Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

vmf.uni.leipzig.de

Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

492.5.1 Vitrifikation boviner OozytenVersuche zur konventionellen Kryokonservierung boviner Oozyten brachten nur geringe Erfolge(HERRLER et al. 1991, OTOI et al. 1993, 1995, 1997, SCHELLANDER et al. 1994, LIM etal. 1999). Zwar wurde über die Geburt von Kälbern nach konventionellem Gefrieren vonRindereizellen berichtet, doch blieben die Entwicklungsraten nach Kryokonservierung maturerEizellen meist unter 5% BR und so hinter denen frischer Oozyten zurück (LIM et al. 1992, OTOI etal. 1993, SUZUKI et al. 1996). Erste Vitrifikationsversuche boviner Eizellen, besonders der GV-Stadien, zeigten sich unbefriedigend (FUKU et al. 1992, HAMANO et al. 1992, SAHA et al. 1996a,HOCHI et al. 1998). Erst die Verwendung extrem hoher Kühlraten (>20 000°C/Min) und damit dasschnelle Durchlaufen kritischer Kühlphasen führte zum Durchbruch in der Kryokonservierung vonRindereizellen (MARTINO et al. 1996b, VAJTA et al. 1998a, DINNYES et al. 2000, PAPIS etal. 2000, ARAV et al. 2002, LI et al. 2002). Nach Vitrifikation, in vitro Fertilisation und Kulturkonnten Blastozystenraten (bis 30%) vergleichbar denen frischer Eizellen aus in vitro Kulturerreicht werden (VAJTA 2000). Jedoch zeigen sich diese Protokolle als schlecht reproduzierbar.Mit demselben Verfahren wurden TR zwischen 58% und 27% erzielt, die BR variierte zwischen25% und 2,5% (VAJTA et al. 1998a, MEN et al. 2002, ALBARRACIN et al. 2005). DieRindereizelle zeigt eine große Empfindlichkeit gegenüber hypothermen Temperaturen und Stress,ausgelöst durch osmotische Veränderungen an Zellmembranen durch den Gefriervorgang(RICHARDSON u. PARKS 1992, ARAV et al. 1996, AGCA et al. 1998, 2000, WU et al. 1999,ZERON et al. 1999, MEN et al. 2003a). Beide Eigenschaften variieren in Abhängigkeit vomEntwicklungsstadium (AMAN u. PARKS 1994, MARTINO et al. 1996a, AGCA et al. 1998).Weitere Herausforderungen an das Tiefkühlverfahren stellen die Zellen des Cumulus oophorus unddie Eizellqualität selbst dar. Besonderheiten bei der Vitrifikation der bovinen Eizelle, die fürSchwierigkeiten zur Entwicklung geeigneter und reproduzierbarer Gefrierprotokolle verantwortlichsind, werden beschrieben:2.5.1.1 OozytenqualitätAusgangsmaterial für die in vitro Produktion maturer Oozyten und späterer Blastozysten beim Rindsind zum größten Teil Schlachthofovarien adulter Kühe. Aus diesen werden Eizellen durchPunktion oder Slicen unterschiedlich großer (2-8mm) Follikel gewonnen (GORDON 2003).MASSIP (2003) sah für die Kryokonservierung boviner Eizellen ein großes Problem in derqualitativen Heterogenität des biologischen Ausgangsmateriales. Die Entwicklungskompetenz, d.h.der Prozentsatz an Eizellen, der fähig ist, sich von der immaturen Oozyte bis zumBlastozystenstadium zu entwickeln, wird beeinflusst von der intrinsischen Qualität der Eizelle und

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine