Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

vmf.uni.leipzig.de

Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

13Veränderungen Sukrose zu, und ODA et al. (1992) konnten in ihren Untersuchungen an maturenMäuseoozyten eine verbesserte Überlebensrate (85% vs. 50% ohne Sukrose) nach Zusatz diesesosmotischen Puffers verzeichnen.2.1.2.3 Schäden durch EiskristallbildungDie Bildung von Eiskristallen tritt während des Abkühlens und während des Erwärmens vor allembei Temperaturen ab -60°C auf (SHAW et al. 1995). Eiskristallgröße und Kühlrate sind indirektproportional, schnelles Abkühlen führt daher zur Bildung kleinerer Eiskristalle (MAZUR 1980).Das Ausmaß der mechanischen Schäden, die durch Eiskristalle verursacht werden, ist vomGesamtvolumen abhängig (FARRANT et al. 1977, FRIEDLER et al. 1988 ). Die Bildung vonEiskristallen kann durch Beigabe bestimmter Substanzen zum Gefriermedium modifiziert werden.Diese Substanzen umfassen Makromoleküle, Antifreeze Proteine und CPAs (FAHY etal. 1987,1990, RALL 1987, ARAV et al. 1993a, WANG 2000, WOWK et al. 2000). Das geeigneteAuftauverfahren ist abhängig von der verwendeten Kühlmethode, Stadium und Spezies desbiologischen Materials. SHAW et al. (1995) konnten zeigen, dass bis zu 100% Verluste durchBildung und Wachstum von Eis während des Auftauens (Rekristallisation) verursacht wurden. DasVolumen, in dem das biologische Material suspendiert wird, kann das Ausmaß der Schäden durchRekristallisation während des Auftauens ebenso beeinflussen. SHAW und JONES (2003)beschrieben das Auftreten von Kompartimentierung innerhalb eines straws und dadurch bedingteosmotische und toxische Schädigung.2.1.2.4 CPA ZytotoxizitätNeben kryoprotektiven Eigenschaften verfügen Gefrierschutzmittel auch über ein unterschiedlichgroßes toxisches Potential. Dabei bleiben genaue molekulare Wirkmechanismen immer nochunklar. BAXTER und LATHE (1971) konnten die Veränderung eines Enzyms (FDPase,Fructosediphosphatase) durch DMSO als spezifische Ursache der Zellschädigung für dieses CPAnachweisen. Die Toxizität eines Kryoprotektivums ist abhängig von biochemischen Eigenschaftendes CPAs, Spezies und Stadium des organischen Materials, Konzentration der CPAs,Inkubationsdauer und der Inkubationstemperatur (RALL 1987, FAHY et al. 1987, 1990). Derschädigende Einfluss von Kryoprotektoren auf die Mikrotubuli bzw. den Spindelapparat wurde fürMaus, Kaninchen, Mensch und Rind nachgewiesen (SATHANANTHAN et al. 1988, VINCENT etal. 1989, VINCENT u. JOHNSON 1992, SAUNDERS u. PARKS 1999). Mikrofilamente, Mikroviliund die Zona pellucida sind weitere Angriffsorte von Kryoprotektiva (VINCENT et al. 1990a,b,PARKS und RUFFING 1992). Zur Reduktion der Toxizität der CPAs in Gefriermedien werden

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine