Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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74werden. Hier ergab sich eine signifikant höhere TR im Vergleich zur aseptischen Methode. DieWiederfindungsrate nach Vitrifikation in OPS (100%) schien besser als nach Vitrifikation mit derstraw-in-straw Methode (91,0%, 95,7%), erwies sich jedoch als statistisch nicht signifikant.4.2.1.1 Morphologische Beurteilung immaturer Oozyten nach VitrifikationÜber 90% aller von Kumuluszellen umgebenen, immaturen Oozyten waren direkt nach demAuftauen morphologisch nicht von den Kontrolleizellen zu unterscheiden. Der Cumulus behieltseine Form und umgab die Eizelle im geschlossenen Verband, die Farbe war homogen. Nach der22stündigen in-vitro-Maturation zeigte sich bei über 70% der im Medium URF vitrifiziertenOozyten eine fehlende Kumulusexpansion, bei den anderen untersuchten Medien expandierte derCumulus vergleichbar zu den Kontrollen. Farbveränderungen im Cumulus oophorus durch einzelnedunkle Bereiche im Sinne einer Tüpfelung wurden als degenerative Zeichen gewertet und traten beibis zu 10% der unreifen Eizellen auf. Die Ablösung der Kumuluszellen während desDenudierungsprozesses vor der Hoechstfärbung schien bei Verwendung des Mediums URFerschwert.Nach Denudierung konnten bei über 30% der Oozyten Veränderungen des Zytoplasmasfestgestellt werden. Dabei traten überwiegend Schäden auf, die sich als partieller Kollaps undSchrumpfung darstellten. Die Farbe des Zytoplasamas zeigte sich inhomogen, mit dunklenBereichen sowie ausgeprägter Granulierung. Der perivitelline Spalt war unregelmäßig verbreitert,20% der Eizellen verloren ihre runde Form und zeigten sich nun in ovaler bis ellipsoider Gestalt.Vereinzelt wurden Brüche oder feine Risse der Zona gesehen.Abb. 8: Degenerierte GV-Oozyten,Übersicht bei 100facher VergrößerungAbb.9: GV-Oozyte mitZonabruch und Schrumpfungdes Zytoplasmas

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