Liebe Leserin, lieber Leser - Kreis Wesel

kreis.wesel.de

Liebe Leserin, lieber Leser - Kreis Wesel

Impressum

Herausgeber:

Kreis Wesel, Der Landrat, Reeser Landstraße 31, 46483 Wesel

Konzeption, Redaktion und Layout

Pressesprecher Gerhard Patzelt

Fotos:

Kreismedienzentrum, Dieter Gossens

Armin Fischer (F)

Heiner Langhoff (L)

Reiner Pöll (P)

Lisa Quick, Wesel (Q)

Firmenfotos

Druck:

TYPOGRAF Johannes Tuschen, Kamp-Lintfort

14. Auflage: 2.500

© Kreis Wesel, Wesel, Dezember 2007

Weitere Informationen im Internet unter: www.kreis-wesel.de

Umschlagseite: Grafik “Kreis Wesel” von Klaus “D.” Schiemann, Mülheim

Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier


Inhaltsverzeichnis

Seite

Wappen des Kreises Wesel ........................................................................................................... 2

Strukturdaten ............................................................................................................................... 6

Einrichtungen ............................................................................................................................... 7

Kreis Wesel .................................................................................................................................. 8

Aufgaben des Kreises ................................................................................................................... 11

Natur und Landschaft .................................................................................................................... 14

Wirtschaft .................................................................................................................................... 17

Verkehr ........................................................................................................................................ 19

Kulturelle Einrichtungen ................................................................................................................. 24

Bildungseinrichtungen ................................................................................................................... 26

Soziale Einrichtungen .................................................................................................................... 29

Städte und Gemeinden .................................................................................................................. 31

Partnerkreis: County Durham ......................................................................................................... 37

Wappen des Kreises Wesel

In Silber (Weiß) gehaltene Kopfweide auf grünem Grund.

Infolge der kommunalen Neugliederung wurde aus Teilen der ehemaligen

Kreise Dinslaken, Moers und Rees am 1. Januar 1975 der Kreis

Wesel gebildet.

Der Kreistag des Kreises Wesel hat sich dafür entschieden, ein neues

Wappen zu führen, um damit symbolisch das gesamte Kreisgebiet

zu erfassen. Die in Silber (Weiß) dargestellte niederrheinische Kopfweide

in grünem Feld soll auf die vielen, in ihrer Natürlichkeit noch

erhaltenen Gebiete im Kreis Wesel hinweisen und den politischen

Willen des Kreistages zum Ausdruck bringen, dieses Landschaftsbild

zu erhalten. Mit dem Grün soll der natürliche Charakter der Landschaft,

in der die Kopfweide steht, ausgedrückt werden. Die niederrheinische

Kopfweide soll neben dem Hinweis auf das im Kreis Wesel

vorherrschende Landschaftsbild auch die Verbundenheit zum Naturund

Vogelschutz ausdrücken. Die Kopfweide gilt als Charakterbaum

der niederrheinischen Landschaft. Ihre Erhaltung ist wichtig, wegen

der Sauerstoffbildung, der Staubbindung und Verhinderung von Winderosion,

ferner zur Erhaltung des Grundwasserspiegels und als Wetterschutz

für das Vieh, nicht zuletzt aber auch als Brutbaum verschiedener,

in ihrem Bestand schon gefährdeter Vögel.

Die drei Wurzelsätze der Kopfweide sollen auf die früheren Kreise

Dinslaken, Moers und Rees hinweisen und somit auf einen historischen

Bezug verweisen. Die Verbundenheit des Kreises Wesel mit

den kreisangehörigen Städten und Gemeinden soll mit den 13 Zweigen

der Kopfweide symbolisch dargestellt werden. Das Wappen wurde

am 14.07.1978 genehmigt.

2


Dr. Ansgar Müller

Landrat des Kreises Wesel

Liebe Leserin, lieber Leser,

herzlich willkommen im Kreis Wesel, einer niederrheinischen

Region der Gegensätze mit einer hochentwickelten Industrie

auf der einen und einer naturnahen und ländlichen Umgebung

auf der anderen Seite.

Diese Broschüre gibt Ihnen die Möglichkeit, unseren Kreis

Wesel näher kennen zu lernen und seine Schönheit für sich

zu entdecken.

Ganz aktuelle Informationen rund um und über den Kreis

stehen Ihnen auf unserer Internetseite www.kreis-wesel.de

zur Verfügung.

Aber keine Broschüre und keine Webseite kann den persönlichen

Eindruck ersetzen. Darum sind Sie herzlich eingeladen,

sich ein eigenes Bild zu machen und den Kreis Wesel

zu besuchen. Denn es lohnt sich, hier zu wohnen, zu arbeiten

und zu investieren. Aber es lohnt sich genauso, den

Kreis Wesel als Tourist zu besuchen.

Unsere 13 Städte und Gemeinden erwarten Sie.

Dr. Ansgar Müller

Landrat des Kreises Wesel

Kreishaus in Wesel

3


LippeMündungsraum

Altstadt Moers (Q)

4


Preußen-Museum in Wesel (Q)

Trabrennen in Dinslaken (Q)

5


I. Strukturdaten

2. Altersstruktur der Bevölkerung Stand: 31. 12. 2006**

3. Religionszugehörigkeit Stand: 31. 12. 2006**

4. Bevölkerungsbewegung Jahr 2006*

5. Ausländer Stand: 31. 12. 2006**

6. Versicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer Stand: 30. 9. 2006*

7. Wahlergebnisse der Ratswahl / Kreistagswahl 26. 9. 2004**

Alpen

1. Fläche, Bevölkerung und Dichte Stand: 31. 12. 2006*

Fläche im km 59,6 47,7 164,4 106,8 63,2 67,7

12.927 70.233 27.579 13.719 39.461 107.180

6.308 34.146 13.661 6.659 19.247 51.840

6.619 36.087 13.918 7.060 20.214 55.340

217,1 1.473,3 167,8 128,4 624,8 1.583,4

2

Bevölkerung insgesamt

davon männlich

weiblich

Bevölkerungsdichte in E/km2 Bevölkerung nach Altersgruppen in %

0 - 6 Jahre

7 - 15 Jahre

16 - 24 Jahre

25 - 45 Jahre

46 - 65 Jahre

66 Jahre und älter

Katholisch

Evangelisch

sonstige (Konfessionen in %)

Überschuss der Geborenen bzw. Gestorbenen (-)

Überschuss der Zuzüge bzw. Fortzüge (-)

Bevölkerungszunahme bzw. -abnahme (-) ***)

Geburten auf 1.000 Einwohner

Sterbefälle auf 1.000 Einwohner

insgesamt - absolut

- in % der Bevölkerung der Gemeinde

davon männlich

weiblich

Ausländer nach Herkunftsländern

in % der Ausländer der Gemeinde

- Frankreich

- Großbritannien

- Griechenland

- Italien

- ehem. Jugoslawien

- Niederlande

- Polen

- Spanien

- Türkei

- sonstige

Wirtschaftsbereiche:

Land-, Forstwirtschaft, Fischerei

Produzierendes Gewerbe

davon

Bergbau, Gewinnung v. Steinen u. Erden*)

Verarbeitendes Gewerbe

Baugewerbe

Handel, Gastgewerbe u. Verkehr

sonstige Dienstleistungen

davon

Kredit- u. Versicherungsgewerbe

Grundstückswesen, Vermietung,

Dienstleistungen für Unternehmen

Öffentliche Verwaltung u.ä.

Öffentliche u. private Dienstleistungen

(ohne öffentliche Verwaltung)

insgesamt **)

Wahlberechtigte

Wähler

Wahlbeteiligung

Ungültige Stimmen

Gültige Stimmen

davon SPD

CDU

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Wählergruppen/Sonstige

Gewählte Vertreter

davon SPD

CDU

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Wählergruppen/Sonstige

6

abs.

in %

abs.

in %

abs.

in %

abs.

in %

abs.

in %

abs.

in %

abs.

in %

abs.

in %

abs.

in %

abs.

in %

abs.

in %

abs.

6,10%

10,40%

9,52%

28,49%

27,60%

17,88%

58,84%

24,56%

16,60%

-72

89

17

6,4

12,0

307

2,34%

150

157

1,30%

1,95%

0,98%

3,58%

7,17%

25,08%

8,79%

1,95%

8,79%

40,39%

84

2,71

1.569

50,55

*)

1.384

44,59

185

5,96

471

15,17

980

31,57

236

7,60

220

7,09

53

1,71

471

15,17

3.104

10.466

6.815

65,1%

141

6.674

22,9%

56,8%

10,2%

10,1%

-

32

8

18

3

3

-

Dinslaken

5,38%

9,03%

10,39%

29,53%

27,82%

17,86%

35,23%

33,89%

30,89%

-127

172

44

7,4

9,2

5.507

7,56%

2.792

2.715

0,47%

0,56%

1,53%

4,30%

12,37%

3,09%

3,92%

0,40%

56,40%

16,96%

106

0,71

*)

50

0,33

3.129

20,83

1.335

8,89

*)

6.726

44,77

513

3,41

1.485

9,88

925

6,16

3.803

25,31

15.024

54.809

29.723

54,2%

912

28.811

39,7%

35,6%

10,3%

4,7%

9,7%

50

18

20

5

2

5

Hamminkeln

6,12%

10,98%

10,90%

29,18%

26,42%

16,39%

50,81%

33,88%

15,31%

12

89

101

7,7

7,3

758

2,71%

383

375

1,85%

3,03%

0,53%

5,01%

8,05%

19,00%

5,01%

1,19%

10,55%

45,78%

241

4,14

*)

6

0,04

1.649

28,34

668

11,48

*)

1.294

22,24

139

2,39

243

4,18

181

3,11

731

12,56

5.818

21.185

13.490

63,7%

147

13.343

23,9%

48,0%

7,4%

9,6%

11,1%

38

9

18

3

4

4

Hünxe

4,82%

9,81%

9,34%

27,50%

28,39%

20,14%

28,47%

51,40%

20,13%

-72

-40

-112

5,7

10,9

380

2,65%

204

176

1,58%

1,84%

1,84%

2,63%

14,21%

7,89%

10,53%

2,63%

23,68%

33,16%

91

3,96

842

36,66

*)

646

28,12

164

7,14

702

30,56

662

28,82

39

1,70

198

8,62

103

4,48

322

14,02

2.297

11.382

7.323

64,3%

159

7.164

31,5%

37,3%

8,9%

12,0%

10,3%

32

10

12

3

4

3

Kamp-

Lintfort

5,97%

9,61%

10,64%

28,80%

26,01%

18,97%

38,92%

29,61%

31,47%

-83

-89

-175

7,7

9,8

4.366

10,74%

2.319

2.047

0,18%

0,44%

0,73%

1,81%

36,65%

2,57%

2,75%

0,64%

38,32%

15,92%

48

0,36

6.980

51,73

3.647

27,03

2.749

20,37

537

3,98

3.058

22,66

3.401

25,21

59

0,44

741

5,49

463

3,43

2.138

15,85

13.493

29.437

15.308

52,0%

532

14.776

49,2%

30,4%

6,8%

2,7%

10,9%

44

22

13

3

1

5

Moers

5,59%

8,66%

10,13%

28,89%

27,31%

19,40%

30,73%

35,50%

33,78%

-290

-77

-367

7,2

9,9

10.591

9,62%

5.469

5.122

0,53%

0,61%

1,15%

7,49%

12,91%

3,33%

3,39%

3,00%

44,93%

22,65%

177

0,62

*)

*)

3.902

13,56

1.885

6,55

8.880

30,86

13.665

47,49

831

2,89

3.189

11,08

2.797

9,72

6.848

23,80

28.774

83.670

43.808

52,4%

1.203

42.605

41,8%

33,0%

8,6%

7,7%

9,0%

54

22

18

5

4

5

Neukirchen-

Vluyn

43,5

28.491

13.757

14.734

655,1

5,38%

9,80%

10,70%

28,54%

27,25%

18,33%

31,01%

41,00%

27,98%

-70

-89

-159

6,8

9,2

1.877

6,29%

991

886

0,75%

1,01%

2,50%

6,77%

28,24%

5,01%

5,06%

0,59%

25,47%

24,61%

68

1,21

*)

1.276

22,73

525

9,35

1.040

18,53

*)

137

2,44

542

9,65

*)

1.715

30,55

5.614

22.425

12.960

57,8%

235

12.725

35,9%

43,9%

9,2%

5,6%

5,3%

38

14

17

3

2

2

Rheinberg

75,2

32.145

15.697

16.448

427,7

6,21%

10,41%

9,59%

31,32%

25,96%

16,50%

44,46%

31,93%

23,61%

-38

122

84

8,8

10,0

1.449

4,41%

741

708

0,76%

1,31%

1,59%

6,28%

24,36%

8,01%

6,07%

1,52%

24,22%

25,88%

184

3,11

2.552

43,08

348

5,87

1.713

28,92

491

8,29

1.521

25,68

1.667

28,14

100

1,69

437

7,38

472

7,97

658

11,11

5.924

25.334

15.076

59,5%

380

14.696

34,5%

45,5%

12,8%

7,2%

-

42

15

19

5

3

-

Schermbeck

110,7

13.636

6.735

6.901

123,1

5,77%

9,99%

9,39%

30,53%

26,82%

17,50%

44,84%

38,51%

16,65%

-34

-17

-51

6,9

9,4

359

2,47%

192

167

0,56%

4,46%

0,28%

5,57%

11,42%

13,37%

5,29%

0,56%

27,30%

31,20%

141

5,51

*)

*)

747

29,20

381

14,89

592

23,14

*)

90

3,52

170

6,65

*)

303

11,85

2.558

11.090

7.205

65,0%

157

7.048

25,9%

48,6%

5,7%

6,0%

13,8%

32

8

16

2

2

4

Sonsbeck

55,4

8.686

4.206

4.480

156,8

6,40%

11,14%

9,86%

29,75%

26,35%

16,50%

61,93%

20,41%

17,66%

-27

42

15

6,9

10,0

309

3,46%

163

146

1,29%

2,27%

0,32%

3,24%

8,74%

36,25%

21,04%

1,29%

3,88%

21,68%

112

7,00

388

24,23

*)

284

17,74

104

6,50

*)

*)

24

1,50

72

4,50

*)

465

29,04

1.601

6.885

4.381

63,6%

108

4.273

16,1%

57,2%

6,4%

9,7%

10,7%

26

4

15

2

2

3

Voerde

53,5

38.358

18.675

19.683

717,1

5,54%

10,20%

10,86%

28,24%

27,20%

17,96%

34,80%

39,17%

26,03%

-130

-92

-222

7,0

10,3

2.169

5,45%

1.084

1.085

1,61%

0,60%

1,01%

3,60%

8,94%

3,83%

5,26%

1,11%

52,84%

21,21%

82

1,28

3.321

51,93

*)

2.432

38,03

446

6,97

1.450

22,67

1.542

24,11

68

1,06

321

5,02

385

6,02

768

12,01

6.395

30.388

16.340

53,8%

236

16.104

36,5%

31,4%

7,7%

7,4%

17,1%

42

16

13

3

3

7

Wesel

122,5

61.432

29.774

31.658

501,3

5,86%

9,64%

10,60%

29,47%

26,00%

18,43%

42,21%

33,41%

24,38%

-78

-201

-279

8,4

9,7

4.107

6,39%

2.089

2.018

0,95%

0,80%

6,14%

2,48%

13,85%

6,55%

6,84%

0,80%

40,39%

21,18%

200

1,06

5.593

29,65

415

2,20

3.383

17,93

1.318

6,99

4.977

26,38

8.095

42,91

712

3,77

1.718

9,11

1.181

6,26

4.484

23,77

18.865

48.773

25.634

52,6%

672

24.962

37,7%

43,7%

8,5%

6,5%

3,6%

50

19

22

4

3

2

Xanten

Kreis Wesel

72,4 1.042,5

21.586 475.433

10.526 231.231

11.060 244.202

298,1 456,1

5,77%

10,88%

10,14%

28,60%

26,61%

17,99%

61,98%

20,02%

18,01%

-89

200

109

6,9

11,1

768

3,50%

451

317

2,08%

1,69%

0,78%

6,38%

9,11%

23,70%

13,41%

0,52%

5,99%

36,33%

76

2,21

*)

*)

