Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

11murinen Oozyten auf 50%, Zona drilling verbesserte jedoch die Fertilisierungsraten (CARROLL etal. 1990). WOOD et al. (1992) konnten keinen Anhaltspunkt für den Einfluss einer frühzeitigenFreisetzung kortikaler Granula durch den Gefrierprozess auf das Zona hardening finden, eineEntfernung der Zona führte jedoch auch hier zu verbesserten Befruchtungsergebnissen. DieSchutzfunktion von Serum und anderen Makromolekülen auf die Zona während derKryokonservierung wiesen CARROLL et al. (1993) nach. Funktionelle Schädigung der Zonapellucida nach konventionellem Gefrieren beschrieben FUKU et al. (1992) als sehr starkesAnhaften großer Mengen von Spermien an Rinderzonae. Ultrastrukturelle Untersuchungen anmaturen bovinen Oozyten zeigten Veränderungen in der Anordnung der kortikalen Granula undExozytose kortikaler Granula in den perivitellinen Spalt nach Vitrifikation, jedoch gab es keineHinweise auf eine Chymotrypsinresistenz wie bei Mäuseoozyten (FUKU et al. 1994, 1995,HYTTEL et al. 2000). RHO et al. (2004) empfahlen die Verwendung von ICSI zur Verbesserungder in vitro Fertilisation beim Rind nach Kryokonservierung, für humane Oozyten wurden deutlichbessere Entwicklungsergebnisse durch ICSI nach dem Gefrieren beschrieben (PORCU et al. 1997,FABBRI et al. 2001, CHEN et al. 2003).JONES et al. (2004) sahen nach Kryopräservation humaner Oozyten eine Veränderung derAnordnung und Polarität perikortikaler Mitochondrien, die Fähigkeit zu adäquater Ca-Freisetzungnach Aktivierung mit Ca-Ionophor war verringert. Die Aktinfilamente und das Zytoskelett derOozyte reagieren sensibel auf kryogene Temperaturen (SATHANANTHAN et al. 1987, VINCENTet al. 1989, GEORGE u. JOHNSON 1993). In Untersuchungen an bovinen Oozyten konntenSAUNDERS und PARKS (1999) durch Fluoreszenzfärbung von Aktin nachweisen, dass gefroreneOozyten signifikante Veränderungen in der Aktinverteilung gegenüber Kontrolloozyten zeigten,obwohl dieser Vorgang bei Maus und Kaninchen partiell reversibel war. LIEBERMANN etal. (2002a) beschrieben kühlbedingte Veränderungen der Lipidkonfiguration als Ursache für diehöhere Kryosensibilität von GV-Oozyten. Alle Autoren wiesen auf den engen Kontakt zwischenMembran und Aktin hin, da die Veränderungen nach Gefrieren und Erwärmung auch sekundär ausGefrierschäden an der Zell- oder Mitochondrienmembran resultieren könnten (ALBARRACIN etal. 2005).2.1.2.2 Schäden durch Osmose und VolumenänderungenEine genaue Kontrolle der Abläufe während der Dehydrierung und Äquilibrierung sowie beiAuftauen und Ausverdünnung der Kryoprotektoren beschrieb RALL (1987) als Voraussetzung zurVermeidung von osmotischem Stress. Das organische Material wird einer hypertonen,kryoprotektiven Lösung ausgesetzt. Während der Dehydrierung penetrieren CPAs zu einem

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