Volle Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft als Ziel - Community of ...

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Volle Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft als Ziel - Community of ...

Das Dokument behandelt alle Zentralthemenfür die Erklärung von Kirchengemeinschaft.Im Zentrum steht die Taufe, nach dem Ergebnis von2004 das einzige verbleibende Hindernis. In seinertheologischen Argumentation folgt das neue Dokumentdem von GEKE und EBF mit seinen Ausführungenüber den „Zusammenhang von Taufe, Glaube undBekenntnis“, der „in der Vorstellung des christlichenInitiationsprozesses anschaulich“ wird. DieTauflehren von Lutheranern und Baptisten können alskomplementär erkannt werden. Die Probleme ergebensich erst durch die Asymmetrie in der wechselseitigenAnerkennung: „Während die lutherische Seite diebaptistische Taufe als vollgültig anerkennt, wird dieseAnerkennung von baptistischer Seite oft mit demHinweis auf das ‚Glaubensdefizit‘ der Säuglingstaufeverweigert ...“ Wer aus einer Kirche der GEKE in einebaptistische Kirche übertreten will, muss deshalb in derRegel (erneut) getauft werden. Nicht die Ablehnung derKindertaufe an sich, aber diese Praxis der „Wiedertaufe“wurde von den Kirchen der GEKE als Hindernis fürdie Kirchengemeinschaft mit den Baptisten angesehen.Das Dokument von 2004 hatte deshalb die baptistischenKirchen gebeten, darüber nachzudenken, ob sie nichtdie Säuglingstaufe doch als gültig anerkennen undsomit auf Taufwiederholungen verzichten können.Gelegentlich wird dies schon praktiziert, aber bislangist es eine Minderheit der Baptistengemeinden sowohlin Europa als auch in Deutschland, bei denen nur einGlaubensbekenntnis (das gewissermaßen den „Defekt“der Säuglingstaufe repariert) für die volle GemeindeundKirchenmitgliedschaft genügt.Was 2004 nur ein Denkanstoß war, wird jetztzur Empfehlung: „Die baptistische Delegationempfiehlt ihren Gemeinden, Formen derGemeindezugehörigkeit (weiter) zu entwickeln, dieden Wunsch von säuglingsgetauften Christen nachGemeindemitgliedschaft nicht zwingend an dieGlaubenstaufe binden.“ Das heißt aber nicht, dass„Taufwiederholungen“ grundsätzlich ausgeschlossensein müssten. Wenn nämlich der Wunsch danach nichtauf der Erwartung der Baptistengemeinde beruht,sondern auf der Überzeugung eines erst im erwachsenenAlter zum Glauben gekommenen Menschen, dassseine oder ihre Säuglingstaufe unzureichend sei, kannsich die lutherische Seite vorstellen, „solche Taufen imEinzelfall aus seelsorgerlichen Gründen zu dulden,wenn diese Praxis nicht mehr den Regelfall kirchlichenHandelns in baptistischen Gemeinden darstellt.“Beiden Seiten wird also ein Umdenken zugemutet,beide sollen gegenüber den fremden Elementen derTauflehre und -praxis der anderen zumindest Toleranzüben.Vor einer allgemeinen Rezeption dieser Empfehlungenwerden auf beiden Seiten noch schwierige Diskussionenzu führen sein. Wenn aber die lutherischen Kirchenvolle Kirchengemeinschaft mit den Baptistenerklären können, müssten auch die reformierten undmethodistischen dazu in der Lage sein. Eigentlichsogar noch leichter, denn in deren Bekenntnisschriftengibt es nicht eine ausdrückliche Verwerfung jener,die die Kindertaufe ablehnen. Trotz mancher offenenFrage kann dieses Dialogergebnis jedoch neue Impulsegeben, die Gespräche zwischen GEKE und EBFwieder voran zu bringen. Derzeit zielen sie auf eineVereinbarung über die praktische Zusammenarbeit,insbesondere bei den sozialethischen Initiativen derGEKE. Das Thema der Kirchengemeinschaft mussaber damit nicht vom Tisch sein.Prof. Dr. Martin Friedrich ist Studiensekretär derGEKE.Hinweis: Das Dokument steht zum Download unterhttp://www.gftp.de. Eine ausführlichere Analysedurch Prof. Friedrich wird im Materialdienst des„Konfessionskundlichen Instituts“ 4/09 veröffentlicht.Hierzu ein Kommentar von Erich Geldbach: ZurBewertung ist die Frage der Asymmetrie bei derTaufanerkennung entscheidend. Die lutherische Seiteerscheint weit, weil sie die baptistische Taufe vollanerkennt. In den meisten Fällen wird bisher vonbaptistischer Seite die lutherische Säuglingstaufe nichtanerkannt, weil der persönliche und unvertretbareGlaube des Täuflings fehlt. Da Taufe kein Rituseines Konfessionswechsels sein darf, sind Baptistenherausgefordert, die Säuglingstaufe nicht als prinzipiell2


ungültig zu betrachten. Umgekehrt möchten Lutheranerden Wunsch von säuglingsgetauften Christen nach einer„Gläubigentaufe“ im Einzelfall aus seelsorgerlichenGründen dulden. Es ist ein Faktum (und keinePolemik!), dass die allermeisten der „unterschiedslos“säuglingsgetauften (und konfirmierten) Lutheranerkeine Beziehung zu ihrer Kirche unterhalten. Ausdiesem säkularisierten Personenkreis wird keinAnsturm auf die Baptistengemeinden erfolgen, weil sieauch von Baptisten nicht für den Glauben „gewonnen“werden. Sollte dies dennoch einmal der Fall sein,träfe die Einzelfallregelung zu. Bei anderen, d.h.„glaubenden“ Übertrittswilligen sollten Baptisten aufeine Taufwiederholung verzichten. Der „differenzierteKonsens“ in Verständnis und Praxis der Taufe beruhtdarauf, dass Lutheraner mehr die „Zueignung desHeils“, Baptisten mehr die „Aneignung des Heils“ imAuge haben. Beides kann als „legitime Auslegungendes einen Evangeliums anerkannt werden“. Die„Konvergenz“ bedeutet daher nicht „Annäherung“(wie die Lima-Dokumente), sondern volle Kanzel- undAbendmahlsgemeinschaft als Ziel.Prof. Dr. Erich Geldbach ist baptistischer Theologeund emeritierter Professor für Ökumene undKonfessionskunde an der Universität Bochum.enThe aim: full pulpit andeucharistic fellowshipPulpit and eucharistic fellowship between Baptistsand Lutherans: what still seemed impossible atan European level in 2004 is now proposed in thedocument “Learning from each other – believingwith each other”. The “Bavarian Lutheran-Baptistworking group (BALUBAG)” refers to the results ofthe conversation between the CPCE and the EuropeanBaptist Federation “The Beginning of Christian Lifeand the Essence of the Church”, which already notedan agreement in the understanding of the gospel. Nowthe conversations in Bavaria which have lasted overseveral years have also produced “a basic consensusin the shaping of baptism and eucharist in accordancewith the gospel”. So nothing more would stand in theway of the declaration of church fellowship on theLeuenberg model.The document discusses all the central themes whichhave to be clarified for the declaration of churchfellowship. At the centre stands baptism, accordingto the 2004 result the only remaining obstacle. In itstheological argument the new document follows thestatement of the CPCE and EBF with its remarks aboutthe “connection between baptism, faith and confessionwhich become “evident in the presentation of theChristian initiation process”.Despite some open questions the result of this dialoguecan provide new stimuli for taking forward againthe conversations between the CPCE and EBF. Atpresent they are aimed at an agreement on practicalcollaboration, especially in the social initiatives ofthe CPCE. But the theme of church fellowship mustremain on the table.frLe but: pleine communion dechaire et d’eucharistieLa communion de chaire et d’eucharistie entre lesBaptistes et les Luthériens: ce qui semblait encoreimpossible à un niveau européen en 2004 est à présentproposé dans le document “Apprendre l’un de l’autre– croire en chacun”. Le “groupe de travail bavaroisLuthérien-Baptiste (BALUBAG)” fait référence auxrésultats de la discussion entre la CEPE et la FédérationBaptiste Européenne “Le Début de la Vie chrétienneet l’Essence de l’Eglise”, qui a déjà constaté unaccord dans la conception de l’Evangile. Maintenantles entretiens en Bavière qui durent depuis plusieursannées ont également produit “un consensus de basesur la forme du baptême et de l’eucharistie en accordavec l’Evangile”. Dès lors rien ne s’opposerait à unecommunion ecclésiale sur le modèle de Leuenberg.Le document traite de tous les thèmes importants quidoivent être clarifiés pour la déclaration de communionecclésiale. Au centre se trouve le baptême, le seulobstacle restant selon le résultat de 2004. Dans sonargument théologique, le nouveau document suit ladéclaration de la CEPE et de la FBE avec sa remarqueau sujet de la “connexion entre le baptême, la foi et laconfession qui devient évidente dans la présentation duprocessus de l’initiation chrétienne”.Malgré quelques questions qui restent ouvertes, lerésultat de ce dialogue peut apporter de nouvellesimpulsions pour reprendre les discussions entre laCEPE et la FBE. Elles se sont mises d’accord à présentsur un accord de collaboration pratique, spécialementdans les initiatives sociales de la CEPE. Mais le thèmede la communion ecclésiale reste sur la table.3


God.The current discussion between the ROC, ISO andCPCE as to how different theological positionsfavour divergent understandings of human rights andmorality proves to be at the level of foundations. In thisconnection emphasis is to be placed on the fundamentaldemand in the ISO that ecumenical-ecclesiologicalquestions should be embedded in anthropology andpolitics. Even if it at first sounds very scholastic toexpert ears, this proposal is in a way bound up with theProtestant concern for – to put it in ethical terminology– the misleading separation between individual andsocial ethics to be overcome.The pointed questions of which human beingshuman rights have in view and which human beingsare presupposed as citizens of the modern liberalconstitutional state were already answered by Aristotleand Kant, both of whom formed schools. The Christianchurches have more or less followed either the manfrom Athens or the man from Königsberg. The currentecumenical human rights debate also suggests anovercoming of categorical either-or positions: state andcommunity are not alternatives. This insight is alsothe result of a variety of historical learning processesof the Western European churches. But the leap inlearning is not the basis of a privileged position, sincefirst, any advantage of experience unavoidably resultsfrom a correspondingly higher quota of errors andmistakes committed. Secondly, the Russian Orthodoxitself can refer back to a series of its own constructiveproposals for reform. And thirdly, it was an Orthodoxchurch – the Church of Constantinople – which was thefirst church in 1919 to set in motion the project of anecumenical “church league” in analogy to the Leagueof Nations.However, the works of far-sighted spirits from one’sown ranks do not always have a prominent place on thebookshelves. This empirical rule probably relates toall church libraries in the same way. Precisely for thatreason the ecumenical spirit could also become evidentat this point in a common reading and learning whichprevents all church paths already taken from having tobe take their course once again. The presupposition forthis is a respectful and serious discussion, for whichthe current controversy over human rights offers aconstructive occasion.Frank Mathwig is Executive Secretary for Theologyand Ethics in the Federation of Swiss ProtestantChurches.deDie Menschenrechtsdebatte imökumenischen SpannungsfeldDie ‚Ambivalenz der Säkularisierung‘ steht imZentrum der aktuellen Menschenrechtskontroversezwischen Russischer Orthodoxer Kirche und GEKE.Kürzlich hat das Institut für Ökumenische Studiender Universität Fribourg (ISO) unter dem Titel „ZurAmbivalenz der Menschenrechte. Missverständnisseder ‚Gemeinschaft Evangelischer Kirchen inEuropa‘“ die Stellungnahme der GEKE kritischkommentiert. Der breit angelegte Text bedarf einereingehenden Diskussion. Vier kurze Hinweisemüssen an dieser Stelle genügen: 1. Im Zentrumsteht eine unterschiedliche Verhältnisbestimmungvom Menschen als Rechts- und moralischemSubjekt. Während die GEKE Menschenwürde amunbedingten Rechtsstatus jedes Menschen festmacht,betonen ROK und ISO die konstitutive Verbindungvon Menschenwürde und Moral im Sinne einerontologischen Folgerelation. 2. Theologisch trittdabei an die Stelle des rechtfertigungstheologischensola gratia der GEKE auf römisch-katholischer Seite„eine dynamische Synergie“ zwischen dem HandelnGottes und dem Menschen, „die Unfreiheit undSünde zu überwinden hilft“. 3. Damit bekommt dervon Gott eingesetzte, ordnungsstiftende Staat eineandere Funktion: Reformatorisch ist er die von Gottgewollte Regelungsinstanz in einer noch nicht erlöstenWelt; römisch-katholisch und russisch-orthodoxerscheint er als ‚sittlicher Staat‘ mit vermittelterHeilsfunktion. 4. Entsprechend beurteilen ROK undISO die Menschenrechte konditional im Hinblick aufdiese vorgegebene staatliche Gemeinschaftsfunktion,während die GEKE am vor- und überstaatlichen,personenorientierten Charakter der Menschenrechtefesthält.5


Kleine Pause – großerGewinnDie Gewinnerin des Kirchentag-Gewinnspielsbesuchte Wien. Von Evelyn Martin.Mona zum Felde heißt die Preisträgerin desdiesjährigen Kirchentag-Gewinnspiels derGEKE. Wer sich in Bremen Zeit nahm, zu überlegen,welche die wichtigsten sozialen HerausforderungenEuropas für die Kirchen wären – und damit an dererweiterten GEKE-Internet-Umfrage teilnahm – hattedie Chance, einen zweitägigen Aufenthalt in Wienzu gewinnen. „Damit hätte ich nie gerechnet“, so die18-jährige Schülerin, die in Handeloh, nahe Hamburglebt. Sie hatte am Kirchentag viele Stunden ihrerFreizeit für den Johanniter-Dienst geleistet und war ineiner kurzen Pause zum GEKE-Stand geraten. Dasseine so engagierte Mitarbeiterin den Preis bekam, freutGeneralsekretär Michael Bünker besonders, der am 10.Juli 2009 der Preisträgerin und ihrem Freund gerne dashistorische Wien zeigt, sie ins berühmte Café Centralausführt, sowie einige Wünsche der Preisträgerinerfüllen kann: Schönbrunn, Riesenrad und Sisi-Museum stehen auf dem Programm – aber fehlen darfnatürlich auch nicht eine Fahrt mit dem Fiaker. „Daserste Mal eine große Reise, das erste Mal geflogen,und dann gleich Wien – das war wirklich aufregend,“reflektiert die glückliche Gewinnerin.Evelyn Martin ist Koordinatorin in der GEKE-Geschäftsstelle.Der Generalsekretär hat das Wort.Zur Sache.Die zu Ende gehende Saison des Sommertourismushat es eindrucksvoll bewiesen: Pilgern ist in.Tausende machten sich auf die Wege, die in ganz Europazum Pilgern eingerichtet sind. Die meisten dieser Wegesind katholisch geprägt, einige auch evangelisch unddavon wieder ein Teil ökumenisch. Das Unterwegs-Sein ist nicht nur ein Bild für das Menschenlebenallgemein, sondern speziell für den christlichenGlauben. Die Geschichte Abrahams (Genesis 12) oderdie Perikope von den Emmausjüngern (Lukas 24) sinddafür bleibende biblische Vorbilder.Kann das Pilgern auch als Bild für die Ökumenedienen? Gemeinsam unterwegs zu sein, sich über dasZiel zu verständigen (bislang ohne Erfolg), ein Rechtauf eigene Wege zu haben, zumindest nicht außerSicht- und Hörweite voneinander zu geraten, beimRasten die Weggefährten herzlich einzuladen – vieleslegt die Vergleichbarkeit nahe. Warum fällt der Wegder Ökumene immer wieder so schwer? Schleppen dieKirchen zu vieles mit? Für das Pilgern gilt die Regeldes reformierten Mystikers Gerhard Tersteegen: „Vielsammeln, halten, handeln macht unsern Gang nurschwer“. Das Modell der Kirchengemeinschaft derLeuenberger Konkordie ist ganz konzentriert auf diewesentlichen Dinge. Ich denke, es ist ein gutes Modellfür Kirchen, die miteinander unterwegs sein wollen.The summer tourist season that is comingen to an end has impressively shown thatpilgrimage is in. Thousands made theirway along the pilgrimage routes which extend all overEurope. Most of these ways have a Catholic stamp,but some are also Protestant and of these some areecumenical. Being on the way is an image not justfor human life in general but also for Christian life inparticular. The story of Abraham (Genesis 12) or thepericope about the disciples on the road to Emmaus(Luke 24) are abiding biblical models for this.6


Can pilgrimage also serve as an image for theecumenical world? Being on the way together, agreeingon the destination (so far this has not been achieved),having a right to one’s own way, at least not gettingout of sight and hearing of one another, giving thetravellers a warm welcome when they want to rest –there is much that suggests a comparability. Why is theecumenical way always so difficult? Are the churchescarrying too much baggage? For pilgrimage the ruleof the Reformed mystic Gerhard Tersteegen applies:“Gathering much, holding much, being occupiedwith much, makes our way difficult.” The model ofthe church fellowship of the Leuenberg Agreement iswholly concentrated on the essentials. I think that it isa good model for churches which want to be on the waywith one another.frLa saison d’été touristique qui touche à safin a montré de manière impressionnanteque le pèlerinage y a sa place. Des milliersde personnes ont parcouru les chemins de pèlerinage quis’étendent dans toute l’Europe. La plupart d’entre euxsont estampillés catholiques, mais certains sont aussiprotestants et parmi ceux-ci d’autres sont œcuméniques.Etre en chemin, une image non seulement pour la viehumaine ne général mais aussi pour la vie chrétienneen particulier. L’histoire d’Abraham (Genèse 12) ou lapéricope à propos des disciples sur la route d’Emmaus(Luc 24) sont des modèles bibliques durables pour cefaire.Le pèlerinage peut-il aussi servir d’image pour lemonde œcuménique? Etre en route ensemble, avoir lamême destination (pour autant que celle-ci n’ait pas étéatteinte), avoir le droit de suivre son propre chemin, dumoins en ne se perdant pas de vue et en s’écoutant l’unl’autre, donner aux voyageurs un accueil chaleureuxlorsqu’ils veulent se reposer – il y a beaucoup de chosesqui suscitent une comparaison. Pourquoi le cheminœcuménique est-il toujours si difficile? Les Eglisesont-elles trop de bagages? Pour le pèlerinage c’est larègle du mystique évangélique Gerhard Tersteegen quis’applique: “Se réunir beaucoup, dialoguer beaucoup,être beaucoup occupé, cela rend notre chemin difficile.”Le modèle de communion ecclésiale de la Concorde deLeuenberg est pleinement axé sur l’essentiel. Je penseque c’est un bon modèle pour les Eglises qui veulentêtre en chemin les unes avec les autres.Close collaboration withallocated rolesThe future of the CEC from a Protestantperspective. By Thomas Wipf.From 15 to 21 July 2009 the 13th General Assemblyof the Conference of European Churches (CEC)met in Lyons under the theme “Called to one hopein Christ”. At this assembly the CEC, in which theProtestant, Orthodox, Anglican, and Old Catholicchurches have come together, celebrated 50 years of itsexistence. The key concerns of the CEC were at thecentre of the General Assembly: discussions about itsstructural reform and future definitions of roles in theecumenical movement. The General Assembly seesthe CEC as a bridge builder between the churchesof Europe, as a platform for the dialogue with otherchurches and faith communities and especially alsowith the migrant churches, and as a “common voice”of the churches to the European institutions. TheGeneral Assembly emphasized the need to strengthenrelations between the churches and use the CEC as aninstrument of ecumenical cooperation.The CPCE is working closely with the CEC above allin the last sphere. Since 2004 a representative of theCPCE has been working in the Church and SocietyCommission in Brussels. The basis of the collaborationis the resolution of the CPCE General Assemblyof Budapest (2006) which had noted that the closeinterlocking with the CEC guarantees on the one handthe representative of a “Protestant voice in Europe”,and on the other hand close ranks among the churcheswhen facing the political institutions in Europe.At the General Assembly of the CEC the CPCE andthe Church and Society Commission introduced thisclose collaboration in a hearing on “A common voiceof the churches”. In it the churches were encouragedto strengthen their cooperation at a European level.This collaboration is important above all for the manyProtestant minority churches which have no otherrepresentation at that level. But the great churcheswill also represent their interests more credibly if thishappens in the framework of fellowship with the otherchurches.For the CPCE it is important that the collaborationwith the CEC is constructive and effective. So it isnecessary for the European churches to be constantly7


