Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

50ist zusätzlich von äußeren Faktoren wie Modus der Oozytengewinnung und Kulturbedingungenwährend der IVP abhängig (GORDON 2003, MERTON et al. 2003). LONERGAN et al. (2003)sehen die intrinsische Qualität der Eizelle als Schlüsselfaktor für die späte Embryonalentwicklung(Blastozystenrate) und unbeeinflusst durch Kulturbedingungen. Die Qualität und damitGefriertauglichkeit von Embryonen bewerteten die Autoren als kulturabhängig (RIZOS et al. 2002,2003, LONERGAN et al. 2003). Zwischen Follikelgröße, Oozytenqualität undEntwicklungskompetenz der Eizellen adulter Kühe konnte man einen direkten Zusammenhangfeststellen, die Blastozystenrate von Oozyten aus Follikeln >6mm war deutlich höher als beikleineren Follikeln (LONERGAN et al. 1994). FAIR et al. (1995) erweiterten diese Aussage auf dieGröße der Oozyte selbst. Vergleichbare Ergebnisse erhielten KAUFFOLD et al. (2005b) inUntersuchungen an Oozyten unstimulierter juveniler Kälber. Eizellen aus Follikeln >8mm führtenzu den höchsten Blastozystenraten, jedoch schien die Follikelgrösse mit der Etablierung einerTrächtigkeit aus diesen Oozyten nicht korreliert zu sein (KAUFFOLD et al. 2005a). Auch derReproduktionsstatus der Kühe und damit ihr Zyklusstadium beeinflussen die intrinsische Qualitätder Eizellen abhängig von Art, Dauer der hormonellen Beeinflussung und Apoptosestatus desFollikels (DE WIT et al. 2000, HENDRIKSEN et al. 2000, ZEUNER et al. 2003). Kollektion derOozyten zum Zeitpunkt der Follikelregression (d5) erwies sich am besten (VASSENA et al. 2003),BLONDIN et al. (1996) beschrieben den Einfluss von Hormonen im Rahmen derSuperovulationsprogramme. Anzahl und Follikelgröße der Schlachthofovarien zeigten sichabhängig von Umgebungstemperatur und Jahreszeit, bedingt durch eine Veränderung in derZusammensetzung und Länge vielfach ungesättigter Fettsäuren. Dies hat eine temperaturabhängigeVeränderung der Zusammensetzung von Membranlipiden zur Folge und könnte für saisonalbedingte Schwankungen in der Entwicklungskompetenz der in vitro-produzierten Oozyten undunterschiedliche Gefriereigenschaften boviner Oozyten verantwortlich sein (ZERON et al. 2001).Bovine IVP Embryonen reagieren gegenüber Tiefgefrierverfahren weniger tolerant als Embryonenex vivo (LEIBO u. LOSKUTOFF 1993, LONERGAN et al. 2003, RIZOS et al. 2003). Ebensoverfügen in vivo maturierte Oozyten über eine höhere Entwicklungskompetenz als in vitromaturierte Eizellen (HENDRIKSEN et al. 2000, RIZOS et al. 2002). Verantwortlich dafür ist dasAusbleiben der vollständigen zytoplasmatischen Maturation nach in vitro Kultur, die durchVeränderung in Anordnung und Auftreten von Zellorganellen, Lipidspeicherung,oozytenspezifische Proteinsynthese und Veränderungen in Membrantransportsystemengekennzeichnet ist (HE et al. 1997, TOSTI et al. 2000, SMITH 2001, MERTON et al. 2003).Bovine Oozyten aus Eierstöcken prepubertaler Tiere zeigten sich durch ihre unzureichendezytoplasmatische Maturation empfindlicher gegenüber Gefrierverfahren als Oozyten adulter Tiere

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