Jahresbericht 2010 - Deutscher Kinderschutzbund Landesverband ...

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Jahresbericht 2010 - Deutscher Kinderschutzbund Landesverband ...

Landesverband Niedersachsen e. V.deutscher kinderschutzbundlandesverband niedersachsenjahresbericht 2010


2DKSB Landesverband Niedersachsen e. V.Kinder brauchen eine LobbyDer Deutsche Kinderschutzbund setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Rechte der Kinderund Jugendlichen ein. Im Kinderschutzbund Niedersachsen sind 63 Orts- und KreisverbändeMitglied. Jeder ist wie der Landesverband rechtlich selbstständig. 7.500 Einzelmitgliederengagieren sich vor Ort und leisten über 6.500 Arbeitsstunden pro Woche für den Kinderschutzin Niedersachsen – mehr als 2.000 Wochenstunden allein durch das Engagement Freiwilliger.Grundlage unseres Handelns ist die UN-Kinderrechtskonvention. Als zentral erachten wirdie Erweiterung von Mitsprache- und Mitbestimmungs- sowie Gestaltungsmöglichkeiten vonMädchen und Jungen in allen Lebensbereichen und auf allen gesellschaftlichen Ebenen.Deutschlandweit umfasst der Kinderschutzbund, die Lobby für Kinder, derzeit den Bundesverband,16 Landes- und 420 Orts- und Kreis ver bände mit insgesamt über 50.000 Mitgliedern.Diese sind an eine einheitliche Satzung sowie an Leitlinien und Prinzipien gebunden, diein demokratischer Weise auf der Bundesmitgliederversammlung, den Kinderschutztagen,eingebracht, diskutiert und beschlossen werden.Ihre Unterstützungdurch• Mitgliedschaft• Spende• Sponsoring• Mitarbeitermöglicht die landesweite Kinderschutzbundarbeit.Gestalten Sie mit uns die Zukunft fürKinder und Jugendliche in Niedersachsen.ImpressumHerausgeber:Deutscher KinderschutzbundLandesverband Niedersachsen e. V.Martha-Wissmann-Platz 330449 HannoverFon: (05 11) 44 40 75Fax: (05 11) 44 40 77E-Mail: info@dksb-nds.dewww.dksb-nds.deGestaltung: Homann Güner BlumVisuelle Kommunikation, HannoverBilder: Titel, S. 7 © Christian Schwier – Fotolia.comS. 12/13 Homann Güner Blum, Hannoveralle anderen Deutscher Kinderschutzbund LV Niedersachsen e.V.


jahresbericht 2010DKSB Landesverband Niedersachsen e. V. 3Grußwort des Vorstandes 4Der Kinderschutzbund in Niedersachsen 5Der Landesverband 5Themen 6Kinder haben Rechte! 6Sport und Kinderschutz 7Armut von Kindern: Die Niedersächsische Landesarmutskonferenz 7Wohnen und Kinderschutz 8Sicherheitspartnerschaft im Städtebau Niedersachsen 9Beteiligung von Kindern 9Projekt KinderHabenRechtePreis 10Projekt LEUCHTTOUR 13Vortrag Partizipation ist der beste Kinderschutz 14Recht auf gewaltfreies Aufwachsen 16Kinderschutz-Zentrum in Hannover 16Starke Eltern – Starke Kinder ® 17Kurse für türkischsprechende Eltern 18Landesweiter Fachtag 2010 19Service 19Betreuung der Orts- und Kreisverbände 19Information 19Qualifizierung 20Entwicklung des Verbandes 20Wirtschaft & Finanzen 23Danke! 24Adressen 25Kinder erklären Kinderrechte 27DKSB Landesverband Niedersachsen e.V. Jahresbericht 2010


4DKSB Landesverband Niedersachsen e. V.LandesvorstandVorsitzender: Johannes Schmidt, HemmoorStellvertreterin: Annette Piechota, LüneburgSchatzmeister: Regina Schindler, HannoverSchriftführerin Friederike Meiwald, WesterstedeBeisitzer/innen: Prof. Dr. Hubertus Lauer, Deutsch-Evern | Dr. Regina Olshausen, Braunschweig |Hans Weinert, ArpkeGrußwort des VorstandesSehr geehrte Mitglieder, Förderer und Unterstützer!Sicherheit für Kinder muss Priorität haben! Diese Botschaft stand für uns im Jahr 2010 imMittelpunkt unserer Aktivitäten für die Kinder in Niedersachsen.Menschen haben ein elementares Grundbedürfnis nach Schutz! Insbesondere bei Kindernist dieses Grundbedürfnis stark ausgeprägt. Gerade in Schulen, Kindertagesstätten sowiein Jugendvereinen und -organisationen brauchen die Jungen und Mädchen sichere Strukturen,die ihnen vertrauensvolle Kommunikation und direkte Unterstützung sichern denn: missbrauchtesVertrauen hat weitreichende Folgen für die Opfer und kann nachhaltig schädigen. Deshalbist es auch so wichtig, dass Institutionen und Einrichtungen sich auf den Weg machen hiervorzubeugen und vor allem verlässliche Verfahrenswege bei Fällen von Gewalt aufzeigen.Wir fordern als eine dringende Maßnahme für Kinder den Aufbau eines flächendeckendenNetzes von unabhängigen Beschwerdestellen. Kinderrechte sind kein bloßes Versprechensondern eine rechtliche Verpflichtung. Jedes Jahr zum Weltkindertag sind sich alle darübereinig, dass Deutschland kinderfreundlich werden muss. Auch die niedersächsische Landesregierunghat im Jahr 2009 mit der Aufnahme der Kinderrechte in die LandesverfassungKindern einen Status als Träger eigener Rechte bestätigt. Nun geht es darum, die Kinderrechtevor Ort auch wahr zu machen. Wir treten dafür ein, eine „Kinder-Interessen-Vertretungs-Struktur“zu schaffen. Qualifizierte Kinderbeauftragte, die verbindlich in die kommunalen Strukturen eingebundensein sollen, können gleichberechtigte Perspektiven für die Kinder vor Ort fördern undwie eine Ombudsstelle fungieren. Wir werden dieses Ziel auchin diesem Jahr mit Nachdruck verfolgen!Ihnen danken wir für die gelungene und angenehmeZusammenarbeit! Ihre Unterstützung durch Mitgliedschaft,Spende, ideelle und aktive Kooperationen ermöglicht dielandesweite Kinderschutzbundarbeit. Gestalten Sie auchweiterhin mit uns die Zukunft der Kinder und Jugendlichenin Niedersachsen!Für den LandesvorstandJohannes Schmidt, Vorsitzender


6Themen unserer LobbyarbeitThemen unserer LobbyarbeitKinder haben RechteKinder und ihre Rechte respektieren und fördern: Als Lobbyfür Kinder in Niedersachsen haben wir uns dafür eingesetzt,dass die vom Landtag 2009 beschlossene Aufnahme derKinderrechte in die Landesverfassung verwirklicht wird.Dazu engagieren wir uns mit Partnern in landesweitenNetzwerken. Einige stellen wir Ihnen hier besonders vor:Sport und KinderschutzMit dem LandesSportBund Niedersachsen e.V. (LSB) habenwir eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Dabei gehtes um die „Zusammenarbeit zum Schutz vor sexualisierterGewalt im Sport: Prävention, Intervention und Handlungskompetenz“.Diese Verbindung von Kinderschutz und Sportist die bislang erste ihrer Art im Deutschen Kinderschutzbund.Die Partner haben eine Kooperation in den Bereichen Information,Beratung, Netzwerkaufbau sowie Steuerung undHerstellung weiterer Ressourcen festgelegt. Wir unterstützenden LSB und seine Sportjugend fachlich in seinem Präventions-und Interventionsprozess. Die Sportvereine, Landesfachverbändeund Sportbünde werden vom LSB informiertund gebeten, sich als Betroffene oder Beteiligte Unterstützungbei der zentralen Clearingstelle des LSB und seinerSportjugend zu holen. Mädchen und Jungen werden altersangemessenzu dem Thema beteiligt und über ihre Rechteim Sport informiert.Wir bieten im Bereich Information und Beratung folgendeKompetenzen im Rahmen unserer Ressourcen an:• Fachliche Beratung zu Aufbau und Umsetzung einesPräventionskonzeptes zum Schutz von Mädchen undJungen vor sexualisierter Gewalt im Sport• Fachliche Beratung bei der Erstellung von Infomaterialienfür Trainierende / Übungsleitende, Vorstände, Kinder undJugendliche bzw. deren Bezugspersonen• Kooperative Unterstützung beim Aufbau eines landesweitenfachlichen (und überverbandlichen) Netzwerkes• Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit• Mitarbeit in der Steuerungsgruppe der Kooperation• Entwicklung von Ressourcen für Informationsveranstaltungen,Fortbildungen, Schutzkonzepte und Beteiligungsverfahrenbei interessierten Sportvereinen, Sportbündenund Landesfachverbänden in Niedersachsen.Armut von Kindern:Die NiedersächsischeLandesarmutskonferenzArmut von Kindern: Seit mehr als fünfzig Jahren eines unsererdrängensten Themen. Mit Aktionen, Stellungnahmenund Veröffentlichungen machen wir auf allen Ebenen auf dieSituation benachteiligter Kinder aufmerksam – mit Angebotenunterstützen wir Kinder und ihre Familien. Dennoch ist dasThema Kinderarmut ist brisanter und aktueller als je zuvor.Besonders seit der Einführung von Hartz IV sind die Zahlenbetroffener Kinder eklatant in die Höhe geschnellt; genauso,wie es absehbar war. Deutschlandweit leben heute 2,6 MillionenKinder auf oder unter dem Sozialhilfeniveau, also jedessechste. In Niedersachsen sind es rund 225.000 Kinder.Jede kommunale Maßnahme, die dazu beiträgt, die Folgensozialer Benachteiligung zu kompensieren, hilft, dass betroffeneKinder ihre Lebenssituation besser bewältigen und ihrePersönlichkeit positiv entwickeln können. Allerdings gehtes neben der materiellen Grundversorgung immer auch umTeilhabe an Bildung und Gesundheitsfürsorge.Die niedersächsische Landesarmutskonferenz (LAK) ist einForum der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, desDGB Landesbezirks, von Verbänden und von Initiativen aufLandesebene, die mit ihrer fachlichen Arbeit das Armutsproblemüberwinden wollen und/oder die Selbsthilfeansätze dervon Armut betroffenen oder bedrohten Bevölkerungsgruppenrepräsentieren. Als Kinderschutzbund Niedersachsen sindwir auf der Konferenz eine feste Größe. Wir vertreten hier dieBelange und Interessen der Kinder. Das Netzwerk macht Politik,Fachkräfte und Öffentlichkeit kontinuierlich und gezieltauf die Lebenslagen von Armut Betroffener aufmerksam undzeigt die Folgen von Armut.Im aktuellen Europäischen Jahr (EJ) gegen Armut undsoziale Ausgrenzung 2010 hat die LandesarmutskonferenzNiedersachsen anlässlich der Auftaktveranstaltung „EuropäischesJahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung 2010“wie folgt Stellung genommen:In Niedersachsen stagniert die Armut auf skandalös hohem Niveau undwird als Folge der aktuellen Wirtschaftskrise zunehmen. Das Gremiumgibt zu bedenken, dass die Armutsquote in Niedersachsen ca. 15 %beträgt und zunehmend Menschen trotz Erwerbsarbeit bedroht sind.


8 Kinder haben RechteSicherheitspartnerschaftim Städtebau NiedersachsenMit dem Ziel, die Lebensqualität und Attraktivität der niedersächsischenStädte zu steigern, haben sich Vertreter undVertreterinnen u.a. der Landesarbeitsgemeinschaft SozialeBrennpunkte Niedersachsen, der Universität Hannover, demNiedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familieund Gesundheit, dem Landeskriminalamt Niedersachsenund der Architektenkammer Niedersachsen zu einer Sicherheitspartnerschaftzusammengefunden. Als KinderschutzbundNiedersachsen teilen und unterstützen wir diese Vereinbarung,die neben einer Revitalisierung öffentlicher Räumeauch nachbarschaftliche Begegnungen und informelle sozialeKontakte unterstützen soll.Beteiligungvon KindernGerade für Kinder und Jugendliche sollte das nähere Wohnumfeldals Erlebnis- und Erfahrungsraum betrachtet werden.Daraus ergeben sich Fragen: Wie müssen diese gestaltet sein,um sowohl ihren Bedürfnissen gerecht zu werden, wie auchdenen anderer Anwohner und Anwohnerinnen? Ein Netzwerkvon Multiplikatoren und Ansprechpartnern soll das Themabearbeiten, um spezifisches Fachwissen frühzeitig und gezieltin städtebauliche Entwicklungen und Planungen einzubringen.Die Ideen sollen zur sicherheitsorientierten Gestaltung imStädtebau, in der Architektur und in der Freiraumplanungverankert werden. Das Konzept für öffentliche Treffpunktevon Kindern und Jugendlichen beschreibt Beispiele gelungenerPraxis, unterschiedliche Interessen zu vereinbaren undvor allem die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zuberücksichtigen.Als Mitglied vertreten wir die Position der Kinder und Jugendlichen– insbesondere der benachteiligten. Wir drängendarauf, dass gerade für sie das nähere Wohnumfeld alszentraler Erlebnis- und Erfahrungsraum wahrgenommen,beachtet sowie entsprechend geplant und gestaltet wird. Diegesamte kindliche Lebenswelt hat sich in den letzten Jahrzehntenverändert: die Alltagsabläufe, die Familienstrukturund die Freizeitaktivitäten. Daher sollte besonders der Blickauf ihr Umfeld gerichtet werden: Wie leben Kinder heute inihrem Quartier – können sie sich frei bewegen im öffentlichenRaum? Haben sie wahrhaftig „Platz“? Beklagt wird immerwieder die Tendenz zur Vereinzelung und Medialisierungder Rückzug aus dem Außenraum hin zum „Binnenraum“hier hat die Gesellschaft sowohl Möglichkeiten als auch dieVerantwortung eine kindgerechte Lebenswelt zu kreieren.Kinder sind eigenständige Menschen und Trägereigener Rechte! Dies vertritt der Deutsche Kinderschutzbundund setzt sich auf der Grundlageder UN-Kinderrechts konvention für die Bekanntmachungund Verwirklichung der Kinderrechtein einer kinderfreundlichen Lebenswelt ein. Einelangjährige Forderung des Kinderschutzbundesin Niedersachsen wurde im Jahr 2009 mit der Verankerungder Kinderrechte in der NiedersächsischenLandesverfassung umgesetzt. Darin ist derzukünftigen Generation Schutz und Förderungzugesichert worden.Dass Mädchen und Jungen eigene Rechte haben,berührt jeden ihrer Lebensbereiche. Wir setzen unsdafür ein, dass auch und gerade deshalb das Rechtauf Beteiligung von Kindern realisiert wird. In denKommunen Niedersachsens gibt es – geregeltdurch den §22e NGO – bereits länger die Möglichkeitdazu. Gerne möchten wir mit Ihnen und denGastrednern diskutieren, wie sich Partizipationvon Kindern auswirken kann – vom Kinderschutzbis zur Einflussnahme in die Kommunalpolitik.


Unsere Projekte9Projekt: NiedersächsischerKinderHabenRechtePreis 20102010Den NiedersächsischenKinderHabenRechtePreishaben wir als KinderschutzbundNiedersachsen inKooperation mit dem LandNiedersachsen zum drittenMal landesweit ausgelobt.Ziel ist es, die Kinderrechteeiner breiten Öffentlichkeitbekannt zu machen. Außerdemwerden damit Projekteund Initiativen unterstützt,in denen sich Engagiertefür die Rechte von Kinderneinsetzen. Diese bereits erfolgreichen Beispielesollen öffentlich wahrgenommen, anerkannt undgefördert werden – und selbstverständlich zurNachahmung anregen.Mit dem Preis wird ein besonderes Recht desKindes aus der UN-Kinderrechtskonventionaufgegriffen. Unter dem Motto 2010 „MITreden –MITmachen – MITmischen“ wurden Maßnahmenprämiert, die die Beteiligung von Kindern undJugendlichen ermöglichen und sicherstellen.Die Schirmherrin, die Niedersächsische Ministerinfür Soziales, Frauen, Familie Gesundheit und Integration,Aygül Özkan überreicht die mit insgesamt9.000 Euro dotierte Auszeichnung im GOP in Hannover.Sie betonte, dass mit über sechzig Einsendungender KinderHabenRechtePreis wieder einvoller Erfolg sei und begrüßte den großen Einsatzfür Kinder in Niedersachsen, der sich in den vielenBewerbungen widerspiegele.Die Preisträger 2010:1. Platz: (4.000 €)Stadt Hildesheim für die Initiative„Wir beteiligen Kinder und Jugendliche!“Dazu die Jury: „Kommunen haben eine zentraleRolle bei der Gestaltung der Lebensräume vonKindern und Jugendlichen. Ein lebendiges Gemeinwesenbraucht engagierte junge Menschen. Werden Herausforderungen von morgen begegnenmöchte, fragt sich deshalb sinnvollerweise: Wiewird eine Kommune kinder- und jugendgerecht?Eine Antwort lautet: Indem sie junge Menschenfrüh beteiligt! Wenn dann auch noch möglichstviele Akteure in möglichst vielen verschiedenenLebensbereichen eingebunden sind, können sichwirksame Effekte entwickeln. In Hildesheim sindKinder auf mehrfache Art und Weise beteiligt: Seit2003 ist in der Verwaltung der Stadt ein Partizipationsverfahrengemäß § 22 e der NiedersächsischenGemeindeordnung aufgebaut worden; dieSpielleitplanung stellt ein Verfahren der kinderfreundlichenStadtplanung dar; das Jugendforumbildet ein Sprachrohr zur Stadtpolitik und in denJugendfreizeiteinrichtungen gelten Kinder alsExperten in eigener Sache. Diese breitgefächertestrukturierte Umsetzung von Partizipation inverschiedenen Bereichen möchten wir mit unsererEhrung hervorheben!“Die Ehrung fand im Kreis der Preisträger statt, diemit ihren Teams und natürlich den beteiligten Kindernund Jugendlichen angereist waren. JohannesSchmidt, der Landesvorsitzende des KinderschutzbundesNiedersachsen, gratulierte allen Initiativenund Projekten, die sich beworben hatten, zu ihrerKreativität und Ihrem hohen – oft ehrenamtlichen –Engagement.1. PlatzDKSB Landesverband Niedersachsen e.V. Jahresbericht 2010


