Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

10der physiologischen Spindelformation, nach zweistündiger Inkubation bei 4°C wurde einevollständige Auflösung des meiotischen Spindelapparates festgestellt, eine Rückerwärmung und 60-minütige Inkubation der Oozyten bei 37°C führte jedoch zu beinahe (90%) vollständiger Reversion(PICKERING u. JOHNSON 1987). PICKERING et al. (1990) zeigten für humane Oozytenähnliche Veränderungen. Sie konnten dabei Größenveränderungen, Mikrotubulindesorganisationoder das vollständige Fehlen des Spindelapparates beobachten, und auch nach vierstündigerInkubation bei 37°C waren bei dieser Spezies die Veränderungen nur zu 25-50% reversibel. DerMikrotubulinapparat boviner maturer Oozyten erwies sich ebenfalls als sehr empfindlich gegenüberdem Kühlvorgang (RICHARDSON u. PARKS 1992, AMAN u. PARKS 1994). Obwohl dieSpindelauflösung bei Temperaturen von 4°C schneller voranging, reichte eine Inkubation von 30Minuten bei Raumtemperatur aus, um bei 93% der untersuchten Oozyten zu den bereits genanntenVeränderungen zu führen. Nur 8% der Eizellen wiesen nach einer einstündigen Inkubation bei 37°Cnach Abkühlung normale Spindeln auf. Chromosomenaberrationen kamen nur selten vor, obwohlverzeichnet werden konnte, dass sie mit sinkender Temperatur und längerer Inkubationszeitzunahmen. Eine stufenweise oder direkte Rückerwärmung führte nicht zu einer vollständigenReversion, jedoch konnte die Bildung von abnormalen Spindeln nach Erwärmung (multipolareSpindeln, asterförmige Mikrotubulinkonfiguration) gesehen werden. Ein höheres Vorkommen vonChromosomenaberrationen wurde nach direkter Erwärmung (37%) im Vergleich mit stufenweiserErwärmung (15%) festgestellt. WU et al. (1999) führten Untersuchungen an immaturen bovinenOozyten durch, in denen sie die Auswirkungen von Kälte auf die Mikrotubulinorganisation unddamit die Fähigkeit zur späteren Spindelformation prüften. Nach 10-minütiger Inkubation bei 0°Ckonnten nur mehr 29% normale Spindeln ausgebildet werden. Die Autoren gingen davon aus, dassübergeordnete Regulatoren wie der M-phase Promoting Factor (MPF) durch subphysiologischeTemperaturen geschädigt wurden. Mehrere Autoren hielten eine adäquate Erholungsphase nachKryokonservierung für notwendig (EROGLU et al. 1998, CHEN et al. 2000b, CHEN et al. 2001).Sie konnten zeigen, dass eine direkt anschließende Fertilisierung nach Auftauen zu niedrigerenFertilisationsraten und einer erhöhten Rate an Aneuploidie und Polyploidie führte (EROGLU etal. 1998, CHEN et al. 2003).Die Zona pellucida einer Eizelle unter dem Einfluss von subphysiologischen Temperaturenuntersuchten JOHNSON et al. (1988). Sie vermerkten, dass Mäusezonae nach Kühlen auf 4°C undWiedererwärmung Veränderungen erfahren hatten, die zu reduzierten Fertilisationsraten undResistenz gegen Chymotrypsin führten. Man vermutete, dass eine vorzeitige Exozytose derkortikalen Granula in den perivitellinen Spalt verantwortlich für diesen Prozess (Zona hardening)war (VINCENT et al. 1990a). Nach Tiefgefrieren verringerten sich die Fertilisationsergebnisse bei

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