird der Zitzenkanalgeweitet. Dadurch können Keime vereinfachtins Euter eindringen. Je mehrMelkungen im Roboter erreicht werden,desto häufiger wiederholt sich diesekritische Phase. Nach jedem Melkensollten die Zitzen deshalb mit einempflegenden, rückfettenden Desinfektionsmittelwie «Agraro» behandelt werden.Durch das Aufsprühen oder Tauchenwerden die Zitzen benetzt und dieZitzenkanäle sofort verschlossen. BeiEinhaltung der Melkhygieneregeln undder konsequenten Zitzen-Sprühdesinfektionlässt sich die Hälfte aller Neuinfektionenverhindern.Stall, Tier und Personen Die Aussenreinigungdes Melkroboters unddessen Umgebung muss in die täglicheReinigung integriert werden. Eine guteStallhygiene ist Grundvoraussetzung füreine hohe Milchqualität. In einem Laufstallmit grosser Verkotung laufen dieTiere durch den Mist und tragen diesenin die Liegeboxen. Bei freiem Tierverkehrlegen sich die Kühe sehr oft in dieBoxen. Der Strichkanal schliesst sichnach dem Melken nur langsam. Durchden Kontakt der Zitzen mit der Einstreuist die Infektionsgefahr erhöht. Die Liegeboxensollten daher häufig ausgemistetwerden, um eine Verschleppung innerhalbder Herde zu unterbinden.Die Sauberkeit der Tiere ist eine weitereVoraussetzung für eine hygienische,einwandfreie Milchgewinnung. RegelmässigesScheren der Euter verringertden Putzaufwand.Nicht zuletzt entscheidet die Hygienedes Stallpersonals über die Milchqualität.Saubere Hände, Arbeitskleider und-schuhe sind wichtig beim Arbeiten imMelkbereich.Fazit Das automatische Melken stelltbesonders hohe Anforderungen an dieStall- und Melkhygiene. Nur mit derUmsetzung der erwähnten Hygienemassnahmenwird die Eutergesundheitdurch den Einsatz eines AMS positiv beeinflusst.Hier kann das erfahrene Augeeines Melk- oder Hygieneberaters hilfreichsein.Autor Erich Thoma,Leiter Beratungsdienst,Halag Chemie AG,8355 Aadorf,www.halagchemie.chFragen?Kontaktieren Sie dieHalag Chemie viainfo@halagchemie.ch, 058 433 68 68www.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 59


NUTZTIEREAUTOMATISCH MELKENMilchqualität ist besser gewordenMILCHVERARBEITER MISSTRAUEN MELKROBOTERN, besonders Käsereien,die Rohmilchkäse herstellen. Eine Studie von Agroscope zeigt, dass zwischen Betrieben,die mit automatischen Melksystemen arbeiten, grosse Unterschiede bezüglich derMilch qualität bestehen. Es gibt Melkroboter-Betriebe, die eine ebenso gute Milch -qualität erreichen wie Melkstand-Betriebe. Hierzu sind aber gewisse Punkte zu beachten.ErnstJakobGrafik: Freie Buttersäure in Gemelksproben (24 h gelagert)Melkroboter-Betriebeµmol/mlDie Herstellung von Käse aus Rohmilchstellt hohe Anforderungen andie Milchqualität. Eine im Jahr 2006in der Westschweiz durchgeführteStudie hatte gezeigt, dass Betriebe miteinem automatischen Melksystem(AMS) die käsereispezifischen Anforderungenan die Milchqualität zu oft nichterfüllten. Die festgestellten Mängel betrafendie mikrobiologische Qualität derMilch und die Fettspaltung. Auch Betriebemit Rohrmelkanlagen überzeugtenvielfach nicht. Dagegen erreichtendie untersuchten Betriebe mit Melkstandeine konstant gute Milchqualität200 200100 1000 010110211212231324142515261627181829192Betriebsnummer10110211212231324142515261627181829192Die Kästchen zeigen den Bereich, in welchem die mittleren 50 % der Messwerte eines Betriebs liegen. Der rote Bereich markiert den Sollbereich (


AUTOMATISCH MELKENNUTZTIEREWie die Käsereien haben auch Molkereien ein Interesse daran,dass die Fettspaltung in der Milch gering ist. Bild: agrarfoto.combebrüteten Milch beanstandet werden.Nur gerade einer der acht Melkstand-Betriebe hatte eine derart hohe Beanstandungsquote.Der Säuregrad dient als Mass fürdie Aktivität säurebildender Keime inder Rohmilch. Die freie Buttersäure istein Indikator für die unerwünschte Fettspaltungin der Milch. Die Grafik zeigtdie grossen Betriebsunterschiede exemplarischam Beispiel des Gehalts an freierButtersäure. Die Melkstandbetriebefallen durch tiefere Werte auf, die deutlichweniger stark schwanken. DreiMelk roboter-Betriebe schneiden aberebenfalls gut ab und stellen damit unterBeweis, dass man auch mit dem MelkroboterKäsereimilch von hoher Qualitätproduzieren kann.Dass die Ergebnisse der Milchprüfungin der Gruppe der AMS-Betriebe stärkerstreuen als in der Melkstandgruppe,zeigt: Melkroboter werden teilweise unternicht optimalen Bedingungen betriebenund/oder zu wenig überwacht.Um eine hohe Milchqualität zu erreichen,sind verschiedene Punkte zu beachten.Acht Stunden Melkpause Es istschon länger bekannt, dass der Gehaltder Milch an freier Buttersäure stark vonder Zwischenmelkzeit beeinflusst wird.Zum Zeitpunkt der Studie von 2006wurde dies wenig beachtet, weshalb dieMilch der Melkroboter-Betriebe imDurchschnitt eine dreimal stärkereFettspaltung zeigte als die Milch derVergleichsbetriebe. Nachdem in einerKäsereigenossenschaft ein Melk ro -boter-Betrieb für die ranzigen Käse verantwortlichgemacht werden konnte,werden AMS-Betriebe, die Käsereimilchproduzieren, seit 2008 dazu angehalten,minimale Zwischenmelkzeiten von achtStunden zu gewährleisten.Holländische Forscher konnten aberzeigen, dass sich die Fettspaltung in derMilch durch eine Verlängerung der Zwischenmelkzeitvon acht auf zwölf Stundennochmals um rund 40% reduzieren«Milch von Kühen, dieweniger als zwei Mal pro Taggemolken werden oderweniger als zwei Liter Milchpro Tag geben, darf nichtabgeliefert werden.»VHyMP, Art.10liesse. Mit zunehmender Verbreitungder Melk roboter könnte die Fettspaltungauch für Molkereien zum Themawerden, denn sie verringert dieSchaumstabilität von Schlagrahm undaufgeschäumter Milch und kann diesensorische Qualität von Konsummilch,Rahm und Butter beeinträchtigen.Mindestens zwei Mal melkenMelkroboter liefern eine Menge Datenüber die Tiere, die aber wertlos sind,wenn sie nicht regelmässig ausgewertetwerden. Das betrifft Fehlermeldungen,Wartungshinweise, die Informationenzur Tiergesundheit sowie die individuellenMelkintervalle und Tagesmilchmengen.Wegen möglicherweise nachteiligerVeränderung darf Milch von Kühen, dieweniger als zwei Mal pro Tag gemolkenwerden oder weniger als zwei LiterMilch pro Tag geben, nicht abgeliefertwerden (Verordnung über die Hygienebei der Milchproduktion VHyMP, Artikel10).Hygiene Optimale Ergebnisse hinsichtlichMilchqualität setzen nicht zuletzteine gute Melk- und Tierhygienevoraus (siehe Artikel ‹Häufig reinigenund genau dosieren›), die wiederum mitdem Stallkonzept (siehe Artikel ‹Diehäufigsten Fehler›) zusammenhängt.Die anzutreffenden Schwachstellen betreffen– vor allem in Umbauten – dieBöden im Umfeld der Roboter (schlechteEntwässerung, Anfälligkeit für Verschmutzungmit Kot), die ungenügendeLeistungsfähigkeit des alten Heisswasserboilersund mehr. Wichtig ist auch,die vom Hersteller des Melksystemsempfohlenen Serviceintervalle und Unterhaltsarbeiteneinzuhalten.Fazit Melkroboter sind heute technischsoweit ausgereift, dass die Milchqualitätmit jener von Melkständen vergleichbarist. Letzteres gilt aber nur,wenn die Melkroboter unter einwandfreienBedingungen betrieben und sorgfältigüberwacht und gewartet werden.Da dies nicht immer gegeben ist, sindMilchverarbeiter gut beraten, dieMilchqualität regelmässig kontrollierenzu lassen. Suisselab und das Labor deslandwirtschaftlichen Instituts Grangeneuve(FR) verfügen über Geräte, mitdenen sich neben Fett, Eiweiss und Zellzahlauch die freien Fettsäuren kostengünstigmessen lassen.Autor Ernst Jakob, AgroscopeLiebefeld-Posieux (ALP),3003 Bern, www.agroscope.chwww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 61


NUTZTIEREAUTOMATISCH MELKENServicequalität im Voraus sichernBEI DER ANSCHAFFUNG eines automatischen Melksystems können unterschiedlicheService verträge abgeschlossen werden. Es gilt, genau abzuklären undzu beeinflussen, was auf einem zukommt. Umfassende Servicepakete bringenunter anderem den Vorteil, dass die Wartungs- und Reparaturkosten kalkulierbar sind.Damit ein Melkroboterlangeund problemlosfunktioniert,braucht es beide:den konsequentenHerden managerund denkompetentenTechniker.«Die meisten sind zufrieden mit ihremMelkroboter», stellt Lukas Redigerfest. Der Lehrer und Berateram Strickhof Lindau bekommt dieStimmung der Robotermelker im Rahmeneines Arbeitskreises mit, den er organisiertund an dem elf Betriebe teilnehmen.Beratung abgeholt? Auch mitdem Service und der Beratung vom Baubis zum Verkauf der Geräte sei die Zufriedenheitgut. Dagegen wünschtenmanche Betriebe beim späteren Servicesowie bei der Betreuung und Beratungeine Verbesserung. In Deutschland gibtes gar Berichte von Betrieben, die mitdem automatischen Melksystem (AMS)derart unzufrieden waren, dass sie wiederauf Melkstand umgerüstet haben.Hersteller argumentieren, dass Beratungzwar angeboten, jedoch von den Betriebennicht abgeholt werde, vor allem sobaldes etwas koste.Probleme bereitet laut Lukas Redigerausserdem,• dass einige Firmen nicht optimal dokumentiertsind (Verständlichkeit derBetriebsanleitung usw.).• dass es manchmal lange dauert, bisFehler gefunden werden. Dies führtzeitweise zu Kompromissen beim Betriebder Geräte.• dass die Betreibungskosten, welcheUnterhalt und Reparaturen umfassen,einiges höher sein können als beimMelkstand.Abklärungen bei VertragsabschlussDie Servicedienstleistungenund -kosten der Anbieter sind schwierigvergleichbar, da sie unterschiedlicheLeistungen enthalten. Häufig bieten dieHändler bis drei verschiedene Serviceverträgean. Entsprechend können dieJahreskosten für Reparaturen und Wartungzwischen 4000 bis 10 000 Fr.schwanken. Oft wird bei Reparaturendie Software aktualisiert. Dies gilt als Investitionund sollte nicht den Reparaturkostenangelastet werden. Wie sich dieServicequalität beeinflussen lässt, stehtim Kasten.Anlagen werden immerbesserIn der Praxis streuen die Wartungs- undReparaturkosten für automatische Melk -systeme von Betrieb zu Betrieb stark,zeigt eine Diplomarbeit an der Fach -hochschule Weihenstephan, Deutschland.Im Schnitt liegen diese Servicekostenbei 4 % des Anschaffungs preises unddamit auf vergleichbarer Höhe wie beikonventionellen Melk systemen. Leiderfehlen ähnliche Zahlen zur Situation inder Schweiz. Während die Roboter-Markeeine untergeordnete Rolle spielt,entscheidet gemäss der erwähntenDiplomarbeit vor allem Folgendes überdie Höhe der Servicekosten:• Baujahr• Nutzungsdauer• Einsatzbedingungen• WartungsintervalleBei Gebrauchtanlagen fallen dieServicekosten verhältnismässig tieferaus. Allerdings verursachen dieseOccasions-Anlagen hohe Kosten für dieGeneralüberholung.Und eine weitere wichtige Erkenntnisder Untersuchung: Die Verschleissteilesind nicht bei allen Anlagen auf einen24-Stunden-Betrieb ausgelegt. NeueAnlagen werden immer besser undführen zu geringeren Folgekosten.Aufgaben des BetriebsleitersAuch der Milchproduzent hat Pflichten.Welche das sind, hängt vom abgeschlossenenServicevertrag ab. In derRegel gehören folgende Massnahmendazu:• Vor der Inbetriebnahme dafür sorgen,dass der Roboter nicht einer Überspannungausgesetzt wird (Blitz-,Grob- und Mittelschutz).• Stallbau und Management den Empfehlungenentsprechend ausrichten.62 10 2013 · UFA-REVUE


AUTOMATISCH MELKENNUTZTIERE• Kuhherde auf das AMS vorbereiten(Klauenpflege usw.)• Roboter jeden Tag optisch auf seineFunktionstüchtigkeit prüfen.• Umgebung, Melkbox, Futterschale,Kamera, Aussensensoren und Melkzeugregelmässig reinigen.• Kontrolle des Ölstands bei der Vakuumpumpe.• Austauschen von Zitzengummis, Filternund Schlauchmaterial.• Datenkontrolle und -sicherung.• Probleme frühzeitig melden und Beratungabholen.• Der Roboter sollte nicht zu starkdurchs Melken ausgelastet sein, sodass noch freie Kapazität für Wartungsarbeitenbleibt.• Überprüfen, ob die Serviceverträgeeingehalten werden (Serviceprotokoll)und beim Service dabei sein.• Risiken versichern.Besser auf Nummer sicher Nurein funktionierender Roboter führt zueiner Arbeitseinsparung gegenüber einemMelkstand. Für eine gute Eutergesundheitund hohe Milchleistungen istein optimal eingestellter Roboter unabdingbar.Daher empfehlen Experten, vorallem für die ersten Jahre nach der Roboteranschaffungeher einen umfangreicherenServicevertrag abzuschliessen.Auch weil darin regelmässige Gerätetestsund ein Terminplan für den vorbeugendenErsatz von Verschleissteileninbegriffen sein sollten.Von Sicht- auf InstrumentenflugTrotz umfangreichem Servicevertrag istes von Vorteil, den Roboter in denGrundzügen zu verstehen. Vor allemmuss der Betriebsleiter aber das entsprechendeHerdenmanagement imGriff haben. «Der Wechsel auf ein automatischesMelksystem ist zu vergleichenmit dem Wechsel von Sichtflug auf Instrumentenflug.Kein Pilot der Weltsteuert ein Flugzeug ohne fundierteAbklären beim KaufBei der Anschaffung eines Melkroboters lässt sich die Servicequalitätanhand folgender Kriterien prüfen:• Diskussion mit mehreren Kunden, die ehrlich Auskunft geben überdie Servicequalität der Firma.• Eine intensive Betreuung muss insbesondere auch vor der Investitionund im ersten Betriebsjahr gewährleistet sein.• Individuelle Vertragsausgestaltungen je nach Interesse und Kapazitätdes Milchproduzenten sind meist möglich.• Wie werden die Servicetechniker ausgebildet? Im Idealfall bilden sichdiese jährlich weiter, um auf dem neuesten Technikstand zu bleiben.• Können Landwirt und Servicetechniker via Fernverbindung auf denRoboter zugreifen?Wartungsservice• Was umfasst der Wartungsservice genau? Nur Austausch vonVerschleissteilen oder auch das Schmieren und Anlage-Checks?• Wie häufig wird der Wartungsservice durchgeführt?• Wie viel kostet der Service und auf welcher Grundlage wird erabgerechnet? Nach Milchmenge, Aufwand oder?• Wie lange ist der Service garantiert? Befristet oder lebenslänglich?• Ist das Verbrauchsmaterial in den vertraglichen Servicekostenenthalten?• Werden die periodisch erledigten und überprüften Punkte in einerCheckliste schriftlich festgehalten?Reparaturservice• Gibt es eine Reparatur-Hotline?• Wie hoch sind die Reparaturkosten?• Wie lange dauert die Garantie?Ausbildung», erklärt Lukas Rediger. Einemangelnde Ausbildung sei einer derGründe, weshalb AMS-Betriebe vermehrtmit Euterproblemen zu kämpfenhätten. Hier brauche es bessere Unterstützungdurch die Firmen.Web-basiert In der Regel sind dieBasisausbildungskosten bei der Inbetriebnahmeeines Melkroboters imGesamtprojektpreis enthalten. EinigeFirmen bieten darüber hinaus Web-basierteAus- und Weiterbildungstools an.Eine hilfreiche Informationsquelle sindBerufskollegen mit Melkroboter. Dennnicht in allen Fällen scheint die Vorbereitungauf die Systemumstellung gleichintensiv zu sein.Das schriftlicheFesthalten dererledigten WartungsaufgabenundKontrollergebnissesichert ab.Autor Matthias Roggli,UFA-Revue3360 Herzogenbuchseewww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 63


KURZNEWS«Herd Navigator»in der SchweizAUTOMATISCH MELKENDas Erkennen der Kühe, die derspeziellen Aufmerksamkeit bedürfen,ist ein zentrales Anliegen allerMilchproduzenten mit Melkroboter.Das Analyse- und Herdenmanagementsystem«Herd Navigator»ermöglicht dies und gibtAnweisungen, welche Massnahmenzu ergreifen sind. Auch Externewie der Tierarzt oder Fütterungsberaterkönnen Daten ausdem Herdenmanager abrufen,wenn sie über eine entsprechendeBerechtigung verfügen.2013 sind die ersten «Herd Navigator»in der Schweiz ausgeliefertworden. Für Thomas Meierund Adrian Arnold aus HagendornLely enthüllt «Yellow Revolution»In Amsterdam hat Lely seine neue«Yellow Revolution» präsentiert. Eshandelt sich um ein Management-Tool für Smartphones, genannt «T4CinHerd», das mit Lely «Astronaut»Melkrobotern eingesetzt werdenkann. «T4C inHerd» umfasst achtHilfsmittel:• FarmBeats: Entwicklung undLeistung der Tiere und der Robotergeräteim Vergleich zu denWerten der Vorwoche.• Today: Zeigt die auszuführendenArbeiten an und stützt sich dabeiauf den Arbeitsplan und auf dieMessungen der diversen an «T4C»angeschlossenen Lely-Geräte.• Cow: Daten über die Fruchtbarkeit,Futterzufuhr und über dieMilchproduktion der einzelnenKühe.• SystemToday: Prüfungen undWartungsarbeiten am Roboteraufgrund Arbeitsplan und Messungender Robotersensoren.• Signals: Warnmeldung, wennbei zehn Kühen an je einer Zitzenicht gemolken wird und wenndie Melkauszeiten die Voreinstellungenüberschreiten.• HowTo: Trainer und Helfer desLandwirts bei seiner Arbeit.• FarmNotes: Schnelle und effizienteKommunikation zwischenden «inHerd»-Nutzern innerhalbeines Betriebs.• FarmSetup: Nutzerkonten anlegenund bearbeiten.• Probeversion (Demo-Modus):Bei Google Play und im AppleApp Store erhältlich.(ZG) war die Überwachung derFruchtbarkeit einer der wichtigstenBeweggründe, eine solcheSoftware anzuschaffen. Nach erstenErfahrungen ist Thomas Meierpositiv überrascht, wie genau dieAngaben im «Herd Navigator» mitder Realität übereinstimmen. «AmAnfang haben wir die Trächtigkeitder Kühe zusätzlich vom Tierarztuntersuchen lassen. Da dabei dieAussagen des Herdennavigatorsaufgrund von Progesteronmessungenbestätigt wurden, verzichtenwir heute auf die ärztliche Untersuchung.»Nützlich sei dasManagement-Tool auch im Euterbereich:«Stellen wir fest, dass dieZellzahlen einer Kuh steigen, könnenwir manchmal noch eingreifen,bevor es zu einer akuten Mastitiskommt.»Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chNur 50 % der SoftwaregenutztSoftware für Melkroboter enthältzahlreiche Funktionen, die weitübers Melken hinausgehen (Brunstkontrolleusw.). In der Praxis werdendiese Funktionen aber nur zu rund50 % genutzt, zeigt eine Umfrageder Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft(DLG).Zwei Melkbecher auf einmalAn der Space-Messe (Rennes, Frankreich)stellte BouMatic Robotics einenDoppelgreifer-Prototyp. DerVorteil des Doppelgreifers ist, dassdurch den Roboterarm zwei Melkbechergleichzeitig zu den Zitzen geführtwerden. Die Innovation wirdnach dem Sommer 2014 standardmässigan den Melkrobotern MR-S1und MR-D1 erhältlich sein. Ausserdemwird es dann für alle bestehendenMR-S1- und MR-D1-Robotereinen Nachrüstsatz erhältlich sein.Melkroboter auf demVormarschÜber 16000 Bauernbetriebe arbeitenheute weltweit mit einem automatischenMelksystem (AMS). Richtigin Fahrt kam die Entwicklung erstum die Jahrtausendwende als dieAnzahl AMS-Betriebe noch unter1000 lag. In der Schweiz sind heuteüber 320 Melkroboter im Einsatz.Kombination mit auto -matischer Fütterung?Automatische Fütterungssysteme(AFS) können die Futteraufnahmeder Kühe fördern. Knappe Tier-Fressplatz-Verhältnisse werdendurch eine häufige Futtervorlagekompensiert und rangniedere Tierekönnen ruhiger fressen, bestätigt eineUntersuchung der BayerischenLandesanstalt und der TechnischenUni München. Gute Erfahrungenwurden mit sechsmaliger Futtervorlagepro Tag gemacht. Keinen Einflusshatte das häufige Füttern aufdie Melkfrequenz im Roboter.Einkommensmässig bringen AFSim Vergleich zu Futtermischwagenab rund 100 Kühen messbare Vorteile,ergab eine Kalkulation derForschungsanstalt Agroscope.«AMR TM » wird 2014 lanciertIm Sommer 2014 will DeLaval dasvollautomatische Melkkarussell«AMR» offiziell auf den Marktbringen. Das Karussell wurde an derEuroTier bereits vorgestellt undkann in vorhandene Milchviehanlageneingebaut werden. Fünf Roboterarmeteilen sich im 24er Innenmelkerkarusselldie Arbeit: ZweiArme bereiten das Euter vor (inkl.Vormelken), zwei Arme übernehmendas Ansetzen der Melkbecher.Nach der Abnahme der Melkbechersprüht ein weiterer Roboter die Zitzenmit einem Pflege- und Desinfektionsmittelein. Laut Hersteller De-Laval ergibt sich somit eineSystemauslastung von 1600 Melkungenbei 18 Stunden täglicherMelkzeit. Gemolken wird viertelindividuell.In Deutschland, Skandinavienund Australien sind bereits mehrere«AMR» in Betrieb.64 10 2013 · UFA-REVUE