12ServiceUnsere ProjekteProjekt: LEUCHTTOURDie LEUCHTTOUR, eine „Entdeckungsreise rundum erneuerbare Energien und Klimaschutz“ fürKinder, ist eine Wanderausstellung, die wir alsLandesverband Niedersachsen überregional von2008 bis 2010 in den deutschen Küstenregionenpräsentierten. Mit diesem innovativen Projektthematisierten wir die ökologischen Kinderrechtein der Öffentlichkeit und ergänzten damit dieUN-Konvention über die Rechte der Kinder.Die Ausstellung in einem mobilen begehbarenLeuchtturm macht die Kinder spielerisch mit denThemenschwerpunkten Solarenergie – Wasserkraft– Bioenergie und Windenergie vertraut undsensibilisiert sie für einen bewussten, sparsamenUmgang mit Energie und damit dem Schutz derUmwelt. Eltern erhalten Informationen überUmweltaktivitäten und Projekte vor Ort. AuchKindergärten und Grundschulen gibt die Ausstellungviele Anregungen.Kommunale Akteure begleiten die LEUCHTTOURauf öffentlichkeitswirksame Weise. Für den Kinderschutzbundbietet sich eine außergewöhnlicheGelegenheit, dabei die Kinderrechte, den Kinderschutzbundals Lobby für Kinder und die Aktivitätenvor Ort zu präsentieren.Deutsche UNESCO Kommission zeichnetLEUCHTTOUR aus!Ergin Güner (HomannGüner Blum, VisuelleKommunikation) undJohannes Schmidt (NiedersächsischerKinderschutzbund)freuen sich über dieUNESCO-Auszeichnung


Beteiligung von Kindern · Unsere Projekte 13LEUCHTTOUR kommt an!Erneuerbare Energien werden schon bei jungen Menschenim Vor- und Grundschulalter mit großem Interesse wahrgenommenbeweist die LEUCHTTOUR. Die mobile ErlebnisausstellungLEUCHTTOUR richtet sich gezielt an Kinder zwischenvier und zehn Jahren und nimmt diese mit auf eine spannendeReise. Das Leuchtfeuer von Leuchtturmwärter Matthiesenist erloschen. Nur mit der Hilfe und Energie der Kinder kannes wieder entzündet werden. In einem mobilen begehbarenLeuchtturm werden die Kinder spielerisch mit den ThemenSolarenergie – Wasserkraft – Bioenergie und Windenergievertraut gemacht.Zwischen 2008 und 2010 kamen an 43 Standorten über34.650 große und kleine Besucher zur LEUCHTTOUR. Für diekommenden zwei Jahre hat sich LEUCHTTOUR viel vorgenommen.Insgesamt 24 Schulstandorte sollen angefahren werden.Im Vorfeld wurde nun eine Befragung durchgeführt, aus welcherErkenntnisse hinsichtlich des Bedarfs mobiler Ausstellungenzum Thema Erneuerbare Energien dargestellt werden.Gefragt wurde nach Erwartungen, Zielgruppen, Zielthemensowie Veranstaltungsformen und -orten.Die Rückmeldungen waren überwältigend. Die Grundgesamtheitder angeschriebenen Veranstalter lag bei 32, geantwortethaben 18 Veranstalter. Die Rücklaufquote liegt damit beisagenhaften 56,25 %. Schon diese hohe Rücklaufquote zeigt,in welch guter Erinnerung die LEUCHTTOUR bei den Veranstalterngeblieben ist. Diese haben sich die Mühe gemacht,3 Minuten für das Ausfüllen des Fragebogens aufzuwenden.Sowohl der Veranstaltungszeitraum von einer Woche, alsauch der Veranstaltungsort als wetterfeste Ausstellung, dieauch an eine Schule kommen kann, sind für die Veranstalterinteressant. Die Beantwortung der Darstellungsform warsehr heterogen, 32 % wünschen eine Präsenz in der Schule,28 % einen wetterfesten Außenbetrieb und am dritt häufigstengenannt wurde die Wanderausstellung. Zum Inhalt wurdegefragt, welche der Erneuerbaren Energien für den Veranstalterbesonders interessant sind und deshalb hervorgehobenwerden sollten. Besonders interessant ist die Solarenergiemit 31 % der Nennungen. Wind und Wasser liegen mit 21 %gleich auf, im Verhältnis uninteressanter sind Biomasse undErdwärme. Hinsichtlich der Frage nach der Zielgruppe lagendie meisten Nennungen bei den Grundschulkindern und denälteren Schulkindern. Auf die Frage, wie die Inhalte präsentiertwerden sollten, antworteten 88 % der Veranstalter, dasses Spiele verbunden mit Inhalten sein sollen. Bestätigung erhältdie LEUCHTTOUR durch die abschließende Frage, ob dieLEUCHTTOUR vom Veranstalter erneut ausgeliehen werdenmöchte: 100 % würden die LEUCHTTOUR erneut ausleihen!Der Erfolg wird durch diese Quote mehr als deutlich.Als Pilotprojekt wurde im letzten Jahr das Projekt „Schülerfür-Schüler“entwickelt und getestet. Hinter dieser Absichtsteht die besondere Idee „Schüler führen Kinder durch dieLEUCHTTOUR“: Es engagieren sich ältere Schüler der weiterführendenSchule als Ausstellungsbetreuer. In dieser Rolleerklären sie eine Woche lang jüngeren Kindern aus Kindergartenund Grundschule die LEUCHTTOUR. Die Pilotphase anvier Schulen wurde positiv abgeschlossen, das Konzept kamsehr gut an. Die Befragung der Schulprojekte dient der Vorbereitungund Ausweitung des Angebotes „Schüler erklärendie LEUCHTTOUR“. Es sollte herausgefunden werden, ob dasSchulprojekt eine Angebotslücke schließt und ob die Kooperationzwischen zwei Schulstufen (Kindergarten/Grundschule– Weiterführende Schule) sinnvoll ist. Zudem wurden Fragenzum Ablauf sowie zu den Inhalten gestellt. Für die kommendenzwei Jahre werden jedes Jahr zwölf Schulen angefahren.Die Ergebnisse aus den beiden Bausteinen werden zukunftsweisendauf unserer LEUCHTTOUR Web-Site veröffentlichtund damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.Weitere Informationen sowie die Standorte für das Tourenjahr2011 werden im April auf www.leuchttour.de bekanntgegeben. Dort steht auch für interessierte Schulen eineInteressensbekundung zum Download bereit.LEUCHTTOUR wird vom Bundesumweltministerium im Rahmendes Forschungsschwerpunkts „Akzeptanz für erneuerbareEnergien“ gefördert. Die Jury des Nationalkomitees derUN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hat dasProjekt als offizielles deutsches Dekadeprojekt für den Zeitraum2011/2012 ausgewählt.DKSB Landesverband Niedersachsen e.V. Jahresbericht 2010


14Vortrag„Nicht über unsere Köpfe hinweg“ oder:Partizipation ist der beste KinderschutzAnlässlich der Jahresversammlung 2010 haben die Delegiertendes Kinderschutzbundes Niedersachsen mit Vertreterndes Niedersächsischen Landtages und der gastgebendenStadt Oldenburg zum Thema „Partizipation ist der besteKinderschutz“ diskutiert. Hierzu Auszüge aus dem Vortragdes Gastredners Prof. Dr. Manfred Liebel von der InternationalenAkademie an der Freien Universität Berlin:Der DKSB ist in Deutschland eine wichtige Institution. Wenn er seineStimme erhebt, ist ihm öffentliche Aufmerksamkeit gewiss. (…) WerKinderrechte (KR) ernst nimmt, kommt nicht umhin, sich Gedanken überbisher dominierende Konzepte und Praktiken des Kinderschutzes (KS)zu machen. Ein Recht auf Schutz zu haben, ist etwas anderes als ausWohlwollen oder gutem Willen geschützt zu werden. Der US-amerikanischeKinderrechts-Aktivist Richard Farson hatte in den 1970er Jahrengefordert, nicht die Kinder, sondern die Kinderrechte zu schützen. Ichmöchte das dahin umformulieren: Es kommt darauf an, die Kinder alsTräger von eigenen Rechten zu schützen.Ein Blick auf die UN-Kinderrechtskonvention (KRK) zeigt: Kinder habenverschiedene Arten von Rechten. Sie werden gemeinhin in Schutzrechte,Versorgungs- oder Entwicklungsrechte und Partizipationsrechte unterschieden.Alle drei Rechtsgruppen sind nach dem Grundprinzip der KRKgleich wichtig und bedingen sich wechselseitig.Erste Frage: In welchem Verhältnis stehen die Rechte auf Schutz und aufPartizipation: Gegensatz oder Komplementarität? Antwort: Das hängtdavon ab, was wir unter Kinderschutz verstehen. Sie stehen im Widerspruchzueinander, wenn wir den Kinderschutz in paternalistischer Weiseoder im Sinne einer Käseglocke verstehen, wie es lange Zeit selbstverständlichwar. Sie können sich aber auch sehr wohl produktiv ergänzen,wenn wir den Kinderschutz in einem partizipativen Sinn verstehen.Zweite Frage: Bedeutet das Recht auf Schutz, dass allein Erwachsenedie Kinder schützen und darüber entscheiden, wovor und wie Kinderzu schützen sind? Antwort: Dem Gedanken der KR entspricht, dassKinder dabei mitwirken können, und zwar entscheidend, d.h. nicht nurinstrumentellem Sinn als Ausführende der zuvor von Erwachsenenabgesteckten Schutzmaßnahmen.Die Mitwirkung der Kinder ist allerdings nicht nur wichtig, weil sie einRecht darauf haben, sondern weil ohne ihre Mitwirkung (als Betroffenesowohl von Gefährdungen als auch von Maßnahmen dagegen) derKinderschutz selbst zur Gefahr oder Risiko für sie werden kann. Vorallem sehe ich die folgenden Risiken:• Kinder könnten entmündigt und damit von der Ausübung andererRechte ausgeschlossen werden. Dies geschieht vor allem dann,wenn Kinder als prinzipiell inkompetent betrachtet und „gerettet“werden sollen. Das dem zugrundeliegende Kindheitsbild wird heuteallerdings immer fragwürdiger, junge Menschen selbst stellen sichihm immer deutlicher entgegen.• Kinder könnten zusätzlich geschwächt und damit noch hilfloserund schutzbedürftiger gemacht werden. Die britische KindheitsforscherinGerison Lansdown bringt das mit folgenden Worten zumAusdruck: „Es ist das Vorherrschen eines schutzbetonten Modellsin der Konstruktion unserer Beziehungen zu Kindern, das dieEntwicklung einer angemessenen Anerkennung der tatsächlichenPartizipationsfähigkeit von Kindern oft verhindert hat. Und es istihr Bedarf an Schutz, der benutzt worden ist, um den fortdauerndenWiderstand dagegen zu rechtfertigen, den Kindern eigene Entscheidungenüber ihr Leben einzuräumen. So wird ein sich selbst bestätigenderZirkel etabliert. Indem Kindern fehlende Kompetenz fürihr Leben zugeschrieben wird, gelten sie als verletzlich und schutzbedürftig.Da sie Schutz brauchen, werden Erwachsene ermächtigt,an ihrer Stelle zu handeln. Indem Kindern die Macht verwehrtwird, Entscheidungen zu treffen oder sich an ihnen umfassend zubeteiligen, werden sie noch verletzlicher gegenüber der Autoritätvon Erwachsenen gemacht.“ (Lansdown, Gerison: Children’s rightsto participation: a critique. In: Christopher Cloke/Murray Davies(Hrsg.): Participation and Empowerment in Child Protection. London1995).• Bestimmte Kinder könnten durch Schutzmaßnahmen stigmatisiertund diskriminiert werden, indem sie als Sondergruppe herausgehobenwerden. Im Deutschen kommt dies etwa in der Bezeichnung„verwahrloste Kinder“ zum Ausdruck. Im allgemeinen Verständnisgeht verloren, dass die Kinder verwahrlost wurden, und verwahrlostzu sein erscheint nun als persönliche Eigenschaft. Aus gefährdetenwerden so unter der Hand gefährliche Kinder.• Da die Gefahren und Risiken, die Kindern drohen, oft nicht eindeutigzu bestimmen sind oder dem Ermessen unterliegen, entstehtgerade im präventiv verstandenen Kinderschutz leicht ein Kontrollregimeauf Verdacht („Frühwarnsystem“). In der Furcht, irgendwelcheRisiken zu übersehen oder „zu spät“ zu kommen, werden dieLebensräume der Kinder lückenlos überwacht, wie es in den USAz.B. heute unter Verwendung der neuesten Technologien geschieht.Zusätzliche Gründe für die Mitwirkung von Kindern:• Kinderschutz kann von Erwachsenen missbraucht werden (die jaauch für die Risiken verantwortlich sind): als Vorwand für sozialeKontrolle und Machterhalt.• Schutz geht immer von den eher Mächtigen aus (auch wenn dieOhnmächtigen Rechte haben = Sinn der Menschenrechte), deshalbmüssen Gegengewichte geschaffen werden (= Partizipation).• Es ist nicht immer eindeutig zu unterscheiden, wogegen sich derKinderschutz richtet: gegen Gefahren „von außen“ oder gegenVerhaltens-weisen von jungen Menschen, die als „abweichend“ undGefahr für die Kinder verstanden werden („Selbstgefährdung“).• Risiken und Gefahren werden von Erwachsenen und Kindernunterschiedlich gesehen und bewertet.


16 Themen unserer LobbyarbeitRecht auf gewaltfreies AufwachsenSeit über 10 Jahren haben Kinder in Deutschland per Gesetz (BGB § 1631) das Recht auf gewaltfreiesAufwachsen. Dies gilt selbstverständlich im Privaten genauso wie in gesellschaftlichen Einrichtungen.Leider ist Gewalt immer noch kein Ausnahmefall. Sie tritt in Form von Mobbing, sexueller und körperlicherGewalt sowie als Vernachlässigung auf. Jungen und Mädchen brauchen deshalb unbedingt kompetenteAnsprechpartner, die ihnen vertrauensvolle Kommunikation und direkte Unterstützung sichern.Kinderschutz-Zentrum in HannoverDie Einrichtung des Kinderschutzbundes NiedersachsenDas Kinderschutz-Zentrum in Hannover bietetjenen Kindern Hilfe und Unterstützung an, die inihren Familien und ihrem Umfeld von körperlicherGewalt, sexuellem Missbrauch oder Vernachlässigungbetroffen oder bedroht sind.Die Einrichtung• stellt den Schutz und das Wohl von Mädchenund Jungen, die von Gewalt betroffen sind,in das Zentrum seines Handelns und seinerAngebote• wird von der Stadt Hannover vom Land Niedersachsengefördert• ist Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaftder Kinderschutz-Zentren (BAG)• entwickelt Angebote und Projekte aus aktuellenErkenntnissen und Forschungsergebnissenzum Thema Gewalt gegen Kinder• bietet Hilfe und Unterstützung in Fällen körperlicher,seelischer Misshandlung und Vernachlässigungsowie bei sexueller Gewalt gegenMädchen und Jungen• ist Koordinierungsstelle für Kinder in Hannover,die häusliche Gewalt erlebt haben• verfügt über ein multiprofessionelles Team ausdiplomierten SozialpädagogInnen, PädagogInnen,Sozialwissenschaftlerinnen sowie einerDipl.-Psychologin und einer Kinder- und Jugendpsychartrieerfahrenen Ärztin mit jeweils vielfältigenZusatzqualifikationenDie Angebote• telefonische und persönliche Beratung fürKinder, Jugendliche, Eltern, Verwandte undBekannte• die Nummer gegen Kummer: kostenlose undanonyme Telefonberatung für Kinder undJugendliche• Qualifizierungen für psychosoziale Fachkräftezum Thema Gewalt gegen Kinder durch:• Fachberatungen für MitarbeiterInnen ausanderen Institutionen (Kitas, Schulen,Jugendämter usw.)• Angebote zur Fortbildung (siehe auchdas jährlich erscheinende Veranstaltungsprogramm)• Qualifizierungen von Kindertagesstättenzur Umsetzung des Schutzauftrages nach§ 8a SGB VIII• Begleiteter Umgang in konflikthaftenTrennungssituationen• Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, das ThemaGewalt in der Öffentlichkeit präsent zu machensowie auf Handlungsbedürfnisse und -möglichkeitenhinzuweisen• Informationsveranstaltungen• Unterstützungsgruppen für Kinder, die Partnerschaftsgewalterlebt haben (bei zusätzlicherAkquisition von Mitteln)Ausführlich dokumentiert ist die Arbeit im Jahresbericht 2010 des Kinderschutz-Zentrums,der dort direkt bezogen werden kann.KontaktKinderschutz-Zentrumin HannoverMartha-Wissmann-Platz 330449 HannoverKinderschutz-Zentrum in HannoverTelefon (05 11) 374 34 78Telefax (05 11) 374 34 80Internet: www.ksz-hannover.deE-Mail: info@ksz-hannover.deÖffnungszeitenvon Montag bis Donnerstag9.00 – 13.00 und 14.00 – 16.00 UhrFreitags von 9.00 – 13.00 Uhr


