Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

51(ALBARRACIN et al. 2005). Die Kulturbedingungen während der Maturation, Zusammensetzungdes Maturationsmediums, Zusätze wie Serum, Aminosäuren, Glukose, Puffersysteme und Dauer derInkubation im Maturationsmedium bewirken Unterschiede in der Entwicklungskompetenz derEizelle (BLONDIN et al. 1996, HENDRIKSEN et al. 2000, WATSON et al. 2000, BEKER etal. 2002, BONI et al. 2002, DUQUE et al. 2002, WARD et al. 2002, GORDON 2003, OYAMADAu. FUKUI 2004). Die präovulatorische Entwicklung der Eizelle im Follikel beeinflusst dieEntwicklungskompetenz der Oozyte maßgeblich (VAN DE LEEMPUT et al. 1999). Eine reversibleInhibition des Vollzugs der Meiose während der in vitro Maturation unterstützt das Erreichen einervollständigen, zytoplasmatischen Reifung und gestaltet die Eizellpopulation homogener(LONERGAN et al. 1997, MERMILLOD et al. 2000). Wurden jedoch Eizellen nachMaturationsinhibition vitrifiziert, zeigten sie stärkere Degenerationserscheinungen als maturierteKontrolloozyten und schlechtere Blastozystenraten (LE GAL u. MASSIP 1999, DIEZ et al. 2005).Die Speicherung von Triglyzeriden dient der Bereitstellung von Energie und zukünftiger Bausteinefür Membranen (FERGUSON u. LEESE 1999). Die in vitro-Maturation beeinflusst die Anzahl,Größe und Anordnung der intrazellulären Lipidtropfen und assoziierter Mitochondrien. ARAV etal. (1996) vermuteten diese Unterschiede im Cholesteringehalt der Zellmembranen immaturer undmaturer, boviner Oozyten als Ursache für ihre unterschiedliche Kryotoleranz. MEN et al. (2002)supplementierten das Maturationsmedium mit 3µg/ml luteinisierendem Hormon (LH) und konntendadurch gesteigerte Teilungs- und Blastozystenraten nach Vitrifikation erreichen.2.5.1.2 Cumulus oophorusAls Cumulus oophorus bezeichnet man eine Gruppe von eng miteinander verbundenenGranulosazellen, die die Eizelle im Antralfollikel umgeben. Ihre Aufgabe erfüllen sie in vivo,indem sie sich an der präovulatorischen Steuerung der Maturation beteiligen, die Eizelle in denEileiter leiten und ihre Funktion im komplexen Ablauf der Spermienpenetration bei der Fertilisationausüben (WASSARMAN u. ALBERTINI 1994, TANGHE et al. 2002). Das Zusammenspielzwischen Oozyte und Kumuluszellen während der Follikulogenese, das durch Hormone undWachstumsfaktoren beeinflusst wird, beschrieb GORDON (2003). Kumuluszellen kommunizierenuntereinander durch ein enges Netzwerk an transmembranären Kanälen, den so genannten gapjunctions, während die Verbindung zur Eizelle von der innersten Granulosazellschicht (Coronaradiata) ausgeht. Von hier ziehen sich Zellfortsätze durch die Zona pellucida hindurch bis an dasOolemma der Oozyte. Der Austausch niedermolekularer Substanzen geschieht ausschließlich überdiese interzellulären Verbindungen (SUTTON et al. 2003). Die Metabolisierung von Stoffen wieGlukose, Pyruvat und Cystin in den Kumuluszellen sorgt auf diese Weise für Nahrung und Schutz

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