Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

96Anhaften der KOKs an der Innenseite des straws zu überwinden. Diese Beobachtung stimmt mitden Untersuchungen von CHIAN et al. (2004) überein, die die erschwerte Handhabungverantwortlich für die niedrigeren Wiederfindungs- und Überlebensraten nach Vitrifikation vonKOKs in ihrer Untersuchung machten.5.7 VitrifikationsmediumFür bovine Oozyten erwies sich der Einsatz von kryoprotektiven Lösungen, die Ethylenglykol oderKombinationen aus DMSO und Ethylenglykol enthielten, vorteilhafter als Medien auf Basis vonDMSO oder Glyzerin (HAMANO et al. 1992, MARTINO et al. 1996b, ARAV u. ZERON 1997,LE GAL u. MASSIP 1999, MEN et al. 2002, WANI et al. 2004). FUKU et al. (1995) beobachtetenden Verlust der Zellstruktur, die Vakuolisierung des Ooplasmas und den Verlust der Mikrovili vonimmaturen Oozyten nach fünfminütigem Aussetzen in ein Medium auf DMSO-Basis, 90% derreifen Eizellen zeigten eine vorzeitige Exozytose der kortikalen Granula in den perivitellinen Spalt.HYTTEL et al. (2000) wiesen jedoch nach Äquilibrierung in Medium auf der Basis vonDMSO+EG nur vereinzelt Exozytose des Granulainhaltes nach. Unter Verwendung eines Mediumsauf der Basis von 40% EG konnten ABE et al. (2005) die bisher höchsten Entwicklungsraten vonimmaturen Oozyten erzielen, für mature Rindereizellen konnten keine Unterschiede zwischenKombinationsmedium (D+E) oder EG gezeigt werden (DINNYES et al. 2000, PAPIS et al. 2000,MEN et al. 2002, CHIAN et al. 2004). Daher wurden diese beiden penetrierenden Kryoprotektorenzur Vitrifikation von unreifen und reifen Rindereizellen in der vorliegenden Arbeit eingesetzt.Bei der aseptischen Vitrifikation immaturer Oozyten in dieser Arbeit zeigte sich eineKombination aus 20% DMSO+20% EG einer Gefrierlösung mit 40% EG als einzigempenetrierenden Kryoprotektivum unter Zusatz von Serum und 0,5 Mol/l Sucrose als ebenbürtig. DieMedien mit abweichenden CPA-Konzentrationen zeigten signifikant niedrigere Maturationsratennach Hoechstfärbung. Am ungeeignetsten zur aseptischen Vitrifikation unreifer Eizellen wurde dasMedium URF ermittelt. Als deutlichstes Zeichen der Schädigung wiesen hier die Kumuluszellenschlechte bis fehlende Expansion nach Maturation im Vergleich zu in-vitro Kontrollen auf. DerAnteil degenerierter Eizellen war bei diesem Medium am höchsten. Die Kombination aus dergeringeren Konzentration an CPAs im Medium und niedriger Kühlrate könnte gemäß denErgebnissen aus dieser Arbeit für die schlechte Vitrifikationsleistung des Mediums verantwortlichsein. HURTT et al. (2000) wiesen nach konventioneller OPS-Vitrifikation immaturer Oozyten in40%igem EG-Medium deutlich höhere Maturationsraten als in dieser Arbeit (60% vs. 33%) nach.Bei Verwendung des Mediums EG zur konventionellen OPS-Vitrifikation in dieser Arbeit konntenzwar signifikant höhere Teilungsraten erzielt werden als mit dem Medium D+E, aber eine

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