Der Marktleader:Weltweit über 17000 MelksystemeSchweizweit über 170 BetriebeDER TIERFREUNDLICHSTE: - I-FLOW ➔ gerade rein ➔ gerade raus ➔ (höhere Kapazität)- Freiheit der Kuh in der Melkbox (keine Fixierung beim Melken)- Freier Kuhverkehr für höchste Grundfutterleistung und KuhkomfortDER ZUVERLÄSSIGSTE:DER SCHNELLSTE:- tausendfach bewährt und als einziger DLG getestet- Ansetzsicherheit über 99 % (DLG & FAT)- wichtige Module mit 5-jähriger Garantie- Reinigt und hängt alle Zitzenbecher innert 60 Sekunden an- Hauptreinigung 10 Min. (30 l Heisswasser), Separationsreinigung 2 Min.- Perfekter Schutz der Milchschläuche vor dem RuntertretenDER SPARSAMSTE: - spart Strom & Wasser von min. Fr. 30.– pro Kuh & Jahr (profi 03/2010)- Servicekosten nach gemolkener Milchmenge und optional mitVollkaskovertrag unter Fr. 10 000.– pro Jahr (alles inklusiv)- garantierte Kapazität von 2000 kg pro Tag (800 000 kg auf CH-Betrieb)Solothurnerstr. 22, 4614 Hägendorf SOTel. 0848 11 33 77, Fax. 0848 11 33 99Email: suisse@sui.lelycenter.comDER ZUVERLÄSSIGSTE:- längste Abschreibungsdauer (15 – 20 Jahre)- tiefste Betriebskosten (Strom, Wasser, Reinigungsmittel)- modernste Technologie mit online-Zellzahlmessung- Qualitätsüberwachung: Leitfähigkeit, Farbspektrum und Temperatur- Fett und Proteinmessung, Überwachung der WiederkautätigkeitDer Marktleader für automatische Melksysteme, Futterschieber und Spaltenreiniger.6 von 10 Bauern kaufen LELY, weltweit.Fortsetzungvon Seite 44LANDTECHNIKgesuchtKlauenstand; Traktor bisFr. 5000; Glocken undTreicheln; Amboss;Silokarren; Elektro-SilogabelWigger, fürEntnahme im Hochsilo 079 575 25 52Glocken und Treicheln;Klauenstand; Amboss bis300 kg; Traktor bis Fr.5000, ab 60 PS 079 575 25 52Haruwy-Grupper 079 765 20 26Transporter; kleinerenTraktor; Rapid Motor -mäher, 062 299 04 36Frontgewichte fürHürlimann + Bührer 062 299 14 30Kleinballenförderband,leichte Ausführung 078 910 87 39Gummiförderband 078 910 87 39Kälberiglus; Hütten,Raum Bern 078 832 95 30Mofa, Sachs oder Puch-Sport, für Lehrling, RaumOstschweiz 079 245 25 02Doppelräder für ReformMetrac 3003 S., wennmöglich Doppelräder mitFlansch auf Bereifung29x13.50-15 079 245 25 02Haruwy Stützräder 2 Stk. 077 492 51 10Busatis Mähwerk, Anbauhinten 077 492 51 10Sternhackgerät Haruwy 079 765 20 26RübenscharhackgerätHaruwy; Dammformer 079 810 43 53Glocken und Treicheln;Amboss; Käsekessi;Klauenstand, auchrenovationsbedürftiger 079 575 25 52Scheibenschaarsähmaschine, 041 921 16 35Kreiselegge Remac, kannauch defekt sein, zum aus -schlachten oder in Einzel -teilen, 077 423 03 28Ford 2000, 3000, 4000,7600, 079 717 62 19Welger Frontmähwerk zuReform 3003, 1.90 cmBreit . 079 245 25 02Feldspritze Fischer Agristarmit 600 oder 800 l Inhalt 079 243 75 25GetreidesämaschineNodet mit Scheibenschar,3 m, 079 514 23 41MarktplatzScheibenschar Sämaschine,3 m, Nodet, für michprivat. 079 514 23 41oder 052 376 44 04un disque soc semoirNodet 3m privé pour moi 052 376 44 04 ou 079 514 23 41Carraro 8008 oder einen8400 mit Kabine, Front -hydraulik und Doppelrad 079 245 25 02Meissähmaschine NodettHaruwy, pneumatisch 077 472 26 18Seilwinde für Traktor 044 935 19 70Kindersitz für BührerTraktor 041 787 21 89Schneepflug zu Motormäheroder Traktor 044 935 19 70Cambridge Walze, 2.8 -3 m, 077 492 51 10FortsetzungSeite 87UFA-REVUE · 10 2013 65


NUTZTIEREAUTOMATISCH MELKENWer ist die ideale Roboter-Kuh?SCHWEIZER ZUCHTPROGRAMME richten ihre Zuchtziele auf Melkroboter aus.Neben der Zitzenlänge und -form beeinflussen auch Faktoren wie die Melkbarkeit,Milchleistung oder das Fundament, wie stark ein Betrieb von seinem automatischenMelksystem profitieren kann.Wichtigstes Merk malsind Zitzen, die dasautomatische Anhängendes Melkzeugsermöglichen.«Grundsätzlich funktionieren mit einemMelkroboter alle Milchviehrassen»,vermutet Andreas Bigler vonSwissherdbook. Dennoch gebe esUnterschiede. Damit Betriebe mit einemautomatischen Melksystem (AMS)ihre Kühe möglichst homogen ans Idealangleichen können, hat eine deutscheZuchtfirma kürzlich einen Roboter-Indexfür Stiere lanciert.Erwünscht sind die folgenden Eigenschaften:• Die Zitzen sollen nicht zu eng beieinanderliegen und nicht zu kurz sein,damit das Anhängen und das Ausmelkenmit dem Roboterarm problemlosfunktioniert.• Aus demselben Grund darf das Euterbei alten Kühen nicht zu tief fallen,was ein starkes Zentralband voraussetzt.• Gesunde Euter haben eine besondershohe Bedeutung, damit der Roboterzu einer wesentlichen Reduktion derArbeitszeit und Erhöhung der Flexibilitätführt.• Eine hohe Melkbarkeit steigert dieMelkleistung des Roboters (kg/Tag).• Eine Leistungssteigerung dank höhererMilchfrequenz kommt im AMSvor allem bei hohen Tagesleistungenzum Tragen.Tabelle: Erblichkeit (%)Hinterstrich-Platzierung 35Zentralband beim Euter 25Eutertiefe 45Melkbarkeit 20Zellzahl 15Milchleistung 30Fundament 20Aufgeweckter Charakter 10• Ein gutes Fundament, robuste Klauenund ein aufgeweckter Charakter förderneine hohe Melkfrequenz.• Eine leistungsmässig homogene Herdevereinfacht das Management.Zuchtziele sindangepasst Mitder Selektion aufstarke Zentralbänderbeim Euter sinddie hinteren Zitzen teilweisezu nahe aneinander geratenoder sie überkreuzen sich sogar,was beim automatischen Anhängendes Melkzeugs Probleme verursachenkann.Heute richten sich alle Schweizer Selektionsprogrammebeim Zuchtziel zurZitzenlänge und -stellung auch aufAMS aus. Seit 2010 wird die Zitzenpositionhinten als neues Merkmal beschrieben.Bei der Linearen Beschreibungund Einstufung (LBE) kassieren zukurze Zitzen eine stärkere Bestrafungals früher.Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,3360 Herzogenbuchseewww.ufarevue.ch 10 · 1366 10 2013 · UFA-REVUE


ReisedatenZeit 5.– 7. November 2013KostenFr. 890.– (Flug mit SWISS,Hotel & Verpfl egung)Anmeldung spätestens bis 18. Oktober 2013per E-Mail, Fax oder TelefonBitte halten Sie Ihren Reisepass oder ID bereit,damit die genauen Angaben für das Erstellen desFlugtickets aufgenommen werden können.LELY CENTERDairy Solution GmbHTelefon/Fax 0848 11 33 77 / 99suisse@sui.lelycenter.comHollandreise 5.– 7. November 2013LELY ASTRONAUT A4 ® – LELY VECTOR ®LELY bemüht sich immer, der Weltmarktführer im Bereich automatisches Melken und Füttern zu bleibenund das sehr erfolgreich! Die gerade eingeführte neue «Yellow Revolution» hat uns das wiedereinmal gezeigt. LELY hat somit wieder die gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungenerkannt und geschickt in ihr Produktportfolio integriert. 1992 wurden die ersten Betriebe in Hollanderfolgreich installiert und heute, 21 Jahre später, sorgt LELY mit seinen revolutionären Erfindungenimmer für sehr grosses Interesse. Als Erfinder und Weltmarktführer bietet LELY Ihnen das umfassendsteKnow- How sowie den grössten technischen Fortschritt und die wirtschaftlichsten Maschinenüberhaupt! Holland gilt innerhalb der Milchwirtschaft als wohl effizientester Produktionsstandortin Europa. Die Milchviehbetriebe sind modern eingerichtet und werden sehr rationell geführt.Die meisten Familienbetriebe erzeugen mit minimalem Personaleinsatz eine Jahresmilchmenge vonüber 1.0 Mio. kg und erzielen damit die höchste Arbeitsproduktivität in der Milchproduktion.Das automatische Melken bildet bei dieser Strategie einen wichtigen Faktor, denn über 80 % derNeuinvestitionen in Melktechnik werden für automatische Melksysteme getätigt. Im Rahmeneiner dreitägigen Fachreise vom 5.– 7. November 2013 möchten wir interessierten Landwirten mitdem Besuch auf zukunftsorientierten holländischen Milchviehbetrieben Einblick in diese moderneMilchproduktion bieten. Wir werden den neuen LELY A4 mit «I- Flow- System» sowie den neuenLELY Vector Fütterungsroboter besichtigen.Da auch bei uns das Interesse an Kompostställen zunimmt, planen wir auch den Besuch einesKompoststalles mit Melkroboter. Des Weiteren sind ein Besuch der Roboterfabrik sowie dieBesichtigung von Heuerntemaschinen bei Lely Industries NV am neuen Produktionsstandort inMaassluis vorgesehen.22.–24. November 2013, Messe LuzernSonderschau Milchproduktion heuteErstmal in der Schweiz: Melkroboter mit KuherdeSonderschau EnergieUmfangreiche Sonderschau zum Thema«Energie auf dem Bauernhof»180 Ausstellerpräsentieren ein umfangreiches Angebotim Bereich der Nutztierhaltungwww.suissetier.chHier treffen sich dieSchweizer Nutztierhalter!UFA-REVUE · 10 2013 67


NUTZTIERERegulation derFettmobilisationKURZMELDUNGENEine negative Energiebilanz nachdem Kalben führt dazu, dass insbesondereMilchkühe ab der drittenLaktation nicht termingerechtbesamt werden können, bestätigteine kanadische Studie mit 2178Tieren auf sechs Betrieben. Oft hatein Energiemanko eine Ketose zurFolge. Daraus können Fruchtbarkeitsproblemeund weitere Störungenentstehen. Verbessernlässt sich die Energiebilanz, indemdie Nährstoffaufnahme gefördertwird. Zu den Massnahmen gehöreneine ausgewogene Ration, adlibitum Fütterung, ein Fress-/Liegeplatz-Verhältnisvon 1 : 1 sowieder Einsatz gehaltsreicher Futterwie UFA top-form (über 13 MJNEL/kg).Ein neuer Versuch an der UniMünchen zeigt zudem das Potenzialvon Leinsaat, die beispielsweisein UFA 269 fertil plus enthaltenist: Kühe, die extrudierte Leinsaaterhielten, mobilisierten in derFrühlaktation weniger Körperfett.Eine verringerte Fettmobilisationreduziert die Gefahr für Ketoseund Folgestörungen. Während imVersuch die Milchgehalte bei derKontrollgruppe sanken, stelltendie Wissenschaftler bei der Versuchsgruppe(mit Leinsaat) eineSteigerung der Fett- und Eiweissprozentefest. Milch aus Leinsaat-Futter enthielt mehr gesundeOmega 3-Fettsäuren.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chMastitisimpfung: Erregerspektrum muss bekannt seinDie Bekämpfung der MastitiserregerStaphylokokkus aureus und Escherichiacoli kann durch eine Impfungmit «Startvac» unterstützt werden.Studien bestätigen, dass die Abwehrkraftder Kühe steigt. Neuinfektionenund Zellzahlen nehmenab. Für einen effektiven Schutz müssenfolgende Bedingungen eingehaltenwerden:• Der Leitkeim im Betrieb muss bekanntsein und mit dem Impfstoffeffektiv erfasst werden.• Pro Lakta tion und Kuh sind mehrereImpfungen nötig (zirka dreiImpfungen).Neue GebärmutterspülungWerden Kühe nach dem Abkalbenmit einer Milchsäurebakterien-Lösunggespült, beschleunigt dies dieRückbildung der Gebärmutter, zeigteine Studie an der Universität Alberta.Gebärmutterentzündungen undNachgeburtsverhalten werden seltener,dafür die Tiere früher brünstig.Tiefere Zellzahlen beiHochleistungskühenEine um 1000kg höhere Laktationsleistungbedeutet 7000 Zellen wenigerpro Milliliter Milch, ist dieerstaunliche Erkenntnis der UniversitätBerlin. Seit 1995 wird dort eineDatenbank mit Leistungs- und Gesundheitszahlenvon rund 500Milchviehbetrieben aus sechs Bundesländerngeführt. Der Schnitt liegtbei 252 000 Zellen pro MilliliterMilch. Mastitis tritt in leistungsstarkenHerden seltener auf als bei tiefenMilchleistungen, analysieren dieWissenschaftler aus Berlin. Eine Rollescheint auch die Herdengrösse zuspielen: Pro 100 zusätzliche Küheerfolgt eine Reduktion um 2000 Zellen.Allerdings ist Mastitis in grossenHerden häufiger.• Die Impfungen erfolgen in jederLaktation von Neuem.• Es muss die gesamte Herde behandeltwerden.• Bei chronisch mit Staphylokokkusaureus befallenen Tieren, kannauch eine Impfung nichts mehrausrichten.Mehr Euter bei VollgasAufzuchtkälber, die vor dem Absetzenintensiv gefüttert werden, entwickelnmehr Eutergewebe undMilchleistungspotenzial. Wie vieleandere Institute kommt auch dieUniversität Illinois in einer Untersuchungmit Holstein-Kuhkälbern zudiesem Schluss. Dabei wurden ganze13000 Gene unter die Lupe genommen.Eine verdoppelte Standardfütterungführte zu 18% mehrEutergewebe-Ansatz.Hungrig trotz LungeninfektFür Betriebe, die Kälber zur Ausmastzukaufen, sind Atemwegserkrankungenein bekanntes Problem. DerUmstallungsstress schwächt und erhöhtdie Anfälligkeit für Infektionenmit vorher unbekannten Keimen.Gesundheitliche Störungen führensonst oft zur Reduktion der FutteroderMilchaufnahme. Bei Atemwegserkrankungenist dies laut wissenschaftlichenUntersuchungennicht der Fall, was die Bedeutung einerregelmässigen Beobachtung unddes Fiebermessens unterstreicht.Empfohlen wird die Impfung bei Bestandesproblemen(über 200 000Zellen/ml Milch, über 30% Schalmtest-positiveKühe) und bei erhöhtemAnsteckungsrisiko (Gemeinschaftsalp).Wie sich der Einsatz von«Startvac» finanziell auswirkenkann, zeigt die Tabelle.Tabelle: BeispielberechnungAnzahl Preis TotalStartvac-Impfung, inklusive Tierarzt(drei Mal/Tier/Jahr) 77 Injektionen 20 Fr. – 1540 Fr.Mehrarbeit (8 Minuten/Injektion) 10 Stunden 28 Fr. – 280 Fr.Angenommene Reduktion der Mastitisfälle 30 % 6792 Fr. + 2038 Fr.Einkommensdifferenz pro Jahr und Herde + 218 Fr.Quelle: Strickhof, Semesterarbeit von Hanspeter MargrethTrinkschwäche vorbeugenGelegentlich kommt es vor, dassneugeborene Kälber nicht saufen.Für eine Trinkschwäche kann unteranderem die Genetik, eine Schwergeburt,Fruchtwasser in den Atemwegen,Unterkühlung, Kreislaufschwäche,eine Infektion oder einMangel an Vitamin E, Eisen, Selenoder Kupfer verantwortlich sein.Vorbeugend wirken eine optimaleVersorgung der Kuh mit Mineralstoffen,Spurenelementen und Vitaminensowie professionelle Geburtshilfe.Säuft das Kalb trotzdemnicht, empfiehlt sich das Drenchenvon Kolostralmilch während demersten Lebenstag. Erfolgt das Drenchenspäter, besteht das Risiko einerPansenübersäuerung oder Schädigungder Pansenmikroben.Sauen später belegen?Verliert eine Muttersau währendder Laktation viel Gewicht, kann essinnvoll sein, das Absetz-Beleg-Intervallzu verlängern. Hat die Saugenügend Zeit, sich zu erholen, sinddie Voraussetzungen für einen ausgeglichenenWurf gut, bestätigt eineumfangreiche Datenauswertung ander Universität Wageningen in Holland.Hohe Substanzverluste führenzu unausgeglichenen Ferkeln. Fürein kurzes Absetz-Beleg-Intervallbeziehungsweise eine hohe Wurffolgeist ein gezieltes Konditionsmanagementnötig.68 10 2013 · UFA-REVUE


TOPANGEBOTEUFA-AKTUELLUFA-ACTUELAKTIONUFA-MilchviehfutterHauptsortimentRabatt Fr. 4.– / 100 kgbis 12.10.2013PREMIUM-RABATTUFA 250 SpeciflorRabatt Fr. 5.– / 100 kgbis 09.11.2013AKTIONMINEX / UFA-Mineralsalz• Gratis 1 UFA- Sackmesserbeim Kauf von 150 kg• Gratis 1 UFA-Sackmesserund 1 Kessel UFA start-fit beimKauf von 600 kgbis 23.11.2013AKTIONUFA Schaf- und ZiegenfutterRabatt Fr. 4.– / 100 kgbis 09.11.201310 JAHREBIBLISQUALITÄTGehaltarmes Raufutter aufwertenWegen des kalten, regnerischenFrühjahrs hat der erste Schnitt2013 in manchen Regionen erstspät stattgefunden. Grassilage undHeu sind vielerorts schlechter verdaulichund gehaltärmer als in früherenJahren. Lassen Sie Ihr Futteranalysieren und ergänzen Sie esgezielt.Besondere Aufmerksamkeit gehörtKühen rund ums Abkalben.Fit fürden StartUnmittelbar nach dem Abkalbenzusammen mit Tränkewasserverabreicht, fördertUFA start-fit einen schnellenund sicheren Laktationsstart.Vorteile von UFA start-fit:• Erhöht die Wasseraufnahmenach dem Kalben, wasLabmagenverlagerungenvorbeugt.• Bringt viel rasch verfüg -bare Energie.• Aktiviert die Pansen -tätigkeit.• Deckt den erhöhtenWirkstoffbedarf.Gratis:Beziehen Sie jetzt 600 kgMINEX und/oder UFA-Mineralsalz. Dann er haltenSie 1 Kessel UFA start-fitund 1 Premium-Sackmessergratis!Neben hohen Energie- und Proteingehaltenenthält UFA 173Fauch wichtige Zusatzstoffe wie Lebendhefen,Niacin oder Mepron,die den Verzehr und eine effizienteNährstoffverwertung in der Startphasefördern.Verdaulichkeitder Ration verbessernDer Einsatz von UFA 250 Speciflorsorgt dafür, dass die Nährstoffeaus altem, strukturreichemDürrfutter von den Kühen besserverwertet werden können. DasRaufutterwürfel-Produkt enthältPektine und Hemizellulose, welchedie Pansen-Motorik und dieVerdaulichkeit des Raufutters erhöhen.Liegt die Verdaulichkeitvon Dürrfutter unter 60 % undjene der Grassilageunter 65 % isteine Ergänzungmit Speciflor sinnvoll.Nur so kanndas Maximum ausdem vorhandenenGrundfutter herausgeholtwerden.UFA 173F und dasUFA-Milchviehfutter-Hauptsortiment sindbis 12. Oktober 2013mit Fr. 4.– / 100 kgRabatt erhältlich.PREMIUMEinsatz UFA 250 Speciflor:• 2 bis 5 kg je Kuh und Tag.• Zu älterem Gras und Heu oderstrukturierter Silage.• Bei langsam fermentierbarenRationen bzw. hohen ADFundADL-Gehalten.• Bei geringer NDF-Verdaulichkeitder Grundfutter.• Anstelle von Zuckerrübenschnitzeln.Premium-RabattFr. 5.– / 100 kgUFA 250 Speciflor,bis 9. November 2013.UFA-REVUE · 10 2013 69


UNTERWEGS MIT...EN ROUTE AVEC……Christophe Colomb, Schweinespezialist WestschweizZukunft frühzeitig in die Hände genommenSeit mehr als zehn Jahren berät ChristopheColomb Schweineproduzenten inder Romandie. Wenn er über seinen beruflichenWeg nachdenkt, ist er überrascht,wie schnell sich die Schweineproduktionin der Schweiz entwickelthat. Die technischen Leistungen wurdenverbessert, während juristische, kommerzielleund umweltrechtlicheVerschärfungen weitreichendeKonsequenzen mit sichbrachten. Viele Betriebemussten sich umstrukturieren,investieren oder dieProduktion aufgeben. Diekommenden fünf Jahre machenda keine Ausnahme undwerden richtungsweisend fürviele Schweinemäster sein.Kauf eines VollspaltenstallsMarc Menoud, Landwirt aus Romont,war sich der Anforderungender künftigen Richtlinien bewusstund wollte den Änderungen einenSchritt voraus sein. Seit der Übernahmedes Familienbetriebs im Jahr2005 schenkte er der Schweineproduktion,die seiner Meinung nachgut zur Mutterkuhhaltung passt,besondere Aufmerksamkeit. 2009 botsich eine Gelegenheit zu wachsen. InSeigneux konnte ein Maststall mit Vollspaltenbodenund 340 Mastplätzen gekauftwerden. Ziel war, daraus ein neuesProjekt zu entwickeln.Landwirt und Unternehmer istdie perfekte Beschreibung für Marc, derlange vor der Deadline am 1. September2018 bereit sein wollte und von einemtop modernen Stall träumte, sowohl intechnischer Hinsicht als auch mit Blickauf die Haltung und das Tierwohl. Nachzwei Jahren Behördengängen sowieStunden des Nach- und Überdenkenskonnten die Arbeiten beginnen.Gut geplant, ist halb gebaut!«Ein Sprichwort sagt zwar: Man sollteimmer zwei Mal bauen müssen», bemerktMarc Menoud, «aber die hohenBaukosten zwingen einen, alles beimersten Mal richtig zu machen». Amwichtigsen sind die korrekte Anordnungder Buchten und das Lüftungskonzept.Beides wurde viele Male hinundherdiskutiert – bis ins letzte Detail.Die Liegeflächen sind mit einer Bodenheizungausgestattet und an beiden Seitenvon einem Gitterrost begrenzt. Beidesgarantiert eine optimale Sauberkeitin der Bucht.Christophe Colomb und Marc Menoudbesprechen die Mastauswertung.Ein Neubau ist einfacher zuplanen als ein Umbau.Christophe Colomb, 1610 Oron-la-Ville (VD)Geboren 29. August 1975ZivilstandAusbildungHobbysMottoVerheiratet mit Annik, Kinder Thibaud (11) undSimon (9)Nach seiner Ausbildung zum Primarlehrer und ein paarJahren Praxis absolvierte Christophe Colomb einelandwirtschaftliche Ausbildung, die er mit demeidgenössischen Diplom abschloss. Seit 2002 ist erSchweine spezialist im UFA-Beratungsdienst Puidoux.Familie, Landwirtschaft, Fussballtrainer«Die Produzenten beraten, um eine produzierendeund dynamische Schweizer Landwirtschaft zu fördern.»70 10 2013 · UFA-REVUE


Lüftung ohne Zugluft Die Frischluftwird unter dem Stall angesaugt, unterdas isolierte Dach geführt undgleichmässig durch die Lochdecke aufMarc Menoud kontrolliert dieWasserqualität des Luftwäschers.die Spaltenböden verteilt. Dieses Systemerlaubt ein Einströmen ohne Zugluftund eine gute Temperaturregulation.Die Temperatur in den Kammernkonnte während der diesjähringen Sommerhitzeimmer unter 30 °C gehaltenwerden, auch wenn die Aussentemperaturauf über 35 °C stieg! Die Abluftwird zentral angesogen und in einemLuftwäscher gereinigt.Feedback Ein Jahr nach der Inbetriebnahmedes neuen Stalls geben dieResutate keinen Anlass zu Diskussionen:Es läuft! Die Schweine sind sauber unddie Verluste liegen unter 2 %. Der Tageszuwachsmit durchschnittlich 834 gund eine Futterverwertung von 2.51kgpro Kilogramm Zuwachs mit 23% Molkein der Trockensubstanz zeigen, dasses den Schweinen in Seigneux gefällt.BetriebsspiegelMenoud Marc und Mélanie mit Eloïseund Norman, 1680 RomontNutzfläche: 28haPflanzenbau: 10ha Brot- und Futter -getreide, 2ha Silomais und 16ha GrünlandTierproduktion: 25 Ammenkühe,700 Plätze für Mastschweine in SeigneuxArbeitskräfte: Betriebsleiter und1 Angestelltersonstige Aktivitäten: Gesellschafter ineinem Lohnunternehmen, Gesellschafterund Geschäftsführer einer BiogasanlageVision 2018 Die Einführung derneuen Tierschutzverordnung rückt ingrossen Schritten näher, das Jahr 2018ist bereits in Sichtweite. Ab dem 1. September2018 dürfen QM-Mastschweinenicht mehr auf Vollspalten gehaltenwerden; die Buchten müssen mindestenszwei Drittel der Fläche mit Festbodenaufweisen. Weiter muss pro 85 kgschweres Schwein neu 0.9 m 2 Flächestatt aktuell 0.65m 2 zur Verfügung stehen.In der Schweiz sind von dieser neuenVerordnung 25 bis 30 % der Plätze(zirka 250000) betroffen. Es ist deshalbunbedingt anzuraten, sich mit der Planungder künftigen Schweineproduktionzu befassen – mit dem Ziel, den aktuellenSelbstversorgungsgrad zuhalten.Aufgeben, umbauen oder neubauen? Das sind Fragen, die im Momentdurch die Köpfe vieler Schweinemästergeistern. Bei Altgebäuden, dienur schwer im Sinne der neuen Verordungumzubauen sind, überwiegt dieAufgabe der Produktion. Werden bestehendeStälle mit festen Liegeflächennachgrüstet, muss die Lüftung meist revidiertoder korrigiert werden. Es liegtdaher auf der Hand, dass Mastplätzeverlorengehen. Ob neue Projekte dengeschätzten Verlust an Mastplätzen ausgleichenkönnen, muss noch abgewartetwerden.Neubau als Herausforderung!Die Schweinemast bleibt attraktiv,wenn man Molkerei-Nebenproduktenutzt. Landwirt, Milchgenossenschaft,Käser – für jeden ist die Schweinemastinteressant. Das Wichtigste ist, bei Behördengängennicht die Geduld zu verlieren.Die Bauvorschriften in Landwirtschaftszonen,die Nährstoffbilanz undBLICKPUNKTPOINT DE VUE«Wir schätzen die umfassende Fachkompetenzdes UFA-Beratungsdienstesin der Schweinehaltung.»die kantonalen Auflagen zu den Ammoniakemmissionensind ein Teil der vielenHerausforderungen, denen sich einSchweinemäster vor einem Neubaustellen muss.Nichts ist unmöglich. Man sollte sichfrühzeitig auf den Weg machen undfachlich kompetente Personen beiziehen,sowohl bei der Planung als auchbeim Stallbau.Die Mastleistungenaufdem BetriebMenoudstimmen.Marc Menoud, Romont (FR)UFA-REVUE · 10 2013 71


ERFOLG IN DER PRAXISSUCCÈS DANS LA PRATIQUELESE-FUTTERÀ LIREChrista Siegrist, Seengen (AG)Gesunde Kühe machen FreudeEin gutes Klima in der Familie und beider Arbeit ist Voraussetzung, damitdie Freude an der Landwirtschaft aufdie Kinder übergeht. Und eine positiveStimmung im Stall legt die Basis füreine erfolgreiche Vorwärtsstrategie.In diesem Sinne konnte FamilieSiegrist 2006 einen neuen Laufstallbauen und die Milchviehherde erweitern.Da auch Obst und Gemüsezu den Produktionszweigen gehören,ist man auf einen speditiven Ablaufder Stallarbeiten angewiesen. Einemzielgerichteten Gesundheitsmanage-HOBBYTIER-ECKEANIMAUX D’AGREMENTment wird höchste Bedeutung zugemessen.Zur Unterstützung der Klauengesundheitund Milchleistung wirdkontinuierlich Biotin verfüttert. Umdie Zellzahlen zu minimieren und dieVitalität der Kälber zu fördern, achtenSiegrists auf eine bedarfsgerechteZufuhr von Selen. Beide Spurenelemente– und viel Wertvolles mehr –sind in Minex 976 enthalten. «Das Zudosierendieses expandierten Mineralfuttersüber die Abrufstation istpraktisch», stellt Robert Siegrist fest.Die Kälber danken es mit guter Gesundheit.«Einige Tiere werden biszehn Jahre alt», ergänzt Tochter Christa,welche die 75 Kühe zusammen mitVater Robert betreut. Darüber hinausmanagt die künftige Betriebsleiterindie Tätigkeiten rund um den Beeren,Obst- und Gemüsebau und den mehrdenn je florierenden Direktverkauf.Gratis: 1 Sackmesser und 1 KesselUFA start-fit beim Bezug von 600 kgMINEX/UFA-Mineralsalz, bis am 23.November 2013 in Ihrer LANDI .Trick gegen den Knick – UFA 763 ProRuminLämmer, die in den ersten Lebensmonatenschnell wachsen, bleiben gesünderund nehmen besser zu als Tiere mitzögerlicher Entwicklung. UFA 763 enthältProRumin, welches die Futterverwertungfördert, und ist mit seinen In-UFA Schaf- und Ziegenfutter istbis 9. November 2013 mit Fr.4.–/100 kg Rabatt erhältlich. Und:Beim Kauf von 150 kg UFA 998Mineralfutter gibt’s gratis einVictorinox-Sackmesser dazu.haltsstoffen exakt auf die Bedürfnisseabgestimmt. Damit die Lämmer frühFestfutter fressen lernen und beim Absetzenkeinen Wachstumsknick erleiden,wird UFA 763 bereits ab derzweiten Lebenswoche angeboten.Ebenfalls einen wichtigen Einflussauf die frühe Entwicklung der Jungenhat der Versorgungsstatus der Auenmit Mineralstoffen, Spurenelementenund Vitaminen. Wichtig ist eine ganzjährlicheErgänzung der Auenrationmit 30 bis 40g UFA 998 pro Tier undTag sowie mit Viehsalz oder Salzlecksteinen.UFA an der OlmaVom 10. bis 20. Oktober 2013empfängt Sie der UFA-Beratungsdienstan der Olma in Hal -le 7 (Olma Stall). Sie haben dortGelegenheit, einen Kaffee zutrinken und betriebsspezifischeFütterungsfragen zu stellen.UFA 772 für Schafeund ZiegenDas Leistungsfutter UFA 772enthält ProRumin, ein Zusatz,der die Gesundheit derKleinwiederkäuer positivbeeinflusst. ProRumin bedeutet:Niacin für eine effizienteEnergieverwertung, Kräuter fürVitalität sowie Lebendhefenund Puffersubstanzen für einengesunden Pansen und einenhohen Raufutterverzehr.Momentan ist UFA 772 mitRabatt erhältlich!Mais jetzt anmeldenKörnermais ist gesucht. Im UFA-Lohnmisch futter-Systemprofitieren Tierhalter im Tauschmit UFA-Mischfutter von einemattraktiven Erlös. Melden Siesich bei Ihrer LANDI! Das UFA-Lohnmischfutter-System bietetzahlreiche Vorteile: GarantierteGehalte des bezogenen Futters,Produktion nach bewährtenRezepturen inklusive Mineralisierungund Vitaminierung,keine Lagerkosten und keinVerlustrisiko.UFA-BeraterConseillers UFA3052 Zollikofen058 434 10 001070 Puidoux058 434 09 006210 Sursee058 434 12 009500 Wil058 434 13 00ufa.ch72 10 2013 · UFA-REVUE


Raufutterqualität lässtzu wünschen übrigNUTZTIEREDAS NASSKALTE FRÜHJAHR hinterlässt bei der Qualität des Grundfutters seineSpuren, wie erste Analysetrends zeigen. Die Ernten der Grassilage und vor allem vonDürrfutter waren in vielen Gebieten um Wochen verspätet.HansueliRüegseggerEine nationale Auswertung der bishereingegangenen Proben zeigtnichts Vielversprechendes. BeimDürrfutter sind der Rohprotein- undEnergiegehalt deutlich tiefer als in vergangenenJahren. Der Zellwandanteil(NDF) liegt bei der Grassilage etwas höherund beim Dürrfutter etwas tiefer alsim Frühjahr 2012.Tiefe NDF-Verdaulichkeit Wasauffällt, ist vor allem beim Dürrfutter dietiefe NDF-Verdaulichkeit. Diese liegtmit 57.7 % im Durchschnitt rund 4 %tiefer als im vergangenen Frühjahr,was vor allem auf den 2013 vielerortsverspäteten erstenSchnitt und die speziellenWachstumsbedingungendes Frühjahrs zurückzuführenist. Eine tiefe NDF-Verdaulichkeitbedeutet, dassdie Zellwände relativschlecht verdaulich sind undvom Tier nur ungenügend genutztwerden können. Werden solche Grund-Dürrfutter sindenergie- und proteinärmerals 2012.Tabelle: Gehalte aller FutterprobenDürrfutter Dürrfutter Grassilage GrassilageFrühjahr Frühjahr Frühjahr FrühjahrProbejahr 2012 2013 2012 2013Anzahl Proben 47 56 69 55NährstoffeTrockensubstanz g/kg 926.66 925.63 368.6 365.9Rohasche g/kg TS 104.94 112.39 116.2 120.7Verdauungskoeffizient OS % TS 71.62 69.99 76.0 74.9Verdaulichkeit OS g/kg 623.43 602.51 634.1 638.9Milchsäure 55.9 57.9Essigsäure 10.0 30.5Rohprotein g/kg TS 120.91 108.63 131.9 141.1APDE g/kg TS 85.87 78.82 76.1 78.5APDN g/kg TS 77.97 69.70 83.5 88.9Zucker g/kg TS 111.37 132.04 68.8 48.1NEL g/kg TS 5.41 5.12 5.6 5.5Rohfaser g/kg TS 282.77 272.63 254.6 261.1ZellwändeNDF g/kg TS 543.52 525.87 470.5 484.3Verdaul. NDF % TS 61.28 57.71 70.3 68.3ADF g/kg TS 311.59 295.85 278.2 292.4ADL g/kg TS 32.11 28.90 23.9 24.7Kennwerte UFA W-FOSWFOS g/kg TS 465.96 476.06 514.1 503.7WFKH g/kg TS 400.02 418.43 410.0 390.8SFKH g/kg TS 145.57 167.16 116.8 92.9WFRP g/kg TS 65.93 57.65 104.1 112.9SFRP g/kg TS 43.26 38.57 78.2 81.9OS = organische Substanz, WF = wirklich fermentierbar, SF = schnell fermentierbar, KH = Kohlenhydrate, RP = Rohproteinfutter nicht richtig ergänzt, wird die gewünschteMilch im Winter ausbleiben.Gezielt ergänzen Der Ausgleichder Grundfutterration bringt bekanntlichviele Vorteile für die Gesundheit derTiere und die Wirtschaftlichkeit derMilchproduktion oder Mast. Mit einergezielten Ergänzung, welche die Pansenfermentationberücksichtigt, kanndie Milchleistung deutlich gesteigertwerden. Auch die Zellwandfraktionenund die Verdaulichkeit der Zellwändesind entscheidend. Wie dies aufgrundder aktuellen Analysetrends am bestenerfolgt, steht im Artikel «Grundfutter-Qualität verstehen».Autor Hansueli Rüegsegger,Ressortleiter Milchvieh, UFA AG,3360 Herzogenbuchsee, www.ufa.chwww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 73


NUTZTIEREPREMIUMGrundfutterqualität verstehenWIRD EINE RAUFUTTERANALYSE GEMACHT, sind nicht nur die Energie- undProteinangaben massgebend. Die Analyse muss genau unter die Lupe genommenwerden, um die Zusammenhänge zu verstehen. Dieses Jahr ist besonders die Verdaulichkeitder Zellwände zu beachten.HansueliRüegseggerIgnazHutterRaufutteranalysen bieten einenwichtigen Eckpfeiler in der Fütterungsplanung.Neben den Rohnährstoffen(z. B. Rohprotein), Zellwandbestandteilensowie APD- undEnergiewerten bestimmen einzelne Laboratorienauch Kennzahlen der Pansenfermentation.Mit diesen Kennzahlenkann eine Ration gezielter ergänztwerden, da die Abbaubarkeiten berücksichtigtsind. So lassen sich bespielweiseSFKH (schnell fermentierbare Kohlenhydrate)und SFRP (schnell fermentierbaresRohprotein) aufeinander abstimmen,um die Pansenfermentationzu optimieren.Schlecht verdauliche ZellwändeAufgrund erster Futteranalysen aus diesemJahr weisen Dürrfutter und Gras -silage eine tiefere Verdaulichkeit derZellwände auf als im Vorjahr. Um diePansenaktivität zu erhöhen und einenbesseren Aufschluss der Faserbestand-10 JAHREBIBLISQUALITÄTSpeciflor für eine bessereFaserverdaulichkeitDank der gezielten Zusammensetzungkann mit Speciflor mehr aus Grundfuttermit tiefer Faserverdaulichkeit herausgeholtwerden. Speciflor verfügt über gutverdauliche Zellwände (u.a. Pektine),welche die Verdaulichkeit des Raufuttersverbessern. Die Investition in Speciflormacht sich durch eine vollständigereVerwertung der Gesamtration bezahlt.Martin Michel mit derKrokodilzange, mit der erdas Dürrfutter verteilt.Speciflor in der MunimastBeim Einsatz von viel Maissilage miteinem hohen Stärke- und einem tiefenRohfasergehalt in der Munimast stelltsich die Frage, wie hoch die Verdaulichkeitder Stärke effektiv ist. Sind im Kotganze oder Teile von Maiskörnern(ausgenommen die Schale des Maiskorns)zu finden, deutet dies auf eineungenügende Stärkeverdaulichkeit hin.In diesem Fall muss die Ration soangepasst werden, dass die Stärkeverdaulichkeitsteigt. Mit dem Einsatz vonUFA 250 Speciflor kann die Stärkebesser aufgeschlossen werden. DerBeweis dafür ist, dass der Anteil anunverdauten Körnern im Kot sichtbarreduziert wird.Premium-Rabatt Fr. 5.–/100 kgUFA 250 Speciflor – bis 9.11.2013 inIhrer LANDI.74 10 2013 · UFA-REVUE


PREMIUMteile zu erreichen, muss eine Ergänzungmit gut verdaulichen Zellwänden erfolgen.Eine zusätzliche Verfütterung vonstärkereichem Kraftfutter bringt in diesemFall nicht unbedingt die Lösung.Gefragt ist ein Futter wie UFA 250 Speciflor,das eine hohe Faserverdaulichkeitaufweist. Ganz nach dem Motto: Zuerstdas Maximum aus dem Grundfutter herausholen.Silagemanager liefert noch mehrZusätzliche Informationen zur Gehaltsanalysegibt der Silagemanager. Dieserliefert unter anderem Angaben über dieStabilität der Gras- und Maissilagen unddas Nacherwärmungsrisiko. Anhand derAnalyse kann vorausgesagt werden, wiegross das Nacherwärmungsrisiko ist undwelche Massnahmen zur Vorbeugunggetroffen werden können. Bei der Maissilagewird zusätzlich die Veränderungder Bypass-Stärke im Verlauf der Lagerungvorausgesagt. So kann die Fütterungim Laufe des Jahres entsprechendangepasst werden.UFA 250 Speciflorliefert leichtverdaulicheFasern, damit Kühesperriges Heu besserverwerten können.Wenig Zucker – viel EssigsäureAuffallend bei den bisher eingegangenenAnalysen sind die hohen Essigsäuregehaltebei der Grassilage. Diese liegenim Vergleich zum Vorjahr dreimalhöher. Hohe Anteile an Essigsäure sindbeim Interpretieren der Proben jedochnicht erstaunlich. Unter anderem hattedie tiefe NDF-Verdaulichkeit einen längerenSilierprozess zur Folge, das heisst,die Silage wurde weniger schnell stabil.In der instabilen Phase wurde viel Zuckerabgebaut, der zuerst in Milchsäureund schliesslich in Essigsäure umgewandeltwurde. Hohe Essigsäuregehalte wirkenals Sättigungsfaktor, was eine tiefereTS-Aufnahme mit sich bringen kann.Dies muss bei der Verfütterung von Silagenmit viel Essigsäure berücksichtigtwerden.Fazit Es lohnt sich, Raufutteranalysengenau zu studieren, um daraus dierichtigen Schlüsse zu ziehen. Futter miteiner tiefen NDF-Verdaulichkeit mussgezielt ergänzt werden, um das Potenzialausnutzen zu können. Die Ergänzungeines Futters mit hoher Faserverdaulichkeitist sinnvoll.Der Betrieb Michel wertet Heu mit Speciflor aufMartin Michel lässt sein Dürrfutter regelmässig analysieren. «DieResultate sind meist im Schnitt oder leicht darunter», fasst der MilchundObstproduzent aus Egnach (TG) zusammen. 2 km nördlicheBachrandseite gehen am Wiesenfutter nicht spurlos vorbei. Pflanzen aufder Schattenseite lagern weniger Zucker ein als Futter auf derSonnenseite. Kommt hinzu, dass Michels das Heu 2013 wie vieleandere Betriebe erst spät ernten konnten, was sich auf die Verdaulichkeitnegativ auswirkt. Unter diesen Vorgaben wird versucht, dasOptimum aus dem Raufutter herauszuholen.Michels silofreie Winterration besteht aus Heu, Emd und einerMischung (eine Schaufel pro Mahlzeit) aus Zuckerrüben-Trockenschnitzeln,Luzernewürfeln, UFA 250 Speciflor, Minex 976 und Viehsalz. «Aufdie Rübenschnitzel sind meine Kühe nicht so scharf; wenn ich Speciflorergänze, mögen sie die Mischung sehr gut», stellt der Betriebsleiter fest.Mit seinen leichtverdaulichen Zellwänden passt Speciflor ideal zu altemHeu, weil die Verdaulichkeit der Ration gesteigert wird. An derAbrufstation erhalten Michels Kühe das Eiweisskonzentrat UFA 249 unddas Leistungsfutter UFA 242 zugeteilt. Rund ums Abkalben gibt’sausserdem UFA-Ketonex, um Ketose vorzubeugen.Seit dem Um- und Anbau des neuen Laufstalls im Jahr 2009 erfolgt dieFütterung auf diese Weise. Gemeinsam mit dem UFA-Beratungsdienstwird die Ration jeden Monat aufgrund der Milchmengen- undMilchgehaltsmessungen optimiert. «Seither fressen die Kühe mehr,Azeton ist selten geworden und die Fruchtbarkeit, Klauengesundheitund Milchleistung haben sich spürbar verbessert», fasst Martin Micheldie Resultate zusammen.Zu jungem Gras kommt statt Speciflor jeweils das fasrige UFA 256Fibralor zum Einsatz, um die Passagerate im Pansen zu bremsen und dieVerdaulichkeit der Ration zu verbessern. «Die beiden Raufutterersatz-Würfel Fibralor und Speciflor dienen auch dazu, das auf dem Betriebeher knappe Raufutterangebot zu erhöhen», erklärt der Betriebsleiter.Der Betrieb Michel verfügt über eineNutzfläche von 17 ha. Der Ackerbauumfasst 60 a Futterweizen und 30 aGrünmais, der Obstbau 1.6 haTafelobst, 3 a Himbeeren und 250Hochstammbäume.Autoren Hansueli Rüegsegger,Ressort leiter Milchvieh, UFA AG,3360 Herzogenbuchsee. Ignaz Hutter,Ressorleiter Rindvieh im UFA-Beratungsdienst,9501 Wil. www.ufa.chBeratung Holen Sie den Rat desUFA-Milchviehspezialisten! Er zeigtIhnen auf, wie Heu, Emd und Silage ausdem Jahr 2013 ideal ergänzt werdenkönnen, um die Effizienz des betriebseigenenFutters zu verbessern.www.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 75


NUTZTIEREMarkt oder Pflicht?UM DIE QUALITÄT DER KLAUENPFLEGE zu sichern, wird vorgeschlagen, fürüberbetriebliche Klauenpfleger im Tierschutzgesetz eine Ausbildungs- und Bewilligungspflichtvorzuschreiben. Unbestritten ist: Know-how, wie es im Rahmen der landwirtschaftlichenWeiterbildung vermittelt wird, wirkt sich positiv auf die Gesundheit unddas Wohl der Tiere und damit auf die Wirtschaftlichkeit in der Rindviehhaltung aus.Mortellaro-Pflaster: Wirksam, aber zeitaufwändigDas Pflaster gegen Mortellaro zeigt in der Praxis gute Resultate, war ander Weiterbildungsveranstaltung der Schweizer Klauenpfleger-Vereinigungzu vernehmen. Die Wundheilung erfolge erstaunlich rasch. AnStelle der Erdbeere bilde sich weisse, vorerst noch empfindliche Haut(siehe Bild). Vorteile des Pflasters: Es enthält keine problematischenWirkstoffe, hat keine Absetzfristen zur Folge und kann auch vonTierhaltern angebracht werden. Tipps für den fachgerechten Einsatz:• Wunde bei fliessendem Wasser säubern und mit Einweg-Papier oderFöhn trocknen.• Eins oder mehrere Pflaster anbringen, so dass 100 % der Wundeabgedeckt wird.• Druckkissen für Wundkontakt auflegen.• Polsterung der zu verbindenden Stellen mit Synthetikwatte.• Klaue einbinden mit Gaze, Elastverband.• Schutz des Verbandes mit Tesa-Bandrolle.• Kuh laufen lassen und im Auge behalten.• Innert drei bis vier Tagen sollte eine Besserungfeststellbar sein.• Verband nach zehn Tagen entfernen.• Präventivmassnahmen, um einen neuen Befallmit Mortellaro zu verhindern (keine Mortellaro-Kühezukaufen, Kotschieber häufig laufenlassen, Klauen sauber halten, Landor Desicaleinstreuen, erkrankte Kühe rasch behandeln).Auf Milchviehbetrieben treten vermehrtKlauenprobleme auf, stellenFachleute fest. Insbesondere Mortellarobeschäftigt viele, war auchan der Weiterbildungsveranstaltungder Schweizer Klauenpfleger-Vereinigung(SKV) Ende August am TierspitalBern wieder zu erfahren (siehe Kasten).Eine fachgerechte und regelmässigeKlauenpflege ist wichtig, um Problemenvorzubeugen. Gerade dort, wo dieKlauengesundheit zu wünschen übrigNoch keine definitive Antwort gibt es auf die Frage, ob Kühe, die miteinem Pflaster behandelt wurden, vor dem Wiederaufflammen derKrankheit geschützt sind. Nachteile des Pflasters sind der relativ grosseAufwand für die Befestigung an der Klaue (siehe oben) und die nicht zuunterschätzenden Kosten.lässt, müssen Rindviehhalter auf einenTop-Service des Klauenpflegers zählenkönnen.Mehr als Klauenschneiden Nebender treffenden Beurteilung desKlauenzustandes und einem korrektenSchnitt ist eine tadellose Personen-,Werkzeug- und Behandlungshygiene erforderlich,um die Übertragung ansteckenderKlauenerkrankungen zu unterbinden.Weiter muss ein allfälligerSeuchenverdacht dem Amts- oder Kantonstierarztmitgeteilt werden, was einegute Kenntnis der Krankheitsbilder voraussetzt.Nicht zuletzt geben professionelleKlauenpfleger Tipps, wie die Klauengesundheitgesichert werden kannund arbeiten eng mit anderen Fachleutenzusammen. Der Tierarzt kommt insSpiel, sobald verschreibungspflichtigeMedikamente eingesetzt oder schmerzverursachendeEingriffe vorgenommenwerden müssen. Dies ist dann der Fall,wenn es blutet. Wo Klauenrehe gehäuftauftritt, lohnt sich der Beizug eines Fütterungsberaters.Ausbildung und Bewilligung?In der Schweiz darf Klauen schneiden,wer will. Eine fundierte Ausbildungist Voraussetzung, damitder Klauenpfleger seine grosse Verantwortungwahrnehmen kann.Deshalb wird gefordert, in der Tierschutzverordnungeine Ausbildungs-und Bewilligungspflicht fürüberbetriebliche Klauenschneiderfestzuhalten, wie dies etwa im deutschenBundesland Sachsen bereits umgesetztwurde. Der Bundesrat entscheidetvoraussichtlich bis Ende 2013. «EinHufschmied absolviert eine dreijährigeLehre. Sind im Vergleich dazu bei denKühen fünf Ausbildungstage ausreichend?»,fragt Adrian Steiner, Professoran der Wiederkäuerklinik Bern und Vorstandmitgliedder SKV. In Sachsen daueredie Ausbildung der Klauenpflegermehr als zehn Mal so lange wie in derSchweiz. «Die Aufgabe des Klauenpflegersist es, die Klauengesundheit zu erhaltenund der Entstehung von Klauenerkrankungenvorzubeugen. Damit lässtsich der Einsatz von Antibiotika in derLebensmittelproduktion reduzieren undviele Kühe werden davor bewahrt,schmerzhafte Klauenerkrankungen erduldenzu müssen.»Hürde oder Anreiz? Der SchweizerischeBauernverband (SBV) begrüsst,dass Klauenpfleger die heutige Modulausbildungan den Landwirtschaftsschulenabsolvieren. «Bei der Revision derTierschutzverordnung wollen wir aberkeine separate, nicht in die beruflicheWeiterbildung integrierte Ausbildungfür Klauenpfleger», präzisiert ThomasJäggi vom SBV. Weiter lehnt der SBV eineBewilligungspflicht für überbetrieblichtätige Klauenpfleger ab. «Ein Klauenpflegerkann sich keine Fehler leisten,sonst verliert er die Kunden», ist ThomasJäggi überzeugt. Tierschützer undeinige Tierärzte halten dagegen, dassder Markt nicht immer funktioniere. Objedoch eine neue Bewilligungspflichtvor gelegentlichen Fehleingriffen bewahrt,ist fraglich. Der SBV befürchtetsogar, dass sich eine Bewilligungspflichtaus Tierschutzsicht kontraproduktivauswirken könnte. «Der zusätzliche bürokratischeAufwand führt dazu, dassaktive Klauenpfleger die überbetrieblicheTätigkeit aufgeben und ein Mangel76 10 2013 · UFA-REVUE


NUTZTIERETabelle: Grundkurse «Funktionelle Klauenpflege beim Rind»Kursort und KursdatenLBBZ Liebegg, Gränichen3.– 5. Dezember 2013 (Dienstag – Donnerstag)Institut agricole Grangeneuve, Posieux (für französisch Sprechende)10. – 12. Dezember 2013 (Dienstag – Donnerstag)Inforama Rütti, Zollikofen21.– 23. Januar 2014 (Dienstag – Donnerstag)Institut Agricole du Jura, Courtemelon28. – 30. Januar 2014 (Dienstag – Donnerstag)Landwirtschaftliches Zentrum SG, Salez5. – 7. Februar 2014 (Mittwoch – Freitag)Programm: 1. Tag: Anatomie und Seuchenlehre2. und 3. Tag: Praktische Übungen der funktionellen KlauenpflegeKosten: Fr. 400.–Anmeldungen an: Geschäftsstelle SKV / ASPO, Mättmey 1, Utzenstorf, 032 665 31 27, info@klauenpflege.chAnmeldeschluss: Ein Monat vor KursbeginnMindestteilnehmer: 16 Personen pro KursWeitere Informationen: Mit der Kursbestätigung wird ein Einzahlungsscheinzugeschickt. Bei Abmeldung bis 14 Tage vor Kursbeginn wird die Hälfte der Kurskostenzurückerstattet.Grafik: Ausbildungskonzept KlauenpflegeGrundkurs(3 Tage)ProfikursKlauenpflege -modul B51(5 Tage)ModulprüfungPraxisPraxis(dokumentiert)Prüfung – Stufe IKlauenpflegeeigener BestandPrüfung – Stufe IIZertifikat als«Berufsklauenpfleger»Nicht nur Klauenstaub, auch die Keime sindproblematischJeder dritte junge Landwirt zeigt laut Uni Göttingen Einschränkungen inder Lungenfunktion. Eine Rolle bei der Entstehung von Asthma,Bronchitis oder Allergien spielt Staub, erklärte Cornelia Fürst, agriss,Schöftland, anlässlich der Weiterbildungsveranstaltung der SchweizerKlauenpfleger-Vereinigung. Je feiner der Staub, desto eher geht er indie Lunge.Die so genannte Farmerlunge entsteht durch Entzündungen, die vonAllergenen (feine Staubteilchen, beispielsweise aus verschimmeltemHeu oder Tierfell) hervorgerufen werden. Rund acht Stunden nach derStaubeinwirkung leiden Betroffene unter Atemnot und Fieber. BeiVerdacht auf eine Farmerlunge sollte der Arzt frühzeitig aufgesuchtwerden.Wie stark die Staubentwicklung bei der Klauenpflege ist, hat Agrisszusammen mit der Suva und der Wiederkäuerklinik der Vetsuisse-Fakultät,Universität Bern, untersucht. Je nachdem, in welcheRichtung der Schleifstrahl bläst, kann insbesondere dieKartonscheibe zu einer Staubbelastung führen, die überdem tolerierbaren Wert liegt. Aufgrund der Untersuchungengibt Cornelia Fürst für die Klauenpflege folgendeEmpfehlungen:• Eine Atemschutzmaske der Schutzklasse P2 kostetnur 3 bis 5 Fr. und hält den Staub wirkungsvollvon der Nase fern.• Nur in gut belüfteten Bereichen klaunen. Damithängen schwebende Feinstaubteile wenigerlange in der Luft.• Zusätzlichen Rinderstaub möglichstvermeiden (Tiere nicht striegeln währenddem Klaunen).Wichtig zu wissen: «Nicht nur der Klauenstaub,auch die schädlichen Keime, die den Staubteilchenanhaften können, sind problematisch fürdie Lungengesundheit», erklärt Cornelia Fürst.Cornelia Fürst,Agriss.an qualifizierten Klauenpflegern eintritt»,argumentiert Thomas Jäggi, währenddie SKV davon ausgeht, dass mitder Bewilligungspflicht das Interesse amBeruf zunähme.Klauenpflege als Nebenerwerb?Bereits heute sind Klauenpfleger knapp,besonders in der Westschweiz und imWallis. Zusammen mit den Landwirtschaftsschulenist der SKV deshalb in dieOffensive gegangen. Neu werden auchin Courtemelon und GrangeneuveGrundkurse angeboten (siehe Tabelle).Die Klauenpflege kann sich als Nebenjobfür Landwirte eignen, wenn die Arbeitsspitzenim Herbst und Frühling gemeistertwerden können.Das jetzige Ausbildungskonzept derSKV ist in der Grafik dargestellt. ImGrundkurs liegt das Schwergewicht aufdem Klauenschneiden. (0.5 Tag Theorie,2.5 Tage praktische Übungen). Nachfrühestens einem halben Jahr selbständigerPraxis kann die Prüfung Stufe l abgelegtwerden. Die Prüfung Stufe l istVoraussetzung für die Prüfung Stufe ll.Klauenpfleger ist zwar kein eidgenössischanerkannter Beruf. Wer jedoch dieStufe II erfolgreich absolviert, bringt einegute erste Basis für die erfolgreicheKlauenpflege mit sich.Eine nachhaltigeKlauenpflege geht weitüber einen präzisenSchnitt hinaus.Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,3360 Herzogenbuchsee.Adressliste «Ausgebildete Klauen -pfleger» Die Schweizer Klauenpfleger-Vereinigung (SKV) führt eine Adresslistevon ausgebildeten Klauenpflegern inder Schweiz. Auskünfte: Christian Staub, 031 809 20 01 undwww.klauenpflege.chwww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 77


NUTZTIERESchweizer Salz, nah und ökologischGRUNDFUTTER decken den Natriumbedarf der Nutztiere nicht. Als Ergänzungkommen Agro-Salze in verschiedenen Formen und mit unterschiedlichen Zusätzenzum Einsatz. Das Salz wird mehrheitlich in der Schweiz gewonnen und durch die LANDIvertrieben. Heute liegt der Energiebedarf für die Salzgewinnung 15-mal tiefer als früher.JürgBurrenRalphMeissnerSalze und Salz-Lecksteine, die in derlandwirtschaftlichen Nutztierhaltungals Futterzusatz verwendetwerden, bezeichnet man zusammenfassendals Agro-Salze. Nutztierewerden auf hohe Milchleistung undschnelles Wachstum gezüchtet. Deshalbbenötigen sie mehr Futter als Wildtiere.Je höher die geforderten Milch- oderFleischleistung, desto höher ist auch derSalzbedarf (siehe Kasten).TäglicherNaCI-Bedarf fürNutztiere• Kuh ca. 60 – 90 g• Rind ca. 25 – 40 g• Kalb ca. 15 g• Pferd ca. 50 g• Schwein ca. 20 g• Schaf ca. 5 – 7g• Ziege ca. 2 – 5g• Geflügel ca. 4 gVerabreichung über mehrereWege Da pflanzliche Futter relativarm an Salz und Mineralstoffen sind,wird beides direkt ins Frischfutter eingestreut,den Futtermischungen zugesetztoder den Tieren als Salz-Leckstein zurSelbstbedienung angeboten.Die fenaco -LANDI Gruppe führt nebstSalz und Salzlecksteinen auch Produktemit Jod und mit Mineralstoffen im Sortiment(siehe Kasten).Agro-Salze in Ihrer LANDI• Viehsalz mit Jod, 25 kg / 50 kg• Futtermittelsalz, 25 kg / 50 kg• UFA-Salzleckstein, 5 kg• Weitere Agro-Salze der LANDI sind abrufbar unterwww.salz.ch/produkte/landschaftssalz/Minex/UFA-Mineralsalze:Beachten Sie die aktuelle Beigabeaktion für Minex/UFA-Mineralsalze(www.ufa.ch).Andere Salze im Sortiment:Speisesalze (z.B. Käsereisalz), Auftausalze, Regeniersalze, Gewerbe- undIndustriesalze sowie Badesalze in verschiedenen Verpackungen.Bestellungen und persönliche Infos:Bei Ihrem Agro-Team in der LANDI.Schweizer Salz, ein Geschenk des Urmeers. Bild: www.salz.chNoch lange nicht ausgeschöpftSalz ist ein Schweizer Rohstoff, der nochfür Jahrhunderte reicht. Es ist das Geschenkdes Urmeers, das vor 200 MillionenJahren verdunstete und in derNordwestschweiz, in der Waadt, im Juraund im Mittelland bis 100m dicke Salzschichtenhinterliess. Die Salzschichtensind von jüngerem Gestein überdeckt.15-mal weniger Energie DasPrinzip der Siedetechnik, wie sie bei denSchweizer Rheinsalinen angewendetwird, ist einfach. Salzschichten in 140bis 400m Tiefe werden angebohrt undmit Hilfe von Trinkwasser gelöst. Ton,feiner Sand und unlösliche Mineralienbleiben liegen. Die Salzlösung (gesättigteSole) wird in grosse Tanks gepumpt.Die Sole wird dort zuerst durch Ausfällenvon Kalzium- und Magnesiumsulfatenthärtet und anschliessend in Verdampfernerhitzt. Das Wasser verdunstetund reines, feines Salz kristallisiertaus. Der Dampf wird wieder aufgeheiztund erneut genutzt. Das kondensierte,mineralfreie Restwasser gelangt in denRhein. Lose oder abgepackt gelangt dasSalz in den Wirtschaftskreislauf. GipsundMineralien, die bei der Soleenthärtungals Schlamm anfallen, werden inden Untergrund zurückgepresst, dorthin,wo sie vorher schon waren. DieProduktion einer Tonne Salz brauchtdank Wärmerückgewinnung heute 15-mal weniger Energie als früher. Autoren Jürg Burren, LeiterGeschäftsbereich Raufutter und Salze;Ralph Meissner, Handel Salze,fenaco GOF, 3001 BernUnter www.landi.ch, www.ufa.ch,www.salz.ch und www.selbex.comfinden Sie das ganze Salz-Sortiment, dasin den LANDI angeboten wird.www.ufarevue.ch 10 · 1378 10 2013 · UFA-REVUE


Heu oder Maiswürfel?NUTZTIERESEIT SEPTEMBER muss Kälbern ab der dritten Lebenswoche jederzeit eingeeignetes Raufutter zur Verfügung gestellt werden. Der Autor ging der Fragenach, welche Raufutter-Produkte sich am besten für die bäuerliche Kälbermast eignen.Ins Finale schafften es Heu und Maiswürfel.PhilippGutHeu ist ein günstiges,betriebseigenes Futter.Bei Maiswürfeln sinddafür die Energiegehaltehöher.In einer Diplomarbeit an der HöherenFachschule Strickhof wurdenRaufutter bewertet, welche die Anforderungender Tierschutzverordnungin der Kälbermast erfüllen.Heu schloss in der Gesamtbeurteilungals günstigstes Raufutter ab. Es sollteaber nur wenig Erde enthalten undmuss schimmelfrei und gut belüftetsein. Qualitätsheu hat keinen bedeutendenEinfluss auf die Fleischfarbe. Bemängeltwird das aufwändige Handling.Maiswürfel wurden am zweitbestenbewertet. Ihr Vorteil ist der tiefe Eisengehaltund dass sie weniger Labmagenläsionenverursachen als Stroh undHeu. Unter den Maiswürfeln erhielt der«Oberkirch Maiswürfel plus» eine besondersvorteilhafte Bewertung, weil er7 % mehr leichtlösliche Energie (15 %Nebenprodukte aus Lebensmittelindustrie)zum gleichen Preis enthält.Tabelle: Raufutter im VergleichOberkirchProdukt Heu Maiswürfel Maiswürfel PlusWirzkalender Wirzkalender AnalyseALP/UFANEL MJ/kg 5.5 5.8 6.2NEV MJ/kg 5.5 6.0 6.4APDE g/kg 86 75 60APDN g/kg 75 44 38Rohfaser g/kg 253 163 145Rohprotein g/kg 118 70 59Rohasche g/kg < 120 35 24Rohfett g/kg 35 34 15ADF g/kg 269 197 203NDF g/kg 441 359 370Eisen mg/kg 100 – 300 40 – 120 40 – 120Preis pro dt in CHF 30 46 46Kosten pro Kalb in CHF (30 kg Verzehr) 9 13.8 13.8Neu: UFA215 FibrafitUFA 215 Fibrafit wurdeEnde August 2013 auf den Marktgebracht und konnte im Versuch (sieheHauptartikel) nicht berücksichtigtwerden. Fibrafit erfüllt die Vorgaben derTierschutzverordnung als Raufutter fürKälber. Das gewürfelte Produkt (8 mm)ist in der LANDI erhältlich und enthältunter anderem Weizenkleie, Luzerne,Stroh, Mais und Sonnenblumenkuchen.Seine Vorteile:• Alternative zu Maiswürfeln, Trockengrasoder bei Heumangel.• Zeitsparender Einsatz.• Einfache Lagerung.• Gute Fressbarkeit.• Keine Blähungen, unterstütztdie Verdauung.• Kontrollierte und garantierte Qualität.• Gute Verfügbarkeit.Als ideales Fütterungsregimewird vorgeschlagen, Stroh ständig in einerRaufe und die rationierte Ergänzungsfuttergabein einem Trog anzubieten.Damit nehmen die Kälber genugGrobfutter auf und die Fleischfarbe lässtsich auf die Bedürfnisse des Abnehmersausrichten.Fazit Für bäuerliche Kälbermästerkann der «Oberkirch Maiswürfel Plus»empfohlen werden. Gegenüber gewöhnlichenMaiswürfeln enthält ermehr leichtlösliche Energie, von der einpositiver Einfluss auf die Mastleistungzu erwarten ist.Autor Philipp Gut, Agrotechniker HFBegleitet wurde die Diplomarbeit desAutors von Lukas Schulthess, Strickhof,und Viktor Amrhyn, LANDI Sursee.www.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 79


NUTZTIEREHeute sind es 160 MilchziegenDER BETRIEB MAYER hat sich auf die Ziegenmilchproduktion spezialisiert. Mitden Jahren konnte ein reicher Schatz an Erfahrungen gesammelt werden. Zu Gunstendes Tierwohls wird auf Hornlos-Zucht gesetzt. Weitere Selektionskriterien sind gutaufgehängte Euter und schöne Zitzen. Um das Potenzial der Aufzuchtgitzi auszuschöpfen,wird bereits ab der zweiten Lebenswoche nährstoffreiches Festfutter angeboten.Blick auf den Ziegenstall,der gemeinsammit dem Nachbarngenutzt wird. Rundumist’s ziemlich steil.Vor bald 20 Jahren haben Ernst undRita Mayer mit vier Milchziegen begonnen.Der Bestand wuchs undwuchs. 2007 wurde gemeinsam mitdem Nachbarn ein neuer Laufstall gebaut,der Platz für zwei Herden bietet.Heute halten Mayers 160 BündnerStrahlenziegen.Innovative Käserei Das Wachstumist dank der erfolgreichen Entwicklungder «Che Chaschöl» in Tschlinmöglich geworden. «So ein Käse» heisstdiese Käserei, frei aus dem Rätoromanischenübersetzt. Eine breite Produktpaletteaus Ziegen-, Schaf- und Büffelmilchwird an Hotels, unter anderem inSt. Moritz, und auf Märkten verkauft.Das Engagement und die Innovationskraftder Käserin Chatrina Mair-Denothund ihres Teams werden sehr geschätzt.Mit der Bio-Nischenproduktion ist esfür Milchproduzenten in Tschlin möglich,eine angemessene Wertschöpfungzu erzielen.BetriebsspiegelErnst und Rita Mayer, 7559 TschlinNutzfläche: 37 ha (davon 25 ha Eigen -land), Bergzone 4, 1534 m über MeerTiere: 160 Bündner Strahlenziegeninklusive 20 bis 30 Aufzuchtund30 Mastgitzi, 30 MutterschafeArbeitskräfte: Betriebsleiter-EhepaarSpezielles: Direktverkauf von Trockenwürsten,Bio-Betrieb«Vo nüt chunt nüt» In den letztenJahren sank der Ziegenmilchpreis zwaretwas, weil ein gewisser Marktdruckentstanden ist. Im Schnitt gibt es inTschlin 1.12 Fr. je Kilogramm Ziegenmilch– im Sommer etwas weniger, imWinter etwas mehr. Reicht das für einewirtschaftliche Produktion?«Vo nüt chunt nüt», stellt Ernst Mayerfest. Insbesondere im Februar undMärz, wenn ein Grossteil der Ziegen ablammt,sei der Arbeitsaufwand gross.Für eine gewisse Entlastung sorgen dieZiegen höchstpersönlich: «Interessant,dass sie bei uns immer zwischen 5 und20 Uhr und nie in der Nacht ablammen»,wundern sich Rita und Ernst.In Spitzenzeiten dauert das Melkenim 24-plätzigen Melkstand mit 12 Aggregateneineinhalb Stunden. Tagesbeginnist dann um 4 Uhr, Feierabend ab18 Uhr. Viel zu tun gibt es auch währendder Dürrfutterernte in den steilen Berghängenund während der Alpzeit.Hornlos-Zucht Vier bis fünf Böckesind auf dem Herdebuchbetrieb für dasBesamungsmanagement zuständig. Seiteiniger Zeit setzen Mayers nur noch Böckeein, die Hornlosigkeit vererben, umVerletzungen zu vermeiden. Bereits sindzwei Drittel des Bestandes genetischhornlos. Kleiner Nachteil: Die Gefahr,dass Zwitter zur Welt kommen, ist in derHornlos-Zucht leicht erhöht.Bei der Selektion wird ausserdem aufgute Euter, nicht zu lange Zitzen undstabile Fundamente geschaut. Ziegenmit Hängeeuter sind besonders auf derAlp einem höheren Verletzungsrisikoausgesetzt.Gelegentlich werden Nutzziegen verkauft,letzthin grad nach Innsbruck.Dank Abtrennungen zwischen denFressplätzen können die Ziegendas Futter im Melkstand in Ruheaufnehmen.80 10 2013 · UFA-REVUE


NUTZTIERETränkeautomat Letztes Jahr gab esso viele Drillinge wie nie: Gleich 60 Ziegenbrachten drei Gitzi auf einmal zurWelt. Nach der Kolostrumgabe werdendie Gitzi an den Förster-Automaten gewöhnt.Masttiere verlassen den Betriebnach rund zehn Tagen. Sie gehen ins St.Gallische, wo sie durch verschiedeneRentner, die noch über ältere Ställe verfügen,gemästet und bei einem spezialisiertenMetzger geschlachtet werden.Aus Altziegen lassen Mayers Trockenwürsteherstellen, die sie direkt vermarkten.Aufzuchttiere erhalten bereits ab derzweiten Lebenswoche UFA-Biofutter,damit sie früh viel Festfutter aufnehmenund das Absetzen der Milch ohneWachstumsknick überstehen.Wählerisch Im Gegensatz zu Rindernoder Schafen mögen Ziegen fast allePflanzen ein bisschen. Sie naschen anGräsern, Kräutern, Büschen, Bäumenund decken so ihren Bedarf aus vielenverschiedenen Nährstoffquellen. Allerdingssind Ziegen wählerisch. Stimmtdie Futterqualität nicht, lassen sie vieleFutterreste zurück (siehe auch Kasten).Auf dem Betrieb Mayer werden nebenZiegen deshalb auch Mutterschafe gehalten,damit diese die Futterresten verwerten.Tabelle 1: Nährstoffbedarfder MilchziegenGehalt pro Kilogramm MJ gTrockensubstanz NEL APDErhaltung 5.8 504. Trächtigkeitsmonat 6.3 795. Trächtigkeitsmonat 7.1 107Erhaltung plus 1 kg Milch 7.6 95Erhaltung plus 2 kg Milch 9.4 140Erhaltung plus 3 kg Milch 11.2 163Erhaltung plus 4 kg Milch 13 208Erhaltung plus 5 kg Milch 15.7 241Quelle: AgroscopeTabelle 2: UFA Ziegen- undSchaffutter-SortimentGehalt pro Kilogramm MJ gTrockensubstanz NEL APDUFA 772 ProRumin,Startphase 6.8 115UFA 766, Leistungsfutter 7 110UFA 765, energiereich 7 85UFA 767, proteinreich 7 125UFA 763 ProRumin,für AufzuchtundMastlämmer 7 110UFA 864 Bio,für Bio-Betriebe 7 103Rabatt Fr. 4.–/100 kg bis 9.11.2013Milchleistung über den Winter 2013/14 sichernErste Raufutteranalysen zeigen, dass Gehalte und Verdaulichkeit desDürrfutters wegen dem späten ersten Schnitt schlechter sind als in denVorjahren. Ziegen reagieren stark auf die Heuqualität. Nehmen sie vonjung geschnittenem Heu etwa 2.5 kg pro Tag auf, sind es von EndeBlüte geschnittenem Heu oder durch Regen beeinträchtigtem Heu nochetwa 1.3 kg. Wichtig ist, folgende Fütterungstipps einzuhalten:• Raufutteranalyse durchführen.• Energie und Protein leistungsgerecht ergänzen.• 20 bis 30 g Rohprotein pro MJ NEL in der Trockensubstanz (TS)führen zu einer optimalen Verwertung der Nährstoffe.• Ein Rohfasergehalt von über 18% der TS schränkt die Verdaulichkeit ein.• Zuerst Raufutter, dann Kraftfutter verabreichen.• Ad libitum füttern.• Nicht über 300 g Kraftfutter pro Gabe (Gefahr Pansenübersäuerung).• Futterumstellungen über zwei Wochenschrittweise vornehmen, damit sich diePansenbakterien anpassen können.• Faustregel: pro Tier und Tag 40 gMineralsalz (UFA 998) und rund 10 gViehsalz füttern.• Nichts zu suchen hat schimmliges Futterim Trog der Milchziegen. Schimmelgifte(Mykotoxine) können zu Störungen undAbgängen bei den Ziegen führen.• Laktierende Ziegen benötigenmindestens 3.5 l Wasser jeKilogramm TS, bei Hitzedeutlich mehr.Eugen Signer,Fütterungsberaterim UFA-BeratungsdienstWilRita und Ernst Mayer mit ihrenzutraulichen Bündner Strahlenziegen.Melkanreiz Gefüttert wird im Winterhalbjahrmit Heu und Emd. Als Ergänzungkommen UFA-Kombifutter, Müeslimix,Mineralstoffe und Viehsalz zumEinsatz. «Das Kraftfutter dient als Anreiz,damit die Ziegen in den Melkstandkommen», erklärt Ernst Mayer. «Würdenwir es in der Krippe anbieten, gäbees Auseinandersetzungen und ein Gedränge,denn Ziegen mögen das UFA-Futter sehr.» Leistungsmässig gehenMayers – dem Bio-Gedanken getreu –bewusst nicht ans Limit. Dennoch gebenihre Strahlenziegen 650 kg Milchpro Laktation.Drei bis vier Mal entwurmenFür eine stabile Tiergesundheit ist es nötig,drei bis vier Mal im Jahr zu entwurmen.Dies auch bei ausgewachsenenTieren. Die Wahl des Entwurmungsmittelswird gezielt auf die vorhandenenParasiten abgestimmt, um Resistenzenvorzubeugen. Welche Parasiten vorherrschen,stellt der Tierarzt anhand regelmässigerKotproben fest. Autor Matthias Roggli,UFA-Revue,3360 HerzogenbuchseeChe Chaschöl Mehrzu dieser inno vativenKäserei, die unteranderem Ricotta, Halb -hartkäse, geräuchertenKäse und Camembertaus Ziegenmilchherstellt, steht unterwww.chechaschöl.chwww.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 81


NUTZTIEREEntspannter im bekannten UmfeldDIE GRUPPENHALTUNG DER KANINCHEN ist eine Herausforderung, dersich bereits viele Schweizer Betriebe stellen. Der uneingeschränkte Kontakt zuArtgenossen entspricht den natürlichen Ansprüchen der Tiere und bringt Vorteile.Neue Untersuchungen zeigen, dass sich Verletzungen bei Neugruppierungenreduzieren lassen, indem das Reproduktionsmanagement verändert wird.Beatrice A.RothLottiBiglerZwar ist die Gruppenhaltung in derSchweiz nicht explizit vorgeschrieben.Doch in der Einzelhaltung vonKaninchen werden wichtige Bedürfnisseder Tiere, wie zum Beispiel Sozialkontakte,nicht gedeckt, weshalb dieseHaltungsform grundsätzlich als problematischanzusehen ist. Dass die Einzelhaltungdie Anpassungsfähigkeit derTiere überfordert, zeigt sich zum Beispieldaran, dass bei alleine gehaltenenKaninchen mehr VerhaltensstörungenKaninchen müssen sich nach Neugruppierungenerst aneinander gewöhnen.auftreten. Allerdings ist die Gruppenhaltungbei Kaninchen sehr anspruchsvollund setzt viel Fachwissen und eine guteBeobachtungsgabe voraus.Aggressionen gehören dazu Betriebeder Kani-Swiss GmbH und der IntegrationKyburz stellen sich der Herausforderungder Gruppenhaltungschon seit einigen Jahren.Neben den vielen Vorteilen der Gruppenhaltunggibt es immer noch Bereiche,in denen Verbesserungen angestrebtwerden müssen. Es konntegezeigt werden, dass drei Viertel allersozialen Interaktionen zwischen den Kaninchenneutral oder positiv verlaufen(wie lecken oder beschnuppern). EinViertel der Interaktionen in Gruppenhaltungsind jedoch von Aggressionenbegleitet und potenziell mit Verletzungsfolgenverbunden.Wissenschaft und Praxis Angestrebtwird, die Gruppenhaltung zu fördernund in Zusammenarbeit mit derPraxis weiter zu verbessern. Deshalbwurde am Forschungszentrum für tiergerechteHaltung für Geflügel und Kaninchenin Zollikofen untersucht, wannVerletzungen und Stress in Kaninchengruppengenau auftreten und was dieUrsachen dafür sein könnten.Situation in der Schweiz Eineumfassende Umfrage im Jahr 2010 aufallen Schweizer Zuchtbetrieben mitGruppenhaltung zeigte, dass 40 % derBetriebe die Zibben mit Böcken besamen,während die restlichen 60 % dieZibben künstlich decken. Gut die Hälfteder Zuchtbetriebe, auf denen mit künstlicherBesamung gearbeitet wird, haltendie Zibben um den Zeitpunkt des Werfensfür zwölf Tage in Einzelabteilen.Diese Isolationsphase dient dazu,Scheinträchtigkeiten und Nestkämpfezu verhindern. Zusätzlich werden häufignicht-trächtige Tiere mit trächtigen Zibbenaus anderen Gruppen ersetzt. DieIntegration von diesen neuen Gruppenmitgliederngeschieht normalerweisenach der Isolationsphase. Auch Betriebe,auf denen die Zibben mit Böckenbesamt werden, vervollständigen dieGruppen, zum Beispiel bei Abgängen,mit neuen Tieren. Diese Verfahren führenzu häufigen Änderungen der Gruppenzusammensetzung.Die zweimaligeUntersuchung von 30 % der Zuchtzibbenzeigte, dass insgesamt bei 33% allerZibben Verletzungen zu finden waren,wobei auch fast verheilte Wunden undkleine Kratzer dazu gezählt wurden.Schaut man sich die schwersten Verletzungenan, sind nur gut ein Prozent derTiere betroffen.Anhand eines umfassenden Fragebogenswurde die Isolationsphase als einRisikofaktor eruiert: Auf Betrieben, dieihre Zibben zwischen dem Werfen undder künstlichen Besamung isolierten,wiesen die Zibben mehr Verletzungenauf als auf Betrieben ohne eine solcheIsolationsphase.Fokus auf Isolationsphase Aufgrundder Ergebnisse der Umfrage wurdenweitere Untersuchungen mit Fokusauf die Isolationsphase durchgeführt. Ineiner dieser Untersuchungen wurdeanalysiert, ob eine konstante GruppenzusammensetzungVerletzungen, Aggressionenund Stress reduzieren kann.Dazu wurden Gruppen mit einer wech-82 10 2013 · UFA-REVUE


NUTZTIEREPraxistipps zur NeugruppierungIm Zusammenhang mit dem Neugruppieren der Zuchtkaninchen(Zuchtboxe BTS II) hat Felix Näf positive Erfahrungenmit folgenden Massnahmen gemacht:• Selektion der Zuchttiere: Sehr aggressive Zibben müssenvon der Zucht ausgeschlossen werden.Felix Näf,Kani-Swiss,Beinwil (AG).• Stufenweises Öffnen der Einzelkompartimente (zuerst Vorderseite, einige Tagespäter Deckel), was mit dem Gelenkgitter optimal funktioniert.• Nach dem Öffnen im Stall bleiben beziehungsweise Arbeiten im Stall verrichtenund bei Streitereien zwischen den Zibben aktiv eingreifen.• Zibben ablenken durch zusätzliche Heugaben oder Äste / Möhren.• Gruppenzusammensetzung so lange wie möglich konstant halten, auch wennnicht alle Zibben trächtig sind.• Notfalltropfen (homöopathisch) übers Wasser verabreichen.selnden Gruppenzusammensetzung– wie in der Praxis üblich – Gruppenmit konstanter Zusammensetzunggegenübergestellt. Die Zibben derkonstanten Gruppen wurden vordem Versuch während eines Reproduktionszyklusin derselben Gruppenzusammensetzunggehalten.Zweiter Tag ist am schlimmstenDie Anzahl neuer Verletzungenund die Häufigkeit von aggressivenAuseinandersetzungen warenam zweiten Tag nach dem Neugruppierenam höchsten und nahmendann in beiden Gruppen ab. Gruppenmit wechselnder Zusammensetzungzeigten mehr neue Verletzungenals Gruppen mit konstanterZusammensetzung. Zudem warendie Stresswerte der gemischtenGruppen, aber nicht die der konstantenGruppen, erhöht. Die Verhaltensbeobachtungenzeigten, dassdie Häufigkeit von Beissen und Boxenin gemischten Gruppen höherwar als in Gruppen mit konstanterZusammensetzung.Diese Ergebnisse weisen wie erwartetdarauf hin, dass eine konstanteGruppenzusammensetzungVerletzungen, Stress und Aggressionenreduzieren kann. Dabei kommtdieser Effekt bereits nach einem Reproduktionszykluszum Tragen.Neue Ansätze in der PraxisAuf der anderen Seite ist die Isolationnotwendig, um ein Erdrücken derJungen, Nestkämpfe und Scheinträchtigkeitenzu verhindern. Deshalbmüssen neue Herangehensweisenfür das Gruppenmanagemententwickelt werden. In der Praxiswerden bereits solche Ansätze geprüft:Zum Beispiel wird vermehrtversucht, die Gruppenzusammensetzungkonstant zu halten, auchwenn ein Teil der Zibben nichtträchtig wird. Ein weiterer Ansatz istdas stufenweise Öffnen nach derIsolationsphase. Dabei werden dieEinzelabteile zuerst nach vorne underst einige Tage später auch vonoben her geöffnet. Dies könnte zuweniger Bissverletzungen im Kopfbereichführen.Im Zusammenhang mit dem Managementgibt Felix Näf von der KaniSwissGmbH wichtige Ratschlägefür die Gruppenhaltung. Er koordiniertdie Produktion und Vermarktungder Schweizer Kaninchen ausGruppenhaltung (siehe Kasten).Fazit Zusammengefasst deutendie Untersuchungsresultate daraufhin,• dass die Isolationsphase und dasdarauffolgende Neugruppierenein wichtiger Auslöser für aggressivesVerhalten sind.• dass Verletzungen durch Änderungendes Reproduktionsmanagementsreduziert werden könnten.Autorinnen Beatrice A. Roth undLotti Bigler, Forschungszentrum fürtiergerechte Haltung: Geflügel undKaninchen (ZTHZ), Bundesamt fürVeterinärwesen und Universität Bern,3052 Zollikofen, www.bvet.admin.chwww.ufarevue.ch 10 · 13RaufutterTrockenfutter· Vollmaispflanzenwürfel· OBERKIRCH Maiswürfel PLUS· Maiskolbenschrot- / CCM-WürfelGratis-Infoline0800 808 850www.raufutter.chUFA-REVUE · 10 2013 83


NUTZTIERESind die Wildschweine schuld?DIE ENZOOTISCHE PNEUMONIE (EP), eine gefürchtete Lungenerkrankung derSchweine, soll in der Schweiz möglichst eliminiert werden. Dazu ist es nötig, dieInfektionswege zu kennen. Ein Projekt an der Vetsuisse Fakultät Bern untersuchtdeshalb die mögliche Rolle des Wildschweins als Krankheitsüberträger.PeterKuhnertGudrunOvereschFriederikeZeehWildschweinbeständenehmen in derSchweiz zu.Bild: agrarfoto.comEnzootische Pneumonie, kurz EP,wird durch das Bakterium Mycoplasma(M.) hyopneumoniae hervorgerufen.Dieses besiedelt dieAtemwege und vermehrt sich hauptsächlichin der Lunge. Dort führt es zuSchäden, die sich beim lebenden Tier alsHusten äussern. Erkrankte Tiere sindweniger leistungsfähig, so dass auch dieZucht- und Mastleistungen leiden.Sanierung ist teuer Aus diesenGründen wurde in der Schweiz mit derSanierung einzelner Betriebe begonnen.Nachdem die Anfänge erfolgreich waren,traten immer wieder Reinfektionendurch nicht sanierte Betriebe auf. Deshalbwurden im Rahmen der Flächensanierungalle Betriebe in der Schweiz biszum Jahr 2003 saniert. Gleichzeitigwurde die EP als zu bekämpfende Tierseuchein die Seuchengesetzgebungaufgenommen und unterliegt seitherstaatlicher Überwachung. Infizierte Betriebemüssen nach Weisung des zuständigenVeterinäramtes sanieren.Dies kann bei Zuchtbetrieben als Teilsanierunggeschehen, sofern es diegeographische Lage erlaubt und dieMastjager in einem Absonderungsstallplatziert werden können. Mastbetriebemüssen totalsanieren, das heisst, dassin einem gewissen Zeitraum alleSchweine vom Betrieb entfernt werden.Diese Sanierungen stellen für diebetroffenen Betriebe eine grosse finanzielleEinbusse dar.ohne grosse Bewegung gefährlich ist. Ingeringerem Umfang können die Bakteriendurch Besucher, Geräte oder Haustiereverschleppt werden.In den letzten Jahren kamen EP-Ausbrücheimmer wieder sporadisch vor(2010: 15, 2011: 6, 2012: 5 Betriebe.Quelle: Tierseuchenstatistik). Teilweisegab es bei diesen Ausbrüchen keineHinweise, dass die obengenannten,klassischen Infektionswege zum Tragenkamen und es stellt sich die Frage, obWildschweine Träger von M. hyopneumoniaeund daher auch ein Risiko sind.Können schwimmen Wildschweinesind die weit verbreitete Stammformder Hausschweine, biologisch gesehenstellen sie keine andere Art, sondern nureine weitere Rasse dar. Kein anderesNutztier hat einen so nahen Verwandtenin der freien Natur. In der Schweizgab es lange Zeit wildschweinfreie Areale(intensive Landwirtschaft und Bejagung),nun nehmen die Bestände wiederzu. Wildschweine können gutschwimmen, weshalb Wasserläufe oderVorbeugung gegenEnzootische PneumonieSeinen Schweinebestand zu hundertprozentigerSicherheit vor EnzootischerPneumonie (EP) zu schützen, ist leidernicht möglich. Aber es gibt einigeVorbeugemassnahmen, die sich in derPraxis bewähren:• Geregelter Tierverkehr und eingeschränkterPersonenverkehr im Stall.• Schlupflöcher für Schadnager rund umden Stall stopfen.• Ausläufe durch einen zweiten Zaunmit über 1m Abstand absichern.• Unumgehbare Hygieneschleuse amStalleingang.• Stalleigene Stiefel und Überkleideranziehen.• Desinfektionsbecken nur beimBetreten des Stalls durchqueren, aufdem Rückweg nicht.• Werkzeuge desinfizieren, bevor sie inden Stall kommen.Sumpfgebiete keine Barriere bilden.Hingegen sind Hochgebirge Hindernisse,die nicht überwunden werden.Tiere, Luft, Menschen, GeräteDer Krankheitserreger wird hauptsächlichdurch Tierverkehr übertragen. Einweiterer Übertragungsweg ist die Luft,wobei besonders feuchte, kühle Luft84 10 2013 · UFA-REVUE


NUTZTIEREWildschweine sind Allesfresser undkönnen durch ihren kräftigen Rüsselauch grabend nach Futter suchen.Durch Ackerkulturen wie Mais zieht esdie Schwarzkittel in die Nähe von Menschenund damit Schweinehaltungen.Risiko Auslauf Wildschweine lebenentweder in Familien, die von einerLeitbache geführt werden, in Gruppeneinjähriger männlicher Tiere oder alsEinzelgänger (Keiler). Zur Paarungszeit(in Mitteleuropa November bis Januar)schliesst sich der Keiler der Familie an.Eine Bache sondert sich nach einer Tragzeitvon zirka 116 Tagen zur Geburt abund bringt rund sieben Frischlinge zurWelt. Ihren Wurf verteidigt die Bachevehement. Später schliesst sie sich wiederder Familie an. Auf der Suche nachNahrung durchstreifen die Wildschweineihr Revier und können so grosse Streckenzurücklegen.Hausschweine können auf der Weideoder im Auslauf direkten Kontakt mitWildschweinen haben. Eine ungenügendeAbzäunung begünstigt den direktenKontakt (Rüssel zu Rüssel oder sogarEindringen in das Gehege). IndirekterKontakt zu Wildschweinen kann beispielsweiseüber die Luft, verunreinigtesGras oder Personen, die zur Jagd gehen,erfolgen.Erstmals isoliert Im Rahmen einesdurch das Bundesamt für Veterinärwesenfinanzierten Projektes wird momentandie Rolle des Wildschweins als möglicheQuelle von EP untersucht. Amnationalen Referenzlabor für EP am Institutfür Veterinärbakteriologie derUniversität Bern konnte der Erreger inWildschweinen nicht nur diagnostischnachgewiesen, sondern erstmals überhauptisoliert werden. Damit ist bewiesen,dass M. hyopneumoniae im Wildschweinvorkommt.Allerdings scheinen Krankheitssymptome,wenn überhaupt, nicht stark ausgeprägtzu sein, obwohl fast die Hälfteder getesteten Wildschweine positiv fürM. hyopneumoniae war.Genotypisierung Der Nachweisvon M. hyopneumoniae an sich sagtnoch nichts über mögliche Infektionswegeund Zusammenhänge zwischendem Erreger beim Wildschwein unddessen Bedeutung für das Hausschweinaus. Erst die Genotypisierung, ähnlicheinem Vaterschaftstest, lässt Zusammenhängeerkennen, indem sie Aussagenüber Identität oder Verschiedenheitvon Stämmen erlaubt. Die Genotypisierunghat sich als sehr gutes Mittel fürAbklärungen von EP-Ausbrüchen beimHausschwein erwiesen. Dabei hat sichgezeigt, dass nahe gelegene Betriebeund organisatorisch verbundene Betriebein der Regel mit dem gleichen Stamminfiziert wurden, ansonsten aber sehrunterschiedliche Stämme für die einzelnenEP-Ausbrüche in der Schweiz verantwortlichsein können. Die Methodefunktioniert auch bei Wildschweinen.Unterschiedliche Stämme Wiebeim Hausschwein sind die gefundenenM. hyopneumoniae Stämme beimWildschwein sehr verschieden, aberauch hier findet man bei Tieren aus derselbenGegend häufig die gleichenStämme. Weil der Erreger genügend variabelist, um verschiedene Ausbrüchezu unterscheiden, aber doch genügendstabil ist, um allfällige Zusammenhängezu erkennen, bestehen ideale Voraussetzungen,Stämme von Wildschweinenund Ausbruchstämme bei Hausschweinenzu vergleichen. Im Rahmen vonAusbruchsabklärungen war es möglich,bei EP-Ausbrüchen zeitgleich Probenmaterialvon Wildschweinen aus der betroffenenRegion zu erhalten.Weitere Untersuchungen nötigDie bisherigen Resultate der Untersuchungenzeigen, dass bei Haus- undWildschweinen die gleichen Genotypengefunden werden können, und zwar jeweilsin einem zeitlichen und geographischenZusammenhang. Allerdingsgibt es bis jetzt keinen Hinweis darauf,dass der Erreger vom Wildschwein aufeinen Betrieb gelangen kann. Genausogut könnte der Erreger von einem positivenBetrieb auf die Wildschweineübertragen werden. Nur durch weitereUntersuchungen von Wildschweinen imZusammenhang mit EP-Ausbrüchenkann die Frage der Übertragungswegezwischen Wild- und Hausschweinen genauerabgeklärt werden. Nicht zuletztdürfen herkömmliche Übertragungswegevon Betrieb zu Betrieb bei der gezieltenAusbruchsüberwachung nicht ausserAcht gelassen werden.Fazit EP konnte in der Schweiz erfolgreichsaniert werden. Trotzdemkommt es immer wieder zu sporadischenAusbrüchen, bei denen die Quelleder Infektion oftmals unklar bleibt.Viele Wildschweine tragen den EP-Krankheitserreger mit sich und könnenwomöglich Hausschweine anstecken.Allerdings gibt es bis jetzt keine Hinweisedarauf, dass das Wildschwein auchwirklich für EP-Ausbrüche verantwortlichist. Jeder Ausbruch und dessenmögliche Quelle muss individuell abgeklärtund untersucht werden, wozu dieGenotypisierung am Referenzlabor eineideale Unterstützung bietet.Durch die gezielte Ursachenanalysevon Ausbrüchen und die daraus getroffenenMassnahmen sollte die EP-Häufigkeitin Zukunft weiter gesenkt und dieKrankheit in der Schweiz eliminiert werdenkönnen.Hier können Kontaktezu Wildschweinenstattfinden. ImIdealfall wird mit über1 m Abstand zumAuslauf ein Doppelzaunerrichtet, derandere Tiere fernhält.Autoren Prof. Dr.Peter Kuhnert, Projekt -leiter «EP beim Wild -schwein» und Dr. vet.med. Gudrun Overesch,Leiterin ReferenzlaborZOBA, Institut fürVeterinär-Bakteriologie,Vetsuisse Fakultät derUniversität Bern,3012 Bern. Dr. vet.med. Friederike Zeeh,Beraterin Schweine -gesundheitsdienst SGD,Büro Bern-Westschweiz,3001 Bern.www.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 85


NUTZTIEREDer Markt fordert HomogenitätUFA 2000 SCHWEINEPRODUZENTEN liefern immer bessere Qualitäten in dieSchlachtbetriebe. Um daraus am Markt das bestmögliche Resultat zu erzielen,wird das Schweinefleisch im modernen Zerlegebetrieb der Ernst Sutter AG in Bazenheideffizient und marktgerecht aufbereitet.RalfBleyDie Marktanforderungen derSchweinefleisch-Abnehmer lassensich gemäss Christian Siegrist, LeiterBeschaffung bei der Ernst SutterAG, in «äussere und weiche Werte» unterteilen.Jeder einzelne Prozessder Produktion lässt sichim Detail rück verfolgen.marktung liefern, zählen Schweizer Genetikund Schweizer Standard, Tierwohl,Nachhaltigkeit und Sicherheit. Lebensmittelsicherheitscheint sich zumneuen Medienthema zu entwickeln. Diegeforderte Antibiotika-Reduktion bedingtmehr Kontrollen, Beratung, Monitoringund damit neue Anforderungenan die Zucht.Das Frischfleisch -zentrum Bazenheidwurde 2011 eröffnetund läuft aufHoch touren.Ausgeglichene Schlachttiere dank UFA 2000Die 30 Kern- und Vermehrungszüchter des UFA 2000 – Zuchtprogrammshaben sich anfangs September in Bazenheid zur Jahrestagunggetroffen. Dabei wurde der moderne Zerlegebetrieb der Ernst Sutter AGbesichtigt. Christian Siegrist, Leiter Beschaffung, betonte, wie wichtigstandardisierte Schlachtkörper für die Abnehmer sind.Henning Luther, Zuchtleiter der Suisag erklärte, dass das Fundamenteiner marktorientierten Zucht durch die konsequente Kern- undVermehrungszucht gelegt wird. Allerdings haben Mäster, Schlachthof,Detailhandel und Konsument so unterschiedliche Ansprüche an dieGenetik, dass nicht alle Wünsche auf einmal erfüllt werden können.Zudem ist eine gewisse Streuung bei gleicher DNA (Vollgeschwister)normal und kann nicht weggezüchtet werden. Die Erblichkeit desMagerfleischanteils beträgt beispielsweise nur 36 %.Paul Steiner von der Anicom konnte zum Schluss aufzeigen, dass sichdie Jungsauen verkäufe der Kern- und Vermehrungszüchter sehr positiventwickeln. Liefersicherheit, hohe Zuchtwerte, Gesundheitsstatus undZuverlässigkeit überzeugen die Kunden.Äussere Werte Das Erfüllen deräusseren Werte gilt als Muss für alle Lieferanten.Dazu gehört eine hohe Standardisierungder Schlachtkörper. Füreine optimale Verarbeitung im hoch -automatisierten Betrieb müssen die Tierein einem möglichst engen Band bezüglichGewicht, Magerfleischanteilsowie Fleisch- und Fettqualität angeliefertwerden. Die Posten sollten homogenund möglichst gross sein. Diese Anforderungkann nur mit einersystematischen Zucht und der Konzentrationauf definierte Genetik erfülltwerden.Weiche Werte Zu den «weichenWerten», die Argumente in der Ver-Der Zerlegebetrieb Bazenheidder Ernst Sutter AG gehört zu den modernstenin der Welt. Bis 1200 Schweinepro Tag werden individuell zerlegt,nach Kundenwunsch zugeschnitten,verpackt und termingerecht denFleischverkäufern zugestellt. Für einesolche Leistung ist eine effiziente Technikund Organisation unabdingbar. Fürjedes einzelne Schlachtschwein wird dieoptimale Zerlegung anhand derSchlachtdaten berechnet und an verschiedenenArbeitsplätzen entsprechenddurchgeführt. Jeder Arbeitsplatzist mit einer Waage ausgestattet, auf derEin- und Ausgangsgewicht erfasst werden.Die Rückverfolgbarkeit ist bei jedemTeilstück bis zum Produk -tionsbetrieb gewährleistet.Erstaunlich sind die strikten Hygienemassnahmen.Fremde haben keinen Zutrittzur Produktion. Mitarbeitendewechseln für die Arbeit die Kleider, desinfizierendie Hände und ziehen übersHaar und den Bart eine Haube an. Autor Ralf Bley, Leiter UFA 2000,3360 Herzogenbuchsee, www.ufa.chwww.ufarevue.ch 10 · 1386 10 2013 · UFA-REVUE


Nutzen Sie diese aktuellen Adressenim neuen Branchenverzeichnis der UFA-Revue.BranchenLANDMASCHINEN8207 Schaffhausen 052 631 19 00www.gvs-agrar.chBAUENTIERHALTUNGBURGMERGeflügelzucht AG8570 Weinfelden 071 622 15 22, www.burgmer-ag.ch2942 Alle 058 434 04 102800 Delémont 058 434 04 201564 Domdidier 026 675 21 411470 Estavayer-le-Lac 026 663 93 703360 Herzogenbuchsee 058 434 04 501733 Treyvaux 026 413 17 443052 Zollikofen 058 434 07 90www.umatec.chNatürliche TrockenstellerTARITRAL026 913 79 84www.lgc-sa.chONLINESHOPHOFTECHNIKDie Entstörung vonWasseradern und Erdstrahlenwie auch die Wasserbelebung für Ihre Gesundheit:Vitaltron · Huobstrasse 15 · CH-8808 Pfäffikon SZ 055 420 34 74 oder 079 436 36 04 · www.vitaltron.chANIPELLISchweizer Qualitätseinstreufür Pferde, die gerne frei atmenGratis-Infoline0800 808 850www.raufutter.chINFORMATIKEDV-Komplettlösungenfür Produktion und HandelWendetraktor AntonioCarraro, ab Typ 8008,Vierzylinder, guter Zustand,weniger als 2500Betriebsstunden 041 980 62 65Ausleger für BergmäherReform 131 071 891 24 63 oder 0795233291Felgen, 18 x 38 Zoll mit275 mm Lochkreis, vonFendt, John Deere 079 720 11 20www.cbt.ch 061 981 25 33www.ufarevue.chFortsetzungvon Seite 65LANDTECHNIKgesuchtMaiswanne zu MengeleBlitz 1000; Ladewagenmesserzu Mengele-Garant;Schalldämpfer zuTurbozyklon, Kt. BE 079 454 59 86Rapid Swiss Fendt,14 x 24 Zoll Felgen 079 720 11 20Kratzbodenwagen fürMais silage 079 431 33 56Tauchrührwerk; Waben -roste für Schwemmkanal 041 480 28 36Antrieb für Flügelrührwerk;Güllenmixer,10 - 15 PS oder Schaufelrührwerk;Heurüst -maschine, KranmodellBeratungVerkaufServiceReparaturenSCHNEIDERLANDMASCHINENFUTTERMITTELObstauflesmaschine;Heumesser S&M, 079 678 81 49Grassilorundballen-Abrollmaschine 077 419 37 55Heurüstmaschine,Kranmodell, auch defekt 079 672 76 25Scheibenschaarsähmaschine, 041 921 16 35Sternhackgerät Haruwy 079 765 20 26Busatis Mähwerk, Anbauhinten, 077 492 51 10Pickup Ladewagen,ca. 2.2 m, Marke egal 079 754 15 07Eugen-Kolb-EntmistungsanlagenSCHNEIDERAGgrossesErsatzteillagerTelefon 052 376 16 95www.schneider-landmaschinen.ch9548 MATZINGENHydr. Ballenabroller oderBallenschneidzange anFrontlader Euro 8,Aufnahme für Futtermischwagenbefüllung 079 483 60 90Schneeketten zu CarraroGalaxy Pneu,35 x 19.00 - 16.1 NHS 079 245 25 02Schneepflug, 200-250 cm,an Dreipunkt 079 245 25 02LKW Rad, mit Trilex-Felge10.00 R20, mit gutemProfil, 079 483 80 81Oldtimer Hürlimann 062 299 14 30Rapid 505, mit Bandeingrasung- alles anbieten;MELKTECHNIKMarktplatzLadewagen MengeleLW290 079 286 15 88 oder 044 954 32 05LANDTECHNIKzu verschenken2 Pneu Michelin XM108,Grösse 6.50.65.42, gerilltfür Traktorpulling 079 652 32 21Acker-Wiesenwalze,Eigenbau, gezogen, sehrschwere Walze aus 14 PWNutzen Sie denMarktplatz in derUFA-Revue. Geben SieIhr Inserat per Telefon:058 433 65 20, perFax 058 433 65 35oder per Mail:info@ufarevue.ch auf!Wollen Sie immer aufdem Laufenden sein?Dann klicken sie sich indie Agro-News hinein:www.ufarevue.chRädern gefüllt mit Beton,Walze muss abgeholtwerden, 079 670 54 51Eiserner «Wedelen- oderReiswellen - Bock» 079 382 73 60Pneuwagen, Holzbrücke4.5 x 1.8 m, mit Beleuchtung, 079 357 23 94Rotaversilo, 50 m 3 ,Ostschweiz 079 856 40 25FortsetzungSeite 93UFA-REVUE · 10 2013 87


BIO-SEITEGlücklich mit dem neuenBetriebszweigJUNGHENNENAUFZÜCHTER SIND GESUCHT. Ciril und Simone Arpagaus habendie Chance gepackt. Nach den ersten Umtrieben sind sie positiv überrascht. Zunahmen,Herdenhomogenität und Abgangsrate übertreffen die Vorgaben des Abnehmers.«Schon länger haben wir überlegt,wie die Wertschöpfung auf unseremBetrieb gesteigert werdenkönnte», erinnert sich Ciril Arpagaus.«Dann erfuhren wir von UFA-BeraterKarl Mirer, dass der Bio-Junghennenvermehrerund Bio-EiervermarkterHosberg AG Rüti neue Bio-Aufzuchtbetriebesucht. Wir analysierten die Zahlenund bald war klar: Wir steigen ein!»Im März fiel der Entscheid, im Novemberstand der Stall für 4000 Junghennenbereits.BetriebsspiegelCiril und SimoneArpagaus, CumbelNutzfläche: 25 haLage: 1100 m überMeer, Bergzone 3Tiere: 32 Milchkühe,4000 Junghennen,20 Mastschweine,10 SchafeZusammenarbeit:überbetrieblicherMaschineneinsatzNebenerwerb: 50 %Stelle als Laborantin(Simone)Arbeitskräfte: Ciril, Toniund SimoneSpezialisierte Beratung Nebender Unterstützung durch Ruben Reinhard,Hosberg AG, in Marktbelangenwird der neue Aufzuchtbetrieb auchvon UFA-Geflügelspezialist Martin Fähberaten. Die beiden haben Familie Arpagausin die Junghennenaufzucht eingeführtund unterstützen sie bei Fragen.«So haben wir schnell gelernt, wasDamit die Umstellung nach derAufzucht problemlos klappt, soll derAufzuchtstall möglichst der späterenUmgebung entsprechen.Die Junghennen von Simone und Ciril Arpagaus sind erstaunlich zahm, was aufeine gute Betreuung hinweist.wann wie und warum erledigt seinmuss, damit nach 18 Wochen gute, verkaufsfähigeJunghennen bereitstehen,die dem Legehennenhalter Freude machen»,betonen Ciril und Simone. «Martinund Ruben sind immer da, wenn wireinen Rat brauchen.»Auf Eierproduktion ausgerichtetMit der Aufzuchtsdauer von 18 Wochenwären theoretisch 2.5 Umtriebepro Jahr möglich. Wegen der saisonalenEierproduktion können jedoch manchmalnur zwei Aufzuchten pro Jahrdurchgeführt werden. Neu angekommeneKüken bleiben vorerst auf der Voliere,wo Futter und Wasser verfügbarsind. Später werden die Voliere-Etagengeöffnet, damit sich die Tiere frei imStall bewegen können.Der Start ist intensiv Wie so oftin der Tierhaltung entscheidet sich derMatch am Start. «Mit täglich rund vierStunden Aufwand ist der Aufzuchtsbeginndie arbeitsintensivste Phase», stelltSimone fest:• Die Küken müssen angelernt werden,die Voliere aufzusuchen.• In der ersten Woche kommen Stülptränkenzum Einsatz, um auch schwacheKüken zur Wasseraufnahme zubewegen und Tierverluste zu minimieren.• Mit einem speziellen Lichtprogrammwerden die Ruhe- und Aktivitätsphasender Herde reguliert. Das Lichtprogrammin der Aufzucht beeinflusstdie spätere Geschlechtsreifeund Legephase.• Am Anfang ist das Beobachten derTiere besonders wichtig, um Abgängezu minimieren. Sind die Kükengleichmässig im Stall verteilt, stimmenTemperatur und Lüftung. Drängensie sich zusammen, ist es zu kalt88 10 2013 · UFA-REVUE


BIO-SEITEKURZMELDUNGENBio-Junghennenaufzuchtim ÜberblickVoraussetzungen• Freude am Geflügel• freie Zeit• genaues Arbeiten• finanzielle Kapazität• Reserven in der Nährstoffbilanzund/oder Hofdünger-VerträgeProduktionszahlen gemäss Agridea• Umtriebe pro Jahr: mindestens 2• Umtriebsdauer: 126 Tage• Leerzeit: maximal 75 Tage• Kükenfutter/Tier: 2.6 kg• Junghennenfutter/Tier: 4.4 kg• Körnermischung/Tier: 0.3kg• Mortalität: 2.5%Wirtschaftlichkeit gemäss Agridea(4110 Plätze)• Investitionskosten: ca. Fr. 600 000.–• Arbeitsaufwand pro Jahr:ca. 600 Stunden• Stundenlohn: ca. Fr. 34.–• Deckungsbeitrag inklusive Beiträgepro Jahr: ca. Fr. 64 100.–• Cashflow pro Jahr: ca. Fr. 29 800.–oder es zieht. Liegen die Küken mitausgebreiteten Flügeln am Boden,haben sie heiss. Um die Verdauungder Tiere bei Bedarf zu stabilisieren,hat der Betrieb Arpagaus gute Erfahrungenmit dem Einsatz des Milchsäurebakterien-PräparatsUFA-AntifexBio gemacht.Sobald die Junghennen grösser sind,reduziert sich der Arbeitsaufwand aufeine bis zwei Stunden pro Tag.2-Phasen-Fütterung Ein Blick inden Stall Arpagaus verrät: Hier wirdbeste Arbeit verrichtet. Die Homogenitätder Tiere ist gut und die Federn sindschön. Neben der gezielten Fütterungliegt dies auch an der tierfreundlichenHaltung und Beschäftigung, die Federpickenvorbeugt.Über das Futterband erhalten die Kükenzuerst UFA 501. Im Alter von neunbis zehn Wochen erfolgt der bedarfsgerechteWechsel auf das JunghennenfutterUFA 502. Damit die Tiere beschäftigtsind und um dem natürlichenInstinkt des Futtersuchens zu entsprechen,wird UFA 504 Körnermischung indie Einstreue verteilt. Ab der sechstenAlterswoche steht den Bio-Junghenneneine Weide zur Verfügung.Das richtige Stroh Basiseinstreubilden Strohwürfel, die Wasser bindenund so für einen trockenen Boden sorgen.Jeden zweiten Tag wird auch Langstroheingestreut, mit dem die Junghennenspielen. Zum Einsatz kommtsauberes, pilzfreies Weizenstroh. Gerstenstrohhat zu viele Grannen, Haferstrohbindet zu wenig Feuchtigkeit.Sandkästen ermöglichen es den Tierenzu «baden» und ihre natürliche Verhaltensweiseauszuleben.Alle zehn Tage wird das Kotband laufengelassen. Das Mistlager ist gedeckt,um die Düngerqualität zu sichern. 4000Junghennen entsprechen 16 Grossvieheinheiten,die Dünger für zirka 6.3 haproduzieren.Monatlich einmal wägen Einwichtiges Kriterium, um die Aufzuchtqualitätzu beurteilen, ist die Uniformitätder Herde. Deshalb werden 1% derHerde mindestens einmal pro Monatstichprobemässig gewogen, um beiFehlentwicklungen reagieren zu können.Legen die Hennen im Verhältniszur Sollkurve zu wenig Gewicht an, istder Zugang zum Futterband und dessenEinstellung zu überprüfen. Eventuellmuss die Fütterungsfrequenz verändertwerden. Möglich auch, dass die Tieremehr Futter benötigen.Die Bezahlung der Tiere erfolgt nachAnzahl und Aufzuchtdauer. Dauert dieAufzucht länger als 18 Wochen, wirddie zusätzliche Zeit vergütet. Vor demAusstallen ist das Wägen wichtig, umdie Qualitätsbeurteilung des Abnehmersüberprüfen zu können.Positive Bilanz Nach den erstenUmtrieben ist Familie Arpagaus glücklichmit dem neuen Betriebszweig.«Was mich etwas wurmt, sind die Abgänge»,gibt Ciril zu bedenken, obwohlder Anteil Tierverluste in seinem Stalldeutlich unter dem «Normalwert» (sieheKasten) liegt. Doch genau eine solcheEinstellung, offene Augen und derWille, sich zu verbessern, gehören zuden Erfolgsfaktoren in der anspruchsvollenBio-Junghennenaufzucht. Autor Matthias Roggli,UFA-Revue, 3360Herzogenbuchseewww.ufarevue.ch 10 · 1310 % konventionelles Futterfür PensionspferdeWährend Bio-Pferde grundsätzlich mit100 % biologischem Futter gefüttertwerden, gilt für Pensionspferde eineAusnahme: Mindestens 90% des Futtersmuss Knospe-Qualität aufweisen. Dierestliche Ration kann aus konventionellenProdukten bestehen. Das konventionelleFutter muss jedoch GVO-frei (sieheFuttermittelsack) sowie gesondertgelagert oder gekennzeichnet sein, sodass es dem Pferdebesitzer eindeutigzugeordnet werden kann. Das Führeneines Einkaufs- oder Bestandesjournalsfür die Futtermittel wird empfohlen.Mehr Informationen stehen in der neuenBroschüre «Pensionspferde auf dem Bio-Betrieb» des Forschungsinstituts fürbiologischen Lanbau (FiBL).Wie viele Regenwürmersind gut?Je mehr Regenwürmer, desto besser dieBodenfruchtbarkeit. Werden im Oktoberauf einer Ackerfläche von 50 x 50 cmungefähr 20 Kothäufchen gezählt, weistdies auf eine gute Besiedlung mitRegenwürmern hin. Ein 10 x 10 cmgrosser und 25 cm tiefer Spatensticheines fruchtbaren, mittelschwerenLehmbodens sollte zwei bis drei Würmerenthalten, was etwa 100 bis 200 Tierenpro Quadratmeter entspricht. Mangelt esan Regenwürmern, wird empfohlen, inder regenwurmaktiven Zeit (März - April,September - Oktober) die Intensität derBodenbearbeitung zu reduzieren. Daskann auch bedeuten, nur flach zupflügen, um Verdichtungen der tieferenBodenschicht zu vermeiden. AusführlicheHintergründe vermittelt das neueMerkblatt «Regenwürmer» des Forschungsinstitutsfür biologischenLandbau (FiBL).Nachhaltigkeitsbewertungvon UnternehmenNachhaltigkeit wird als Begriff etwasinflationär und uneinheitlich gebraucht.Das Forschungsinstitut für biologischenLandbau (FiBL) präsentiert nun mit«Sustainability Monitoring and AssessmentRouTine» (SMART) ein neues Tool,das Unternehmen im Lebensmittelbereichumfassend und wissenschaftsbasiertbewertet. Am 24. Oktober stellt das FiBLauf der Veranstaltung «Glaubwürdigkeit,Transparenz, Vergleichbarkeit –Nachhaltigkeitsbewertung für Unternehmenim Lebensmittelsektor» in Hannoverdas entsprechende Werkzeug vor undpräsentiert die Ergebnisse von Pilotstudienmit vier Unternehmen undOrganisationen.UFA-REVUE · 10 2013 89


LANDLEBENKURZMELDUNGENVerlosungKartoffelschälerswissDer erste Sparschäler hat AlfredNeweczerzal 1947 erfunden undpatentiert. Alfred Neweczerzalwar ein im schweizerischen Davosgeborener Nachfahre tschechischerAuswanderer. Er trat mitdem Sparschäler einen Siegeszugrund um die Welt an. Die UFA-Revue verlost fünf Kartoffelschälerim Wert von je Fr.14.60 offeriertvon swisspatat. Mit demhandlichen, aber auch höchstenästhetischen Ansprüchen genügendenKartoffelschäler von PeelAppeal lassen sich die Kartoffelnim Nu schälen. Schreiben Sie eineSMS an 880 (90 Rp.) mit KFLPotato, Name, Adresse oder schickenSie eine Postkarte mit demVermerk «Potato» an UFA-Revue,Theaterstrasse 15a, 8401 Winterthur.Einsendeschluss ist der11. Oktober 2013.Gewinner UFA-Revue9/2013Eine Tube Kartoffelbalsamsanténatur®,offeriert vonswisspatat, habenAntonia Caminadaaus Vrin, AnitaSavoy aus Tatroz,Veronika Spichtigaus Kerns, Therese Tschopp ausBubendorf und Marie-Thérèse Uldryaus Le Châtelard gewonnen.Auf www.kartoffel.ch befindetsich im Webshop ein attraktivesAngebot an Rezeptbüchern undZubehör rund um die Kartoffeln.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chMachen Sie doch, was Sie wollen.Agro-Kaufleute sind auf allen Stufenin der Agrarbranche tätig. Sie leitenUnternehmen und Projekte, setzenBusinesspläne um und entwerfenMarketingstrategien. Das sind anspruchsvolleund verantwortungsreicheAufgaben. Umso wichtiger istes, dass sie ihre so genannte Work-Life-Balance finden und Burnoutvermeiden. Diesem Thema widmetesich der Weiterbildungstag derAgro-Kaufleute-Vereinigung. DerBegriff des Zeitmanagements begannin den 50er Jahren des letztenJahrhunderts. Die Arbeitsinstru-Birnen-Senf-Dip500 g vollreife Birnen170 g Gelierzucker(Verhältnis 1:3)2 KL Senf, mittelscharf3 Pimentkörner1 Prise Cayennepfeffer1 Prise Pfeffer, schwarz1 – 2 ChilischotenPias TippDie Birnen von Schalen undKerngehäuse befreien und pürieren.Mit dem Gelierzucker mischenund in einen Topf geben.Mit den restlichen Zutaten würzenund vier bis sechs Minutenkochen lassen. Randvoll in zweiGläser à 220 ml füllen. Sofortverschliessen.Zu Fondue, Raclette, Geflügelgerichtenoder Käse, insbesondereGeiss- oder Schafskäse,passt dieser Dip ausgezeichnetund ist ein Genuss.SBarbara Dürr, GamsPia Amstutz-Grädelwww.inforama.chmente waren Post-it-Zettel, Kalenderund Agenden, heute sind esOutlook und iPhone. Am Agro-Forumder Agro-Kaufleute zeigte dieReferentin Lydia Rufer-Drews einigeZeitmanagement-Methoden auf.Beispielsweise das Eisenhower-Prinzip,wo Aufgaben modular in Kategorienvon wichtig bis unwichtig,von dringend bis nicht dringend eingeteiltwerden. Wichtige und dringendeAufgaben gelte es sofort, ambesten eigenhändig, zu erledigen.Aufgaben, die weder wichtig nochdringlich sind, könne man im Zwei-Stricken macht schlauDer aargauische Landfrauenverbandlancierte anlässlich der ALA einStrickprojekt. Damit soll die Botschaftweitergetragen werden, dassauch in Zukunft das Fach «Textiles»und «technisches Gestalten» einSchulfach sein soll.WelternährungstagAm Welternährungstagvom16. Oktober 2013findet die Tagung‹Spe(c)kulation.Wie wir uns anden Lebensmittelndes Südens gütlich tun› statt.Vom 13.30 bis 20.15 Uhr im Campussaal,Bahnhofstrasse 5 a, BruggWindisch. Programm:www.fhnw.ch/technik/ign/veranstaltungen.✆ 056 222 15 17Spe(c)kulationVeranstaltung zum Welternährungstag16. Oktober 2013Tag der BäuerinAm 17. Oktober2013 istTag der Bäuerinan der Olma inSt. Gallen. Unterdem Thema‹Neue Wegegehen: Suchen,felsfall unerledigt lassen. Wenigertechnokratisch ist das Strudelwurm-Prinzip von Maya Storch, die mit ihremBuch «Machen Sie doch, wasSie wollen! Wie ein Strudelwurmden Weg zu Zufriedenheit und Freiheitzeigt.» einen Bestseller landete.Diese werte- oder vorliebenzentrierteMethode zeigt, nur wennman weiss, was man will und dasauch tun kann, sei man zufriedenund frei.finden, wagen› diskutieren Eva Flückiger,Corinne Zemp und WisiZgraggen-Stadler. Eine Anmeldungist nicht erforderlich. Halle 9.2 um9.45 Uhr.Bauern gesucht‹SRF bi de Lüt – Männerküche› gehtin die zweite Runde. Von Mitte Februar2014 bis Ende März 2014 wirdauf SRF 1 der beste Hobbykoch derSchweiz gesucht. Anmeldungen,auch von Landwirten, sind willkommen.srf.ch/sendungen/srf-bi-de-luetBäuerinnen haben RechteDie positiven Reaktionen auf dieBäuerinnen-Sonderausgabe (UFA-Revue 9) waren gross. Auch das Webinarzum Thema ‹Eherecht undEheverträge› mit Ueli Straub und EstherLange (Bild) war interessantund gut besucht. Das Webinar kannauf www.ufarevue.ch angeschautund das Sonderheft (Leserservice)heruntergeladen werden.90 10 2013 · UFA-REVUE


Schmoren und schlemmenVOM HOF Die Bäuerin Annekäthi Schluep-Bieri liebtSchmorgerichte. Dafür verwendet sie Fleisch, das von ihremHof stammt. Überhaupt wird Selbstversorgung beiSchlueps gross geschrieben, denn auch das Gemüse und dieFrüchte stammen vom Hof.REZEPTLANDLEBENRindfleischvögelnach Grossmutterart4 – 6 grosse dünne Rindsplätzli4 – 6 Specktranchen1 grosse Zwiebel, gehackt4 – 6 Rüeblistängeli4 – 6 Brotstängeli (altbacken)Gewürze und Kräuter1 EL Mehl1 EL Rapsöl zum Braten2 EL Tomatenpüree1½ dl Suure MoschtZahnstocherPlätzli dünn klopfen. Mit Salz, Pfeffer,Paprika und Kräutern würzen und mitein bis zwei Specktranchen belegen. GehackteZwiebel darauf streuen. Mit je einemRüebli- und Brotstängeli aufrollenund Zahnstocher feststecken. Im Mehlwenden und in einer Bratpfanne imheissen Öl anbraten. Mit SuuremMoscht ablöschen. Wenig Wasser zufügenund mit Tomatenpüree und Kräuternwürzen. Ca. 1 bis 1½ Stunden zugedecktauf kleinem Feuer schmorenlassen. Von Zeit zu Zeit kontrollieren, obes genügend Flüssigkeit hat.Schabziger-Zucchetti-Auflauf1 mittlere Zucchetti1⁄5 Glarner Schabzigerstöckli oder Zibu10 g ButterSalz, Pfeffer, Curry, GemüsebouillonpulverRezeptbäuerinAnnekäthi Schluep-Bieri und ihr MannRuedi be wirtschaften inSchnott wil (SO) einen23 ha Betrieb. Auf derWeide stehenWeidemast rinder undzwei Mütter kühe mitihren Kälbern. Die viererwachsenen Kindersind ausgeflogen, schönkommen sie oft zuBesuch und bringenauch die Enkelkindermit. Familiär vorbelastetist Anne käthiSchluep mit ihrem Vor -standsamt beimschwei ze rischenBäuerinnen- und Land -frauenverband, dennschon ihre (Gross-)Müttersowohl vonEhemanns-, als auchvon ihrer Seite herhätten sich für denLand frauenverbandengagiert. AnnekäthiSchluep leitet dieKom mission «Familieund Sozialpolitik». EinAn lie gen ist ihr dieBes ser stellung derBäue rin, wo für sie sichim Pro jekt «Frau undMann vom Land. Zu -sam men leben ge stal -ten» enga giert. Bleibtnoch Zeit übrig, wid -met sich die Bäuerindem Handar bei ten,dem Garten und liestBücher.bis 30 Minuten backen. In der Hälfteder Backzeit den Schabziger fein geraffeltund mit Butter gemischt auf die Zucchettiwürfelgeben und weiterbackenbis sie gar sind.Zwetschgencreme½ Zitrone400 g Zwetschgen6 EL Gelierzucker300 g Jogurt natur200 g Magerquark1 Beutel Vanillezucker (oder Vanillepaste)1 dl Rahm1 Zwetschge zum DekorierenZitrone auspressen. Zwetschgen halbieren,entsteinen und mit Zitronensaftund Zucker ca. 2 Minuten köcheln lassen.Zwetschgen pürieren, nochmalsaufkochen und gut auskühlen lassen. Jogurt,Quark, Vanillezucker gut verrühren.Rahm steif schlagen. ZwetschgenAnnekäthi Schlueps feine Familien -rezepte mit Schabziger, Zucchetti undFleischvögel.mit der Jogurt-Quarkmasse mischen.Die Hälfte des Rahms unter die Cremeheben. Die Zwetschgencreme mit demrestlichen Rahm garnieren.Variation: Mit gerösteten Mandelscheibchendekorieren.Die Zwetschgencreme nach demRezept von Annekäthi Schluep kannauch mit gefrorenen Zwetschgengemacht werden und reicht für vierbis sechs Personen.Die Zucchetti waschen und schälen. InWürfel schneiden. Die Würfel mit Curry,Salz, Pfeffer und Gemüsebouillon würzen.In eine gebutterte Gratinform geben.Im Backofen bei 220 Grad ca. 20UFA-REVUE · 10 2013 91


SELBSTVERSORGUNG UND KÜCHENLATEINLANDLEBENSchonend und gesundGAREN IM DAMPF ist eine der ältesten Kochmethoden überhaupt. Bekannt sinddie geflochtenen Bambus-Dampfkörbe aus Asien. Moderne Technologien und Gerätemachen diese Methode heute auch für Bauernhaushalte sehr interessant. Dampfgar -geräte sind vielseitig einsetzbar und erleichtern bei guter Planung auch die Arbeit.RitaSteiner-LippunerFisch, Gemüse, zarte Pouletstücke,Terrinen und feine Flans lassen sichwunderbar im Dampfgargerät herstellen– alles Speisen und Gerichte,welche früher aufwändig im Wasserbadpochiert oder mit wenig Flüssigkeit gedämpftwurden.Sterilisierte Pfirsicheim Dampfgarer.Verpflegung Dampfgarer funktioniereneinfach. Wasser wird im Verdampfererhitzt und der entstandeneWasserdampf wird in den Garraum desGerätes geleitet. Dieser umhüllt dieSpeisen und bewirkt ein schonendes,gleichmässiges Erhitzen. Da keine Kochflüssigkeitverwendet wird, bleiben besondersbei Gemüse die Vitamine, Mineralstoffeund das Eigenaroma derSpeisen besser erhalten. So kann sparsamergesalzen und gewürzt werden.Meist genügen frische Kräuter und einpaar Tropfen hochwertiges Öl oder etwasButter. Die Farben von Gemüsenbleiben kräftig und die Form gut erhalten.Ein «Verkochen« ist kaum möglich.Moderne TechnologienDrucksteamer: Dieser eingebaute «Dampfkochtopf» ermöglicht dasDampfgaren mit oder ohne Druck. Die Temperaturen können zwischen50 bis 120 Grad Celsius gewählt werden. Das Gerät benötigt einenFestwasseranschluss inklusive Ablauf.Dampfgarer oder Steamer: Sie ermöglichen druckloses Garen mitwählbaren Temperaturen zwischen 50 bis 100 Grad Celsius. EinFestwasseranschluss ist meist nicht erforderlich, da das Wasser vorjedem Garen in einen herausnehmbaren Wasserbehälter eingefüllt wird.Kombi-Dampfbackofen: Diese Geräte können sowohl als Dampf -garer als auch als Backofen eingesetzt werden. Der Kombi-Dampf -backofen ist mit Heissluft und eventuell mit weiteren Zusatzprogrammenausgestattet (Unter-Oberhitze, Pizzastufe, Grillmöglichkeiten, Dörr -programm und Niedergartemperatur). Ein Festwasseranschluss ist meistnicht erforderlich, da das Wasser vor jedem Garen in einen herausnehmbarenWasserbehälter eingefüllt wird.Brombeeren in der LochundAuffang schale,bereit zum Entsaftenim Dampf garer.Fleisch und Fisch trocknen weniger ausund bleiben daher saftig.Der Dampfgarer ist sehr geeignet fürdas Regenerieren von Speisen. Gerichteauf angerichteten Tellern oder Resten inKeramikschalen können problemlosaufgewärmt werden, die Nahrungsmittelbleiben feucht und sehen wie frischgegart aus. Das Decken mit einer Klarsichtfolie(nur bis 100 Grad Celsius) istzu empfehlen, damit sich kein Kondenswasseransammeln kann. Bei vielen Gerätenkönnen die Temperaturen von 50bis 100 Grad Celsius verändert und soideal dem Nahrungsmittel angepasstwerden.Unterschiedliche Gerichte könnengleichzeitig ohne Geschmacksübertragunggegart werden. Speisen mit derlängsten Garzeit kommen zuerst in dasGerät und Zarteres kann später hinzugestelltwerden. Die Herstellung ganzerMenüs verlangt jedoch eine gute Planung,durchdachte Arbeitsabläufe unddas Bereitstellen aller Zutaten.Produkteverwertung Dampfgarprogrammeeignen sich bestens zumBlanchieren grosser Mengen von Gemüsenzum Tiefkühlen. Beeren und sehrreife Steinfrüchte lassen sich in einerLoch- und Auffangschale entsaften.Quitten und Kernobst erzielen jedochnur im Drucksteamer eine befriedigendeAusbeute. Das Dampfgargerät eignetsich auch zum Sterilisieren von Früchten,Tomaten und zur Herstellung vonKonfitüre. Dies verlangt Erfahrung undÜbung. Die Gebrauchsanleitungen derHersteller enthalten Tabellen zu Temperaturen,Programmen und Richtzeiten.Ich empfehle, mit ein paar Gläsern einenVersuch zu machen und die eigenenKochzeiten für alle Früchte danach festzuhalten.Die Kombination Dampf und Heissluft(bekannt zum Beispiel als Intervall-,Backprogramm oder Profibacken) ergibttolle Resultate für Brot, Blätterteigge -bäcke oder Ofenküchlein. Auch der Gratinoder eine Lasagne gelingen in dieser92 10 2013 · UFA-REVUE


SELBSTVERSORGUNG UND KÜCHENLATEINLANDLEBENMarktplatzGegartes Mischgemüse mitwenig Kräutersalz im Ofen. ImVordergrund gart noch ein StückPoulet mit.Kombination sehr gut, sie bräunenschön und trockenen wegen desDampfes viel weniger aus.Das Dörrprogramm im Kombi-Dampfbackofen (40 Grad CelsiusHeissluft) lässt sich in der Produkteverwertungnebst dem Dörren fürdie Joghurtherstellung und als Gärschrankfür Hefeteige anwenden.Überlegung vor dem KaufVor dem Kauf lohnt sich das Vergleichenverschiedener Modelle.Vorhandene Geräte (zum BeispielSterilisierhafen, Brotbackofen), dieFamiliengrösse und die Koch- undEssgewohnheiten beeinflussen dieGerätewahl. Die Preise sind abhängigvom Gerätetyp, der Anzahl Programmeund dem Zusatzzubehör,wie spezielle Bleche oder Lochschalen.Daher muss genau überlegtwerden, wofür das Gerät im Alltageingesetzt werden möchte.Im Bauernhaushalt spielen dieVerpflegung mit eigenen Produktenund die Produkteverwertung einebedeutende Rolle. Steht ein Austauschdes Backofens oder der Umbauder Küche an, ist dies ein guterMoment die Anschaffung einesDampfgargerätes oder Dampfgarbackofenszu prüfen. Diese Gerätekönnen vielseitig eingesetzt werdenund bieten beim richtigen Einsatzund bei guter Planung eine Arbeitserleichterung.Konfitüre imDampfsteamer1 kg Früchte (gerüstet)800 g Gelierzuckersaubere Gläser mit einwandfreiemSchraubdeckelFrüchte schneiden und denGelierzucker beifügen. Beideszusammen mit dem Mixstab feinpürieren. Die rohe Frucht masse bis2 mm unter den Glasrand füllen.Die Gläser verschliessen und imDampfgarprogramm (96 – 100 GradCelsius je nach Gerätetyp) 20Minuten garen. Bei Geräten miteiner Aufwärm- und Abdampfzeitwerden diese Minuten zusätzlichaufgerechnet.Dieses Rezept eignet sich fürBeeren (Himbeeren, Brombeeren)und gut reife Steinfrüchte (Kirschen,Aprikosen, Pfirsiche, Zwetschgen).Gelée kann nicht hergestelltwerden, der Zucker vermischt sichungenügend mit dem Fruchtsaftund setzt sich am Boden wieder ab.Früchte entsaftenGut reife Beeren (Trübeli, Josta,Brom beeren, Holunder, Trauben mitweicher Schale) in eine Lochschalegeben und quer auf die zweiteungelochte Schale legen, damit derSaft aufgefangen werden kann. DieFrüchte oder Beeren ca. 30 bis45 Minuten im Dampfgar programm(100 Grad) garen. Der Saft ist sehrintensiv und eignet sich für fruch -tigen Gelée.Autorin Rita Steiner-Lippunerleitet die Fachstelle bäuerliche Hauswirtschaftam BildungszentrumWallierhof in Riedholz (SO).www.wallierhof.chwww.ufarevue.ch 10 · 13Fortsetzungvon Seite 87IMMOBILIENSucheHandwerker suchtBauernhaus mit Scheune,zum Kauf, als Wohn- undGeschäftssitz RegionWinterthur lukasmeierbau@bluewin.choder 079 466 18 19LandwirtschaftlicheLiegenschaft imOberemmental für jungeEmmentaler Familie,Objekt darf gerneabgelegen, renovationsbedürftigund ohne ARA-Anschluss sein, fürNutztierhaltung, wir freuenuns auf ihren Anruf 078 662 05 03IMMOBILIENzu vermietenEinfaches Wochenendhäuschenim Grünen 041 480 33 52TIEREzu verkaufenJerseyrinder; Jerseykuh,jung, 079 245 25 02frischgekalbte Kühe aufwww.bestiaux.ch 079 352 72 702 Rinder, zutraulichPinzgauer, im Okt. 9 Mt.trächtig von LM. Mutter -kuh CH anerk. ZH 078 723 90 48SBS und BFS Schafe,Muttertiere 032 351 23 58Tricolor Border CollieWelpen, reinrassig, superTreiber für Schafe undRinder, 079 426 28 502 x F1 Lim. Rinder,9 Monate alt, trächtig am6.10.13 u. 14.11.13, mitAbstammung 079 392 87 54Stiere Galloway; Ochsenzum Schlachten, 1-2-jährig,Black-Belted 041 787 09 68BS-Stier, geb. 29.03.2012,gute Abstammung,V: Clark M: Denver-ET 079 392 49 95Charolais Stier 100%, geb.8.8.2010, guter Charakter,Tz. 1513 g, 84-87-91-91,idealst um in eine Herdeeinzufügen 079 445 49 40Simmentaler Rinder,Jungkuh, Mutterkuh,Schweiz fähig, KalbungOkt - Dez, äusserst zahm 079 445 49 40Junghennen undBaldleger, weisse, braune,schwarze, silver, sperber,laufend zu verkaufen, mitbester Schweizer Qualität,Hauslieferung bei 10 Stkund 1 gratis, ab 50 Stk,interessante Preisewww.junghenne.ch 079 685 74 29Veaux rece d’Hérens mâleou femelle pour engraissementou élevage 079 471 90 32TIEREgesuchtBiete Winterfütterungsplatz,ab Sept. 2013 bisMai 2014, für Pferd, Eseloder Pony, geräumige Boxmit grossem Auslauf, guteHaltung und Pflege 041 980 62 65Vieh für Mutterkuhhaltung 079 857 80 09Warmblutzuchtstute anguten Platz, schwarz oderschwarzbraun, mit guterAbstammung und oderhoher Eigenleistung imSpringsport, kann auch 2-oder 3-jährige Jungstutesein, 041 980 62 65TIERZUBEHÖRzu verkaufenFresswagen mit 3Chromstahl-Futtertrögen; 2Tränkewagen; Futterwagen;2 Schlafiglus, Preisnach Vereinbarung, ganzesZubehör für Freiland-Schweinehaltung 052 336 20 68Ferkel-Kastriergerät,Schippers, komplett mitWagen; Abferkelbox mitFerkelnest, Heizelementund Steuerung 078 812 12 24Melkaggregate De Laval,3 Stück, Glasleitung 25 m,Glasglocke mit Motor,Fr. 1800, verhandelbar 041 460 48 05Schweinemast Stalleinrichtungfür 64 Mastplätze,sehr guter Zustand,ganze Einrichtung ausChromstahl: Schwenktröge,System Huber Buttisholz.,komplette Einrichtung mitTrennwänden, Fr. 3000 041 448 12 46Klauenpflegestand mitTransportwägeli fürTraktorzug, Boden mitneuer Gummimatte,gepflegter Zustand 079 713 95 05Guss-Harnrinnen SystemKolb, ca. 80 Stk,20 x 50 cm à Fr. 5 / Stk 032 381 11 10KälbertränkeautomatFörster Stand Alone, mitEinzeltiererkennung,33 Halsbänder, top Zustand 079 303 09 04Weidezaungerät, bis220 Volt, Lacme-Secur2005 - 12000 VOLT,6 Joule, sehr starkes Gerät,top Zustand, Fr 250, Kt. TG 079 670 54 51TIERZUBEHÖRgesuchtKlauenstand, ev. auch einreparaturbedürftiger, RaumOstschweiz 079 245 25 02STELLENAngebotSuchen Sie einenZusatzverdienst? Sehrinteressant für Jedermannoder Jedefrau. Sind Siemotiviert etwas Neuesanzufangen? GuteVerdienstmöglichkeit 079 507 83 78RAUFUTTERzu verkaufenStroh in Quaderballen, 1aQualität; Ökoheu, guteQualität, Transport kannorganisiert werden 079 404 82 57Grassiloballen, FrühlingundSommerschnitt,Werner Sommer, 8253Diessenhofen 079 383 50 59LIEFERRECHTEzu verkaufenZMP Lieferrecht,40000 kg, auch Teilmengenmöglich. Preis nachAbsprache. Tel.Abend/Morgen 041 917 13 47UFA-REVUE · 10 2013 93


LANDLEBENSTUDIENREISE NACH URUGUAY UND BRASILIENSüdamerika erleben und geniessenReise 1: 9. – 26.1.2014 | Reise 2: 23.1. – 9.2.2014 | Reise 3: 30.1. – 16.2.2014Die uruguayische Wirtschaft stützt sichvor allem auf die Landwirtschaft, vongrosser Bedeutung ist die V iehzucht.Fleisch, Wolle und Leder sind die wichtigstenagrarischen Exportgüter des Landes.Ein Land der Superlative ist Brasilien: Es istflächen- und be völ ke rungsmäs sig der fünftgrössteStaat der Erde und mit über 192 Mio.Einwohnern der bevölkerungsreichste Südamerikas.Gemessen an seinem Bruttoinlandproduktgehört Brasilien zu der sechstgrösstenVolkswirtschaft der Welt. Die wichtigsten Exportproduktesind Kaffee, Kakao, tropischeFrüchte, Sojabohnen und machen dieses Landzum drittgrössten Exporteur von Agrargütern,die vor allem an die EU und USA gehen. DieLandwirtschaft ist exportorientiert, modernund effizient.Das Programm1. Tag: Zürich – MontevideoAbflug am Abend mit Air France via Parisnach Montevideo.2. Tag: MontevideoAnkunft in Montevideo um die Mittagszeit.Nach einer Erfrischung im Hotel Start zu einerausgedehnten Stadtrundfahrt durch dieHauptstadt Uruguays. Frühes Abendessenam Hafen und Unterkunft für drei Nächte imzentral gelegenen Hotel.3. Tag: Colonia Suiza – Nueva HelveciaBesuch der 100 km entfernten Schweizer Kolonie«Nueva Helvecia». Die Kolonie gilt inUruguay als Vorbild. Besichtigung vonKleinbetrieben, Farmen und einer Käserei.4. Tag: Canelones – Punta del EsteFahrt zur Finca Baieca, wo auf einem FamilienbetriebOliven angepflanzt werden. Nacheiner Degustation folgt die Weiterfahrt inRichtung Punta del Este. Dort haben Sie Zeitfür einen Strandspaziergang oder ein Bad imMeer. Auf der Rückfahrt wird das Abendessenbei der Familie Reichert in Balneario genossen.5. Tag: Florida – Cerro Colorado – TrinidadBesichtigung des Pferdegestüts Tornero.Beim Mittagessen findet eine Vorführung aufdem Gestüt statt. Am Nachmittag wird eineSchafzuchtfarm mit For schungszentrum besucht.Unterkunft für zwei Nächte in Trinidad.6. Tag: Trinidad – Young – TrinidadIn der Region von Young leben viele Menoniten,die eine aktive Landwirtschaft betreiben.Besuch einer Milchfarm und der MilchfabrikClaldy. Und zum Abschluss des Tagessteht der Besuch bei einem Imker auf demProgramm.7. Tag: Trinidad – Mercedes –Colonia de SacramentoWeiterfahrt bis nach Mercedes, wo ein Mastbetrieb(Feedlot) der Firma Mafrig, die inSpitzenzeiten bis 20 000 Rinder ausmästet,besu cht wird. Auch der Schlachthof Mafrigwird zu sehen sein. Gegen Abend Weiterfahrtbis Colonia de Sacramento und Übernachtungim Hotel Costa Colonia.8. Tag: Colonia – Montevideo –Porto AlegreAuf der Rückfahrt nach Montevideo wird dieRinderestancia von Kiyú besucht. Am Nachmittagerfolgt der Flug nach Porto Alegre(Brasilien). Auf dem Transfer ins Hotel Gelegenheitfür eine kurze Stadtrundfahrt zurBucht und zum Fussballstadion (WM). Unterkunftfür 1 Nacht im Swan Hotel, inklusive einestypisch brasilianischen Abendessens.9. Tag: Porte Alegre – Canoas –Bento GonçalvesAm Morgen steht ein Besuch bei der MasseyFerguson Fabrik (Traktoren) auf dem Programmund dann geht’s zum Grossmarkt fürFrüchte, Gemüse und Blumen Ceasa. Aufdem Weg nach Bento Gonçalves wird einZwischenhalt bei Curtume Ritter,die eine Ledergerberei betreiben, eingeschaltet.Unterkunft und Abendessen in BentoGonçalves.10. Tag: Bento Gonçalves – VacariaDas Weinanbaugebiet um Bento Gonçalveswurde im Jahre 1875 mit der Ankunft derEinwanderer aus Norditalien gegründet. Besuchder Genossenschaft Aurora, grössteWeinbaugenossenschaft Brasiliens mit über1000 Mitgliedern und einer Produktion von16 Mio. Liter Wein pro Jahr. Am Nachmittagerfolgt die Weiterfahrt bis nach Vacaria, wodie Familie Sozo besucht wird und es einigesüber den Apfel- und Birnenanbau in Brasilienzu erfahren gibt.11. Tag: Vacaria – FlorianopolisNach dem Frühstück wird eine Beerenfarm(Erdbeeren/Heidelbeeren sowie Cherry Tomaten)besucht. Gegen Mittag geht es weiternach Florianopolis. Unterkunft für zweiNächte am Strand von Florianopolis.12. Tag: FlorianopolisTag zum Ausruhen, Baden und Strandspaziergängen.13. Tag: Florianopolis – CuritibaFahrt entlang der Küste bis nach Curitiba, einesder weltweit besten Beispiele für gelungenestädtische Planung. Stadtrundfahrt. Unterkunftfür 2 Nächte im Hotel Slaviero.14. Tag: CastrolandaCastrolanda wurde durch holländisch stämmigeEinwanderer geprägt. Besuch einer Holstein-Milchfarmund eines Ackerbaubetrieb(Mais, Soya, Reis).15. Tag: Curitiba – Rio de JaneiroVormittag zur freien Verfügung. Flug nachRio de Janeiro. Am Abend ist der Sonnenuntergangauf dem berühmten Zuckerhut zu geniessen.Unterkunft für 2 Nächte im HotelRoyal Rio.16. Tag: Rio de JaneiroGanztägige Stadtrundfahrt durch eine deraufregendsten Städte der Welt und Besucheines weiteren Wahrzeichen Rios, den Corcovadomit seiner überdimensionalen Christusstatue.Abschiedsnachtessen mit Sam -bashow.17. Tag: Rio de Janeiro – ParisMorgen zur freien Verfügung. Gegen AbendTransfer zum Flughafen und Rückflug in RichtungEuropa.18. Tag: Paris – ZürichAnkunft in Paris, umsteigen und Ankunft inZürich am frühen Nachmittag.94 10 2013 · UFA-REVUE


UFA-REVUE STUDIENREISELANDLEBENDie LeistungenDer Pauschalpreis beträgt Fr. 6450. – pro Personim Doppelzimmer (Zuschlag EinzelzimmerFr. 780.–) und basiert auf 25 Teilnehmern(maximal 32 Teilnehmer/innen).Folgende Leistungen sind damit verbunden:• Linienflüge in Economyklasse mit der AirFrance.• Linienflug innerhalb Uruguay und Brasiliensmit Gol.• Abflugs- und Umwelttaxen sowie Kerosinzuschläge(momentan Fr. 635.–).• Unterkunft in guten Mittelklass- und Erstklasshotels,Basis Doppelzimmer.• Während der ganzen Reise reichhaltigesFrühstück-Buffets sowie Halbpension.• Alle fachlichen Besuche mit spezieller Führung.• Transfers, Ausflüge, Eintritte gemäss Programm.• Fachliche Begleitung durch Agronomen.• Lokale Reiseleitung.• Ausführliche Reiseunterlagen.Nicht eingeschlossen sind:• Annullationskostenversicherung.• Trinkgelder sowie Getränke, allfällige persönlicheAusgaben, Geschenke etc.Anschlussprogramme BuziosReise 125.1. – 01.02.14: 6 Nächte Fr. 1 140. –Reise 208. – 14.02.2014: 5 Nächte Fr. 960.–Reise 315. – 21.02.2014: 5 Nächte Fr. 960.–Preis im Doppelzimmer Standard inkl. Frühstückund Transfer Rio – Buzios – Rio. Ein -zelzimmer-Zuschlag auf Anfrage.Buzios ist eine der schönsten Halbinseln desLandes und rund 190 km nördlich von Rio deJaneiro gelegen. Die Stadt gilt auch als dasSaint Tropez Brasiliens, mit einer typischenFischerdörfchen-Architektur, reichhaltigenEinkaufmöglichkeiten, Openair-Restaurantsund Bars mit typisch brasilianischer und internationalerVerpflegung. Unterkunft imgut gelegenen 3 1/2-Sterne-Hotel, 5 Min.vom schönen Sandstrand entfernt. Das Hotelverfügt über Restaurant, Bar und Swimmingpool.Mindestteilnehmer: 8 Personen pro Reise.Allgemeine HinweiseKlimaAufgrund der geografischen Lage sind dieJahreszeiten in Uruguay und Brasilien gegenüberEuropa umgekehrt, das heisst esherrscht von Mitte Oktober bis Mitte MaiSommer. Die Durchschnittstemperaturenliegen zwischen 25 und 35 °C. Mit gelegentlichenkurzen, aber heftigen Regenfällenmuss gerechnet werden, wobei die Temperaturenweitgehend konstant bleiben.FormalitätenSchweizer Bürger benötigen für diese Reiseeinen noch mindestens sechs Monate überdas Rückreisedatum gültigen Reisepass. Siebenötigen kein Visum. Impfungen sind keinevorgeschrieben. Programmänderungen bleibenbei allfälligen Flugplanänderungen vorbehalten.AnzahlungNach Eingang der Anmeldung erhalten dieTeilnehmer eine Bestätigung mit Einzahlungsscheinfür die Anzahlung von 800 Fr.pro Person.AnmeldungAnmeldung mit beiliegendem Talon bis spätestens15. Oktober 2013. Da die Teilnehmerzahlbeschränkt ist, werden die Anmeldungenin der Reihenfolge ihres Eintreffensberücksichtigt.AnnullationBei Annullation bis 2 Monate vor Abreisewerden 50 %, bei 60 bis 30 Tagen 65 %, bis2 Tage vor Abreise 80 % und 1 bis 0 Tage100 % des Pauschalpreises in Rechnung gestellt.Der Abschluss einer Annullationskostenversicherungkombiniert mit Assistanceà Fr. 83. – pro Einzelperson oder Fr. 159.- für2 Personen oder Familien ist zu empfehlen.AnmeldetalonOrganisation/DurchführungTerra Travel +Consulting AGSchaffhauserstrasse 898042 Zürich 044 363 23 10Spezialist für Landwirtschaftsreisen.Anmeldetalon zur UFA-Revue-Studienreise Uruguay und Südbrasilien 2014So schnell wie möglich, spätestens bis 15. Oktober 2013 einsenden an: UFA Revue, Leserreise,Postfach 344, 8401 Winterthur1. Name (gem. Pass) 2. Name (gem. Pass)Vorname (gem. Pass)StrasseGeb. DatumTelefonVorname (gem. Pass)PLZ, OrtschaftGeb. DatumE-Mail 1. Reise (9. – 26. 1.2014) | 2. Reise (23. 1. – 9. 2. 2014) | 3. Reise (30. 1. – 16. 2. 2014) Doppelzimmer Einzelzimmer Interesse Anschluss-Badeferien Buzio Annullationskostenversicherung mit AssistanceUFA-REVUE · 10 2013DatumUnterschrift


LANDLEBENRARITÄTEN & NOSTALGIEAgrargeschichte vom FeinstenINTERNATIONALER KONGRESS Ende August fand an der Universität Bern dieerste internationale Konferenz der europäischen Gesellschaft für ländlicheGeschichte statt. Mehr als 300 Wissenschaftler aus Europa, Afrika, Amerika, Asienund der Schweiz nahmen an der «Rural History 2013» teil.Was ist das:M Ein Sauerkraut-HobelO oder einWaschbrett?Schreiben Sie dieAnt wort an:info@ufarevue.ch oderper Post: UFA-Revue,Theaterstr. 15a,8401 Winterthur.Verlost wird ein LANDI-Gutschein im Wert von 20 Fr.Einsendeschluss Mitte Monat.RARITÄTENzu verkaufenMofa Puch X30 NL,2 Gang Handgeschaltet,in sehr gutemZustand, Besichtigungund Probefahrtin 8732 Neuhaus,auch noch andereMofas vorhanden 079 521 07 53John Deere 2Zylinder Traktoren,in sehr gutemZustand Mail:johndeere65@bluewin.choder 079 230 32 02Dass die EURHO die Organisationdieser Konferenz dem Archivfür Agrargeschichte (AfA)in Bern und der SchweizerischenGesellschaft für ländliche Geschichte(SGLG) anvertraut hat, illustriert dieWertschätzung, die sich in den letztenJahren (auch) in der Schweiz stark erneuerndeGeschichtsschreibung zurländlichen Gesellschaft auf der europäischenEbene mittlerweile geniesst.Rural History 2013 war eine einmaligeGelegenheit, weltweit bekannte Spezialistenund Expertinnen zur Geschichteder ländlichen Gesellschaft persönlichkennen zu lernen. In vielen Vorträgenkamen agrarökonomische und agrarpolitischeThemen ebenso zur Sprache wieFragen der ländlichen Soziologie.Auf www.infoclio.ch, dem Fachportalfür die Geschichtswissenschaften derSchweiz, ist die Dokumentation zur KonferenzRural History zu finden. Neben denVideos der Keynote-Sessions können aufTracteurs decollection JohnDeere, plusieursmodell en trés bonétat Mail: johndeere65@bluewin.ch 079 230 32 02Baumpfähle,300 x 6 cm, druck -imprägniert, Preis proStück Fr. 1, ab Platz 071 636 16 83Motorrechen;2 Agrar Worbmaschinen;FrontRotor rechen mitAnhängevorrichtung;Heuma, gezogen,kleine Brücke, pas -send an D90, ohneHydrau likanschluss,Oldtimer 071 393 23 85Landauer mit PneuRädern, gut erhalten 081 750 28 28Bündnergeschirr,vollständig 081 785 17 53Kirschbaum-Buffet,200 Jahre alt, sehrguter Zustand,zweiteilig, H:207 cm, B: 140 cm,günstiger Preis 041 970 42 12Holzbrücke fürTransporter, günstig,passend zu Schilter1000, guter Zustand;Ältere Fenster,4 Stück, Zweifachverglasung,gut erhalten; der RH2013 Sonderseite von infoclioauch die neusten Medien- und Wissenschaftsberichtekonsultiert werden.Nähmaschine, alt,mit Tretantrieb 034 493 34 57Dörrofen, 6 Tablare,Elektr., 85 cm hoch 041 448 28 83«Wägeli» Break ausFilm Gotthelf,original, fahrbar,eisenbereift 052 232 55 13Mostpresse undHäcksler, Fr. 250,guter Zustand 071 983 28 35Laden-Container,Grösse 19 x 19 m,Lagerbau 4 x 5 m 058 433 51 52Deko Kuh vieleModelle undGrössen. Neu: EringerDeko-Kuh.www.zwirbel.ch 079 372 59 01RARITÄTENgesuchtAppenzellersentumsschellen;Appenzellerbilder 079 484 16 67Sprechstundebeim GrosstierarztDie Gesellschaft Schweizer Tierärztinnenund Tierärzte (GST) feiert dieses Jahr ihr200-jähriges Bestehen. Die Ausstellung«Einblicke in einen faszinierenden Beruf»in der Halle 7.1 an der Olma in St. Gallenvermittelt ein Bild der Entwicklung desTierarztberufes. Zwischen 10 und 16 Uhrerhalten die Besucher bei Vorführungenmit Tieren aus dem Olma-Stall Einblickein den Praxisalltag eines Grosstierarztes.Zudem zeigt ein unter Praxisbedingungengedrehter Kurzfilm Szenen aus demPraxisalltag.Olma: 10. bis 20. Oktober 2013.Tageskarte für Erwachsene 16.– Fr.Jugendliche/Studenten/IV-Bezüger10.– Fr.,Inhaber SBB-General-Abo 14.– Fr.,Vergünstigte SBB RailAwayOlmaangebote bis St. Gallen St. Fiden.www.olma-messen.ch96


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Herbstliche SternstundenGARTENSEITELANDLEBENASTERN sind genau das richtige Elixier gegen trübeNebelschwaden. Mit ihren wunderschönen Blütensternchenin leuchtenden Farben verbreiten sie heitere Stimmung bisin den November hinein. Niedrige Sorten sind für Töpfe wiegeschaffen, hohe werden im Herbst in den Garten gesetzt.EdithBeckmann«Aster» ist das griechische Wort für«Stern». Himmlisch sind denn auchdie hübschen Blüten der Herbst -astern. Sie blühen während Wochenund halten sich prima in der Vase.Im Garten beginnt der Blütenzauber jedesJahr aufs Neue pünktlich zumHerbst beginn. Wie übergrosse, bunteGänseblümchen wirken die leuchtendenBlütensternchen.Diejenigen der Kissen-Aster (Asterdumosus) erscheinen so zahlreich, dassTummelplatz für das Tag -pfauenauge: Astern ziehenSchmetterlinge magisch an.Bild: Verena N./pixelio.deTau überhauchter Blütenschatz:die Aster «Granat»funkelt wie ein Edelstein.Bild: Kientzlersie das Blattwerk glatt verdecken. Regenkann ihnen nichts anhaben. Sie schliessenihre Blütenköpfchen einfach zu.Begehrte Nektarquelle Kaumblinzeln sie erneut der Sonne entgegen,locken sie Schmetterlinge und Bienenzum Nektarmahl. Bei Sommervögelnund den fleissigen Honigsammlern sindAstern heiss begehrt. Denn Futterquellensind nun rar und das frische Herbstangebothöchst willkommen.Raublatt- und Glattblatt-Astern sindlanglebige Schönheiten aus romantischenLandgärten, wo sie mit 80 bis150 Zentimeter Höhe adrett am klassischenLattenzaun brillieren. Sie liebendie Sonne und nahrhafte, nicht zu trockeneErde.Gekonnt kombiniert Kissen-Asternerreichen kaum 40 Zentimeter Höheund passen damit perfekt auch inBalkonkistchen und Gefässe. Prima Partnersind winterharte Pflanzen mit silbrigemLaub, etwa Lavendel, Currykraut,Stacheldrahtpflanze (Calocephalus) oderHeiligenkraut (Santolina), genauso wieFetthenne und Besenheide (Callunen).Hübsch sind zudem Ziergräser mit ihreneleganten Halmen, die im Wind geheimnisvollrascheln. Einige bildenniedliche, wintergrüne Polster, anderewie das Lampenputzergras brillieren mitzarten Rispen.Bild: KienzlerGrüne Tipps für den NutzundZiergarten• Endivie zum Bleichen gestaffeltzusammenbinden – oder einen Topfüber den Salat stülpen.• Lagergemüse wie Rüebli, Sellerie,Randen und Bodenkohlrabi möglichstspät ernten. Kraut von Handabdrehen, Wurzeln nicht einkürzen. InFässer mit feuchtem Moos geschichtet,bleibt Wurzelgemüse im Kellerlange frisch.• Herbstlaub auf dem Rasen beimSchnitt mit dem Mäher zerkleinern:Blätter und Gras sind zum Kompostierenein idealer Mix.• Ab Mitte Oktober können Wintersortenvon Kefen und Erbsen ausgesätwerden. Wichtig ist lockerer Bodenohne Staunässe.• Wer den Frühling mit einemBlütenmeer geniessen will, muss jetztBlumenzwiebeln setzen!Ausgesprochen pflegeleicht Dieverwelkten Blütenstände erst im Frühjahrhandbreit über dem Boden abschneiden.Im Winter bieten sie Marienkäferchenund vielen InsektenUnterschlupf, Vögel picken eifrig die Samen.Astern vermehren sich durch unterirdischeAusläufer. Alle paar Jahresollte man Wurzelstücke mit dem Spatenausgraben, teilen und frisch einsetzen.Entweder nach der Blüte im Spätherbstoder im Frühjahr.Bienchen ist diespäte Nektarquelle höchstwillkommen.Bild: Siegfried Fries/pixelio.deAutorin Edith Beck mann, FreieJournalistin BR aus Frauenfeld (TG),leidenschaftliche Gärtnerin mit Wurzelnin der Landwirtschaft.www.ufarevue.ch 10 · 13UFA-REVUE · 10 2013 101


LANDLEBENICH BIN GERNE BAUERIm EinklangwirtschaftenHanspeter und Petra Gysel aus Wilchingen (SH)Bewirtschaften denMunimastbetrieb im Einklangmit Natur und Umwelt.Hanspeter Gysel (28) wohnt und arbeitetin Wilchingen (SH), mitten im Blauburgunderland.Der Meisterlandwirt hat2010 den elterlichen ÖLN-Betrieb mitMunimast, Ackerbau und Rebbau übernommen.Mutter, Vater und Ehefrau Petraarbeiten Hand in Hand auf dem Betrieb.«Momentan haben wir viel imKartoffelbau zu tun und bald beginntauch schon die Weinlese. Der Weinmüsste dieses Jahr gut werden, wir hattenoptimales Wetter nach einem relativspäten Start», erzählt Hanspeter aus seinemAlltag. Die geerntenen Traubenwerden in die Hedinger Sunneberg unddie Rötiberg Kellerei geliefert, welchedann etwa den Wein «Dichterwii» herstellen.Dieses Frühjahr hat Hanspeter dieMeisterprüfung erfolgreich abgeschlossen.Besonders gefallen hat ihm an derAusbildung, dass man einiges aus demBereich Betriebswirtschaft mitnehmenkonnte und natürlich der Austausch mitBerufskollegen über Probleme, Zieleund Ideen. Respekt vor Tier und Naturstehen bei Hanspeter hoch im Kurs. Dieinsgesamt 100 Munis dürfen eine angenehmeLebenszeit im Aussenlaufstallverbringen. Schade findet Hanspeter,dass mit der AP 2014/17 die Direktzahlungenfür die Nutztierhaltung wesentlichgeringer ausfallen werden.Als Ziel hat sich der Familienbetriebgesetzt, trotz AP 2014/17 weiterhin imVollerwerb zu wirtschaften und mit Angestelltenzu arbeiten, damit das eineoder andere Wochenende auch mal freiist. Hanspeter und Petra haben vor einpaar Jahren ihre Leidenschaft zum Reisenentdeckt und waren schon in Kanada,Australien und die nächste Reiseführt sie nach Südamerika. Aber auch inder Schweiz kann man toll beim Wandernin den Bergen ausspannen.Neben der Betriebsleitung ist der junge,gut strukturierte Landwirt Vorstandsmitgliedder LANDI Wilchingen,welche, laut Hanpeter, den Knotenpunktfür die Landwirte der Umgebungdarstellt.Anna Steindl102 10 2013 · UFA-REVUE


Zu diesen Themen lesen Siemehr in der nächsten NummerEndlich weiss man,was kommtKernstück der AP 2014–2017 ist die neueDirektzahlungsverordnung.Was gilt, was zählt, wasmachen –Antworten in dernächsten Ausgabe.Fendt «516 Vario»im TestMit der neuen Baureihe«500 Vario» wollte Fendtden legendären «Favorit500» wieder auflebenlassen. Wie schlägt sichder Neue im Test?Den HofdüngerverbessernDer Einsatz von Hofdüngerbeeinflusst die Erträge imAckerbau positiv.Ausgewählte Zusätzekönnen den Effekt nochsteigern.Warme Suppe fürMastschweineSeit Ernst Marti das Futterim Winter auf rund 15°Cheizt, sind die Mast -leistungen seiner CoopNaturafarm Schweinedeutlich gestiegen.Zäsur undWeichenstellungHofübergaben gleichenmanchmal bürokratischenMonsterübungen. Oft wirdübersehen, dass sie auchdie familiären Beziehungenauf den Kopf stellen.ImpressumUFA-RevueDie Mitglieder-Fach zeit schriftder fenaco-LANDI Gruppe.Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8,9 und 11 erscheinen mit imAbonne ment inbe grif fenerBeilage des LANDI-Contact.ISSN 1420-5106.Herausgeberfenaco Genossenschaft,Erlachstrasse 5, 3001 BernHans Peter Kurzen,Publizistische Leitung.MitherausgeberLV-St. Gallen, GVS Schaffhausen.Die Beteiligungen der Heraus -geber an anderen Unter neh -mungen sind in den gültigenGeschäfts berichten auf ge führt.Erhältlich beim Verlag.RedaktionTel. 058 433 65 30Fax 058 433 65 35Theaterstrasse 15a,8401 WinterthurDr. Roman Engeler (Chefredaktor),Daniela Clemenz, ChristianHirschi, Gaël Monnerat, Cyril dePoret, Matthias Roggli und AnnaSteindl. Anne-Marie Trümpi(Redaktionsassistentin).Anzeigen/AbonnementeTel. 058 433 65 30Fax 058 433 65 35UFA-RevueAnzeigenberatungTheaterstrasse 15a8401 WinterthurDr. Roman Engeler, AlexReimann, Anja Rickenbach.Annahmeschluss20 Tage vor ErscheinenVerlagTel. 058 433 65 20Fax 058 433 65 35Verlag LANDI-Medien,ein Bereich der fenaco,Postfach, 8401 WinterthurDr. Roman Engeler, Verlagsleiter.AuflageMitgliederabonnemente 74’592davon deutsch 61’642davon französisch 12’950(WEMF/SW beglaubigt 2012)Druckauflage 76’145info@ufarevue.chBezugspreisFür Mitglieder landwirtschaftlicheGenos sen schaften gratis.UFA-Revue-Abonnentenakzeptieren die Nutzung undWeitergabe ihrer Post-Adressefür den Versand von zielgerichtetenMailings. Ist diesnicht erwünscht, kann dieAdresse beim Verlag gesperrtwerden.PrepressConny Johler, Stephan Rüegg,AMW – Werbewerkstatt derfenaco-LANDI Gruppe, Winterthurwww.ufarevue.chDruckPrint Media Corporation,8618 Oetwil am SeeDie Weiterverwendung vonBeiträgen und Inseraten,insbesondere für Online-Dienste,ist nur mit Ge nehmigunggestattet.Beiträge in der Rubrik«Know-how» sind PR oderPublireportagen über Firmenund ihre Produkte.PapierLeipa 60 g/m 2 Papier mitFSC- und PEFC-ZertifizierungUFA-REVUE · 10 2013 103


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