Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

11 EinleitungSteigendes Interesse für Technologien wie Embryotransfer und assoziierte Biotechniken, Klonen,Kerntransfer und die Erstellung von Genbanken zur Erhaltung von Erbmaterial bedrohter oderbesonders wertvoller Haustierrassen bedingt eine ebenfalls gesteigerte Nachfrage an biologischemAusgangsmaterial (DINNYES et al. 2000, MASSIP 2003, ATABAY et al. 2004). Im Momentberuhen viele Abläufe im biotechnologischen Bereich auf der Bereitstellung von frischen Eizellen,weil es, trotz gewisser Erfolge in der Kryokonservierung von Eizellen bei Versuchstieren, weder fürEizellen von landwirtschaftlichen Nutztieren noch für humane Oozyten verlässlich reproduzierbareGefriermethoden gibt, und die Nutzungsdauer nicht konservierter Oozyten zeitlich auf 24 Stundenbeschränkt ist (PARKS u. RUFFING 1992, KUBOTA et al. 1998). Dies erschwert eine sinnvollePlanung und effektive Durchführung verschiedenster Experimente (DINNYES et al. 2000). Auchaus züchterischem Blickwinkel wäre die Möglichkeit, Eizellen zu konservieren, damit dieKombinierbarkeit von wertvollem weiblichen und männlichen Genmaterial zu vervielfachen undLeistungskontrollen der Nachkommen aus solchen Paarungen zu beschleunigen, äußerst wertvoll(LEIBO 1989, DEMIRCI et al. 2003, GORDON 2003).In der Humanmedizin steigt das Interesse an der Möglichkeit, frühe Stadien zu konservieren,ebenfalls an. Ein effektives Kryokonservierungsverfahren für Oozyten könnte unter Voraussetzunglegaler Anwendungsmöglichkeiten mehreren Patientengruppen helfen (MULLEN et al. 2004).Weibliche Patienten, die iatrogener Sterilität entgegensehen, hätten die Möglichkeit, ebenso wie esfür Männer bereits möglich ist, Gameten vor einer medikamentösen Behandlung konservieren zulassen (PORCU et al. 1997, NAWROTH u. SUDIK 1999). Das Anlegen von Oozytenkryobankenkönnte die Sicherheit von Fruchtbarkeitsbehandlungen dadurch steigern, dass Spendereizellenverstärkt auf potentiell übertragbare Erreger geprüft werden könnten, und schließlich ließen sichethische und moralische Probleme lösen, wenn man von der Verwendung von embryonalen Stadienin der Fruchtbarkeitsbehandlung zugunsten von Oozyten abgehen könnte (PORCU et al. 1997,MULLEN et al. 2004).Die Kryopräservation von Ovarialgewebe präsentiert sich neben der Kryokonservierung vonEizellen als zukunftsweisende Methode (PAYNTER et al. 1999a, LEDDA et al. 2001,ISACHENKO et al. 2002, 2003, DEMIRCI et al. 2003). Beim Menschen sind verbessertediagnostische und therapeutische Möglichkeiten dafür verantwortlich, dass das Langzeitüberlebennach onkologischen Erkrankungen stark anstieg. Medikamentelle Behandlungen, Strahlen- undChemotherapie können jedoch schädigende Auswirkungen auf das Genom der Keimzellen haben.Eine Kryopräservation von Ovarialgewebe mit der Möglichkeit zur In-vitro-Maturation von

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