Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

vmf.uni.leipzig.de

Untersuchungen zur Vitrifikation von immaturen und In-vitro ...

87werden. Da in keiner der Proben eine Trübung der Vitrifikationssäule beobachtet wurde, scheint derGrund der Beeinträchtigung der Entwicklungskompetenz nicht in einer Kristallisation zu liegen.Zwar könnten nicht erkennbar kleine Kristalle entstanden sein, aber die hoheErwärmungsgeschwindigkeit sollte eine Aggregation und damit gravierende mechanische Schädenverhindern (WOLFE u. BRYANT 1999). Die erreichten Teilungsraten mit Medium D+Eunterschieden sich nicht signifikant, unabhängig von der verwendeten Kühlrate. Eine Schädigungder Zellorganellen durch den längeren Verbleib des Materials in der kritischen Temperaturzonewährend des langsameren Abkühlens bei der aseptischen Vitrifikation scheint damit nicht diealleinige Ursache für die geringere Entwicklungskompetenz darzustellen. Der Prozentsatz der zurTeilung befähigten Oozyten war bei Verwendung niedriger Kühlraten für beide Medienvergleichbar. Für das Medium EG konnte jedoch bei der Anwendung hoher Kühlraten einesignifikant bessere Teilungsrate von 25% (im Vergleich zu ~13% bei aseptischem Verfahren)erreicht werden, was impliziert, dass die schnelle Kühlung in diesem Verfahren andereeinflussnehmende Parameter (zu geringe Penetration mit CPA) abgeschwächt oder verbessert habenkönnte. In der Literatur beschrieben sind nach Vitrifikation mit hohen Kühlraten und Verwendungderselben Medien bei GV-Oozyten Teilungsraten bis zu 64% und BR bis zu 13%, aber mit deutlichabweichenden Äquilibrierungszeiten (MATSUMOTO et al. 2001, VIEIRA et al. 2002, ABE etal. 2005). Die Dauer der Äquilibrierung und Vitrifikation und damit toxische/osmotische Schädendurch das Vitrifikationsmedium oder aber auch eine unzureichende intrazelluläre Konzentration anKryoprotektoren und so ein unzureichender Gefrierschutz könnten daher der Grund für dieschlechten Ergebnisse bei GV-Oozyten in dieser Arbeit zu sein.Der Vergleich zwischen hohen und niedrigen Kühlraten bei Verwendung maturer Eizellenwird in Tab. 21 des Ergebnisteils dargestellt. Nicht hinreichend erklärt werden kann die Tatsache,dass in dieser Untersuchung die Teilungsrate nach langsamer Vitrifikation höher war, als beiVerwendung ultraschnellen Abkühlens. Zwar müssen zum Erreichen guter Entwicklungsergebnissehöhere intrazelluläre CPA-Konzentrationen bei Anwendung langsamerer Kühlraten verwendetwerden, der Umkehrschluss erscheint aber nicht zulässig, da mit Erhöhung der Konzentration auchschädigende Einflüsse der CPAs zum Tragen kommen. Die niedrigere Kühlrate scheint jedoch unterBeibehaltung der schnellen Erwärmungsgeschwindigkeit von 20 000°C/Min keine negativenAuswirkungen auf die Gefrierfähigkeit maturer, boviner Eizellen zu haben. Die in dieser Arbeiterreichten durchschnittlichen Teilungsraten (~40%) nach OPS-Vitrifikation stimmten mit den in derLiteratur beschriebenen Entwicklungsraten (TR von 27,5-60%) überein, die Anzahl derproduzierten Blastozysten (BR: 5,6%) wich jedoch von den Ergebnissen ab, die durchkonventionelle OPS-Verfahren erzielt werden konnten. VAJTA et al. (1998a) verwendeten einen

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine