Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

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Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

86Blastozystenrate von 4,3% aus dieser Untersuchung war jedoch geringer als in der Literaturbeschrieben (MEN et al. 2002). Entwicklungsraten nach Vitifikation in allen im Rahmen dieserArbeit durchgeführten Untersuchungen blieben weit unter den Ergebnissen der Kontrollen.5.2 KühlrateEin direkter Vergleich der Auswirkung der Kühlrate auf Überleben und Entwicklung nachVitrifikation durch die Anwendung des aseptischen Verfahrens und der OPS-Vitrifikation miteinem identischen (3-stufigen) Äquilibrierungs- und Dilutionsschema bei immaturen und maturenRinderoozyten zeigte in dieser Untersuchung im Vergleich zu den Kontrollen für beide Verfahrensignifikant schlechtere Entwicklungen nach IVF und Kultur.Grundsätzlich basiert die Entwicklungskompetenz der Rindereizelle auf ihrer intrinsischenQualität und wird durch den Ablauf der in-vitro-Produktion beeinflusst (LONERGAN et al. 2003,MERTON et al. 2003). Da die gewählten äußeren Faktoren (Auswahlkriterien der für Versuche undKontrolle verwendeten Eizellen, Medien und Kulturbedingungen) sowohl für Kontrollen als auchVersuchseizellen konstant blieben, muss die geringere Entwicklung vitrifizierter Eizellen in dieserArbeit alleine dem Konservierungsverfahren zugeschrieben werden. Die Schäden, die durch denKühlvorgang selbst am biologischen Material verursacht werden, setzen sich aus der Bildungintrazellulärer Eiskristalle und der Einwirkung subphysiologischer Temperaturen auf kältesensibleBestandteile der Eizelle zusammen (SHAW u. JONES 2003). Lässt man den Einfluss derKryoprotektoren bei den verwendeten Gefrierverfahren unbeachtet, wurde der Zusammenhangzwischen Überleben von Zellen und der Kühlrate in Form einer ∧-förmigen Kurve dargestellt(MAZUR 1980). Das Sinken der Überlebensrate nach schneller Abkühlung wird durch den hohenintrazellulären Wassergehalt verursacht, dies führt zur Bildung intrazellulärer Eiskristalle und zumZelltod. Weitere Untersuchungen zeigten jedoch, dass bei Verwendung noch höherer Kühlraten(10 7 °C/Min) sogar Wasser ohne Eisbildung vitrifiziert werden konnte (RALL 1987). Die Zeit desAbkühlvorgangs reicht somit bei genügend schneller Kühlung nicht aus, um zu einer ausgeprägtenNukleation und folgender Eiskristallbildung zu führen (WOLFE u. BRYANT 1999). Zudembewirken ultraschnelle Kühlraten, wie sie auch bei der OPS-Vitrifikation verwendet werden, dassder kritische Temperaturbereich zwischen 15°C und -5°C sehr schnell durchlaufen wird(MARTINO et al. 1996b). Beim Erwärmen wiederum reicht die kurze Zeitspanne nicht aus, um zurDevitrifikation zu führen (SHAW u. JONES 2003). Je höher also die Kühlrate gewählt wird, destogeringere Konzentrationen an CPAs sind nötig, um die Zelle ausreichend zu schützen.In dieser Arbeit konnte für unreife Eizellen weder mit hohen (OPS-Vitrifikation) noch mitniedrigen (aseptische Vitrifikation) Kühlraten eine Weiterentwicklung zur Blastozyste beobachtet

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