672

19,53

249

7,24

821

23,87

1.579

45,90

58

1,69

5,70%

9,63%

10,31%

29,16%

26,94%

18,27%

39,09%

34,07%

26,84%

-1.098

109

-995

7,4

9,7

32.947

6,82%

17.028

15.919

0,71%

0,82%

1,83%

4,99%

16,90%

5,43%

4,75%

1,50%

41,05%

22,01%

1.610

1,43

38.400

34,01

4.566

4,04

23.966

21,23

8.288

7,34

29.292

25,94

43.588

38,61

3.006

2,66

229 9.565

6,66 8,47

165 7.184

4,80 6,36

1.127 23.833

32,76 21,11

3.440 112.907

16.933 373.789

10.955 209.198

64,7% 56,0%

353 5.383

10.602 203.815

23,6% 38,1%

50,2% 41,3%

8,5% 10,3%

3,9% 7,2%

13,8% 3,0%

38 66

9 25

19 27

3 7

2 5

5 2


II. Einrichtungen

1. Erholung, Freizeit, Sport – Stand: 31. 12. 2005***

Segel- und Verkehrslandeplätze

3 Tennishallen

27

Campingplätze

39

Spielfelder

70

Stellplätze

6.820 Tennisplätze

56

Bäder

30

Spielfelder

318

Turn- und Sporthallen

140 Schießsportanlagen

73

Reithallen

29 Trimmanlagen

2

Reitsportanlagen

33 Golfplätze

5

2. Natur- und Landschaftsschutzgebiete – Stand: 31. 12. 2006***

Naturschutzgebiete in ha 13.103,0 Landschaftsschutzgebiete in ha 39.215,0

3. Einrichtungen der Altenhilfe – Stand: 30. 6. 2007***

Altenhilfeeinrichtungen

43 Tagespflegeeinrichtungen

6

Plätze einschließlich Pflegeplätze

4.167

Plätze

76

Ambulante Pflegedienste

53

4. Einrichtungen der Jugendhilfe – Stand: 31. 12. 2005***

Tageseinrichtungen für Kinder

220 Einrichtungen der Jugendarbeit

Plätze für Kinder

Jugendbildungsstätten / -ferienheime

7

unter 3 Jahren

203

Plätze

273

von 3 - 6 Jahren

13.864 Geförderte Einrichtungen der Jugendarbeit

ab 6 Jahren und älter

631 ohne hauptamtliche Fachkräfte

15

darunter Tagesstättenplätze

2.302 mit hauptamtlichen Fachkräften

56

Plätze für behinderte Kinder

Jugendverbandsheime

64

in Tageseinrichtungen für Kinder

340 sonstige Einrichtungen der Jugendhilfe

17

5. Einrichtungen der Jugend- und Sozialhilfe – Stand: 31. 12. 2006***

Heilpädagogische Kindertagesstätten

7 Integrative Kindertagesstätten

27

Plätze

96

Plätze für behinderte Kinder

225

Frühförderstellen

3 Kindertagesstätte für Sprachbehinderte

1

behandelte Kinder im Jahr 2005

963

Plätze

24

6. Allgemeinbildende Schulen – Stand: 15. 10. 2006*

Grundschulen

Schüler/innen

darunter Grundschulen mit Schulkindergarten

Schüler/innen

Hauptschulen

Schüler/innen

90

19.230

1

15

19

5.801

Realschulen

Schüler/innen

Gymnasien

Schüler/innen

Geamtschulen

Schüler/innen

7. Berufsbildende Schulen - Berufskollegs – Stand: 15. 10. 2006*

Berufskollegs insgesamt einschließlich

Sonderschulen im Bildungsbereich

der Berufskollegs

Klassen

8. Kulturelle Einrichtungen – Stand: 31. 12. 2006***

Theater

Landestheater Burghofbühne

im Kreis Wesel e.V., Dinslaken

Schlosstheater, Moers

Sommerfestspiele im Archäologischen Park Xanten

Freilichtspiele im Amphitheater Birten

Bedeutende kirchliche Bauwerke

Xantener Dom

Kloster Kamp

Kloster Marienthal

Willibrordi-Dom Wesel

14

9.351

14

14.070

9

9.496

10. Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Schienenpersonennahverkehr (SPNV) – Stand: 31. 12. 2006***

7 Verkehrsunternehmen, 3 Verkehrsmittel

Wagen-Kilometer / Jahr

Wagen-Stunden / Jahr

ÖPNV: 67 Linien, 931 Haltestellen

9

627

Bus

9.538.695

437.794

Schüler/innen an Berufsschulen,

Vorklassen zum Berufsgrundschuljahr

und Berufsgrundschuljahr

Absolventen/innen

Volkshochschulen

VHS-Zweckverband Dinslaken-Voerde-Hünxe

VHS Moers, auch zuständig für Kamp-Lintfort

(öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit der Stadt Moers

vom 21.12.2005)

VHS Krefeld, auch zuständig für Neukirchen-Vluyn

(öffentlich-rechtliche Vereinbarung für die Zeit vom

1.1.2006 bis 31.12.2008)

VHS-Zweckverband Alpen-Rheinberg-Sonsbeck-Xanten

VHS-Zweckverband Wesel-Hamminkeln-Schermbeck

daneben Akademie Klausenhof, Hamminkeln

9. Versorgungs-, Verkehrs- und Wirtschaftseinrichtungen, Bauwesen – Stand: 31. 12. 2006***

Kreis als Träger

des Industriehafens Emmelsum

Über den Eigenbetrieb Hafen Emmelsum hält der Kreis Anteile an der

RWE AG mit

Niederrheinischen Verkehrsbetriebe AG - NIAG mit

Kreis Weseler Abfallgesellschaft mbH & Co. KG mit

Einrichtung der Wirtschaftsförderung und Strukturentwicklung

EntwicklungsAgentur Wirtschaft - EAW

Der Kreis Wesel ist u.a. Mitglied in folgenden Verbänden

Landschaftsverband Rheinland - LVR

Regionalverband Ruhr - RVR

Euregio Rhein-Waal

Sparkassenzweckverband des Kreises Wesel und der Städte Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg

Zweckverband Grunderwerb Colonia Ulpia Traiana

Zweckverband Kommunales Rechenzentrum Niederrhein - KRZN

Schulverband Realschule Xanten

Nahverkehrszweckverband Niederrhein

11. Landrat, stellvertretende Landräte, Fraktionsvorsitzende und Dezernenten

Landrat: Dr. Ansgar Müller

1. stellv. Landrat Heinz-Dieter Bartels (CDU)

2. stellv. Landrat Heinrich Friedrich Heselmann (SPD)

3. stellv. Landrat Heinz Dams (FDP)

Fraktionsvorsitzende:

Dr. Hans-Georg Schmitz (CDU)

Hellmut Fischer (SPD)

Hubert Kück (Bündnis 90/Die Grünen)

Dr. Michael Terwiesche (FDP)

0,21%

15,44%

50,80%

12.887

6.129

Leistungsgebundener Verkehr

109.114

4.450

Rollschuhbahnen/Skatinganlagen

Sportplätze

Kinderspielplätze

Sportvereine

mit Mitgliedern

Fachseminare für Altenpflege in

Kamp-Lintfort, Wesel, Xanten

Beratungsstellen insgesamt

davon Beratungsstellen für Eltern,

Jugendliche und Kinder

Beratungsstellen Übergang Schule/Beruf

Drogenberatungsstellen

Adoptionsvermittlungsstellen

Mütter- und Elternschulen

Kinderheime

Förderschulen für Lernbehinderte,

Geistigbehinderte, Sprachbehinderte,

Schwerhörige

Schüler/innen

Lehrkräfte

Museen

Haus der Veener Geschichte, Alpen

Mühlenmuseum, Dinslaken

Stadthistorisches Museum Voswinckelshof

Schloss Ringenberg, Hamminkeln

Otto-Pankok-Museum, Hünxe

Kloster Kamp, Kamp-Lintfort

Grafschafter Museum im Moerser Schloss, Moers

Ortsgeschichtliches Museum, Neukirchen-Vluyn

Heimatmuseum, Schermbeck

Niederrheinisches Traktorenmuseum, Sonsbeck

Preußenmuseum, Wesel

Archäologischer Park, Xanten

Der Kreis Wesel hält Beteiligungen an der

Niederrheinische Verkehrsbetriebe AG - NIAG mit

Rhein-Lippe-Hafen Wesel GmbH mit

Freizeitzentrum Xanten GmbH mit

Niederrhein Tourismus GmbH mit

Kreis Weseler Abfallgesellschaft Beteiligung GmbH mit

Grafschaft Moers GmbH mit

Wohnbau Dinslaken GmbH mit

Bauverein Wesel AG mit

Flugplatzgesellschaft Schwarze Heide mbH mit

Betriebsgesellschaft Radio Wesel mbH & Co. KG mit

Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH mit

START Zeitarbeit NRW GmbH mit

Stiftung Preußen-Museum NRW mit

20

111

647

432

131.286

17

13

2

4

4

3

7

14

2.236

27,56%

36,50%

25,00%

25,00%

50,80%

30,39%

15,73%

1,77%

20,00%

0,52%

3,37%

6,54%

4,95%

Schiene

Zug-km/Jahr 1.472.139

Ein-/Aussteiger/Jahr rd. 6,7 Mio.

SPNV: 4 Kursbuchstrecken, 14 Haltepunkte

Dezernent I: Landrat Dr. Ansgar Müller

Co-Dezernent I.1: Lars Rentmeister

Co-Dezernent I.2: Peter Giesen, gleichzeitig Kreiskämmerer

Dezernent II: Ralf Berensmeier, gleichzeitig Kreisdirektor

Dezernent III: Hans-Joachim Berg

Erläuterungen

Quellen: *Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW, Düsseldorf - **Daten des KRZN, Moers - ***eigene Erhebungen - *) Keine Angaben auf Ortsebene -

**) Die Summe enthält auch Beschäftigte ohne Angabe des Wirtschaftszweiges - ***) Einschließlich Bestandskorrekturen aufgrund nachträglich berichtigter Meldefälle

7

592

Herausgeber: Landrat des Kreises Wesel, Reeser Landstraße 31, 46483 Wesel, Organisationseinheit 12, 0281/207-3146, bdl@kreis-wesel.de


Wesel Hafentempel im Archäologischen Park Xanten

Kreis Wesel

Der Kreis Wesel ist nach der kommunalen Neugliederung am

1. Januar 1975 aus Teilen der Kreise Dinslaken, Moers und

Rees hervorgegangen. Er umfasst die Ballungsrandzone des

Ruhrgebiets mit den Städten Dinslaken, Kamp-Lintfort, Moers,

Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Voerde und Wesel. Eher ländlich

strukturiert ist das Gebiet der Städte Hamminkeln und Xanten

und der Gemeinden Alpen, Hünxe, Schermbeck und Sonsbeck.

Von 1975 bis 1994 war Werner Röhrich (SPD) Landrat des

Kreises Wesel. Seine Nachfolgerin wurde Christel Apostel (SPD).

Im Frühsommer 1975 hatte der Kreis den Oberkreisdirektor

des Kreises Dinslaken Dr. Horst Griese an die Spitze der

Verwaltung berufen. Sein Nachfolger wurde ab 1.1.1993

Dr. Helmut Brocke. Nach dessen Wechsel zur West-LB wurde

Bernhard Nebe (SPD) 1996 zum ersten hauptamtlichen Landrat

des Kreises Wesel gewählt. Er verlor die Landratsstichwahl

1999 gegen Birgit Amend-Glantschnig (CDU), die bis Oktober

2004 Landrätin im Kreis Wesel war. Sie verlor am 10. Oktober

2004 in der Stichwahl gegen ihren Mitbewerber Kreisdirektor

Dr. Ansgar Müller, der seitdem Landrat ist.

Der Kreis unterstützt die internationale Zusammenarbeit und

ist bereits 1953 eine Partnerschaft mit der County Durham

(GB) eingegangen. Seitdem finden regelmäßige Jugendbegegnungen

statt. Der Kreis Wesel ist auch Mitglied der Euregio

Rhein-Waal und der Region NiederRhein. Daneben gibt es folgende

Partnerschaften der Städte und Gemeinden:

8

Alpen: Herentals (B),

Alatau (Kasachstan)

Dinslaken: Agen (F),

Arad (Israel)

Hamminkeln: Sedgefield (GB),

Salza Irpina (I),

Chmielno (Polen)

Hünxe: Rochecorbon (F)

Kamp-Lintfort: Chester-le-Street (GB),

Cambrai (F),

Zory (Polen)

Moers: Bapaume (F),

Maisons Alfort (F),

Knowsley (GB),

Ramla (Israel),

Seelow,

La Trinidad (Nic)

Neukirchen-Vluyn: Ustron (Polen),

Mouvaux (F)

Rheinberg: Hohenstein-Ernstthal,

Montreuil-sur-Mer (F)

Sonsbeck: Sandwich (GB)

Voerde: Alnwick (GB)

Wesel: Hagerstown (USA),

Felixstowe (GB),

Ketrzyn (Polen, ehemals

Rastenburg),

Salzwedel

Xanten: Geel (B), Saintes (F)


Mühlenmuseum in Dinslaken Paddeln auf der Lippe bei Krudenburg (Hünxe) (Q)

Die Wirtschaftsstruktur des Kreises wird

u.a. durch Logistik, High-Tech, Handel,

Handwerk, Dienstleistungen, Landwirtschaft

und den Bergbau mit den Sparten

Kohle, Salz und Kies bestimmt.

Das im Oktober 1984 eingeweihte größte

Steinkohlekraftwerk Europas in Voerde

(STEAG) sicherte zahlreiche Arbeitsplätze

im Bereich des Steinkohlenbergbaus. Aber

die Schließung der Schachtanlage Rheinpreußen

in Moers Anfang 1990, die Zusammenlegung

der Schachtanlagen Rheinland

in Moers und Friedrich-Heinrich in Kamp-

Lintfort zum 01.04.1993 und die Zusammenlegung

von Niederberg und Friedrich-

Heinrich zum 1.1.2002 waren erhebliche

Rückschläge. Auf dem Rheinpreußengelände

ist das Technologiezentrum

Eurotec errichtet worden. Der Entwicklungsschwerpunkt

LippeMündungsraum ist als

interkommunales Gemeinschaftsprojekt

ein wichtiger Baustein zur weiteren Strukturverbesserung

der Region. Hier haben

sich mittlerweile so bekannte Firmen wie

die Papier-Profis von SAPPI und die

Logistiker von Jerich mit einem Distributions-

und Logistikcenter angesiedelt. Ein

weiteres Beispiel für den erfolgreichen

Strukturwandel ist das Institut für Mobilund

Satellitenfunktechnik im Technologiepark

Dieprahm (Kamp-Lintfort).

Pilotcharakter für ganz NRW hat der Grafschafter Gewerbepark

Genend, ein Gemeinschaftsprojekt von Moers, Neukirchen-

Vluyn, Kamp-Lintfort und Rheinberg.

Der Kreis Wesel wird wegen seiner Lage am Rand des Ruhrgebietes

auch „Grüne Lunge des Ruhrgebietes“ genannt, was

sich in steigenden Besucherzahlen niederschlägt. Informationen

zum touristischen Angebot gibt die Tourismuskoordinierungsstelle

bei der EntwicklungsAgentur Wirtschaft,

Tel. 0281 / 207 3918.

Der Kreis half konsequent bei der Gründung eines Naturschutzzentrums

(1986), in dem neben der Niederrheinischen Arbeitsgemeinschaft

für Biotopmanagement e.V. (NAB) die Mitglieder

mehrerer Umweltschutzverbände arbeiten. Daraus ist im Mai

1994 die vom Land, dem Kommunalverband Ruhrgebiet

(heute Regionalverband Ruhr, RVR) und dem Kreis geförderte

Biologische Station im Kreis Wesel e.V. entstanden. Bei den

Landschaftsplänen nimmt der Kreis Wesel eine Spitzenstellung

in NRW ein. Die 1997 geschlossenen Kooperationsvereinbarungen

zwischen dem Kreis, den Jägern und der Landwirtschaft

gelten als beispielhaft. Sie stellen den Grundsatz: „Erst reden,

dann regeln“ in den Mittelpunkt der Landschaftsplanung.

Das Abfallwirtschaftskonzept des Kreises setzt zunächst auf

Abfallvermeidung, dann auf Abfallverwertung und schließlich

auf umweltfreundliche Abfallbeseitigung. Mit dem hochmodernen

Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof in Kamp-Lintfort

steht dem Kreis seit 1997 eine Anlage zur Verfügung, die diese

Vorgaben in vorbildlicher Weise erfüllt. Zur Errichtung und

zum Betrieb der Anlage hat der Kreis die Kreis Weseler Abfallgesellschaft

gegründet, an der heute der Kreis mit 50,8 %, die

Stadt Kamp-Lintfort mit 0,2 % und die Firma Schönmackers

mit 49 % beteiligt sind.

9


Das kulturelle Angebot im Kreis reicht vom Archäologischen

Park in Xanten über das Preußenmuseum in Wesel bis hin zu

den traditionellen Museen in Dinslaken, Moers, Wesel und

Xanten. Hinzu kommt eine Reihe von Heimatmuseen, die auf

Initiative von Privatpersonen oder örtlichen Vereinen entstanden

sind.