Service19Starke Eltern – Starke Kinder ®Landesweiter Fachtag 2010Bereits zum drittem Mal haben wir einen landesweitenFachtag für die niedersächsischen Elternkursleitungendurchgeführt. Mehr als 100 Elternkursleitungenhaben sich getroffen um sich inPraxis und Theorie auf den neuesten Stand zubringen und die Gelegenheit zum Austauschgenutzt. Im Mittelpunkt stand das Thema „WasKinder stärkt – Erziehung zwischen Risiko undResilienz“ mit dem Referenten Prof. Dr. GüntherOpp von der Universität Erfurt. Damit ist ein immeraktueller werdendes Thema aufgegriffen worden.Aus der Präsentation ging anschaulich hervor,dass sogenannte Risikokinder die Belastungen ausungünstigen Lebens- und Umweltbedingungenentgegen allen Erwartungen erfolgreich bewältigenund sich positiv entwickeln können.Die Resilienzforschung orientiert sich an denStärken jedes einzelnen Kindes. Dieser Sichtweiseliegt in besonderem Maße das Bild des Kindesals ein aktiver Bewältiger und Mitgestalter seinesLebens zugrunde, welches darin unterstütztwerden muss, seine Ressourcen zu entwickelnund auszubauen. Familie, Kindertagesstätte undSchule sind wichtig für die Förderung von Kindern.Natürlich gehören auch die Elternkurse StarkeEltern – Starke Kinder ® dazu. Wir wissen, dassvor allem möglichst früh Unterstützung gegebenwerden sollte. Die Erkenntnisse aus der aktuellenForschung geben aufschlussreiche Hinweise überHintergründe kindlicher Entwicklung und vor allemdarüber, wie wir eine gelingende Entwicklung –in Zusammenarbeit mit den Eltern – ganz konkretfördern können.Die Ergebnisse untermauern deutlich das Leitbilddes Deutschen Kinderschutzbundes, in dem wirKinder von Beginn an als eigenständige Subjekteund als Träger eigener Rechte verstehen. Wir freuenuns über die zahlreiche Teilnahme sowie die vielseitigeund lebendige Diskussion. Als KinderschutzbundNiedersachsen stehen wir auch weiterhinallen Aktiven in inhaltlichen und strukturellenBelangen zur Verfügung.Betreuung der Orts- undKreisverbändeWir informieren und beraten unsere Mitgliedsorganisationenzu: Verbandsthemen wie Satzungen, Positionen und Stellungnahmen,Materialien, Versicherungen, Arbeit in Gremien,Struktur der Jugendhilfe. Vereinsführungsthemen wie Vorstandsmanagement,Personalentwicklung, Konflikte, Teamarbeit,Entwicklungsplanung. Projektthemen wie Finanzierungen,Kooperationen, Beteiligung von Kindern und Jugendlichen,Beratungsangebote, Begleiteter Umgang, StarkeEltern – Starke Kinder ®Die Landesgeschäftsstelle informiert die Orts- und Kreisverbändedes Kinderschutzbundes in Niedersachsen mitaktuellen Rundschreiben und drei umfassenden LandesInfos.Darin berichteten wir über Aktuelles aus der Bundes- undLandespolitik sowie über Entwicklungen im Kinderschutzbund.Zudem haben wir darin Hinweise auf interne und externeWeiterbildungsangebote zusammengestellt, haben dieAktivitäten und Projekte der Orts- und Kreisverbände und desLandesverbandes präsentiert sowie fachliche und praktischeTipps zu allen Themen gegeben, die für die Kinderschutzund/oderdie Verbandsarbeit interessant und hilfreich sind.Unser Dank gilt den Vorständen, MitarbeiterInnen und vielenEhrenamtlichen für ihr unermüdliches Engagement für die Sacheder Kinder. Viel Erfolg für die weitere Kinderschutzarbeit!InformationAuch interessierte Bürgerinnen und Bürger wenden sichan uns. In ihren Anliegen geht es meist um die qualifizierteWeiterleitung wie z.B. bei Nachbarschaftsstreitigkeiten,Trennung und Scheidung, Verdacht auf Gewalt gegen Kinderund Jugendliche, Umwelt- und Verkehrsbelastungen und zurSituation von Kindern in der Schule.Des Weiteren arbeiten wir mit Vertreterinnen und Vertreternaus Fachorganisationen, Medien, Politik und der Verwaltungzusammen. Kooperationen und Lobbyarbeit fördern wir aktiv.Mit landesweiten Pressemitteilungen sowie durch Präsentationenbei (Fach)Veranstaltungen und Stellungnahmen vordem Niedersächsischen Landtag haben wir uns zu aktuellenThemen und Entwicklungen positioniert und die Öffentlichkeitauf die Anliegen und Aktivitäten des Kinderschutzbundes inNiedersachsen aufmerksam gemacht.DKSB Landesverband Niedersachsen e.V. Jahresbericht 2010


20ServiceQualifizierungMit Fundraising und Mittelakquise neue Wege gehenNovember 2009 bis August 2010Die Frage, wie ein Kinderschutz-Projekt in einer Organisation oder Einrichtung umgesetzt werden kann, wird immer bedeutender.Oft fehlen finanzielle Mittel, weil auch die öffentliche Hand spart. In einer Seminarreihe haben wir dazu motiviert,neben dem intensiven Alltagsgeschäft neue Projekte mit Freude und Energie zu realisieren. Zielgruppe sind haupt- undehrenamtlich Tätige in Non-Profit-Organisationen, insbesondere Vorstände, GeschäftsführerInnen und Projektleitungen,denn Fundraising ist Managementaufgabe. Realisiert haben wir die Weiterbildung in Kooperation mit dem ParitätischenNiedersachsen und dem VNB Regionalbüro Hannover. Sie beinhaltet die Themen:• Grundlagen und Hintergründe des Fundraisings,• Organisations- und Umfeldanalyse,• Entwicklung einer Fundraising-Strategie,• Presse- und Öffentlichkeitsarbeit als Türöffner für erfolgreiche Drittmittelakquise,• Mit guten Texten Aufmerksamkeit gewinnen und das eigene Image stärken,• SpenderInnenbindungs-Strategien,• Sponsoring-Partnerschaften.Entwicklung des VerbandesLandesarbeitsgemeinschaft (LAG) Kinder- undJugendtelefone in NiedersachsenIn Niedersachsen gibt es 9 Standorte des bundesweitenKinder- und Jugendtelefons (KJT) „Nummer gegen Kummer“.Hiervon sind 7 bei Orts- und Kreisverbänden des Kinderschutzbundestätig. Als Träger des KJT Hannover und alsLandesverband des Kinderschutzbundes in Niedersachsenmit Beteiligung der Bundesgeschäftsstelle der Nummergegen Kummer e.V. regelmäßige Treffen der Landesarbeitsgemeinschaftdurch. In diesem Forum tauschen die Teilnehmerihre Erfahrungen aus und nutzen die Gelegenheit füreine landesweite strategische Entwicklungsplanung sowiefür die Koordination gemeinsamer Aktivitäten.Das Angebot der „Nummer gegen Kummer e.V.“ ist zusätzlichzur nationalen Rufnummer 0800 – 111 0 333 auch europaweitunter der Nummer 116 111 zu erreichen. Wegen der hohenNachfrage nach anonymer, kostenloser und qualifizierterBeratung sind die Telefone noch länger und häufiger – vonmontags bis samstags von 14 bis 20 Uhr – besetzt. Allein imletzten Jahr sind 26.600 Beratungstelefonate zu Sorgen undNöten der Mädchen und Jungen in Niedersachsen geführtworden.Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Kinderschutzbundund Schule in NiedersachsenKinderschutzbund und Schule: Mehr als die Hälfte der OrtsundKreisverbände in Niedersachsen arbeiten mit Schulenzusammen. Im Rahmen einer LAG verschiedene Aspektedieses Aufgabenfeldes zu vertiefen und einen regelmäßigenAustausch aufzubauen und zu pflegen. So soll die Qualitätdes Angebotes kontinuierlich weiterentwickelt werden.Eingeladen worden ist zu den Themen „Qualifizierung derehrenamtlichen Mitarbeiter/innen in der Hausaufgabenbetreuung“sowie „Kinder fordern uns heraus: Wie wir unsereArbeit mit verhaltensoriginellen Kindern verbessern können“.Wir freuen uns, dass sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreteraus Orts- und Kreisverbänden am Austausch und ander Weiterentwicklung des Arbeitsbereiches beteiligt haben.


