Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

45penetrierendes CPA von Vorteil gegenüber GLY. Wurde EG mit DMSO kombiniert, konnte fürBlastozysten kein signifikanter Unterschied zwischen den Vitrifikationslösungen gesehen werden(MARTINEZ u. MATKOVIC 1998, DATTENA et al. 2004). Die Ausverdünnungsmethode hattekeinen Einfluss auf Entwicklungskompetenz und Trächtigkeitsraten. Dilution in einem Schritt, indrei Schritten und direkte Rehydrierung in Kulturmedium zeigten keine signifikante Veränderungder erzielten Trächtigkeits- oder Ablammraten (DATTENA et al. 2004). ISACHENKO etal. (2003a) entwickelten ein Verfahren für den direkten Transfer vitrifizierter Schafembryonen. Invitro produzierte Embryonen aus präpubertalen Schafen zeigten signifikant geringereÜberlebensraten nach Vitrifikation als dieselben Stadien adulter Tiere, für das Rind konntenALBARRACIN et al. (2005) ähnliche Ergebnisse vorweisen (DATTENA et al. 2000). OvineEmbryonen tolerierten die Vitrifikation in 0,25 ml straws ebenso gut wie in OPS, Oozyten kleinerWiederkäuer benötigten jedoch höhere Abkühl- und Erwärmungsraten (ISACHENKO et al. 2001a,2003a, BEGIN et al. 2003).Erste Erfolge in der Vitrifikation beim Rind erzielten MASSIP et al. (1986), sie konntenMorulae und frühe Blastozysten erfolgreich konservieren, späte Blastozysten überlebten jedochnicht. Für weitere Vitrifikationsversuche diente häufig Glyzerin oder eine Kombination aufGlyzerinbasis als CPA, die Konservierung von Blastozysten und expandierten Blastozysten erzielteÜR bis zu 100%, Schlüpfraten bis ~70% und Trächtigkeitsraten von bis zu 24%(VANDERZWALMEN et al. 1989, KUWAYAMA et al. 1994, WURTH et al. 1994, DINNYES etal. 1996, DONNAY et al. 1998, KAIDI et al. 1999, NEDAMBALE et al. 2004). SOMMERFELDund NIEMANN (1999) verglichen in ihren Untersuchungen verschiedene IVP Embryonalstadien(d7 bis d9), verschiedene Gefrierverfahren (Vitrifikation, konventionelles Gefrieren) undverwendeten Ethylenglykol als solitäres CPA. D7 und d8 expandierte Blastozysten erwiesen sichfür beide Gefriermethoden als am besten, jedoch war die Schlüpfrate nach Vitrifikation deutlichhöher als beim Tiefgefrieren (50% vs. 30%). Die Anwendung von EG und DMSO in denVitrifikationslösungen und die Einführung neuer Methoden mit höheren Kühl- undErwärmungsraten brachten Verbesserungen. Zwar erwiesen sich frühe embryonale Stadien (d1, 2)weiterhin wenig kryotolerabel, die Schlüpfraten von vitrifizierten d7 Embryonen erreichten jetzt~90% (ISHIMORI et al. 1993, SAHA et al. 1996b, VAJTA et al. 1996, 1997a, 1998a, 1999, LANEet al. 1998, PARK et al. 1999, LAZAR et al. 2000, PUGH et al. 2000, CHO et al. 2002,LOPATAROVA et al. 2002).1982 wurde das erste lebende Fohlen nach konventioneller Tiefgefrierung aus equinenEmbryonen geboren (YAMAMOTO et al. 1982). HOCHI et al. (1994) erzielten die erstenTrächtigkeiten nach Vitrifikation von equinen Morulae und frühen Blastozysten in einer Lösung aus

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