Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

23Polyvinylalkohole PVA,PVPPVA hat ein Molekulargewicht von 30 000-70 000 Dalton und zeichnet sich gegenüber PVP durchseine geringere Toxizität aus. Beide Polymere wurden in Kulturmedien eingesetzt, um ein Anhaftendes biologischen Materials an Glas- und Kunststoffoberflächen zu verhindern (VAJTA et al. 1999).FAHY et al. (1984) konnten zeigen, dass durch Zugabe von PVP die zur Glasbildung nötigeCPA-Konzentration um 7% verringert werden konnte, bei gleichzeitiger Erhöhung deshydrostatischen Drucks erniedrigte sich die Konzentration sogar um 24%. PVP und Ethylenglykolhaben ähnliche Vitrifikationseigenschaften, durch Zusatz von PVP blieb die Gesamtkonzentrationan Kryoprotektiva in der Vitrifikationslösung gleich, jedoch der Schmelzpunkt und die Temperatur,bei der es zur Glasbildung kam, erhöhten sich. Auch nach mehreren Vitrifikations- undErwärmungszyklen kam es zu keinem Auftreten von Brüchen (cracks) in den Proben (SHAW etal. 1997). PVA konnte bei Supplementierung in geringen Konzentrationen (2%) die Bildung vonEiskristallen in Wasser und Gefrierlösungen verhindern, dabei verstärkte sich diese Eigenschaft mitsinkendem Molekulargewicht. Die Fähigkeit Devitrifikation zu verhindern, erwies sich für PVA-Polymere mit einem Molekulargewicht von unter 10 KDa als am besten. Der Grund dafür liegt inder verstärkten Mobilität der kleinen Moleküle und der höheren Anzahl von Molekülen, die für dieBindung von heterogenen Nukleatoren zur Verfügung stehen. Die Vitrifikationsfähigkeit der CPA-Lösungen (Glyzerin und DMSO) wurde durch Zusatz von PVA verbessert, wobei man dieKonzentration von Glyzerin stärker reduzieren konnte als DMSO, ohne dass die Lösung ihreGlasbildungsfähigkeit verlor (WOWK et al. 2000). Mehrere Autoren beschrieben die Möglichkeit,kryoprotektive Proteine aus dem Serum durch PVA/PVP zu ersetzen (TITTERINGTON et al. 1995,NAITANA et al. 1997, VAJTA et al. 1999, PUGH et al. 2000). GUTIERREZ et al. (1993b) fandendie Kombination von PROH und 0,1% PVP oder PVA in der Gefrierlösung für ultraschnelleKühlverfahren nicht geeignet, die Kombination mit EG war am besten. PVA und PVP konnten 5%FKS ersetzen, wobei PVA besser geeignet schien. Als Problem sahen die Autoren eine schlechtereWiederfindungsrate der Embryonen durch die hohe Viskosität der Polymere. Sowohl Schaf- alsauch Rinderembryonen und Rinderoozyten konnten erfolgreich mit Vitrifikationsmedienkryokonserviert werden, die als Serumersatz PVA enthielten (SEIDEL et al. 1990, SAHA et al.1996b, NAITANA et al. 1997, SOMMERFELD u. NIEMANN 1999). Für bovine Rinderoozytenkonnten ASADA et al. (2002) zeigen, dass bei Zusatz von PVA in der Vitrifikationslösung dieÜberlebensraten stiegen, die Entwicklungsfähigkeit bis zum Blastozystenstadium erwies sich alsebenso gut wie bei Zusatz von FKS. Die Autoren ermittelten eine Konzentration von 0,1% PVA-Supplementierung als optimal für mature Rinderoozyten. Das Gefrieren von Mäuseoozyten mit

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