involved in this collaboration instead of increasinglyinvesting their resources in their own activities. It isalso important for the results of ecumenical dialoguewithin the framework of the CEC to be taken up moreintensively in the member churches. Here we have aimedat progress in the question of the reciprocal recognitionof baptism, which has still to be implemented by thechurches.As a bridge builder between the churches in East andWest the CEC has done important reconciliation workin the past 50 years. The CEC has contributed towardsovercoming the political frontiers in Europe. With thestructural reform begun in Lyons the right steps havebeen taken to guarantee this even more effectively inthe future. The CPCE will support this reform processby continuing to introduce the voice of EuropeanProtestants in a committed way into the CEC.Rev. Thomas Wipf is President of the CPCE andCouncil President of the Federation of Swiss ProtestantChurches.deEnge Zusammenarbeit mitverteilten RollenVom 15.–21. Juli 2009 tagte in Lyon die13. Vollversammlung der KonferenzEuropäischer Kirchen (KEK) unter dem Thema„Zu einer Hoffnung in Christus berufen“. DieKEK, in der sich die evangelischen, orthodoxen,anglikanischen und altkatholischen Kirchen Europaszusammen geschlossen haben, feierte auf dieserVollversammlung ihr 50-jähriges Bestehen. ImMittelpunkt der Vollversammlung standen dieinhaltlichen Schwerpunkte der KEK, Beratungenüber ihre Strukturreform der sowie die zukünftigeRollenbestimmung in der ökumenischen Bewegung.Die Vollversammlung sieht die Hauptaufgaben derKEK als Brückenbauer zwischen den Kirchen Europas,als Plattform für den Dialog mit anderen Kirchen undGlaubensgemeinschaften, insbesondere auch mit denMigrantenkirchen und als „gemeinsame Stimme” derKirchen gegenüber den europäischen Institutionen.Die Vollversammlung betonte die Notwendigkeit, dieBeziehungen unter den Kirchen zu stärken und dieKEK als Instrument der ökumenischen Kooperationzu nutzen.Die GEKE arbeitet vor allem im letzten Bereich eng mitder KEK zusammen. Seit 2004 arbeitet ein Vertreterder GEKE in der Kommission Kirche und Gesellschaftder KEK in Brüssel. Grundlage der Zusammenarbeitist der Beschluss der GEKE-Vollversammlung vonBudapest (2006), die festgestellt hatte, dass die engeVerzahnung mit der KEK einerseits die Vertretungeiner „evangelischen Stimme in Europa“, andererseitsdas geschlossene Auftreten der Kirchen gegenüber denpolitischen Institutionen in Europa gewährleistet.Auf der Vollversammlung der KEK haben dieGEKE und die Kommission Kirche und Gesellschaftdiese enge Zusammenarbeit in einem Hearing zur„Gemeinsamen Stimme der Kirchen” eingebracht.Dabei wurden die Kirchen ermutigt, ihreKooperation auf europäischer Ebene zu verstärken.Diese Zusammenarbeit ist vor allem für die vielenprotestantischen Minderheitskirchen von Bedeutung,die sonst auf europäischer Ebene keine Vertretunghaben. Aber auch für die großen Kirchen gilt, dass sieihre Interessen glaubwürdiger vertreten, wenn dies imRahmen der Gemeinschaft mit den anderen Kirchengeschieht.Für die GEKE ist wichtig, dass die Zusammenarbeitin der KEK konstruktiv und effektiv geschieht.Deswegen braucht es ein nachhaltiges Engagementder europäischen Kirchen für diese Arbeit, anstattihre Ressourcen vermehrt in eigene Aktivitäten zuinvestieren. Auch ist wichtig, dass die Ergebnisseder ökumenischen Dialoge im Rahmen der KEKin den Mitgliedskirchen intensiver aufgenommenwerden. Hier haben wir in der Frage der gegenseitigenAnerkennung der Taufe Fortschritte erzielt, die vonden Kirchen erst noch umgesetzt werden müssen.Als Brückenbauer zwischen den Kirchen in Ost undWest hat die KEK in den vergangenen 50 Jahrenwichtige Versöhnungsarbeit geleistet. Die KEKhat dazu beigetragen, die politischen Grenzen inEuropa zu überwinden. Mit der in Lyon begonnenenStrukturreform wurden die richtigen Schritte getan,um dies in Zukunft noch effektiver zu gewährleisten.Die GEKE wird diesen Reformprozess unterstützen,indem sie auch weiterhin die Stimme der europäischenProtestanten engagiert in die KEK einbringt.frCollaboration étroite avec desrôles définisDu 15 au 21 juillet 2009 la 13e Assemblée Généralede la Conférence des Eglises Européennes (CEC)s’est réunie à Lyon sous le thème “Appelés à uneseule espérance en Christ”. Lors de cette réunion,8


la CEC, au sein de laquelle se sont retrouvées lesEglises protestantes, orthodoxes, anglicanes et vieillescatholiques, a célébré ses 50 années d’existence.Les intérêts majeurs de la CEC furent au centre del’Assemblée Générale : discussions au sujet de saréforme structurelle et futures définitions des rôles dansle mouvement œcuménique. L’Assemblée Généraleconsidère la CEC comme un bâtisseur de ponts entreles Eglises d’Europe, comme une plate-forme pour ledialogue avec les autres Eglises et communautés defoi et spécialement aussi avec les Eglises migrantes,et comme une “voix commune” des Eglises auprèsdes institutions européennes. L’Assemblée Générale asouligné le besoin de renforcer les relations entre lesEglises et d’utiliser la CEC comme un instrument decoopération œcuménique.Surtout dans cette dernière sphère, la CEPE collaboreétroitement avec la CEC. Depuis 2004 un représentantde la CEPE travaille à la Commission Eglise et Sociétéà Bruxelles. La base de la collaboration est la résolutionde l’Assemblée Générale de la CEPE à Budapest(2006) qui avait constaté que l’étroit emboîtement avecla CEC garantit d’une part au représentant une “voixprotestante en Europe”, et de l’autre un resserrementdes rangs parmi les Eglises quand elles sont face auxinstitutions politiques en Europe.A l’Assemblée Générale de la CEC, la CEPE et LaCommission Eglise et Société ont présenté cettecollaboration étroite lors d’une audition intitulée“Une voix commune des Eglises”. Pendant sondéroulement les Eglises étaient encouragées àrenforcer leur coopération à un niveau européen.Cette collaboration est importante surtout pour lesnombreuses Eglises protestantes minoritaires qui n’ontpas d’autre représentation à ce niveau. Mais les grandesEglises représenteront aussi leurs intérêts de manièreplus crédible si cela se déroule dans le cadre de lacommunion avec les autres Eglises.Pour la CEPE il importe que la collaboration avec laCEC soit constructive et efficace. Il est donc nécessaireque les Eglises européennes soient constammentimpliquées dans cette collaboration au lieu d’investir demanière croissante leurs ressources dans leurs propresactivités. Il est également important que les résultatsdu dialogue oecuménique au sein du cadre de la CECsoient adoptés de manière plus soutenue au sein desEglises membres. Nous sommes maintenant parvenusà progresser sur la question de la reconnaissanceréciproque du baptême, qui doit encore être mise enœuvre par les Eglises.Comme un bâtisseur de ponts entre les Eglises del’Est et de l’Ouest, la CEC a réalisé un travail majeurde réconciliation ces 50 dernières années. La CEC acontribué au dépassement des frontières politiques enEurope. Avec la réforme structurelle entamée à Lyon,les bons pas ont été faits pour la garantir encore plusefficace à l’avenir. La CEPE soutiendra ce processusde réforme en continuant à faire connaître la voix desprotestants européens engagés dans la CEC.Plenary session at the CEC General Assembly in Lyon, France, July 2009.9


Europäer folgt aufAfrikanerDer norwegische Lutheraner Olav Fykse Tveitsteht künftig an der Spitze des Weltkirchenrates.Ein Gespräch mit der GEKE-PräsidentinStephanie Dietrich. Von Stephan Cezanne/epd.Ein Lutheraner aus Norwegen steht in Zukunft ander Spitze des Ökumenischen Rates der Kirchen(ÖRK). Der 48-jährige Olav Fykse Tveit folgt demKenianer Sam Kobia (62) in dem höchsten Amt, das dieweltweite Ökumene zu vergeben hat. Tveit setzte sicham 27. August auf der Tagung des Zentralausschussesin Genf gegen den 1948 geborenen Park Seong Wonvon der reformierten Presbyterianischen Kirche vonKorea durch. Er ist ein Mann des Ausgleichs.Der neue Generalsekretär des Weltkirchenrates, derrund 560 Millionen Christen weltweit repräsentiert,tritt sein Amt voraussichtlich Anfang 2010 an. DieAmtszeit beträgt in der Regel fünf Jahre. „Tveit hatgenau die Qualifikationen, die der Weltkirchenratjetzt braucht“, urteilt Pfarrerin Stephanie Dietrichvon der Kirche von Norwegen. Die aus Deutschlandstammende Theologin ist stellvertretende Präsidentinder GEKE. Sie lebt und arbeitet seit mehr als 20 Jahrenin dem nordeuropäischen Königreich.Der designierte ÖRK-Generalsekretär Tveit sei nichtnur ein freundlicher und ausgeglichener Mensch –„Ich kenne niemanden, der mit ihm im Streit liegt“–, sondern auch ein erfahrener Kirchendiplomat undein durch eine Promotion über das Thema Glaubeund Kirchenverfassung ausgewiesener Theologe.Er könne seine Position deutlich vertreten, ohne zupolarisieren. Dietrich: „Ich denke, Tveit kann durchseine Leitungserfahrung klar dazu beitragen, dass derWeltkirchenrat gut funktioniert.“Gerade was Effizienz und Leistungsfähigkeit angeht,hatte der ÖRK in der Vergangenheit einen schlechtenRuf. Zu langsam und zu schwerfällig sei die vor rund60 Jahren gegründete Organisation, wird beklagt. Inder Vergangenheit gab es immer wieder Ansätze zuReformen. Dennoch warnen Kenner eindringlich voreinem weiteren Bedeutungsverlust des Weltbundes, derin den 70er und 80er Jahren mit wichtigen Impulsenfür die Umwelt- und Friedensbewegung sowie demKampf gegen Rassismus vor allem in Südafrika seinewohl einflussreichste Zeit hatte.Tveit, verheirateter Vater von drei Kindern, soll der nachwie vor wichtigsten Organisation der nicht-katholischenChristenheit wieder zu mehr Ansehen verhelfen. Dazubringt der dynamisch wirkende Skandinavier mit demjungenhaften Gesicht gute Voraussetzungen mit. Seit2002 ist er Generalsekretär des Rates für ökumenischeund internationale Beziehungen der lutherischenKirche von Norwegen. Zuletzt engagierte er sich fürVersöhnung und Frieden im Nahen Osten.Der Lutheraner verfügt trotz seines relativ jungenAlters über vielfältige ökumenische Erfahrungenund war mehrfach Mitglied von Delegationendes Weltkirchenrates. Nach dem deutschenTheologieprofessor Konrad Raiser, der von 1993bis 2003 ÖRK-Generalsekretär war, rückt nunerneut ein Europäer auf den Spitzenposten desZusammenschlusses von rund 350 Kirchen aus über110 Ländern.Tveit bringt aus seiner Kirche eine besondereArbeitskultur mit. „Hier gibt es flacherere Hierarchienund mehr Partizipation, anders als in vielen anderenzentral- und südeuropäischen Ländern“, bemerktStephanie Dietrich. Obwohl fast 90 Prozent derNorweger der lutherischen Kirche angehören, die vorkurzem noch eine Staatskirche mit dem König alsOberhaupt war, gebe es eine große Sensibilität für denDialog mit Minderheitenkirchen und auch anderenReligionen wie dem Islam, betont Dietrich.Dietrich beschreibt Tveit, der in seiner Kirchenkarrierevom Gemeinde- bis zum Militärpfarrer viele Stationendurchlief, als „gut lutherisch“, das heißt konservativund zugleich weltoffen. Mit diesem Hintergrundkönnte er auch im Weltkirchenrat vermitteln, in demsich orthodoxe und liberale protestantische Kirchen intheologischen und ethischen Fragen – vor allem in derSexualethik – häufig unversöhnlich gegenüberstehen.Ein Zukunftsthema für den ÖRK sieht Tveit imDialog mit dem Islam. Der Rat „darf die Kirchenin mehrheitlich muslimischen Ländern in ihremZusammenleben mit Muslimen nicht allein lassen“,sagte er der Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“.Für Kirchen etwa im Nahen Osten sei es wichtig,im Umgang mit den Muslimen die Unterstützungder weltweiten Kirchen zu haben. „Aber wir dürfennicht durch unbedachte Äußerungen Spannungenverstärken.“Die Pressemeldung zur Gratulation der GEKE zurWahl des neuen ÖRK-Generalsekretär lesen Sie aufwww.leuenberg.eu.10


enA European follows an AfricanFrom now on a Lutheran from Norway standsat the head of the World Council of Churches(WCC). The 48-year-old Olav Fykse Tveit follows theKenyan Sam Kobia (62) in the highest office that theecumenical world has to bestow. On 27 August, at ameeting of the Central Committee in Geneva Tveit, hewon an election against Park Seong Won, born in 1948,of the Reformed Presbyterian Church of Korea. He is aman of conciliation.It is expected that the new General Secretary of theWorld Council of Churches, which represents around560 million Christians worldwide, will take office atthe beginning of 2010. As a rule the period of office isfive years.“Tveit has precisely the qualifications that the WorldCouncil of Churches now needs,” judges PastorStephanie Dietrich of the Church of Norway. Atheologian from Germany, she is a deputy presidentof the Community of Protestant Churches in Europe.She has lived and worked in Norway for more than 20years.Tveit sees dialogue with Islam as a future themefor the WCC. The Council “may not abandon thechurches in countries with a Muslim majority intheir co-existence with Muslims,” he told the weekly“Rheinischer Merkur”. For churches in the MiddleEast it is important to have the support of the churchesworld-wide in dealing with Muslims. “But we must notincrease tensions through unconsidered remarks.”frUn Européen succède à unAfricainA présent c’est un Luthérien de Norvège qui est à la têtedu Conseil œcuménique des Eglises (COE). Olav FykseTveit (48 ans) succède au Kenyan Sam Kobia (62 ans) auposte le plus élevé que le monde œcuménique confère.Le 27 août, lors d’une réunion du Comité Central àGenève Tveit a remporté l’élection face à Park SeongWon, né en 1948, de l’Eglise Réformée Presbytériennede Corée. C’est un homme de conciliation.Le nouveau Secrétaire Général du Conseil œcuméniquedes Eglises, qui représente quelque 560 millions dechrétiens dans le monde, prendra ses fonctions audébut de l’année 2010. En règle générale le mandat durecinq ans.“Tveit a précisément les qualifications dont le Conseilœcuménique a maintenant besoin,” estime StephanieDietrich, pasteur de l’Eglise de Norvège. Théologienneallemande, elle est vice présidente de la Communiond’Eglises Protestantes en Europe. Elle vit et travaille enNorvège depuis plus de 20 ans.Tveit voit le dialogue avec l’Islam comme un thèmefutur pour le COE. Le Conseil “ne peut pas abandonnerles Eglises dans les pays à majorité musulmane dansleur co-existence avec les Musulmans,” a-t-il déclaré àl’hebdomadaire “Rheinischer Merkur”. Pour les Eglisesdu Moyen-Orient il est important d’avoir le soutiendes Eglises du monde entier dans le dialogue avec lesMusulmans. “Mais nous ne devons pas accroître lestensions par des remarques inconsidérées.”Olaf Fykse Tveit, neuer ÖRK-Generalsekretär ab Januar 2010, im ÖRK-Zentralausschuss in Genf.11


How many languagescan a church servicetolerate?The year of migration: the CPCE is working outrecommendations for services involving people ofdifferent languages. By Jochen Kramm.The Conference of European Churches (CEC)has declared 2010 a year of migration. Thecommitment towards migrants and the achievements ofthe European churches in integration are to be broughtmore firmly into public view.As a consequence of the world-wide migrationmovements, the diversity of the languages of Protestantservices in European big cities has grown by leaps andbounds. Certainly the majority of foreign-languagecommunities still do not belong to the establishedhistorical churches of the Leuenberg fellowship, but fora long time the historical churches in many Europeancountries have formed foreign-language communitiesmade up of migrants. Often unnoticed by the majority,the churches orientated on national boundaries havedifferentiated themselves beyond the language of thecountry.On the one hand a positive emphasis is put on thiscultural diversity. There is a prevalent understandingthat the migrants need worship in their mother tonguein order to be able to understand. In this way theywant to preserve a bit of their homeland and seek thefamiliar in worship. Worship in the mother tongueguarantees migrants understanding and comfort in atense situation. It forms a bond with their land of origin.To meet this need the linguistic majority has supportedthe minority with rooms for worship and establishingcommunities.On the other hand questions about current practicecan increasingly be heard about inside and outsidethe churches. The establishment of separate servicesfor migrants should be a first reaction to a need, butwhat was intended as a provisional arrangement isdeveloping into the regular pattern. In view of thelinguistic barriers, services are becoming linguisticallyexclusive. Sunday divides Protestant Christianity inone and the same city into many language groups.What does this do to the unity of the church? Howdoes the Leuenberg Church Fellowship combine itsself-understanding as a worshipping fellowship withthe ethnic, linguistic and cultural differences? Thisis the ecclesiological question of the visible unity ofthe church. Some critics even go so far as to warn thatthe linguistic majorities are creating separate roomsfor the majority in order to avoid unwelcome efforts atassimilation. If worship is to be a reflection of socialreality, must it not also reflect the ethnic and linguisticdiversity of everyday life?As a contribution to the year of migration the CPCEwants to reflect theologically on the tension betweenlinguistic differentiation and fellowship in worship.This is to end with recommendations as to how servicesshould be shaped which unite different linguisticgroups in one celebration and thus also symbolicallyexpress Christian unity beyond cultural boundaries.Dr Jochen Kramm is Executive Secretary for ChurchRelations at the CPCE offices.deWie viele Sprachen verträgt einGottesdienst?Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) hatdas Jahr 2010 zum Jahr der Migration erklärt. DasEngagement für Migrantinnen und Migranten sowiedie Integrationsleistungen europäischer Kirchen sollenstärker ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden.Als Folge der weltweiten Migrationsbewegungen istdie Sprachenvielfalt von evangelischen Gottesdienstenin europäischen Großstädten sprunghaft gewachsen.Zwar gehört noch immer die Mehrzahl derfremdsprachlichen Gemeinden nicht den etabliertenhistorischen Kirchen der Leuenberg-Gemeinschaftan, doch haben die historischen Kirchen in vieleneuropäischen Ländern schon längst fremdsprachliche12


Gemeinden aus Migrantinnen und Migranten gebildet.Oft genug von der Mehrheit unbemerkt, haben sichdie an Nationalgrenzen orientierten Kirchen über dieLandessprache hinaus ausdifferenziert.Auf der einen Seite wird diese kulturelle Vielfaltpositiv hervorgehoben. Es herrscht Verständnisdafür vor, dass die Migrantinnen und Migrantenden muttersprachlichen Gottesdienst brauchen, umüberhaupt verstehen zu können. Sie möchten damit einStück Heimat bewahren und suchen im Gottesdienstdas Vertraute. Der muttersprachliche Gottesdienstsichert Migrantinnen und Migranten in einerspannungsreichen Lebenssituation Verstehen und Trost.Er bildet das Band zum Land der Herkunft. Um diesemBedürfnis zu entsprechen hat die sprachliche Mehrheitdie Minderheiten mit Räumen für Gottesdienste undGemeindegründungen unterstützt.Es sind auf der anderen Seite immer häufigerinnerhalb und außerhalb der Kirchen Anfragen an diegegenwärtige Praxis zu hören. Die Einrichtung eigenerGottesdienste für Migrantinnen und Migranten sollteeine erste Reaktion auf einen Bedarf sein, doch wasals Provisorium gedacht war, entwickelt sich zumRegelfall. Angesichts der sprachlichen Barriere werdendie Gottesdienste sprachlich exklusiv. Der Sonntag teiltdie evangelische Christenheit ein und derselben Stadtin viele Sprachgruppen. Angesichts dessen wird dieFrage laut, wie es um die Einheit der Kirche bestellt sei.Wie bringt die Leuenberger Kirchengemeinschaft ihrSelbstverständnis als eine Gottesdienstgemeinschaftzusammen mit der ethnischen, sprachlichenund kulturellen Ausdifferenzierung? Es ist dieekklesiologische Frage nach der sichtbaren Einheit derKirche. Manche Kritiker gehen soweit anzumahnen,dass die sprachlichen Mehrheiten eigene Räume fürMinderheiten schaffen, um sich den unangenehmenAnpassungsleistungen zu entziehen. WennGottesdienst ein Spiegelbild gesellschaftlicher Realitätsein soll, müsste er dann nicht auch die ethnische undsprachliche Vielfalt des Alltags widerspiegeln?Die GEKE will als Beitrag zum Jahr der Migration dieSpannung von sprachlicher Ausdifferenzierung undGottesdienstgemeinschaft theologisch reflektieren. AmEnde sollen Empfehlungen stehen, wie Gottesdienstegestaltet sein könnten, die verschiedene sprachlicheGruppen in einer Feier vereinen und somit auch diechristliche Einheit über kulturelle Grenzen hinwegsymbolhaft ausdrücken.frCombien de langues un officereligieux peut-il admettre?La Conférence des Eglises Européennes (CEC) adéclaré 2010 année de la migration. L’engagementenvers les migrants et les réalisations des Egliseseuropéennes dans l’intégration doivent être plusfermement portés au devant de la scène.Comme conséquence des mouvements de migrationdans le monde, la diversité de langues des officesprotestants dans les grandes villes européennes agrandi à pas de géant. Bien entendu, la majorité descommunautés de langue étrangère n’appartient toujourspas aux Eglises historiques établies de la Communionde Leuenberg, mais pendant une longue période, dansde nombreux pays d’Europe, les Eglises historiquesont formé des communautés de langue étrangèreconstituées de migrants. Souvent passées inaperçuesauprès de la majorité, les Eglises orientées vers lesfrontières nationales se sont elles-mêmes différenciéesau delà de la langue du pays.D’une part, une insistance positive est mise sur ladiversité culturelle. La conception généralementadmise est que les migrants ont besoin d’un cultedans leur langue maternelle pour pouvoir comprendre.Ils veulent par là préserver un peu de leur patrie ettrouver dans le culte ce qui leur est familier. Le cultedans la langue maternelle assure aux migrants de lacompréhension et du réconfort dans une situationtendue. Il forme un lien avec leur pays d’origine. Pourrencontrer ce besoin, la majorité linguistique a soutenula minorité en lui fournissant des espaces pour le culteet en permettant l’établissement de communautés.D’autre part, on peut de plus en plus entendre àl’intérieur et à l’extérieur des Eglises des questionsrelatives à la pratique. L’établissement de cultes séparéspour les migrants devait être une première réaction àun besoin, mais ce qui était un arrangement provisoireest devenu une pratique régulière. Vu les barrièreslinguistiques, les cultes deviennent linguistiquementexclusifs. Le dimanche divise le christianismeprotestant en plusieurs groupes linguistiques dans uneet même ville. Cela a-t-il une conséquence sur l’unitéde l’Eglise? Comment la Communion Ecclésiale deLeuenberg en tant que communion de fidèles associet-ellesa propre conception avec les différencesculturelles, linguistiques et ethniques? C’est laquestion ecclésiologique de l’unité visible de l’Eglise.Certaines critiques vont plus loin encore et préviennentque les majorités linguistiques sont en train de créer13


des espaces séparés pour le plus grand nombre pouréviter d’inopportuns efforts d’assimilation. Si le cultedoit être une image de la réalité sociale, ne doit-il pasaussi refléter la diversité ethnique et linguistique de lavie de tous les jours?Comme contribution à l’année de la migration la CEPEveut réfléchir de manière théologique à propos de latension qui existe entre la différentiation linguistiqueet la communion dans le culte. Ceci pour conclure avecles recommandations sur la manière dont les cultesdevraient être formés, unissant les différents groupeslinguistiques dans une seule célébration, et donc aussiexprimer symboliquement l’unité chrétienne au delàdes frontières culturelles.Départ pour lesfrontièresLes Eglises de Hongrie, d’Autriche etd’Allemagne se remémorent le commencementde la fin du Rideau de Fer en 1989. De HansJürgen Luibl.The 19 août 1989, frontière austro-hongroise deSopron. Le plan est d’ouvrir la frontière pourquelques temps de façon à ce que les Hongrois et lesAutrichiens puissent se rencontrer sans fils barbelés.Ensuite arrive ce dont beaucoup de politiciens sedoutaient et que de nombreuses personnes espéraient:des citoyens de RDA visitant la Hongrie expérimententl’ouverture de la frontière et profitent de l’occasionpour se réfugier à l’Ouest. A la fin de la journée il y enaura des centaines. A ce moment, personne n’aurait pusavoir si tout allait bien se dérouler. Le Premier ministrede l’époque, Mikos Nehmet, déclare qu’aujourd’huiencore il peut ressentir la tension de toutes ces heures.Mais tout se passa bien. Ce jour là, un petit accroc aété fait dans le Rideau de Fer; le 9 novembre le Mur deBerlin tombait. La liberté avait écrit l’histoire.3-5 juillet 2009, Sopron. Les Eglises protestantesde Hongrie, d’Autriche et d’Allemagne (Bavière) serassemblent pour partager l’évocation de ce qui s’estpassé il y a 20 ans. L’intitulé de la rencontre est “Départpour les Frontières”. Pour les plus jeunes générations,les événements de 1989 sont de l’histoire ancienne,flétris dans une date abstraite. Et vu les grandsproblèmes économiques en Europe, les souvenirs quel’on peut en avoir relèvent presque de l’incident.Selon l’évêque Dr Michael Bünker, SecrétaireGénéral de la CEPE, les événements de 1989 fontbien comprendre qu’il est arrivé là quelque chose desurprenant et de libérateur, qui semblait inaccessibleaux yeux de beaucoup. La liberté est devenue réelle:“Ici précisément, alors que les Eglises se sont repliéessur elles-mêmes en ces temps d’incertitude et que desgens préfèrent socialement sauvegarder le peu qu’ilreste pour eux-mêmes plutôt que d’espérer le salut pourtous, ce souvenir est salutaire.” La liberté ne signifiepas, a-t-il poursuivi, que tout est possible mais quecet espace de liberté doit rester ouvert pour chacun.La libération des systèmes totalitaires constitue l’aveuet l’engagement envers la diversité. “C’est ce que lesprotestants d’Europe veulent soutenir.”Le pasteur réformé et délégué au Parlement hongrois,Zoltan Balog, a souligné que toute glorification dupassé doit être évitée ici. Ni la société hongroise, nil’Ouest, ni les Eglises en tant qu’institutions n’ont faitavancer la révolution avec des plans politiques et desvisions de rédemption. Ce sont plutôt des individusdans la société et l’Eglise qui ont pris de nouvelles voiesdans un souci de grande responsabilité personnelle etla confiance dans la foi.Le pasteur Thomas Wipf, président de la CEPE, a ditque l’épreuve décisive pour l’aveu de liberté était unengagement envers les minorités: “Même si dans uneEurope libérée les espaces de liberté pour les minoritésnationales et ethniques, les socialement faibles, sont entrain de rétrécir à nouveau – les défendre est aussi uneobligation issue des événement de 1989.”Départ pour les frontières – selon les principalesresponsables de la réunion, pour le KirchentagUlrich Zenker de l’Eglise bavaroise et Dr Klara Tarrdu département relations extérieures de l’Egliseluthérienne de Hongrie, cela signifie aller de cequi est connu vers un endroit où son propre pouvoirs’amenuise, pour être étonné à la frontière par Dieu.Hans Jürgen Luibl est Directeur du BildungEvangelisch à Erlangen.14


enGoing to the frontiers19 August 1989, the Austro-Hungarian frontier atSopron. The plan is to open the frontier for a period,so that Hungarians and Austrians can meet withoutbarbed wire. All did go well. On this day a small renthad been made in the Iron Curtain; on 9 November theBerlin Wall fell. Freedom had written history.3–5 July Sopron. Protestant churches from Hungary,Austria and Germany (Bavaria) come together to sharein recalling the history of 20 years ago. The title of themeeting is “Going to the Frontiers”. For the youngergeneration the events of 1989 are long past history,shrivelled into an abstract date. And in view of thegreat economic problems in Europe, memories arehardly more than an incidental matter.According to Bishop Dr Michael Bünker, GeneralSecretary of the CPCE, the events of 1989 make itclear that here something surprising and liberatinghappened, which to many people seemed unattainable.Pastor Thomas Wipf, President of the CPCE, saidthat the acid test of the confession of freedom wascommitment to minorities: “Even in a liberated Europethe free spaces for national and ethnic minorities, thesocially weak, are being made narrower again – tostand up for them is also an obligation stemming fromthe events of 1989.”ImpressumCPCE focus is the quarterly magazin of theCommunity of Protestant Churches in Europe, acommunity of 105 protestant churces from all overEurope.Resp.: Thomas Flügge. Proof: André Röthlisberger.Authors of this edition: Michael Bünker, StephanCezanne, Martin Friedrich, Erich Geldbach, HansJürgen Luibl, Jochen Kramm, Evelyn Martin,Frank Mathwig, Thomas Wipf. Picture Copyrights:Pp 1, 2, 15, 16: iStockphoto; Pp 1, 9, 16: CEC; Pp1, 12: CEC/CCME; P 5: SEK/refbild/Pfander; P 6:epdÖ, GEKE/Flügge; P 11: WCC/Williams. Print:Evangelischer Presseverband epv, Vienna.Subscribe for free : www.leuenberg.eu.Contact: news@leuenberg.eu15

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