Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

97Weiterentwicklung zur Blastozyste wurde nicht beobachtet. Dies könnte darauf hinweisen, dassnicht das Medium selbst für die geringe Entwicklungskompetenz verantwortlich ist, sondern dasÄquilibrierungsverfahren in Kombination mit der niedrigeren Kühlrate und daraus sich ergebendetoxische, osmotische Schäden oder auch ein unzureichender Gefrierschutz. Eine visuell erkennbareDevitrifikation lag in dieser Arbeit aber nicht vor. ABE et al. (2005) setzten ein Kühlverfahren(Nylonnetz) mit ähnlich hohen Kühlraten und einem Medium auf der Basis von 40% EG ein, beidem das Äquilibrierverfahren das Einsetzen der Eizellen über zehn Minuten in EG-Konzentrationenvon 10% EG und 20% EG vorsah. Nach Vitrifikation wurden TR von 64% und BR von 8%festgestellt.Die erzielten Maturationsraten nach aseptischer Vitrifikation mit Medium D+E reifer Stadienwar nicht signifikant unterschiedlich zu Kontrollen. Dieses Medium erwies sich sowohl für dieaseptische Methode als auch zur OPS-Vitrifikation geeignet.Im Rahmen der vorliegenden Arbeit konnte nachgewiesen werden, dass ein aseptischesVerfahren auf der Basis der open pulled straw-Vitrifikation zur Kryokonservierung maturerRindereizellen mit einem Kombinationsmedium (D+E) geeignet ist. Die Verwendung niedrigerKühlraten wirkte sich nicht schädlich auf die Entwicklungskompetenz nach Vitrifikation aus, wenngleichzeitig hohe Erwärmungsraten verwendet wurden. Die Einführung einesTitrationsausverdünnungsverfahrens konnte in dieser Arbeit die erreichbaren Entwicklungsraten imVergleich zu einem stufenweisen Verfahren steigern. Die Anwesenheit eines vollständigenCumulus während der Vitrifikation wirkte sich deutlich negativ auf die Weiterentwicklung in vitroaus. Eine Anwendung der aseptischen Methode auf ein anderes Stadium (GV-Oozyte) derselbenSpezies war nicht zufriedenstellend. Ebenfalls verbesserungswürdig erschien die Wahl desGefriermediums für immature Eizellen und die Gestaltung eines besser auf Rindereizellenabgestimmten Äquilibrierungsvorganges. Unter dieser Prämisse erscheint das aseptische Verfahrenfür weitere Untersuchungen vielversprechend, um zukünftig eine kontaminationssichere unduneingeschränkte Verbreitung kryokonservierter Eizellen zu gewährleisten.

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