Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

17Veränderung der Aktinverteilung in der Zelle, war aber vollständig reversibel (SAUNDERS u.PARKS 1999).EG penetriert schneller als PROH, DMSO und GLY durch frühe embryonale Zellmembranen(SZÉLL et al. 1989, PEDRO et al. 2005) und erwies sich als besser zur Kryokonservierung vonovinen Blastozysten geeignet als Glyzerin (MARTINEZ u. MATKOVIC 1998). DiePenetrationsgeschwindigkeit boviner Eizellen ist aber für EG geringer als für DMSO,Mäuseoozyten zeigten die höchste Permeabilität für PROH (AGCA et al. 1998, PEDRO etal. 2005). Zur Kryokonservierung von Oozyten und Embryonen sind Kombinationen mit anderenpenetrierenden CPAs, die bessere Glasbildungseigenschaften aufweisen, vorteilhaft. DieKombination mit DMSO beschrieben ISHIMORI et al. (1992), VAJTA et al. (1998b) undDATTENA et al. (2004 ). Vitrifikationslösungen auf EG-Basis unter Kombination vonverschiedensten nicht-penetrierenden CPAs verwendeten andere Autoren (KASAI et al. 1990,MARTINO et al. 1996b, KULESHOVA et al.1999a).2.2.1.2 Dimethylsulfoxid (DMSO)DMSO hat eine sehr gute Glasbildungsfähigkeit und wird deshalb in der Vitrifikation eingesetzt(BAUDOT et al. 2000). Hierfür scheint das Vorhandensein von Methylgruppen förderlich zu sein(FAHY et al. 1987). ANCHORDOGUY et al. (1991) zeigten jedoch, dass Propylsulfoxid mit sechsMethylgruppen keine effektiven kryoprotektiven Fähigkeiten aufweist. Das in hohenKonzentrationen und bei physiologischen Temperaturen außerordentlich hohe Toxizitätspotentialgegenüber biologischem Material stellt eine große Herausforderung für den Einsatz in derVitrifikation von Eizellen und Embryonen dar. Zur Reduktion der zytotoxischen Wirkung desDMSO-Anteils ihrer Vitrifikationslösung inkubierten RALL und FAHY (1985a,b,c)Mäuseembryonen bei 4°C. Sie erhielten dadurch höhere Überlebensraten (ÜR) derMäuseembryonen als nach Exposition im Kryomedium bei 20°C. Eine 24-stündige Inkubationmuriner Morulae in 1 molarer Lösung war sowohl bei 24°C als auch bei 0°C letal (KASAI et al.1981, FRIEDLER et al. 1988). Die Kombination mit Amiden zur Verminderung der Toxizität vonDMSO durch die Bildung eines Komplexes beschrieben FAHY et al. (1987) und RALL (1987).DMSO ist toxischer als Ethylenglykol und Glyzerin (SHAW et al. 2000): Die Maturationsfähigkeitboviner GV-Oozyten nach Inkubation in verschieden molarer Konzentration bei verschiedenenTemperaturen zeigte einen konzentrations- und temperaturbedingten Zusammenhang. Inniedermolaren Konzentrationen (1,4 Mol/l) sank die Entwicklungsfähigkeit bereits nach dreiMinuten signifikant (89,6% bei 22-24°C vs. 73,7% bei 39°C), hochmolare Konzentrationen von 5,6Mol/l bewirkten massivere Schäden (82,7% bei 22-24°C vs. 25,0% bei 39°C). DMSO hatte keinen

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