Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

22konnten keine Verbesserung in der Entwicklungsfähigkeit gefrorener Rindereizellen nach in-vitro-Kultur darstellen. Innerhalb der verwendeten Kohlenhydrate gab es Unterschiede. DieMaturationsraten (MR) von GV-Oozyten waren bei Sukrosezusatz am höchsten, matureRindereizellen entwickelten die geringste Blastozystenrate (BR) unter Trehalosezusatz. ARAV etal. (1993b) erhielten entgegengesetzte Ergebnisse. Trehalose zeigte sich zur Dehydrierung vonmaturen bovinen Oozyten besser geeignet als Sukrose, eine 0,25 molare Substitution inVitrifikationslösungen hielt man für optimal. ABE et al. (2005) verglichen den Einsatz vonTrehalose und Sukrose (0,3 Mol/l) in Untersuchungen zur Vitrifikation von bovinen GV-Oozyten.Es ergaben sich keine signifikanten Unterschiede in Maturationsfähigkeit und Teilungsraten, eineWeiterentwicklung zur Blastozyste war bei Trehalosezusatz nicht zu sehen, mit Sukrose erreichteman eine BR von 8%. Die Autoren vermuteten, dass Unterschiede im osmotischen Verhaltenzwischen diesen beiden Zuckerarten bestehen, die für die zytoplasmatische Reifung der Eizellenund damit für ihre unterschiedliche Entwicklungsfähigkeit verantwortlich zeichnen. JüngsteUntersuchungen stellten die Möglichkeit dar, Trehalose in Konzentrationen bis 0,15 Mol/l inMäuseeizellen zu injizieren, ohne die Entwicklungskompetenz zu beeinflussen. EROGLU etal. (2003) sehen in dieser Vorgehensweise eine weitere Möglichkeit, die Gefrierbarkeit vonSäugetieroozyten zu verbessern.2.2.2.2 PolymereDer Zusatz von Makromolekülen in das Gefriermedium erlaubt das Verwenden geringererKonzentrationen an potentiell toxischen penetrierenden CPAs (KULESHOVA u. SHAW 2000).Verschiedene Autoren beschrieben eine Schutzfunktion auf die Zellmembran und die Zonapellucida, die Verwendung als Serumersatz beim Gefrieren von Embryonen und Eizellen(CARROLL et al. 1993, GUTIERREZ et al. 1993b, DUMOULIN et al. 1994, SHAW et al. 1997)und den Schutz vor Eiskristallbildung (RALL 1987, VAJTA 1999, WOWK et al. 2000). KASAI etal. (1996) vermuteten, dass die protektive Wirkung der Polymere darin liegt, dass dietemperaturabhängige Viskositätsveränderung der Lösung während des Gefrierens und Auftauensmodifiziert wird und somit Risse (cracks) durch mechanische Belastung in der Zona pellucidaverhindert werden können. Dabei ist wiederum der Mechanismus ungenügend erforscht, es wirdvermutet, dass die Größe und die Anordnung der Moleküle eine Rolle spielen. Die am häufigstenverwendeten Polymere sind Polyvinylpyrrolidon (PVP), Polyvinylacetat (PVA), Ficoll undDextran.

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