Service21KinderschutztageAuf der jährlichen Bundesmitgliederversammlung – den so genannten Kinderschutztagen – fassendie Vertreterinnen und Vertreter strategische und verbindliche Beschlüsse über Inhalt und Leitbildsowie Struktur des Verbandes. Anlässlich der Kinderschutztage 2010 in Magdeburg wurde die Resolutionund das Positionspapier „Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt in Institutionen“verabschiedet: Der DKSB fordert dann die Aufstellung klarer Verhaltensregeln im Umgang mit sexualisierterGewalt in allen privaten und öffentlichen Einrichtungen der Erziehung und Bildung und die Einrichtungunabhängiger Beschwerdestellen für Kinder und Jugendliche in privaten und öffentlichen Einrichtungen.Zudem seien Maßnahmen zur flächendeckenden Sensibilisierung und Weiterbildung von Fachkräftenzum Erkennen sowie zur Prävention und Intervention nötig. Der Präsident des DKSB, Heinz Hilgers,bekräftigte seinen Aufruf an betroffene Institutionen, sich im Falle einer rechtskräftigen strafrechtlichenVerurteilung bei Schadensersatzansprüchen nicht auf die zivilrechtliche Verjährungsfrist zu berufenund forderte erneut, die zivilrechtliche Verjährungsfrist der strafrechtlichen anzupassen. Die Resolutionschließt ein, dass das Positionspapier „Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt inInstitutionen“ des DKSB-Landesverbandes NRW ab sofort die Grundlage im Umgang beim Vorwurf dersexualisierten Gewalt an Kindern durch Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des DKSB sein wird. Mit dieserSelbstverpflichtung geht der DKSB mit gutem Beispiel voran.LandesvorsitzendenkonferenzVorstand und Geschäftsführung vertreten den Landesverband Niedersachsen auf den Konferenzender Landesvorsitzenden. Landesverbände und Bundesverband haben auch 2010 fachliche undverbandliche Themen sowie Projekte sowie Grundsatzfragen diskutiert und weiterentwickelt.GeschäftsführungskonferenzPendant der Landesvorsitzendenkonferenz ist die Konferenz der Geschäfts führungen. Darinwerden die praktische Umsetzung der Beschlüsse der Vorsitzenden konferenzen thematisiert.Drei- bis viermal jährlich finden die Treffen statt, eines davon als zweitägige Klausur.Jahres- und Mitgliederversammlungdes Kinderschutzbundes NiedersachsenAm 17.4.2010 fand unsere Jahres- und Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen statt. Wir danken derStadt Oldenburg für die freundliche Aufnahme in ihrem Rathaus und den Kolleginnen sowie dem Vorstandvom Kinderschutzbund Oldenburg die sehr angenehme Zusammenarbeit! Im öffentlichen Teil der Veranstaltunghaben die Delegierten mit Vertretern des Niedersächsischen Landtages und der Stadt Oldenburgzum Thema „Partizipation ist der beste Kinderschutz“ diskutiert (s. Seite 14/15). Im geschlossenen Teilder Veranstaltung hat die Mitgliederversammlung turnusgemäß den neuen Landesvorstand gewählt. DerVorsitzende des Kinderschutzbundes Niedersachsen, Johannes Schmidt, würdigte bei der Versammlungden Einsatz der niedersächsischen Kinderschützerinnen und Kinderschützer, die sich jährlich mit etwa6.500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit für Kinder engagiert haben. Er rief dazu auf, Politik und Gesellschaftauch zukünftig auf die schwieriger werdenden Lebensverhältnisse von Kindern aufmerksam zu machen.DKSB Landesverband Niedersachsen e.V. Jahresbericht 2010


22 ServiceTagung der Vorständedes Kinderschutzbundes NiedersachsenDie diesjährige Tagung der Vorstände am 30. Oktober standunter dem Motto Wie schützt der Kinderschutzbund? Eshaben sich Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 20Orts- und Kreisverbänden in Niedersachsen gemeinsam mitBundesgeschäftsführerin Paula Honkanen-Schoberth mitdiesem Grundsatzthema unseres Verbandes auf Basis desvom Bundesverband erarbeiteten Positionspapiers PrinzipienHelfenden Handelns auseinander gesetzt.Es wurde dargelegt, dass es In der heutigen Praxis des Kinderschutzbundeshäufig um eine möglichst sensible Entscheidungim Einzelfall geht, ob, wann und wie welche Hilfe angebotenwird. Der Bundesvorstand hat diese gesellschaftlichenund auch aktuellen gesetzlichen Veränderungen (s. § 8a SGBVIII, Bundeskinderschutzgesetz ab 2012) zum Anlass genommenunsere Prinzipien „freiwillig – anonym – vertraulich“ aufihre Aktualität und Anwendbarkeit hin zu überprüfen.Die Eckpunkte:1. Schutz und BeziehungGewalt gegen Kinder ist nicht nur die isolierte Tathandlung,sondern auch die gestörte schädigende Beziehung. In derPraxis geht es darum, die Gefährdung zu klären und eineBeziehung herzustellen. Es geht also nicht um Schutz oderHilfe, sondern darum, beides klar und förderlich miteinanderzu verbinden. Damit sind besondere fachliche Voraussetzungengefordert, um auch in schwerwiegenden Krisen oderGefährdungen Zugang zu Familien zu finden. Die fachlicheHerausforderung besteht darin, dass Schutz und Hilfe Bestandteileiner tragfähigen Beziehung werden. Das bedeutet:Schwierige Themen werden nicht vermieden, sondern offenund transparent angesprochen.ist die Risikoeinschätzung kein externer „Prüfprozess“ vonFachkräften, sondern braucht den Kontakt und den Dialogmit den Eltern und dem Kind.3. Entscheidung im EinzelfallIn der heutigen Praxis des Kinderschutzbundes geht es nichtmehr grundsätzlich darum, ob Hilfen auch im Rahmen eineszunächst unfreiwilligen Zugangs angeboten werden, sondernvielmehr um eine möglichst sensible Entscheidung im Einzelfall,ob, wann und wie welche Hilfe ange boten wird. Dazu könnenauch Situationen gehören, in denen Menschen zunächstnur des halb kommen, weil sie andernfalls in Aussicht gestelltebzw. angedrohte Konsequenzen ver meiden wollen.4. Kontakt als BeziehungsangebotDie Arbeit mit Familien, in denen Kinder gefährdet sind, istdie Hauptaufgabe von Beratungsstellen und Familienhilfen imKinderschutzbund. Sie verfolgt vor allem das Ziel, Kontakt zudiesen Familien zu finden und die Lage der gefährdeten Kinderpositiv zu verändern. Auch wenn sich Familien zunächstnicht aus eigenem Antrieb an den Kinderschutzbund wenden,wenn sie misstrauisch sind oder vorerst über nicht viele Ressourcenverfügen, gilt es den Kontakt zu ihnen zu suchen undaufzubauen. Insofern ist der Alltag im Umgang mit diesen Familiensehr davon geprägt, die Eltern im Interesse der Kinderzur Annahme von Hilfe zu motivieren, ihre Bereitschaft dafürzu stärken und Ängste und Widerstände der Eltern behutsamabzubauen.2. Risikoeinschätzung bei Kindeswohlgefährdungals Teil der Qualität unserer ArbeitDie Risikoeinschätzung bei Kindeswohlgefährdung ist Teil derQualität unserer Arbeit. Zur Abwägung der Gefährdung gehörenzum einen die Gewährleistung des Kindeswohls unterden Kriterien Ausmaß /Schwere und Häufigkeit der Schädigung,Verlässlichkeit der Versorgung durch Sorgeberechtigte,Qualität der Erziehungskompetenz der Sorgeberechtigten,Resilienz des Kindes. Zur Abwägung der Gefährdung gehörenaber auch die Problemakzeptanz, die Übereinstimmung inder Problembeschreibung und die Hilfeakzeptanz der Eltern.Diese Einschätzung ist an das Gelingen oder Scheitern desKontaktes zu den Eltern gekoppelt und deshalb eng mit unseremprofessionellen Beziehungshandeln verknüpft. Damit


Service23Rückenwindfür Kinderschutz5. Verbund von HilfenNeben den Hilfen im Einzelfall bleibt es im Kinderschutz wichtig,niedrigschwellige präventive Hilfen anzubieten, die sichim Zugang zu belasteten Familien bewährt haben. In diesemBereich liegt eine besondere Stärke vieler Angebote des Kinderschutzbundesan Eltern und an Kinder. Zu dieser „Niedrigschwelligkeit“gehören Vertraulichkeit, Kostenfreiheit und einfreier Zugang.Fazit und praktischer Ausblick für die Arbeitim KinderschutzbundEs geht darum, in der Arbeit mit Familien:• sich für die Not und die Sicht der Kinder und der Elternzu interessieren;• nicht nur die Schwierigkeiten wahrzunehmen, sondernauch Stärken und Veränderungspotentiale;• die Zukunft mit ihrer Beteiligung zu planen und Hilfengemeinsam zu entwickeln;• den Erziehenden möglichst die Verantwortung für dieKinder zu überlassen bzw. wieder zurückzugeben;• Widerstand und Abwehr zu verstehen statt zu bekämpfen;• klare Konsequenzen zu formulieren• frühe bzw. frühzeitige Hilfen anzubieten, um so früh wiemöglich einen Zugang zu erhalten;• klare Zuständigkeiten über längere Zeiträume zu ermöglichen;• sicher zu stellen, dass Informationen nicht ohne Kenntnisder Eltern an Ämter gegeben werden. Eine Ausnahme vondieser Regel ist notwendig, wenn der wirksame Schutzeines Kindes oder Jugendlichen durch die Information derEltern in Frage gestellt wird.• allen Beteiligten mit Wertschätzung und Transparenz zubegegnen.Es gilt, in der Öffentlichkeit die Belastungen von Kindern undEltern zu benennen, ohne diese zu stigmatisieren, und sichweiterhin nachhaltig für Familien und die Verbesserung ihrerLebensbedingungen einzusetzen.Unter dem Motto Rückenwind für Kinderschutz habenwir engagierte Unternehmen und Privatpersonen zuuns eingeladen, diese über uns informiert und Möglichkeitengezeigt, sich mit finanziellem oder materiellemSponsoring an unseren Aktivitäten zu beteiligen.Der Kinderschutzbund Niedersachsen bringt damitFachkräfte und Sponsoren an einen Tisch und bietetihnen die Gelegenheit, Bedürfnisse und Leistungenaufeinander abzustimmen. Mit der Aktion „Rückenwind“sind Unterstützer für den Elternkurs „Güçlü Veli– Güçlü Çocuk“ sowie für das kostenfreie telefonischeBeratungsangebot für Mädchen und Jungen – dasKinder- und Jugendtelefon in Hannover – gesuchtworden.Wirtschaft &FinanzenDer Deutsche Kinderschutzbund, LandesverbandNiedersachsen e.V. erfüllte seine Aufgaben miteinem Gesamtetat von Einnahmen € 946.435,– undAusgaben € 789.782,–. Die Landesgeschäftsstellewird vom Land Niedersachsen gefördert. Das Kinderschutz-Zentrumin Hannover, wird hauptsächlichvom Land Niedersachsen und der Stadt Hannovergetragen. Der „Niedersächsische KinderHaben-RechtePreis 2010“ ist mit Mitteln des LandesNiedersachsen ermöglicht worden.DKSB Landesverband Niedersachsen e.V. Jahresbericht 2010


24DKSB Landesverband Niedersachsen e. V.Danke!Unser Dank geht an die Förderer und UnterstützerDer Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Niedersachsen setzt sich seit mehr als 50 Jahren als Lobby für die Rechteder Kinder ein. Dieses kontinuierliche Engagement ist nur durch die ideelle und finanzielle Förderung vieler Engagierter undUnterstützer sowie durch tatkräftiges Engagement möglich! Mit einem gemeinsamen Essen in der Kochschule Hannoverhaben wir uns in bester Atmosphäre kulinarisch bedankt!für die Förderung des Landesverbandes... dem Land Niedersachsen für die finanzielleFörderung der Geschäftsstelle... Cisoc, Flensburg, für das Sponsoring unserer Arbeit... den Richterinnen und Richtern, Staatsanwältinnen undStaatsanwälten, die durch Zuwendungen unsere Tätigkeitunterstützen... unseren Fördermitgliedern, Frau Ulrike Bitterling-Neumann,Frau Astrid Vockert MdL, den Grünen/Bündnis 90auf Landesebene, Herrn Lothar Ladenthien, Herrn WinfriedLieblang, Dr. Uwe Tambaur, sowie dem Verein fürKinder e. V. Oldenburg… der Kurt Zeitarbeit GmbH Lehrte für die Unterstützungder Qualifizierung von Elternkursleitungen Starke Eltern –Starke Kinder ® für türkisch sprechende Fachkräftefür die Unterstützung unseres Einsatzes für die Rechte derKinder in Niedersachsen… dem Land Niedersachsen für die Förderung des NiedersächsischenKinder-haben-Rechte Preises 2010… dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz undReaktorsicherheit für die Förderung der LEUCHTTOURfür die fachliche und verbandliche Heimat... den Mitgliedern des Vorstandes und Mitarbeiterinnen undMitarbeitern der Orts- und Kreisverbände, des Bundesverbandesund der Landesverbände des Deutschen Kinderschutzbundesfür die praxisnahe und vertrauensvolleZusammenarbeit... den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ParitätischenNiedersachsen für die Informationen, Bera tungen undHilfen in Fragen der Sozialpolitik und der Verbandsarbeit... der BAG der Kinderschutz-Zentren für das kompetenteKnow-Howfür die Kollegialität und Unterstützung... Homann Güner Blum Visuelle Kommunikation,Hannover, für die kreative grafische Begleitung... Patrick Helling von Helling Datenbanktechnik GmbHHannover, für die technische Kompetenz... Ulf Schade für die juristische Zusammenarbeitfür das Kinder- und Jugendtelefon„Nummer gegen Kummer“... den freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mit arbeiternam Kinder- und Jugendtelefon für Ihre intensive undverlässliche Bereitschaftfür das Angebot des Begleiteten Umgangs... den freiwilligen Mitarbeiterinnen, die den Kindernund Erwachsenen in schwierigen Situationen eineStütze sindfür das Ermög lichen der Kindergruppe... der proWIN Hast GmbH Alveslohe, Frau Barbara Grey,Herrn Dr. Ulrich Landgraf, der Nutzfahrzeuge JacobsenCloppenburg, der Druckerei Geb. Schmidt Garbsen,der Hannoverschen Kartonagenfabrik Weihe + HelmholdGmbH & Co. KG, der Dannenberg ImmobilienhandelGmbH Hannover, der Folien-Cutter Hannover, derDekorativ Hannover, Herrn Hans Werner Hagedorn,Frau Lilo und Herrn Dietmar Franke, der KochschuleHannover, Herrn Dr. Edgar Puls, Frau Katrin Fronhoff,Frau Christiane Huelsen und Herrn Wolfgang Tickwefür alle weiteren ideellen und materiellenEinzelzuwendungen und Spenden... allen Engagierten in Niedersachsenfür die Förderung des Kinderschutz-Zentrums... dem Land Niedersachsen und der Stadt Hannover... der Nord-Holding Hannover


DKSB Landesverband Niedersachsen e. V.25Adressen der Orts- und Kreisverbände in NiedersachsenOV AlfeldSandra SzameitEimser Weg 9431061 AlfeldTel.: 0 51 81 / 810 75Fax: 0 51 81 / 829 05 97smeit@gmx.netKV AmmerlandGeorgstraße 226160 Bad ZwischenahnTel.: 0 44 03 / 6 31 43kinderschutzbund-ammerland@nwn.dewww.kinderschutzbund-ammerland.deOV AurichRita WeißerKirchstraße 2226607 AurichTel.: 0 49 41 / 697 47 47OV Bad BevensenEdda BeneckePastorenstraße 129549 Bad BevensenTel.: 0 58 21 / 4 17 53Fax: 05821 / 477 111info@kinderschutzbund-bevensen.dewww.kinderschutzbund-bevensen.deOV Bad HarzburgGestütstraße 1238667 Bad HarzburgTel.: 0 53 22 / 8 64 00info@dksb-bad-harzburg.dewww.dksb-bad-harzburg.deOV Bad LauterbergRomana SpillnerNelkenweg 137431 Bad LauterbergTel.: 0 55 24 / 89 26 2OV Bad PyrmontBismarckstraße 16 a31812 Bad PyrmontTel.: 0 52 81 / 60 95 05OV Bad SalzdetfurthGeorgsplatz 231662 Bad SalzdetfurthTel.: 0 50 63 / 83 23dksb-badsalzdetfurth@t-online.deOV BockenemKarola IllersKönigstraße 1331167 BockenemTel.: 0 50 67 / 16 60OV BrakeBürgermeister-Müller-Straße 1326919 BrakeTel.: 0 44 01 / 45 88Fax: 0 44 01 / 45 80dksb.brake@t-online.deOV BraunlageKolliestraße 238700 BraunlageTel.: 0 55 20 / 20 90OV BraunschweigMadamenweg 15438118 BraunschweigTel.: 05 31 / 8 10 09info@dksb-bs.deOV BremervördeElisabeth MatthiessenOsterbreite 1727432 BremervördeTel.: 0 47 61 / 21 74OV BurgdorfHann. Neustadt 3231303 BurgdorfTel.: 0 51 36 / 21 31kinderschutzbund-burgdorf@t-online.dewww.kinderschutzbund-burgdorf.deOV BurgwedelIm Mitteldorf 1030938 BurgwedelTel.: 0 51 39 / 4536verwaltung@kinderschutzbundburgwedel.dewww.kinderschutzbund-burgwedel.deOV CelleNeustadt 7729225 CelleTel.: 0 51 41 / 4 60 66Fax: 0 51 41 / 208 81 21info@kinderschutzbund-celle.deKV CloppenburgWilke-Steding-Straße 349661 CloppenburgTel.: 0 44 71 / 8 72 52dksb-clp@t-online.dewww.kinderschutzbund-cloppenburg.deOV/KV CuxhavenSüdersteinstraße 2627472 CuxhavenTel.: 0 47 21 / 6 22 11Fax: 0 47 21 / 647 18info@kinderschutzbund-cuxhaven.dewww.kinderschutz-cuxhaven.deOV DelmenhorstLange Straße 10127749 DelmenhorstTel.: 0 42 21 / 1 36 36Fax: 0 42 21 / 136 36dksb_delmenhorst@web.deKV DiepholzHauptstraße 8548448 LemfördeTel.: 0 54 43 / 20 49 38a.reuter@dekumoden.deOV EmdenFriedrich-Ebert-Straße 8826725 EmdenTel.: 0 49 21 / 2 95 55Fax: 0 49 21 / 332 89info@kinderschutzbund.dewww.kinderschutzbund-emden.deOV Emsland MitteRiedemannstraße 249716 MeppenTel.: 0 59 31 / 87 65 80Fax: 0 59 31 / 87 65 89dksb.meppen@ewetel.netwww.kinderschutzbundemsland-mitte.deOV GarbsenRahlfsweg 2230827 GarbsenTel.: 0 51 31 / 701 76 59annirocrenchef@gmx.dewww.kinderschutzbund-garbsen.deOV GifhornWinkelerstraße 238518 GifhornTel.: 0 53 71 / 5 19 19Fax: 0 53 71 / 14 03 26info@kinderschutzbund-gf.dewww.kinderschutzbund-gifhorn.deOV GoslarRosentorstraße 2738640 Goslar/HarzTel./Fax: 0 53 21 / 2 20 20www.marktplatz-goslar.deOV GöttingenNikolaistraße 1137073 GöttingenTel.: 05 51 / 7 70 98 44Fax: 05 51 / 770 98 72kinderschutzbund-goe@freenet.deOV Grafschaft BentheimGroße Gartenstraße 1448527 NordhornTel.: 0 59 21 / 7 60 00deutscher.kinderschutzbund@ewetel.netwww.kinderschutzbund-grafschaftbentheim.deOV GronauTweftje 431028 Gronau/L.Tel.: 0 51 82 / 90 80 53OV HamelnFischbecker Straße 5031785 HamelnTel.: 0 51 51 / 94 25 71Fax: 0 51 51 / 94 25 73ksb.hameln@web.deOV HannoverZimmermannstraße 11–1330453 HannoverTel.: 05 11 / 45 45 25Fax: 05 11 / 60 05 22 4deutscher.kinderschutzbund@htp-tel.dewww.dksb-hannover.deDKSB Landesverband Niedersachsen e. V. Jahresbericht 2010


26DKSB Landesverband Niedersachsen e. V.KV Harburg-LandKirchenstaße 10 a21244 BuchholzTel.: 0 41 71 / 66 85 90Fax: 0 41 71 / 66 85 92info@kinderschutzbund-harburg-land.dewww.kinderschutzbund-harburg-land.deOV HildesheimOttostraße 7731137 HildesheimTel.: 0 51 21 / 51 02 94Fax: 0 51 21 / 51 90 98info@dksb-hildesheim.dewww.dksb-hildesheim.deKV HolzmindenNiedere Straße 2337603 HolzmindenTel.: 0 55 31 / 45 44post@kinderschutzbund-holzminden.dewww.kinderschutzbund-holzminden.deOV LangelsheimKastanienallee 2 B38685 LangelsheimTel.: 0 53 26 / 83 13Fax: 0 53 26 / 92 95 14info@kinderschutzbund-lgh.deKV LeerMax-Planck-Straße 926789 LeerTel.: 04 91 / 6 25 01Fax: 04 91 / 929 36 46info@kinderschutz-bund-leer.dewww.kinderschutzbund-leer.deOV LehrteSüdstraße 431275 LehrteTel.: 0 51 32 / 20 17Fax: 0 51 32 / 83 84 08buero@kinderschutzbund-lehrte.dewww.kinderschutzbund-lehrte.deOV LingenWilhelmstraße 40 A49808 Lingen/EmsTel.: 05 91 / 22 62Fax: 05 91 / 915 11 15logo@dksb-lingen.deKV Lüchow-DannenbergBurgmühlenweg 729439 LüchowTel.: 0 58 41 / 18 88Fax: 0 58 41 / 97 43 37OV/KV LüneburgKatzenstraße 121335 LüneburgTel.: 04 31 / 8 28 82Fax: 0 41 31 / 84 00 01info@kinderschutzbund-lueneburg.dewww.kinderschutzbund-lueneburg.deOV NeustadtLeinstraße 1531535 NeustadtTel.: 0 50 32 / 6 37 77Fax: 0 50 32 / 637 77DKSB-Neustadt-a-Rbge@web.deOV NordenAm Alten Siel 126491 NordenTel.: 0 49 31 / 1 42 65Fax: 0 49 31 / 97 23 99kinderschutzbund.norden@t-online.deOV NordenhamZum Slip 126954 NordenhamTel.: 0 47 31 / 20 78 47Fax: 0 47 31 / 20 78 49dksbnordenham@gmx.dewww.dksb.nordenham.deKV NortheimEntenmarkt 3–437154 Northeim/HarzTel.: 0 55 51 / 18 88Fax: 0 55 51 / 98 88 16info@kinderschutzbund-northeim.dewww.kinderschutzbund-northeim.deOV OldenburgLindenstraße 3926123 OldenburgTel.: 04 41 / 8 45 90,Fax: 04 41 / 36 14 66 31kinderschutzbund.oldenburg@ewetel.netOV/KV OsnabrückKolpingstraße 549074 OsnabrückTel.: 05 41 / 33 03 60Fax: 05 41 / 330 36 20harding@kinderschutzbund-osnabrueck.dewww.kinderschutzbund-osnabrueck.deOV Papenburg-AschendorfPestalozzistraße 2026871 PapenburgTel.: 0 49 61 / 7 66 27OV PeineWerderstraße 1531224 PeineTel.: 0 51 71 / 48 70 78OV RintelnKlosterstraße 18 a31717 RintelnTel. / Fax: 0 57 51 / 91 74 37info@kinderschutzbund-rinteln.dewww.kinderschutzbund-rinteln.deOV SalzgitterAlbert-Schweitzer-Straße 3838226 SalzgitterTel.: 0 53 41 / 4 75 23mitmischen@t-online.deKV SchaumburgBahnhofstraße 2731655 StadthagenTel.: 0 57 21 / 7 24 74Fax: 0 57 21 / 92 86 23info@kinderschutzbund-schaumburg.dewww.kinderschutzbund-schaumburg.deOV SoltauUnter den Linden 2129614 SoltauTel.: 0 51 91 / 1 86 26dksb-soltau@gmx.deOV SpringeAn der Bleiche 1431832 Springe/DeisterTel.: 0 50 41 / 33 89dksbSpringe@t-online.deKV StadeJohannisstraße 321682 StadeTel.: 04 41 / 4 78 87Fax: 0 41 41 / 54 09 93kinderschutzbund-stade@t-online.deOV UelzenRipdorfer Straße 3529525 UelzenTel./Fax: 05 81 / 1 85 85kischu-uelzen@t-online.deOV VarelHaferkampstraße 726316 VarelTel.: 0 44 51/ 69 86OV VerdenLindhooperstraße 727283 VerdenTel.: 0 42 31 / 985 06 31kinderschutzbund-verden@t-online.deOV WedemarkMüdener Weg 130900 WedemarkTel.: 0 51 30 / 37 74 07www.kinderschutzbund-wedemark.deOV WilhelmshavenBörsenstraße 79 A26382 WilhelmshavenTel. 0 44 21 / 2 61 37Fax: 0 44 21 / 98 32 12KV WittmundHeinrich-Heine-Straße 426409 WittmundTel.: 0 44 62 / 70 40erdmute@t-online.dewww.kiwi.wittmund.deOV WolfenbüttelLandeshuter-Platz 338300 WolfenbüttelTel.: 0 53 51 / 2 73 15Fax: 0 53 31 / 98 46 83DKSB-wf@t-online.deOV WolfsburgJürgen EbbeckeStralsunder Ring 438444 WolfsburgTel.: 0 53 53 / 88 98Fax: 0 53 53 / 99 00 89kinderschutzbund-wolfsburg@t-online.dewww.dksb-wolfsburg.deOV WunstorfKüsterstraße 231515 WunstorfTel.: 0 50 31 / 140 75dksb-wunstorf@web.deOV ZevenPostfach 11 2827397 ZevenTel.: 0 42 81 / 95 86 80


DKSB Landesverband Niedersachsen e. V. 27Kinderrechte von Kindern erklärtwww.dksb-nds.deDKSB Landesverband Niedersachsen e.V. Jahresbericht 2010


28DKSB Landesverband Niedersachsen e. V.Landesverband Niedersachsen e. V.Deutscher Kinderschutzbund, Landesverband Niedersachsen e. V.Martha-Wissmann-Platz 3, 30449 Hannover, Fon: (05 11) 44 40 75, Fax: (05 11) 44 40 77E-Mail: info@dksb-nds.de, www.dksb-nds.de

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