Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

25verringert sich die nötige EG-Konzentration (SHAW et al. 1997, KULESHOVA et al. 1999b).Mehrere Autoren berichteten über den Einsatz einer Kombination aus 40% EG, 18% Ficoll undSukrose oder Trehalose zur erfolgreichen Vitrifikation von humanen, bovinen, equinen undmurinen Embryonen und Oozyten (KASAI et al. 1990, 1992, 1996, HOCHI et al. 1994,KULESHOVA et al. 1999a, PARK et al. 1999, HURTT et al. 2000, ABE et al. 2005). Eine weitereErhöhung der Konzentration an Dextran und Ficoll auf bis zu 35% in Kryolösungen war geeignet,um Mäuseembryonen zu konservieren (MUKAIDA et al. 1998, KULESHOVA u. SHAW 2000).Ficoll reagiert bei Inkubation absolut neutral, Mäusemorulae tolerierten eine 50%ige Lösung bei30°C über 20 Minuten (KASAI et al. 1992). GUTIERREZ et al. (1993b) verwendeten Ficollerfolgreich als Serumersatz im Gefriermedium.Weitere MakromoleküleMakromoleküle im Serum schützen Zellmembran und Zona pellucida während desGefriervorganges und verhindern die Eiskristallbildung (LEIBO 1986, RALL 1987, CARROLL etal. 1993), gleichzeitig wurde auf die Möglichkeit der Krankheitsübertragung hingewiesen, daundefinierte Proteine und Wachstumsfaktoren im Serum enthalten sind (ROSSI et al. 1982,THIBIER u. NIBART 1987). Beim Gefrieren von Säugetierembryonen und -eizellen werden vorallem BSA in Konzentrationen von 5 mg/ml und FKS in Konzentrationen von bis zu 20%verwendet (CARROLL et al. 1993, VAJTA et al. 1999, MASSIP 2001).Neben den bereits genannten Polymeren soll der Einsatz von weiteren oberflächenaktivenSubstanzen als Serumersatz in Gefrierlösungen zukünftig die Verwendung von definierten Medienin der Kryopräservation ermöglichen. PALASZ et al. (2000) verglichen drei verschiedeneMakromoleküle. Bovines Serumalbumin (BSA), Pluronic F-68 (ETS) und Natriumhyaluronat (SH)wurden mit dem penetrierenden CPA Glyzerin kombiniert. Die Wiederfindungsrate nachKryokonservierung erreichte in Anwesenheit der Makromoleküle fast 100%, einen positivenEinfluss auf die Entwicklungsrate nach Gefrieren ergab sich für alle drei bei Mäusemorulae,Rinderblastozysten konnten jedoch durch ETS nicht geschützt werden. Sank die Konzentration anGlyzerin auf 1%, konnte keines der Makromoleküle eine ausreichende Schutzfunktion übernehmen.Natriumhyaluronat (SH) besteht aus langen, sich wiederholenden Gykosaminoglykanen und istbiologischen Ursprungs, dabei aber eine definierte Komponente. Für Mäuse- und Rinderembryonenkonnte eine positive Wirkung beim Tiefgefrieren dargestellt werden (PALASZ et al. 1993).

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