Die Aufführungen des Schlosstheaters Moers und des Landestheaters

Burghofbühne im Kreis Wesel sorgen weit über die

Region hinaus für positive Schlagzeilen. Das Landestheater

Burghofbühne entstand 1951 als kleines Theater in der

Bergbaustadt Dinslaken und hat sich zum vielbeachteten

Landestheater entwickelt.

Das New-Jazz-Festival lockt seit Jahren begeisterte Fans aus

dem In- und Ausland zu Pfingsten nach Moers. Internationales

Flair umgibt auch das Comedy-Arts-Festival in der alten

Grafenstadt.

Nicht aufzulisten sind die vielen Aktivitäten vor Ort, die den

Reiz des lokalen Kulturlebens ausmachen.

Der Kreis unterstützt die kulturellen Aktivitäten mit der Ausrichtung

regionaler Kulturprojekte unter der Bezeichnung „Kreiskulturtage“.

Das Land NRW, die Kreise Minden-Lübbecke und Wesel sowie

die Städte Minden und Wesel haben am 14.01.1990 die Stiftung

Preußen-Museum Nordrhein-Westfalen gegründet. Ziel ist

die Sammlung, Bewahrung, Dokumentation sowie Darstellung

und Erforschung der Zeugnisse preußischer Geschichte. Das

Preußen-Museum ist in der Zitadelle Wesel untergebracht.

Schulen, Volkshochschulen, Weiterbildungseinrichtungen und

die Nachbarschaft zur Universität Duisburg - Essen sorgen für

ein leistungsstarkes Bildungsangebot. Der Kreis Wesel nimmt

bei der integrativen Beschulung von behinderten Kindern eine

Landestheater Burghofbühne (Martin Büttner)

10

führende Stellung innerhalb des Landes

ein. Freie Träger unterhalten einige

Bildungs- und Erziehungseinrichtungen,

die – wie der Klausenhof in Hamminkeln

oder der Erziehungsverein in Neukirchen-

Vluyn – einen guten überregionalen Ruf

erlangt haben.

Auch die Pflege des Ortsbildes wird erfolgreich

betrieben, was sich am Wettbewerb

„Unser Dorf soll schöner werden“ zeigt.

Hier hat Budberg 1963 auf Bundesebene

eine Goldmedaille gewonnen. Weitere auf

Bundes- oder Landesebene ausgezeichnete

Orte waren: Marienbaum, Hünxe,

Labbeck, Krudenburg, Bislich, Veen und

Loikum.

Mit seinen rund 480.000 Einwohnern hat

sich der Kreis Wesel zu einem leistungsfähigen

Kommunalverband entwickelt.

Seine Zukunft muss in engem Zusammenhang

mit dem Lebensraum und der Arbeitswelt

am unteren Niederrhein gesehen

werden.

Der kurze Überblick verdeutlicht, dass der

Kreis Wesel seine Aufgaben und Funktionen

zwischen dem Ruhrgebiet, den Rheinund

Maashäfen sowie dem Benelux-Raum

erfüllt und zugleich eine wichtige

Erholungsfunktion für die Nachbarn im

Ruhrgebiet und für seine Bewohner wahrnimmt.


Aufgaben des Kreises

Die kreisangehörigen Städte und Gemeinden

sind für ihre örtlichen Angelegenheiten

zuständig. Der Kreis übernimmt für

kleinere Kommunen örtliche und ansonsten

überörtliche Aufgaben: er gewährt

Leistungen nach SGB XII, organisiert und

finanziert den öffentlichen Nahverkehr,

richtet Natur- und Landschaftsschutzgebiete

ein und pflegt sie und sorgt für die Abfallbeseitigung.

Er ist verantwortlich für

das Rettungswesen und für den Brand- und

Katastrophenschutz. Dafür betreibt er eine

Kreisleitstelle, die für die Notrufabfrage

und Alarmierung der Einsatzkräfte zuständig

ist. Manche Aufgaben sind nicht so angenehm:

wie der Entzug des Führerscheins

oder Beanstandungen bei Lebensmittelkontrollen.

Neben der Wahrung des Interesses

der Bürger, vor Schäden und Nachteilen

geschützt zu werden, bietet der Kreis

bürgernahen Service in (Teil-) Aufgaben

des Zulassungs- und Führerscheinwesens

an, wofür er Kooperationen mit Bürgerbüros

einiger Kommunen eingegangen ist.

Als Ordnungsbehörde werden beim Kreis

Gewerbe-, Handwerks- und Ausländerangelegenheiten,

Staatsangehörigkeitsfragen

sowie Fragen aus dem Namensrecht entschieden.

Auch die Bußgeldstelle für Verkehrsordnungswidrigkeiten

befindet sich hier.

Weitere Aufgaben sind die Zulassung von

Fahrzeugen, die Überwachung der mit der

Fahrzeughaltung verbundenen Pflichten,

die Tierseuchenbekämpfung, die Überwachung

des Viehverkehrs, der Tierschutz,

die Tierarznei- und Futtermittelüberwachung,

die Fleischhygiene- und

Lebensmittelüberwachung und der

Fleischbeschau. Der Kreis kontrolliert die

Herstellung und den Handel von und mit

Lebensmitteln, Kosmetika, Pflegemitteln

und Bedarfsgegenständen. Er untersucht

Trinkwasser, Wasser aus Schwimm- und

Naturbädern, Kläranlagen sowie Bodenund

sonstige Umweltproben. Der Kreis

überwacht die nichtärztlichen Heilhilfs-/

Pflegeberufe, hat die Aufsicht über

Apotheken und ist zuständig für die Überwachung

übertragbarer Krankheiten. Als

Gesundheitsvorsorge wird der jugendärztliche

und jugendzahnärztliche Dienst

angeboten. Außerdem kontrolliert er die

zentrale Wasser- und Einzeltrinkwasserversorgung

sowie die Bäder. Weitere

Aufgaben sind die Umweltberatung

und -untersuchung, die Überwachung der Krankenhaushygiene

und die Mitwirkung bei Neu- bzw. Umbauten im Industriebereich.

Eine Aids-Fachkraft gibt Auskunft und Beratung über diese

tückische Krankheit. HIV-Antikörpertests können beim Kreis

anonym und kostenfrei durchgeführt werden. Seit 1999 koordiniert

der Kreis die Kommunale-Gesundheitskonferenz, die für

eine optimale medizinische Versorgung, die wirksame Vorbeugung

von Krankheiten und für Gesundheitsförderung eintritt.

Die Landschaftspläne, die für die Bereiche aller kreisangehörigen

Städte und Gemeinden erstellt wurden, sind wesentliche

Grundlage für den Schutz, die Pflege und die Entwicklung

der Kulturlandschaft mit dem Ziel, mehr Lebensqualität für

Mensch und Natur zu erreichen. Der Kreis ist auch untere

Landschafts-, Fischerei- und Jagdbehörde. So verfolgt und ahndet

er Ordnungswidrigkeiten in diesen Bereichen. Ferner ist er

zuständig für die Fischer- und Jägerprüfung, die Erteilung und

den Entzug von Jagdscheinen sowie für den Artenschutz. Der

Kreis ist für Gemeinden ohne eigene Bauaufsichtsbehörde

(Alpen, Sonsbeck, Xanten, Hünxe, Schermbeck) Genehmigungsbehörde

und erteilt Bau- und Teilungsgenehmigungen oder

Bauvorbescheide.

Er überwacht die Wasserschutzgebiete sowie die Gewässer und

ihre Benutzung. Er ist zuständig für die Abfallberatung, die

Sicherstellung der Abfallentsorgung, die Erfassung und Erstbewertung

von Altlasten, die Überwachung der Entsorgung

besonders überwachungspflichtiger Abfälle sowie die Entscheidung

über die abfallrechtliche Zulässigkeit von Anlagen zur

Lagerung, Ablagerung und Behandlung von Bodenaushub,

Bauschutt, Straßenaufbruch und vergleichbaren Abfällen, den

Bau und die Unterhaltung von Kreisstraßen.

Dienstleistungszentrum in Moers

11


Die Aufsicht über Grund-, Haupt- und Sonderschulen liegt beim

Schulamt für den Kreis. Der Kreis ist Schulträger der Berufskollegs,

die sich in Moers, Dinslaken und Wesel befinden, sowie

der Schulen für Geistigbehinderte in Wesel, Moers, Alpen

und Hünxe und der Schule für Sprachbehinderte und Schwerhörige

(Primarbereich) mit den Schulstandorten Wesel und

Moers.

Beim Kreis werden auch Anträge auf Wohnungsbauförderung

und Aufgaben nach dem Wohnungsbindungsgesetz bearbeitet,

und man erteilt Auskünfte und berät über die Hilfemöglichkeiten

der öffentlichen Hand. Aufgaben nach dem Sozialhilfegesetzbuch

II und XII werden zum Teil vom Kreis, von den Städten und Gemeinden

sowie von der Agentur für Arbeit wahrgenommen. Der

Kreis bleibt jedoch örtlicher Träger der Sozialhilfe und trägt in

diesem Rahmen die Gesamtverantwortung.

Zu weiteren Aufgaben zählen die konzeptionelle Altenhilfeplanung

(ambulante, teil- und vollstationäre Pflege und

Betreuungsangebote), die einheitliche Anwendung sozialhilferechtlicher

Vorschriften und die Klärung von rechtlichen

Grundsatzfragen, die Betreuung und Versorgung der Kriegsbeschädigten

und -hinterbliebenen sowie der Berechtigten nach

dem Opferentschädigungsgesetz.

Auch im Rahmen des Schwerbehindertenrechtes sowie des

Kriegsfolgenrechtes, insbesondere des strafrechtlichen

Rehabilitierungsgesetzes wird der Kreis tätig. Zuständig ist er

weiterhin für die Betreuung der Spätaussiedler und Asylsuchenden,

für die Unterhaltssicherung von Wehrpflichtigen, für einen

bestimmten Bereich der Ausbildungsförderung sowie für die

Heimaufsicht. Als freiwillige Aufgabe hilft er dem Bürger mit der

zentralen Heimplatzvermittlung bei der Altenheimplatzsuche.

Der Fachbereich Jugend nimmt u.a. Aufgaben der Jugendpflege,

-betreuung und -erziehung sowie der Beistandschaften und

Stuten- und Fohlenschau in Xanten-Birten Neubau der Kreisstraße 12 zwischen Hafen Emmelsum

und A3: neue Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal (P)

12

Adoptionsvermittlung wahr.

Der Kreis ist für die Rückforderung gewährter

Hauptentschädigung bei Schadensausgleich

in der ehemaligen DDR zuständig.

Vermessungen an Grundstücken, Gebäuden

und im grundlegenden Bezugssystem

der Landesvermessung werden vom Kreis

durchgeführt. Hier wird das Liegenschaftskataster

als wichtigste Grundlage für den

Eigentumsnachweis im Grundbuch geführt.

Kataster- und topografische Karten, Eigentümer

und Flächenangaben, Grenzmaße

und digitale Daten hieraus werden an Bürger

abgegeben. Die Umstellung auf die

digitalisierte Liegenschaftskarte ist

flächendeckend abgeschlossen. Damit stehen

kreisweit digitale Kartendaten für die

Wirtschaft und den Rechtsverkehr, für

Energie, Ver- und Entsorger und weitere

Planungsaufgaben zur Verfügung. Auf dem

Kreishaus in Wesel ist eine Referenzstation

des Satellitenpositionierungsdienstes der

deutschen Landesvermessung (SAPOS)

installiert. Diese Station, die Signale von

Satelliten empfängt, kann für Verkehrsleitsysteme,

raumbezogene Daten beim

Umweltkataster und in der Landwirtschaft

(Erfassung der Ernteerträge, Minimierung

der Düngung) eingesetzt werden.

Weitere Aufgaben sind der Katastrophenund

Brandschutz, das Rettungswesen, der

Denkmalschutz und der Schulsport. Ein wesentlicher

Schritt zur Optimierung des

Angebotes war die Verlegung der Kreis-


Erdgasauto der Kreisverwaltung

leitstelle vom Kreishaus zur Feuerwache

Wesel im September 2002.

Das Kreisarchiv sowie die Stadt- und

Gemeindearchive fördern die Forschungen

zur Lokalgeschichte. Daneben fördert der

Kreis die Landwirtschaft und die Viehzucht.

Er unterhält ein Medienzentrum und führt

kulturelle Veranstaltungen wie Kulturtage,

regionale Kulturprojekte und Ausstellungen

durch und unterstützt Schulveranstaltungen.

Einmal jährlich wird unter Beteiligung

der Heimat- und Verkehrsvereine

ein Kreisheimattag durchgeführt. Das Jahrbuch

des Kreises Wesel informiert über

das kulturelle Leben, über Natur und Landschaft,

Geschichte und aktuelle Probleme.

Und auch das Arbeitsbuch „Der Kreis Wesel

- meine Heimat“ für den Sachkundeunterricht

der 3. und 4. Schuljahre hat sich

mittlerweile mit 100.000 Exemplaren zu

einem echten Bestseller entwickelt.

Der Kreis Wesel ist eine vielseitige und

anspruchsvolle Wirtschaftsregion. Sie zu

fördern und auszubauen, ist Aufgabe der

EntwicklungsAgentur Wirtschaft (EAW). Als

dem Landrat direkt unterstellte Organisationseinheit

der Kreisverwaltung steuert

und koordiniert sie gemeinsam mit den

regionalen Partnern aus Wirtschaft, Kommunen,

Wissenschaft und Verwaltung die

Wirtschaftsförderung des Kreises Wesel.

Zu den Kernaufgaben gehören die Regional-

und Strukturförderung, die Bestandsentwicklung,

das Standortmarketing und

die Akquisition neuer Betriebe, die Unterstützung

von GründerInnen und jungen

Unternehmen sowie die Förderprogramminformation

und die Krisenbewältigungsberatung.

Darüber hinaus wirkt die

EntwicklungsAgentur bei der Gestaltung

der regionalen Arbeitsmarktpolitik und

Beschäftigungsförderung mit.

Ferner werden in der Agentur die

Tourismusförderung des Kreises koordi-

niert und die Entwicklungsmaßnahmen für den ländlichen Raum

gebündelt und umgesetzt.

Der Kreis baut und unterhält eigene Gebäude, wie das Kreishaus

in Wesel, die Gebäude für den Fachbereich Gesundheitswesen

in Moers mit den Nebenstellen Wesel und Dinslaken und

das Dienstleistungszentrum in Moers, das von der Architektenkammer

im Rahmen des „Tages der Architektur“ 2004 besonders

gewürdigt wurde und Vorbild für die Einrichtung des

Zulassungs- und Führerscheinservices in Wesel war.

Um diese breitgefächerten Aufgaben zu erledigen, sind Personal-

und Sachmittel erforderlich, die zielgerichtet eingesetzt

werden müssen. Der Kreiskämmerer stellt den Kreishaushalt

auf und die Kreiskasse wickelt alle Zahlungsgeschäfte ab. Die

Rechnungsprüfung wiederum überprüft alle Bereiche der Kreisverwaltung,

zeigt Fehler auf und macht Verbesserungsvorschläge.

Die Gleichstellungsbeauftragte kümmert sich um

Fragen zur Gleichstellung von Mann und Frau.

Der hauptamtliche Landrat hat neben seiner Funktion als Kreisorgan

noch staatliche Aufgaben als Aufsichtsbehörde über 13

kreisangehörige Städte und Gemeinden sowie als Kreispolizeibehörde.

Neue Kreisleitstelle in Wesel

Abfallentsorgungszemtrum Asdonkshof

13


Natur und Landschaft

Der Kreis Wesel ist naturräumlich ein recht homogenes Gebilde.

Das Landschaftsbild erweist sich aber als überraschend

vielfältig. Dies gilt insbesondere für Bereiche, die früher durch

Rhein, Lippe und Issel gestaltet worden sind. Dabei ist der

Rhein innerhalb des Naturraums „Unterer Niederrhein“ ein

verbindendes Element.

Das Klima im niederrheinischen Tiefland ist atlantisch geprägt.

Es zeichnet sich durch mäßig warme Sommer, relativ milde

Winter und allgemein hohe Luftfeuchtigkeit aus. Die Niederschlagsmenge

beträgt 700-800 Liter pro m 2 und Jahr, mit

Höchstwerten im Juli/August und im Dezember. Typisch sind

die häufigen, anhaltenden Nebelbildungen, die vor allem an

Rhein, Lippe und Issel sowie in feuchten Senken auftreten.

Bedingt hierdurch und durch die erdgeschichtlich begründete

Abfolge stauender und durchlässiger Schichten im Untergrund,

ergeben sich beinahe für das gesamte Kreisgebiet geringe

Grundwasser-Flurabstände. Unter dem Einfluss des nahen

Grund- oder Stauwassers haben sich überwiegend fruchtbare

Gley- bzw. Pseudogleyböden entwickelt, die nach Entwässerung

als Acker- oder Grünlandflächen bewirtschaftet werden.

Vor vielen Millionen Jahren, im Zeitalter des Tertiär, sank das

Gebiet des Niederrheins ein, und das Land wurde bis weit in

die Kölner Bucht hinein vom Meer überspült. Bei seinen verschiedenen

Vorstößen lagerte das Meer nach und nach bis zu

300 m mächtige Ton- und Sandsedimente ab, so dass sich

das Land parallel zur Absenkung wieder aufhöhte.

Die im Osten des Kreisgebiets bis an die Oberfläche herantretenden

Tonvorkommen werden zum Teil noch abgebaut. Einige

der nicht wieder verfüllten Tongruben, z. B. im heutigen Naturschutzgebiet

„Lichtenhagen“ bei Schermbeck, haben sich zu

wertvollen Lebensräumen entwickelt.

Im weitaus größten Teil des Kreises sind die tertiären von jüngeren

eiszeitlichen (quartiären) Schichten überlagert. Vor ca.

2 Mio. Jahren begann das durch einen steten Wechsel von

Kalt- und Warmzeiten gekennzeichnete Eiszeitalter. Im Verlauf

der verschiedenen Kaltzeiten drangen Eismassen bis weit in

das Niederrheingebiet vor. Das Eis schmolz damals erst im

Frühsommer, wobei der Rhein ein ausgedehntes „verwildertes

Flusssystem“ bildete, das Kies, Sand u. a. Material teils mit

sich riss, teils wieder ablagerte.

Diese Kies- und Sandablagerungen sind auch heute noch als

Terrassen erkennbar. Während der ersten Kaltzeit entstand die

Hauptterrasse, die bis an die östliche Kreisgrenze heranreicht

und sich im Westen, bevor sie durch Erosion abgetragen wurde,

bis zur Maas erstreckte.

Die folgenden Kaltzeiten erreichten nicht mehr das Ausmaß

der ersten. Sie hinterließen weitere Terrassierungen, von de-

14

nen im Kreis heute nur noch die vorwiegend

aus Kiesen und Sanden aufgebaute

Niederterrasse vorhanden ist. Sie nimmt

große Teile des niederrheinischen Tieflandes

ein. Hier erfolgen bis heute großangelegte

Kies- und Sandabgrabungen.

Weitere Eiszeitrelikte sind die durch Eisschollen

aufgeschobenen Stauchwälle,

wie die Hees bei Xanten und die Binnendünen

im Diersfordter Wald bei Wesel.

Diese sind nach der letzten Kaltzeit durch

Sandaufwehung entstanden.

Die letzten 10.000 Jahre waren durch

häufige Verlagerungen des Rheinstromes

geprägt. Ehemalige Rheinverläufe kennzeichnen

die „Kendel“ bzw. „Leyen“ genannten

schmalen Rinnen, die zusammen

mit den dazwischen liegenden flachen

Erhebungen („Donken“) für das Landschaftsbild

des linken Niederrheins noch

heute typisch sind.

Im 18. Jahrhundert wurde der Rhein nach

und nach begradigt und in ein enges Bett

gezwängt. Überdies wurden fast am gesamten

unteren Niederrhein Hochwasserschutzdeiche

angelegt. Dadurch wurde der

überwiegende Teil der zuvor rund 4 - 6 km

breiten Rheinaue, die sich im Laufe vieler

Jahrtausende in die Niederterrasse eingegraben

hat, vom Rhein abgeschnitten

und der Aue damit die notwendige Überschwemmungsdynamik

entzogen.

Durch diese künstliche letztmalige

Flussverlagerung wurden auch einige der

damaligen Rheinschlingen vom heutigen

Naturschutzgebiet Dingdener Heide (L)


Flusslauf abgetrennt. Die so entstandenen

Altarme sind zum Teil bis heute erhalten

geblieben, ebenso wie einige als „Meere“

bezeichnete natürliche Altwässer des

Rheins, die wie das „Bislicher Meer“ aufgrund

ihrer bedeutenden Tier- und Pflanzenwelt

überwiegend als Naturschutzgebiete

festgesetzt sind.

Das Beispiel einer noch weitgehend intakten

Auenlandschaft mit Altwässern ist das

Naturschutzgebiet „Bislicher Insel“ mit

dem Xantener Altrhein.

Mit der Lippeaue bei Schermbeck-Damm-

Bricht ist seit 1988 bzw. 1995 ein

zweites und letztes Stück naturnaher Auenlandschaft

als Naturschutzgebiet festgesetzt

und konnte damit langfristig gesichert

werden.

Einen Teil der früheren Rheinaue nehmen

heute die Deichvorlandflächen ein, die allerdings

nicht mehr den aus Weiden, Erlen,

Eschen, Ulmen, Schwarzpappeln u.a.

Arten bestehenden natürlichen Auenwald

tragen, sondern als Grünland genutzt werden.

Deichvorlandflächen sowie weitere

Bereiche der ehemaligen Rheinaue des

Kreises Wesel dienen alljährlich als

Überwinterungsgebiet für über 60.000 arktische

Wildgänse sowie Enten, Schwäne,

Säger, Taucher und Bläßrallen.

Kaum geringer ist ihre Bedeutung für

durchziehende und rastende Vogelarten

und für Brutvögel. Bis zu 40 Vogelarten

der Roten Liste Nordrhein-Westfalen brüten

hier, darunter so seltene Arten wie

Uferschnepfe, Rotschenkel, Wachtelkönig

und Rohrweihe.

Aufgrund ihrer internationalen Bedeutung

als Lebensraum für Wasser- und Watvögel

sind große Teile der früheren Rheinaue

der Kreise Kleve und Wesel sowie der

Stadt Duisburg im Jahr 1983 als Feuchtgebiet

„Unterer Niederrhein“ gemäß der

Ramsar-Konvention und als gleichnamiges

Vogelschutzgebiet gem. der EG Vogelschutz-Richtlinie

gemeldet worden.

Gerade das Deichvorland ist vielen

Nutzungsansprüchen unterworfen, die mit

den Zielen des Schutzes von Natur und

Landschaft konkurrieren. Als wichtigste

Konfliktbereiche sind Kies- und Sandgewinnung,

Steinkohle- und Salzbergbau

sowie die intensive landwirtschaftliche

Nutzung zu nennen. Mit der Erholungsnutzung ist in den letzten

Jahrzehnten ein großes Problem hinzugekommen. Insbesondere

an Wochenenden strömen Erholungssuchende aus den angrenzenden

Ballungsräumen von Rhein und Ruhr an den unteren

Niederrhein. Der Freizeitbetrieb ufert zum Teil in die Naturschutzgebiete

aus und gefährdet dort seltene Brutvögel und

die hochempfindliche Ufervegetation.

Auch in anderen Teilen des Kreisgebietes waren früher ausgedehnte

feuchte Grünflächen vorhanden. Heute sind die Feuchtwiesen

bis auf wenige Reste entwässert und in Ackerland

umgewandelt worden, oder sie werden zum Teil intensiv als

Viehweiden genutzt. Mit dem Verlust der Feuchtwiesen ging

auch deren typische Tier- und Pflanzenwelt immer mehr zurück.

Durch gezielten Ankauf von Feuchtgrünlandflächen bzw. den

Abschluss von Bewirtschaftungsverträgen im Rahmen des

Vertragsnaturschutzes steuern Land und Kreis dieser Entwicklung

entgegen.

Eine der letzten intakten Feuchtwiesenlandschaften ist die auf

der Hauptterrasse gelegene Naturschutzgebiet „Dingdener und

Büngernsche Heide“, die vor allem als Überwinterungs-, Durchzugs-

und Brutgebiet zahlreicher seltener Vogelarten und als

Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Laubfrosches von

großer Bedeutung ist.

Weiter Naturschutzgebiete dienen dem Schutz von Heidelandschaften

mit typischen Heidepflanzen wie Besenheide, Glockenheide,

Sandsegge und Silbergras. Diese Heidelandschaften

– z. B „Loosenberge“ bei Schermbeck und „Kaninchenberge“

bei Hünxe – sind am unteren Niederrhein nur noch als Relikte

vorhanden.

Im Inneren der Dünenlandschaften aus der letzten Eiszeit haben

sich aufgrund stauender Bodenschichten einige kleine

Heidemoore entwickelt, die seltene Arten beherbergen. Beispiele

solcher bedeutenden Heidelandschaften mit eingestreuten

Heidemooren sind die nördlich von Wesel im Diersfordter

Wald gelegenen Naturschutzgebiete „Schwarzes Wasser“,

„Schnepfenberg“ und „Großes Veen“, das „Jägerheidemoor“

bei Schermbeck und die „Aaper Vennekes“ unweit des Ortsteils

Wesel-Obrighoven.

Prägend für das Bild der Kulturlandschaft sind die zahlreichen

Kopfbäume und Hecken. In den Hecken und Heckensäumen

liegen die Kinderstuben der Rebhühner, in alten Kopfbäumen

nistet der Steinkauz und hier graben sich Larven der seltenen

Moschusbock-Käfer ihre Gänge. Es handelt sich um ökologisch

wertvolle Kulturformen, die über Jahrhunderte vom Menschen

geschaffen wurden und nur durch regelmäßige Pflege erhalten

werden können. Jährlich werden ungefähr 1.000 Kopfbäume

und 10 km Hecke von Naturschutz- und Heimatvereinen, Hegeringen

und Landwirten im Auftrag des Kreises gepflegt.

Um den Schutz von Natur und Landschaft weiter sicherzustellen

und an neue Erfordernisse wie z.B. die europäische

FFH-Richtlinie anzupassen, wurden Landschaftspläne für die

Bereiche Hünxe/Schermbeck, Hamminkeln und Sonsbeck/

Xanten neu erarbeitet und 2004 als Satzung beschlossen. In

diesen Planverfahren wurde ein neuer kooperativer Ansatz gewählt,

um die Betroffenen, insbesondere die Landwirte, früh-

15


zeitig in den Planungsprozess einzubinden. Für das übrige Kreisgebiet

wird die Anpassung der bestehenden Landschaftspläne

an den neuen Planungsstandard nach den Grundsätzen der

kooperativen Landschaftsplanung erfolgen.

Im Kreis Wesel gibt es 73 Naturschutzgebiete mit einer Fläche

von insgesamt 131 km 2 , die von der hierzu beauftragten Biologischen

Station im Kreis Wesel e.V. betreut werden

(Tel. 0281 / 96252-0).

Blässgänse am Niederrhein (L) Die Kopfweide – der Wappenbaum

des Kreises Wesel

Naturdenkmal: Eiche bei Bislich-Marwick (L)

16


Wirtschaft

Der Kreis Wesel liegt im Zentrum großer

europäischer Wirtschaftsräume.

Innerhalb von zwei Autostunden erreicht

man von hier ein Marktpotenzial von rund

30 Mio. Menschen, die ein Bruttoinlandsprodukt

von etwa 700 Mrd. Euro erwirtschaften

und über ein Kaufkraftpotenzial

von ca. 500 Mrd. Euro verfügen.

Die unmittelbare Nähe zum Ruhrgebiet sowie

die vorteilhafte logistische Lage, die

durch die Osterweiterung der Europäischen

Union eine noch größere Bedeutung bekommen

wird, machen den Kreis Wesel zu

einem Standort mit vielen Vorzügen.

Der Steinkohlenbergbau hat die wirtschaftliche

Entwicklung des Kreises stark

geprägt. Seit den 70er Jahren wurde er

mit seinen Schachtanlagen auch vom

Strukturwandel in den Montanregionen

Deutschlands erfasst. Durch die Stilllegung

der Zechen in Moers und

Neukirchen-Vluyn bzw. durch die Zusammenlegung

der Anlagen in Kamp-Lintfort

und Moers verloren über 9.000 Menschen

ihren Arbeitsplatz (ohne Zuliefererbetriebe).

Mit der geplanten Schließung

der Schachtanlage in Dinslaken bis 2006

werden nochmals rund 3.000 Arbeitsplätze

im Bergbau entfallen.

Der Verlust der Arbeitsplätze im Produzierenden

Sektor konnte bislang vor allem

durch einen überproportional steigenden

Zuwachs im Dienstleistungsbereich kompensiert

werden. Von den rund 115.000

sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

im Kreis Wesel arbeiten etwa zwei Drittel

im Dienstleistungssektor.

Das Handwerk ist eine strukturprägende

und stabilisierende Säule der wirtschaftli-

Solvay-Werke in Rheinberg

chen Entwicklung. Knapp ein Fünftel der sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten im Kreis arbeitet in den rund 3.000

Handwerksbetrieben.

Große weltweit agierende Betriebe finden sich vor allem in der

Chemie, im Maschinen- und Stahlbau, in der Elektrotechnik, in

der Metallverarbeitung und in der Nahrungsmittelproduktion.

Außerdem liegt eines der größten Steinsalzbergwerke Europas

im Kreisgebiet.

Die Produktion von Tondachsteinen hat im nördlichen Kreisgebiet,

besonders in Schermbeck, eine lange Tradition und ist

dort nach wie vor ein wichtiger Produktionsfaktor. Weit über

die Kreisgrenzen hinaus bekannt ist die Sand- und Kiesindustrie.

Die Erkenntnis um die Notwendigkeit der Bündelung strukturbedeutsamer

Aktivitäten hat zur interkommunalen Koordination

der strukturpolitischen Bemühungen innerhalb des Kreises

Wesel geführt.

So entwickeln die rechtsrheinischen Kommunen Dinslaken,

Hünxe, Voerde und Wesel mit dem Kreis Wesel und mit Unterstützung

des Landes den LippeMündungsraum mit einer Nettonutzfläche

von nahezu 300 ha zu einem der größten integrierten

Logistikstandorte. Hierbei handelt es sich um einen Verbund von

mehreren, räumlich getrennt voneinander liegenden Flächen, die

funktional und logistisch miteinander verbunden sind.

Die Lage an der Rheinschiene ist für die in gemeinsamer Verantwortung

der Kommunen getragene Weiterentwicklung und

Vermarktung dieses Teilraumes von zentraler Bedeutung. Mit

45 Uferkilometern rechtsrheinisch und 30 Kilometern linksrheinisch

hat der Kreis den größten Anteil am Rhein in Nordrhein-Westfalen.

Die drei Häfen im LippeMündungsraum sowie

zwei linksrheinische Häfen bieten Umschlagzentren für Güter

aller Art, die selbstverständlich auch Forderungen an die

Trimodalität erfüllen.

Sie erschließen zudem das Transportpotenzial des größten

europäischen Binnenschifffahrtsweges; rheinaufwärts zu den

europäischen Binnenmärkten, rheinabwärts zum Welthandels-

Umschlagplatz Rotterdam. Darüber hinaus bietet der Wesel-

Datteln-Kanal, der im Kreisgebiet in den Rhein mündet,

Schifffahrtswege bis nach Berlin und Norddeutschland.

Aufgrund der Schließung der Schachtanlagen haben sich linksrheinisch

die Städte Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn

und Rheinberg auf eine enge Kooperation in Fragen des Strukturwandels

und des Flächenmanagements verständigt und eine

gemeinsame Wirtschaftsförderung (wir4) etabliert. Keimzelle

von wir4 ist der Grafschafter Gewerbepark Genend. Die landesweit

modellhafte gemeinsame Flächenentwicklung und

-vermarktung, aber vor allem die Erfahrungen bei der gewerblichen

Umnutzung ehemaliger Bergbauflächen hat die

Region zu einem Vorbild für Strukturwandelprojekte gemacht.

17


Das aus dem stillgelegten Bergwerk Rheinpreußen in Moers

entwickelte Technologiezentrum Eurotec vereinigt die Vorzüge

eines Gewerbeparks mit den infrastrukturellen Einrichtungen

eines Zentrums von hohem architektonischem Reiz.

Standort für viele technologische Leistungsträger ist der Technologiepark

Dieprahm in Kamp-Lintfort. Hier arbeiten vor allem

Forscher, Ingenieure und spezialisierte Fachkräfte. Darüber

hinaus bietet das Starterzentrum im Technologiepark attraktive

Räume für innovative Existenzgründer.

Als herausragendes Beispiel des Strukturwandels ist die 1992

gegründete Informationstechnik, Mobilfunktechnik und

Satellitenfunktechnik GmbH mit dem angeschlossenen An-Institut

der Universität Duisburg-Essen (IMST) zu nennen. Die

IMST versteht sich als Hightech-Werkbank der Wirtschaft.

Strahlungsarme Handy-Antennen, multifunktionale Mobilfunkgeräte

und ein System zur drahtlosen Reifendrucküberwachung

sind nur einige wenige Meilensteine aus der

Arbeit des Unternehmens.

Im Rahmen eines intensiven Dialoges wurde ein Kompetenznetzwerk

für mobile und multimediale Kommunikation aufgebaut.

Ziel der Initiative ist es, die wir4-Region zu einem Zentrum

für mobile Kommunikation zu entwickeln. Darüber hinaus

soll die Entwicklung von Unternehmen aus diesem Kompetenzfeld

und aus den angrenzenden Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik

und Logistik unterstützt werden.

Eine ausgewogene und nachhaltige Entwicklung im Kreis ist

auch das Ziel der Gebiets- und Landesplanung. Neben der Ausweisung

günstiger Wirtschaftsstandorte werden eine hohe

Umwelt-, Erholungs- und Freizeitqualität im Interesse eines lebenswerten

Raumes gesichert. Der Kreis Wesel ist Teil des

reizvollen Niederrheins und beliebtes Naherholungsgebiet. Zahlreiche

Natur- und Landschaftsschutzgebiete bieten Erholung

in unverfälschter Natur. Der archäologische Park in Xanten,

das älteste deutsche Zisterzienser-Kloster Kamp mit dem berühmten

Terrassengarten (Sanssouci des Niederrheins), die

Trabrennbahn in Dinslaken, das Preußenmuseum in Wesel und

weit über die Grenzen hinaus bekannte Veranstaltungen sowie

vielfältige Sportangebote zu Lande, zu Wasser und in der Luft

bieten darüber hinaus attraktive Freizeitmöglichkeiten. Ausgewählte

Routen – vor allem entlang des Rheins – für Wanderer

und Radfahrer bringen dem Gast den Niederrhein nahe.

Die Förderung der Tourismusaktivitäten ist zu einem weiteren

Schwerpunkt der Arbeit der EntwicklungsAgentur Wirtschaft

geworden. Zusammen mit den Nachbarkreisen Kleve und Viersen

sowie mit der Stadt Krefeld hat der Kreis Wesel eine Dachgesellschaft

gegründet, um die Tourismusförderung für die

Region zu bündeln und gemeinsam zu bearbeiten. Die Dachmarke

„Niederrhein“ soll weiter entwickelt und ausgebaut werden,

um der Region einen festen Platz im Reigen der anderen

Feriengebiete zu sichern.

Außerdem ist der Kreis Mitglied im grenzüberschreitenden

Zweckverband „Euregio Rhein-Waal“, der die deutsch-niederländische

Zusammenarbeit fördert.

18

In engem Zusammenhang mit der

Tourismusförderung steht die ländliche

Strukturentwicklung. Um der Landwirtschaft

eine Perspektive geben zu können,

wurde mit regionalen Partnern das

„Aktionsbündnis Direkt- und Regionalvermarktung“

ins Leben gerufen. Verbraucher

können auf ein breites Angebot an

regional erzeugten Produkten zurückgreifen.

Neben der Vermarktung heimischer

Produkte werden auch ergänzende Dienstleistungen,

wie zum Beispiel Hofführungen,

natur- und landschaftskundliche Wanderungen,

Übernachtungen auf dem Bauernhof

oder Bauernhofcafes, gefördert.

Als kompetente Einrichtung für alle Fragen

der Wirtschafts-, Tourismus- und Strukturförderung

steht die EntwicklungsAgentur

Wirtschaft, Reeser Landstraße 41,

46483 Wesel (Tel. 0281/207 3908) zur

Verfügung.

Logistikstandort Hafen Emmelsum

Klimatechnik, Gebr. Trox, Neukirchen-Vluyn


Verkehr

Der Kreis Wesel verfügt über ein gut ausgebautes

Verkehrsnetz. Wichtigste Wasserstraße

ist der Rhein, der den Kreis in

einer Länge von ca. 45 km durchzieht. An

dieser meistbefahrenen Wasserstraße

Europas liegen zahlreiche öffentliche

Häfen, wie der Hafen Wesel, der Rhein-

Lippe-Hafen und der Hafen Emmelsum.

Der Wesel-Datteln-Kanal ermöglicht bereits

seit 1931 den Güterverkehr bis nach

Berlin und in den norddeutschen Raum.

Der Güterverkehr auf dem Wasser findet

also hervorragende Bedingungen im

Kreis Wesel vor. Auch das Straßennetz

ist gut ausgebaut. Immerhin gibt es im

Kreis sechs Autobahnen. 1966 ist die

A 3 (E 35) von Oberhausen in Richtung

Arnheim freigegeben worden. Die A 40

(E 34) von Duisburg über Moers nach Venlo

wurde 1970 fertiggestellt. Schließlich sind

1986 die letzten Teilstücke der A 57

(E 31) von Moers über Goch nach Nimwegen

dem Verkehr übergeben worden.

Die A 42 von Dortmund nach Kamp-Lintfort

mit Anschluss an die A 57 steht seit Juni

1992 dem Verkehr zur Verfügung. Das letzte

Teilstück der A 59 im Raum Dinslaken-

Wehofen sorgt für eine direkte Anbindung

an die B 8. Im Osten wird das Kreisgebiet

noch von der A 31, dem so genannten

„Friesenspieß“, berührt, der das Ruhrgebiet

mit dem Seehafen Emden verbindet.

Eine verkehrlich unzureichende Rheinbrücke

verbindet im Zuge der B 58 in Wesel

das links- und rechtsrheinische Kreisgebiet.

Zur Zeit erfolgt der Neubau der

„Niederrheinbrücke“ Wesel, der 2009

abgeschlossen sein soll.

Der Bahnverkehr hat sich parallel zum

Rhein in Nord-Süd-Richtung entwickelt.

Rechtsrheinisch ist dies die Europalinie

35 Basel-Köln-Amsterdam über Dinslaken-

Wesel-Emmerich, die voll elektrifiziert ist,

und auf der alle Zugarten verkehren. Sie

ist Bestandteil des geplanten europäischen

Hochgeschwindigkeitsnetzes. In

Wesel zweigt eine nicht elektrifizierte

Strecke nach Bocholt ab. Linksrheinisch

verläuft die Strecke von Moers über Rheinberg

und Alpen nach Xanten. Das Teilstück

von Xanten nach Kleve wurde Anfang 1990

stillgelegt. Zwischen Moers und Duisburg

existiert die nördlichste Ost-West-Verbindung, die das rechtsrheinische

Schienennetz mit dem linksrheinischen verknüpft.

Neben der Deutschen Bahn AG werden einzelne Schienenverbindungen

für den Güterverkehr von der Kreisbahn, der Niederrheinischen

Verkehrsbetriebe AG (NIAG) sowie von der Industrie,

hier insbesondere von der Ruhrkohle AG,

betrieben.

Der Busverkehr in der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN)

wird zu rund 80 % von der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe

AG (NIAG) durchgeführt. Die NIAG, an der der Kreis mit 94 %

beteiligt ist, hat 2003 auf einem Betriebsnetz von rund 2.175 km

ca. 26,4 Mio. Fahrgäste befördert.

Die vom Kreistag am 10.10.2002 beschlossene 1. Ergänzung

zum Nahverkehrsplan des Kreises Wesel hat den Kommunen

weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten für den örtlich bezogenen

öffentlichen Personennahverkehr eröffnet. Wesentliche Änderung:

Der neue Nahverkehrsplan teilt das Verkehrssystem in

regionale und kommunale Linien ein. Der Kreis ist zuständig für

die Verkehrsangebote zwischen den Kommunen, die Städte und

Gemeinden gestalten die kommunalen Verkehre. Befreit von den

kleinräumigen, innerörtlichen Aufgaben wird der Regionalverkehr

schneller und attraktiver. Die Gemeinden haben die Möglichkeit,

in ihrem Bereich die Zubringerfunktionen zu den regionalen

Linien zu bestimmen und die Ortsverkehre nach den tatsächlichen

Bedürfnissen auszurichten. Hierdurch ist die leichtere Integration

von Stadt- und Bürgerbussen möglich.

Fähre Xanten-Bislich (Q)

19


Die Kommunen Alpen, Hünxe, Sonsbeck und in Kürze

Hamminkeln (Loikum/Wertherbruch) haben Bürgerbusse eingerichtet.

In Xanten, Wesel, Dinslaken, Kamp-Lintfort, Moers,

Neukirchen-Vluyn und Voerde sind Stadtbuskonzepte erarbeitet

worden oder werden zurzeit konzipiert. Der Stadtbus Xanten

fährt bereits seit einem Jahr – mit großem Erfolg. Im Ortsverkehr

sind statt 160 Fahrgäste nun 1.300 Fahrgäste pro

Woche unterwegs, d.h. die Zahl der Fahrgäste ist achtmal so

hoch wie zuvor. Die Stadtbusse Wesel und Dinslaken sind

bereits in der Umsetzungsphase. Durch die Einführung des

Stadtbusses in Wesel soll das ÖPNV-Angebot um 10 %, d.h.

100.000 Bus-km im Jahr, ausgeweitet werden.

Die Öffnung des Nahverkehrsplanes des Kreises hat sich als

eine äußerst wichtige und richtige Entscheidung erwiesen. Die

Aufgabenverteilung entspricht der Interessenlage. Der Kreis

konzentriert sich auf kreisweite, überregionale, schnelle Verbindungen,

die Gemeinden decken die speziellen Bedürfnisse und

Wünsche ihrer Bürgerinnen und Bürger durch ihre Systeme ab.

Flugverbindungen in alle Welt sind durch die Flughäfen Düsseldorf

und Weeze gegeben, die aus dem Kreis Wesel in 30 – 60

Autominuten zu erreichen sind. Im Kreisgebiet gibt es drei Flugplätze:

den Verkehrslandeplatz „Schwarze Heide“ in Hünxe

sowie zwei Sonderlandeplätze, die von den Flugsportvereinen

betrieben werden und sich in Wesel-Römerwardt und Kamp-

Lintfort/Saalhoff befinden. Der Flugplatz „Schwarze Heide“ wird

weiter entwickelt werden, so dass sich hier neben dem bereits

ansässigen Sport-Flugzeughersteller Extra auch andere Unternehmen

niederlassen können.

Autobahn bei Moers (Q)

20

NIAG Busse

Schleuse Emmelsum


Kloster Kamp in Kamp-Lintfort

Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik (IMST) in Kamp-Lintfort

21


Kleinkunstwettbewerb in Xanten (Q) Sommerfestspiele im APX Xanten (Q)

Otto-Pankok-Museum, Hünxe (Q)

22


Riverlady, Schaufelraddampfer in Wesel (Q)

Dr. Müller bei der Vorstellung der Kreiskulturtage 2004

23


24

Kulturelle Einrichtungen

Museen

Bezeichnung Ort, Straße Träger Eröffnungsjahr Typ

Haus der Veener Alpen-Veen Förderverein 1992 Dorfgeschichte

Geschichte Kirchstr. 16 Tel. 02802/4073

Museum Dinslaken Dinslaken Stadt Dinslaken 1955 Volkskundliches,

Brückstraße 31 Tel. 02064/2449 kultur- und technikge-

(Voswinckelshof) schichtliches Museum

Mühlenmuseum Dinslaken-Hiesfeld Mühlenverein 1991 Mühlengeschichtliches

(Wassermühle) Am Freibad 3 Dinslaken-Hiesfeld e.V.

Tel. 02064/94188

Museum

Heimathaus Hamminkeln-Dingden Heimatverein 1987 Kultur- und handwerk-

Hohe Straße 1 Dingden geschichtliches

Tel. 02852/2418 Heimatmuseum

Rathausgalerie Hamminkeln Stadt Hamminkeln 1983 Ausstellungen

Brüner Straße Tel. 02852/88212

Schloss Ringenberg Hamminkeln-Ringenberg Derik-Baegert- 1995 Stipendiatenzentrum

Schlossstr. 8 Gesellschaft Ausstellungen zeitge-

Tel. 02852/9229 nössischer Kunst

Otto-Pankok-Museum Hünxe-Drevenack Eva Pankok 1968 Kunstmuseum

Haus Esselt

Otto-Pankok-Weg 4

Tel. 02856/754

Heimatmuseum Hünxe Hünxe Heimat- und 1992 Kultur- und handwerk-

Alte Dinslakener Str. 49 Verkehrsverein geschichtliches

(Alte Bergschule) Tel. 02858/480 oder 2090 Heimatmuseum

Geologisches Kamp-Lintfort Stadt Kamp-Lintfort 1987 Geologische Sammlung

Museum Moerser Straße 167 Tel. 02842/33649

(Schulzentrum

„Kamper Dreieck“)

oder 02842/912333

Ordensmuseum Kamp-Lintfort Europäische 1987 Kulturgeschichtliches

Abtei Kamp Abteiplatz 24 Begegnungsstätte am

Kloster Kamp e.V.

Tel. 02842/4062

Museum

Barocker Kamp-Lintfort Stadt Kamp-Lintfort 1990 Terrassengarten mit

Terrassengarten

Kloster Kamp

Kamper Berg Tel. 02842/3333 Orangerien

Grafschafter Museum Moers Stadt Moers 1908 Kulturgeschichtliches

im Moerser Schloss Kastell 9 Tel. 02841/28094 Museum

Galerie Moers Bürgerstiftung Peschkenhaus e.V. 1972 Kunstgalerie

Peschkenhaus Meerstraße 1 Tel. 02841/201738 Wechselausstellungen

Niederrheinisches Moers Anton Schuth 1985 Geschichte des

Motorrad-Museum Friemersheimer Str. 106 Tel. 02841/508522 Zweirades

Museum Neukirchen-Vluyn Museumsverein 1976 Ortsgeschichtliches

von-der-Leyen-Platz 1 Neukirchen-Vluyn e.V. Museum mit Archiv

(Kulturhalle) Tel. 02845/391176 oder 20657

Uhrenmuseum Neukirchen-Vluyn Fa. Peter Hubben 1991 Uhrmacherwerkstatt

Pastoratstr. 2-4 Tel. 02845/2235

Heimatmuseum Schermbeck Gemeinde Schermbeck 1987 Kultur- und handwerk-

Steintorstraße 17 Tel. 02853/4709 geschichtliches

Heimatmuseum

Niederrheinisches Sonsbeck Joh. Troost 1991 Techn. Museum

Traktorenmuseum Balberger Straße 72 Tel. 02838/2271 oder 3515

Heimatstube in der Sonsbeck Verein für Denkmalpflege 1992 Kulturelle Begegnungs-

Gommanschen Mühle Auf der Mauer 4 Heinrich Kerstgens

Tel. 02838/2346

stätte, Töpfereimuseum

Städt. Museum Wesel Stadt Wesel 1936 Kunstmuseum

Galerie im Centrum Kornmarkt Tel. 0281/203350 1975 Kunstgalerie

Städt. Museum Wesel Stadt Wesel 1980 Personengeschicht-

Schillkasematte An der Zitadelle 6 Tel. 0281/203350 liches Museum

Heimatmuseum Bislich Wesel-Bislich Heimatverein 1983 Heimatmuseum

Historische Scheune Dorfstr. 24 Bislich e.V. Vogelsammlung

mit Deichmuseum und Tel. 02859/1519 1998 Historische Schiff-

Ziegeleimuseum fahrt, Fischerei und

Deichbau

Preußenmuseum Wesel Stiftung Preußenmuseum 1998 Preußische Geschichte

An der Zitadelle 6 Nordrhein Westfalen Nordrhein Westfalen

Tel. 0281-339960 im Rheinland

Regionalmuseum Xanten Landschaftsverband 1877 Archäologisches,

Kapitel Rheinland 1974 kulturgeschichtliches

Tel. 02801/3311 und stadthistorisches

Museum


Museen/Musikschulen

Bezeichnung Ort, Straße Träger Eröffnungsjahr Typ

Archäologischer Park Xanten Landschaftsverband 1977 Freilichtmuseum

Wardter Straße Rheinland

Amphitheater Tel. 02801/3362

Wallfahrtsmuseum Xanten-Marienbaum Kath. Pfarrgemeinde 1997 Paramente,

Emil-Underberg-Str. 3 Tel. 02804/1452 Wallfahrtsmuseum

Musikschule Dinslaken Dinslaken Musikschule 1991 Instrumentalunterricht,

Helenenstr. 3 Dinslaken e.V. musikalische Früherziehung

Musikschule Hamminkeln Hamminkeln-Ringenberg

Zingelstraße 15

Musikverein Ringenberg e.V. 1969 Instrumentale Ausbildung

Musikschule Kamp-Lintfort Musikschule 1991 Instrumentale Ausbildung,

Kamp-Lintfort Am Rathaus 2 Kamp-Lintfort e.V. musikalische Frühausbildung

Moerser Musikschule Moers

Filderstraße 126

Stadt Moers 1968 Instrumentale, vokale Ausbildung

Musikschule Neukirchen-Vluyn Neukirchen-Vluyn Musikschule Neukirchen-Vluyn e.V. 1975 Instrumentale und vokale

Mentorstraße 2 Ausbildung

Musikschule Alten Kellnerei Rheinberg Stadt Rheinberg 1994 Instrumentale sowie musikali-

Innenwall 104 und drei private Träger sche Ausbildung - in der Früherziehung

und Grundausbildung

Jugend-Musik- Wesel Stadt Wesel 1972 Instrumentale und vokale Aus-

Kunstschule An der Zitadelle 6 bildung, und Kurse für bildende

Kunst

Dommusikschule Xanten Markt Dommusikschule Xanten e.V. 1970 Instrumentale und vokale Ausbildung,

musikalische Früher-

Theater

ziehung

1. Burghofbühne Landestheater im Kreis Wesel e.V.,

Luisenstraße 173, 46535 Dinslaken

Landesbühne, Sprechtheater mit Schauspiel, Kinder- und

Jugendtheater

Eröffnungsjahr: 1951

Tel. 02064 / 41100

Intendant: Thorsten Weckherlin

2. Schlosstheater Moers, Kastell 6, 47441 Moers

Dramatisches Theater

Eröffnungsjahr: 1975

Tel. 02841 / 201-730 und –733

Intendant: Ulrich Greb

3. Freilichtspiele im Amphitheater Birten

Eröffnungsjahr: 1924, Tel. 02801 / 3574

4. Sommerfestspiele im Archäologischen Park Xanten

Eröffnungsjahr: 1983, Tel. 02801 / 4011

5. Freilicht-Theater Kamp,

Abteiplatz vor dem Kloster Kamp in Kamp-Lintfort

Eröffnungsjahr: 1998, Tel. 02842 / 912290

Archäologischer Park in Xanten

25


Bauernmärkte im Kreis unterstützen die Direktund

Regionalvermarktung

Akademie Klausenhof, Weiterbildungseinrichtung in Hamminkeln-Dingden

26

Denkmal der Henriette vor dem Moerser Schloss


Bildungseinrichtungen

Der Kreis Wesel ist Träger folgender

Bildungseinrichtungen:

Berufskollegs

1. Berufskolleg Dinslaken für Wirtschaft

und Verwaltung, Technik, Sozial- und

Gesundheitswesen, Ernährung und

Hauswirtschaft, Körperpflege, Textiltechnik

und Bekleidung, Schule der

Sekundarstufe II des Kreises Wesel,

Wiesenstraße 45-47, 46535 Dinslaken

(Abteilung Wirtschaft und Verwaltung,

Konrad-Adenauer-Straße 49),

Tel. 02064 / 4770-0

2. Berufskolleg für Technik Moers,

Schule der Sekundarstufe II des Kreises

Wesel, Repelener Straße 101,

47441 Moers, Tel. 02841 / 28064

3. Hermann-Gmeiner-Berufskolleg

Moers für Ernährung und Hauswirtschaft,

Sozial- und Gesundheitswesen,

Körperpflege, Textiltechnik und

Bekleidung, Schule der Sekundarstufe

II des Kreises Wesel, Landwehrstraße

31, 47441 Moers (Abteilung

Sozial- und Gesundheitswesen, Moerser

Straße 163, 47475 Kamp-Lintfort)

Tel. 02841 / 908198-0

4. Mercator-Berufskolleg, Kaufmännische

Schule Moers, Schule der

Sekundarstufe II des Kreises Wesel,

An der Berufsschule 3, 47441 Moers,

Tel. 02841 / 9369-0

5. Berufskolleg Wesel für Wirtschaft und

Verwaltung, Technik, Hauswirtschaft,

Gesundheit und Agrarwirtschaft,

Schule der Sekundarstufe II des

Kreises Wesel, Hamminkelner Landstraße

38 b, 46483 Wesel,

Tel. 0281 / 96661-0

Sonderschulen

1. Waldschule, Förderschule mit dem

Schwerpunkt Geistige Entwicklung,

Waldheideweg 4,

46569 Hünxe-Bucholtwelmen,

Tel. 02858 / 6841

2. Schule Am Ring, Förderschule mit dem

Schwerpunkt Geistige Entwicklung,

Rheinbabenstr. 2,

46483 Wesel, Tel. 0281 / 16452-205

3. Hilda-Heinemann-Schule, Förderschule mit dem

Schwerpunkt Geistige Entwicklung,

Repelener Straße 73, 47441 Moers, Tel. 02841 / 16494

4. Bönninghardt-Schule, Förderschule mit dem Schwerpunkt

Geistige Entwicklung, Bönninghardter Straße 86,

46519 Alpen, Tel. 02802 / 704160

5. Erich-Kästner-Schule, Förderschule des Kreises Wesel mit

den Förderschwerpunkten Sprache, Hören und Kommunikation

im Verbund – Primarstufe – in Wesel, Rheinbabenstraße

2, 46483 Wesel, Tel. 0281 / 15488-0

Fachseminare für Altenpflege

Fachseminar für Altenpflege (FSA) des Kreises Wesel

Moerser Str. 163, 47475 Kamp-Lintfort – (1974 gegründet) –

Tel. 02842 / 911690

FSA des Kreises Wesel, Hamminkelner Landstr. 38 b, 46483

Wesel, Tel. 0281 / 64541

(Ab 1.10.2005 fällt das Angebot in Wesel weg)

———————————————————————————

Weiterbildungsdatenbank

Die EntwicklungsAgentur Wirtschaft des Kreises Wesel hat die

Weiterbildungseinrichtungen im Kreis Wesel mit ihren Angeboten

erfasst. Sie sind per Computer abrufbar.

Darüber hinaus gibt es im Kreis Wesel u. a. nachfolgende

Bildungseinrichtungen:

1. Abendgymnasium der Stadt Duisburg, Nebenstelle Wesel,

Ritterstr. 4, 46483 Wesel

2. Akademie Klausenhof, Klausenhofstr. 100, 46499 Hamminkeln-Dingden,

Kath. Bildungsstätte - Weiterbildung für

alle - Umschulungen und Qualifizierungen, EDV, Förderkurse

für Jugendliche, Schulabschlüsse für jugendliche Ausländer

3. Atelierzentrum Schloss Ringenberg, Schlossstr., 46499

Hamminkeln, Atelierwohnungen stehen Künstlern zur Verfügung

- wird von der Derik Baegert Gesellschaft verwaltet

4. Berufskolleg „Placida-Haus“ Xanten, St. Viktor Xanten,

Kapitel 19, 46509 Xanten,

Schwerpunkte: Sozial- und Gesundheitswesen, Ernährung

und Hauswirtschaft

5. Fachschule für Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Heimerziehung,

Ausbildungsstätte des Erziehungsvereins,

Heckrathstr. 24, 47506 Neukirchen-Vluyn

6. IB-Bildungszentrum Voerde, Wilhelmstr. 72, 46562 Voerde,

Schwerpunkte: Berufsvorbereitung, Umschulung,

Weiterbildung

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7. Jugendbildungsstätte „Forsthaus Hasenacker“, Dassendaler

Weg 71, 47665 Sonsbeck, Schwerpunkt: Natur- und Umweltschutz

– politische Bildung

8. Qualifizierungszentrum Dieprahm,

Carl-Friedrich-Gauß-Str. 10, 47475 Kamp-Lintfort

9. Studienzentrum Wesel der Fernuniversität Hagen,

Ritterstr. 14, 46483 Wesel

Fernstudienkurse – enge Kooperation mit der VHS –

10. Volkshochschulen

VHS-Zweckverband Dinslaken-Voerde-Hünxe,

Friedrich-Ebert-Str. 84, 46535 Dinslaken

- Außenstelle Hünxe, Bensumskamp 1, 46569 Hünxe

- Voerde, Rathausplatz 20, 46562 Voerde

- Zweigstelle Voerde, Im Osterfeld 22

VHS-Moers, Kastell 5, 47441 Moers

auch zuständig für Außenstellen: Kamp-Lintfort und

Neukirchen-Vluyn

VHS-Zweckverband Alpen-Rheinberg-Sonsbeck-Xanten

Großer Markt 1, 47495 Rheinberg

VHS-Zweckverband Wesel-Hamminkeln-Schermbeck,

Ritterstr. 14, 46483 Wesel

- Außenstelle Hamminkeln, Marktstr. 2,

46499 Hamminkeln

- Außenstelle Schermbeck, Weseler Str. 2,

46514 Schermbeck

Maskentheater auf den Kreiskulturtagen 2004

28

Geigenbauer (Moers) (Q)

Schülertheater in Schermbeck, Starlight Express (Q)


Soziale Einrichtungen

Viele Menschen benötigen wegen ihrer

wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen

Lage Hilfe durch die Gemeinschaft.

Der Kreis Wesel ist als Sozialhilfeträger

daher verpflichtet, Maßnahmen und Einrichtungen,

die entsprechende Hilfen

anbieten, zu fördern, zu entwickeln und

zu verbessern.

Er arbeitet dabei mit Verbänden der

Freien Wohlfahrtspflege und anderen

Trägern von Einrichtungen und ambulanten

Diensten zusammen. Hierzu gehören

die Frühförderstellen in Moers (unter

Trägerschaft des Kreises), Wesel (Marien-

Hospital) und Dinslaken (Albert-Schweitzer-Einrichtungen),

wo Entwicklungsauffälligkeiten

von Säuglingen und

Kleinkindern ambulant behandelt werden.

Integrative und heilpädagogische Kindertagesstätten

setzen die in den Frühförderstellen

begonnene Behandlung für

schwer- und mehrfach behinderte und von

Behinderung bedrohte Kinder fort. Erwachsene

Behinderte, die Probleme haben,

selbständig zu arbeiten, werden in Behinderten-Werkstätten

beschäftigt. Im Kreis

bestehen Werkstätten des Caritas-Verbandes

in Rheinberg mit einer Zweigstelle in

Moers, der Albert-Schweitzer-Einrichtungen

in Dinslaken und der Lebenshilfe in

Alpen-Veen.

Im Kreis gibt es zwei Schuldnerberatungsstellen

in Trägerschaft des

Diakonischen Werkes mit Büros in Moers,

Kamp-Lintfort, Wesel, Dinslaken und

Voerde.

Beim Sozialdienst Katholischer Männer

(SKM) in Moers gibt es eine Beratungsstelle

für alleinstehende Wohnungslose

mit besonderen sozialen Schwierigkeiten.

Außerdem bietet der SKM für diesen Personenkreis

Wohnungsunterkünfte an. Zwei

weitere Beratungsstellen sowie entsprechende

Wohnangebote existieren in

Wesel (vom Caritas-Verband) und

Dinslaken (von der Arbeiterwohlfahrt,

AWO). Die Rheinisch-Evangelische Arbeiterkolonie

Lühlerheim ist eine stationäre Einrichtung

mit Wohnheimplätzen für

Nichtsesshafte und Übernachtungsplätzen

für Durchwanderer.

Außerdem gibt es einen Beratungsdienst

für Eltern, Jugendliche und Kinder in Moers

und Dinslaken mit Sprechstunden in

Kamp-Lintfort und Schermbeck sowie einer Nebeneinrichtung

in Xanten, ergänzt durch Beratungsstellen der Caritas in Rheinberg

und Wesel.

Wer sich etwas „von der Seele“ reden möchte, kann auch

jederzeit die Telefonseelsorge Niederrhein/Westmünsterland

(eine ökumenische Einrichtung) anrufen, kostenlos und rund

um die Uhr: Tel. 0800/111 0 111 bzw. 0800/111 0 222.

Im Rahmen der psychosozialen und psychiatrischen Versorgung

Erwachsener bietet der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreises

(Fachbereich Gesundheitswesen) in Moers, Dinslaken und

Wesel Beratung und Hilfe an. Ferner bestehen drei Sozialpsychiatrische

Zentren (SPZ). Die Sozialpsychiatrische Initiative

Xanten betreibt ein SPZ in Wesel (mit einer Nebenstelle in

Xanten) mit einer Tagesstätte, einer Kontakt- und Beratungsstelle

und Betreuung von psychisch Behinderten in Wohngemeinschaften

und einer Selbsthilfefirma zur Beschäftigung und

Arbeitserprobung.

Der Caritasverband Moers/Xanten und Dinslaken/Wesel

verfügt über je ein SPZ in Moers mit einer Kontakt- und Beratungsstelle,

einer Tagesstätte und Betreuung von psychisch

Behinderten in Wohngemeinschaften.

Darüber hinaus bestehen Wohngemeinschaften für psychisch

Behinderte bei der Grafschafter Diakonie. Weiterhin stehen in

Wohnheimen kreisweit Plätze für psychisch Behinderte zur

Verfügung.

Alkohol- und Medikamentenabhängige bzw. - gefährdete können

sich an die Suchtberatungsstelle des Fachbereiches

Gesundheitswesen in Wesel und Dinslaken oder an die Suchtberatungsstelle

des Caritas-Verbandes Moers-Xanten in Moers

und Rheinberg wenden.

Drogenberatungsstellen sind in Dinslaken und Moers durch das

Diakonische Werk, in Kamp-Lintfort durch die „Drogenberatung

Kamp-Lintfort e.V.“ und in Wesel durch den „Verein Information

und Hilfe in Drogenfragen e.V.“ eingerichtet. Alle Beratungsstellen

bieten Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit oder Familienberatung

an. Die Angebote schließen Prophylaxe, Vermittlung

in stationäre Behandlungen und Nachsorge ein.

Misshandelte Frauen und deren Kinder können sich an Frauenhäuser

in Moers und Dinslaken wenden.

Im Fachseminar für Altenpflege des Kreises werden seit 1974

Altenpfleger/innen ausgebildet, die bisher alle in entsprechende

Stellen vermittelt werden konnten. Im Bereich der ambulanten

Dienste sind u.a. folgende zu erwähnen: „Essen auf

Rädern“, die Altentagesstätten, die Förderung von Altenerholungsmaßnahmen,

Altenfahrten sowie vielfältige Beratungsmöglichkeiten

der gemeinnützigen und öffentlichen Träger. Die

häusliche Altenpflege richtet sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit

und umfasst hauswirtschaftliche und pflegerische

Hilfeleistungen. Im Kreis Wesel erfüllen Fachkräfte der Ver-

29


Heilpädagogische Kindertagesstätte des Kreises Wesel in Hoerstgen

Kunstwerk von Schülern der Schulen für Geistigbehinderte im Rahmen der Aktion KIK MAL (Kunst im Kreishaus)

30

bände der Freien Wohlfahrtspflege, der

Sozialstationen und private ambulante

Anbieter diese Aufgaben.

Um die Ausbildungs-, Beschäftigungs- und

Qualifizierungschancen von Frauen in den

Regionen zu verbessern, bietet die

Regionalstelle „Frau und Beruf“ (in Trägerschaft

der Stadt Moers) Beratungs-,

Orientierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen

an. Ziel ist eine Verbesserung

der Erwerbschancen von Frauen.


Alpen

12.849 E., 59,54 km2 , H 20-60 m, attraktive

Wohngemeinde im Grünen mit niederrheinischem

Flair, idyllisch inmitten großzügiger

Erholungsgebiete gelegen,

900jährige Geschichte

Wirtschaft:

Forst- und Landwirtschaft, Stahl- und Leichtmetallbau, Maschinenbau,

Elektrotechnik, Pneumatik, Handwerk, Handel und

Dienstleistungen

Verkehr:

Autobahn A57/E31 (Köln - Nimwegen) mit Anschlussstelle

Alpen, Bundesstraßen B57 und B58, Bahnhof Alpen

(Strecke Duisburg - Xanten), Buslinien zu allen Nachbarstädten

Kultur, Sport, Freizeit:

Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen und Vortragsveranstaltungen,

behindertengerecht ausgestattetes Sportzentrum

mit vereinseigenem Hallenbad, Tennishalle, Tennisplätze, 114 km

Wander-, Radwander- und 76 km Reitwege, See zum Surfen und

Schwimmen, Grillplatz, Heißluftballon-Fahrten

Sehenswert:

Mauerreste einer Burg (Motte) aus dem 12. Jahrhundert,

Ev. Barockkirche (1602), Kath. neugotische Kirche (1874),

Heimatmuseum Veen, Turmwindmühlen, weitere Bau- und Bodendenkmäler

in den Ortsteilen Bönninghardt, Menzelen und Veen

Veranstaltungen:

Kinderkarneval, Schützen-, Wald-, Brunnen- und Pfarrfeste

Information:

Gemeinde Alpen, Rathausstr. 3-5, 46519 Alpen,

Tel. 02802 / 912125,

Fax: 02802 / 912912

www.alpen.de

Dinslaken

73.100 E, 47,68 km2 , H 18-68 m, dynamisches

Mittelzentrum am Niederrhein,

beliebtes Einkaufsziel, attraktives Umfeld

mit hohem Wohn- und Freizeitwert

Wirtschaft:

Stahlverarbeitung, Kunststoffverarbeitung, Industrieelektronik,

Antriebs- und Verkehrstechnik, Umwelttechnik, Verpackungstechnik,

Steinkohlenbergbau, Fernwärmeversorgung, Handwerk, Handel,

Dienstleistungen

Verkehr:

Autobahnanschlüsse an die A3/E35 (Frankfurt - Arnheim) und A59

(Dinslaken - Düsseldorf) Bundesstraße B8, Eisenbahnstrecke

Oberhausen - Arnheim, Personenflug-Flugplatz Schwarze Heide,

kurze Wege zum Airport Düsseldorf und zum Duisburger Hafen

Kultur, Sport, Freizeit:

Moderne Stadtbibliothek, Stadthalle, Museen, Freilichtbühne für

2.000 Besucher, Volkshochschule, Sitz der Burghofbühne Landestheater

im Kreis Wesel e.V., Hallenbad, zwei Freibäder, drei Großsporthallen,

Eissporthalle, vier Tennishallen, Indoor-Kartbahn,

einzige Halbmeilen-Trabrennbahn in Deutschland, ausgedehnte

Wald- und Grüngürtel, Wander- und Radwegenetz, Rotbachwanderweg

und Rotbachsee, Reitwege, Fahrradverleih, Planwagenfahrten

Sehenswert:

Denkmalgruppe „Drei Kreuze“ (um 1500), Wind- und Wassermühle

im Ortsteil Hiesfeld, Reste des alten Kastells, Rittertor, Waldfriedhof

Oberlohberg, Pfarrkirche St. Vincentus (14. Jh.), Ev. Stadtkirche

(1722), Hl.-Blut-Kirche mit Plastiken des 15. und 16. Jh.

Veranstaltungen:

Dinslakener Musiktage (Juni), DIN-Tage mit größtem Kindertrödelmarkt

am Niederrhein (letztes Augustwochenende),

Martinikirmes (Anfang November), Freilichtspiele im Burgtheater,

Konzerte, Sprech- und Musiktheater, Ballett, Kabarettabende in

der Stadthalle und im Dachstudio der Stadtbibliothek.

Information:

Bürgerbüro, Friedrich-Ebert-Straße 82, 46535 Dinslaken,

Tel. 02064 / 66666, Fax: 02064 / 66556

www.dinslaken.de

31

Ev. Kirche in Alpen Rathaus in Dinslaken (Q)


Hamminkeln

27.907 E., 164,37 km2 , H 19-53 m, verkehrsgünstig

gelegene Großflächengemeinde

(7 Stadtteile: Brünen mit Marienthal,

Dingden, Hamminkeln, Loikum, Mehrhoog,

Ringenberg und Wertherbruch) am rechten

Niederrhein im Naturpark „Hohe Mark“, hoher Wohn- und Freizeitwert,

unmittelbare Nähe zu den Mittelzentren Wesel und Bocholt,

kontinuierlich wachsende Einwohnerzahl. Akademie Klausenhof

(Weiterbildungseinrichtung in Dingden)

Wirtschaft:

Landwirtschaft, Anlagen- und Maschinenbau, Bergbautechnik, Textilindustrie,

Hoch-/Tiefbau, Betonfertigteile, Beton- und Verbundsteinherstellung,

Türen- und Fensterbau, Futtermittelherstellung,

Transportgewerbe, Brauerei, Brennerei, Süßmosterei, Handel,

Handwerk und Dienstleistungen

Verkehr:

Autobahn A3/E35 (Frankfurt - Arnheim), Anschlussstelle

Hamminkeln, Bundesstraßen: B8, B70 und B473; Bahnhof Mehrhoog

an der Eisenbahnlinie 420 Oberhausen-Emmerich, Bahnhöfe

Hamminkeln und Dingden an der Eisenbahnlinie 421 Wesel-Bocholt.

Kultur, Sport, Freizeit:

Atelierzentrum der Derik-Baegert-Gesellschaft im Schloss Ringenberg

(1200, wiedererrichtet 1650), Kunstausstellungen; 230 km

markierte Radfahrwege, 5 Fahrradverleihstellen, 160 km ausgeschilderte

Wanderwege, Angeln, Frei- und Hallenbad, Tennis, Reiten,

Reitsportveranstaltungen, Kutsch- und Planwagenfahrten,

Kegeln, Camping, Volleyball-Leistungszentrum

Sehenswert:

2 Turmwindmühlen, Schloss Ringenberg, Gut Venninghausen, Gut

Rodehorst, Künningsmühle, Ev. Kirchen in Hamminkeln und

Wertherbruch mit bedeutenden Fresken, Klosterkirche Marienthal

mit moderner sakraler Kunst, moderne Kirche von Prof. Dominikus

Böhm in Ringenberg

Veranstaltungen:

„Marienthaler Abende“, Vespermusikabende in der Klosterkirche

Marienthal, traditionelle Kirmes „Bellhammi“, Karneval, Konzerte,

Theateraufführungen, Schützenfeste, Gewerbeschauen, jeden

Freitag Bauernmarkt in Loikum

Information:

Stadt Hamminkeln, Brüner Straße 9, 46499 Hamminkeln,

Tel. 02852 / 88-0, Fax: 02852 / 88130

www.hamminkeln.de

Hünxe

14.210 E., 106,8 km2 , H 24-65 m,

Großflächengemeinde im reizvollen Lippetal,

gehört mit den großen zusammenhängenden

Waldgebieten und landschaftlichen

Freiflächen sowie sieben Naturschutzgebieten

überwiegend zum Naturpark „Hohe Mark“, hoher Wohn- und

Freizeitwert

Wirtschaft:

Mineralölversorgung, Bergbauzubehör, Tongewinnung, Tonverarbeitung,

Sportflugzeugbau, Karosseriebau, Handel, Handwerk, Logistik,

Dienstleistungen, Landwirtschaft

Verkehr:

Autobahn A3/E35 (Frankfurt - Arnheim) mit den Anschlussstellen

Hünxe und Wesel, A31 Bottrop – Emden, Bundesstraße B58

Venlo - Münster, Personenflug-Flugplatz Schwarze Heide

Kultur, Sport, Freizeit:

Otto-Pankok-Museum, Schul- und Heimatmuseum, Historische

Kirchen, Herrensitze, 3 Sportzentren, Hallenbad, Reiten, Tennis,

18-Loch-Golfanlage, Golfanlage Bruckmann, Squash, Segelflug, Surfen,

Campingplätze, Anita-Thyssen-Heim mit Freizeitanlage und

Kleinzoo in Bucholtwelmen, 7 Naturschutzgebiete, 187 km Wanderwege,

10 beschilderte Radrundtouren, NiederRheinroute,

Römer-Route, Kulturroute an Lippe und Issel

Sehenswert:

Schloss Gartrop (14. Jh.) mit Wassermühle, Haus Schwarzenstein

(mittelalterlicher Rittersitz, 1517), Historisches Treidelschifferdorf

Krudenburg an der Lippe, dreischiffige romanisch-gotische Kirche

in Hünxe, altes Pastorat (bauliche Grundlage: Goethe’sches Gartenhaus

in Weimar, ca. 1815), Wassermühlen in Bruckhausen und

Gartrop-Bühl, Ringwallanlagen

Veranstaltungen:

Kirmessen, Schützenfeste, Weihnachtsmärkte, Konzerte,

Maibaum setzen

Information:

Gemeinde Hünxe, Dorstener Str. 24, 46569 Hünxe,

Tel. 02858 / 69200, Fax: 02858 / 69222

www.huenxe.de

Künningsmühle in Hamminkeln Altes Treidelschifferdorf Krudenburg (Q)


Kamp-Lintfort

40.960 E., 63,14 km2 , H 22-55 m,

Mittelzentrum in idyllischer Niederrhein-

Landschaft, hoher Freizeitwert, attraktive

Wohnmöglichkeiten, alte Alleen und großzügige

Fußgängerzonen

Wirtschaft:

Steinkohlenbergbau, Landwirtschaft, Kommunikationstechnik,

Opto-/ Mikroelektronik, Global Light Industries, Maschinenbau/

Stahlbau, Handel, Handwerk und Dienstleistungen, Chiptechnik,

Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik

Verkehr:

Autobahnen: A57/E31 (Köln - Nimwegen) und A42 (Dortmund

- Kamp-Lintfort), Bundesstraßen B58 und B510, Sonderlandeplatz

Saalhoff

Kultur, Sport, Freizeit:

Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen am Kloster Kamp und in der

großen Stadthalle, Volkshochschule und Musikschule, alle Sportarten

inkl. Surfen, Segel- und Motorflug, Freizeitpark mit Spaßbad

(u.a. Riesenrutschen von 118 m), Sauna/Solarium, Grillplatz, Radwander-

und Reitwegenetz, zahlreiche Wohnmobil-Standplätze.

Sehenswert:

Ehem. Zisterzienserabtei Kamp von 1123 mit bekanntem

Terrassengarten („Sanssouci am Niederrhein“), Museum zur

Geschichte der Abtei Kamp und der Zisterzienser, einzigartiges

Geologisches Museum, zahlreiche ehem. Rittergüter, Ev. Kirche

Hoerstgen (1422, mit berühmter Weidtman-Orgel von 1732),

Kapelle Eyll (1430, mit bemerkenswerten Fragmenten von Wandund

Deckenmalereien), „Fossa Eugeniana“ von 1626, unvollendete

Kanalverbindung zwischen Rhein und Maas mit vielen

Erdschanzen als Bollwerk im spanisch-holländischen Krieg,

Altsiedlung

Veranstaltungen:

1. Mai: intern. Motocross, großes Stadtfest Anfang Oktober, Mitte

August Stadtschützenfest mit Sommer-Kirmes, jedes 2. Jahr im

September (ungerade Jahreszahlen) attraktiver mittelalterlicher

Markt am Kloster Kamp, Freilicht-Theater Kamp

Information:

Stadt Kamp-Lintfort, Am Rathaus 2, 47475 Kamp-Lintfort,

Stadtinformation: Tel. 02842 / 19433, Fax: 02842 / 912433

www.kamp-lintfort.de

Moers

109.597 E., 67,69 km2 , H 24-32 m, sympathische,

zentral gelegene Wohn- und

Einkaufsstadt am linken Niederrhein,

attraktive historische Altstadt, liegt landschaftlich

in schöner Umgebung,

Stadtrechte seit 1300

Wirtschaft:

Stahl- und Leichtmetallbau, Maschinenbau, Elektrotechnik und

Feinmechanik, Druckereigewerbe, Lebensmittelindustrie, Handel,

Handwerk und Dienstleistungen, Holz- und Papierverarbeitung,

Technologiepark Eurotec

Verkehr:

Autobahnen: A40/E34 (Dortmund - Venlo) mit 3 Anschlussstellen,

A57/E31 (Köln - Nimwegen) mit 3 Anschlussstellen, A 42 (Dortmund

- Kamp-Lintfort) mit zwei Anschlussstellen, Eisenbahnstrecke

Duisburg - Xanten

Kultur, Sport, Freizeit:

Schlosstheater, Volkshochschule, Musikschule, Zentralbibliothek,

Stadtarchiv, Grafschafter Museum im Moerser Schloss (Volkskunst

und Kulturgeschichte der Grafschaft Moers und des Niederrheins),

Peschkenhaus (wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst),

Niederrheinisches Motorrad-Museum, 2 Sportzentren mit Frei-,

Hallenbädern und Sauna, Naturfreibad, Tennishallen, Eissporthalle,

Schloss- und Freizeitpark, Grafschafter Rad- und Wanderweg,

NiederRheinroute

Sehenswert:

Moerser Schloss, Schlosspark mit teilweise exotischem 160jährigen

Baumbestand, Wallanlagen und Wasserpartien, Freizeitpark

mit Abenteuerspielplatz, Grillplatz, Streichelzoo, japanischer

Garten, historische Wassermühle, historisch sanierte Altstadt,

Zechen- und Arbeitersiedlung in Meerbeck

Veranstaltungen:

New-Jazz-Festival (Pfingsten), Moerser-Amateur-Musik-Festival,

Parkfest (alle 2 Jahre), Schlosshofserenade, Schlosshofspiele,

Comedy-Arts-Festival, Nelkensamstagszug von Homberg nach

Moers

Drachenfest auf der begrünten Halde Pattberg (85 m)

Information:

Stadtinformation im Alten Rathaus, Unterwallstr. 9, 47441 Moers,

Tel. 02841 / 201777, Fax: 02841 / 201721

www.moers.de

Spaßbad Pappelsee (Q) Altstadt in Moers


Neukirchen-Vluyn

29.778 E., 43,47 km2 , H 30-63 m, attraktive

Stadt am linken Niederrhein mit hohem

Wohnwert, vielfältigen Freizeiteinrichtungen

und guter Infrastruktur, umgeben von reizvoller

Natur und Landschaft

Wirtschaft:

Verfahrens- und Klimatechnik, Textilgewerbe, Druckindustrie,

Maschinenbau, Computersysteme, Handel, Dienstleistungen, Landwirtschaft,

Zukunftsprojekt Niederberg

Verkehr:

Autobahnanschlüsse A57/E31 (Köln - Nimwegen) und A40/E34

(Dortmund - Venlo); über zahlreiche Buslinien von allen Nachbarstädten

bequem erreichbar

Kultur, Sport, Freizeit:

Kabarett, Kleinkunst, Musikmatineen, freie Theater, Kinder- und

Jugendtheater, Klassik-Konzerte, ortsgeschichtliches Museum in

der Kulturhalle, Jugendzentrum Klingerhuf, Volkshochschule,

Musikschule, Stadtbücherei, Freizeitbad (Hallenbad) mit Kinderland,

Wintergarten, Cafeteria, Sonnenwiesen, Whirlpool-Garten,

Saunaanlage, – der Freizeitspaß für die ganze Familie –

18-Loch-Golfanlage, Tennissport, Badminton, Freizeit mit Pferden,

Ruderbootverleih, Sport- und Freizeitpark Klingerhuf mit Kinderspielplätzen,

Freizeitwiesen und Grillplätzen, ausgedehnte

Wander- und Radwege in ortsnahen Wäldern und in typisch niederrheinischer

Landschaft

Sehenswert:

Wasserschloss Bloemersheim (16. Jh.), Windmühle Dong (19. Jh.),

Mühle auf dem Rayener Berg (18. Jh.), Neue Mühle Winck

(19. Jh.), Zechensiedlungen „Alte Kolonie“ (1917-1925) und „Neue

Kolonie“ (1926-1930), denkmalswerte Bausubstanz in den

Ortskernen

Veranstaltungen:

Vielfältiges Brauchtum der örtlichen Vereine, Straßen-, Ortsteilund

Frühlingsfeste, Rosenmontagszug, Vluyner Kirmes mit

Klompenball, Neukirchener Kirmes mit Schützenfest

Information:

Stadt Neukirchen-Vluyn, Hans-Böckler-Str. 26,

47506 Neukirchen-Vluyn

Tel. 02845 / 391228, Fax: 02845 / 391286

www.neukirchen-vluyn.de

Rheinberg

32.015 E., 75,14 km2 , H 17-33 m, freundliche

Stadt am linken Niederrhein, Tradition

und modernes Leben werden hier ideal

miteinander verbunden, Stadtrechte seit

1233

Wirtschaft:

Salzgewinnung, Chemie, Spirituosen (Underberg), Hafen und Werftbetriebe,

Maschinenbau, Papierverarbeitung, Textilindustrie,

Gartenbau, Handel, Dienstleistungen, Landwirtschaft, Messe Niederrhein

Verkehr:

Autobahn A57/E31 (Köln - Nimwegen) mit einer Anschlussstelle,

Bundesstraßen: B57, B58 und B510, Eisenbahnstrecke Duisburg

- Xanten, Rheinhafen Orsoy, Betriebshafen der Solvay-Werke

Kultur, Sport, Freizeit:

Stadthalle Rheinberg mit 650 Plätzen für Theaterveranstaltungen,

Konzerte, Unterhaltungs- und Tanzabende, Tagungen, Vorträge,

Modeschauen, Ausstellungen, Volkshochschule, Musikschule,

Stadtbibliothek, Stadtarchiv mit umfangreicher Kupferstichsammlung,

5 Sportplatzanlagen mit Tennisplätzen, ein Freibad,

ein Hallenbad, eine Kleinschwimmhalle, Tennishallen, Reithalle,

Stadtpark mit altem Baumbestand, Rheinpromenade, Grillplätze,

Rad- und Wanderwege, Schiffsanleger in Orsoy, Naturschutzgebiet

Rheinvorland im Orsoyer Rheinbogen, Terrazoo

Sehenswert:

