Merkblatt Verbundausbildung

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Merkblatt Verbundausbildung

Merkblatt über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der betrieblichenBerufsausbildung im Verbund durch das Land Nordrhein-WestfalenStand: November 2012)1ZuwendungszweckDas Land Nordrhein-Westfalen gewährt nach der Maßgabe dieses Merkblattes und denVerwaltungsvorschriften – VV/VVG - zu § 44 der Landeshaushaltsordnung (LHO)Zuwendungen zur Förderung der betrieblichen Berufsausbildung im Verbund, um eineVerbesserung des betrieblichen Erstausbildungsangebotes insbesondere bei kleinen undmittleren Unternehmen (bis zu 250 Beschäftigte) zu erreichen.Ein Anspruch des Antragsstellers auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. DieBewilligungsbehörde entscheidet aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen derverfügbaren Haushaltsmittel unter Einsatz von Mitteln der Europäischen Union (EuropäischerSozialfonds - ESF- ).2Gegenstand der FörderungDie Zuwendungen werden gewährt für die Bereitstellung betrieblicher Ausbildungsplätze ineinem Ausbildungsverbund zwischena) Betrieben für damit verbundene Kosten der Ausbildungsvergütung. Das gilt auchwenn ein Bildungsdienstleister als ausbildender Verbundpartner auftritt, derlediglich die Ausbildungsinhalte der Ausbildung gem. Ausbildungsrahmenplanübernimmt, die der Betrieb als Zuwendungsempfänger nicht durchführen kann.b) Betrieb/Betrieben und einem Bildungsdienstleister als Zuwendungsempfänger fürdie Personal- und Sachkosten des Bildungsdienstleisters. Die Zuwendung darfausschließlich für Personal- und Sachkosten des Zuwendungsempfängersverausgabt werden. Darüber hinaus werden jedoch die Kosten der betrieblichgeleisteten Ausbildungsvergütung als zuwendungsfähig anerkannt.3ZuwendungsempfängerZuwendungsempfänger können alle natürlichen und juristischen Personen sein.4ZuwendungsvoraussetzungenVoraussetzung für die Gewährung einer Zuwendung ist, dass4.1die betriebliche Berufsausbildung im Verbund in einem Beruf mit einer mindestenszweijährigen Ausbildungsdauer durchgeführt wird und der Beruf sich nach demBerufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung ;4.2die Verbundpartner die betriebliche Berufsausbildung im Verbund gemeinsam durchführenoder koordinieren, um die Kenntnisse und Fähigkeiten nach der Ausbildungsordnung zu1


vermitteln, die sonst der Ausbildungsvertrag abschließende Betrieb nicht allein vermittelnkann;4.3wesentliche Teile der betrieblichen Ausbildung von einem oder mehreren Verbundpartnern(Betrieb, Bildungsstätte etc.) übernommen werden. Diese Ausbildungsanteile müsseninsgesamt mindestens 6 Monate der gesamten Ausbildungszeit betragen. DerAusbildungsanteil beim Ausbildungsvertrag abschließenden Betrieb beträgt mindestens dieHälfte der Ausbildungsdauer;4.4die im Verbund zusammengeschlossenen Betriebe und sonstigen Bildungsstätten ihren Sitz inNordrhein-Westfalen haben;4.5der Antrag auf Förderung vor Abschluss des Ausbildungsvertrages bei der zuständigenBewilligungsbehörde gestellt wurde;4.6die/der Jugendliche seinen Wohnsitz vor Antritt der Ausbildung in Nordrhein-Westfalen hat.4.7der Jugendliche das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet und keine Ausbildung im Sinne von4.1 abgeschlossen hat.4.8bei Verbünden zwischen Betrieben die Verbundpartner unterschiedliche natürliche oderjuristische Personen sind.5Art und Umfang, Höhe der Zuwendung5.1ZuwendungsartProjektförderung5.2FinanzierungsartAnteilfinanzierung in Höhe von 50 v.H. der zuwendungsfähigen Ausgaben; maximal jedoch4.500,- €.Entsprechend dem Realkostenerstattungsprinzip sind bei der Verwendungsnachweisvorlagedie kassenmäßigen Ausgaben nachzuweisen.5.3Bemessungsgrundlagea ) bei Verbünden nach Ziffer 2a:die Ausbildungsvergütung brutto2


) bei Verbünden nach 2b:die Personal- und Sachkosten des Bildungsdienstleisters. Die Zuwendung darfausschließlich für Personal- und Sachkosten des Zuwendungsempfängers verausgabtwerden. Darüber hinaus werden jedoch die Kosten der betrieblich geleistetenAusbildungsvergütung brutto als zuwendungsfähig anerkannt.5.4Form der ZuwendungZuschussDer Zuschuss beträgt bis zu 4.500 € je Ausbildungsplatz im Verbund.Vorzeitige BeendigungWird ein vorzeitig beendetes Berufsausbildungsverhältnis innerhalb von drei Monaten nachAusscheiden des Auszubildenden dauerhaft wiederbesetzt, gilt der Ausbildungsplatz alsdurchgängig besetzt.Wenn eine Nachbesetzung nicht erfolgt, wird der Zuwendungsbescheid widerrufen und dieZuwendung zurückgefordert. Nachweislich entstandene zuwendungsfähige Ausgaben, beiVerbünden gemäß- Nr. 2a) die Ausbildungsvergütung (Arbeitgeberbrutto) des Auszubildenden und- Nr. 2b) die Personal- und Sachkosten des Bildungsdienstleisters,können bis zum Ausscheiden des Auszubildenden anerkannt und die Zuwendung gemäß Nr.5.2 belassen werden.6Verfahren6.1AntragsverfahrenDer Antrag auf Gewährung einer Zuwendung muss vor Abschluss des Ausbildungsvertragesnach dem Muster der Anlage 1 bei der zuständigen Bewilligungsbehörde vorliegen. DemAntrag sind folgende Unterlagen beizufügen• eine Bestätigung der Kammer nach dem Muster der Anlage 2afür den Bereich der Rechtsanwälte Anlage 2b),• ein Kooperationsvertrag nach dem Muster der Anlage 3,• ein Ausbildungsrahmenplan nach der geltenden Verordnung über die jeweiligeBerufsausbildung, in dem die durch die Verbundpartner übernommenenAusbildungsinhalte, mit Angabe der Dauer, vermerkt sind.6.2BewilligungsverfahrenBewilligungsbehörden sind die regional zuständigen Bezirksregierungen.6.3Auszahlungsverfahren3


Die Zuwendung wird in der Regel je zur Hälfte bis zum 30.11.im Jahr der Bewilligung undim Folgejahr ausgezahlt.Die Auszahlung der Zuwendung wird von einem Nachweis der besetzten Ausbildungsplätzeabhängig gemacht. Vor Auszahlung des Betrages hat der Zuwendungsempfänger derBewilligungsbehörde durch Vorlage der Ausbildungsverträge (mit Eintragungsvermerk bzw.Eintragungsbestätigung der Kammer), die Zahl der Ausbildungsplätze nachzuweisen.6.4VerwendungsnachweisDer Verwendungsnachweis ist nach den Vorschriften der Europäischen Union und des LandesNordrhein-Westfalen der Bewilligungsbehörde vorzulegen.4

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