Gotisches Rathaus (1449), Stadthaus und Stadthalle, Kath. Pfarrkirche

(1107), Wallanlagen, Zollturmruine, Spanischer Vallan (17. Jh.),

Kellnerei (1573), Haus Ossenberg, Haus Wolfskuhlen (1800), altes

Stadtbild von Orsoy, Rheinpromenade, Stadtmauer (ca. 1440)

Veranstaltungen:

Rosenmontagszug alle ungeraden Jahre, Stadtfest (3. Wochenende

im Juni), Kirmes und Schützenfest in der Rheinberger Innenstadt

(1. Augustwochenende), Schützenfest im Ortsteil Orsoy alle

ungeraden Jahre, Schützenfest im Ortsteil Borth jeweils das Wochenende

nach dem 17. September, Veranstaltungen im Rahmen

des Rheinberger Kulturherbstes

Information:

Stadt Rheinberg, Kirchplatz 10, 47495 Rheinberg,

Tel. 02843 / 171114, Fax: 02843 / 171484

www.rheinberg.de

Wasserschloss Bloemersheim (16. Jh.) Blick auf das alte Underberg-Gebäude


Schermbeck

14.446 E., 110,74 km2 , H 25-69 m,

Großflächengemeinde, Freizeit in naturund

kulturverbundener reizvoller, waldreicher

Landschaft, 799 erstmals urkundlich

erwähnt

Wirtschaft:

Tonverarbeitung, Holzverarbeitung, Metallverarbeitung, Elektrotechnik,

Anlagenbau, Mess- und Regeltechnik, Nahrungsmittelproduktion,

Informationsverarbeitung, Handel, Handwerk,

Dienstleitungen

Verkehr:

Autobahnen A31 (Bottrop - Emden) und A3/E35 (Frankfurt - Arnheim)

mit Anschlussstellen, Bundesstraßen B58 und B224,

Busverbindungen mit Haltern, Wesel, Dorsten und dem Ruhrgebiet,

Bahnstationen Dorsten und Wesel

Kultur, Sport, Freizeit:

Wechselnde Ausstellungen, Volkshochschule, Heimatmuseum, Bücherei,

Archiv, Hallenbad mit Liegewiese, Tennis, 18-Loch- Golfanlage,

Angelteiche, Sporthallen, Kegelbahnen, Naturschutzgebiete,

Natur und Landschaft bieten eine wunderbare Kulisse für Wandern,

Radfahren, Kutsch- und Planwagenfahrten, ausgeschilderte Routen

beziehen dabei kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten

mit ein. Freizeitpark, Go-Kart-Bahn, Minigolf, Camping, Ballonfahrten,

Grillplätze, historischer Rundgang

Sehenswert:

Klevische Burganlage (Anfang 14. Jh.), Wassermühlen (15./17. Jh.),

Ev. Pfarrkirchen St. Georg (spätgotische Kirche mit dreiteiligem

Altarbild aus der Schule des Malers Derik Baegert) und Gahlen

(Westturm aus dem 12. Jh.), Naturdenkmal „Teufelsstein“ (Findling

aus vorgeschichtlicher Zeit), Heimatmuseum

Veranstaltungen:

Maibaumsetzen, Sommerstraßenfest, Weihnachtsmarkt, Trödelmarkt,

Schützenfeste, insbesondere „Historisches Doppelschützenfest

Altschermbeck/Schermbeck, Üfter/Overbecker

Trachtenschützenfest, wechselnde Vorstellungen im Begegnungszentrum,

Konzerte, im Karneval uriges Schubkarrenrennen

Information:

Gemeinde Schermbeck, Weseler Str. 2, 46514 Schermbeck,

Tel. 02853 / 910-0, Fax: 02853 / 910119

www.schermbeck.de

Sonsbeck

8.865 E., 55,32 km2 , H 20-87 m, reizvolle

Gemeinde am unteren Niederrhein mit noch

weitgehend ländlicher Struktur und außergewöhnlichem

Stellenwert als Wohn- und

Erholungsort

Wirtschaft:

Maschinenbau, Holzverarbeitung, Landwirtschaft, Tierzucht,

Mineralgusstechnologie, Wirtschaftslogistik (Spezialtransporte),

Ölherstellung/-recycling, Bauhandwerk, Handel, Handwerk und

Dienstleistungen

Verkehr:

Autobahn A57/E31 (Köln - Nimwegen) mit eigenem Autobahnanschluss,

sehr gute Verkehrsanbindungen durch Landstraßen

und Buslinien

Kultur, Sport, Freizeit:

Volkshochschule, Ballettschule, kulturelle Begegnungsstätte

„Gommansche Mühle“, kulturhistorische Anlage „Auf der Mauer“,

Kastell (Saal, Bühne, Gastraum), Bücherei, Freizeitanlage

„Pauenhof“ mit Traktorenmuseum, Camping- und Mobilheimpark,

Stellplätze für Reisemobile, Angelteichanlagen, Geologischer Wanderweg,

Aussichtsturm, Behinderten- und Seniorenwanderweg,

50 km Wanderwege, Reitzentrum, Sportanlagen für verschiedene

Sportarten mit Leichtathletikzentrum, Freizeitanlage, Tennis- und

Badmintonhalle, Waldsportpfad und -laufbahn, Radwandern,

Minigolf

Sehenswert:

Magdalenenkirche (1431), Gerebernuskapelle mit sehr seltenem

Kriechaltar (1478), Ev. Kirche (1655), Antoniuskirche Hamb (1610),

die „Sonsbecker Schweiz“ im Norden und die Niersniederung mit

dem Winkelschen Busch im Süden bringen besondere landschaftliche

Gegensätze, die der Gemeinde einen hohen Stellenwert als

Wohn- und Erholungsort geben

Veranstaltungen:

Waldfrühstück, Brunnenlauf, Brunnenfest, Nikolausmarkt mit

Spielzeugtausch- und Trödelmarkt, Handwerkermarkt

Information:

Gemeinde Sonsbeck, Herrenstr. 2, 47665 Sonsbeck,

Tel. 02838 / 3625, Fax: 02838 / 3647 und 3658

www.sonsbeck.de

Festumzug in der Mittelstraße Der Ferkelbrunnen vor dem Kastell


Voerde

39.799 E., 53,48 km2 , H 21-27 m, attraktiver

Wohn- und Gewerbestandort direkt am

Rhein mit guter Verkehrsanbindung, interessante

Einkaufsmöglichkeiten, intaktes

Umfeld in typisch niederrheinischer

Wiesen- und Auenlandschaft,

Wirtschaft:

Erschlossene Industrie- und Gewerbegebiete in verkehrsgünstiger

Lage, Kraftwerk, Anlagenbau, Kunststoffverarbeitung, Papierlogistik,

Aluminiumerzeugung, Handwerk, Handel, Dienstleistungen,

Landwirtschaft

Verkehr:

Autobahn A59 (Dinslaken-Düsseldorf) mit Anschlussstelle

Dinslaken-West, Autobahn A3/E35 (Frankfurt - Arnheim) mit

Anschlussstelle Hünxe, Bundesstraße B8, Wesel-Datteln-Kanal mit

Doppelschleuse, Rheinhafen Voerde-Emmelsum, Kanalhafen:

Rhein-Lippe Hafen, Eisenbahnstrecke Oberhausen - Emmerich,

Industriebahn, Personenflug-Flugplatz „Schwarze Heide“

Hünxe (5 km).

Kultur, Sport, Freizeit:

Kulturring Voerde, Türkisches Kultur- und Sozialzentrum, Konzerte

und Theateraufführungen, Ausstellungen, Krickerhauer Heimatstube,

Katholisches Bildungswerk, Volkshochschule, Ev. Familienbildungsstätte,

Büchereien, Reiten, Planwagenfahrt, Fahrradverleih,

200 km Radwanderwege, Sportplätze, Hallen- und Freibad, Sporthallen,

Tennisplätze und -hallen, Minigolf, Schießsportanlagen,

Jugendheime

Sehenswert:

Wasserschloss „Haus Voerde“, Haus Wohnung, Kirche Götterswickerhamm,

15 km Rheinfront in landschaftlich schöner Lage,

Naturschutzgebiet Mommbachniederung, Schleuse Emmelsum

Veranstaltungen:

Karnevalszug, Geranienmarkt, Maimarkt, Pfingstreitturnier,

Weihnachtsmarkt, Martinsmarkt in Friedrichsfeld, Volksfeste,

Seifenkistenrennen, niederrheinischer Radwandertag

Information:

Stadt Voerde, Rathausplatz 20, 46562 Voerde,

Tel. 02855 / 80405, Fax: 02855 / 80555

www.voerde.de

Wesel

Wasserschloss Haus Voerde Willibrordi-Dom

64.319 E., 122,58 km2 , H 16-37 m, die

lebendige und liebenswerte Kreis- und

Hansestadt an Rhein und Lippe inmitten

der reizvollen niederrheinischen Landschaft

Wirtschaft:

Chemie, Glasverarbeitung, Maschinen-, Schiffs-, Fahrzeug- und

Apparatebau, Sanitärkeramik, Turbinenbau, Gasbetonfertigteile,

Hoch- und Tiefbau, Energiewirtschaft, Dienstleistungen, Handel

und Handwerk

Verkehr:

Autobahnen: A3/E35 (Frankfurt - Arnheim) mit Anschlussstellen

Wesel/Schermbeck (B58) und Hamminkeln (B473), A57/E31

(Köln-Nimwegen) mit Anschlussstelle Alpen (B58), Bundesstraßen

B8, B58, B70 und B473, Schienenregionalverkehr, Anbindung an

das EC/IC-Netz und das S-Bahn-Netz im Ruhrgebiet

Kultur, Sport, Freizeit:

Preußenmuseum Nordrhein-Westfalen, Bühnenhaus, Stadtbücherei,

Stadtarchiv, Städt. Museum, Heimatmuseum Bislich,

Schillmuseum, Galerien, Volkshochschule, Freizeitzentrum Rheinauepark

(810 ha, davon 160 ha Wasserfläche mit Wassersporthafen,

Windsurfing, Segel- und Sportflugplatz, Strandbad Auesee,

Freibad, Beachvolleyballanlagen, Auestadion), Eissporthalle,

Tennishallen, 3 Hallenbäder, Kanuhafen, Ausflugsfahrten ab

Steiger Rheinpromenade, Personenfähre Wesel/Bislich-Xanten,

Personenflug Sonderlandeplatz Römerwardt, Stadtführungen,

Radwandern, gemütliche Altstadt rund um den Kornmarkt

Sehenswert:

Berliner Tor (1722), Willibrordi-Dom (15. Jh.), Zitadelle (1718),

Schlosskirche Diersfordt, Altes Wasserwerk an der Lippe,

Wasserturm an der Brandstraße, Friedenskirche „Zu den heiligen

Engeln“, St. Mariä Himmelfahrtkirche, Schilldenkmal (1835),

Peter-Minuit-Denkmal (Gründer New Yorks)

Veranstaltungen:

PPP-Stadtfest (1. Augustwochenende), Historisches Hansefest,

Weseler Rad’n Roll Party, Eselordensverleihung (Karnevalssonntag),

Sonnenschirmmarkt, Bürgerschützenfest (1. Septemberwoche),

Kammerkonzerte im Lutherhaus, Domkonzerte, Weihnachtsmarkt

Information:

Weseler Verkehrsverein e.V., Großer Markt 11, 46483 Wesel

Tel. 0281 / 24498, Fax: 0281 / 14053

www.wesel.de


Xanten

21.159 E., 72,39 km2 , H 13-75 m,

staatlich anerkannter Erholungsort,

Kultur- und Freizeitzentrum am Niederrhein,

attraktive Kleinstadt am linken

Niederrhein inmitten reizvoller Landschaft,

Stadtrechte seit 1228

Wirtschaft:

Betonfertigteile, Anlagen- und Apparatebau, Maschinen-, Stahl- und

Fahrzeugbau, Textil- und Bekleidungsgewerbe, Handel, Handwerk,

Dienstleistungsgewerbe, Landwirtschaft

Verkehr:

Autobahnen A57/E31 (Köln - Nimwegen), Bundesstraße B57, Eisenbahnstrecke

Duisburg - Xanten, Personenfähre Xanten - Bislich

Kultur, Sport, Freizeit:

Jugendherberge, Freizeitzentrum mit vielseitigen Wassersportmöglichkeiten

im Nibelungenbad Wardt (u.a. Wellenfreibecken,

Strandbad, Saunagarten) sowie auf der „Xantener Nord- und Südsee“

(Wasserski, Ruder-, Tret-, Elektrobootverleih, Jollen- und

Surfbrettverleih, Angeln). Konzerte, Kunstausstellungen, Stadtbücherei,

Altentagesstätte, mit dem Rad auf den Spuren der Römer

entlang der „Via Romana“ (Xanten-Nimwegen) oder auf der „Römer-Route“

(Xanten-Detmold); Wanderwegenetz, Fahrradverleih,

Kutsch- und Planwagenfahrten, Ausflugsfahrten ab Rheinsteiger,

Kegeln, Camping, Grillplätze

Sehenswert:

Mittelalterlicher Stadtkern, St. Viktor-Dom (12.-15. Jh.), Regionalmuseum,

Gotisches Haus, Arme Mägdehaus, Kriemhildmühle

(täglich in Betrieb), Klever Tor (1393), Archäologischer Park, Wallfahrtskirche

und Wallfahrtsmuseum in Marienbaum

Veranstaltungen:

Xantener Sommerfestspiele im Archäologischen Park, Römerfest,

Freilichtspiele im Amphitheater Birten, Hafenfeste, Sommerparty,

Oktoberfest im Freizeitzentrum Xanten, „Italienische Nacht“ (Dorffest

- alle 2 Jahre), Domkonzerte, Umweltmarkt, Weihnachtsmarkt,

Nibelungen-Triathlon, Xantener Citylauf,

Information:

Tourist-Information, Kurfürstenstr. 9, 46509 Xanten,

Tel. 02801 / 98300, Fax: 02801 / 71664

www.xanten.de

County Durham

Die County Durham (2.232 km2 , 486.600 Einwohner),

seit 1953 Partnerkreis des Kreises

Wesel, liegt im Nordosten Englands, 20 km

südlich von Newcastle, 90 km von York und

195 km von Edinburgh. Sie liegt zwischen den

Pennines im Westen und der Nordsee im Osten. Trotz ihrer langen

Geschichte im Kohlenbergbau (1951: 134 Zechen mit über

100.000 Beschäftigten, heute keine Zeche mehr) in der Eisenund

Stahlverarbeitung und im Schiffsbau ist die County heute

aufgrund der kommunalen Neugliederung von 1974 ein vorwiegend

ländlich strukturierter Kreis mit kleinen Städten und Dörfern. Die

Hauptzentren reichen von der wundervollen historischen Stadt

Barnard Castle mit 6.000 Einwohnern bis zur City of Durham mit

81.000 Einwohnern.

Viele besuchen die County wegen der besonderen Schönheit der

Pennines im Westen. Die Täler von Durham, wie Weardale, Teesdale

und das Derwent Valley bedecken ungefähr 1/3 des Kreisgebietes

mit romantischer Landschaft. Durham war viele Jahrhunderte ein

Zentrum der Christianisierung. Die Kombination kirchlicher und

weltlicher Macht wird eindrucksvoll symbolisiert durch die Kathedrale

von Durham, die am 11. August 1093 von Bischof St. Carileph

gegründet wurde (1133 fertiggestellt). Zusammen mit dem nahegelegenen

Schloss liegen die majestätischen Gebäude auf der

Halbinsel über dem River Wear in Durham und sind als „Weltkulturgut“

anerkannt. Heute befindet sich in dem Schloss eine

Lehranstalt der Universität Durham, der drittältesten Universität

Englands.

Sehenswert ist auch Beamish, das Freilichtmuseum im Norden

Englands, das eindrucksvoll das Leben zu Beginn unseres Jahrhunderts

dokumentiert. Das Bowes-Museum ist einzigartig in

England und eine „Schatztruhe“ europäischer Malerei und Kunst.

Neben der Verbindung auf Kreisebene pflegen auch Kamp-Lintfort

und Chester-Le-Street sowie Hamminkeln und Sedgefield einen

regen partnerschaftlichen Austausch zur County Durham.

Information: Marketing & Promotion, Economic Development and

Research Unit, Durham County Council, County Hall, Durham

DH1 5UF,

Tel. 004491-3833698, Fax: 004491-3844372

www.durham.gov.uk/durhamcc/usp.nsf

Xantener Dom und Karthaus Kathedrale von Durham


Schloss Ossenberg (Rheinberg) (Q)

Wassermühle in Gahlen

38


Schlosspark Moers (Q)

Rheinberg (Q)

Museum Voswinkelshof, Dinslaken (Q)

39


Salzbergwerk in Rheinberg-Borth (F)

Terrazoo in Rheinberg (F)

40

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